Greenpeace hält Sprengung von Nord Stream 1 von innen für unwahrscheinlich
Ein Sprengstoff-Sachverständiger hat im Auftrag von Greenpeace die beschädigte Pipeline Nord Stream 1 untersucht. Nach der Analyse des Experten ist die Leitung von außen gesprengt worden. Der Experte stieß allerdings auch auf Ungereimtheiten am Explosionsort.
[…]
Der Kriminaltechniker und Sprengstoffexperte Wolfgang Spyra verwies in dem Sender auf Ungereimtheiten an dem Explosionsort. So müsse es dort eigentlich wesentlich mehr Teile der zerstörten Pipeline geben. Wenn etwa 250 Meter Pipeline zerstört wurden, könne das Material nicht verschwunden sein. „Bei der Suche müsste man also solche größeren Objekte gefunden haben, die einen Aufschluss über die Hintergründe geben könnten“, sagte Spyra demnach.
Bezüglich dem Verbleib der Rohre wird bereits lange spekuliert, dass Schweden in den ersten Tagen Rohrteile entfernt hat - da in den veröffentlichten Unterwasseraufnahmen recht saubere Schnittstellen zu erkennen sind und Schweden zu Protokoll gegeben hat, dass man Material geborgen habe. Natürlich komplett spekulativ, da nicht einmal der Greenpeace Experte das offen kommentiert - anstatt dessen gibt es ein kryptisches “wo sind denn die Teile geblieben?”.
Springer waren übrigens auch mit die Ersten die die Sprengung von innen über Wartungsroboter Theorie vertreten haben - ich würde ja zu gerne wissen wie da die Rumor Mill gelaufen ist…
edit2: Es gibt aber auch wieder gute Nachrichten: Die US planen erstmals Patriot Raketen (Raytheon) ausserhalb der US fertigen zu lassen. In Deutschland. Bei MBDA. Ab 2026.
Es gab die Verhandlungen mit dem istanbuler Kommuniqué wo die Ukraine weitgehende Zugeständnisse gemacht hat. Wo die Ukraine beispielsweise Ende März angeboten hat, dass sie auf den Nato Beitritt Verzichten würde, dass man über den Status der Krim 15 Jahre lang verhandeln würde und weitere Sachen. Russland ist darauf nicht eingegangen. Nach diesem istanbuler Kommuniqué ist es den ukrainischen Truppen gelungen, die russischen Truppen zurückzudrängen und die Kriegsverbrechen in Butcha und in Irpin sind bekannt geworden - und Mariupol ist von den Russen erobert worden und damit war auch klar, dass alles was russisch besetzt ist - dass unter russischer Besetzung Kriegsverbrechen stattfinden - und damit war auch für die Ukraine klar, dass mögliche Verhandlungen eigentlich eine Preisgabe der eigenen Bevölkerungen gewesen wären. Das heißt, es wird immer so suggeriert, wenn wir jetzt aufhören mit dem Krieg, dann ist unter der russischen Besatzung Frieden, das ist es aber nicht.
Also irgendwie ist das eine nette Geschichte mit ganz vielen gefühlten Wahrheiten und Sorgen um die Bevölkerung, die ja jetzt die Kriegsverbrechen in Butcha als “so gehts in russischen Nachkriegsstädten zu” generalisieren soll. Im Donbas leben vor allem noch alte Leute - also nach qualitativen Lebensjahren (ok, ab hier wirds zynisch, ich hör mal lieber auf)…
Siehe auch Selenskyj 03. 04. 2022
The atrocities against residents of the city of Bucha are, according to Ukrainian President Zelenskyy not an isolated case. “The world has now seen what Russia has done in Bucha, but the world has not yet seen what they have done in other occupied cities and regions of our country,” the president said.
“Unfortunately, Butscha is just one of many examples of what the occupiers did,” he said. This is nothing but the actions of terrorists and it is the worst war crime since World War II. Russia must be held accountable for this asked Zelenskyi, who also showed the Security Council a video of pictures of the atrocities lined up next to each other, describing the crimes in detail.
src: click - was damals (aufgrund der Schwere der Gräultaten in Butscha) HÖCHST deplatziert gewirkt hat.
UNDDANACHNOCHMALVERFICKTESIEBENMONATE - in denen Selenskyj medial nicht zugeben will, dass die Ukraine nicht mehr mit Russland über einen Kompromisfrieden verhandelt.
Wir erinnern uns, Mangott fällt dieser Umstand in der ZIB2 erst am ersten Juni auf:
“Das Problem ist, dass Selenskyj selbst seine Kriegsziele immer anders definiert. Manchmal sagt er die Russen müssen aus dem ganzen Land vertrieben werden, also auch von der Krim, manchmal sagt er - eh, ah, es wird schwierig werden die Russen aus den Gebieten zu vertreiben wo sie vor dem Krieg schon waren, aber was wir jedenfalls tun werden ist bis zum letzten Mann den Donbas zu verteidigen.”
