Och, geb ma Israel noch drei Wochen.…

15. Dezember 2023

… um auf prä­zi­se­re Mili­tär­schlä­ge als Streu­bom­ben zu wech­seln. War­um nicht. Ich mein sie sagen doch eh schon, dass sie noch Mona­te für ihre Mili­tär­ope­ra­ti­on brau­chen wer­den, da machen drei Wochen Flä­chen­bom­bar­de­ments auch kei­nen Unter­schied mehr.

Argu­men­tie­ren ler­nen von der US Außenpolitik.

Wobei der Stan­dard heu­te schon sagt, dass Isra­el mehr Vor­sicht gelobt.

Die­se Gesell­schaft ist das Abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Also, der US Regie­rung ren­nen die Staf­fer davon, ein AP News-Team haben die Ver­tei­di­ger Isra­els schon mit Pan­zern weg­ge­schos­sen, und CNN ist mitt­ler­wei­le auch in Gaza vor Ort - also ists doch klar, jetzt noch mal drei Wochen Flä­chen­bom­bar­de­ments, aber dann…!

Ja also was dann, wis­sen wir von der US Admi­nis­tra­ti­on auch nicht, nur dass es danach noch Mona­te wei­ter­ge­hen wird.

Ah, of course.…

14. Dezember 2023

Der Leit­spruch der welt­wei­ten Anti-Israel-Demonstrationen macht es dem Rechts­staat schwer. Um ihn zu ver­bie­ten, müss­te er schon ein­deu­tig sein. Doch es gibt krea­ti­ve Lösungen.

Zwei jüdi­sche Ame­ri­ka­ner haben nun Mar­ken­rech­te für die Paro­le «From the river to the sea: Pales­ti­ne will be free» beim Patent- und Mar­ken­amt der USA ange­mel­det. Damit wol­len Joel Acker­man und Oron Rosen­krantz ver­hin­dern, dass die Wor­te wei­ter­hin auf den anti-israelischen Demons­tra­tio­nen die­ser Welt skan­diert werden.

Ihre Idee ist ein­fach: Wenn sie die Mar­ken­rech­te bekä­men, könn­ten sie Demons­tran­ten ver­bie­ten, den Slo­gan zu benut­zen. Wer es trotz­dem tut, gegen den dürf­ten Acker­man und Rosen­krantz recht­lich vor­ge­hen. Zwar ist es eine offe­ne Fra­ge, ob die Anmel­dung beim Mar­ken­amt durch­geht. Doch die Akti­on zeigt, wie ver­zwickt die Situa­ti­on um die berühm­ten Wor­te ist.

[…]

Im Jahr 2018 schrieb Maha Nas­sar, eine Pro­fes­so­rin für Nah­ost­stu­di­en an der Uni­ver­si­tät Ari­zo­na, in einer Stel­lung­nah­me zu dem Slo­gan: «Was die Paläs­ti­nen­ser wirk­lich wol­len, sind glei­che Rech­te.» Zwi­schen die­sen zwei Polen schwankt die Inter­pre­ta­ti­on des Spru­ches. Doch was heisst er nun: Kampf gegen Isra­el oder Appell an den Frieden?

[…]

Mit Tricks lässt sich gegen die Paro­le vorgehen
Doch so ein­deu­tig sind die Wor­te nicht, dass ein Rechts­staat sie ein­fach ver­bie­ten kann. Deutsch­land argu­men­tiert daher his­to­risch: Es schreibt die Wor­te der Hamas zu, was jeden Zwei­fel des Anti­se­mi­tis­mus bei­sei­te räumt. So kann das Land gegen die Wor­te vorgehen.

Die Schweiz dis­ku­tiert noch dar­über, wie mit dem Slo­gan umzu­ge­hen sei. Und die Ame­ri­ka­ner Joel Acker­man und Oron Rosen­krantz sind krea­tiv gewor­den – mit ihrem Vor­stoss, aus dem Slo­gan eine Mar­ke zu machen. Die bei­den wol­len es dem Rechts­staat leicht machen. Statt auf Straf­recht setz­ten sie auf Markenrecht.

src: click (NZZ)

Bei uns ist das viel ein­fa­cher, da ver­bie­tet ein­fach die Wie­ner Poli­zei den Slo­gan, und kommt dafür ins eng­lisch­spra­chi­ge Wiki­pe­dia.

Was?! Das kann nicht sein!

