Presseclub kennt AP reporting nicht

15. Oktober 2023

Was will man machen.

Hier Unbe­kannt vor der AP:

The Egyp­ti­an offi­cial said Egypt, which often ser­ves as a media­tor bet­ween Isra­el and Hamas, had spo­ken repeated­ly with the Israe­lis about “some­thing big,” without elaborating.

He said Israe­li offi­cials were focu­sed on the West Bank and play­ed down the thre­at from Gaza. Prime Minis­ter Ben­ja­min Netanyahu’s government is made up of sup­por­ters of West Bank sett­lers who have deman­ded a secu­ri­ty crack­down the­re in the face of a rising tide of vio­lence over the last 18 months.

We have war­ned them an explo­si­on of the situa­ti­on is com­ing, and very soon, and it would be big. But they unde­re­sti­ma­ted such warnings,” the offi­cial, who spo­ke on con­di­ti­on of anony­mi­ty becau­se he wasn’t aut­ho­ri­zed to dis­cuss the con­tent of sen­si­ti­ve intel­li­gence dis­cus­sions with the media, told The Asso­cia­ted Press.

src: click (Times of Israel)

Hier die Reak­ti­on Isra­els in der FT:

Egypt claims it war­ned Isra­el that Gaza could ‘explo­de’ befo­re Hamas assault

Israe­li PM call reports of spe­ci­fic warnings in advan­ce of dead­ly incur­si­on ‘abso­lute­ly false’

[…]

The warnings were not hard intel­li­gence about a spe­ci­fic attack, they said. Egypt ins­tead relay­ed con­cerns that “mat­ters could explo­de becau­se of the poli­ti­cal and huma­ni­ta­ri­an situa­ti­on in Gaza”, one of the peop­le said. The other cal­led it a “gene­ral warning”.

Isra­el has denied that it recei­ved a spe­ci­fic warning of Saturday’s attack, which kil­led at least 1,200 Israe­lis, accord­ing to offi­cials, and spar­ked war with Hamas mili­tants who car­ri­ed out the mul­ti­pron­ged assault.

src: click

Vor­auf dann die gesam­te Rie­ge an ver­sam­mel­ten Jour­na­lis­ten im Pres­se­club ein­fach die ägyp­ti­sche War­nung auf die Fra­ge “wie denn west­li­che Sicher­heits­diens­te so ver­sa­gen hät­ten kön­nen” auf Sen­dung nicht mehr öffent­lich erwähnt.

Die AP Mel­dung haben die fünf Köp­fe ein­fach nicht gelesen.

Und The Guar­di­an lesen die fünf halt auch nicht mehr…

A seni­or US poli­ti­ci­an said Isra­el had recei­ved an offi­cial warning from Egypt of a pos­si­ble attack from Gaza three days befo­re Hamas laun­ched its dead­ly cross-border ass­ault on Saturday.

Micha­el McCaul, the chair of the US House for­eign affairs com­mit­tee, spea­king after an intel­li­gence brie­fing to seni­or mem­bers of Con­gress, said it was not clear at what level the warning was given.

We know that Egypt has war­ned the Israe­lis three days pri­or that an event like this could hap­pen,” McCaul, a Repu­bli­can, told repor­ters on Wed­nes­day. “I don’t want to get too much into clas­si­fied [details], but a warning was given. I think the ques­ti­on was at what level.”

src: click

Naja, da kann man nichts machen.

edit: Ah, in die­sem Zusam­men­hang ist es viel­leicht auch noch wesent­lich zu erwäh­ne, dass der Lei­ter des Israe­li­schen Sicher­heits­rats, Tzachi Haneg­bi sich dazu heu­te wie folgt geäu­ßert hat:

Jour­na­lis­tin: “Haben sie mit ägyp­ti­schen Nach­rich­ten­diens­ten gespro­chen und von ihnen Infor­ma­tio­nen bekommen?”

Tzachi Haneg­bi: “Die Ant­wort ist nein, sie haben uns nicht gesagt - das heisst die Ägyp­ter haben uns, oder wen­de­ten sich nicht an uns, haben uns nicht direkt, oder indi­rekt etwas gesagt, also nicht durch zwin­gen­den Auges, oder indi­rekt durch Flüs­tern. Nein. Nie pas­siert. Und wir hat­ten gar kei­ne Kon­tak­te, ehr­lich gesagt mit ihnen, und auch Leu­te die manch­mal in Kon­takt mit ihnen, manch­mal ste­hen - wir haben von ihnen nichts gehört - es ist Fake News, und es wur­de natür­lich dementiert.”

Hier bei 20:40 in:

Man kennt das, ja, wenn wie­der mal die AP mit einer Quel­le spricht die nicht genannt wer­den will, und dann die Finan­cial Times, mit zwei Quel­len spricht, die bestä­ti­gen, dass ein Tref­fen statt­ge­fun­den hat, aber dass im Zuge des­sen nur gene­rel­le War­nun­gen aus­ge­spro­chen wur­den, und dann der Lei­ter des israe­li­schen Sicher­heits­rats bestrei­tet dass es über­haupt ein Tref­fen gege­ben hat.

Fake news.

Ich muss mich also entschuldigen.

Die AP und die Finan­cial Times haben lei­der durch drei unab­hän­gi­ge Quel­len Fake news berich­tet. Wie auch der Guar­di­an - der Micha­el McCaul refe­ren­ziert den Vor­sit­zen­den des US House for­eign affairs com­mit­tee, der das Tref­fen eben­falls bestä­tigt hat.

