So dezidiert nicht -

28. Februar 2023

Muss die Quel­len noch alle durch­ge­hen -- leg aber trotz­dem schon mal los -

Viel­leicht begin­ne ich mal mit den Din­gen die mei­ner beschei­de­nen und kom­plett unwe­sent­li­chen Auf­fas­sung nach unzwei­fel­haft und unbe­strit­ten klar sind.

Russ­land hat die Ukrai­ne mili­tä­risch ange­grif­fen. Völ­ker­rechts­wid­rig. Russ­land woll­te zum Zeit­punkt des Angrif­fes mehr als nur die Gebie­te im Osten der Ukrai­ne, die aber in jedem Fall. Der Angriff auf Kiew war nicht als Angriff zur “erfolg­rei­chen Ver­nich­tung der ukrai­ni­schen Flug­ab­wehr” kon­zi­piert son­dern zur Ein­nah­me von Kiew, und wenn das nicht mög­lich sein soll­te zumin­dest um ent­spre­chen­de Bil­der zu pro­du­zie­ren. src: click Bei 700 fest­ge­nom­me­nen Kol­la­bo­ra­teu­ren sei­tens der Ukrai­ne stand da wohl ein Umsturz­ge­dan­ke dahinter.

Bei der Her­lei­tung der “impe­ria­lis­ti­schen Ambi­tio­nen” Putins gibt es im Video aber streng betrach­tet immer noch gro­be theo­re­ti­sche Mängel.

Die im Video zur Legi­ti­ma­ti­on gegen die ver­meint­li­che Auf­fas­sung Putins von der Nato bedroht wor­den zu sein her­an­ge­zo­ge­ne Quel­le - die “All­rus­si­sche Offi­ziers­ver­samm­lung” ist vor dem Angriff als inter­ne Oppo­si­ti­on inner­halb Russ­lands auf­ge­fal­len. Wenn der Vor­sit­zen­de der Offi­ziers­ver­samm­lung am 31. Jän­ner 2022 für den Rück­tritt Vla­di­mir Putins plä­diert hat, dann wei­se ich dar­auf als ordent­li­cher His­to­ri­ker hin - bevor ich sie zur Legi­ti­ma­ti­on der “tat­säch­li­chen Hin­ter­grün­de” (weil rus­sisch und Offiziers- im Titel) her­an­zie­he. Und ich ver­ges­se es auch nicht zu erwäh­nen, dass es sich um einen Vete­ra­nen­ver­band handelt.

Die im Video refe­ren­zier­te Quel­le (“die ver­kün­det hat dass die Gefahr aus dem Aus­land her­bei­fan­ta­siert wor­den ist, um die krie­ge­ri­sche Pro­vo­ka­ti­on eines Angriffs auf das Nach­bar­land zu kaschie­ren”) sei:
Eine “Aus­sa­ge der „All­rus­si­schen Offi­ziers­ver­samm­lung“ am 24. Febru­ar 2022 über Hin­ter­grün­de des Krie­ges” die ich im Ori­gi­nal noch nicht gefun­den habe. Ich suche noch.

edit: Nach­trag: Ich glau­be kaum dass ich sie fin­den wer­de, hier die Goog­le suche nach ““All­rus­si­schen Offi­ziers­ver­samm­lung” after:2022-02-23″ - 14 Resul­ta­te, die ein­zi­gen Mel­dun­gen refe­ren­zie­ren die Aus­sa­ge vom 31. Jän­ner. Ich neh­me an der His­to­ri­ker der Eber­hard Karls Uni­ver­si­tät hat unge­nau recher­chiert. (Ich neh­me auch nicht an, dass der Vete­ra­nen­ver­band nach der Aus­sa­ge am 31. Jän­ner, noch exis­tiert hat um den Kriegs­ein­tritt am 24.02. öffent­lich zu kom­men­tie­ren, aber das ist der Zyni­ker in mir - bele­gen kann ichs nicht.)

edit: Kann es mitt­ler­wei­le bele­gen. Die Mos­kow Times ver­weist hier auf die Ori­gi­nal­quel­le. Bei der Ori­gi­nal­qi­el­le (All­rus­si­schen Offi­ziers­ver­samm­lung) gibt es am 24 Febru­ar kei­ne Ver­öf­fent­li­chung. Am 25. Febru­ar war bereits rus­si­sche Staats­pro­pa­gan­da auf der Sei­te zu lesen (“On Sna­ke Island (Odes­sa regi­on), 13 bor­der guards of Ukrai­ne were kil­led during its libe­ra­ti­on by the RF Armed For­ces.”)..

Hier der Ori­gi­nal­ar­ti­kel auf den im Video ver­mut­lich (sehr sicher) refe­ren­ziert wird.

Viel­leicht reicht ja auch die Ver­öf­fent­li­chung der sel­ben Offi­ziers­ver­samm­lung vom 31. Jän­ner (Die nach­fol­gen­de Quel­le (Das Insti­tut für Strategie- Politik- Sicherheits- und Wirt­schafts­be­ra­tung (ISPSW) mit Geschäfts­sitz in Ber­lin) gibt fälsch­li­cher­wei­se den 6. Febru­ar als Ver­öf­fent­li­chungs­da­tum an - auch toll… (Kein Scherz.):

Nun wird Iwa­schow kon­kre­ter: „Der Ein­satz mili­tä­ri­scher Gewalt gegen die Ukrai­ne wird ers­tens die Exis­tenz Russ­lands selbst als Staat in Fra­ge stel­len; zwei­tens wird es Rus­sen und Ukrai­ner für immer zu Tod­fein­den machen. Drit­tens wird es Tau­sen­de (Zehn­tau­sen­de) tote jun­ge gesun­de Jun­gen auf der einen und der ande­ren Sei­te geben… In die­sem Fall wer­den die rus­si­schen Trup­pen auf dem Schlacht­feld nicht nur ukrai­ni­schem Mili­tär­po­ten­ti­al gegen­über­ste­hen, unter denen vie­le Rus­sen sein wer­den, son­dern auch Mili­tär­po­ten­ti­al und Aus­rüs­tung aus vie­len NATO-Ländern, und die Mit­glieds­staa­ten des Bünd­nis­ses wer­den ver­pflich­tet sein, Russ­land den Krieg zu erklä­ren.“ Russ­land wer­de dann zu einem „Paria der Welt­ge­mein­schaft“ werden.

Die innen­po­li­ti­schen Fol­gen: „Unse­rer Mei­nung nach erkennt die Füh­rung des Lan­des, dass sie nicht in der Lage ist, das Land aus der Sys­tem­kri­se her­aus­zu­füh­ren, und dies kann zu einem Auf­stand des Vol­kes und zu einem Macht­wech­sel im Lan­de füh­ren.“ Iwa­schow for­dert vom Prä­si­den­ten, die „kri­mi­nel­le Poli­tik auf­zu­ge­ben, einen Krieg zu pro­vo­zie­ren, in dem sich die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on allein gegen die ver­ein­ten Kräf­te des Wes­tens wie­der­fin­den wird… und zurück­zu­tre­ten“. Er ruft die Bür­ger Russ­lands auf, sich „aktiv gegen die Pro­pa­gan­da und die Ent­fes­se­lung eines Krie­ges zu stel­len und einen inne­ren zivi­len Kon­flikt mit mili­tä­ri­scher Gewalt zu
verhindern.

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Zur Legi­ti­ma­ti­on des Stand­punkts “impe­ria­le Ambi­tio­nen Putins” wird im Video fol­gen­de Pas­sa­ge im übli­cher­wei­se als wahn­sin­ni­gen Putin Trak­tat umschrie­be­nen, paper des Sel­bi­gen herangezogen:

Step by step, Ukrai­ne was drag­ged into a dan­ge­rous geo­po­li­ti­cal game aimed at tur­ning Ukrai­ne into a bar­ri­er bet­ween Euro­pe and Rus­sia, a spring­board against Rus­sia. Ine­vi­ta­b­ly, the­re came a time when the con­cept of ”Ukrai­ne is not Rus­sia“ was no lon­ger an opti­on. The­re was a need for the ”anti-Russia“ con­cept which we will never accept.

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Die­se impli­ziert für sich und im Kon­text des papers gese­hen jedoch kei­ne impe­ria­lis­ti­schen Ambitionen.

Dar­auf­fol­gend wird im Video mit “eini­ge His­to­ri­ker sahen das bereits damals als einen Wech­sel zu einer offen­si­ve­ren, krie­ge­ri­schen Aus­sen­po­li­tik” erwei­tert. Das ist fair.

Auch ich kann das in den Punkt und den Text hin­ein­le­sen. Sehr ein­fach sogar - aber aus dem Text her­aus für sich impe­ria­le Ambi­tio­nen zu begrün­den ist nicht ohne zumin­dest klei­ne­re Inter­pre­ta­ti­ons­sprün­ge mög­lich. Es ist mehr die his­to­ri­sche Begrün­dung eines sol­chen Anspru­ches, und die Andro­hung ihn wie­der zu erhe­ben, als die Erhe­bung des Sel­bi­gen. Spitz­fin­dig­keit - aber dennoch.

Dann folgt im Video ein logi­sches Pur­zel­baum­schla­gen bezüg­lich dem Punkt, die Nato habe sich ver­pflich­tet jen­seits der Elbe kei­ne wei­te­ren Stütz­punk­te zu eröff­nen (Nato Grund­ak­te, Zwei-plus-Vier-Verhandlungen).

Selbst jetzt [2022] blieb die Alli­anz bemüht, rus­si­schen Befind­lich­kei­ten dabei Rech­nung zu tra­gen. Gemäß der Zusa­ge in der NATO-Russland-Grundakte, kei­ne sub­stan­zi­el­len Kampf­trup­pen dau­er­haft in den neu­en Mit­glieds­staa­ten zu sta­tio­nie­ren, blieb die Gesamt­zahl der 2016 beschlos­se­nen Enhan­ced For­ward Pre­sence auf unter 5000 Sol­da­ten beschränkt, die zudem halb­jähr­lich rotier­ten. Das zugleich ent­schlos­sen wie beschwich­ti­gend gemein­te Signal ver­fehl­te im Kreml jede Wir­kung. (bundeswehr.de 14. 04. 2022)

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Das mag dar­in begrün­det sein, dass man dau­er­haft UND Kampf­trup­pen - spä­ter *räus­per* fle­xi­bel aus­ge­legt hat.

Die Staats­se­kre­tä­rin für Inter­na­tio­na­le Sicher­heits­fra­gen im US-Verteidigungsministerium, Celes­te Wal­lan­der, sag­te in Madrid, aus Sicht der USA ste­he die per­ma­nen­te Sta­tio­nie­rung von US-Truppen in Polen im Ein­klang mit der Nato-Russland-Grundakte von 1997. Sie ver­wies dar­auf, dass es sich nicht um Kampf­trup­pen han­de­le. In der Grund­ak­te hat­te sich die Nato auch ver­pflich­tet, auf die dau­er­haf­te Sta­tio­nie­rung “sub­stan­zi­el­ler Kampf­trup­pen” im öst­li­chen Bünd­nis­ge­biet zu ver­zich­ten. Die per­ma­nen­te Sta­tio­nie­rung von US-Truppen könn­te die Span­nun­gen mit Russ­land wei­ter ver­stär­ken. (Süd­deut­sche 29. 06. 2022, dh. nach Kriegsbeginn)

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Außer­dem gäbe es das Veto Deutsch­lands und Frank­reichs zur Auf­nah­me Geor­gi­ens und der Ukrai­ne 2008. Also gäbe es ja kei­nen Grund für Russ­land sich vor einer Aus­wei­tung der Nato jemals gefürch­tet zu haben.

