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Diplomatie ist… (Wie kann man die Öffentlichkeit eigentlich noch verarschen)

18. Juli 2023

Wie? Mit den kom­plett sel­ben Herangehensweisen.

Wäh­rend der exx­press die öster­rei­chi­sche Bevöl­ke­rung mit exklu­si­ven RT.com Nar­ra­ti­ven füt­tert: Arti­kel > Quel­le, die bele­gen wol­len, dass ein von RT inter­view­ter Ex Selen­skyj Bera­ter (der hier), den ers­ten ratio­na­len Vor­schlag für einen Frie­dens­plan for­mu­liert hat, der bis­her aus Kiew gekom­men ist --

sind wir vom Wer­te­wes­ten natür­lich ob die­ser jour­na­lis­ti­schen Man­gel­leis­tung ent­setzt (wies gelau­fen ist kann man sich bei einer Quel­le die die Mel­dung über­haupt gebracht hat (RT) wohl denken…) --

und las­sen anstatt des­sen die Eva Uschi (Eva, weils ihr Name ist, Uschi, weil sie so unglaub­lich naiv ist sich von jedem emo­tio­na­len Argu­ment immer umge­hend über­zeu­gen zu las­sen, wenns von der rich­ti­gen Per­son stammt die sie ideo­lo­gisch ver­tret­bar fin­det - natür­lich) vom Bru­no Krei­sky Forum Charles Kup­chan vom CFR interviewen -

- der sei­nes Zei­chens meint her­vor­he­ben zu müs­sen, dass man jetzt behind clo­sed doors aber auch wirk­lich anfan­gen müs­se an diplo­ma­ti­schen Bemü­hun­gen zur Been­di­gung des Krie­ges zu arbei­ten, denn - und ich zitiere:

I do think that if we are to get to an end­ga­me, it will take Chi­ne­se pres­su­re uh in the first instance I think it will be the NATO addres­sing a diplo­ma­tic end game and a cease­fire with Ukrai­ne, ulti­mate­ly dis­cus­sing it with Moscow - I don’t think that the Chi­ne­se are going to be the decisi­ve media­tor here, but nobo­dy has more influ­ence over Vla­di­mir Putin than Xi Jin­ping, and that’s becau­se Rus­sia is beco­m­ing day by day more and more depen­dent on Chi­na so it may be that when we get to that cri­ti­cal moment and we have an oppor­tu­ni­ty to embark on the path of a cease­fire and diplo­ma­cy, Biden could pick up the pho­ne call Xi Jin­ping and say: “Mr Pre­si­dent I need you to call Putin and tell him it’s enough!”. That strikes me as a sce­n­a­rio that is not out of the realm of the possible.

Gell Uschi?

Dazwi­schen gibts ja nichts.

Also bis auf Selen­skyj, den Frie­dens­prä­si­den­ten natürlich.

Uschi?

Und die­se bei­den Her­an­ge­hens­wei­sen sind ja auch so kom­plett unter­schied­lich! Ach ja, nein, sie inter­view­en ja bei­de nur ehe­mals rele­van­te Per­so­nen - deren ein­zi­ge Auf­ga­be es mitt­ler­wei­le ist Gesell­schaf­ten auf das rich­ti­ge Nar­ra­tiv zu bringen.

Diplo­ma­tie ist… 

Wenn die Nato sagt jetzt ists aber genug, jetzt brauchts einen Waf­fen­still­stand, und wir von der Nato wer­den den auch noch aus­ver­han­deln. Also erst dann kann sich Diplo­ma­tie aber sowas von rich­tig, ich mei­ne, voll­stän­dig - ehm - entfalten.

Diplo­ma­tie, das ist…

Wenn Biden Xi anruft und ihm sagt, jetzt drehst du mir aber den Putin ab. Also laut der für die diplo­ma­ti­schen Bemü­hun­gen zustän­di­gen Per­son beim (US) Coun­cil on For­eign Relations.

Gell Uschi?!

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut abgrund­tief, gro­tesk Allerletzte.

Gell Uschi?!

edit: Es gibt aber auch wie­der gute Nach­rich­ten. “Alp­bach Expert meets world”:

Tell me more Mr. Gady.
(Car­lo Masa­la war lei­der ver­hin­dert, was will man machen. Also - Zusam­men­fas­sung: “Die Ukrai­ner grei­fen noch nicht im Kampf der ver­bun­de­nen Waf­fen an, son­dern mehr so ein­zel­ne Waf­fen­gat­tun­gen hin­ter­ein­an­der, das könn­ten sie noch ver­bes­sern. Außer­dem kommt das, also genau das bei uns im Wes­ten mehr so als “der Wes­ten soll daher schnel­ler Waf­fen lie­fern” an. Die Moti­va­ti­on der Ster­ben­den ist aber wei­ter­hin unver­än­dert hoch, und ja die aktu­el­le Offen­si­ve der Ukrai­ne ist mehr so als Auf­rei­bungs­krieg gestal­tet.” Dan­ke Herr Gady. Was täten wir nur ohne sie. Sel­ten so gelacht.)

Die mögliche Wende im Krieg

17. Juli 2023

Neu­er Bom­ben­an­schlag auf die Krim­brü­cke, nach dem durch den Anschlag bei Kachow­ka die Was­ser­ver­sor­gung der Krim bereits wie­der auf kri­ti­schem Niveau ist.

Der Stan­dard ist an einem Tag wie die­sem gleich mal in Fei­er­lau­ne und beliebt zu scherzen:

In einer im TV aus­ge­strahl­ten Bespre­chung mit Offi­zi­el­len sprach der rus­si­sche Prä­si­dent von einem “ter­ro­ris­ti­schen Anschlag”, der “ernst­zu­neh­men­den Scha­den” an der Krim-Brücke ange­rich­tet haben soll. Er wol­le nun kon­kre­te Vor­schlä­ge, wie man die Brü­cke bes­ser schüt­zen kön­ne. Den Abzug rus­si­scher Trup­pen aus den besetz­ten Gebie­ten wird ihm aber wohl kei­ner vorschlagen.

src: click

Was küm­mert einen deutsch­spra­chi­gen Redak­teur schon die Wasser- und Lebens­mit­tel­ver­sor­gung einer Regi­on mit zwei Mil­lio­nen Einwohnern?

Soweit das mög­li­che Ratio­nal der Ukrai­ne, obs die Ukrai­ne tat­säch­lich selbst war, sehen sie wenn auf der Krim ein Ver­sor­gungs­not­stand beginnt.

Bis dahin, und bis wir uns sicher sind, kön­nen wir ja noch ein wenig scherzen.

Die­se Gesell­schaft ist das abgrund­tief gro­tesk Allerletzte.

edit: Eine voll­stän­di­ge Repa­ra­tur bis Sep­tem­ber wird von Russ­land kolportiert.

Wie man 1000 russische Tote aus einer BBC Dokumentation raushält

14. Juli 2023

Mit einem simp­len Time cut. Geht um Butscha.

https://www.youtube.com/watch?v=esBq23UlWYo

1000 Tote?

Reis­ner: Das zwei­te was die Ukrai­ne gemacht haben ist, sie haben die drei wich­ti­gen Brü­cken die den Zugang der Stadt dar­ge­stellt haben gesprengt das heißt wie­der am 26. Febru­ar also zwei Tage spä­ter, nach den ers­ten Angrif­fen sich die rus­si­schen Trup­pen von hier in Bewe­gung gesetzt haben, auf den Stra­ßen von Butscha, Rich­tung Irpin die Spit­zen hier gestan­den sind, haben die plötz­lich gemel­det, wir ste­hen von einem rie­si­gen See mit zer­stör­ten Brü­cken und kön­nen nicht wei­ter in die Stadt hin­ein - und die rus­si­schen Kräf­te haben Pio­nier­ge­rät ange­for­dert und wäh­rend sie auf die­ses Pio­nier­ge­rät gewar­tet haben, haben die Ukrai­ner fol­gen­des gemacht. Sie haben aus die­sem Wald­ge­biet hier mit zwei Mehr­fach Rake­ten­wer­fer Bat­te­rien, viel­leicht die älte­ren unter ihnen wer­den noch ken­nen die Begriff der Kat­ju­scha, von der Erzäh­lun­gen der Groß­el­tern, also den­ken sie sich die Kat­ju­scha, plus 80 Jah­re Ent­wick­lung dazu also eine viel ver­hee­ren­de Waf­fe, haben sie zusam­men­ge­fasst das Feu­er auf das Schwer­ge­wicht der rus­si­schen Kolon­ne in Butscha eröff­net und haben dort zwei Batail­lo­ne sind also zwei­mal 500 Mann ausgelöscht.