Fake news, da kann man nichts machen.

edit:

Kon­text:

Washing­ton
CNN

The US intel­li­gence com­mu­ni­ty pro­du­ced at least two assess­ments based in part on intel­li­gence pro­vi­ded by Isra­el warning the Biden admi­nis­tra­ti­on of an incre­a­sed risk for Palestinian-Israeli con­flict in the weeks ahead of Saturday’s seis­mic attack on sou­thern Isra­el, accord­ing to sources fami­li­ar with the intelligence.

One update from Sep­tem­ber 28 war­ned, based on mul­ti­ple streams of intel­li­gence, that the ter­ror group Hamas was poi­sed to esca­la­te rocket-attacks across the bor­der. An Octo­ber 5 wire from the CIA war­ned gene­ral­ly of the incre­a­sing pos­si­bi­li­ty of vio­lence by Hamas. Then, on Octo­ber 6, the day befo­re the attack, US offi­cials cir­cu­la­ted repor­ting from Isra­el indi­ca­ting unusu­al acti­vi­ty by Hamas — indi­ca­ti­ons that are now clear: an attack was imminent.

None of the Ame­ri­can assess­ments offe­red any tac­ti­cal details or indi­ca­ti­ons of the over­whel­ming scope, sca­le and sheer bru­ta­li­ty of the ope­ra­ti­on that Hamas car­ri­ed out on Octo­ber 7, sources say. It is unclear if any of the­se US assess­ments were shared with Isra­el, which pro­vi­des much of the intel­li­gence that the US bases its reports on.

src: click

Stefan Meister, oder Propaganda hat wieder keiner gesehen

15. Oktober 2023

Also hal­ten wir fest:

Die Ukrai­ne ver­tei­digt west­li­che Wer­te, auch wenn die Ukrai­ne ein plu­ra­lis­ti­sches Sys­tem ohne Rechts­staat­lich­keit und mit star­ken Demo­kra­tie­de­fi­zi­ten (Kor­rup­ti­on) ist, so Meis­ter, und der Par­tei­en­plu­ra­lis­mus von Selen­skyj über den Krieg aus­ge­setzt wird (heu­ti­ger Stand, nach Äuße­run­gen Selen­sky­js - kei­ne Wah­len im nächs­ten Jahr), ABER in der Ukrai­ne fin­det ja ein Wer­te­wan­del statt -

wes­halb “die Ukrai­ne ver­tei­digt euro­päi­sche Wer­te” natür­lich kei­ne Pro­pa­gan­da ist, die für das Funk­ti­ons­prin­zip der Ukrai­ne - Stich­wort “wir brau­chen jetzt eine EU-Beitrittsperspektive zur Moti­va­ti­on unse­rer Sol­da­ten” (was offen als Argu­ment vor den Zug­rei­sen Euro­päi­scher Regie­rungs­ver­tre­ter nach Kiew geäu­ßert wur­de und medi­al zir­ku­liert ist, da Selen­skyj selbst es “zur Moti­va­ti­on der Bevöl­ke­rung in der Ukrai­ne” als “Ges­te” öffent­lich ange­fragt hat), not­wen­dig ist, son­dern viel­mehr die Wahr­heit, nichts als die Wahr­heit und die rei­ne Wahrheit.

[Auch wenn wir das Demo­kra­tien gegen Auto­kra­tien Nar­ra­tiv welt­weit nicht mehr wei­ter befeu­ern sol­len, da das nicht funk­tio­niert hat, wes­halb wir davon außen­po­li­tisch Abstand genom­men haben.]

Das schafft der Ste­fan Meis­ter aber nicht mehr als ein­mal in einer Stun­de, oder? 

Aber klar doch. 

Ste­fan Meis­ter ist der Mei­nung dass Putin beim Kriegs­ent­scheid vor allem von Ja-Sagern umge­ben war und so mit zu weni­gen Ein­hei­ten etwas ver­sucht hat, was er nicht schaf­fen konn­te - näm­lich die gesam­te Ukrai­ne ein­zu­neh­men [Meis­ters Mei­nung, ursprüng­lich von Mear­s­hei­mer], aber gleich­zei­tig auch wäh­rend der Covid Kri­se zuneh­mend iso­liert war [auch wenn Nafta­li Ben­nett das Gegen­teil berich­tet hat, näm­lich dass Putin in Sochi in den Wochen davor von sei­ner Entou­ra­ge an Ja-Sagern umge­ben war], und hat in sei­ner Iso­la­ti­on die fal­schen Bücher gele­sen -- trotz­dem ist der Schwarz­meer­ha­fen für Russ­lands Wirt­schaft stark rele­vant [wir err­in­nern uns an den Veni­ce Kom­mis­si­on Report der EU], so stark dass Russ­land jetzt noch nicht über einen Waf­fen­still­stand ver­han­deln wol­len wür­de, und viel stär­ker als der Don­bas -- und gleich­zei­tig der Grund war­um der Krieg jetzt lei­der noch acht­ein­halb Jah­re gehen muss, da die Ukrai­ne ja noch in einer schlech­ten Ver­hand­lungs­po­si­ti­on ist, und nur über­le­ben kann, wenn sie die Krim wie­der zurück­ver­han­delt, da Russ­land sonst - über einen Mili­tär­ha­fen im schwar­zen Meer, die öko­no­mi­sche Lebens­fä­hig­keit der Ukrai­ne in Fra­ge stel­len kann.

Wes­halb Russ­land ja sei­nen wich­tigs­ten Mari­ne­stütz­punkt im Mit­tel­meer in Ver­hand­lun­gen auf­ge­ben müs­se. So Ste­fan Meister.

