Wie kann man die Gesellschaft noch verarschen?

02. Dezember 2022

Josch­ka Fischer auf Pro­jekt Syn­di­ca­te gefällig?

Der Stan­dard schreibt mal wie­der pflicht­be­wusst ab.

Pure ver­fick­te Scheiss­pro­pa­gan­da. War­um? Nicht ein iota von Expertenwissen.

Nur Con­jec­tu­re.

Inhalt?

Atom­waf­fen rei­chen im 21 Jahr­hun­dert nicht mehr aus um eine Welt­macht­stel­lung zu behaupten.

Jo. Gra­tu­la­ti­on. Damit die­ser Tru­is­mus rich­tig ist, brauchst du nur einen Hege­mon in der Form der US der jedes Land in dei­nem Ein­fluss­be­reich mit nach oben offe­nen Kre­dit­li­ni­en und Waf­fen ver­sorgt (damit auch Län­der in der Nach­bar­schaft, die nicht gegen eine Atom­macht hoch­ge­rüs­tet haben - “mili­tä­risch was haben”) und die Län­der in der Umge­bung des Krie­ges mehr zah­len lässt als die bewaff­nen­de Nati­on selbst (damit sich deren rela­ti­ve Wett­be­werbs­fä­hig­keit gegen­über die­sen Län­dern erhöht und nicht als direk­ter Kon­flikt­part­ner ver­rin­gert), sowie eine natio­na­lis­tisch moti­vier­te Bevöl­ke­rung, in aus­rei­chen­der Anzahl, die ger­ne stirbt um ihr Land zu ret­ten - und den Kon­flikt dann Stück für Stück nur soweit eska­liert, dass der Aggres­sor eher geneigt ist kon­ven­tio­nel­le Mit­tel der Kriegs­füh­rung ein­zu­set­zen als ander­wei­ti­ges Droh­po­ten­ti­al. Mit einem sol­chen Proxy-Konflikt kann man dann auch Atom­mäch­te mili­tä­risch an ein Ende brin­gen, ohne dass man es auf eine direk­te Kon­fron­ta­ti­on ankom­men las­sen muss. Gratulation.
Noch ein Punkt - der Staat den der Hege­mon mili­tä­risch unter­stützt muss direkt an die Atom­macht angren­zen, so dass das Poten­ti­al besteht, dass der Pro­xy Kon­flikt Stück für Stück zu einer direk­ten, kon­ven­tio­nel­len Kon­fron­ta­ti­on eska­liert. Die sucht die Atom­macht zu ver­hin­dern in dem sie nicht ato­mar auf eine nicht ato­ma­re Bedro­hung antwortet.

Der Gag ist ein­zig und allein, dass du einem Staat, der gegen eine Atom­macht nicht auf­ge­rüs­tet hat, suk­zes­si­ve bes­se­re kon­ven­tio­nel­le Waf­fen zahlst - weil er gegen eine Atom­macht selbst nicht auf­ge­rüs­tet hat.

Sie­he auch aktu­el­les US Abschre­ckungs­sze­na­rio - ant­wor­tet Russ­land ato­mar - schie­ßen wir ihnen die gan­ze Armee kon­ven­tio­nell weg - dadurch wird das Droh­po­ten­ti­al an einer direk­ten Gren­ze ver­stärkt, nicht gemin­dert. Egal wie vie­le Leu­te durch tak­ti­sche Atom­waf­fen drauf­ge­hen. Sind ja noch genü­gend übrig um in Russ­land ein­zu­mar­schie­ren, wenn es kein Mili­tär mehr hat. Gratulation.

Aber Fischer weiß “heu­te braucht es mehr als Atom­macht zu sein um eine wesent­li­che Rol­le in der Welt­ge­mein­schaft ein­zu­neh­men”. Ja - Bull­shit. Der Iran arbei­tet gera­de wie­der ver­stärkt dar­an sein Enrich­ment Pro­gramm zu beschleu­ni­gen - und den US gefällt das genau­so­we­nig wie die Jahr­zehn­te davor.

Es ist nicht als obs plötz­lich egal wäre - weil wir es in die­sem Fall ignorieren.

Ers­ter Punkt, nicht mal ein Punkt - ein­fach kom­plet­ter Bull­shit - ein­fach mal irgend­was behaup­tet - die US freu­en sich ja bereits dar­auf wenn die Grü­nen in Deutsch­land die poli­ti­sche Rol­le der SPD über­neh­men (Lei­der weiß ich nicht mehr aus wel­cher Thinktak Dis­kus­si­on ich das Zitat habe, war aber ein direk­tes). Dan­ke Joschka.

Was mit Russ­land pas­siert ist uns kom­plett egal, wir kön­nen ja nicht in die Zukunft schauen:

Hin­ter Russ­land ver­bleibt ein gro­ßes Fra­ge­zei­chen, weil des­sen zukünf­ti­ger Sta­tus vom Aus­gang sei­nes ver­ant­wor­tungs­lo­sen Angriffs­krie­ges gegen die Ukrai­ne abhän­gen wird. Die rus­si­sche Nie­der­la­ge ist zwar bereits heu­te abseh­bar, ja, ich mei­ne, sogar gewiss, aber für einen Ver­such, davon die Kon­se­quen­zen zu beschrei­ben, ist es immer noch viel zu früh. Wird im Fal­le einer Nie­der­la­ge Putins Regime und die Olig­ar­chie über­dau­ern? Oder wird sie zu einer wei­te­ren Pha­se der inne­ren Des­in­te­gra­ti­on und des Zer­falls füh­ren und Russ­land sei­nen alten Anspruch auf die Hege­mo­nie in Ost­eu­ro­pa ver­lie­ren? Mit sei­ner Welt­macht­rol­le wäre es dann, trotz zahl­rei­cher Nukle­ar­waf­fen, wohl vor­bei, für Euro­pa blie­be Russ­land als Sicher­heits­ri­si­ko und Pro­blem aller­dings als des­sen öst­li­cher Nach­bar, präsent.

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Über­setzt “irgend­was wird mit Russ­land wohl schon pas­sie­ren” hmm - schaun wir mal nicht so genau wel­che Zie­le hier direkt am Krieg betei­lig­te Groß­mäch­te ver­fol­gen - nur wenns im Cha­os ended, ja das wär nicht ganz so gut. Die Ukrai­ne muss das wahr­schein­lich auch ent­schei­den. Dan­ke Joschka.

