Überraschung! Wirtschaftsminister Habeck hat gelogen.

24. Oktober 2022

Letz­tes Monat:

edit: Uh, appar­ent­ly The Ger­man Mar­shall Fund of the United Sta­tes has come out with a stu­dy esti­ma­ting that rebuil­ding Ukrai­ne (in a pha­se one, I’m sure) will cost 750 bil­li­on euro. We have a first figu­re! Thanks The Ger­man Mar­shall Fund of the United Sta­tes! edit2: Oh and it should be a G7 led effort under the coor­di­na­ti­on of the United Sta­tes. Hor­ray! edit3: Oh and Glob­sec (?)(or they as a group inclu­ding Glob­sec) alrea­dy wro­te a tran­si­tio­ning plan for rus­sia, thats convenient.

edit4; Habeck sta­pelt heu­te tiefer:

Laut Habeck braucht die Ukrai­ne wohl 350 Mil­li­ar­den Euro für Wie­der­auf­bau Die Ukrai­ne braucht für den Wie­der­auf­bau des Lan­des laut dem deut­schen Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Robert Habeck ver­mut­lich rund 350 Mil­li­ar­den Euro. “Es ist eine gigan­ti­sche Sum­me”, sag­te der Vize-Kanzler am Don­ners­tag auf Schloss Neu­har­den­berg in Brandenburg.
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Wie stan­den eigent­lich die Chan­cen, dass Habeck an der Stel­le nicht die Bevöl­ke­rung ver­arscht hat? 

Stellt sich raus - jo, ehm, hm, ngh - eh, also ehm, wie soll man sagen - nicht ganz so gut.

Heu­te:

750 Mil­li­ar­den für den Wiederaufbau

Deut­sche Unter­neh­men sol­len nach dem Krieg in die Ukrai­ne inves­tie­ren. Das Land soll lang­fris­tig „Pre­mi­um­han­dels­part­ner“ wer­den, so Habeck.

BERLIN taz | Die Energie- und Strom­ver­sor­gung ist in wei­ten Tei­len zer­stört, Häu­ser aus­ge­bombt, Stra­ßen, Zufahr­ten, Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nä­le müs­sen repa­riert wer­den. Die Welt­ge­mein­schaft bemüht sich um lang­fris­ti­ge Hilfs­zu­sa­gen – obwohl der rus­si­sche Angriffs­krieg noch tobt. Der ukrai­ni­sche Minis­ter­prä­si­dent Denys Schmyhal bezif­fer­te die Kos­ten für den Wie­der­auf­bau am Mon­tag auf rund 750 Mil­li­ar­den US-Dollar. Gro­ße Hoff­nung setzt die Bun­des­re­gie­rung in deut­sche Unter­neh­men, die in die Ukrai­ne inves­tie­ren wol­len und sol­len. Das Gan­ze gleicht einem gigan­ti­schen Kon­junk­tur­pro­gramm – auch für die deut­sche Wirtschaft.

Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Robert Habeck (Grü­ne) ver­si­cher­te den Fir­men beim ukrainisch-deutschen Wirt­schafts­fo­rum am Mon­tag, dass Export- und Inves­ti­ti­ons­ga­ran­tien des Staa­tes vor­han­den und sicher sei­en. Wenn das Geschäfts­feld wie­der weni­ger gefähr­lich ist, sei die Ukrai­ne ein Pre­mi­um­han­dels­part­ner, so Habeck. Gemeint sind etwa Geschäf­te im Che­mie­sek­tor oder beim Auf- und Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gien. „Das Aus­maß der Zer­stö­rung ist unglaub­lich“, sag­te Bun­des­ent­wick­lungs­mi­nis­te­rin Sven­ja Schul­ze (SPD). Sie will kurz- und mit­tel­fris­ti­ge Hil­fe ver­bin­den und den Wie­der­auf­bau nach­hal­tig gestal­ten. Also etwa ener­gie­ef­fi­zi­en­tes und kli­ma­freund­li­ches Bau­en för­dern. Auch soll es Jobs für die Men­schen vor Ort geben.

Der ukrai­ni­sche Minis­ter für regio­na­le Ent­wick­lung, Olek­sii Cher­nys­hov, hat ganz kon­kre­te Plä­ne und teilt den Wie­der­auf­bau in drei Pha­sen ein. Wäh­rend der krie­ge­ri­schen Atta­cken müss­ten grund­le­gen­de Infra­struk­tu­ren erhal­ten blei­ben. Wenn der Krieg zu Ende ist, geht es um den Auf­bau von Stra­ßen oder Infrastruktur.

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Jetzt hät­te uns aber jemand vor­war­nen müs­sen das der Ger­man Mar­shall­fund of the United Sta­tes in der Deu­tungs­ho­heit über dem deut­schen Wirt­schafts­mi­nis­ter steht - dann hät­ten wir das kom­men gesehen…

Für die kom­men­den zehn Jah­re danach sieht Cher­nys­hov einen soge­nann­ten Mar­shall­plan grei­fen. Dar­in geht es zum Bei­spiel um den Auf­bau von rege­ne­ra­ti­ven Energien.

Ja MEINE GÜTE das ist ja mal ein… Was für ein Zufall!

Geflü­gel­tes Wort, nicht war?

Bei den Kos­ten für den Aus­bau einer rege­ne­ra­ti­ven Energie-Industrie wird sich der deut­sche Wirt­schafts­mi­nis­ter auch nicht so aus­ge­kannt haben…

Gut, jetzt wird der Habeck die 350 Mil­li­ar­den ja viel­leicht ein­fach nur so dahin gesagt haben, ich mein so ein anstren­gen­der Arbeits­tag als ehe­ma­li­ger Phi­lo­soph ist lang … In wel­chem Kon­text hat er die denn gebracht?

