Kreisky Forum für Internationale Dialogvereitelung:
Wie geht multilaterale Verhandlungen in Krisen?
“Ich sehe nicht wie das funktionieren sollte.”
Wann gehen multilaterale Verhandlungen in Krisen?
“Ich möchte mich nicht festlegen.”
Wer sollte verhandeln?
“Keiner.”
“Man kanns von der Ukraine nach 1994 (Atombombenabgabe) auch nicht verlangen.”
Wie sollte ein Waffenstillstand geschützt werden?
“Geht nicht, zu teuer, Grenze zu lang und außerdem wären das chinesische und indische UN Truppen die wollen wir nicht.”
Wie erkennt man echte Bemühungen um Minsk 2?
“Anhand der Titel der Teilnehmer.”
Wer ist Schuld an der Situation?
“Der Hass der Separatisten aus dem Donbas.”
Woran haderts?
“Friedensverhandlungen sind gescheitert, da die Ukraine keine Garantoren für Friedenssicherung gefunden hat.”
DASISTGANZERSTAUNLICHIHRUNENDLICHENVERLOGENENDRECKSSCHWEINE - denn, laut Naftali Bennett war man darüber bereits längst hinaus.
And the second issue was - how will Ukraine protect itself and guarantees.
Ukraine demanded of Russia that it be able to get security guarantees from America, France, all the big ones.
And there was an argument, because to Russia a guarantee is a pact, it’s no different than NATO.
This is where I brought my experience, I gave it a lot of thought and said, the negotiation is unreasonable because they’re negotiating over something they don’t have.
There’s the joke about a guy trying to sell the Brooklyn Bridge to passersby.
This guy did exist.
100 years ago he sold…
-They don’t have the Brookyln Bridge.
I said that because…
America will give you guarantees?
It will commit that in seven years, if Russia violates something, it will send soldiers after leaving Afghanistan and all that?
I said, “Volodymyr, it won’t happen, you won’t get guarantees, why are you negotiating?”
Then I suggested what I called the “Israeli model.”
We don’t have guarantees.
I said, “I’m the prime minister of Israel, “we don’t have guarantees from anyone, if someone invades us tomorrow, nobody has assured us and no one will come to save us. What we do have is a strong, independent army that can protect itself, so let’s forget about these guarantee and discuss the parameters for building military force, what kind of weapons, what planes, how many officers, soldiers…”
Because Russia doesn’t want Ukraine…
So this was a cognitive breakthrough that they both accepted.
Das wird noch sehr lange gehen, und sehr teuer werden, aber wenigstens “not on my watch (Pension)” - und um europäische Werte, meint Rechtsnormen zu erhalten, muss uns das schon wert sein.
Mein Fazit:
Solange es noch reicht um die VERFICKTEN eigenen Kinder zu verarschen, weil ein anderes Ziel als “not under my watch” haben die verfickten scheiß Pensionisten einer Generation die so vollkommen verlogen und STRUNZDUMM ist nicht mehr.
Ich hoffe ihr könnt morgen auch noch KRAFTVOLL euren eigenen Nachwuchs belügen.
Achja und tolle Absatzmärkte offen halten, für sektorale Entwicklung während die Region relativ zu anderen weniger attraktiv wird. Und dann noch den verfickten scheiß ENKALAN vorlügen, die US würden jetzt aber auch wahnsinnig schnell in erneuerbare Energien gehen, weshalb das eine so unerhört tolle industrielle Entwicklungsperspektive sei.
Jetzt gibts heute aber natürlich auch wieder gute Nachrichten, Masala hat endlich sein Rational verraten, warum nicht verhandelt werden darf!
“Die meisten Kriege dauern 3 Jahre und vor dem statistischen Mittel, wann die Endphase eintritt, kann man ja nicht verhandeln.”
Schlitzt euch selbst den Bauch auf, ihr elendigen Hurenschweine.
Moment, die Polizisten die die Journalisten um Mstyslav Chernov in Mariupol herum gefahren haben, haben sie auch schon mal ins Polizei Hauptquartier gefahren?
Wobei, also nicht ins Hauptquatier, mehr so zu patrol police, ja patrol police Stations…
Ehm - großer Zufall übrigens, denn jetzt stellt sich heraus, dass der Soldat, Verzeihung Polizist, der mit anderen die Klinik an der Frontgrenze bewacht hat - in der die Journalisten sind, um wieder mit den schwangeren Müttern zu sprechen, um zu dokumentieren, dass sie existieren - also zu dem sie dann am 11. März in den siebenten Stock der Klinik sind um Internet zu haben -- wo dann das Intro für den Trailer der Dokumentation 20 days in Mariupol aufgenommen wurde -- ja also der, der der “I’m with the journalist, yes - the journalist” ins Funkgerät geschrien hat, was soll ich sagen, hatte ein Abzeichen des Polizei Hauptquartiers Donetsk Region auf der Jacke.
“If they catch you, they will get you on camera and they will make you say that everything you filmed is a lie,” he said. “All your efforts and everything you have done in Mariupol will be in vain.”
The officer, who had once begged us to show the world his dying city, now pleaded with us to go. He nudged us toward the thousands of battered cars preparing to leave Mariupol.
Ich frag mal nur so, denn die Soldaten, die die Crew aus dem Krankenhaus an der Front gerettet haben, nachdem die Polizei Hauptquartier Soldaten plötzlich verschwunden waren
The Ukrainian soldiers who had been protecting the hospital had vanished.
The walls of the surgery shook from artillery and machine-gun fire outside, and it seemed safer to stay inside. But the Ukrainian soldiers were under orders to take us with them.
Vier interviews, drei leicht divergierende Erzählungen, ist eigentlich ein guter Schnitt.
Beginnen wir am Beginn.
02.04.: Profil veröffentlicht ein Interview mit dem rusischen Botschafter in Österreich, in dem der unter anderem folgendes zu Protokoll gibt:
profil: Wer hat denn die Krankenhäuser bombardiert?
Ljubinskij: Es gibt Belege, dass es überhaupt kein Bombardement war, sondern eine Explosion. Die Ukrainer platzieren Sprengsätze.
Auf welche Krankenhäuser man sich bezieht wird aus dem interview heraus nicht eindeutig klar.
Darauf hin geht eine öffentlich geführte Mediendiskussion (Twitter) los, ob man solche Interviews überhaupt veröffentlichen dürfe. Höhepunkt -
Armin Wolf schrieb, er sei „wirklich unsicher“, er habe „selten (nie?) ein so verlogenes Interview gelesen“, und stellte die Frage: „Soll man ein Interview, das nur aus offensichtlichen Lügen besteht, drucken?“
Worauf das Profil am 04.04. eine Rechtfertigung veröffentlicht:
In diesem Gespräch legt Ljubinskij die russische Position dar, und die besteht zu einem nicht unbeträchtlichen Teil aus wüsten Behauptungen: So sagt er, dass nicht etwa die russischen Streitkräfte für die Zerstörung der ukrainischen Krankenhäuser verantwortlich sein, sondern vielmehr die Ukrainer selbst Sprengsätze in ihren eigenen Krankenhäusern und Theatern platziert hätten.
Das ist ein abenteuerlicher Vorwurf. Und es ist nicht die einzige dreiste Verdrehung der Realität. Das Interview geriet so zu einem hitzigen Streitgespräch, in dem ich versucht habe, mit meinen Fragen und Gegenreden klarzumachen, wie unglaubhaft und abstrus derartige Aussagen seien.
Trotz der außergewöhnlichen Situation haben wir in der Chefredaktion entschieden, das Interview zu veröffentlichen. Nicht ohne von Anfang an darauf hinzuweisen, dass wir uns von den Aussagen des Botschafters distanzieren. Es sei seine „abstruse Sicht des Krieges“, heißt es im Vorspann.
Eine Falter Journalistin kondensiert diese Position besser:
Die „Falter“-Journalistin Barbara Tóth hingegen vertrat die entgegengesetzte Auffassung. Sie meinte, die Fragen von profil transportierten ausreichend Kontext und zeigten das Maß an Desinformation auf. Das Interview sei ein „wichtiges Zeitdokument, weil es zeigt, wie russische Propaganda funktioniert“.