Chom­sky: Die Ukrai­ne wur­de gleich einem “defak­to” Mit­glied der Nato auf­ge­rüs­tet, und Mear­s­hei­mer, nahm im Jahr vor der rus­si­schen Inva­si­on an gemein­sa­men Nato­übun­gen teil (oder Spie­gel wer Mear­s­hei­mer nicht mag). Im Rah­men der US/ukrainischen demo­kra­tie­po­li­ti­schen Entwicklungs-Zusammenarbeit wur­de danach gestrebt mili­tä­ri­sche Ent­schei­dungs­kom­pe­tenz auf ande­re Ent­schei­dungs­struk­tu­ren zu verteilen

Atlan­tic Coun­cil 2006:
Domestic reforms are of key impor­t­ance to the EU-Ukraine and NATO-Ukraine action plans. Suc­cess­ful poli­cy­ma­king requi­res inte­gra­ti­on of for­eign and domestic poli­cy, as well as eco­no­mic and social poli­cy with secu­ri­ty and defen­se issu­es. Imple­men­ting the EU-Ukraine and NATO-Ukraine plans, and poten­ti­al­ly NATO mem­ber agree­ments and/or the EU acquis com­mu­ni­taire in the future, will be a com­plex pro­cess. It will requi­re con­sen­sus bet­ween the pre­si­dent and prime minis­ter, as well as sup­port from a working majo­ri­ty in the Rada. Moreo­ver, the­re must be skil­led coor­di­na­ti­on across the Ukrai­ni­an government. This requi­res a strong, accep­ted, and empowe­red inter­agen­cy coor­di­na­ting mechanism.

[…]

Weak­nes­ses of the Cur­rent System

[…]

Pri­or to the 2006 con­sti­tu­tio­nal reforms, the Ukrai­ni­an pre­si­dent nomi­na­ted the prime minis­ter, who then had to be appro­ved by the Rada, and the pre­si­dent appoin­ted all minis­ters. When the con­sti­tu­tio­nal chan­ges take full effect with the March Rada elec­tions, the Rada will choo­se the prime minis­ter. In addi­ti­on to acqui­ring inde­pen­dence from the pre­si­dent, the prime minis­ter will have grea­ter aut­ho­ri­ty; he or she will appoint all minis­ters and seni­or agen­cy heads except for the for­eign and defen­se minis­ters, heads of the secu­ri­ty ser­vice and Natio­nal Bank of Ukrai­ne, pro­se­cu­tor gene­ral, and NSDC secreta­ry. Thus, most minis­ters will be named by, and pres­um­a­b­ly be more behol­den to, the prime minister.

This form of co-habitation bet­ween the pre­si­dent and prime minis­ter will add a new lay­er of com­ple­xi­ty to inter­agen­cy coor­di­na­ti­on in Ukrai­ne. For examp­le, the con­sti­tu­ti­on requi­res that many pre­si­den­ti­al decrees be coun­ter­si­gned by the prime minis­ter and rele­vant minis­ter. This pre­sen­ted litt­le pro­blem when the prime minis­ter and minis­ters ser­ved at the plea­su­re of the pre­si­dent. And it pres­um­a­b­ly will pre­sent litt­le pro­blem if the new prime minis­ter comes from Yushchenko’s poli­ti­cal par­ty, Our Ukrai­ne. That by no means is a given. Once the chan­ges are in place, and if the Rada choo­ses someo­ne other than a mem­ber of Our Ukrai­ne to be prime minis­ter, Yush­chen­ko will need to find ways to secu­re the prime minister’s sup­port for his poli­cy cour­se and con­sent to pre­si­den­ti­al decrees. Absent a mee­ting of the minds on a Euro-Atlantic inte­gra­ti­on cour­se bet­ween Yush­chen­ko and the prime minis­ter, this new power arran­ge­ment could pro­ve a for­mu­la for stale­ma­te that no coor­di­na­ti­on mecha­nism could overcome.

Thus, a clear under­stan­ding on Euro-Atlantic inte­gra­ti­on issu­es bet­ween the pre­si­dent and prime minis­ter will be even more important for a cohe­rent poli­cy cour­se toward the Euro­pean Uni­on and NATO. One key ele­ment to imple­men­ting such an under­stan­ding is to have an effec­ti­ve struc­tu­re in place for coor­di­na­ti­on bet­ween the pre­si­dent and prime minis­ter, as well as among all the various minis­tries and agencies.

Recom­men­da­ti­ons

[…]

• The Natio­nal Secu­ri­ty and Defen­se Coun­cil should be the seni­or policy-coordinating body for Euro-Atlantic ques­ti­ons. It pro­vi­des the logi­cal mecha­nism for coor­di­na­ti­on bet­ween the pre­si­dent and the prime minis­ter, as the NSDC is chai­red by the pre­si­dent with the prime minis­ter as a key mem­ber. When the NSDC con­si­ders Euro-Atlantic issu­es, mem­bers­hip on the body should be expan­ded to inclu­de all minis­ters who are invol­ved in or affec­ted by poli­ci­es desi­gned to draw Ukrai­ne clo­ser to the Euro­pean Uni­on and NATO. In terms fami­li­ar to Ame­ri­cans, an NSDC ses­si­on would be the equi­va­lent of a full Natio­nal Secu­ri­ty Coun­cil mee­ting chai­red by the president.

• The Government Com­mit­tee on Euro­pean and Euro-Atlantic Inte­gra­ti­on should be retai­ned, but the Ukrai­ni­ans should con­si­der two princi­pal chan­ges. First, the Com­mit­tee should be made sub­or­di­na­te to the NSDC rather than the Cabi­net of Minis­ters, as the Com­mit­tee will have to pre­pa­re poli­cy opti­ons and recom­men­da­ti­ons not just for the prime minis­ter, but for the pre­si­dent as well (sin­ce he will still retain lead respon­si­bi­li­ties in the for­eign and secu­ri­ty poli­cy are­as). Second, the Com­mit­tee should be chai­red by the NSDC secreta­ry. Par­ti­ci­pa­ti­on by minis­tries should be at the minis­te­ri­al level. In U.S. terms, the Com­mit­tee would then beco­me the equi­va­lent of the Princi­pals Committee.

• The Inter­agen­cy Com­mis­si­on of Natio­nal Coor­di­na­tors for Euro-Atlantic Inte­gra­ti­on should be made direct­ly sub­or­di­na­te to the Government Com­mit­tee on Euro­pean and Euro-Atlantic Inte­gra­ti­on. It should be chai­red by the seni­or depu­ty secreta­ry of the NSDC. Minis­tries should par­ti­ci­pa­te at the depu­ty minis­ter level. In U.S. terms, this would be the coun­ter­part to the Depu­ties Committee.

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Dann gibt es im Video den Punkt Russ­land woll­te im Dezem­ber 2021 viel zu viel -

Der wie folgt ski­ziert wer­den kann:

EU Par­lia­ment Brie­fing “EU-Ukraine rela­ti­ons and the secu­ri­ty situa­ti­on in the coun­try” 02.02.2022

Diplo­ma­tic actions

The […] actions were fol­lo­wed by a seri­es of diplo­ma­tic exch­an­ges around New Year.

On 17 Decem­ber 2021, Rus­sia deman­ded bin­ding gua­ran­tees that Ukrai­ne and Geor­gia will not beco­me NATO mem­bers, as well as limi­ta­ti­ons on NATO’s mili­ta­ry pre­sence in eas­tern and cen­tral Euro­pean coun­tries which alrea­dy belong to the Alli­an­ce. The Rus­si­an and Ame­ri­can pre­si­dents tal­ked by pho­ne on 30 Decem­ber 2021, and agreed on a set of mee­tings which took place during the second week of 2022. The­se inclu­ded: the US-Russia Stra­te­gic Sta­bi­li­ty Dia­lo­gue (SSD) in Gene­va on 10 Janu­a­ry 2022, a con­ti­nua­tion of a secu­ri­ty dia­lo­gue crea­ted in June 2021 to address arms-control and risk-reduction mea­su­res; the NATO-Russia Coun­cil in Brussels on 12 Janu­a­ry and the OSCE’s Per­ma­nent Coun­cil mee­ting in Vien­na on 13 Janu­a­ry. During the­se mee­tings, Russia’s initi­al requests, equa­ting to Putin’s red lines, were rejec­ted by the Wes­tern coun­tries. The NATO allies pro­po­sed a dia­lo­gue on arms con­trol, mili­ta­ry trans­pa­ren­cy, and pre­ven­ting mili­ta­ry inci­dents; this was asses­sed by Rus­sia as not suf­fi­ci­ent, addres­sing only topics of secon­da­ry inte­rest to the country.

Es geht um die­sen Punkt:

During the­se mee­tings, Russia’s initi­al requests, equa­ting to Putin’s red lines, were rejec­ted by the Wes­tern countries.

Hier kon­kre­ter:

Mit­te Dezem­ber 2021 auch auf der Web­sei­te des Außen­mi­nis­te­ri­ums veröffentlichte: Die west­li­chen Staa­ten, so der Inhalt, soll­ten sich schrift­lich und ver­bind­lich ver­pflich­ten, kein wei­te­res Land in die NATO auf­zu­neh­men. Zudem sei die Präsenz ausländischer Trup­pen auf dem Gebiet der neu­en Mit­glie­der in Ost­mit­tel­eu­ro­pa gänzlich abzu­bau­en. [5000 Mann per­ma­nent sta­tio­nier­te Kampf­trup­pen] Auch müssten die USA ihre Kern­waf­fen aus Euro­pa zurückziehen und dürften in Euro­pa kei­ne Rake­ten sta­tio­nie­ren, die Russ­land errei­chen könnten. Mit die­ser Auf­for­de­rung ein­her ging die Andro­hung „militärtechnischer Maß­nah­men“ für den Fall der Zurückweisung. Um sei­ne „militärtechnische“ Dro­hung zu unter­mau­ern, setz­te Mos­kau die bereits begon­ne­ne Ver­le­gung von Trup­pen an die ukrai­ni­sche Gren­ze fort (auch unter Ein­be­zie­hung des Ter­ri­to­ri­ums von Bela­rus). Was vie­le nicht begrei­fen woll­ten: Die­ses Ulti­ma­tum war eine ver­klau­su­lier­te Kriegserklärung gegen die Ukrai­ne und den Wes­ten, gegen die auch noch so viel gut gemein­te Diplo­ma­tie nichts aus­rich­ten konnte.1
1 Andrew E. Kramer/Steven Erlan­ger: Putin Moves to Push NATO Out of For­mer Soviet Repu­blics, New York Times, 18.12.2021, A1.

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Jetzt gibt es zu die­se Betrach­tung aber eine ande­re Aus­le­gung von Tho­mas Gra­ham im CFR.

Näm­lich dass der Teil (fett)

During the­se mee­tings, Russia’s initi­al requests, equa­ting to Putin’s red lines, were rejec­ted by the Wes­tern countries.

der wesent­li­che war - und die Posi­tio­nen tat­säch­lich Aus­gangs­po­si­tio­nen waren, auf­grund der man die Ver­hand­lun­gen im Dezem­ber 2021 nicht sei­tens der US ein­fach abbre­chen hät­te sollen.

Aus­le­gung Tomas Gra­ham: Russ­land woll­te mög­li­cher­wei­se ein Zuge­ständ­nis, dass die Ukrai­ne und Geor­gi­en nicht der Nato bei­tre­ten, als Kern­for­de­rung - der Rest sei mög­li­cher­wei­se Ver­hand­lungs­mas­se gewesen.

Eine ähn­li­che Aus­le­gung fin­det sich bei Nafta­li Ben­net als Skiz­zie­rung der mög­li­chen, da bereits zuge­sag­ten Kom­pro­mis­se für Posi­tio­nen für eine Been­di­gung des Krieges.