Das war natür­lich ein völ­li­ger Schock für die Rus­sen die ja damit gerech­net haben dass sie mit Blu­men emp­fan­gen wer­den und das Gegen­teil war der Fall und das war auch der Aus­gangs­punkt für die spä­te­ren Mas­sa­ker in Butscha die Rus­sen haben dort völ­lig durch­ge­dreht und haben also dann begon­nen die Bevöl­ke­rung zu trang­sa­lie­ren. Das Ergeb­nis war aber dass die­se drei Maß­nah­men dazu geführt haben dass die Rus­sen die­sen Ent­haup­tungs­chlag [von Kiew] nicht durch­füh­ren konn­ten und damit war der Kon­flikt in den ers­ten Tagen ent­schie­den. Denn Prä­si­dent Selen­skyj hat nicht die Stadt ver­las­sen obwohl die Ame­ri­ka­ner ihm das vor­ge­schla­gen haben. Er ist dort geblie­ben. Die Ukrai­ner haben ihn dann gese­hen und das hat natür­lich der Moral einen ent­spre­chen­den Boost ver­setzt die Ukrai­nier haben gesagt okay wir wer­den es den Rus­sen zei­gen und da hat die­ser Abwehr­kampf gewon­nen und der Erfolg des Abwehr­kramp­fes waren unter ande­rem des­we­gen weil die Ukrai­ne ihre Tak­tik ver­än­dert haben, weil sie gelernt haben aus dem Jahr 2014. Damals haben sie ver­sucht die Russ­land der Gren­ze auf­zu­hal­ten, sind von den Rus­sen vor allem durch Artil­le­rie beschos­sen wor­den und ver­nich­tet, dies­mal haben sie die Rus­sen her­ein­ge­las­sen - meh­re­re Tage und haben sie dann in der Tie­fe ange­grif­fen, ich ver­kür­ze das jetzt sehr, aber im Wesent­li­chen war das dann der Erfolg, denn das Pro­blem war die rus­si­schen Kolon­nen sind vor­ge­rückt bis sie kei­nen Sprit mehr hat­ten und haben dann auf die Ver­sor­gung durch die Sprit­ko­lon­ne gewar­tet die sind aber nie gekom­men, weil die Ukrai­ne die­se abge­fan­gen haben.

Jetzt ist es aber gut, dass die BBC Doku­men­ta­ti­on einen so gro­ßen Augen­merk auf Lei­che 316 der Ukrai­ni­schen Ter­ri­to­ri­al­ver­tei­di­gung legt, aber die getö­te­ten 1000 rus­si­schen Sol­da­ten mit kei­nem Wort erwähnt.

Zeit­li­che Ein­ord­nung: (1|2)

Zwei­te Quelle?

Gabs. Ich suche bereits seit zwei Stun­den aber ich fin­de sie nicht. Deut­scher Agen­tur Repor­ter, wahr­schein­lich dpa (edit: viel­leicht auch Deutsch­land­funk?), in einem Inter­view mit dem Stern, oder dem Focus (?) schil­dert die Lage in einem Vor­ort Kiews, soweit ich mit erin­ne­re Irpin. Video Inter­view, low pro­duc­tion values, und afair einen Tag bevor die Video Packa­ges mit Repor­ta­gen aus Butscha ein­tref­fen (03.04.?), der Repor­ter war dort unter­wegs und wur­de gera­de erst wie­der zurück nach Deutsch­land beordert.

Inhalt des Inter­views: Die rus­si­schen Trup­pen im Vor­ort Kiews (Irpin?), waren sowohl von der Ver­sor­gung, als auch von der Kom­mu­ni­ka­ti­on abge­schnit­ten, haben sich zum Teil Pas­san­ten her­aus­ge­grif­fen um sie zu Fra­gen, was sie über die Lage in Kiew wis­sen, wur­den von den Ukrai­nern schwer beschos­sen, und hiel­ten Stellung.

Der Repor­ter konn­te mit Pas­san­ten reden, die das in der besetz­ten Stadt (klei­ne­rer Vor­ort, nicht Butscha) erlebt haben.

Ich war damals selbst ver­wun­dert, dass das nicht in der ARD kam. Es war afair Stern, nur ich fin­de den Arti­kel nicht, bin schon das Archiv durch­ge­gan­gen, habe goog­le und you­tube mit dateli­mits durch­sucht, ich fin­de es nicht.

edit: Immer noch nicht gefun­den, aber bei Deutsch­land­ra­dio gibt es eben­falls eine Bestä­ti­gung eines Augen­zeu­gens: click Ein Neben­satz dort kann so wohl nicht stim­men “Pan­zer die die ter­ri­to­ria­le Selbst­ver­tei­di­gung von Butscha auf­ge­hal­ten hat” - laut Reis­ner waren das Himars aus einem Wald­stück her­aus. Im BBC Video sieht man die Ter­ri­to­ria­le Selbst­ver­tei­di­gung in Butscha - die zer­legt nicht mal eben zwei Bat­talio­ne von jeweils 500 Mann. Wer die Brü­cken bom­ba­diert hat kann der Ukrai­ner auch nicht sagen. Na das wer­den die Rus­sen gewe­sen sein, die sich den Weg nach Kiew abschnei­den wollten!

Gibt dazu auch ein net­tes loo­se end. Als Putin meh­re­ren in Butscha täti­gen Batail­lo­nen eine Aus­zeich­nung für “Valor” ver­lie­hen hat, war das in der west­li­chen Bericht­erstat­tung natür­lich Wahn­sinn und rei­ner Zynis­mus. Fast schon Lei­chen­schän­dung. Hat bei uns ja kei­ner gewusst, dass die Ukrai­ne dort zuvor 1000 rus­si­sche Sol­da­ten mit Himars weg­ge­schos­sen hat.

Hier das Video dass die Ukrai­ni­sche Pro­pa­gan­da anstatt­des­sen vor dem Secu­ri­ty Coun­cil gezeigt hat bei 1:11:00 in.

Grau­sams­te Bil­der, Gei­gen­mu­sik, Hashtag.

Da kann das Ster­ben ja end­lich wie­der weitergehen.

Ach­ja zurück zur BBC Dokumentation…

Kla­vir­so­na­te und Bil­der der getö­te­ten Hei­mat­wehr Sol­da­ten im Outro. Head­shots, gecropt aus Fami­li­en­schnapp­schüs­sen, dann mehr Fami­li­en­schnapp­schüs­se, die die BBC “Jour­na­lis­ten” von den Hin­ter­blie­be­nen ein­ge­sam­melt haben. Den Hin­ter­blie­be­nen von nun­mehr etwa 10 Familien.

We will never forget.

How Jour­na­lism worked in the­se days.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut abgrund­tief Allerletzte.

The white spot

13. Juli 2023

Adam Too­ze erklärt noch­mal sein Kon­zept von deut­scher Wirt­schafts­ent­wick­lung das immer wie­der den sel­ben wei­ßen Fleck aufweist:

Dei­dus­tria­li­sie­rung der Wirt­schaft - ich mein eh nor­mal, Deutsch­land ist hier Modell­pro­jekt. Wie schaf­fe ich Wohl­stand, ohne Che­mie­in­dus­trie, ohne Hoch­tech­no­lo­gie, und nur mit teu­rem Stahl und teu­rer Ener­gie - und einem Mit­tel­stand, der den Rest löst.

Staats­in­vest­ments in For­schung und Ent­wick­lung, die heu­te (dank der nächs­ten Kri­se on top) über defi­cit spen­ding finan­ziert wer­den, wie in den bes­ten its a Moonshot Zei­ten in den US. Da die Wen­de beim CO2 Aus­stoß glo­bal nur über Tech­no­lo­gie­ent­wick­lung lös­bar scheint.