Repli­zie­rend auf den ers­ten Punkt:

Die mas­si­ve rus­si­sche Nukle­ar­rüs­tung wird für den Sta­tus einer Welt­macht im 21. Jahr­hun­dert nicht mehr zurei­chend sein, zumal durch die glo­ba­le Trans­for­ma­ti­on weg von koh­len­stoff­ba­sier­ten Ener­gie­trä­gern (Erd­öl, Erd­gas, Koh­le) die rus­si­sche Wirt­schaft ent­schei­dend geschwächt wer­den wird.

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Um das als nicht ein­fach nur kom­plet­ten Schwach­sinn (kein kau­sa­ler Zusam­men­hang) abzu­tun musst du schon sehr insi­de Base­ball spie­len. Weni­ger öko­no­mi­sche Macht Russ­lands bedeu­tet weni­ger öko­no­mi­sche Macht in außen­po­li­ti­schen Bestre­bun­gen. Großartig.

Innen­po­li­tisch bedeu­tet es was, mehr struk­tu­rel­le Insta­bi­li­tät? Kommt auf die lang­fris­ti­ge Per­spek­ti­ve an - wir haben jetzt seit sechs Mona­ten davon gespro­chen, was es bedeu­ten wür­de, wenn Russ­land durch Abhän­gig­kei­ten stär­ker an Chi­na gebun­den wür­de. Das ist eine lang­fris­ti­ge Perspektive.

Was war der Kata­ly­sa­tor, dass wir jetzt nicht mehr dar­über spre­chen? Das G20 Tref­fen. Bei dem klar wur­de, dass die ideo­lo­gi­sche Part­ner­schaft zu Chi­na vor­nehm­lich weni­ger zählt als zuvor ange­nom­men -- und schon reicht Atom­macht nicht mehr aus um Welt­macht zu sein. Was ist dem wei­ter zuträg­lich? Eine Außen­wahr­neh­mung, dass der rus­si­sche mili­tä­ri­sche Kom­plex ver­sagt hat.

Was hat das jetzt mit Atom­macht zu tun? Ach­ja - gar­nichts. Dan­ke Joschka.

Anders als die Sowjet­uni­on in der Zeit des Kal­ten Krie­ges hat Chi­na jedoch nicht den Feh­ler gemacht, sich nur und vor allem auf die mili­tä­ri­sche Riva­li­tät mit den USA zu kon­zen­trie­ren. Chi­na setz­te auf sei­ne Inte­gra­ti­on in den von den USA und dem Wes­ten domi­nier­ten Welt­markt in Gestalt sei­ner Rol­le als “ver­län­ger­te Werk­bank” der glo­ba­len Wirt­schaft und auf den technisch-wissenschaftlichen Wett­be­werb mit dem Wes­ten. Gewiss spielt auch der mili­tä­ri­sche Sek­tor eine wich­ti­ge Rol­le, aber nie­mals in der Aus­schließ­lich­keit wie im Fal­le der Sowjetunion.

Boah, also lang­sam wird mir übel. Ja stimmt - und was wäre die Alter­na­ti­ve gewe­sen? UAE und Katar ohne Son­nen­stun­den und Infra­struk­tur? Werk­bank ohne Bevöl­ke­rung? Rus­si­sche Hoch­in­dus­trie? Klei­ne und Mitt­le­re Betrie­be ohne Struk­tur­in­vest­ments durch den IMF und die Welt­bank zu Zei­ten Gor­batchows? Was Russ­land ver­ord­net wur­de war Tur­bo­ka­pi­ta­lis­mus, der oh Wun­der - in star­ker Kon­zen­tra­ti­on und der Aus­beu­tung der natür­li­chen Res­sour­cen geen­det hat - da kei­ne ver­netz­te Wirt­schaft ange­sto­ßen, oder geför­dert wur­de - und die Grup­pe die das zusam­men­ge­hal­ten hat, war dann repres­siv, auto­ri­tär, und eines der weni­gen Netz­wer­ke das zuvor nicht voll­stän­dig zer­stört wur­de. Pere­stroi­ka war ja so erfolg­reich. Aber Fischer weiß jetzt, das waren mora­li­sche Defi­zi­te der Füh­rung und dar­an hats gele­gen. Kunst­stück - ja, in dem Ener­gie expor­tie­ren­den Staat kam es zu einer dik­ta­to­ri­schen Auto­kra­tie - wer hät­te das gedacht. Sie hät­ten doch das UAE Modell ange­hen und welt­weit in Hotel­ket­ten inves­tie­ren sol­len oder…? Werk­bank wie Chi­na ging nicht. Aber komm - Chi­na war bes­ser, weil es sich den US gegen­über geöff­net hat und bil­li­ge Güter pro­du­ziert hat, das weiß Joschka.

Die Erklä­rung vom G20-Gipfel in Bali macht die Bedeu­tung die­ses Unter­schie­des offen­sicht­lich, denn Russ­land sah sich dort zuneh­mend diplo­ma­tisch iso­liert. Gro­ße Staa­ten, wie Chi­na und Indi­en, bis­her in der Ukraine-Krise nicht auf west­li­cher Linie, gin­gen dort spür­bar auf Distanz zu Russ­land, zu sei­ner Kriegs­po­li­tik und zu sei­nen nuklea­ren Drohungen.

Pure Pro­pa­gan­da. Das ist wie­der den Esel von hin­ten auf­zäu­men. Die US haben auf UN Ebe­ne wie­der gelob­bied, als obs kein Mor­gen gäbe, und dann den wirt­schaft­li­chen Kon­flikt mit Chi­na etwas ent­schärft (die Rol­le Euro­pas als Druck­mit­tel is unklar aber sicher nicht unwe­sent­lich) -- und als Resul­tat kam es zu einem Bruch in der ideo­lo­gi­schen Part­ner­schaft mit Chi­na und ggf. BRICs - der am deut­lichs­ten bei Abstim­mun­gen rund um das das The­ma “wir wol­len kei­nen Atom­krieg” aus­schlacht­bar war. Wer kann die­ses Abstim­mungs­er­geb­nis nicht sei­ner Bevöl­ke­rung ver­kau­fen?! Also wenn Chi­na Posi­tio­nen switcht, dann nimmst du das als Schirmthe­ma. Ein Chi­na das sich so sehr vor einer ato­ma­ren Eska­la­ti­on in der Ukrai­ne gefürch­tet hat wirds ja wohl nicht gewe­sen sein.

Also noch­mal zurück zum Argument -

Die Erklä­rung vom G20-Gipfel in Bali macht die Bedeu­tung die­ses Unter­schie­des offen­sicht­lich, denn Russ­land sah sich dort zuneh­mend diplo­ma­tisch iso­liert. Gro­ße Staa­ten, wie Chi­na und Indi­en, bis­her in der Ukraine-Krise nicht auf west­li­cher Linie, gin­gen dort spür­bar auf Distanz zu Russ­land, zu sei­ner Kriegs­po­li­tik und zu sei­nen nuklea­ren Drohungen.

