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Wie kann man diese Gesellschaft eigentlich noch verarschen?

26. Juli 2023

Durch die Reha­bi­li­ta­ti­on von bestimm­ten Meinungsmachern.

Nico Lan­ge, zum Bei­spiel, per­ma­nent Fel­low Münch­ner Sicherheitskonferenz.

Die Ukrai­ne haben gezeigt dass sie in der Lage sind sehr schnell zu ler­nen wie man mit moder­nen Waf­fen­sys­te­men umgeht auch da haben ja die Hypo­the­sen die Ukrai­ner könn­ten das nicht oder es wür­de sehr lan­ge dau­ern die haben nicht gestimmt die Ukrai­ne sind in der Lage sehr vie­le unter­schied­li­che Waf­fen­sys­te­me zu mana­gen und wenn die Ukrai­ne sagen sie kön­nen das wür­de ich dar­auf ver­trau­en ich habe ihr den Ein­druck wir kön­nen von den Ukrai­ne noch was ler­nen das ist sehr beein­dru­ckend was die dort mili­tä­risch leis­ten also wenn die poli­ti­sche Ent­schei­dung dafür getrof­fen wird dann gibt es auch einen Weg und es gibt auch eine Fähig­keit der Ukrai­ne damit umzugehen.

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Es ist gut, dass jetzt Bradley- und Marder-Schützenpanzer gelie­fert wer­den sol­len, wenn auch spät. Es sind im Herbst bereits Chan­cen auf ein schnel­le­res Kriegs­en­de ver­passt wor­den”, sagt Lan­ge. “Den Feh­ler soll­ten wir nicht wie­der­ho­len und schnellst­mög­lich auch moder­ne Kampf­pan­zer an die Ukrai­ne lie­fern. Wenn die Ukrai­ne moder­ne Schüt­zen­pan­zer und Kampf­pan­zer hat, wird sie den Krieg schnel­ler been­den können.”

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Dann kurz vor der Offensive:

Begin­nend mit geziel­ten Schlä­gen zur Vor­be­rei­tung und Abtastan­grif­fen ent­lang des gesam­ten Front­ver­laufs ist es wahr­schein­lich, dass die Ukrai­ne an meh­re­ren Front­ab­schnit­ten grö­ße­re Gegen­an­grif­fe begin­nen wird, so dass erst spä­ter ver­ständ­lich wer­den wird, wo genau die Haupt­an­stren­gung liegt.

Die kom­men­den Gegen­an­grif­fe wer­den weder eine “Frühjahrs-“offensive noch die “letz­te Chan­ce” der Ukrai­ne sein. Gegen­of­fen­si­ven kön­nen Mona­te dau­ern, zeit­lich gestaf­felt erfol­gen und wei­te­re not­wen­di­ge Angriffs- und Ver­tei­di­gungs­ope­ra­tio­nen nach sich ziehen.

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[Anmer­kung: Aktu­ell sind kei­ne gestaf­fel­ten Angrif­fe sicht­bar, nach den geschei­ter­ten sind wir wie­der bei recht klein­tei­li­gem Shaping.]

Der Ukrai­ne müs­se es dar­um gehen, “dass die­ser rela­tiv star­re Ver­lauf und die­se Abnut­zung der letz­ten Mona­te in eine beweg­li­che­re Kriegs­füh­rung kommt”, sagt Lan­ge. “Und wohin genau die­se Bewe­gung geht, das ist bis­her offen. Aber in der beweg­li­chen Kriegs­füh­rung ist vie­les mög­lich, da die Topo- und Geo­gra­phie der Ukrai­ne wenig natür­li­che Gren­zen bie­tet. Wenn die Front­li­nie ein­mal durch­bro­chen ist, dann gibt es die Mög­lich­keit, sehr gro­ße Gebie­te sehr schnell zurückzuerobern.”

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Russ­land stellt sich stra­te­gisch auf Ver­tei­di­gung ein. Dazu errich­te­ten die rus­si­schen Trup­pen Minen­fel­der, Pan­zer­sper­ren, Grä­ben und Befes­ti­gun­gen. Die­se sind jedoch von unter­schied­li­cher Qua­li­tät und kön­nen zer­stört, durch­bro­chen oder umgan­gen werden.

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Die Ukrai­ne braucht unter­des­sen Zeit. Erfolg­ver­spre­chen­de Gegen­an­grif­fe sind mög­lich, wenn die neu­en Schüt­zen­pan­zer und Kampf­pan­zer gut inte­griert wer­den kön­nen. Dazu braucht es nicht nur die Aus­bil­dung der Besat­zun­gen, son­dern anschlie­ßend auch gemein­sa­me Übun­gen im Gefecht der ver­bun­de­nen Waf­fen. Eine sehr gute Aus­bil­dung und inten­si­ve Übung für den gemein­sa­men, ver­bun­de­nen Ein­satz von Kampf­pan­zern, Schüt­zen­pan­zern, Artil­le­rie, Droh­nen, Minen­räum­ge­rä­ten usw. zum Durch­bre­chen der Front haben einen höhe­ren Ein­fluss auf eine Erfolgs­wahr­schein­lich­keit als die rei­nen tech­ni­schen Leistungsdaten.

Es ist vor die­sem Hin­ter­grund eine gro­ße ver­pass­te Chan­ce für die Ukrai­ne, dass die Lie­fe­rung der Schüt­zen­pan­zer und Kampf­pan­zer so spät erfolgt. Russ­land hat dadurch Zeit bekom­men, die Trup­pen­dich­te zu erhö­hen, Ver­tei­di­gungs­stel­lun­gen zu befes­ti­gen und neue Trup­pen aus­zu­bil­den und heranzuführen.

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Man kann das ver­damm­te Huren­wichs­er­schwein von “Ana­lys­ten” - der den ukrai­ni­schen Sieg in den kom­men­den Wochen und Mona­ten kom­men gese­hen (- sich aber stra­te­gic ambi­gui­ty offen gelas­sen hat), wegen, ehm Over­per­for­mance, weil die Ukrai­ne so ver­dammt groß­ar­tig die schwächs­ten rus­si­schen Ein­hei­ten (Kot­kin) (“Frei­wil­li­gen­ba­tail­lo­ne” und Ehren­gar­de) ohne zwei­te Ver­tei­di­gungs­li­nie im Rücken, in Char­kiew weg­ge­schos­sen hat (plus ein Panzerbataillon)

Der Kriegs­ver­lauf zeigt: Eine mili­tä­ri­sche Abwehr des rus­si­schen Angriffs gegen die Ukrai­ne ist mög­lich. Dass dabei viel­fach befürch­te­te extre­me Eska­la­tio­nen aus­blei­ben, wur­de durch die letz­ten 15 Mona­te und in die­sem Sin­ne fol­gen­lo­se Angrif­fe auf die Krim und auf mili­tä­ri­sche Ein­rich­tun­gen in Russ­land deutlich.

Der aus­sichts­reichs­te Weg zu Ver­hand­lun­gen und Frie­den bleibt die mas­si­ve, lang­fris­ti­ge und indus­tri­ell gestütz­te Mili­tär­hil­fe für die Ukrai­ne bei gleich­zei­ti­gen diplo­ma­ti­schen Anstren­gun­gen für einen Rück­zug der rus­si­schen Trup­pen und Sicher­heits­ga­ran­tien für die Ukraine.

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- im öffent­lich recht­li­chen Fern­se­hen rehabilitieren --

wahr­schein­lich weil man dem hin­ter­her­weint, dass man den abso­lu­ten Mär­chen­er­zäh­ler Ben Hod­ges nicht mehr fea­turen kann 

Wozu eigent­lich noch Jour­na­lis­ten beschäftigen?

- da er von sei­nen “US Kum­pels, die im soviel span­nen­des erzäh­len” mitt­ler­wei­le ein Auf­tritts­ver­bot umge­hängt bekom­men hat.

Wo bekommt das ZDF denn jetzt, nach mehr als 500 Tagen Krieg, noch kom­plet­te Voll­idio­ten­arsch­loch­wichs­er­schwei­n­ehet­zer her, um die Bevöl­ke­rung zu ver­ar­schen dass die Ukrai­ne in den nächs­ten fünf Tagen noch schnell die Krim nimmt, und das bit­te unkon­tex­tua­li­siert, unwi­der­spro­chen und zur bes­ten Sen­de­zeit im deut­schen Hauptabend?

Hod­ges: Das glau­be ich nicht. Die Ukrai­ner sind ja nicht aus Flo­ri­da, so wie ich. Sie wer­den ver­su­chen, den Druck auf die rus­si­schen Kräf­te auf­recht­zu­er­hal­ten, damit die sich nicht neu auf­stel­len kön­nen. Die Rus­sen sind erschöpft und ver­wund­bar, auch auf der logis­ti­schen Ebe­ne. Ich ver­mu­te, die Ukrai­ne wird die rus­si­schen Streit­kräf­te bis zum Ende die­ses Jah­res auf die Linie zurück­drän­gen, wo die­se vor dem 24. Febru­ar waren. Und Mit­te des kom­men­den Jah­res wer­den die ukrai­ni­schen Sol­da­ten auf der Krim sein.

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Also nicht mehr jetzt, aber dann bit­te wie­der bei der nächs­ten Gelegenheit?

Ja komm - da müs­sen wir die die so dumm sind, das in der Ver­gan­gen­heit mit volls­ter Inbrunst getan zu haben, noch schnell öffent­lich reha­bi­li­tie­ren. Das ist ja sonst eine aus­ster­ben­de Res­sour­ce! (Nicht dass sich das Medi­en­sys­tem noch selbst reinigt…)

Wobei, man kann natür­lich auch ein­fach auf den Exper­ten abstel­len, der sich frü­hest­mög­lich für ein Hoch­fah­ren der Muni­ti­ons­pro­duk­ti­on aus­ge­spro­chen hat, damit der Krieg noch lan­ge wei­ter gehen kann.

Nico Lan­ge:

Der aus­sichts­reichs­te Weg zu Ver­hand­lun­gen und Frie­den bleibt die mas­si­ve, lang­fris­ti­ge und indus­tri­ell gestütz­te Mili­tär­hil­fe für die Ukrai­ne bei gleich­zei­ti­gen diplo­ma­ti­schen Anstren­gun­gen für einen Rück­zug der rus­si­schen Trup­pen und Sicher­heits­ga­ran­tien für die Ukraine.

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Es ist ins­ge­samt bla­ma­bel, dass die füh­ren­den Indus­trie­staa­ten Euro­pas bis­her nicht dazu in der Lage schei­nen, Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten rasch und mas­siv hoch­zu­fah­ren, um einen zuver­läs­si­gen Strom sys­te­ma­ti­schen Nach­schubs für die Ukrai­ne zu erzeugen.

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Hier liegt Chom­sky im Übri­gen ver­mut­lich falsch.

Die strit­ti­ge Fra­ge bei Manu­fac­tu­ring Con­sent war immer - ist es die Exper­ten­klas­se die die Jour­na­lis­ten ver­arscht, oder sind es die Jour­na­lis­ten die so ordent­lich gekauft (respek­ti­ve im Nar­ra­tiv von ande­ren deter­mi­niert, da dadurch wett­be­werbs­re­le­van­te Vor­tei­le genie­ßend) sind, dass sie die Bevöl­ke­rung verarschen?

Chom­sky meint die Exper­ten­klas­se sei hier determinierend.

Edward Her­man ist der Über­zeu­gung es sei­en die Journalisten.

Sie­he:

Und es sind wohl die Jour­na­lis­ten. Es ist anders ein­fach nicht zu erklä­ren, dass du Reha­bi­li­ta­ti­ons­ver­su­che auf die­sem Niveau erlebst, wäh­rend gleich­zei­tig Reis­ner seit einem knap­pen Monat nicht mehr gefea­tured wird, da/während sich ein unter­schwel­li­ges “hast du schon gehört” ver­brei­tet, dass er, Reis­ner, “zu schnell” ver­laut­bart habe, dass die Ukrai­ne in der ers­ten Pha­se ihrer Gegen­of­fen­si­ve ver­lo­ren habe.

