Wirkungszusammenhang

07. November 2023

oder wozu unge­fil­ter­te Pro­pa­gan­da über den Ver­lauf von 30 Tagen in der Lage ist:

Bildschirmfoto 2023 11 07 um 09 04 58
src: click

Wir sehen hier einen ganz kla­ren Wir­kungs­zu­sam­men­hang von - in infor­mier­ten Krei­sen (Uni­ver­si­tät) steigt zuerst der Anti­se­mi­tis­mus (auch nach neu­er israe­li­scher Defi­ni­ti­on, wobei eher nach rech­ter, zio­nis­ti­scher), und dann muss Netan­ja­hu lei­der (qua­si als Reak­ti­on dar­auf) die Hälf­te des Gaza-Streifens dau­er­haft übernehmen.

Was soll man machen als Journalist.

Kau­sal­zu­sam­men­hän­ge ver­schlei­ern natürlich.

Oder noch bes­ser Mas­sa­ker Vide­os in Propaganda-Sessions ges­tern in Wien stu­die­ren. Nur ohne dazu die Ent­spre­chun­gen gese­hen zu haben die den Ter­ro­ris­ten zuvor die Fami­li­en­mit­glie­der gekos­tet haben. In den 30 Jah­ren in denen die Paläs­ti­nen­ser die im Gaza Strei­fen auf­ge­wach­sen sind, nichts ande­res mehr ken­nen­ge­lernt haben als Besat­zung, bewaff­ne­ten Kon­flikt und peri­odi­sches Rasen­mä­hen. In den drei­ßig Jah­ren in denen Netan­ja­hu Regie­run­gen die ent­spre­chen­de poli­ti­sche Aus­rich­tung (keep them prop­per, down and con­cen­tra­ted, by mowing the lawn) Isra­els bestimmt haben. Denn den Teil der durch NGOs doku­men­tier­ten Vor­ge­schich­ten haben wir lei­der von der israe­li­schen Regie­rung in der Ses­si­on ges­tern nicht prä­sen­tiert bekommen.

Da konn­ten wir als Jour­na­lis­ten natür­lich lei­der wie­der nichts machen. Außer zu berich­ten - die israe­li­sche Regie­rung habe sich ganz schwer getan mit der Ent­schei­dung zur Ver­öf­fent­li­chung der Gräul­vi­de­os. So schwer, dass man sich für ein sta­ged Release ent­schie­den hat, in dem man zuerst die “wich­tigs­te Pas­sa­ge” in dem Video­ma­te­ri­al von Antho­ny Blin­ken auf einer Pres­se­kon­fe­renz vor­tra­gen las­sen hat. Damit die Jour­na­lis­ten dann ganz geil drauf wer­den, das zu sehen, was bis­her nur die US Admi­nis­tra­ti­on gese­hen hat.

Man kennt das ja, Pro­pa­gan­da hat wie­der nie­mand ent­deckt. Und der Jour­na­lis­mus macht Journalismus.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletze.

Ich frag mich gera­de ob sich die Ukrai­ne genau­so schwer getan hat als sie die Gräul-Bilder aus Butscha für ihr vor dem UN Sicher­heits­rat vor­ge­leg­tes Kol­la­ge Musik­vi­deo mit dem Refrain “If you dont clo­se the sky, mom will cry, if you dont clo­se the sky, he’ll lose home…” zusam­men geschnit­ten hat. In der Woche nach Butscha.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletze.

Herrlein Selenskyjs feines Gespür für Dissonanzen

07. November 2023

Der Popu­list Selen­ski hat ein fei­nes Gespür für sol­che Dis­so­nan­zen, zumal die Grä­ben mit zuneh­men­der Kriegs­dau­er wach­sen. Er griff im August des­halb durch und ent­liess nach Berich­ten über Kor­rup­ti­ons­fäl­le alle Lei­ter der regio­na­len Aus­he­bungs­äm­ter, unab­hän­gig davon, ob sie sich per­sön­lich etwas hat­ten zuschul­den kom­men lassen.

Der Jour­na­list Simon Schus­ter schrieb in einem «Time»-Artikel vor weni­gen Tagen, die pau­scha­le Mass­nah­me habe zu einem fak­ti­schen Stopp der Rekru­tie­rung geführt. Die Ämter sei­en dis­kre­di­tiert und füh­rungs­los, Nach­fol­ger für die Ent­las­se­nen lies­sen sich nur schwer füh­ren. «Wer will die­sen Pos­ten?», zitiert er einen Offi­zier. «Das ist, als ob man sich ein Schild auf den Rücken legt, auf dem steht: korrupt.»

src: click (NZZ)

Wenn die NZZ mal lyrisch wird, soll­te sies auch gleich wie­der blei­ben lassen.