[Wess­halb Russ­land ja auch Mur­mansk ver­wen­den kön­ne, wenn es sei­nen Ein­fluss in Afri­ka pfle­gen will, sie­he Wer­ner Fass­labend.]

Dass “Putin setzt sich mit Staats­ober­häup­tern an lan­ge Tische, weil er Covid fürch­tet” eine Pro­pa­gan­da­lü­ge war - ist hier­für nicht relevant. 

(Ich muss­te im Stu­di­um an der Uni­ver­si­tät Wien noch ler­nen, dass die lan­gen Tische in Russ­land zur Signal­wir­kung, dass man “in der Posi­ti­on weit aus­ein­an­der­lie­gen wür­de” seit mehr als zwei Jahr­zehn­ten ein­ge­setzt wer­den. Das war in mei­nem Stu­di­um noch Prüfungsstoff.)

Dass Fio­na Hill (Broo­kings Insti­tu­ti­on) das “Putin denkt er sei ein Zar” Nar­ra­tiv in der Öffent­li­chen Ver­brei­tung erfun­den und wei­ter­ge­tra­gen hat -- und das von ihr bis zur voll­kom­me­nen Unglaub­wür­dig­keit zuge­spitzt wur­de (“vor dem Kreml steht auch ein Sta­tue von einem Vla­di­mir - die Putin in Auf­trag gege­ben hat, und die sei jetzt wegen Doppel-Vladimir, ganz beson­ders für die Inter­pre­ta­ti­on rele­vant”), wäh­rend die Dame aber immer noch durch den eng­lisch­spra­chi­gen außen­po­li­ti­schen Debat­ten Cir­cuit getin­gelt ist, um aktiv auf die Fra­ge zu ant­wor­ten “Was denn Putin denkt -”, spielt dabei auch kei­ne Rolle --

und dass jeder ein­zel­ne Aspekt des­sen was Putin in “den von ihm refe­ren­zier­ten fal­schen Geschichts­ka­non” aus einem Pro­pa­gan­da­ge­sichts­punkt im Hin­blick auf die Rus­si­sche Gesell­schaft wirk­mäch­tig ist (“ein Volk”, “eine Nati­on”, “Unge­rech­tig­keit”, “Nazis”, “Heim­ho­len”, “unse­re reli­giö­sen Brü­der”, …), ist auch nicht wei­ter relevant --

da die Deut­sche Gesell­schaft für Aus­wär­ti­ge Poli­tik (DGAP) halt lei­der eben­falls wie­der kei­ne Pro­pa­gan­da ent­deckt hat.

Was will man machen…

Gut, die Broo­kings Insti­tu­ti­on ist insti­tu­tio­nell dazu da ame­ri­ka­ni­sche außen­po­li­ti­sche Inter­es­sen welt­weit durch­zu­set­zen, und die Dame war die Ers­te die das Nar­ra­tiv medi­al ver­brei­tet hat - aber das muss halt so sein, das hat schon sei­ne Rich­tig­keit, was will man machen.

Also neben Ste­fan Meis­ter in ein­zel­nen Momen­ten dabei zuse­hen, wie er Argu­men­te auf Fra­gen ersinnt, dann ideo­lo­gisch abwägt - und erst dann von sich gibt.

So ist er bei­spiels­wei­se auch der Mei­nung, dass eine Ukrai­ne noch deut­lich mehr Waf­fen­lie­fe­run­gen benö­ti­gen wird, und auch noch ein­mal eska­liert wer­den wür­de, damit die Ukrai­ne in die Mög­lich­keit ver­setzt wird, die Krim durch eine bes­se­re Aus­gangs­la­ge in Ver­hand­lun­gen wie­der zurück­ver­han­deln zu kön­nen, hält es aber gleich­zei­tig für eine Fra­ge der Abwä­gung dass die deut­sche Poli­tik der­zeit im Krieg zurück­hal­tend agiert und Tau­rus noch nicht gelie­fert wird.

Für jeman­den der ein­gangs erwähnt, dass es ihn nicht in die Poli­tik gezo­gen habe, da er nicht damit zurecht­ge­kom­men wäre poli­tisch ant­wor­ten und oppor­tu­nis­tisch agie­ren zu müs­sen, ist das ein­fach eine außer­ge­wöhn­li­che Leistung.

edit:

Noch ein fina­les Argu­ment des Ver­tre­ters der DGAP -- die deut­sche Rech­te (AfD) die ja putin­na­he ist, set­ze sich nur für einen schnel­le­ren Frie­den ein, da das The­ma von kei­ner ande­ren Par­tei poli­tisch besetzt wäre.

Putin selbst wäre ja eigent­lich für einen län­ge­ren Krieg.

Jetzt setzt sich aber gleich­zei­tig in den USA Code Pink (Frie­dens­ak­ti­vis­mus Sze­ne), die ja eben­falls putin­na­he sind - für eine Been­di­gung des Krie­ges ein, wer­den aber dort von San­ders nicht gehört, da der zuvor auf demo­kra­ti­sche Par­tei­li­nie gebracht wur­de für einen län­ge­ren Krieg zu sein - Zitat Code Pink Akti­vis­tin, und der Stan­dard muss­te noch schnell in Wien den Frie­dens­gip­fel der inter­na­tio­na­len Frie­dens­be­we­gun­gen -- an sei­nem ursprüng­li­chen Aus­tra­gungs­ort nicht mehr statt­fin­den las­sen, da der ja von Russ­land unter­wan­dert war --

Der Pres­se­club Con­cordia schlägt dem Fass grad den Boden aus

Was dann aber von der Wie­ner Zei­tung (Gott hab sie see­lig) noch über ein letz­tes Kom­men­tar zurück­ge­wie­sen wurde.