14. Dezember 2023

Nach­dem in Alp­bach 2018 300 Leu­te in eine Turn­hal­le gepfercht wor­den sind um sie anzu­lei­ten für die Euro­pa­wah­len auf ihren Accounts unter dem Hash­tag #FAN (Forum Alp­bach Net­work) Wer­bung für die Euro­pa Wah­len, etwa ein Monat vor den Euro­pa Wah­len, im Bekann­ten­kreis zu machen, wobei der Per­son mit der höchs­ten Ver­brei­tung wei­te­re Networking-Opportunities und ein Fea­turing in einem Pos­ting des FAN als “Preis” zuge­sagt wur­den, wäh­rend man zum Event social media mana­ger der BBC ein­ge­flo­gen hat die Tipps zum viral gehen gege­ben haben und hilf­rei­che Foli­en vor­be­rei­tet hat mit “emo­tio­na­li­siert”, “lie­ber Vide­os als Text”, “zeigt dass ihr Spass habt”, “bit­te kurz, sonst liests kei­ner” usw…

sie­he:

Figh­t­ing the infor­ma­ti­on war wit­hin our societies

Also nach­dem im sel­ben Jahr ein­fach das gesam­te Digitalisierungs-Panel in Alp­bach, inklu­si­ve aller öster­rei­chi­schen Kory­phä­en auf dem Gebiet und inklu­si­ve dem neu beru­fe­nen US Bot­schaf­ter auf die Fra­ge nach Regu­lie­rung von Social Media ein­fach ver­stummt ist, und der (mitt­ler­wei­le wie­der abbe­ru­fe­ne) US-Botschafter dann auf zwei­fa­che Nach­fra­ge hin begon­nen hat zu erklä­ren, dass social media Unter­neh­men wie face­book kei­ner Regu­lie­rung bedür­fen wür­den, “da da dann ein­fach ein Kon­kur­rent ent­ste­hen wür­de, und dann wür­den ein­fach alle Men­schen auf der Welt dem Netz­werk­ef­fekt zum Trotz wech­seln - wie bei Fire­fox, das reg­le sich von alleine”.

Also nur fünf Jah­re nach der blö­den Fra­ge im Alp­bach Semi­nar zu Digi­ta­li­sie­rung, wie sich denn Micro­tar­ge­ting von Post­wurf­sen­dun­gen unter­schei­de, die lei­der man­gels Zeit vom Semi­nar­lei­ter nicht beant­wor­tet wer­den konnte.

Also jetzt, nur fünf Jah­re spä­ter - stellt sich her­aus, dass die EU Kom­mis­si­on selbst gegen den Digi­tal Ser­vice Act und die DSGVO ver­sto­ßen und auf Twit­ter Micro­tar­ge­ting gegen gel­ten­des Recht zur Wer­bung für ihre Posi­tio­nen ein­ge­setzt hat? Die ihr von Lob­by­ing­un­ter­neh­men vor­ge­ge­ben wur­den? Und X, vor­mals Twit­ter, hat ihnen das Micro­tar­ge­ting ein­fach mal ver­kauft, weil - eh super wenn man so ein­fluß­rei­che kom­pro­mit­tier­ba­re Freun­de hat?

Wie jetzt, und jetzt - und jetzt müs­sen wir insti­tu­tio­nell erst mal einen Wer­be­s­top ver­hän­gen um den public Fall­out zu mana­gen, aber an der Situa­ti­on wol­len wir dann lie­ber doch nichts verändern?

Auf dem Papier ver­bie­tet X die Nut­zung sen­si­bler Daten für poli­ti­sche Wer­bung. In der Rea­li­tät pro­fi­tiert X noch immer von Tech­ni­ken, von denen wir spä­tes­tens seit dem Cambridge-Analytica-Skandal im Jahr 2018 wis­sen, dass sie schäd­lich sind”, so Maartje de Graaf, Daten­schutz­ju­ris­tin bei Noyb.

Kom­mis­si­on stopp­te Wer­bung auf X
Die poli­ti­sche Ein­stel­lung und reli­giö­se Über­zeu­gung von Men­schen genie­ßen laut der DSGVO beson­de­ren Schutz, argu­men­tiert die Daten­schüt­ze­rin. Obwohl das bedeu­tet, dass sie nur unter beson­de­ren Umstän­den ver­ar­bei­tet wer­den dür­fen, hat die EU-Kommission sie für das Micro-Targeting auf X ver­wen­det. Das ver­stößt nicht nur gegen die DSGVO, son­dern auch gegen den Digi­tal Ser­vices Act (DSA). Noyb reicht des­halb eine Beschwer­de bei der nie­der­län­di­schen Daten­schutz­be­hör­de ein. Ange­sichts der Schwe­re der Ver­stö­ße und der gro­ßen Zahl betrof­fe­ner Per­so­nen schlägt Noyb außer­dem vor, dass die zustän­di­ge Behör­de ein Buß­geld ver­hän­gen sollte.

