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Chevron shopping!

05. März 2023

Moment, die Poli­zis­ten die die Jour­na­lis­ten um Mstys­lav Cher­nov in Mariu­pol her­um gefah­ren haben, haben sie auch schon mal ins Poli­zei Haupt­quar­tier gefahren?

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Wobei, also nicht ins Haupt­qua­tier, mehr so zu patrol poli­ce, ja patrol poli­ce Stations…

Ehm - gro­ßer Zufall übri­gens, denn jetzt stellt sich her­aus, dass der Sol­dat, Ver­zei­hung Poli­zist, der mit ande­ren die Kli­nik an der Front­gren­ze bewacht hat - in der die Jour­na­lis­ten sind, um wie­der mit den schwan­ge­ren Müt­tern zu spre­chen, um zu doku­men­tie­ren, dass sie exis­tie­ren - also zu dem sie dann am 11. März in den sie­ben­ten Stock der Kli­nik sind um Inter­net zu haben -- wo dann das Intro für den Trai­ler der Doku­men­ta­ti­on 20 days in Mariu­pol auf­ge­nom­men wur­de -- ja also der, der der “I’m with the jour­na­list, yes - the jour­na­list” ins Funk­ge­rät geschrien hat, was soll ich sagen, hat­te ein Abzei­chen des Poli­zei Haupt­quar­tiers Donetsk Regi­on auf der Jacke.

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Mariupol insignia

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Ja sag ein­mal du - Zufäl­le gibts, die gibts gar­nicht! Schö­ne Kro­ne, übrigens.

Und der - “Film it!” - bewacht auch das Inter­net im sie­ben­ten Stock des Kran­ken­hau­ses an der Front in Mariupol?

Noch mal kurz zu Vla­di­mir dem Hand­ler:

If they catch you, they will get you on came­ra and they will make you say that ever­ything you filmed is a lie,” he said. “All your efforts and ever­ything you have done in Mariu­pol will be in vain.”

The offi­cer, who had once beg­ged us to show the world his dying city, now plea­ded with us to go. He nud­ged us toward the thousands of bat­te­red cars pre­pa­ring to lea­ve Mariupol. 

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Wie sehr hat Vla­di­mir den “gebet­telt”?

Ich frag mal nur so, denn die Sol­da­ten, die die Crew aus dem Kran­ken­haus an der Front geret­tet haben, nach­dem die Poli­zei Haupt­quar­tier Sol­da­ten plötz­lich ver­schwun­den waren

The Ukrai­ni­an sol­di­ers who had been pro­tec­ting the hos­pi­tal had vanished.

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mit dem Befehl sie mitzunehmen

The walls of the sur­ge­ry shook from artil­le­ry and machine-gun fire out­side, and it see­med safer to stay insi­de. But the Ukrai­ni­an sol­di­ers were under orders to take us with them.

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die kamen ja auch mehr so zufäl­lig vorbei:

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Ich glaub jetzt hab ichs aber.

Mstyslav Chernov widerspricht sich erneut

03. März 2023


[Tran­skript des Vide­os, sie­he wei­ter unten.]

Vier inter­views, drei leicht diver­gie­ren­de Erzäh­lun­gen, ist eigent­lich ein guter Schnitt.

Begin­nen wir am Beginn.

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02.04.: Pro­fil ver­öf­fent­licht ein Inter­view mit dem rusi­schen Bot­schaf­ter in Öster­reich, in dem der unter ande­rem fol­gen­des zu Pro­to­koll gibt:

pro­fil: Wer hat denn die Kran­ken­häu­ser bombardiert?

Lju­bins­kij: Es gibt Bele­ge, dass es über­haupt kein Bom­bar­de­ment war, son­dern eine Explo­si­on. Die Ukrai­ner plat­zie­ren Sprengsätze.

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Auf wel­che Kran­ken­häu­ser man sich bezieht wird aus dem inter­view her­aus nicht ein­deu­tig klar.

Dar­auf hin geht eine öffent­lich geführ­te Medi­en­dis­kus­si­on (Twit­ter) los, ob man sol­che Inter­views über­haupt ver­öf­fent­li­chen dür­fe. Höhepunkt -

Armin Wolf schrieb, er sei „wirk­lich unsi­cher“, er habe „sel­ten (nie?) ein so ver­lo­ge­nes Inter­view gele­sen“, und stell­te die Fra­ge: „Soll man ein Inter­view, das nur aus offen­sicht­li­chen Lügen besteht, drucken?“

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Wor­auf das Pro­fil am 04.04. eine Recht­fer­ti­gung veröffentlicht:

In die­sem Gespräch legt Lju­bins­kij die rus­si­sche Posi­ti­on dar, und die besteht zu einem nicht unbe­trächt­li­chen Teil aus wüs­ten Behaup­tun­gen: So sagt er, dass nicht etwa die rus­si­schen Streit­kräf­te für die Zer­stö­rung der ukrai­ni­schen Kran­ken­häu­ser ver­ant­wort­lich sein, son­dern viel­mehr die Ukrai­ner selbst Spreng­sät­ze in ihren eige­nen Kran­ken­häu­sern und Thea­tern plat­ziert hätten.

Das ist ein aben­teu­er­li­cher Vor­wurf. Und es ist nicht die ein­zi­ge dreis­te Ver­dre­hung der Rea­li­tät. Das Inter­view geriet so zu einem hit­zi­gen Streit­ge­spräch, in dem ich ver­sucht habe, mit mei­nen Fra­gen und Gegen­re­den klar­zu­ma­chen, wie unglaub­haft und abstrus der­ar­ti­ge Aus­sa­gen seien.

Trotz der außer­ge­wöhn­li­chen Situa­ti­on haben wir in der Chef­re­dak­ti­on ent­schie­den, das Inter­view zu ver­öf­fent­li­chen. Nicht ohne von Anfang an dar­auf hin­zu­wei­sen, dass wir uns von den Aus­sa­gen des Bot­schaf­ters distan­zie­ren. Es sei sei­ne „abstru­se Sicht des Krie­ges“, heißt es im Vorspann.

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Eine Fal­ter Jour­na­lis­tin kon­den­siert die­se Posi­ti­on besser:

Die „Falter“-Journalistin Bar­ba­ra Tóth hin­ge­gen ver­trat die ent­ge­gen­ge­setz­te Auf­fas­sung. Sie mein­te, die Fra­gen von pro­fil trans­por­tier­ten aus­rei­chend Kon­text und zeig­ten das Maß an Des­in­for­ma­ti­on auf. Das Inter­view sei ein „wich­ti­ges Zeit­do­ku­ment, weil es zeigt, wie rus­si­sche Pro­pa­gan­da funktioniert“.

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Öffent­lich nimmt der Druck jedoch nicht ab, son­dern zu - und so ver­öf­fent­lich das Pro­fil am 08.04. einen Fak­ten­check auf­grund von Bil­dern vom Explo­si­ons­kra­ter vor der Geburts­kli­nik in Mario­pol und drei Expertenmeinungen.
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Die Chro­no­lo­gie lief also wie folgt.

Ver­öf­fent­li­chung > Kri­tik > Recht­fer­ti­gung man woll­te der Öffent­lich­keit zei­gen wie rus­si­sche Pro­pa­gan­da funk­tio­nie­re > eigent­li­cher Fak­ten­check anhand eines Falls (Geburts­kli­nik von Mariu­pol), der im Inter­view nicht dezi­diert genannt wur­de - Fak­ten­check = drei Expertenmeinungen

Mich hat das damals fer­tig gemacht - da nichts davon mit jour­na­lis­ti­schen Arbeits­stan­dards kom­pa­ti­bel ist. Ich habe zwei Tage nach wei­te­rem Mate­ri­al und doku­men­tier­ten Bele­gen gesucht - nichts.

In der Beling­cat Daten­bank zu Angrif­fen auf Spi­tä­ler und zivi­le Ein­rich­tun­gen war der Angriff auf die Geburts­kli­nik nicht ver­zeich­net. UN Kriegs­be­richt­erstat­ter waren nicht vor Ort. (Gut, es war auch Mariu­pol im Krieg, nicht ganz so einfach.)

Zuge­ge­ben, der (von Spi­tä­lern auf die Geburts­kli­nik in Mariu­pol) Logik­sprung ist nicht groß, und dass der rus­si­sche Bot­schaf­ter die­sen Fall refe­ren­ziert hat, ist durch­aus wahr­schein­lich, aber nicht gesichert.

Jetzt geht die Geschich­te aber noch weiter -

Weni­ge Wochen nach dem Vor­fall ist die Beauty-Bloggerin nun in einem Video auf­ge­taucht, in dem sie fal­sche Tat­sa­chen über den Angriff auf die Kli­nik wie­der­gibt. Ein Twitter-Account, der mit der rus­si­schen Regie­rung in Ver­bin­dung steht, teil­te ein Inter­view mit Wische­girs­ka­ja. Mit­te März war sie von Russ­land noch beschul­digt wor­den, eine Kri­sen­dar­stel­le­rin zu sein.

Plötz­lich leug­net Wische­girs­ka­ja die Ereig­nis­se in Mariu­pol - in einem rus­si­schen Video

In dem neu­en Video behaup­tet sie nun plötz­lich, dass es im März gar nicht zu einem Bom­ben­an­griff auf die Kli­nik gekom­men sei. Beob­ach­ter glau­ben des­halb, Wische­girs­ka­ja sei womög­lich gegen ihren Wil­len auf rus­sisch besetz­tes Gebiet nach Donezk gebracht wor­den. Das berich­tet auch die ukrai­ni­sche Zei­tung „Obozr­e­va­tel“. Bestä­tigt wer­den konn­te das aller­dings nicht.

Geführt wur­de das Inter­view von dem rus­si­schen Blog­ger Denis Selez­nev, der das Video auch auf You­Tube ver­öf­fent­lich­te und via Twit­ter und Tele­gram ver­brei­te­te. Rus­si­sche Zei­tun­gen grei­fen es eben­falls auf und nut­zen es zu Pro­pa­gan­da­zwe­cken. Auch auf Wische­girs­ka­jas eige­nem Instagram-Account war es zu sehen.

In dem Inter­view wird sie gebe­ten, die Ereig­nis­se im Kran­ken­haus am 9. März zu beschrei­ben. Dar­auf­hin sagt sie, dass die­je­ni­gen, die nach dem Angriff im Kel­ler des Kran­ken­hau­ses zusam­men­ge­kau­ert waren, geglaubt hät­ten, die Explo­sio­nen sei­en durch Beschuss und nicht durch einen Luft­an­griff ver­ur­sacht wor­den, weil nie­mand Geräu­sche hör­te, die auf einen Bom­ben­ab­wurf hindeuteten.

Zahl­rei­che Hin­wei­se deu­ten auf Luft­an­griff in Mariu­pol hin

Augen­zeu­gen­be­rich­te und Video­auf­nah­men von AP-Journalisten in Mariu­pol deu­ten jedoch auf einen Luft­an­griff hin, dar­un­ter das Geräusch eines Flug­zeugs vor der Explo­si­on, ein min­des­tens zwei Stock­wer­ke tie­fer Kra­ter vor dem Kran­ken­haus und Inter­views mit einem Poli­zis­ten und einem Sol­da­ten am Tat­ort, die bei­de den Angriff als „Luft­an­griff“ bezeichneten.

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Die BBC hat­te etwas spä­ter die Gele­gen­heit die Blog­ge­rin erneut zu interviewen:

On 9 March, she was chat­ting with other women on the ward when an explo­si­on shook the hospital.

She pul­led a blan­ket over her head. Then a second explo­si­on hit.

You could hear ever­ything fly­ing around, shr­apnel and stuff,” she says. “The sound was rin­ging in my ears for a very long time.”

The women shel­te­red in the base­ment with other civi­li­ans. Mari­an­na suf­fe­red a forehead cut and glass frag­ments lod­ged in her skin, but a doc­tor told her she did­n’t need stitches.

[…]

I was offen­ded that the jour­na­lists who had pos­ted my pho­tos on social media had not inter­view­ed other pregnant women who could con­firm that this attack had real­ly happened.”

She sug­gests this may help exp­lain why some peop­le “got the impres­si­on that it was all sta­ged”. But by Marianna’s own account she was one of the last pati­ents to be evacua­ted, and that was when the AP jour­na­lists arri­ved. The jour­na­lists inter­view­ed other peop­le at the sce­ne. And they had not­hing to do with the sub­se­quent fal­se sto­ry spread by Rus­si­an offi­cials. We approa­ched the AP for comment.

[…]

She filmed an inter­view with Denis Selez­nev, a blog­ger who is a vocal sup­por­ter of Russian-backed sepa­ra­tists. The­re was spe­cu­la­ti­on how free she was to say what she wanted.

Mari­an­na says to me: “I had to descri­be the who­le situa­ti­on, as I saw it with my own eyes.”

My con­ver­sa­ti­on with her was also arran­ged via Denis. Mari­an­na speaks to me from his home. He is pre­sent throughout our chat but does­n’t inter­rupt. Marianna’s rela­ti­ves and friends have assu­red me she is now safe.

[…]

Pie­cing tog­e­ther the truth

Much of what she says in her inter­view with me under­mi­nes the Rus­si­an government’s mistruths.

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Halt nur nicht in den Punk­ten “nie­mand hat­te geglaubt, dass die Explo­sio­nen durch einen Luft­an­griff ver­ur­sacht wor­den sind [sub­jek­ti­ve Wahr­neh­mung, zum Zeit­punkt des Gesche­hens, oder erzwun­ge­ne PR]”, nicht in dem Punkt “Beob­ach­ter glau­ben des­halb, Wische­girs­ka­ja sei womög­lich gegen ihren Wil­len auf rus­sisch besetz­tes Gebiet nach Donezk gebracht wor­den” und nicht in dem Punkt “and then a second explo­si­on hit”.

Zum “wur­de sie zu Aus­sa­gen gezwun­gen Aspekt”, sie ist in ihre Hei­mat­stadt im Don­bas zurück­ge­kehrt (click), die­se ist immer noch durch rus­si­sche Sepa­ra­tis­ten besetzt. Ihre Fami­lie sagt der BBC es gehe ihr gut. Aber ein pro-separatist blog­ger sitzt im BBC inter­view immer noch neben ihr, der sel­be der auch das Video auf­ge­nom­men hat in dem sie nicht mehr von einem Bom­ben­an­griff gespro­chen hat.

Und dann gibt es das Video­ma­te­ri­al von den AP-Journalisten.

Gefilmt von Mstys­lav Cher­nov (Pre­si­dent of the Ukrai­ni­an Asso­cia­ti­on of Pro­fes­sio­nal Pho­to­graph­ers (UAPF)) und Crew. (sie­he: click)

Basie­rend auf vier sich selbst wider­spre­chen­den Inter­views von Cher­nov (1,2,3,4) ergibt sich fol­gen­der Ablauf:

Cher­nov trifft eine Stun­de vor Kriegs­be­ginn in Mariu­pol ein. Filmt in den ers­ten Tagen aus uner­find­li­chen Grün­den bereits früh in Kran­ken­häu­sern. (Für einen AP Foto­gra­phen jetzt nicht unbe­dingt das Wunsch­mo­tiv schlecht hin. In spä­te­ren Inter­views wird erwähnt, dass sie nur dort ihr Equip­ment laden konnten.)

The deaths came fast. On Febru­a­ry 27, we wat­ched as a doc­tor tried to save a litt­le girl hit by shr­apnel. She died.

A second child died, then a third. Ambu­lan­ces stop­ped picking up the woun­ded becau­se peop­le couldn’t call them without a signal, and they couldn’t navi­ga­te the bombed-out streets.

The doc­tors plea­ded with us to film fami­lies brin­ging in their own dead and woun­ded, and let us use their dwind­ling gene­ra­tor power for our came­ras. No one knows what’s going on in our city, they said.

Shel­ling hit the hos­pi­tal and the houses around. It shat­te­red the win­dows of our van, blew a hole into its side and punc­tu­red a tyre. Some­ti­mes, we would run out to film a bur­ning house and then run back amid the explosions.

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Fährt am 09. März ein­fach in der Stadt rum, das Auto das sie nut­zen wird immer wie­der getrof­fen, zumin­dest ein Fens­ter zer­stört, danach nut­zen sies wei­ter. Bis es anschlie­ßend kom­plett ver­lo­ren geht - dazu spä­ter mehr.

Sie fah­ren in der Stadt rum, sehen eine gro­ße Explo­si­on und Rauch auf­stei­gen, und beschlie­ßen dort hin­zu­fah­ren. Kom­men bei der Gebur­ten­kli­nik an und fil­men. (sie­he: click) Sie kön­nen nicht viel fil­men, weil sie nur noch wenig Akku haben. Als sie mit dem Fil­men fer­tig sind, sagt ihnen ein Poli­zist (den sie vor Ort tref­fen? (unklar)), der sie reden hört - “die­ses Video-Material wird die Welt ver­än­dern” und hilft ihnen einen Platz zu fin­den von dem aus sie das Video hoch­la­den, in drei Tei­len über drei unter­schied­li­che Smart­pho­nes, und an dem sie ihr Equip­ment wie­der auf­la­den können.

Our bat­te­ries were almost out of juice, and we had no con­nec­tion to send the images. Cur­few was minu­tes away. A poli­ce offi­cer over­he­ard us tal­king about how to get news of the hos­pi­tal bom­bing out.

This will chan­ge the cour­se of the war,” he said. He took us to a power source and an inter­net connection.

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Dann sind sie von dem Ort wie­der weg, und hat­ten kei­ne Inter­net Ver­bin­dung mehr.

In ande­ren Inter­views hat­ten sie dann aber noch ein Sat­teli­ten­te­le­fon und haben wei­te­re Ver­öf­fent­li­chun­gen gepusht. (sie­he: click) Kann Con­jec­tu­re des Inter­view­ers sein, unklar.

In the dark, we sent the images by lining up three mobi­le pho­nes with the video file split into three parts to speed the pro­cess up. It took hours, well bey­ond cur­few. The shel­ling con­ti­nued, but the offi­cers assi­gned to escort us through the city wai­ted patiently.

Then our link to the world out­side Mariu­pol was again severed.

Moment, sie haben das video also in drei Tei­le gesplit­tet über Mobil­te­le­fo­ne hoch­ge­la­den, nach­dem ein Poli­zist, der sie zufäl­lig vor dem Mater­ni­ty ward reden hören hat ihnen gesagt hat “das wird die Welt ver­än­dern” und ihnen den Weg zu einem Ort gezeigt hat, an dems Inter­net gab und Strom um ihr Kame­ra Equip­ment wie­der aufzuladen?

Ehm was für ein Inter­net denn?
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Oh, aha. Moment, wie­so split­test du das Video dann in drei Tei­le und lädst es von drei ver­schie­de­nen Smart­pho­ne hoch. Wer roamt denn da noch so im Sat­teli­ten Inter­net der Patrol Poli­zei, dass es Sinn macht drei Gerä­te gleich­zei­tig ein­zu­log­gen um mehr Prio­ri­tät zu bekom­men? Enorm böse, durch­trie­be­ne rus­si­sche Hacker nehm ich an. Und oh, laut Video habt ihr das mehr als ein­mal benutzt um “Infor­ma­ti­on zu lea­ken?”. Ja Mann du - der Poli­zei läuft man zufäl­lig schon mal wie­der über den Weg, das pas­siert schon mal.

We went back to an empty hotel base­ment with an aqua­ri­um now fil­led with dead gold­fi­sh. In our iso­la­ti­on, we knew not­hing about a gro­wing Rus­si­an dis­in­for­ma­ti­on cam­pai­gn to dis­credit our work.

The Rus­si­an Embas­sy in Lon­don put out two tweets cal­ling the AP pho­tos fake and clai­ming a pregnant woman was an actress. The Rus­si­an ambassa­dor held up copies of the pho­tos at a UN Secu­ri­ty Coun­cil mee­ting and repeated lies about the attack on the mater­ni­ty hospital.

In the mean­ti­me, in Mariu­pol, we were inun­da­ted with peop­le asking us for the latest news from the war.

So many peop­le came to me and said, “Plea­se film me so my fami­ly out­side the city will know I’m alive.”

By this time, no Ukrai­ni­an radio or TV signal was working in Mariu­pol. The only radio you could catch broad­cast twis­ted Rus­si­an lies — that Ukrai­ni­ans were hol­ding Mariu­pol hos­ta­ge, shoo­ting at buil­dings, deve­lo­ping che­mi­cal wea­pons. The pro­pa­gan­da was so strong that some peop­le we tal­ked to belie­ved it des­pi­te the evi­dence of their own eyes.

The mes­sa­ge was con­stant­ly repeated, in Soviet style: Mariu­pol is sur­roun­ded. Sur­ren­der your weapons.

On March 11, in a brief call without details, our edi­tor asked if we could find the women who sur­vi­ved the mater­ni­ty hos­pi­tal [attack] to pro­ve their exis­tence. I rea­li­sed the foo­ta­ge must have been power­ful enough to pro­vo­ke a respon­se from the Rus­si­an government.

We found them at a hos­pi­tal on the front line, some with babies and others in labour. We also lear­ned that one woman had lost her baby and then her own life.

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Am 11. März kon­tak­tiert den Jour­na­lis­ten sein Edi­tor und erklärt ihm, sie müss­ten mit den Frau­en spre­chen die sie auf­ge­nom­men haben [kei­ne Bild­rech­te, nicht doku­men­tiert wer sie waren, …

I was offen­ded that the jour­na­lists who had pos­ted my pho­tos on social media had not inter­view­ed other pregnant women who could con­firm that this attack had real­ly happened.”

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Cher­nov gibt in einem der Inter­views an, als er die­se Rück­mel­dung des Edi­tors gehört hat, war ihm klar, das Mate­ri­al hat ein­ge­schla­gen - das war so emo­tio­nal wirk­sam, dass Russ­land dar­auf reagiert haben muss.

On March 11, in a brief call without details, our edi­tor asked if we could find the women who sur­vi­ved the mater­ni­ty hos­pi­tal [attack] to pro­ve their exis­tence. I rea­li­sed the foo­ta­ge must have been power­ful enough to pro­vo­ke a respon­se from the Rus­si­an government.

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Dann gibt es eine Gedächt­nis­lü­cke (eine in den Inter­views nicht doku­men­tier­te Zeit­pe­ri­ode) wie sie zu dem neu­en Spi­tal gekom­men sind (“I’m loo­king for pregnant women, sure they are in a hos­pi­tal near the front.”).

Sie kom­men also am 11. März im Kran­ken­haus nahe der Front an, in das die schwan­ge­ren Frau­en ver­legt wur­den. Fin­den her­aus, dass eine der pro­mi­nen­tes­ten schwan­ge­ren Frau­en aus dem Video lei­der ver­sto­ben sei, Inter­view­en aber ande­re schwan­ge­re Frauen.

Jedoch auch nicht die Social-Media Influ­en­ce­rin, denn die gibt gibt noch am 17. Mai gegen­über der BBC an, man habe ja nur sie inter­viewt (vor Ort?) und ansons­ten nie­man­den (sie­he: click).

