Wie kann man die Bevölkerung noch verarschen

12. Oktober 2022

Man kann im öffent­lich recht­li­chen Fern­se­hen fal­sche Dicho­to­mien pro­du­zie­ren und verbreiten.

Der Exper­te bringt fol­gen­des ein: Die Ukrai­ne kön­ne mili­tä­risch nicht ver­lie­ren, wenn der Wes­ten sie wei­ter mit schwe­ren Waf­fen versorgt

- die Ukrai­ne ist ohne den Osten und den Süden des Lan­des nicht über­le­bens­fä­hig - das “wäre das Ende der Ukraine”

- die Ukrai­ne ver­liert, wenn der Wes­ten sich spal­ten lässt.

Dar­auf folgt dann der kon­stru­ier­te Schluss, dass Russ­land nur gewin­nen kön­ne, wenn der rus­si­sche Infor­ma­ti­ons­krieg die west­li­chen Bevöl­ke­run­gen spal­ten würde.

Aus der Glei­chung kann man ein paar Din­ge weg­kür­zen - näm­lich tat­säch­lich alles was ope­ra­tiv oder mili­tä­risch im Krieg pas­siert, denn die Ukrai­ne gewin­ne ja, wenn sich der Wes­ten nicht spal­ten lie­ße. Und die Ukrai­ne dür­fe nicht ver­lie­ren sonst wäre der Staat tot.

Folgt: Die Spal­ter und Kriegs­geg­ner in der euro­päi­schen Öffent­lich­keit ent­schei­den über das Schick­sal der Ukraine!

Wir dür­fen nicht auf die hören!

Und wenn wir nicht auf die hören, gewin­nen wir!

Dicho­to­mie perfekt.

Nun, damit gibt es ein paar klei­ne­re Probleme…

Zum Bei­spiel, dass die Ukrai­ne mit einem ukrai­ni­schen Hafen Odes­sa über­le­bens­fä­hig ist. Und sie Odes­sa aktu­ell besitzt. Und damit in Waf­fen­still­stands­ver­hand­lun­gen gehen könnte.

Oder, dass die noch nicht geför­der­ten Roh­stof­fe im Osten zur Selbst­ver­sor­gung der Ukrai­ne 20 Jah­re aus­rei­chen (aufs Erd­gas und den bis­he­ri­gen Ver­brauch bezo­gen), ohne auch nur irgend­ei­ne Auf­bau­tä­tig­keit hin­ein­zu­fak­torn. Wess­halb die Ukrai­ne bei einer Tren­nung von Russ­land (wenn sie kein neu­tra­ler Staat mehr wird) zum erneu­er­ba­ren Ener­gie­zen­trum Euro­pas wer­den muss. Da sie zwar viel Platz hat, sonst aber weni­ge öko­no­mi­sche Assets. (Selbst die Nah­rungs­mit­tel­pro­duk­ti­on zählt nicht wirk­lich, da es sich dabei um eine Bran­che mit 10 Mil­li­ar­den Jah­res­um­satz handelt.)

Oder - dass man mit der Dicho­to­mie ein Tot­schlag­ar­gu­ment hat, bis die Ukra­ne gewon­nen hat - was aktu­ell laut Selen­skyj der Fall ist, wenn in Russ­land “Regime Chan­ge” erreicht wur­de (und der neue rus­si­sche Prä­si­dent ihm im Gespräch die Krim über­gibt, da er “bereits weiß was Sache ist”), oder laut ORF Euro­pa­stu­dio, wenn Russ­land sei­ne Nukle­ar­waf­fen abge­ben muss­te (KOMPLETT PLEMPLEM).

Oder dass die Ukrai­ne nicht ver­lie­ren kann.

Oder dass jeder Geg­ner einer wei­te­ren mili­tä­ri­schen Eska­la­ti­on ein russ­land­ver­ste­hen­der Spal­ter ist.

Oder dass Null­sum­men­spiel Logik hier der ein­zi­ge Aus­weg ist. Oder…

ABER SO EINE FALSCHE DICHOTOMIE, IM ÖFFENTLICH RECHTLICHEN FERNSEHEN, IM HAUPTABEND, KANN BEI DER ÖFFENTLICHEN MEINUNG WUNDER BEWIRKEN!

Fickt euch ihr Schwei­ne, sterbt ihr Wichser.