Reis­ner ist auch aus einem zwei­ten Grund bei­na­he nicht mehr öffent­lich trag­bar - er hat begon­nen laut und deut­lich aus­zu­spre­chen, dass “His­to­ri­ker es spä­ter wie­der alle gewusst haben wer­den wies war und dass es in deren Augen wie immer ein­fach, logisch und strin­gent gewe­sen sein wer­de - aber sich Situa­tio­nen für einen Mili­tär­ana­lys­ten oft­mals deut­lich weni­ger klar und gar­nicht so ein­deu­tig dar­stel­len”. Damit hat er öffent­lich ein Gegen­nar­ra­tiv auf­ge­macht - und ist damit eigent­lich nicht mehr haupt­abend­taug­lich. Nicht in der Phase.

Ich habs für mich noch wei­ter runtergebrochen.

Das gro­ße, unent­schuld­ba­re Ver­bre­chen von Reis­ner war, dass sein Job tat­säch­lich in Ana­ly­se ist. De fac­to ist es das sel­be “Pro­blem” wie bei Chomsky. 

Reis­ner und Team ana­ly­sie­ren Pho­tos auf Social Media Kanä­len veri­fi­zie­ren und brin­gen es in einen ope­ra­ti­ven Kontext.

Chom­sky ana­ly­siert sei je her Medi­en­be­richt­erstat­tung in einem brei­ten Spek­trum und ent­fernt durch Gegen­über­stel­lung Bia­ses (bringt ggf. selbst wel­che mit rein, aber die sind auf den Gebie­ten die er ana­ly­siert weni­ger aus­ge­prägt als die tat­säch­lich in der Tages­be­richt­erstat­tung vorhandenen) -- 

was die Medi­en anstatt­des­sen als Exper­ten fea­turen wol­len, ist der gute Exper­te, der gera­de wie­der von der embed­ded Jour­na­lism Erleb­nis­rei­se von der Front zurück­kommt, die die Ukrai­ne ihm noch schnell orga­ni­siert hat - der mit dem guten Kon­tak­tenetz­werk nach Alp­bach (US glad­han­ding hat man dort ja noch nie erlebt).

Und das kann nicht von Exper­ten aus­ge­hen die sich metho­disch tat­säch­lich mit Ana­ly­se beschäf­ti­gen. Und so dumm das immer wie­der ver­se­hent­lich zu machen, sind die Pro­po­nen­ten im Medi­en­sys­tems im Schnitt halt auch nicht. Die ver­ste­hen was hier läuft. Die machen selbst den Buckel - und beschleu­ni­gen noch anlass­ge­mäß ihre Arbeit wenn es wie­der mal dar­um geht, “Ana­lys­ten” die in der Ver­gan­gen­heit kom­plett falsch gele­gen haben wie­der zu reha­bi­li­tie­ren, wenn sie nur wei­ter­hin das “rich­ti­ge Nar­ra­tiv verbreiten”.

Was ist das rich­ti­ge Nar­ra­tiv? Außen­po­li­tisch im Nor­mal­fall immer das, das das Außen­mi­nis­te­ri­um vorgibt.

Die­se Gesell­schaft ist das Abso­lut gro­tesk, abar­tigst Allerletzte.

Aber immer­hin habe ich hier was gelernt. Ist doch auch etwas…

Das Pro­blem ist nicht Para­de­jour­na­lis­mus das Pro­blem ist anti­zi­pie­ren­de Selbst­auf­ga­be bis hin zur Selbst­ver­leug­nung und zum aus der Öffent­lich­keit neh­men von eta­blier­ten Exper­ten­po­si­tio­nen, wenn mal wie­der ein Gerücht rum­geht, dass bei­spiels­wei­se ein Reis­ner nicht mehr trag­bar sei, da er zu früh geäu­ßert habe, dass die Ukrai­ne die ers­te Pha­se der Gegen­of­fen­si­ve ver­lo­ren habe.

Und wir haben doch gese­hen wie guter Jour­na­lis­mus tat­säch­lich zu funk­tio­nie­ren hat - näm­lich so:

DW weiß noch nicht ob die Offen­si­ve begon­nen hat

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­testk, abar­tigst Allerletzte.

edit: Ich darf Nico Lan­ge im zdf heu­te Video noch mal zusammenfassen:

Der erfah­re­ne ukrai­ni­sche Sol­dat will nicht die Kampf­füh­rung der ver­bun­de­nen Waf­fen füh­ren und ent­schei­det sich im Zwei­fels­fall dagegen.

Der nicht erfah­re­ne ukrai­ni­sche Sol­dat ver­bucht daher mehr Erfolge.

Gleich­zei­tig kann die Kampf­füh­rung mit ver­bun­de­nen Waf­fen nicht gegen Kilo­me­ter­brei­te Minen­fel­der ein­ge­setzt wer­den, da muss man anders vorgehen.

Den­noch ist Deutsch­land von Lan­ge, als Bera­ter der Münch­ner Sicher­heits­kon­fe­renz, zu kri­ti­sie­ren da es die Waf­fen zu spät gelie­fert hat, denn dann hät­ten die Ukrai­ner den Kampf der ver­bun­de­nen Waf­fen län­ger trai­nie­ren können.

Die Ukrai­ne kann jetzt im Krieg aber den Kampf der ver­bun­de­nen Waf­fen defi­ni­tiv nicht mehr trainieren.

Trotz­dem ist die Kri­tik abso­lut berech­tigt, dass die Ukrai­ne nicht den Kampf der ver­bun­de­nen Waf­fen aus­rei­chend ein­ge­setzt hat.

Und daher muss­te die Ukrai­ne jetzt in den Par­ti­sa­nen­krieg wech­seln und ver­su­chen ein­zel­ne Artil­le­rie Stel­lun­gen aus­zu­schal­ten, und das sei jetzt auch sehr rich­tig, und sehr wichtig.

Wäh­rend die Ukrai­ne auf mehr Waf­fen wartet.

Die sie dann aber wie­der nicht in höchs­ter Effi­zi­enz ein­set­zen kann, da sie den Kampf der ver­bun­de­nen Waf­fen nicht beherrscht. 

Trotz­dem wäre es toll, wenn Deutsch­land end­lich Tau­rus lie­fern könn­te, denn die kann man auf F16 ja sicher abschie­ßen, die aber sehr spät kom­men werden.

Und trotz­dem blei­be er, Nico Lan­ge, optimistisch.

Die Mode­ra­to­rin schafft es wäh­rend der gesam­ten Zeit nur bel­li­zis­ti­sche User­kom­men­ta­re vorzulesen.

Hier zum Ver­gleich Nico Lan­ge direkt vor der ukrai­ni­schen Offensive:

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut, gro­tesk Allerletzte.

Wie kann man die Öffentlichkeit noch verarschen?

25. Juli 2023

Mit der “I dont see sta­te beha­vi­or that should be hap­pe­ning” fallacy.

But I also know, why its not hap­pe­ning! Lis­ten to me! Putin didnt get publicly angry, when Finn­land an Swe­den joi­ned, becau­se Putin didnt real­ly care about Nato expansion.

Die­se Gesell­schaft ist und bleibt, das abso­lut abgrund­tief, gro­tesk Allerletzte.

Let me inter­pret beha­vi­or that isnt the­re. And tell you what a per­son real­ly thinks, based on beha­vi­or they arent showing, but that I would expect to be there.

The world exp­lai­ned in three easy steps of emo­tio­nal arguing.

Tho­se peop­le get payed for that - that never fails to strike/amaze me at that point.

So lets coun­ter the argument. 

Fin­land and espe­cial­ly Swe­den were incor­po­ra­ted as part of Nato exer­ci­ses, as actu­al strike for­ces for… 25 years now?
Posi­tio­ning more Nato for­ces on the bor­der of Fin­land (1300km most­ly through “unin­ha­bi­ted tai­ga forests and spar­se­ly popu­la­ted rural are­as”) with a clear cho­ke point Rus­sia could obli­te­ra­te in case of an inva­si­on would not be the same thre­at level as sta­tio­ning them in a coun­try with a 2000km long land bor­der to Rus­sia with no such cho­ke point. Long ran­ge mis­si­les sta­tio­ned in a coun­try arent the ent­i­re thre­at scenario.

(Espe­cial­ly when it comes to you loo­sing your mili­ta­ry power in, and pro­jec­ting from the black sea. *Cough, cough*)

As Kras­t­ev also points out Putin pro­vo­ked this war of aggres­si­on now and not later, becau­se he belie­ved that becau­se of demo­gra­phic rea­sons rus­si­an chan­ces would be far worse in the years to come, which points to a tie­red sys­tem of mili­ta­ry actions gea­red towards prio­ri­ty targets.

When Putin publicly “did­n’t show signs, that he was outra­ged over Fin­land having joi­ned Nato” he was in the midst of a war, the first and second pha­ses of which havent pan­ned out for Rus­sia, try­ing to pre­sent a cer­tain public image to the peop­le in his country.

Komisch, nicht?

Und ich muss mein “nichts gegen Kras­t­ev” erst­mals revi­die­ren. Naja, war ja nur einmal.

edit: Gleich gefolgt von der zwei­ten logi­cal fall­a­cy, das “his­to­risch wahn­sin­ni­ge Geschwa­fel Putins” um das Wor­d­ing der deutsch­spra­chi­gen Medi­en zu para­phra­sie­ren, kon­kret, das schrift­li­che, bei der Aner­ken­nung von Luhansk und Donezk, bei dem zum dama­li­gen Zeit­punkt nicht ein Medi­enout­let kom­men­tiert hat, dass es Putins inne­re Über­zeu­gung wider­spieg­le, dass das ukrai­ni­sche Volk nicht exis­tie­re (komisch, nicht…) - his­to­risch nicht exis­tie­re, aber das ist ja laut Kras­t­ev das Sel­be, laut Mear­s­hei­mer nicht, denn tat­säch­lich spricht der Text der heu­ti­gen Ukrai­ne zu kei­nem Zeit­punkt ihr Exis­tenz­recht ab - (er phi­lo­s­phiert mehr dar­über ob die Ukrai­ne alle ihre Gebie­te benö­ti­ge - und das recht berech­nend) die­ser Text kann kei­ne Pro­pa­gan­da gewe­sen sein, denn auf ihm baut ja unser Feind­bild auf. Das muss also Putins tiefs­te und inners­te Über­zeu­gung gewe­sen sein, auch wenn es alle Merk­ma­le von staat­li­cher Pro­pa­gan­da erfüllt.

War­um kann es Pro­pa­gan­da gewe­sen sein? Der Text wur­de vor dem Hin­ter­grund einer Pseu­do­legi­ti­mie­rung der bei­den “Sepa­ra­tis­ten Regio­nen” ver­fasst, wäh­rend Russ­land mili­tä­ri­sches Gerät in die Oblas­te ver­scho­ben hat - und ist die Rhe­to­rik die eine staat­li­che Ein­glie­de­rung von “in der Ukrai­ne als essen­zi­ell für Russ­land ange­se­he­ne Regio­nen” (nicht mei­ne Wor­te - Wie­ner Zei­tung) ermög­licht. Zugleich war Russ­land zu dem Zeit­punkt von einem schnel­len Fall Kiews aus­ge­gan­gen und woll­te public good­will für ein eine poli­ti­sche Ein­glie­de­rung schaf­fen, die mit wei­te­ren gebun­de­nen Mili­tär­ka­pa­zi­tä­ten und Kos­ten ver­bun­den gewe­sen wäre. Gleich­zei­tig kre­iert es das Nar­ra­tiv eines gro­ßen his­to­ri­schen Ereig­nis­ses. (Putin als Zar - aber das war ja wor­an Putin vor Jah­ren, laut Fio­na Hill, die bei einem Besuch die Sta­tu­en in sei­nem Büro gese­hen hat tat­säch­lich und wirk­lich selbst geglaubt hat! Des­halb hat er ja fünf Gene­rä­le, wei­test­ge­hend ohne Koor­di­na­ti­on in die Ukrai­ne geschickt, und hat­te dann kein aus­ge­ar­bei­te­tes Fall­back Sze­na­rio, für “was wenn das schief geht”.

