Lösung des Ukrainekriegs vor Russland-Wahl „nicht wahrscheinlich“
13.06.2023 um 06:28
Gelöst werden könne der Konflikt um die Ukraine wohl erst, wenn beide Seiten militärisch ermattet und keine militärischen Erfolge mehr zu erwarten seien, sagt der Politologe Gerhard Mangott.
Der Politologe Gerhard Mangott hält eine Verhandlungslösung im Ukraine-Krieg vor der russischen Präsidentschaftswahl am 17. März nächsten Jahres „nicht für wahrscheinlich“. Auch, weil Präsident Wladimir Putin nicht mit einer möglichen Kriegsniederlage in die Wahlen gehen wolle, sagte Mangott. Gelöst werden könne der Konflikt wohl erst, wenn beide Seiten militärisch ermattet und keine militärischen Erfolge mehr zu erwarten seien.
Letzteres sei „jedenfalls noch viele Monate“ entfernt, vielleicht auch länger, prognostizierte Mangott. Derzeit sei jedenfalls kein Ansatz für Verhandlungen absehbar. Russland beharre auf der Anerkennung von militärisch errungenen Gebietsgewinnen. Diese könne die Ukraine nicht akzeptieren, das sehe auch eine Mehrheit der dortigen Bevölkerung so. Die Ukraine wiederum wolle nur mit einem möglichen Nachfolger Putins verhandeln und nachdem sich die russische Armee aus der gesamten Ukraine einschließlich der Halbinsel Krim zurückgezogen habe. Das würde jedoch eine krachende Niederlage Russlands bedeuten. „Worüber soll dann noch verhandelt werden?“, folgerte der Politikwissenschafter der Universität Innsbruck.
„Dann könnten Zweifel unter den Eliten zunehmen“
Die aktuelle Zurückhaltung Putins bei Konflikten unter russischen Eliten und militärischen Formationen grenze indes an „Arbeitsverweigerung“, analysierte Mangott: „Wenn Putin nicht den Eindruck erweckt, er weiß, was er tut, könnten Zweifel unter den Eliten zunehmen“. Dann könnte auch verstärkt die Frage gestellt werden, ob die Kosten im Ukraine-Krieg für Russland gerechtfertigt seien.
Es sei langjährige Praxis Putins gewesen, sich bei schwierigen Themen zurückzuhalten, um nicht potenzielle negative Folgen mittragen zu müssen. „Das ist nicht mehr haltbar“, betonte der Russland-Experte. Die Eliten stünden nicht mehr geschlossen hinter dem russischen Präsidenten, wie das in den vergangenen Jahrzehnten der Fall gewesen sei. „Er kann es sich nicht mehr leisten, sich zurückzulehnen“, so der Innsbrucker Politologe mit Blick auf Konflikte etwa zwischen Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin und Verteidigungsminister Sergej Schoigu.
Die ukrainische Gegenoffensive sei indes bereits im Gang. Vor zehn bis 14 Tagen habe eine Vorbereitungsphase begonnen, die seit fünf Tagen laufenden Vorstöße der Ukraine könnten als Beginn der lange erwarteten Gegenoffensive gewertet werden. Dass die Ukraine das nicht als solche bezeichne sei klar, ansonsten müsste man ein mögliches Scheitern erklären.
Berichte über die Zerstörung von vom Westen gelieferter Leopard- und Bradley-Kampfpanzer durch Russland hätten sich indes als glaubwürdig herausgestellt, so Mangott. Für Moskau bedeute das einen „propagandistischen Erfolg“. Damit könne man demonstrieren: Die vom Westen gelieferten Waffen sind nicht unbesiegbar. Für die Ukraine handle es sich jedoch noch nicht um einen dramatischen und auch keinen entscheidenden Verlust, sondern nur um einen kleinen Teil der gelieferten Kriegsgeräte.
Staudamm-Sprengung: „Terroraktes und Kriegsverbrechens“
Hinweise, dass der Kachowka-Staudamm durch Russland gesprengt worden sei, hätten sich indes verdichtet. Ziel des „Terroraktes und Kriegsverbrechens“ dürfte aus russischer Sicht gewesen sein, die Front zu verkürzen. Dadurch, dass ein Übersetzen der ukrainischen Armee über den Dnipro in bestimmten Gebieten verhindert werde, könnten Soldaten von dort abgezogen und woanders eingesetzt werden. Spekulationen, dass die Ukraine hinter der Sprengung stecken könnte, schätzte Mangott mit allergrößter Wahrscheinlichkeit für falsch ein. Endgültige Beweise gebe es jedoch noch nicht.
Hingegen sei die Ukraine wohl Urheber der wiederholten Angriffe in russischen Grenzregionen und im Inland einschließlich Moskaus. Das solle der russischen Bevölkerung signalisieren: Die Ukraine sei dazu fähig, den Krieg „nach Hause zu bringen“. Auch könnte ein Ziel sein, die russische Armee dazu zu zwingen, Kräfte von der Front zur Grenzsicherung abzuziehen. Das habe sich bisher jedoch nicht bewahrheitet - auch, weil die russische Regierung mit der eigenen Bevölkerung „stiefmütterlich“ umgehe. Gleichzeitig bestehe auch die Möglichkeit, dass dadurch die Unterstützung in Russland für den Ukraine-Krieg steige.
Eine atomare Eskalation sei nicht wahrscheinlich, aber weiter möglich, schätzte Mangott. Eine Gefahr bestehe insbesondere dann, wenn Kerninteressen des russischen Staates bedroht würden - etwa im Falle der Krim. „Ein Verlust der Krim wäre das politische Ende Wladimir Putins“, so Mangott. Die Frage sei, wie dieser reagiere, wenn ein solcher Verlust drohe. Der Westen müsse sich mit dieser Möglichkeit beschäftigen und auch in die Einschätzung miteinbeziehen, welche Waffen geliefert würden: „Die Frage ist: Wozu soll die Ukraine befähigt werden?“
Also, the special kind of ukrainian ultra nationalism (“which is civic, not ethnic”), that is so EU centric that it becomes highly compatible with european liberal ideals, is just magical.
Because its nationalism that has become bound up with the idea of european integration.
“This is kind of a muscular, patriotic defense, of a liberal society.” Called Ukraine.
The two years in the covid bunker is the icing on the cake. Naftali Bennett told a slightly different story.
Hot tip, never become educated on stuff, the utter despair and disgust is just not worth it.
Also - Ukrainians will not negotiate until the russians are out, is signaled by Applebaum a year ago. (“I dont think that, …”)
Bonus:
When the war will end (Without Selenskyj edition):
edit: es gibt aber natürlich auch wieder gute Nachrichten - der Standard hetzt bereits wieder:
Pazifisten in der Sackgasse
Die Appelle bei der sogenannten Friedenskonferenz rufen zu Recht Widerstand hervor
Anna Giulia Fink
11. Juni 2023, 17:10
Es gab Wirbel, Absagen, die Anmietung der Veranstaltungsräume wurde kurzfristig storniert: Schon vorab war die Sorge groß, dass die sogenannte Friedenskonferenz in Wien der russischen Propaganda zu viel Bühne verschaffen würde. Sie war berechtigt, wie sich am Ende zeigte.
Der wahre Feind im Westen
Die alte Friedensbewegung mag es gut meinen in ihren Absichten: Tatsächlich sollte alles versucht werden, um ernsthafte Initiativen für Verhandlungen zu ermöglichen. Die Appelle der Austropazifistinnen und -pazifisten sowie einiger internationaler prominenter Intellektueller in Wien rufen aber zu Recht Widerstand hervor. Sie verharren immer noch in der Vorstellung, dass der wahre Feind im Westen zu suchen sei.
src: click
Und wir wissen ja, jegliche Mitschuld ist ausgeschlossen. Also inherent, von unserem Kriegsnarrativ ausgehend.
