The 12 most common materials that go into the Green Revolution

26. März 2023

SHREVEPORT, La. — BRF hos­ted its Annu­al Event on Thurs­day, Janu­a­ry 12, 2023, fea­turing geo­po­li­ti­cal stra­te­gist and aut­hor Peter Zeihan

All right! Let’s say you don’t like con­ven­tio­nal oil and gas alt­hough we’­re in Shre­veport, that would be weird but - the­re are busi­ness oppor­tu­nities in other things.

What we’­re loo­king at here is what goes into an electric vehi­cle ver­sus a nor­mal vehi­cle now.

Bildschirmfoto 2023 03 26 um 10 58 13
src: click

A nor­mal vehi­cle or a nor­mal Power Plant it’s real­ly pret­ty strai­ght­for­ward you get the fuel in the­re, you light a match you set it on fire, you cap­tu­re the heat yes yes it’s more com­pli­ca­ted than that but it’s real­ly, you know this is old tech­no­lo­gy - we figu­red this out 150 years ago, but if you want electri­ci­ty you got to do more becau­se trans­mis­si­on and the sto­rage, that’s real­ly invol­ved in terms of engi­nee­ring and mate­ri­als - so this is the type of mate­ri­als that goes into EVs ver­sus con­ven­tio­nal vehi­cles. It’s an order of magnitu­de more com­pli­ca­ted. More mate­ri­als and more of them. Now we under­stand in our gut the pain and the com­ple­xi­ty of a fos­sil fuel-based fuel sys­tem becau­se you have to deal with Iran and Iraq and Vene­zue­la and Russia.

But if we want to do the green tran­si­ti­on if that is real­ly our goal, then we need to deal with 

Cana­da and
Mexi­co and
Peru and
Chi­le and
Boli­via and
Bra­zil and
Argen­ti­na and
South Afri­ca and
Gabon and
Con­go and
Eri­trea and
Ethio­pia and
Mozam­bi­que and
Aus­tra­lia and
Viet­nam and
Indo­ne­sia and
Malay­sia and
Chi­na and
Paki­stan and
Tur­key and
Mon­go­lia and
Kazakh­stan and
Uzbe­ki­stan and
oh yeah still
Russia

You think oil geo­po­li­tics was a pain in the ass?
You’­re not going to mine lithi­um here, but every mate­ri­al has to be pro­ces­sed so it can be used.

The­se are the the 12 most com­mon mate­ri­als that go into the Green Revolution -

Bildschirmfoto 2023 03 26 um 10 52 30
src: click

we need to dou­ble the amount of copper

we need 10 times as much nickel and

[we need 10 times as much] lithium 

we need 18 times as much graphite 

and pro­ces­sing all of that stuff takes power. Ever­ything that is a red wedge up the­re is pro­ces­sed pri­ma­ri­ly in Chi­na and it will be going to zero, we’­re never going to do the Green Revo­lu­ti­on. Not at the scope and the speed that some peop­le think.

But we’­re going to try and we’­re going to make some pro­gress and even if all we want is lithi­um bat­te­ries for our lap­tops on our pho­ne we’­re still going to need more than we have right now becau­se we’­re going to lose a lot of what we have right now and it has to be repla­ced and it has to be pro­ces­sed some­whe­re with mari­ti­me access and cheap electricity.

Bonus. Nie in der Geschich­te der Mensch­heit wur­de eine Ver­dopp­lung der För­der­men­ge einer sel­te­nen Res­sour­ce inner­halb von 10 Jah­ren erzielt.

Zwei­ter Bonus:

Die Ame­ri­ka­ner sind dabei, die gesam­te deut­sche, ener­gie­in­ten­si­ve Indus­trie abzu­wer­ben und zwar sehr aggres­siv. Deutsch­land ist in ener­gie­in­ten­si­ven Bereich nicht mehr wett­be­werbs­fä­hig. Dank der Ener­gie­wen­de. Und was
das bedeu­tet, wer­den wir in den nächs­ten Jah­ren erle­ben. Bis jetzt ist Deutsch­land immer noch ein Indus­trie­staat, der die Mit­tel hat, um Macht­mit­tel aufzubauen.

Durch­aus mög­lich, dass es in eini­ger Zeit nicht mehr der Fall sein wird, also von daher die­se regel­ba­sier­te inter­na­tio­na­le Ord­nung in der Form, wie sie jetzt besteht, ist eigent­lich nicht in unse­rem Inter­es­se und wir soll­ten über­le­gen, wie wir die­se Ord­nung ändern können.

src: click

Zitat von:

Dr. Karl-Friedrich Weiland

Dr. Karl-Friedrich Wei­land ist seit 2007 als Rechts­an­walt und Poli­tik­be­ra­ter in Ber­lin tätig. Seit 2022 ist er zudem Grün­der und Geschäfts­füh­rer des Kal­lik­les Verlages.

Zuvor war er von 2017 bis 2021 Wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter eines Abge­ord­ne­ten des Deut­schen Bun­des­ta­ges und dane­ben benann­ter Mit­ar­bei­ter einer Bun­des­tags­frak­ti­on für das Par­la­men­ta­ri­sche Kon­troll­gre­mi­um (PKGr).

Nach einem Stu­di­um der Rechts­wis­sen­schaft und einem anschlie­ßen­den Mas­ter­stu­di­um in Rechts­in­for­ma­tik wur­de er 2017 mit einer Arbeit über die „Theo­rie des Staats­streichs“ an der Humboldt-Universität zu Ber­lin in Poli­tik­wis­sen­schaft pro­mo­viert. Die Dis­ser­ta­ti­on wur­de durch Prof. Dr. Her­fried Münk­ler betreut.

Seit 2021 befasst er sich im Rah­men sei­nes Blogs auf www.geopolitik.de mit geo­po­li­ti­schen Fragen.

src: click

Erwähnt bei der Öffent­li­chen Anhö­rung des Aus­wär­ti­gen Aus­schus­ses am Mon­tag, den 17. Okto­ber 2022 zum Thema: 

Sys­te­mi­sche Kon­kur­renz“ von libe­ra­len Demo­kra­tien und auto­ri­tär geführ­ten Staa­ten: Hand­lungs­stra­te­gien zur Wah­rung der regel­ba­sier­ten inter­na­tio­na­len Ordnung.

Sel­be Anhö­rung, Thors­ten Ben­ner, Glo­bal Public Poli­cy Insti­tu­te:

Wir müs­sen jetzt die­se Trau­er zu dem ein­gangs genann­ten Selbst­be­wusst­sein und Enga­ge­ment in die­sem System-Wettbewerb posi­tiv angehen.

Da hilft wenig cui bono Gerau­ne, das ich teil­wei­se von ganz links und ganz rechts gehört habe.
Wir brau­chen auch nicht nach Chi­na zu schau­en, um Karl Schmidt zu reimpor­tie­ren. Das ist sicher­lich kein guter Leit­stand für die deut­sche Außen­po­li­tik, aber wir müs­sen den Din­gen ins Auge schau­en und da fin­de ich ganz wich­tig, dass wir chi­ne­si­sche Doku­men­te ernst nehmen.

Das Doku­ment Nr. Neun, das zum Bei­spiel sehr klar ein Sys­tem zeigt, das sich im Kampf sieht mit unse­rem Sys­tem. Das kann man nicht weg­wün­schen, das kann man sich ein­fach anschau­en oder den schö­nen Auf­satz von John Gar­naut Engi­neers of the Soul lesen, um Ver­ständ­nis dafür zu haben, was chi­ne­si­sche Macht­ha­ber antreibt.

Und dann kommt man viel­leicht zu der Erkennt­nis, dass wirk­li­che Frie­dens­po­li­tik Inves­ti­ti­on in Abschre­ckung ist, Abschre­ckung für Chi­na, damit es den Sta­tus Quo in der Tai­w­an­fra­ge nicht uni­la­te­ral ver­sucht mit Gewalt zu verschieben.

Da soll­ten wir alles tun, dafür müs­sen wir unse­re eige­ne Abhän­gig­kei­ten gegen­über Chi­na ver­rin­gern, um glaub­wür­dig abschre­cken zu können.

Wir müs­sen uns auch lösen von die­sen Phan­ta­sien, dass wir maß­geb­li­che Akteu­re sind im Wes­ten, die eine kom­plet­te Ent­kopp­lung von Chi­na wollen. 

Nein, das ist Chi­na, das schon seit sehr lan­ger Zeit sehr stra­te­gisch selek­ti­ve Ent­kopp­lung betreibt und möch­te, dass wir immer abhän­gi­ger von denen wer­den, sie aber weni­ger abhän­gig von uns und momen­tan einen ziem­lich guten Weg teil­wei­se mit Deutsch­land haben.

Wir müs­sen den Spieß umdre­hen und sagen, wir gehen mit Enga­ge­ment in die­se Welt, es ist eine span­nen­de Welt, wo wir diver­si­fi­zie­ren, wo wir neue Län­der, neue Part­ner ent­de­cken, uns schlau machen, wie ticken die.

Ent­schul­di­gung - Sie als Poli­ti­ker - Ent­schul­di­gung - kön­nen einen guten Bei­trag leis­ten, dort­hin zu reisen.

Ich glau­be, vie­le ande­re Stif­tun­gen kön­nen einen Bei­trag leis­ten, die­se Ver­bin­dun­gen aufzubauen.

src: click

Wei­te­rer Bonus: Das beweg­te Leben des Johan­nes Stangl

The right order of things

26. März 2023

1.

20. März 2022

Seit Wochen behaup­ten, man sei offen für neue Gesprä­che, aber wenn dann nur auf einer Ebe­ne Selenskyj/Putin direkt, nicht so unter lower rank Diplo­ma­ten, damit Selen­skyj mit Putin gleich bespre­chen kann, was denn mit den, Selen­skyj Zitat - gehirn­ge­wa­sche­nen Leu­ten im Don­bas und auf der Krim pas­sie­ren soll, die Selen­skyj dann bei dem Tref­fen von Russ­land zurück bekom­me. (30 Jah­re Auto­no­mie der Regio­nen, dann auto­ma­ti­scher Über­gang in die poli­ti­sche Ver­wal­tung der Ukraine.)

Zaka­ria: Pre­si­dent Biden has cal­led Vla­di­mir Putin a war cri­mi­nal, and yet you have cal­led for nego­tia­ti­ons with him. Will it be hard, will it be pain­ful for you to have to sit down with Putin, were he could agree and nego­tia­te with him?

Selen­skyy: I am rea­dy for nego­tia­ti­ons with him.

I was rea­dy over the last two years and i think that -- I think that without nego­tia­ti­ons we can­not end this war.

I think that all the peop­le who think that this dia­lo­gue is shal­low and that it is not going to result in anything, they just don’t under­stand that this is very valuable.

If the­re is just 1% chan­ce for us to stop this war, i think that we need to take this chan­ce. We need to do that.

I can tell you about the result of the­se nego­tia­ti­ons. In any case, we are losing peop­le on a dai­ly basis, inno­cent peop­le on the ground.

Rus­si­an for­ces have come to exter­mi­na­te us, to kill us, and we have demons­tra­ted the digni­ty of our peop­le and our army, that we are -- we are able to deal a power­ful blow, we are able to strike back, but unfor­tu­n­a­te­ly our digni­ty is not going to pre­ser­ve the lives, so i think that we have to use any for­mat, any chan­ce in order to have the pos­si­bi­li­ty of nego­tia­ting the pos­si­bi­li­ty of tal­king to Putin.

But if the­se attempts fail, that would mean that this is a third world war. 

Zaka­ria: You know the rus­si­an deman­ds, they want you to reco­gni­ze that cri­mea is part of rus­sia, that the two repu­blics in the Don­bas are inde­pen­dent republics.

They want a gua­ran­tee, perhaps in the ukrai­ni­an con­sti­tu­ti­on, that ukrai­ne will never be a mem­ber of NATO.

Are you wil­ling to make tho­se compromises?

Selen­skyy: Com­pro­mi­ses for which we can­not be rea­dy as an inde­pen­dent sta­te are any com­pro­mi­ses rela­ted to our ter­ri­to­ri­al inte­gri­ty and our sov­er­eig­n­ty and the ukrai­ni­an peop­le have spo­ken about it, they have not gree­ted rus­si­an sol­di­ers with a bunch of flowers, they have gree­ted them with bra­very, they have gree­ted them with wea­pons in their hands.

So for­ci­b­ly you can­not make yourself a friend, you can­not car­ry favor with the citi­zens of ano­t­her coun­try for­ci­b­ly. You can­not just make a pre­si­dent of ano­t­her coun­try to reco­gni­ze anything by the use of force.

So ever­ything that they are doing is not just about poli­tics, it’s about -- it’s about rea­li­ty. They have made their way to Ker­shon regi­on but peop­le are fee­ling hat­red and ani­mo­si­ty and they will con­ti­nue to kill rus­si­ans becau­se rus­si­ans have kil­led their children.

You can­not rever­se this situa­ti­on anymore.

You can­not just demand from Ukrai­ne to reco­gni­ze some ter­ri­to­ries as inde­pen­dent republics.

The­se com­pro­mi­ses are sim­ply wrong.

I can­not reco­gni­ze per­so­nal­ly as a pre­si­dent and second­ly as a citi­zen and third­ly you can­not for­ce peop­le to love the enemy. That’s impossible.

What you can do is to make a pau­se and just deci­de on how we are going to live fur­ther on.

What has to be done in order to put an end to the war, to pre­vent fur­ther wars, and how to find and approach the­se ter­ri­to­ries which are tem­pora­ri­ly occupied.

This is a very dif­fi­cult mat­ter becau­se part of the­se ter­ri­to­ries were occu­p­ied eight yars ago and during ent­i­re peri­od of eight years they have been brain washing peop­le and child­ren on who they are. They’­ve been tel­ling them that they have pre­ser­ved their lives, they have been tel­ling lies that ukrai­ni­ans are fascists, they have been fil­ling their heads with lies for many years and it’s very dif­fi­cult becau­se of that to find understanding.