Die Presse und ihre Leser

12. Oktober 2022

Die Ver­schul­dung des öster­rei­chi­schen Staa­tes stei­gen auf 367 Mil­li­ar­den Euro. Was auch auf­fällt: Die Zins­zah­lun­gen der Repu­blik wer­den sich laut Bud­get­ent­wurf auf 8,7 Mil­li­ar­den Euro verdoppeln.

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Dazu fällt der Pres­se Redak­ti­on eines ein:

Öster­reich soll laut Finanz­mi­nis­ter Magnus Brun­ner gestärkt aus den „schwie­rigs­ten Zei­ten seit Ende des Zwei­ten Welt­kriegs” her­vor­ge­hen. Gelingt das mit die­sen Schwer­punk­ten im Bud­get? Dis­ku­tie­ren Sie mit!

Die Pres­se Leser haben auch bereits tol­le Tipps parat!

Ich tra­ge ger­ne per­sön­lich dazu bei, durch mei­ne Bedürf­nis­se zur Bewäl­ti­gung der Kri­se bei­zu­tra­gen. Aber dazu gehört auch von unse­ren Behör­den eine Redu­zie­rung der Aus­ga­ben, vor allem zum Per­so­nal­auf­wand, über­mä­ßi­ger Sozi­al­leis­tun­gen, radi­ka­le Redu­zie­rung der För­de­run­gen und beson­ders Ände­rung der Flüchtlingspolitik.

Aktu­ell der höchst bewer­te­te Bei­trag unter sechs (gesamt).

Pres­se Leser wis­sen mehr.

Als Pri­vat­per­son kraft­voll in den Auf­schwung der Zukunft ver­zich­ten, gegen stei­gen­de Zin­sen für Struk­tur­in­vest­ments, aber nur wenns den Armen schlech­ter geht als mir!

In einer Stag­fla­ti­on 2023.

Die NGOs haben hier­zu aber auch tol­le Vor­ar­beit geleis­tet. Allei­ne wäre die Bevöl­ke­rung zur Zur­schau­stel­lung von so viel öko­no­mi­schem Wis­sen gar­nicht im Stande.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut abgrund­tief Letz­te. Sterbt ihr Arschlöcher.

edit: Dif­fe­renz zum Zins­s­satz Deutsch­lands steigt um 100%, nicht die Gesamtzinslast.

Das gutartige Leck

12. Oktober 2022

Erin­nert man sich eigent­lich noch an die bei­den Nord­stream Pipe­lines, die vier bös­ar­ti­ge Lecks hat­ten? Was die Medi­en erst­mal nicht als Head­line Arti­kel gebracht haben?

Bei denen die Medi­en der deut­schen Regie­rung einen Tag Bedenk­zeit gege­ben haben, damit sich die deut­sche Regie­rung “Wir befin­den uns in einem Ener­gie­krieg” aus­den­ken konnte?

Wäh­rend die direkt von der Ver­tei­di­gungs­in­dus­trie gekauf­ten Pun­dits (Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Wolf­gang Ischin­ger) ver­laut­bart haben, dass sie zwar kei­ne Bewei­se hät­ten aber es Russ­land war?

Wo sich dann Bloom­berg ver­schluckt hat, als Sachs erwähnt hat dass es der direk­ten diplo­ma­ti­schen Reak­ti­on zur Fol­ge eher die US waren (“Na was hast du dir denn erwar­tet, wenn du den ein­lädst” Sager im Live Programm)?


Stellt sich her­aus, es gibt im deut­schen Ener­gie­krieg, eine Woche spä­ter - auch voll­kom­men benig­ne Lecks. Also Lecks bei denen man sich in einem Ener­gie­krieg qua­si kei­ne Sor­gen machen muss.

Zum Bei­spiel Lecks in der Drusch­ba (*freund­schaft*) Pipe­line durch Polen, die rus­si­sches Öl nach Deutsch­land befördert.

Also obwohl die Betrei­ber­ge­sell­schaft noch nicht weiß was pas­siert ist, wäh­rend die Betrei­ber­ge­sell­schaft gleich­zei­tig weiß, dass es sich im eine “unab­sicht­li­che Beschä­di­gung handelt”.