Die­se Inter­views mit ande­ren schwan­ge­ren Frau­en wer­den nicht Teil des öffent­li­chen News­cy­cles, die sieht der Edi­tor der Cher­nov dess­halb anruft - aber nicht die Öffentlichkeit.

Als sie am 11. März in dem Kran­ken­haus ankom­men - und nach­dem sie die Inter­views geführt haben, führt sie ein Mili­tär­an­ge­hö­ri­ger in den den sie­ben­ten Stock des Kran­ken­hau­ses, erneut “da sie da Inter­net Ver­bin­dung hät­ten” (Ehm, kur­zer sani­ty check - “As long as you have a clear line of sight from the satel­li­tes in space, the satel­li­te signal strength being recei­ved will be exact­ly the same at head height that it will be on the top on a sky scra­per. In this respect satel­li­te dis­hes do not work like con­ven­tio­nal TV aeri­als whe­re height is usual­ly very important to get a good signal.”, hur­ra, das Mobil­te­le­fon­in­ter­net hat also wie­der ange­fan­gen zu funk­tio­nie­ren! Im sie­ben­ten Stock! Oder hur­ra, jemand hat Sky­link im sie­ben­ten Stock auf­ge­setzt, und kein Netz­werk Engi­neer war vor­han­den, der das über mehr als ein Stock­werk exten­den hät­te kön­nen. In einem Kran­ken­haus.) und die Jour­na­lis­ten fil­men dort den Haupt­clip für das Pro­mo­ti­on Mate­ri­al der spä­te­ren PBS Doku­men­ta­ti­on 20 Tage in Mariu­pol, die spä­ter auf dem Sundance Film­fes­ti­val prä­mie­ren wird.


bei 2min in

(Yes, I’m with the jour­na­list, yes I’m with the journalist, …)

In dem Video ist zu sehen, wie rus­si­sche Ein­hei­ten auf das Gelän­de des Kran­ken­hau­ses eindringen.

Der ukrai­ni­sche Sol­dat im Video, der spä­ter von Cher­nov als “meh­re­re Sol­da­ten im Kran­ken­haus” beschrie­ben wird, ver­schwin­det direkt im Anschluss an das Video zusam­men mit den ande­ren ukrai­ni­schen Sol­da­ten aus dem Krankenhaus.

The Ukrai­ni­an sol­di­ers who had been pro­tec­ting the hos­pi­tal had vanished.

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Cher­nov und Crew bekom­men eine Ärz­te­kut­te von den Ärz­ten im Kran­ken­haus und wer­den ver­steckt. Sie trau­en sich zu die­sem Zeit­punkt bereits nicht mehr aus dem Kran­ken­haus, da eine Schwes­ter von einem rus­si­schen Scharf­schüt­zen vor dem Kran­ken­haus erschos­sen wurde:

The Ukrai­ni­an sol­di­ers who had been pro­tec­ting the hos­pi­tal had vanis­hed. And the path to our van, with our food, water and equip­ment, was cove­r­ed by a Rus­si­an sni­per who had alrea­dy struck a medic ven­tu­ring outside. 

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In spä­te­ren Inter­views, konn­ten sie dann nicht mehr weg, weil ihr Auto bereits, vor dem Kran­ken­haus, durch “shel­ling” ver­lo­ren war. Naja.

Jetzt stellt sich aber raus - mehr als naja.
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Das ist ja bei­na­he wie ver­lo­ren - da kann man ja schon mal ver­lo­ren dazu sagen…

Hier ja auch: click

Sie ver­brin­gen die Nacht in dem Kran­ken­haus, schla­fen in der Mit­te auf den Gän­gen, damit sie nicht von Schrapnell getrof­fen werden.

Hours pas­sed in darkness, as we lis­tened to the explo­si­ons out­side. That’s when the sol­di­ers came to get us, shou­ting in Ukrainian.

It didn’t feel like a res­cue. It felt like we were just being moved from one dan­ger to ano­t­her. By this time, nowhe­re in Mariu­pol was safe, and the­re was no reli­ef. You could die at any moment.

We were the only inter­na­tio­nal jour­na­lists left in the Ukrai­ni­an city, and we had been docu­men­ting its sie­ge by Rus­si­an tro­ops for more than two weeks. We were repor­ting insi­de the hos­pi­tal when gun­men began stal­king the cor­ri­dors. Sur­ge­ons gave us white scrubs to wear as camouflage.

Sud­den­ly at dawn, a dozen sol­di­ers burst in, “Whe­re are the jour­na­lists, for f***’s sake?”

I loo­ked at their arm­bands, blue for Ukrai­ne, and tried to cal­cu­la­te the odds that they were Rus­si­ans in dis­gui­se. I step­ped for­ward to iden­ti­fy mys­elf. “We’re here to get you out,” they said.

The walls of the sur­ge­ry shook from artil­le­ry and machine-gun fire out­side, and it see­med safer to stay insi­de. But the Ukrai­ni­an sol­di­ers were under orders to take us with them.

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Am Mor­gen keh­ren ein dut­zend Sol­da­ten zum Kran­ken­haus zurück, alle mit dem Befehl sie da rauszuholen.

Moment, sag­te das Al Jaze­e­ra Inter­view noch Sol­da­ten zu ihnen? In dem Inter­view hier wars eine Poli­zei task force:
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Naja, ist ja qua­si das sel­be… Am Anfang des Tages im sie­ben­ten Stock des Kran­ken­hau­ses waren es aber defi­ni­tiv Sol­da­ten, das sehen wir im Video.

Sie fas­sen sich ein Herz, geben sich zu erken­nen und wer­den auf Befehl aus dem Kran­ken­haus evakuiert.

Dann gibt es wie­der eine Gedächt­nis­lü­cke - denn es ist unklar wohin, in jedem Fall in einen dunk­len Keller.

We reached an ent­ry­way, and armou­red cars whis­ked us to a dar­ken­ed basement.

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Oder ins Stadt­zen­trum, ich mein das ist ja auch schwer zu differenzieren:
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Dann ver­schwin­den die 12 Mili­tärs erst mal wie­der aus der Erzäh­lung und im Stadt­zen­trum, Ver­zei­hung, Kel­ler tref­fen sie dann nur einen Polizei-Officer, der ihnen fol­gen­des erzählt:

We reached an ent­ry­way, and armou­red cars whis­ked us to a dar­ken­ed base­ment. Only then did we learn from a poli­ce­man why the Ukrai­ni­ans had ris­ked the lives of sol­di­ers to extract us from the hospital.

If they catch you, they will get you on came­ra and they will make you say that ever­ything you filmed is a lie,” he said. “All your efforts and ever­ything you have done in Mariu­pol will be in vain.”

The offi­cer, who had once beg­ged us to show the world his dying city, now plea­ded with us to go. He nud­ged us toward the thousands of bat­te­red cars pre­pa­ring to lea­ve Mariupol. 

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Das Mili­tär das mitt­ler­wei­le wie­der zu einem Poli­zis­ten gewor­den ist, den sie aber bereits län­ger kannten (?) -

The offi­cer, who had once beg­ged us to show the world his dying city, now plea­ded with us to go. He nud­ged us toward the thousands of bat­te­red cars pre­pa­ring to lea­ve Mariupol.

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- der erkennt wie wich­tig ihr Video­ma­te­ri­al für die Welt ist (drei Tage nach­dem ihr Video­ma­te­ri­al von der rus­si­schen Bot­schaft kom­men­tiert wur­de und für ein Medi­en­spek­ta­kel gesorgt hat - und nach­dem der rus­si­sche Ver­tre­ter es in einem UN secu­ri­ty coun­cil mee­ting dis­kre­di­tiert hat­te), und lässt sie also ein­fach gehen.

Das Video­ma­te­ri­al wird nicht kopiert, wird ihnen nicht abge­nom­men, sie sind ein­fach von 12 Mili­tärs unter Ein­satz ihres Lebens von einem Kran­ken­haus, in einen Kel­ler geret­tet wor­den, wo aus den Mili­tärs wie­der ein Poli­zist wur­de, den sie aber bereits kann­ten (?), der ihnen gesagt hat, wie wich­tig ihr Mate­ri­al ist, und sie dann gehen lässt.

Dann neh­men sie das Mate­ri­al, set­zen sich (drei Tage spä­ter) - mit dem Mate­ri­al in einen Hyun­dai von ner wahl­lo­sen “Fami­lie von drei Leu­ten” - ris­kie­ren mit dem Mate­ri­al und ihrer Prä­senz deren Leben (“We were lucky, that they didnt see our faces.”), fah­ren durch 15 rus­si­sche Check­points und sind dann draußen.

I felt ama­zin­gly gra­te­ful to the sol­di­ers, but also numb. And asha­med that I was leaving.

We cram­med into a Hyun­dai with a fami­ly of three and pul­led into a five-kilometre-long (3.1-mile-long) traf­fic jam out of the city. Appro­xi­mate­ly 30,000 peop­le made it out of Mariu­pol that day — so many that Rus­si­an sol­di­ers had no time to look clo­se­ly into cars with win­dows cove­r­ed with flap­ping bits of plastic.

Peop­le were ner­vous. They were figh­t­ing, screa­ming at each other. Every minu­te the­re was an aero­pla­ne or [air raid]. The ground shook.

We cros­sed 15 Rus­si­an check­points. At each, the mother sit­ting in the front of our car would pray furious­ly, loud enough for us to hear.

As we dro­ve through them — the third, the 10th, the 15th, all man­ned with sol­di­ers with hea­vy wea­pons — my hopes that Mariu­pol was going to sur­vi­ve were fading. I unders­tood that just to reach the city, the Ukrai­ni­an army would have to break through so much ground. And it wasn’t going to happen.

At sun­set, we came to a bridge des­troy­ed by the Ukrai­ni­ans to stop the Rus­si­an advan­ce. A Red Cross con­voy of about 20 cars was stuck the­re alrea­dy. We all tur­ned off the road tog­e­ther into fiel­ds and back lanes.

The guards at check­point 15 spo­ke Rus­si­an in the rough accent of the Cau­ca­sus. They orde­red the who­le con­voy to cut the head­lights to con­ce­al the arms and equip­ment par­ked on the roadsi­de. I could bare­ly make out the white Z pain­ted on the vehicles.

As we pul­led up to the 16th check­point, we heard voices. Ukrai­ni­an voices. I felt an over­whel­ming reli­ef. The mother in the front of the car burst into tears. We were out.

We were the last jour­na­lists in Mariu­pol. Now, the­re are none.

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Und die Erzäh­lung endet mit dem Zitat das ihnen der Poli­zist im dunk­len Kel­ler ver­mit­telt hat “ihr wart die letz­ten Jour­na­lis­ten in Mariupol”.

Mitt­ler­wei­le wis­sen wir dass sie 30 Stun­den Mate­ri­al hat­ten. 30 Stun­den 1080p@60 bei 8Mbps com­pres­sed (You­tube Qua­li­tät) ergibt 200GB. In Blu­ray Qua­li­tät com­pres­sed (40Mbps) 1TB. Und in Apple Pro­res 6TB. Die Hälf­te, wenn sie nicht in 60Hz auf­neh­men. Das sind kei­ne rie­si­gen Daten­men­gen. Gesetz dem Fall der Poli­zist in dem “dunk­len Kel­ler”, den die Jour­na­lis­ten bereits kann­ten (?, unklar) war Mili­tär­po­li­zei - und weiß bereits, dass Cher­nov spä­ter einen PBS Deal für eine Doku­men­ta­ti­on bekommt in dem das Mate­ri­al ver­wer­tet wird, die beim Sundance Film­fes­ti­val prä­miert wer­den wird - mach ich da doch Back­ups. Und schick die unab­hän­gig von den Jour­na­lis­ten aus dem Land.

Ich lass die Jour­na­lis­ten nach einer Ret­tungs­ak­ti­on mit 12 Mann doch nicht ein­fach in nen Kel­ler kom­men und ent­las­se sie dann wie­der, damit sie sich bit­te einen pri­va­ten Flucht­weg suchen, und mit dem Mate­ri­al das sie trans­por­tie­ren (das aber bereits um UN secu­riy coun­cil zum Gegen­stand von State­ments gewor­den ist) eine Fami­lie mit drei Per­so­nen gefähr­den - die tot wäre, wenn die Jour­na­lis­ten in einem von 15 Check­points iden­ti­fi­ziert wer­den. Und all das (bereits im UN secu­ri­ty coun­cil refe­ren­zier­te) Mate­ri­al weg.

Der Upload von 200GB mit­tels Star­link dau­ert bei 40Mbps zwei Tage, sie­ben Stun­den. Von 100GB einen Tag. Und 40Mbps Upload sind kom­mer­zi­ell erwerb­bar, da geht sicher noch mehr.

Gesetz dem Fall der Poli­zist ist nur “ein zufäl­li­ger Poli­zist in einem dunk­len Kel­ler” - war­um hat ein Mili­tär Auf­ge­bot von 12 Mann mit Befehl die Jour­na­lis­ten zu eva­ku­ie­ren, die Jour­na­lis­ten zu dem gebracht?

Über­ra­schung - am 26. Jän­ner die­ses Jah­res stellt sich her­aus im ers­ten Inter­view vom 21. März des Vor­jah­res, dem schrift­li­chen, dem das über 20 jour­na­lis­ti­sche Out­lets auf­ge­grif­fen haben - ein wesent­li­ches Detail fehlt:

But yes, the poli­ce­man that was with us, that hel­ped us in the last days [Eva­ku­ie­rung durch das Mili­tär am 12.03., Ver­las­sen von Mariu­pol am 15.03.], he also ris­ked his life and you know, safe­ty for - of his fami­ly, he took us in his car, and as the first huma­ni­ta­ri­an cor­ri­dor was open, they tried to take us out from the city, and that worked, becau­se fist days were very chao­tic, so we’­re going through 15 check­points, you know, came­ras and hard dri­ves hid­den, flak jackets hid­den, we should have them in the city though, but ok I’m glad that we took them any­way and the car is full of bags and rus­si­ans are che­cking our docu­ments and this fami­ly… Every check­point we arri­ve uh, Vladimir’s wife just pray­ing, I can hear her pray­ing. We cros­sed all the­se check­points and at night, we dont see whe­re we are dri­ving, but we arri­ve at the next check­point, and ins­tead of rus­si­an we hear Ukrai­ni­an lan­guage, and she bursts into tears at that moment. Again, I should have filmed it - but yeah…

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Never mind that you should have filmed the per­sons wife who saved you brea­king out into tears, as the flip­ping jour­na­list that you are, only shoo­ting news material --

das ESSENTIELLE DETAIL das in dem schrift­li­chen Inter­view das an 20 Medi­enout­lets ging (Alja­ze­e­ra) gefehlt hat war FUCKING Vla­di­mir, sein Poli­ce hand­ler in den letz­ten Tagen, die Per­son zu der ihn mir hoher Wahr­schein­lich­keit das 12 köp­fi­ge Team an Sol­da­ten gebracht hat, nach­dem sie Cher­nov und sei­ne Crew aus dem Kran­ken­haus an der Front eva­ku­iert haben (mit dem Auf­trag sie zu eva­ku­ie­ren) der sel­be Vla­di­mir - der dem Jour­na­lis­ten laut Alja­ze­e­ra inter­view zuvor bereits ein­mal gesagt hat - “zeigt der Welt mei­ne ster­ben­de Stadt”.

Hat Vla­di­mir die 12 köp­fi­ge Ein­satz­trup­pe in das Spi­tal geschickt?

Naja - wer kann das schon so genau sagen… Cher­nov nicht:
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src: click , well - they alrea­dy were going through the battle­field and took us out. Ist wie die­ser Satz endet. Im Alja­ze­e­ra Inter­view hat­ten sie (die Sol­da­ten übri­gens) dezi­diert den Befehl die Jour­na­lis­ten zu befrei­en. Wir erin­nern uns:

Sud­den­ly at dawn, a dozen sol­di­ers burst in, “Whe­re are the jour­na­lists, for f***’s sake?”

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Naja, so ein klei­nes Detail, wer kann da schon böse werden…

The offi­cer, who had once beg­ged us to show the world his dying city, now plea­ded with us to go. He nud­ged us toward the thousands of bat­te­red cars pre­pa­ring to lea­ve Mariupol.

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Wobei ONCE wohl defi­ni­tiv nicht im Zeit­raum nach der mili­tä­ri­schen res­cue ope­ra­ti­on war, son­dern irgend­wann mal davor.

Und sie bereits am Tag der Bom­ba­die­rung des Mater­ni­ty Wards eine “Poli­zei­es­kor­te” gehabt haben, die ihnen den Weg zu einem Ort gezeigt hat an dem sie ihre Kame­ras laden und das Video sen­den konnten.

Die­se Eskor­te war dann am nächs­ten Tag aber plötz­lich wie­der weg. So ein Pech aber auch.

In the dark, we sent the images by lining up three mobi­le pho­nes with the video file split into three parts to speed the pro­cess up. It took hours, well bey­ond cur­few. The shel­ling con­ti­nued, but the offi­cers assi­gned to escort us through the city wai­ted patiently.

Then our link to the world out­side Mariu­pol was again severed.

We went back to an empty hotel base­ment with an aqua­ri­um now fil­led with dead gold­fi­sh. In our iso­la­ti­on, we knew not­hing about a gro­wing Rus­si­an dis­in­for­ma­ti­on cam­pai­gn to dis­credit our work.

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Naja, gut, dass sie sie in den letz­ten drei Tagen wie­der hat­ten, denn -
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Bildschirmfoto 2023 03 03 um 20 02 47src: click to one of the poli­ce head­qua­ters, für die die sich fra­gen wie der Satz wei­ter geht.

Und zwei Tage spä­ter ste­hen sie im sie­ben­ten Stock des Kran­ken­hau­ses an der Front, fil­men den Mili­tär­schutz dort, wäh­rend der an sei­ne Basis funkt “I’m with the jour­na­list, yes - the journalist”.

Naja - die­ses Detail der Erzäh­lung wur­de im ers­ten Inter­view (dem schrift­li­chen, das über 20 Kanä­le ging), eben zu “wir haben uns dann mit einer Fami­lie in einen Hyun­dai gesetzt um aus der Stadt zu kommen.”

IN EINEN HYUNDAI?! Dan­ke für die­ses wesent­li­che Detail!

Es kommt jetzt aber noch mehr, jetzt exis­tiert auch die­ses vier­te Inter­view -

Tran­skript:

I: Hi the­re. It’s Sharon Wax­man, the edi­tor of the Wrap com­ing to you from the Wraps 2023 stu­dio at the Sundance Film Fes­ti­val with NFP. Thank you so much to the cast, to the peop­le who crea­ted the film, 20 days in Mariu­pol, a very moving and tough docu­men­ta­ry about the war in Ukrai­ne. So I’m let­ting ever­y­bo­dy intro­du­ce them­sel­ves, star­ting with the Direc­tor. Yeah. Becau­se you think I’m gon­na get your name, right? Pro­bab­ly not. 

C: My name is Mstys­lav Cher­nov. I’m direc­tor and came­ra­man for this film.

I: Wel­co­me, wel­co­me. That. No, you get your own [micro­pho­ne].

MM: I’m Michel­le Meis­ner. I’m the pro­du­cer and edi­tor of the film.

EM: Hi, I’m Evge­niy Malo­let­ka. I’m a photographer.

S: And I’m Vasi­li­sa Ste­pa­nen­ko, I’m field producer. 

I: Ok, gre­at. So this is a very dif­fi­cult pic­tu­re of a very dif­fi­cult war that is still going on and in whe­re peop­le are dying every day, tell us why you cho­se to sort of take this sli­ce, this moment in time, which goes back to the begin­ning of the war, and tell the sto­ry - becau­se the story’s not done, it’s still ongoing.

C: I think Mariu­pol is a city as a - one of the events that hap­pen­ed in the begin­ning of the full sca­le Russia’s inva­si­on in Ukrai­ne is extre­me­ly sym­bo­lic for Ukrai­ni­ans, and his­to­ri­cal­ly sym­bo­lic becau­se being being a stra­te­gi­cal­ly important city for Rus­sia to try to take from Ukrai­ne, it’s also had so much tra­ge­dy packed in the­re in this short peri­od of time. Over three mon­ths and being able to show this tra­ge­dy to the world means a lot to us, but also we feel, and we found out only later when we left Mariu­pol. When we bro­ke out of the sie­ge, only then we found out how much what we did the­re and what hap­pen­ed the­re chan­ged the world’s per­spec­ti­ve on the inva­si­on. So it’s also sym­bo­lic from that side. But throughout the coverage, throughout this 20 days of the film is cal­led 20 days in Mariu­pol - throughout that 20 days, we’­ve been sen­ding news dis­patches or qui­te short packa­ges of vide­os, one minu­tes, 2 minutes.

I: Sen­ding them to - put­ting them on You­Tube - whe­re do you see them?

C: So asso­cia­ted - we work for AP.

I: All of you guys work AP? Not pro­du­cer obviously.

C: Yeah, we are, we are AP team and Michel­le is with Front­li­ne - so when we left Mariu­pol we took out safe­ly around 30 hours up to 30 hours of foo­ta­ge and most of it was­n’t publis­hed. And I felt that we need to do more about Mariu­pol. We felt qui­te guil­ty that we left and Mariu­pol was still under the sie­ge. Peop­le were still dying every day. And I felt that we nee­ded to do more. So, col­la­bo­ra­ti­on with Front­li­ne star­ted [pas­si­ve] and we assem­bled the film out of tho­se hours. 

I: So just to be clear, you were actual­ly working jour­na­lists for the Asso­cia­ted Press, yes, but you had all this extra mate­ri­al that you wan­ted, that you felt like you had­n’t total­ly told the sto­ry, even though you’­re sen­ding dis­patches out to the world every day - basically..

C: Right. So in the begin­ning it was­n’t when it was shot, it was­n’t even inten­ded to be a docu­men­ta­ry. This was inten­ded to be a news dis­patch, dai­ly news dis­patches and they were shot this way. So that’s par­ti­al­ly was a chal­len­ge when we left with all this foo­ta­ge was to to con­nect them to - into a nar­ra­ti­ve, which - 

I: So were you all the­re as a team?

MM: Yes

I: The­se three, what was your role? 

MM: Yeah, so the­se jour­na­lists were on the ground in Ukrai­ne, whe­re they are all from to cover the inva­si­on and they had a sen­se that the city of Mariu­pol would be one of the main tar­gets. And so they went the­re, to cover for the AP and the city gives you see in the film, the city is sur­roun­ded and it beco­mes impos­si­ble for anyo­ne to lea­ve, inclu­ding them, and they con­ti­nued filming. Infra­st­ruc­tu­re is atta­cked, civi­li­an infra­st­ruc­tu­re. The things they wit­nessed, you might remem­ber the mater­ni­ty bom­bing, the mater­ni­ty ward, that ward that was bom­bed, they were the­re. They were the ones who were on the ground filming it. So they’­re very hum­ble and well, not like admit that the rea­son why we have docu­men­ted evi­dence of the­se poten­ti­al war cri­mes is becau­se they were on the ground filming it. As he said, the Inter­net beca­me very spo­ra­dic. And so they had to find pla­ces whe­re they could upload the sto­ries and send them out to the world. They were only able to get some out, but real­ly important foo­ta­ge that ever­yo­ne saw. And then when they left, he had 30 hours of foo­ta­ge that told a real sto­ry about the 20 days that they were the­re. So, - 

I: So whe­re did you? 