Hier die Stel­le im Ori­gi­nal­ar­ti­kel der TIME:

Amid all the pres­su­re to root out cor­rup­ti­on, I assu­med, perhaps nai­vely, that offi­cials in Ukrai­ne would think twice befo­re taking a bri­be or pocke­ting sta­te funds. But when I made this point to a top pre­si­den­ti­al advi­ser in ear­ly Octo­ber, he asked me to turn off my audio recor­der so he could speak more free­ly. “Simon, you’re mista­ken,” he says. “Peop­le are ste­aling like there’s no tomorrow.” 

Even the firing of the Defen­se Minis­ter did not make offi­cials “feel any fear,” he adds, becau­se the pur­ge took too long to mate­ria­li­ze. The Pre­si­dent was war­ned in Febru­a­ry that cor­rup­ti­on had grown rife insi­de the minis­try, but he dithe­red for more than six mon­ths, giving his allies mul­ti­ple chan­ces to deal with the pro­blems quiet­ly or exp­lain them away. By the time he acted ahead of his U.S. visit, “it was too late,” says ano­t­her seni­or pre­si­den­ti­al advi­ser. Ukraine’s Wes­tern allies were alrea­dy awa­re of the scan­dal by then. Sol­di­ers at the front had begun making off-color jokes about “Reznikov’s eggs,” a new meta­phor for cor­rup­ti­on. “The repu­ta­tio­nal dama­ge was done,” says the adviser. 

src: click

Schon Schei­ße, wenn die Auf­ga­be des deutsch­spra­chi­gen Jour­na­lis­mus nur dar­in besteht geschön­te Pro­pa­gan­da zu ver­brei­ten, nicht?

Das hat jetzt aber sicher nichts hier­mit zu tun.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

The fuck?!

06. November 2023

Der “die armen Kühe, Enten und Schwä­ne” bei der Kachow­ka­er Stau­damm­spren­gung Spezial-Experte der USA ist zurück in deutsch­spra­chi­gen Medien! 

vgl:

This is get­ting weir­der by the hour

Und er hat uns mehr Pro­pa­gan­da mitgebracht!

Gene­ral David Petrae­us: Es braucht eine Visi­on, wie die Zukunft für die Paläs­ti­nen­ser im Gaza­strei­fen aus­se­hen kann, wenn die Hamas besei­tigt ist. Die gilt es zu ent­wer­fen. Wir haben das im Irak getan. Wir haben an die sun­ni­ti­sche ara­bi­sche Bevöl­ke­rung appel­liert, sich uns bei der Ableh­nung und Besei­ti­gung von al-Kaida anzu­schlies­sen. Wir haben ihnen gezeigt, dass ihr Leben ohne al-Kaida viel bes­ser wäre. Wir müs­sen ähn­li­che Anstren­gun­gen für die Paläs­ti­nen­ser im Gaza­strei­fen unter­neh­men. Und ich wür­de behaup­ten, auch für die Paläs­ti­nen­ser im Westjordanland.

src: click

Die US. Im Irak. Haben tat­säch­lich nur mit Sun­ni­ten gespro­chen. Und dann die Baath Par­tei auf­ge­löst und die meis­ten von ihnen dann noch durch u.a. durch Fabrik­schlie­ßun­gen arbeits­los gemacht. Zwei Drit­tel der ira­ki­schen Armee bestand aus Schii­ten, die wur­den ins neue “Staats­grün­dungs­kon­zept” eben­falls nicht wirk­lich ein­ge­bun­den. Dafür hat­te man ja einen Exil Shiiten-Führer… 

Und SCHWUPPS hat­te man eine Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on mehr in der Region.

Die “Neu­grün­dung” des Irak nach ame­ri­ka­ni­schem Vor­bild, ist ein so sen­sa­tio­nel­ler Ablauf an Unfä­hig­keit, Ego, Hybris, und dem Durch­peit­schen von Feh­lern, dass alle “zustän­di­gen Ver­wal­tungs­be­am­ten” der US Regie­rung seit­her kom­plett aus allen öffent­li­chen Posi­tio­nen ver­schwun­den sind.

Glau­ben sie nicht mir, glau­ben sie der Arte Repor­ta­ge die den Leu­ten nach­ge­gan­gen ist dies damals mit­er­le­ben durften.

Auf­ar­bei­tung

Naja, aber für ein Petrae­us Mär­chen zur Neu­grün­dung Paläs­ti­nas reichts. Das unend­li­che Arsch­loch kann sogar den “Appel­len an die sun­ni­ti­sche Bevöl­ke­rung” etwas abgewinnen.

Klei­ner Hin­weis, Sad­dam war Sun­nit. In einem recht säku­la­ren Regime sei­ner Zeit in der Region.

Was für eine unend­li­che ver­fick­te, ver­lo­ge­ne Schei­ße. In einem Jour­na­lis­mus, der die Bezeich­nung nicht mehr verdient.