You defi­ni­te­ly under­stand what infor­ma­ti­on poli­ci­es mean, the­re­fo­re, we have to come up with a model whe­re Ukrai­ne will not lose it’s ter­ri­to­ri­al integrity.

We can­not con­ce­de to it.

But still we have to find a model of under­stan­ding to pre­vent fur­ther wars bet­ween our ter­ri­to­ries that we con­trol and tem­pora­ry occu­p­ied territories.

So wha­te­ver the dis­cus­sions that we have in our nego­tia­ting alle­ga­ti­ons, i think that it’s just -- the two of us, me and Putin, who can make an agree­ment on this.

2.

Ein­schub:

04. Febru­ar 2023

Ver­schwei­gen, dass man zum Zeit­punkt von 1. bereits - auf Druck des Wes­tens, einen Dia­log­frie­den in Ver­hand­lun­gen aus­ge­schlos­sen hat. Sie­he Nafta­ly Bennett.

3.

03. April 2022

Kule­ba zu Times Radio schi­cken, wo der erst Mal der Welt erklä­ren kann wie man Butscha ausspricht.

Ohne dass es davor jemand falsch aus­ge­spro­chen hätte -

(Thats But­cher, not Bucca)

Dort eine Pas­sa­ge plat­zie­ren in der Kule­ba wie­der­holt erwähnt, dass er zu dem Teil der Per­so­nen im Füh­rungs­stab gehö­re hat die “bis zum Ende kämp­fen wol­len”, und dass er das immer schon woll­te “nicht erst seit Butscha”.

- raped women, kil­led, tor­tu­red civi­li­ans, mass gra­ves, safa­ris arran­ged by rus­si­an sol­di­ers against human civi­li­an, against civi­li­ans - it’s unspeaka­ble and I was com­mit­ted even befo­re But­cha - the - by the way it’s the right spel­ling is but­cher not buc­ca, I was com­mit­ted to pro­se­cu­ting all rus­si­an atro­ci­ties and war cri­mi­nals and to doing ever­ything that i could as for­eign minis­ter, to bring them to account but now --

I will be doing it until my last breath. They have to bear respon­si­bi­li­ty and the world has to punish rus­sia for its bar­ba­ri­an atro­ci­ties com­mit­ted in Ukrai­ne this is worse - Rus­sia is worse than isis, full stop

Sie­he: click

Jetzt ist das aber gut dass “ich per­sön­lich war ja immer schon der Mei­nung”, “man spricht das übri­gens But­cher (Schläch­ter) aus”, es wur­den Safa­ris ver­an­stal­tet, und “aber von jetzt an mach ichs, bis ich ster­be” und “denn die Rus­sen sind schlim­mer als Isis” -- KEIN vor­be­rei­te­ter Pro­pa­gan­da­text war, denn wie wür­de das denn an der Stel­le aussehen.

Zusatz Selen­skyj:

06. April 2022

Nach dem ers­ten Besuch der Mas­sen­grä­ber in Butscha:

Unfor­tu­n­a­te­ly, Butscha is just one of many examp­les of what the occu­p­iers did,” he said. This is not­hing but the actions of ter­ro­rists and it is the worst war crime sin­ce World War II. Rus­sia must be held accoun­ta­ble for this asked Zelen­skyi, who also show­ed the Secu­ri­ty Coun­cil a video of pic­tures of the atro­ci­ties lined up next to each other, describ­ing the cri­mes in detail.

src: click

- was damals (auf­grund der Schwe­re der Gräul­ta­ten in Butscha) HÖCHST deplat­ziert gewirkt hat.

Aber kei­ne Angst heu­te ist Butscha ja der Grund wess­halb die Ukrai­ne jetzt bis zum Sieg­frie­den wei­ter­kämp­fen muss.

Pro­pa­gan­da hat hier noch nie­mand entdeckt.

4.

12. April 2022

In Son­die­run­gen zu Frie­dens­ver­hand­lun­gen als Ukrai­ne auch in der ZWEITEN Ver­hand­lungs­run­de in der Tür­kei dann ein­fach nicht mehr reagieren -

und Russ­land dar­auf­hin die Gesprä­che abbre­chen lassen.

Fol­lowing the arri­val of Bri­tish Prime Minis­ter Boris John­son in Kyiv, a pos­si­ble mee­ting bet­ween Ukrai­ni­an Pre­si­dent Vla­di­mir Zelen­skyy and Rus­si­an Pre­si­dent Vla­di­mir Putin has beco­me less likely.

Source: Ukrain­s­ka Prav­da arti­cle “From Zelenskyy’s “Sur­ren­der” to Putin’s Sur­ren­der. How Nego­tia­ti­ons with Rus­sia Are Going”.

Quo­te from the arti­cle: “The Rus­si­an side…was actual­ly rea­dy for the Zelenskyy-Putin meeting.

But two things hap­pen­ed, after which a mem­ber of the Ukrai­ni­an dele­ga­ti­on, Mykhailo Podo­li­ak, had to open­ly admit that it was “not the time” for the mee­ting of the presidents. 

The first thing was the reve­la­ti­on of the atro­ci­ties, rapes, mur­ders, mas­sa­c­res, loo­ting, indiscri­mi­na­te bom­bings and hund­reds and thousands of other war cri­mes com­mit­ted by Rus­si­an tro­ops in the tem­pora­ri­ly occu­p­ied Ukrai­ni­an territories…

The second “obsta­cle” to agree­ments with the Rus­si­ans arri­ved in Kyiv on 9 April.”

Details: Accord­ing Ukrain­s­ka Prav­da sources clo­se to Zelen­skyy, the Prime Minis­ter of the United King­dom Boris John­son, who appeared in the capi­tal almost without warning, brought two simp­le messages.

The first is that Putin is a war cri­mi­nal, he should be pres­su­red, not nego­tia­ted with.

And the second is that even if Ukrai­ne is rea­dy to sign some agree­ments on gua­ran­tees with Putin, they are not.

Johnson’s posi­ti­on was that the collec­ti­ve West, which back in Febru­a­ry had sug­gested Zelen­skyy should sur­ren­der and flee, now felt that Putin was not real­ly as power­ful as they had pre­vious­ly ima­gi­ned, and that here was a chan­ce to “press him.”

Three days after John­son left for Bri­tain, Putin went public and said talks with Ukrai­ne “had tur­ned into a dead end”. [Ukrai­ni­an Pravda]

src: click

Was war denn das “second obsti­cle” das da am 09. April in der Ukrai­ne ange­kom­men ist? Ach­so ja, sie­he BBC - click.

Dabei ver­schwei­gen, dass die tak­ti­sche Umstel­lung zur mas­si­ven Auf­rüs­tung der Ukrai­ne mit schwe­ren Angriffs­waf­fen, bereits vier Tage VOR Butscha (29. März 2022) auf einer Kon­fe­renz in der Tür­kei von einem Prä­si­den­ti­al­be­ra­ter der Ukrai­ne ein­ge­for­dert wurde.
src: click

Eben­falls ver­schwei­gen, dass das Atlan­tic Coun­cil die­se For­de­rung zwei Tage VOR Butscha (31. März 2022) über­nom­men und das Nar­ra­tiv kre­iert hat, dass der Wes­ten schwe­re Angriffs­waf­fen jetzt lie­fern müs­se “da sich die Ukrai­ne sonst bald nicht mehr ver­tei­di­gen könne”.
src: click

5.

24. Mai 2022

Selen­skyj die Vor­be­din­gun­gen für Waf­fen­still­stands­ver­hand­lun­gen auf dem World Eco­no­mic Forum leicht abän­dern las­sen. Selen­skyj ist zu dem Zeit­punkt medi­al immer noch Friedenspräsident:

Ukrai­ni­an Pre­si­dent Volo­dym­yr Selen­sky insists on direct talks with Rus­si­an lea­der Vla­di­mir Putin. In an address to the World Eco­no­mic Forum in Davos, he again rejec­ted con­sul­ta­ti­ons through media­tors. If Putin unders­tood rea­li­ty, the­re would be a chan­ce to find a diplo­ma­tic way out of the con­flict. The lea­ders­hip in Moscow should with­draw its tro­ops to the lines befo­re it began its inva­si­on of Ukrai­ne on 24 Febru­a­ry, Selen­skyj deman­ds. “This could be a first step towards talks.” Ukrai­ne will fight until it has regai­ned all its ter­ri­to­ry, he said. (APA/AFP)

src: click

A first step! Wie gnädig.

6.

26. Mai 2022

Kule­ba: The­re are now no pre­con­di­ti­ons for ent­e­ring peace nego­tia­ti­ons, apart from Ukrai­ne “fee­ling” that “they are held in good faith”. And “rus­sia will only come for­ward to hold peace nego­tia­ti­ons [no in good faith used in that phra­sing] - if they are star­ting to lose, and are covering their los­ses, that I can pro­mi­se you.”

[…]

Kule­ba is now open­ly for other nati­ons enga­ging in hel­pful diplo­ma­tic talks that could bring about the end of the war. It is just that “they cant impo­se “new lines of con­ta­ct””, or “touch the ter­ri­to­ri­al inte­gri­ty of Ukrai­ne, as a who­le - at all”.

vgl: click

7.

1. Juni 2022

Man­gott in der ZIB 2:

Das Pro­blem ist, dass Selen­skyj selbst sei­ne Kriegs­zie­le immer anders defi­niert. Manch­mal sagt er die Rus­sen müs­sen aus dem gan­zen Land ver­trie­ben wer­den, also auch von der Krim, manch­mal sagt er - eh, ah, es wird schwie­rig wer­den die Rus­sen aus den Gebie­ten zu ver­trei­ben wo sie vor dem Krieg schon waren, aber was wir jeden­falls tun wer­den ist bis zum letz­ten Mann den Don­bas zu verteidigen.”

src: click

DANN ZWEI MONATE PAUSE

Talk amongst yourself, and deli­be­ra­te how you enjoy­ed the show so far!

Wei­ter gehts!

8.

30. Sep­tem­ber 2022

Ein Präsidential-Dekret von Selen­skyj ver­ab­schie­den las­sen, das es jedem Ukrai­ner unter Stra­fe ver­bie­tet mit Putin zu verhandeln.

DECISIONS

The Natio­nal Secu­ri­ty and Defen­se Coun­cil of Ukraine

on Sep­tem­ber 30, 2022

Regar­ding the extre­me respon­se to the attempt of the Rus­si­an Fede­ra­ti­on to annex the ter­ri­to­ry of our sta­te, in order to gua­ran­tee the secu­ri­ty of the Euro-Atlantic space, Ukrai­ne and the res­to­ra­ti­on of its ter­ri­to­ri­al integrity

Taking into account the results of the mee­ting of the Supre­me Commander-in-Chief’s Staff and having heard the mem­bers of the Natio­nal Secu­ri­ty and Defen­se Coun­cil of Ukrai­ne. The Natio­nal Secu­ri­ty and Defen­se Coun­cil of Ukrai­ne has deci­ded to:

1. To sta­te the impos­si­bi­li­ty of hol­ding nego­tia­ti­ons with the Pre­si­dent of the Rus­si­an Fede­ra­ti­on, Vla­di­mir Putin.

2. To appro­ve the text of the joint appeal of the Pre­si­dent of Ukrai­ne, the Chair­man of the Ver­k­hov­na Rada of Ukrai­ne and the Prime Minis­ter of Ukrai­ne to the North Atlan­tic Trea­ty Organization.

3. The Cabi­net of Minis­ters should urgent­ly pre­pa­re pro­po­sals for a mul­ti­la­te­ral sys­tem of secu­ri­ty gua­ran­tees based on mul­ti­la­te­ral and bila­te­ral agree­ments of Ukrai­ne. I id aim to bring the defen­se poten­ti­al of Ukrai­ne to a level that will ensu­re in the gua­ran­te­ed deter­rence of the Rus­si­an Federation’s wea­pons of aggres­si­on. Streng­t­he­ning Ukraine’s mili­ta­ry sup­port for buil­ding up its defen­se capa­bi­li­ties. Pro­mo­ting the deve­lo­p­ment of the defen­se indus­try and signi­fi­cant­ly incre­a­sing the sca­le and scope of indi­vi­du­al and collec­ti­ve trai­ning of the Ukrai­ni­an military.

4. In the con­text of esca­la­ti­on by the Rus­si­an Fede­ra­ti­on, the Cabi­net of Minis­ters of Ukrai­ne should ensu­re the streng­t­he­ning of Ukraine’s defen­se capa­bi­li­ties by incre­a­sing the sup­ply of mili­ta­ry and tech­ni­cal assi­s­tance. Ukraine

5. To recom­mend to the Ver­k­hov­na Rada of Ukrai­ne to acce­le­ra­te the adop­ti­on of rele­vant draft laws on reli­able sanc­tions and a bet­ter respon­se to the esca­la­ti­on of the Rus­si­an Fede­ra­ti­on in order to advan­ce the state’s defen­se Federation.

Secreta­ry of the Natio­nal Secu­ri­ty and Defen­se Coun­cil of Ukrai­ne Olek­san­dr Danilov

Trans­la­ted with www.DeepL.com/Translator

src: click

9.

17. März 2023

IStGH: Haft­be­fehl gegen Wla­di­mir Putin wird erlas­sen (Wesent­lich für das Ende die­ses Beitrags.)

10.