Diese ideologische Verblendung lässt sie die Realität des Krieges verdrehen. Zwar wird Moskau als Aggressor bezeichnet, aber nicht alle gestehen der Ukraine das Recht zu, fremde Streitkräfte aus dem eigenen Land zu vertreiben.
Unglaublich was sich diese Friedensbewegung alles leistet! In Übereinstimmung mit der Mehrheit der Österreicher. Russenversteher!
edit: Es wäre vielleicht auch noch interessant auszuführen “warum provoked”.
Position des Atlantic Council und der Nato im Dezember 2021: click Inklusive Kuleba Pressestatements gemeinsam mit Stoltenberg vor der Nato. Die Kurzfassung - Waffenlieferungen im Umfang von 300 Tonnen pro Jahr (siehe 1, bezugnehmend auf 2, davon 80 Tonnen Javelins im Wert von etwa 200 Mio USD) von den US in die Ukraine können erst dann eingestellt werden, wenn Russland sich unabhängig von Minsk 2 vollständig aus der Region zurück zieht, die temporär besetzten Gebiete in den nationalen Grenzen der Ukraine anerkennt, und die Gebiete für 30 Jahre unter Eigenverwaltung gestellt werden, wonach sie automatisch wieder der Ukraine zufallen. “Die Russen sehen darin vielleicht noch nicht das win, eines win win Szenarios” so die Position im Dezember 2021, aber nachdem sie sich vollständig zurückgezogen hätten - auch aus der Krim, könne man dann darüber sprechen, ob man seitens der US die Waffenlieferungen an Kiew einschränke, und mit Russland wieder Appeasement Politik betreiben. Da wird sich Russland sehr gefreut haben.
Während der sicherheitspolitischen Verhandlungen im Dezember 2021, das von der Agenda Nehmen des Verhandlungspunktes “Ukraine” durch die US, siehe Klaus von Dohnanyi bei der Körber Stiftung vor zwei Wochen.
Dann das Bedauern des Russland Experten des CFR über den “möglicherweise zu frühen”, einseitigen Abbruch der sicherheitspolitischen Verhandlungen mit Russland im Dezember 2021 - durch die Vereinigten Staaten.
Dann folgender Umstand:
The argument that Russia has no right to have a sphere of influence is likely to infuriate Moscow. Senior US pundits have argued in the recent past that “Russia needs its buffers”.
Schrieb seinerzeit das “berühmte Propaganda Outlet euractiv” (Sarkasmus), als Teil des Europe MediaLabs.
Das Dekret Nr. 117 vom 24. März 2021 gezeichnet von Selenskyj, das militärische Vorbereitungen für eine militärische Rückeroberung der Krim und Sewastopol genehmigt hat. Und auf das der erste große russische Truppenaufmarsch an der ukrainischen Grenze binnen einer Woche erfolgt. Sowie die Reaktion der Venice Commission der Europäischen Union darauf.
Selenskyjs Aufruf auf Telegram, am Tag der Invasion, auf russisch, an das russische Volk, vor allem aber an Ärzte, Anwälte, TikToker, aber auch Künstler, Mütter und Väter - sofort in Russland auf die Straße zu gehen, und solange nicht ihren Protest einzustellen, bis sich Russland mit Kiew an einen Verhandlungstisch setze, da “das das Einzige sei was einen Krieg noch verhindern könne”. Auf diesen Protestaufruf an die russische Bevölkerung hin flogen in direkter zeitliche Abfolge, drei Stunden später die ersten Raketen. Während Russland zuvor “erst” unmarkiertes Kriegsgerät über die Grenze zu den “Separatisten im Donbas” bewegt hat. Ein “Verhalten” das im Nato Krisengipfel am selben Tag von der Mehrheit der Europäischen Staatsoberhäupter als “Russland hat noch einen Weg zurück” klassifiziert wurde.
Und natürlich die in US Militärjournals veröffentlichten Interviews, mit ukrainischen Truppenführern, die im Oktober 2021 den erfolgreichen Einsatz von Javelins im Donbas bestätigt haben - der dann retroaktiv im Dezember laut einer Aussage vor der Nato doch nicht stattgefunden haben soll - als die US, ebenfalls retroaktiv die Freigabe der gelieferten Javelins für solche Einsätze erstmalig bestätigt haben. Unter dem Vorbehalt, solche hätten aber noch nicht stattgefunden.
Und abschließend viellicht noch das andauernde Insistieren auf außenpolitischen Konferenzen, Russland sei ein failed State, man wisse garnicht warum sich Europa immer noch so sehr in dessen Sinne engagiere.
Hier exemplarisch eine Rede von Thomas Graham, Jr. von der Jamestown Foundation Conference, Washington, DC, June 9, 1999
If power continues to dissipate, Russia is on its way to becoming a “failed state,” that is, a dysfunctional state incapable of carrying out the core functions of a modern state, such as defense, preservation of domestic order, maintenance of a monetary system, tax collection and income redistribution, and provision of minimal social welfare standards. [31] This is not the most likely outcome, but bears careful consideration because of the challenges it would pose to the United States and the rest of the world (more below).
If power is concentrated in Moscow (or another single center), Russia would be repeating its historical pattern of the past four hundred years, in which recentralization follows a period of weakness, drift, and chaos. Historically, recentralization has been a response in large part to foreign threats; it has always enhanced the authoritarian elements in the political system. It is likely to be no different today. In a country as vast and diverse, geographically, economically, and culturally, as Russia, that is, in a country that appears naturally inclined toward a decentralized form of government, defense against foreign foes can be the only justification for a rigid, unitary state. And tighter political controls are the only way to enforce recentralization, particularly given regional leaders’ desire for more local autonomy.
Despite the erosion of state power and the obvious weakness of the central government, it is still probably true that there are more levers of hard and soft power in Moscow than anywhere else in Russia. Moscow remains the transportation and communications hub of the country: it is still the country’s spiritual center. Economically, Moscow elites dominate the economy; by various estimates, up to 80% of all Russian capital is concentrated in Moscow.[32] It has been the disarray and disunity in Moscow that has fueled regional autonomy, and presumably more discipline there would shift the balance away from the regions. So for any would-be centralizer the first task would be to unite and discipline the Moscow elites and then turn to reasserting Moscow’s prerogatives over the rest of the country. It would take several years - and perhaps much violence - to accomplish this task, but it is hardly an impossible mission. Of all the current presidential candidates, Luzhkov is the most likely to move in this direction.
Aber ein Schelm, wer hier irgendwo Provokation entdeckt.
We cant say “provoked”.
edit: Moment, aber können wir die Bau- und Instandhaltungsgesellschaft der Krimbrücke noch mit internationalen Sanktionen belegen, so dass die Instandhaltung der (illegalen!) Brücke teurer wird? Aber sicher doch!
- you start a counter offensive to regain control over the temporarily occupied regions of your country, so the people in Odessa will be able to sleep well again in the future, not having to fear the russian military presence in Sevastopol - then conquer one (edit: now 3) village(s) so far, but have to evacuate 80 villages predominantly to Odessa after the Nowa Kachowka blast.
Will sich die Wiener Zeitung heute garnicht zur in Wien über die Bühne gegangenen “Friedenskonferenz” äußern? Die hätte heute nämlich ein Problem -
KRIEGINDERUKRAINE:
“Mehr Waffen bedeuten mehr Blutvergießen”
Jurij Scheljaschenko von der Ukrainischen Friedensbewegung über gewaltfreien Widerstand, kollektive Sicherheit und warum er Sanktionen gegen Russland skeptisch sieht.
vom 17.06.2022, 06:45 Uhr | Update: 20.06.2022, 13:03 Uhr
Rund 10.000 tote Soldaten meldete die Ukraine seit dem russischen Überfall Ende Februar bisher, mehr als 4.000 Zivilsten kamen ums Leben. Enorme Opfer und Zerstörungen, doch diesen Preis ist Präsident Wolodymyr Selenskyj bereit zu zahlen angesichts der drohenden Unterjochung seines Landes durch Russlands Machthaber Wladimir Putin. Nur vereinzelt melden sich ukrainische Gegenstimmen; eine davon ist Jurij Scheljaschenko.