Das mache also klar, dass Atom­macht zur Welt­macht nicht mehr aus­rei­che. Nein mehr noch G20 Gip­fel und Bali machen die Bedeu­tung des Unter­schie­des klar nicht nur Mili­tä­risch Rele­vant, son­dern auch wirt­schaft­lich ver­netzt zu sein!?

Lob­by­ing um Chi­na zum Wech­sel zu bewe­gen hat ja in den Mona­ten zu vor nie­mand gesehen.

Beim G20 Gip­fel und auf Bali fie­len dann ein­fach aus dem Nichts her­aus mora­li­sche Ent­schei­dun­gen - die sicher gar­nichts mit der rus­si­schen mili­tä­ri­schen Per­for­mance zu tun hat­ten, weil Atom­macht heu­te ein­fach nicht mehr aus­rei­che um Welt­macht zu sein.

Dan­ke, Joschka.

An die Huren­wichs­er­sau von mei­ner Psy­cho­lo­gin die mich aus der Betreu­ung getre­ten hat. Wie war das noch gleich?

Der Stan­dard schreibt immer unkom­men­tiert Pro­jekt Syn­di­ca­te ab, weil er dort die Exper­ti­se fin­det, die er anders­wo nicht findet.

Agen­da set­ting ist das aber sicher keines.

Josch­ka Fischer ist ja der bes­te Ver­tre­ter kon­struk­ti­vis­ti­scher inter­na­tio­nal Rela­ti­ons Theo­ry den man sich vor­stel­len kann.

Lus­ti­ger Zufall übrigens - 

The over­views lis­ted in this sec­tion are gene­ral­ly desi­gned to be intro­duc­to­ry inter­na­tio­nal rela­ti­ons (IR) text­books and not spe­ci­fi­cal­ly IR theo­ry text­books. The only arti­cle lis­ted in this sec­tion is Sny­der 2004, which is the best source for someo­ne who needs to quick­ly learn the basics of rea­lism, libe­ra­lism, and con­struc­ti­vism. Like Sny­der, every source lis­ted her­ein con­si­ders rea­lism, libe­ra­lism, and con­struc­ti­vism to be the major IR theo­re­ti­cal frame­works. Drez­ner 2015 shows how the­se three, and other, theo­ries exp­lain and pre­dict the respon­se to crises.

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Man gebe dem Mann doch end­lich eine Yale Professur!

Ehm - ok?

02. Dezember 2022

Das Arsch­loch das sei­nen Arsch so weit offen hat, dass ein gan­zes Kla­vier rein­passt, das Freu­de schö­ner Göt­ter­fun­ken spielt, wäh­rend es rein­reg­net, hat sei­ne Posi­tio­nie­rung gefunden!

Olaf Scholz has sug­gested that Euro­pe should go back to its pre-war “peace order” with Rus­sia and resol­ve “all ques­ti­ons of com­mon secu­ri­ty” after the war in Ukrai­ne if Pre­si­dent Putin is wil­ling to renoun­ce aggres­si­on against his neighbours.

In his most reve­aling remarks on the sub­ject to date, the Ger­man chan­cellor said he would ulti­mate­ly like to res­to­re the patch­work of secu­ri­ty arran­ge­ments stit­ched tog­e­ther during and after the Cold War, so long as Moscow was rea­dy to honour them.

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Who­ops zu spät, des Kla­vier im Arsch spielt lei­der weiter.


Zitat Gene­ral Sir Richard She­riff for­mer NATO Depu­ty Supre­me Allied Com­man­der Europe:

Q: As you men­tio­ned that we had tho­se uh comments from Germany’s Chan­cellor Olaf Scholz sug­ges­ting that Euro­pe should go back to what he cal­led its pre-war peace order with Rus­sia and sol­ve all ques­ti­ons of com­mon secu­ri­ty - I mean do you think there’s a dan­ger that comments like that appe­ar to under­mi­ne the much more robust stance that we heard from tho­se NATO for­eign ministers?

A: Well Scholz, Chan­cellor Scholz with all respect frank­ly could be how­ling to the moon for all the good that’s going to do. He needs to wake up and reco­gni­ze as does every Euro­pean - frank­ly, that the­re will not be peace in Euro­pe while Putin is in the Krem­lin so talk of going back to a - some sort of pre-ukraine War arran­ge­ment with Rus­sia after what Rus­sia has done to Ukrai­ne and is con­ti­nuing to do to Ukrai­ne and would con­ti­nue to do to Ukrai­ne if we allow them to is abso­lute­ly ridi­cu­lous so he’s pret­ty much out of line with the rest of Europe -

Q: Do you think?

A: Yeah I mean, he’s - I don’t know what he’s smo­king but he’s com­ple­te­ly out of line with the rest of Euro­pe, but I’m afraid it sums up the Ger­man approach to this which is frank­ly sit­ting in la la land hoping that all’s going to go back to some sort of pre-war Nir­va­na which of cour­se it won’t - they have to wake up and smell the coffee.

Zei­ten­wen­de.

edit: Scholz mir­ro­red damit eine Aus­sa­ge von Kis­sin­ger vor zwei Wochen.

Aber lei­der, das Kla­vier hat was dagegen.

Ger­man Mar­shal Fund UND Kom­men­ta­to­rin bei DW!? Ja ist denn heu­te schon Weihnachten?

Jetzt isses aber so dass mei­ne Psy­cho­the­ra­peu­tin - die mich dann spä­ter aus der Betreu­ung getre­ten hat, mir qua­si den Mund ver­bo­ten hat, als ich ihr gesagt habe der GMF und das Atlan­tic Coun­cil betrei­ben in Euro­pa qua­si US Poli­tik, die über den ECFR als Agen­da Set­ting bei euro­päi­schen poli­ti­schen Akteu­ren ankom­men soll.

Und wenn das nicht klappt, kommt im Stan­dard halt eine Woche spä­ter ein Exper­te zu Wort der in Alp­bach sein Defi­lee gefei­ert und die Jugend in Mer­ca­tor Nähe ver­bracht hat - der dann medi­al erst­ma­lig gegen Precht und Franz­o­bel het­zen darf.

