Lost for words

19. Mai 2022

To victory and beyond.

18. Mai 2022

Mos­kau und Kiew set­zen Ver­hand­lun­gen im Ukraine-Krieg aus

Die Ukrai­ne und Russ­land haben die Ver­hand­lun­gen zur Been­di­gung des Krie­ges vor­erst aus­ge­setzt. Die Ukrai­ne wen­det sich dabei vor allem gegen einen Dik­tat­frie­den von­sei­ten Russ­lands. “Der Ver­hand­lungs­pro­zess hängt davon ab, wie die Ereig­nis­se in der Ukrai­ne ver­lau­fen”, sag­te Kiews Unter­händ­ler Mycha­j­lo Podol­jak am Diens­tag im Fern­se­hen. Zuvor hat­te bereits Russ­land das vor­läu­fi­ge Ende von Gesprä­chen bestätigt.

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Kon­text aus dem Chat­ham House Inter­view, vor einer Woche, bei 58:40 in (mehr Kon­text ab min 56):

CH: “We have both the United Sta­tes admi­nis­tra­ti­on, the Biden admi­nis­tra­ti­on and the bri­tish government in par­ti­cu­lar tal­king about vic­to­ry. Vic­to­ry must invol­ve the defeat of Vla­di­mir Putin, even that it must invol­ve all rus­si­an for­ces lea­ving all of ter­ri­to­ri­al Ukrai­ne, so my ques­ti­on to you Mr. Pre­si­dent - is it hel­pful, to have some of your key back­ers, diplo­ma­ti­cal­ly and mili­ta­ri­ly - set­ting that war aim, publicly, at this time? Is that hel­pful to you as pre­si­dent of the Ukrai­ne, or not?”

Selen­skyj: “Well, its a very com­pli­ca­ted ques­ti­on. I’m not afraid of such blunt state­ments, I think the more direct, the bet­ter, the easier for Ukrai­ne and the euro­pean socie­ty and the rus­sia socie­ty for that mat­ter - for them to under­stand that if we dont stop this -- lets come back to the alle­go­ri­cal situa­ti­on - then all the brid­ges will be burnt [refer­ring to the right now the­re are still open venues for talks]. So we have to be open dis­cus­sing that. If the­re is… Bila­te­ral­ly [mea­ning wit­hin the wes­tern back­er infra­st­ruc­tu­re] we can dis­cuss this without alle­go­ries, we diplo­ma­ti­cal­ly can only dis­cuss the spe­ci­fic steps. So what vic­to­ry is for us the noti­on, for the euro­pean uni­on, that is for the UK, for the US [try­ing to broa­den the ques­ti­on to be able to give a more gene­ral ans­wer] - for some peop­le it may be Putins defeat - and in our socie­ty, the­re is a big por­ti­on of peop­le, thin­king exact­ly that. But for me the vic­to­ry, … I dont care what hap­pens to some lea­ders, whe­re they will end up, for me what mat­ters is Ukrai­nes vic­to­ry. And by Ukrai­nes vic­to­ry we mean “some­thing that belongs to us” - this is our ter­ri­to­ry and our peop­le -- for me vic­to­ry is not to loo­se 11 mil­li­on peop­le. Five mili­on peop­le who have left Ukrai­ne, they have to come back - thats my vic­to­ry. And I’m thin­king about it, becau­se for me vic­to­ry is at least, brin­ging the coun­try back eco­no­mi­c­al­ly, at least to the situa­ti­on when it all star­ted, as a good begin­ning - but also for the wes­tern world to have com­ple­te awa­reness, what is hap­pe­ning here and what the pain is like, they should feel our pain, that will unite them [in pain], and that will never be effec­ted by rus­si­an pro­pa­gan­da, and they will help us all the way. And for us, for me, vic­to­ry is - admis­si­on to acces­si­on to the Euro­pean Uni­on, with all the pros and cons, and when we dis­cuss that - and thats the will of the ukrai­ni­an peop­le, and this all star­ted in the Mai­dan , we’­ve had revo­lu­ti­ons to that effect, and this war is also about, that this can not be in vain, so Ukrai­ne in the EU is not the princip­le, the major vic­to­ry, but we can not just dis­re­gard the peop­le, who sacri­fi­ced their lives for that, so its the dream, its the will, and the steps that we made, and thats what we intend to do, as a nati­on And if someo­ne from euro­pe, even now, they have alrea­dy recei­ved our refu­gees, they’­ve seen all the foo­ta­ge in the world, they’­ve lis­tened to me, to us, they are lis­tening now, they rea­li­ze what is hap­pe­ning here. In Mariu­pol peop­le are dying in thousands, but the­re are still some per­sons who want to get some oxy­gen without even attemp­t­ing to breath, and they want to strike the balan­ce, they want to be in the grey area, stay in the shadow, while some peop­le say its a walk inbet­ween the drops of rain. And… This is not a rain! It never rains, it pours! as the say­ing goes, and this is the war of what - the­re are no drops any­mo­re, we are all wet, by now. Soa­king wet. And - this is cyni­cism, this is the lack of ade­quacy, in some lea­ders, in some deve­lo­ped coun­tries. And the ade­quacy of world [cohe­si­on, doing all that we’d as you to do to be ade­qua­te], is also vic­to­ry for Ukrai­ne. That will influ­ence us, it does influ­ence us, real­ly. And what will hap­pen to some indi­vi­du­als in rus­sia, you know - why should I think about the oder side - the mili­ta­ry, their lea­ders, their pre­si­dent, and what will hap­pen to them - they should be punis­hed for what they did, that is the most important thing, in my book. Accord­ing to the inter­na­tio­nal law. But if they come here, and even fail to collect their debt, and they dont care about a quick - why should I care? Its them. I have to think about my peop­le, my citizens.”