Der gute Juri hat heute auch bei dieser Wiener Friedenskonferenz gesprochen, die der Standard als Verschwörungstheorien verbreitend in Grund und Boden gerammt hat, schreibt der exxpress der vor Ort war. Und den ich hier hoffentlich nie mehr referenzieren muss. Aber die Wiener Zeitung die ihn noch vor einem Jahr (nach Butscha) gefeatured hat, schreibts heute halt nicht.
Spricht jetzt nicht unbedingt für die Veranstaltung.
Seine Rede erfüllt jedes Kriterium der klassischen Verschwörungserzählung. Er betont permanent Inside-Infos aus dem Weißen Haus und von ranghohen Regierungsmitgliedern zu haben, welche vermeintlich belegen würden, das alles Böse in der Welt, jeder große Konflikt der vergangenen Jahre, nur auf die USA und deren Interventionswillen zurückzuführen seien. Der syrische Bürgerkrieg wird dann schnell mal zum “sogenannten syrischen Bürgerkrieg”, der russische Angriffskrieg sei ein Krieg zwischen zwei globalen Fronten.
Sachs spricht viel über angeblich von den USA und Großbritannien torpedierte Friedensverhandlungen im März 2022, behauptet fälschlicherweise, dass die internationale Presse darüber nie berichtet hätte und vergisst aber zu erwähnen, dass zur gleichen Zeit erstmals Informationen über die Kriegsverbrechen in Butscha ans Tageslicht kommen. Generell findet sich für russische Kriegsverbrechen in seiner Rede kein Platz, dafür aber für den Wunsch mit dem Chefredakteur des STANDARD zu sprechen. Er habe was zu klären, auch oder gerade weil DERSTANDARD der Veranstaltung im Vorfeld Propagandaverdacht nahelegte.
Er betont permanent Inside-Infos aus dem Weißen Haus und von ranghohen Regierungsmitgliedern zu haben, welche vermeintlich belegen würden, das alles Böse in der Welt, jeder große Konflikt der vergangenen Jahre, nur auf die USA und deren Interventionswillen zurückzuführen seien.
Falsch. Ich kenne seine Argumente. Jeffrey Sachs bezieht sich diesbezüglich auf öffentliche Aussagen von ehemaligen Regierungs- und Administrationsmitgliedern, als Teil des Public Records, oder in Biographien.
Es geht dabei einzig um die “Relevanz” der Nato Osterweiterung als Kriegsgrund. Sachs zitiert hier ehemalige US Außenminister, Botschafter, und einen ehemaligen CIA Chef (in dem einen Fall auch auf ein Wikileaks Memo referenzierend, wie das von “Angela ‘Teflon’ Merkel” das der Spiegel und der Standard seinerzeit so faszinierend fanden -) - mit Äußerungen die Teil des Public Record sind.
Sachs hat seit seiner aktiven Zeit kein Insider Wissen von Vorgängen im Weißen Haus, noch behauptet er ein solches zu besitzen. Dieser Anwurf stimmt einfach nicht.
Selbst wenn Sachs davon spricht dass Obama die CIA beauftragt habe Bashar al-Assad zu stürzen, wie unlängst hier geschehen, was für unsere Befindlichkeiten ungewohnt anmutet, bezieht sich das auf den public Record. Hier die Reuters Meldung dazu.
Sachs behauptet NIE in der Ukraine Frage Insider Wissen aus dem weißen Haus zu haben, das er dann nur unter der Hand referenziert. Er macht es einfach nicht.
Im Gegeteil, Sachs verzweifelt zusehends daran, dass seine Restrukturierungsvorschläge bezüglich des Aufbaus der russischen Wirtschaft seinerzeit immer ohne Begründung abgelehnt wurden. Kein verstecktes Insider Wissen. Public Record. Und in vollkommener Übereinstimmung mit beispielsweise Applebaum (that also was one of our mistakes).
- und ist seit dem nicht mehr “Washington Insider”. Noch behauptet er jemals ein solcher zu sein.
Nun der Standard weiß es leider nicht, prüft nicht - und hetzt weil er den Kontext nicht hat. Mir geht bei soetwas einfach das Herz auf.
Die einzigen Interaktionen und “Insiderwissen aus dem weißen Haus” von denen Sachs seit dem Beginn des Ukraine Kriegs berichtet ist, dass er Warnungen an die Administration gerichtet hat doch nicht weiter zu eskalieren, und dass sie allesamt abgelehnt wurden.
Aber das weiß der Standard leider nicht - zu dumm.
Sachs will zwar mit dem Chefredakteur, oder einem anderen Redakteur des Standards reden, aber der schreit lieber öffentlich rum und degradiert persönlich und hetzt.
Der syrische Bürgerkrieg wird dann schnell mal zum “sogenannten syrischen Bürgerkrieg” -
Naja, mit Fraktionen wie Terrorgruppen mit Sponsoring aus dem angrenzenden Ausland, die angeblich populäre innenpolitische Fraktionen darstellen - fast nachvollziehbar, oder? Oder darf er das moralisch nicht tun, da dann das Argument der US eben NICHT völkerrechtswidrig eingegriffen zu haben fällt. Denn sie wurden nicht vom bestehenden Regime als Kriegspartei eingeladen.
Also darf man dieses Argument im Normalfall nicht bringen - der Standard ist auf 180.
Die Liste der Unterstützer und der ehemaligen Unterstützer von Kriegsparteien ist länger als die Liste der Kriegsparteien, von denen zwei anerkannte Terrororganisationen sind, aber Bürgerkrieg muss man schon dazu sagen. Sonst wärs ja ein proxy Krieg. Und der Eingriff der US wäre völkerrechtswidrig erfolgt.
Auch an den Truppenzahlen lässt sich ablesen - klassischer Bürgerkrieg:
*sarc*
Hier die Tagesschau 2017 zum Thema:
Syrien: Stellvertreterkrieg für immer mehr Staaten
Stellvertreterkrieg für viele Mächte
Stand: 08.04.2017 10:12 Uhr
Der syrische Bürgerkrieg hat sich zu einem Stellvertreterkrieg gewandelt. Russland und der Iran sowie die Türkei und Saudi-Arabien sind seit längerem verwickelt. Mit dem Angriff auf Assads Armee haben nun auch die USA ihre Syrien-Politik radikal geändert. Eine Übersicht: […]
Aber man muss es heute noch einen Bürgerkrieg nennen?
der russische Angriffskrieg sei ein Krieg zwischen zwei globalen Fronten.
Unglaublich der Sachs sagt nicht “Demokratien vs. Autokratien” dazu der sagt Proxy War - wie Al Jazeera. Geht ja garnicht. Ist ja nur das dominante Narrativ in 40% der Staaten dieser Welt. Zugegeben, es ignoriert das Selbstbestimmungsrecht einer Ukraine die ohne die Waffenlieferungen und die finanzielle Unterstützung aus dem vereinten Westen schon längst nicht mehr selbstbestimmungsfähig wäre.
Von den Auswirkungen der bereits jetzt schon enormen Schuldenlast für das zukünftige Staats- und Sozialsystem einer Ukraine - die um ihr Überleben kämpft, wenn sie gerade mal nicht bereits ausverhandelte Vorverträge zu Waffenstillstandsverträgen retroaktiv ablehnt - garnicht zu sprechen.