Dafür darf aber neben­bei eine US die über die Welt­re­ser­ve­wäh­rung ver­fügt, den sel­ben Sek­tor aber mal lie­ber so auf­bau­en, dass er sich (unter bes­se­ren Bedin­gun­gen für erneu­er­ba­re Ener­gie­in­fra­struk­tur (nach heu­ti­gem Stan­dard)) “selbst­be­schleu­ni­gend” entwickelt.

Selbst­ver­ständ­lich lang­sa­mer als Euro­pa, die US haben ja auch bei Car­bon Cap­tu­re and Sto­rage ganz ande­re Mög­lich­kei­ten, und ganz ande­re Her­aus­for­de­run­gen (Infra­struk­tur). Und unbe­grenzt bil­li­ges Erdgas.

Nein, also ich bin ja auch dafür dass Deutsch­land mit defi­cit spen­ding Inno­va­ti­on för­dert, wäh­rend die US dann die zwei­te Genera­ti­on des­sen was in Deutsch­land ent­wi­ckelt wur­de ska­lie­ren, aber so dass es in ihrer Öko­no­mie, dort wo es zum Ein­satz kommt, bereits gesamt­wirt­schaft­lich Sinn macht. Ohne dass es geför­dert wer­den müsste.

Also für Deutsch­land bleibt die Ideo­lo­gie und die Initi­al­ver­schul­dung, das net 0 bis 2050 Ziel, der CO2 Preis - alles Din­ge die in den US laut Too­ze wei­ter­hin nicht denk­bar sind, und für die US dann die Talen­te die noch Wachs­tum erle­ben wol­len (brain drain), wäh­rend man zeit­ver­setzt eine Genera­ti­on spä­ter die ent­spre­chen­de Tech­no­lo­gie brei­ter und effi­zi­en­ter aus­rollt als Europa.

Da haben wir dann in Euro­pa ja qua­si alles. Das Intel­lec­tu­al pro­per­ty, die EZB die jetzt Kli­ma­po­li­tik macht, struk­tu­rel­les Defi­cit spen­ding um einen Weg in die Zukunft zu fin­den - aber eben auch einen Mit­tel­stand der jetzt Hei­zungs­lö­sun­gen für 40.000 Euro kauft (weil ja Gre­ta), samt Bat­te­rie­spei­cher und Solar­an­la­ge fürs Top-Off, damit Schlüs­sel­mi­ne­ra­li­en über­haupt erst im Land lan­den, da die Euro­päi­sche Uni­on sich dar­um davor lie­ber kei­ne Gedan­ken gemacht hat. Dafür aber auch die ers­te Genera­ti­on eines Smart Grids. Und die Hucke voll Freu­de, dass sich die Baby­boo­mer noch den Lebens­traum erfül­len durf­ten so zu tun als hät­ten sie doch noch eine Ver­än­de­rung bewirkt, in dem sie für den erst­ma­li­gen Import von sel­te­nen Erden in gro­ßen Men­gen bezahlen.

Trotz­dem glau­ben laut Euro­ba­ro­me­ter die Mehr­heit der Euro­pä­er EU Glo­bal Gate­way, sei dafür exakt die inno­va­ti­ve Inves­ti­ti­ons­in­itia­ti­ve die nur ein Euro­pa schaf­fen konn­te das vor­aus­schau­end für die Zukunft plant.

Und die tat­säch­li­che Pla­nung muss dann noch schnel­ler gehen, denn sonst bricht bereits die PR Schie­ne zusammen:

Weil eine Ver­brauchs­sen­kung von 7% pro Jahr uns bereits die insti­tu­tio­nel­len Struk­tu­ren sprengt und wir selbst da impro­vi­sie­ren müssen.

Trotz­dem inter­es­san­tes Interview.

Ach­ja und Gre­ta gabs ja wegen dem 1.5 Grad Ziel.

Damit die das der Poli­tik erklärt.

Ganz sicher.

Also nicht wegen den Kin­der­au­gen für die emo­tio­na­le Bespie­lung der Genera­ti­on mit dem Investitionskapital.

Bot­tom Up, sozu­sa­gen. Ent­i­re­ly orga­nic. In Öster­reich ja wie immer von Alp­bach aus (sie­he click).

Ups, schon sind die 1.5 Grand nicht mal mehr theo­re­tisch erreichbar.

Na aber gut, dass es die Initia­ti­ve gege­ben hat, damit sie der Poli­tik Bescheid sagt wos lang geht. Und nicht etwa die IIASA, die Natio­nal­bank, die Alpbach-Laxenburg Group seit 2013, die Grü­nen, die UN, die Under2 Coali­ti­on, die Öster­rei­chi­sche Ent­wick­lungs­bank (Ent­wick­lungs­ban­ken gene­rell), ICLEI, das Lan­gen­burg Fro­um für Nach­hal­tig­keit mit Haupt­spon­sor Inter­na­tio­nal Sus­taina­bi­li­ty Unit (Tag­li­ne: Ent­schei­der, Poli­ti­ker & Mul­ti­pli­ka­to­ren), der Risk Assess­ment report des WEF (seit 2018 afair)… Vom Club of Rome abge­se­hen natür­lich… Nein also wenn es die Kin­der nicht gege­ben hät­te, die Poli­tik wüß­te ja heu­te gar­nicht wor­an sie sich ori­en­tie­ren müsste…

Bei den gan­zen Initia­ti­ven zu Mobilitäts- und Stadt­ent­wick­lung die sie selbst anstößt, mei­ne ich - mit so Pla­nungs­ho­ri­zont 30 Jahre…

Nein, nicht Streumunition, Smartmunition!

13. Juli 2023

Wie kann man die Öffentlichkeit eigentlich noch verarschen?

13. Juli 2023

Mit coun­ter­fac­tu­als.

Mit die­sen US-Spezialgranaten will die Ukrai­ne die rus­si­sche Front aufbrechen

[…]

Die Streu­mu­ni­ti­on hat bewusst eine Feh­ler­quo­te von 30 Pro­zent Spreng­kör­pern, die nicht explo­dier­ten. Denn so haben die Rus­sen das betrof­fe­ne Gebiet nicht nur beschos­sen, son­dern gleich­zei­tig auch in ein Minen­feld ver­wan­delt.“ [Das geht soweit in Ordnung.]

Eine „effek­ti­ve Waf­fe“ für Kiew

Bei der Streu­mu­ni­ti­on aus den USA, die die Ukrai­ne jetzt gelie­fert bekommt, sei das jedoch anders. Die Feh­ler­quo­te soll sich nur auf etwa zwei bis drei Pro­zent belau­fen. „Die Ukrai­ne braucht Streu­mu­ni­ti­on für ihre Gegen­of­fen­si­ve und nicht, um ihre eige­nen Städ­te zu bom­bar­die­ren. Die­se Waf­fe ist die bes­te und effek­tivs­te, um den Geg­ner mas­sen­wei­se aus­zu­schal­ten“, meint Thei­ner. „Die Ukrai­ne kann damit gan­ze rus­si­sche Batail­lo­ne auf ein­mal aus­schal­ten, sogar gepan­zer­te Fahr­zeu­ge zer­stö­ren und Last­kraft­wa­gen sowieso.“ 

src: click

Die Pres­se fischt mal wie­der bei Exper­ten die ins aktu­el­le Nar­ra­tiv pas­sen - also Tho­mas C. Theiner:

The Ukraine-russia war is over. putin has lost and he knows it. The­re are no more paths to vic­to­ry for rus­sia. The rus­si­an army is past cul­mi­na­ti­on, its for­ces are exhaus­ted, deci­ma­ted, and demo­ra­li­zed. Ukrai­ni­ans, with gro­wing con­fi­dence, capa­bi­li­ties, and mora­le have begun offen­si­ves to cut of the rus­si­an spear­heads. The­se offen­si­ves will con­ti­nue and grow, and if rus­sia does not retre­at in the next two weeks it will lose most of its army to death and destruction.

src: Tho­mas C. Thei­ner vor etwas mehr als einem Jahr.