Öffentlich nimmt der Druck jedoch nicht ab, sondern zu - und so veröffentlich das Profil am 08.04. einen Faktencheck aufgrund von Bildern vom Explosionskrater vor der Geburtsklinik in Mariopol und drei Expertenmeinungen.
src: click
Die Chronologie lief also wie folgt.
Veröffentlichung > Kritik > Rechtfertigung man wollte der Öffentlichkeit zeigen wie russische Propaganda funktioniere > eigentlicher Faktencheck anhand eines Falls (Geburtsklinik von Mariupol), der im Interview nicht dezidiert genannt wurde - Faktencheck = drei Expertenmeinungen
Mich hat das damals fertig gemacht - da nichts davon mit journalistischen Arbeitsstandards kompatibel ist. Ich habe zwei Tage nach weiterem Material und dokumentierten Belegen gesucht - nichts.
In der Belingcat Datenbank zu Angriffen auf Spitäler und zivile Einrichtungen war der Angriff auf die Geburtsklinik nicht verzeichnet. UN Kriegsberichterstatter waren nicht vor Ort. (Gut, es war auch Mariupol im Krieg, nicht ganz so einfach.)
Zugegeben, der (von Spitälern auf die Geburtsklinik in Mariupol) Logiksprung ist nicht groß, und dass der russische Botschafter diesen Fall referenziert hat, ist durchaus wahrscheinlich, aber nicht gesichert.
Jetzt geht die Geschichte aber noch weiter -
Wenige Wochen nach dem Vorfall ist die Beauty-Bloggerin nun in einem Video aufgetaucht, in dem sie falsche Tatsachen über den Angriff auf die Klinik wiedergibt. Ein Twitter-Account, der mit der russischen Regierung in Verbindung steht, teilte ein Interview mit Wischegirskaja. Mitte März war sie von Russland noch beschuldigt worden, eine Krisendarstellerin zu sein.
Plötzlich leugnet Wischegirskaja die Ereignisse in Mariupol - in einem russischen Video
In dem neuen Video behauptet sie nun plötzlich, dass es im März gar nicht zu einem Bombenangriff auf die Klinik gekommen sei. Beobachter glauben deshalb, Wischegirskaja sei womöglich gegen ihren Willen auf russisch besetztes Gebiet nach Donezk gebracht worden. Das berichtet auch die ukrainische Zeitung „Obozrevatel“. Bestätigt werden konnte das allerdings nicht.
Geführt wurde das Interview von dem russischen Blogger Denis Seleznev, der das Video auch auf YouTube veröffentlichte und via Twitter und Telegram verbreitete. Russische Zeitungen greifen es ebenfalls auf und nutzen es zu Propagandazwecken. Auch auf Wischegirskajas eigenem Instagram-Account war es zu sehen.
In dem Interview wird sie gebeten, die Ereignisse im Krankenhaus am 9. März zu beschreiben. Daraufhin sagt sie, dass diejenigen, die nach dem Angriff im Keller des Krankenhauses zusammengekauert waren, geglaubt hätten, die Explosionen seien durch Beschuss und nicht durch einen Luftangriff verursacht worden, weil niemand Geräusche hörte, die auf einen Bombenabwurf hindeuteten.
Zahlreiche Hinweise deuten auf Luftangriff in Mariupol hin
Augenzeugenberichte und Videoaufnahmen von AP-Journalisten in Mariupol deuten jedoch auf einen Luftangriff hin, darunter das Geräusch eines Flugzeugs vor der Explosion, ein mindestens zwei Stockwerke tiefer Krater vor dem Krankenhaus und Interviews mit einem Polizisten und einem Soldaten am Tatort, die beide den Angriff als „Luftangriff“ bezeichneten.
Die BBC hatte etwas später die Gelegenheit die Bloggerin erneut zu interviewen:
On 9 March, she was chatting with other women on the ward when an explosion shook the hospital.
She pulled a blanket over her head. Then a second explosion hit.
“You could hear everything flying around, shrapnel and stuff,” she says. “The sound was ringing in my ears for a very long time.”
The women sheltered in the basement with other civilians. Marianna suffered a forehead cut and glass fragments lodged in her skin, but a doctor told her she didn’t need stitches.
[…]
“I was offended that the journalists who had posted my photos on social media had not interviewed other pregnant women who could confirm that this attack had really happened.”
She suggests this may help explain why some people “got the impression that it was all staged”. But by Marianna’s own account she was one of the last patients to be evacuated, and that was when the AP journalists arrived. The journalists interviewed other people at the scene. And they had nothing to do with the subsequent false story spread by Russian officials. We approached the AP for comment.
[…]
She filmed an interview with Denis Seleznev, a blogger who is a vocal supporter of Russian-backed separatists. There was speculation how free she was to say what she wanted.
Marianna says to me: “I had to describe the whole situation, as I saw it with my own eyes.”
My conversation with her was also arranged via Denis. Marianna speaks to me from his home. He is present throughout our chat but doesn’t interrupt. Marianna’s relatives and friends have assured me she is now safe.
[…]
Piecing together the truth
Much of what she says in her interview with me undermines the Russian government’s mistruths.
Halt nur nicht in den Punkten “niemand hatte geglaubt, dass die Explosionen durch einen Luftangriff verursacht worden sind [subjektive Wahrnehmung, zum Zeitpunkt des Geschehens, oder erzwungene PR]”, nicht in dem Punkt “Beobachter glauben deshalb, Wischegirskaja sei womöglich gegen ihren Willen auf russisch besetztes Gebiet nach Donezk gebracht worden” und nicht in dem Punkt “and then a second explosion hit”.
Zum “wurde sie zu Aussagen gezwungen Aspekt”, sie ist in ihre Heimatstadt im Donbas zurückgekehrt (click), diese ist immer noch durch russische Separatisten besetzt. Ihre Familie sagt der BBC es gehe ihr gut. Aber ein pro-separatist blogger sitzt im BBC interview immer noch neben ihr, der selbe der auch das Video aufgenommen hat in dem sie nicht mehr von einem Bombenangriff gesprochen hat.
Und dann gibt es das Videomaterial von den AP-Journalisten.
Gefilmt von Mstyslav Chernov (President of the Ukrainian Association of Professional Photographers (UAPF)) und Crew. (siehe: click)
Basierend auf vier sich selbst widersprechenden Interviews von Chernov (1,2,3,4) ergibt sich folgender Ablauf:
Chernov trifft eine Stunde vor Kriegsbeginn in Mariupol ein. Filmt in den ersten Tagen aus unerfindlichen Gründen bereits früh in Krankenhäusern. (Für einen AP Fotographen jetzt nicht unbedingt das Wunschmotiv schlecht hin. In späteren Interviews wird erwähnt, dass sie nur dort ihr Equipment laden konnten.)
The deaths came fast. On February 27, we watched as a doctor tried to save a little girl hit by shrapnel. She died.
A second child died, then a third. Ambulances stopped picking up the wounded because people couldn’t call them without a signal, and they couldn’t navigate the bombed-out streets.
The doctors pleaded with us to film families bringing in their own dead and wounded, and let us use their dwindling generator power for our cameras. No one knows what’s going on in our city, they said.
Shelling hit the hospital and the houses around. It shattered the windows of our van, blew a hole into its side and punctured a tyre. Sometimes, we would run out to film a burning house and then run back amid the explosions.
Fährt am 09. März einfach in der Stadt rum, das Auto das sie nutzen wird immer wieder getroffen, zumindest ein Fenster zerstört, danach nutzen sies weiter. Bis es anschließend komplett verloren geht - dazu später mehr.