Geht ja garnicht. Dass man hier auf Al Jazeera Rational unterwegs ist! (bei 10:42 in)
Sachs spricht viel über angeblich von den USA und Großbritannien torpedierte Friedensverhandlungen im März 2022, behauptet fälschlicherweise, dass die internationale Presse darüber nie berichtet hätte
Naja, wie verliefs in Österreich? Wolf in der ZIB 2 fragt Mangott ob man das aber auch glauben soll - so elf Monate später, ohne es sich je angesehen zu haben, als es wegen Naftali Bennett noch mal hochkocht - Mangott sagt ja. Wolf schluckt sichtbar. Das wars.
ERSTEERWÄHNUNG: 09.02.2023
Keine weitere Auswirkungen auf die Berichterstattung.
Aber berichtet wurde es natürlich schon. Gut - damals begann man sich nur elf Monate nach den ursprünglichen Ereignissen öffentlich langsam von der Idee zu lösen, dass Selenskyj Friedensverhandlungen will - da war das dann nicht mehr so akut…
Und wenn man das in den Monaten März und April gewußt hat - durfte man über elf Monate in tiefstem Horror in Österreich nur Nachrichtenmeldungen lesen die das durchgehend verschwiegen haben, und nur berichtet haben, dass Selenskyj den Frieden - aber Putin nicht mit ihm verhandeln wolle. Selbst nachdem Selenskyj Verhandlungen mit Putin per Präsidentialdekret unter Strafe gestellt hat - immer noch Friedenspräsident, für weitere VIER Monate.
Die Rolle von Johnson war nur mutmaßlich relevant. exakte Belege dafür dass er die (verhandlungsbereite) Position der Ukraine mit Unterstützungszusagen eines Teils der westlichen Allianz gedreht hat ist nur eine Mutmaßung. Johnson war zu diesem Zeitpunkt der erste prominente politische Vertreter eines westlichen Allianzmitglieds in Kiew.
Possibility of talks between Zelenskyy and Putin came to a halt after Johnson’s visit - UP sources
Quote from the article: “The Russian side…was actually ready for the Zelenskyy-Putin meeting.
But two things happened, after which a member of the Ukrainian delegation, Mykhailo Podoliak, had to openly admit that it was “not the time” for the meeting of the presidents.
The first thing was the revelation of the atrocities, rapes, murders, massacres, looting, indiscriminate bombings and hundreds and thousands of other war crimes committed by Russian troops in the temporarily occupied Ukrainian territories…
The second “obstacle” to agreements with the Russians arrived in Kyiv on 9 April.” [referenziert Johnson]
Details: According Ukrainska Pravda sources close to Zelenskyy, the Prime Minister of the United Kingdom Boris Johnson, who appeared in the capital almost without warning, brought two simple messages.
The first is that Putin is a war criminal, he should be pressured, not negotiated with.
And the second is that even if Ukraine is ready to sign some agreements on guarantees with Putin, they are not.
Johnson’s position was that the collective West, which back in February had suggested Zelenskyy should surrender and flee, now felt that Putin was not really as powerful as they had previously imagined, and that here was a chance to “press him.”
Three days after Johnson left for Britain, Putin went public and said talks with Ukraine “had turned into a dead end”.
behauptet fälschlicherweise, dass die internationale Presse darüber nie berichtet hätte und vergisst aber zu erwähnen, dass zur gleichen Zeit erstmals Informationen über die Kriegsverbrechen in Butscha ans Tageslicht kommen.
Nur dass die ersten Forderungen nach schweren Waffen Lieferungen und die erste Unterstützungsaufforderung an westliche Bündnispartner bezüglich schweren Waffenlieferungen 2 bzw. 4 Tage VOR Butscha getätigt werden. Von ukrainischen Präsidentenberatern auf einem Gipfel in der Türkei und dem Atlantic Council.
Was für jemanden der gerade noch bereit war die Vorvertragsbedingungen für einen Waffenstillstand zu unterschreiben - vor Butscha, etwas deplatziert angemutet hat.
Und - gut, Kuleba gibt seinerseits bei Times Radio zu Protokoll, dass er immer schon hawkisch war und die Ukraine vom letzten Russen befreien wollte, und dass sich seine Meinung nicht erst seit Butscha gefestigt hätte - aber was bedeutet das schon.
Sachs erwähnt einfach Butscha nicht, wenn er feststellt, dass der Westen nicht über die von der Ukraine abgebrochenen Friedensverhandlungen berichtet habe - und Selenskyj der Öffentlichkeit noch für weiter elf Monate als “Friedenspräsident” verkauft hat.
Ich persönlich habe das seinerzeit nicht verkraftet.
Selbst als es offensichtlich war - und ich einfach mal mit fünf faktischen Belegen in den Kommentaren der Wiener Zeitung, dass auch die Ukraine keine Friedensverhandlung wolle, elf Monate später erstes Gehör gefunden habe - wars elf Monate zu spät.
Eine öffentliche Debatte darüber hat im Zuge der schweren Waffenlieferungen NIE stattgefunden.
Generell findet sich für russische Kriegsverbrechen in seiner Rede kein Platz, dafür aber für den Wunsch mit dem Chefredakteur des STANDARD zu sprechen. Er habe was zu klären, auch oder gerade weil DERSTANDARD der Veranstaltung im Vorfeld Propagandaverdacht nahelegte.
UN Diplomat will nicht auf die moralisierende Argumentationsebene runter und möchte mit den Medien sprechen, die Ihn offen verleugnet haben und weiter gegen ihn hetzen?
Kann ja nicht sein, oder?
Na auf keinen Fall!
Diese Gesellschaft ist das…
edit: In den Standard Kommentaren wird jetzt der tiefe Fall von Sachs zelebriert - von Alpbach über ein “wahnsinniges Kurier Interview” hin zum Putin Propagandisten…
Moment, dieses wahnsinnige Kurier Interview kannte ich noch garnicht…
Aber Moment, bevor ichs lese - lese ich doch lieber die Kritik von Pelinka an dem Interview (Liebe Grüße an meine ehemalige Psychotherapeutin, die mir zu dem Zeitpunkt geraten hat beim selben Institut für Friedensforschung anzudocken, bei dem auch Pelinka Mitglied ist, weil sie dort eine Freundin habe. Ich werds nie vergessen.). Im Kurier:
Aus einer informellen, nie schriftlich fixierten Zusage des damaligen deutschen Außenministers an Michail Gorbatschow, den Präsidenten der damals noch existierenden Sowjetunion, die NATO werde sich nach der deutschen Einigung nicht nach „Osten“ erweitern, wird ein russisches Opfernarrativ abgeleitet.
Es war nicht eine informelle Zusage, es waren dutzende. Informell blieben sie trotzdem.
Viele der britischen “appeaser” (besser wohl “Hitler-Versteher”) – darunter viele christlich motivierte Pazifistinnen und Pazifisten – wollten auch noch nach dem deutschen Kriegsbeginn Polen nicht zu Hilfe kommen, denn dann hätte man doch den Krieg verlängert. Mit den gleichen Argumenten soll die Ukraine daran gehindert werden, sich wirksam zu verteidigen. Nach der ČSR folgte 1939 Polen. Und was folgt 2022? Moldau und Georgien, wo in sezessionistischen Regionen bereits russische Truppen bereitstehen? Oder die baltischen Republiken? Die freilich sind durch ihre Nato-Mitgliedschaft geschützt. Daraus ziehen Finnland und Schweden bereits eine Lehre, der sich Österreich (noch?) verweigert.
Dass Wladimir Putin den Krieg nicht gewinnen darf, liegt nicht nur im Interesse der Ukraine. Ein militärischer Erfolg des russischen Diktators, der sich bereits den Weg in Richtung einer lebenslangen Präsidentschaft geebnet hat, wäre ein Freibrief für weitere Aggressionen. Und von diesen wäre Europa insgesamt betroffen – und damit der Weltfriede.
so Friedensforscher Anton Pelinka am 10. Mai 2022
Gut dass der jetzt als Wertungsinstanz herangezogen wird aufzuklären, welches Sachs Interview im Kurier “wahnsinnig” war.