Passt

Ich hof­fe sie ken­nen sich aus.

Der Standard seziert Lifestyle Antisemitismus

15. Oktober 2023

Und ist mitt­ler­wei­le nicht mehr offen dabei gegen “ehe­mals erfolg­rei­che Pod­cas­te­rin­nen” zu het­zen (die ich bis heu­te weder ken­ne, noch gehört habe), jetzt nur noch mit einem Ver­weis und unter der Hand.

Zu BDS weiß der Stan­dard, dass es sowohl -

Am Mitt­woch waren es das Bünd­nis “Paläs­ti­na Soli­da­ri­tät Öster­reich” und BDS Aus­tria, die hin­ter der Kund­ge­bung stan­den. BDS ist ein loser, inter­na­tio­na­ler Zusam­men­schluss, der für den Boy­kott israe­li­scher Waren eintritt.

dass es sowohl ein loser inter­na­tio­na­ler Ver­bund ist -

der inter­na­tio­nal aber von der Hamas, dem isla­mi­schen Staat und dem Putin Troll von Pink Floyd unter­stützt wird!

Er wird von isla­mis­ti­schen Ter­ror­grup­pen wie der Hamas sowie dem Isla­mi­scher Jihad unter­stützt, aber auch von Per­sön­lich­kei­ten aus der Pop­kul­tur, dem Pink-Floyd-Mitbegründer Roger Waters etwa.

Und Bri­an Eno, und Varou­fa­kis, sie­he fol­gen­des Spie­gel Interview:

[…] Das klingt alles ein biss­chen naiv, eine Pri­se uto­pisch, aber eben auch aus­rei­chend plau­si­bel. Ins Strau­cheln kommt die Hoff­nung aber, spricht man Eno auf sein Ver­hält­nis zur umstrit­te­nen BDS-Kampagne an, der inter­na­tio­na­len Kam­pa­gne zur kul­tu­rel­len Iso­la­ti­on des israe­li­schen Staats, die ja auch zu den neu­en For­men poli­ti­scher Teil­ha­be zählt. Eno ist hier sehr enga­giert. Zuletzt hat er Nick Cave in einem öffent­li­chen Brief gebe­ten, nicht in Tel Aviv auf­zu­tre­ten - der spiel­te trotz­dem, viel­leicht sogar des­we­gen. Eno quit­tiert die Fra­ge mit einem Seuf­zen: “War­um sind es immer deut­sche Jour­na­lis­ten, die mich nach BDS fragen?”

Viel­leicht, weil wir kei­ne “Kauft nicht bei Juden”-Haltung unter­stüt­zen? “Euer Pro­blem in Deutsch­land ist”, sagt Eno, “dass es immer mit die­sem Satz über­setzt wird”. Die Regie­rung in Isra­el nut­ze Kul­tur als Pro­pa­gan­da. Kon­zer­te in Isra­el sei­en die lukra­tivs­ten der Welt, bis­wei­len wür­den bis zu fünf Mil­lio­nen Dol­lar bezahlt. “War­um? Weil sie glau­ben, dass du ein rich­tig guter Künst­ler bist?”

Eno räumt ein, dass “BDS auch eine Schat­ten­sei­te hat”. Für ihn wür­den aber die posi­ti­ven Effek­te über­wie­gen. Varou­fa­kis über­nimmt und bemüht sich um Dif­fe­ren­zie­rung: “Man muss unter­schei­den zwi­schen BDS in Eng­land und BDS in Deutsch­land, das ohne Zwei­fel von Anti­se­mi­ten unter­wan­dert ist.” Isra­el habe gro­ßes Inter­es­se dar­an habe, Anti­se­mi­tis­mus und Kri­tik an sei­ner Poli­tik als etwas Iden­ti­sches erschei­nen zu las­sen: “Und BDS in Deutsch­land spielt dem in die Hände.”

src: click

Trotz weit­ge­hen­der poli­ti­scher Iso­lie­rung schaf­fen es die­se Akti­vis­ten und Akti­vis­tin­nen, Jugend­li­che mit ihren Demons­tra­tio­nen anzu­spre­chen. Es sind haupt­säch­lich jun­ge Men­schen, für die Soli­da­ri­tät mit Paläs­ti­nen­sern und Paläs­ti­nen­se­rin­nen zum Life­style gehört. Ver­gleich­bar mit gro­ßen Tei­len der Lin­ken vor 30 oder 40 Jah­ren, die blind gegen­über Anti­se­mi­tis­mus waren. “Paläs­ti­na Soli­da­ri­tät Öster­reich“ und BDS ste­hen mitt­ler­wei­le für lin­ken Antisemitismus

der aber zusam­men mit Paläs­ti­na Soli­da­ri­tät Öster­reich mitt­ler­wei­le für lin­ken Anti­se­mi­tis­mus steht.

Das zwei­te­re ist argu­men­ta­ti­ves Cou­pling, da die Hom­peage der “Paläs­ti­na Soli­da­ri­tät Öster­reich“ von einer Orga­ni­sa­ti­on namens Anti­im­pe­ria­lis­ti­schen Koor­di­na­ti­on betrie­ben wird, auf deren Face­book Sei­te sich wider­um 2019 ein Pho­to eines Man­nes bei einer ihrer Ver­an­stal­tun­gen fin­det, dem Geheim­dienst­krei­se eine gewis­se Nähe zur Hamas nachsagen.