25. März 2023

Yomi­uri Shim­bun (die japa­ni­sche Tages­zei­tung mit der größ­ten Reich­wei­te) Interview:

On March 23, Ukrai­ni­an Pre­si­dent Wlo­di­mir Zelen­sky gave an exclu­si­ve inter­view to the Yomi­uri Shim­bun, say­ing that Japan, the chair of the Group of Seven (G7) indus­tria­li­zed nati­ons, “needs Japan’s lea­ders­hip” to help Ukrai­ne reco­ver from the Rus­si­an aggres­si­on. He expres­sed hope for civi­li­an assi­s­tance and eco­no­mic coope­ra­ti­on. Regar­ding Chi­na, which has pro­po­sed an ear­ly resump­ti­on of peace nego­tia­ti­ons, he noted that he has not recei­ved any pro­po­sal, and cla­ri­fied that he has reques­ted coope­ra­ti­on with Ukraine’s “10-point peace plan” [Anm.: Der der als ers­ten Punkt “Punish­ment” des Angrei­fers for­dert.] and a sum­mit mee­ting with the Ukrai­ni­an side.

[…]

Mr. Zelen­sky also expres­sed a strong sen­se of urgen­cy about Russia’s cur­rent occup­a­ti­on of nuclear power plants, stres­sing the need for Japa­ne­se know­ledge of nuclear protection.

Regar­ding the pos­si­bi­li­ty of dia­lo­gue with Rus­si­an Pre­si­dent Vla­di­mir Putin, he said that “the con­di­ti­ons are not in place at all” to con­duct peace nego­tia­ti­ons. First, Rus­sia must lea­ve the ter­ri­to­ry,” he said, adding that a cease­fire by Mr. Putin “can­not be trusted”.

Trans­la­ted with www.DeepL.com/Translator

src: click

Am SELBEN TAG in Öster­reich erschienen:

25. März 2023

Der ukrai­ni­sche Außen­mi­nis­ter Dmy­t­ro Kule­ba drängt im „Presse“-Interview auf Bei­trit­te zu Nato und EU, ver­langt mehr Muni­ti­on und schließt einen Rück­zug aus Bach­mut aus.

[…]

Der ukrai­ni­sche Außen­mi­nis­ter Dmy­t­ro Kule­ba drängt im „Presse“-Interview auf Bei­trit­te zu Nato und EU, ver­langt mehr Muni­ti­on und schließt einen Rück­zug aus Bach­mut aus. Er wäre bereit zu Ver­hand­lun­gen mit Ser­gej Law­row, hält Mos­kau aber noch nicht für so weit.

src: click

Aso, jetzt haben wirs dann aber bald, oder?

Und das, dh. der letz­te Satz, ist heu­te Qua­li­täts­jour­na­lis­mus in Österreich.

Sterbt ihr Schweine.

Gezinkte Karten

25. März 2023

ist das Sticht­wort - hier:

https://www.youtube.com/watch?v=Lkxw6MXNtoI

Das sich laut Thors­ten Ben­ner, Glo­bal Public Poli­cy Insti­tu­te, die deut­sche Regie­rung hin­ter die Ohren schrei­ben sol­le, da “im Kampf der Nar­ra­ti­ve” das auch von den “nicht demo­kra­ti­schen Part­nern” als Ant­wort kom­me, selbst wenn man denen zuvor sage, dass man sich jetzt aber wirk­lich für sie inter­es­sie­re, weil ja jetzt Russ­land und Chi­na… - und wir sei­en jetzt ja aber auch wirk­lich zu ernst­haf­ten Koope­ra­tio­nen moti­viert. “Das rei­che nicht mehr.”

Wie kom­me ich jetzt auf die­se öffent­li­che Anhö­rung des aus­wer­ti­gen Aus­schus­ses zum The­ma regel­ba­sier­te inter­na­tio­na­le Ordnung?

(edit: Übri­gens Seh­emp­feh­lung, dh. die­ses Video jetzt bit­te wirk­lich anschau­en. Oben auf “Watch auf You­Tube” cli­cken, das Video ist noch online, kann nur nicht gehot­lin­ked werden.)

Naja, der­Frei­tag hat vor vier Tagen einen Kom­men­tar eines Sozio­lo­gen der Rosa Luxen­burg Stif­tung ver­öf­fent­licht - der wie folgt aufmacht:

Vier tabui­sier­te Wahr­hei­ten über den Ukrainekrieg

Ana­ly­se

Wenn man in Talk­shows oder Zei­tun­gen die Eska­la­ti­ons­ge­fahr des Ukrai­ne­krie­ges anspricht, wird man kalt­ge­stellt. Das liegt auch dar­an, dass die Mei­nungs­ma­cher in die­sem Land links­li­be­ral sind – ihnen geht es mehr um Moral als Realismus

src: click

Da wer­den sich jetzt vie­le fra­gen - was ist denn das für ein ver­que­rer Spin­ner, ist der viel­leicht wie die Wagen­knecht von Putin bezahlt - stellt sich raus, nein -

Ingar Sol­ty ist Fel­low beim Insti­tut für kri­ti­sche Theo­rie e.V. (InkriT), Stich­wort Haber­mas, Refe­rent für Friedens- und Sicher­heits­po­li­tik bei der Rosa Luxen­burg Stif­tung und berät noch vor fünf Mona­ten öffent­lich den deut­schen Aus­wär­ti­g­nen Ausschuss.

Eigent­lich müss­te man den jetzt ja medi­al auf­knüp­fen oder?

Grad kei­ne Maisch­ber­ger zur Hand, die ihn öffent­lich dis­kre­di­tie­ren kann?

Nein?

Na dann stra­fen wir ihn halt wie immer mit dem üblichen -

Kei­ne media­le Reichweite.

edit: Es gibt aber natür­lich auch wie­der gute Nach­rich­ten. Hier sehen sie abso­lut unab­hän­gi­gen Journalismus:

HURE ARSCHLOCH WICHSERSCHWEIN

25. März 2023

Die Medi­en haben alles rich­tig gemacht -

Begrün­dung

- wann haben sie als Pro­mi denn so ent­deckt, dass Putin “so ist”?

Küchen­psy­cho­lo­gie!

und

- “ich mein Putin hats ja auch gesagt, dass er sich das alte Reich zurückwünscht”.

Nein, hat er nicht. Alle vier Quel­len die für die­ses Nar­ra­tiv her­an­ge­zo­gen wer­den, wer­den seit Kriegs­be­ginn sinn­ent­stellt zitiert.

Hier die vier Quel­len: click

Hier Mear­s­hei­mer der in einer Debat­te mit Karl Bildt (ehe­ma­li­ger Minis­ter­prä­si­dent Schwe­dens) dar­auf hin­weist: click

Aber wenn man das nicht in die öffent­li­che Debat­te brin­gen möch­te, son­dern anstatt­des­sen einen voll­kom­men ver­trot­tel­ten Pro­mi zum Krieg befra­gen will, dem die Öffent­licheit ver­traue - bit­te, ich mei­ne es geht doch eh nur dar­um alle und jeden zu verarschen.

Und Die­ter Nuhr war ja auch in Trans­nis­tri­en! Da hat er das retro­ak­tiv per­sön­lich gesehen?

Und was war mit -

Tsche­tsche­ni­en, Ingu­sche­ti­en (und Dage­stan) sei 2000?

Berg­ka­ra­bach, Aser­bai­dschan 2020?

Kasach­stan 2022?

Das waren alles Grenz­kon­flik­te, und wir haben zu jeder Zeit gewusst, das Russ­land hier sei­ne geo­po­li­ti­schen Ein­fluss­sphä­ren schützt, ohne die jewei­li­gen Län­der zu übernehmen.

Aber als Russ­land das auch noch in dem Land ver­sucht hat das im west­li­chen Ein­fluss­be­reich lag, nein, also da ist aus dem Put­ler der verück­te Neo­ko­lo­nia­list gewor­den, der ver­sucht hat an sei­ner Gren­ze und in direk­ter Nach­bar­schaft zum Nato­mit­glied Polen eine Kolo­nie zu errich­ten, dann begon­nen hat die Infra­struk­tur in die­ser Kolo­nie völ­lig zu ver­nich­ten, weil es ihm dann auf­ge­fal­len ist, dass die Ukrai­ne ja poli­tisch so erfolg­reich und frei (REISEFREIHEIT! Timo­thy Sny­der) und unab­hän­gig wer­den hät­te kön­nen, wie ein Land dem der IMF zu kei­ner Zeit eine gute wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung vor­her­ge­sagt hat, und das öko­no­misch immer noch von sei­nen öst­li­chen Regio­nen abhän­gig war, in denen der Groß­teil der Wert­schöp­fung des Lan­des erwirt­schaf­tet wur­de. Die dann tra­di­tio­nell auch noch vor allem mit der rus­si­schen Wirt­schaft ver­knüpft waren… 

Aber das hat man ja 2019 gedreht (Russ­land fiel auch auf­grund eig­ner Sank­tio­nen vom Wich­tigs­ten Han­dels­part­ner der Ukrai­ne auf Posi­ti­on drei zurück.), damit begon­nen hat­te man 2014. Ver­sie­ben­fa­chung von Agrar­ex­por­ten. Erhö­hung der Export­quo­te in der ver­ar­bei­ten­den Indus­trie um 10 Pro­zent­punk­te. Alles durch Expor­te in die EU. Dazu noch Mil­li­ar­den­in­vest­ments west­li­cher Inves­to­ren. Und der Wirt­schafts­out­look der Ukrai­ne war trotz­dem noch Scheis­se. Stellt sich raus, mit ner Ver­sie­ben­fa­chung der Agrar­pro­duk­ti­on ist kein moder­ner Staat zu machen. Hät­te das den Ukrai­nern doch nur vor­her jemand gesagt!

Also als Putin das vol­le Poten­ti­al der Demo­kra­ti­sie­rung die­ses Lan­des gese­hen hat, da hat der doch echt begon­nen das zu machen was er seit 2000 in angren­zen­den Län­dern ohne Demo­kra­ti­sier­surn­gs­po­ten­ti­al gemacht hat!

Und seit dem war ja wohl klar was das für eine Per­son ist!

Ich mein das geht ja gar­nicht, ein geschichts­ver­s­ers­se­ner Revi­sio­nist, der dann mit dem Medi­en­ka­non schritt­wei­se, immer gemein­sam, und immer im Takt der Bericht­erstat­tung auch in der Beur­tei­lung des deut­schen Ver­tei­di­gungs­aus­schus­ses zuerst zu einem Neo­ko­lo­nia­lis­ten wur­de, und dann zu einem Neoimperialisten!

Des­sen durch rus­si­sches Mili­tär gestütz­ter Putsch­ver­such in Kiew mit 190.000 Sol­da­ten (weni­ger in Kiew, die­se Anzahl in der gesam­ten Ukrai­ne) nicht geklappt hat - die alle­samt nicht genug waren um das Land zu beset­zen - und der jetzt auf neve­r­en­ding war of attri­ti­on umge­stellt hat, der aber laut Veli­na Tscha­ka­ro­va (Alp­bach Exper­tin für Geo­po­litk) aktu­ell der Ukrai­ne mehr nutzt als Russ­land. Was wir aber wie­der nicht aus­spre­chen, geschwei­ge denn berich­ten dür­fen, da das Ziel noch min­des­tens 400.000 Tote sind um ent­we­der die Bevöl­ke­rungs­mei­nung in Russ­land zu dre­hen, oder die Eli­ten durch Sank­tio­nen weich­zu­ko­chen doch noch ihr Land aus­zu­ver­kau­fen und lie­ber 100 Jah­re Repa­ra­ti­ons­zah­lun­gen zu leisten.

An einen Frie­dens­prä­si­den­ten des­sen ers­ter Para­graph sei­ner WEIT BEWORBENEN Frie­dens­for­mel “Punish­ment” des Angrei­fers for­dert. Aber kei­ne Angst, er stellt die­se Frie­dens­for­mel auch der gan­zen Welt gra­tis zur Ver­fü­gung! Damit kann man von den US gestütz­te Krie­ge auf der gan­zen Welt beenden!

Dann im VERFICKTEN Inter­view unter “damals habe ich noch nicht gewusst, dass die Ukrai­ne auch noch jemand ande­rer unter­stützt” nicht klar aus­spre­chen kön­nen, wer damit eigent­lich gemeint ist, da man ja PROXY WAR nicht sagen darf, obwohls nach wis­sen­schaft­li­cher Defi­ni­ton einer ist.

Und dann als Maisch­ber­ger die Dohn­anyi HOCHKANT mit “das ist aber nicht Mehr­heits­mei­nung, das ist nicht Mehr­heits­mei­nung” in der ers­ten Woche aus der Sen­dung getre­ten hat, weil der sich erdreis­tet hat fol­gen­des zu behaupten --

Dann gibt es die Posi­ti­on von Klaus von Dohn­anyi, dem alten Trot­tel (öffent­li­che Wahr­neh­mung) der zu alt ist zu wis­sen was hier pas­siert ist, der auf der Aus­le­gung besteht, dass die US hier mit Russ­land allei­ne ver­han­delt hät­ten. Euro­pa wäre nicht in die Ver­hand­lun­gen mit­ein­be­zo­gen wor­den und auf die Schlüs­sel­for­de­rung Russ­lands (Ver­hin­de­rung der Aus­deh­nung der Nato) sei nicht ein­ge­gan­gen wor­den. Alle ande­re Aus­le­gun­gen besa­gen, Russ­land hät­te hier über­bor­dern­de For­de­run­gen gestellt.

Dess­halb haben die US von sich aus beschlos­sen die Gesprächs­for­ma­te im Dezem­ber zu beenden.