Sie fahren in der Stadt rum, sehen eine große Explosion und Rauch aufsteigen, und beschließen dort hinzufahren. Kommen bei der Geburtenklinik an und filmen. (siehe: click) Sie können nicht viel filmen, weil sie nur noch wenig Akku haben. Als sie mit dem Filmen fertig sind, sagt ihnen ein Polizist (den sie vor Ort treffen? (unklar)), der sie reden hört - “dieses Video-Material wird die Welt verändern” und hilft ihnen einen Platz zu finden von dem aus sie das Video hochladen, in drei Teilen über drei unterschiedliche Smartphones, und an dem sie ihr Equipment wieder aufladen können.
Our batteries were almost out of juice, and we had no connection to send the images. Curfew was minutes away. A police officer overheard us talking about how to get news of the hospital bombing out.
“This will change the course of the war,” he said. He took us to a power source and an internet connection.
Dann sind sie von dem Ort wieder weg, und hatten keine Internet Verbindung mehr.
In anderen Interviews hatten sie dann aber noch ein Sattelitentelefon und haben weitere Veröffentlichungen gepusht. (siehe: click) Kann Conjecture des Interviewers sein, unklar.
In the dark, we sent the images by lining up three mobile phones with the video file split into three parts to speed the process up. It took hours, well beyond curfew. The shelling continued, but the officers assigned to escort us through the city waited patiently.
Then our link to the world outside Mariupol was again severed.
Moment, sie haben das video also in drei Teile gesplittet über Mobiltelefone hochgeladen, nachdem ein Polizist, der sie zufällig vor dem Maternity ward reden hören hat ihnen gesagt hat “das wird die Welt verändern” und ihnen den Weg zu einem Ort gezeigt hat, an dems Internet gab und Strom um ihr Kamera Equipment wieder aufzuladen?
Oh, aha. Moment, wieso splittest du das Video dann in drei Teile und lädst es von drei verschiedenen Smartphone hoch. Wer roamt denn da noch so im Satteliten Internet der Patrol Polizei, dass es Sinn macht drei Geräte gleichzeitig einzuloggen um mehr Priorität zu bekommen? Enorm böse, durchtriebene russische Hacker nehm ich an. Und oh, laut Video habt ihr das mehr als einmal benutzt um “Information zu leaken?”. Ja Mann du - der Polizei läuft man zufällig schon mal wieder über den Weg, das passiert schon mal.
We went back to an empty hotel basement with an aquarium now filled with dead goldfish. In our isolation, we knew nothing about a growing Russian disinformation campaign to discredit our work.
The Russian Embassy in London put out two tweets calling the AP photos fake and claiming a pregnant woman was an actress. The Russian ambassador held up copies of the photos at a UN Security Council meeting and repeated lies about the attack on the maternity hospital.
In the meantime, in Mariupol, we were inundated with people asking us for the latest news from the war.
So many people came to me and said, “Please film me so my family outside the city will know I’m alive.”
By this time, no Ukrainian radio or TV signal was working in Mariupol. The only radio you could catch broadcast twisted Russian lies — that Ukrainians were holding Mariupol hostage, shooting at buildings, developing chemical weapons. The propaganda was so strong that some people we talked to believed it despite the evidence of their own eyes.
The message was constantly repeated, in Soviet style: Mariupol is surrounded. Surrender your weapons.
On March 11, in a brief call without details, our editor asked if we could find the women who survived the maternity hospital [attack] to prove their existence. I realised the footage must have been powerful enough to provoke a response from the Russian government.
We found them at a hospital on the front line, some with babies and others in labour. We also learned that one woman had lost her baby and then her own life.
Am 11. März kontaktiert den Journalisten sein Editor und erklärt ihm, sie müssten mit den Frauen sprechen die sie aufgenommen haben [keine Bildrechte, nicht dokumentiert wer sie waren, …
“I was offended that the journalists who had posted my photos on social media had not interviewed other pregnant women who could confirm that this attack had really happened.”
Chernov gibt in einem der Interviews an, als er diese Rückmeldung des Editors gehört hat, war ihm klar, das Material hat eingeschlagen - das war so emotional wirksam, dass Russland darauf reagiert haben muss.
On March 11, in a brief call without details, our editor asked if we could find the women who survived the maternity hospital [attack] to prove their existence. I realised the footage must have been powerful enough to provoke a response from the Russian government.
Dann gibt es eine Gedächtnislücke (eine in den Interviews nicht dokumentierte Zeitperiode) wie sie zu dem neuen Spital gekommen sind (“I’m looking for pregnant women, sure they are in a hospital near the front.”).
Sie kommen also am 11. März im Krankenhaus nahe der Front an, in das die schwangeren Frauen verlegt wurden. Finden heraus, dass eine der prominentesten schwangeren Frauen aus dem Video leider verstoben sei, Interviewen aber andere schwangere Frauen.
Jedoch auch nicht die Social-Media Influencerin, denn die gibt gibt noch am 17. Mai gegenüber der BBC an, man habe ja nur sie interviewt (vor Ort?) und ansonsten niemanden (siehe: click).
Diese Interviews mit anderen schwangeren Frauen werden nicht Teil des öffentlichen Newscycles, die sieht der Editor der Chernov desshalb anruft - aber nicht die Öffentlichkeit.
(Yes, I’m with the journalist, yes I’m with the journalist, …)
In dem Video ist zu sehen, wie russische Einheiten auf das Gelände des Krankenhauses eindringen.
Der ukrainische Soldat im Video, der später von Chernov als “mehrere Soldaten im Krankenhaus” beschrieben wird, verschwindet direkt im Anschluss an das Video zusammen mit den anderen ukrainischen Soldaten aus dem Krankenhaus.
The Ukrainian soldiers who had been protecting the hospital had vanished.
Chernov und Crew bekommen eine Ärztekutte von den Ärzten im Krankenhaus und werden versteckt. Sie trauen sich zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr aus dem Krankenhaus, da eine Schwester von einem russischen Scharfschützen vor dem Krankenhaus erschossen wurde:
The Ukrainian soldiers who had been protecting the hospital had vanished. And the path to our van, with our food, water and equipment, was covered by a Russian sniper who had already struck a medic venturing outside.
Sie verbringen die Nacht in dem Krankenhaus, schlafen in der Mitte auf den Gängen, damit sie nicht von Schrapnell getroffen werden.
Hours passed in darkness, as we listened to the explosions outside. That’s when the soldiers came to get us, shouting in Ukrainian.
It didn’t feel like a rescue. It felt like we were just being moved from one danger to another. By this time, nowhere in Mariupol was safe, and there was no relief. You could die at any moment.
We were the only international journalists left in the Ukrainian city, and we had been documenting its siege by Russian troops for more than two weeks. We were reporting inside the hospital when gunmen began stalking the corridors. Surgeons gave us white scrubs to wear as camouflage.
Suddenly at dawn, a dozen soldiers burst in, “Where are the journalists, for f***’s sake?”
I looked at their armbands, blue for Ukraine, and tried to calculate the odds that they were Russians in disguise. I stepped forward to identify myself. “We’re here to get you out,” they said.
The walls of the surgery shook from artillery and machine-gun fire outside, and it seemed safer to stay inside. But the Ukrainian soldiers were under orders to take us with them.
Am Morgen kehren ein dutzend Soldaten zum Krankenhaus zurück, alle mit dem Befehl sie da rauszuholen.
Moment, sagte das Al Jazeera Interview noch Soldaten zu ihnen? In dem Interview hier wars eine Polizei task force:
src: click
Naja, ist ja quasi das selbe… Am Anfang des Tages im siebenten Stock des Krankenhauses waren es aber definitiv Soldaten, das sehen wir im Video.
Sie fassen sich ein Herz, geben sich zu erkennen und werden auf Befehl aus dem Krankenhaus evakuiert.
Dann gibt es wieder eine Gedächtnislücke - denn es ist unklar wohin, in jedem Fall in einen dunklen Keller.
We reached an entryway, and armoured cars whisked us to a darkened basement.
Oder ins Stadtzentrum, ich mein das ist ja auch schwer zu differenzieren: src: click
Dann verschwinden die 12 Militärs erst mal wieder aus der Erzählung und im Stadtzentrum, Verzeihung, Keller treffen sie dann nur einen Polizei-Officer, der ihnen folgendes erzählt:
We reached an entryway, and armoured cars whisked us to a darkened basement. Only then did we learn from a policeman why the Ukrainians had risked the lives of soldiers to extract us from the hospital.