Gut, jetzt sind wir seit über 500 Tagen im Fall­back­sze­na­rio und Putin hat nie wie­der, und tat­säch­lich nie jemals eine Rede gehal­ten, die ihn selbst als Zaren, oder Brin­ger eines neu­en impe­ria­lis­ti­schen Russ­lands skiz­ziert hat, aber was hat das schon zu bedeuten…

(Laut Kras­t­ev ist das nur die Form des Impe­ria­lis­mus die sich anti­im­pe­ria­lis­tisch geriert.)

Putin glaubt ja trotz­dem sei­ne gesam­te Pro­pa­gan­da, die gar kei­ne Pro­pa­gan­da war, son­dern sei­ne per­sön­li­che Mei­nung! Was auch gar kei­ne Pro­pa­gan­da des Wes­ten ist. Also selbst nicht, nach­dem ame­ri­ka­ni­sche Diens­te ver­laut­ba­ren las­sen, sie wis­sen nicht wie Putin oder die Rus­si­sche Füh­rungs­eli­te den­ken.

Jetzt wer­den aber poli­ti­sche Phi­lo­so­phen, die dann beim IWM­Vi­en­na öster­rei­chi­schen Mei­nungs­jour­na­lis­ten als Denk­hil­fen vor­ge­stellt wer­den (Sny­der, Hill und Kras­t­ev), ja aber nicht bezahlt um Gesell­schaf­ten mit über Gefüh­le kre­ierten Glau­bens­sät­zen zu bespie­len oder?

Ich mei­ne - die ver­wen­de­ten logi­cal fall­a­ci­es sind deut­lich älter als Scho­pen­hau­er, trotz­dem fal­len sie nie­man­dem auf…

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk abar­tigst Allerletzte.

Hier die logi­cal fallacies:

Begging the Question,
Either/Or Arguing,
Post hoc ergo prop­ter hoc,
Hypostatization,
Non Sequitur;

Das waren alle die mir hier auf Anhieb einfallen.

edit: Bet­ter:

Wie kann man die Öffentlichkeit eigentlich noch verarschen?

23. Juli 2023

Ein­fach ver­ar­schen ist eine Möglichkeit…

Mos­kaus Hun­ger­waf­fe wird zum Bumerang

Mit dem Ende des Getrei­de­ab­kom­mens scha­det Wla­di­mir Putin sei­nen Ver­bün­de­ten. Aber noch wich­ti­ger ist es für ihn, innen­po­li­tisch Stär­ke zu zeigen

[…]

Aus­wir­kun­gen hal­ten sich in Grenzen

Die Aus­wir­kun­gen auf die glo­ba­le Lebens­mit­tel­ver­sor­gung dürf­ten sich den­noch in Gren­zen hal­ten. Die Welt hat sich auf die­ses Sze­na­rio ein­ge­stellt, es gibt zahl­rei­che alter­na­ti­ve Quel­len, und selbst unter dem Abkom­men ist deut­lich weni­ger Getrei­de aus der Ukrai­ne expor­tiert wor­den als vor dem Krieg. Gera­de die gerin­ge­re Dring­lich­keit kann dazu bei­tra­gen, dass sich die Ver­hand­lun­gen in die Län­ge ziehen.

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Frey vom Stan­dard, dazu der CFR vor vier Tagen:

Moscow’s exit from the deal gene­ra­ted alarm in a num­ber of popu­lous lower-income coun­tries depen­dent on Ukrai­ni­an grain.

[…]

In addi­ti­on to rai­sing food pri­ces, the grain deal’s demi­se could mean coun­tries will wait lon­ger for imports as Ukrai­ne is for­ced to use lower-capacity land rou­tes to ship its pro­ducts. It could also cau­se Ukrai­ni­an far­mers to plan for smal­ler har­ve­sts next year, mea­ning food inse­cu­ri­ty for hund­reds of mil­li­ons of peop­le will remain a con­cern even if Rus­sia agrees to rejoin the deal.

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Das Getrei­de über Bahn­ver­bin­dun­gen zu schi­cken ist so teu­er, dass es sich für die meis­ten Bau­ern in der Ukrai­ne nicht mehr rentiert…

Naja, der Frey hats wohl anders gehört…

Quel­len­an­ga­be? Wozu.

edit: Frey liegt richtig.

Experts say not renewing the Black Sea grain deal could cau­se food pri­ces to again climb. Howe­ver, they say the world­wi­de food situa­ti­on is not as vola­ti­le as it was last year becau­se other coun­tries are now pro­du­cing more grain to coun­ter­ba­lan­ce los­ses from Ukrai­ne, inclu­ding Argen­ti­na, Bra­zil, and Euro­pean nations.

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Argen­ti­ni­en:

Pro­duc­tion is esti­ma­ted at 19.5 mil­li­on ton­nes, but the FAS said more rains are nee­ded to rech­ar­ge soil mois­tu­re pro­files befo­re the June plan­ting win­dow. Pro­duc­tion for 2022-23 is esti­ma­ted at 12.5 mil­li­on tonnes.

Argen­ti­ne wheat exports in 2023-24 are pro­jec­ted to rebound at 13.7 mil­li­on ton­nes, more than dou­ble the exports expec­ted in 2022-23, and the third hig­hest on record.

[…]

Exports for 2022-23 are esti­ma­ted at 5.8 mil­li­on ton­nes, the lowest in the past eight years.

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Bra­si­li­en:

Bra­zil is expec­ted to har­vest a record 317.5 mil­li­on ton­nes of grains for the 2022-23 cycle, which is 44.9 mil­li­on ton­nes (16.5%) more than the pre­vious year, accord­ing to the 10th Grain Har­vest Sur­vey by Con­ab, the country’s food sup­ply and sta­tis­tics agency.

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Und Trans­port­we­ge über die Donau haben sich aufgetan:

While Rus­sia may pledge to get out of the deal, are others going to step in here?” Bas­se said. “Are the Turks going to pro­vi­de mili­ta­ry con­voys to get grain out of the cor­ri­dor? Tho­se are pos­si­bi­li­ties, and I think the mar­ket also may be under­stan­ding that the­re are other export ave­nues for Ukraine.”

The Danu­be River, for instance, incre­a­sed its grain export capa­ci­ty from several hund­red thousand ton­nes per mon­th befo­re the war began 17 mon­ths ago to more than 2 mil­li­on ton­nes today.

If inde­ed the cor­ri­dor stay­ed down — I think that’s the big ques­ti­on, if the cor­ri­dor went out of com­mis­si­on for the next 12 mon­ths — it would rai­se the pri­ce to Ukrai­ni­an far­mers in terms of logistics and cost to get grain to mar­ket,” Bas­se said. “But becau­se Ukrai­ne has smal­ler carry-in stocks, and becau­se their crops are going to be far smal­ler this year, I think they would be able to export through Eas­tern Euro­pe and the Danu­be (River) and get out some 3 mil­li­on ton­nes per mon­th. That would allow them to rid them­sel­ves of any crop pro­duc­tion this year.

Unless the Danu­be gets plug­ged, the oppor­tu­ni­ty for Ukrai­ne to still get grain out is going to be OK. In the Euro­pean Uni­on, becau­se of wea­ther adver­si­ties, they may need a fair por­ti­on of the Ukrai­ni­an corn crop any­way. So, if Ukraine’s corn crop ends up being 20 mil­li­on ton­nes, and exports end up being 12 mil­li­on ton­nes, pro­bab­ly 10 mil­li­on of tho­se ton­nes could flow into the EU.”

Lang­fris­tig wird es für die ukrai­ni­schen Bau­ern zum Problem:

Deve­lo­ping coun­tries, par­ti­cu­lar­ly in Afri­ca and the Midd­le East, tra­di­tio­nal­ly have been depen­dent on afford­a­ble wheat from Ukrai­ne to feed its peop­le. The Russia-Ukraine con­flict has desta­bi­li­zed the mar­ket in terms of pri­ce and sup­ply in tho­se regions.

In terms of wheat, (Ukrai­ne) is still nee­ded in the world wheat mar­ket, and it would have an adver­se impact for por­ti­ons of cen­tral Afri­ca and Sub-Saharan Afri­ca,” Bas­se said. “The cost would be hig­her, but I don’t think ton­nages from what they would have put out through the cor­ri­dor are going to be dis­rup­ted all that much.

I do think the­re are work­arounds that the Ukrai­ni­ans can find with their smal­ler har­vest this year. Unfor­tu­n­a­te­ly, it will cost more money logisti­cal­ly spea­king, so the pri­ce of that grain may be more expen­si­ve in Sub-Saharan Afri­ca or North Afri­ca. But I still think the­re are ave­nues for that grain to make it out of Ukrai­ne. They’ve been working on the­se ave­nues, not just in the last three mon­ths, but real­ly going back­wards the last six to nine mon­ths. We now have export chan­nels down the Danu­be, and the Con­stan­ta (port) has been expor­ting more grain.”

While buy­ers may be equip­ped to wea­ther the storm, a leng­thy sus­pen­si­on of the grain deal would devas­ta­te Ukrai­ni­an far­mers, who alrea­dy have been bat­te­red by the war’s impact, high infla­ti­on on inputs such as fuel and fer­ti­li­zer, and a signi­fi­cant incre­a­se in trans­por­ta­ti­on cos­ts and logisti­cal chal­len­ges, Bas­se said.

You won­der how long they keep ope­ra­ting without a finan­cial life­li­ne, becau­se there’s no finan­cing avail­ab­le,” Bas­se said. “I know some Ukrai­ni­an aid agen­ci­es are going around the US and Euro­pe, try­ing to rai­se money. But incre­a­singly, the Ukrai­ni­an far­mer is the one that’s going to suf­fer, both lar­ge and small. May­be the smal­ler ones can hold on bet­ter than the lar­ger ones, but it’s a ques­ti­on of capi­tal. The lon­ger this war goes on, the more adver­se­ly it impacts Ukrai­ni­an agriculture.

You can pro­bab­ly take this year’s corn and wheat crops that are cut by 30% to 40% from last year and cut them by a third again. Incre­a­singly, this is wea­ring on the Ukrai­ni­an farmer.”

The For­eign Agri­cul­tu­ral Ser­vice of the US Depart­ment of Agri­cul­tu­re pro­jects wheat out­put in Ukrai­ne to decli­ne to 17.5 mil­li­on ton­nes in the 2023-24 mar­ke­ting year, down from the record 33 mil­li­on in 2021-22. It sees exports decli­ning to 10.5 mil­li­on ton­nes from 16.8 mil­li­on in 2022-23 and 18.9 mil­li­on the year pri­or to that.

The USDA fore­cast corn pro­duc­tion to dip slight­ly to 25 mil­li­on ton­nes from 27 mil­li­on, while it expects exports to be slas­hed to 19.5 mil­li­on this year from 28 mil­li­on ton­nes in 2022-23.

Tan­ner Ehm­ke, lead eco­no­mist, grains and oil­seeds, CoBank, noted in a social media post that “the announ­ce­ment comes at a low point in the ship­ping sea­son, which buys time for Ukrai­ne to work out alter­na­ti­ve rou­tes befo­re traf­fic picks up this fall. Glo­bal demand can easi­ly shift to alter­na­ti­ve ori­gins: Rus­si­an wheat ship­ments remain record lar­ge, while Brazil’s safrih­na corn crop is also record large.”

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Das kleine rote Buch der Ukraine?

22. Juli 2023

Link geht zur NZZ

Noch nicht ganz, oder. Es ist noch ein wenig anders.