Am 24. Febru­ar hat dann Russ­land einen Angriffs­krieg ausgerufen --

bei des­sen Aus­ru­fung die deutsch­spra­chi­gen Medi­en Putin als kom­plett ver­rückt, mit Lager­kol­ler und All­machts­phan­ta­sien dar­ge­stellt haben (auf­grund vor­he­ri­ger frag­wür­di­ger geschichts­phi­lo­so­phi­scher Pos­tu­la­te) -- Per­so­na­li­sie­rung der Kriegs­grün­de vol­le Breitseite.

src: click

Pri­mär­quel­le im fol­gen­den Link:

Klaus von Dohn­anyi wur­de zuvor bereits als “seni­ler 90jähriger” (Habi­tus, Blick in die Kame­ra, Outro, dass das nicht die gän­gi­ge Mei­nung in dem Umfeld sei) [VON FUCKING MAISCHBERGER SELBST] aus der Öffent­lich­keit ver­ab­schie­det. In der Woche dar­auf dann Schäub­le, der Hel­mut Schmidt Sager zur Nato “als nicht sei­ne bes­te Stun­de” kon­tex­tua­li­sie­ren durfte. 

Also mit der Medi­en­ver­tre­te­rin die sich DAS geleis­tet hat, jetzt einen VERFICKTEN KANOSSAGANG ZU INSZENIEREN, in dem man sich den “anders­den­ken­den Posi­tio­nen doch auch annähert -”

wenn man NUR den gemein­sa­men Punkt habe, dass es ja an Putin lie­ge, dass jetzt nicht ver­han­delt wird…

Noch­mal, Cha­ra­ko­va sieht die Vor­zü­ge eines lan­gen Kriegs, wie jeder den­ken­de Mensch bei der Ukrai­ne nicht Russ­land (Sank­tio­nen des Wes­tens), Selen­skyj selbst hat Ver­hand­lun­gen mit Putin PER PRÄSIDENTIALDEKRET und Stra­fe in der gesam­ten Ukrai­ne VERBOTEN, und die ver­fick­ten HUREN DRECKSMEDIEN, die sowohl

- den Aus­gang der ers­ten Ver­hand­lungs­run­de (Nafta­li Ben­nett) - “der Wes­ten woll­te den Krieg nicht zu früh beenden” 

VOLLKOMMEN IGNORIERT HABEN

als auch den Aus­gang der zwei­ten Verhandlungsrunde

- die tür­ki­sche Ver­hand­lungs­de­le­ga­ti­on hat­te bei­de Kon­flikt­part­ner bereits soweit dass sie die Vor­ver­trä­ge unter­schrie­ben hat­ten, als dann plötz­lich die Ukrai­ni­sche Sei­te jede Kor­re­spon­denz abge­bro­chen hat 

VOLLKOMMEN IGNORIERT HABEN

(Pri­mär­quel­len bei­de hier ver­linkt: click )

haben als ver­ein­ter Wes­ten ein KOMPLETTES Frie­dens­ver­hand­lungs­ge­such Russ­lands, über Erdo­gan, das die­ser im Rah­men eines UN Gip­fels wie erbe­ten vor­ge­tra­gen hat, ein­fach unter fer­ner lie­fen am sel­ben Tag NICHT in der Bericht­erstat­tung gebracht, da es Selen­skyj ja bereits abgeleht hat­te -- anstat­des­sen lie­ber mit dem Inhalt einer Rede von Gue­ter­res aufgemacht --

Pri­mär­quel­le:
Also irgend­wie…

UND IHR DRECKSSCHWEINE, IHR HURENWICHSER, IHR SÄUE -- geht jetzt her und insze­niert einen Kanos­sa­gang des Aner­ken­nens ande­rer Stand­punk­te, wenn die­se nur dar­in bestün­den zuzu­ge­ste­hen, dass man mit Russ­land also aktu­ell doch wirk­lich nicht ver­han­deln könne…

Wäh­rend die gesam­te öffent­li­che Initia­ti­ve dar­auf gerich­tet ist JEDEN weg­zu­kan­ten, der auch nur auf mög­li­che Aus­gangs­sze­na­ri­en schielt, und nicht mal ein Ende der Waf­fen­lie­fe­run­gen, son­dern ein Ende der ESKALATION der Waf­fen­lie­fe­run­gen (Kampf­jets) fordert…?

Um was ande­res gehts nicht - jeder der die ukrai­ni­sche Posi­ti­on als “beinhal­tet Din­ge die nicht in ihrem Akti­ons­ra­di­os lie­gen” kri­ti­siert darf im TV nicht mehr statt­fin­den. Denn dann müss­ten die Medi­en ja erklä­ren, wie zur FUCKING Höl­le sie die Öffent­lich­keit STÄNDIG mit “die Ukrai­ne muss das ent­schei­den, wir müs­sen nur lie­fern, was die wol­len” BELOGEN HAT.

Obwohls das öff­t­li­che Nar­ra­tiv des Wes­tens war.

Das aber nicht gestimmt hat.

Und dann haben sich erst mal alle an Scholz abge­ar­bei­tet, weil der sich ja erdreis­tet hat das zu lie­fern was auch ande­re gelie­fert haben, aber nur in einer Stück­zahl von MEHR ALS JEDER ANDERE IN DER EU.

Und das geht ja nun garnicht.

Aber nicht ein­mal an die­sem Punkt wäre die­ser SCHEISS HUREN DRECKS Gesell­schaft auf­ge­fal­len, dass hier etwas nicht stimmt.

Jetzt brauchts aber schnell noch einen Come­di­an der den kon­kre­ten Grund, war­um eigent­lich nicht Kampf­jets?! - nicht kennt, und dann meint, da hät­te jeder in der Öffent­lich­keit ein ande­res Gefühl und die Medi­en berich­ten da nicht drüber…

SCHWACHSINN - die Medi­en berich­ten ein­fach nicht den FUCKING Grund. Inten­si­ve War­tung und Bewaff­nung der Waf­fen­gat­tung die so kom­plex ist, dass sie von der Ukrai­ne erst in 5 Jah­ren gelernt wer­den könn­te, bedeu­tet, die müss­ten zu Home Bases in Nato Staa­ten fliegen.

Wie auch bereits die Pan­zer, die ja angeb­lich alle ohne einen Kriegs­ein­tritt der Nato in Nato­staa­ten gewar­tet und repa­riert wer­den könnten.

Das aber NACH JEDEM EINSATZ der geflo­gen wird.

UND SO BESCHEUERT KANN ÖFFENTLICHKEIT NICHT SEIN, DASS SIE AB DEM MOMENT NICHT CHECKT WAS HIER LÄUFT.

So und das kön­nen Medi­en jetzt nicht berichten.

Also ist Die­ter Nuhr ver­wirrt (“jeder fühlt das anders”), also inter­viewst du jetzt den als “abwei­chen­de Meinung”.

IHR GEHÖRT ERSHCOSSEN.

Noch­mal die letz­te öster­rei­chi­sche Qua­li­täts­zei­tung wur­de am 15.04. auf “die Ukrai­ne muss gewin­nen weil ver­lie­ren kei­ne Opti­on ist” Kurs gebracht - der ver­fick­te Chef­re­dak­teur hat sich in der Woche danach sei­ne Medi­en­part­ner­schaft von der Öster­rei­chisch Ame­ri­ka­ni­schen Gesell­schaft abgeholt.

Als ich damit und mit dem Umstand, dass Öster­reich als neu­tra­les Land über die euro­päi­sche Peace Faci­li­ty Waf­fen­käu­fe für die Ukrai­ne finan­ziert nicht mehr umge­hen konn­te - hat mich die ver­fick­te Scheiss HURE von Psy­cho­the­ra­peu­tin aus der Behand­lung getreten.

Mitt­ler­wei­le durf­te ich mir einen Drei­zei­ler abho­len, dass ich doch gar kei­ne psy­cho­lo­gi­sche Behand­lung mehr benö­ti­ge, da ich doch eh schon so viel erhal­ten hät­te, bin aber trotz­dem noch in mitt­ler­wei­le ambu­lan­ter psy­cho­lo­gi­scher Betreu­ung, die mir aber eben­falls noch die­ser ver­fick­te Scheiss HURENDRECKSSTAAT bezahlt.

Wobei “Betreu­ung” ein gegen­sei­ti­ges hass­erfüll­tes Star­ren in die Augen mei­nes Betreu­ers, und er in mei­ne darstellt.

DIE VERFICKTE SCHEISSHURE von Psy­cho­the­ra­peu­tin die mich aus der Betreu­ung getre­ten hat wird von allen Fehl­leis­tun­gen frei­ge­spro­chen, obwohl man mir noch eine zusätz­li­che bestä­tigt hat (“naja, nor­ma­ler­wei­se schla­gen wir in der klas­si­schen Psy­cho­the­ra­pie kei­ne kon­kre­ten Insti­tu­tio­nen und Fir­men vor bei denen sich unse­re Pati­en­ten bewer­ben sol­len”), die Psy­cho­the­ra­pie die damals noch indu­ziert war ist dann plötz­lich nicht mehr indu­ziert (“sie hat­ten ja schon so viel - und ihr Pro­blem ist poli­tisch…” als ich dann um eine schrift­li­che Begrün­dung ersu­che, kommt ein Drei­zei­ler in einer form­lo­sen Mail ohne Begrün­dung als Begrün­dung! Das muss die­ser wei­ße Kit­tel Bonus sein, von dem die meis­ten Aka­de­mi­ker nur träu­men kön­ne - ver­lo­ge­ne Huren­scheiss Drecks­ge­sell­schaft…). Ich bekomm sie aber dann trotz­dem, ambu­lant - in klei­nen Dosen.

Und die Gesell­schaft wird immer noch von hin­ten bis vor­ne KOMPLETT verarscht.

Zusatz “Sie kön­nen ja ihren Job wech­seln - müs­sen ja nicht mehr Jour­na­lis­mus machen.”

Zusatz mei­ner­seits: Fickt euch ihr Drecks­wich­ser. Ich mach jetzt nichts mehr und stech die ers­te Per­son ab die mei­ne Woh­nungs­tür auftritt.

Und dan­ke für eine Gesell­schaft die sich nicht mehr an Fak­ten ori­en­tiert, son­dern lie­ber dar­an was Die­ter Nuhr als “Anders­den­ken­der” bei Maisch­ber­ger erzählt.

500.000 views. Das ist die Rea­li­tät, wuss­ten sies noch nicht?! Sie kön­nen ja ihren Job wechseln.

SCHICKT MEHR WAFFEN, DAS MENSCHENMATERIAL SCHICKEN WIR. SO BILLIG VERTEIDIGT IHR DEN WESTEN NIE WIEDER!

Kon­text: click

Für die Demokratie!

Pro­pa­gan­da hat immer noch nie­mand entdeckt.

Keep your Journalists dumb 6

23. März 2023

Wie kann man die Bevöl­ke­rung eigent­lich noch belügen?

Stan­dard heute:

Der Beschluss der EU-Außenminister, eine Mil­li­on neue Artil­le­rie­ge­schos­se in den nächs­ten zwölf Mona­ten an die Ukrai­ne zu lie­fern, wird vom Gip­fel bestätigt.

Öster­reich hat sich bei dem Beschluss ent­hal­ten, es betei­ligt sich zwar grund­sätz­lich finan­zi­ell an der EU-Friedensfazilität, mit der Waf­fen­lie­fe­run­gen an die Ukrai­ne finan­ziert wer­den, aber aus Grün­den der Neu­tra­li­tät nur für nicht-tödliche Ausrüstung.

src: click

Äh, Moment - der außer­halb des gene­rel­len EU Bud­gets lau­fen­de Fond der Peace Faci­li­ty in den EU Staa­ten ein­zah­len müs­sen, war doch gera­de NICHT geear­markt, des­halb konn­te man ihn ja sei­tens der Euro­päi­schen Uni­on im aktu­el­len Fall auch für Waf­fen­käu­fe nutzen.

Hier wie die Allo­ka­ti­on in einem sol­chen Fall übli­cher­wei­se verläuft:

The Euro­pean Coun­cil adop­ted, under the Euro­pean Peace Instru­ment (EPF), five assi­s­tance mea­su­res in sup­port of Bos­nia and Her­ze­go­vina (tog­e­ther with Geor­gia, Leba­non, Mau­ri­ti­an and Mozambique).

For Bos­nia, the Coun­cil has allo­ca­ted EUR 10 mil­li­on to the country’s armed for­ces - in line with the assi­s­tance reques­ted by the For­eign Minis­ter of Bos­nia and Her­ze­go­vina last June - which will finan­ce field equip­ment, equip­ment for mili­ta­ry engi­nee­ring and che­mi­cal, bio­lo­gi­cal, radio­lo­gi­cal and nuclear materials.

src: click

Direkt­zi­tat Borrell:

The Euro­pean Peace Faci­li­ty con­ti­nues to show its fle­xi­bi­li­ty and effec­ti­ve­ness in respon­ding to our part­ners’ needs. Today, we have adop­ted five new assi­s­tance mea­su­res to sup­port Bos­nia and Her­ze­go­vina, Geor­gia, Leba­non, Mau­ri­ta­nia and the Rwan­dan deploy­ment to Mozambique.

src: click

WAS ZUR HÖLLE SOLL JETZT BITTE

Öster­reich hat sich bei dem Beschluss ent­hal­ten, es betei­ligt sich zwar grund­sätz­lich finan­zi­ell an der EU-Friedensfazilität, mit der Waf­fen­lie­fe­run­gen an die Ukrai­ne finan­ziert wer­den, aber aus Grün­den der Neu­tra­li­tät nur für nicht-tödliche Ausrüstung.

bedeu­ten?