MM: So I came in as an edi­tor, so I work for Front­li­ne PBS and we star­ted working with Mstys­lav, who actual­ly had a pret­ty clear visi­on for how the sto­ry could come tog­e­ther. And we assem­bled a film and we did­n’t know if it would be a short at first and then we rea­li­zed that it actual­ly did - it could real­ly fill a 90 minu­te fea­ture. And so we put that tog­e­ther and it shows both how it - I think that what was like inte­res­ting about col­la­bo­ra­ting as some­bo­dy who was­n’t on the ground with them and why it’s important some­ti­mes to work in a team whe­re you aren’t - uh, I was loo­king at the foo­ta­ge in a in a way that I could see Mstys­lav - like per­so­na­li­ty shi­ne through in the way that he was filming things. The way that a tra­ge­dy would hap­pen and he would drop the came­ra and it would still be, you could just, like, feel the emo­ti­on com­ing from him and get to know him in that way. So he beca­me sort of like a the the per­spec­ti­ve through which you’­re see­ing this unfold. You see Evge­niy and Vasi­li­sa, you know, working along­side each other, real­ly har­ro­wing events, hard con­di­ti­ons and so we’­re able to show that in the -

I: I wan­ted to ask about this becau­se this is some­thing that we’­ve only just star­ted I think scratching the sur­face about what is the impact due to the bea­ring of wit­ness and your job is to go out and watch peop­le suf­fer. You know, and docu­ment it. And I under­stand that the human impul­se to feel the need to docu­ment it so that - for all sorts of rea­sons, so that the world will see it and they will stop it - which they haven’t, or histo­ry will have that for all time to be able to refer to it, so it’s a respon­si­bi­li­ty, but there’s a there’s clear­ly a very serious toll on the peop­le who put them­sel­ves - and also all the medi­cal workers and all the, you know, all the peop­le, not to men­ti­on the peop­le who are actual­ly going through it, just watching a litt­le girl sta­ring into your came­ra and cry­ing! It’s. Unbe­ara­ble like that. She did­n’t even die! You know, she’s not even woun­ded, she’s just so torn up and she’s she’s 5 - she’s 6 - it’s, it’s almost, you know, it’s hard to watch, so I can only ima­gi­ne what it’s like - I can’t ima­gi­ne what it’s like is what I’m say­ing - to live through. So I wan­ted to ask you, all of you guys who did that, like what, what was the toll, what, what was the impact on each of you to? Let’s start in the back and then, Mstys­lav, you can…

S: It’s hard to ima­gi­ne here that we saw - like I remem­ber my fee­lings that when we were here, and when we watch all the sce­nes, how when we watch how the child­ren died. The only chan­ce that we had is to show the who­le world, to let them under­stand what’s going on, how it can be going on in our time, in 21 cen­tu­ry. So it was only one mon­th old, that’s why. Yes, per­so­nal­ly I felt big pain, like Ukrai­ni­an, like a human, like ever­yo­ne in this world. But I unders­tood that it’s real­ly important that every one of us unders­tood it. So that’s why we did it. And now that this film could watch ever­yo­ne. It’s real­ly, real­ly important. 

EM: They’ll use it. My home­town is - the name of the city is Ber­d­jansk. It’s next on the west from Mariu­pol and actual­ly it’s most­ly you know my home­land whe­re I grew up and the peop­le who filmed, pho­to­gra­phed and in the­se such con­di­ti­ons in this pain not like we just, some actors just you unders­tood on the ground, that this were real souls - who are pas­sed away. You know, and the­se kids who just you know how their par­ents bring them alrea­dy dead to the hos­pi­tal and doc­tors try to resus­ci­ta­te them or do their ani­ma­ti­on pro­ces­ses. You docu­ment this and - with the tears in their eyes. You know, like you con­ti­nue to do this, and the doc­tor is screa­ming “Show this to Putin” - becau­se, becau­se they might get to see this. Are they kil­ling Ukrai­ni­ans? That time, and this is, real­ly hard to under­stand for our­sel­ves as well - that this is. You know. Our rela­ti­ves, our friends, it’s hap­pen­ed with all of us, all around Ukrai­ne, all around the con­ta­ct line and what we wit­nessed it in just one short peri­od of time. Ohh. And that’s it. But it’s hap­pen­ed all around the area or like whe­re Rus­sia invaded.

C: It’s been almost a year and the film is cal­led 20 days. So you look at this 20 days and you know what’s - what hap­pen­ed after every day in Ukrai­ne. That is - not­hing chan­ged. It was hap­pe­ning every day what you see, but also we felt obli­ga­ti­on as jour­na­lists, but as well as Ukrai­ni­ans, this is our com­mu­ni­ty, this is our coun­try, and we do feel an obli­ga­ti­on to keep tel­ling the­se sto­ries to to make sure that, ever­ything that was that pos­si­ble to docu­ment, will stay in histo­ry, so may­be in the 50 years of time or 100 years of time, someo­ne who would ask what hap­pen­ed - so you know how that inva­si­on star­ted, what hap­pen­ed to Mariu­pol? Will go and see this, and will know how ter­ri­ble the war is. How impa­ra­ble human pain is and from this per­spec­ti­ve, alt­hough the film is told from the per­spec­ti­ve of a jour­na­list - it’s still real­ly about peop­le. And about Mariu­pols resi­dents and I think our fee­lings, the­se fee­lings of jour­na­lists or docu­men­ta­ry makers right now is - it’s qui­te secon­da­ry it’s very important here for it not to stand on the way to - for the audi­ence to feel what actual­ly resi­dents of Mariu­pol felt.

I: Thank you. Well, the film is very inten­se and some­ti­mes dif­fi­cult to watch, but it’s important for that rea­son. So thank you for brin­ging your film to Sundance, 20 days in Mariu­pol. It’s going to be out on Front­li­ne and PBS.

MM: Even­tual­ly, yes. Yeah. Well, later this year, I pre­su­me. Yeah, yeah. We’ll see what life it takes over the next few mon­ths, and later this year we’ll be airing on PBS

I: Thank you for the film and thanks for com­ing to our studio. 

und damit kom­men noch zwei wei­te­re Wider­sprüchlick­ei­ten mit dazu - 

Over three mon­ths and being able to show this tra­ge­dy to the world means a lot to us, but also we feel, and we found out only later when we left Mariu­pol, when we bro­ke out of the sie­ge, only then we found out how much what we did the­re and what hap­pen­ed the­re chan­ged the world’s per­spec­ti­ve on the invasion.

- die Jour­na­lis­ten hät­ten erst als sie aus Mariu­pol weg waren erkannt, dass das Mate­ri­al das sie hat­ten wich­tig war, denn sie hat­ten dann erst gese­hen, dass das was in Mariu­pol gesche­hen ist, die Per­spek­ti­ve der Welt ver­än­dert hat.

The Rus­si­an Embas­sy in Lon­don put out two tweets cal­ling the AP pho­tos fake and clai­ming a pregnant woman was an actress. The Rus­si­an ambassa­dor held up copies of the pho­tos at a UN Secu­ri­ty Coun­cil mee­ting and repeated lies about the attack on the mater­ni­ty hospital.

In the mean­ti­me, in Mariu­pol, we were inun­da­ted with peop­le asking us for the latest news from the war.

So many peop­le came to me and said, “Plea­se film me so my fami­ly out­side the city will know I’m alive.”

src: click (Inhalt­li­cher Wider­spruch? Das hier zitier­te “in the mean­ti­me” Bezieht sich auf die Zeit zwi­schen dem 09.03. und dem 11.03.. Hier erklärt Cher­nov, dass er sich über den aktu­el­len Ver­lauf des News­cy­cles von sei­nem Edi­tor auf dem Lau­fen­den hal­ten hat lassen.)

Im Alja­ze­e­ra Inter­view war das [das Mate­ri­al das so wich­tig war] noch der Grund, war­um der Poli­zist Vla­di­mir (*hust*) ein 12 köp­fi­ges Mili­tär­team zu ihrer Ret­tung in ein Spi­tal in der nähe der Front gesen­det hat­te, mit dem Befehl die Jour­na­lis­ten zu eva­ku­ie­ren (unklar ob der von ihm kam):

If they catch you, they will get you on came­ra and they will make you say that ever­ything you filmed is a lie,” he said. “All your efforts and ever­ything you have done in Mariu­pol will be in vain.”

The offi­cer, who had once beg­ged us to show the world his dying city, now plea­ded with us to go. He nud­ged us toward the thousands of bat­te­red cars pre­pa­ring to lea­ve Mariupol. 

src: click

HE NUDGED YOU TOWARDS THE THOUSANDS OF BATTERED CARS PREPARING TO LEAVE MARIUPOL? VLADIMIR DID? THE GUY WHO YOU ACTUALLY DROVE WITH, IN HIS CAR, TO GET OUT OF MARIUPOL?

Ama­zing.

It was a Hyun­dai, right? Bet­ter sta­te that it was a Hyun­dai, in the first inter­view in March of 2022, and lea­ve the litt­le fact, that it was Vla­di­mir, the poli­ce hand­lers Hyud­nai for Janu­a­ry 2023. For an inter­view at the Sundance film fes­ti­val press cir­cuit.

Die Kon­takt­an­bah­nung mit PBS ver­lief dann übri­gens passiv:

C: And I felt that we nee­ded to do more. So, col­la­bo­ra­ti­on with Front­li­ne star­ted and we assem­bled the film out of tho­se hours.

Die PBS Pro­du­cer und Edi­to­rin hat­te sich noch über­legt ob sie aus dem Mate­ri­al eine nar­ra­ti­ve Geschich­te bau­en kann, aber Cher­nov hat­te bereits eine eige­ne Geschich­te die er erzäh­len wollte -

MM: So I came in as an edi­tor, so I work for Front­li­ne PBS and we star­ted working with Mstys­lav, who actual­ly had a pret­ty clear visi­on for how the sto­ry could come together.

Aus den bei­den Poli­zis­ten die dem Team gesagt haben “zeigt das der Welt!” (der eine der sie vor der Geburts­kli­nik hat reden hören, und sie zu einem Ort mit Inter­net und Strom zum Laden ihres Equip­ments gebracht hat, und der ande­re in dem dunk­len Kel­ler) - ist mitt­ler­wei­le ein Arzt geworden:

You know, and the­se kids who just you know how their par­ents bring them alrea­dy dead to the hos­pi­tal and doc­tors try to resus­ci­ta­te them or do their ani­ma­ti­on pro­ces­ses. You docu­ment this and - with the tears in their eyes. You know, like you con­ti­nue to do this, and the doc­tor is screa­ming “Show this to Putin” - becau­se, becau­se they might get to see this.

(Bei einem zwei­ten media appoint­ment eben­falls.)

Und jetzt haben wir end­lich eine Pre­mie­re beim Sundance Filmfestival!

Jetzt gibt es im vier­ten Inter­view aber noch einen Punkt der dezi­diert prüf­bar ist:

C: So in the begin­ning it was­n’t when it was shot, it was­n’t even inten­ded to be a docu­men­ta­ry. This was inten­ded to be a news dis­patch, dai­ly news dis­patches and they were shot this way. So that’s par­ti­al­ly was a chal­len­ge when we left with all this foo­ta­ge was to to con­nect them to - into a nar­ra­ti­ve, which -

Die Videos­nip­pets sein geschos­sen wor­den “wie für einen “news dis­patch” - ohne emo­tio­na­les Nar­ra­tiv, ohne ein Lei­ten des Gedan­ken­gangs des Zuschau­ers durch Kameraschwenks, … 

Eben wie für einen Newscast.

Nun, ehm - nein.

Bild­bei­spie­le:

Es gibt eine Ein­stel­lung in der Kran­ken­haus­mit­ar­bei­ter rau­chen, dann Fokus auf die Gesich­ter, “defi­an­ce” als Emo­ti­on, dann sofort ein Schwenk auf eine ukrai­ni­sche Flag­ge über ihnen.
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Es gibt die Ein­stel­lung im sie­ben­ten Stock des Kran­ken­hau­ses an der Front, in dem die Haupt­ka­me­ra die Reak­ti­on des Sol­da­ten filmt, der Kame­ra­mann dem Sol­da­ten in einen zwei­ten Raum nach­rennt, um sei­ne Reak­ti­on fest­zu­hal­ten, wäh­rend eine simp­le Kame­ra mit Tele­ob­jek­tiv, die pick­upshots der sich drau­ßen zusam­men­zie­hen­den Pan­zer macht. Der Sol­dat for­dert den Jour­na­lis­ten dann auf das zu zei­gen (Film it!), der rennt zurück in den ande­ren Raum beginnt erst­ma­lig durchs Fens­ter die eigent­li­chen Gescheh­nis­se zu fil­men, und in dem Moment schnei­det die Edi­to­rin des Film zu Auf­nah­men aus dem Tele­ob­jek­tiv der ande­ren Kame­ra um - die Pick­up shots macht.
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Es gibt meh­re­re Ein­stel­lun­gen bei denen der Aus­gangs­punkt ein­fach head and shoul­der close-ups sind die dann zum clo­se up reingehen:
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Es gibt mehr­fach Ein­stel­lun­gen aus der Ver­fol­ger­per­spek­ti­ve (Kame­ra­man läuft mit):
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Sel­be Per­spek­ti­ve mit Voice over: “Mass gra­ves whe­re child­ren were buried.”
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Super­clo­sups von zit­tern­den Händen:
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Frosch­per­spek­ti­ve mit Zoom auf Hän­de durch die Erde riselt:
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Nicht EINE die­ser Ein­stel­lun­gen eig­net sich für ein New­s­cast For­mat. JEDE die­ser Ein­stel­lun­gen ver­wen­det “sub­jek­ti­ve Kame­ra” als Erzähltechnik.

Dass das Mate­ri­al sein soll, das eigent­lich für einen New­s­cast gedreht wur­de, aber wel­ches man spä­ter nicht ver­wen­det hat - und bei dem man dann erst nach der Flucht aus Mariu­pol erkannt habe, dass man damit doch eine nar­ra­ti­ve Erzäh­lung schnei­den kann, die einen 90 minü­ti­gen Kino­film trägt, ist eine simp­le Lüge.

Kei­ne ande­re Inter­pre­ta­ti­on möglich.

Auf der ande­ren Sei­te ist das aber auch das bes­te Bei­spiel das sich Pro­fil den­ken konn­te, um der öster­rei­chi­schen Bevöl­ke­rung zu ver­deut­li­chen was rus­si­sche Pro­pa­gan­da ist.

Wor­auf die gesam­te Medi­en­land­schaft Öster­reichs die rus­si­sche Sei­te von der Bericht­erstat­tung aus­ge­schlos­sen hat.

Kauf auch du mor­gen dein Kino Ticket zur Wahrheit.

20 Days in Mariupol
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Zusatz:

Die­ses Video bei 8:30 in ist auch nicht schlecht:

Es spricht Evge­niy Malo­let­ka, Foto­graf der Cher­nov Crew, die­se hör­te Explo­sio­nen in der Nähe der Asow­schen Uni­ver­si­tät und anders­wo - es gab dort eine Rei­he an Explo­sio­nen und eine davon war in einem Kran­ken­haus direkt gegen­über. Also beschlos­sen sie dort hin­zu­fah­ren. (Kei­ne Erwäh­nung des Rauchs mehr, der sie dort hin gelockt hat. Wie im ers­ten schrift­li­chen Inter­view das an 20 News out­lets ging. (Alja­ze­e­ra Inter­view)) Inter­viewe­rin fragt nach - hät­te es sein kön­nen, das das Kran­ken­haus für mili­tä­ri­sche Zwe­cke genutzt wur­de? Ant­wort: Ver­su­chen wirs zu objek­ti­vie­ren, eine Mili­tär­in­stal­la­ti­on hat Schüt­zen­grä­ben, Stel­lun­gen, mili­tä­ri­sche Aus­rüs­tung - in dem Moment in dem wir da waren, haben wir nichts davon gese­hen. Wir wis­sen, dass es dort ein Kran­ken­haus gab in dem ver­wun­de­tes ukrai­ni­sches Mili­tär­per­so­nal behan­delt wur­de, aber es ist nicht direkt im Mater­ni­ty Ward zu dem wir gefah­ren sind, es ist ein ande­res Gebäu­de, und das wur­de am Ende nicht getroffen.

Das ISW hat da prak­ti­scher Wei­se eine Kar­te:
Map
hat aber lei­der, was will man machen, ver­ges­sen Asow­sche Uni­ver­si­tät auszuschreiben.

edit: Wer am Ende noch ein Inter­view sehen möch­te, das das alles ausspart:

Journalistic believes

01. März 2023

Es wird ein­mal Zeit auf­zu­lis­ten wor­an die deutsch­spra­chi­ge Jour­na­lis­ten­schaft selbst so glaubt.

Ana­st­as­sia Boutsko (DW): Lei­chen­sä­cke in Mos­kau kön­nen für Putin doch noch zum Pro­blem wer­den und den Krieg beenden.

Also mal eben ein Ver­schwö­rungs­nar­ra­tiv, denn die US Füh­rung hat wie­der­holt und in offi­zi­el­lem messaging demen­tiert, dass dies eine Ziel­per­spek­ti­ve sei. Oder wenn schon kein Ver­schwö­rungs­nar­ra­tiv, dann ein “Deus Ex machi­na” - bei dem, wenn schon genug Leu­te ster­ben, das auch eine direk­te posi­ti­ve Aus­wir­kung auf Been­di­gung des Krie­ges haben wird.

Auch in der inter­nen Logik des Argu­ments nicht das bes­te Nar­ra­tiv, da immer noch ein Hard­li­ner auf Putin fol­gen könn­te. Dh. Desta­bi­li­sie­rung ohne Regi­me­chan­ge Vor­be­rei­tung - wird eher hei­kel. Wer für gewöhn­lich die poli­ti­sche Nach­fol­ge im Kreml regelt ist kein wirk­li­ches Geheimnis.

Andre­as Käh­ler (phoe­nix Mode­ra­tor): Wir müs­sen die Ukrai­ne unter­stüt­zen, da sich sonst der Krieg ausweitet.

Hypo­the­ti­cal. Defi­niert die Posi­ti­on der Ukrai­ne als Leu­te die für uns kämp­fen und ster­ben. Eben­falls kein offi­zi­el­les Narrativ.

Kat­rin Eigen­dorf (ZDF):

Also ich wür­de sagen, in der gan­zen Zeit, und ich habe die­sen Krieg ja seit Anfang an beglei­tet, haben die Men­schen dort ver­schie­de­ne Etap­pen durch­ge­macht, und die Etap­pe in der wir uns jetzt befin­den ist… 

[Ein­schub: Gesichts­aus­druck in dem Moment]
Bildschirmfoto 2023 03 01 um 20 49 00

- ein Land am Tief­punkt. Weil die Ukrai­ner haben natür­lich jetzt ver­stan­den, dass die Schre­cken die­ses Krie­ges nicht zu Ende sind, son­dern wei­ter gehen. Dass sie in ein wei­te­res Jahr des Krie­ges gehen. Und ich glau­be fast jeder Ukrai­ne, wenn nicht sogar jeder, hat Opfer gebracht, kennt Men­schen, die Gestor­ben sind. Hat Fami­lie ver­lo­ren [jeder sechs­te, aber hal­ten wir uns nicht mit Fak­ten auf] und dass das jetzt wei­ter gehen soll, ohne dass eine Per­spek­ti­ve erkenn­bar ist, ist natür­lich ein sehr, sehr bit­te­re Erkennt­nis. Auf der ande­ren Sei­te, was man posi­tiv sagen kann, sehen die Ukrai­ner natür­lich nach einem Jahr Krieg wie sehr der Wes­ten nach wie vor an ihrer Sei­te steht, also der Besuch von US Prä­si­dent Biden, in Kiew - ich war sel­ber auch da -

[Ein­schub: Gesichts­aus­druck in dem Moment]
Bildschirmfoto 2023 03 01 um 20 57 41

es ist von den Ukrai­nern schon wirk­lich gefei­ert worden 

[Ein­schub: Gesichts­aus­druck Schäub­le in dem Moment]
Bildschirmfoto 2023 03 01 um 20 59 25

als etwas was ihnen Rück­halt ver­mit­telt hat. Ich mei­ne, das sind natür­lich die gro­ßen Bil­der und es ist - die Ukrai­ner ver­ste­hen es natür­lich auch ent­spre­chend zu ver­mark­ten, aber nichts des­to trotz, das war so ein posi­ti­ves Zei­chen und auch was wir jetzt erlebt haben, dass nun end­lich mal Waf­fen gelie­fert wer­den, über die so lan­ge debat­tiert wur­de, das sind posi­ti­ve Zei­chen, nichts des­to Trotz, auch mili­tä­risch muss man sagen, ist die Ukrai­ne mitt­ler­wei­le am Tief­punkt ange­langt, also das müs­sen wir nicht beschö­ni­gen, was wir im Moment im Land erle­ben sind an eini­gen Fron­ten die bit­ters­ten und schlimms­ten Kämp­fe die man bis­her erlebt hat. Es gibt kei­ne offi­zi­el­len Zah­len über Opfer, aber was man sich als Repor­ter dort zusam­men­rei­men kann, wenn man ein­fach ein­mal hin­kuckt, kann man das nicht hoch genug ein­schät­zen was da an Tri­but gezahlt wird - auch an toten Sol­da­ten, also ich gebe mal ein Bei­spiel, ich war ich Char­kiw, in Char­kiw gibt es einen Rie­sen Fried­hof, da wer­den jeden Tag meh­re­re Sol­da­ten, die ein­fach aus der Front im Osten kom­men, begra­ben. Das sind Bil­der die jetzt nicht immer jedem prä­sent sind, aber die zei­gen natür­lich, das sind die Toten, und von den Ver­letz­ten reden wir noch gar­nicht. Was ich sel­ber bei den paar Besu­chen die ich gemacht habe an der Front erlebt habe, ist ein Krieg, also - den kann man sich nicht bit­ter genug vor­stel­len. Da sind teil­wei­se Sol­da­ten, die haben den rus­si­schen Angrei­fern nichts ent­ge­gen­zu­set­zen, außer ihre Kalasch­ni­kow - und wer­den da manch­mal auch ein­fach über­rannt. Und die­se Rea­li­tät, ja - vor der Steht die Ukrai­ne jetzt, und es ist die Fra­ge, ja - wie lan­ge wird das noch dauern.”

Mode­ra­tor: “Ist es denk­bar, dass die Ukrai­ne die­sen Krieg auch verliert?”