Kon­den­sie­ren wirs auf eine ein­fa­che Betrach­tung herunter.

Die Ukrai­ne wur­de mit Waf­fen aus Nato­staa­ten auf­ge­rüs­tet, es gab Aus­bil­dungs­in­itia­ti­ven aus Nato Staa­ten. Es gab gemein­sa­me Manö­ver mit Natostaaten.
Es gab von den US initi­ier­te Vor­schlä­ge für die Anglei­chun­gen des Rechts­rah­mens der Ukrai­ne um eine Nato Mit­glied­schaft zu ermöglichen. 

Atlan­tic Coun­cil (2006)

The Ukrai­ni­an inter­agen­cy coor­di­na­ting sys­tem will be fur­ther chal­len­ged by the con­sti­tu­tio­nal chan­ges that began to come into effect on Janu­a­ry 1, 2006. The­se will signi­fi­cant­ly alter the balan­ce of power bet­ween the pre­si­dent and the Rada, and the balan­ce of exe­cu­ti­ve power bet­ween the pre­si­dent and the prime minis­ter. In both cases, the president’s aut­ho­ri­ty will be diminished.

This move away from the kind of super-presidency model that deve­lo­ped during the Kuch­ma years will intro­du­ce grea­ter checks and balan­ces into the Ukrai­ni­an government and poli­ti­cal sys­tem. This could very well be a posi­ti­ve deve­lo­p­ment for Euro-Atlantic inte­gra­ti­on, as evi­den­ced by the expe­ri­ence of the coun­tries of Cen­tral and Eas­tern Euro­pe that have recent­ly joi­ned NATO and the Euro­pean Uni­on after imple­men­ting major demo­cra­tic and eco­no­mic reforms.

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Es gab Selen­sky­js Dekret 117/2021 zur De-Okkupation und Wie­der­ein­glie­de­rung der Krim vom 24.03.2021

Roland Cza­da:

Im April 2021 begann die Ver­le­gung rus­si­scher Trup­pen an die Gren­ze zur Ukrai­ne. Anlass war das am 24. März 2021 unter­zeich­ne­te ukrai­ni­sche Regie­rungs­de­kret Nr.117/2021 über die De-Okkupation und Rück­erobe­rung der Krim und der Donbas-Region. Gleich­zei­tig waren 300 Ton­nen ame­ri­ka­ni­scher Waf­fen an die Ukrai­ne gelie­fert wor­den. Im Juni 2021 hat­te die US-Administration eine wei­te­re geplan­te Waf­fen­lie­fe­rung im Umfang von 100 Mio. Dol­lar vor­über­ge­hend gestoppt, nach­dem der rus­si­sche Prä­si­dent ankün­dig­te, sei­ne Trup­pen zurück­zu­zie­hen. Die Trup­pen wur­den teil­wei­se abge­zo­gen, die mili­tä­ri­sche Infra­struk­tur blieb jedoch bestehen. Im Okto­ber 2021 begann eine zwei­te Trup­pen­kon­zen­tra­ti­on mit einer grö­ße­ren Zahl von Sol­da­ten. Die Über­ra­schung war den­noch groß, als nach einer Serie von Ver­mitt­lungs­ver­su­chen, unter ande­rem des fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten Macron und von Bun­des­kanz­ler Scholz, die rus­si­schen Trup­pen am 24. Febru­ar 2022 in die Ukrai­ne einfielen.“

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Es gab das hier:

US reac­tions

During a pho­ne con­ver­sa­ti­on on 2 Janu­a­ry 2022 bet­ween the US and Ukrai­ni­an pre­si­dents, Pre­si­dent Biden decla­red that the US and its allies ‘will respond decisi­ve­ly if Rus­sia fur­ther inva­des Ukrai­ne’. Alrea­dy during his can­di­da­cy, Joe Biden was outs­po­ken about Ukraine’s role in US for­eign poli­cy and ack­now­led­ged the pos­si­bi­li­ty of pro­vi­ding secu­ri­ty assi­s­tance and wea­pons. Pre­si­dent Zelen­skyy visi­ted Washing­ton in Sep­tem­ber 2021 and met Pre­si­dent Biden. The Joint State­ment on the US-Ukraine Stra­te­gic Part­ners­hip reaf­fir­med US sup­port for ‘Ukraine’s right to deci­de its own future for­eign poli­cy cour­se free from out­side inter­fe­rence, inclu­ding with respect to Ukraine’s aspi­ra­ti­ons to join NATO’. Moreo­ver, Pre­si­dent Biden announ­ced a US$60 mil­li­on secu­ri­ty assi­s­tance packa­ge, inclu­ding addi­tio­nal Jave­lin anti-armour sys­tems and forth­co­m­ing joint hard­ware pro­duc­tion through Ukro­boron­prom. Washing­ton reco­gni­s­es Ukrai­ne as ‘cen­tral to the glo­bal strugg­le bet­ween demo­cra­cy and auto­cra­cy’. In late Decem­ber 2021, defen­si­ve mili­ta­ry aid worth US$200 mil­li­on was appro­ved, with deli­ve­ries alrea­dy arri­ving. In Janu­a­ry 2022, the US appro­ved the sen­ding of American-made anti-tank and anti-aircraft mis­si­les to Ukrai­ne by the Bal­tic States.

src: EU Par­lia­ment Brie­fing “EU-Ukraine rela­ti­ons and the security
situa­ti­on in the coun­try” 02.02.2022

Kon­den­sie­ren wir es noch wei­ter runter:
Die Nato hat eine Erwei­te­rung vor­be­rei­tet. Die Nato hat Zusi­che­run­gen in der Nato Grund­ak­te und dem Zwei-plus-Vier-Vertrag fle­xi­bel aus­ge­legt. Die US haben wie­der­holt die Zusa­ge die Ukrai­ne und Geor­gi­en auf­neh­men zu wol­len aktiv in com­mu­ni­ques bestä­tigt (auch Zeit­na­he zum Kon­flikt), dem ent­ge­gen stand ein Veto von Frank­reich und Deutsch­land bezüg­lich einer Auf­nah­me zur Nato 2008, was nur das war - ein Veto.

Über­sim­pli­fi­ziert, man hat Putin gesi­gnalt “Nato Erwei­te­rung, nicht wäh­rend dei­ner Amtszeit”.

Jetzt hat Russ­land ein ordent­li­ches demo­gra­phi­sches Pro­blem namens Über­al­te­rung. Bedeu­tet, höchs­te demo­gra­phi­sche Aus­deh­nung jetzt. Größ­te Aus­deh­nung des Mili­tärs, jetzt. Wor­auf Put­ler begon­nen hat in Grenz­re­gio­nen mit den Mit­teln einer Auto­kra­tie “vor­wärts zu sichern” dh. - zu expan­die­ren (Syri­en, Tsche­tsche­ni­en, …). Dar­an dass er das in der Ukrai­ne mili­tä­risch ver­sucht, hat bis zu Kriegs­be­ginn (US Diens­te bereits etwas davor) nie­mand so recht geglaubt. Das Zeit­fens­ter (bis in der Demo­gra­phie die 45 Jäh­ri­gen im Bulk weg­bre­chen und die Kohor­te der Rekru­tier­ba­ren schlag­ar­tig zurück­geht), sind 7 Jahre.

Es macht also aus einer inter­nen Logik Russ­land her­aus Sinn, jetzt - und nicht erst in 10 Jah­ren Debat­ten über Sicher­heits­ord­nun­gen zu füh­ren, wenn man die­se durch mili­tä­ri­sche Dro­hun­gen unter­füt­tern woll­te. In 10 Jah­ren - oder je nach Kriegs­ver­lauf schon eher - hat man nicht mehr viel um eine Droh­ku­lis­se aufzubauen.

Sel­bi­ge Begrün­dung kann für das Füh­ren eines Krie­ges her­an­ge­zo­gen wer­den. Als Start­schuss für ein neo­im­pe­ria­les Pro­jekt - eher nicht.

Nach der Been­di­gung der Ver­hand­lun­gen über eine euro­päi­sche Sicher­heits­ord­nung im Dezem­ber, die laut dem Video, oder dem oben zitier­ten NYT Kom­men­tar angeb­lich bereits ein Indi­ka­tor für die impe­ria­len Ambi­tio­nen Putins gewe­sen wäre - es laut dem CFR aber nicht war -

stellt sich die Fra­ge - wie impe­ria­lis­tisch war der rus­si­sche Angriff? Fol­gen wir Reis­ner, Mear­s­hei­mer und ande­ren waren 100.000 Sol­da­ten deut­lich zu wenig die Ukrai­ne mili­tä­risch zu besetzen.

Medi­al auch ger­ne in der Aus­sa­ge ver­wen­det “Russ­land hät­te bis­her zu wenig Infan­te­rie­sol­da­ten gehabt, bis März wür­de sich das aber umkehren”.

Jetzt ein­fach mal so wild dar­auf losspe­ku­liert, legt das fol­gen­des Bild nahe.

Russ­land bekommt kei­ne Zusa­ge bezüg­lich einer Nicht-Ausweitung der Nato im Dezem­ber 2021. Russ­land greift die Ukrai­ne an. Die Angrif­fe im Osten sind stra­te­gisch recht gut koordiniert.

Der Angriff auf Kiew angeb­lich (laut Reis­ner) schlecht kon­zi­piert. In dem Sin­ne, dass man angeb­lich der Ansicht war man kön­ne rela­tiv ein­fach durch­pre­schen, oder sogar ein Fal­schirm­jä­ger­bat­tali­on in Hos­to­mel lan­den, mit dem dann rein nach Kiew, Pro­pa­gan­da­bil­der schie­ßen und durch eine hohe Anzahl mitt­ler­wei­le von der Ukrai­ne fest­ge­nom­me­ner Kol­la­bo­ra­teu­re einen Staats­streich durch­füh­ren. Wäh­rend man gleich­zei­tig im Osten neue mili­tä­ri­sche Rea­li­tä­ten schafft.

Die gesamt 100.000 Sol­da­ten waren zu wenig um die Ukrai­ne zu beset­zen. Laut Mear­s­hei­mer brau­che es dafür mehr als die aktu­ell kol­por­tier­ten 500.000 die Russ­land nach dem zwei­ten Rekru­tie­rungs­dri­ve in der Ukrai­ne haben soll. Der Angriff auf Kiew war laut Reis­ner als Blit­zin­itia­ti­ve aus­ge­rüs­tet, die nicht dazu in der Lage gewe­sen wäre Kiew durch Bela­ge­rung zu neh­men, was aber das “wahr­schein­li­che Sze­na­rio” der meis­ten Stra­te­gen war (die Kiew inner­halb von drei Tagen bis zwei Wochen fal­len sehen haben).

Wie wahr­schein­lich ist bei die­sem Sze­na­rio (“Putin hat sich kom­plett ver­kal­ku­liert”) ein neo-imperialistischer Putin, der nach­dem er eine Land­brü­cke nach Trans­nis­tri­en eta­bliert hat (in sei­ner Wunsch­vor­stel­lung) noch das Bal­ti­kum und Polen angreift?

Wo Russ­land noch nicht mal auf die Rekru­tie­rung wei­te­rer Sol­da­ten vor­be­rei­tet war, da es sich laut Reis­ner für einen Plan ent­schie­den habe, der mit dem der­zei­ti­gen Rekru­tie­rungs­stand der rus­si­schen Armee aus­führ­bar war “was Putin schein­bar dazu bewo­gen hat, die­se Opti­on zu zie­hen” (para­phra­siert, sie­he: click).