Alles klar? Und das ist der Grund, wes­halb wir Ver­hand­lun­gen über ein Ende des Krie­ges vor­erst aus­ge­setzt haben.

Natür­lich “Mos­kau und Kiew” im wor­d­ing des Standard. 

To vic­to­ry and beyond.

Die­se Gesell­schaft ist das Letzte.

Ach­ja, und die Stan­dard Zen­sur in Aktion:
Bildschirmfoto 2022 05 18 um 07 56 53

Hier gab es kein Vor­ge­p­le­nkel. Das war mein ers­tes pos­ting heu­te am Tag. Eine Über­prü­fung der Ent­schei­dung ein­zu­lei­ten ist mir nicht mög­lich. Die­se Gesell­schaft ist das Letzte.

Unsauberheit bei Anne Will

17. Mai 2022

Bei Anne Will wur­den vor acht Tagen Unter­zeich­ner bei­der offe­nen Brie­fe gegen­ein­an­der gepitcht.
(Kom­plet­tes Video: click, Mir­ror: click)

Der des Brie­fes für mehr akti­ve Par­ti­zi­pa­ti­on war bemüht die Posi­ti­on der Ukrai­ne als “kom­pro­miss­be­reit”, und nicht als “Hard­li­ner dem man jetzt lau­fend Waf­fen zukom­men las­sen muss” zu skiz­zie­ren. Dazu hat­te er pri­mär ein Argu­ment. Er glau­be, zumin­dest habe er das bei Selen­sky­js Gespräch bei Chat­ham House so ver­stan­den, Selen­skyj sei damit ein­ver­stan­den wie­der zu den Gren­zen des 23. April als Basis für einen Frie­dens­ver­trag zurückzukehren.
In jedem Fall sei das das Mini­mum was erreicht wer­den müs­se, um nicht den Ein­druck zu hin­ter­las­sen dass Russ­land Erfolg gehabt hätte.
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Also quä­le ich mich eine knap­pe Stun­de durch den Chat­ham House Dia­log (Selen­skyj hat eine super Idee: “Eine inter­na­tio­na­le, mili­tä­ri­sche 24 Stun­den Ein­greif­trup­pe gegen Kriegs­ver­bre­chen in Kriegs­ge­bie­ten - wir müs­sen es tun, wir müs­sen uns die­se Fra­ge stel­len, wie kann Chat­ham House hier hel­fen, wie kön­nen wir das rea­li­sie­ren, bit­te dis­ku­tie­ren sie!”) um in etwa bei Minu­te 56 zur refe­ren­zier­ten Ant­wort zu kommen.