Nach­dem wir unse­re ers­te Beschwer­de in die­ser Ange­le­gen­heit ein­ge­reicht haben, hat die EU-Kommission einen Wer­be­stopp auf X verhängt. 

src: click

Will­kom­men in Alp­bach mei­ne Damen und Her­ren, Stan­dard­re­dak­teu­re wer­den dort regel­mä­ßig als Mode­ra­to­ren gekauft, und ein­fach mit den rich­ti­gen Exper­ten zusam­men­ge­bracht. Sonst wüß­ten sie ja gar­nicht was sie schrei­ben sollten…

Hey, und tol­les Turnhallen-Event.

Hät­te ja kei­ner ahnen kön­nen, dass sich Poli­tik von Social Media Unter­neh­men mit Ver­spre­chen bes­se­rer Wahl­wer­be­mög­lich­kei­ten “regu­la­to­ry cap­tu­ren” (urks, schlech­tes Deutsch) lässt. 

Nie­mand. Nie­mand hät­te es ahnen können.

Triage für Vergewaltigte

13. Dezember 2023

- ab Freitag?

Mora­li­sie­ren­de social Media Opfer beim sich gegen­sei­tig erklä­ren, war­um Geo­po­li­tik Moral zu fol­gen habe.

Fürs “grea­ter good”, das nur gewähr­leis­tet sei, wenn wir der Ukrai­ne einen zehn­jäh­ri­gen Auf­rei­bungs­krieg ermöglichen.

Weil eines dür­fen wir nicht. Der über­schul­de­ten Ukrai­ne die Umstruk­tu­rie­run­gen, ich mei­ne die Self-Agency wegnehmen.

Wenn man gera­de­wegs Rich­tung gut gemeint, und gut gemacht sind unüber­brück­ba­re Gegen­sät­ze argu­men­tiert, viel­leicht ein­fach mal den Mund halten?

Wobei, das ist ein Event der Kir­che, also hät­te ich mir den letz­ten Satz auch gleich spa­ren können.

Aber viel­leicht kommt Gott noch run­ter und ret­tet die Ukrai­ne vor zu wenig Waf­fen. Wer weiß…

The righ­te­ous god, from the shi­ning city on a hill. Die gera­de zwecks dive­s­ting und deris­king die Indus­trie von mor­gen baut, wäh­rend Habeck der ener­gie­in­ten­si­ven deut­schen Indus­trie erklärt, dass es in Deutsch­land ein­fach nicht mehr mög­lich ist sie zu halten…

Aber kei­ne Angst, Chi­na und Indi­en sind ja auch Pro­fi­teu­re des lan­gen Krie­ges, das gleicht sich wie­der aus…

Für die Insti­tu­ti­on die uns den Frie­den in Euro­pa gebracht hat!

Die Ukrai­ner wol­len auch ein­mal leben! Das ist nur menschlich.

(800.000 Tote spä­ter eva­lu­ie­ren wir neu?)

Wer sind wir um ihnen zu sagen ihr dürft nicht für unse­re Sicher­heit ster­ben?! Zum Gewin­nen ists noch zu wenig.

Und wenn sie gewin­nen, was pas­siert dann mit den Atom­waf­fen? Also lie­ber bei­de Sei­ten schön zehn Jah­re auf­rei­ben, das ist moralisch.

Und auf Moral setzt man ja in der Geo­po­litk. Weil man dann jede Ven­det­ta in inter­ner Logik rich­tig schön begrün­den könnte…

Der Böse Ork, wir muss­ten ja. Er hat im letz­ten Kampf unser strah­len­des Staats­ober­haupt gefällt. Wir kämp­fen um unser Leben. Jeden ein­zel­nen Kilo­me­ter bis zur voll­stän­di­gen ter­ri­to­ria­len Inte­gri­tät der Ukrai­ne kämp­fen wir um unser Leben. Als uns Mark A. Mil­ley nahe­legt zu ver­han­deln schla­gen wir auch das aus, weil wir ja um unser Über­le­ben kämp­fen. Jeden ein­zel­nen Kilometer.