Ja, ich glau­be wir müs­sen defi­nie­ren, was heißt gewin­nen und ver­lie­ren, so wie ich die Ukrai­ner, und das ist natür­lich nur eine Moment­auf­nah­me, erle­be - wer­den sie nicht zurück­wei­chen. Also die Ent­schlos­sen­heit, der brei­ten Mas­se der Bevöl­ke­rung die­sen Krieg wei­ter zu füh­ren, auch mit allen Opfern, ehm - ist sehr groß. Und jetzt ist Prä­si­dent Selen­skyj jemand der das natür­lich auch sehr schön zu ver­kau­fen weiß - er hat ja gesagt - and die Rus­sen gerich­tet, wir ster­ben lie­ber, als dass wir unter eurer Besat­zung leben, mit Ver­ge­wal­ti­gung und Mord und Ent­füh­rung von Kin­dern. Aber das stimmt. Das ist das Gefühl das ich glau­be dass vie­le, oder die gro­ße Mas­se der Ukrai­ner haben. Sie wol­len nicht unter rus­si­scher Herr­schaft leben, weil sie wis­sen ein­fach was das bedeutet.”
Mode­ra­tor: Du hast von einem sol­chen Ort berich­tet, näm­lich von Butscha, und das war sozu­sa­gen eine wie­der­erober­te Stadt, kannst du uns schil­dern, was für einen Ein­druck du von die­ser Stadt hast, als du ankamst. 

[Den Gesichts­aus­druck pos­te ich mal nicht, es ist Wie­der­erle­ben ech­ten Schocks.]

Also das war ja die ers­te Stadt die - im Prin­zip, wo wir erlebt haben, was pas­siert ist. Wo wir sehen konn­ten, was haben rus­si­sche Söld­ner, rus­si­sche Sol­da­ten dort gemacht. Und für mich war das mit eines der schlimms­ten Erleb­nis­se, die ich in mei­ner Lauf­bahn as Jour­na­lis­tin erlebt habe, und ich habe schon über eini­ge Krie­ge und Kri­sen berich­tet. Zu sehen, dass man Zivi­lis­ten ein­fach mit­ten auf der Stra­ße hin­rich­tet, Men­schen in irgend­wel­che Gru­ben schmeißt - ein kom­plet­te zer­stör­te Innen­stadt ein­fach mut­wil­lig zer­stört zurück­lässt, dass Sol­da­ten und Söld­ner durch die Häu­ser gezo­gen sind und dort ran­da­liert und vanda- sich wie Van­da­len auf­ge­führt haben, Frau­en vor den Augen ihrer Fami­lie ver­ge­wal­tigt haben [Kon­text], das alles ist in Butscha klar gewor­den dass das pas­siert, und das hat mir gezeigt, wel­cher Natur die­ser Krieg ist, das ist näm­lich ein Krieg, da geht es um viel viel mehr, als die Erobe­rung von Ter­ri­to­ri­um, das ist ein Ver­nich­tungs­krieg, gegen ein Volk. Das ist ein Ver­nich­tungs­krieg gegen das ukrai­ni­sche Volk. Und das ist glaub ich jedem klar, der Butscha gese­hen hat.

Kurz­ge­fasst: Eigen­dorf: Ich hab kei­ne Ahnung, ich ver­such mich da wäh­rend ich embed­ded Jour­na­lism mache durch­zu­füh­len, und was mich in einer Selen­skyj Anspra­che berührt hat, die Aus­sa­ge - die Ukrai­ner wür­den schon ger­ne ster­ben, ist glaub ich die Wahr­heit, die ich auch in der Bevöl­ke­rung füh­le. Außer­dem kann ich super vom Gefühl her von Butscha auf alle besetz­ten Gebie­te extra­po­lie­ren, und behaup­te Völ­ker­mord (Hin­ter­grund (nicht nur eine juris­ti­sche, auch eine poli­ti­sche Fra­ge)), weil mit das ein­leuch­tend erscheint.

Danach kommt noch so ein ungu­ter Teil, in dem das alles eine Eigen­heit der rus­si­schen Armee und ihrer Kriegs­füh­rung gene­rell sei, denn du Rus­sen trän­ken ja so viel, und ran­da­lier­ten und - den lass ich mal weg. (Und wer­den von ihren Aus­bil­dern geschla­gen, und in den Tod geschickt.)

Was bringt an der Stel­le jetzt die Per­spek­ti­ve von jeman­dem wie mir der genau dar­in - die Aus­wir­kun­gen von Null Dis­kurs, aber mas­sen­haft Pro­pa­gan­da sieht.

Jeder Jour­na­list legt sich die Wirk­lich­keit zurecht mit der er am Bes­ten zurecht kommt.

Und die mit dem meis­ten emo­tio­na­li­sier­ten Flos­keln, die, die ver­sucht ihre Ratio emo­tio­nal auf­zu­bau­en - qua­si Wirk­lich­keit zu “erfüh­len” -

die beleg­bar in der Ver­gan­gen­heit von der ukrai­ni­schen Pro­pa­gan­da für Messaging benutzt wor­den ist -

die Jour­na­lis­tin bekommt aktu­ell die meis­ten Journalistenpreise -

(Hanns-Joachim-Friedrichs Preis (2021), Grim­me Preis (2023), Jour­na­lis­tin des Jah­res 2022 (Medi­um Maga­zin), Lübcke-Demokratie-Preis (2022))

und öffent­li­chen Zulauf.

Mir wird bei soet­was der­ma­ßen KOTZÜBEL - dass ich das nicht rezi­piert bekom­me. (Habe wie­der abbre­chen müssen.)

Es ist der sel­be gro­tes­ke, emo­tio­na­le Over­flow, zur Schau gestell­tes mora­li­sches Bra­va­do - anhand des­sen sich nur die Dümms­ten der Dum­men eine Mei­nung bilden.

Die Absur­di­tät des öffent­li­chen Schau­spiels hier, steht dem was in der Pauls­kir­che abge­lau­fen ist, um kei­nen Deut nach.

Jetzt mal abge­se­hen vom Inhalt.

Ein Jour­na­list meint die Ukrai­ner ster­ben für uns, und das muss jetzt so sein, damit sich der Krieg nicht aus­wei­te, eine glaubt die Ster­ben für Lei­chen­sä­cke in Russ­land die den Krieg been­den kön­nen, und eine glaubt die Ster­ben für Idea­le, ein Kon­zept von fast ely­si­scher Natio­na­li­tät, oder eine kon­zep­tua­le Struk­tur wie euro­päi­sche Demo­kra­tie, und weil sie gegen das Böse kämp­fen, oder den Erhalt einer Ethnie.

Das ist Jour­na­lis­mus die­ser Tage.

Fak­ten spie­len hier kei­ne Rol­le, jeder formt sich nach State­ments die er/sie auf­ge­schnappt hat eine durch nichts beleg­ba­re Rea­li­täts­vor­stel­lung - und weil das seine/ihre eige­ne ist, sind wir dann beson­ders stolz dar­auf und noch stär­ker bereit sie zu verteidigen.

Man­gels Defi­ni­ti­on wel­che Zie­le wir eigent­lich poli­tisch und mili­tä­risch ver­fol­gen - kannst du prak­tisch an alles glauben.

In die­sen emo­tio­nal auf­ge­la­de­nen Ent­schei­dungs­räu­men wird aus Pro­pa­gan­da­sicht nur eines wich­tig - zu defi­nie­ren wel­che Posi­tio­nen man nicht ein­neh­men darf.

Die der bra­si­lia­ni­schen Regie­rung beispielsweise -

Posi­tio­nen die zu kri­tisch sind, oder ana­ly­tisch, dh. bei­spiels­wei­se auf die glo­ba­len Aus­wir­kun­gen des Krie­ges als eine Form von Leid abzie­len die alles was die Ukrai­ner der­zeit erle­ben noch poten­zie­ren wird, sind gesell­schaft­lich nicht zuge­las­sen - denn sobald wir unse­re Rea­li­tä­ten debat­tier­ten, wür­de Leu­ten auf­fal­len, dass sich ihre Über­zeu­gun­gen nicht im gerings­ten decken.

Im Fal­le von Eigen­dorf nicht mal von einem Satz zum nächs­ten. Da ist gefühlt ein­fach alles richtig.

Jeder darf sich sei­ne eige­ne Vor­stel­lung davon bil­den, war­um er oder sie einer nor­ma­ti­ven Über­zeu­gung ist, die aber nicht zu kri­tisch sein soll­te. Das - funk­tio­niert immer noch am Besten.

Wie kann man die Öffentlichkeit noch verarschen?

01. März 2023

Bildschirmfoto 2023 03 01 um 09 59 09
(Ana­ly­se / Fabi­an Som­ma­vil­la, Flo­ri­an Niederndorfer)

Wow.

Die US set­zen eben­falls auf Abnutzung:

Putin is threa­tening Arma­ged­don, and the Rus­si­ans are doing it all the time, some­ti­mes in obli­que ways and some­ti­mes in a more direct way,” said John Sul­li­van, who ser­ved as U.S. ambassa­dor in Moscow until Sep­tem­ber and was sur­pri­sed during his ten­u­re by how fre­quent­ly his Rus­si­an inter­lo­cu­tors casual­ly rai­sed the pro­spect of nuclear war. “But when you actual­ly poke at that and pro­vi­de wea­pons gra­du­al­ly over time, the­re hasn’t been the cata­stro­phic respon­se that Putin promised.”
Though Mr. Putin’s nuclear black­mail didn’t ful­ly suc­ceed, it did prompt initi­al restraint in Wes­tern mili­ta­ry sup­port for Ukrai­ne. In the first several mon­ths after the Rus­si­an inva­si­on, the Biden admi­nis­tra­ti­on took a gra­dua­list approach that White House offi­cials have descri­bed as “boi­ling the frog.” As the U.S. began to intro­du­ce new wea­pons sys­tems, it did so slow­ly and, initi­al­ly, in limi­ted num­bers. None of the­se indi­vi­du­al decisi­ons were of suf­fi­ci­ent scope to pro­vo­ke a dra­ma­tic esca­la­ti­on by Moscow. But over the past 12 mon­ths, the cumu­la­ti­ve effect of the­se new wea­pons has trans­for­med the balan­ce of power on the battle­field and enab­led a string of stra­te­gic Ukrai­ni­an vic­to­ries. (Wall Street Journal)

src: click

Lloyd J. Austin:

As Russia’s inva­si­on of Ukrai­ne has trans­for­med into a grin­ding war of attri­ti­on with no mea­ning­ful peace deal in sight, the US and its allies have begun to con­vey a new, longer-term goal for the war: to defeat Rus­sia so decisi­ve­ly on the battle­field [in Ukrai­ne] that it will be deter­red from laun­ching such an attack ever again.

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Blin­ken:

Russia’s beco­me mired [bleibt ste­cken] in a war of attri­ti­on of its own making, and des­pi­te what you hear from pro­pa­gan­dists in the Krem­lin, our intel­li­gence indi­ca­tes that Rus­si­an mili­ta­ry con­ti­nues to suf­fer from low mora­le, high casu­al­ty rates, equip­ment fail­u­res, and lea­ders who are afraid to tell the truth about what’s real­ly hap­pe­ning on the ground.

Second, we’re rai­sing the cos­ts on Rus­sia to bring the war to an end more swift­ly through unpre­ce­den­ted sanc­tions and export controls.

src: click

[Das zwei­te State­ment ist falsch, die geschätz­te Kriegs­kas­se Russ­lands war für drei Jah­re gefüllt. Die Sank­tio­nen nicht so wirk­sam, dass sie mit hoher Wahr­schein­lich­keit eine Ver­kür­zung des Kon­flik­tes bewir­ken hät­ten kön­nen. Die Sank­tio­nen wir­ken, aber sie wir­ken lang­fris­tig. Blin­ken soll­te das wis­sen. Bei einer Kon­struk­ti­on des Argu­ments in die­ser Form, legt das PR nahe.

edit: Ups, DW Kor­re­spon­dent nicht rich­tig gebrieft:

Ukrai­ne kämpft auch in Bach­mut, weil sie glaubt Rus­si­sche Sol­da­ten ver­schlei­ßen zu kön­nen - Zitat: Head of ukrai­nes dele­ga­ti­on to the NATO Par­lia­men­ta­ry Assem­bly. Naja - lie­ber nicht wei­ter drü­ber berichten.

Der Kon­flikt soll aktu­ell (und soll­te auch bereits Ende Juni) durch eine mili­tä­ri­sche Ent­schei­dung gedreht wer­den. Nicht durch Sanktionen.]

Und für die, die an die­ser Stel­le argu­men­tie­ren woll­ten dass sich “Boi­ling the frog” geän­dert hät­te, also dass man jetzt schnel­ler an der Tem­pe­ra­tur gedreht hät­te - Nein, und nein (GLSDB wer­den gelie­fert, ATACMS nicht).

Die Schlamm­sai­son macht Pan­zer­schlach­ten beid­sei­tig aktu­ell unmög­lich, hat bereits begon­nen, und hilft eher Verteidigern:

Die kom­men­de Schlamm­sai­son in der Ukraine

Der drit­te Fak­tor ist die übli­che, bereits bekann­te Schlamm­sai­son, die berüch­tig­te Ras­pu­tit­sa (rus­sisch) oder Bez­do­rizhzhia (Ukrai­nisch). Im Früh­jahr ver­wan­deln die Schnee­schmel­ze und der nicht gefro­re­ne Boden in Ver­bin­dung mit hef­ti­gen Regen­fäl­len, alle Fel­der und unbe­fes­tig­ten Stra­ßen in kaum befahr­ba­re Schlammmeere.

Das erschwert mecha­ni­sier­te Manö­ver erheb­lich. Auch wenn der der­zei­ti­ge Win­ter in der Ukrai­ne unge­wöhn­lich mild war, ist es nicht leicht, die Ras­pu­tiza vor­her­zu­sa­gen, die nor­ma­ler­wei­se von Mit­te März bis Mit­te April oder sogar bis zum Ende des Monats dau­ert. Ein wei­te­rer Grund, der Putin also dazu bewe­gen könn­te, schnell zu han­deln. (ZDF)

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Der Schlamm hilft oft den Verteidigern

Doch dies­mal könn­te der Schlamm ein Vor­teil Russ­lands sein, denn die Initia­ti­ve im Krieg hat sich ins Gegen­teil ver­kehrt. Aktu­ell befin­det sich die Ukrai­ne auf dem Vor­marsch, hat Offen­si­ven etwa in der Regi­on Cher­son lau­fen. Grund­sätz­lich stärkt die Ras­pu­tit­sa den Ver­tei­di­ger, sie kann aber auch einen schnel­len Rück­zug ange­sichts eines über­le­ge­nen Geg­ners unmög­lich machen. (ZDF)

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DONETSK PROVINCE, Ukrai­ne (Reu­ters) -Rus­si­an for­ces were try­ing to clo­se their cir­cle around the small mining city of Bakhmut on Mon­day, while rain and an ear­ly spring thaw tur­ned eas­tern Ukraine’s battle­fiel­ds to mud which could ham­per both sides as they try to take the initiative.

The spring thaw, known as the ras­pu­tit­sa, has a long histo­ry of rui­ning plans by armies to attack across the soil of Ukrai­ne and wes­tern Rus­sia, tur­ning roads into rivers and fiel­ds into imp­ene­tra­ble bogs.

In the Donetsk regi­on near the front, Ukrai­ni­an sol­di­ers hun­ke­red in mud­dy tren­ches after sud­den­ly war­mer wea­ther sof­te­ned the fro­zen ground.

Both sides stay in their posi­ti­ons, becau­se as you see, spring means mud. Thus, it is impos­si­ble to move for­ward,” said Myko­la, 59, com­man­der of a Ukrai­ni­an front­li­ne rocket laun­cher bat­te­ry, watching a tablet screen for coor­di­na­tes to fire. (Reu­ters)

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Die­se Gesell­schaft ist das ABARTIGST Allerletze.

Bitte was?

28. Februar 2023

Zwei Drit­tel der Deut­schen wün­schen sich Friedensverhandlungen.

Aber die Zah­len sind ein biss­chen anders. Die wol­len alle Frie­den, aber die sagen zu den größ­ten Tei­len von den 2/3 dass die Ukrai­ne dafür nichts auf­ge­ben soll, son­dern ihre Gebie­te behal­ten soll, und das gibts halt aktu­ell nicht”.

Sagt die Spiegel-Redakteurin bei 35 min in:

Das ist uner­hört erstaun­lich - denn die Spie­gel­um­fra­ge vom Befra­gungs­in­sti­tut Civey hat gera­de (am 25.02.) das Gegen­teil ermittelt:
Bildschirmfoto 2023 02 28 um 23 26 47
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Die Gra­fik ist ein wenig schwer zu lesen, aber das ist ja auch der Sinn dahin­ter (sor­ry, Zynis­mus) - hier noch mal in Textform:

Aller­dings: Die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger wol­len sol­che Ver­hand­lun­gen nicht um jeden Preis. 42 Pro­zent der Befrag­ten sagen, das Ziel sol­cher Ver­hand­lun­gen für die Ukrai­ne sol­le die Wie­der­her­stel­lung der Gren­zen des Lan­des vor der Anne­xi­on der Krim 2014 sein. 33 Pro­zent spre­chen sich dafür aus, dass die Ukrai­ne ledig­lich auf ihren Lan­des­gren­zen vor dem rus­si­schen Angriff 2022 bestehen soll­te, 17 Pro­zent der Befrag­ten sind dafür, dass die Ukrai­ne wei­te­re Gebie­te her­ge­ben solle.

Klei­ne Hil­fe­stel­lung: 42 klei­ner 33 + 17

Uni­que rese­arch in Öster­reich kommt auf ähn­li­che Werte.

Kogni­ti­ve Dis­so­nanz much? Ja, Moment geht ja noch weiter…

Weil ja Putin nicht verhandelt.

Nach Dar­stel­lung Pes­kows muss die Ukrai­ne für mög­li­che Ver­hand­lun­gen aner­ken­nen, dass die vier Gebie­te Donezk, Luhansk, Sapo­rischsch­ja und Cher­son nun auch in der Ver­fas­sung als Tei­le Russ­lands ver­an­ker­ten sei­en. “Das sind sehr wich­ti­ge Rea­li­tä­ten”. Zudem gebe es bestim­me Kriegs­zie­le, die Russ­land wei­ter ver­fol­ge. Als ein Ziel hat­te Russ­land auch eine Ent­mi­li­ta­ri­sie­rung der vom Wes­ten mit Waf­fen und Muni­ti­on aus­ge­stat­te­ten Ukrai­ne genannt. (DW)

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Hat­te? Im Sin­ne von tut es nicht mehr?

Denn laut Ben­nett hät­ten sowohl Putin, als auch Selen­skyj einer neu­tra­len aber mili­ta­ri­sier­ten Ukrai­ne bereits zugestimmt.

Ben­nett: I said, “I’m the prime minis­ter of Isra­el, “we don’t have gua­ran­tees from anyo­ne, if someo­ne inva­des us tomor­row, nobo­dy has assu­red us and no one will come to save us. What we do have is a strong, inde­pen­dent army that can pro­tect its­elf, so let’s for­get about the­se gua­ran­tee and dis­cuss the para­me­ters for buil­ding mili­ta­ry for­ce, what kind of wea­pons, what pla­nes, how many offi­cers, soldiers…”

Inter­view­er: Becau­se Rus­sia doesn’t want Ukraine…

Ben­nett: So this was a cogni­ti­ve bre­akthrough that they both [Putin and Selen­skyj] accepted.

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Hier die obri­ge Mel­dung in der Ber­li­ner Zeitung:

Das Errei­chen der Kriegs­zie­le in der Ukrai­ne hat nach Kreml-Angaben Vor­rang vor mög­li­chen Frie­dens­ver­hand­lun­gen. Bis­her gebe es auch kei­ne Signa­le aus Kiew, mit Mos­kau Ver­hand­lun­gen auf­zu­neh­men, sag­te Kreml­spre­cher Dmi­tri Pes­kow am Diens­tag. Bis­her sei­en sol­che Gesprä­che von Rechts wegen unmög­lich, weil die ukrai­ni­sche Regie­rung sie aus­ge­schlos­sen habe. „In die­sem Fall ist das Errei­chen unse­rer Zie­le das Wich­tigs­te, das ist unse­re abso­lu­te Priorität.“
edit: Die Aus­sa­ge zur Aner­ken­nung der vier Ukrai­ni­schen Gebie­te ist tat­säch­lich in der Form der Nen­nung einer Vor­be­din­gung gefal­len. Ori­gi­nal­quel­le (Keystone-SDA wire ser­vice): click
Die von DW vor­ge­nom­me­ne Erwei­te­rung “Russ­land hat­te dar­über hin­aus ja auch noch eine Demi­li­ta­ri­sie­rung gefor­dert” ist in der Ori­gi­nal­quel­le eben­falls in die­ser Form ent­hal­ten. Es war hier also nicht DW das auf­ge­hübscht hat, son­dern bereits die Originalquelle.

Der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Wolo­dym­yr Selen­skyj hat Ver­hand­lun­gen mit dem rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Putin per Dekret abge­lehnt und dies auch mehr­fach bekräf­tigt. Er hat einen eige­nen Plan vor­ge­legt, der als Grund­vor­aus­set­zung für den Beginn von Frie­dens­ge­sprä­chen vor­sieht, dass Russ­land sei­ne Trup­pen kom­plett aus der Ukrai­ne abzieht. Das hat Russ­land, das vor rund einem Jahr die Ukrai­ne über­fiel, als absurd zurückgewiesen.

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Oh, schau mal einer an…!

Und jetzt doch noch mal zum eigent­li­chen Punkt - die Mehr­heit der Deut­schen, die jetzt Frie­dens­ver­hand­lun­gen woll­ten, woll­ten die aber erst zu einem Zeit­punkt an dem Russ­land gänz­lich aus der Ukrai­ne abge­zo­gen ist?

Das sind dann Selenskyj’sche Frie­dens­ver­hand­lun­gen. Ganz nach des­sen Frie­dens­for­mel.

Die Mehr­heit der deut­schen und der öster­rei­chi­schen Bevöl­ke­rung sind aktu­ell dage­gen, dass die Ukrai­ne so lan­ge nicht ver­han­delt, bis sie die Krim zurück­ge­won­nen hat.

Aber das macht doch nichts, setz dich bei Phoe­nix rein, behaup­te das Gegen­teil, hol dir ein zustim­men­des “Ja genau!” aus dem Panel - und hau die Sen­dung dann noch bei You­tube raus.

Wer braucht heut­zu­ta­ge schon Journalismus.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut ABARTIGST ALLERLETZTE.

edit: Oh, geil - da kommt ja noch was dazu: Schwar­zer wird missrepresentiert.

Schwar­zer bei 3:20 in, “Russ­land muss sich aus den am 24. besetz­ten Gebie­ten zurück­zie­hen, das ist doch selbstverständlich”.

Schwar­zer repre­sen­tiert damit Mehrheitsmeinung.

Die Spie­gel Redak­teu­rin behaup­tet das Gegenteil.

Wer braucht hier schon Journalismus?

Wich­tig ist, dass wir alle wis­sen, dass wir uns vor der Bewe­gung distan­zie­ren müs­sen. War­um eigentlich?

Ja ehm - eh.. Weil sie die Mehr­heits­mei­nung in Deutsch­land reprä­sen­tiert, ver­mut­lich. Oder for­dert “die Eska­la­ti­on der Waf­fen­lie­fe­run­gen zu stop­pen. Jetzt!” - was die meis­ten Jour­na­lis­ten in Fra­gen à la “war­um wol­len sie jetzt Waf­fen­lie­fe­run­gen stop­pen, da ver­liert doch die Ukrai­ne” in ihren Fra­ge­stel­lun­gen umfor­mu­liert haben. Weil das ist ja das Selbe.