Sein Name tauch­te in Arti­keln eben­so auf wie in einem deut­schen Ver­fas­sungs­schutz­be­richt in die­sem Zusam­men­hang. Dar­in wird erwähnt, dass er die “Paläs­ti­nen­si­sche Ver­ei­ni­gung in Öster­reich” lei­te­te, die “2003 von den USA wegen Zuge­hö­rig­keit zum welt­wei­ten Hamas-Finanzierungsnetzwerk in die Lis­te der Orga­ni­sa­tio­nen auf­ge­nom­men wur­de, die den Ter­ro­ris­mus unter­stüt­zen”. Die “Paläs­ti­nen­si­sche Ver­ei­ni­gung in Öster­reich” wur­de dar­auf­hin auf­ge­löst, der Mann blieb aber wei­ter­hin aktiv, wie sein Besuch bei der erwähn­ten Ver­an­stal­tung [2019] belegt. Er orga­ni­sier­te euro­pa­weit Ver­an­stal­tun­gen, die von Geheim­diens­ten mit Argus­au­gen beob­ach­tet wurden.

Tol­le Assoziationskette.

Wei­ters sol­le die Hamas dem­nächst in Deutsch­land mit einem Betä­ti­gungs­ver­bot belegt werden -

Öster­reich und Deutsch­land wer­den von der Hamas als Rück­zugs­raum betrach­tet, in dem die Orga­ni­sa­ti­on sich im Ver­bor­ge­nen dar­auf kon­zen­triert, Spen­den­gel­der zu sam­meln und Per­so­nen zu rekru­tie­ren. Die EU hat die Hamas als Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on ein­ge­stuft. Der Euro­päi­sche Gerichts­hof hat die­se Ein­stu­fung bestä­tigt. In Deutsch­land soll die Hamas mit einem Betä­ti­gungs­ver­bot belegt wer­den, um ihre Akti­vi­tä­ten zu unter­bin­den. Solch ein Ver­bot wur­de bereits gegen den soge­nann­ten Isla­mi­schen Staat erlassen.

Wir haben den Direk­tor des Ame­ri­can Jewish Com­mi­tee dazu ein Kom­men­tar abge­ben lassen.

Seit Jah­ren kann man beob­ach­ten, dass Orga­ni­sa­tio­nen, die der Hamas zuge­ord­net wer­den, in Euro­pa Kon­fe­ren­zen ver­an­stal­ten und Demons­tra­tio­nen koor­di­nie­ren, ohne dass dies für gro­ße Auf­merk­sam­keit sorgt. „Es wird Zeit, dass die Sicher­heits­be­hör­den die­se Orga­ni­sa­tio­nen aus der Deckung holen und ihre Akti­vi­tä­ten unter­bin­den”, sagt Rem­ko Leem­huis, Direk­tor des Ame­ri­can Jewish Com­mit­tee (AJC) Ber­lin, der sich seit Jah­ren mit den Struk­tu­ren der Hamas beschäftigt.

Hier die Asso­zia­ti­ons­ket­te in etwas ausführlicher --

Dass anti­se­mi­ti­sche Ter­ror­or­ga­ni­sa­tio­nen ‚BDS‘ unter­stüt­zen ist an sich nichts Neu­es. Im BDS-Koordinierungskomitee wer­den an ers­ter Stel­le die ‚Natio­nal and Isla­mic For­ces in Pales­ti­ne‘ genannt. Zu die­sen zählt unter ande­rem das ‚Isla­mic Resis­tance Move­ment‘, also die radi­kal­is­la­mis­ti­sche Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on ‚Hamas‘, der ‚Isla­mi­sche Dschi­had in Paläs­ti­na‘ und die ‚Volks­front zur Befrei­ung Paläs­ti­nas‘ (PFLP).“.(Meldung auf Boy­cott Anti-Semitism: „Dicke Freun­de: Die Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on Hamas ‚salu­tiert‘ der ‚BDS‘-Kampagne auf Twitter“

src: click

Also fas­sen wir zusam­men - im Koor­di­na­ti­ons­ko­mi­tee von BDS (einem “losen Ver­bund”) fin­den sich die “Natio­nal and Isla­mic For­ces in Pales­ti­ne”. Zu denen zählt das “Isla­mic Resis­tance Move­ment” der Isla­mi­sche Dschi­had in Paläs­ti­na, und die Volks­front zur Befrei­ung Palästinas.

BDS Öster­reich (loser inter­na­tio­na­ler Ver­bund) und “Paläs­ti­na Soli­da­ri­tät Öster­reich” stan­den hin­ter der abge­sag­ten Demo am Mittwoch.

Paläs­ti­na Soli­da­ri­tät Öster­reich” sei des­halb so pro­ble­ma­tisch, weil sie 2019 auf ihrer Face­book Sei­te einen Mann in einer ihrer Ver­an­stal­tun­gen gezeigt haben, dem Geheim­dienst­krei­se eine Ver­bin­dung zur Hamas nach­sa­gen. Der bereits davor die “Paläs­ti­nen­si­sche Ver­ei­ni­gung in Öster­reich” gelei­tet hat, die 2003 von den USA wegen Zuge­hö­rig­keit zum welt­wei­ten Hamas-Finanzierungsnetzwerk in die Lis­te der Orga­ni­sa­tio­nen auf­ge­nom­men wur­de, die den Ter­ro­ris­mus unter­stüt­zen. Und danach auf­ge­löst wurde.

Dem BDS wer­den dann noch ungus­tiö­se Sticker-Aktionen zum Vor­wurf gemacht - mit denen die­ser zum Boy­kott des Kaufs Isra­el­si­cher Waren auf­ruft, da das B ja für Boy­kott steht.