Also wenn bis Frei­tag kein Durch­bruch kommt, von dem ich immer noch anneh­me, dass er kommt, gibts dann bald Tria­ge für das Bei­spiel einer Ver­ge­wal­tig­ten der wir kei­ne guten Rat­schlä­ge zu geben hätten?

Die ja lei­der bereits hoch ver­schul­det ist, auch wenn sich laut IMF ihr credit rating nicht ver­än­dert hat. Laut S&P aber schon?

Jaja, die Moral in der Geo­po­li­tik…, die zu fin­den und mit ihr zu argu­men­tie­ren ist wahr­lich eine Spe­zia­li­tät Österreichs.

edit: The BBC sug­gests, that the Biden government wants to chan­ge Ukrai­ni­ans war aims. Of cour­se out of their own self interest.

The most important aspect is self agen­cy, dont you see?

Also, no one is cal­ling this a pro­xy war of cour­se. No one.

Also on the point of Aus­tria and morals in geopolitics:

Bildschirmfoto 2023 12 13 um 23 54 43

I like what Vene­zue­la did most.

edit2:

Ukrai­ni­sches Milliarden-Handelsdefizit stimmt Öko­no­men besorgt

Das ukrai­ni­sche Han­dels­de­fi­zit hat sich in den ers­ten zehn Mona­ten des Jah­res 2023 auf 22,3 Mil­li­ar­den US-Dollar belau­fen. Das teil­te die ukrai­ni­sche Sta­tis­tik­be­hör­de am Frei­tag mit. Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler war­nen davor, dass das wach­sen­de Defi­zit die Sta­bi­li­tät der Volk­wirt­schaft gefähr­den könnte.

src: click

Zwei­te Quel­le: click

Kon­text:
Bildschirmfoto 2023 12 15 um 17 20 49

They just cant read, cant they?

13. Dezember 2023

Ali­cia Pra­ger schon wieder…

Kli­ma­gip­fel bringt den Anfang vom Ende fos­si­ler Ener­gie – aber lässt Hin­ter­tü­ren offen

In Dubai eini­gen sich die knapp 200 Staa­ten erst­mals auf eine Abkehr von fos­si­len Ener­gien. Das sei ein star­kes Signal an die Welt, sagen vie­le Beob­ach­ten­de. Die Insel­staat war­nen jedoch: Es geht viel zu langsam

Dass aus­ge­rech­net hier, in einer Stadt, die ihren Reich­tum mit den Ein­nah­men aus dem Erd­öl­ge­schäft auf­ge­baut hat, an die­sem Tag die Abkehr von fos­si­len Brenn­stof­fen beschlos­sen wer­den soll­te, hät­te vor weni­gen Wochen kaum jemand für mög­lich gehal­ten. Doch genau das gelang: Die knapp 200 Staa­ten erreich­ten einen Kon­sens zum “Über­gang” weg von fos­si­len Ener­gien. Im sel­ben Satz heißt es: Mit die­sem Umstieg müs­se “im Ein­klang mit der Wis­sen­schaft die Kli­ma­neu­tra­li­tät bis 2050 erreicht werden”.

Abkehr also.

The most ambi­tious goal of the 2015 Paris Agree­ment was to limit tem­pe­ra­tu­re rise to 1.5 degrees Cel­si­us abo­ve pre-industrial levels, alt­hough UN cli­ma­te experts war­ned this year that we are hurt­ling towards breaching that guard­rail in the 2030s.

During mon­ths of fre­ne­tic tra­vel that saw him criss-cross the pla­net, Jaber mana­ged to win over some sceptics.

Har­jeet Singh, of the influ­en­ti­al coali­ti­on Cli­ma­te Action Net­work Inter­na­tio­nal, said a tur­ning point came in July, when Jaber wro­te that “pha­sing down demand for, and sup­ply of, all fos­sil fuels is ine­vi­ta­ble and essential”.

He’s very strai­ght­for­ward, he’s open to lis­tening,” Singh told AFP, though the pair “agree to dis­agree” on several issues.

Tho­se dis­agree­ments inclu­ded the pro­mi­nence given to fos­sil fuel lob­by­ists, who­se accredi­ta­ti­ons num­be­red a record 2,456 in Dubai, accord­ing to cam­pai­gn groups -- more than every natio­nal dele­ga­ti­on apart from the UAE and Brazil.