»Es ist eine gigan­ti­sche Sum­me«: Die Ukrai­ne braucht nach Anga­ben von Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Robert Habeck für den Wie­der­auf­bau nach dem rus­si­schen Angriff auf das Land rund 350 Mil­li­ar­den Euro.

Deut­sche Unter­neh­men könn­ten aber schon jetzt in der Ukrai­ne inves­tie­ren, sag­te er nach Gesprä­chen mit sei­ner ukrai­ni­schen Amts­kol­le­gin am Ran­de der G7-Beratungen in Bran­den­burg. Von der G7 sei »eine Art Land­kar­te der Inves­ti­ti­ons­mög­lich­kei­ten« für die Ukrai­ne geplant, berich­te­te der Grü­nen­po­li­ti­ker. Dazu soll­ten die jewei­li­gen Han­dels­kam­mern ihre Erkennt­nis­se zusam­men­le­gen und so aus­län­di­schen Fir­men das Enga­ge­ment in dem Land erleichtern.

Deutsch­land hat der­zeit den Vor­sitz der G7-Gruppe von Indus­trie­staa­ten, der auch Frank­reich, Ita­li­en, Japan, Kana­da, die USA und Groß­bri­tan­ni­en ange­hö­ren. Habeck ist des­halb Gast­ge­ber eines Tref­fens der Han­dels­mi­nis­ter. Zu Gast sind dort auch die ukrai­ni­sche Vize­re­gie­rungs­chefin Julia Swy­ry­den­ko sowie Ver­tre­ter der Welt­han­dels­or­ga­ni­sa­ti­on WTO und der OECD.

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Oh - in dem Kon­text dass Deutsch­land die Füh­rungs­rol­le für den Auf­bau der Ukrai­ne über­neh­men und hier 350 Mil­li­ar­den als Rah­men fest­set­zen wollte.

Da hat ihm der Ger­man Mar­shal Fund of the United Sta­tes dann ein­mal schnell aus­ge­hol­fen, denn -

ein­mal 400 Mil­li­ar­den hier ver­ges­sen, ein­mal 400 Mil­li­ar­den dort unter­schla­gen, mit der Zeit kommt da rich­tig Geld zusammen!

Viel­leicht kann mir jemand auch fol­gen­des Pro­blem erklä­ren, mit dem ich aktu­ell hadere.

Die Ukrai­ne kämpft ja aktu­ell ums Über­le­ben. Dar­um dass Russ­land sie nicht aus­löscht. Und als Land von der Land­kar­te ver­schwin­den lässt. Gleichzeitig:

Sieg über Russ­land ist obers­te Maxime

Die Ukrai­ne geht Refor­men an, sagt Cher­nys­hov wei­ter. Und das auf eine Art und Wei­se, dass die Unter­neh­men „auf dem ukrai­ni­schen Markt“ eine wich­ti­ge Rol­le spie­len könn­ten. Gemeint ist auch der ange­streb­te EU-Beitritt der Ukrai­ne, der Kampf gegen Kor­rup­ti­on, den das Land vor­an­trei­ben will, rechts­staat­li­che Verwaltungs- und Behördenstrukturen.

Bereits vor dem Krieg hat es beson­de­re Pro­gram­me sei­tens der ukrai­ni­schen Regie­rung für Inves­to­ren gege­ben. „Wir bau­en Stra­ßen, Infra­struk­tur, wir kön­nen zei­gen, wie wir unse­ren Öl- und Gas­ver­brauch redu­zie­ren“, beteu­ert Cher­nys­hov. Aber: „Das Wich­tigs­te ist jetzt unser Sieg über Russ­land.“ Die Unter­neh­mer beim Forum sehen offen­bar das Poten­zi­al und sind gewillt zu investieren.

Unge­ach­tet der Kriegs­si­tua­ti­on gibt es dann auch hier wie bei ande­ren Geschäf­ten die­sel­be For­de­rung: kla­re Auf­trags­ver­ga­ben über eine EU-Plattform und ein­deu­ti­ge Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren. Das bedeu­tet auch, dass Arbeits- und Gesund­heits­schutz vor Ort gewähr­leis­tet wer­den. Und: Leis­tung muss bezahlt wer­den. Wei­ter geht es am Diens­tag: Dann lädt die EU zu einer inter­na­tio­na­len Exper­ten­kon­fe­renz zum Wie­der­auf­bau der Ukrai­ne in Ber­lin ein.

Also ich wür­de mich als Inves­tor auch über das Inves­ti­ti­ons­po­ten­ti­al freu­en, und for­dern, dass es dafür ein­deu­ti­ge Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren nach EU Recht gibt und mir um Arbeits- und Gesund­heits­schutz sowie Kor­rup­ti­ons­vor­beu­gung Gedan­ken machen, wenn ich mir noch nicht sicher bin, ob das Land in das ich inves­tie­re wei­ter besteht…

Pro­pa­gan­da hat aber immer noch nie­mand entdeckt.

Und mor­gen greift Russ­land dann das Bal­ti­kum an. Wes­halb die Nato auch sehr inter­es­siert an Gesprä­chen mit Öster­reich sei.

Denn:

Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Robert Habeck (Grü­ne) ver­si­cher­te den Fir­men beim ukrainisch-deutschen Wirt­schafts­fo­rum am Mon­tag, dass Export- und Inves­ti­ti­ons­ga­ran­tien des Staa­tes vor­han­den und sicher sei­en. Wenn das Geschäfts­feld wie­der weni­ger gefähr­lich ist, sei die Ukrai­ne ein Pre­mi­um­han­dels­part­ner, so Habeck.

Ver­stan­den?









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