Kei­ne Erwäh­nung findet -

For years, Net­an­ya­hu prop­ped up Hamas. Now it’s blown up in our faces

The premier’s poli­cy of trea­ting the ter­ror group as a part­ner, at the expen­se of Abbas and Pales­ti­ni­an state­hood, has resul­ted in wounds that will take Isra­el years to heal from

For years, the various governments led by Ben­ja­min Net­an­ya­hu took an approach that divi­ded power bet­ween the Gaza Strip and the West Bank — brin­ging Pales­ti­ni­an Aut­ho­ri­ty Pre­si­dent Mahmoud Abbas to his kne­es while making moves that prop­ped up the Hamas ter­ror group.

The idea was to pre­vent Abbas — or anyo­ne else in the Pales­ti­ni­an Authority’s West Bank government — from advan­cing toward the estab­lish­ment of a Pales­ti­ni­an state.

src: click (Times of Israel)

Und plötz­lich sehen wir - war­um sich die BBC in der Bericht­erstat­tung bis heu­te nicht dazu durch­rin­gen konn­te Hamas als Ter­ro­ris­ten zu bezeichnen.

BBC erklärt, war­um sie Hamas nicht »Ter­ro­ris­ten« nennt

Wie bezeich­net man die Hamas? Für die bri­ti­sche Regie­rung ist sie eine ter­ro­ris­ti­sche Orga­ni­sa­ti­on. Pre­mier Sunak kri­ti­siert die BBC. Die öffentlich-rechtliche Anstalt pocht auf ihre Neutralität.

src: click

Nicht weil sie kei­ne wären, sie sind inter­na­tio­nal auf allen wesent­li­chen Ter­ror­lis­ten, und der Ter­ror­an­schlag am 7. Okto­ber war defi­nitv Ter­ror, und wur­de in Öster­reich, sowie inter­na­tio­nal auch als Ter­ror verurteilt --

das Pro­blem ist, dass wenn bestimm­te Posi­tio­nen zuerst aus poli­ti­schem Kal­kül groß­ge­macht wer­den, dann in Wah­len abso­lu­te Mehr­hei­ten bekom­men (Hamas im Gaza-Streifen) -- dann aus bis­her unbe­kann­ten Grün­den der mili­tä­ri­sche Flü­gel der Hamas durch­dreht, dann aus nach­voll­zieh­ba­ren Grün­den alles dar­auf pocht die Hamas öffent­lich als Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on zu bezeich­nen und sich von ihr zu distanzieren -

dann bleibt Paläs­ti­na Akti­vis­ten noch was?

Insti­tu­tio­nen auf­zu­lö­sen - die von der Hamas als Regie­rungs­or­ga­ni­sa­ti­on gestützt und zum Teil koor­di­niert wur­den - und neue Orga­ni­sa­tio­nen zu gründen.

Die dann aber wegen eines Ver­dachts aus Geheim­dienst­krei­sen (und Ver­an­stal­tun­gen in 2019) eben­falls wie­der aus nach­voll­zieh­ba­ren Grün­den in ein bestimm­tes Eck gescho­ben werden.

Das Pro­blem hier ist das “mitt­ler­wei­le” - in fol­gen­dem Absatz -

Trotz weit­ge­hen­der poli­ti­scher Iso­lie­rung schaf­fen es die­se Akti­vis­ten und Akti­vis­tin­nen, Jugend­li­che mit ihren Demons­tra­tio­nen anzu­spre­chen. Es sind haupt­säch­lich jun­ge Men­schen, für die Soli­da­ri­tät mit Paläs­ti­nen­sern und Paläs­ti­nen­se­rin­nen zum Life­style gehört. Ver­gleich­bar mit gro­ßen Tei­len der Lin­ken vor 30 oder 40 Jah­ren, die blind gegen­über Anti­se­mi­tis­mus waren. “Paläs­ti­na Soli­da­ri­tät Öster­reich“ und BDS ste­hen mitt­ler­wei­le für lin­ken Antisemitismus.

Denn wenn der Auf­ruf den Slo­gan “from the River to the Sea” als extre­mis­tisch ein­zu­stu­fen einen Tag vor der Demo Absa­ge im bri­ti­schen Par­la­ment kommt, und Hamas in Deutsch­land erst mit einem Betä­ti­gungs­ver­bot belegt wer­den soll (in Öster­reich sind Sym­bo­le der Hamas ver­bo­ten, offi­zi­el­le Orga­ni­sa­tio­nen die von Hamas betrie­ben wer­den gibt es nicht), und dann das Ein­la­den eines geheim­dienst­be­kann­ten Hamas nahen Vertreters/Finanziers aus­reicht um eine wei­te­re Vor­feld­or­ga­ni­sa­ti­on in Öster­reich als Extre­mis­mus nahe zu sehen -

aber Hamas gleich­zei­tig über Jah­re von Isra­el groß­ge­macht wur­de, um sie als poli­ti­schen Spiel­ball ein­zu­set­zen, respek­ti­ve sie mit Finanz­mit­teln zu kon­trol­lie­ren und “ruhig zu stellen” -

vgl.

NZZ am 07.10.:

Wir sehen die Fol­ge auf bei­den Sei­ten: Umfra­gen zeig­ten zuletzt, dass die Radi­ka­li­sie­rung zuge­nom­men hat und auch der Extre­mis­mus. Isra­el hat eine gra­vie­ren­de Fehl­ein­schät­zung gemacht: Die Füh­rung ist davon aus­ge­gan­gen, die Hamas nach der letz­ten mili­tä­ri­schen Eska­la­ti­on im Jahr 2021 ruhig­ge­stellt zu haben: Man liess Geld aus dem Aus­land nach Gaza flies­sen und ver­gab gross­zü­gi­ger als zuvor Arbeitsgenehmigungen.