Jetzt isses aber so, dass ich für die­se Posi­ti­on als extre­mer Lin­ker titu­liert wer­de, auch wenn ich seit Beginn des­sen wofür much mei­ne Psy­cho­the­ra­peu­tin aus der Betreu­ung getre­ten hat (kam nicht mehr damit zurecht, dass das letz­te öster­rei­chi­sche Qua­li­täts­me­di­um ohne Begrün­dung auf “die Ukrai­ne muss gewin­nen, weil ver­lie­ren kei­ne Opti­on ist” umge­schwenkt ist, an dem bekannt wur­de, dass öster­rei­chi­sche Steu­er­gel­der über den außer­or­dent­li­chen EU Fond “Peace Faci­li­ty” Waf­fen­käu­fe in der Ukrai­ne finan­zie­ren) nur dafür ein­ge­stan­den bin, was Scholz jetzt sagt.

Ich glau­be es macht ein­fach nichts, wenn man das Leben von Leu­ten wie mir zerstört.

Sterbt ihr ver­fick­ten Drecksschweine.

See nothing, hear nothing, say nothing

02. Dezember 2022

CNN hat gera­de die Fra­ge beant­wor­tet, wie ein Inter­view aus­se­hen wür­de, wenn du als Jour­na­list nichts über die kon­kre­ten Her­aus­for­de­run­gen im Krieg weißt - und dein Gesprächs­part­ner bei jeder Fra­ge so aus­wei­chend ant­wor­tet, dass er in kom­plett ande­ren Waf­fen­gat­tun­gen lan­det. “Tun wir genug für die Luft­ver­tei­di­gung der Ukrai­ne, war­um bekom­men sie kei­ne Patri­ots? Look, Chris­tia­ne Aman­pour, wir sind in Ramm­stein stän­dig im Gespräch mit der Ukrai­ne und unse­ren Part­nern, und eva­lu­ie­ren täg­lich neu, was die Ukrai­ne brau­chen könn­te und was nicht, und wie wir sie mit dem was unse­re Part­ner haben per­fekt ver­sor­gen können!”

Ehm, Fra­ge, wie­viel Luft­ver­tei­di­gungs­sys­te­me mit vor­pro­du­zier­ter Muni­ti­on gegen einen Luft Boden­krieg gibts den da drau­ßen? Ehm, also Deutsch­land hat IRIS-T, das sind ganz prak­ti­sche Luft-Luft Rake­ten die - Moment, Luft-Luft? Ja also das Sys­tem wur­de für Luft-Luft ent­wi­ckelt, aber es gibt auch Boden Luft Vari­an­ten, die wer­den gera­de in Deutsch­land pro­du­ziert, die hat noch nicht mal das deut­sche Militär --

Aber die sind dra­ma­tisch bes­ser als die Patri­ots - *HUST*

Ehm, was sind denn die Sys­te­me von euren Part­nern mit denen ihr die Ukrai­ne in den nächs­ten Mona­ten per­fekt ver­sor­gen wollt?

(11. 10. 2022) Für den größ­ten Teil ihrer Luft­ver­tei­di­gung setzt die Ukrai­ne nach wie vor auf Waf­fen aus Sowjet­zei­ten, die aller­dings zum Teil in den ver­gan­ge­nen Jah­ren moder­ni­siert wur­den. Dazu gehört vor allem das Boden-Luft-Lenkwaffensystem S-300, von dem meh­re­re ver­schie­de­ne Aus­füh­run­gen existieren.
Vor allem die Vari­an­te S-300 PMU sei auch gegen Kurz­stre­cken­ra­ke­ten effek­tiv, erklärt der Mili­tär­ex­per­te Gus­tav Gres­sel vom Euro­pean Coun­cil on For­eign Rela­ti­ons. Aller­dings bestehe der grö­ße­re Teil des ukrai­ni­schen Waf­fen­be­stan­des in die­sem Bereich aus Sys­te­men der Vari­an­te S-300 PS/PM. Außer­dem sei nach mehr als einem hal­ben Jahr Krieg der Muni­ti­ons­nach­schub ein Problem.
Das eben­falls im Ein­satz befind­li­che Luft­ver­tei­di­gungs­sys­tem Buk-M1 hat einen deut­lich gerin­ge­ren Radi­us als die S-300 – und gegen Kurz­stre­cken­ra­ke­ten bes­ten­falls Außen­sei­ter­chan­cen. Bei Marsch­flug­kör­pern und Droh­nen sieht das anders aus, hier kann die Buk laut Gres­sel teils effek­ti­ver sein als die S-300. Doch auch die­se Muni­ti­on wer­de knapp.

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Naja, aber die­se Iris-T, die sind ja wirk­lich hoch effektiv!

Die Iris-T SL basiert auf dem Modell Iris-T, das eigent­lich für die Selbst­ver­tei­di­gung von Kampf­flug­zeu­gen wie dem Euro­figh­ter ent­wi­ckelt wor­den war. Hier ist die Reich­wei­te aller­dings kür­zer. Jede die­ser Rake­ten kos­tet im Bereich von knapp 300.000 bis 400.000 Euro.

Für die Iris-T SLM gibt es kei­ne Anga­ben zu Stück­kos­ten. Der Preis für das Gesamt­sys­tem soll bei 140 Mil­lio­nen Euro lie­gen. Klar ist aber: Eine Iris-T SLM ist effek­tiv gegen anflie­gen­de Bedro­hun­gen – auch weil ihr Schutz viel höher reicht als der durch schul­ter­ge­stütz­te Waf­fen. Sie ist aber auch deut­lich teurer.

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Ehm.. Ok - also lie­fert ihr jetzt zehn von denen die sich noch in Pro­duk­ti­on befin­den, oder…?

Nein - sor­ry, sechs.

Zunächst hat die Ukrai­ne nun eine Bat­te­rie der Iris-T SLM erhal­ten. Die­se war, wie es heißt, ursprüng­lich für Ägyp­ten in Pro­duk­ti­on. Der genaue Lie­fer­zeit­punkt war geheim gehal­ten wor­den, wohl auch, um die Sicher­heit des Trans­ports nicht zu gefähr­den. Die Lie­fe­rung von wei­te­ren drei Sys­te­men ist für das kom­men­de Jahr geplant. Deutsch­land bil­det ukrai­ni­sche Sol­da­ten aus, um das Sys­tem auf­bau­en, nut­zen und war­ten zu können.

Aus den USA sol­len die Ukrai­ner im Herbst zudem zunächst zwei Bat­te­rien des Natio­nal Advan­ced Surface-to-Air Mis­si­le Sys­tems (Nasams) der Fir­ma Ray­the­on erhal­ten. Sei­ne Leis­tungs­da­ten sind grob mit denen von Iris-T SLM ver­gleich­bar. Hier ste­hen jeweils sechs Rake­ten zur Ver­fü­gung. Über den Kauf von Patriot-Systemen mit grö­ße­rer Reich­wei­te wird offen­bar im Hin­ter­grund verhandelt.