“If they catch you, they will get you on camera and they will make you say that everything you filmed is a lie,” he said. “All your efforts and everything you have done in Mariupol will be in vain.”
The officer, who had once begged us to show the world his dying city, now pleaded with us to go. He nudged us toward the thousands of battered cars preparing to leave Mariupol.
Das Militär das mittlerweile wieder zu einem Polizisten geworden ist, den sie aber bereits länger kannten (?) -
The officer, who had once begged us to show the world his dying city, now pleaded with us to go. He nudged us toward the thousands of battered cars preparing to leave Mariupol.
Das Videomaterial wird nicht kopiert, wird ihnen nicht abgenommen, sie sind einfach von 12 Militärs unter Einsatz ihres Lebens von einem Krankenhaus, in einen Keller gerettet worden, wo aus den Militärs wieder ein Polizist wurde, den sie aber bereits kannten (?), der ihnen gesagt hat, wie wichtig ihr Material ist, und sie dann gehen lässt.
Dann nehmen sie das Material, setzen sich (drei Tage später) - mit dem Material in einen Hyundai von ner wahllosen “Familie von drei Leuten” - riskieren mit dem Material und ihrer Präsenz deren Leben (“We were lucky, that they didnt see our faces.”), fahren durch 15 russische Checkpoints und sind dann draußen.
I felt amazingly grateful to the soldiers, but also numb. And ashamed that I was leaving.
We crammed into a Hyundai with a family of three and pulled into a five-kilometre-long (3.1-mile-long) traffic jam out of the city. Approximately 30,000 people made it out of Mariupol that day — so many that Russian soldiers had no time to look closely into cars with windows covered with flapping bits of plastic.
People were nervous. They were fighting, screaming at each other. Every minute there was an aeroplane or [air raid]. The ground shook.
We crossed 15 Russian checkpoints. At each, the mother sitting in the front of our car would pray furiously, loud enough for us to hear.
As we drove through them — the third, the 10th, the 15th, all manned with soldiers with heavy weapons — my hopes that Mariupol was going to survive were fading. I understood that just to reach the city, the Ukrainian army would have to break through so much ground. And it wasn’t going to happen.
At sunset, we came to a bridge destroyed by the Ukrainians to stop the Russian advance. A Red Cross convoy of about 20 cars was stuck there already. We all turned off the road together into fields and back lanes.
The guards at checkpoint 15 spoke Russian in the rough accent of the Caucasus. They ordered the whole convoy to cut the headlights to conceal the arms and equipment parked on the roadside. I could barely make out the white Z painted on the vehicles.
As we pulled up to the 16th checkpoint, we heard voices. Ukrainian voices. I felt an overwhelming relief. The mother in the front of the car burst into tears. We were out.
We were the last journalists in Mariupol. Now, there are none.
Und die Erzählung endet mit dem Zitat das ihnen der Polizist im dunklen Keller vermittelt hat “ihr wart die letzten Journalisten in Mariupol”.
Mittlerweile wissen wir dass sie 30 Stunden Material hatten. 30 Stunden 1080p@60 bei 8Mbps compressed (Youtube Qualität) ergibt 200GB. In Bluray Qualität compressed (40Mbps) 1TB. Und in Apple Prores 6TB. Die Hälfte, wenn sie nicht in 60Hz aufnehmen. Das sind keine riesigen Datenmengen. Gesetz dem Fall der Polizist in dem “dunklen Keller”, den die Journalisten bereits kannten (?, unklar) war Militärpolizei - und weiß bereits, dass Chernov später einen PBS Deal für eine Dokumentation bekommt in dem das Material verwertet wird, die beim Sundance Filmfestival prämiert werden wird - mach ich da doch Backups. Und schick die unabhängig von den Journalisten aus dem Land.
Ich lass die Journalisten nach einer Rettungsaktion mit 12 Mann doch nicht einfach in nen Keller kommen und entlasse sie dann wieder, damit sie sich bitte einen privaten Fluchtweg suchen, und mit dem Material das sie transportieren (das aber bereits um UN securiy council zum Gegenstand von Statements geworden ist) eine Familie mit drei Personen gefährden - die tot wäre, wenn die Journalisten in einem von 15 Checkpoints identifiziert werden. Und all das (bereits im UN security council referenzierte) Material weg.
Der Upload von 200GB mittels Starlink dauert bei 40Mbps zwei Tage, sieben Stunden. Von 100GB einen Tag. Und 40Mbps Upload sind kommerziell erwerbbar, da geht sicher noch mehr.
Gesetz dem Fall der Polizist ist nur “ein zufälliger Polizist in einem dunklen Keller” - warum hat ein Militär Aufgebot von 12 Mann mit Befehl die Journalisten zu evakuieren, die Journalisten zu dem gebracht?
Überraschung - am 26. Jänner dieses Jahres stellt sich heraus im ersten Interview vom 21. März des Vorjahres, dem schriftlichen, dem das über 20 journalistische Outlets aufgegriffen haben - ein wesentliches Detail fehlt:
But yes, the policeman that was with us, that helped us in the last days [Evakuierung durch das Militär am 12.03., Verlassen von Mariupol am 15.03.], he also risked his life and you know, safety for - of his family, he took us in his car, and as the first humanitarian corridor was open, they tried to take us out from the city, and that worked, because fist days were very chaotic, so we’re going through 15 checkpoints, you know, cameras and hard drives hidden, flak jackets hidden, we should have them in the city though, but ok I’m glad that we took them anyway and the car is full of bags and russians are checking our documents and this family… Every checkpoint we arrive uh, Vladimir’s wife just praying, I can hear her praying. We crossed all these checkpoints and at night, we dont see where we are driving, but we arrive at the next checkpoint, and instead of russian we hear Ukrainian language, and she bursts into tears at that moment. Again, I should have filmed it - but yeah…
Never mind that you should have filmed the persons wife who saved you breaking out into tears, as the flipping journalist that you are, only shooting news material --
das ESSENTIELLEDETAIL das in dem schriftlichen Interview das an 20 Medienoutlets ging (Aljazeera) gefehlt hat war FUCKING Vladimir, sein Police handler in den letzten Tagen, die Person zu der ihn mir hoher Wahrscheinlichkeit das 12 köpfige Team an Soldaten gebracht hat, nachdem sie Chernov und seine Crew aus dem Krankenhaus an der Front evakuiert haben (mit dem Auftrag sie zu evakuieren) der selbe Vladimir - der dem Journalisten laut Aljazeera interview zuvor bereits einmal gesagt hat - “zeigt der Welt meine sterbende Stadt”.
Hat Vladimir die 12 köpfige Einsatztruppe in das Spital geschickt?
Naja - wer kann das schon so genau sagen… Chernov nicht:
src: click , well - they already were going through the battlefield and took us out. Ist wie dieser Satz endet. Im Aljazeera Interview hatten sie (die Soldaten übrigens) dezidiert den Befehl die Journalisten zu befreien. Wir erinnern uns:
Suddenly at dawn, a dozen soldiers burst in, “Where are the journalists, for f***’s sake?”
src: click
Naja, so ein kleines Detail, wer kann da schon böse werden…
The officer, who had once begged us to show the world his dying city, now pleaded with us to go. He nudged us toward the thousands of battered cars preparing to leave Mariupol.
Wobei ONCE wohl definitiv nicht im Zeitraum nach der militärischen rescue operation war, sondern irgendwann mal davor.
Und sie bereits am Tag der Bombadierung des Maternity Wards eine “Polizeieskorte” gehabt haben, die ihnen den Weg zu einem Ort gezeigt hat an dem sie ihre Kameras laden und das Video senden konnten.
Diese Eskorte war dann am nächsten Tag aber plötzlich wieder weg. So ein Pech aber auch.
In the dark, we sent the images by lining up three mobile phones with the video file split into three parts to speed the process up. It took hours, well beyond curfew. The shelling continued, but the officers assigned to escort us through the city waited patiently.