Das nämlich das der Friedensforscher selbst nicht korrekt wiedergibt.
Aber wir habens ja - in Österreich kennt jeder jeden.
edit: Nach dem der Krieg vorbei ist wird der Presseclub Concordia aber garantiert die Performance des Österreichischen Journalismus evaluieren.
Für die die die “Verschwörungstheorien” von Sachs auseinandergenommen sehen wollen.
Hier die Fact Check snippets:
So you think what happened in 2014 was a coup?
It was a coup, of course. It was an unconstitutional seizure of power when very violent groups, well armed, stormed the government buildings in February, 2014. [Protesters, angered by Yanukovych’s rejection of a trade agreement with the European Union, were killed by security forces after trying to occupy parts of Kyiv; afterward, Yanukovych was isolated politically and fled to Russia with the assistance of the Kremlin. I asked Sachs over e-mail for a source for his claim about the role played by the U.S. He responded, “It is public knowledge that the National Endowment for Democracy and US NGOs spent heavily in Ukraine to support the Maidan. I have first-hand knowledge of that spending.” The N.E.D. told The New Yorker that it provides funding to civil-society groups but “does not provide funding to support protests.”]
Sachs erzählt die Geschichte wie folgt:
Er wurde von Jazenjuk eingeladen um über die weitere ökonomische Entwicklung der Ukraine nach 2014 zu sprechen, kommt nach Kiew, kommt in Kontakt mit einem NGO Mitarbeiter, der ihn in Kiew rumführt (der Name der NGO wird im anderen Interviews nicht genannt), und der Mitarbeiter der USNGO beginnt ihm zu erzählen wofür die NGO überall Geld ausgegeben hat. Sachs flipped, kommt damit nicht zurecht, da es nach seinem Empfinden nicht anders zu interpretieren gewesen sei, als dass ihm hier Details eines US finanzierten coups erläutert wurden. Quote: “dont tell me that stuff!”.
Let me just go back to 2008. I understand what happened at the Bucharest summit. My point is that fourteen years later Ukraine was no closer to actually joining nato.
That’s not correct. That’s not correct, Isaac. At all. The fact of the matter is that, after the overthrow of Yanukovych, a series of governments in both Ukraine and the U.S. have heavily armed Ukraine, heavily modernized Ukraine’s Army, poured in many billions of dollars of armaments, and this is what made it possible for Ukraine to resist the Russian invasion in February, 2022.
You’re saying once the country was invaded?
No, no, no, no. Starting in 2014. This is important.
Once Crimea had been invaded, you are saying?
This is perhaps one of the things that needs more investigation by the likes of you and your colleagues, to look into the events around the Maidan. This was an overthrow of a government that replaced a government that was calling for neutrality—
Neutrality?
Yes, the Yanukovych government. [Yanukovych wanted a closer alliance with Russia; it was recently reported that Putin planned to use Yanukovych to help install a puppet regime after the 2022 invasion.]
Der Kontext quote ist tendenziös.
Hier im Detail:
One of Zelenskyy’s early moves was to curb the influence of Viktor Medvedchuk, a close friend of Putin’s who headed the largest opposition party in parliament. Whereas former president Petro Poroshenko had used Medvedchuk as a crucial go-between with Moscow, Zelenskyy’s team sought other intermediaries in the belief that his influence on Putin had begun to wane.
But as Putin began drawing up plans for a possible invasion, Medvedchuk insisted that Ukrainians would greet Russia’s forces with open arms.
One part of the plan involved Viktor Yanukovych, a former president who has been in Russian exile since fleeing the 2014 revolution against him. He was to deliver a video message conferring legitimacy on Medvedchuk — and anointing him to rule Ukraine with Russia’s backing.
Tendenziös - da das nach der Flucht von Yanukovych abläuft. (Zu dem Zeitpunkt eine Puppe Moskaus.) Es ist kein Widerspruch zu der Aussage dass Russland eine neutrale (aber beeinflussbare (im Sinne einer grey-zone) Ukraine) wollte. Vor 2014.
Eine tendenziöse, korruptionsgeprägte Neutralität, aber ja Neutralität.
Let me just say a word about Syria. The United States destabilized Syria and, in early 2012, there was the possibility of a peace agreement. One country stood in the way of the peace agreement. That was the United States.
Wait, sorry, Bashar al-Assad was willing to make peace, but the U.S. would not let him, essentially?
The U.S. insisted that Bashar al-Assad must go for there to be peace. The other participants in the negotiation said that a political process could end this, but not starting on the first day with U.S.-backed regime change. [When asked in an e-mail whether he had a source for the claim that the U.S. was the lone country opposing a peace agreement, Sachs told The New Yorker, “I have first-hand knowledge of the US blocking the peace agreement in Syria from the highest international sources.”]
Das erste Mal dass von Sachs Quellen nicht offen genannt werden. Quellenschutz ist interpretierbar.
Und das wars - keine weiteren Aussagen die der New Yorker fact checken musste --
also wie stellt man ihn jetzt in die Verschwörungstheorie Ecke?
Ganz klar - Schuld durch Assoziation.
In 2020, shortly after covid began spreading across the world, I talked to him for The New Yorker about the pandemic’s economic impact and how Trump was handling the emergency; more recently, he appeared as a guest on the podcast of Robert F. Kennedy, Jr., who has become one of the most prominent anti-vaccine activists and conspiracy theorists in the country.
Ich frage mich gerade wer Sachs Medienauftritte bucht…
edit:
Outro:
When it comes to Ukraine, what is so horrifying for me is that this war, even considering the multiple facts I’ve laid out that were the predicate to this war, could have been avoided at the end of 2021. President Putin put on the table three demands: no nato enlargement, Crimea remaining part of Russia, and the Minsk II agreements being implemented. The United States refused.
Do you still think, in hindsight, that Putin was being sincere here?
I think that one could have created an enforceable agreement around those points. Sincerity is a strange idea in this. It’s not a matter of sincerity; it’s a matter of finding an agreement and then the modalities to enforce the agreement, including, of course, withdrawal of forces from borders, demilitarization, peacekeeping operations, monitors, other steps.
edit: Das Outro des New Yorker Artikels ist ebenfalls unsauber:
I would just end with one final question. Do you feel that you’ve changed in any way? I was listening to you on Robert F. Kennedy, Jr.,’s podcast talking about how excited you were to read his book, and I thought, Is this the same Jeff Sachs I’ve been reading for twenty years?
I’ll say the following: Thirty-four years ago, I was inspired by President Gorbachev’s vision of a peaceful world and of a common European home. I still believe that is our goal. I believe it is what[…]
“And you were talking about how excited you were to read his book.”
Background Robert F. Kennedy, Jr. - bekam als anti-vaccine Aktivist diverse social media bans, die mittlerweile aufgrund von teilweise - ehm interessanten Gründen (Instagram lifts ban on anti-vaccine activist Robert F. Kennedy Jr. after launch of presidential bid) wieder augehoben werden, Musk hat vor sechs Tagen damit gespielt zu überlegen ein Interview mit ihm auf Twitter spaces zu veröffentlichen (Reuters: click) -- also red flags überall.
Aber “And you were talking about how excited you were to read his book.” ist inhaltlich nicht angemessen.
Die Aussage fällt in der letzten Minute des Interviews, nach zweimaligem direkten “Druck” des Anti-Vaccer Aktivisten Sachs möge doch sein Buch unbedingt lesen, er wäre so interessiert an seiner Meinung. Sachs reagiert sozial angemessen, auf widerholtes self depricating, nein - das sei doch kein Umstand, und ja er werde es lesen, er freue sich darauf. Direkt danach überhastete Verabschiedung.