Naja, aber die haben doch sicher auch Reichweite - 

Ein Sys­tem kann mit acht Fest­stoff­ra­ke­ten des Typs Iris-T SL bestückt wer­den. Sie wer­den senk­recht gestar­tet und kön­nen Zie­le in min­des­tens 20 Kilo­me­tern Höhe und 40 Kilo­me­tern Ent­fer­nung bekämpfen.

Naja, komm - aber wie groß ist schon die Urkai­ne! 603.700 km²? Ja, nun.

Aber wir lie­fern ganz vie­le Mul­ti­ple Rocket Laun­cher Upgrade Packs für die MARS! Und M26 Rake­ten aus unse­ren Part­ner­län­dern. Und damit uns die M270 (Mars) nicht weg­ge­schos­sen wer­den, haben jetzt alle geschätzt 80 davon ein eige­nes mobi­les Luft­ab­wehr­sys­tem dabei das dann mit S-300…

The S-300 anti-aircraft sys­tem, deve­lo­ped in the Soviet Uni­on, was first put into ser­vice by Moscow in the late 1970s. It was used almost ever­y­whe­re in Eas­tern Euro­pe until the fall of the Iron Curtain and the end of the Cold War in 1991. Accord­ing to cal­cu­la­ti­ons by the Inter­na­tio­nal Insti­tu­te for Stra­te­gic Stu­dies (IISS), Ukrai­ne alo­ne is said to have had over 250 S-300 sys­tems short­ly befo­re Rus­sia inva­ded Ukrai­ne on Febru­a­ry 24. 

The S-300 is an easy sys­tem for Ukrai­ni­ans to inte­gra­te,” US think tank, Cen­ter for Stra­te­gic and Inter­na­tio­nal Stu­dies (CSIS) said in Octo­ber. The anti-aircraft sys­tem has been used by the Ukrai­ni­an armed for­ces for years. Howe­ver, it will be “dif­fi­cult to find addi­tio­nal sys­tems” to con­ti­nue sup­por­ting Ukrai­ne with fur­ther anti-aircraft defen­se sys­tems, the CSIS said in an ana­ly­sis of Wes­tern opti­ons. The German-produced IRIS-T sys­tem, which is pro­bab­ly the most modern land-based mobi­le air defen­se sys­tem against rocket fire, has long been used in Ukrai­ne. And more are to fol­low. But anti-aircraft defen­se in many are­as of Ukrai­ne still reli­es on the old S-300. It’s unclear, howe­ver, how many of the ori­gi­nal Soviet sys­tems have been des­troy­ed by Rus­si­an mis­si­le attacks sin­ce Febru­a­ry, 2022. Kyiv is kee­ping quiet about tech­ni­cal losses.

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Na gut - jetzt sind die Rus­sen laut ihren eige­nen Anga­ben zuerst auf Kiew vor­ge­rückt um die Stadt mit zu wenig Trup­pen und ohne Ver­sor­gung bin­nen 3 Tagen zu neh­men, und um Luft­ver­tei­di­gung der Ukrai­ne aus­zu­schal­ten - sagen wir mal die Hälf­te davon ist weg, die Hälf­te steht neben M270 die an der Front ste­hen - da haben wir ja noch, also 60, die für die Ver­tei­di­gung der Infra­struk­tur ein­ge­setzt wer­den kön­nen! Sagen wir mal die decken eben­falls 40km² ab - haben wir schon 2400km² der Ukrai­ne gesi­chert! Ok, Jetzt brauchst du red­un­den­cy - sagen wir 1200km² - wie groß ist die Flä­che Kiews? 840km².

Jetzt ist aber nur ein klei­ne­rer Teil davon über­haupt fähig Kurz­stre­cken­ra­ke­ten abzu­weh­ren, sagen wir ein Zehn­tel. Bedeu­tet du hast noch 6 Von den Din­gern, zur Ver­tei­di­gung dei­ner Infra­stru­kur, wäh­rend Russ­land gera­de einen Luft­schlag vorbereitet?

Ja - aber jetzt sagt Blin­ken doch da wird ja Ver­sor­gung und Nach­schub über die Part­ner sichergestellt.

Was kam denn da so?

Howe­ver, the cal­cu­la­ti­on does­n’t yet inclu­de the S-300 from NATO stocks that were deli­ve­r­ed as part of the mili­ta­ry aid to Ukrai­ne. In spring this year, the US had asked allies of Ukrai­ne that are part of the so-called Ukrai­ne con­ta­ct group to hand over more S-300s from Eas­tern Euro­pean NATO hol­dings to Kyiv. In April, Slo­va­kia — a NATO mem­ber sin­ce 2004 — deli­ve­r­ed a sys­tem of four mobi­le mis­si­le laun­chers and the cor­re­spon­ding radar. In return, Ger­ma­ny trans­fer­red Patri­ot anti-aircraft sys­tems to Slo­va­kia. This was one of the first so-called “ring exch­an­ges” through which wes­tern part­ners made old Soviet equip­ment avail­ab­le to Ukraine.

Vier. VIER!?

Ok, also ins­ge­samt hast du 10? Aber zum Glück reicht für mehr die Muni­ti­on eh nicht..

WHAT THE FUCK?!

Kyiv mayor tells resi­dents to stock up on food, says hea­ting could be hit

Dec 1 (Reu­ters) - Kyiv’s mayor told resi­dents on Thurs­day to stock up on water, food and warm clothes in case of a total black­out cau­sed by Rus­si­an air strikes, and said resi­dents should con­si­der stay­ing with friends in the out­skirts of the Ukrai­ni­an capi­tal if they could.

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Wie der Krieg zu Ende geht

01. Dezember 2022

Biden: Der­zeit kei­ne Plä­ne für Gespräch mit Putin
Online seit heu­te, 21.03 Uhr

US-Präsident Joe Biden ist nur offen für ein Gespräch mit Kreml-Chef Wla­di­mir Putin, falls Russ­land zu einem Ende des Kriegs gegen die Ukrai­ne bereit ist. „Aber Tat­sa­che ist, dass ich kei­ne unmit­tel­ba­ren Plä­ne habe, Herrn Putin zu kon­tak­tie­ren“, sag­te Biden heu­te bei einer Pres­se­kon­fe­renz mit Frank­reichs Staats­chef Emma­nu­el Macron.

