Autorenarchiv

Toy Story 3 (2010)

05. August 2010

https://www.youtube.com/watch?v=TNMpa5yBf5o

Pixar, aber trotz­dem uner­war­tet. Bereits der Vor­film ist den Preis der Kino­kar­te wert.  3D wer­tet für mich allei­ne kei­nen Film auf. Dazu habe ich bereits zu vie­le schlech­te Umset­zun­gen gese­hen. Wenn 3D dezent ein­ge­setzt wird, dann raubt das einer Pro­duk­ti­on bei­na­he die Legi­ti­mi­tät, da jeder auf „den“ Effekt eine Hand­breit vor sei­nem Gesicht war­tet, und er nicht kommt. Toy Sto­ry 3 ist ein Bei­spiel in die­ser Kate­go­rie, der Vor­film ist es nicht. Ich habe sel­ten einen so cle­ve­ren Ein­satz von 3D Effek­ten im Zusam­men­spiel mit Mini­ma­lis­mus, hand­lungs­tra­gen­den Sound­ef­fek­ten, und dem Wech­sel­spiel zwi­schen Vor­der­grund und Hin­ter­grund gese­hen. Und Toy Sto­ry 3 bleibt in sei­ner Qua­li­tät in nichts hin­ter dem Vor­film zurück. Am Ende des Films steht wie bei so vie­len Pixar Fil­men das Herz groß im Vor­der­grund, der Film nimmt mit und er bewegt. Was ihn beson­ders wer­den lässt sind die Cha­rak­te­re, und an die­ser Stel­le nicht nur die bereits altern­den, aber um nichts schlech­ter aus­se­hen­den Hel­den der vor­her­ge­hen­den Tei­le, son­dern auch die neu­en Spiel­zeu­ge, die alle­samt auf einem Kli­schee auf­bau­en, das so tief in ihrer Sub­kul­tur ver­floch­ten ist, dass man hier bereits von Arche­ty­pen spre­chen kann. Und es ist die Detail­ver­liebt­heit in die­sen Sze­nen die jeden Estab­li­shing Shot eines Cha­rak­ters (Rie­sen­ba­by, Tromm­le­raf­fe, trau­ri­ger Clown) zu etwas beson­de­rem wer­den las­sen, ohne dass er als künst­lich aus der Film­kom­po­si­ti­on her­aus­tritt. Sto­ry­tel­ling auf meh­re­ren Ebe­nen. Für die Klei­nen ist es ein Aben­teu­er mit unge­wis­sem Aus­gang, für die etwas grö­ße­ren eine Geschich­te über das Erwach­sen­wer­den. Aber es ist nicht nur dass was am Ende vom Film bei einem bleibt – es ist auch und vor allem die Qua­li­tät die der Film in sich trägt und der ihm an einer Stel­le bei­na­he zum Ver­häng­nis wird. Die Sze­na­ri­en wer­den so per­fekt auf­ge­baut, dass es fast ein wenig etwas von Iden­ti­tätsk­rie­se bekommt, wenn etwas im Geschichts­ver­lauf doch nicht so ist, wie es zu Beginn den Anschein hat – allei­ne der Schein ist der­art überzeugend…

8/10

Predators (2010)

18. Juli 2010

Hab mich im Film gut unter­hal­ten. Ich bin gemein­sam mit einem ande­ren Film­buff in Rei­he 4 geses­sen, und wir haben wäh­rend dem Film frei raus Plot­points gera­ten. Mein Schnitt war dies­mal wie­der ganz gut (drei Plot­points (inkl. des ers­ten Twists) voll getrof­fen, nach dem Tod des Mexi­ka­ners alle wei­te­ren Todes­fäl­le in der rich­ti­gen Rei­hen­fol­ge vor­her­ge­sagt (auch wie sie ange­legt sind)… )

Was soll man zum Film auch groß­ar­tig sagen. Fan­ser­vice ist da, wenn auch ein wenig zu plump um cool zu sein. Plot ist soli­de, Effek­te sind leicht tra­shig - ein ach­zi­ger Jah­re Film im Jahr 2010. Sowas geht nur mit einem klei­ne­ren Bud­get. Die Schau­spie­ler sind alle recht gut gecas­tet (auch Haupt­dar­stel­ler und Love Inte­rest (bes­se­re Lati­na als in Ava­tar)). Adri­an Bro­dy ist über wei­te Stre­cken des Films wirk­lich gut. Wenn man sich nicht an den One­li­nern stößt. Aber ich fand die eher char­mant. Die Pre­d­a­to­ren waren viel­leicht etwas Cheap - und das Ende.. Ja. Das Fina­le war grau­sam schlecht. Mit dem Bro­dy kann man eben nur soweit gehen. Das war kein Fan­ser­vice mehr, das war peinlich.