“And you were talking about how excited you were to read his book.”
impliziert etwas komplett anderes. Das als Outro Frage bei einem Interview über die Ukraine zu stellen ist nicht sauber.
Und titelt pflichtgemäß Beweise - mit Fragezeichen im Aufmacher.
Sie tun sich so schwer damit eine ukrainische Bestätigung dafür zu bekommen. Da können sies dann ja nicht wissen. Unabhängige Experten fragen?
Shaping Operationen ist das Schlagwort - falls das in der Redaktion auch noch nicht angekommen ist.
Kostiantyn Vaschenko, State Secretary of the Ministry of Defence of Ukraine am 30. Mai:
Moderator: Minister can I start with you and if you’ll forgive me - has the counter offensive started?
Minister: It’s a popular question - last time and I would say that counter offensive or it would be more correct to say offensive, Ukrainian offensive, is going to be started very soon, sooner than you think.
Moderator: Sooner than…
Minister: We are ready, we’re ready for that.
Moderator: So is this is this a psychological operation, you’re keeping the Russians and the rest of us on our toes - I mean I say it in jest but they must be worried.
Minister: I think in several days.
bei 2min in.
Unglaublich eigentlich was du als Journalist heute leisten mußt. Nichts wissen, nichts prüfen. Propaganda ungefiltert abschreiben. Danach ein bisschen auf “wir wissen eh nichts genaues” korrigieren. Als phoenix ein falsches Video in der Berichterstattung featuren. Dann noch hetzen…
Dass sich das an einem Arbeitstag noch alles ausgeht!
Telefonmitschnitt soll Russlands Schuld beweisen
Ukrainischer Geheimdienst legt Tonaufnahme zu Sabotage vor. Laut Seismologen führten Explosionen zum Dammbruch.
vom 09.06.2023, 18:42 Uhr | Update: 09.06.2023, 23:43 Uhr
Im Streit darum, wer nun schuld ist am Bruch des Kachowka-Staudamms, der zu weiträumigen Überflutungen geführt hat, vor denen tausende Menschen aus den betroffenen Gebieten am Fluss Dnipro fliehen mussten, sieht nun der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU Russlands Verantwortung erwiesen. Er teilte am Freitag mit, er habe ein Telefonat russischer Truppen mitgeschnitten, das belege, dass russische Saboteure das Wasserkraftwerk und den Staudamm in der südukrainischen Oblast Cherson gesprengt hätten.
In der eineinhalb Minuten dauernden Aufnahme sprechen zwei Männer auf Russisch offenbar über die Folgen des geborstenen Damms. “Sie (die Ukrainer) haben ihn nicht getroffen. Das war unsere Sabotagegruppe”, sagt einer der beiden. Er wird vom SBU als russischer Soldat beschrieben. Man habe Schrecken verbreiten wollen. “Es lief nicht nach Plan, und sie haben mehr getan, als sie geplant hatten.” Der Mann fügt auch hinzu, dass tausende Tiere in einem Safaripark flussabwärts verendet seien. Der andere Gesprächsteilnehmer zeigt sich überrascht über die Darstellung, dass russische Truppen das Wasserkraftwerk und den Damm zerstört haben sollen.
Gut das vorgelegte Gespräch ist jetzt 1:30, damit man da ganz viel Kontext mitnehmen kann, wer da spricht - Russen nämlich. Denn es wird von der ukrainischen Seite auch nicht bekanntgegeben - wer spricht.
Damit wär jetzt auch alles geklärt, der Journalismus kann seine Arbeit einstellen. Indizienbeweise und ein ein Geständnis. Das wars.
Reuters reported that the agency did not offer further details of the conversation or its participants. It said it had opened a criminal investigation into war crimes and ‘ecocide’.
Die Stärke der Explosion lag zwischen “1 und 2”, so Norsar, der noch keine Berechnungen in Tonnen TNT angestellt hat, da diese viele Faktoren berücksichtigen müssen.
Diese Meldung, die der Explosion keinen Ursprung zuordnet, bestärkt die Annahme, dass der Staudamm unter russischer Kontrolle nicht aufgrund von Schäden durch Bombenangriffe in den vorangegangenen Monaten gebrochen ist.
In kg TNT haben wirs mal lieber noch nicht berechnet - denn viele Faktoren…
Wie wars denn damals bei Nordstream?
“Mit 300 bis 400 Kilogramm C4-Sprengstoff dürfte man pro Sprengung auf der sicheren Seite sein”, sagt David Domjahn, Lehrbeauftragter für Sprengtechnik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
Die Richterskala ist die am meisten verwendete Skala zur Messung von Erdbebenstärken. Diese ist eine logarithmische Skala, bei der jede Stufe die zehnfache Stärke (Magnitude) der vorigen hat. Ein Erdbeben der Stärke 7,5 ist also 10 mal so stark wie eines der Stärke 6,5.
Also suchen wir uns einen Rechner und klöppeln wir mal Richter Skala 2.2 (see: click) und Richter Skala 1.5 rein. Stellt sich raus 1.5 ist 5 mal weniger stark.
350/5 = 70kg
Sagen wir die Erdbebenstärke lag bei 1.4 und nicht 1.5. Schon ist der Faktor 6.3.
350/6.3 = 55kg
Einfach nur mal so überschlagsmäßig, ohne zu wissen, was die “mehrere(n) Faktoren” sind, die sonst noch so zu berücksichtigen wären.
Also da ist noch mal ein Faktor 0,6 mit Chloratsprengstoffen drinnen.
Rechnen wir uns mal die Situation passend: 55-60% = 22
22kg? Das hätten die Ukrainer nie zusammengebracht! Ohne die zu berücksichtigenden “vielen Faktoren” zu kennen. Von denen einer laut Standard war, dass Anrainer ja keine Explosionen gesehen oder gehört (die seismische Struktur bestätigt eine Explosion), aber ein Erdbeben gespürt hätten.
Laut den Bildern ist aber eine Sprengung weiter oben am Damm wahrscheinlich (?). Und damit fehlt möglicherweise irgendwo noch die ein oder andere 10er Potenz. Warum sprengen die Russen den Damm eigentlich weiter oben? Um 10 mal so viel Sprengstoff zu brauchen?
Nordstream, btw -
Die erste Detonation, gemessen um 2.03 Uhr, hatte einen Wert von 2,2 auf der Richterskala, eine zweite um 19.03 Uhr einen Wert von 2,1
Bei 350kg C4 Equivalent für eine Explosion bedeutet das 700kg Sprengstoff gesamt, mit Faktor 0.6 für Plastiksprengstoff sind das 280kg auf einer Segeljacht. Bei 2 Tauchern. An zwei Stellen 80km entfernt.
Das war sicher die Ukraine, sowas können die. Unentdeckt.
edit: Kontext - der Füllstand war vor zwei Tagen erst um ein Drittel gesunken, die Sprengung fand also vermutlich im oberen Drittel des Staudamms statt (?).
Nach der Zerstörung des Kachowka-Damms im Kriegsgebiet Cherson im Süden der Ukraine sinkt der Wasserstand im Stausee weiter. Seit der Katastrophe am Dienstag sei der Stand um fast fünf Meter auf 11,7 Meter Stand Freitagmorgen gesunken, teilte der staatliche Wasserkraftwerksbetreiber Ukrhydroenergo in Kiew mit. Das Wasser sinke um etwa einen Meter innerhalb von 24 Stunden.
Das Staatsunternehmen wies auch darauf hin, dass die bisher nicht komplett eingestürzte Staumauer weiter berste. Ziel sei es nun, in den oberhalb der Kachowka-Station gelegenen Stauseen das Wasser des Dnipro zu stauen, um Reserven für den Sommer zu haben.