Then our link to the world outside Mariupol was again severed.
We went back to an empty hotel basement with an aquarium now filled with dead goldfish. In our isolation, we knew nothing about a growing Russian disinformation campaign to discredit our work.
Naja, gut, dass sie sie in den letzten drei Tagen wieder hatten, denn - src: click to one of the police headquaters, für die die sich fragen wie der Satz weiter geht.
Und zwei Tage später stehen sie im siebenten Stock des Krankenhauses an der Front, filmen den Militärschutz dort, während der an seine Basis funkt “I’m with the journalist, yes - the journalist”.
Naja - dieses Detail der Erzählung wurde im ersten Interview (dem schriftlichen, das über 20 Kanäle ging), eben zu “wir haben uns dann mit einer Familie in einen Hyundai gesetzt um aus der Stadt zu kommen.”
INEINENHYUNDAI?! Danke für dieses wesentliche Detail!
Es kommt jetzt aber noch mehr, jetzt existiert auch dieses vierte Interview -
Transkript:
I: Hi there. It’s Sharon Waxman, the editor of the Wrap coming to you from the Wraps 2023 studio at the Sundance Film Festival with NFP. Thank you so much to the cast, to the people who created the film, 20 days in Mariupol, a very moving and tough documentary about the war in Ukraine. So I’m letting everybody introduce themselves, starting with the Director. Yeah. Because you think I’m gonna get your name, right? Probably not.
C: My name is Mstyslav Chernov. I’m director and cameraman for this film.
I: Welcome, welcome. That. No, you get your own [microphone].
MM: I’m Michelle Meisner. I’m the producer and editor of the film.
EM: Hi, I’m Evgeniy Maloletka. I’m a photographer.
S: And I’m Vasilisa Stepanenko, I’m field producer.
I: Ok, great. So this is a very difficult picture of a very difficult war that is still going on and in where people are dying every day, tell us why you chose to sort of take this slice, this moment in time, which goes back to the beginning of the war, and tell the story - because the story’s not done, it’s still ongoing.
C: I think Mariupol is a city as a - one of the events that happened in the beginning of the full scale Russia’s invasion in Ukraine is extremely symbolic for Ukrainians, and historically symbolic because being being a strategically important city for Russia to try to take from Ukraine, it’s also had so much tragedy packed in there in this short period of time. Over three months and being able to show this tragedy to the world means a lot to us, but also we feel, and we found out only later when we left Mariupol. When we broke out of the siege, only then we found out how much what we did there and what happened there changed the world’s perspective on the invasion. So it’s also symbolic from that side. But throughout the coverage, throughout this 20 days of the film is called 20 days in Mariupol - throughout that 20 days, we’ve been sending news dispatches or quite short packages of videos, one minutes, 2 minutes.
I: Sending them to - putting them on YouTube - where do you see them?
C: So associated - we work for AP.
I: All of you guys work AP? Not producer obviously.
C: Yeah, we are, we are AP team and Michelle is with Frontline - so when we left Mariupol we took out safely around 30 hours up to 30 hours of footage and most of it wasn’t published. And I felt that we need to do more about Mariupol. We felt quite guilty that we left and Mariupol was still under the siege. People were still dying every day. And I felt that we needed to do more. So, collaboration with Frontline started [passive] and we assembled the film out of those hours.
I: So just to be clear, you were actually working journalists for the Associated Press, yes, but you had all this extra material that you wanted, that you felt like you hadn’t totally told the story, even though you’re sending dispatches out to the world every day - basically..
C: Right. So in the beginning it wasn’t when it was shot, it wasn’t even intended to be a documentary. This was intended to be a news dispatch, daily news dispatches and they were shot this way. So that’s partially was a challenge when we left with all this footage was to to connect them to - into a narrative, which -
I: So were you all there as a team?
MM: Yes
I: These three, what was your role?
MM: Yeah, so these journalists were on the ground in Ukraine, where they are all from to cover the invasion and they had a sense that the city of Mariupol would be one of the main targets. And so they went there, to cover for the AP and the city gives you see in the film, the city is surrounded and it becomes impossible for anyone to leave, including them, and they continued filming. Infrastructure is attacked, civilian infrastructure. The things they witnessed, you might remember the maternity bombing, the maternity ward, that ward that was bombed, they were there. They were the ones who were on the ground filming it. So they’re very humble and well, not like admit that the reason why we have documented evidence of these potential war crimes is because they were on the ground filming it. As he said, the Internet became very sporadic. And so they had to find places where they could upload the stories and send them out to the world. They were only able to get some out, but really important footage that everyone saw. And then when they left, he had 30 hours of footage that told a real story about the 20 days that they were there. So, -
I: So where did you?
MM: So I came in as an editor, so I work for Frontline PBS and we started working with Mstyslav, who actually had a pretty clear vision for how the story could come together. And we assembled a film and we didn’t know if it would be a short at first and then we realized that it actually did - it could really fill a 90 minute feature. And so we put that together and it shows both how it - I think that what was like interesting about collaborating as somebody who wasn’t on the ground with them and why it’s important sometimes to work in a team where you aren’t - uh, I was looking at the footage in a in a way that I could see Mstyslav - like personality shine through in the way that he was filming things. The way that a tragedy would happen and he would drop the camera and it would still be, you could just, like, feel the emotion coming from him and get to know him in that way. So he became sort of like a the the perspective through which you’re seeing this unfold. You see Evgeniy and Vasilisa, you know, working alongside each other, really harrowing events, hard conditions and so we’re able to show that in the -
I: I wanted to ask about this because this is something that we’ve only just started I think scratching the surface about what is the impact due to the bearing of witness and your job is to go out and watch people suffer. You know, and document it. And I understand that the human impulse to feel the need to document it so that - for all sorts of reasons, so that the world will see it and they will stop it - which they haven’t, or history will have that for all time to be able to refer to it, so it’s a responsibility, but there’s a there’s clearly a very serious toll on the people who put themselves - and also all the medical workers and all the, you know, all the people, not to mention the people who are actually going through it, just watching a little girl staring into your camera and crying! It’s. Unbearable like that. She didn’t even die! You know, she’s not even wounded, she’s just so torn up and she’s she’s 5 - she’s 6 - it’s, it’s almost, you know, it’s hard to watch, so I can only imagine what it’s like - I can’t imagine what it’s like is what I’m saying - to live through. So I wanted to ask you, all of you guys who did that, like what, what was the toll, what, what was the impact on each of you to? Let’s start in the back and then, Mstyslav, you can…
S: It’s hard to imagine here that we saw - like I remember my feelings that when we were here, and when we watch all the scenes, how when we watch how the children died. The only chance that we had is to show the whole world, to let them understand what’s going on, how it can be going on in our time, in 21 century. So it was only one month old, that’s why. Yes, personally I felt big pain, like Ukrainian, like a human, like everyone in this world. But I understood that it’s really important that every one of us understood it. So that’s why we did it. And now that this film could watch everyone. It’s really, really important.
EM: They’ll use it. My hometown is - the name of the city is Berdjansk. It’s next on the west from Mariupol and actually it’s mostly you know my homeland where I grew up and the people who filmed, photographed and in these such conditions in this pain not like we just, some actors just you understood on the ground, that this were real souls - who are passed away. You know, and these kids who just you know how their parents bring them already dead to the hospital and doctors try to resuscitate them or do their animation processes. You document this and - with the tears in their eyes. You know, like you continue to do this, and the doctor is screaming “Show this to Putin” - because, because they might get to see this. Are they killing Ukrainians? That time, and this is, really hard to understand for ourselves as well - that this is. You know. Our relatives, our friends, it’s happened with all of us, all around Ukraine, all around the contact line and what we witnessed it in just one short period of time. Ohh. And that’s it. But it’s happened all around the area or like where Russia invaded.
