To victory and beyond.
18. Mai 2022Moskau und Kiew setzen Verhandlungen im Ukraine-Krieg aus
Die Ukraine und Russland haben die Verhandlungen zur Beendigung des Krieges vorerst ausgesetzt. Die Ukraine wendet sich dabei vor allem gegen einen Diktatfrieden vonseiten Russlands. “Der Verhandlungsprozess hängt davon ab, wie die Ereignisse in der Ukraine verlaufen”, sagte Kiews Unterhändler Mychajlo Podoljak am Dienstag im Fernsehen. Zuvor hatte bereits Russland das vorläufige Ende von Gesprächen bestätigt.
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Kontext aus dem Chatham House Interview, vor einer Woche, bei 58:40 in (mehr Kontext ab min 56):
CH: “We have both the United States administration, the Biden administration and the british government in particular talking about victory. Victory must involve the defeat of Vladimir Putin, even that it must involve all russian forces leaving all of territorial Ukraine, so my question to you Mr. President - is it helpful, to have some of your key backers, diplomatically and militarily - setting that war aim, publicly, at this time? Is that helpful to you as president of the Ukraine, or not?”
Selenskyj: “Well, its a very complicated question. I’m not afraid of such blunt statements, I think the more direct, the better, the easier for Ukraine and the european society and the russia society for that matter - for them to understand that if we dont stop this -- lets come back to the allegorical situation - then all the bridges will be burnt [referring to the right now there are still open venues for talks]. So we have to be open discussing that. If there is… Bilaterally [meaning within the western backer infrastructure] we can discuss this without allegories, we diplomatically can only discuss the specific steps. So what victory is for us the notion, for the european union, that is for the UK, for the US [trying to broaden the question to be able to give a more general answer] - for some people it may be Putins defeat - and in our society, there is a big portion of people, thinking exactly that. But for me the victory, … I dont care what happens to some leaders, where they will end up, for me what matters is Ukraines victory. And by Ukraines victory we mean “something that belongs to us” - this is our territory and our people -- for me victory is not to loose 11 million people. Five milion people who have left Ukraine, they have to come back - thats my victory. And I’m thinking about it, because for me victory is at least, bringing the country back economically, at least to the situation when it all started, as a good beginning - but also for the western world to have complete awareness, what is happening here and what the pain is like, they should feel our pain, that will unite them [in pain], and that will never be effected by russian propaganda, and they will help us all the way. And for us, for me, victory is - admission to accession to the European Union, with all the pros and cons, and when we discuss that - and thats the will of the ukrainian people, and this all started in the Maidan , we’ve had revolutions to that effect, and this war is also about, that this can not be in vain, so Ukraine in the EU is not the principle, the major victory, but we can not just disregard the people, who sacrificed their lives for that, so its the dream, its the will, and the steps that we made, and thats what we intend to do, as a nation And if someone from europe, even now, they have already received our refugees, they’ve seen all the footage in the world, they’ve listened to me, to us, they are listening now, they realize what is happening here. In Mariupol people are dying in thousands, but there are still some persons who want to get some oxygen without even attempting to breath, and they want to strike the balance, they want to be in the grey area, stay in the shadow, while some people say its a walk inbetween the drops of rain. And… This is not a rain! It never rains, it pours! as the saying goes, and this is the war of what - there are no drops anymore, we are all wet, by now. Soaking wet. And - this is cynicism, this is the lack of adequacy, in some leaders, in some developed countries. And the adequacy of world [cohesion, doing all that we’d as you to do to be adequate], is also victory for Ukraine. That will influence us, it does influence us, really. And what will happen to some individuals in russia, you know - why should I think about the oder side - the military, their leaders, their president, and what will happen to them - they should be punished for what they did, that is the most important thing, in my book. According to the international law. But if they come here, and even fail to collect their debt, and they dont care about a quick - why should I care? Its them. I have to think about my people, my citizens.”
Alles klar? Und das ist der Grund, weshalb wir Verhandlungen über ein Ende des Krieges vorerst ausgesetzt haben.
Natürlich “Moskau und Kiew” im wording des Standard.
To victory and beyond.
Diese Gesellschaft ist das Letzte.
Achja, und die Standard Zensur in Aktion:

Hier gab es kein Vorgeplenkel. Das war mein erstes posting heute am Tag. Eine Überprüfung der Entscheidung einzuleiten ist mir nicht möglich. Diese Gesellschaft ist das Letzte.