Damit sind wir also bei der “die Russen haben sich den Damm versehentlich weggesprengt” Theorie, da er ja noch nicht zur Gänze geborsten ist. Aber wohl noch weiter ausläuft. Dh. sich die Explosion im oberen Drittel ereignet hat (?).
Was wenn es eine Tauchoperation war? Höhe des Absperrwerks: 37m, laut Altimetry data zu 17m gefüllt, Sprengung im oberen Drittel, dh 11m über der Erde, wasserseitig. Dh. dahinter darüber und darunter Wasser, davor Beton. Jetzt rechne das mal jemand durch - welches TNT-Equivalent ist hier notwendig um ein Erdbeben der Stärke 1.5 auf der Richterskala auszulösen?
Könnte Journalismus ja mal leisten. Also da nachzufragen. Ha - ha, der war gut. Ja.
this is actually revolutionary stuff, and think about setting up the losers funds also.
And that something in return is called china in the outro also is bliss.
edit:
Stiglitz sprichts aus:
Nun aber gehen die USA sehr viel offener damit um, dass sie den Wettbewerb manipulieren, und Europa steht kurz davor, dasselbe zu tun.
Die Biden-Regierung behauptet, sie stünde weiterhin zur Welthandelsorganisation (WTO) “und den gemeinsamen Werten, auf denen sie basiert: fairem Wettbewerb, Offenheit, Transparenz und Rechtstreue”. Doch diese Worte klingen hohl. Die USA blockieren noch immer die Ernennung neuer Schlichter in das Schiedsgremium der WTO und stellen auf diese Weise sicher, dass gegen sie keine Klage wegen Verstößen gegen die internationalen Handelsregeln eingereicht werden kann.
Natürlich hat die WTO eine Menge Probleme; ich selbst weise seit Jahren auf viele davon hin. Doch es waren die USA, die die aktuellen Regeln in der Hochphase des Neoliberalismus am stärksten geformt haben. Was bedeutet es, wenn das Land, das die Regeln gemacht hat, sich von ihnen abwendet, sobald das zweckdienlich ist? Was für eine Art von “Rechtstreue” ist das?
Mit ihren industriepolitischen Maßnahmen gestehen die USA und Europa offen ein, dass die Regeln neu geschrieben werden müssen. Aber das wird Zeit erfordern. Um sicherzustellen, dass die Länder niedrigen und mittleren Einkommens in der Zwischenzeit nicht zunehmend (und zu Recht) verbittert werden, sollten die westlichen Regierungen einen Technologiefonds ins Leben rufen, um anderen zu helfen, in ihren Ländern entsprechende Ausgaben zu tätigen. Das würde die Chancengleichheit zumindest etwas erhöhen und jene Art globaler Solidarität fördern, die wir brauchen, um die Klimakrise und andere globale Herausforderungen zu bekämpfen. (Joseph E. Stiglitz, Übersetzung: Jan Doolan, Copyright: Project Syndicate, 8.6.2023)
Die vorgeblichen Friedensfreundinnen und -freunde, einige davon höchst prominent, wollen nicht aufgeben. Eben erst - und reichlich spät - vom geplanten Gastgeber ÖGB ausgeladen, wollen die Organisatoren des umstrittenen Wiener Ukraine-„Friedensgipfels“ ihre Debatten notfalls in einem Park führen, wie sie am Donnerstag erklärten.
Man lasse sich „nicht am Reden hindern, selbst wenn wir die Konferenz in einen öffentlichen Park verlegen müssten“, teilten Gerhard Kofler und Reiner Braun in einer Aussendung mit.
Der Gewerkschaftsbund, in dessen Räumlichkeiten die Veranstaltung hatte stattfinden sollen, zog zurück, nachdem bekanntgeworden war, dass Stargast Jeffrey Sachs in der Sendung des russischen Chefpropagandisten Wladimir Solowjew aufgetreten war. Die Absage des ÖGB folgte auf Kritik des ukrainischen Botschafters Wassyl Chymynez. Zudem fände sich in den vorab bekanntgewordenen Forderungen der Konferenz nicht die Aufforderung an Russland, seinen völkerrechtswidrigen Einmarsch zu revidieren. Die globalisierungskritische NGO Attac hatte den Organisatoren zuvor ihre Unterstützung entzogen.
- also das schnell noch mit “beziehungsweise nachgewiesen” im Nebensatz platzieren.
Und dann erst mal auf einen schönen Kafee als Absacker nach der Mittagspause.
Und der ÖGB war ja eigentlich eh schon viel zu spät dran. Weil wie seh das denn aus? In Österreich!
Einfach nur mal so zur Plausibilitätsprüfung:
Google Resultate:
“Jeffrey Sachs” “Kremlin connections”: 6
“Jeffrey Sachs” “Russia connections”: 37
“Jeffrey Sachs” “fifth column”: 3970 (davon die ersten zehn Seiten vor allem Podcasts die den Begriff toll finden nichts im Zusammehang) - erster Diskussionsbeitrag: Folgendes reddit posting mit 45 Kommentaren: click
“Jeffrey Sachs”: 1.140.000
“Jeffrey Sachs” “Columbia”: 401.000
“Jeffrey Sachs” “Connections to Russia”: 1860
Keine anklagendes Posting auf den ersten 5 Seiten, sondern countries with connections to Russia - die als Suchergebnis rausfallen.
“Jeffrey Sachs” “connections to the Kremlin”: 6
Darunter ein Guardian Artikel der Sachs Position 1993 stützt: click
Wie wehrt man sich heute eigentlich gegen Verleumdung?
Zuhören darf man ihm auch nicht mehr:
Glen Greenwald hätte ihn kürzlich interviewt - aber der ist ja auch ein Russlandfreund…
Und dann bereits zwei Standard Artikel über das Wiener “Friedenstreffen”.
Aber es wird klar woher die Anwerfungen kommen.
Sachs also went on genocide promotor & Putin propagandist Solovyov’s show today. More Russian war crimes against Ukrainian civilians just make him and his ilk double-down on how it’s all the fault of NATO, US, etc. Sachs & Tucker, united in defense of the Kremlin. https://t.co/K6nSbDkTAG
Garry Kasparov. am 13. Dezember 2022 - 163 Retweets.
Kasparov ist der den man bei Amanpour einen Tag nach Kriegsbeginn folgendes fragt - weil man ja so sehr an seiner militärischen Expertise interessiert ist:
Also bekommt man dann folgenden Twitterkommentar:
He and his ilk are just doubling down! Rage!
Davor gabs keine. Anfeindung. Also erst im Zuge dieses Krieges wurde Sachs zum Kreml Propagandisten.
(Sieht man unter anderem auch daran, dass er genau zu dem Zeitpunkt plötzlich seine Artikel nicht mehr publiziert bekam (davor meistpublizierter Autor bei Project Syndicate), Darling der Klimabewegung in Alpbach 2017:
https://www.youtube.com/watch?v=jG7cWPEEnC8 )
Ein Tag zuvor 12. Dezember 2022:
Jeffrey Sachs joining Orbán for a photo op is exactly what we should expect out of the former star professor. After building an impressive resume in development, he’s become authoritarians’ secret weapon in Western media. More here⬇️https://t.co/RIqsejtRwXhttps://t.co/WNv1rATf4a
36 Retweets, nachdem Kasparov es gefeatured hatte.
Sachs wird instrumentalisiert.
“Jeffrey Sachs” “Solovyov”: 5420
(Also halb so viele wie zu “Jeffrey Sachs” “Propagandist” - wobei Propagandist laut ngram im Verhältnis zu Solovyov der 3.4 mal häufigere Begriff ist. Also falls man das korrelieren kann (selbe Schnittmenge, Normalverteilung angenommen) spricht das dafür, dass Sachs vor allem für die Auftritte bei Solovyov (btw. wer immer das auch ist - ich hab keinen Tau) kritisiert wird.)