Ich bin bereit, mit Herrn Putin zu spre­chen, wenn sei­ner­seits tat­säch­lich ein Inter­es­se besteht, und er nach einer Mög­lich­keit sucht, den Krieg zu been­den. Das hat er bis­her nicht getan.“ Soll­te dies der Fall sein, wol­le er sich mit den Ver­bün­de­ten beraten.

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Putin ruft Biden an, sagt “ich geb auf”. Biden ruft dann die Part­ner an und berät mit ihnen, ob sie Russ­land nicht noch wei­ter zer­stö­ren sollen.

Ukrai­ne? Ja mhm, hm…

Dan­ke für die Klarstellung.

edit: Zwei­te Quelle:

Guardian without gloating

01. Dezember 2022

Im Gege­satz zu den Wichs­er­schwei­nen vom Stan­dard ist der Jour­na­lis­mus im Guar­di­an mit­un­ter immer noch ein Abo wert. Nicht dass ich eines hätte.

via fefe

Bidens to ser­ve Macrons US chee­ses at White House sta­te dinner

US pre­si­dent and first lady to tre­at French coun­ter­parts with Ore­gon blue cheese and Ame­ri­can spar­k­ling wine at lavish dinner

Thu 1 Dec 2022 12.58 GMT

It’s a bold gam­bit by the Ame­ri­cans, to meet the French in an are­na over which they have long been mas­ters par excel­lence: wine and cheese.

But such is Jill Biden’s sang-froid that she will offer America’s best to the French pre­si­dent, Emma­nu­el Macron, his wife, Bri­git­te Macron, and their entou­ra­ge at a lavish White House din­ner on Thurs­day – just one of the ela­bo­ra­te details and valu­able gifts forming part of the diplo­ma­tic dance sur­roun­ding this sta­te visit.

As the Ély­sée Palace unvei­led a list of gifts that Macron will offer his Ame­ri­can coun­ter­part, Joe Biden, inclu­ding a luxu­rious Chris­to­f­le cup, the US president’s wife reve­a­led the set­ting and menu for the night’s gala dinner.

It will be ser­ved under a lar­ge tent in the gar­dens, on tables laden with cand­lesticks and flowers in the colours of the two countries.

Lobs­ter will fea­ture – 200 live shell­fi­sh have made their last trip, to Washing­ton – along with beef, squash from the White House gar­den, and cake, among other delicacies.

But the first lady par­ti­cu­lar­ly insis­ted on ser­ving Ame­ri­can chee­ses, inclu­ding a blue cheese from north-western Ore­gon that was the first Ame­ri­can pro­duct to win the world cheese cham­pions­hips, in 2019.

The toasts will be ser­ved with an Ame­ri­can spar­k­ling wine – though in glas­ses made in Fran­ce. And the evening will be hos­ted by Jon Batis­te, the jazz musi­ci­an from Loui­sia­na, the for­mer pro­vin­ce ceded by Fran­ce to the US, which Macron will visit on Friday.

The White House has not yet reve­a­led what gifts it will bes­tow on Macron, but 

Paris has announ­ced that he will pre­sent Biden with the cup from Chris­to­f­le, the high-end table­wa­re and jewel­lery com­pa­ny that sup­plied the pres­ti­gious crui­se liner Nor­man­die, among other things. 

As such, it is a refe­rence to the trans­at­lan­tic rela­ti­ons­hip. The first voya­ge of the French ship to New York was an inter­na­tio­nal tri­umph in 1935.

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Dazu heu­te die Welt:

Der fran­zö­si­sche Prä­si­dent Emma­nu­el Macron hat bei sei­nem Staats­be­such in den USA schar­fe Kri­tik an den Sub­ven­tio­nen für US-Produkte im Kampf gegen den Kli­ma­wan­del geübt. „Die­se Ent­schei­dun­gen wer­den den Wes­ten spal­ten“, warn­te er bei einem Besuch der fran­zö­si­schen Bot­schaft in Washing­ton am Mitt­woch. Zuvor hat­te er die Sub­ven­tio­nen bei einem Mit­tag­essen mit US-Parlamentariern bereits als „super aggres­siv“ gegen­über fran­zö­si­schen Unter­neh­men bezeichnet.

Die USA könn­ten damit viel­leicht ihre Pro­ble­me lösen, „aber Sie wer­den mein Pro­blem ver­grö­ßern“, sag­te er bei dem Mit­tag­essen. Ohne eine Koor­di­na­ti­on zwi­schen den USA und der EU droh­ten „vie­le Jobs zer­stört“ zu wer­den, sag­te Macron wei­ter. „Ich ver­lan­ge nur, als guter Freund respek­tiert zu werden.“

Der Streit dreht sich um das im August beschlos­se­ne mil­li­ar­den­schwe­re Klimaschutz- und Sozi­al­pa­ket von US-Präsident Joe Biden, das unter dem Namen Infla­ti­ons­re­du­zie­rungs­ge­setz (IRA) bekannt ist.

[…]

Trotz sei­ner Kri­tik bezeich­ne­te Macron in sei­ner Rede in der fran­zö­si­schen Bot­schaft die Bezie­hung zwi­schen Frank­reich und den USA als „stär­ker als alles andere“.

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Dazu der Standard:

Macron zu Besuch bei Biden: Frank­reich und USA als “Waf­fen­brü­der”

Der fran­zö­si­sche Prä­si­dent Emma­nu­el Macron ist bei sei­nem Staats­be­such in den USA von Prä­si­dent Joe Biden im Wei­ßen Haus emp­fan­gen wor­den. Biden begrüß­te Macron heu­te vor sei­nem Amts­sitz in Washing­ton mit mili­tä­ri­schen Ehren und wür­dig­te in einer Anspra­che die “Bestän­dig­keit, Stär­ke und Vita­li­tät der groß­ar­ti­gen Freund­schaft zwi­schen Frank­reich und den Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Amerika.”

Frank­reich ist unser ältes­ter Ver­bün­de­ter, unser stand­haf­ter Part­ner im Diens­te der Frei­heit”, füg­te der US-Präsident vor zahl­rei­chen gela­de­nen Gäs­ten hin­zu. Macron wür­dig­te eben­falls die Bezie­hun­gen zwi­schen den bei­den Län­dern und rief dazu auf, die­se wei­ter zu stär­ken: “Ange­sichts der rus­si­schen Aggres­si­on gegen die Ukrai­ne und zahl­rei­cher Kri­sen, die unse­re Natio­nen und Gesell­schaf­ten tref­fen, müs­sen wir wie­der Waf­fen­brü­der wer­den.”