Da schau­en die Leu­te von der Krim nach Odes­sa rüber, und sehen die nati­on­lis­ti­sche Vor­zei­ge Demo­kra­tie, von der sie sich befrei­en las­sen wollen.

Why not - Brzezinski…?

22. Juli 2023

Das Stan­dard Forum argu­men­tiert heu­te, dass Brze­zinski eigent­lich rus­si­sche Pro­pa­gan­da ist. Das war mir dann doch ein Schritt zu viel - also hab ich mal Fol­gen­des ausgegraben:

All men­ti­ons of “black sea” in Zbi­gniew Brze­zinskis The Grand Chess­board, 1998 edi­ti­on in chro­no­lo­gic order:

Ukrai­ne, a new and important space on the Eura­si­an chess­board, is a geo­po­li­ti­cal pivot becau­se its very exis­tence as an inde­pen­dent coun­try hel­ps to trans­form Rus­sia. Without Ukrai­ne, Rus­sia cea­ses to be a Eura­si­an empi­re. Rus­sia without Ukrai­ne can still stri­ve for impe­ri­al sta­tus, but it would then beco­me a pre­do­mi­nant­ly Asi­an impe­ri­al sta­te, more likely to be drawn into debi­li­ta­ting con­flicts with arou­sed Cen­tral Asi­ans, who would then be res­ent­ful of the loss of their recent inde­pen­dence and would be sup­por­ted by their fel­low Isla­mic sta­tes to the south. Chi­na would also be likely to oppo­se any res­to­ra­ti­on of Rus­si­an domi­na­ti­on over Cen­tral Asia, given its incre­a­sing inte­rest in the new­ly inde­pen­dent sta­tes the­re. Howe­ver, if Moscow regains con­trol over Ukrai­ne, with its 52 mil­li­on peop­le and major resour­ces as well as its access to the Black Sea, Rus­sia auto­ma­ti­cal­ly again regains the whe­re­wi­thal to beco­me a power­ful impe­ri­al sta­te, span­ning Euro­pe and Asia. Ukraine’s loss of inde­pen­dence would have immedia­te con­se­quen­ces for Cen­tral Euro­pe, trans­forming Poland into the geo­po­li­ti­cal pivot on the eas­tern fron­tier of a united Europe.

Jetzt ist es aber so um das Schwar­ze Meer und Sewas­to­pol dort, das die Rus­sen seit dem 18 Jahr­hun­dert als den ein­zi­gen eis­frei­en Tiefsee-Hafen im medi­te­ra­nen Raum hal­ten, also dar­um gehts ja nicht.

Es geht der Ukrai­ne aktu­ell ja nur mehr um die Befrei­ung der Bevöl­ke­rung die von Russ­land so ganz arg böse mili­tä­ri­siert wird - mehr dazu spä­ter, ach­so, ja und um Sewas­to­pol ein­zu­neh­men um “wie­der ruhig schla­fen zu kön­nen” - mehr dazu spä­ter, um was ande­res gehts der Ukrai­ne ja nicht. Und den USA auch nicht.

Black Sea, Whack Sea sag ich immer, das is ja nur - dort wo jetzt der Getrei­de­deal geplatzt ist, und die Ukrai­ne halt irgend so eine Brü­cke zum zwei­ten (edit: drit­ten, so schnell kanns gehen) Mal ange­grif­fen hat - weil die dazu genutzt wur­de die Krim so böse zu mili­ta­ri­sie­ren. Die arme Bevöl­ke­rung. Also um was ande­res gehts ja auch wirk­lich nicht. 

War­um soll­te man sich das auch näher anschauen.

Also defi­ni­tiv nicht seit Dekret 117/2021 von Selen­sky vor dem 24.02. unter­zeich­net, mehr dazu später.

Komisch eigent­lich dass Brze­zinski das Schwar­ze Meer über­haupt erwähnt, er hät­te doch auch Mur­mansk erwäh­nen kön­nen. Wie der Fass­labend! Mehr dazu später.

Ab jetzt erst ein­mal die wei­te­ren “black sea” beinhal­ten­den Brze­zinski Zita­te, unkommentiert:

Both Tur­key and Iran, howe­ver, are pri­ma­ri­ly important geo­po­li­ti­cal pivots. Tur­key sta­bi­li­zes the Black Sea regi­on, con­trols access from it to the Medi­ter­ra­ne­an Sea, balan­ces Rus­sia in the Cau­ca­sus, still offers an anti­do­te to Mus­lim fun­da­men­ta­lism, and ser­ves as the sou­thern anchor for NATO. A desta­bi­li­zed Tur­key would be likely to unleash more vio­lence in the sou­thern Bal­kans, while faci­li­ta­ting the reim­po­si­ti­on of Rus­si­an con­trol over the new­ly inde­pen­dent sta­tes of the Cau­ca­sus. Iran, des­pi­te the ambi­gui­ty of its atti­tu­de toward Azer­bai­jan, simi­lar­ly pro­vi­des sta­bi­li­zing sup­port for the new poli­ti­cal diver­si­ty of Cen­tral Asia. It domi­na­tes the eas­tern shore­li­ne of the Per­si­an Gulf, while its inde­pen­dence, irre­spec­ti­ve of cur­rent Ira­ni­an hos­ti­li­ty toward the United Sta­tes, acts as a bar­ri­er to any long-term Rus­si­an thre­at to Ame­ri­can inte­rests in the Per­si­an Gulf region.

Ano­t­her major uncer­tain­ty loo­ms in the lar­ge and geo­po­li­ti­cal­ly flu­id space of Cen­tral Eura­sia, maxi­mi­zed by the poten­ti­al vul­nera­bi­li­ty of the Turkish-Iranian pivots. In the area demar­ca­ted on the fol­lowing map from Cri­mea in the Black Sea direct­ly east­ward along the new sou­thern fron­tiers of Rus­sia, all the way to the Chi­ne­se pro­vin­ce of Xin­jiang, then down to the Indian Oce­an and thence west­ward to the Red Sea, then nor­thward to the eas­tern Medi­ter­ra­ne­an Sea and back to Cri­mea, live about 400 mil­li­on peop­le, loca­ted in some twenty-five sta­tes, almost all of them eth­ni­cal­ly as well as reli­gious­ly hete­ro­ge­ne­ous and prac­ti­cal­ly none of them poli­ti­cal­ly sta­ble. Some of the­se sta­tes may be in the pro­cess of acqui­ring nuclear weapons.

Most troub­ling of all was the loss of Ukrai­ne. The appearan­ce of an inde­pen­dent Ukrai­ni­an sta­te not only chal­len­ged all Rus­si­ans to rethink the natu­re of their own poli­ti­cal and eth­nic iden­ti­ty, but it repre­sen­ted a vital geo­po­li­ti­cal set­back for the Rus­si­an sta­te. The repu­dia­ti­on of more than three hund­red years of Rus­si­an impe­ri­al histo­ry meant the loss of a poten­ti­al­ly rich indus­tri­al and agri­cul­tu­ral eco­no­my and of 52 mil­li­on peop­le eth­ni­cal­ly and reli­gious­ly suf­fi­ci­ent­ly clo­se to the Rus­si­ans to make Rus­sia into a tru­ly lar­ge and con­fi­dent impe­ri­al sta­te. Ukraine’s inde­pen­dence also depri­ved Rus­sia of its domi­nant posi­ti­on on the Black Sea, whe­re Odes­sa had ser­ved as Russia’s vital gate­way to tra­de with the Medi­ter­ra­ne­an and the world beyond.

Russia’s loss of its domi­nant posi­ti­on on the Bal­tic Sea was repli­ca­ted on the Black Sea not only becau­se of Ukraine’s inde­pen­dence but also becau­se the new­ly inde­pen­dent Cau­ca­si­an states—Georgia, Arme­nia, and Azerbaijan—enhanced the oppor­tu­nities for Tur­key to ree­sta­b­lish its once-lost influ­ence in the regi­on. Pri­or to 1991, the Black Sea was the point of depar­tu­re for the pro­jec­tion of Rus­si­an naval power into the Medi­ter­ra­ne­an. By the mid-1990s, Rus­sia was left with a small coas­tal strip on the Black Sea and with an unre­sol­ved deba­te with Ukrai­ne over basing rights in Cri­mea for the rem­nants of the Soviet Black Sea Fleet, while obser­ving, with evi­dent irri­ta­ti­on, joint NATO-Ukrainian naval and shore-landing maneu­vers and a gro­wing Tur­kish role in the Black Sea regi­on [wer die wohl zum Wach­sen gebracht hat]. Rus­sia also suspec­ted Tur­key of having pro­vi­ded effec­ti­ve aid to the Che­chen resistance.

For Ukrai­ne, the cen­tral issu­es are the future cha­rac­ter of the CIS and fre­er access to ener­gy sources, which would les­sen Ukraine’s depen­dence on Rus­sia. In that regard, clo­ser rela­ti­ons with Azer­bai­jan, Turk­me­ni­stan, and Uzbe­ki­stan have beco­me important to Kiev, with Ukrai­ni­an sup­port for the more independent-minded sta­tes being an exten­si­on of Ukraine’s efforts to enhan­ce its own inde­pen­dence from Moscow. Accord­in­gly, Ukrai­ne has sup­por­ted Georgia’s efforts to beco­me the west­ward rou­te for Aze­ri oil exports. Ukrai­ne has also col­la­bo­ra­ted with Tur­key in order to wea­ken Rus­si­an influ­ence in the Black Sea and has sup­por­ted Tur­kish efforts to direct oil flows from Cen­tral Asia to Tur­kish terminals.

It is this con­si­de­ra­ti­on that has made the pipe­line issue so cen­tral to the future of the Caspian Sea basin and Cen­tral Asia. If the main pipe­lines to the regi­on con­ti­nue to pass through Rus­si­an ter­ri­to­ry to the Rus­si­an out­let on the Black Sea at Novor­os­siysk, the poli­ti­cal con­se­quen­ces of this con­di­ti­on will make them­sel­ves felt, even without any overt Rus­si­an power plays. The regi­on will remain a poli­ti­cal depen­den­cy, with Moscow in a strong posi­ti­on to deter­mi­ne how the region’s new wealth is to be shared. Con­ver­se­ly, if ano­t­her pipe­line cros­ses the Caspian Sea to Azer­bai­jan and thence to the Medi­ter­ra­ne­an through Tur­key and if one more goes to the Ara­bi­an Sea through Afgha­ni­stan, no sin­gle power will have mono­po­ly over access.

Yet Rus­sia faces a dilem­ma: it is too weak poli­ti­cal­ly to seal off the regi­on ent­i­re­ly from the out­side and too poor finan­cial­ly to deve­lop the area exclu­si­ve­ly on its own. Moreo­ver, sen­si­ble Rus­si­an lea­ders rea­li­ze that the demo­gra­phic explo­si­on under­way in the new sta­tes means that their fail­u­re to sus­tain eco­no­mic growth will even­tual­ly crea­te an explo­si­ve situa­ti­on along Russia’s ent­i­re sou­thern fron­tier. Russia’s expe­ri­ence in Afgha­ni­stan and Chech­nya could be repeated along the ent­i­re bor­der­line that stret­ches from the Black Sea to Mon­go­lia, espe­cial­ly given the natio­nal and Isla­mic res­ur­gence now under­way among the pre­vious­ly sub­ju­ga­ted peoples.

Azerbaijan—encouraged by both Tur­key and America—has thus not only rejec­ted Rus­si­an deman­ds for mili­ta­ry bases but it also defied Rus­si­an deman­ds for a sin­gle pipe­line to a Rus­si­an Black Sea port, opting ins­tead for a dual solu­ti­on invol­ving a second pipe­line through Geor­gia to Tur­key. (A pipe­line sou­thward through Iran, to be finan­ced by an Ame­ri­can com­pa­ny, had to be aban­do­ned becau­se of the U.S. finan­cial embar­go on deals with Iran.) In 1995, amid much fan­fa­re, a new rail link bet­ween Turk­me­ni­stan and Iran was ope­ned, making it fea­si­ble for Euro­pe to tra­de with Cen­tral Asia by rail, skir­ting Rus­sia altog­e­ther. The­re was a touch of sym­bo­lic dra­ma to this reope­ning of the anci­ent Silk Rou­te, with Rus­sia thus no lon­ger able to sepa­ra­te Euro­pe from Asia.