Die­se Gesell­schaft ist das abar­tigst Allerletzte.

So dezidiert nicht -

28. Februar 2023

Muss die Quel­len noch alle durch­ge­hen -- leg aber trotz­dem schon mal los -

Viel­leicht begin­ne ich mal mit den Din­gen die mei­ner beschei­de­nen und kom­plett unwe­sent­li­chen Auf­fas­sung nach unzwei­fel­haft und unbe­strit­ten klar sind.

Russ­land hat die Ukrai­ne mili­tä­risch ange­grif­fen. Völ­ker­rechts­wid­rig. Russ­land woll­te zum Zeit­punkt des Angrif­fes mehr als nur die Gebie­te im Osten der Ukrai­ne, die aber in jedem Fall. Der Angriff auf Kiew war nicht als Angriff zur “erfolg­rei­chen Ver­nich­tung der ukrai­ni­schen Flug­ab­wehr” kon­zi­piert son­dern zur Ein­nah­me von Kiew, und wenn das nicht mög­lich sein soll­te zumin­dest um ent­spre­chen­de Bil­der zu pro­du­zie­ren. src: click Bei 700 fest­ge­nom­me­nen Kol­la­bo­ra­teu­ren sei­tens der Ukrai­ne stand da wohl ein Umsturz­ge­dan­ke dahinter.

Bei der Her­lei­tung der “impe­ria­lis­ti­schen Ambi­tio­nen” Putins gibt es im Video aber streng betrach­tet immer noch gro­be theo­re­ti­sche Mängel.

Die im Video zur Legi­ti­ma­ti­on gegen die ver­meint­li­che Auf­fas­sung Putins von der Nato bedroht wor­den zu sein her­an­ge­zo­ge­ne Quel­le - die “All­rus­si­sche Offi­ziers­ver­samm­lung” ist vor dem Angriff als inter­ne Oppo­si­ti­on inner­halb Russ­lands auf­ge­fal­len. Wenn der Vor­sit­zen­de der Offi­ziers­ver­samm­lung am 31. Jän­ner 2022 für den Rück­tritt Vla­di­mir Putins plä­diert hat, dann wei­se ich dar­auf als ordent­li­cher His­to­ri­ker hin - bevor ich sie zur Legi­ti­ma­ti­on der “tat­säch­li­chen Hin­ter­grün­de” (weil rus­sisch und Offiziers- im Titel) her­an­zie­he. Und ich ver­ges­se es auch nicht zu erwäh­nen, dass es sich um einen Vete­ra­nen­ver­band handelt.

Die im Video refe­ren­zier­te Quel­le (“die ver­kün­det hat dass die Gefahr aus dem Aus­land her­bei­fan­ta­siert wor­den ist, um die krie­ge­ri­sche Pro­vo­ka­ti­on eines Angriffs auf das Nach­bar­land zu kaschie­ren”) sei:
Eine “Aus­sa­ge der „All­rus­si­schen Offi­ziers­ver­samm­lung“ am 24. Febru­ar 2022 über Hin­ter­grün­de des Krie­ges” die ich im Ori­gi­nal noch nicht gefun­den habe. Ich suche noch.

edit: Nach­trag: Ich glau­be kaum dass ich sie fin­den wer­de, hier die Goog­le suche nach ““All­rus­si­schen Offi­ziers­ver­samm­lung” after:2022-02-23″ - 14 Resul­ta­te, die ein­zi­gen Mel­dun­gen refe­ren­zie­ren die Aus­sa­ge vom 31. Jän­ner. Ich neh­me an der His­to­ri­ker der Eber­hard Karls Uni­ver­si­tät hat unge­nau recher­chiert. (Ich neh­me auch nicht an, dass der Vete­ra­nen­ver­band nach der Aus­sa­ge am 31. Jän­ner, noch exis­tiert hat um den Kriegs­ein­tritt am 24.02. öffent­lich zu kom­men­tie­ren, aber das ist der Zyni­ker in mir - bele­gen kann ichs nicht.)

edit: Kann es mitt­ler­wei­le bele­gen. Die Mos­kow Times ver­weist hier auf die Ori­gi­nal­quel­le. Bei der Ori­gi­nal­qi­el­le (All­rus­si­schen Offi­ziers­ver­samm­lung) gibt es am 24 Febru­ar kei­ne Ver­öf­fent­li­chung. Am 25. Febru­ar war bereits rus­si­sche Staats­pro­pa­gan­da auf der Sei­te zu lesen (“On Sna­ke Island (Odes­sa regi­on), 13 bor­der guards of Ukrai­ne were kil­led during its libe­ra­ti­on by the RF Armed For­ces.”)..

Hier der Ori­gi­nal­ar­ti­kel auf den im Video ver­mut­lich (sehr sicher) refe­ren­ziert wird.

Viel­leicht reicht ja auch die Ver­öf­fent­li­chung der sel­ben Offi­ziers­ver­samm­lung vom 31. Jän­ner (Die nach­fol­gen­de Quel­le (Das Insti­tut für Strategie- Politik- Sicherheits- und Wirt­schafts­be­ra­tung (ISPSW) mit Geschäfts­sitz in Ber­lin) gibt fälsch­li­cher­wei­se den 6. Febru­ar als Ver­öf­fent­li­chungs­da­tum an - auch toll… (Kein Scherz.):

Nun wird Iwa­schow kon­kre­ter: „Der Ein­satz mili­tä­ri­scher Gewalt gegen die Ukrai­ne wird ers­tens die Exis­tenz Russ­lands selbst als Staat in Fra­ge stel­len; zwei­tens wird es Rus­sen und Ukrai­ner für immer zu Tod­fein­den machen. Drit­tens wird es Tau­sen­de (Zehn­tau­sen­de) tote jun­ge gesun­de Jun­gen auf der einen und der ande­ren Sei­te geben… In die­sem Fall wer­den die rus­si­schen Trup­pen auf dem Schlacht­feld nicht nur ukrai­ni­schem Mili­tär­po­ten­ti­al gegen­über­ste­hen, unter denen vie­le Rus­sen sein wer­den, son­dern auch Mili­tär­po­ten­ti­al und Aus­rüs­tung aus vie­len NATO-Ländern, und die Mit­glieds­staa­ten des Bünd­nis­ses wer­den ver­pflich­tet sein, Russ­land den Krieg zu erklä­ren.“ Russ­land wer­de dann zu einem „Paria der Welt­ge­mein­schaft“ werden.

Die innen­po­li­ti­schen Fol­gen: „Unse­rer Mei­nung nach erkennt die Füh­rung des Lan­des, dass sie nicht in der Lage ist, das Land aus der Sys­tem­kri­se her­aus­zu­füh­ren, und dies kann zu einem Auf­stand des Vol­kes und zu einem Macht­wech­sel im Lan­de füh­ren.“ Iwa­schow for­dert vom Prä­si­den­ten, die „kri­mi­nel­le Poli­tik auf­zu­ge­ben, einen Krieg zu pro­vo­zie­ren, in dem sich die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on allein gegen die ver­ein­ten Kräf­te des Wes­tens wie­der­fin­den wird… und zurück­zu­tre­ten“. Er ruft die Bür­ger Russ­lands auf, sich „aktiv gegen die Pro­pa­gan­da und die Ent­fes­se­lung eines Krie­ges zu stel­len und einen inne­ren zivi­len Kon­flikt mit mili­tä­ri­scher Gewalt zu
verhindern.

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Zur Legi­ti­ma­ti­on des Stand­punkts “impe­ria­le Ambi­tio­nen Putins” wird im Video fol­gen­de Pas­sa­ge im übli­cher­wei­se als wahn­sin­ni­gen Putin Trak­tat umschrie­be­nen, paper des Sel­bi­gen herangezogen:

Step by step, Ukrai­ne was drag­ged into a dan­ge­rous geo­po­li­ti­cal game aimed at tur­ning Ukrai­ne into a bar­ri­er bet­ween Euro­pe and Rus­sia, a spring­board against Rus­sia. Ine­vi­ta­b­ly, the­re came a time when the con­cept of ”Ukrai­ne is not Rus­sia“ was no lon­ger an opti­on. The­re was a need for the ”anti-Russia“ con­cept which we will never accept.

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Die­se impli­ziert für sich und im Kon­text des papers gese­hen jedoch kei­ne impe­ria­lis­ti­schen Ambitionen.

Dar­auf­fol­gend wird im Video mit “eini­ge His­to­ri­ker sahen das bereits damals als einen Wech­sel zu einer offen­si­ve­ren, krie­ge­ri­schen Aus­sen­po­li­tik” erwei­tert. Das ist fair.

Auch ich kann das in den Punkt und den Text hin­ein­le­sen. Sehr ein­fach sogar - aber aus dem Text her­aus für sich impe­ria­le Ambi­tio­nen zu begrün­den ist nicht ohne zumin­dest klei­ne­re Inter­pre­ta­ti­ons­sprün­ge mög­lich. Es ist mehr die his­to­ri­sche Begrün­dung eines sol­chen Anspru­ches, und die Andro­hung ihn wie­der zu erhe­ben, als die Erhe­bung des Sel­bi­gen. Spitz­fin­dig­keit - aber dennoch.

Dann folgt im Video ein logi­sches Pur­zel­baum­schla­gen bezüg­lich dem Punkt, die Nato habe sich ver­pflich­tet jen­seits der Elbe kei­ne wei­te­ren Stütz­punk­te zu eröff­nen (Nato Grund­ak­te, Zwei-plus-Vier-Verhandlungen).

Selbst jetzt [2022] blieb die Alli­anz bemüht, rus­si­schen Befind­lich­kei­ten dabei Rech­nung zu tra­gen. Gemäß der Zusa­ge in der NATO-Russland-Grundakte, kei­ne sub­stan­zi­el­len Kampf­trup­pen dau­er­haft in den neu­en Mit­glieds­staa­ten zu sta­tio­nie­ren, blieb die Gesamt­zahl der 2016 beschlos­se­nen Enhan­ced For­ward Pre­sence auf unter 5000 Sol­da­ten beschränkt, die zudem halb­jähr­lich rotier­ten. Das zugleich ent­schlos­sen wie beschwich­ti­gend gemein­te Signal ver­fehl­te im Kreml jede Wir­kung. (bundeswehr.de 14. 04. 2022)

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Das mag dar­in begrün­det sein, dass man dau­er­haft UND Kampf­trup­pen - spä­ter *räus­per* fle­xi­bel aus­ge­legt hat.

Die Staats­se­kre­tä­rin für Inter­na­tio­na­le Sicher­heits­fra­gen im US-Verteidigungsministerium, Celes­te Wal­lan­der, sag­te in Madrid, aus Sicht der USA ste­he die per­ma­nen­te Sta­tio­nie­rung von US-Truppen in Polen im Ein­klang mit der Nato-Russland-Grundakte von 1997. Sie ver­wies dar­auf, dass es sich nicht um Kampf­trup­pen han­de­le. In der Grund­ak­te hat­te sich die Nato auch ver­pflich­tet, auf die dau­er­haf­te Sta­tio­nie­rung “sub­stan­zi­el­ler Kampf­trup­pen” im öst­li­chen Bünd­nis­ge­biet zu ver­zich­ten. Die per­ma­nen­te Sta­tio­nie­rung von US-Truppen könn­te die Span­nun­gen mit Russ­land wei­ter ver­stär­ken. (Süd­deut­sche 29. 06. 2022, dh. nach Kriegsbeginn)

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Außer­dem gäbe es das Veto Deutsch­lands und Frank­reichs zur Auf­nah­me Geor­gi­ens und der Ukrai­ne 2008. Also gäbe es ja kei­nen Grund für Russ­land sich vor einer Aus­wei­tung der Nato jemals gefürch­tet zu haben.

Chom­sky: Die Ukrai­ne wur­de gleich einem “defak­to” Mit­glied der Nato auf­ge­rüs­tet, und Mear­s­hei­mer, nahm im Jahr vor der rus­si­schen Inva­si­on an gemein­sa­men Nato­übun­gen teil (oder Spie­gel wer Mear­s­hei­mer nicht mag). Im Rah­men der US/ukrainischen demo­kra­tie­po­li­ti­schen Entwicklungs-Zusammenarbeit wur­de danach gestrebt mili­tä­ri­sche Ent­schei­dungs­kom­pe­tenz auf ande­re Ent­schei­dungs­struk­tu­ren zu verteilen

Atlan­tic Coun­cil 2006:
Domestic reforms are of key impor­t­ance to the EU-Ukraine and NATO-Ukraine action plans. Suc­cess­ful poli­cy­ma­king requi­res inte­gra­ti­on of for­eign and domestic poli­cy, as well as eco­no­mic and social poli­cy with secu­ri­ty and defen­se issu­es. Imple­men­ting the EU-Ukraine and NATO-Ukraine plans, and poten­ti­al­ly NATO mem­ber agree­ments and/or the EU acquis com­mu­ni­taire in the future, will be a com­plex pro­cess. It will requi­re con­sen­sus bet­ween the pre­si­dent and prime minis­ter, as well as sup­port from a working majo­ri­ty in the Rada. Moreo­ver, the­re must be skil­led coor­di­na­ti­on across the Ukrai­ni­an government. This requi­res a strong, accep­ted, and empowe­red inter­agen­cy coor­di­na­ting mechanism.

[…]

Weak­nes­ses of the Cur­rent System

[…]

Pri­or to the 2006 con­sti­tu­tio­nal reforms, the Ukrai­ni­an pre­si­dent nomi­na­ted the prime minis­ter, who then had to be appro­ved by the Rada, and the pre­si­dent appoin­ted all minis­ters. When the con­sti­tu­tio­nal chan­ges take full effect with the March Rada elec­tions, the Rada will choo­se the prime minis­ter. In addi­ti­on to acqui­ring inde­pen­dence from the pre­si­dent, the prime minis­ter will have grea­ter aut­ho­ri­ty; he or she will appoint all minis­ters and seni­or agen­cy heads except for the for­eign and defen­se minis­ters, heads of the secu­ri­ty ser­vice and Natio­nal Bank of Ukrai­ne, pro­se­cu­tor gene­ral, and NSDC secreta­ry. Thus, most minis­ters will be named by, and pres­um­a­b­ly be more behol­den to, the prime minister.

This form of co-habitation bet­ween the pre­si­dent and prime minis­ter will add a new lay­er of com­ple­xi­ty to inter­agen­cy coor­di­na­ti­on in Ukrai­ne. For examp­le, the con­sti­tu­ti­on requi­res that many pre­si­den­ti­al decrees be coun­ter­si­gned by the prime minis­ter and rele­vant minis­ter. This pre­sen­ted litt­le pro­blem when the prime minis­ter and minis­ters ser­ved at the plea­su­re of the pre­si­dent. And it pres­um­a­b­ly will pre­sent litt­le pro­blem if the new prime minis­ter comes from Yushchenko’s poli­ti­cal par­ty, Our Ukrai­ne. That by no means is a given. Once the chan­ges are in place, and if the Rada choo­ses someo­ne other than a mem­ber of Our Ukrai­ne to be prime minis­ter, Yush­chen­ko will need to find ways to secu­re the prime minister’s sup­port for his poli­cy cour­se and con­sent to pre­si­den­ti­al decrees. Absent a mee­ting of the minds on a Euro-Atlantic inte­gra­ti­on cour­se bet­ween Yush­chen­ko and the prime minis­ter, this new power arran­ge­ment could pro­ve a for­mu­la for stale­ma­te that no coor­di­na­ti­on mecha­nism could overcome.

Thus, a clear under­stan­ding on Euro-Atlantic inte­gra­ti­on issu­es bet­ween the pre­si­dent and prime minis­ter will be even more important for a cohe­rent poli­cy cour­se toward the Euro­pean Uni­on and NATO. One key ele­ment to imple­men­ting such an under­stan­ding is to have an effec­ti­ve struc­tu­re in place for coor­di­na­ti­on bet­ween the pre­si­dent and prime minis­ter, as well as among all the various minis­tries and agencies.

Recom­men­da­ti­ons

[…]

• The Natio­nal Secu­ri­ty and Defen­se Coun­cil should be the seni­or policy-coordinating body for Euro-Atlantic ques­ti­ons. It pro­vi­des the logi­cal mecha­nism for coor­di­na­ti­on bet­ween the pre­si­dent and the prime minis­ter, as the NSDC is chai­red by the pre­si­dent with the prime minis­ter as a key mem­ber. When the NSDC con­si­ders Euro-Atlantic issu­es, mem­bers­hip on the body should be expan­ded to inclu­de all minis­ters who are invol­ved in or affec­ted by poli­ci­es desi­gned to draw Ukrai­ne clo­ser to the Euro­pean Uni­on and NATO. In terms fami­li­ar to Ame­ri­cans, an NSDC ses­si­on would be the equi­va­lent of a full Natio­nal Secu­ri­ty Coun­cil mee­ting chai­red by the president.

• The Government Com­mit­tee on Euro­pean and Euro-Atlantic Inte­gra­ti­on should be retai­ned, but the Ukrai­ni­ans should con­si­der two princi­pal chan­ges. First, the Com­mit­tee should be made sub­or­di­na­te to the NSDC rather than the Cabi­net of Minis­ters, as the Com­mit­tee will have to pre­pa­re poli­cy opti­ons and recom­men­da­ti­ons not just for the prime minis­ter, but for the pre­si­dent as well (sin­ce he will still retain lead respon­si­bi­li­ties in the for­eign and secu­ri­ty poli­cy are­as). Second, the Com­mit­tee should be chai­red by the NSDC secreta­ry. Par­ti­ci­pa­ti­on by minis­tries should be at the minis­te­ri­al level. In U.S. terms, the Com­mit­tee would then beco­me the equi­va­lent of the Princi­pals Committee.

• The Inter­agen­cy Com­mis­si­on of Natio­nal Coor­di­na­tors for Euro-Atlantic Inte­gra­ti­on should be made direct­ly sub­or­di­na­te to the Government Com­mit­tee on Euro­pean and Euro-Atlantic Inte­gra­ti­on. It should be chai­red by the seni­or depu­ty secreta­ry of the NSDC. Minis­tries should par­ti­ci­pa­te at the depu­ty minis­ter level. In U.S. terms, this would be the coun­ter­part to the Depu­ties Committee.

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Dann gibt es im Video den Punkt Russ­land woll­te im Dezem­ber 2021 viel zu viel -

Der wie folgt ski­ziert wer­den kann:

EU Par­lia­ment Brie­fing “EU-Ukraine rela­ti­ons and the secu­ri­ty situa­ti­on in the coun­try” 02.02.2022

Diplo­ma­tic actions

The […] actions were fol­lo­wed by a seri­es of diplo­ma­tic exch­an­ges around New Year.

On 17 Decem­ber 2021, Rus­sia deman­ded bin­ding gua­ran­tees that Ukrai­ne and Geor­gia will not beco­me NATO mem­bers, as well as limi­ta­ti­ons on NATO’s mili­ta­ry pre­sence in eas­tern and cen­tral Euro­pean coun­tries which alrea­dy belong to the Alli­an­ce. The Rus­si­an and Ame­ri­can pre­si­dents tal­ked by pho­ne on 30 Decem­ber 2021, and agreed on a set of mee­tings which took place during the second week of 2022. The­se inclu­ded: the US-Russia Stra­te­gic Sta­bi­li­ty Dia­lo­gue (SSD) in Gene­va on 10 Janu­a­ry 2022, a con­ti­nua­tion of a secu­ri­ty dia­lo­gue crea­ted in June 2021 to address arms-control and risk-reduction mea­su­res; the NATO-Russia Coun­cil in Brussels on 12 Janu­a­ry and the OSCE’s Per­ma­nent Coun­cil mee­ting in Vien­na on 13 Janu­a­ry. During the­se mee­tings, Russia’s initi­al requests, equa­ting to Putin’s red lines, were rejec­ted by the Wes­tern coun­tries. The NATO allies pro­po­sed a dia­lo­gue on arms con­trol, mili­ta­ry trans­pa­ren­cy, and pre­ven­ting mili­ta­ry inci­dents; this was asses­sed by Rus­sia as not suf­fi­ci­ent, addres­sing only topics of secon­da­ry inte­rest to the country.

Es geht um die­sen Punkt:

During the­se mee­tings, Russia’s initi­al requests, equa­ting to Putin’s red lines, were rejec­ted by the Wes­tern countries.

Hier kon­kre­ter:

Mit­te Dezem­ber 2021 auch auf der Web­sei­te des Außen­mi­nis­te­ri­ums veröffentlichte: Die west­li­chen Staa­ten, so der Inhalt, soll­ten sich schrift­lich und ver­bind­lich ver­pflich­ten, kein wei­te­res Land in die NATO auf­zu­neh­men. Zudem sei die Präsenz ausländischer Trup­pen auf dem Gebiet der neu­en Mit­glie­der in Ost­mit­tel­eu­ro­pa gänzlich abzu­bau­en. [5000 Mann per­ma­nent sta­tio­nier­te Kampf­trup­pen] Auch müssten die USA ihre Kern­waf­fen aus Euro­pa zurückziehen und dürften in Euro­pa kei­ne Rake­ten sta­tio­nie­ren, die Russ­land errei­chen könnten. Mit die­ser Auf­for­de­rung ein­her ging die Andro­hung „militärtechnischer Maß­nah­men“ für den Fall der Zurückweisung. Um sei­ne „militärtechnische“ Dro­hung zu unter­mau­ern, setz­te Mos­kau die bereits begon­ne­ne Ver­le­gung von Trup­pen an die ukrai­ni­sche Gren­ze fort (auch unter Ein­be­zie­hung des Ter­ri­to­ri­ums von Bela­rus). Was vie­le nicht begrei­fen woll­ten: Die­ses Ulti­ma­tum war eine ver­klau­su­lier­te Kriegserklärung gegen die Ukrai­ne und den Wes­ten, gegen die auch noch so viel gut gemein­te Diplo­ma­tie nichts aus­rich­ten konnte.1
1 Andrew E. Kramer/Steven Erlan­ger: Putin Moves to Push NATO Out of For­mer Soviet Repu­blics, New York Times, 18.12.2021, A1.

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Jetzt gibt es zu die­se Betrach­tung aber eine ande­re Aus­le­gung von Tho­mas Gra­ham im CFR.

Näm­lich dass der Teil (fett)

During the­se mee­tings, Russia’s initi­al requests, equa­ting to Putin’s red lines, were rejec­ted by the Wes­tern countries.

der wesent­li­che war - und die Posi­tio­nen tat­säch­lich Aus­gangs­po­si­tio­nen waren, auf­grund der man die Ver­hand­lun­gen im Dezem­ber 2021 nicht sei­tens der US ein­fach abbre­chen hät­te sollen.

Aus­le­gung Tomas Gra­ham: Russ­land woll­te mög­li­cher­wei­se ein Zuge­ständ­nis, dass die Ukrai­ne und Geor­gi­en nicht der Nato bei­tre­ten, als Kern­for­de­rung - der Rest sei mög­li­cher­wei­se Ver­hand­lungs­mas­se gewesen.