Naja, stellt sich raus, der Redak­teur kann nicht nicht nur nicht lesen und ist nicht nur PR Opfer, son­dern auch ein kom­plet­ter Vollidiot…

Tan­ner am 28.02.2022 in einer Ant­wort auf eine par­la­men­ta­ri­sche Anfrage:

Hel­me und Schutz­wes­ten für Ukraine

Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Klau­dia Tan­ner (ÖVP): Wir haben beschlos­sen, die Ukrai­ne mit nicht-tödlicher mili­tä­ri­scher Aus­rüs­tung im Rah­men der Euro­päi­schen Frie­dens­fa­zi­li­tät zu unter­stüt­zen. [Anm: Aber eben par­al­lel dazu auch mit Finanz­mit­teln - im Rah­men des sel­ben Instru­ments.] Ins­ge­samt 10.000 Hel­me stel­len wir in die­sem Rah­men bereit. Im Sin­ne unse­rer Kern­auf­ga­be ‚Schutz und Hil­fe‘ zu leis­ten, wol­len wir dies auch im Rah­men der Nach­bar­schafts­hil­fe tun und die ukrai­ni­sche Zivil­be­völ­ke­rung dabei unter­stüt­zen, sich selbst bes­ser zu schützen.“

src: (1|2)

Jour­na­list: Ich steig nicht hin­ter eine aus rhe­to­ri­schen Grün­den gegroup­te Ant­wort (was wär Scho­pen­hau­er stolz) - und schmier die Öffent­lich­keit daher mit ner Lüge zu!

Ich mein, War­um nicht?!

Der­Stan­dard -

Jour­na­lis­mus!

Der­weil die FPÖ:

RÄUSPER:

10929/J XXVII. GP

Ein­ge­langt am 04.05.2022
Die­ser Text wur­de elek­tro­nisch über­mit­telt. Abwei­chun­gen vom Ori­gi­nal sind möglich.

ANFRAGE

der Abge­ord­ne­ten Petra Steger

und wei­te­rer Abgeordneter

an die Bun­des­mi­nis­te­rin für EU und Verfassung

betref­fend Euro­päi­sche Friedensfazilität

Der Euro­päi­sche Rat hat am 22. März 2021 einen Beschluss zur Ein­rich­tung der Euro­päi­schen Frie­dens­fa­zi­li­tät ange­nom­men. Dabei han­delt es sich um ein haus­halts­ex­ter­nes Instru­ment mit einer Mit­tel­aus­stat­tung von rund 5,69 Mil­li­ar­den Euro für den Zeit­raum von 2021 bis 2027, wel­ches durch Bei­trä­ge der EU-Mitgliedstaaten finan­ziert wird. Zweck der Euro­päi­schen Frie­dens­fa­zi­li­tät ist die Finan­zie­rung ope­ra­ti­ver Maß­nah­men im Rah­men der Gemein­sa­men Außen- und Sicher­heits­po­li­tik (GASP) mit mili­tä­ri­schen oder ver­tei­di­gungs­po­li­ti­schen Bezügen.

Im Zuge des Ukraine-Konflikts wur­den zur „Unter­stüt­zung der ukrai­ni­schen Streit­kräf­te“ bis­her drei Unter­stüt­zungs­pa­ke­te auf den Weg gebracht, die über die Euro­päi­sche Frie­dens­fa­zi­li­tät abge­wi­ckelt wur­den. Am 28. Febru­ar 2022 wur­den 500 Mil­lio­nen Euro für Aus­rüs­tung und Mate­ri­al bereit­ge­stellt - dar­un­ter erst­mals auch töd­li­che Angriffs­waf­fen. Am 23. März 2022 wur­den die finan­zi­el­len Mit­tel ver­dop­pelt. Der Gesamt­be­trag wur­de um zusätz­li­che 500 Mil­lio­nen Euro auf­ge­stockt und betrug somit ins­ge­samt 1 Mil­li­ar­de Euro. Am 13. April 2022 wur­den die finan­zi­el­len Mit­tel erneut um 500 Mil­lio­nen Euro auf­ge­stockt, womit sich der ursprüng­li­che Betrag ver­drei­facht hat und der Gesamt­be­trag bereits 1,5 Mil­li­ar­den Euro ausmacht.

Als Mit­glied der Euro­päi­schen Uni­on leis­tet auch Öster­reich einen finan­zi­el­len Bei­trag zur Euro­päi­schen Frie­dens­fa­zi­li­tät, über wel­che die Lie­fe­rung von töd­li­chen Angriffs­waf­fen an die ukrai­ni­schen Streit­kräf­te finan­ziert wird.

Nun ist zwar bekannt, dass sich Öster­reich bei den Abstim­mun­gen über die EU-Militärhilfen an die Ukrai­ne der Stim­me ent­hal­ten hat, doch stell­te Öster­reich den­noch mili­tä­ri­sche Aus­rüs­tung – 10.000 Hel­me und 116 bal­lis­ti­sche Schutz­wes­ten –, sowie 100.000 Liter an Treib­stoff für die Ukrai­ne zur Ver­fü­gung (https://www.parlament.gv.at/EULE/INFOS/). Es ist fest­zu­hal­ten, dass sowohl Hel­me, als auch Schutz­wes­ten und Treib­stoff ohne Zwei­fel für mili­tä­ri­sche Zwe­cke ver­wen­det wer­den kön­nen. Vor die­sem Hin­ter­grund stellt sich die Fra­ge, wie die Bun­des­re­gie­rung kon­trol­liert, dass die­se öster­rei­chi­schen Mit­tel aus­schließ­lich zivi­len Zwe­cken zuge­führt werden?

In die­sem Zusam­men­hang stel­len die unter­fer­tig­ten Abge­ord­ne­ten an die Bun­des­mi­nis­te­rin für EU und Ver­fas­sung nachstehende

Anfra­ge

1. Wel­chen finan­zi­el­len Bei­trag leis­tet Öster­reich für die Euro­päi­sche Friedensfazilität?

2. Wie bewer­ten Sie den Umstand, dass die Finan­zie­rung von töd­li­chen Angriffs­waf­fen für die ukrai­ni­schen Streit­kräf­te über die Euro­päi­sche Frie­dens­fa­zi­li­tät abge­wi­ckelt wird?

3. Ist Öster­reich durch die Abga­be finan­zi­el­ler Bei­trä­ge für die Euro­päi­sche Frie­dens­fa­zi­li­tät an der Lie­fe­rung von töd­li­chen Angriffs­waf­fen an die ukrai­ni­schen Streit­kräf­te beteiligt?

a. Wenn ja: Wie ist dies mit der im Neu­tra­li­täts­ge­setz ver­an­ker­ten immer­wäh­ren­den Neu­tra­li­tät Öster­reichs vereinbar?

b. Wenn nein: Wie wird sicher­ge­stellt, dass Öster­reich kei­nen finan­zi­el­len Bei­trag für Waf­fen­lie­fe­run­gen an einen kriegs­füh­ren­den Staat leistet?

4. In wel­cher Höhe lie­fer­te Öster­reich wel­che Güter im Rah­men der Euro­päi­schen Frie­dens­fa­zi­li­tät an die Ukraine?

5. Wie wird sicher­ge­stellt, dass die gelie­fer­ten Güter – ent­ge­gen dem Titel der EU-Unterstützungspakete „Unter­stüt­zung der ukrai­ni­schen Streit­kräf­te“ – nicht den ukrai­ni­schen Streit­kräf­ten zur Ver­fü­gung gestellt werden?

6. Wie kon­trol­liert Öster­reich, dass die von der Repu­blik an die Ukrai­ne gelie­fer­ten Güter aus­schließ­lich zivi­len Zwe­cken zuge­führt werden?

src: click

Ant­wort:

An Herrn
Mag. Wolf­gang Sobot­ka Präsident des Natio­nal­rats Parlament

1017 Wien

Geschäftszahl: 2022-0.331.069

Sehr geehr­ter Herr Präsident,
Wien, am 4. Juli 2022
10651/AB

vom 04.07.2022 zu 10929/J (XXVII. GP)

die Abge­ord­ne­ten zum Natio­nal­rat Ste­ger, Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen haben am 4. Mai 2022 unter der Nr. 10929/J eine schrift­li­che par­la­men­ta­ri­sche Anfra­ge betref­fend „Europäische Friedensfazilität“ an mich gerichtet.

Die­se Anfra­ge beant­wor­te ich nach den mir vor­lie­gen­den Infor­ma­tio­nen wie folgt:
Zu den Fra­gen 1 bis 6:

Seit dem Inkraft­tre­ten des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­set­zes vom 26. Okto­ber 1955 über die Neutralität Österreichs hat sich unser Verständnis über die Neutralität und die Art, wie wir sie leben, sehr stark gewan­delt. Nicht zuletzt durch den Bei­tritt Österreichs zur Europäischen Uni­on, denn gemäß Art. 23j B-VG nimmt Österreich in vol­lem Umfang an der Gemein­sa­men Sicherheits- und Ver­tei­di­gungs­po­li­tik der Europäischen Uni­on teil. Die iri­sche Klau­sel in Art. 42 Abs. 2 EUV ermöglicht es uns, unse­re militärische Neutralität in Fra­gen der Sicherheits- und Ver­tei­di­gungs­po­li­tik zu wah­ren. Klar ist jedoch, dass Österreich nie­mals poli­tisch neu­tral gegenüber Krieg, Völkerrechtsbruch und Ter­ror sein wird.

Die Koor­di­na­ti­on von Euro­pa­po­li­tik in Österreich liegt gemäß dem Bun­des­mi­nis­te­ri­en­ge­setz 1986, in der nun­mehr gel­ten­den Fas­sung, BGBl. I Nr. 148/2021, im Zusam­men­hang mit der Ent­schlie­ßung des Bundespräsidenten gemäß Art. 77 Abs. 3 B-VG, BGBl. II Nr. 17/2020, in mei­nem Ver­ant­wor­tungs­be­reich. Ich ersu­che aber um Verständnis, dass die kon­kre­ten Fra­gen nicht Gegen­stand mei­nes Voll­zie­hungs­be­rei­ches sind und somit nicht beant­wor­tet wer­den können.

Mag. Karo­li­ne Edtstadler

src: click

So ein Pech aber, auch … Des geht jetzt aber noch weiter - 

921/UEA XXVII. GP - Ent­schlie­ßungs­an­trag (gescann­tes Original)

ENTSCHLIESSUNGSANTRAG

der Abge­ord­ne­ten Petra Steger
und wei­te­rer Abgeordneter
betref­fend Stopp der neu­tra­li­täts­ver­let­zen­den Zah­lun­gen an die Kriegs­par­tei Ukraine

ein­ge­bracht in der 183. Sit­zung des Natio­nal­ra­tes, XXVII. GP, am 15. Novem­ber 2022 im Zuge der Debat­te zu TOP 11, Bericht des Bud­get­aus­schus­ses über die Regie­rungs­vor­la­ge (1669 d.B.): Bun­des­ge­setz über die Bewil­li­gung des Bun­des­vor­anschla­ges für das Jahr 2023 (Bun­des­fi­nanz­ge­setz 2023 - BFG 2023) samt Anla­gen (1787 d.B.) - UG 12 Äußeres

Sowohl bila­te­ral als auch über diver­se EU-Töpfe finan­ziert die Repu­blik Öster­reich die Ukrai­ne und damit eine Kriegs­par­tei. Bereits im Mai 2022 ver­kün­de­te die schwarz-grüne Bun­des­re­gie­rung, der Ukrai­ne mit zusätz­li­chen 46 Mil­lio­nen Euro die „größ­te Aus­zah­lung aus dem AKF [Aus­lands­ka­ta­stro­phen­fonds] aller Zei­ten” zur Ver­fü­gung gestellt zu haben.1 Schon zuvor wur­den aus dem Aus­lands­ka­ta­stro­phen­fonds 17,5 Mil­lio­nen Euro in die Ukrai­ne transferiert.2

Gestei­gert wer­den die­se Zah­lun­gen im Rah­men der Finanz­hil­fen, wel­che - mit öster­rei­chi­scher Betei­li­gung - über die Euro­päi­sche Uni­on Kiew errei­chen. Über die soge­nann­te Euro­päi­sche Frie­dens­fa­zi­li­tät unter­stützt die Repu­blik Öster­reich die ukrai­ni­schen Streit­kräf­te in Mil­lio­nen­hö­he. Die­se Fazi­li­tät finan­ziert sich aus haus­halts­ex­ter­nen Bei­trä­gen der EU-Mitgliedstaaten, wobei Öster­reich einen Bei­trag von 25 Mil­lio­nen Euro öster­rei­chi­schen Steu­er­gelds pro Jahr ein­zahlt. Im Zeit­raum des Mehr­jäh­ri­gen Finanz­rah­mens der EU (2021-2027) sum­miert sich die­ser Bei­trag fol­ge­rich­tig auf 175 Mil­lio­nen Euro.

Nun ist fest­zu­hal­ten, dass die Euro­päi­sche Frie­dens­fa­zi­li­tät dafür her­an­ge­zo­gen wird, um schwe­re Waf­fen­sys­te­me für die ukrai­ni­schen Trup­pen zu finan­zie­ren. 3,1 Mil­li­ar­den Euro(!) wur­den aus die­ser Fazi­li­tät der Ukrai­ne bereits bereit­ge­stellt. Dass Öster­reich, ver­fas­sungs­recht­lich zur Neu­tra­li­tät ver­pflich­tet, einen mil­lio­nen­schwe­ren Bei­trag zu die­ser Fazi­li­tät leis­tet, wel­che der EU als Kriegs­kas­se dient, ist völ­lig inak­zep­ta­bel. Ein Stopp die­ser Zah­lun­gen wäre längst überfällig.

Bila­te­ral stell­te das vor­mals neu­tra­le Öster­reich auch selbst mili­tä­ri­sche Aus­rüs­tung für die Ukrai­ne zur Ver­fü­gung (Hel­me, Split­ter­schutz­wes­ten und Treib­stoff). Die Hel­me wur­den sogar den eige­nen öster­rei­chi­schen Sol­da­ten abge­nom­men, um die­se in wei­te­rer Fol­ge an die Ukrai­ne ver­sen­den zu können.

