Deutschland gibt die Produktion von in Deutschland produzierten Kriegsgütern frei und finanziert sie (nach aktualisierter Wunschliste der Ukraine). Mit dabei - Panzerabwehrwaffen, Luftabwehr, Munition, “und auch das was man in einem Artilleriegefecht einsetzen kann” (auf Nachfrage noch einmal zu “Bestandteile von Artillerie die man einsetzen kann” unkonkret konkretisiert). Deutschland finanziert die Umrüstungsprogramme anderer Staaten (‘unterstützt sie’), bei denen schwere Angriffswaffen aus ehemaliger sowjetischer Produktion in die Ukraine gehen und die US den Ersatz für die bereitstellenden Nato Staaten liefern. Deutschland sieht es als seine Rolle die geforderte 50 Milliarden Euro für die Aufrechterhaltung der Ukrainischen Wirtschaft im Rahmen seines G7 Vorsitzes zu ermöglichen.
Begründung: Werteordnung (Angriffskrieg steht dann immer im selben Satz gleich daneben, damit es auch eingängig bleibt wie wesentlich das jetzt ist, da der Angriffskrieg ja unwidersprochen falsch, verwerflich und völkerrechtswidrig ist), und um eine Ausweitung des Krieges auf andere Regionen zu verhindern.
edit: Mehr Waffenlieferungen im Kontext: click
this feeling of getting to know, that the US was so proactive and productive at this years munich security conference.
Also the feeling of eternal gratitude, that stems from knowing that the EU currently has a complete dependency on the US in military defense support matters (via NATO), really is unparalleled.
On a sidenote - it is such a joy to finally see the open society foundation (has Project Syndicate yet another article ready - for der Standard to copy and republish in full, without any editorial context - as it does?) the former head of the munich security conference and Joseph S. Nye united in videoconference.
Cant wait for the debate amongst them. I’ll definitely set aside five minutes for them to solve all the disputes that might arise.
Ganz schrecklich, wie kann man nur - pure Propaganda!
ZDF Dokumentation mit dem selben Einschlag (wenns die ZDF Redaktion bis zu Marieluise Beck geschafft hat, dann weiß man immer, die haben sich ganz besonders bemüht… Aktuelle Beispiele ihres medialen Wirkens: Arte ‘Reportage’ (in Anführungszeichen - und ich schätze Arte sehr) und Tilo Jung Interview)
https://www.youtube.com/watch?v=p0HkWdPRUDU
Hintergrund:
17. 06. 2020: KYIV (Reuters) - Ukraine has received military aid worth more than $60 million from the United States, including Javelin anti-tank missiles, the U.S. embassy said on Wednesday.
Following Moscow’s annexation of Crimea in 2014 and the outbreak of fighting in Ukraine’s eastern Donbass region, Washington sent a first shipment of Javelin systems worth around $47 million to Kyiv in April 2018.
04. 12. 2021 (Politico) - Can Ukraine deploy U.S.-made weapons against the Russians?
There are no geographic restrictions on the deployment of the missiles, which means Ukrainian forces can transport, distribute and use them any time.
As Russia amasses the highest number of troops on Ukraine’s border since 2014, the question for Kyiv now becomes: Is it time to start putting U.S.-made weapons in the field?
Ukraine purchased 210 Javelin anti-tank missiles and 37 launchers from the U.S. in 2018 for approximately $47 million, and the State Department approved the sale of a second batch of 150 missiles and 10 launch units in late 2019. But with them came a variety of restrictions on their usage, including that they be stored in western Ukraine, far from the front lines.
The Javelin is a shoulder-fired missile that uses infrared guidance to target and destroy an enemy tank from up to 3 miles away. Former President Donald Trump first approved the sale of the weapon to Ukraine after his predecessor, former President Barack Obama, refused the request, due to fears that providing lethal aid to Kyiv would provoke Moscow.
Wess Mitchell, who served as the Trump administration’s top State Department official overseeing European and Eurasian affairs, noted that the Javelins and other lethal weapons are designed not for first use but to deter Moscow from encroaching on Ukrainian territory.
But while Washington urges Kyiv to use the Javelins only for defensive purposes and requires that the weapons be stored in a secure facility away from the conflict, there are no geographic restrictions on the actual deployment of the missiles, U.S. officials said, which means that Ukrainian forces can transport, distribute and use them at any time.
“Javelins are defensive weapons and the United States expects Ukraine to deploy them responsibly and strategically when needed for defensive purposes,” said Pentagon spokesperson Mike Howard.
If the Javelins were to be moved, it doesn’t necessarily mean they’d be used — in Kyiv’s estimation, the threshold for actually firing the weapons has not yet been met, according to two Ukrainians familiar with the discussions. The red line, they said, would be if Russian tanks crossed over into Ukrainian territory.
The current Russian movement in Eastern Europe is exactly the kind of scenario the Javelin sale was designed to counter, said two former senior U.S. defense officials familiar with the agreement.