Unsauberheit bei Anne Will
17. Mai 2022Bei Anne Will wurden vor acht Tagen Unterzeichner beider offenen Briefe gegeneinander gepitcht.
(Komplettes Video: click, Mirror: click)
Der des Briefes für mehr aktive Partizipation war bemüht die Position der Ukraine als “kompromissbereit”, und nicht als “Hardliner dem man jetzt laufend Waffen zukommen lassen muss” zu skizzieren. Dazu hatte er primär ein Argument. Er glaube, zumindest habe er das bei Selenskyjs Gespräch bei Chatham House so verstanden, Selenskyj sei damit einverstanden wieder zu den Grenzen des 23. April als Basis für einen Friedensvertrag zurückzukehren.
In jedem Fall sei das das Minimum was erreicht werden müsse, um nicht den Eindruck zu hinterlassen dass Russland Erfolg gehabt hätte.
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Also quäle ich mich eine knappe Stunde durch den Chatham House Dialog (Selenskyj hat eine super Idee: “Eine internationale, militärische 24 Stunden Eingreiftruppe gegen Kriegsverbrechen in Kriegsgebieten - wir müssen es tun, wir müssen uns diese Frage stellen, wie kann Chatham House hier helfen, wie können wir das realisieren, bitte diskutieren sie!”) um in etwa bei Minute 56 zur referenzierten Antwort zu kommen.
Die Frage aus dem Publikum lautet in der Tat, ob es die Ukraine akzeptieren könnte, bei Friedensverhandlungen auf die territorialen Grenzen vom 23. Februar zurückzufallen.
Die Antwort die von Selenskyj gegeben wird ist ein non sequitur, der ausschließlich ihre Vorbedingungen für einen Waffenstillstand umschreibt. Die Vorbedingungen für einen Waffenstillstand, auf Seiten der Ukraine, sind ein Rückzug aller russischer Truppen auf die Gebiete vom 23. Februar - danach könnten Friedensverhandlungen beginnen. Im zweiten Teil der Antwort quält sich Selenskyj durch unterschiedliche Ansätze zu erklären, wie sie denn zu Verhandlungen kommen würden, wenn sie zuvor nicht verhandelten. “Da müsse wohl von Russland was kommen, aber sofern er verstehe gäbe es wohl noch Kanäle, noch nicht alle Brücken seien abgerissen, figurativ gesprochen”.
Daraus macht der Moderator bei Chatham House “das ist jetzt aber ein sehr wichtige Antwort und Stellungnahme” - weil er nicht weiß, dass das die Position der Ukraine ist, seit dem sie das erste mal “die Grenzen vom 23 Februar” in den Mund genommen hat. Die beschreiben immer die Vorbedingung unter der die Ukraine zu einer Waffenruhe bereit sei. An der Position, dass die Ukraine in Friedensverhandlungen auf die vollständige territoriale Integrität der Ukraine besteht (inkl. Krim, inkl. Donbas), hat sich nie auch nur irgendetwas geändert. Seit dem ersten Interview in dem die Presse “Selenkyj ist für Friedensverhandlungen” getitelt hat. Denn es wurden immer, sukzessive die Bedingungen für Gespräche, ins besondere für High Level Gespräche für die Selenskyj geworben hat, außen vor gelassen. Siehe:
Die ARD verkürzt mal wieder
Das mag für eine Schlagzeile mal nicht schlimm sein, es sei denn natürlich man lässt den Teil weg - in dem man bei Friedensverhandlungen die Rückgabe der Krim fordert. Was seit Kriegsbeginn der Fall war.
Und ich kanns hier zum fünften Mal schreiben, und es gibt immer wieder Pundits (Ruprecht Polenz, ein Unterzeichner des Gegenbriefs bei Anne Will, Liana Fix bei Lanz) die das falsch referenzieren. Polenz um es ihm zu gute zu halten unter Zuhilfenahme der Formulierung von “zumindest habe er das so verstanden”. Es gibt nirgendwo einen Faktencheck. Es gibt nirgendwo jemanden der die Differenzierung kennt (das eine sind die Vorbedingungen für einen Waffenstillstand, das andere eine Grenze bei Friedensverhandlungen mit der die Ukraine leben könnte - beides sind diametral andere Dinge, aber die Vertreterin der Körber Stiftung (wobei, ehemals Mercator) bei Lanz, und der CDU Politiker bei Anne Will können das leider wieder nicht auseinanderhalten.