Bereits am 22./23. Juni 2022 bil­lig­te der Euro­päi­sche Rat eine außer­or­dent­li­che Makro­fi­nanz­hil­fe der Uni­on für die Ukrai­ne in Höhe von bis zu 9 Mil­li­ar­den Euro -dem­nach auch mit der Zustim­mung des öster­rei­chi­schen Bun­des­kanz­lers Karl Neham­mer (ÖVP). Ins­ge­samt hat die EU-Kommission zusam­men mit den Staa­ten nach Anga­ben von EU-Kommissionspräsidentin Ursu­la von der Ley­en bis­her mehr als 19 Mil­li­ar­den Euro für die Ukrai­ne mobilisiert.3

Wie mitt­ler­wei­le bekannt wur­de, benö­tigt die Ukrai­ne die­ses Geld nicht nur, um die Funk­ti­ons­fä­hig­keit der staat­li­chen Struk­tu­ren auf­recht­zu­er­hal­ten, son­dern bezahlt mit die­sen EU-Geldern auch den Sold der ukrai­ni­schen Soldaten.4 Öster­reich finan­ziert dem­entspre­chend die Trup­pen einer Kriegspartei .

Doch nicht nur das ukrai­ni­sche Mili­tär wird über die EU-Milliarden finan­ziert, son­dern auch die Kriegs­in­dus­trie der Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Amerika.

Die Ukrai­ne braucht neben den Kriegs­kos­ten erheb­li­che Liqui­di­tät, weil sie sämt­li­che von den USA gelie­fer­te Waf­fen bezah­len muss. Grund­la­ge der Zusam­men­ar­beit zwi­schen Washing­ton und Kiew ist der ‚Lend and Lea­se Act 2022’. Er ent­spricht einer ähn­li­chen Ver­ein­ba­rung, die die USA im Jahr 1941 mit Groß­bri­tan­ni­en und der Sowjet­uni­on abge­schlos­sen hat­ten. Dem­nach wer­den Kriegs­ge­rät, Aus­rüs­tung und Kraft­stoff von der US-Regierung an den Part­ner ledig­lich ver­lie­hen oder ver­pach­tet und müss­ten nach dem Krieg zurück­ge­führt wer­den. Weil Kriegs­ge­rät meist beschä­digt oder zer­stört wird, haben die Waf­fen oft zum Ende des Krie­ges ledig­lich Schrott­wert. Dah­erhat die US-Regierung ein Inter­es­se, dass die Ukrai­ne ihre Leasing-Verträge auch pünkt­lich erfül­len kann. 5

Die von der EU über­mit­tel­ten Mil­li­ar­den wer­den fol­ge­rich­tig dafür her­an­ge­zo­gen, die ame­ri­ka­ni­schen Lie­fe­run­gen an Waf­fen und Aus­rüs­tung zu finan­zie­ren. Über das Schlacht­feld der Ukrai­ne spon­sern die EU-Mitgliedstaaten dem­nach in Wahr­heit die US-Kriegsindustrie.

Noch ein wei­te­rer Aspekt ist in die­sem Zusam­men­hang mehr als bemerkenswert:

Die Finan­cial Times (FT) berich­tet, dass meh­re­re offi­zi­el­le Regie­rungs­ver­tre­ter aus Washing­ton den Druck auf EU-Verantwortliche erhöht haben, Geld nach Kiew zu über­wei­sen. [ …] Die US-Beamten sag­ten der EU, es wäre bes­ser, das Geld als nicht rück­zahl­ba­re Zuschüs­se zu gewäh­ren und nicht als Dar­le­hen. Die EU sol­le einen Mecha­nis­mus ein­rich­ten, über den auto­ma­tisch monat­lich Geld in das ukrai­ni­sche Bud­get flie­ßen könn­te. 6

Weni­ge Wochen spä­ter folg­ten die Staats­chefs der EU-Mitgliedstaaten - so auch der öster­rei­chi­sche Kanz­ler Karl Neham­mer (ÖVP) - den Anwei­sun­gen aus Washington.

In den Schluss­fol­ge­run­gen des Euro­päi­schen Rates vom 20./21. Okto­ber 2022 ersucht die­ser „die Kom­mis­si­on, eine stär­ker struk­tu­rier­te Lösung für die Bereit­stel­lung von Unter­stüt­zung für die Ukrai­ne vor­zu­le­gen, und den Rat, die­se Lösung voranzubringen”.7 Die „Tages­schau” hält hier­zu fest:

Zum Abschluss wur­den der Ukrai­ne Wirt­schafts­hil­fen in Aus­sicht gestellt: 1,5 Mil­li­ar­den Euro soll das Land erhal­ten - pro Monat. 8

18 Mil­li­ar­den Euro(!) sol­len dem­entspre­chend 2023 der Ukrai­ne zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Der dies­be­züg­lich mitt­ler­wei­le vor­lie­gen­de Ver­ord­nungs­vor­schlag der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on hält dar­über hin­aus noch eine wei­te­re, völ­lig inak­zep­ta­ble For­de­rung bereit: Arti­kel 14 des Ver­ord­nungs­vor­schla­ges sieht näm­lich vor, dass die EU die­se Mit­tel auf den Kapi­tal­märk­ten aufnimmt- dem­nach wie­der­um neue Schul­den macht!9 Die­se Ver­ge­mein­schaf­tung wei­te­rer Schul­den ist voll­um­fäng­lich abzulehnen.

Zusam­men­fas­send ist fest­zu­hal­ten, dass die schwarz-grüne Bun­des­re­gie­rung das ver­fas­sungs­mä­ßig ver­an­ker­te Neu­tra­li­täts­ge­bot seit Beginn des Ukraine-Krieges sträf­lich miss­ach­tet und die jahr­zehn­te­lan­ge, erfolg­rei­che Tra­di­ti­on unse­rer Hei­mat als neu­tra­ler Staat bis zur Unkennt­lich­keit aus­ge­höhlt hat. Sowohl bila­te­ral als auch über EU-Töpfe hat Öster­reich eine Kriegs­par­tei in Mil­lio­nen­hö­he unter­stützt. Nicht nur, dass die­ses Geld drin­gend in der Hei­mat gebraucht wür­de, wer­den damit noch dazu aus­län­di­sche Trup­pen und die Kriegs­in­dus­trie der USA finan­ziert. Die­se neu­tra­li­täts­ver­let­zen­den Zah­lun­gen sind einzustellen.

In die­sem Zusam­men­hang stel­len die unter­fer­tig­ten Abge­ord­ne­ten nachstehenden

Ent­schlie­ßungs­an­trag

Der Natio­nal­rat wol­le beschließen:

Die Bun­des­re­gie­rung wird auf­ge­for­dert, die Zur­ver­fü­gung­stel­lung von Finanz­mit­teln, sowohl bila­te­ral als auch über Finan­zie­rungs­me­cha­nis­men der Euro­päi­schen Uni­on, an die Kriegs­par­tei Ukrai­ne ein­zu­stel­len und eine dem Neu­tra­li­täts­ge­bot ent­spre­chen­de Außen­po­li­tik wiederherzustellen.”

src: click

Abge­lehnt.

Neue Anfra­ge 26.01.2023

Ein­ge­langt am 26.01.2023
Die­ser Text wur­de elek­tro­nisch über­mit­telt. Abwei­chun­gen vom Ori­gi­nal sind möglich.

ANFRAGE

der Abge­ord­ne­ten Petra Steger

an die Bun­des­mi­nis­te­rin für EU und Ver­fas­sung im Bundeskanzleramt

betref­fend Zah­lun­gen Öster­reichs an die Kriegs­par­tei Ukrai­ne im Jahr 2022

Seit dem Aus­bruch des Krie­ges zwi­schen Russ­land und der Ukrai­ne haben die Euro­päi­sche Uni­on und ihre Mit­glied­staa­ten – so auch Öster­reich – die Ukrai­ne in Mil­li­ar­den­hö­he unter­stützt. Ins­ge­samt wur­den im Jahr 2022 rund 22,8 (!) Mil­li­ar­den Euro in die Ukrai­ne transferiert.[1]

Bereits am 22./23. Juni 2022 bil­lig­te der Euro­päi­sche Rat eine außer­or­dent­li­che Makro­fi­nanz­hil­fe der Uni­on für die Ukrai­ne in Höhe von bis zu 9 Mil­li­ar­den Euro – dem­nach auch mit der Zustim­mung des öster­rei­chi­schen Bun­des­kanz­lers Karl Neham­mer (ÖVP). In mitt­ler­wei­le sechs Tran­chen wur­de der Gesamt­be­trag von 3,1 Mil­li­ar­den Euro für Waf­fen­lie­fe­run­gen an die Ukrai­ne über die soge­nann­te Euro­päi­sche Frie­dens­fa­zi­li­tät bereitgestellt.

Im Rah­men der Fra­ge­stun­de am 14. Dezem­ber 2022 ant­wor­te­te Mag. Caro­li­ne Edt­stad­ler, Bun­des­mi­nis­te­rin für EU und Ver­fas­sung, auf mei­ne Fra­ge, wel­che Kon­trol­len geschaf­fen wur­den, um die Ver­wen­dung die­ser Gel­der effek­tiv nach­voll­zie­hen zu kön­nen wie folgt:

Und ich darf noch ein­mal sagen, dass das Kre­di­te sind, deren Ein­hal­tung für die Zwe­cke natür­lich kon­trol­liert wird – und zwar von der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on selbst. […] Jeder Cent wird dort ankom­men, wo er gebraucht wird.

Öster­reich finan­ziert fol­ge­rich­tig bila­te­ral und über diver­se EU-Töpfe ent­ge­gen dem Neu­tra­li­täts­ge­bot eine Kriegspartei.

In die­sem Zusam­men­hang stellt die unter­fer­tig­te Abge­ord­ne­te an die Bun­des­mi­nis­te­rin für EU und Ver­fas­sung im Bun­des­kanz­ler­amt nachstehende

Anfra­ge

1. Für wel­che Zwe­cke wur­den sämt­li­che von Öster­reich geleis­te­ten Zah­lungs­hil­fen an die Kriegs­par­tei Ukrai­ne ver­wen­det? (Bit­te um tabel­la­ri­sche Auf­lis­tung aller Geld­trans­fers Öster­reichs – bis auf den Cent genau – an die Ukrai­ne im Jahr 2022, sowie deren kon­kre­te Verwendungszwecke)

2. Wel­che Maß­nah­men wur­den ergrif­fen, um die­se Mit­tel­ver­wen­dung effek­tiv kon­trol­lie­ren zu kön­nen? (Bit­te um tabel­la­ri­sche Auf­lis­tung aller Kon­troll­me­cha­nis­men, wel­che die jewei­li­gen Geld­trans­fers Öster­reichs begleiteten)

3. Ist es mög­lich, die exak­te Mit­tel­ver­wen­dung auf den Cent genau zu kontrollieren?

a. Wenn nein, haben Sie dies­be­züg­lich in der Natio­nal­rats­sit­zung am 14. Dezem­ber die Unwahr­heit gesagt?

4. In wel­cher Höhe hat Öster­reich im Jahr 2022 die Kriegs­par­tei Ukrai­ne auf bila­te­ra­ler Ebe­ne finan­zi­ell unterstützt?

5. Wann und über wel­che Bud­get­töp­fe erfolg­ten die­se Transfers?

6. An wel­che Zwe­cke waren die­se Trans­fers gebunden?

7. Wie wur­de die­se Zweck­ge­bun­den­heit der Mit­tel in der Ukrai­ne kon­kret kontrolliert?

8. Wel­che Kon­troll­me­cha­nis­men wur­den dies­be­züg­lich geschaf­fen und wel­che öster­rei­chi­schen Behör­den waren im Jahr 2022 für die­se Kon­trol­len zuständig?

9. Wie vie­le Ver­tre­ter die­ser Kon­troll­be­hör­den waren in der Ukrai­ne für wie lan­ge vor Ort?

10. In wel­cher Höhe hat Öster­reich die Ukrai­ne auf bila­te­ra­ler Ebe­ne in den Jah­ren 2020 und 2021 finan­zi­ell unterstützt?

11. Wann und über wel­che Bud­get­töp­fe erfolg­ten die­se Transfers?

12. In wel­chem Wert stell­te die Repu­blik Öster­reich mate­ri­el­le Güter (bspw. Schutz­hel­me, Treib­stoff, Schutz­wes­ten) im Jahr 2022 der Kriegs­par­tei Ukrai­ne auf bila­te­ra­ler Ebe­ne zur Verfügung?

13. Um wel­che mate­ri­el­len Güter han­del­te es sich kon­kret und in wel­cher Menge?

14. Wie hoch war der Anteil Öster­reichs an diver­sen EU-Töpfen und Finan­zie­rungs­hil­fen der EU, inklu­si­ve der Makro­fi­nanz­hil­fen, wel­che im Jahr 2022 der Kriegs­par­tei Ukrai­ne zur Ver­fü­gung gestellt wurden?

15. Wann und über wel­che Bud­get­töp­fe erfolg­ten die­se Transfers?

16. An wel­che Zwe­cke waren die­se Trans­fers gebunden?

17. Wie wur­de die­se Zweck­ge­bun­den­heit der Mit­tel in der Ukrai­ne kon­kret kontrolliert?

18. Wel­che Kon­troll­me­cha­nis­men wur­den dies­be­züg­lich geschaf­fen und wel­che öster­rei­chi­schen bzw. euro­päi­schen Behör­den waren im Jahr 2022 für die­se Kon­trol­len zuständig?

19. Wie vie­le Ver­tre­ter die­ser Kon­troll­be­hör­den waren in der Ukrai­ne für wie lan­ge vor Ort?

20. In wel­chem Wert stell­te die Repu­blik Öster­reich mate­ri­el­le Güter (bspw. Schutz­hel­me, Treib­stoff, Schutz­wes­ten) im Jahr 2022 der Kriegs­par­tei Ukrai­ne im Rah­men von Unter­stüt­zungs­maß­nah­men der EU zur Verfügung?