Strong start
Ano­t­her point of dif­fe­rence was Jaber’s endor­se­ment of con­tro­ver­si­al car­bon cap­tu­re tech­no­lo­gies that trap emis­si­ons and store them permanently.

ADNOC made a com­mit­ment in July to achie­ve car­bon neu­tra­li­ty by 2045 for its own operations.

But that tar­get does not inclu­de emis­si­ons pro­du­ced by the oil and gas bur­ned by its cus­to­mers, which account for the vast majo­ri­ty of its car­bon footprint.

Jaber’s COP star­ted stron­gly when he pas­sed a land­mark loss and dama­ge fund on day one, when the two-week mee­ting had bare­ly started.

Talks then went into over­ti­me, after a dis­pu­te over inclu­ding “pha­sing out” or “pha­sing down” fos­sil fuels, befo­re a com­pro­mi­se was struck and has­ti­ly pas­sed on Wednesday.

src: click (Fran­ce 24)

Am Ende hat man sich auf “pha­sing down” (Reduk­ti­on) geeinigt.

Abkehr wäre pha­sing out gewesen.

Naja, das muss man ja der Bevöl­ke­rung nicht erzäh­len, ich mei­ne wozu auch.

Die Fra­ge vor dem Gip­fel war.

COP28: Is the world about to pro­mi­se to ditch fos­sil fuels? (BBC)

Die Ant­wort ist nein.

Irgend­je­mand soll­te den Öster­rei­chi­schen Jour­na­lis­ten mal erklä­ren was ein public rela­ti­ons depart­ment den gan­zen Tag so macht, ich befürch­te fast die hat­tens nicht im Studium.

Wir haben zwar nicht das Ende beschlos­sen, aber den zeit­lich unbe­fris­te­ten Anfang vom Phase-Down (natür­lich wie immer unter Selbst­ver­pflich­tun­gen). Hearst super, ein vol­ler Erfolg, sagt der Standard.

Ob er sich mor­gen wie­der kor­ri­gie­ren wird? Ich tip­pe mal auf nein…

After two weeks of inten­se nego­tia­ti­ons and the hope for a phase-out of fos­sil fuels, coun­tries agreed only on a “phase-down of unaba­ted coal power” and “pha­sing out [of] inef­fi­ci­ent fos­sil fuel sub­si­dies.” They also gave a nod to the role of “tran­si­tio­nal fuels” in redu­cing car­bon emis­si­ons. [Hint, hint, natu­ral gas is still defi­ned as being a a tran­si­ti­on fuel. Hint, hint, so is regu­lar oil.]

[…]

U.S. cli­ma­te envoy John Ker­ry said the role of the so-called tran­si­tio­nal fuels — like regu­lar oil and gas — should be limi­ted and temporary.

[…]

The text on pha­sing down on unaba­ted coal hasn’t chan­ged much from the agree­ment reached at COP26 Glas­gow. Yan Qin, car­bon ana­lyst from data pro­vi­der Refi­ni­tiv, also agreed that the wor­d­ing is weak.

It is still a win for this COP, making histo­ry by put­ting the world on track to pha­se out fos­sil fuels. Howe­ver, the wor­d­ing throughout is weak, des­pi­te that it is stron­ger than the pre­vious ver­si­on [at COP27]…this is main­ly signa­ling a start that governments will work on to tran­si­ti­on away from fos­sil fuels, but just a start,” Qin told VOA.

src: click (VOA)

Naja, zum Glück hat Öster­reich Qualitätszeitungen.

Und zum Glück ist die nächs­te COP in wo.. Ah - Baku, Aserbaidschan.

edit: Fran­ce 24 hat nachgelegt:

edit2: Ich hab bei “Öl als tran­si­ti­on fuel” dann doch noch einen dou­ble take hin­ge­legt. Aber vom Sinn her… Nicht ganz so falsch… 🙂

Man suche im fina­len Text des Abkom­mens der COP 28 nach fos­sil fuel und oil - und dann hat man eigent­lich schon das gesam­te Bild.

Die ein­zi­ge effek­ti­ve Limi­ta­ti­on in der Ölför­de­rung wird durch einen Pledge der “mehr als Hal­bie­rung” von scope 1 and scope 2 emis­si­ons bis 2030 defi­niert. Das sind Emis­sio­nen die in Ver­brau­cher­län­dern ent­ste­hen. Scope 3 wäre für die Reduk­ti­on in den För­der­län­dern rele­vant gewe­sen. Naja, das kommt dann sicher in Baku, Aserbaidschan. 😉