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Ist das nicht toll? Brze­zinski konn­te bereits 1997 den Zaren im Selbst­bild Putins, und die neo­im­pe­ria­lis­ti­schen Ambi­tio­nen Putins vor­aus­sa­gen, und die Angst Putins vor einer pro­spe­rie­ren­den Ukrai­ne. Und das ohne ein ein­zi­ges Mal Putin zu sagen!

Wahn­sinn wie das geht.

(Viel­leicht lags ja auch dar­an, dass Putin erst zwei Jah­re spä­ter ins Amt kam?)

All das was Putin “heu­te wirk­lich denkt” war 1997 im wohl wesent­lichs­ten Brze­zinski Text bereits ange­legt. Also noch mal gut dass es die Broo­kings Insti­tu­ti­on (Fio­na Hill, sie­he auch: click) gibt, die uns sagt wie Putin wirk­lich denkt.

Hin­ter­grund, war­um das posten?

User: Sera­phin: Die Öster­rei­chi­sche Bevöle­rung ver­arscht sich mit “but what about that other har­bor” lie­ber hübsch selbst.

Natür­lich ist die Krim Brü­cke legi­ti­mes Ziel in einem Krieg um die Krim.

Die Rea­li­tät, dass auf der Krim seit Jahr­hun­der­ten der Schwarz­meer­flot­ten­stütz­punkt Russ­lands liegt, die­ser durch Annä­he­rung der Ukrai­ne an den Wes­ten rus­si­scher Ver­füg­bar­keit zu ent­glei­ten droh­te und die Krim­brü­cke als ein­zi­ge Land­brü­cke zu Russ­land äußerst vul­nera­bel ist .…

… ist halt auch n Big Play­er als Ursa­che die­ses Krieges.

User: free­dom of speech - just watch, what you say.

Es gibt auch ande­re Schwarz­meer­hä­fen für Russ­land. Rus­si­sche näm­lich. Sewas­to­pol dien­te nur als Argu­ment für rus­si­sche Wir­wur­den­zumAn­griff­ge­zwun­gen­Pro­pa­gan­da, auf die du schein­bar voll rein­ge­fal­len bist.

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AAAAAAMAZING.

Novor­os­siysk? Hier die Finan­cial Times dazu in 2014:

The Cri­me­an port of Sevas­to­pol, home of the Black Sea fleet, is vital to Russia’s naval power in the Medi­ter­ra­ne­an and bey­ond. As such the base is of cri­ti­cal impor­t­ance as Rus­sia seeks to regain some of the glo­bal clout that has been dwind­ling sin­ce the dis­in­te­gra­ti­on of the Soviet empire.

[…]

Moscow is alrea­dy buil­ding naval infra­st­ruc­tu­re at Novor­os­siysk, inclu­ding a deep sea ter­mi­nal. But while the Rus­si­an navy has star­ted using the port for smal­ler naval ves­sels and a sup­ply point, this is argu­ab­ly still at an embryo­nic stage.

Novor­os­siysk is not an ide­al loca­ti­on becau­se it does not have the natu­ral deep sea har­bour Sevas­to­pol has, and the com­mer­cial port ope­ra­ti­ons limit the avail­ab­le space,” says a for­eign mili­ta­ry offi­cial in Moscow. “But it is the only opti­on if they are for­ced out of Sevastopol.”

One key indi­ca­tor of Russia’s thin­king will be whe­re its navy deci­des to deploy its new ships and sub­ma­ri­nes. The Black Sea fleet is sche­du­led over the com­ing years to recei­ve six new fri­ga­tes, a num­ber of patrol boats and expand its num­ber of sub­ma­ri­nes from one to six.

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Naja, kaum wird der Bevöl­ke­rung bewusst, dass Selen­sky die Krim­brü­cke als legi­ti­mes Kriegs­ziel erklärt hat weil - und hier bit­te wört­li­ches Zitat:

Der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Wolo­dym­yr Selen­skyj erklär­te am Frei­tag, die Brü­cke, die die Halb­in­sel Krim mit Russ­land ver­bin­det, brin­ge “Krieg statt Frie­den” und sei daher ein mili­tä­ri­sches Ziel. “Dies ist die Rou­te, die genutzt wird, um den Krieg mit Muni­ti­on zu ver­sor­gen, und das geschieht täg­lich. Dadurch wird die Krim-Halbinsel mili­ta­ri­siert”, erklär­te Selen­skyj per Video­schal­tung auf der Aspen-Sicherheitskonferenz in den USA.

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Da dadurch und durch die Spren­gung des Kachow­ka­er Damms (Irri­ga­ti­on Canal) die Ver­sor­gung der Krim gefähr­det wird, die die Ukrai­ne ja ein­neh­men will, um mit ihr in Ver­hand­lun­gen end­lich DEN tol­len Hebel zu haben mit dem sie Russ­land dazu zwin­gen kann “den letz­ten Sol­da­ten aus der Ukrai­ne abzu­zie­hen” (ergo: Wollt ihr dass die Krim mit 2 Mil­lio­nen Ein­woh­nern noch ver­sorgt wird? Denn ihr allei­ne könnt das nicht mehr gewährleisten.).

Also kaum wird das offen­sicht­lich - ist die Kertsch-Brücke aber, nein - also wirk­lich vor allem für die Ver­sor­gung rus­si­scher Mili­tär­ein­hei­ten essenziell! 

Für die 100.000 die in der Regi­on sind. Dass dort auf der Krim auch 2 Mil­lio­nen Men­schen leben, die Nah­rung und Was­ser brau­chen? WHO THE FUCK CARES.

Defi­ni­tiv nicht ein ein­zi­ger Pos­ter im Stan­dard Forum, defi­ni­tiv nicht Selen­skyj in Aspen. Nein, also da wird die Krim­brü­cke zum wich­tigs­ten mili­tä­ri­schen Ver­sor­gungs­weg für Russ­land, denn -- die von Russ­land über Mario­pol eta­blier­te Land­brü­cke, lie­ge ja inner­halb der Reich­wei­te ukrai­ni­scher Raketen.

Tol­le Argu­men­ta­ti­on übri­gens! Wo doch heu­te gera­de wie­der mit einer Storm Shadow auf die Kertsch-Brücke geschos­sen wurde.

Also müs­sen wir jetzt ja (mitt­ler­wei­le zum drit­ten Mal, sie ist ja noch befahr­bar (eine Spur, für PKWs und eine Schie­nen­tras­se)) die Kertsch­brü­cke zer­stö­ren, denn - also ja da kann Russ­land also ja noch immer Ver­sor­gungs­be­we­gun­gen fah­ren, ohne dass die Ukrai­ne sie abschnei­den kann.

Bestechen­de Logik, oder? Und was machen die 2 Mil­lio­nen Men­schen auf der Krim? Däum­chen dre­hen und zuschauen?

Nein - Moment, Selen­skyj muss denen den Haupt­ver­sor­gungs­weg weg­spren­gen, und sie dann spä­ter als Ver­hand­lungs­mas­se um den Abzug Russ­lands aus der Ukrai­ne ein­setz­ten, denn, denn.… Originalzitat:

[D]ie Brü­cke, die die Halb­in­sel Krim mit Russ­land ver­bin­det, brin­ge “Krieg statt Frie­den” und sei daher ein mili­tä­ri­sches Ziel. “ Dies ist die Rou­te, die genutzt wird, um den Krieg mit Muni­ti­on zu ver­sor­gen, und das geschieht täg­lich. Dadurch wird die Krim-Halbinsel militarisiert

Russ­land mili­ta­ri­sie­re die unschul­di­ge Zivil­be­völ­ke­rung der Halbinsel! 

Die Ein­woh­ner der got­tes­fürch­ti­gen die Ukrai­ne lie­ben­den, tem­po­rär besetz­ten Krim!

Die die auf die Befrei­ung von Selen­skyj war­ten, seit dem Selen­skyj sie Ende März 2022 auf CNN als “gehirn­ge­wa­schen” bezeich­net hat! Und sich extra Mühe gege­ben hat im sel­ben Atem­zug auch ihre Kin­der als “gehirn­ge­wa­schen” zu bezeichnen.

Die wür­den das wol­len, dass ihnen die Ukrai­ne den Haupt­ver­sor­gungs­weg weg­sprengt! Die wol­len näm­lich nicht mili­ta­ri­siert werden.

DONT YOU SEE!

Und ande­re Ver­sor­gungs­we­ge gibt es ja auch!

Schau - Russ­land hat noch einen ande­ren eis­frei­en Hafen! Schau, ganz nahe - nur 4000 km ent­fernt! Mit­ten irgend­wo im Nir­gend­wo in der Nähe des Nord­pols (2340 km süd­lich des Nord­pols)! Wo Russ­land zuerst an 20 Nato­stütz­punk­ten vor­bei­müss­te um Afri­ka zu errei­chen! Den kön­nen sie ja für ihren Ein­fluss im medi­te­ra­nen Raum und am Afri­ka­ni­schen Kon­ti­nent nutzen!

Das Stan­dard­fo­rum weiß ein­fach mal wie­der mehr!

Was sagt eigent­lich Brze­zinski 1997 dazu? Ach­so ja - shit, kön­nen sie nicht.

Und was, der soeben zitier­te Arti­kel in der Finan­cial Times aus 1994 ist der sel­ben Mei­nung? Komisch, da muss es sich um ein ganz arges Ver­se­hen handeln.

Naja was solls - die Ukrai­ne muss halt ein­fach wie­der ganz­heit­lich, mehr natür­lich und im Gan­zen, und vor allem ter­ri­to­ri­al wie­der geeint wer­den - weil das ist ja nur natürlich.

Und dass die Ukrai­ne dazu einen Hafen über­neh­men muss der seit dem 18. Jahr­hun­dert rus­si­scher Mari­ne­stütz­punkt ist (Sevas­to­pol, eis­frei) - das ist ehm… Natür­lich auch nur natürlich.

Sonst wür­de der natür­li­chen Ukrai­ne natür­lich was fehlen.

Und dass die Ukrai­ne das seit dem Dekret 117/2021 von Selen­skyj unter­schrie­ben auch mili­tä­risch errei­chen woll­te - also, VOR dem 24.02., wor­auf die Veni­ce Com­mis­si­on der EU einen Herz­kas­per bekom­men hat, ist natür­lich auch nur - natürlich.

Und dass das tat­säch­lich das Ziel der Ukrai­ne zur Been­di­gung die­ses Krie­ges ist (Abschnei­den der Krim (mit Sewas­to­pol) von Russ­land) - ist natür­lich Zufall. Weil - em, der Krieg könn­te natür­lich auch anders enden, weil Selen­skyj ist ja natür­lich jeder­zeit voll­kom­men offen für Ver­hand­lun­gen.

Natür­lich.

Und dass der von der Büh­ne gemobb­te Jef­frey Sachs als ers­ter Über­haupt im Kon­text die­ses Krie­ges den Stel­len­wert des Schwar­zen Meers über­haupt öffent­lich erwähnt hat, und das im Zusam­men­hang mit - er sieht jetzt US Gene­rä­le auf Wirt­schafts­kon­fe­ren­zen, die plötz­lich Panels abhal­ten, wie toll das wird, wenn der Wes­ten end­lich den gesam­ten Schwarz­meer­zu­gang regu­liert -- ehm, das ist natür­lich Zufall.