Die Fra­ge aus dem Publi­kum lau­tet in der Tat, ob es die Ukrai­ne akzep­tie­ren könn­te, bei Frie­dens­ver­hand­lun­gen auf die ter­ri­to­ria­len Gren­zen vom 23. Febru­ar zurückzufallen.

Die Ant­wort die von Selen­skyj gege­ben wird ist ein non sequi­tur, der aus­schließ­lich ihre Vor­be­din­gun­gen für einen Waf­fen­still­stand umschreibt. Die Vor­be­din­gun­gen für einen Waf­fen­still­stand, auf Sei­ten der Ukrai­ne, sind ein Rück­zug aller rus­si­scher Trup­pen auf die Gebie­te vom 23. Febru­ar - danach könn­ten Frie­dens­ver­hand­lun­gen begin­nen. Im zwei­ten Teil der Ant­wort quält sich Selen­skyj durch unter­schied­li­che Ansät­ze zu erklä­ren, wie sie denn zu Ver­hand­lun­gen kom­men wür­den, wenn sie zuvor nicht ver­han­del­ten. “Da müs­se wohl von Russ­land was kom­men, aber sofern er ver­ste­he gäbe es wohl noch Kanä­le, noch nicht alle Brü­cken sei­en abge­ris­sen, figu­ra­tiv gesprochen”.

Dar­aus macht der Mode­ra­tor bei Chat­ham House “das ist jetzt aber ein sehr wich­ti­ge Ant­wort und Stel­lung­nah­me” - weil er nicht weiß, dass das die Posi­ti­on der Ukrai­ne ist, seit dem sie das ers­te mal “die Gren­zen vom 23 Febru­ar” in den Mund genom­men hat. Die beschrei­ben immer die Vor­be­din­gung unter der die Ukrai­ne zu einer Waf­fen­ru­he bereit sei. An der Posi­ti­on, dass die Ukrai­ne in Frie­dens­ver­hand­lun­gen auf die voll­stän­di­ge ter­ri­to­ria­le Inte­gri­tät der Ukrai­ne besteht (inkl. Krim, inkl. Don­bas), hat sich nie auch nur irgend­et­was geän­dert. Seit dem ers­ten Inter­view in dem die Pres­se “Selen­kyj ist für Frie­dens­ver­hand­lun­gen” geti­telt hat. Denn es wur­den immer, suk­zes­si­ve die Bedin­gun­gen für Gesprä­che, ins beson­de­re für High Level Gesprä­che für die Selen­skyj gewor­ben hat, außen vor gelas­sen. Siehe:
Die ARD ver­kürzt mal wieder

Das mag für eine Schlag­zei­le mal nicht schlimm sein, es sei denn natür­lich man lässt den Teil weg - in dem man bei Frie­dens­ver­hand­lun­gen die Rück­ga­be der Krim for­dert. Was seit Kriegs­be­ginn der Fall war.

Und ich kanns hier zum fünf­ten Mal schrei­ben, und es gibt immer wie­der Pun­dits (Ruprecht Polenz, ein Unter­zeich­ner des Gegen­briefs bei Anne Will, Lia­na Fix bei Lanz) die das falsch refe­ren­zie­ren. Polenz um es ihm zu gute zu hal­ten unter Zuhil­fe­nah­me der For­mu­lie­rung von “zumin­dest habe er das so ver­stan­den”. Es gibt nir­gend­wo einen Fak­ten­check. Es gibt nir­gend­wo jeman­den der die Dif­fe­ren­zie­rung kennt (das eine sind die Vor­be­din­gun­gen für einen Waf­fen­still­stand, das ande­re eine Gren­ze bei Frie­dens­ver­hand­lun­gen mit der die Ukrai­ne leben könn­te - bei­des sind dia­me­tral ande­re Din­ge, aber die Ver­tre­te­rin der Kör­ber Stif­tung (wobei, ehe­mals Mer­ca­tor) bei Lanz, und der CDU Poli­ti­ker bei Anne Will kön­nen das lei­der wie­der nicht auseinanderhalten.