Eine ähn­li­che Aus­le­gung fin­det sich bei Nafta­li Ben­net als Skiz­zie­rung der mög­li­chen, da bereits zuge­sag­ten Kom­pro­mis­se für Posi­tio­nen für eine Been­di­gung des Krieges.

Kon­den­sie­ren wirs auf eine ein­fa­che Betrach­tung herunter.

Die Ukrai­ne wur­de mit Waf­fen aus Nato­staa­ten auf­ge­rüs­tet, es gab Aus­bil­dungs­in­itia­ti­ven aus Nato Staa­ten. Es gab gemein­sa­me Manö­ver mit Natostaaten.
Es gab von den US initi­ier­te Vor­schlä­ge für die Anglei­chun­gen des Rechts­rah­mens der Ukrai­ne um eine Nato Mit­glied­schaft zu ermöglichen. 

Atlan­tic Coun­cil (2006)

The Ukrai­ni­an inter­agen­cy coor­di­na­ting sys­tem will be fur­ther chal­len­ged by the con­sti­tu­tio­nal chan­ges that began to come into effect on Janu­a­ry 1, 2006. The­se will signi­fi­cant­ly alter the balan­ce of power bet­ween the pre­si­dent and the Rada, and the balan­ce of exe­cu­ti­ve power bet­ween the pre­si­dent and the prime minis­ter. In both cases, the president’s aut­ho­ri­ty will be diminished.

This move away from the kind of super-presidency model that deve­lo­ped during the Kuch­ma years will intro­du­ce grea­ter checks and balan­ces into the Ukrai­ni­an government and poli­ti­cal sys­tem. This could very well be a posi­ti­ve deve­lo­p­ment for Euro-Atlantic inte­gra­ti­on, as evi­den­ced by the expe­ri­ence of the coun­tries of Cen­tral and Eas­tern Euro­pe that have recent­ly joi­ned NATO and the Euro­pean Uni­on after imple­men­ting major demo­cra­tic and eco­no­mic reforms.

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Es gab Selen­sky­js Dekret 117/2021 zur De-Okkupation und Wie­der­ein­glie­de­rung der Krim vom 24.03.2021

Roland Cza­da:

Im April 2021 begann die Ver­le­gung rus­si­scher Trup­pen an die Gren­ze zur Ukrai­ne. Anlass war das am 24. März 2021 unter­zeich­ne­te ukrai­ni­sche Regie­rungs­de­kret Nr.117/2021 über die De-Okkupation und Rück­erobe­rung der Krim und der Donbas-Region. Gleich­zei­tig waren 300 Ton­nen ame­ri­ka­ni­scher Waf­fen an die Ukrai­ne gelie­fert wor­den. Im Juni 2021 hat­te die US-Administration eine wei­te­re geplan­te Waf­fen­lie­fe­rung im Umfang von 100 Mio. Dol­lar vor­über­ge­hend gestoppt, nach­dem der rus­si­sche Prä­si­dent ankün­dig­te, sei­ne Trup­pen zurück­zu­zie­hen. Die Trup­pen wur­den teil­wei­se abge­zo­gen, die mili­tä­ri­sche Infra­struk­tur blieb jedoch bestehen. Im Okto­ber 2021 begann eine zwei­te Trup­pen­kon­zen­tra­ti­on mit einer grö­ße­ren Zahl von Sol­da­ten. Die Über­ra­schung war den­noch groß, als nach einer Serie von Ver­mitt­lungs­ver­su­chen, unter ande­rem des fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten Macron und von Bun­des­kanz­ler Scholz, die rus­si­schen Trup­pen am 24. Febru­ar 2022 in die Ukrai­ne einfielen.“

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Es gab das hier:

US reac­tions

During a pho­ne con­ver­sa­ti­on on 2 Janu­a­ry 2022 bet­ween the US and Ukrai­ni­an pre­si­dents, Pre­si­dent Biden decla­red that the US and its allies ‘will respond decisi­ve­ly if Rus­sia fur­ther inva­des Ukrai­ne’. Alrea­dy during his can­di­da­cy, Joe Biden was outs­po­ken about Ukraine’s role in US for­eign poli­cy and ack­now­led­ged the pos­si­bi­li­ty of pro­vi­ding secu­ri­ty assi­s­tance and wea­pons. Pre­si­dent Zelen­skyy visi­ted Washing­ton in Sep­tem­ber 2021 and met Pre­si­dent Biden. The Joint State­ment on the US-Ukraine Stra­te­gic Part­ners­hip reaf­fir­med US sup­port for ‘Ukraine’s right to deci­de its own future for­eign poli­cy cour­se free from out­side inter­fe­rence, inclu­ding with respect to Ukraine’s aspi­ra­ti­ons to join NATO’. Moreo­ver, Pre­si­dent Biden announ­ced a US$60 mil­li­on secu­ri­ty assi­s­tance packa­ge, inclu­ding addi­tio­nal Jave­lin anti-armour sys­tems and forth­co­m­ing joint hard­ware pro­duc­tion through Ukro­boron­prom. Washing­ton reco­gni­s­es Ukrai­ne as ‘cen­tral to the glo­bal strugg­le bet­ween demo­cra­cy and auto­cra­cy’. In late Decem­ber 2021, defen­si­ve mili­ta­ry aid worth US$200 mil­li­on was appro­ved, with deli­ve­ries alrea­dy arri­ving. In Janu­a­ry 2022, the US appro­ved the sen­ding of American-made anti-tank and anti-aircraft mis­si­les to Ukrai­ne by the Bal­tic States.

src: EU Par­lia­ment Brie­fing “EU-Ukraine rela­ti­ons and the security
situa­ti­on in the coun­try” 02.02.2022

Kon­den­sie­ren wir es noch wei­ter runter:
Die Nato hat eine Erwei­te­rung vor­be­rei­tet. Die Nato hat Zusi­che­run­gen in der Nato Grund­ak­te und dem Zwei-plus-Vier-Vertrag fle­xi­bel aus­ge­legt. Die US haben wie­der­holt die Zusa­ge die Ukrai­ne und Geor­gi­en auf­neh­men zu wol­len aktiv in com­mu­ni­ques bestä­tigt (auch Zeit­na­he zum Kon­flikt), dem ent­ge­gen stand ein Veto von Frank­reich und Deutsch­land bezüg­lich einer Auf­nah­me zur Nato 2008, was nur das war - ein Veto.

Über­sim­pli­fi­ziert, man hat Putin gesi­gnalt “Nato Erwei­te­rung, nicht wäh­rend dei­ner Amtszeit”.

Jetzt hat Russ­land ein ordent­li­ches demo­gra­phi­sches Pro­blem namens Über­al­te­rung. Bedeu­tet, höchs­te demo­gra­phi­sche Aus­deh­nung jetzt. Größ­te Aus­deh­nung des Mili­tärs, jetzt. Wor­auf Put­ler begon­nen hat in Grenz­re­gio­nen mit den Mit­teln einer Auto­kra­tie “vor­wärts zu sichern” dh. - zu expan­die­ren (Syri­en, Tsche­tsche­ni­en, …). Dar­an dass er das in der Ukrai­ne mili­tä­risch ver­sucht, hat bis zu Kriegs­be­ginn (US Diens­te bereits etwas davor) nie­mand so recht geglaubt. Das Zeit­fens­ter (bis in der Demo­gra­phie die 45 Jäh­ri­gen im Bulk weg­bre­chen und die Kohor­te der Rekru­tier­ba­ren schlag­ar­tig zurück­geht), sind 7 Jahre.

Es macht also aus einer inter­nen Logik Russ­land her­aus Sinn, jetzt - und nicht erst in 10 Jah­ren Debat­ten über Sicher­heits­ord­nun­gen zu füh­ren, wenn man die­se durch mili­tä­ri­sche Dro­hun­gen unter­füt­tern woll­te. In 10 Jah­ren - oder je nach Kriegs­ver­lauf schon eher - hat man nicht mehr viel um eine Droh­ku­lis­se aufzubauen.

Sel­bi­ge Begrün­dung kann für das Füh­ren eines Krie­ges her­an­ge­zo­gen wer­den. Als Start­schuss für ein neo­im­pe­ria­les Pro­jekt - eher nicht.

Nach der Been­di­gung der Ver­hand­lun­gen über eine euro­päi­sche Sicher­heits­ord­nung im Dezem­ber, die laut dem Video, oder dem oben zitier­ten NYT Kom­men­tar angeb­lich bereits ein Indi­ka­tor für die impe­ria­len Ambi­tio­nen Putins gewe­sen wäre - es laut dem CFR aber nicht war -

stellt sich die Fra­ge - wie impe­ria­lis­tisch war der rus­si­sche Angriff? Fol­gen wir Reis­ner, Mear­s­hei­mer und ande­ren waren 100.000 Sol­da­ten deut­lich zu wenig die Ukrai­ne mili­tä­risch zu besetzen.

Medi­al auch ger­ne in der Aus­sa­ge ver­wen­det “Russ­land hät­te bis­her zu wenig Infan­te­rie­sol­da­ten gehabt, bis März wür­de sich das aber umkehren”.

Jetzt ein­fach mal so wild dar­auf losspe­ku­liert, legt das fol­gen­des Bild nahe.

Russ­land bekommt kei­ne Zusa­ge bezüg­lich einer Nicht-Ausweitung der Nato im Dezem­ber 2021. Russ­land greift die Ukrai­ne an. Die Angrif­fe im Osten sind stra­te­gisch recht gut koordiniert.

Der Angriff auf Kiew angeb­lich (laut Reis­ner) schlecht kon­zi­piert. In dem Sin­ne, dass man angeb­lich der Ansicht war man kön­ne rela­tiv ein­fach durch­pre­schen, oder sogar ein Fal­schirm­jä­ger­bat­tali­on in Hos­to­mel lan­den, mit dem dann rein nach Kiew, Pro­pa­gan­da­bil­der schie­ßen und durch eine hohe Anzahl mitt­ler­wei­le von der Ukrai­ne fest­ge­nom­me­ner Kol­la­bo­ra­teu­re einen Staats­streich durch­füh­ren. Wäh­rend man gleich­zei­tig im Osten neue mili­tä­ri­sche Rea­li­tä­ten schafft.

Die gesamt 100.000 Sol­da­ten waren zu wenig um die Ukrai­ne zu beset­zen. Laut Mear­s­hei­mer brau­che es dafür mehr als die aktu­ell kol­por­tier­ten 500.000 die Russ­land nach dem zwei­ten Rekru­tie­rungs­dri­ve in der Ukrai­ne haben soll. Der Angriff auf Kiew war laut Reis­ner als Blit­zin­itia­ti­ve aus­ge­rüs­tet, die nicht dazu in der Lage gewe­sen wäre Kiew durch Bela­ge­rung zu neh­men, was aber das “wahr­schein­li­che Sze­na­rio” der meis­ten Stra­te­gen war (die Kiew inner­halb von drei Tagen bis zwei Wochen fal­len sehen haben).

Wie wahr­schein­lich ist bei die­sem Sze­na­rio (“Putin hat sich kom­plett ver­kal­ku­liert”) ein neo-imperialistischer Putin, der nach­dem er eine Land­brü­cke nach Trans­nis­tri­en eta­bliert hat (in sei­ner Wunsch­vor­stel­lung) noch das Bal­ti­kum und Polen angreift?

Wo Russ­land noch nicht mal auf die Rekru­tie­rung wei­te­rer Sol­da­ten vor­be­rei­tet war, da es sich laut Reis­ner für einen Plan ent­schie­den habe, der mit dem der­zei­ti­gen Rekru­tie­rungs­stand der rus­si­schen Armee aus­führ­bar war “was Putin schein­bar dazu bewo­gen hat, die­se Opti­on zu zie­hen” (para­phra­siert, sie­he: click).

Also blei­ben “impe­ria­lis­ti­sche Ambi­tio­nen” im Grun­de auf die Ukrai­ne beschränkt (auch nach den rus­si­schen Pro­pa­gan­da Tex­ten auf die sich die His­to­ri­ker bezie­hen, Stich­wor­te RUS und Novor­os­si­ya) - und auf Trans­nis­tri­en, Mol­da­wi­en und Geor­gi­en, in dem Fal­le falls es mili­tä­risch so gut gelau­fen wäre, dass man mit den 100.000 jetzt doch eigent­lich noch wei­ter machen hät­te können.

Also um den “Vor­gar­ten” Russ­lands in geo­stra­te­gi­scher Parlance.

Wie­der zurück zum Video:

Wir müs­sen glau­be ich unse­ren Blick auf die Ukrai­ne frei­ma­chen von dem Ein­fluss des rus­si­schen Impe­ria­lis­mus der doch auch unse­ren Blick immer wie­der lenkt. Die Ukrai­ne ist defi­ni­tiv kein Hin­ter­hof oder Vor­gar­ten Russ­lands und die Ukrai­ne ist deut­lich mehr als eine Puf­fer­zo­ne zwi­schen ver­schie­de­nen Ein­fluss­zo­nen und auch kein Spiel­ball für die Macht­kon­flik­te zwi­schen Ost und West die Ukrai­ne ist heu­te ein selbst­be­stimm­ter Staat der sehr lan­ge Zeit in sei­ner Geschich­te gefan­gen zwi­schen den Impe­ri­en gewe­sen ist und sich dann sehr müh­se­lig auf den Weg zu sich selbst gemacht hat und ein Staat der jetzt gera­de bemüht ist sei­nen eige­nen eige­nen Weg in die Welt des 21 Jahr­hun­derts zu fin­den und das ist völ­ker­recht­lich gese­hen ein völ­lig legi­ti­mes Anliegen.

Das Pro­blem ist, wir machen unse­ren Blick nicht nur frei vom “Ein­fluss des rus­si­schen Impe­ria­lis­mus”. Wir machen unse­ren Blick auf frei vom Rea­lis­mus (geo­po­li­ti­sche Theo­rie, eine von drei­en - und die bis­her viel­leicht wesent­lichs­te, denn die ande­ren bei­den waren Idea­lism (“Die US beschüt­zen als Welt­po­li­zist die Welt”) und Libe­ra­lism (“Inter­na­tio­na­le Insti­tu­tio­nen soll­ten Kon­flik­te ohne Waf­fen­ge­walt lösen”)

Und wir machen unse­ren Blick frei von der Sicht, die selbst Biden in sei­ner Jugend noch hatte:

But so much dama­ge was done as a con­se­quence of the for­eign poli­cy decisi­ons the last pre­si­dent made in Latin Ame­ri­ca, Cen­tral Ame­ri­ca, and South Ame­ri­ca that we now have — when I call for a sum­mit of the demo­cra­ci­es — I cal­led that, and a num­ber of nati­ons show­ed up for this Sum­mit of Demo­cra­cy — what is it that’s going to allow us to gene­ra­te — we’ve actual­ly had a reduc­tion in the num­ber of demo­cra­ci­es in the world. And it seems to me there’s not­hing more important.

We used to talk about, when I was a kid in col­le­ge, about “America’s backy­ard.” It’s not America’s backy­ard. Ever­ything south of the Mexi­can bor­der is America’s front yard. And we’re equal peop­le. We don’t dic­ta­te what hap­pens in any other part of that — of this con­ti­nent or the South Ame­ri­can con­ti­nent. We have to work very hard on it. 

But the trou­ble is: We’re having gre­at dif­fi­cul­ty making up for the mista­kes that were made the last four years, and it’s going to take some time.

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(edit: Was heißt Jugend..)

Kunst­stück, Mear­s­hei­mer wur­de damals noch nicht sie­ben zu nie­man­den von der Hoo­ver Insti­tu­ti­on dis­kre­di­tiert. Wie zwei Wochen nach Kriegsbeginn.

Und des­halb brau­chen wir jetzt -

Die Grün­dung einer neu­en Schu­le des Mul­ti­la­te­ra­lis­mus, die rea­lis­ti­sche und idea­lis­ti­sche Außen- und Sicher­heits­po­li­tik ver­eint, wird zur Dis­kus­si­on gestellt.

Geo­po­li­tik nicht als Leit­mo­tiv sehen

Inter­na­tio­na­le Bezie­hun­gen sol­len nichts ande­res als den täg­li­chen Bedürf­nis­sen im poli­ti­schen Leben die­nen; ihr innen­po­li­ti­scher Bezug ist daher evi­dent. Aller­dings nicht aus der übli­chen Per­spek­ti­ve, näm­lich dem “Lip­pen­ab­le­sen”, um “poli­tisch zu punk­ten” unter dem Deck­män­tel­chen des Bür­gers als Sou­ve­rän. Nein, umge­kehrt soll Geo­po­li­tik, also das Spiel von Macht­in­ter­es­sen auf glo­ba­ler Ebe­ne, als inte­gra­ler Teil von mensch­li­cher Sicher­heit gese­hen wer­den, als eine gewich­ti­ge Dimen­si­on, nicht aber als Leit­mo­tiv oder gar über­ge­ord­ne­tes Axiom.

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Wie­ner Zei­tung, 20. 08. 2022

Ursu­la Werther-Pietsch, Mit­un­ter­zeich­ne­rin - Initia­ti­ve “Unse­re Sicher­heit”.

Sie­he: (1 Stich­wort Öster­rei­chisch Ame­ri­ka­ni­sche Gesell­schaft|2)

edit: Hier noch der offe­ne Brief der All­rus­si­schen Offi­ziers­ver­samm­lung im vol­len Wort­laut - über­setzt via deepl.com, das ist laut Dr. Klaus Gest­wa, Pro­fes­sor für Ost­eu­ro­päi­sche Geschich­te von der Uni­ver­si­tät Tübin­gen die sprich­wört­li­che smo­king gun:

Anspra­che der All­rus­si­schen Offiziersversammlung

an den Prä­si­den­ten und die Bür­ger der Rus­si­schen Föderation

Heu­te lebt die Mensch­heit in Erwar­tung eines Krie­ges. Ein Krieg bedeu­tet unver­meid­li­che Ver­lus­te an Men­schen­le­ben, Zer­stö­rung, Lei­den gro­ßer Men­schen­mas­sen, Zer­stö­rung ihrer gewohn­ten Lebens­wei­se und Stö­rung der Lebens­sys­te­me von Natio­nen und Völ­kern. Ein gro­ßer Krieg ist eine gro­ße Tra­gö­die, ein schwe­res Ver­bre­chen. Russ­land steht zufäl­li­ger­wei­se im Zen­trum die­ser dro­hen­den Kata­stro­phe. Und das viel­leicht zum ers­ten Mal in sei­ner Geschichte. 

Bis­her hat­te Russ­land (die Sowjet­uni­on) einen erzwun­ge­nen (gerech­ten) Krieg geführt, und zwar in der Regel dann, wenn es kei­nen ande­ren Aus­weg gab, wenn die vita­len Inter­es­sen des Staa­tes und der Gesell­schaft bedroht waren.

Und was bedroht heu­te die Exis­tenz Russ­lands selbst, und gibt es sol­che Bedro­hun­gen? Man kann sagen, dass es tat­säch­lich Bedro­hun­gen gibt - das Land steht kurz vor der Voll­endung sei­ner Geschich­te. In allen lebens­wich­ti­gen Berei­chen, ein­schließ­lich der Demo­gra­fie, kommt es zu einer ste­ti­gen Ver­schlech­te­rung der Lebens­be­din­gun­gen, und das Aus­ster­ben der Bevöl­ke­rung bricht welt­weit Rekor­de. Und die Ver­schlech­te­rung ist sys­te­mi­scher Natur, und in jedem kom­ple­xen Sys­tem kann der Zusam­men­bruch eines Ele­ments zum Zusam­men­bruch des gesam­ten Sys­tems führen.

Und dies ist unse­rer Mei­nung nach die größ­te Bedro­hung für die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on. Aber es han­delt sich um eine inter­ne Bedro­hung, die aus dem Staats­mo­dell, der Qua­li­tät der Macht und dem Zustand der Gesell­schaft resul­tiert. Und die Grün­de für ihre Ent­ste­hung sind intern: das unren­ta­ble Staats­mo­dell, die völ­li­ge Inkom­pe­tenz und Unpro­fes­sio­na­li­tät des Sys­tems von Macht und Ver­wal­tung, die Pas­si­vi­tät und Des­or­ga­ni­sa­ti­on der Gesell­schaft. In einem sol­chen Zustand kann ein Land nicht lan­ge überleben.

Was die Bedro­hun­gen von außen angeht, so sind sie sicher­lich vor­han­den. Aber nach unse­rer Exper­ten­ein­schät­zung sind sie der­zeit nicht kri­tisch und bedro­hen direkt die Exis­tenz der rus­si­schen Staat­lich­keit und ihrer vita­len Inter­es­sen. Im Gro­ßen und Gan­zen ist die stra­te­gi­sche Sta­bi­li­tät gewahrt, die Atom­waf­fen sind unter ver­läss­li­cher Kon­trol­le, die NATO-Truppenverbände wer­den nicht auf­ge­stockt, und es gibt kei­ne bedroh­li­chen Aktivitäten.

Daher ist die Situa­ti­on um die Ukrai­ne in ers­ter Linie künst­lich und dient eini­gen inter­nen Kräf­ten, ein­schließ­lich der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, zum eige­nen Vor­teil. Infol­ge des Zusam­men­bruchs der UdSSR, an dem Russ­land (Jel­zin) maß­geb­lich betei­ligt war, wur­de die Ukrai­ne zu einem unab­hän­gi­gen Staat, der Mit­glied der UNO ist und gemäß Arti­kel 51 der UN-Charta das Recht auf indi­vi­du­el­le und kol­lek­ti­ve Ver­tei­di­gung hat.

Die rus­si­sche Füh­rung hat die Ergeb­nis­se des Refe­ren­dums über die Unab­hän­gig­keit der DNR und der LNR noch immer nicht aner­kannt, wäh­rend sie auf offi­zi­el­ler Ebe­ne, auch wäh­rend des Mins­ker Ver­hand­lungs­pro­zes­ses, immer wie­der betont hat, dass deren Gebie­te und Bevöl­ke­rung zur Ukrai­ne gehören.

Sie hat auch wie­der­holt auf hoher Ebe­ne erklärt, dass sie nor­ma­le Bezie­hun­gen zu Kiew unter­hal­ten wol­le, ohne die DVR und die LPR als beson­de­re Bezie­hun­gen herauszustellen.

Die Fra­ge des Völ­ker­mords in den süd­öst­li­chen Regio­nen durch Kiew wur­de weder bei den Ver­ein­ten Natio­nen noch bei der OSZE zur Spra­che gebracht. Damit die Ukrai­ne ein freund­li­cher Nach­bar Russ­lands bleibt, muss­te sie natür­lich die Attrak­ti­vi­tät des rus­si­schen Staats­mo­dells und Regie­rungs­sys­tems unter Beweis stellen.

Die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on hat dies jedoch nicht getan. Ihr Ent­wick­lungs­mo­dell und ihr außen­po­li­ti­scher Mecha­nis­mus der inter­na­tio­na­len Zusam­men­ar­beit haben fast alle ihre Nach­barn ver­prellt, und nicht nur das.