Wäh­rend die Medi­en bereits wie­der beru­higt sind, denn “die zwei­te Pipe­line funk­tio­nie­re nor­mal” und außer­dem folg­ten alle “plan­mä­ßig den dafür vor­ge­se­he­nen Algo­rith­men”, teil­te der Betrei­ber mit.

Die zwei­te Lei­tung der Pipe­line funk­tio­niert den Anga­ben zufol­ge nor­mal. Dies gel­te auch für ande­re Berei­che der PERN-Infrastruktur. “Zum jet­zi­gen Zeit­punkt han­deln alle PERN-Dienste (Tech­nik, Betrieb, Werks­feu­er­wehr und Umwelt­schutz) nach den für die­se Art von Situa­ti­on vor­ge­se­he­nen Algo­rith­men”, teil­te der Betrei­ber mit.

Bis­lang gibt es kei­ne Hin­wei­se auf die Ursa­che des Aus­falls. Alle Hypo­the­sen sind möglich.”

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Mann, das muss ein echt har­ter Ener­gie­krieg, sein - wenn in Polen so ein unplan­mä­ßi­ges, aber voll­kom­men gut­ar­ti­ges Leck weni­ger rus­si­sches Öl nach Deutsch­land kom­men lässt, das ja kein rus­si­sches Öl mehr bezieht, weil man ja bei nicht rus­si­schen Ener­gie­ge­sell­schaf­ten ein­kauft, die Öl am frei­en Markt ein­kau­fen -- und die Medi­en ver­ges­sen dar­über zu berichten.

So ein unplan­mä­ßi­ges, plan­mä­ßi­ges - aber gut­ar­ti­ges Leck in der Drusch­ba Pipe­line, über das öffent­lich in einem Ener­gie­krieg nicht wirk­lich berich­tet wer­den muss, eig­net sich ja auch her­vor­ra­gend um Deutsch­land über den Win­ter zu bringen.

Jetzt wo die bei­den Nord­stream­pipe­lines nicht mehr exis­tie­ren… Die Russ­land zu dem Zweck hoch­ge­jagt hat, dass Polen über die Drusch­ba Pipe­line poli­ti­schen Druck erzeu­gen kann.

Im Ener­gie­krieg.

Gegen… Russ­land -
in dem von den Medi­en ver­ges­sen wird groß­flä­chig über einen Aus­fall einer wei­te­ren Pipe­line zu berichten…

Sla­va Pol­s­ka. Druz­ba! (*freund­schaft*)

Komm, du das packen wir mal in den Lokal­teil, es ist ja nur eine der größ­ten Pipe­lines Mitteleuropas…

Das Leck ist nach pol­ni­schen Anga­ben wohl nicht auf Sabo­ta­ge zurück­zu­füh­ren. Ursa­che sei eher eine unbe­ab­sich­tig­te Beschä­di­gung, sag­te der für die Energie-Infrastruktur zustän­di­ge Ver­tre­ter Mateusz Ber­ger in einem Tele­fo­nat der Nach­rich­ten­agen­tur Reuters.

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Nur ein klei­nes, gut­ar­ti­ges, absicht­lich unab­sicht­li­ches Leck, ohne einen Hin­weis auf die Ursa­che, im Ener­gie­krieg… Bit­te weitergehen, …

Es gibt heu­te aber auch wie­der gute Nach­rich­ten. Dies­mal im Etat, Standard -

Holtzbrinck-Förderpreis für Wis­sen­schafts­jour­na­lis­mus an STANDARD-Redakteurin Vere­na Mischitz

Klu­ge Dra­ma­tur­gie begeis­te­re Zuschaue­rin­nen und Zuschau­er für hoch­kom­ple­xe Sach­ver­hal­te, begrün­det die Jury

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Mischitzstandard

(Hat wohl auch Thea­ter­wis­sen­schaf­ten studiert.)

Ich schau ja mei­nen Wis­sen­schafts­jour­na­lis­mus auch am Liebs­ten im Stan­dard, wegen der guten Dramaturgie.

Wie kann man Bevölkerungen noch verarschen?

12. Oktober 2022

Tages­schau Edition:

Die jüngs­te Angrif­fe Russ­lands auf Städ­te in der Ukrai­ne sol­len nach Auf­fas­sung der Poli­tik­wis­sen­schaft­le­rin Gwen­d­o­lyn Sas­se Stär­ke demons­trie­ren. Sie sei­en eine Ant­wort auf die erfolg­rei­che Gegen­of­fen­si­ve der Ukrai­ne und auf die Explo­si­on auf der Krim-Brücke. Gleich­zei­tig ste­he Prä­si­dent Wla­di­mir Putin zuneh­mend unter Druck, vor allem durch Hard­li­ner in der eige­nen Partei.