C: It’s been almost a year and the film is called 20 days. So you look at this 20 days and you know what’s - what happened after every day in Ukraine. That is - nothing changed. It was happening every day what you see, but also we felt obligation as journalists, but as well as Ukrainians, this is our community, this is our country, and we do feel an obligation to keep telling these stories to to make sure that, everything that was that possible to document, will stay in history, so maybe in the 50 years of time or 100 years of time, someone who would ask what happened - so you know how that invasion started, what happened to Mariupol? Will go and see this, and will know how terrible the war is. How imparable human pain is and from this perspective, although the film is told from the perspective of a journalist - it’s still really about people. And about Mariupols residents and I think our feelings, these feelings of journalists or documentary makers right now is - it’s quite secondary it’s very important here for it not to stand on the way to - for the audience to feel what actually residents of Mariupol felt.
I: Thank you. Well, the film is very intense and sometimes difficult to watch, but it’s important for that reason. So thank you for bringing your film to Sundance, 20 days in Mariupol. It’s going to be out on Frontline and PBS.
MM: Eventually, yes. Yeah. Well, later this year, I presume. Yeah, yeah. We’ll see what life it takes over the next few months, and later this year we’ll be airing on PBS.
I: Thank you for the film and thanks for coming to our studio.
und damit kommen noch zwei weitere Widersprüchlickeiten mit dazu -
Over three months and being able to show this tragedy to the world means a lot to us, but also we feel, and we found out only later when we left Mariupol, when we broke out of the siege, only then we found out how much what we did there and what happened there changed the world’s perspective on the invasion.
- die Journalisten hätten erst als sie aus Mariupol weg waren erkannt, dass das Material das sie hatten wichtig war, denn sie hatten dann erst gesehen, dass das was in Mariupol geschehen ist, die Perspektive der Welt verändert hat.
The Russian Embassy in London put out two tweets calling the AP photos fake and claiming a pregnant woman was an actress. The Russian ambassador held up copies of the photos at a UN Security Council meeting and repeated lies about the attack on the maternity hospital.
In the meantime, in Mariupol, we were inundated with people asking us for the latest news from the war.
So many people came to me and said, “Please film me so my family outside the city will know I’m alive.”
src: click (Inhaltlicher Widerspruch? Das hier zitierte “in the meantime” Bezieht sich auf die Zeit zwischen dem 09.03. und dem 11.03.. Hier erklärt Chernov, dass er sich über den aktuellen Verlauf des Newscycles von seinem Editor auf dem Laufenden halten hat lassen.)
Im Aljazeera Interview war das [das Material das so wichtig war] noch der Grund, warum der Polizist Vladimir (*hust*) ein 12 köpfiges Militärteam zu ihrer Rettung in ein Spital in der nähe der Front gesendet hatte, mit dem Befehl die Journalisten zu evakuieren (unklar ob der von ihm kam):
“If they catch you, they will get you on camera and they will make you say that everything you filmed is a lie,” he said. “All your efforts and everything you have done in Mariupol will be in vain.”
The officer, who had once begged us to show the world his dying city, now pleaded with us to go. He nudged us toward the thousands of battered cars preparing to leave Mariupol.
It was a Hyundai, right? Better state that it was a Hyundai, in the first interview in March of 2022, and leave the little fact, that it was Vladimir, the police handlers Hyudnai for January 2023. For an interview at the Sundance film festival press circuit.
Die Kontaktanbahnung mit PBS verlief dann übrigens passiv:
C: And I felt that we needed to do more. So, collaboration with Frontline started and we assembled the film out of those hours.
Die PBS Producer und Editorin hatte sich noch überlegt ob sie aus dem Material eine narrative Geschichte bauen kann, aber Chernov hatte bereits eine eigene Geschichte die er erzählen wollte -
MM: So I came in as an editor, so I work for Frontline PBS and we started working with Mstyslav, who actually had a pretty clear vision for how the story could come together.
Aus den beiden Polizisten die dem Team gesagt haben “zeigt das der Welt!” (der eine der sie vor der Geburtsklinik hat reden hören, und sie zu einem Ort mit Internet und Strom zum Laden ihres Equipments gebracht hat, und der andere in dem dunklen Keller) - ist mittlerweile ein Arzt geworden:
You know, and these kids who just you know how their parents bring them already dead to the hospital and doctors try to resuscitate them or do their animation processes. You document this and - with the tears in their eyes. You know, like you continue to do this, and the doctor is screaming “Show this to Putin” - because, because they might get to see this.
Und jetzt haben wir endlich eine Premiere beim Sundance Filmfestival!
Jetzt gibt es im vierten Interview aber noch einen Punkt der dezidiert prüfbar ist:
C: So in the beginning it wasn’t when it was shot, it wasn’t even intended to be a documentary. This was intended to be a news dispatch, daily news dispatches and they were shot this way. So that’s partially was a challenge when we left with all this footage was to to connect them to - into a narrative, which -
Die Videosnippets sein geschossen worden “wie für einen “news dispatch” - ohne emotionales Narrativ, ohne ein Leiten des Gedankengangs des Zuschauers durch Kameraschwenks, …
Eben wie für einen Newscast.
Nun, ehm - nein.
Bildbeispiele:
Es gibt eine Einstellung in der Krankenhausmitarbeiter rauchen, dann Fokus auf die Gesichter, “defiance” als Emotion, dann sofort ein Schwenk auf eine ukrainische Flagge über ihnen.
Es gibt die Einstellung im siebenten Stock des Krankenhauses an der Front, in dem die Hauptkamera die Reaktion des Soldaten filmt, der Kameramann dem Soldaten in einen zweiten Raum nachrennt, um seine Reaktion festzuhalten, während eine simple Kamera mit Teleobjektiv, die pickupshots der sich draußen zusammenziehenden Panzer macht. Der Soldat fordert den Journalisten dann auf das zu zeigen (Film it!), der rennt zurück in den anderen Raum beginnt erstmalig durchs Fenster die eigentlichen Geschehnisse zu filmen, und in dem Moment schneidet die Editorin des Film zu Aufnahmen aus dem Teleobjektiv der anderen Kamera um - die Pickup shots macht.
Es gibt mehrere Einstellungen bei denen der Ausgangspunkt einfach head and shoulder close-ups sind die dann zum close up reingehen:
Es gibt mehrfach Einstellungen aus der Verfolgerperspektive (Kameraman läuft mit):
Selbe Perspektive mit Voice over: “Mass graves where children were buried.”
Superclosups von zitternden Händen:
Froschperspektive mit Zoom auf Hände durch die Erde riselt:
Nicht EINE dieser Einstellungen eignet sich für ein Newscast Format. JEDE dieser Einstellungen verwendet “subjektive Kamera” als Erzähltechnik.
Dass das Material sein soll, das eigentlich für einen Newscast gedreht wurde, aber welches man später nicht verwendet hat - und bei dem man dann erst nach der Flucht aus Mariupol erkannt habe, dass man damit doch eine narrative Erzählung schneiden kann, die einen 90 minütigen Kinofilm trägt, ist eine simple Lüge.
Keine andere Interpretation möglich.
Auf der anderen Seite ist das aber auch das beste Beispiel das sich Profil denken konnte, um der österreichischen Bevölkerung zu verdeutlichen was russische Propaganda ist.
Worauf die gesamte Medienlandschaft Österreichs die russische Seite von der Berichterstattung ausgeschlossen hat.
Kauf auch du morgen dein Kino Ticket zur Wahrheit.
Es spricht Evgeniy Maloletka, Fotograf der Chernov Crew, diese hörte Explosionen in der Nähe der Asowschen Universität und anderswo - es gab dort eine Reihe an Explosionen und eine davon war in einem Krankenhaus direkt gegenüber. Also beschlossen sie dort hinzufahren. (Keine Erwähnung des Rauchs mehr, der sie dort hin gelockt hat. Wie im ersten schriftlichen Interview das an 20 News outlets ging. (Aljazeera Interview)) Interviewerin fragt nach - hätte es sein können, das das Krankenhaus für militärische Zwecke genutzt wurde? Antwort: Versuchen wirs zu objektivieren, eine Militärinstallation hat Schützengräben, Stellungen, militärische Ausrüstung - in dem Moment in dem wir da waren, haben wir nichts davon gesehen. Wir wissen, dass es dort ein Krankenhaus gab in dem verwundetes ukrainisches Militärpersonal behandelt wurde, aber es ist nicht direkt im Maternity Ward zu dem wir gefahren sind, es ist ein anderes Gebäude, und das wurde am Ende nicht getroffen.