Die Über­nah­me der Krim und Sewas­to­pols durch Russ­land und die Tat­sa­che, dass die inter­na­tio­na­le Gemein­schaft die­se Gebie­te nicht als rus­sisch aner­kennt (was bedeu­tet, dass die über­wie­gen­de Mehr­heit der Staa­ten der Welt sie immer noch als Teil der Ukrai­ne betrach­tet), zeigt deut­lich das Schei­tern der rus­si­schen Außen­po­li­tik und die Unat­trak­ti­vi­tät der rus­si­schen Innenpolitik.

Der Ver­such, die Men­schen durch Ulti­ma­ten und Gewalt­an­dro­hun­gen dazu zu brin­gen, die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on und ihre Füh­rung zu “lie­ben”, ist sinn­los und äußerst gefährlich.

Die Anwen­dung mili­tä­ri­scher Gewalt gegen die Ukrai­ne wür­de ers­tens die Exis­tenz Russ­lands selbst als Staat in Fra­ge stel­len; zwei­tens wür­de sie Rus­sen und Ukrai­ner für immer zu Tod­fein­den machen. Drit­tens wür­den auf der einen wie auf der ande­ren Sei­te Tau­sen­de (Zehn­tau­sen­de) jun­ger, gesun­der Men­schen getö­tet, was sich mit Sicher­heit auf die künf­ti­ge demo­gra­fi­sche Situa­ti­on in unse­ren aus­ster­ben­den Län­dern aus­wir­ken wird. Auf dem Schlacht­feld wer­den die rus­si­schen Trup­pen in die­sem Fall nicht nur ukrai­ni­schen Sol­da­ten gegen­über­ste­hen, unter denen sich vie­le rus­si­sche Kin­der befin­den wer­den, son­dern auch Sol­da­ten und Aus­rüs­tung vie­ler NATO-Länder, und die Mit­glied­staa­ten der Alli­anz wer­den gezwun­gen sein, Russ­land den Krieg zu erklären.

Der tür­ki­sche Staats­prä­si­dent Erdo­gan hat klar gesagt, auf wes­sen Sei­te die Tür­kei kämp­fen wird. Und wir kön­nen davon aus­ge­hen, dass die bei­den tür­ki­schen Feldar­me­en und die Mari­ne den Befehl erhal­ten wer­den, die Krim und Sewas­to­pol zu “befrei­en” und mög­li­cher­wei­se in den Kau­ka­sus einzumarschieren. 

Dar­über hin­aus wür­de Russ­land ein­deu­tig als Bedro­hung für den Frie­den und die inter­na­tio­na­le Sicher­heit ein­ge­stuft, mit schwers­ten Sank­tio­nen belegt, von der inter­na­tio­na­len Gemein­schaft aus­ge­sto­ßen und wahr­schein­lich sei­nes Sta­tus als unab­hän­gi­ger Staat beraubt.

Der Prä­si­dent, die Regie­rung und das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um kön­nen sol­che Kon­se­quen­zen nicht über­se­hen, sie sind nicht so dumm. 

Es stellt sich die Fra­ge: Was ist der eigent­li­che Zweck der Pro­vo­ka­ti­on von Span­nun­gen am Ran­de eines Krie­ges und der mög­li­chen Ent­fes­se­lung von Feind­se­lig­kei­ten gro­ßen Aus­ma­ßes? Dass dies der Fall sein wird, wird durch die Anzahl und Zusam­men­set­zung der von den Par­tei­en auf­ge­stell­ten Trup­pen bestä­tigt - min­des­tens hun­dert­tau­send Sol­da­ten auf jeder Sei­te. Indem Russ­land sei­ne Ost­gren­zen offen­legt, ver­legt es Trup­pen an die Gren­zen der Ukraine.

Unse­rer Mei­nung nach hat die Füh­rung des Lan­des in dem Bewusst­sein, dass sie nicht in der Lage ist, das Land aus der Sys­tem­kri­se her­aus­zu­füh­ren, und dass dies zu einem Volks­auf­stand und einem Macht­wech­sel im Lan­de füh­ren könn­te, mit Unter­stüt­zung der Olig­ar­chie, der kor­rup­ten Beam­ten­schaft, der För­der­me­di­en und der Sicher­heits­diens­te beschlos­sen, ihre poli­ti­sche Linie zur end­gül­ti­gen Zer­stö­rung der rus­si­schen Staat­lich­keit und zur Aus­rot­tung der ein­hei­mi­schen Bevöl­ke­rung des Lan­des zu aktivieren. 

Wir sind der Mei­nung, dass die Füh­rung des Lan­des, die erkannt hat, dass sie nicht in der Lage ist, das Land aus der Sys­tem­kri­se her­aus­zu­füh­ren, und dass dies zu einem Volks­auf­stand und einem Macht­wech­sel im Lan­de füh­ren könn­te, mit Unter­stüt­zung der Olig­ar­chie, der kor­rup­ten Beam­ten­schaft, der För­der­me­di­en und der Sicher­heits­diens­te beschlos­sen hat, ihre poli­ti­sche Linie zur end­gül­ti­gen Zer­stö­rung der rus­si­schen Staat­lich­keit und zur Aus­rot­tung der ein­hei­mi­schen Bevöl­ke­rung des Lan­des zu aktivieren. 

Und der Krieg ist das Mit­tel zur Lösung die­ses Pro­blems, um ihre anti­na­tio­na­le Macht für eine Wei­le zu erhal­ten und den dem Volk geraub­ten Reich­tum zu bewah­ren. Wir kön­nen kei­ne ande­re Erklä­rung annehmen. 

Wir for­dern den Prä­si­den­ten der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, wir Offi­zie­re Russ­lands, auf, sei­ne ver­bre­che­ri­sche Poli­tik der Pro­vo­ka­ti­on eines Krie­ges, in dem die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on allein gegen die ver­ei­nig­ten Kräf­te des Wes­tens ste­hen wür­de, auf­zu­ge­ben, die Vor­aus­set­zun­gen für die prak­ti­sche Umset­zung von Arti­kel 3 der Ver­fas­sung der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on zu schaf­fen und zurückzutreten.

Wir appel­lie­ren an alle Reser­vis­ten und pen­sio­nier­ten Sol­da­ten und Bür­ger Russ­lands mit der Emp­feh­lung, wach­sam und orga­ni­siert zu sein, die For­de­run­gen des Rates der All­rus­si­schen Offi­ziers­ver­samm­lung zu unter­stüt­zen, sich der Pro­pa­gan­da und der Ent­fes­se­lung des Krie­ges aktiv zu wider­set­zen, um einen inne­ren Bür­ger­krieg mit dem Ein­satz mili­tä­ri­scher Gewalt zu verhindern.

Das also - dh. der demo­gra­phi­sche Kol­laps Russ­lands und -

Wir sind der Mei­nung, dass die Füh­rung des Lan­des, die erkannt hat, dass sie nicht in der Lage ist, das Land aus der Sys­tem­kri­se her­aus­zu­füh­ren, und dass dies zu einem Volks­auf­stand und einem Macht­wech­sel im Lan­de füh­ren könn­te, mit Unter­stüt­zung der Olig­ar­chie, der kor­rup­ten Beam­ten­schaft, der För­der­me­di­en und der Sicher­heits­diens­te beschlos­sen hat, ihre poli­ti­sche Linie zur end­gül­ti­gen Zer­stö­rung der rus­si­schen Staat­lich­keit und zur Aus­rot­tung der ein­hei­mi­schen Bevöl­ke­rung des Lan­des zu aktivieren.

sei ein neo­im­pe­ria­lis­ti­sches Szenario.

Stimmt nicht ganz Herr Pro­fes­sor. Aber gut, dass sies noch­mal sinn­ent­stellt zitieren.

Die inhalt­li­che Inte­gri­tät der Original-Quelle konn­te von mir mit­tels archive.org nur zum Stand 04. Febru­ar geprüft wer­den. Ver­öf­fent­licht wur­de laut Arti­kel hea­der am 31. Jän­ner. (Nicht am 06. Febru­ar, wie von der wei­ter oben zitier­ten Quel­le erwähnt.)

(Und ja, ich bin alle Arti­kel auf der Web­sei­te der Ori­gi­nal­quel­le von Ende Jän­ner bis Ende Febru­ar in Maschi­nen­über­set­zung durch­ge­gan­gen. Alle reden von die­sem Arti­kel, mit drei unter­schied­li­chen Datums­an­ga­ben. Es gibt nur den einen offe­nen Brief an die rus­si­sche Regierung.)

Hoover Institution über Südostasien

27. Februar 2023

You know pre­si­dent Zelen­skyy has very effec­tively lever­aged appeals to demo­cra­cy and a sort of pan-european demo­cra­tic iden­ti­ty which works real­ly well in Euro­pe whe­re the majo­ri­ty of coun­tries are con­so­li­da­ted demo­cra­ci­es and that direct regio­nal mili­ta­ry sup­port for Ukrai­ne has been cri­ti­cal to Ukraine’s sur­vi­val in this con­flict so far in addi­ti­on to the United Sta­tes role and Asia is much more hete­ro­ge­ne­ous in terms of regime type and the level of regio­nal com­mit­ment to demo­cra­cy and so I think we have to be very care­ful in assuming that that sort of appeal to demo­cra­cy as the the thing that’s at sta­ke would be as effec­ti­ve in a Tai­wan sce­n­a­rio so I think Tai­wan is har­der and and that’s important for us to pay atten­ti­on to and and to plan for and talk about.

Was - das ist Propaganda?!

Kon­text

Masala erklärt noch einmal

27. Februar 2023

War­um die US kei­ne Hand­ha­be haben den Ukrai­ne Krieg zu beenden.

War­um ein Invest­ment vom Dop­pel­ten des rus­si­schen Ver­tei­di­gungs­bud­gets für die Ukrai­ne in die­sem Jahr kei­ner Ein­fluss­nah­me im Rah­men eines klas­si­schen Stell­ver­tre­ter­kriegs entspricht.

Und war­um ein Auf­rei­bungs­krieg die ein­zig mora­lisch gefes­tig­te, ethi­sche Posi­ti­on einer Eli­te ist, die dank Pro­pa­gan­da bis sie einem zur Nase raus­quillt auf Zustim­mungs­ra­ten jen­seits der 90% kommt, dass jetzt erst ein­mal so lan­ge wei­ter gestor­ben wird, bis Russ­land die Ein­ge­bung hat, dass ein Ver­zicht auf bereits beset­ze Gebie­te weni­ger “teu­er” wäre als eine Pro­lon­gie­rung des Krieges.

End­lich darf auch der gewöhn­li­che Mensch wie­der zum Kriegs­hel­den werden.

Wie soll das erreicht werden?

Nun -- laut DW Jour­na­lis­tin im Kom­men­tar der aktu­el­len Putin­re­de bei phoe­nix, durch einen Sturz der rus­si­schen Regie­rung durch Lei­chen­sä­cke flan­kiert mit ent­spre­chen­der PR.

Laut US Außen­po­li­tik, in dem Euro­pa Chi­na durch außen­po­li­ti­schen Druck über­zeugt die öko­no­mi­schen Kos­ten für Russ­land zu erhöhen.

Und laut einem völ­lig blan­ken Masa­la, der an der Stel­le eine Denk­blo­cka­de hat - in dem sich bei­de Sei­ten so pri­ma abnüt­zen, weil die Ukrai­ne das wirk­lich, wirk­lich will, dass selbst ein Russ­land das in eine Kriegs­öko­no­mie gepi­vo­ted ist, schließ­lich ein­se­hen muss, ich hab ver­lo­ren, so gehts nicht weiter.

Leich­tes Pro­blem - demo­gra­phisch sind sie dann u.U. nicht mehr über­le­bens­fä­hig. Und bei 20% Reduk­ti­on des GDP bis 2030, wovon wir nach heu­ti­ger Sank­ti­ons­po­li­tik aus­ge­hen, hal­ten sie auch ihren Regio­nal­machts­sta­tus nicht mehr ohne weiteres.

Was uns zu der Fra­ge bringt - wenn Krim weg, Regio­nal­machts­sta­tus nicht mehr mili­tä­risch unter­füt­ter­bar. Wenn 20% GDP durch Sank­ti­ons­po­litk weg, mög­li­cher­wei­se ähn­li­ches Szenario.

Fol­ge: Zer­split­te­rung von Russ­land in Kleinstaaten? 

Und wir machen uns Gedan­ken über die Fol­gen für Euro­pa, in dem Fall in dem “eine Korea Lösung nicht sta­bil” ist?

Also so gese­hen muss man für einen Sturz Putins sein, denn die Alter­na­ti­ven sind - Wunsch­den­ken auf der Basis von - Argu­ment nicht zuen­de gedacht.

Aller­dings nur in den Extremszenarien.

Kom­men wir von denen weg, und die Krim ver­bleibt bei Russ­land (Neu­tra­li­tät reicht zur Siche­rung des Schwarz­meer­zu­gan­ges nicht) debat­tiert sichs bereits weni­ger extrem.

Nur dür­fen wir das lei­der nicht, da die EU kei­ne gemein­sa­me Außen­po­li­tik hat, obwohl wir alle so einig sind, dass wie­der mal die Ukrai­ne selbst ent­schei­den muss. Und die Ukrai­ne ent­schei­det sich (aktu­ell PR tech­nisch) für Extreme.

Das, oder irgend­was mit Boi­ling Frogs… (sie­he: WSJ)

Die­se Gesell­schaft ist das abgrund­tief Allerletzte.

Chi­na darf in unse­rem Sze­na­rio übri­gens kei­nes­falls ver­mit­teln, denn wir brau­chen ein abge­nütz­tes Russ­land zur Siche­rung unse­rer Wer­te, die sich im Wesent­li­chen in “Unver­rück­bar­keit von Gren­zen” erschöpfen.

Denn Hypo­the­ti­cal, sonst könn­te, ja zukünf­tig jeder mit einer Atom­bom­be kom­men und ande­re Staa­ten auf kon­ven­tio­nel­lem Weg angrei­fen um Gren­zen zu ver­schie­ben! So das Argu­ment in der “Dis­kus­si­ons­run­de”.

Lei­der ist auch das falsch, da die US bereits ange­kün­digt haben in Tai­wan im Eska­la­ti­ons­fall direkt ein­zu­grei­fen. Atom­mäch­te auf bei­den Sei­ten oder nicht.

Oder aber, so Panel - es wür­de die sel­be, oder die nächs­te Auto­kra­tie in Euro­pa ver­su­chen erneut anzu­grei­fen -- die aber min­des­tens eine Atom­macht sein müss­te, und einen nicht Nato Staat angrei­fen wol­len würde.

(Die ent­spre­chen­den Kan­di­da­ten (Geor­gi­en, Mol­da­vi­en…) auf­zu­rüs­ten, fällt uns natür­lich auch ein, aber - das schreckt lei­der nicht genug ab, …)

Ein wei­te­rer Aspekt der in der Debat­te nicht zum Tra­gen kommt ist, dass laut Zei­han, die US das Modell “tar­ge­ted strikes” (wir lie­fern Artil­le­ry, Himars und Ziel­ko­or­di­na­ten), ob sei­ner Eig­nung als kos­ten­güns­ti­ges welt­wei­tes Inter­ven­ti­ons­mit­tel in der Ukrai­ne tes­ten woll­ten, nach­dem der Kon­flikt los­ging. Kos­ten­güns­tig auch im innen­po­li­ti­schen Sinn. Kei­ne US Opferzahlen.

Zusatz: Es braucht in den so unter­stütz­ten Staa­ten mehr als Himars - dh. nach Himars auch noch die Boden­ein­satz­kräf­te die Gebiets­ge­win­ne erzielen.

Und die lie­fert die Ukrai­ne ja zum Son­der­preis.

Trotz­dem sei das kein Stell­ver­tre­ter­krieg. Laut Panel. Im klas­si­schen Sinn.

Und füh­len sie sich schon sicher im Ent­schei­dungs­nar­ra­tiv nach ange­lern­tem Feindbild?

Spre­chen wir doch mal die Posi­tio­nen aus, viel­leicht ist das hilfreich. 

Bevor nicht Russ­land file­tiert wird (Zer­fall, oder Regi­me­chan­ge), oder Selen­skyj auf­gibt - endet der Krieg ein­fach nicht.

Und für Euro­pa ist das pri­ma, weil die Unver­än­der­bar­keit von ter­ri­to­ria­len Gren­zen als Wer­te­ba­sis bestehen bleibt.

Inner­halb Euro­pas. Im Rest der Welt denkt da eh nie­mand dran.

Und was opfern wir dafür?

Naja - wir müs­sen ab jetzt ein­fach mal die kom­plet­te Jugend ver­ar­schen, dass ihre Wer­te angeb­lich sind, die Ukrai­ner ster­ben, weil sie das wol­len, und wir wol­len das, weil es die Unver­än­der­bar­keit von Gren­zen als Rechts­prin­zip schützt. Und uns vor wei­te­ren Angriffen.

Das sei aber kein angst­ba­sier­tes Nar­ra­tiv, denn Angst hät­ten ja die­je­ni­gen, die jetzt Frie­den for­der­ten, auf­grund der Eskalationsdynamik.

Aber zum Glück wir haben ja alle Qua­li­täts­me­di­en Öster­reichs dazu jetzt auf Pro­pa­gan­da Dis­se­mi­na­ti­on umge­stellt haben, sodass alle dies sel­be Mei­nung ver­tre­ten, also was soll­te da schon schief gehen.

Für unse­re Werte!

Es ist und bleibt gro­tesk, in jeder­lei Hinsicht.

Die Frie­dens­for­schung selbst bekommt aktu­ell die Vor­ga­be (hat sich bereits in Aus­schrei­bun­gen nie­der­ge­schla­gen), dass sie eine neue Frie­dens­po­li­tik kre­ieren muss, dass die­se aber expli­zit “Wer­te dri­ven” sein soll. Und was damit gemeint ist ist fud­ging Spielraum.

Die Grün­dung einer neu­en Schu­le des Mul­ti­la­te­ra­lis­mus, die rea­lis­ti­sche und idea­lis­ti­sche Außen- und Sicher­heits­po­li­tik ver­eint, wird zur Dis­kus­si­on gestellt.

Geo­po­li­tik nicht als Leit­mo­tiv sehen

Inter­na­tio­na­le Bezie­hun­gen sol­len nichts ande­res als den täg­li­chen Bedürf­nis­sen im poli­ti­schen Leben die­nen; ihr innen­po­li­ti­scher Bezug ist daher evi­dent. Aller­dings nicht aus der übli­chen Per­spek­ti­ve, näm­lich dem “Lip­pen­ab­le­sen”, um “poli­tisch zu punk­ten” unter dem Deck­män­tel­chen des Bür­gers als Sou­ve­rän. Nein, umge­kehrt soll Geo­po­li­tik, also das Spiel von Macht­in­ter­es­sen auf glo­ba­ler Ebe­ne, als inte­gra­ler Teil von mensch­li­cher Sicher­heit gese­hen wer­den, als eine gewich­ti­ge Dimen­si­on, nicht aber als Leit­mo­tiv oder gar über­ge­ord­ne­tes Axiom.

Es bedarf drin­gend einer neu­en Theo­rie­bil­dung für glo­ba­len Frie­den in einem Zeit­ho­ri­zont von zwei bis drei Jah­ren. Die müh­sam erar­bei­te­ten Struk­tu­ren völ­ker­recht­li­chen Gesche­hens, die nach dem Zwei­ten Welt­krieg ent­wor­fen wur­den und gro­ße Dyna­mik auf­ge­zeigt haben, sind nicht völ­lig obso­let. Die Zei­ten­wen­de bringt neue Hür­den, die uns jedoch nicht dazu ver­an­las­sen soll­ten, alle inter­na­tio­na­len Grund­sät­ze und Prin­zi­pi­en wie Ver­trags­treue, Anti­dis­kri­mi­nie­rung oder Effek­ti­vi­tät auf­zu­ge­ben, bis hin zur Neu­tra­li­tät jen­seits ihres his­to­ri­schen Befunds oder der öster­rei­chi­schen Mehrheitsmeinung.

Ob die­se eine Fik­ti­on ist oder mit neu­em Leben erfüllt wer­den kann, ist noch lan­ge nicht aus­dis­ku­tiert. Eben­so wie die Gret­chen­fra­ge “Wie hältst du’s mit der Nato?” nicht in einem Schwarz-Weiß-Zeichnen zwi­schen Ver­wei­ge­rung und Bei­tritt lie­gen kann.

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Ursu­la Werther-Pietsch ist Pri­vat­do­zen­tin für Inter­na­tio­na­les Recht und Inter­na­tio­na­le Bezie­hun­gen an der Karl-Franzens-Universität Graz sowie Lehr­be­auf­trag­te an der Bundeswehr-Universität Mün­chen. Sie ist Mit­her­aus­ge­be­rin des “Defence Hori­zon Jour­nal Spe­cial Edi­ti­on” und Mit­glied der Wis­sen­schafts­kom­mis­si­on beim öster­rei­chi­schen Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Lan­des­ver­tei­di­gung. Ihr Buch “Envi­sio­ning Peace. Neue Schu­le des Mul­ti­la­te­ra­lis­mus” wird im Herbst bei Facul­tas erschei­nen. Sie ist Unter­zeich­ne­rin des “Offe­nen Briefs für eine neue Sicher­heits­po­li­tik”. Der vor­lie­gen­de Text stellt ihre per­sön­li­che Mei­nung dar. - © privat

Werte- anstatt Inter­es­sens­po­li­tik. Der Reli­gi­on muss wie­der ein Stel­len­wert gege­ben werden.

Die eigent­li­che Begrün­dung über die wir nicht spre­chen wol­len? Wir wol­len kei­ne Aus­wei­tung des Krie­ges, und die ein­fachs­te Mög­lich­keit lang­fris­tig die­ses Risi­ko zu sen­ken, ist ein noch min­des­tens drei Jah­re anhal­ten­der Aufreibungskrieg.

Und da die US auch fin­den, dass das eigent­lich etwas uner­hört Gro­ßes ist, wäh­rend die rela­ti­ve Wett­be­werbs­fä­hig­keit Euro­pas wei­ter­hin sinkt, machen wir das doch auch.

Wie war das End­fa­zit der Debat­te im Video nochmal?

Inter­es­sens­po­li­tik, deckt sich manch­mal, aber nicht immer mit Werteethik?

Viel Spass dabei, das euren Kin­dern zu verkaufen.

Die­se Gesell­schaft ist und bleibt das gro­tesk Allerletzte.

edit: CIA Direc­tor Burns im CBS Inter­view: We leak, that you, Chi­na, have pon­de­red con­tin­gen­cy plans for when a rea­son­ab­ly fast solu­ti­on doesnt beco­me via­ble, and hope you might recon­si­der, con­si­de­ring the addi­tio­nal public pres­su­re we put on you.

Always a nice sentiment.

Die Tages­schau titelt bereits “CIA-Chef: Putin ist zu zuver­sicht­lich.

Jo genau, das war die Aus­sa­ge die­ses Inter­views. Nicht in die­ser Welt, aber sicher in einer eben so tol­len anderen.