22. 11. 2021: the-drive.com (some militery news website): Ukrainian Troops Have Been Firing American-Made Javelin Missiles At Russian-Backed Forces Ukrainian Brigadier General Kyrylo Budanov talked about the operational use of Javelins as part of a recent interview with Military Times, which he conducted through an interpreter. Budanov, who runs the Chief Directorate of Intelligence of the Ministry of Defence of Ukraine, also known by its Ukrainian acronym GURMOU, used the opportunity to call for more help from the U.S. government as he sounded like the alarm about the Kremlin’s unusual deployments of large numbers of military units to areas opposite Russia’s borders with Ukraine in recent weeks.
Die Chronologie läuft also wie folgt. Russland hält die Krim besetzt (aber unter dem wohlwollenden Abnicken europäischer Staaten) (Apple kommt damals Russlands Ansinnen nach und färbt die Krim im russischen Apple maps russisch…), die Innenpolitik der Ukraine zielt jedoch darauf ab sie zurückzubekommen. Unter anderem indem die Versorgungslage der Krim prekär gehalten wird (Kertsch Brücke, Sanktionen und Warenverkehr). siehe: click
Russland hat verdeckte Truppen im Donbas - die auf längere Dauer versuchen den Donbas einzunehmen.
Biden kommt an die Macht. Greenlightet Javelin Lieferungen an die Ukraine.
Im November 2021 bestätigt ein ukrainischer General die Verwendung von Javlins im Donbas. Die US unterbinden das nicht.
Zu dieser Zeit hat Russland “große Truppenverbände” an der Grenze, aber noch nicht den größten Truppenaufmarsch aller Zeiten.
Russland realisiert zu diesem Zeitpunkt, dass sie militärisch schnell eskalieren müssen, wenn sie den Donbas, oder mehr, oder weniger (Landverbindung zur Krim) haben wollen - da die Javlins die von ihnen “unterstützten Separatisten” aus der Region schießen (sind dort konfliktentscheidend). Versetzen darauf hin die größte jemals gesehene Truppenkonzentration an die Grenze. (Euronews am 06.12.2021 “Russia’s military build-up near Ukraine is different this time…”)
Zu diesem Zeitpunkt verlautbart das US Statedepartment, dass das genau das Szenario sei, für das sie Javelins in die Ukraine geschickt haben, zur Abschreckung nämlich -- gegen genau den russischen Aufmarsch, der zu dem Zeitpunkt stattfindet.
(Bonus: Restrukturierung des Ukrainischen Militärs zu dem Zeitpunkt (23. 12. 2021), as featured by the Atlantic council: click
The largest state-owned defense industry corporation, Ukroboronprom, has finally begun restructuring and moving towards a conventional Western corporate governance model based on modern principles and business practices. This is currently at the very early stage, but the process has received support at the highest levels of government.
)
Aber nichts davon darf heutzutage in Skynews oder ZDF Reportagen einfließen. Die fangen dann lieber im Dezember oder später an.
Ich habe das Argument hier im Übrigen nicht erfunden, sondern von Peter Zeihan (hier bei 17min in) übernommen und dann noch mal separat nachgegoogelt.
- warum aktuell kein Medium den Standpunkt vertreten darf, dass Friedensverhandlungen unter Abtritt territorialer Gebiete an Russland notwendig sein werden.
Könnten territoriale Zugeständnisse der Ukraine an Russland nicht dazu führen, dass ein langer, blutiger Abnützungskrieg vermieden wird und bald wieder Frieden herrscht?
Gegenwärtig ist so ein Szenario unvorstellbar. Russland hat sich zwar von dem Traum, die ganze Ukraine in einem schnellen Enthauptungsschlag zu erobern und einen “Regime Change” in Kiew durchzuführen, verabschieden müssen. Man hat sich bescheidenere Ziele gesetzt, konzentriert sich auf den früher als russlandfreundlich geltenden Süden und Osten des Landes. Würde Kiew jetzt um des Friedens willen Zugeständnisse machen, würde das neben dem Verlust der von Russland bereits eroberten Gebiete im Süden wohl auch die Abgabe des gesamten Donbass bedeuten, einschließlich der noch nicht eroberten Gebiete. Und möglicherweise wäre auch der für Kiew lebenswichtige Hafen von Odessa Ziel russischer Forderungen. Kiew hat sich aber auch vor dem Krieg schon mit dem Verlust der Krim und des Donbass nie abgefunden. Ein ukrainischer Präsident, der auf diese Gebiete verzichtet hätte, müsste wohl um seinen Kopf fürchten - dies war auch dem grundsätzlich kompromissbereiten Präsidenten Wolodymyr Selenskyj immer bewusst. Dennoch ist gerade Selenskyjs Wahl 2019 auch ein gutes Beispiel, dass es in der ukrainischen Bevölkerung eine große Sehnsucht nach Frieden gibt. Wird der jetzige Krieg tatsächlich noch blutiger und nimmt er kein Ende, zieht er sich vielleicht über Jahre hin, dann könnte auch in Kiew die Kompromissbereitschaft wachsen - nach dem Motto: Hauptsache, dieser Krieg hört endlich auf.
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