Also blei­ben “impe­ria­lis­ti­sche Ambi­tio­nen” im Grun­de auf die Ukrai­ne beschränkt (auch nach den rus­si­schen Pro­pa­gan­da Tex­ten auf die sich die His­to­ri­ker bezie­hen, Stich­wor­te RUS und Novor­os­si­ya) - und auf Trans­nis­tri­en, Mol­da­wi­en und Geor­gi­en, in dem Fal­le falls es mili­tä­risch so gut gelau­fen wäre, dass man mit den 100.000 jetzt doch eigent­lich noch wei­ter machen hät­te können.

Also um den “Vor­gar­ten” Russ­lands in geo­stra­te­gi­scher Parlance.

Wie­der zurück zum Video:

Wir müs­sen glau­be ich unse­ren Blick auf die Ukrai­ne frei­ma­chen von dem Ein­fluss des rus­si­schen Impe­ria­lis­mus der doch auch unse­ren Blick immer wie­der lenkt. Die Ukrai­ne ist defi­ni­tiv kein Hin­ter­hof oder Vor­gar­ten Russ­lands und die Ukrai­ne ist deut­lich mehr als eine Puf­fer­zo­ne zwi­schen ver­schie­de­nen Ein­fluss­zo­nen und auch kein Spiel­ball für die Macht­kon­flik­te zwi­schen Ost und West die Ukrai­ne ist heu­te ein selbst­be­stimm­ter Staat der sehr lan­ge Zeit in sei­ner Geschich­te gefan­gen zwi­schen den Impe­ri­en gewe­sen ist und sich dann sehr müh­se­lig auf den Weg zu sich selbst gemacht hat und ein Staat der jetzt gera­de bemüht ist sei­nen eige­nen eige­nen Weg in die Welt des 21 Jahr­hun­derts zu fin­den und das ist völ­ker­recht­lich gese­hen ein völ­lig legi­ti­mes Anliegen.

Das Pro­blem ist, wir machen unse­ren Blick nicht nur frei vom “Ein­fluss des rus­si­schen Impe­ria­lis­mus”. Wir machen unse­ren Blick auf frei vom Rea­lis­mus (geo­po­li­ti­sche Theo­rie, eine von drei­en - und die bis­her viel­leicht wesent­lichs­te, denn die ande­ren bei­den waren Idea­lism (“Die US beschüt­zen als Welt­po­li­zist die Welt”) und Libe­ra­lism (“Inter­na­tio­na­le Insti­tu­tio­nen soll­ten Kon­flik­te ohne Waf­fen­ge­walt lösen”)

Und wir machen unse­ren Blick frei von der Sicht, die selbst Biden in sei­ner Jugend noch hatte:

But so much dama­ge was done as a con­se­quence of the for­eign poli­cy decisi­ons the last pre­si­dent made in Latin Ame­ri­ca, Cen­tral Ame­ri­ca, and South Ame­ri­ca that we now have — when I call for a sum­mit of the demo­cra­ci­es — I cal­led that, and a num­ber of nati­ons show­ed up for this Sum­mit of Demo­cra­cy — what is it that’s going to allow us to gene­ra­te — we’ve actual­ly had a reduc­tion in the num­ber of demo­cra­ci­es in the world. And it seems to me there’s not­hing more important.

We used to talk about, when I was a kid in col­le­ge, about “America’s backy­ard.” It’s not America’s backy­ard. Ever­ything south of the Mexi­can bor­der is America’s front yard. And we’re equal peop­le. We don’t dic­ta­te what hap­pens in any other part of that — of this con­ti­nent or the South Ame­ri­can con­ti­nent. We have to work very hard on it. 

But the trou­ble is: We’re having gre­at dif­fi­cul­ty making up for the mista­kes that were made the last four years, and it’s going to take some time.

src: click
(edit: Was heißt Jugend..)

Kunst­stück, Mear­s­hei­mer wur­de damals noch nicht sie­ben zu nie­man­den von der Hoo­ver Insti­tu­ti­on dis­kre­di­tiert. Wie zwei Wochen nach Kriegsbeginn.

Und des­halb brau­chen wir jetzt -

Die Grün­dung einer neu­en Schu­le des Mul­ti­la­te­ra­lis­mus, die rea­lis­ti­sche und idea­lis­ti­sche Außen- und Sicher­heits­po­li­tik ver­eint, wird zur Dis­kus­si­on gestellt.

Geo­po­li­tik nicht als Leit­mo­tiv sehen

Inter­na­tio­na­le Bezie­hun­gen sol­len nichts ande­res als den täg­li­chen Bedürf­nis­sen im poli­ti­schen Leben die­nen; ihr innen­po­li­ti­scher Bezug ist daher evi­dent. Aller­dings nicht aus der übli­chen Per­spek­ti­ve, näm­lich dem “Lip­pen­ab­le­sen”, um “poli­tisch zu punk­ten” unter dem Deck­män­tel­chen des Bür­gers als Sou­ve­rän. Nein, umge­kehrt soll Geo­po­li­tik, also das Spiel von Macht­in­ter­es­sen auf glo­ba­ler Ebe­ne, als inte­gra­ler Teil von mensch­li­cher Sicher­heit gese­hen wer­den, als eine gewich­ti­ge Dimen­si­on, nicht aber als Leit­mo­tiv oder gar über­ge­ord­ne­tes Axiom.

src: click

Wie­ner Zei­tung, 20. 08. 2022

Ursu­la Werther-Pietsch, Mit­un­ter­zeich­ne­rin - Initia­ti­ve “Unse­re Sicher­heit”.

Sie­he: (1 Stich­wort Öster­rei­chisch Ame­ri­ka­ni­sche Gesell­schaft|2)

edit: Hier noch der offe­ne Brief der All­rus­si­schen Offi­ziers­ver­samm­lung im vol­len Wort­laut - über­setzt via deepl.com, das ist laut Dr. Klaus Gest­wa, Pro­fes­sor für Ost­eu­ro­päi­sche Geschich­te von der Uni­ver­si­tät Tübin­gen die sprich­wört­li­che smo­king gun:

Anspra­che der All­rus­si­schen Offiziersversammlung

an den Prä­si­den­ten und die Bür­ger der Rus­si­schen Föderation

Heu­te lebt die Mensch­heit in Erwar­tung eines Krie­ges. Ein Krieg bedeu­tet unver­meid­li­che Ver­lus­te an Men­schen­le­ben, Zer­stö­rung, Lei­den gro­ßer Men­schen­mas­sen, Zer­stö­rung ihrer gewohn­ten Lebens­wei­se und Stö­rung der Lebens­sys­te­me von Natio­nen und Völ­kern. Ein gro­ßer Krieg ist eine gro­ße Tra­gö­die, ein schwe­res Ver­bre­chen. Russ­land steht zufäl­li­ger­wei­se im Zen­trum die­ser dro­hen­den Kata­stro­phe. Und das viel­leicht zum ers­ten Mal in sei­ner Geschichte. 

Bis­her hat­te Russ­land (die Sowjet­uni­on) einen erzwun­ge­nen (gerech­ten) Krieg geführt, und zwar in der Regel dann, wenn es kei­nen ande­ren Aus­weg gab, wenn die vita­len Inter­es­sen des Staa­tes und der Gesell­schaft bedroht waren.

Und was bedroht heu­te die Exis­tenz Russ­lands selbst, und gibt es sol­che Bedro­hun­gen? Man kann sagen, dass es tat­säch­lich Bedro­hun­gen gibt - das Land steht kurz vor der Voll­endung sei­ner Geschich­te. In allen lebens­wich­ti­gen Berei­chen, ein­schließ­lich der Demo­gra­fie, kommt es zu einer ste­ti­gen Ver­schlech­te­rung der Lebens­be­din­gun­gen, und das Aus­ster­ben der Bevöl­ke­rung bricht welt­weit Rekor­de. Und die Ver­schlech­te­rung ist sys­te­mi­scher Natur, und in jedem kom­ple­xen Sys­tem kann der Zusam­men­bruch eines Ele­ments zum Zusam­men­bruch des gesam­ten Sys­tems führen.

Und dies ist unse­rer Mei­nung nach die größ­te Bedro­hung für die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on. Aber es han­delt sich um eine inter­ne Bedro­hung, die aus dem Staats­mo­dell, der Qua­li­tät der Macht und dem Zustand der Gesell­schaft resul­tiert. Und die Grün­de für ihre Ent­ste­hung sind intern: das unren­ta­ble Staats­mo­dell, die völ­li­ge Inkom­pe­tenz und Unpro­fes­sio­na­li­tät des Sys­tems von Macht und Ver­wal­tung, die Pas­si­vi­tät und Des­or­ga­ni­sa­ti­on der Gesell­schaft. In einem sol­chen Zustand kann ein Land nicht lan­ge überleben.

Was die Bedro­hun­gen von außen angeht, so sind sie sicher­lich vor­han­den. Aber nach unse­rer Exper­ten­ein­schät­zung sind sie der­zeit nicht kri­tisch und bedro­hen direkt die Exis­tenz der rus­si­schen Staat­lich­keit und ihrer vita­len Inter­es­sen. Im Gro­ßen und Gan­zen ist die stra­te­gi­sche Sta­bi­li­tät gewahrt, die Atom­waf­fen sind unter ver­läss­li­cher Kon­trol­le, die NATO-Truppenverbände wer­den nicht auf­ge­stockt, und es gibt kei­ne bedroh­li­chen Aktivitäten.

Daher ist die Situa­ti­on um die Ukrai­ne in ers­ter Linie künst­lich und dient eini­gen inter­nen Kräf­ten, ein­schließ­lich der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, zum eige­nen Vor­teil. Infol­ge des Zusam­men­bruchs der UdSSR, an dem Russ­land (Jel­zin) maß­geb­lich betei­ligt war, wur­de die Ukrai­ne zu einem unab­hän­gi­gen Staat, der Mit­glied der UNO ist und gemäß Arti­kel 51 der UN-Charta das Recht auf indi­vi­du­el­le und kol­lek­ti­ve Ver­tei­di­gung hat.

Die rus­si­sche Füh­rung hat die Ergeb­nis­se des Refe­ren­dums über die Unab­hän­gig­keit der DNR und der LNR noch immer nicht aner­kannt, wäh­rend sie auf offi­zi­el­ler Ebe­ne, auch wäh­rend des Mins­ker Ver­hand­lungs­pro­zes­ses, immer wie­der betont hat, dass deren Gebie­te und Bevöl­ke­rung zur Ukrai­ne gehören.

Sie hat auch wie­der­holt auf hoher Ebe­ne erklärt, dass sie nor­ma­le Bezie­hun­gen zu Kiew unter­hal­ten wol­le, ohne die DVR und die LPR als beson­de­re Bezie­hun­gen herauszustellen.

Die Fra­ge des Völ­ker­mords in den süd­öst­li­chen Regio­nen durch Kiew wur­de weder bei den Ver­ein­ten Natio­nen noch bei der OSZE zur Spra­che gebracht. Damit die Ukrai­ne ein freund­li­cher Nach­bar Russ­lands bleibt, muss­te sie natür­lich die Attrak­ti­vi­tät des rus­si­schen Staats­mo­dells und Regie­rungs­sys­tems unter Beweis stellen.

Die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on hat dies jedoch nicht getan. Ihr Ent­wick­lungs­mo­dell und ihr außen­po­li­ti­scher Mecha­nis­mus der inter­na­tio­na­len Zusam­men­ar­beit haben fast alle ihre Nach­barn ver­prellt, und nicht nur das.