Naja, gut dass man bei der NZZ an der Stel­le nicht mehr wei­ter nachfragt.

Ach­ja und was wur­de noch­mal aus dem Irak heu­te?! Oh, der steht jetzt ja pri­mär unter ira­ni­schem Ein­fluss. Na sehr gut.

Zum Glück hat im deutsch­spra­chi­gen Raum wer dar­an gedacht Petrae­us zu interviewen.

Jetzt gibt es aber natür­lich auch wie­der gute Nachrichten:

Gene­ral David Petrae­us: Zuerst führt man vor­be­rei­ten­de Angrif­fe auf Hamas-Stellungen durch, wie Isra­el es auch tut. Danach muss man jedes Gebäu­de, jedes Stock­werk und jeden Tun­nel räu­men. Man muss dann Ein­hei­ten zurück­las­sen, um sicher­zu­stel­len, dass der Feind nicht wie­der in die gera­de geräum­ten Berei­che ein­drin­gen kann. Dann geht es wei­ter zum nächs­ten Gebäude.

Good luck.

Bet­ween 350,000 to 400,000 peop­le still in nort­hern Gaza, says US spe­cial envoy

Are you a ter­ro­rist? No. Are you a ter­ro­rist? No. Are you a ter­ro­rist? No. Ok, next house.

Huh. Versuchen sie das mal in deutschsprachigen Medien zu finden.

06. November 2023

The UN says 88 of its staff have been kil­led the hig­hest num­ber of un deaths ever in a sin­gle conflict.

Isra­el con­ti­nues to strike schools and health faci­li­ties in Gaza inclu­ding the are­as around Al-Quds and Al-Shifa hos­pi­tals. Fresh strikes also took aim at the den­se­ly popu­la­ted Jaba­lia refu­gee camp Satur­day, fol­lowing last week’s massacre

Mean­while reports emer­ged Fri­day that Isra­el was not allowing citi­zens of Bra­zil and and Ire­land to lea­ve the war torn encla­ve as reta­lia­ti­on for their government’s cri­ti­cism of Isra­el and calls for a ceasefire.

Schon irgend­wie schei­ße wenn der Job des heu­ti­gen Jour­na­lis­mus ist, das aus der Öffent­lich­keit raus­zu­hal­ten, oder?

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

edit: Dienstag/Mittwoch ist G7 Treffen.

Thats Friday. On Monday, …

06. November 2023

Natür­lich muss man dazu wie­der Josch­ka Fischer über Pro­ject Syn­di­ca­te im Stan­dard unge­fil­tert abschrei­ben, ohne es zu kom­men­tie­ren, damit er der Bevöl­ke­rung erklä­ren kann, also Israel­kon­flikt… Was da ohne den Biden los wäre!

Die­se Gesell­schaft ist das gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Der Gag dabei ist, dass du “huma­ni­ta­ri­an Lawy­ers” zwar in inter­na­tio­na­len Orga­ni­sa­tio­nen in lei­ten­den Rol­len zulässt, aber denen dann immer noch eine ideo­lo­gie­si­che­re Polit Nulpe als Chef vor die Nase setzt die Din­ge im Sin­ne der poli­ti­schen Füh­rung reguliert. 

Natür­lich hat das den TROTTELN in der aktu­el­len US Admi­nis­tra­ti­on nie­mand gesagt, und die ent­fer­nen jetzt bereits Main­stream Human rights Experts wegen einer Main­stream Posi­ti­on zu Isra­el, aus ihren Jobs in Südamerika.

Nur im Jour­na­lis­mus gibts das ja angeb­lich nicht. Da ent­steht Blatt­li­nie aus dem nichts. Oder eben aus den Exper­ten­kon­tak­ten in Alpbach.

Weil Jour­na­lis­mus ein­fach immer drei­mal düm­mer sein muss, all alles was auf der Funk­ti­ons­ebe­ne passiert.

Sonst wär ihm womög­lich bereits auf­ge­fal­len, dass die US hier kei­ne neu­tra­le Ver­mitt­ler­rol­le einnehmen.

edit: Anstat­des­sen hat man sich als Stan­dard­jour­na­list mit ande­ren schwie­ri­gen Pro­ble­men der Zeit rumzuschlagen…

Macron küm­mert es offen­bar wenig, was auf EU-Ebene läuft oder nicht. Er berief über­ra­schend für Don­ners­tag eine “huma­ni­tä­re Kon­fe­renz” zu Gaza in Paris ein, mit Teil­neh­mern der EU-27 und den G20-Staaten. Wer kommt, das ist vor­erst unklar. (Tho­mas May­er aus Brüs­sel, 6.11.2023)

src: click

Die­se Gesell­schaft ist und bleibt, das abso­lut gro­tesk, abar­tigst Allerletzte.