Dass der zitier­fä­hig ist, erkennt man dar­an, dass er ein Pro­fil­fo­to mit einem Berg im Hin­ter­grund hat, bzw dar­an, dass er auch Opi­ni­on pie­ces auf euromaidanpress.com publi­zie­ren darf. Sie­he auch: click

Klar - nur die bes­te Bericht­erstat­tung für unse­re Leser. Hat nur einen klei­nen Haken.

Stimmt näm­lich nicht.

Hier bei 39min in:

https://www.youtube.com/watch?v=ICYg4ajuC9c

Die­se Muni­ti­on ist nicht geeig­net, dass man [damit] prak­tisch ein Minen­feld in die Luft sprengt, durch den Ein­satz von Streu­mu­ni­ti­on. Und sie ist auch nur ganz am Ran­de ein­setz­bar gegen befes­tig­te Stel­lun­gen. Wenn sie sich vor­stel­len, das ist eine Flä­chen­waf­fe, die einen gan­zen Fuß­ball­platz abde­cken kann, mit klei­nen Bom­blets, nen­nen wir das - und sich vor­stel­len, durch die­sen Fuß­ball­platz geht ein Schüt­zen­gra­ben, dann ist es ja mehr oder weni­ger Zufall, wenn sol­che Bom­blets in die­sem Gra­ben lan­den und dort ihre Wir­kung erzeu­gen, der Rest der Wir­kung ver­pufft prak­tisch, weil das rechts und links des Gra­bens dort die Ein­schlä­ge gibt - also des­halb sage ich, nicht sehr effi­zi­ent, und des­halb nur begrenzt ein­setz­bar gegen Stellungen.

[…]

Naja, es ist schon eine Ver­stär­kung, wie ich gera­de gesagt habe, es ist der Aus­gleich des Man­gels an Artil­le­rie­mu­ni­ti­on, aber sie haben auch Recht - es ist kein Gamechanger.

Zitat: Erhard Büh­ler, Ex Nato Gene­ral beim MDR

Das ist immer so arg blöd, da hat man gera­de wie­der die per­fek­te Erzäh­lung für sei­ne seit Mona­ten sorg­sam kom­plett ver­blö­de­te, Ver­zei­hung, bespiel­te Leser­schaft, und dann gibts ein­fach Exper­ten die ver­laut­ba­ren glatt wies wirk­lich ist.

Dabei stützt man sich wirk­lich bereits seit Mona­ten nur auf die feins­ten Pro­pa­gan­daout­lets der Ukrai­ne und inter­viewt nur die Mili­tär­ex­per­ten die auf ukrai­ni­schen Pro­pa­gan­da­ka­nä­len Mei­nungs­jour­na­lis­mus betrei­ben dür­fen… Also es ist wirk­lich zum ver­rückt wer­den, nie kann man es als Presse-Redakteur wem recht machen.

Jetzt müss­te Russ­land nur noch außer­halb von Schüt­zen­grä­ben angrei­fen und in einen ukrai­ni­schen Hin­ter­halt lau­fen, so meh­re­re Fuß­ball­fel­der und Batail­lo­ne breit, dann - jaha, aber dann! Wäre die Pres­se Bericht­erstat­tung zumin­dest annä­hernd nahe an der Rea­li­tät dran.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut abar­tigst, gro­tesk Allerletzte.

Wie kann man die Öffentlichkeit eigentlich noch belügen?

12. Juli 2023

Wenn man von nichts eine Ahnung hat - und immer falsch liegt, wird man zum einen jah­re­lan­ger Moskau-Korrespondent für die Zeit (Micha­el Thu­mann) und grün­det dann ein außen­po­li­ti­sches Maga­zin, oder kennt bes­ser die Grün­der eines sol­chen, oder so… Weil die Kine­den haben genau­so­we­nig drauf. Hofie­ren­de Fra­gen soweit das Auge reicht.

Also wor­um gehts hier?

Ich habe sel­ten in mei­nem Leben ein Inter­view gese­hen, das bereits zwölf Tage nach sei­nem Erschei­nen so geal­tert ist, dass man eigent­lich nur noch zusam­men­fas­sen kann - voll­kom­men daneben.

Und dabei fings doch so gut an…

Micha­el Thu­mann, sei­ner­seits mit­tel­pro­mi­nen­ter Selbst­dar­stel­ler auf PR Tour hat gera­de ein Buch ver­öf­fent­licht in dem er deut­lich pro­mi­nen­ter den Schlag­wort­kom­plex “Revan­chis­mus” im Zusam­men­hang mit Putins Han­deln beleuch­tet hat.

Pro­blem: Revan­chis­mus darf heu­te kei­ner mehr sagen (also Man­gott schon noch, als ein­zi­ger (!) Exper­te im deutsch­spra­chi­gen Raum, gera­de eben so - weil man sei­ne Ana­ly­sen sonst sehr schätzt), da die US sich ja durch Sny­der nach Kriegs­be­ginn das Neo­im­pe­ria­lis­mus als Russ­lands pri­mä­rer Kriegs­grund Nar­ra­tiv erfin­den haben las­sen. Sny­der - das ist der hier: click

In dem Moment in dem das Nar­ra­tiv auf­kam, muss­te sowohl das deut­sche Aus­wär­ti­ge Amt, als auch der Deut­sche Ver­tei­di­gungs­aus­schuss in deren Pres­se­state­ments, bin­nen drei Mona­ten, von “Revan­chis­mus” über Neo­ko­lo­nia­lis­mus zu Neo­im­pe­ria­lis­mus wech­seln, in der Skiz­zie­rung der offi­zi­ell geglaub­ten Kriegsbegründung/des offi­zi­ell geglaub­ten Kriegsgrunds.

Suk­zes­si­ve mit der Medi­en­be­richt­erstat­tung (in der das Impe­ria­lis­mus­nar­ra­tiv ste­tig wich­ti­ger wurde).

Was machst du jetzt also als jemand der das nicht kom­men gese­hen hat, aber der trotz­dem in sei­nem Berufs­um­feld als Selbst­dar­stel­ler rele­vant blei­ben will?

Ver­schär­fend: Du hast neben­bei ein Buch drau­ßen, das voll mit Revan­chis­mus als “ich kann lesen wie Putin denkt” Begrün­dun­gen für staat­li­ches Han­deln ist, wäh­rend aber die Begrün­dung heu­te eben kei­ner mehr öffent­lich ver­wen­den darf.

Kei­ne Sor­ge, dafür gibt es eine Lösung:

Schritt 1: Behaup­te Revan­chis­mus sei doch das sel­be wie Neo­im­pe­ria­lis­mus und du habest es doch schon immer kom­men gese­hen - schließ­lich hast du ja gera­de erst ein Buch her­aus­ge­ge­ben, das sich noch ver­kau­fen soll, nicht wahr Herr Micha­el Thu­mann? (Wer­tung: Aus dem Argu­men­ta­ti­ons­leit­fa­den eines Volltrottels.)

Schritt 2: Het­ze gegen Klaus von Dohn­anyi (und Sarah Wagen­knecht, aber ok, die ist ja bereits ein free for all) um dei­ne ideo­lo­gi­sche Zuge­hö­rig­keit zu unter­mau­ern, auch wenn du in dei­nem Buch lei­der den aus PR-Sicht fal­schen Begriff als intrinsi­sches Leit­mo­tiv für “Putins Han­deln” ver­wen­det hast.

Schritt 3: Such dir ein aktu­el­les The­ma bei dem noch kei­ner eine abschlie­ßen­de Wer­tung auf Lager hat (War­um hat Pri­go­schin geputscht?), dann erwei­te­re dei­ne Theo­rie, und behaup­te das sei durch eine Erwei­te­rung von Revan­chis­mus als Leit­mo­tiv am ehes­ten erklär­bar, und du wür­dest es jetzt hier, ad hoc, gegen­über dem Pod­cas­ter der die Fra­ge eigent­lich initi­al auf­ge­wor­fen hat, für alle Zuhö­rer ein­wand­frei begründen.