21. Um wel­che mate­ri­el­len Güter han­del­te es sich kon­kret und in wel­cher Menge?

22. In wel­cher Höhe hat Öster­reich bis­her pro Jahr Mit­tel in das haus­halts­ex­ter­ne Instru­ment der soge­nann­ten Euro­päi­schen Frie­dens­fa­zi­li­tät eingezahlt?

23. In wel­cher Höhe wird Öster­reich im Jahr 2023 Mit­tel in das haus­halts­ex­ter­ne Instru­ment der soge­nann­ten Euro­päi­schen Frie­dens­fa­zi­li­tät einzahlen?

24. In wel­cher Höhe hat Öster­reich im Jahr 2022 die Kriegs­par­tei Ukrai­ne über Zah­lungs­töp­fe von diver­sen inter­na­tio­na­len Orga­ni­sa­tio­nen unterstützt?

25. Wann und über wel­che Bud­get­töp­fe erfolg­ten die­se Transfers?

26. An wel­che Zwe­cke waren die­se Trans­fers gebunden?

27. Wie wur­de die­se Zweck­ge­bun­den­heit der Mit­tel in der Ukrai­ne kon­kret kontrolliert?

28. Wel­che Kon­troll­me­cha­nis­men wur­den dies­be­züg­lich geschaf­fen und wel­che öster­rei­chi­schen bzw. inter­na­tio­na­len Behör­den waren im Jahr 2022 für die­se Kon­trol­len zuständig?

29. Wie vie­le Ver­tre­ter die­ser Kon­troll­be­hör­den waren in der Ukrai­ne für wie lan­ge vor Ort?

30. In wel­chem Wert stell­te die Repu­blik Öster­reich mate­ri­el­le Güter (bspw. Schutz­hel­me, Treib­stoff, Schutz­wes­ten) im Jahr 2022 der Kriegs­par­tei Ukrai­ne im Rah­men von Unter­stüt­zungs­maß­nah­men von inter­na­tio­na­len Orga­ni­sa­tio­nen zur Verfügung?

31. Um wel­che mate­ri­el­len Güter han­del­te es sich kon­kret und in wel­cher Menge?

32. Sehen Sie – ähn­lich wie Finanz­mi­nis­ter Dr. Magnus Brun­ner in der Anfra­ge­be­ant­wor­tung 12669/AB – kei­nen Hand­lungs­be­darf bei der Betei­li­gung Öster­reichs an EU-Finanzierungshilfen für die Kriegs­par­tei Ukrai­ne, obwohl Sie wis­sen, dass die Ukrai­ne die­se Gel­der dafür ver­wen­det, ukrai­ni­sche Sol­da­ten zu finanzieren?

33. Sehen Sie in der Finan­zie­rung aus­län­di­scher Trup­pen einer Kriegs­par­tei kei­ne Ver­let­zung der öster­rei­chi­schen Neutralität?

34. Wie erklä­ren Sie sich, dass dem Finanz­mi­nis­ter kei­ne Infor­ma­tio­nen dar­über vor­lie­gen, dass die Ukrai­ne mit den EU-Geldern ame­ri­ka­ni­sche Waf­fen­lie­fe­run­gen finan­ziert, wo doch angeb­lich die Mit­tel­ver­wen­dung bis auf den Cent genau kon­trol­liert wird?

35. Lie­gen Ihnen dem­entspre­chen­de Infor­ma­tio­nen vor?

a. Wenn nein, wie ist das vor dem Hin­ter­grund zu erklä­ren, dass angeb­lich die Mit­tel­ver­wen­dung bis auf den Cent genau kon­trol­liert wird?

36. Kön­nen Sie garan­tie­ren, dass kein Cent der EU-Finanzierungshilfen an die Ukrai­ne dafür her­an­ge­zo­gen wird, um ame­ri­ka­ni­sche Waf­fen­lie­fe­run­gen zu finanzieren?

src: click

Anfra­ge­be­ant­wor­tung?

Noch kei­ne, das dauert…

STERBT IHR VERFICKTEN WICHSER.

DIESE GESELLSCHAFT IST DAS ABSOLUT GROTESK ALLERLETZTE.

edit: Ralph Janik, Jugend Mer­ka­tor, Erwach­se­nen­al­ter Alp­bach - sei­ner­seits das ers­te VERFIKTE Arsch­loch das nach dem ECFR Agen­da­set­ting “die Bevöl­ke­rung auf einen lang­an­dau­ern­den Krieg ein­zu­stel­len” -- begon­nen hat öffent­lich gegen außen­po­li­ti­sche Rea­lis­ten und Pazi­fis­ten zu het­zen -

hat bei der Wie­ner Zei­tung noch schnell eine Nebel­gra­na­te geworfen.

Außer­dem ver­mischt Kickl einen poli­ti­schen Neu­tra­li­täts­be­griff mit dem ver­fas­sungs­recht­li­chen. Öster­reichs Neu­tra­li­tät ist mili­tä­ri­scher Art, wirt­schaft­li­che Sank­tio­nen haben damit nichts zu tun. Der FPÖ-Klubobmann sagt auch, Öster­reich wür­de sich bei Muni­ti­ons­käu­fen betei­li­gen und so Völ­ker­recht bre­chen. Das stimmt laut Janik so nicht: Fakt sei zwar, dass man sich nicht an Munitions- oder Waf­fen­käu­fen betei­li­gen dür­fe, das aber auch nicht pas­siert. Öster­reichs Zah­lun­gen sind aber an medi­zi­ni­sches Mate­ri­al und Schutz­aus­rüs­tung wie Hel­me zweck­ge­bun­den, wie das Bun­des­heer bestätigt.

src: click

Hier stimmt GRÖBER etwas nicht. Öster­reich leis­tet Zah­lun­gen an die Euro­pean Peace faci­li­ty. Wie die kon­trol­liert oder zweck­ge­bun­den wer­den, kann Edt­stad­ler auf eine par­la­men­ta­ri­sche Anfra­ge hin nicht beant­wor­ten, da sie nicht das aus­füh­ren­de Organ ist, das sei die Euro­päi­sche Kommission.

Aber das Bun­des­heer kann bestä­ti­gen, dass die Gel­der zweck­ge­bun­den ver­wen­det werden?

Nein, das Bun­des­heer kann viel­leicht bestä­ti­gen dass Zah­lun­gen über die peace faci­li­ty an das Öster­rei­chi­sche Bun­des­heer zweck­ge­bun­den sind. Dh. dass das öster­rei­chi­sche Bun­des­heer nur medi­zi­ni­sche Güter, Schutz­aus­rüs­tung oder Hel­me liefert.

Das öster­rei­chi­sche Bun­des­heer hat kei­nen Ein­blick in den Ver­tei­lungs­schlüs­sel der euro­päi­schen Kommission.

Öster­reich zahlt einen Bei­trag von 25 Mil­lio­nen Euro jähr­lich in die euro­päi­sche peace faci­li­ty ein. Das öster­rei­chi­sche Bun­des­heer lie­fert bis­her nicht das Equi­va­lent an Hel­men, medi­zi­ni­scher oder Schutzausrüstung.

In den dun­kels­ten und schwers­ten Stun­den, die die Ukrai­ne der­zeit erlebt, ste­hen wir dem Land und sei­ner Bevöl­ke­rung soli­da­risch zur Sei­te”, erklär­te Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Klau­dia Tan­ner (ÖVP) laut Aus­sendung. “Daher haben wir beschlos­sen, die Ukrai­ne mit nicht-tödlicher mili­tä­ri­scher Aus­rüs­tung im Rah­men der Euro­päi­schen Frie­dens­fa­zi­li­tät zu unter­stüt­zen. Ins­ge­samt 10.000 Hel­me stel­len wir in die­sem Rah­men bereit. Im Sin­ne unse­rer Kern­auf­ga­be ‘Schutz und Hil­fe’ zu leis­ten, wol­len wir dies auch im Rah­men der Nach­bar­schafts­hil­fe tun und die ukrai­ni­sche Zivil­be­völ­ke­rung dabei unter­stüt­zen, sich selbst bes­ser zu schützen.”

src: click

Die 10.000 Hel­me erklä­ren nicht die Ver­wen­dung der 25 Mil­lio­nen an Zah­lun­gen im Rah­men die­ses Finanzierungsinstruments.

Hier die Bestä­ti­gung wie Öster­reich sei­nen “Son­der­weg” recht­lich defi­niert hat:

Tra­di­tio­nell dür­fen neu­tra­le Staa­ten weder selbst Waf­fen an Kriegs­par­tei­en lie­fern noch ihr Gebiet dafür zur Ver­fü­gung stellen.[16] Das gilt ent­ge­gen der ursprüng­li­chen Bestim­mun­gen im V.[17] und XIII. Haa­ger Abkom­men 1907[18] auch für Expor­te durch pri­va­te Unternehmen.[19] Eben­so ver­letzt die mas­si­ve finan­zi­el­le Unter­stüt­zung zum Ankauf von Waf­fen die neu­tra­li­täts­recht­li­che Enthaltungspflicht.[20] Wohl­ge­merkt wer­den Staa­ten dadurch aller­dings nicht zu „Mit­krieg­füh­ren­den“ – dazu braucht es ein höhe­res Maß an direk­ter Betei­li­gung an krie­ge­ri­schen Handlungen.[21] Weder Kennt­nis über die Ver­wen­dung von Gel­dern noch direk­te Waf­fen­lie­fe­run­gen rei­chen dafür aus.[22]

Unab­hän­gig davon gibt es stets Raum für krea­ti­ve Son­der­we­ge. So hat sich Öster­reich beim Beschluss zur Finan­zie­rung töd­li­cher Kampf­mit­tel für die Ukrai­ne kon­struk­tiv ent­hal­ten. Der öster­rei­chi­sche Anteil an der „Euro­päi­schen Frie­dens­fa­zi­li­tät“ soll daher nicht für die Beschaf­fung von Waf­fen ver­wen­det wer­den, son­dern für zivi­le Zwe­cke wie den Wiederaufbau.[23] Dabei han­del­te es sich aller­dings ein­mal mehr um eine poli­ti­sche Ent­schei­dung: Auf EU-Ebene tritt die Neu­tra­li­tät wie gesagt hin­ter die GASP zurück. Man darf sich fra­gen, ob Öster­reich auf Grund­la­ge eines Rats­be­schlus­ses Waf­fen für Kriegs­par­tei­en mit­fi­nan­zie­ren oder selbst expor­tie­ren dürfte.

src: click

Fuss­no­te 23 ver­weist auf fol­gen­den Medienartikel:

Die Euro­päi­sche Uni­on beschließt, den Kauf und die Lie­fe­rung von Waf­fen und ande­rer Aus­rüs­tung für die Ukrai­ne zu finan­zie­ren. “Dies ist ein Wen­de­punkt für unse­re Uni­on”, betont Kom­mis­si­ons­prä­si­den­tin Ursu­la von der Ley­en. Ins­ge­samt 500 Mil­lio­nen Euro – 450 Mil­lio­nen für Waf­fen­lie­fe­run­gen, 50 Mil­lio­nen für ande­re Aus­rüs­tung – etwa Treib­stoff und Schutz­aus­rüs­tung – aus der “Euro­päi­schen Frie­dens­fa­zi­li­tät” wer­den zu die­sem Zweck bereit­ge­stellt. Öster­reich unter­stützt bei­de Maß­nah­men, macht jedoch in Bezug auf die Lie­fe­rung leta­ler Aus­rüs­tung von der kon­struk­ti­ven Ent­hal­tung Gebrauch und wird die­se nicht mit­fi­nan­zie­ren, son­dern einen frei­wil­li­gen Bei­trag zu einer ande­ren, nicht-sensiblen Maß­nah­men im Rah­men der “Euro­päi­schen Frie­dens­fa­zi­li­tät” leis­ten. Öster­reich hat daher bei der Annah­me der Unter­stüt­zungs­maß­nah­men eine Pro­to­koll­erklä­rung mit dem Hin­weis auf den beson­de­ren Cha­rak­ter der öster­rei­chi­schen Sicherheits- und Ver­tei­di­gungs­po­li­tik (mili­tä­ri­sche Neu­tra­li­tät) abge­ge­ben. Die “Euro­päi­sche Frie­dens­fa­zi­li­tät” (“Euro­pean Peace Faci­li­ty”, kurz EPF) ist ein 2021 ein­ge­rich­te­tes Finan­zie­rungs­in­stru­ment der EU, das auch dazu genutzt wer­den kann, um die Fähig­kei­ten von Streit­kräf­ten in Part­ner­län­dern zu stär­ken. Bis 2027 ist die EPF mit rund 5,7 Mil­li­ar­den Euro an außer­bud­ge­tä­ren Mit­teln aus­ge­stat­tet. Es ist nun das ers­te Mal, dass die Euro­päi­sche Uni­on ein Land, wel­ches mili­tä­risch ange­grif­fen wird, auf die­se Wei­se unterstützt. 

src: click

Öster­reich habe eine Pro­to­koll­erklä­rung abgegeben.