Die Über­nah­me der Krim und Sewas­to­pols durch Russ­land und die Tat­sa­che, dass die inter­na­tio­na­le Gemein­schaft die­se Gebie­te nicht als rus­sisch aner­kennt (was bedeu­tet, dass die über­wie­gen­de Mehr­heit der Staa­ten der Welt sie immer noch als Teil der Ukrai­ne betrach­tet), zeigt deut­lich das Schei­tern der rus­si­schen Außen­po­li­tik und die Unat­trak­ti­vi­tät der rus­si­schen Innenpolitik.

Der Ver­such, die Men­schen durch Ulti­ma­ten und Gewalt­an­dro­hun­gen dazu zu brin­gen, die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on und ihre Füh­rung zu “lie­ben”, ist sinn­los und äußerst gefährlich.

Die Anwen­dung mili­tä­ri­scher Gewalt gegen die Ukrai­ne wür­de ers­tens die Exis­tenz Russ­lands selbst als Staat in Fra­ge stel­len; zwei­tens wür­de sie Rus­sen und Ukrai­ner für immer zu Tod­fein­den machen. Drit­tens wür­den auf der einen wie auf der ande­ren Sei­te Tau­sen­de (Zehn­tau­sen­de) jun­ger, gesun­der Men­schen getö­tet, was sich mit Sicher­heit auf die künf­ti­ge demo­gra­fi­sche Situa­ti­on in unse­ren aus­ster­ben­den Län­dern aus­wir­ken wird. Auf dem Schlacht­feld wer­den die rus­si­schen Trup­pen in die­sem Fall nicht nur ukrai­ni­schen Sol­da­ten gegen­über­ste­hen, unter denen sich vie­le rus­si­sche Kin­der befin­den wer­den, son­dern auch Sol­da­ten und Aus­rüs­tung vie­ler NATO-Länder, und die Mit­glied­staa­ten der Alli­anz wer­den gezwun­gen sein, Russ­land den Krieg zu erklären.

Der tür­ki­sche Staats­prä­si­dent Erdo­gan hat klar gesagt, auf wes­sen Sei­te die Tür­kei kämp­fen wird. Und wir kön­nen davon aus­ge­hen, dass die bei­den tür­ki­schen Feldar­me­en und die Mari­ne den Befehl erhal­ten wer­den, die Krim und Sewas­to­pol zu “befrei­en” und mög­li­cher­wei­se in den Kau­ka­sus einzumarschieren. 

Dar­über hin­aus wür­de Russ­land ein­deu­tig als Bedro­hung für den Frie­den und die inter­na­tio­na­le Sicher­heit ein­ge­stuft, mit schwers­ten Sank­tio­nen belegt, von der inter­na­tio­na­len Gemein­schaft aus­ge­sto­ßen und wahr­schein­lich sei­nes Sta­tus als unab­hän­gi­ger Staat beraubt.

Der Prä­si­dent, die Regie­rung und das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um kön­nen sol­che Kon­se­quen­zen nicht über­se­hen, sie sind nicht so dumm. 

Es stellt sich die Fra­ge: Was ist der eigent­li­che Zweck der Pro­vo­ka­ti­on von Span­nun­gen am Ran­de eines Krie­ges und der mög­li­chen Ent­fes­se­lung von Feind­se­lig­kei­ten gro­ßen Aus­ma­ßes? Dass dies der Fall sein wird, wird durch die Anzahl und Zusam­men­set­zung der von den Par­tei­en auf­ge­stell­ten Trup­pen bestä­tigt - min­des­tens hun­dert­tau­send Sol­da­ten auf jeder Sei­te. Indem Russ­land sei­ne Ost­gren­zen offen­legt, ver­legt es Trup­pen an die Gren­zen der Ukraine.

Unse­rer Mei­nung nach hat die Füh­rung des Lan­des in dem Bewusst­sein, dass sie nicht in der Lage ist, das Land aus der Sys­tem­kri­se her­aus­zu­füh­ren, und dass dies zu einem Volks­auf­stand und einem Macht­wech­sel im Lan­de füh­ren könn­te, mit Unter­stüt­zung der Olig­ar­chie, der kor­rup­ten Beam­ten­schaft, der För­der­me­di­en und der Sicher­heits­diens­te beschlos­sen, ihre poli­ti­sche Linie zur end­gül­ti­gen Zer­stö­rung der rus­si­schen Staat­lich­keit und zur Aus­rot­tung der ein­hei­mi­schen Bevöl­ke­rung des Lan­des zu aktivieren. 

Wir sind der Mei­nung, dass die Füh­rung des Lan­des, die erkannt hat, dass sie nicht in der Lage ist, das Land aus der Sys­tem­kri­se her­aus­zu­füh­ren, und dass dies zu einem Volks­auf­stand und einem Macht­wech­sel im Lan­de füh­ren könn­te, mit Unter­stüt­zung der Olig­ar­chie, der kor­rup­ten Beam­ten­schaft, der För­der­me­di­en und der Sicher­heits­diens­te beschlos­sen hat, ihre poli­ti­sche Linie zur end­gül­ti­gen Zer­stö­rung der rus­si­schen Staat­lich­keit und zur Aus­rot­tung der ein­hei­mi­schen Bevöl­ke­rung des Lan­des zu aktivieren. 

Und der Krieg ist das Mit­tel zur Lösung die­ses Pro­blems, um ihre anti­na­tio­na­le Macht für eine Wei­le zu erhal­ten und den dem Volk geraub­ten Reich­tum zu bewah­ren. Wir kön­nen kei­ne ande­re Erklä­rung annehmen. 

Wir for­dern den Prä­si­den­ten der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, wir Offi­zie­re Russ­lands, auf, sei­ne ver­bre­che­ri­sche Poli­tik der Pro­vo­ka­ti­on eines Krie­ges, in dem die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on allein gegen die ver­ei­nig­ten Kräf­te des Wes­tens ste­hen wür­de, auf­zu­ge­ben, die Vor­aus­set­zun­gen für die prak­ti­sche Umset­zung von Arti­kel 3 der Ver­fas­sung der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on zu schaf­fen und zurückzutreten.

Wir appel­lie­ren an alle Reser­vis­ten und pen­sio­nier­ten Sol­da­ten und Bür­ger Russ­lands mit der Emp­feh­lung, wach­sam und orga­ni­siert zu sein, die For­de­run­gen des Rates der All­rus­si­schen Offi­ziers­ver­samm­lung zu unter­stüt­zen, sich der Pro­pa­gan­da und der Ent­fes­se­lung des Krie­ges aktiv zu wider­set­zen, um einen inne­ren Bür­ger­krieg mit dem Ein­satz mili­tä­ri­scher Gewalt zu verhindern.

Das also - dh. der demo­gra­phi­sche Kol­laps Russ­lands und -

Wir sind der Mei­nung, dass die Füh­rung des Lan­des, die erkannt hat, dass sie nicht in der Lage ist, das Land aus der Sys­tem­kri­se her­aus­zu­füh­ren, und dass dies zu einem Volks­auf­stand und einem Macht­wech­sel im Lan­de füh­ren könn­te, mit Unter­stüt­zung der Olig­ar­chie, der kor­rup­ten Beam­ten­schaft, der För­der­me­di­en und der Sicher­heits­diens­te beschlos­sen hat, ihre poli­ti­sche Linie zur end­gül­ti­gen Zer­stö­rung der rus­si­schen Staat­lich­keit und zur Aus­rot­tung der ein­hei­mi­schen Bevöl­ke­rung des Lan­des zu aktivieren.

sei ein neo­im­pe­ria­lis­ti­sches Szenario.

Stimmt nicht ganz Herr Pro­fes­sor. Aber gut, dass sies noch­mal sinn­ent­stellt zitieren.

Die inhalt­li­che Inte­gri­tät der Original-Quelle konn­te von mir mit­tels archive.org nur zum Stand 04. Febru­ar geprüft wer­den. Ver­öf­fent­licht wur­de laut Arti­kel hea­der am 31. Jän­ner. (Nicht am 06. Febru­ar, wie von der wei­ter oben zitier­ten Quel­le erwähnt.)

(Und ja, ich bin alle Arti­kel auf der Web­sei­te der Ori­gi­nal­quel­le von Ende Jän­ner bis Ende Febru­ar in Maschi­nen­über­set­zung durch­ge­gan­gen. Alle reden von die­sem Arti­kel, mit drei unter­schied­li­chen Datums­an­ga­ben. Es gibt nur den einen offe­nen Brief an die rus­si­sche Regierung.)

Hoover Institution über Südostasien

27. Februar 2023

You know pre­si­dent Zelen­skyy has very effec­tively lever­aged appeals to demo­cra­cy and a sort of pan-european demo­cra­tic iden­ti­ty which works real­ly well in Euro­pe whe­re the majo­ri­ty of coun­tries are con­so­li­da­ted demo­cra­ci­es and that direct regio­nal mili­ta­ry sup­port for Ukrai­ne has been cri­ti­cal to Ukraine’s sur­vi­val in this con­flict so far in addi­ti­on to the United Sta­tes role and Asia is much more hete­ro­ge­ne­ous in terms of regime type and the level of regio­nal com­mit­ment to demo­cra­cy and so I think we have to be very care­ful in assuming that that sort of appeal to demo­cra­cy as the the thing that’s at sta­ke would be as effec­ti­ve in a Tai­wan sce­n­a­rio so I think Tai­wan is har­der and and that’s important for us to pay atten­ti­on to and and to plan for and talk about.

Was - das ist Propaganda?!

Kon­text

Masala erklärt noch einmal

27. Februar 2023

War­um die US kei­ne Hand­ha­be haben den Ukrai­ne Krieg zu beenden.

War­um ein Invest­ment vom Dop­pel­ten des rus­si­schen Ver­tei­di­gungs­bud­gets für die Ukrai­ne in die­sem Jahr kei­ner Ein­fluss­nah­me im Rah­men eines klas­si­schen Stell­ver­tre­ter­kriegs entspricht.

Und war­um ein Auf­rei­bungs­krieg die ein­zig mora­lisch gefes­tig­te, ethi­sche Posi­ti­on einer Eli­te ist, die dank Pro­pa­gan­da bis sie einem zur Nase raus­quillt auf Zustim­mungs­ra­ten jen­seits der 90% kommt, dass jetzt erst ein­mal so lan­ge wei­ter gestor­ben wird, bis Russ­land die Ein­ge­bung hat, dass ein Ver­zicht auf bereits beset­ze Gebie­te weni­ger “teu­er” wäre als eine Pro­lon­gie­rung des Krieges.

End­lich darf auch der gewöhn­li­che Mensch wie­der zum Kriegs­hel­den werden.

Wie soll das erreicht werden?

Nun -- laut DW Jour­na­lis­tin im Kom­men­tar der aktu­el­len Putin­re­de bei phoe­nix, durch einen Sturz der rus­si­schen Regie­rung durch Lei­chen­sä­cke flan­kiert mit ent­spre­chen­der PR.

Laut US Außen­po­li­tik, in dem Euro­pa Chi­na durch außen­po­li­ti­schen Druck über­zeugt die öko­no­mi­schen Kos­ten für Russ­land zu erhöhen.

Und laut einem völ­lig blan­ken Masa­la, der an der Stel­le eine Denk­blo­cka­de hat - in dem sich bei­de Sei­ten so pri­ma abnüt­zen, weil die Ukrai­ne das wirk­lich, wirk­lich will, dass selbst ein Russ­land das in eine Kriegs­öko­no­mie gepi­vo­ted ist, schließ­lich ein­se­hen muss, ich hab ver­lo­ren, so gehts nicht weiter.

Leich­tes Pro­blem - demo­gra­phisch sind sie dann u.U. nicht mehr über­le­bens­fä­hig. Und bei 20% Reduk­ti­on des GDP bis 2030, wovon wir nach heu­ti­ger Sank­ti­ons­po­li­tik aus­ge­hen, hal­ten sie auch ihren Regio­nal­machts­sta­tus nicht mehr ohne weiteres.