Aber so vie­le Action Kra­cher im 80er Jah­re Stil bekommt man heu­te sowie­so nicht mehr zu sehen, also wie­so sich beschweren?

Gute

3.5/10

Sax will save the world - Fear the neonfiddle!

07. Juni 2010

The true mea­ning of epicness.

… hat mitt­ler­wei­le einen kno­wy­our­meme Ein­trag. 🙂

Robin Hood (2010)

23. Mai 2010

Das erst Drit­tel ist kurz­wei­lig (toll auch zu sehen, welch unglaub­lich krea­ti­ver Stel­len­wert Bogen­schüt­zen bei der Erstür­mung einer Burg zukom­men kann.. 😉 ), abge­se­hen davon ist die Cha­rak­ter­be­set­zung top, also wirk­lich top -notch, ich habe es den Cha­rak­te­ren mehr als ein­mal gewünscht, dass der Film bes­ser wäre. Irgend­wann lacht man dann ein­fach mit ihnen über die Gro­tes­ke die sich da vor einem ent­fal­tet. Denn erst neh­men kann man sie recht bald nicht mehr - spas­sig ists trotz­dem. Zuerst macht der Film vie­le klei­ne Feh­ler, er eta­bliert die Rol­le Robin Hoods als Rächer der Armen mit einem Comic Reli­ef - dem soweit ich mich zurück erin­ne­re ers­ten im Film, dann rusht er die Cha­rak­ter­ent­wick­lung mit einer arg auf­ge­set­zen Back­sto­ry und einem ziem­li­chen Anteil von “was für ein Zufall - du kann­test mei­nen Vater”, dann lässt er die exzel­lent spie­len­de Cate Blan­chett in einem Rol­len­bild ver­kom­men dem sie als Schau­spie­le­rin schon drei­mal ent­wach­sen ist, sie trägts trotz­dem mit Wür­de. Selbst als sie ein zwei­tes Mal in exakt der sel­ben wie­der­keh­ren­den Sze­ne einen Ver­lust zu betrau­ern hat (Schon wie­der?). Dann unter­legt man den Film mit einem bereits ner­ven­den Herr der Rin­ge Score, der sich zum Teil nur eine Okta­ve vom Ori­gi­nal weg­be­wegt und einen am Hori­zont mehr als ein­mal nach Elfen suchen lässt, ver­an­stal­tet Hob­bit­fe­ten und ein “Pfei­fe­rau­chen mit Gan­dalf”, bevors mit dem Frie­den den Back run­ter geht. Es gibt teil­wei­se arge Pro­ble­me dabei das Aus­maß der Kämp­fe rich­tig zu set­zen. Die Mer­ry Men stol­pern von einem gut insze­nier­ten Schar­müt­zel auf bri­ti­schem TV-Show Niveau - aber durch­aus mit Charme (wie gesagt die Cha­rak­te­re funk­tio­nie­ren), über Tra­cing Shots und Heli­ko­pter­ka­me­raf­lü­ge in epi­sche Schlach­ten­for­ma­tio­nen die hin­ter Berg­rü­cken her­vor­strö­men, die defi­ni­tiv ein Wow-Moment aus­lö­sen, aber unter ande­rem eben auch dadurch, dass man sie an die­ser Stel­le nicht ver­mu­tet hät­te. Gegen Ende wirds dann noch pein­lich (Für die Demo­kra­tie! Ja, der Film ist sich auch für eine pla­ka­tiv poli­ti­sche Aus­sa­ge nicht zu teu­er… Vor allem funk­tio­nierts aber nicht, da der Cut die Ent­wick­lung viel zu über­eilt prä­sen­tiert) bevors ganz pein­lich wird, und es ein tat­säch­li­ches Enact­ment der Anfangs­sze­ne von Saving Pri­va­te Ryan im Robin Hood Stil zu bestau­nen gibt. Ähn­lich­kei­ten sind nicht zufällig.