Jetzt ist es aber gut, dass die ter­ri­to­ria­le Inte­gri­tät der Ukrai­ne so wich­tig ist…

Ach­ja, und der zwei­te eis­freie Hafen auf den Russ­land laut Stan­dard­fo­rum eh super aus­wei­chen könn­te -- ach las­sen wir uns das doch von Wer­ner Fass­labend in der Diplo­ma­ti­schen Aka­de­mie Wien erklären…

(Video in fol­gen­dem Artikel:)

Auch Reis­ner ver­zapft von Zeit zu Zeit…

Fass­labend ver­gisst lei­der zu erwäh­nen, dass Russ­land als eis­frei­en Hafen Sewas­to­pol aktu­ell über­haupt hält, aber betont extra wie wich­tig Mur­mansk spä­ter für Russ­land sein wird.

Mur­mansk, so Fass­labend, ist der neue hei­ße Shit für Russ­land, weil - ehm “die ja den eis­frei­en Hafen da eh haben”.

Mur­mansk der idea­le Hafen zur Welt, wenn man als Russ­land mal kurz zu sei­nen Trup­pen nach Afri­ka muss.

Murmansk

So Fass­labend.

Aber die Ukrai­ne hat ja nur Odes­sa, und dess­halb braucht sie ja auch noch ganz drin­gend Sewas­to­pol, das seit dem 18. Jahr­hun­dert ein rus­si­scher Mari­ne­stütz­punkt ist, weil - das haben uns die Medi­en ja erklärt, also damit sie “wie­der ruhig schla­fen kann”. Nein Moment, da gabs dann noch ein Reframing, weil ansons­ten könn­te sie ja nie öko­no­misch sicher sein, weil Russ­land ja in der Nähe von Odes­sa den wich­tigs­ten Mari­ne­stütz­punkt in der west­li­chen Hemi­sphä­re hat, aber die könn­ten zukünf­tig ihre Schif­fe ja auch von Mur­mansk schi­cken, gell Herr Fasslabend.

Also ein­fach so auch bevor sie den Krieg ver­lie­ren, ein­fach mal als Zei­chen von goodwill.

Übri­gens auch inter­es­sant, das C auf den Foli­en von Wer­ner Fass­labend hier, das so wirkt wie ein Halb­kreis, ist natür­lich übri­gens ein Schild. Natür­lich. Ein Schelm, wer dar­in einen Halb­kreis sieht. Ein Schild übri­gens, das Euro­pa dann ver­kehrt her­um hält, da so ein C halt lei­der immer noch kon­kav ist.

Ach­ja und von der Wie­ner Zei­tung kann man sich den Umstand war­um die Schwarz­meer­re­gi­on für Russ­land so wich­tig ist ruhig auch noch ein­mal erklä­ren lassen:

Wie kann man die Öffent­lich­keit noch verarschen?

Seht ihr alles kom­plett natür­li­che Grün­de, die auch mit Selen­sky­js “er muss die Krim Brü­cke jetzt spren­gen, weil Russ­land die arme Bevöl­ke­rung auf der Krim damit so böse auf­mi­li­ta­ri­siert!” sau­ber zusammenpassen.

Selen­skyj sagt, wie immer, natür­lich nur die rei­ne und kom­plet­te Wahrheit.

Brze­zinski. Gesundheit!

Stellt sich nur noch eine Fra­ge, Russ­land könn­te doch auch ein­fach auf­ge­ben. Wie­so gibt Russ­land denn nicht ein­fach auf?!

Das weiß doch bit­te wirk­lich jeder Stan­dard Forum Pos­ter, dass Russ­land die­sen Krieg jeder­zeit ein­fach been­den könn­te. Putin muss das nur sagen! Und schon ver­liert er sei­nen Ein­fluss in Afri­ka, Syri­en (Macht­pro­jek­ti­on ent­lang der Nordsüd-Achse), alle sei­ne wich­tigs­ten Han­dels­rou­ten, und stürzt sei­ne Gesell­schaft für drei Jahr­zehn­te in eine tie­fe Rezes­si­on. Abrupt. Weil Russ­land die defac­to Kolo­nien wegfallen.

Pro­pa­gan­da hat aber noch immer nie­mand entdeckt.

Aber gut eigent­lich, dass wir der Ukrai­ne das Mate­ri­al gelie­fert haben mit dem sie sich jetzt so kom­pe­tent vorwärtsverteidigt!

In einem wie war das noch Herr Franz-Stefan Gady (der Alp­bach nahe Exper­te dem die deutsch­spra­chi­gen Medi­en seit sei­ner letz­ten von der Ukrai­ne arran­gier­ten Rei­se an die Süd-Ost Front ver­trau­en)? Ach­ja, in einem von der Ukrai­ne so ange­leg­ten war of attri­ti­on.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut abgrund­tief Allerletzte.

Gut genug

21. Juli 2023

Mehr aus der Rich­tung: click

Eben­falls via Cice­ro

Die­se Gesell­schaft ist und bleibt das abar­tigst gro­tesk Allerletzte.

Der SCHEISS verfickte DRECKSSTANDARD

21. Juli 2023

Stellt heu­te eine unschul­di­ge Frage:

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Jetzt wird sei­ne Lösung aber nicht sein “mehr von der Kli­en­tel­po­li­tik, deren Pro­fi­teu­re den Stan­dard­re­deuk­teur über Mode­ra­ti­ons­ge­häl­ter in Alp­bach kau­fen, oder die den Rau­scher zum IWM­Vi­en­na ein­la­den”, oder?

Die alte Peri­ode hin­ge­gen gilt poli­tisch weit­ge­hend als gelau­fen – der gewich­ti­ge grü­ne Indus­trie­plan als Gegen­stück zum US-amerikanischen IRA ist eines der wirt­schafts­po­li­ti­schen Leucht­turm­pro­jek­te. Nun aber ist die Zeit sol­cher gro­ßen Aktio­nen vor­erst vor­bei. Der Ukrai­ne­krieg drückt auf die Stim­mung. Ob die Uni­on for­ciert den Kampf mit ihren mäch­ti­gen Kon­kur­ren­ten rund um den Glo­bus auf­nimmt, wird sich frü­hes­tens Mit­te kom­men­den Jah­res weisen.

Nein, sor­ry, sie erin­nern sich nur an die schö­nen alten Zei­ten, kom­men zur Ein­sicht, dass es Schei­ße gelau­fen ist, und gehn dann auf an Café…

Ja, toll eigentlich.

Komisch irgend­wie, dass man vom Leucht­turm­pro­jekt im Stan­dard nie was ande­res gele­sen hat als was für ein tol­les Leucht­turm­pro­jekt das ist (Erin­nert sich noch jemand an den eigens ein­ge­stell­ten Kli­ma­re­dak­teur, der der Leser­schaft das Insek­ten­es­sen nahe­ge­legt und neben­bei ein Haus gebaut hat? Den gibts ja schon län­ger nicht mehr… Was wur­de eigent­lich aus dem?), und natür­lich wie wir den Ukrai­ne­krieg am Bes­ten ver­län­gern kön­nen, oder?

Mit expli­zi­ter, öffent­li­cher Het­ze gegen Frie­dens­in­itia­ti­ven. Die dann die AK absa­gen muss­te, da sie sich über­for­dert sah “allen Hin­wei­sen nach­zu­ge­hen”. Dann halt lie­ber deplatt­for­men. Ist ja alternativlos.

Wegen den Selen­skyj Anspra­chen! (Und den direk­ten Inter­ven­tio­nen der ukrai­ni­schen Bot­schaft natür­lich wie im ski­zier­ten Fall). Also Absatz eins und zwei, denn drei und vier hat man dann bereits bewusst weg­ge­las­sen. Und der Moral. Und außer­dem. Ich mei­ne, so rich­tig Qua­li­täts­jour­na­lis­mus. Nicht ein­fach das schrei­ben, was einem jemand ande­rer über Jah­re in den Arsch gescho­ben hat.

Nein, sor­ry, Moment, soet­was erfühlt ja der gute Qua­li­täts­jour­na­list beim Schnitt­chen­brunch als Form von “Zuge­hö­rig­keit” und bil­det dadurch sein Welt­bild, also das ist ja die­ses ein­fühl­sa­me am öster­rei­chi­schen Qualitäts-Journalismus.

Wie wenn der Rau­scher im IWM­Vi­en­na sitzt, sich dort gebor­gen fühlt, weil mein sei­nen Namen auf der Panel Dis­kus­si­on fal­len­lässt, und dann gleich mal das kom­plet­te Nar­ra­tiv der Insti­tu­ti­on über­nimmt. Und sich dann drei Wochen hin­ter­ein­an­der öffent­lich in sei­ner Kolum­ne bei der öster­rei­chi­schen Regie­rung und der Oppo­si­ti­on beschwert, dass die auf die fal­schen Exper­ten hören.

Das ist ja die­ser - per­sön­li­che Touch des öster­rei­chi­schen Qualitätsjournalismus.

Und jetzt wo der Schnitt­chen­brunch plötz­lich weni­ger wird, ver­fasst man noch kurz einen, was waren das schö­ne Zei­ten Arti­kel, und legt sei­nen Lesern nahe bes­ser in die US zu emi­grie­ren. Denn die haben immer so schön für den Schnitt­chen­brunch gesorgt…

Soweit zur Ent­schei­dungs­struk­tur des Öster­rei­chi­schen Qualitätsjournalismus.

Mehr ist da nicht.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut abgrund­tief gro­tesk Aller­letz­te. Sla­va übrigens!

Die NZZ erklärt heute mal wie “wer nicht hüpft, der ist für Kohle” in Polen funktioniert hat

21. Juli 2023

Lie­be Grü­ße an Alp­bach bit­te. Der Redak­teur kommt aus Wien und publi­ziert auch beim Handelsblatt.

Polen zeigt: Wenn die Ban­ken Fir­men zum Koh­le­aus­stieg drän­gen, wird die Luft dadurch nicht besser

Polen pro­du­ziert einen gros­sen Teil des Stroms mit Koh­le. Für die Ener­gie­fir­men des Lan­des ist das ein finan­zi­el­les Pro­blem. Der Staat will ihnen daher das Koh­le­ge­schäft abneh­men. Die Inves­to­ren freut das – der Umwelt hilft es wenig.

Dani­el Imwin­kel­ried, Wien
20.07.2023, 16.00 Uhr 3 min

Ener­gie­fir­men, die Koh­le und ande­re fos­si­le Ener­gie­trä­ger ver­feu­ern, sind für die Ban­ken zum Pro­blem gewor­den. Des­halb zie­hen sie sich aus der Finan­zie­rung von Kohle- und Erd­öl­ge­schäf­ten zurück. Aber gibt es des­halb auch weni­ger CO2-Emissionen, und wird die Luft dadurch bes­ser? Lei­der nicht, wie das Bei­spiel Polen zeigt.

Seit über zwei Jah­ren ver­han­deln der pol­ni­sche Staat und die vier halb­priva­ten Ener­gie­er­zeu­ger PGE, Tau­ron, Ener­ga und Enea über eine ein­schnei­den­de Trans­ak­ti­on: Die Koh­le­mi­nen und die Kraft­wer­ke, die Stein- und Braun­koh­le ver­feu­ern, sol­len von einer staat­li­chen Gesell­schaft über­nom­men werden.

Die Emis­si­ons­zer­ti­fi­ka­te kom­men die Fir­men teu­er zu stehen

Der Besit­zer­wech­sel ist kom­plex, des­halb zieht er sich hin. Vor weni­gen Tagen hat die Regie­rung jedoch ein wei­te­res Etap­pen­ziel erreicht. Sie gab den Unter­neh­men bekannt, zu wel­chen Kon­di­tio­nen man die Koh­le­ge­schäf­te über­neh­men wolle.

Die Anle­ger waren erleich­tert. Nach der Ankün­di­gung stie­gen die Akti­en­kur­se der vier Ener­gie­fir­men zwi­schen 15 und 30 Pro­zent. Auch die Chefs der Unter­neh­men seh­nen die Trans­ak­ti­on mit dem Staat her­bei, denn sie ste­hen dop­pelt unter Druck.