Gesprä­che zwi­schen Russ­land und der Ukrai­ne hält Sas­se der­zeit für nicht denk­bar. Die Ukrai­ne müs­se zunächst genug Gelän­de­ge­win­ne ver­zeich­nen, um über­haupt ver­han­deln zu können.

Bestechen­de Logik. Es ist Russ­land das den Krieg ver­län­gern möchte.

Der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Wolo­dym­yr Selen­skyj hat den Wes­ten zu här­te­ren Sank­tio­nen gegen den rus­si­schen Ener­gie­sek­tor auf­ge­ru­fen. Die rus­si­schen Ein­nah­men aus Öl- und Gas­ex­por­ten zu unter­bin­den, stel­le eine sym­me­tri­sche Reak­ti­on auf Russ­lands Atta­cken auf den “Ener­gie­sek­tor und die Ener­gie­sta­bi­li­tät unse­rer Län­der” dar, sag­te er bei einer Video­kon­fe­renz mit Staats- und Regie­rungs­chefs der sie­ben füh­ren­den west­li­chen Indus­trie­staa­ten (G7). Der­ar­ti­ge Schrit­te könn­ten den Frie­den näher brin­gen, sag­te Selen­skyj. “Sie wer­den den Ter­ror­staat dazu anre­gen, über Frie­den nach­zu­den­ken, über die Unren­ta­bi­li­tät des Krieges.”

Selen­skyj: “Putin sei der Ein­zi­ge der sich einen lan­gen Krieg wünsche.”

Die USA tei­len die Auf­fas­sung der Ukrai­ne, dass Russ­land die schwe­ren Luft­an­grif­fe auf ukrai­ni­sche Städ­te bereits vor der Explo­si­on auf der Krim-Brücke geplant hat. Anschlä­ge die­ses Aus­ma­ßes könn­ten nicht inner­halb von ein paar Tagen aus­ge­ar­bei­tet wer­den, sagt der Spre­cher des Natio­na­len Sicher­heits­ra­tes im Wei­ßen Haus, John Kir­by, dem Sen­der CNN. “Es war eher schon seit gerau­mer Zeit geplant.”

Wohl bereits seit die Ukrai­ne über­gro­ße Brief­mar­ken mit Explo­sio­nen auf der Kertsch­brü­cke druckt und in der Öffent­lich­keit ausstellt…

Die NATO-Staaten wol­len wegen des anhal­ten­den Krie­ges in der Ukrai­ne die Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten für Muni­ti­on und Aus­rüs­tung erhö­hen. “Je län­ger sich die­ser Krieg hin­zieht, des­to wich­ti­ger ist es, dass wir dann auch in der Lage sind, Vor­rä­te wie­der auf­zu­fül­len”, sag­te Gene­ral­se­kre­tär Jens Stol­ten­berg in Brüs­sel. Beim Tref­fen der Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter der 30 NATO-Staaten soll­ten im Lau­fe der Woche ent­spre­chen­de Beschlüs­se getrof­fen wer­den. Die­se wür­den lang­fris­ti­ge Nach­fra­ge für die Indus­trie sichern, die wie­der­um in neue Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten inves­tie­ren müs­se. Dadurch sol­le die die Bereit­stel­lung von Mate­ri­al an die Ukrai­ne beschleu­nigt werden.

Russ­land geht die Muni­ton aus.

Russ­land geht nach Ein­schät­zung bri­ti­scher Geheim­diens­te im Ukraine-Krieg zuneh­mend die Muni­ti­on aus. “Wir wis­sen, und das wis­sen auch rus­si­sche Kom­man­deu­re im Krieg, dass ihnen die Aus­rüs­tung und Muni­ti­on aus­geht”, sag­te der Direk­tor des bri­ti­schen Geheim­diens­tes GCHQ, Jere­my Fle­ming, am Diens­tag einem vor­ab ver­öf­fent­lich­ten Rede­ma­nu­skript zufol­ge, aus dem die BBC zitier­te. Das bri­ti­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um ver­öf­fent­licht seit Beginn des Kriegs unter Beru­fung auf Geheim­dienst­in­for­ma­tio­nen täg­lich Infor­ma­tio­nen zum Kriegsverlauf.