Schritt 4: Lad dir eine noch viel grö­ße­re Voll­nul­pe ein die von “ich habe mit Stu­den­ten Putins Rede vor der Nato 2008 über meh­re­re Jah­re als Leh­ren­der (Pro­fes­sor?!) ana­ly­sie­ren las­sen - und immer gesagt, das wäre für Euro­pa eine gro­ße ver­ta­ne Chan­ce gewe­sen” zurück­ru­dern muss, als qua­si vom Mit­tel­punkt des Boden­sees, wäh­rend du nur aus dem Ufer­be­reich zurück­ru­dern musst. Ich mein dumm gelau­fen, die US haben ein­fach ein ande­res Nar­ra­tiv öffent­lich zum ein­zig rich­ti­gen “Putin ver­ste­hen” Duk­tus erklärt, und das auf das du in dei­nem Buch gesetzt hast, mit­tels eines noch viel talen­tier­te­ren Selbst­dar­stel­lers, ins Abseits geschossen.

Was du danach aber auf gark­ei­nen Fall tun soll­test, ist das erst bes­te Nar­ra­tiv auf das du bezüg­lich dei­nes Reframings setzt SO klar und detail­iert mit Schluss­fol­ge­run­gen (war­um das Revan­chis­mus war) bele­gen, dass bereits zwölf Tage danach (!) kom­plett und unwi­der­bring­lich klar ist, dass du von nichts eine Ahnung hast, dass du nicht mal die Far­be dei­nes Milch­ca­fes am Mor­gen bestim­men könn­test und dass du dir den gan­zen Scheiß tag­täg­lich in Form von Glau­bens­sät­zen aus der Nase ziehst.

Also gehen wirs durch, es ist sehr, sehr unterhaltsam.

Haupt­the­se: Der Pri­go­schin Putsch ist eine Fort­füh­rung von Revan­chis­mus, da der Revan­chis­mus letzt­lich durch eine Sor­ge um den Macht­er­halt begrün­det gewe­sen sei, und der Putsch­ver­such daher exakt das ist, was du als Füh­rung Russ­lands kom­men sehen hast aber ver­hin­dern wolltest.

Daher hast du einen Krieg aus­ge­ru­fen, im Zuge des­sen die Pro­fi­lie­rung eines dei­ner Kriegs­her­ren erst mög­lich wur­de, der danach eine Stär­kung sei­ner Macht­po­si­ti­on ange­strebt hat?

Und dass du dir das geleis­tet hast, was dei­ne Macht­po­si­ti­on dele­gi­ti­miert hat, war dein Plan dem eigent­lich ent­ge­gen­zu­wir­ken, daher hast du doch den Krieg begonnen?

Wait what?

Alles klar?

Fol­ge­the­sen:

1. Das alles sei ein Zei­chen von Schwä­che, Putin wird es zukünf­tig sehr schwer haben die Legi­ti­ma­ti­on sei­ner Füh­rungs­struk­tur nach außen hin wei­ter zu begrün­den, es wird jetzt immer wei­te­re Revol­ten geben, das wird ein sehr schwer zu meis­tern­des Pro­blem für Russ­lands PR.

2. Wag­ner durch Staats­ein­hei­ten zu erset­zen wird nicht leicht mög­lich sein. Das ver­schafft dir wei­te­re macht­po­li­ti­sche Pro­ble­me im Rah­men dei­ner Außen­po­li­tik in den Staa­ten in denen Wag­ner tätig ist. Das wird Russ­land noch über Mona­te nach­hän­gen und sei­ne Posi­ti­on schwächen.

3. Die Bür­ger in Russ­land wer­den nicht auf­hö­ren kön­nen dar­über zu reden! Das bedeu­tet letzt­lich Legi­ti­mi­täts­ver­lust und mehr Leu­te die das Regime in Fra­ge stellen.

Und wenn das nicht zutrifft, ist die kom­plet­te Kar­rie­re des Micha­el Thu­man im Eimer, vom Ver­kaufs­er­folg des Buchs mit Revan­chis­mus als hand­lungs­lei­ten­de “ich kann erken­nen was Putin denkt” Moti­va­ti­on ganz zu Schweigen.

Dar­auf die Kreml-Propaganda so - hold my beer.

Und 12 Tage später:

Pri­go­schin fest­ge­setzt, aber hat mit Putin bereits direkt gespro­chen, ist auch schon wie­der in Mos­kau, dafür aber Schoi­gu kom­plett abge­setzt, den nächs­ten Hope­ful nach­be­setzt und intern gegen sei­ne offi­zi­el­len Geg­ner gepitcht.

Wag­ner NICHT ein­ge­stellt son­dern klar­ge­stellt, dass sie vor allem im Aus­land als Wag­ner wei­ter agie­ren werden.

Oder ums anders zu sagen, sowohl Schoi­gu, als auch Pri­go­schin aus dem Spiel genom­men, eine neue Genera­ti­on des inter­nen Macht­kampfs auf­stre­ben­der Grup­pie­run­gen unter der eige­nen Ägi­de instal­liert - Wag­ner zwecks “kennt man” PR Kon­sis­tenz beibehalten.

Shit. Wor­über unter­hält sich jetzt das rus­si­sche Volk?

Putin zu schwach, der Putsch hat gan­ze 23 Stun­den gedau­ert? Putin zu schwach er hat nur Schoi­gu UND Pri­go­schin entmachtet?

Wer war auf Pri­go­schins und nicht auf Putins Sei­te wäh­rend des Putsches?

Aber Pri­go­schin hat doch jetzt erst wie­der mit Putin gespro­chen - und Schoi­gu ist ganz raus… Schei­ße gegen wel­che Sei­te intri­gier ich denn jetzt?

Und gleich noch ein neu­er Macht­kampf mit neu­en Köp­fen in Hin­ter­grund auf den ich mei­ne Auf­stre­bungs­be­mü­hun­gen doch viel bes­ser fokusiere.

Und das alles bin­nen einer Woche.

Auf was foku­sie­re ich denn jetzt mei­ne dis­rup­ti­ven Bemü­hun­gen, wenn ich ein Aus­lands­ge­heim­dienst bin? 

Auf das ein­zig ver­blei­ben­de Ele­ment von “ein­ge­ses­se­ner Macht” das sym­bo­lisch noch vor­han­den ist - die Wag­ner Gruppe?

Die ist ja so schwach? Viel schwä­cher als man denkt? Soll sies sein - nie­mand weiß wo genau wel­che Tei­le von ihr wei­ter zum Ein­satz kom­men wer­den und wer sie anführt, und das stärkt ihr Mys­te­ri­um, was zwar für den Krieg irrele­vant ist, aber nicht für den Ein­satz als Siche­rungs­macht. Und mei­ne Güte, in etwa zwei Jah­ren hat die dann einen neu­en Anführer…

Ich sprechs ja nicht ger­ne aus - aber Tcha­ka­rowa (sie­he: click), hat­te vom Aus­gang betrach­tet, mehr recht als die gesam­te Deut­sche Gesell­schaft für aus­wär­ti­ge Poli­tik zusammen…

Zwölf Tage lang haben ihre Betrach­tun­gen gehalten.

Zwölf fuck­ing Tage.

Tja - schon schei­ße - Haupt­sa­che Heu­cheln und viel Schwach­sinn erzäh­len ist eben doch kei­ne so attrak­ti­ve Per­spek­ti­ve, wenn man als ehe­ma­li­ger Moskau-Korrespondent der Zeit, mit einem Buch mit der lei­der fal­schen Theo­rie irgend­wo am See sitzt und ver­sucht wie­der zurück­zu­ru­dern. Kann viel schief­ge­hen bei sowas…

edit: Die Pres­se und der Stan­dard schrei­ben heu­te noch einen imho ziem­lich offen­sicht­li­chen Schrott zusam­men - unter dem Stich­wort “jetzt schert noch ein Gene­ral aus, Popow”. Hin­ter­grund - der Aus­sche­rer war schein­bar nicht macht­po­li­tisch begrün­det, und Gene­ral ist der auch nicht mehr. Der war schein­bar tat­säch­lich intrinsisch moti­viert die Miss­stän­de an der süd­li­chen rus­si­schen Front in der Ukrai­ne auf­zu­zei­gen. Mit­ten wäh­rend einer ukrai­ni­schen Offen­si­ve. Also ein ganz schlau­er Idea­list. Einer der es bis zum rus­si­schen Gene­ral geschafft hat, und dem dann auf­ge­fal­len ist, dass Russ­land im Zwei­fels­fall Men­schen­le­ben auch ein­fach ver­heizt. Einer der mehr Feind­auf­klä­rung gegen Artil­le­rie woll­te, also genau das was das rus­si­sche Mili­tär mit Ersatz­teil­knapp­heit nicht flä­chen­de­ckend leis­ten wird. Aber der wird jetzt für Putins Regime zum Pro­blem, weil ihn die rus­si­schen Mili­tär­blog­ger mögen? Jetzt wo er nicht mehr beim Mili­tär ist, und sei­ne Stra­fe sto­isch erwartet?