Genau­so­we­nig wie der Mode­ra­tor des Gesprächs bei Chat­ham House hier nicht in Lobes­hym­nen ver­fal­len kann, wäh­rend Selen­skyj gera­de die Publi­kums­fra­ge sidestept.

In der ging es nicht um Vor­be­din­gun­gen für einen Waffenstillstand.

Die­se Gesell­schaft ist das Letzte.

Zumin­dest fragt der Mode­ra­tor bei Chat­ham House noch­ein­mal nach, ob die Ukrai­ne es in Ord­nung fin­det, dass ande­re für sie dekla­rie­ren, dass der Sieg der Ukrai­ne gleich­be­deu­tend mit einem voll­stän­di­gen Rück­zug der rus­si­schen Trup­pen aus der Gän­ze des ukrai­ni­schen Staats­ge­biets ist. Die Ant­wort die dar­auf folgt ist, “Er [Selen­skyj] habe kei­ne Angst vor “kräf­ti­gen” [bold] Aus­sa­gen, die er eben­falls in der Form getä­tigt habe”, und “was er für sich als Sieg sehen wür­de, sei die Rück­kehr der Ver­trie­be­nen, und eine Ukrai­ne in der das nor­ma­le Leben wie­der auf­ge­nom­men wer­den kann, in den Gren­zen des 23. Febru­ar, zumin­dest für den Anfang”.

Zumin­dest für den Anfang” refe­ren­ziert den von der Ukrai­ne ange­dach­ten Free­ze des poli­ti­schen Sta­tus der tem­po­rär beset­zen Regio­nen (Krim und Don­bas) die nach einer etwa 30 jäh­ri­gen “Auto­no­mie, aber als Teil der Ukrai­ne” (De-Ideologisierung der Bevöl­ke­rung), wie­der zurück an die Ukrai­ne gehen sol­len. Sofern Volks­ab­stim­mun­gen das befürworten.

PR TIpps from Böhmermann

17. Mai 2022

Keep win­ning - to stay relevant.
Keep win­ning - for our model of life.
Keep win­ning - oh sor­ry, no real tal­king points left, lets fill the rest up with actual­ly good jokes, and repeat - keep win­ning to stay rele­vant again. Right?

Thats about all the com­ple­xi­ty you need.

I hear its all the rage in the third world as well.

edit: “In order to end the war, we must keep the war rele­vant, to help them win the war.” Got it?

Oh and play with rimshots, guilt, pop cul­tu­re refe­ren­ces, dap­per dres­sed come­di­ans, scrip­ted spon­ta­n­ei­ty, under­play­ing intel­lect - but not to make a point, but to make the audi­ence feel smart, add a stin­ger against con­ser­va­ti­ve audi­en­ces to feel more “edgy” (des­pi­te you repre­sen­ting their majo­ri­ty view), add a count­down ele­ment to sug­gest, that the Ukrai­ne would be smart enough not to wait until it had no eco­no­mic pro­spects any­mo­re, becau­se this is how wars go, and rebuil­ding its nati­on is not at all lin­ked to the rus­si­an funds, that have been and cur­r­ent­ly are fro­zen by sanc­tions, add some unre­la­ted come­dic misun­derstan­ding as the punch­li­ne to that one. Oh Jan, its twit­ter, Jan!

Hmm… Pro­bab­ly not that gre­at to under­stand how this works… Come­dy is an artform.

#its­abou­tus - is PR? Art? A pro­per argu­ment? An emo­tio­nal­ly char­ged notion.

Phoenix hat herausgefunden dass die UN Angstnarrative bedient

17. Mai 2022

um den bra­ven (Bil­dung aus der Bild) Deut­schen zu mani­pu­lie­ren, der nicht so den­ken soll wie Putin (Angst­nar­ra­ti­ve ver­brei­tend) es will!