Sor­ry, hier - Russ­land geht die Muni­ti­on aus.

Nach Ansicht des CDU-Außenpolitikers Rode­rich Kie­se­wet­ter müs­sen die Men­schen in Deutsch­land dar­über auf­ge­klärt wer­den, dass der rus­si­sche Angriffs­krieg gegen die Ukrai­ne noch län­ge­re Zeit dau­ern könn­te. “Auch unse­re Bevöl­ke­rung muss dar­auf ein­ge­stellt wer­den, dass die­ser Krieg womög­lich noch zwei Jah­re gehen kann und dass er sich aus­wei­tet”, sag­te Kie­se­wet­ter dem Sen­der Welt.

Gut, dass wir mehr schwe­re Waf­fen lie­fern müs­sen, da Putin nicht mehr eska­lie­ren kann!

Und gut dass unse­re Freun­de im ECFR seit März for­dern die Bevöl­ke­run­gen auf einen län­ge­ren Krieg ein­zu­stel­len. Von März bis heu­te gabs ja auch kei­ne wei­te­ren Eska­la­tio­nen mehr, da Russ­land nicht mehr eska­lie­ren konnte.

Die NATO wird in der kom­men­den Woche ihre jähr­li­chen Manö­ver zur Ver­tei­di­gung des Bünd­nis­ge­biets mit Atom­waf­fen begin­nen. Die bereits lan­ge geplan­te Abschre­ckungs­übung “Stead­fast Noon” sei ein Routine-Training, um die Abschre­ckung sicher und wirk­sam zu hal­ten, sag­te NATO-Generalsekretär Jens Stol­ten­berg. Kern der nuklea­ren Fähig­kei­ten der NATO sei es immer, den Frie­den zu bewah­ren und Aggres­sio­nen zu verhindern.

Bei der Übung im ver­gan­ge­nen Jahr waren Sol­da­ten aus 14 NATO-Staaten, dar­un­ter Deutsch­land, betei­ligt. Sie trai­nier­ten unter ande­rem mit Dut­zen­den Flug­zeu­gen - dar­un­ter waren neben atom­waf­fen­fä­hi­gen Kampf­jets auch kon­ven­tio­nel­le Jets sowie Überwachungs- und Tank­flug­zeu­ge. Nach Anga­ben von Mili­tär­ex­per­ten wird bei den regel­mä­ßig im Okto­ber statt­fin­den­den Stead­fast Noon-Manövern unter ande­rem geübt, wie man die US-Atomwaffen sicher aus unter­ir­di­schen Maga­zi­nen zu den Flug­zeu­gen trans­por­tiert und unter die Kampf­jets mon­tiert. Bei den Übungs­flü­gen wird dann aller­dings ohne Bom­ben geflogen.

Russ­land kann auch gar­nicht mehr eskalieren.

NATO-Generalsekretär Jens Stol­ten­berg hat Russ­land für den Fall des Ein­sat­zes von Atom­waf­fen im Ukraine-Krieg erneut mit Kon­se­quen­zen gedroht. “Wenn Russ­land Atom­waf­fen ein­setzt, wird das ver­schie­de­ne Kon­se­quen­zen haben, auch beim Gebrauch klei­ne­rer ato­ma­rer Waf­fen”, sag­te der Nor­we­ger dem Nach­rich­ten­por­tal “ZDFheute.de” vor einem Tref­fen der Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter der 30 NATO-Staaten am Mitt­woch in Brüs­sel. Er wol­le nicht zu sehr ins Detail gehen. “Das Wich­tigs­te ist, zu ver­hin­dern, dass dies geschieht.”

Stol­ten­berg bezeich­ne­te das Risi­ko eines Ein­sat­zes von Atom­waf­fen durch Russ­land als nach wie vor gering. “Aber die Eska­la­ti­on in der Ukrai­ne und die nuklea­re Bedro­hung Russ­lands macht es not­wen­dig, dass wir sie ernst neh­men und vor­be­rei­tet sind.” Putins nuklea­re Rhe­to­rik bezeich­ne­te der NATO-Generalsekretär als gefähr­lich und rück­sichts­los. “Des­halb haben wir Russ­land so deut­lich zu ver­ste­hen gege­ben, dass ein Atom­krieg nicht zu gewin­nen ist und nie­mals geführt wer­den darf.”