Hm…

edit2: Die Pres­se hat heu­te die Auf­lö­sung, hier ist der Pro­pa­gan­da Ang­le. Des Wes­tens natür­lich, also das was her­aus­schaut, wenn du wie­der embed­ded Jour­na­lism machst, und dir hübsch notierst, was du denn laut dei­nen ukrai­ni­schen Hand­lern berich­ten sollst:

Auf Front­be­such in der Ukrai­ne: „Die Lei­chen lie­gen im Straßengraben“

Kriegs­re­por­ter Alfred Hackens­ber­ger spricht nach sei­nem Besuch an der Front über die ver­hee­ren­de Lage in der Ost­ukrai­ne. War­um die ukrai­ni­sche Gegen­of­fen­si­ve erst lang­sam in Schwung kommt und immer mehr rus­si­sche Sol­da­ten überlaufen.

src: click

Wegen Popow, nicht?

Oder doch weil die Ukrai­ne aktu­ell Russ­land aktu­ell eine Ver­lustra­te von 1:1,4 zufügt? Das spü­ren die was - 1:6 Sol­da­ten im rus­si­schen Schüt­zen­gra­ben? 1:4? 1:2?

Hier der Stan­dard der der Öffent­lich­keit ver­sucht Ver­wun­de­rung zu ver­kau­fen, war­um sich in der rus­si­schen Öffent­lich­keit immer noch nichts regt: click Popow hat es mit sei­ner Aus­sa­ge bis zu einem Duma Abge­ord­ne­ten geschafft! Der Kreml hat mit “Kei­ne “Show” machen” kom­men­tiert. Es geht drun­ter und drü­ber! Ja, und erst die gan­zen rus­si­schen Sol­da­ten die jetzt ver­mehrt überlaufen!

Wir sind schon wie­der fast am gewin­nen! Es dau­ert nur noch zwei Jah­re! Der Geg­ner ist schon wie­der unfä­hig! Und der Bevöl­ke­rung ist das schon bei­na­he klar! Und Pro­pa­gan­da hat immer noch nie­mand entdeckt!

The Future of Blackrock, I mean Ukraine

12. Juli 2023

You know, they are in clo­sed doors right now, in Vil­ni­us, try­ing to ham­mer out what that means - what Biden said [Ukrai­ne being on the way to Nato, but no mem­bers­hip plan yet, being made inter­ope­ra­ble with Nato], I think the­re is such pres­su­re, to find a way to inclu­de Ukrai­ne, but not ful­ly inclu­de Ukrai­ne. What I think you know, the­re was a con­fe­rence at the begin­ning of June in Lon­don about recon­struc­tion of Ukrai­ne. One would hope that at this gathe­ring, the­re would be some atten­ti­on payed to what may mean a tril­li­on dol­lars for the world com­mu­ni­ty [rebuil­ding cos­ts of Ukrai­ne] and what was ponied up in Lon­don was some­thing like 15 bil­li­on [lar­ge­ly part of the EU recon­struc­tion fund, to be payed out in tran­ches, btw.]. The­re are reports now, that Zelen­skyy has set up an office in Kiev for eco­no­mic deve­lo­p­ment which Black­rock has play­ed a major role in, so I fear that as we wit­nessed the mili­ta­riz­a­ti­on and the war pro­cee­ding, the future of Ukrai­ne is being nego­tia­ted in other places […]

Ahhh… so gut das zu hören! Wo doch Selen­skyj noch am ers­ten Tag der Geber­kon­fe­renz in Lon­don ver­laut­ba­ren las­sen hat er müs­se sich selbst (!) noch einen öko­no­mi­schen Plan für die Ukrai­ne ausdenken!

Ja, ja. Denk. Denk.

Sei­ne ers­te Idee war ja eigent­lich Rock Red. Das war ihm dann aber zu wenig patriotisch.

Dann ist er ver­mut­lich bei Blue, yel­low Rock als Namen für den Auf­bau­plan gelan­det, weil er sich gedacht hat - fangt er halt ein­mal mit dem Namen an, der ist ja auch nicht unwichtig.

Dann haben Selen­skyj aber gott­sei­dank sei­ne Bera­ter doch noch davon über­zeu­gen kön­nen, dass er doch bes­ser Black­rock nimmt, dann muss er sich auch nicht so schwer noch wei­ter was über­le­gen, und kann sofort ins Kin­der­zim­mer zurück um mit dem grau­en Pan­zer zu spie­len, den er erst im März vom Groß­va­ti geschenkt bekom­men hat.

*hust­keuch*

Kommt zurück in die Ukrai­ne, geflüch­te­te Ukrai­ner! In ein Land das auf­grund der akti­ven US Mili­tär­stra­te­gie noch meh­re­re Jah­re im Krieg ver­blei­ben wird - das aber bereits jetzt mit Infra­struk­tur­in­vest­ments begin­nen muss, damit ihm nicht noch mehr Ein­woh­ner weg­ren­nen - auch wenn die­se dann zer­bombt wer­den dürf­ten. Das aktu­ell “wir bau­en Kin­der­gär­ten” Spots im Staats­fern­se­hen sen­den muss, weil es demo­gra­phisch bereits Rich­tung ter­mi­nal decli­ne unter­wegs ist (Hälf­te der Bevöl­ke­rung weg, und zwar die jün­ge­re, bes­ser aus­ge­bil­de­te) -- und des­sen öko­no­mi­sche und insti­tu­tio­nel­le Zukunft nun­mehr seit drei Wochen von Black­rock gestal­tet wird!

Wo kann ich mich für die Staats­bür­ger­schaft anmel­den? Ich mei­ne, damit ich dann auto­ma­tisch EU Bür­ger wer­de natür­lich, also wenn ich nicht schon einer wäre.

Eigent­lich 1A die­ses “die Ukrai­ne muss alles selbst ent­schei­den” Kon­zept - die­ser so bestim­men­de Wahl­spruch euro­päi­scher, was wars noch gleich…? Sor­ry hab das Wort ver­ges­sen, kann nicht jemand bei McK­in­sey anru­fen, damit die ab jetzt mei­ne Blog­ein­trä­ge schreiben?

Macron darf ja seit dem Monat nicht noch mehr exter­ne Bera­ter ein­stel­len… Da kön­nen die da doch sicher einen abstellen.

Macron govt must limit use of pri­va­te con­sul­tancy firms, watch­dog says

France’s government must fur­ther rein in some­ti­mes “inap­pro­pria­te” hiring of con­sul­tanci­es, the country’s Court of Audi­tors said Mon­day, respon­ding to public out­cry over an issue that hob­bled Pre­si­dent Emma­nu­el Macron’s reelec­tion cam­pai­gn last year.

src: click

Naja wenigs­tens McK­in­sey und nicht Black­rock… Sor­ry Ukrai­ne, die Ukrai­ne mei­ne ich. 

Der gehts ja aktu­ell nur mehr nur so, so…

Hab ich gehört.

Wobei sich aber auch Black­rock die attrak­tivs­ten Inves­ti­ti­ons­ob­jek­te als ers­tes her­aus­su­chen darf. Als Vermittlungsprovision.

edit: Sor­ry, ich Dum­mer­le, McK­in­sey ist natür­lich eben­falls ein­ge­bun­den… Ich mein, wie konnt ich nur…

So many of today’s long-term chal­len­ges are best addres­sed through blen­ded finan­ce and this is one. You need the­se vehi­cles to mobi­li­se capi­tal at sca­le,” said Black­Rock vice-chair Phil­ipp Hil­de­brand, who will be dis­cus­sing the work on Wednesday.

The World Bank esti­ma­ted in March that Ukrai­ne would need $411bn to rebuild after the war, and recent Rus­si­an attacks have dri­ven that figu­re higher.