Ers­tens sei­tens der Ban­ken, die ihrer­seits von den Aktio­nä­ren dazu gedrängt wer­den, die Kre­dit­ver­ga­be an Fir­men mit einer schlech­ten CO2-Bilanz ein­zu­schrän­ken. Wenn sie dabei trö­deln, lau­fen sie Gefahr, ins Visier akti­vis­ti­scher Inves­to­ren zu gera­ten. Daher beto­nen die Ban­ken in ihren Geschäfts­be­rich­ten mitt­ler­wei­le wort­reich, wie stark sie die Bezie­hun­gen zu Energie- und Roh­stoff­fir­men reduzierten.

Zwei­tens wird das Koh­le­ge­schäft für die Ener­gie­fir­men selbst zuneh­mend zu einer Last. Zu schaf­fen machen ihnen die hohen CO2-Preise im Emis­si­ons­han­del. PGE hat 2021 für Zer­ti­fi­ka­te umge­rech­net 1,8 Mil­li­ar­den Fran­ken aus­ge­ge­ben. Das sei etwa so viel, wie man bis 2030 in For­men erneu­er­ba­rer Ener­gie inves­tie­ren wol­le, sag­te der PGE-Chef. Beim Staat dürf­te die Nach­richt ange­kom­men sein: Inves­ti­tio­nen in grü­ne Tech­no­lo­gie gibt es nur, wenn er PGE die Alt­last Koh­le abnimmt.

Polen hat den recht­zei­ti­gen Koh­le­aus­stieg verpasst

Bei der Ener­gie­ver­sor­gung befin­det sich Polen in einer schwie­ri­gen Lage. Im Jahr 2022 stamm­ten 70 Pro­zent der Elek­tri­zi­tät aus Kraft­wer­ken, die Koh­le ver­feu­ern. Kein ande­res Land der EU ist so stark vom ver­pön­ten Ener­gie­trä­ger abhän­gig wie Polen.

Polen gewinnt viel Strom aus Kohle
Anteil Ener­gie­form an der Elek­tri­zi­täts­pro­duk­ti­on 2022, in %

Stein­koh­le 45%
Braun­koh­le 26%
Erneu­er­ba­re 21%
Erd­gas 6%
Übri­ge 3%
[In etwa, von der Gra­fik abgeplottet.]

Quel­le: Forum Ener­gii NZZ / imr.

Den Anteil zu redu­zie­ren, ist eine gewal­ti­ge Auf­ga­be. Aber der Staat ist dafür kaum der idea­le Akteur. Mit der Trans­ak­ti­on wird sein Gewicht bei der Strom­ver­sor­gung stei­gen. Und mög­li­cher­wei­se wird er der Ver­su­chung nicht wider­ste­hen, die Rah­men­be­din­gun­gen zu sei­nen Guns­ten zu gestalten.
Fer­ner besteht das Risi­ko, dass die Regie­rung den Koh­le­aus­stieg hinauszögert.

Dafür will sie sich ohne­hin Zeit las­sen. Das Stein­koh­le­zeit­al­ter soll in Polen erst 2049 enden, und wann der Aus­stieg aus der Braun­koh­le von­stat­ten­ge­hen wird, ist offen.

Koh­le ist nicht mehr konkurrenzfähig

Koh­le ist in Polen ein Poli­ti­kum. In gewis­sen Gegen­den ist der Abbau Teil der kul­tu­rel­len Iden­ti­tät. Je nach poli­ti­scher Kon­stel­la­ti­on wird es sich die Regie­rung mit den Bewoh­nern nicht ver­scher­zen wol­len – lie­ber schiebt sie har­te Schnit­te vor sich her.

Gleich­zei­tig kommt die Koh­le den Staat teu­er zu ste­hen. Er wird zum einen für die Schlies­sung der Minen und die Rena­tu­rie­rung der vom Tage­bau ver­un­stal­te­ten Gegen­den auf­kom­men müs­sen. Zum ande­ren ist die Koh­le als Roh­stoff infol­ge des hohen CO2-Preises nicht mehr konkurrenzfähig.
Es ist also zwei­schnei­dig, wenn Finanz­in­ves­to­ren Fir­men dazu drän­gen, aus dem Koh­le­ge­schäft aus­zu­stei­gen. Ent­we­der lan­det es beim Staat, der anfäl­lig ist für Druck­ver­su­che von Inter­es­sen­grup­pen. Oder es kom­men pri­va­te Inves­to­ren zum Zug, die anders als kotier­te Fir­men der Öffent­lich­keit kei­ne Rechen­schaft schul­dig sind.

An der Öko­bi­lanz ändern sol­che Besit­zer­wech­sel nichts. Die Kraft­wer­ke wer­den noch lan­ge da sein. Tief durch­at­men kön­nen die Bank­ma­na­ger und die Inves­to­ren – die Rech­nung beglei­chen die Steuerzahler.

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Grü­ße noch mal an Antho­ny Annett, Lea­ders­hip Coun­cil Mem­ber, Sus­tainab­le Deve­lo­p­ment Solu­ti­ons Net­work, New York und vor allem an Ani­ket Shah, Seni­or Advicer, Oppen­hei­mer Funds, New York, NY der 2018 in Alp­bach bei einem nicht öffent­li­chen Kamin­talk die Losung aus­ge­ge­ben hat:

Lei­der glau­ben immer noch zu vie­le Inves­to­ren, sus­tainab­le Inves­ting sei Phil­an­thro­py, wir haben noch viel Arbeit vor uns.”

Wonach der Saal in tosen­den Applaus aus­ge­bro­chen ist.

Wie war das nochmal?

Trotz der beein­dru­cken­den wirt­schaft­li­chen Dyna­mik und Armuts­re­du­zie­rung in den letz­ten Jahr­zehn­ten wird immer deut­li­cher, dass unser der­zei­ti­ges glo­ba­les öko­no­mi­sches Para­dig­ma eini­ge grund­sätz­li­che Kon­struk­ti­ons­feh­ler auf­weist. Die anhal­ten­den Aus­wir­kun­gen der glo­ba­len Finanz­kri­se, in Ver­bin­dung mit der zuneh­men­den Ungleich­heit auch in Bezug auf die Gewin­ne des tech­no­lo­gi­schen Wan­dels, belas­ten stark die Gesell­schaf­ten. In die­sem Semi­nar wer­den wir die Neu­aus­rich­tung der Wirt­schaft auf das Gemein­wohl, ins­be­son­de­re im Sin­ne der Sus­tainab­le Deve­lo­p­ment Goals, diskutieren.

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Ja - hat ja pri­ma geklappt die Gesell­schaft hier mit­zu­neh­men, die Invest­ment­ban­ker sind jetzt fein raus, und kön­nen sich jetzt wie­der guten Gewis­sens auf nen Cock­tail mit grün beweg­ten Natio­nal­ban­kern gehen - nur halt der Staat trägt jetzt die Altlasten.

Oder halt ein Mas­se­ver­wal­ter der nicht mehr regu­liert wird.

Ich mein gar­nicht aus­zu­den­ken, wenn die Par­ti­ku­lar­in­ter­es­sen hier nicht geboos­ted wor­den wären, dafür gabs im Jahr dar­auf ja auch Greta!

Wobei der ehe­ma­li­ge Event­ma­na­ger der IG Alp­bach Wien Fri­days for Future gleich als einer von zwei Mit­grün­dern selbst gegrün­det hat. “Da wir sowas hier auch brauchen.”

Wor­auf Alp­bach 2019 sehr glück­lich war dass es “Fri­days for future nach Alp­bach geschafft haben”!

Also wirk­lich, so eine genia­le demo­kra­tie­po­li­ti­sche Initia­ti­ve UND kli­ma­po­li­ti­sche Stra­te­gie hab ich ja bis­her noch nie erlebt!

KEINE Ver­än­de­rung am CO2 Ausstoß. 

Polen muss­te als Staat sei­ne Koh­le­kraft­wer­ke übernehmen.

Ver­lang­samt auf­grund des hohen Ver­wal­tungs­auf­wands jetzt ver­mut­lich den Kohleausstieg.

Stößt die “Alt­last” Koh­le Rich­tung Mas­se­ver­wal­ter ab - der unter­liegt wie­der­um kei­ner­lei Regulierung.

Und die Ban­ker sind green und gehen der­weil was trinken!

Ja ham­mas schon wie­der Forum Zeit? Die öster­rei­chi­schen Medi­en müß­ten doch noch eini­ge Ukrai­ne Exper­ten dort ken­nen ler­nen, glaub ich.

Zuge­ge­ben, ich ver­lass mich hier nur auf die NZZ und habe kei­ne wei­te­re Quel­le - aber holladrio.

Der 40.000 Euro Hei­zung gehts gut?

Gut, jetzt schafft die Invest­ment­sze­ne durch ihre invest­ments in rene­wa­ble Ener­gie auch viel Fort­schritt und so… Moment, was heißt jetzt die­ser Satz da - “Polen hat den recht­zei­ti­gen Koh­le­aus­stieg ver­passt” ach­so ja, shit, fuck, das Zer­ti­fi­kat­pri­cing das den Markt regeln sollte…

Eh ja, wie soll ich das jetzt sagen…

Da kam wohl “bei Erneu­er­ba­ren hast du ein Drit­tel des gesam­ten Invest­ments over time als Initi­al­in­vest­ment” mit den Pro­jek­tio­nen eines euro­päi­schen Vor­zei­ge­staats und sei­nen Inves­to­ren im Ener­gie­sek­tor nicht zusammen.

Naja, der CO2 Preis steigt jetzt stetig.

Und die Koh­le­kraft­wer­ke hat jetzt der Staat, der auch kei­ne Rück­la­gen mehr hat sie ordent­lich abzu­wi­ckeln, wes­halb sie dann auch bald dar­auf ein nicht mehr regu­lier­ter Mas­se­ver­wal­ter hat.

Und der Invest­ment­ban­ker ist grün.

Und das Fens­ter zum Koh­le­aus­stieg wur­de von Polen lei­der verpasst.

Und der CO2 Preis steigt stetig.

Leu­te, fahrt ihr eigent­lich auch schon Elek­tro­fahr­rad?

edit: Es gibt heu­te natür­lich aber auch wie­der gute Nach­rich­ten. Öster­reich hat 16 mal soviel wie Deutsch­land für sei­ne Coro­na Test­stra­te­gie aus­ge­ge­ben. 5.2 Mil­li­ar­den Euro. Sehen sie, uns ist der ver­greis­te, seni­le Baby­boo­mer als Wäh­ler eben noch was wert. Der bekommt alle paar Jah­re auch noch sei­ne Kin­der­au­gen Akti­vis­mus Initia­ti­ve, und dann passts ihm wie­der. Und dann freut er sich auch noch ein bis­serl übern Krieg, denn damit muss ja das kom­plet­te Geschwa­fel das er Zeit sei­nes Lebens ver­zapft hat nicht mal mehr in irgend­ei­ner Form kon­gru­ent sein.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk abar­tigst Allerletzte.

edit: Sag­te ich Polen? ich mein­te die G20…: click

Die gute Nachricht des Tages

21. Juli 2023

Man setzt einen Jour­na­lis­ten an eine Geschich­te, es kommt nicht ganz das raus, was man viel­leicht erwar­tet hat und dann publi­ziert mans halt ein­fach mal in einem Feed - dann ists nach einem Tag auch wie­der unauf­find­bar weg.