Es ist unglaub­lich was die alles rausfinden.

Frie­den schaf­fen ohne Waf­fen, sei jetzt plötz­lich die Posi­ti­on der Unter­zeich­ner des Schwar­zer Briefs, weil man sel­ber kei­nen f*cking Fin­ger geho­ben hat um die Dif­fe­ren­zie­rung von “Angriffs­waf­fen” (NATO Desi­gna­ti­ons­ka­te­go­rie, aber who the f*ck cares) und “Schwereren Waf­fen” einer Bevöl­ke­rung näher zu brin­gen, weil dann müss­te man ihr ja erklä­ren, wer die zuerst gefor­dert hat. Und wann… Und warum…

Also behaup­tet man lie­ber die Unter­zeich­ner des Schwar­zer Briefs sind Trot­tel und ver­damm­te Pazi­fis­ten oben drein.

Logisch oder?

Und Guter­res bedie­ne sich eines Angst­nar­ra­ti­ves, wenn er von einem “unge­winn­ba­ren” Krieg spricht, und Ver­hand­lun­gen -- als abso­lut not­wen­dig her­aus­streicht. Als UN Generalsekretär.

Gut, dass wir hier kei­ne Selbst­re­fle­xi­on unter den Medi­en brauchen.

Hach was sind unse­re guten, aus Pro­kla­ma­tio­nen bestehen­den, Ein­stiegs­state­ments pro­per. (Was ande­res nimmt der Zuse­her so und so nicht mit. Medienwirkungsforschung.)

Ich dis­ku­tier auch lie­bend gern auf Voll­trot­tel Niveau, mit Jour­na­lis­ten die ihren Job nicht machen, ihre Selbst­kri­tik­fä­hig­keit an der Gar­de­ro­be zum Mode­ra­tor im Mei­nungs­fern­se­hen abge­ge­ben haben (also wenn sie nicht wie der Stan­dard regel­mä­ßig, seit Jah­ren, ohne zu kon­tex­tua­li­sie­ren Pro­ject Syn­di­ca­te abschrei­ben), aber nur wenn ich im Ein­stiegs­seg­ment Lügen ver­brei­ten kann. Dar­un­ter würd ich mich schä­men mein Jour­na­lis­ten­ge­halt einzustreifen. 

Eine erneu­te Zuwei­sung im Gut/Böse Spek­trum, wer die pseu­de­ra­tio­na­len Kriegs­be­für­wor­ter, und wer die Put­in­ver­ste­her Ver­hand­lungs­fe­ti­schis­ten sind, die die­se schö­ne, ehren­wer­te, aber nicht mehr katho­li­sche, weil der Papst ist ja auch ein Spal­ter, Gesell­schaft spal­ten wol­len! Dabei wis­sen die doch wie wich­tig es ist, dass wir uns jetzt nicht spal­ten las­sen! Wir habens ihnen doch gesagt. Als Medi­en. Das ist doch jetzt das Wich­tigs­te überhaupt!

Frak­ti­ons­zwang auf Gesell­schafts­ebe­ne, qua­si. Sonst gewinnt Putin! Sor­ry, der unde­mo­kra­ti­sche Diktator.

SPALTER! HITLERVERSTEHER (Nach dem Pelinka-Arschloch vom Insti­tut für Kon­flikt­for­schung.)!

Die­se Gesell­schaft ist das Letzte.

Hier sind doch kei­ne Lügen unter­wegs! Dass wir seit drei Mona­ten so tun als hät­ten wir die Moral mit Löf­feln gefres­sen, und wüss­ten als Medi­en­ver­tre­ter genau wor­ums geht, ist doch bit­te kei­ne Pro­pa­gan­da! Pro­pa­gan­da machen die ande­ren! Des­halb las­sen wir auch deren Posi­ti­on in unse­rer Bericht­erstat­tung nicht mehr stattfinden.