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Der Stan­dard, die Zei­tung für Leser.

Das Kom­men­tar des Tages geht heu­te an Biden:

Die USA und Frank­reich wür­den wei­ter mit ihren Ver­bün­de­ten zusam­men­ar­bei­ten, um Russ­land zur Rechen­schaft zu zie­hen. Man wer­de gemein­sam wei­ter der Bru­ta­li­tät Russ­lands ent­ge­gen­tre­ten, sag­te Biden. “Ich wuss­te, dass Russ­land bru­tal ist. Aber ich habe nicht erwar­tet, dass sie so bru­tal sein würden.”

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Ja, nein - wür­de man von Ter­ro­ris­ten auch gar­nicht erwar­ten. Hin­ter­grund: Kiew droht kom­plet­ter Stromausfall

Komisch - jetzt hab ich das per­sön­lich aber bereits seit dem 19. 02. erwar­tet, nein - Moment, seit dem 19. 03. -- ich ver­damm­ter Ter­ro­ris­ten­freund ich! Dafür aber 8 Vater Unser und 20 Gegrü­ßet seist du Maria! Das geht ja nicht. Nie­mand hät­te das kom­men sehen kön­nen, niemand!

Wie war noch mal das Kom­men­tar der Nato­ex­per­ten zum Gefecht mit ver­bun­de­nen Waf­fen? “Also wir hät­ten als ers­tes das Strom­netz außer Gefecht gesetzt um die Kom­mu­ni­ka­ti­on des Fein­des zu stö­ren, und wären dann gezielt auf meh­re­re Groß­städ­te gleich­zei­tig vor­ge­rückt - also nach­dem wir ihre Ver­tei­di­gungs­li­ni­en aus der Ent­fer­nung weg­ge­schos­sen hät­ten” - ande­rer­seits - Kiew aktu­ell, minus 4 Grad Cel­si­us. Die­se ver­damm­ten Drecks­ter­ro­ris­ten schon wie­der, zer­stö­ren jetzt die M270 aus der Luft, wo doch Boing gera­de so eine schö­ne neue Res­ter­am­pe für die Ukrai­ni­schen M26 gefun­den hat. Wo der Wer­te­wes­ten der Ukrai­ne doch gera­de Stör­sen­der gegen Dro­hen­an­grif­fe zur Ver­fü­gung gestellt hat die sicher pri­ma mit Ben­zin­ge­ne­ra­to­ren arbei­ten von denen die Ukrai­ne ja so vie­le hat, da Leu­te in Cher­son laut DW sich damit vorraus­schau­end ein­ge­deckt hat­ten. Falls denen das Ben­zin aus­geht gehen sie aber auch ger­ne in ein Wär­me­zelt und sei­en dort sehr tap­fer und könn­ten sogar ihre Han­dies auf­la­den, so DW wei­ter - die sind dann wie­der von mobi­len Luft­ab­wehr­sys­te­men gesi­chert die lei­der aktu­ell zu wenig Muni­ti­on haben. Aber kei­ne Angst, die NATO hat bereits ange­bo­ten hier dring­lichst nach­zu­bes­sern. Also wer­den jetzt auch Patri­ot Rake­ten aus Polen gelie­fert - nein halt - Moment, wer­den sie doch nicht.

Herr Bun­des­kanz­ler, Sie haben in den letz­ten Tagen noch ein­mal betont, dass das Ange­bot an Polen ste­he. Ich möch­te aber gern noch ganz kon­kret fra­gen: Wenn die USA ihre Zustim­mung geben, wäre die Bun­des­re­gie­rung, wären Sie dann bereit, die­se Patriot-Systeme dann auch in der Ukrai­ne zu stationieren?

Stol­ten­berg: Zunächst möch­te ich den Bei­trag wür­di­gen, den die Bun­des­re­pu­blik leis­tet, indem sie die­se Sys­te­me zur Ver­fü­gung stel­len will. Das macht deut­lich, in wie viel­fäl­ti­ger Wei­se Deutsch­land Bei­trä­ge zur Ver­tei­di­gung sei­ner Bünd­nis­part­ner leis­tet. Dies ist ein wei­te­res Bei­spiel für die deut­sche Füh­rungs­rol­le in unse­rem Bünd­nis und sei­ne Ver­pflich­tung hin­sicht­lich der Stär­kung der Abschre­ckung und Ver­tei­di­gung der NATO.

Wir befin­den uns hier in einem stän­di­gen Dia­log auch mit Polen, der noch nicht been­det ist. Ich glau­be, es ist wich­tig, dass man die Dis­kus­si­on über die drei Patriot-Systeme, die Deutsch­land Polen ange­bo­ten hat, um den pol­ni­schen Luft­raum zu schüt­zen, getrennt zu betrach­ten von der Ver­tei­di­gung der Ukrai­ne. Wir sind uns ja alle der Tat­sa­che bewusst und einig, dass wir der Ukrai­ne drin­gend Luft­ver­tei­di­gungs­sys­te­me zur Ver­fü­gung stel­len müs­sen. Die Bun­des­re­pu­blik hat der Ukrai­ne ja bereits meh­re­re wich­ti­ge, kri­ti­sche Luft­ver­tei­di­gungs­sys­te­me zur Ver­fü­gung gestellt ‑ ich den­ke da zum Bei­spiel an das IRIS-T-Luftabwehrsystem. Die Bünd­nis­mit­glie­der sind bereit, noch mehr Luft­ab­wehr­sys­te­me zur Ver­fü­gung zu stellen.

Man muss aber auch begrei­fen, dass es nicht nur um die Lie­fe­rung neu­er Abwehr­sys­te­me geht. Es geht viel­mehr auch sehr stark dar­um, dass die Sys­te­me, die man bereits aus­ge­lie­fert hat, ein­ge­setzt wer­den kön­nen. Muni­ti­on muss vor­han­den sein, Ersatz­tei­le müs­sen da sein und Instand­set­zung muss geleis­tet wer­den. Des­halb muss man die Fra­ge die­ser drei Sys­te­me, die Polen ange­bo­ten wur­den, von dem gro­ßen und umfas­sen­de­ren The­ma tren­nen, sicher­zu­stel­len, dass die Bünd­nis­mit­glie­der der Ukrai­ne Luft­ab­wehr­sys­te­me zur Ver­fü­gung stel­len. Deutsch­land hat schon sehr viel geleis­tet und gehört hier zu den größ­ten Gebern, und wir müs­sen nun sicher­stel­len, dass die Sys­te­me, die bereits vor Ort sind, tat­säch­lich auch funk­tio­nie­ren und ein­ge­setzt wer­den, dass wir die Ersatz­tei­le haben und die Instand­hal­tung vor­neh­men können.