Wir soll­ten Russ­lands Eska­la­ti­ons­po­ten­ti­al ernst neh­men, aber nicht ernst neh­men. Es ist gering.

USA: Kei­ne Hin­wei­se auf Atomwaffen-Einsatz

Den USA lie­gen wei­ter­hin kei­ne Hin­wei­se auf rus­si­sche Vor­be­rei­tun­gen für einen Atomwaffen-Einsatz in der Ukrai­ne vor. “Wir sehen kei­ne Anzei­chen, nichts, was dafür spre­chen wür­de, dass Putin beschlos­sen hät­te, Atom- oder Mas­sen­ver­nich­tungs­waf­fen in der Ukrai­ne ein­zu­set­zen”, sag­te der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­di­rek­tor des Natio­na­len Sicher­heits­ra­tes im Wei­ßen Haus, John Kir­by, in Washing­ton. Man sehe auch kei­ne Anzei­chen dafür, dass die zustän­di­gen Stel­len sich auf eine sol­che Ent­schei­dung vorbereiteten.

Was heißt gering, es gibt nicht mal Anzei­chen dafür.

Kana­da baut Aus­bil­dung ukrai­ni­scher Sol­da­ten aus

Kana­di­sche Exper­ten sol­len in Polen Ukrai­ner in den Berei­chen Minen­räu­mung, Pio­nier­auf­klä­rung und für den Umgang mit Spreng­stoff trai­nie­ren. Wie die kana­di­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Ani­ta Anand bekannt­gab, sol­len dafür etwa 40 Kamp­f­in­ge­nieu­re zu dem NATO-Verbündeten geschickt wer­den. Bei einem Besuch in der pol­ni­schen Haupt­stadt War­schau sag­te sie, die kana­di­schen Exper­ten wür­den in den kom­men­den Wochen damit begin­nen, die pol­ni­schen Streit­kräf­te bei der Aus­bil­dung von ukrai­ni­schen Pio­nier­ein­hei­ten zu unter­stüt­zen. Dies wer­de das Trai­ning ergän­zen, das Ukrai­ner in Groß­bri­tan­ni­en bereits von Kana­da erhiel­ten, sag­te sie bei einem Gespräch mit ihrem pol­ni­schen Kol­le­gen Mari­usz Blaszczak.

Nur Russ­land hat Inter­es­se an einem lang andau­ern­den Krieg.

Pan­zer­wrack darf vor rus­si­scher Bot­schaft aus­ge­stellt werden

Ein zer­schos­se­ner rus­si­scher Pan­zer darf als zeit­wei­li­ges Mahn­mal gegen­über der rus­si­schen Bot­schaft in Ber­lin auf­ge­stellt wer­den. Das ent­schied das Ber­li­ner Ver­wal­tungs­ge­richt und ver­pflich­te­te damit den Bezirk Mit­te zur Geneh­mi­gung der geplan­ten Akti­on eines Ver­eins. Das Pan­zer­wrack kön­ne zwar vor­aus­sicht­lich nicht direkt vor der Bot­schaft auf dem Bou­le­vard Unter den Lin­den auf­ge­stellt wer­den, weil die dor­ti­ge Mit­tel­pro­me­na­de nicht für eine Belas­tung von 40 Ton­nen aus­ge­legt sei. 

Nur Russ­land hat Inter­es­se an einem lang andau­ern­den Krieg.

Selen­skyj: Angrif­fe kön­nen Wie­der­auf­bau nur verzögern

Nach einer zwei­ten Wel­le rus­si­scher Angrif­fe hat der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Wolo­dym­yr Selen­skyj sei­nen Lands­leu­ten einen bal­di­gen Wie­der­auf­bau zer­stör­ter Infra­struk­tur ver­spro­chen. Der Beschuss habe die Repa­ra­tur zuvor beschä­dig­ter Objek­te ledig­lich ver­zö­gert, sag­te Selen­skyj in sei­ner Video­an­spra­che. “Wo es Ver­lus­te gab, gibt es bereits unse­ren Wil­len zum Auf­bau. Wo es irgend­wel­che Hoff­nun­gen des Fein­des gab, wird es nur noch Rui­nen der rus­si­schen Staat­lich­keit geben.”