Bei allem wirkt es durch­aus amü­sant, dass ein klei­ner vor­nehm­lich “Buddy”-Film plötz­lich Sze­nen die­ses epi­schen Aus­ma­ßes ange­hef­tet bekommt, aber hey - wer will sich da beschweren…

Als Böse­wicht kommt nach Kick Ass zum zwei­ten mal inner­halb kür­ze­rer zeit Mark Strong zum Ein­satz, der in sei­ner Rol­le erneut bril­liert. Die Sze­nen in denen er mit Phil­ip­pe von Frank­reich, oder Wil­liam Hunt inter­agiert, heben den Film auf ein ande­res Level, dass er bis zum Ende hin lei­der nicht hal­ten kann. Auch Oscar Isaac als Prinz John kann sich sein Lob abho­len und soll neben Strong nicht uner­wähnt blei­ben. Per­fek­te Besetzung.

Am Ende bleibt ein Film aus dem im Lau­fe der Pro­duk­ti­on augen­schein­lich etwas ande­res gewor­den ist, als zu Beginn kon­zi­piert, beglei­tet von einem Regis­seur der Augen­schein­lich Spass dar­an gehabt hat das Geld des Stu­di­os aus­zu­ge­ben um in ein­zel­nen Sze­nen “sei­ne Ver­si­on von” zu dre­hen - oder was ein krea­ti­ver Frei­geist eben so macht, wenn man ihn zu sehr in die Schran­ken weist. Dem Film hats nicht gut getan. 

6.5/10

Decision Making in a Nutshell

17. Mai 2010

Moi werkt bereits bei­na­he ein Jahr an einer Arbeit zu sozi­al­psy­cho­lo­gi­schen Theo­rien im Mar­ke­ting und ist - nach­dem ich mir einen Grund­stock an Sys­tem­wis­sen ange­eig­net habe - dabei Rich­tun­gen her­aus­zu­ar­bei­ten, die Zusam­men­hän­ge beschrei­ben denen ich geneigt bin zu fol­gen. Dazu gibt es neben der tat­säch­li­chen Recher­che Quel­len die ich regel­mä­ßig scree­ne und die mir bis­her bereits den einen oder ande­ren Aspekt gelie­fert haben, auf den ich mich dann stär­ker konzentriere.

Und dabei fal­len mir heu­te zwei Vide­os in die Hän­de, die das Grund­kon­zept nach mei­nem Erkennt­nis­stand so genau beschrei­ben - dass es schwer fällt an einer besseren/kompakteren Erläu­te­rung auf der sel­ben Ebe­ne zu arbei­ten. Decisi­on Making in a Nutshell.

Ist auf dem aktu­el­len wis­sen­schaft­li­chen Stand, soweit ich das beur­tei­len darf, und hat inheren­te Impli­ka­tio­nen für New Media, Social Media, Adver­tis­ment Stra­te­gie, Public Image Con­struc­tion, Key Fact Messaging, …

Wer sich dafür inter­es­siert (bit­te in die­ser Rei­hen­fol­ge anschauen):
Das ers­te Video auch vor dem Hin­ter­grund des Stel­len­werts von “Geschich­te” betrachten.

Zwei­tes Video

Filmkritiken

17. Mai 2010

Mei­ne “First Impres­si­ons” zu aktu­el­len Kino­fil­men, die ich unter ande­rem in meh­re­ren Foren ver­fas­se, sind jetzt auch hier im Blog nach­les­bar - wenn auch bewusst etwas ver­steckt. Ihr erreicht sie über die­sen Link.

Iron Man 2 (2010)

17. Mai 2010

https://www.youtube.com/watch?v=FNQowwwwYa0

Tony Stark ist aus wel­chem Grund auch immer zu einem puber­tie­ren­den Jugend­li­chen ver­kom­men, Ms. Potts zu einer “OMG You din­d’t just say that, R-U-D-E!” Anfang 20-Jährigen. Im Gross wir­ken alle Prot­ago­nis­ten wie durch­schnitt­lich 13 Jah­re, Aus­nah­me Micky Rour­ge, der sich als Böse­wicht ganz gut macht. Am Ende gibts noch geschwind einen Logik Bruch (“Ich habe gewon­nen!” tritt nicht ein, obwohl es ein­tre­ten soll­te) und eine “Sit­ting in a Tree, K-I-S-S-I-N-G” Sze­ne, dann wars das.