Es wird einmal Zeit aufzulisten woran die deutschsprachige Journalistenschaft selbst so glaubt.
Anastassia Boutsko (DW): Leichensäcke in Moskau können für Putin doch noch zum Problem werden und den Krieg beenden.
Also mal eben ein Verschwörungsnarrativ, denn die US Führung hat wiederholt und in offiziellem messaging dementiert, dass dies eine Zielperspektive sei. Oder wenn schon kein Verschwörungsnarrativ, dann ein “Deus Ex machina” - bei dem, wenn schon genug Leute sterben, das auch eine direkte positive Auswirkung auf Beendigung des Krieges haben wird.
Auch in der internen Logik des Arguments nicht das beste Narrativ, da immer noch ein Hardliner auf Putin folgen könnte. Dh. Destabilisierung ohne Regimechange Vorbereitung - wird eher heikel. Wer für gewöhnlich die politische Nachfolge im Kreml regelt ist kein wirkliches Geheimnis.
“Also ich würde sagen, in der ganzen Zeit, und ich habe diesen Krieg ja seit Anfang an begleitet, haben die Menschen dort verschiedene Etappen durchgemacht, und die Etappe in der wir uns jetzt befinden ist…
[Einschub: Gesichtsausdruck in dem Moment]
- ein Land am Tiefpunkt. Weil die Ukrainer haben natürlich jetzt verstanden, dass die Schrecken dieses Krieges nicht zu Ende sind, sondern weiter gehen. Dass sie in ein weiteres Jahr des Krieges gehen. Und ich glaube fast jeder Ukraine, wenn nicht sogar jeder, hat Opfer gebracht, kennt Menschen, die Gestorben sind. Hat Familie verloren [jeder sechste, aber halten wir uns nicht mit Fakten auf] und dass das jetzt weiter gehen soll, ohne dass eine Perspektive erkennbar ist, ist natürlich ein sehr, sehr bittere Erkenntnis. Auf der anderen Seite, was man positiv sagen kann, sehen die Ukrainer natürlich nach einem Jahr Krieg wie sehr der Westen nach wie vor an ihrer Seite steht, also der Besuch von US Präsident Biden, in Kiew - ich war selber auch da -
[Einschub: Gesichtsausdruck in dem Moment]
es ist von den Ukrainern schon wirklich gefeiert worden
[Einschub: Gesichtsausdruck Schäuble in dem Moment]
als etwas was ihnen Rückhalt vermittelt hat. Ich meine, das sind natürlich die großen Bilder und es ist - die Ukrainer verstehen es natürlich auch entsprechend zu vermarkten, aber nichts desto trotz, das war so ein positives Zeichen und auch was wir jetzt erlebt haben, dass nun endlich mal Waffen geliefert werden, über die so lange debattiert wurde, das sind positive Zeichen, nichts desto Trotz, auch militärisch muss man sagen, ist die Ukraine mittlerweile am Tiefpunkt angelangt, also das müssen wir nicht beschönigen, was wir im Moment im Land erleben sind an einigen Fronten die bittersten und schlimmsten Kämpfe die man bisher erlebt hat. Es gibt keine offiziellen Zahlen über Opfer, aber was man sich als Reporter dort zusammenreimen kann, wenn man einfach einmal hinkuckt, kann man das nicht hoch genug einschätzen was da an Tribut gezahlt wird - auch an toten Soldaten, also ich gebe mal ein Beispiel, ich war ich Charkiw, in Charkiw gibt es einen Riesen Friedhof, da werden jeden Tag mehrere Soldaten, die einfach aus der Front im Osten kommen, begraben. Das sind Bilder die jetzt nicht immer jedem präsent sind, aber die zeigen natürlich, das sind die Toten, und von den Verletzten reden wir noch garnicht. Was ich selber bei den paar Besuchen die ich gemacht habe an der Front erlebt habe, ist ein Krieg, also - den kann man sich nicht bitter genug vorstellen. Da sind teilweise Soldaten, die haben den russischen Angreifern nichts entgegenzusetzen, außer ihre Kalaschnikow - und werden da manchmal auch einfach überrannt. Und diese Realität, ja - vor der Steht die Ukraine jetzt, und es ist die Frage, ja - wie lange wird das noch dauern.”
Moderator: “Ist es denkbar, dass die Ukraine diesen Krieg auch verliert?”
“Ja, ich glaube wir müssen definieren, was heißt gewinnen und verlieren, so wie ich die Ukrainer, und das ist natürlich nur eine Momentaufnahme, erlebe - werden sie nicht zurückweichen. Also die Entschlossenheit, der breiten Masse der Bevölkerung diesen Krieg weiter zu führen, auch mit allen Opfern, ehm - ist sehr groß. Und jetzt ist Präsident Selenskyj jemand der das natürlich auch sehr schön zu verkaufen weiß - er hat ja gesagt - and die Russen gerichtet, wir sterben lieber, als dass wir unter eurer Besatzung leben, mit Vergewaltigung und Mord und Entführung von Kindern. Aber das stimmt. Das ist das Gefühl das ich glaube dass viele, oder die große Masse der Ukrainer haben. Sie wollen nicht unter russischer Herrschaft leben, weil sie wissen einfach was das bedeutet.”
Moderator: Du hast von einem solchen Ort berichtet, nämlich von Butscha, und das war sozusagen eine wiedereroberte Stadt, kannst du uns schildern, was für einen Eindruck du von dieser Stadt hast, als du ankamst.
[Den Gesichtsausdruck poste ich mal nicht, es ist Wiedererleben echten Schocks.]
“Also das war ja die erste Stadt die - im Prinzip, wo wir erlebt haben, was passiert ist. Wo wir sehen konnten, was haben russische Söldner, russische Soldaten dort gemacht. Und für mich war das mit eines der schlimmsten Erlebnisse, die ich in meiner Laufbahn as Journalistin erlebt habe, und ich habe schon über einige Kriege und Krisen berichtet. Zu sehen, dass man Zivilisten einfach mitten auf der Straße hinrichtet, Menschen in irgendwelche Gruben schmeißt - ein komplette zerstörte Innenstadt einfach mutwillig zerstört zurücklässt, dass Soldaten und Söldner durch die Häuser gezogen sind und dort randaliert und vanda- sich wie Vandalen aufgeführt haben, Frauen vor den Augen ihrer Familie vergewaltigt haben [Kontext], das alles ist in Butscha klar geworden dass das passiert, und das hat mir gezeigt, welcher Natur dieser Krieg ist, das ist nämlich ein Krieg, da geht es um viel viel mehr, als die Eroberung von Territorium, das ist ein Vernichtungskrieg, gegen ein Volk. Das ist ein Vernichtungskrieg gegen das ukrainische Volk. Und das ist glaub ich jedem klar, der Butscha gesehen hat.
Kurzgefasst: Eigendorf: Ich hab keine Ahnung, ich versuch mich da während ich embedded Journalism mache durchzufühlen, und was mich in einer Selenskyj Ansprache berührt hat, die Aussage - die Ukrainer würden schon gerne sterben, ist glaub ich die Wahrheit, die ich auch in der Bevölkerung fühle. Außerdem kann ich super vom Gefühl her von Butscha auf alle besetzten Gebiete extrapolieren, und behaupte Völkermord (Hintergrund (nicht nur eine juristische, auch eine politische Frage)), weil mit das einleuchtend erscheint.
Danach kommt noch so ein unguter Teil, in dem das alles eine Eigenheit der russischen Armee und ihrer Kriegsführung generell sei, denn du Russen tränken ja so viel, und randalierten und - den lass ich mal weg. (Und werden von ihren Ausbildern geschlagen, und in den Tod geschickt.)