Was uns zu der Fra­ge bringt - wenn Krim weg, Regio­nal­machts­sta­tus nicht mehr mili­tä­risch unter­füt­ter­bar. Wenn 20% GDP durch Sank­ti­ons­po­litk weg, mög­li­cher­wei­se ähn­li­ches Szenario.

Fol­ge: Zer­split­te­rung von Russ­land in Kleinstaaten? 

Und wir machen uns Gedan­ken über die Fol­gen für Euro­pa, in dem Fall in dem “eine Korea Lösung nicht sta­bil” ist?

Also so gese­hen muss man für einen Sturz Putins sein, denn die Alter­na­ti­ven sind - Wunsch­den­ken auf der Basis von - Argu­ment nicht zuen­de gedacht.

Aller­dings nur in den Extremszenarien.

Kom­men wir von denen weg, und die Krim ver­bleibt bei Russ­land (Neu­tra­li­tät reicht zur Siche­rung des Schwarz­meer­zu­gan­ges nicht) debat­tiert sichs bereits weni­ger extrem.

Nur dür­fen wir das lei­der nicht, da die EU kei­ne gemein­sa­me Außen­po­li­tik hat, obwohl wir alle so einig sind, dass wie­der mal die Ukrai­ne selbst ent­schei­den muss. Und die Ukrai­ne ent­schei­det sich (aktu­ell PR tech­nisch) für Extreme.

Das, oder irgend­was mit Boi­ling Frogs… (sie­he: WSJ)

Die­se Gesell­schaft ist das abgrund­tief Allerletzte.

Chi­na darf in unse­rem Sze­na­rio übri­gens kei­nes­falls ver­mit­teln, denn wir brau­chen ein abge­nütz­tes Russ­land zur Siche­rung unse­rer Wer­te, die sich im Wesent­li­chen in “Unver­rück­bar­keit von Gren­zen” erschöpfen.

Denn Hypo­the­ti­cal, sonst könn­te, ja zukünf­tig jeder mit einer Atom­bom­be kom­men und ande­re Staa­ten auf kon­ven­tio­nel­lem Weg angrei­fen um Gren­zen zu ver­schie­ben! So das Argu­ment in der “Dis­kus­si­ons­run­de”.

Lei­der ist auch das falsch, da die US bereits ange­kün­digt haben in Tai­wan im Eska­la­ti­ons­fall direkt ein­zu­grei­fen. Atom­mäch­te auf bei­den Sei­ten oder nicht.

Oder aber, so Panel - es wür­de die sel­be, oder die nächs­te Auto­kra­tie in Euro­pa ver­su­chen erneut anzu­grei­fen -- die aber min­des­tens eine Atom­macht sein müss­te, und einen nicht Nato Staat angrei­fen wol­len würde.

(Die ent­spre­chen­den Kan­di­da­ten (Geor­gi­en, Mol­da­vi­en…) auf­zu­rüs­ten, fällt uns natür­lich auch ein, aber - das schreckt lei­der nicht genug ab, …)

Ein wei­te­rer Aspekt der in der Debat­te nicht zum Tra­gen kommt ist, dass laut Zei­han, die US das Modell “tar­ge­ted strikes” (wir lie­fern Artil­le­ry, Himars und Ziel­ko­or­di­na­ten), ob sei­ner Eig­nung als kos­ten­güns­ti­ges welt­wei­tes Inter­ven­ti­ons­mit­tel in der Ukrai­ne tes­ten woll­ten, nach­dem der Kon­flikt los­ging. Kos­ten­güns­tig auch im innen­po­li­ti­schen Sinn. Kei­ne US Opferzahlen.

Zusatz: Es braucht in den so unter­stütz­ten Staa­ten mehr als Himars - dh. nach Himars auch noch die Boden­ein­satz­kräf­te die Gebiets­ge­win­ne erzielen.

Und die lie­fert die Ukrai­ne ja zum Son­der­preis.

Trotz­dem sei das kein Stell­ver­tre­ter­krieg. Laut Panel. Im klas­si­schen Sinn.

Und füh­len sie sich schon sicher im Ent­schei­dungs­nar­ra­tiv nach ange­lern­tem Feindbild?

Spre­chen wir doch mal die Posi­tio­nen aus, viel­leicht ist das hilfreich. 

Bevor nicht Russ­land file­tiert wird (Zer­fall, oder Regi­me­chan­ge), oder Selen­skyj auf­gibt - endet der Krieg ein­fach nicht.

Und für Euro­pa ist das pri­ma, weil die Unver­än­der­bar­keit von ter­ri­to­ria­len Gren­zen als Wer­te­ba­sis bestehen bleibt.

Inner­halb Euro­pas. Im Rest der Welt denkt da eh nie­mand dran.

Und was opfern wir dafür?

Naja - wir müs­sen ab jetzt ein­fach mal die kom­plet­te Jugend ver­ar­schen, dass ihre Wer­te angeb­lich sind, die Ukrai­ner ster­ben, weil sie das wol­len, und wir wol­len das, weil es die Unver­än­der­bar­keit von Gren­zen als Rechts­prin­zip schützt. Und uns vor wei­te­ren Angriffen.

Das sei aber kein angst­ba­sier­tes Nar­ra­tiv, denn Angst hät­ten ja die­je­ni­gen, die jetzt Frie­den for­der­ten, auf­grund der Eskalationsdynamik.

Aber zum Glück wir haben ja alle Qua­li­täts­me­di­en Öster­reichs dazu jetzt auf Pro­pa­gan­da Dis­se­mi­na­ti­on umge­stellt haben, sodass alle dies sel­be Mei­nung ver­tre­ten, also was soll­te da schon schief gehen.

Für unse­re Werte!

Es ist und bleibt gro­tesk, in jeder­lei Hinsicht.

Die Frie­dens­for­schung selbst bekommt aktu­ell die Vor­ga­be (hat sich bereits in Aus­schrei­bun­gen nie­der­ge­schla­gen), dass sie eine neue Frie­dens­po­li­tik kre­ieren muss, dass die­se aber expli­zit “Wer­te dri­ven” sein soll. Und was damit gemeint ist ist fud­ging Spielraum.

Die Grün­dung einer neu­en Schu­le des Mul­ti­la­te­ra­lis­mus, die rea­lis­ti­sche und idea­lis­ti­sche Außen- und Sicher­heits­po­li­tik ver­eint, wird zur Dis­kus­si­on gestellt.

Geo­po­li­tik nicht als Leit­mo­tiv sehen

Inter­na­tio­na­le Bezie­hun­gen sol­len nichts ande­res als den täg­li­chen Bedürf­nis­sen im poli­ti­schen Leben die­nen; ihr innen­po­li­ti­scher Bezug ist daher evi­dent. Aller­dings nicht aus der übli­chen Per­spek­ti­ve, näm­lich dem “Lip­pen­ab­le­sen”, um “poli­tisch zu punk­ten” unter dem Deck­män­tel­chen des Bür­gers als Sou­ve­rän. Nein, umge­kehrt soll Geo­po­li­tik, also das Spiel von Macht­in­ter­es­sen auf glo­ba­ler Ebe­ne, als inte­gra­ler Teil von mensch­li­cher Sicher­heit gese­hen wer­den, als eine gewich­ti­ge Dimen­si­on, nicht aber als Leit­mo­tiv oder gar über­ge­ord­ne­tes Axiom.

Es bedarf drin­gend einer neu­en Theo­rie­bil­dung für glo­ba­len Frie­den in einem Zeit­ho­ri­zont von zwei bis drei Jah­ren. Die müh­sam erar­bei­te­ten Struk­tu­ren völ­ker­recht­li­chen Gesche­hens, die nach dem Zwei­ten Welt­krieg ent­wor­fen wur­den und gro­ße Dyna­mik auf­ge­zeigt haben, sind nicht völ­lig obso­let. Die Zei­ten­wen­de bringt neue Hür­den, die uns jedoch nicht dazu ver­an­las­sen soll­ten, alle inter­na­tio­na­len Grund­sät­ze und Prin­zi­pi­en wie Ver­trags­treue, Anti­dis­kri­mi­nie­rung oder Effek­ti­vi­tät auf­zu­ge­ben, bis hin zur Neu­tra­li­tät jen­seits ihres his­to­ri­schen Befunds oder der öster­rei­chi­schen Mehrheitsmeinung.

Ob die­se eine Fik­ti­on ist oder mit neu­em Leben erfüllt wer­den kann, ist noch lan­ge nicht aus­dis­ku­tiert. Eben­so wie die Gret­chen­fra­ge “Wie hältst du’s mit der Nato?” nicht in einem Schwarz-Weiß-Zeichnen zwi­schen Ver­wei­ge­rung und Bei­tritt lie­gen kann.

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Ursu­la Werther-Pietsch ist Pri­vat­do­zen­tin für Inter­na­tio­na­les Recht und Inter­na­tio­na­le Bezie­hun­gen an der Karl-Franzens-Universität Graz sowie Lehr­be­auf­trag­te an der Bundeswehr-Universität Mün­chen. Sie ist Mit­her­aus­ge­be­rin des “Defence Hori­zon Jour­nal Spe­cial Edi­ti­on” und Mit­glied der Wis­sen­schafts­kom­mis­si­on beim öster­rei­chi­schen Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Lan­des­ver­tei­di­gung. Ihr Buch “Envi­sio­ning Peace. Neue Schu­le des Mul­ti­la­te­ra­lis­mus” wird im Herbst bei Facul­tas erschei­nen. Sie ist Unter­zeich­ne­rin des “Offe­nen Briefs für eine neue Sicher­heits­po­li­tik”. Der vor­lie­gen­de Text stellt ihre per­sön­li­che Mei­nung dar. - © privat

Werte- anstatt Inter­es­sens­po­li­tik. Der Reli­gi­on muss wie­der ein Stel­len­wert gege­ben werden.

Die eigent­li­che Begrün­dung über die wir nicht spre­chen wol­len? Wir wol­len kei­ne Aus­wei­tung des Krie­ges, und die ein­fachs­te Mög­lich­keit lang­fris­tig die­ses Risi­ko zu sen­ken, ist ein noch min­des­tens drei Jah­re anhal­ten­der Aufreibungskrieg.

Und da die US auch fin­den, dass das eigent­lich etwas uner­hört Gro­ßes ist, wäh­rend die rela­ti­ve Wett­be­werbs­fä­hig­keit Euro­pas wei­ter­hin sinkt, machen wir das doch auch.

Wie war das End­fa­zit der Debat­te im Video nochmal?

Inter­es­sens­po­li­tik, deckt sich manch­mal, aber nicht immer mit Werteethik?

Viel Spass dabei, das euren Kin­dern zu verkaufen.

Die­se Gesell­schaft ist und bleibt das gro­tesk Allerletzte.

edit: CIA Direc­tor Burns im CBS Inter­view: We leak, that you, Chi­na, have pon­de­red con­tin­gen­cy plans for when a rea­son­ab­ly fast solu­ti­on doesnt beco­me via­ble, and hope you might recon­si­der, con­si­de­ring the addi­tio­nal public pres­su­re we put on you.

Always a nice sentiment.

Die Tages­schau titelt bereits “CIA-Chef: Putin ist zu zuver­sicht­lich.

Jo genau, das war die Aus­sa­ge die­ses Inter­views. Nicht in die­ser Welt, aber sicher in einer eben so tol­len anderen.

Hin­ter­grund, die neu­en Pan­zer machen auf­grund der aktu­el­len Wet­ter­la­ge erst im April Sinn, und dann geht der neue ukrai­ni­sche Kampf der ver­bun­de­nen Waf­fen los.