Isa­do­ra Wall­nöfer vor 3 Stunden

Deut­sche Ree­der durch Kün­di­gung des Getrei­de­ab­kom­mens nicht akut bedroht

Deut­sche Ree­der sind von der Kün­di­gung des Getrei­de­ab­kom­mens durch Russ­land nicht betrof­fen. “Uns sind kei­ne Fäl­le bekannt, in denen der­zeit Schif­fe deut­scher Ree­de­rei­en im Schwar­zen Meer unter­wegs bezie­hungs­wei­se gene­rell noch tätig sind”, sag­te eine Spre­che­rin des Ver­bands Deut­scher Ree­der (VDR) den Zei­tun­gen der Fun­ke Medi­en­grup­pe laut einem Vor­ab­be­richt. “Nach unse­ren Infor­ma­tio­nen han­del­te es sich vor­wie­gend um Schif­fe chi­ne­si­scher, tür­ki­scher und grie­chi­scher Ree­de­rei­en.” Im Rah­men des Getrei­de­ab­kom­mens sei­en kei­ne deut­schen Ree­der aktiv gewesen.

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*schweiß­von­der­stirn­wisch* Da haben wir im Wer­te­wes­ten ja noch ein­mal Glück gehabt und kön­nen wei­ter auf den am 26.06. in Kopen­ha­gen aus­ver­han­del­ten End­los­krieg (Ver­zei­hung natür­lich die klar defi­nier­ten “Optio­nen eines Frie­dens­pro­zes­ses”) setzen.

Gut dass die Fun­ke Medi­en­grup­pe da heu­te nach­re­cher­chiert und der Stan­dard das für sei­en Leser gleich kopiert hat.

Was die­se Gesell­schaft an der Stel­le ist, brauch ich hier nicht mehr zu erwäh­nen, oder?

Schleck, kein short term Impact! Inter­es­siert uns für die nächs­ten 10 Quar­ta­le nicht!

Um hier noch mal die Hin­ter­grün­de zu beleuch­ten - Russ­land lie­fert an die stark betrof­fe­nen Staa­ten im Schnitt deut­lich mehr Lebens­mit­tel als die Ukrai­ne. Kann jetzt also den betrof­fe­nen Staa­ten erzäh­len, es müs­se das so machen, es befin­de sich ja jetzt im Krieg. Bekommt dafür Ein­fluss auf ihre Stimm­rech­te vor der UN.

Euro­pa kann sich dar­auf beru­fen, es wür­de ja ger­ne lie­fern, aber Russ­land habe das UN Getrei­de­ab­kom­men ausgesetzt - 

Schal­len­berg: Mos­kau setzt Hun­ger als Waf­fe ein

Außen­mi­nis­ter Alex­an­der Schal­len­berg (ÖVP) hat Russ­land nach dem Ende des soge­nann­ten Schwarzmeer-Abkommens zur Aus­fuhr ukrai­ni­schen Getrei­des scharf kri­ti­siert. “Es ist an Zynis­mus gar nicht mehr zu über­bie­ten, was von rus­si­scher Sei­te gebo­ten wird”, sag­te Schal­len­berg am Don­ners­tag in Brüs­sel. “Mos­kau setzt Hun­ger als Waf­fe ein”, führ­te er fort. Es sei ein “Schlag ins Gesicht von Staa­ten in Afri­ka und anders­wo, die auf die­ses Getrei­de ange­wie­sen sind”.

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- und daher müs­se man jetzt wirk­lich - also so lan­ge nichts machen, bis die Ukrai­ne die Krim als Druck­mit­tel ein­set­zen kann, auch den letz­ten rus­si­schen Sol­da­ten aus der Ukrai­ne ver­han­delt zu bekommen.

Wir kön­nen natür­lich mehr Hun­ger­hil­fe zah­len, aber mit­tel­fris­tig mehr Getrei­de ist auf­grud­des­sen halt auch nicht am Markt. Also inves­tie­ren wir es lie­ber in Grenzsicherung.

Jetzt ist es aber so, dass unse­re Posi­ti­on mora­lisch gefes­tigt ist, denn wir sind ja Teil des Wertewestens.

Dar­auf Russ­land zu den betrof­fe­nen Län­dern: Wollt ihr viel­leicht noch ein wenig Getrei­de, oder Dün­ger - wir sind ja Hauptproduzent.

Dar­auf die Fun­ke Medi­en Grup­pe: Wie Strain reli­ef? Unse­re Ree­de­rei­en haben doch noch nicht mal Schif­fe die zu euch fahren!

Wie jetzt - die Ver­si­che­rungs­kos­ten für die Getrei­de­tan­ker explo­die­ren? Naja, das könn­ten wir doch überneh- Moment das sind nicht unse­re Ree­der? Das sind was? Tür­ken? Und Chi­ne­sen? Und Grie­chen?! Na das wird aber jetzt poli­tisch sehr schwer.

Sie sehen also, wir haben auch Nasen.

21. Juli 2023

Die FAZ macht jetzt auch Bürgerdialog.

Und ich dach­te schon es gibt eine neue Regel im Raum, dass der Mode­ra­tor vom Intel­lekt her nicht zu weit über dem Gast ste­hen darf.

45 Leu­te mögen das. Von 7000 Auf­ru­fen. (129 Dis­li­kes per Dis­li­ke checker.)

Das Set­de­sign fand ich aber eigent­lich ganz passend.
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Ers­te Frage:

Frau Baer­bock, sagen sie uns was mit Resi­li­enz in Deutsch­land gemeint ist?”
(Klei­ner Hin­weis, goog­le spuckt einem bei dem Begriff als klei­ne Illus­tra­ti­ons­hil­fe eine knie­en­de Yoga Beweg­te aus. Das muss ein Feh­ler sein, der sicher bald beho­ben wird.)

Baer­bock wört­lich: “Ja erst­mal schö­nen guten Abend, freut mich sehr heu­te bei ihnen zu sein und freut mich dass so vie­le da sind - ja ich bin ja heu­te Nacht aus New York gera­de gekom­men, ja ihr Tower kann es sehr wohl dort mit den Gebäu­den auf­neh­men und passt viel­leicht auch gleich zur Fra­ge, Resi­li­enz - Wider­stands­fä­hig­keit und wenn wir jetzt von Gebäu­den spre­chen, wenn wir die Gebäu­de sehen in New York, zahlt man nur hor­ren­des Geld für Hotels, die aber bei sol­chen som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren nicht ohne Kli­ma­an­la­gen bei gefühlt 15 Grad aus­kom­men, weil sie eben nicht resi­li­ent - wider­stands­fä­hig gegen die Hit­ze [gefühl­te 15 Grad] in so einer Groß­stadt gebaut wor­den sind und die­se Fra­ge der Wider­stands­fä­hig­keit, sind wir eigent­lich resi­li­ent als Gesell­schaft, als Land als Euro­pa - ange­sichts der glo­ba­len Her­aus­for­de­run­gen die­ser Fra­ge haben wir uns in der natio­na­len Sicher­heits­stra­te­gie gestellt, als Land glau­be ich schon etwas län­ger mit Blick auf die Kli­ma­kri­se, wo wir welt­weit erle­ben dass es die größ­te Sicher­heits­ge­fahr die­ser Zeit ist, also wie resi­li­ent sind unse­re Städ­te bei 40 Grad, wo es kei­nen Schat­ten in Städ­ten gibt mit Kli­ma­an­pas­sungs­maß­nah­men und auf bru­ta­le Art und Wei­se muss­ten wir uns jetzt vor 500 Tagen, vor über 500 Tagen die Fra­ge stel­len und wie resi­li­ent wie wider­stands­fä­hig wie wehr­haft sind wir mit Blick auf eine Situa­ti­on wo die euro­päi­sche Frie­dens­ord­nung ange­grif­fen wird, wo unse­re bis­he­ri­ge Ener­gie­ver­sor­gung als Waf­fe gegen uns ein­ge­setzt wird, oder jetzt ganz aktu­ell, Getrei­de als Waf­fe ein­ge­setzt wird und da muss­ten wir fest­stel­len, dass wir in man­chen Berei­chen resi­li­ent sind wider­stands­fä­hig, ich glau­be das was vie­le für so ach Gott was brauchts das über­haupt die Euro­päi­sche Uni­on, vor dem Krieg, gefühlt haben haben - wir erlebt, jeden­falls ist das mei­ne Wahr­neh­mung, dass wir als Gesell­schaft als Demo­kra­tie viel resi­li­en­ter sind als wir immer geglaubt haben, in dem Moment wo unse­re euro­päi­sche Frie­dens­ord­nung ange­grif­fen wur­de, Demo­kra­tie unse­re Frei­heit die im Kopf beginnt die sich aber in allen Lebens­be­rei­chen wider­spie­gelt haben wir deut­lich gemacht dass wir im Moment wo es dar­auf ankommt als Euro­pä­er als Demo­kra­ten zusam­men­ste­hen sehr resi­li­ent sind bei der Ener­gie­ver­sor­gung bei der Gas­ver­sor­gung muss­ten wir fest­stel­len, dass wir nicht so ganz resi­li­ent sind, dass wir eben nicht von einem Tag auf den ande­ren sagen konn­ten wir ver­zich­ten jetzt auf rus­si­sches Gas son­dern, das hat uns ein Drei­vier­tel­jahr Zeit gebraucht und das durch­zu­de­kli­nie­ren in allen Lebens­be­rei­chen das ist die Auf­ga­be der wir uns als Bun­des­re­gie­rung in die­sen 500 Tagen gestellt haben und dar­über mit Men­schen zu dis­ku­tie­ren was bedeu­tet Resi­li­enz eigent­lich vor Ort - in Chem­nitz wird die Fra­ge viel­leicht anders beant­wor­tet als bei BASF wo ich spä­ter noch mal hin­fah­re, aber es ist eine Fra­ge die sehr sehr vie­le Men­schen umtreibt und wo wir als Regie­rung auch sehr viel ler­nen kön­nen, des­we­gen freut es mich dass wir heu­te Abend hier auch über die Wider­stands­fä­hig­keit unse­rer Demo­kra­tie, unser Wirt­schaft und unse­res ver­ein­ten Euro­pas sprechen.

Mode­ra­tor: “Ja schö­nen Dank da hät­te ich jetzt min­des­tens drei bis fünf Fra­gen aber dies ist kein Abend für Jour­na­lis­ten, son­dern für unse­re Leser und unse­re Gäs­te des­we­gen wür­de ich das jetzt ger­ne eröff­nen das passt ja ganz gut was Sie wor­auf sie gera­de hin­ge­wie­sen haben.”

Mei­ne Damen und Her­ren, Bür­ger­fo­ren. Wenn Zei­tung lesen viel­leicht doch zu viel ist… Bür­ger­fo­ren. Kann ich sehr empfehlen.

Viel­leicht noch eine kur­ze Lebens­weis­heit von Frau Baer­bock mit auf den wei­te­ren Lebens­weg? “Das Spie­geln ist ja auch ganz wich­tig - “you can be what you can see” - das ist aus mei­ner Sicht wirk­lich essenziell”.

Oder ein­fach auch mal: “Das was wo man denkt, das ist alles Geschich­te, hat heut­zu­ta­ge natür­lich noch mal eine ganz ande­re und neue Rele­vanz, weil uns sehr vie­le, weil wie­der die Fra­ge, weil es fra­gen uns vie­le, vie­le mich auch fra­gen - Süd­ko­rea, Nord­ko­rea, wie habt ihr das gemacht damals mit der Versöhnung?”

Oder ein­fach auch mal: “Beim Sui­zid also Ster­be­hil­fe, ist aus mei­ner Sicht eines der The­men wo man wirk­lich die Stär­ke unse­res Par­la­men­tes sieht, also wer die­se Debat­ten ver­folgt - sind mei­ne Lieb­lings­de­bat­ten, lei­der habe ich immer weni­ger Zeit im Par­la­ment zu sein als Außen­mi­nis­te­rin.” [Begrün­dung, denn da gäbe es kei­nen Frak­ti­ons­zwang, da gin­ge es im Par­la­ment noch dar­um Leu­te zu über­zeu­gen. *HUST* Aus­gang: Lei­der gab es kei­ne ein­deu­ti­ge Mehr­heit für die eine, oder für die ande­re Seite.]