Was bringt an der Stelle jetzt die Perspektive von jemandem wie mir der genau darin - die Auswirkungen von Null Diskurs, aber massenhaft Propaganda sieht.
Jeder Journalist legt sich die Wirklichkeit zurecht mit der er am Besten zurecht kommt.
Und die mit dem meisten emotionalisierten Floskeln, die, die versucht ihre Ratio emotional aufzubauen - quasi Wirklichkeit zu “erfühlen” -
die belegbar in der Vergangenheit von der ukrainischen Propaganda für Messaging benutzt worden ist -
die Journalistin bekommt aktuell die meisten Journalistenpreise -
Mir wird bei soetwas dermaßen KOTZÜBEL - dass ich das nicht rezipiert bekomme. (Habe wieder abbrechen müssen.)
Es ist der selbe groteske, emotionale Overflow, zur Schau gestelltes moralisches Bravado - anhand dessen sich nur die Dümmsten der Dummen eine Meinung bilden.
Ein Journalist meint die Ukrainer sterben für uns, und das muss jetzt so sein, damit sich der Krieg nicht ausweite, eine glaubt die Sterben für Leichensäcke in Russland die den Krieg beenden können, und eine glaubt die Sterben für Ideale, ein Konzept von fast elysischer Nationalität, oder eine konzeptuale Struktur wie europäische Demokratie, und weil sie gegen das Böse kämpfen, oder den Erhalt einer Ethnie.
Das ist Journalismus dieser Tage.
Fakten spielen hier keine Rolle, jeder formt sich nach Statements die er/sie aufgeschnappt hat eine durch nichts belegbare Realitätsvorstellung - und weil das seine/ihre eigene ist, sind wir dann besonders stolz darauf und noch stärker bereit sie zu verteidigen.
Mangels Definition welche Ziele wir eigentlich politisch und militärisch verfolgen - kannst du praktisch an alles glauben.
In diesen emotional aufgeladenen Entscheidungsräumen wird aus Propagandasicht nur eines wichtig - zu definieren welche Positionen man nicht einnehmen darf.
Die der brasilianischen Regierung beispielsweise -
Positionen die zu kritisch sind, oder analytisch, dh. beispielsweise auf die globalen Auswirkungen des Krieges als eine Form von Leid abzielen die alles was die Ukrainer derzeit erleben noch potenzieren wird, sind gesellschaftlich nicht zugelassen - denn sobald wir unsere Realitäten debattierten, würde Leuten auffallen, dass sich ihre Überzeugungen nicht im geringsten decken.
Im Falle von Eigendorf nicht mal von einem Satz zum nächsten. Da ist gefühlt einfach alles richtig.
Jeder darf sich seine eigene Vorstellung davon bilden, warum er oder sie einer normativen Überzeugung ist, die aber nicht zu kritisch sein sollte. Das - funktioniert immer noch am Besten.
“Putin is threatening Armageddon, and the Russians are doing it all the time, sometimes in oblique ways and sometimes in a more direct way,” said John Sullivan, who served as U.S. ambassador in Moscow until September and was surprised during his tenure by how frequently his Russian interlocutors casually raised the prospect of nuclear war. “But when you actually poke at that and provide weapons gradually over time, there hasn’t been the catastrophic response that Putin promised.”
Though Mr. Putin’s nuclear blackmail didn’t fully succeed, it did prompt initial restraint in Western military support for Ukraine. In the first several months after the Russian invasion, the Biden administration took a gradualist approach that White House officials have described as “boiling the frog.” As the U.S. began to introduce new weapons systems, it did so slowly and, initially, in limited numbers. None of these individual decisions were of sufficient scope to provoke a dramatic escalation by Moscow. But over the past 12 months, the cumulative effect of these new weapons has transformed the balance of power on the battlefield and enabled a string of strategic Ukrainian victories. (Wall Street Journal)
As Russia’s invasion of Ukraine has transformed into a grinding war of attrition with no meaningful peace deal in sight, the US and its allies have begun to convey a new, longer-term goal for the war: to defeat Russia so decisively on the battlefield [in Ukraine] that it will be deterred from launching such an attack ever again.
Russia’s become mired [bleibt stecken] in a war of attrition of its own making, and despite what you hear from propagandists in the Kremlin, our intelligence indicates that Russian military continues to suffer from low morale, high casualty rates, equipment failures, and leaders who are afraid to tell the truth about what’s really happening on the ground.
Second, we’re raising the costs on Russia to bring the war to an end more swiftly through unprecedented sanctions and export controls.
[Das zweite Statement ist falsch, die geschätzte Kriegskasse Russlands war für drei Jahre gefüllt. Die Sanktionen nicht so wirksam, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Verkürzung des Konfliktes bewirken hätten können. Die Sanktionen wirken, aber sie wirken langfristig. Blinken sollte das wissen. Bei einer Konstruktion des Arguments in dieser Form, legt das PR nahe.
edit: Ups, DW Korrespondent nicht richtig gebrieft:
Ukraine kämpft auch in Bachmut, weil sie glaubt Russische Soldaten verschleißen zu können - Zitat: Head of ukraines delegation to the NATO Parliamentary Assembly. Naja - lieber nicht weiter drüber berichten.
Der Konflikt soll aktuell (und sollte auch bereits Ende Juni) durch eine militärische Entscheidung gedreht werden. Nicht durch Sanktionen.]
Und für die, die an dieser Stelle argumentieren wollten dass sich “Boiling the frog” geändert hätte, also dass man jetzt schneller an der Temperatur gedreht hätte - Nein, und nein (GLSDB werden geliefert, ATACMS nicht).
Die Schlammsaison macht Panzerschlachten beidseitig aktuell unmöglich, hat bereits begonnen, und hilft eher Verteidigern:
Die kommende Schlammsaison in der Ukraine
Der dritte Faktor ist die übliche, bereits bekannte Schlammsaison, die berüchtigte Rasputitsa (russisch) oder Bezdorizhzhia (Ukrainisch). Im Frühjahr verwandeln die Schneeschmelze und der nicht gefrorene Boden in Verbindung mit heftigen Regenfällen, alle Felder und unbefestigten Straßen in kaum befahrbare Schlammmeere.
Das erschwert mechanisierte Manöver erheblich. Auch wenn der derzeitige Winter in der Ukraine ungewöhnlich mild war, ist es nicht leicht, die Rasputiza vorherzusagen, die normalerweise von Mitte März bis Mitte April oder sogar bis zum Ende des Monats dauert. Ein weiterer Grund, der Putin also dazu bewegen könnte, schnell zu handeln. (ZDF)
Doch diesmal könnte der Schlamm ein Vorteil Russlands sein, denn die Initiative im Krieg hat sich ins Gegenteil verkehrt. Aktuell befindet sich die Ukraine auf dem Vormarsch, hat Offensiven etwa in der Region Cherson laufen. Grundsätzlich stärkt die Rasputitsa den Verteidiger, sie kann aber auch einen schnellen Rückzug angesichts eines überlegenen Gegners unmöglich machen. (ZDF)
DONETSKPROVINCE, Ukraine (Reuters) -Russian forces were trying to close their circle around the small mining city of Bakhmut on Monday, while rain and an early spring thaw turned eastern Ukraine’s battlefields to mud which could hamper both sides as they try to take the initiative.
The spring thaw, known as the rasputitsa, has a long history of ruining plans by armies to attack across the soil of Ukraine and western Russia, turning roads into rivers and fields into impenetrable bogs.
In the Donetsk region near the front, Ukrainian soldiers hunkered in muddy trenches after suddenly warmer weather softened the frozen ground.
“Both sides stay in their positions, because as you see, spring means mud. Thus, it is impossible to move forward,” said Mykola, 59, commander of a Ukrainian frontline rocket launcher battery, watching a tablet screen for coordinates to fire. (Reuters)
Diese Webseite verwendet Cookies um die Nutzungserfahrung für seine Besucher zu verbessern. Bitte informiere dich bei Gelegenheit darüber wie sich Cookies auf deine Privatsphäre im Web auswirken.