Das IWMVienna gibt noch mal bekannt wo es ideologisch steht

26. Februar 2023

Mit lie­bem Gruß an mei­ne ehe­ma­li­ge Psychotherapeutin.

Hin­ter­grund: Rau­scher

Hin­ter­grund on “This is an impe­ri­al pro­ject in Euro­pe”: Sny­der
Sowie: click

(Nichts gegen Krastev.)

edit: Noch nie in mei­nem Leben so gelacht.

Jemand, ruf Zei­han an und sag ihm, dass das der Grund ist, war­um er über ne Woche Vor­le­sun­gen vor der US Admi­nis­tra­ti­on zur Ver­tei­lung von Schlüs­sel­res­sour­cen gehal­ten hat. Oder ein Teil davon. 🙂

Bei 35 min in:

Zuerst mal das Intro: 

James O’Bri­en

I’m very inte­res­ted in whe­re we’­re hoping to work with the UN is on the vic­tims of of sexu­al vio­lence and armed con­flict or vic­tims and traf­fi­cking in per­sons the­se are are­as whe­re there’s con­stant work to try to reform the Inter­na­tio­nal Sys­tem but we think it’s important to stand up and say this is wrong we’ll high­light the abu­ses and we’ll con­ti­nue to do it becau­se we want that norm to get stron­ger and stron­ger and so I’m hoping we’ll be joi­ned by other coun­tries who have simi­lar pro­vi­si­ons in the way they stand up for sanc­tions so we’­re put­ting teeth behind our decisi­ons to say some­thing is wrong and and that’s a thing we will do again it’s sepa­ra­te from whe­ther we are actual­ly able to iden­ti­fy a per­son who­se beha­vi­or we need to modi­fy or we can deny we can find and deny the resour­ces but it’s important to stand up for the standards - 

Jetzt zum wesent­li­chen Teil:

This also goes bey­ond spe­ci­fic cases of Human Rights abu­ses or anti-corruption it’s it’s important for the glo­bal eco­no­my one of the the strug­gles we’ll all face is with the green tran­si­ti­on whe­re we rea­li­ze that many of the resour­ces nee­ded to build electric cars and other things are around the glo­be and often locked up in long-term con­tracts now tho­se con­tracts rest on a foun­da­ti­on often of cor­rupt beha­vi­or odious labor prac­ti­ces hor­ri­ble envi­ron­men­tal prac­ti­ces and other things that make them vul­nerable to some­thing from sanc­tions if we just sim­ply desi­gna­ted the peop­le who hold tho­se con­tracts and tried to use it as a com­mer­cial tool I don’t think we’d be adding to the legi­ti­ma­cy of the Inter­na­tio­nal sys­tem. What we’d like to see is a strong set of norms and prac­ti­ces ulti­mate­ly rules that govern the sort of con­tracts that allow for the glo­bal use of the­se com­mo­di­ties also for the bet­ter­ment of the peop­le who live near whe­re the­se things are brought out of the ground so chan­ging the sup­ply chains that cur­r­ent­ly feed what’s going to be cri­ti­cal for the green tran­si­ti­on is an area whe­re sanc­tions have a role a, sup­por­ti­ve role but just - but an important role in clea­ring the way for an announ­ce­ment of what the glo­bal stan­dards are now out of all that whe­ther it’s in an eco­no­mic case or human rights case, envi­ron­men­tal or wha­te­ver the point of this is that, sanc­tions should be a pie­ce of estab­li­shing stron­ger inter­na­tio­nal norms and that’s a stance that the admi­nis­tra­ti­on of which I’m part feels the U.S needs to play a strong voice in but we can’t do it alo­ne so we have to do this with our part­ners becau­se this is not an area whe­re one par­ty can sim­ply decla­re what the rules are so it’s an area whe­re we work very clo­se­ly with the Euro­pean Uni­on with our key allies in Euro­pe and with other major sta­tes around the world and I think we’ll try to do more of it as we go.

Geil oder?

Hin­ter­grund vor dem das erzählt wird ist “wir glau­ben, dass Russ­land an der “green tran­si­ti­on” nicht betei­ligt sein wird”.

Kon­text:

Roland Cza­da

Wir sind im Kal­ten Krieg 2.0”

Und hier noch mal das beweg­te Leben des Johan­nes Stangl

Verteidigung an vorderster Front

26. Februar 2023

Lon­don for­dert Waf­fen mit grö­ße­rer Reich­wei­te für die Ukraine 

Der bri­ti­sche Pre­mier­mi­nis­ter Rishi Sunak erneu­ert sei­ne For­de­rung nach einer Lie­fe­rung von Waf­fen mit grö­ße­rer Reich­wei­te an die Ukrai­ne. Ein sol­cher Schritt wer­de hel­fen, kri­ti­sche zivi­le Infra­struk­tur zu schüt­zen und die Ver­tei­di­gung an vor­ders­ter Front zu unter­stüt­zen, erklärt sein Büro am spä­ten Abend. Außer­dem könn­ten die ukrai­ni­schen Streit­kräf­te so leich­ter die rus­si­schen Angrei­fer zurück­zu­drän­gen und eige­nes Ter­ri­to­ri­um zurück­er­obern - so wer­de es Sunak auch beim vir­tu­el­len G7-Gipfel der west­li­chen Wirt­schafts­mäch­te sagen. 

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Witz ohne wei­te­re Worte.

Wie lan­ge muss ich soet­was noch ertragen?

Einst­wei­len “what is a lea­ding ques­ti­on?” bei phoenix:

Was ich nicht ganz ver­ste­he ist der Frie­dens­be­griff. Eigent­lich heißt es auch immer Frie­den ist doch - also das… Ist Frie­den jetzt mit ein­mal das Recht des Stär­ke­ren, weil sie wol­len ja einen Waf­fen­stopp und das wür­de ja bedeu­ten dass die Ukrai­ne zusam­men­bre­chen würde.

WUT? Heißt Frie­den jetzt auf ein­mal Waf­fen­still­stand ohne Auf­rüs­tung im Hin­ter­grund, weil das bedeu­tet ja, dass die Ukrai­ne zusam­men­bre­chen würde!

Selbst aus­ge­dacht die­se Frage?

War­um wür­de die Ukrai­ne bei einem Waf­fen­still­stand zusammenbrechen?

Weil sie die Land­brü­cke zur Krim noch nicht erobert hat die für sie lebens­wich­tig ist?

Weil die Ukrai­ne dort Agrar­flä­chen hat und für immer eine Agrar­öko­no­mie blei­ben möch­te, wie wir alle wis­sen? Mit aktu­ell 10 Mil­li­ar­den Gesamt­um­satz im Jahr die­ser Indus­trie­spar­te? Antei­lig an 200 Mil­li­ar­den GDP?

Weil dort Ener­gie­vor­kom­men für 20 Jah­re lie­gen? Sel­te­ne Erden um die Wirt­schafts­ent­wick­lung zu sichern?

Qua­li­täts­jour­na­lis­mus x2.

edit: Qua­li­täts­jour­na­lis­mus x3

Japa­ni­scher Tou­rist bleibt frei­wil­lig in Charkiw

Van­ja Nikolić
24. Febru­ar 2023, 13:11

Fumi­n­o­ri Tsuki­ko ist seit letz­tem Febru­ar in Char­kiw und denkt nicht dar­an, nach Japan zurück­zu­keh­ren. Der 75-jährige kocht, besorgt Medi­ka­men­te und Spiel­zeug für Kin­der – alles aus eige­ner Tasche

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Suo­ma­lai­nen Itävallassa
vor 24 Stunden

Lie­be Stan­dard Redak­ti­on, so eine Leis­tung, so eine Geschichte…

Wäre das nicht mal was posi­ti­ves aus der Ukrai­ne : Leben anstatt tod, Auf­bau anstatt Zer­stö­rung. Eine Titel sto­ry oder zumin­dest Kopf des Tages.… Danke.

Mar­kus Hagspiel
DER STANDARD

vor 22 Stunden

Dan­ke für die anre­gen­de, gute Idee. Ich lei­te das weiter.

Oh ja, das wär schön! Zei­gen, wie Men­schen auch sind, näm­lich soli­da­risch, krea­tiv und mensch­lich. Den­ke an Aktio­nen wie die von Repair Tog­e­ther, die u.a. Repair-Raves in der Ukrai­ne auf die Bei­ne stel­len: https://www.repair-together.com/

STERBT IHR UNENDLICHEN FUCKING WICHSERSÄUE.

Da braucht das Deutsch­land­ra­dio 7 Arti­kel über die Wie­der­auf­bau­kon­fe­renz in Deutsch­land, um in einem zu Erwäh­nen, dass es sich dabei um eine PR Initia­ti­ve der Bun­des­re­gie­rung gehan­delt hat um die Indus­trie zu mobi­li­sie­ren und kei­ne Bud­gets beschlos­sen wurden.

UND VERFICKTE STANDARD fetzt sich selbst den Schä­del weg, in dem er wäh­rend einer Pha­se in der “die Ukrai­ne mehr von einer Fort­set­zung des Krie­ges pro­fi­tiert als Russ­land” (Veli­na Tscha­ka­ro­va). Anstatt des­sen über feel­good The­men berich­ten will.

Super Idee lie­ber Nut­zer, ich lei­te das gleich an die Redak­ti­on weiter!

RTR? Pres­se­club Con­cordia? Irgendjemand?

Nein, wir sind ja selbst in der Pro­pa­gan­da solidarisch.

Tho­mas Wie­gold weiß nicht was ein low earth Orbit ist (die Star­link Satel­li­ten haben so ganz klei­ne Anten­nen - wie suss!), Tilo Jung erfin­det eine Hell­fire Droh­ne, weil das so geil klingt, bei­de umar­men sich rhe­to­risch, reden Stuss anein­an­der vor­bei und haben sich lieb. Aber der Wie­gold hat sei­ne Infor­ma­ti­on vom Masa­la! Gra­tu­la­ti­on dazu.

Auch sehr geil, Jung stellt die rich­ti­ge Fra­ge, Wie­gold, pivo­tet dank Nicht­wis­sen mei­len­weit weg, um was kom­plett ande­res zu beantworten.

Es geht um Kiew. “Spiel­ten über­ra­schend gewon­ne­ne Schlach­ten eigent­lich eine Rol­le?” Wie­gold will lie­ber über Char­kiw und Cher­son sprechen!

Und wäh­rend der gesam­ten ver­damm­ten Tiptoing-Passacaglia kommt nicht raus was bei Kiew pas­siert ist.

Die Ukrai­ner haben die rus­si­schen Angrei­fer durch­ge­las­sen, die sind bis in die Vor­or­te von Kiew unkon­fron­tiert durch­ge­kom­men. Haben dann die unmit­tel­ba­ren Ver­sor­gungs­ein­hei­ten danach über den Hau­fen geschos­sen. Haben dann in Weiß­russ­land das Schie­nen­netz mit Stay back Ein­hei­ten sabo­tiert, wor­auf Russ­land die Logis­tik auf Stra­ße umstel­len muss­te, die dann durch Kor­rup­ti­on in der Geld­mit­tel­ver­tei­lung nicht wirk­lich ein­satz­fä­hig war UND zusätz­lich noch so struk­tu­riert, dass dem gesam­ten Tross das Ben­zin aus­ge­hen konn­te, das er selbst mit­ge­führt hat (Fragt sich wer da die Plä­ne geschrie­ben hat). Ein­fach durch des­sen Struk­tur und ver­al­te­te Aus­stat­tung, sodass die dann umdre­hen muss­ten und Ein­hei­ten teil­wei­se zu Fuss wie­der nach Weiss­russ­land gestie­felt sind.