Wir schüt­zen die Bevöl­ke­rung vor die­sen bösen Spal­tern! Wie dem Guter­res, dem Papst, dem Sozi­al­psy­cho­lo­gen, dem Fern­seh­in­tel­lek­tu­el­len, der Emma Tan­te, … Habermas…

Und schaut, wir haben einen Hau­fen an guten Exper­ten wie die Marie Lui­se Beck, aus der von ihr und ihrem Mann selbst gegrün­de­ten Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­ti­on Zen­trum Libe­ra­le Moder­ne, das sich gegen 

eine anti­li­be­ra­le Inter­na­tio­na­le” [rich­te,] “deren Netz­wer­ke sich durch ganz Euro­pa zie­hen“, und deren „Haupt­quar­tier“ der Mos­kau­er Kreml sei.

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Und wir igno­rie­ren selbst­re­dend immer die neu­es­ten PR Repor­ta­gen, mit dem Inhalt Selen­skyj ist der bes­te Kom­mu­ni­ka­tor über­haupt, denn das ist das wofür das Zen­trum Libe­ra­le Moder­ne so ange­fragt wird, und dann zusagt.

Also - dar­über berich­ten wir natür­lich nicht, aber ein­la­den tun wir sie schon. Damit sie dann für den Durschnitts­deut­schen spre­chen kann, vor allem zu den Jun­gen. Das ist die­se aus­ge­gli­che­ne Bericht­erstat­tung müs­sen sie verstehen…

edit: Sor­ry, ich hab ja noch das Fazit der Debat­te gar­nicht beleuch­tet. Also das Wesent­li­che ist, es gibt für die­sen Krieg kein Script, wie auch schon für Coro­na nicht.

Dess­halb ist es wich­tig sämt­li­che Ent­schei­dungs­ebe­nen bezüg­lich des Fort­laufs des Krie­ges, an eine Ukrai­ne zu dele­gie­ren, die ihrer­seits bestä­tigt, dass sie für einen Waf­fen­still­stand zu kei­nen Zuge­ständ­nis­sen gegen­über Russ­land bereit ist, gewin­nen wird, weil sie gewin­nen kann, und immer wie­der Man­tra artig zu wie­der­ho­len, wie wich­tig es ist, dass die Ukrai­ne die­sen Krieg gewinnt. Sonst geht die Demo­kra­tie unter.

Weils ja kein Skript gibt. Weil wir uns ja in jeder Situa­ti­on die bes­ten Ent­schei­dungs­we­ge offen hal­ten, und -- ups, jetzt sind alle zu, na so ein Pech aber auch.

Ver­han­deln? Soll doch der Putin ange­kro­chen kom­men und um Ver­hand­lun­gen bit­ten! Was heißt Ver­hand­lun­gen, sogar um den Waf­fen­still­stand vor den Verhandlungen!

Wir brau­chen jetzt bes­se­re Angriffs­waf­fen”, “sonst wird die Ukrai­ne ver­lie­ren”, “aber die Ukrai­ne wird gewin­nen, weil die Ukrai­ne gewin­nen kann!” “Es sei denn die EU Mit­glied­schaft sei nicht ernst gemeint, dann wird die Ukrai­ne ver­lie­ren, weil sie kei­ne Moti­va­ti­on mehr hat”. Lesen sie kei­ne Zeitung!?

Es gibt ja kein Skript das wir hier zur Anwen­dung brin­gen könn­ten, wir tref­fen ein­fach immer ad hoc, die best­mög­li­chen Ent­schei­dun­gen, die sich aber mit denen unse­rer Part­ner decken müs­sen. Also müs­sen. Weil das ist das Wich­tigs­te, was man der eige­nen Bevöl­ke­rung über kom­mu­ni­zie­ren muss.

Als Qua­li­täts­me­di­um.

Durch­hal­ten Leu­te, der Krieg ist schon fast vor­bei. Die Ukrai­ne hat schon fast gewon­nen! Ende des Jah­res! Sagt ein ukrai­ni­scher Gene­ral auf Sky­news. Der sel­be der sagt, Putin hat Krebs! (The BBC has not veri­fied this claim.)

Ein Skript hab ich aber nir­gends gesehen.