Nur Russ­land hat Inter­es­se an einem lang andau­ern­den Krieg.

Selen­skyj stellt Antrag für Odes­sa auf Welterbeliste

Der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Wolo­dym­yr Selen­skyj hat die Auf­nah­me der ukrai­ni­schen Hafen­stadt Odes­sa in die Welt­erbe­lis­te der UNESCO bean­tragt. “Wir müs­sen ein kla­res Signal aus­sen­den, sodass die Welt nicht weg­sieht, wenn unse­re gemein­sa­me Geschich­te, unse­re gemein­sa­me Kul­tur, unser gemein­sa­mes Erbe zer­stört wer­den”, sag­te Selen­skyj in einer Video­bot­schaft an den Exe­ku­tiv­rat der UN-Kulturorganisation.

Zur Auf­hei­te­rung.

Biden: Putin hat sich “erheb­lich verkalkuliert”

Russ­lands Prä­si­dent Wla­di­mir Putin hat sich mit sei­nem Angriffs­krieg gegen die Ukrai­ne nach Ansicht von US-Präsident Joe Biden ver­schätzt. “Ich den­ke, er ist ein ratio­na­ler Akteur, der sich erheb­lich ver­kal­ku­liert hat”, sag­te Biden laut TV-Sender CNN in einem Inter­view. Dem­nach sag­te Biden, er glau­be zwar, dass Putin ratio­nal hand­le, sei­ne Zie­le in der Ukrai­ne aber irra­tio­nal sei­en.

Na, schon hei­ter genug?

Was for­dert denn Russ­land aktu­ell denn so? Neu­tra­li­tät der Ukrai­ne und den Besitz der bereits annek­tier­ten Gebie­te. VOLLKOMMEN IRRATIONAL! WIE KANN RUSSLAND DENN FORDERN WAS SIE BEREITS HABEN! (Und die Neu­tra­li­tät der Ukrai­ne.) DIE HABEN SICHER INTERESSE AN EINEM LANG ANDAUERNDEN KRIEG! (Vor allem da sie gemessagt haben, dass sie noch kei­ne genau­en regio­na­len Gren­zen der annek­tier­ten Regio­nen fest­le­gen wol­len. Da sind die Medi­en sofort mit “Ein Zei­chen für Russ­lands Schwä­che” ange­sprun­gen. Die Rus­sen sind da sicher nicht verhandlungsbereit.)

Kreml: Tref­fen zwi­schen Putin und Biden möglich

Die rus­si­sche Füh­rung zeigt sich offen für ein Tref­fen zwi­schen Prä­si­dent Wla­di­mir Putin und US-Präsident Joe Biden. Russ­land wür­de eine sol­che Begeg­nung bei dem bevor­ste­hen­den G20-Gipfel nicht ableh­nen und den Vor­schlag prü­fen, soll­te es einen von den USA erhal­ten, sagt der rus­si­sche Außen­mi­nis­ter Ser­gej Law­row im rus­si­schen Staatsfernsehen.Das Tref­fen der Staats- und Regie­rungs­chefs der 20 wich­tigs­ten Industrie- und Schwel­len­län­der (G20) ist Mit­te Novem­ber auf der indo­ne­si­schen Insel Bali geplant. Russ­land sei auch bereit, sich Vor­schlä­ge zu Frie­dens­ge­sprä­chen anzu­hö­ren, sagt der Außen­mi­nis­ter. Er kön­ne jedoch nicht im Vor­aus sagen, wohin die­ser Pro­zess füh­ren wür­de. Bereits im Juli die­ses Jah­res hat­te es auf Bali ein G20-Treffen der Außen­mi­nis­ter gegeben.

Nur Russ­land hat Inter­es­se an einem lang andau­ern­den Krieg.