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wäh­rend das dann trotz­dem noch aus­reicht um jeg­li­che Demons­tra­tio­nen abzu­sa­gen -- wäh­rend gleich­zei­tig “white phos­phor” auf Paläs­ti­na runterprasselt -

da es der Jour­na­lis­mus erst durch “Gesin­nungs­jour­na­lis­mus” schafft in den Stun­den davor die ent­spre­chen­den Grup­pen als “ter­ror­na­he” zu iden­ti­fi­zie­ren - dann führt das zu Problemen.

Ich bin geneigt zu sagen, zum Glück wur­de die Nach­fol­ge Demo (nicht von die­sen Orga­ni­sa­tio­nen orga­ni­siert [Ver­mu­tung, habe dies­be­züg­lich kei­ne öffent­li­che Bericht­erstat­tung gele­sen]) ges­tern nicht verboten.

Hier das Argu­ment der BBC. (vgl. click)

Die Paläs­ti­nen­ser, inklu­si­ve Hamas, wer­den von ihr in der Bericht­erstat­tung nicht als Ter­ro­ris­ten bezeich­net (selbst wenn sie auf Ter­ror­lis­ten auf­schei­nen), da die BBC einer neu­tra­len Bericht­erstat­tung ver­pflich­tet ist - und neu­tra­le Bericht­erstat­tung zur Lösung des Kon­flik­tes bei­tra­gen kann.

Die BBC hat das wäh­rend des gesam­ten IRA Ter­rors hin­weg durch­ge­zo­gen, da es dabei hilft - weni­ger extre­me Lösun­gen des Kon­flikts im öffent­li­chen Raum des “noch mög­li­chen” zu ver­or­ten. Wenn eine gesam­te Volks­grup­pe, oder wie hier die Mehr­heits­re­gie­rung einer Volks­grup­pe andau­ernd die Ter­ro­ris­ten Bezeich­nung vor­ge­hal­ten bekommt, dann fes­tigt sich das in Öffent­li­chen Bil­dern und Mei­nun­gen und ver­stärkt Radikalisierung.

Im Unter­schied zum 11. Sep­tem­ber Bild, geht es hier näm­lich um einen bereits bestehen­den, oder (je nach Inter­pre­ta­ti­on) dro­hen­den Krieg zwi­schen einem Ter­ror­staat - und das an ihn angren­zen­de Isra­el, bei dem dann die Bevöl­ke­rung ver­zwei­felt in die Kame­ra state­men­ted “was haben wir denn getan, dass wir das ver­dient haben”.

Aber das ist wie­der dem Stan­dard egal, wenn er nur sei­ne Gesinnungsjournalismus-Masche abspu­len kann.

Wir haben Ter­ro­ris­ten noch Ter­ro­ris­ten genannt!

Und die Eltern gewarnt, dass sie ihre Kin­der von denen fern­hal­ten sollen!

Also ver­spä­tet, und dann mit Nach­for­schung einer Asso­zia­ti­ons­ket­te in 2019 belegt, und außer­dem Hamas!

Und dass auch die Rechts­po­pu­lis­ten in Isra­el mit zuneh­men­dem Extre­mis­mus gespielt und die Hamas als “Spalt­keil” groß gemacht haben, ver­ges­sen wir in der Berichterstattung.

Und das in der Form zu ver­ste­hen ist jetzt Lifestyle-Antisemitismus.

Und daher erneut die Bit­te -- dann arbei­tet euch doch an der BBC ab, die kön­nen wenigs­tens noch öffent­lich dar­auf reagie­ren. ALLES im Umfeld des Stan­dard ist dar­auf aus­ge­rich­tet kri­ti­sche Stim­men zu denun­zie­ren und zu deplat­for­men, und dann eine schö­ne Ein­heits­mei­nung und einen zwei­ten län­ge­ren Krieg in unse­ren Tagen hin­läng­lich mit­pro­vo­ziert zu haben - für die rich­ti­ge Gesin­nung im Journalismus.

Weil man Ter­ro­ris­mus eben auch Ter­ro­ris­mus nennt.

Ja, eini­gen wir uns dar­auf, machen wir - und weiter?

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Österreich du geile Sau - Part 2

14. Oktober 2023

Da hat es die Wie­ner Poli­zei doch glatt ins eng­lisch­spra­chi­ge Wiki­pe­dia geschafft!

The slo­gan is ver­sa­ti­le with nume­rous varia­ti­ons inclu­ding “From the river to the sea, Pales­ti­ne will be free”,[10] “Pales­ti­ne is ours from the river to the sea”, and “Pales­ti­ne is Isla­mic from the river to the sea”.[11] Isla­mic scho­l­ars claim the Mah­di will also decla­re the slo­gan in the fol­lowing for­mat: “Jeru­sa­lem is Arab Mus­lim, and Pales­ti­ne — all of it, from the river to the sea — is Arab Muslim.”[12] Sup­por­ters of the slo­gan argue that it is cal­ling for a sin­gle sta­te in all of his­to­ric Pales­ti­ne whe­re peop­le of all reli­gi­ons have equal citizenship.[13] Cri­tics of the slo­gan, on the other hand, argue that it is cal­ling for the land to be pla­ced ent­i­re­ly under Arab rule at the cost of the Sta­te of Israel.[14]