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Stol­ten­berg argu­men­tiert der US gin­gen die Patri­ot Mis­si­les aus. Und die Ersatz­tei­le für die Instand­hal­tung ihrer neu­es­ten Rake­ten­schirm Infra­struk­tur. Und da glaubst du du hät­test schon alles im Leben gesehen.

Und die­se rus­si­schen Drecks­ter­ro­ris­ten schon wie­der, dass die so skru­pel­los sind jetzt auch noch Luft­an­grif­fe zu star­ten - also, kom­men gese­hen hat das natür­lich kei­ner. Wir waren uns doch alle einig, dass die Rus­sen nicht mehr eska­lie­ren konn­ten, und jetzt sicher nicht vor einer Auf­sto­ckung der ukrai­ni­schen Luft­ab­wehr­ka­pa­zi­tät auch noch Luft­an­grif­fe flie­gen! Die­se skru­pel­lo­sen Drecks Terror-Russen schon wieder.

Ach­ja, wo wir gera­de bei “without gloa­ting sind” - Jour­na­lis­mus ist dem Stan­dard bereits so fern, dass auch das lei­der nicht mehr funk­tio­niert. Wie war das noch vor weni­gen Tagen “wir tren­nen stehts strikt Bericht­erstat­tung von Mei­nung”? Genau.

Law­row for­dert „Respekt“ und sehnt sich nach Kerry

Der inter­na­tio­nal immer stär­ker iso­lier­te rus­si­sche Außen­mi­nis­ter Ser­gej Law­row hat am Don­ners­tag einen „respekt­vol­len Dia­log“ ein­ge­for­dert: “Ver­hand­lun­gen soll­ten nicht dar­auf abzie­len, den Feind zu unter­drü­cken, son­dern durch einen respekt­vol­len Dia­log Ergeb­nis­se zu erzielen.”

Bei die­ser Gele­gen­heit fiel Law­row des­sen ehe­ma­li­ger US-amerikanischer Amts­kol­le­ge John Ker­ry (Archiv­bild aus 2021) als posi­ti­ves Bei­spiel ein: “Wir haben uns mehr als 50 Mal getrof­fen, und jetzt sehe ich in John eine Per­son, die auf­rich­tig an Ergeb­nis­sen inter­es­siert ist und hel­fen wür­de, Pro­ble­me gemein­sam zu lösen”, zitiert die ita­lie­ni­sche Nach­rich­ten­agen­tur Ansa den rus­si­schen Top-Diplomaten.

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Der öster­rei­chi­sche Medi­en­kon­su­ment erfährt hier, dass Law­rorow nur noch schmollt und sich bes­se­re Zei­ten zurück­sehnt. Das ist der Inhalt der Nachricht.

Was ist passiert?

Och, ein paar Schön­wet­ter­freun­de in Polen haben ver­sucht die OSZE für Value-Signaling zu nutzen.

Genau wegen des Angriffs­krie­ges gegen die Ukrai­ne wird Russ­lands Außen­mi­nis­ter dort aller­dings nicht ver­tre­ten sein. Ser­gej Law­row wird die Ein­rei­se ver­wei­gert, Polen argu­men­tiert mit der EU-Sanktionsliste, auf der er steht. Mos­kau reagier­te empört: Der Schritt sei “bei­spiel­los und pro­vo­ka­tiv”, hieß es vom rus­si­schen Außen­mi­nis­te­ri­um vor knapp zwei Wochen. Polen habe damit der Glaub­wür­dig­keit der OSZE “irrepa­ra­blen Scha­den zuge­fügt”. Der pol­ni­sche Vor­sitz und sei­ne “west­li­chen Gesin­nungs­ge­nos­sen sto­ßen die OSZE in einen Abgrund”.

Russ­land wird in Lódz nun von OSZE-Botschafter Alex­an­der Luka­sche­witsch ver­tre­ten. Immer wie­der haben Mit­glieds­staa­ten aus Nord­ame­ri­ka, Euro­pa und Zen­tral­asi­en zu dem Jah­res­tref­fen nur Bot­schaf­ter ent­sandt, Russ­land war aller­dings seit 1995 immer auf Minis­ter­ebe­ne vertreten.

Wegen der zuneh­mend ver­här­te­ten Fron­ten stand auch immer wie­der ein mög­li­cher Aus­schluss Russ­lands aus der OSZE im Raum. Davon hält Gene­ral­se­kre­tä­rin Hel­ga Maria Schmid aller­dings nichts. “Die Grün­der der OSZE haben aus gutem Grund kei­nen Aus­tritts­me­cha­nis­mus vor­ge­se­hen. Die OSZE ist qua Defi­ni­ti­on eine inklu­si­ve Orga­ni­sa­ti­on”, sag­te Schmid in einem Inter­view Anfang der Woche.

OSZE-Generalsekretärin Hel­ga Maria Schmid ist gegen einen Aus­schluss Russ­lands aus der Organisation.

Im Kal­ten Krieg ent­stan­den, sei die OSZE “kei­ne Schön­wet­ter­or­ga­ni­sa­ti­on”, füg­te die deut­sche Diplo­ma­tin hin­zu. “Wir haben der­zeit sehr schwie­ri­ge Dis­kus­sio­nen, die Grä­ben sind tief. Aber in der Zukunft wer­den die ein­zig­ar­ti­gen Instru­men­te der OSZE, der umfas­sen­de Sicher­heits­an­satz und die Tat­sa­che, dass Russ­land und Ame­ri­ka, Euro­pa und Zen­tral­asi­en an einem Tisch sit­zen, weg­wei­send sein.” Gera­de wegen ihrer inklu­si­ven Mit­glied­schaft mit ihren 57 Teil­neh­mer­staa­ten aus Zen­tral­asi­en, Nord­ame­ri­ka und Euro­pa wer­de die OSZE künf­tig eine noch grö­ße­re Rol­le spie­len, zeig­te sich Schmid überzeugt.

Schal­len­berg vor Ort

Öster­reich wird beim Tref­fen in Lódz am Mitt­woch und Don­ners­tag von Außen­mi­nis­ter Alex­an­der Schal­len­berg (ÖVP) ver­tre­ten. Er trifft mit den Außen­mi­nis­tern von Groß­bri­tan­ni­en, Kasach­stan und der Ukrai­ne – James Cle­ver­ly, Muchtar Tleu­ber­di und Dmy­t­ro Kule­ba – zu bila­te­ra­len Gesprä­chen zusammen.

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