The use of the EPF must be appro­ved unani­mous­ly by EU mem­ber sta­tes, but in the case of an assi­s­tance mea­su­re that invol­ves the trans­fers of let­hal mili­ta­ry equip­ment, EU mem­ber sta­tes can con­struc­tively abs­tain and allo­ca­te cor­re­spon­ding con­tri­bu­ti­ons to ano­t­her EPF assi­s­tance mea­su­re instead.28 This is likely a way of accom­mo­da­ting EU mem­ber sta­tes that are hesi­tant to con­tri­bu­te to an assi­s­tance mea­su­re that fore­sees the fun­ding of such equip­ment in light of their tra­di­ti­on of neu­tra­li­ty or other rela­ted con­sti­tu­tio­nal constraints.29 Aus­tria, Ire­land and Mal­ta, for instance, are exempt from the EPF’s assi­s­tance mea­su­re for the sup­ply of wea­pons to Ukrai­ne (alt­hough they are con­tri­bu­tors to the ‘non-lethal’ packa­ge of assi­s­tance mea­su­res in sup­port of Kyiv).30

src: click

30 See e.g. Mur­phy, D., ‘Ire­land to “con­struc­tively abs­tain” from EU arms packa­ge for Ukrai­ne’, RTE, 27 Feb. 2022;
and Coun­cil of the Euro­pean Uni­on, ‘Coun­cil Decisi­on (CFSP) 2022/339 of 28 Febru­a­ry 2022 on an assi­s­tance measure
under the Euro­pean Peace Faci­li­ty to sup­port the Ukrai­ni­an Armed For­ces
’, Offi­cial Jour­nal of the Euro­pean Union,
L61, 28 Feb. 2022.

Die Fuss­no­te gibt das aber nicht her.

Swe­dish Defence Rese­arch Agen­cy, 22. März 2021, dh vor dem Krieg:

Arms export controls

The­re are also some chal­len­ges wit­hin the EU. For examp­le, coun­tries such as Ire­land, Aus­tria and Mal­ta have arms export con­trols ensh­ri­ned in their constitutions.

And cri­tics in coun­tries such as Swe­den and the Nether­lands claim that arms exports can lead to unde­s­i­ra­ble con­se­quen­ces and run coun­ter to the noti­on of EU as a peace pro­ject,” says Eva Hagström Frisell.

The EPF could crea­te a uni­que situa­ti­on for Swe­den, which could requi­re a “con­struc­ti­ve absten­ti­on”, if a decisi­on wit­hin the EPF, for examp­le, were to con­flict with Swe­dish priorities.

Con­struc­ti­ve absten­ti­on is a pos­si­bi­li­ty con­tai­ned in the EU Trea­ty, regar­ding the com­mon for­eign and secu­ri­ty poli­cy. It means that a coun­try can abs­tain from a decisi­on that requi­res unani­mous appro­val, without app­ly­ing a veto. Neit­her will the abs­tai­ning coun­try be bound by the decisi­on”, says Eva Hagström Frisell.

That would put Swe­den in an unusu­al and, accord­ing to Eva Hagström Fri­sell, some­what awk­ward situation.

This is becau­se Swe­den wants to be part of the core of EU coope­ra­ti­on and the EU is our most important secu­ri­ty poli­cy arena.”

src: click

Hier wie ver­mu­tet die Bestä­ti­gung Öster­reich habe sich nur bei der LIEFERUNG let­ha­ler Waf­fen nicht beteiligt:

It should be noted that not all EU mem­ber sta­tes are ali­gned with the decisi­on to pro­vi­de wea­pons to Ukrai­ne, and the EU’s messaging around the EPF has been per­plex­ing at times. Con­sis­tent with their long­stan­ding poli­ci­es of mili­ta­ry neu­tra­li­ty as non-NATO mem­ber sta­tes of the EU, Ire­land, Mal­ta and Aus­tria have abs­tai­ned from sen­ding let­hal wea­pon­ry, opting to pro­vi­de non-lethal mate­ri­el (e.g., hel­mets, medi­cal equip­ment and body armor). And EU coun­tries that are NATO mem­ber sta­tes have eit­her been slow to respond to Ukraine’s request for wea­pons, or wea­pons pro­mi­sed have not mate­ria­li­zed.

EPF effec­ti­ve­ness has also been ham­pe­red by messaging issu­es. On Febru­a­ry 27, EU For­eign Affairs Chief Joseph Bor­rell clai­med that the EPF would sup­ply figh­ter jets to Ukrai­ne. This promp­ted outra­ge among EU diplo­mats, who noted that such a com­ment ris­ked esca­la­ting the con­flict. Accord­ing to an inves­ti­ga­ti­on, and con­tra­ry to Borrell’s claim, the EU had only agreed to pro­vi­de equip­ment such as auto­ma­tic rif­les, ammu­ni­ti­on, air defen­se sys­tems and mor­tars. Such teething pro­blems on messaging will need to be iro­ned out.

src: click

Abs­tai­ned bedeu­tet laut der hier ver­link­ten Quel­le man “wer­de selbst kei­ne Waf­fen liefern”:

IE’s dis­cus­sions with EU experts and top mem­ber sta­tes diplo­mats reve­als that alt­hough the decisi­on to mobi­li­se the Euro­pean Peace Faci­li­ty has been recei­ved with unity, not all EU coun­ties are in line on the specifics.

Ire­land, Mal­ta and Aus­tria abs­tai­ned from pro­vi­ding let­hal wea­pons to Ukrai­ne, due to what seems to be legal bar­ri­ers ensh­ri­ned in their constitutions.

src: click

Anstat­des­sen habe man sich dafür ent­schie­den, nicht let­ha­le Mili­tär­gü­ter zu lie­fern, ver­weist auf fol­gen­den Text:

TAOISEACH MICHEÁL MARTIN has said that Ireland’s “main con­tri­bu­ti­on” to the Euro­pean Union’s unpre­ce­den­ted mili­ta­ry sup­port to Ukrai­ne will be the pro­vi­si­on of medi­cal supplies.

Spea­king to repor­ters this morning, Mar­tin descri­bed this con­tri­bu­ti­on as “suf­fi­ci­ent” and dis­mis­sed a sug­ges­ti­on by that Ire­land could pro­vi­de let­hal wea­pons to Ukraine.

The EU yes­ter­day con­fir­med that it would fund arms sup­plies to Ukrai­ne to help it defend its­elf against Rus­sia, with a €500 mil­li­on packa­ge of mili­ta­ry sup­port being prepared.

The mili­ta­ry packa­ge was agreed under the Euro­pean Peace Faci­li­ty mecha­nism, which allows for let­hal wea­pons to be sup­plied by the EU to pre­vent conflict.

Minis­ter for For­eign Affairs Simon Cove­ney said today that, under the mecha­nism, coun­tries like Ire­land uncom­for­ta­ble with sup­ply­ing let­hal arms have the abi­li­ty to sup­ply non-lethal mili­ta­ry aid.

Mal­ta and Aus­tria are unders­tood to be taking the same approach.

We deci­ded last night that this is going to be a €500 mil­li­on packa­ge, so half a bil­li­on Euro, to sup­port the Ukrai­ni­an mili­ta­ry and Ire­land will con­tri­bu­te ful­ly our fair share to that fund, which will be about 1.9% or about €9 mil­li­on in that over­all effort,” Cove­ney said. 

Our money will be used for non-lethal wea­pons, things like hel­mets, pro­tec­tion, vests, medi­cal case fuel, that kind of stuff.

src: click

Das wür­de dem entsprechen… 

Hier die for­ma­le Dekla­ra­ti­on Öster­reichs vom 16. März 2022:

For­mal Decla­ra­ti­on by Aus­tria on absten­ti­on regar­ding the Coun­cil Decisi­on on an Assi­s­tance Mea­su­re under the Euro­pean Peace Faci­li­ty for the sup­ply to the Ukrai­ni­an Armed For­ces of mili­ta­ry equip­ment, and plat­forms, desi­gned to deli­ver let­hal force

In accordance with the second sub­pa­ra­graph of Arti­cle 31(1) TEU and in line with Austria’s decla­ra­ti­on on the app­li­ca­ti­on of con­struc­ti­ve absten­ti­on at the time of the adop­ti­on of the Coun­cil Decisi­on estab­li­shing the Euro­pean Peace Faci­li­ty, Aus­tria her­eby noti­fies the Coun­cil of its decisi­on to abs­tain from the Coun­cil Decisi­on on an Assi­s­tance Mea­su­re under the Euro­pean Peace Faci­li­ty for the sup­ply to the Ukrai­ni­an Armed For­ces of mili­ta­ry equip­ment, and plat­forms, desi­gned to deli­ver let­hal for­ce, as she deems this decisi­on sen­si­ti­ve for the spe­ci­fic cha­rac­ter of her secu­ri­ty and defence policy.
Aus­tria, acting in a spi­rit of mutu­al EU soli­da­ri­ty, will refrain from any action likely to con­flict with or impe­de Uni­on action based on that decision.
The­re­fo­re, AT will not con­tri­bu­te to the finan­cing of this Assi­s­tance Mea­su­re. Ins­tead, AT will vol­un­ta­ri­ly con­tri­bu­te an addi­tio­nal amount to a non-sensitive assi­s­tance mea­su­re for Ukrai­ne wit­hin the frame­work of the Euro­pean Peace Facility.

src: click

Second sub­pa­ra­graph of Arti­cle 31(1) TEU:

If a mem­ber of the Coun­cil decla­res that, for vital and sta­ted rea­sons of natio­nal poli­cy, it intends to oppo­se the adop­ti­on of a decisi­on to be taken by qua­li­fied majo­ri­ty, a vote shall not be taken. The High Repre­sen­ta­ti­ve will, in clo­se con­sul­ta­ti­on with the Mem­ber Sta­te invol­ved, search for a solu­ti­on accep­ta­ble to it. If he does not suc­ceed, the Coun­cil may, acting by a qua­li­fied majo­ri­ty, request that the mat­ter be refer­red to the Euro­pean Coun­cil for a decisi­on by unanimity.

src: click

Aber hier exis­tiert ja das Mit­tel der Kon­struk­ti­ven Ent­hal­tung “con­struc­ti­ve absten­ti­on” in der die Ent­schei­dung den Ent­schluss nicht versperrt.

Ergo - der Beschluss über die Waf­fen­lie­fe­run­gen durch die EPF ergeht. Öster­reich, Mal­ta, und Irland ent­hal­ten sich kon­struk­tiv. Der Beschluss wird verabschiedet.

Aber jetzt noch mal im Detail

The­re­fo­re, AT will not con­tri­bu­te to the finan­cing of this Assi­s­tance Mea­su­re. Ins­tead, AT will vol­un­ta­ri­ly con­tri­bu­te an addi­tio­nal amount to a non-sensitive assi­s­tance mea­su­re for Ukrai­ne wit­hin the frame­work of the Euro­pean Peace Facility.

Ist schön und gut, aber das bezieht sich auf eine Maß­nah­me im Umfang von 500 Mio. Euro die die Peace Faci­li­ty zum Bereit­stel­lung let­ha­ler Güter ver­ab­schie­det hat.

Irland hat etwas weni­ger als halb sovie­le Ein­woh­ner wie Öster­reich - bedeu­tet die 9 Mio in Irlands Fall sind näher an 16 Mil­lio­nen im öster­rei­chi­schen Fall, oder eben­falls 9 Mio, wenn die Betei­li­gung nach GDP fest­ge­legt ist. Wäh­rend die FPÖ noch immer vor­rech­net, dass Öster­reich 25 Mil­lio­nen im Jahr in die EPF investiert.

Stellt sich die Fra­ge was mit den rest­li­chen 159-166 Mil­lio­nen die Öster­reich ein­ge­zahlt hat passiert.

Die FPÖ spricht in die­sem Zusam­men­hang von 3.1 Mil­li­ar­den Euro, die aus der Frie­dens­fa­zi­li­tät bereits in die Ukrai­ne geflos­sen sind. Der Ent­schluss bei dem sich Öster­reich kon­struk­tiv ent­hal­ten hat, betrifft nur 500 Mil­lio­nen davon.

Rech­nen wirs antei­lig sind 500Mio 16% von 3.1 Milliarden.

Und Öster­reichs 9 bzw. 16 Mil­lio­nen 16% von 55 bzw. 80 Mil­lio­nen, die laut FPÖ damit aus Öster­reich z.T. in die Til­gung von Kre­di­ten für ukrai­ni­sches Mili­tär­ge­rät geflos­sen sein könnten(/dürften).

edit: Ok, hier stimmt grö­ber etwas nicht.

In der Tran­che vom 17. Okto­ber 2022 wur­den 490 Mil­lio­nen für let­ha­le mili­tä­ri­sche Aus­rüs­tung ein­ge­räumt - und 10 Mil­lio­nen für medi­zi­ni­sches Mate­ri­al und Schutzausrüstung.

The scope of the equip­ment to be pro­vi­ded in the new sup­port packa­ge is in line with the cur­rent prio­ri­ties as expres­sed by the Ukrai­ni­an government. In this light, the assi­s­tance mea­su­res con­sist of €490 mil­li­on for mili­ta­ry equip­ment desi­gned to deli­ver let­hal for­ce for defen­si­ve pur­po­ses, as well as €10 mil­li­on inten­ded to cover the pro­vi­si­on of equip­ment and sup­plies, such as per­so­nal pro­tec­ti­ve equip­ment, first aid kits, and fuel. In addi­ti­on, both assi­s­tance mea­su­res will also allow for the pro­vi­si­on of main­ten­an­ce and repair of alrea­dy dona­ted mili­ta­ry equip­ment by EU mem­ber sta­tes to Ukrai­ne under the EPF.

src: click

Beim sel­ben Ver­tei­lungs­schlüs­sel wie im Febru­ar 2022, ist der Anteil für medi­zi­ni­sches Mate­ri­al und Schutz­aus­rüs­tung bereits von Irland allei­ne (1.9% der Zah­lun­gen waren im Febru­ar bei eben­falls 500 Mil­li­ar­den aus dem Fond 9 Mil­lio­nen Euro) abgedeckt.

Durch Öster­reich und Mal­ta kämen min­des­tens noch wei­te­re 9 Mil­lio­nen dazu - nur so viel gelt wird aus dem Fond gar­nicht für “pro­tec­ti­ve equip­ment, first aid kits, and fuel” aufgewendet.

Fuck.