The Kyiv government enga­ged BlackRock’s con­sul­ting arm in Novem­ber to deter­mi­ne how best to attract that kind of capi­tal, and then added JPMor­gan in Febru­a­ry. [Sicher eine Euro­päi­sche Bank, die­se JPMor­gan, nicht? Wo wir doch die Mehr­heit des finan­zi­el­len Invest­ments stel­len. Oder? Nein? Scha­de eigent­lich.] Ukrai­ne pre­si­dent Volo­dym­yr Zelen­skyy announ­ced last mon­th that the coun­try was working with the two finan­cial groups and con­sul­tants at McKinsey.

[…]

Black­Rock and JPMor­gan are dona­ting their ser­vices, alt­hough the work will give them an ear­ly look at pos­si­ble invest­ments in the coun­try. The assign­ment also deepens JPMorgan’s rela­ti­ons­hip with a long­stan­ding cli­ent. The bank has hel­ped Ukrai­ne rai­se more than $25bn in sov­er­eign debt sin­ce 2010 and led the country’s $20bn debt rest­ruc­tu­ring last year.

The finan­ciers con­sul­ted with pri­va­te and public sec­tor inves­tors and found they wan­ted to help Ukrai­ne but were lee­ry not just about war los­ses but also the country’s gover­nan­ce, lack of trans­pa­ren­cy and shal­low capi­tal markets.

What Ukrai­ne nee­ded, Black­Rock advi­sed, was a deve­lo­p­ment finan­ce bank to find invest­ment oppor­tu­nities in sec­tors such as infra­st­ruc­tu­re, cli­ma­te and agri­cul­tu­re and make them attrac­ti­ve to pen­si­on funds and other long-term inves­tors and len­ders. JPMor­gan was brought in part­ly for its debt expertise.

The fund is being set up to also give public and pri­va­te sec­tor inves­tors the oppor­tu­ni­ty to invest into spe­ci­fic pro­jects and sec­tors,” said Ste­fan Wei­ler, JPMorgan’s head of debt capi­tal mar­kets for cen­tral Euro­pe, Midd­le East and Afri­ca. “The­re will be dif­fe­rent sec­to­ral funds that the fund iden­ti­fied as prio­ri­ties for Ukrai­ne. The aim is maxi­mi­se capi­tal participation.”

The struc­tu­re calls for the fund to use the lower-cost public money, known as con­ces­sio­nal capi­tal, to make initi­al invest­ments and absorb the first losses.

The noti­on is that this initi­al seed capi­tal would be a de-risking mecha­nism, and it would crea­te the poten­ti­al for pri­va­te sec­tor capi­tal to come in at sca­le,” said Bran­don Hall, co-head of BlackRock’s Finan­cial Mar­kets Advi­so­ry arm. “Ukrai­ne will have its own orga­ni­sa­ti­on to source and syn­di­ca­te the­se local invest­ment opportunities.”

To over­co­me inves­tor con­cerns about gover­nan­ce, the fund is expec­ted to stock its board with repre­sen­ta­ti­ves of inter­na­tio­nal finan­cial insti­tu­ti­ons and governments and hire invest­ment pro­fes­sio­nals to exe­cu­te its strategy.

Our view is that if you have a strong gover­nan­ce struc­tu­re and an inter­na­tio­nal­ly credi­ble set of sta­ke­hol­ders who are in the lea­ders­hip posi­ti­on in this fund, then that will go a long way,” Hall said.

BlackRock’s advice has drawn on its work for the Sau­di Natio­nal Deve­lo­p­ment Fund and the Cli­ma­te Finan­ce Part­ners­hip, a blen­ded finan­ce vehi­cle that directs invest­ment into sus­taina­bi­li­ty pro­jects in emer­ging mar­kets. McK­in­sey did not respond to a request for comment.

At pre­sent, the Ukrai­ne work is focu­sed on set­ting up the struc­tu­re, gover­nan­ce and prac­ti­cal pro­ce­du­res becau­se most inves­tors want to wait for the end of hos­ti­li­ties. “The important part is that Ukrai­ne is alrea­dy thin­king ahead,” Wei­ler said. “When the war is over, they’re going to want to be rea­dy and start the rebuil­ding pro­cess immediately.”

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Wait what?

11. Juli 2023

Ger­ma­ny should­n’t ‘block’ US from sen­ding clus­ter muni­ti­ons to Ukrai­ne, says president

Ger­man Pre­si­dent Frank-Walter Stein­mei­er on Sunday said the coun­try should not “block” the United Sta­tes from sen­ding clus­ter bombs to Ukrai­ne, while defen­ding its oppo­si­ti­on to the use of the con­tro­ver­si­al wea­pon. Ukrai­ni­an Pre­si­dent Volo­dym­yr Zelen­sky on Sunday voi­ced hope for the “best pos­si­ble result” from an upco­m­ing NATO sum­mit whe­re Kyiv is loo­king for a green­light regar­ding its bid to join the alliance.

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6:25pm: Ger­ma­ny should­n’t ‘block’ US from sen­ding clus­ter muni­ti­ons to Ukrai­ne, says president

Germany’s pre­si­dent on Sunday said the coun­try should not “block” the United Sta­tes from sen­ding clus­ter bombs to Ukrai­ne, while defen­ding its oppo­si­ti­on to the use of the con­tro­ver­si­al weapon. 

Germany’s posi­ti­on against the use of clus­ter muni­ti­ons is as jus­ti­fied as ever. But we can­not, in the cur­rent situa­ti­on, block the United Sta­tes,” said Pre­si­dent Frank-Walter Stein­mei­er in an inter­view with Ger­man broad­cas­ter ZDF

If Ukrai­ne no lon­ger has the means to defend its­elf or if tho­se sup­por­ting the war-stricken coun­try back down, “it would be the end of Ukrai­ne”, said the pre­si­dent, who­se powers are lar­ge­ly ceremonial. 

The United Sta­tes announ­ced Fri­day new mili­ta­ry aid to sup­port the Ukrai­ni­an army to coun­ter the Rus­si­an inva­si­on, which inclu­de clus­ter muni­ti­ons, cros­sing a new thres­hold in the type of wea­pon­ry sup­plied to Kyiv. 

Stimmt, wie könn­te sich die Ukrai­ne auch ohne Clus­ter­gra­na­ten vorwärtsverteidigen?

Let me get this straight.

Es ist wich­tig, dass der Wes­ten geschlos­sen agiert.
Es ist wich­tig, dass wir in die­sem Punkt nicht geschlos­sen agie­ren und auch unse­re Wer­te­po­si­tio­nen ver­tre­ten die sich von denen der US maß­geb­lich (also nach inter­na­tio­na­lem Ver­trags­recht) unterscheiden.
Es ist wich­tig, dass wir die Stim­men nicht abdre­hen, die sich gegen den Ein­satz von geäch­te­ten Mit­teln der Kriegs­füh­rung wenden.
Und es is vor allem wich­tig, dass wir aber die US nicht davon abhal­ten die nach Euro­pa zu liefern.

Wegen. Ehm. *papier­ra­schel* der ehm Ver­tei­di­gungs­fä­hig­keit der Ukraine.

Mit­ten in eine ukrai­ni­sche Offen­si­ve hin­ein, für die die Muni­ti­on noch recht­zei­tig ankom­men soll.

Ich glaub jetzt hab ichs aber!

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut abgrund­tief, gro­tesk Allerletzte.

edit: Es gibt aber natür­lich auch wie­der gute Nach­rich­ten, dies­mal von Oxford Eco­no­mics (einer eco­no­mic fore­cas­ting Klitsche):

Die Reduk­ti­on in der Elek­tri­zi­täts­pro­duk­ti­on ist übri­gens demand dri­ven. Dh. das sind Indus­trie­be­rei­che die still ste­hen. Und natür­lich die gan­zen tol­len Effi­zi­enz­ge­win­ne die Reu­ters hier lis­tet: click

Lang, lang ists her…

10. Juli 2023

Einen Monat quasi -

Bri­ti­sche Militärgeheimdienst-Extperten gehen davon aus, dass die rus­si­schen Trup­pen nun in Bach­mut gebun­den und daher weni­ger fle­xi­bel auf neue Lagen reagie­ren können.