On Inter­na­tio­nal Day of Soli­da­ri­ty with the Pales­ti­ni­an Peop­le in 2018, Ame­ri­can aca­de­mic Marc Lamont Hill made a speech at the United Nati­ons ending with the words: “…we have an oppor­tu­ni­ty, to not just offer soli­da­ri­ty in words, but to com­mit to poli­ti­cal action, grass­roots action, local action, and inter­na­tio­nal action that will give us what jus­ti­ce requi­res. And that is a free Pales­ti­ne, from the river to the sea.”[15] The Anti-Defamation League accu­sed Hill of using the phra­se “from the river to the sea” as code for the dest­ruc­tion of Israel.[16] Hill was then fired from his posi­ti­on as a poli­ti­cal com­men­ta­tor for CNN.[17]

During the 2023 Israel–Hamas war, when Pales­ti­ni­an mili­tant groups led by Hamas inva­ded Isra­el from the Gaza Strip [on 10 Octo­ber 2023], the Bri­tish home secreta­ry Suel­la Bra­ver­man pro­po­sed cri­mi­na­li­sing the slo­gan in cer­tain contexts.[18] On 11 Octo­ber 2023, Vien­na poli­ce ban­ned a pro-Palestinian demons­tra­ti­on, citing the inclu­si­on of the phra­se “from the river to the sea” in invi­ta­ti­ons, clai­ming it por­trays a vio­la­ti­on against Art. 2 of the Euro­pean Con­ven­ti­on of Human Rights.[19]

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Gra­tu­la­ti­on! Darf man Blu­men schi­cken!? Viel­leicht einen Kaf­fee spendieren?

Aber heu­te, nur drei Tage spä­ter, ist eine Pro Paläs­ti­na Demo selbst­re­dend in Favo­ri­ten genehmigt.

Das ist jetzt aber kein Ent­schei­dungs­feh­ler auf­grund von bei­spiels­wei­se Hören­sa­gen, dh. dass der Slo­gan bereits als “ter­ro­ris­ti­scher Slo­gan” gewer­tet wur­de und ob sei­ner Ver­brei­tung die Ver­an­stal­tung unter­sagt wur­de, nein - nach­dem sich die Ver­an­stal­ter der ers­ten geplan­ten Demons­tra­ti­on glaub­haft von jedem Gewalt­auf­ruf distan­ziert haben, war ja wie­der alles in bes­ter Ordnung.

Gut, beim Stan­dard gibts da wie­der eine eige­ne Interpretation…

Die­se Demons­tra­tio­nen gehö­ren gene­rell ver­bo­ten, hört man die­ser Tage oft im Zusam­men­hang mit Pro-Palästina-Kundgebungen in Öster­reich. Doch auch wenn der Krieg im Nahen Osten, aus­ge­löst durch den Angriff der radi­kal­is­la­mi­schen Hamas auf die Zivil­be­völ­ke­rung in Isra­el, scho­ckiert und zutiefst betrof­fen macht, müs­sen die Sicher­heits­be­hör­den in jedem Ein­zel­fall genau abwä­gen, ob die Unter­sa­gung einer Ver­samm­lung not­wen­dig ist oder nicht. Denn die Ent­schei­dung berührt einen men­schen­recht­li­chen Eck­pfei­ler der Demo­kra­tie: die Versammlungsfreiheit.

Grund­sätz­lich muss man in Öster­reich nicht um Geneh­mi­gung für eine Ver­samm­lung ansu­chen, sie muss nur spä­tes­tens 48 Stun­den vor­her ange­zeigt wer­den (wenn auf öffent­li­chen Stra­ßen demons­triert wird, drei Tage vor­her). Eine feh­len­de Anmel­dung wird mit einer Ver­wal­tungs­stra­fe sank­tio­niert, ist aber per se kein Grund für die Auf­lö­sung einer Demo.

Wenn die Poli­zei aller­dings den begrün­de­ten Ver­dacht hat, dass die öffent­li­che Sicher­heit gefähr­det ist, muss sie die Ver­samm­lung unter­sa­gen. Das war am Mitt­woch in Wien der Fall, weil die Palästina-Demo schon im Vor­feld mit Gewalt­auf­ru­fen gegen Isra­el ver­bun­den war. Es ist lei­der zu befürch­ten, dass sich das wie­der­holt. Wenn Anhän­ger der in Öster­reich ver­bo­te­nen Hamas dann trotz Demo­ver­bots wei­ter Hass auf die Stra­ße tra­gen, wird die Poli­zei wohl här­ter als bis­her durch­grei­fen. (Micha­el Simo­ner, 13.10.2023)

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Die Wie­ner Poli­zei muss­te natür­lich im EIn­zel­fall eben genau abwä­gen - und hat es damit bis ins eng­lisch­spra­chi­ge Wiki­pe­dia geschafft!

Das hängt jetzt aber auch nicht damit zusam­men, dass der exxpress.at da im Hin­ter­grund auch etwas Stim­mung gemacht hat…

vgl: Nächs­te Hochrisiko-Aktion der Wie­ner Poli­zei: Judenhass-Demo in Favo­ri­ten geneh­migt nach der Posi­ti­ons­än­de­rung der Wie­ner Polizei…

Ich wür­de sagen, die Wie­ner Poli­zei bekommt jetzt ein­fach jede Woche einen neu­en Ein­trag im Wikipedia-Artikel unter dem Slo­gan. Wenn sie wie­der Ein­zel­fall­prü­fun­gen der Demos durchführt.

Kon­text:

Hey, Hey! Gute Nach­richt vom Stan­dard heute

Finde den Fehler - Teil 2

14. Oktober 2023

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The what, the who, the where!?

Deutsch­land­funk, die waren mal herausragend.

Via fefe.

Wenn sich bit­te jetzt mal kurz alle Men­schen für die nächs­ten 10 Tage nicht mit dem The­ma beschäf­ti­gen wür­den -- sie wis­sen schon, wegen SELBSTFÜRSORGE, das wär wirk­lich wunderbar!