Fazit: Es sind die Werte. Und dann sinds wieder nicht die Werte. Und dann sinds wieder die Werte. Um die es geht. Also der Bevölkerung als Souverän.
Trotzdem interessant.
Als Journalist musst du dir noch den guten unterwürfigen Ton draufschaffen, damit du die Interviewte mit dem Gefühl des “komplett verstanden worden seins” aus dem Interview gehen lässt, um dann mit ihrem “Psychiatrie Sager” den Aufmacher zu schreiben. Aber gut. Social Media. Das muss heute sein. Für 277 Aufrufe.
The president tells the public, that there wont be any negotiations, then tells the chief negotiator, that there wont be any negotiations until after a few offensives that might change your negotiation position.
Then the chief negotiator tells the public, that negotiations will begin again in august, after some more fighting.
Nothing on the content or the seriousness with which you will pursue negotiations of course, because - see the chief negotiator has to tell the public that he cant do his job, until more fighting will improve his “starting position” when he will pick up negotiations at a preannounced date!
See - this is public relation work.
Because apparently the role of a negotiator is to tell the public that currently there will be no negotiations, but to also announce, that there will be some, at the end of august.
src: click
Next you need a Klitschko.
To tell the public, that what the ukraine wants most right now is peace (“thats the main war aim”) “as fast as possible”, but that he also knows, that this will still take quite some time…
You can bet your f*cking ass, that thats the two USPR agencies that are advising the Ukraine government on how to deal with the public fallout on a war that still needs to be prolonged in the minds of the Ukraine, the US, and maybe - Russia.
Pepper in some details like “we need a Ukraine that can survive as a state” (no disagreement here, sea access will be needed), then follow it up with “and thats why we cant stray from demanding full territorial integrity, including crimea.
You need a f*cking journalism thats as braindead, as Lanz is on a good day to sell three completely contradicting messages within one fucking week.
But thats what you do, because you need to sell people on the idea, that whatever you need to prolong the war, is your best chance to actually stop the war.
And this is how you do it, using Propaganda.
Diese Gesellschaft ist das Allerletzte.
edit: Chief Negotiator calling for weapons, weapons, weapons.
He must be tha bomb at negotiating, in August of course. Not earlier, and not without calling for weapons, weapons weapons first.
Die Stuiber tut fleißig nicken. Keinem fällt was auf.
Diese Gesellschaft ist das Allerletzte.
edit: Stuiber: Habeck ist unpragmatisch (sie wollte pragmatisch sagen), und unideologisch. Weil er Kohlekraftwerke wieder einschaltet. (Hurra!, weil ers muss hurra! Aber der Habeck erklärts so toll und schaut dabei suba, aus, und erst seine Socken, …) Ich bekomm Kopfweh…
Die Panels werden besser, das letzte am Tag ist sehenswert, insbesondere wegen der Publikumsfragen, dazu aber später.
Treichl im Publikum, Wojciech Przybylski (Res Publica Nowa), Rosa Balfour (Carnegie Endowment for International Peace) und Stefan Lehne (Carnegie Endowment for International Peace - das ist der der die Paper seiner eigenen Institution nicht liest) im Panel.
Topic ist “Something, something the EUs future role in the world”.
Stimmung ist entspannt und amikal, man ist unter Freunden - die Publikumsfragen sind dann unisono ziemlich kritisch.
Aber nichts was man mit nem Epistem nicht wieder wegbehauptet (eher gepredigt) bekommt -- und das sieht diesmal wie folgt aus.
Das Panel wird nach einem Themenfeld gefragt bei dem Europa in Zukunft glänzen könnte - zwecks notwendiger Public Relations Wirkung nach innen - während der kommenden Krisen. Wojciech Przybylski setzt sich gleich mal komplett in die Nesseln und denkt sich aus dem Stehgreif ein “gemeinsam stark gegen Putins Russland” Narrativ aus um Europa ab jetzt öffentlichkeitspolitisch zu einen.
Das ist deswegen eventuell nur so halb prickelnd, da “sich über ein äußeres Feindbild als geeint definieren” eigentlich bereits etwas war, was wir immer den US als “die habens noch nötig” nachgesagt haben. Geht im Wesentlichen darum, dass wenn die Bevölkerung wieder mal Ärger macht, du sie gegen den gemeinsamen Feind aufstachelst, was eine unglaublich “einende” Wirkung hat.
Lehne tappt nicht in das selbe Fettnäpfchen und schlägt anstatt dessen “Wir können Klimawende” als Thema vor, als eines “das die Kommission eh schon besetzt hat”. Ja, safe. Tolles Thema. Merkt die Bevölkerung nie, dass grad CBAM wegbröckelt und uns der Rest der Welt dabei nicht mehr ernst nimmt (Energiekrise). Während die US aktuell noch nur so tun als ob. (Ist das Fazit hier, saug mir das nicht aus den Fingern: click)
Ein weiteres Schmankerl ist Lehne der europäische Eigenständigkeit (nach Makron Definition), ursprünglich als verteidigungspolitische Idee entstanden, nun komplett von diesem Aspekt entkoppelt sieht, da - ich zitiere “die US diesen Aspekt wieder übernommen haben” also wird jetzt diese Bedeutung aus dem Schlagwortkomplex rausgeschrieben. Dh. das Wort kommt in Reden und als Bedeutungshülse in der Außenkommunikation der EU noch vor. Hat jetzt aber nicht mehr dem selben Inhalt und wird in Reden anders verwendet. Lehne ist - während er das vorträgt - tiefenentspannt, zurückgelehnt, Beine überkreuzt, Arme baumeln, “bei uns machen jetzt halt wieder die US die Friedenssicherung”.
Das provoziert dann einen Teil der kritischen Nachfragen - was denn wäre, wenn in den US konservative Kräfte mit einer isolationistischeren Ausrichtung die nächsten Wahlen gewinnen würden. Antwort darauf gibts keine, aber ok, der Fragensteller glaubt auch noch dass US Innenpolitik ihre Außenpolitik bestimmt.. Ich mein, bis das passiert…
Die meisten kritischen Fragen drehen sich um dem Bereich, dass in Punkto Kandidatenstatus für die EU Erweiterung wieder “emotionalisierte Entscheidungsfindungen” über “Grundsatzprinzipien” gewonnen hätten (eine der Kommentatoren im Publikum ist erregt, da sie in der Geste das Reframing des Beitrittskandidatenstatus als Abstellgleis vermutet), aber nichts was man nicht mit einer Predigt zum Wesen und Attraktivität der gelebten Werte nicht wieder ausbügeln kann. Also wird ausgebügelt. Über den Vorwurf “Doppelmoral” ist man natürlich wie immer sehr besorgt.
“Sehr gute Fragen, sehr gute Fragen, …”
Ich weiß wirklich nicht warum ich mir das noch ansehe…
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