Hin­ter­grund, die neu­en Pan­zer machen auf­grund der aktu­el­len Wet­ter­la­ge erst im April Sinn, und dann geht der neue ukrai­ni­sche Kampf der ver­bun­de­nen Waf­fen los.

Das IWMVienna gibt noch mal bekannt wo es ideologisch steht

26. Februar 2023

Mit lie­bem Gruß an mei­ne ehe­ma­li­ge Psychotherapeutin.

Hin­ter­grund: Rau­scher

Hin­ter­grund on “This is an impe­ri­al pro­ject in Euro­pe”: Sny­der
Sowie: click

(Nichts gegen Krastev.)

edit: Noch nie in mei­nem Leben so gelacht.

Jemand, ruf Zei­han an und sag ihm, dass das der Grund ist, war­um er über ne Woche Vor­le­sun­gen vor der US Admi­nis­tra­ti­on zur Ver­tei­lung von Schlüs­sel­res­sour­cen gehal­ten hat. Oder ein Teil davon. 🙂

Bei 35 min in:

Zuerst mal das Intro: 

James O’Bri­en

I’m very inte­res­ted in whe­re we’­re hoping to work with the UN is on the vic­tims of of sexu­al vio­lence and armed con­flict or vic­tims and traf­fi­cking in per­sons the­se are are­as whe­re there’s con­stant work to try to reform the Inter­na­tio­nal Sys­tem but we think it’s important to stand up and say this is wrong we’ll high­light the abu­ses and we’ll con­ti­nue to do it becau­se we want that norm to get stron­ger and stron­ger and so I’m hoping we’ll be joi­ned by other coun­tries who have simi­lar pro­vi­si­ons in the way they stand up for sanc­tions so we’­re put­ting teeth behind our decisi­ons to say some­thing is wrong and and that’s a thing we will do again it’s sepa­ra­te from whe­ther we are actual­ly able to iden­ti­fy a per­son who­se beha­vi­or we need to modi­fy or we can deny we can find and deny the resour­ces but it’s important to stand up for the standards - 

Jetzt zum wesent­li­chen Teil:

This also goes bey­ond spe­ci­fic cases of Human Rights abu­ses or anti-corruption it’s it’s important for the glo­bal eco­no­my one of the the strug­gles we’ll all face is with the green tran­si­ti­on whe­re we rea­li­ze that many of the resour­ces nee­ded to build electric cars and other things are around the glo­be and often locked up in long-term con­tracts now tho­se con­tracts rest on a foun­da­ti­on often of cor­rupt beha­vi­or odious labor prac­ti­ces hor­ri­ble envi­ron­men­tal prac­ti­ces and other things that make them vul­nerable to some­thing from sanc­tions if we just sim­ply desi­gna­ted the peop­le who hold tho­se con­tracts and tried to use it as a com­mer­cial tool I don’t think we’d be adding to the legi­ti­ma­cy of the Inter­na­tio­nal sys­tem. What we’d like to see is a strong set of norms and prac­ti­ces ulti­mate­ly rules that govern the sort of con­tracts that allow for the glo­bal use of the­se com­mo­di­ties also for the bet­ter­ment of the peop­le who live near whe­re the­se things are brought out of the ground so chan­ging the sup­ply chains that cur­r­ent­ly feed what’s going to be cri­ti­cal for the green tran­si­ti­on is an area whe­re sanc­tions have a role a, sup­por­ti­ve role but just - but an important role in clea­ring the way for an announ­ce­ment of what the glo­bal stan­dards are now out of all that whe­ther it’s in an eco­no­mic case or human rights case, envi­ron­men­tal or wha­te­ver the point of this is that, sanc­tions should be a pie­ce of estab­li­shing stron­ger inter­na­tio­nal norms and that’s a stance that the admi­nis­tra­ti­on of which I’m part feels the U.S needs to play a strong voice in but we can’t do it alo­ne so we have to do this with our part­ners becau­se this is not an area whe­re one par­ty can sim­ply decla­re what the rules are so it’s an area whe­re we work very clo­se­ly with the Euro­pean Uni­on with our key allies in Euro­pe and with other major sta­tes around the world and I think we’ll try to do more of it as we go.

Geil oder?

Hin­ter­grund vor dem das erzählt wird ist “wir glau­ben, dass Russ­land an der “green tran­si­ti­on” nicht betei­ligt sein wird”.

Kon­text:

Roland Cza­da

Wir sind im Kal­ten Krieg 2.0”

Und hier noch mal das beweg­te Leben des Johan­nes Stangl

Verteidigung an vorderster Front

26. Februar 2023

Lon­don for­dert Waf­fen mit grö­ße­rer Reich­wei­te für die Ukraine 

Der bri­ti­sche Pre­mier­mi­nis­ter Rishi Sunak erneu­ert sei­ne For­de­rung nach einer Lie­fe­rung von Waf­fen mit grö­ße­rer Reich­wei­te an die Ukrai­ne. Ein sol­cher Schritt wer­de hel­fen, kri­ti­sche zivi­le Infra­struk­tur zu schüt­zen und die Ver­tei­di­gung an vor­ders­ter Front zu unter­stüt­zen, erklärt sein Büro am spä­ten Abend. Außer­dem könn­ten die ukrai­ni­schen Streit­kräf­te so leich­ter die rus­si­schen Angrei­fer zurück­zu­drän­gen und eige­nes Ter­ri­to­ri­um zurück­er­obern - so wer­de es Sunak auch beim vir­tu­el­len G7-Gipfel der west­li­chen Wirt­schafts­mäch­te sagen. 

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Witz ohne wei­te­re Worte.

Wie lan­ge muss ich soet­was noch ertragen?

Einst­wei­len “what is a lea­ding ques­ti­on?” bei phoenix:

Was ich nicht ganz ver­ste­he ist der Frie­dens­be­griff. Eigent­lich heißt es auch immer Frie­den ist doch - also das… Ist Frie­den jetzt mit ein­mal das Recht des Stär­ke­ren, weil sie wol­len ja einen Waf­fen­stopp und das wür­de ja bedeu­ten dass die Ukrai­ne zusam­men­bre­chen würde.

WUT? Heißt Frie­den jetzt auf ein­mal Waf­fen­still­stand ohne Auf­rüs­tung im Hin­ter­grund, weil das bedeu­tet ja, dass die Ukrai­ne zusam­men­bre­chen würde!

Selbst aus­ge­dacht die­se Frage?

War­um wür­de die Ukrai­ne bei einem Waf­fen­still­stand zusammenbrechen?

Weil sie die Land­brü­cke zur Krim noch nicht erobert hat die für sie lebens­wich­tig ist?

Weil die Ukrai­ne dort Agrar­flä­chen hat und für immer eine Agrar­öko­no­mie blei­ben möch­te, wie wir alle wis­sen? Mit aktu­ell 10 Mil­li­ar­den Gesamt­um­satz im Jahr die­ser Indus­trie­spar­te? Antei­lig an 200 Mil­li­ar­den GDP?

Weil dort Ener­gie­vor­kom­men für 20 Jah­re lie­gen? Sel­te­ne Erden um die Wirt­schafts­ent­wick­lung zu sichern?

Qua­li­täts­jour­na­lis­mus x2.

edit: Qua­li­täts­jour­na­lis­mus x3

Japa­ni­scher Tou­rist bleibt frei­wil­lig in Charkiw

Van­ja Nikolić
24. Febru­ar 2023, 13:11

Fumi­n­o­ri Tsuki­ko ist seit letz­tem Febru­ar in Char­kiw und denkt nicht dar­an, nach Japan zurück­zu­keh­ren. Der 75-jährige kocht, besorgt Medi­ka­men­te und Spiel­zeug für Kin­der – alles aus eige­ner Tasche

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Suo­ma­lai­nen Itävallassa
vor 24 Stunden

Lie­be Stan­dard Redak­ti­on, so eine Leis­tung, so eine Geschichte…

Wäre das nicht mal was posi­ti­ves aus der Ukrai­ne : Leben anstatt tod, Auf­bau anstatt Zer­stö­rung. Eine Titel sto­ry oder zumin­dest Kopf des Tages.… Danke.

Mar­kus Hagspiel
DER STANDARD

vor 22 Stunden

Dan­ke für die anre­gen­de, gute Idee. Ich lei­te das weiter.

Oh ja, das wär schön! Zei­gen, wie Men­schen auch sind, näm­lich soli­da­risch, krea­tiv und mensch­lich. Den­ke an Aktio­nen wie die von Repair Tog­e­ther, die u.a. Repair-Raves in der Ukrai­ne auf die Bei­ne stel­len: https://www.repair-together.com/

STERBT IHR UNENDLICHEN FUCKING WICHSERSÄUE.

Da braucht das Deutsch­land­ra­dio 7 Arti­kel über die Wie­der­auf­bau­kon­fe­renz in Deutsch­land, um in einem zu Erwäh­nen, dass es sich dabei um eine PR Initia­ti­ve der Bun­des­re­gie­rung gehan­delt hat um die Indus­trie zu mobi­li­sie­ren und kei­ne Bud­gets beschlos­sen wurden.

UND VERFICKTE STANDARD fetzt sich selbst den Schä­del weg, in dem er wäh­rend einer Pha­se in der “die Ukrai­ne mehr von einer Fort­set­zung des Krie­ges pro­fi­tiert als Russ­land” (Veli­na Tscha­ka­ro­va). Anstatt des­sen über feel­good The­men berich­ten will.

Super Idee lie­ber Nut­zer, ich lei­te das gleich an die Redak­ti­on weiter!

RTR? Pres­se­club Con­cordia? Irgendjemand?

Nein, wir sind ja selbst in der Pro­pa­gan­da solidarisch.

Tho­mas Wie­gold weiß nicht was ein low earth Orbit ist (die Star­link Satel­li­ten haben so ganz klei­ne Anten­nen - wie suss!), Tilo Jung erfin­det eine Hell­fire Droh­ne, weil das so geil klingt, bei­de umar­men sich rhe­to­risch, reden Stuss anein­an­der vor­bei und haben sich lieb. Aber der Wie­gold hat sei­ne Infor­ma­ti­on vom Masa­la! Gra­tu­la­ti­on dazu.

Auch sehr geil, Jung stellt die rich­ti­ge Fra­ge, Wie­gold, pivo­tet dank Nicht­wis­sen mei­len­weit weg, um was kom­plett ande­res zu beantworten.

Es geht um Kiew. “Spiel­ten über­ra­schend gewon­ne­ne Schlach­ten eigent­lich eine Rol­le?” Wie­gold will lie­ber über Char­kiw und Cher­son sprechen!

Und wäh­rend der gesam­ten ver­damm­ten Tiptoing-Passacaglia kommt nicht raus was bei Kiew pas­siert ist.

Die Ukrai­ner haben die rus­si­schen Angrei­fer durch­ge­las­sen, die sind bis in die Vor­or­te von Kiew unkon­fron­tiert durch­ge­kom­men. Haben dann die unmit­tel­ba­ren Ver­sor­gungs­ein­hei­ten danach über den Hau­fen geschos­sen. Haben dann in Weiß­russ­land das Schie­nen­netz mit Stay back Ein­hei­ten sabo­tiert, wor­auf Russ­land die Logis­tik auf Stra­ße umstel­len muss­te, die dann durch Kor­rup­ti­on in der Geld­mit­tel­ver­tei­lung nicht wirk­lich ein­satz­fä­hig war UND zusätz­lich noch so struk­tu­riert, dass dem gesam­ten Tross das Ben­zin aus­ge­hen konn­te, das er selbst mit­ge­führt hat (Fragt sich wer da die Plä­ne geschrie­ben hat). Ein­fach durch des­sen Struk­tur und ver­al­te­te Aus­stat­tung, sodass die dann umdre­hen muss­ten und Ein­hei­ten teil­wei­se zu Fuss wie­der nach Weiss­russ­land gestie­felt sind.

Ein­zel­ne Schlach­ten wie die um Hos­to­mel und ein­zel­ne Vor­or­te kurz vor Kiev in der Erst­pha­se waren höchst essen­ti­ell. Die Ukrai­ne hat dort ihre best­aus­ge­bil­dets­ten Trup­pen hin­ver­legt und gro­ße Ver­lus­te in Kauf genom­men. Bis den Rus­sen dann Ver­sor­gung und Muni­ti­on aus­ge­gan­gen ist.

Das ist das Resul­tat - wenn du zum Gesche­hen kei­ne Infor­ma­ti­on mehr lie­ferst, son­dern ein­fach nur noch Kom­men­tar, und Conjecture.

edit: Nächs­te Falschdarstellung:

Butscha ist zum Sym­bol gewor­den, weil damit klar wur­de, wie das rus­si­sche Vor­ge­hen in besetz­ten Gebie­ten ist.”

Nein, falsch.

Augen­zeu­gen­in­ter­views.

Rus­si­sche Kom­man­do­stel­lun­gen in Butscha (in einer Schu­le im Dorf) wur­den von ukrai­ni­schen Com­man­do Ein­hei­ten ange­grif­fen, und viel mili­tä­ri­sches Gerät auf den Stra­ßen vom Butscha ver­nich­tet. Die Rus­sen haben danach Leu­te zusam­men­ge­trie­ben und “befragt”, “Kol­la­bo­ra­teu­re” gesucht. Als da schein­bar nichts raus­ge­kom­men ist, haben sie Trup­pen an meh­re­ren Tagen unter Artil­le­rie­feu­er rum­ge­schickt (von einem Luft­schutz­kel­ler zum nächs­ten), um wahl­los Leu­te zu befra­gen, ein­zu­schüch­tern und zu erschie­ßen. Gesucht wur­de nach “rechts­ex­tre­men, tw. natio­na­lis­ti­schen Tatoos”, die­se Leu­te dann ein­ge­sam­melt und die kamen nicht wie­der (Augen­zeu­gen). Danach wur­de eine gene­rel­le Aus­gangs­sper­re ver­hängt, Män­ner durf­ten nicht mehr auf die Stras­se. (Jeder der raus­ging war Feind und Scharf­schüt­zen haben auf sie geschossen.)

Aus ande­ren Vor­or­ten wis­sen wir durch deut­sche Kor­re­spon­den­ten (müss­te der Focus (edit: oder Stern) gewe­sen sein), dass die Kom­mu­ni­ka­ti­on der Ein­hei­ten mit ihren Leit­stel­len aus­ge­setzt war. War­um wis­sen wir nicht, ver­mut­lich weils nicht so lief wie gedacht, und nur Durch­hal­te­pa­ro­len irgend­wann nicht mehr zün­den. Dass Rus­sen rum­ge­ge­an­gen sind und selbst nicht gewusst haben wie die Lage ist, oder was sie tun soll­ten, teil­wei­se die Zivil­be­völ­ke­rung gefragt haben wie die aktu­el­len Ent­wick­lun­gen rund um Kiew sind.

Ich neh­me jetzt nicht an, dass so das “gene­rel­le rus­si­sche Vor­ge­hen in besetz­ten Gebie­ten ist”. Ver­ge­wal­ti­gun­gen inklusive.

Zumal es unlängst in einer ZDF Repor­ta­ge ein Inter­view mit einem Ukrai­ner zum Schirmthe­ma “ein Jahr Krieg” gege­ben hat des­sen Schwes­ter in Mariu­pol war, mitt­ler­wei­le nach Eng­land flie­hen konn­te, und trotz­dem voll ist mit rus­si­scher Pro­pa­gan­da. Sein Vater eben­so. (Habe mich wirk­lich bemüht sie zu fin­den, war mit Kat­rin Eigen­dorf, kei­ne Chan­ce, die ist mitt­ler­wei­le bei zu vie­len Dokus drin, edit: Gefun­den - bei 9:10 in) Oder jun­ge Müt­ter aus der “20 days in Mariu­pol” Doku­men­ta­ti­on, die mitt­ler­wei­le wie­der in rus­sisch besetz­ten Gebie­ten leben, weil sie dort gebo­ren sind.

Bei soet­was neh­me ich dann nicht an, dass das (Butscha) das Vor­ge­hen der Rus­sen in besetz­ten Gebie­ten ist. Jetzt mal abge­se­hen davon, dass sie gan­ze Städ­te durch Beschuss dem Erd­bo­den gleich­ge­macht haben.

edit: Nächs­ter Schlen­ker von Wie­gold: War­um setzt die Ukrai­ne kei­ne Flug­zeu­ge ein? Wie­gold will lie­ber dar­über reden, dass rus­si­sche Flug­zeu­ge ihre Rake­ten vom Schwar­zen Meer aus abschießen.

Eigent­li­che Ant­wort, weil Russ­land S400 und S300 hat und die funk­tio­nie­ren. Aus euro­päi­schen Debat­ten zu M16 Lie­fe­run­gen. Aber der Wie­gold hat nur den Masa­la - was will er machen.

edit: Nächs­ter Faux pas, auch Wie­gold kennt die Defi­ni­ti­on eines Stell­ver­tre­ter­kriegs nicht. Aber das ist nur ver­ständ­lich, Masa­la kennt sie ja auch nicht.

A pro­xy war is an armed con­flict bet­ween two sta­tes or non-state actors, one or both of which act at the ins­ti­ga­ti­on or on behalf of other par­ties that are not direct­ly invol­ved in the hos­ti­li­ties.[1]

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Defi­ni­ti­on der Ver­ein­ten Natio­nen. ONE OF WHICH reicht. Es müs­sen nicht bei­de sein.

Wie­gold: “Die­se Behaup­tung (Stell­ver­tre­ter­krieg) igno­riert natür­lich völ­lig, dass die Ukrai­ne das macht weil sie um ihr Über­le­ben kämpft.” WELCHE BEHAUPTUNG? Es geht um eine Begriffs­de­fi­ni­ti­on. Ist das ein Stell­ver­tre­ter­krieg, oder nicht?

edit: Nächs­ter Faux pas, war­um Bela­rus die rus­si­schen Ver­sor­gungs­we­ge in den Wes­ten nicht abge­schnit­ten hat, weiß er nicht. Sind die zu schlecht auf­ge­stellt, haben die zu schlech­tes Mili­tär, wol­len die nicht?! Ehm…

The Uni­on Sta­te[b], or Uni­on Sta­te of Rus­sia and Bela­rus,[c] is a supra­na­tio­nal uni­on con­sis­ting of Bela­rus and Rus­sia, with the sta­ted aim of deepe­ning the rela­ti­ons­hip bet­ween the two sta­tes through inte­gra­ti­on in eco­no­mic and defen­se poli­cy.[6][7] Ori­gi­nal­ly, the Uni­on Sta­te aimed to crea­te a con­fe­de­ra­ti­on; howe­ver, both coun­tries cur­r­ent­ly retain their inde­pen­dence.[8] The Uni­on Sta­te is based on a pre­vious inter­na­tio­nal trea­ty bet­ween Rus­sia and Bela­rus[9] made on 2 April 1997.[10]

[…]

The pre­sent goal of the Uni­on Sta­te main­ly focu­ses on eco­no­mic inte­gra­ti­on,[14] taxa­ti­on,[15] and inte­gra­ti­on of defen­se and intel­li­gence appa­ra­tus.[16]

Der Wie­gold das ist ein Jour­na­list. Jour­na­list und Pod­cas­ter. Mit einem Pod­cast zum The­ma Geo­stra­te­gie und Ukrai­ne­krieg! Mit dem Masala!

Tho­mas Wie­gold (* 1960) ist ein deut­scher Jour­na­list mit den Schwer­punk­ten inter­na­tio­na­le Verteidigungs- und Sicher­heits­po­li­tik, Mili­tär und Bundeswehr.

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edit: Nächs­ter Faux Pas: Tilo weiß nicht, dass Russ­land das Getrei­de­ab­kom­men aus­ge­setzt hat, da die Ukrai­ne die rus­si­sche Flot­te mit fern­ge­steu­er­ten Droh­nen aus dem gesi­cher­ten Kor­ri­dor her­aus (GPS Daten) ange­grif­fen hat. Ich mei­ne war­um soll­te man auch den Grund ken­nen, dass Russ­land das Getrei­de­ab­kom­men sei­ner­zeit tem­po­rär aus­ge­setzt hat - ich mein nicht die gan­ze Mel­dung lesen ist auch immer ein Möglichkeit.

edit: Nächs­ter Fehler:
Wie­gold: Russ­land erwar­tet eine Demi­li­ta­ri­sie­rung, eine Zer­stö­rung der mili­tä­ri­schen Fähig­kei­ten der Ukrai­ne. EHM.. NEIN?

Nafta­li Bennett:

And the second issue was - how will Ukrai­ne pro­tect its­elf and guarantees.

Ukrai­ne deman­ded of Rus­sia that it be able to get secu­ri­ty gua­ran­tees from Ame­ri­ca, Fran­ce, all the big ones.

And the­re was an argu­ment, becau­se to Rus­sia a gua­ran­tee is a pact, it’s no dif­fe­rent than NATO.

This is whe­re I brought my expe­ri­ence, I gave it a lot of thought and said, the nego­tia­ti­on is unre­a­son­ab­le becau­se they’­re nego­tia­ting over some­thing they don’t have.

There’s the joke about a guy try­ing to sell the Brook­lyn Bridge to passersby.

This guy did exist.

100 years ago he sold…

-They don’t have the Broo­kyln Bridge.

I said that because… 
Ame­ri­ca will give you guarantees?

It will com­mit that in seven years, if Rus­sia vio­la­tes some­thing, it will send sol­di­ers after lea­ving Afgha­ni­stan and all that?

I said, “Volo­dym­yr, it won’t hap­pen, you won’t get gua­ran­tees, why are you negotiating?”

Then I sug­gested what I cal­led the “Israe­li model.”

We don’t have guarantees.

I said, “I’m the prime minis­ter of Isra­el, “we don’t have gua­ran­tees from anyo­ne, if someo­ne inva­des us tomor­row, nobo­dy has assu­red us and no one will come to save us. What we do have is a strong, inde­pen­dent army that can pro­tect its­elf, so let’s for­get about the­se gua­ran­tee and dis­cuss the para­me­ters for buil­ding mili­ta­ry for­ce, what kind of wea­pons, what pla­nes, how many offi­cers, soldiers…”

Becau­se Rus­sia doesn’t want Ukraine…

So this was a cogni­ti­ve bre­akthrough that they both accepted.

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Wie­so darf sich Wie­gold noch Jour­na­list nennen?

edit: Nächs­ter Feh­ler: Jung: “War­um ist der Zugang zum Schwar­zen mehr für Russ­land nicht durch die Nato gekappt?” Wie­gold: “Naja, da gibt es den Ver­trag von Montreux…”

DIE VERBINDUNG IST GEKAPPT.

On March 1, Tur­key announ­ced that Rus­si­an and Ukrai­ni­an naval ves­sels would not be per­mit­ted to pass from the Medi­ter­ra­ne­an to the Black Sea as long as hos­ti­li­ties continued.

To jus­ti­fy this move, Anka­ra cited Arti­cle 19 of the con­ven­ti­on, which empowers it to clo­se the straits to coun­tries at war unless they are retur­ning to their port of registry.

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War­um die Öffent­lich­keit über­haupt noch infor­mie­ren? Ich weiß es ja nicht, Masa­la, Masa­la, Wie­gold, Wiegold!

Quel­len­prü­fung im Meinungsjournalismus?

Wozu?

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