G7-Staaten wol­len Putin zur Rechen­schaft ziehen

Die sie­ben füh­ren­den demo­kra­ti­schen Wirt­schafts­mäch­te haben die jüngs­ten rus­si­schen Rake­ten­an­grif­fe auf die Ukrai­ne aufs Schärfs­te ver­ur­teilt und den ukrai­ni­schen Streit­kräf­ten wei­te­re mili­tä­ri­sche Unter­stüt­zung zuge­si­chert. Nach einer Video­kon­fe­renz mit dem ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten Wolo­dym­yr Selen­skyj erin­ner­ten die G7 in einer gemein­sa­men Erklä­rung dar­an, dass “wahl­lo­se Angrif­fe auf unschul­di­ge Zivi­lis­ten ein Kriegs­ver­bre­chen” dar­stell­ten. “Wir wer­den Prä­si­dent Putin und die Ver­ant­wort­li­chen zur Rechen­schaft zie­hen”, heißt es dar­in wei­ter mit Blick auf den Kremlchef.

Nur Russ­land hat Inter­es­se an einem lang andau­ern­den Krieg.

Alle­samt nur Mel­dun­gen vom 11.10.2022

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut Letz­te. Sterbt ihr Schweine.

Sort of neo imperialism

11. Oktober 2022

French “free thin­ker but in an insti­tu­tio­na­li­zed think tank con­text” posi­ti­on on Ukrai­ne, against US deter­mi­nistic one by Fio­na Hill.

Worth the watch.

Short com­ment. If Hill gets her way, mid-/longterm, I’ll for­get myself.

Needs detail­ed ana­ly­sis con­tras­ting the two posi­ti­ons (and mine may­be) - might do that tomorrow.

In short -

French posi­ti­on sees the out at regime chan­ge in Rus­sia, then nor­ma­liz­a­ti­on of relations.

French argu­ment for “neo­co­lo­nia­lism of rus­sia” is a poi­son­ed one - as it, its not very strong to begin with (Only inclu­des Rus­sia, Bela­rus, Ukrai­ne and Kazakh­stan as fur­ther tar­gets (asi­de from the north south cor­ri­dor and inter­ven­ti­ons of rus­si­an for­ces in ‘their peri­phe­ry’ in the years pri­or), if thats “the empi­re”, the west actual­ly real­ly never was that worried… (not just “the lef­tist” posi­ti­on on that)), and moves from “neo­co­lo­nia­lism, defi­ni­te­ly”, to “neo­co­lo­nia­lism is what we have to com­mu­ni­ca­te to our afri­can friends and part­ners, to get them to a prop­per under­stan­ding of the situa­ti­on, to ‘a kind of neo­co­lo­nia­lism’ in the very end. That is very under­han­ded. May­be even random.

The core of the dis­pu­te is, if Euro­pe can find peace in the medi­um term - to which Hills posi­ti­on is the one of a cra­zy MOFO as always

Ever­ything (Poli­ti­cal uni­on, out­re­ach initia­ti­ves, peace buil­ding through tra­de initia­ti­ves, …) fai­led, Putin only tri­es to build empi­re, under a pre­text of nuclear war, which allows him to get away with it, Euro­pe cant exist as a non mili­ta­ris­tic enti­ty, may­be it cant exist at all any­mo­re - in its cur­rent form, also real­ly the only way for­ward from the cur­rent posi­ti­on is Nato, we have to con­vin­ce the 2/3 of the world that dont belie­ve a word of this - the key to this is sole­ly “com­mu­ni­ca­ti­on” *cough*, Putin plan­ned this, Putin is the only deci­ding ele­ment here, he is also cra­zy and irra­tio­nal, I know what Putin thinks, I was cal­led to a pre­cur­sor con­flict when (look that up, was inte­res­ting, for­got the pre­mi­se - didnt seem too sta­ged), … War of attri­ti­on until the end.

To which the french coun­ter­point is, are you cray cray? Peace is pos­si­ble, hope­ful­ly in the near future, Nato is not a given - the rest of the world doesnt belie­ve in our nar­ra­ti­ve posi­ti­on (always seen as a working posi­ti­on to orga­ni­ze lar­ger alli­an­ces), but then the con­ces­si­on - Putin must go, befo­re try­ing to inter­con­nect through tra­de and diplo­ma­cy may beco­me a via­ble posi­ti­on again.

Also the­re is a kill off argu­ment against the glo­bal lef­tist posi­ti­on thrown in the­re some­whe­re, need to find that line again as well…

To which our media sys­tem (ORF Euro­pa­stu­dio) has the fol­lowing nuan­ces to add:

WE MUST TAKE RUSSIAS ATOMIC WEAPONRY AWAY, THEN THE WAR WILL END, AND THEN, …

Die­se Gesell­schaft ist das LETZTE. Sterbt.