Gian­lu­ca Wal­lisch 3.6.2023, 10:59

Lon­don: Rus­si­sche Streit­kräf­te wegen Lage in Bach­mut nun weni­ger flexibel

Die rus­si­schen Streit­kräf­te in der Ukrai­ne haben nach Ansicht bri­ti­scher Mili­tär­ex­per­ten durch den Abzug der Söld­ner­trup­pe Wag­ner aus Bach­mut an Fle­xi­bi­li­tät ein­ge­büßt. So sei­en Ein­hei­ten der einst als Eli­te­trup­pen bekann­ten Luft­lan­de­trup­pen VDV inzwi­schen an der Front in Bach­mut im Ein­satz, hieß es im Geheim­dienst­be­richt des bri­ti­schen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums zum Krieg in der Ukrai­ne am Samstag.
“Die VDV haben seit der Inva­si­on viel von ihrem ‚Elite‘-Status ver­lo­ren”, so die Bri­ten. Rus­si­sche Kom­man­dan­ten hät­ten zwar wohl ver­sucht, einen Teil die­ser Trup­pen als Reser­ve auf­zu­spa­ren. Durch deren Ein­satz an der Front in Bach­mut sei­en aber nun die gesam­ten rus­si­schen Streit­kräf­te weni­ger in der Lage, fle­xi­bel auf Her­aus­for­de­run­gen zu reagieren.
Das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um in Lon­don ver­öf­fent­licht seit Beginn des rus­si­schen Angriffs­kriegs gegen die Ukrai­ne unter Beru­fung auf Geheim­dienst­in­for­ma­tio­nen täg­lich Infor­ma­tio­nen zum Kriegs­ver­lauf. Mos­kau wirft Lon­don eine Des­in­for­ma­ti­ons­kam­pa­gne vor.

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da war Bach­mut noch eine Finte.

Heu­te:

Die gröss­ten mili­tä­ri­schen Erfol­ge erzie­len die Ukrai­ner der­zeit an einem uner­war­te­ten Ort – in der Regi­on Bachmut

Noch im Mai fei­er­te Russ­lands Mili­tär nach zehn­mo­na­ti­ger Schlacht die Ein­nah­me der Stadt, doch seit­her hat es viel Ter­rain im Umland ver­lo­ren. Neh­men die Ukrai­ner nun Revan­che und umzin­geln Bach­mut? Schon aus Pres­ti­ge­grün­den kann Mos­kau dies nicht zulassen.

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Der größ­te Erfolg der Ukrai­ne seit eh… einem Monat quasi!

Jetzt aber erst mal ordent­lich auf die geäch­te­te Streu­mu­ni­ti­on war­ten, und der­weil den Opfern in Wol­hy­ni­en vor 80 Jah­ren gedenken:

Gedenken

Der pol­ni­sche Prä­si­dent Andrzej Duda (links) besucht gemein­sam mit sei­nem ukrai­ni­schen Amts­kol­le­gen Wolo­di­mir Selen­ski einen Gedenk­got­tes­dienst in der Peter-Paul-Kathedrale von Luzk.

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Dann sieht die Welt gleich ganz anders aus.

Pro­pa­gan­da hat aber noch immer nie­mand ent­deckt. Am aller­we­nigs­ten der Stan­dard. Dan­ke Gian­lu­ca Wal­lisch! Der nächs­te Lie­ge­stuhl beim Euro­pean Forum Alp­bach ist schon wie­der reser­viert und Oxford hat auch schon geru­fen… Es gibt in Öster­reich ja nicht so vie­le Jour­na­lis­ten mit einem guten Kon­tak­tenetz­werk zur Ers­te Stif­tung und in die UK.

Jetzt dür­fen wir hier aber nicht enden, es ist eben auch essen­zi­ell zu wis­sen, wor­an es gele­gen hat. Damit das zukünf­tig nicht mehr pas­sie­ren kann. Damit wir vor­bau­en können.

Und als guter deut­scher und öster­rei­chi­scher Medi­en­kon­su­ment haben wirs ja alle gelernt es hat dar­an gele­gen, dass Deutsch­land nicht schnell genug schwe­re Waf­fen gelie­fert hat. Pan­zer näm­lich. Mit­ten in die ukrai­ni­sche Schlamm­sai­son (Bez­do­rizhzhia) hinein.

Wie kann man die Öffent­lich­keit noch verarschen?

Des­halb spielt die Ukrai­ne BIS DATO, also nach­dem alles gelie­fert wur­de - ja auch - Zitat:

Die ukrai­ni­sche Armee spielt mit den Rus­sen an Front Katz und Maus

Die Gegen­of­fen­si­ve hat noch gar nicht rich­tig begon­nen. Die Ukrai­ner loten die Schwach­punk­te der rus­si­schen Armee aus und bin­den deren Kräf­te mit Nadel­sti­chen. Besuch an der ost­ukrai­ni­schen Front.

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- ja ehm, Katz und Maus spie­len die aktu­ell. Scheint ein sehr popu­lä­res Spiel zu sein. Auf was war­ten sie denn noch? Also auf F-16 erst­mal nicht, denn die wur­den für die­se Gegen­of­fen­si­ve von den US bereits abge­sagt. Auf die Streu­mu­ni­ti­on? Auf Spreng­schläu­che? Oder doch bis das Fluss­bett bei Kachow­ka end­lich trock­net? Gott behü­te, man darfs ja eigent­lich nicht mal andenken, bei all den Umwelt­schä­den die das ver­ur­sacht hat. Aber die Ukrai­ner tes­ten ja aktu­ell noch flei­ßig wo denn die Ver­tei­di­gung der Rus­sen am durch­läs­sigs­ten ist. 

Trotz­dem wis­sen wir natür­lich wei­ter­hin - also wenn Deutsch­land nur schnel­ler gelie­fert hät­te, dann hät­ten die Ukrai­ner aber wirk­lich alle ihre Pan­zer in den Schlamm gefah­ren und die Rus­sen hät­ten dann weni­ger Zeit gehabt sich einzugraben.

Was wäre das schön gewesen.

Das hät­ten wir dann aber auch erst mal tes­ten müssen.

Aber wäh­rend wir hier auf die Ergeb­nis­se war­ten - könn­ten wir viel­leicht noch mal den Opfern in Wol­hy­ni­en vor 80 Jah­ren gedenken?

Klar, machen wir doch - ist ja kein Ding:

Gedenken

Der pol­ni­sche Prä­si­dent Andrzej Duda (links) besucht gemein­sam mit sei­nem ukrai­ni­schen Amts­kol­le­gen Wolo­di­mir Selen­ski einen Gedenk­got­tes­dienst in der Peter-Paul-Kathedrale von Luzk.

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Dar­auf dann aber mal erst noch eine wei­te­re Run­de Katz und Maus, um der rus­si­schen Armee noch etwas Zeit zu geben.

Pro­pa­gan­da hat hier aber immer noch nie­mand entdeckt.

Bildschirmfoto 2023 07 10 um 07 51 25Jetzt gibt es aber natür­lich auch wie­der gute Nach­rich­ten, der Stan­dard wid­met sich einst­wei­len erst mal wie­der den rich­tig schwe­ren The­men im Qualitätsjournalismus.

Der Pres­se­club Con­cordia hats ja gesagt, die Per­for­mance des Jour­na­lis­mus wird eva­lu­iert, aber erst spä­ter, wenn dann alles vor­bei ist.

Wobei wir aber seit letz­ter Woche wis­sen, dass - Zitat Freun­de der Ers­te Stif­tung in der Diplo­ma­ti­schen Aka­de­mie Wien:

Becau­se this all ends, as soon as we in the west invest, and Putin starts to rea­li­ze, that we will inte­gra­te the Ukrai­ne into the EU no mat­ter what it takes, and that Rus­sia has alrea­dy lost!”

Quel­le:

Get­ting fed ukrai­ni­an Propaganda

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk abar­tigst Allerletzte.

Die nächs­te Offen­si­ve kann kommen.

Und ich emp­feh­le der Pro­pa­gan­da für die­se Epi­so­de ein 80s style Bre­ak­fast Club ending. Mit “was wur­de eigent­lich aus…” Vignet­ten im Abspann.