Genausowenig wie der Moderator des Gesprächs bei Chatham House hier nicht in Lobeshymnen verfallen kann, während Selenskyj gerade die Publikumsfrage sidestept.
In der ging es nicht um Vorbedingungen für einen Waffenstillstand.
Diese Gesellschaft ist das Letzte.
Zumindest fragt der Moderator bei Chatham House nocheinmal nach, ob die Ukraine es in Ordnung findet, dass andere für sie deklarieren, dass der Sieg der Ukraine gleichbedeutend mit einem vollständigen Rückzug der russischen Truppen aus der Gänze des ukrainischen Staatsgebiets ist. Die Antwort die darauf folgt ist, “Er [Selenskyj] habe keine Angst vor “kräftigen” [bold] Aussagen, die er ebenfalls in der Form getätigt habe”, und “was er für sich als Sieg sehen würde, sei die Rückkehr der Vertriebenen, und eine Ukraine in der das normale Leben wieder aufgenommen werden kann, in den Grenzen des 23. Februar, zumindest für den Anfang”.
“Zumindest für den Anfang” referenziert den von der Ukraine angedachten Freeze des politischen Status der temporär besetzen Regionen (Krim und Donbas) die nach einer etwa 30 jährigen “Autonomie, aber als Teil der Ukraine” (De-Ideologisierung der Bevölkerung), wieder zurück an die Ukraine gehen sollen. Sofern Volksabstimmungen das befürworten.
PR TIpps from Böhmermann
17. Mai 2022Keep winning - to stay relevant.
Keep winning - for our model of life.
Keep winning - oh sorry, no real talking points left, lets fill the rest up with actually good jokes, and repeat - keep winning to stay relevant again. Right?
Thats about all the complexity you need.
I hear its all the rage in the third world as well.
edit: “In order to end the war, we must keep the war relevant, to help them win the war.” Got it?
Oh and play with rimshots, guilt, pop culture references, dapper dressed comedians, scripted spontaneity, underplaying intellect - but not to make a point, but to make the audience feel smart, add a stinger against conservative audiences to feel more “edgy” (despite you representing their majority view), add a countdown element to suggest, that the Ukraine would be smart enough not to wait until it had no economic prospects anymore, because this is how wars go, and rebuilding its nation is not at all linked to the russian funds, that have been and currently are frozen by sanctions, add some unrelated comedic misunderstanding as the punchline to that one. Oh Jan, its twitter, Jan!
Hmm… Probably not that great to understand how this works… Comedy is an artform.
#itsaboutus - is PR? Art? A proper argument? An emotionally charged notion.
Phoenix hat herausgefunden dass die UN Angstnarrative bedient
17. Mai 2022um den braven (Bildung aus der Bild) Deutschen zu manipulieren, der nicht so denken soll wie Putin (Angstnarrative verbreitend) es will!
Es ist unglaublich was die alles rausfinden.
Frieden schaffen ohne Waffen, sei jetzt plötzlich die Position der Unterzeichner des Schwarzer Briefs, weil man selber keinen f*cking Finger gehoben hat um die Differenzierung von “Angriffswaffen” (NATO Designationskategorie, aber who the f*ck cares) und “Schwereren Waffen” einer Bevölkerung näher zu bringen, weil dann müsste man ihr ja erklären, wer die zuerst gefordert hat. Und wann… Und warum…
Also behauptet man lieber die Unterzeichner des Schwarzer Briefs sind Trottel und verdammte Pazifisten oben drein.
Logisch oder?
Und Guterres bediene sich eines Angstnarratives, wenn er von einem “ungewinnbaren” Krieg spricht, und Verhandlungen -- als absolut notwendig herausstreicht. Als UN Generalsekretär.
Gut, dass wir hier keine Selbstreflexion unter den Medien brauchen.
Hach was sind unsere guten, aus Proklamationen bestehenden, Einstiegsstatements proper. (Was anderes nimmt der Zuseher so und so nicht mit. Medienwirkungsforschung.)
Ich diskutier auch liebend gern auf Volltrottel Niveau, mit Journalisten die ihren Job nicht machen, ihre Selbstkritikfähigkeit an der Garderobe zum Moderator im Meinungsfernsehen abgegeben haben (also wenn sie nicht wie der Standard regelmäßig, seit Jahren, ohne zu kontextualisieren Project Syndicate abschreiben), aber nur wenn ich im Einstiegssegment Lügen verbreiten kann. Darunter würd ich mich schämen mein Journalistengehalt einzustreifen.