Open letter von voxukraine.org als erstes Suchergebnis. Danach nichts gehaltvolles mehr - auf der zweiten Seite bereits wieder der selbe Artikel mit 45 Kommentaren auf reddit.
Auf der ersten Seite bereits wieder der Standard mit seinen Artikeln gegen die “Friedenskonferenz”.
Ebenfalls auf der zweiten Seite, ein “prress.com” Artikel von einem Autor der in einen von Putins amerikanischen Cheerleadern nennt, aber sonst mehr so über den “Kannibalen von Kobe” schreibt. Also erstklassiges journalistisches Material…
Dann - substantiell, Jänner 2023 - The Atlantic:
Vladimir Putin complained that “NATO countries are making aggressive statements about our country” and warned that, as a result, Russia’s nuclear forces would be moved to “a special regime of combat duty.” No apparent change in operational readiness followed that warning. But in state-controlled news media, the almost-daily threats to use nuclear weapons have become central to Russian propaganda, seeking to inspire fear in NATO countries, discourage NATO forces from entering the war, and limit the supply of military assistance to Ukraine.
This Russian propaganda has been amplified and endorsed by an unusual assortment of people in the United States, including the Fox News commentator Tucker Carlson, Representative Marjorie Taylor Greene, the Democratic Socialists of America, and the Columbia University economist Jeffrey Sachs. The propaganda absolves Russia, blames the United States for the war, and has four main tenets: first, that a long-standing American effort to bring Ukraine into NATO poses a grave threat to Russian security. Second, that American shipments of weapons to Ukraine have prolonged the fighting and caused needless suffering among civilians. Third, that American support for Ukraine is just a pretext for seeking the destruction of Russia. And, finally, that American policies could soon prove responsible for causing an all-out nuclear war.
- Der “longstanding Effort” der US die Ukraine an die Nato heranzuführen, darf nicht als Bedrohung russischer Sicherheitsinteressen ausgelegt werden.
- Dass amerikanische Waffen den Krieg verlängern und auch zu mehr zivilen Opfern führen, darf nicht reflektiert werden. (Wird in einer Friedensbewegung schwer werden - also, keine Friedensbewegungen mehr…)
- Dass die amerikanische Unterstützung der Ukraine dazu ausgelegt ist ein Pretext für die Abnutzung Russischer militärischer Kapazitäten zu sein, darf man nicht sagen - wobei selbst Reisner mit Handgeste immer erklärt, die US würden immer genausoviele Waffen liefern, wie es brauche um das Kräftegleichgewicht auf dem Schlachtfeld wieder herzustellen um “Russland ein Zeichen zu geben, dass es sich nicht lohne weiterzumachen”.
Also dann später, wenn vor allem in Russland Ermüdungserscheinungen, oder Support- oder Rekrutierungsprobleme auftreten?!
- Dass ein nuklearer Krieg möglich wäre - und kurz bevor stünde. In dem Fall muss man sagen, stimmt - so legt es Sachs aus. Wie einige ins einem Alter die die Kubakrise durchlebt haben.
Geht ja garnicht!
Denn -
Those arguments are based on lies. They are being spread to justify Russia’s unprecedented use of nuclear blackmail to seize territory from a neighboring state.
Wirklich?
Ich bin kein Freund des letzten Arguments - aber ---
der Autor zumindest davon es (das letzte Argument) zu widerlegen. Die nächsten 10 Absätze nur darüber - dann weiter zum Nato-Erweiterungs-Argument:
The reductions in NATO’s conventional forces since the end of the Cold War have been even more dramatic. In 1990, the United States had about 5,000 tanks based in Germany. Today it has none. The last 22 American tanks were withdrawn from Germany in 2013. The German army had more than 7,000 tanks at the end of the Cold War; today it has about 225—hardly a fearsome invading force. (Russia has already lost perhaps 10 times that number of tanks in Ukraine.) Although the Baltic States are members of NATO, Latvia, Lithuania, and Estonia pose even less of a threat to Russia. Their armies don’t possess a single tank
Artikel verfasst von Eric Schlosser, einem “contributing Writer” of The Atlantic - mit einem Artikel alle zwei jahre - und einer Expertise in Fast food industry, Health food und 1998 dem Prision-Industrial Complex in the US.
Also glauben wir ihm mal - und hatte Macron mit die Nato ist hirntot doch recht?! Nein? Doch?
War der Abbau der Verteidigungsfähigkeit der Nato kein Vermächtnis der EU, sondern eines der Nato?
NATO countries have not been secretly plotting for decades to invade and destroy Russia. On the contrary, they have provided Russia with trillions of dollars in direct investment, technology transfers, and payments for oil, gas, and other natural resources.
Unglaublich was die Nato alles geleistet hat - bilaterale Handelsabkommen mit Deutschland.
Danach gehts im Argument von Schlosser wieder in Richtung Nuklearwaffen.
Ist ja alles schön und toll, aber das Argument von Sachs an der Stelle lautet - die Intention früher oder später, wäre es gewesen Russland den Schwarzmeerzugang zu nehmen. Wodurch es die Machtprojektionsfähigkeit in den globalen Süden verliert. Durch den Verlust von Sewastopol.
Und damit auch den Regionalmachtsstatus.
Die Nato Erweiterung Richtung Georgien und Ukraine wäre dabei der letzte Akt (Turkey, Bulgaria, Romania, Ukraine, Russia and Georgia.) gewesen.
Das war für Russland seit je her eine rote Linie.
Oder hier bei -
Hanno Pevkur, Minister of Defence of the Republic of Estonia vor neun Tagen:
“What Russia wants to achieve, the political goals, let’s be honest - and they, these political goals of Russia have never changed, they want to have a grey-zone between Russia and NATO, they want to have a control over this grey-zone and this is what they want to achieve. And they want to have some “security guarantees” for themselves, sorry this is not the Free World and this is what Ukraine is fighting for at the moment, that they are fighting for - the Free World and rule-based world and this is why we support Ukraine so this is obvious and then this is why we can never accept this approach of Russia, looking at international law.”
src:
(bei 43:50 in)
Und auch wenn die Natotruppenpräsenz in der Ukraine ggf. kein unmittelbares Problem für Russland dargestellt hätte - die Demographie ist bereits in Stein gemeiselt - Russland wäre auf dem Papier, ohne Sicherheitskooperationsabkommen mit den US (Dezember 2021) in 20 Jahren in jedem Fall nicht mehr verteidigungsfähig gewesen.
Auch wenn der Angriff nie kommen hätte müssen.
Also führt es jetzt einen Angriffskrieg “um sein Überleben” - wird man doch schon mal gehört haben. Ich glaube es gibt keinen Experten der der russischen Seite diese “Diktion” - also dieses Framing in Abrede stellt.
Weil es passt ja so gut zu allen anderen Narrativen.
Und deshalb bleiben wir so lange dabei, bis Regime change möglich ist.
Was nur über Abnützung funktioniert. Oder durch einen schnellen Verlust der Krim - oder einen ähnlich einschneidenden Erfolg der Ukraine. Nicht Über einen schnellen Sieg. Da könnte Russland sich dann ja gezwungen sehen andere Waffen einzusetzen, das will niemand. Sich dann wieder temporär zurückziehen, und dann wieder angreifen.
Sagt Selenskyj doch dauernd. Das geht nur über eine langfristige Abnutzung der russischen Rüstungskapazität, oder durch Regimechange. Die aber beide auch Hand in Hand gehen.
Also entweder man argumentiert mit Demokratie und Werteordnung und einer Fortsetzung der demokratischen Rechtsordnung - ODER man hält Panels über Regimechangemöglichkeiten ab - oder? Oder doch beides?
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