Ein­zel­ne Schlach­ten wie die um Hos­to­mel und ein­zel­ne Vor­or­te kurz vor Kiev in der Erst­pha­se waren höchst essen­ti­ell. Die Ukrai­ne hat dort ihre best­aus­ge­bil­dets­ten Trup­pen hin­ver­legt und gro­ße Ver­lus­te in Kauf genom­men. Bis den Rus­sen dann Ver­sor­gung und Muni­ti­on aus­ge­gan­gen ist.

Das ist das Resul­tat - wenn du zum Gesche­hen kei­ne Infor­ma­ti­on mehr lie­ferst, son­dern ein­fach nur noch Kom­men­tar, und Conjecture.

edit: Nächs­te Falschdarstellung:

Butscha ist zum Sym­bol gewor­den, weil damit klar wur­de, wie das rus­si­sche Vor­ge­hen in besetz­ten Gebie­ten ist.”

Nein, falsch.

Augen­zeu­gen­in­ter­views.

Rus­si­sche Kom­man­do­stel­lun­gen in Butscha (in einer Schu­le im Dorf) wur­den von ukrai­ni­schen Com­man­do Ein­hei­ten ange­grif­fen, und viel mili­tä­ri­sches Gerät auf den Stra­ßen vom Butscha ver­nich­tet. Die Rus­sen haben danach Leu­te zusam­men­ge­trie­ben und “befragt”, “Kol­la­bo­ra­teu­re” gesucht. Als da schein­bar nichts raus­ge­kom­men ist, haben sie Trup­pen an meh­re­ren Tagen unter Artil­le­rie­feu­er rum­ge­schickt (von einem Luft­schutz­kel­ler zum nächs­ten), um wahl­los Leu­te zu befra­gen, ein­zu­schüch­tern und zu erschie­ßen. Gesucht wur­de nach “rechts­ex­tre­men, tw. natio­na­lis­ti­schen Tatoos”, die­se Leu­te dann ein­ge­sam­melt und die kamen nicht wie­der (Augen­zeu­gen). Danach wur­de eine gene­rel­le Aus­gangs­sper­re ver­hängt, Män­ner durf­ten nicht mehr auf die Stras­se. (Jeder der raus­ging war Feind und Scharf­schüt­zen haben auf sie geschossen.)

Aus ande­ren Vor­or­ten wis­sen wir durch deut­sche Kor­re­spon­den­ten (müss­te der Focus (edit: oder Stern) gewe­sen sein), dass die Kom­mu­ni­ka­ti­on der Ein­hei­ten mit ihren Leit­stel­len aus­ge­setzt war. War­um wis­sen wir nicht, ver­mut­lich weils nicht so lief wie gedacht, und nur Durch­hal­te­pa­ro­len irgend­wann nicht mehr zün­den. Dass Rus­sen rum­ge­ge­an­gen sind und selbst nicht gewusst haben wie die Lage ist, oder was sie tun soll­ten, teil­wei­se die Zivil­be­völ­ke­rung gefragt haben wie die aktu­el­len Ent­wick­lun­gen rund um Kiew sind.

Ich neh­me jetzt nicht an, dass so das “gene­rel­le rus­si­sche Vor­ge­hen in besetz­ten Gebie­ten ist”. Ver­ge­wal­ti­gun­gen inklusive.

Zumal es unlängst in einer ZDF Repor­ta­ge ein Inter­view mit einem Ukrai­ner zum Schirmthe­ma “ein Jahr Krieg” gege­ben hat des­sen Schwes­ter in Mariu­pol war, mitt­ler­wei­le nach Eng­land flie­hen konn­te, und trotz­dem voll ist mit rus­si­scher Pro­pa­gan­da. Sein Vater eben­so. (Habe mich wirk­lich bemüht sie zu fin­den, war mit Kat­rin Eigen­dorf, kei­ne Chan­ce, die ist mitt­ler­wei­le bei zu vie­len Dokus drin, edit: Gefun­den - bei 9:10 in) Oder jun­ge Müt­ter aus der “20 days in Mariu­pol” Doku­men­ta­ti­on, die mitt­ler­wei­le wie­der in rus­sisch besetz­ten Gebie­ten leben, weil sie dort gebo­ren sind.

Bei soet­was neh­me ich dann nicht an, dass das (Butscha) das Vor­ge­hen der Rus­sen in besetz­ten Gebie­ten ist. Jetzt mal abge­se­hen davon, dass sie gan­ze Städ­te durch Beschuss dem Erd­bo­den gleich­ge­macht haben.

edit: Nächs­ter Schlen­ker von Wie­gold: War­um setzt die Ukrai­ne kei­ne Flug­zeu­ge ein? Wie­gold will lie­ber dar­über reden, dass rus­si­sche Flug­zeu­ge ihre Rake­ten vom Schwar­zen Meer aus abschießen.

Eigent­li­che Ant­wort, weil Russ­land S400 und S300 hat und die funk­tio­nie­ren. Aus euro­päi­schen Debat­ten zu M16 Lie­fe­run­gen. Aber der Wie­gold hat nur den Masa­la - was will er machen.

edit: Nächs­ter Faux pas, auch Wie­gold kennt die Defi­ni­ti­on eines Stell­ver­tre­ter­kriegs nicht. Aber das ist nur ver­ständ­lich, Masa­la kennt sie ja auch nicht.

A pro­xy war is an armed con­flict bet­ween two sta­tes or non-state actors, one or both of which act at the ins­ti­ga­ti­on or on behalf of other par­ties that are not direct­ly invol­ved in the hos­ti­li­ties.[1]

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Defi­ni­ti­on der Ver­ein­ten Natio­nen. ONE OF WHICH reicht. Es müs­sen nicht bei­de sein.

Wie­gold: “Die­se Behaup­tung (Stell­ver­tre­ter­krieg) igno­riert natür­lich völ­lig, dass die Ukrai­ne das macht weil sie um ihr Über­le­ben kämpft.” WELCHE BEHAUPTUNG? Es geht um eine Begriffs­de­fi­ni­ti­on. Ist das ein Stell­ver­tre­ter­krieg, oder nicht?

edit: Nächs­ter Faux pas, war­um Bela­rus die rus­si­schen Ver­sor­gungs­we­ge in den Wes­ten nicht abge­schnit­ten hat, weiß er nicht. Sind die zu schlecht auf­ge­stellt, haben die zu schlech­tes Mili­tär, wol­len die nicht?! Ehm…

The Uni­on Sta­te[b], or Uni­on Sta­te of Rus­sia and Bela­rus,[c] is a supra­na­tio­nal uni­on con­sis­ting of Bela­rus and Rus­sia, with the sta­ted aim of deepe­ning the rela­ti­ons­hip bet­ween the two sta­tes through inte­gra­ti­on in eco­no­mic and defen­se poli­cy.[6][7] Ori­gi­nal­ly, the Uni­on Sta­te aimed to crea­te a con­fe­de­ra­ti­on; howe­ver, both coun­tries cur­r­ent­ly retain their inde­pen­dence.[8] The Uni­on Sta­te is based on a pre­vious inter­na­tio­nal trea­ty bet­ween Rus­sia and Bela­rus[9] made on 2 April 1997.[10]

[…]

The pre­sent goal of the Uni­on Sta­te main­ly focu­ses on eco­no­mic inte­gra­ti­on,[14] taxa­ti­on,[15] and inte­gra­ti­on of defen­se and intel­li­gence appa­ra­tus.[16]

Der Wie­gold das ist ein Jour­na­list. Jour­na­list und Pod­cas­ter. Mit einem Pod­cast zum The­ma Geo­stra­te­gie und Ukrai­ne­krieg! Mit dem Masala!

Tho­mas Wie­gold (* 1960) ist ein deut­scher Jour­na­list mit den Schwer­punk­ten inter­na­tio­na­le Verteidigungs- und Sicher­heits­po­li­tik, Mili­tär und Bundeswehr.

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edit: Nächs­ter Faux Pas: Tilo weiß nicht, dass Russ­land das Getrei­de­ab­kom­men aus­ge­setzt hat, da die Ukrai­ne die rus­si­sche Flot­te mit fern­ge­steu­er­ten Droh­nen aus dem gesi­cher­ten Kor­ri­dor her­aus (GPS Daten) ange­grif­fen hat. Ich mei­ne war­um soll­te man auch den Grund ken­nen, dass Russ­land das Getrei­de­ab­kom­men sei­ner­zeit tem­po­rär aus­ge­setzt hat - ich mein nicht die gan­ze Mel­dung lesen ist auch immer ein Möglichkeit.

edit: Nächs­ter Fehler:
Wie­gold: Russ­land erwar­tet eine Demi­li­ta­ri­sie­rung, eine Zer­stö­rung der mili­tä­ri­schen Fähig­kei­ten der Ukrai­ne. EHM.. NEIN?

Nafta­li Bennett:

And the second issue was - how will Ukrai­ne pro­tect its­elf and guarantees.

Ukrai­ne deman­ded of Rus­sia that it be able to get secu­ri­ty gua­ran­tees from Ame­ri­ca, Fran­ce, all the big ones.

And the­re was an argu­ment, becau­se to Rus­sia a gua­ran­tee is a pact, it’s no dif­fe­rent than NATO.

This is whe­re I brought my expe­ri­ence, I gave it a lot of thought and said, the nego­tia­ti­on is unre­a­son­ab­le becau­se they’­re nego­tia­ting over some­thing they don’t have.

There’s the joke about a guy try­ing to sell the Brook­lyn Bridge to passersby.

This guy did exist.

100 years ago he sold…

-They don’t have the Broo­kyln Bridge.

I said that because… 
Ame­ri­ca will give you guarantees?

It will com­mit that in seven years, if Rus­sia vio­la­tes some­thing, it will send sol­di­ers after lea­ving Afgha­ni­stan and all that?

I said, “Volo­dym­yr, it won’t hap­pen, you won’t get gua­ran­tees, why are you negotiating?”

Then I sug­gested what I cal­led the “Israe­li model.”

We don’t have guarantees.

I said, “I’m the prime minis­ter of Isra­el, “we don’t have gua­ran­tees from anyo­ne, if someo­ne inva­des us tomor­row, nobo­dy has assu­red us and no one will come to save us. What we do have is a strong, inde­pen­dent army that can pro­tect its­elf, so let’s for­get about the­se gua­ran­tee and dis­cuss the para­me­ters for buil­ding mili­ta­ry for­ce, what kind of wea­pons, what pla­nes, how many offi­cers, soldiers…”

Becau­se Rus­sia doesn’t want Ukraine…

So this was a cogni­ti­ve bre­akthrough that they both accepted.

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Wie­so darf sich Wie­gold noch Jour­na­list nennen?

edit: Nächs­ter Feh­ler: Jung: “War­um ist der Zugang zum Schwar­zen mehr für Russ­land nicht durch die Nato gekappt?” Wie­gold: “Naja, da gibt es den Ver­trag von Montreux…”

DIE VERBINDUNG IST GEKAPPT.

On March 1, Tur­key announ­ced that Rus­si­an and Ukrai­ni­an naval ves­sels would not be per­mit­ted to pass from the Medi­ter­ra­ne­an to the Black Sea as long as hos­ti­li­ties continued.

To jus­ti­fy this move, Anka­ra cited Arti­cle 19 of the con­ven­ti­on, which empowers it to clo­se the straits to coun­tries at war unless they are retur­ning to their port of registry.

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War­um die Öffent­lich­keit über­haupt noch infor­mie­ren? Ich weiß es ja nicht, Masa­la, Masa­la, Wie­gold, Wiegold!

Quel­len­prü­fung im Meinungsjournalismus?

Wozu?

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