Eine erneute Zuweisung im Gut/Böse Spektrum, wer die pseuderationalen Kriegsbefürworter, und wer die Putinversteher Verhandlungsfetischisten sind, die diese schöne, ehrenwerte, aber nicht mehr katholische, weil der Papst ist ja auch ein Spalter, Gesellschaft spalten wollen! Dabei wissen die doch wie wichtig es ist, dass wir uns jetzt nicht spalten lassen! Wir habens ihnen doch gesagt. Als Medien. Das ist doch jetzt das Wichtigste überhaupt!
Fraktionszwang auf Gesellschaftsebene, quasi. Sonst gewinnt Putin! Sorry, der undemokratische Diktator.
SPALTER! HITLERVERSTEHER (Nach dem Pelinka-Arschloch vom Institut für Konfliktforschung.)!
Diese Gesellschaft ist das Letzte.
Hier sind doch keine Lügen unterwegs! Dass wir seit drei Monaten so tun als hätten wir die Moral mit Löffeln gefressen, und wüssten als Medienvertreter genau worums geht, ist doch bitte keine Propaganda! Propaganda machen die anderen! Deshalb lassen wir auch deren Position in unserer Berichterstattung nicht mehr stattfinden.
Wir schützen die Bevölkerung vor diesen bösen Spaltern! Wie dem Guterres, dem Papst, dem Sozialpsychologen, dem Fernsehintellektuellen, der Emma Tante, … Habermas…
Und schaut, wir haben einen Haufen an guten Experten wie die Marie Luise Beck, aus der von ihr und ihrem Mann selbst gegründeten Nichtregierungsorganisation Zentrum Liberale Moderne, das sich gegen
„eine antiliberale Internationale” [richte,] “deren Netzwerke sich durch ganz Europa ziehen“, und deren „Hauptquartier“ der Moskauer Kreml sei.
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Und wir ignorieren selbstredend immer die neuesten PR Reportagen, mit dem Inhalt Selenskyj ist der beste Kommunikator überhaupt, denn das ist das wofür das Zentrum Liberale Moderne so angefragt wird, und dann zusagt.
Also - darüber berichten wir natürlich nicht, aber einladen tun wir sie schon. Damit sie dann für den Durschnittsdeutschen sprechen kann, vor allem zu den Jungen. Das ist diese ausgeglichene Berichterstattung müssen sie verstehen…
edit: Sorry, ich hab ja noch das Fazit der Debatte garnicht beleuchtet. Also das Wesentliche ist, es gibt für diesen Krieg kein Script, wie auch schon für Corona nicht.
Desshalb ist es wichtig sämtliche Entscheidungsebenen bezüglich des Fortlaufs des Krieges, an eine Ukraine zu delegieren, die ihrerseits bestätigt, dass sie für einen Waffenstillstand zu keinen Zugeständnissen gegenüber Russland bereit ist, gewinnen wird, weil sie gewinnen kann, und immer wieder Mantra artig zu wiederholen, wie wichtig es ist, dass die Ukraine diesen Krieg gewinnt. Sonst geht die Demokratie unter.
Weils ja kein Skript gibt. Weil wir uns ja in jeder Situation die besten Entscheidungswege offen halten, und -- ups, jetzt sind alle zu, na so ein Pech aber auch.
Verhandeln? Soll doch der Putin angekrochen kommen und um Verhandlungen bitten! Was heißt Verhandlungen, sogar um den Waffenstillstand vor den Verhandlungen!
“Wir brauchen jetzt bessere Angriffswaffen”, “sonst wird die Ukraine verlieren”, “aber die Ukraine wird gewinnen, weil die Ukraine gewinnen kann!” “Es sei denn die EU Mitgliedschaft sei nicht ernst gemeint, dann wird die Ukraine verlieren, weil sie keine Motivation mehr hat”. Lesen sie keine Zeitung!?
Es gibt ja kein Skript das wir hier zur Anwendung bringen könnten, wir treffen einfach immer ad hoc, die bestmöglichen Entscheidungen, die sich aber mit denen unserer Partner decken müssen. Also müssen. Weil das ist das Wichtigste, was man der eigenen Bevölkerung über kommunizieren muss.
Als Qualitätsmedium.
Durchhalten Leute, der Krieg ist schon fast vorbei. Die Ukraine hat schon fast gewonnen! Ende des Jahres! Sagt ein ukrainischer General auf Skynews. Der selbe der sagt, Putin hat Krebs! (The BBC has not verified this claim.)
Ein Skript hab ich aber nirgends gesehen.