Samu­el L. Jack­son ret­tet als “Vater­fi­gur” den Film, da mit ihm die “wha­te­ver” Atti­tü­de aus dem Strei­fen ver­schwin­det. Scar­lett Johan­son wird im Film ver­heizt. Zwi­schen Brakedance-Freeze Face­shots und Stunt­dou­ble, engen Leder­ho­sen und tougher Psy­cho­lo­gi­nen­rol­le die für das HR-Profiling zustän­dig ist - das wie ein Tage­buch­ein­trag klingt, zer­läuft ihre Rol­le unbe­merkt im nir­gend­wo. Ist aber eigent­lich egal, ich schau mir die Frau trotz­dem ger­ne an.

Der Humor funk­tio­niert an vie­len Stel­len nicht, Hacker hacken mal wie­der durch Fire­walls wo kei­ne sind, und RDJ ist ein Jerk und kein Playa. Meh.

Ent­schul­digt die Voka­bel der “Jugend­spra­che”, aber der Film ist so quint­essen­ti­ell ame­ri­ka­nisch jugend­lich… Da muss­te ich mich anpassen.. 😉

Action­sze­nen waren toll, Eye­can­dy auch.

Für mich lei­der nur eine 

6/10

Kick-Ass (2010)

16. Mai 2010

Lala­la Lal­a­la­la Lala­la Lal­a­la­la 😉 - ( Bana­na Splits - The Dickies )

Herz passt, Hand­lung passt, Cha­rak­te­re sind toll - im Mit­tel­teil hat­te er für mich zwei Län­gen, und hät­te sicher noch ein paar mehr gehabt, wenn nicht eini­ge Filler-Szenen so gut geses­sen hät­ten (Gnarls Bark­ley - Cra­zy), Nick Cage lie­fert eine Per­for­mance die zum Nie­der­knien ist, alle Action-Szenen sind makel­los, und was für mich am erstaun­lichs­ten ist - wie vie­le Atmo­sphä­ren es der Film schafft in sich zu bün­deln - war­um die Über­gän­ge an die­sen Stel­len (Kame­ra­schwenk von oben in das Pent­haus hin­ein - zwei Revol­ver Bil­der im Büro im Blick, Blick in den Spie­gel, nach der Gesichts­wä­sche, oder ein­fach nur durch Anspan­nung und Kör­per­spra­che im Kick Ass Kos­tüm) über­haupt funk­tio­nie­ren ist mir schlei­er­haft (was dar­auf hin­deu­tet, dass es die Musik macht.. 😉 ), aber sie funk­tio­nie­ren in der Tat. Ein sehr eige­ner (Super)helden-Film, den man in der Form noch nicht im Kino gese­hen hat - der mit eini­gen Urkon­zep­ten spielt (Rol­le des Mäd­chens, Vater/Tochter Bezie­hung), und der des­halb an eini­gen Stel­len so unglaub­lich wirkt. Das Wich­tigs­te scheint mir aber die Kon­gru­enz bis ins Detail zu sein - es gab vie­le Sze­nen des “Jugend­films” im Film, die auf­ge­setzt, oder über­trie­ben wir­ken hät­ten kön­nen. Sie tun es nicht (das Auto ist viel­leicht eine bewuss­te Aus­nah­me), man merkt dass jemand hin­ter der Pro­duk­ti­on geses­sen ist, dem der sub­kul­tu­rel­le Back­ground ein Anlie­gen war. 

9/10

Conan @Google

10. Mai 2010

Nach dem NBC Abgang, vor Antritt der TBC Show. Als Teil des Goog­le Talk Reels. Nett ein klei­nes Follow-Up zu dem zu sehen, was die Netz­öf­fent­lich­keit vor ein paar Mona­ten beschäf­tigt hat. Inklu­diert auch eine Anek­do­te zur ers­ten Reak­ti­on NBC’s zur Internet-Revolte.

Audiotheme des Blogs

06. April 2010

Dank www.codeorgan.com hat die­ser Blog jetzt sein eige­nes Theme.