Claudia Major ist bereits im Vorfeld aufgefallen als sie die Eskalationsspirale in eine Lernkurve umgedichtet hat: click
Die Stiftung Wissenschaft und Politik ist bereits im Vorfeld aufgefallen, als sie die Versprechungen des Westens gegenüber Gorbatschow als Mythos abgetan hat: click
Dazu kommt, dass wir über Chomsky und Jeffrey Sachs über den Inhalt der Gespräche der Johnson Reise und unmittelbaren Pressestatements danach Bescheid wissen.
Das is click und 1,2,3,4
Die Bevölkerung wird immer noch komplett verarscht.
Sie könnten eigentlich mit dem Lügen aufhören, aber sie haben ja noch Claudia Major bei Lanz.
Claudia Major darüber hinausgehend im Lanz Video: Mit Russland würde ja verhandelt werden - auch jetzt “Es gibt Verhandlungen über die Türkei, es gibt Verhandlungen über die VN (Vereinten Nationen), es gibt Gespräche über Russland mit den USA.”
Das ist eine einzige, verfickte, scheiß Missrepräsentation.
In der Türkei fanden zuletzt Verhandlungen über die Getreidetransporte, nicht über einen möglichen Kompromissfrieden statt. Die UN bemühen sich in Verhandlungen einzig um Getreideexporte, Düngermittelexporte und die atomate Sicherheit - und haben ansonsten nicht einmal ein verficktes Mandat zwischen den beiden Staaten zu verhandeln und die US haben mit Russland, ebenfalls in Ankara über theoretische sicherheitspolitische Eskalationsfragen gesprochen - aber nicht über einen möglichen Ausgang den Krieges. Bei der Rückreise wurde dann bereits medial die Bestätigung rausgegeben, dass man nicht über einen Kriegsausgang verhandelt habe.
Darüber hinaus gibt es Probleme in Majors Formulierung was die Ukraine Ende März angeboten und wie Russland darauf reagiert habe.
Die Ukraine hat Ende März einen neutralen Status angeboten, es wurde kolportiert dass die Bedingungen dafür an Putin gegangen seien der der diplomatischen Riege freie Hand gegeben haben soll einen Vertrag aufzusetzen, als der dann an Selenskyj ging, fiel dem plötzlich wieder ein, dass Russland immer nur Worte mit D verlange, und man mit Russland nicht verhandeln könne. Eine 15 jährige Übergangsfrist in der man über den Status der Krim verhandelt - wird weder Putin noch Selenskyj anerkannt haben. Der Gag an der Stelle ist, dass Selenskyj das seit Tag eins (siehe Zakaria Interview - upload Datum 20. 03. 2022) immer nur einfordert, wenn die Krim und der Donbas dabei bereits wieder von Russland als Teil des ukrainische Staatsgebietes anerkannt werden. Dann kommen sie für 15 Jahre unter Eigenverwaltung - und danach sind sie wieder vollständig bei der Ukraine (territorial und politisch).
Weder Selenskyj noch Putin waren meines Wissens nach je bereit davon abzuweichen, dass die Krim (nach einer Übergangsphase) in ihrer nationalen Verwaltung verbleibt.
Also die 15 Jahre Verhandlungen mit offenem Ausgang, sind eine Lüge. Einfach das Zakaria Interview ansehen, wie Selenskyj das am 20. 03. gesehen hat. (Hint - wait for the “the brainwashed people” quote.)
So ein Pech aber auch - jetzt ist Butscha schuld daran, dass der Krieg noch Jahre dauert.
Kleines Problem - Dmytro “the right spelling is Butcher, not Bucca” Kuleba hatte am 03. 04. 2022 eine leicht andere Auslegung.
“And I was committed even before the Bucha massacre, by the way it’s - the right spelling is butcher not bucca, I was committed to prosecuting all russian atrocities and war criminals, and to doing everything that I could as foreign minister to bring them to account, but now - uh I will be doing it until my last breath.”
Wo gibts das öffentliche Narrativ? Bei Times Radio.
edit: Uh Lanz will bei Hunter Biden den Verschwörungstheorie Joker ziehen (Der AFD Politiker ist ein wirklicher Idiot, dass er den überhaupt erwähnt hat.). Na dann erklärs ihm doch mal einer. Burisma war ein zypriotischer Energiekonzern der Energievorkommen in der Ukraine erschlossen hat - mit ehemals guten Vertragsbeziehungen nach Russland. Nach dem Euromaidan waren die beziehungstechnisch etwas stranded und haben versucht erneut politischen Einfluss aufzubauen um weiter in der Ukraine an lukrative Förderabkommen zu kommen - da sie zur damaligen Ukrainischen Regierung keine vorteilhaften Verbindungen aufbauen konnten (da jüngere Geschichte) sind sie zum Schmied gegangen und nicht zum Schmiedl. Und haben sich für ein Nonsensgehalt ohne Gegenleistung Hunter Biden für fünf Jahre als Aufsichtsratsmitglied eingekauft. Ging wie immer nicht um direkte Gegengeschäfte sondern um strukturelle Korruption, denn - oh Verblüffung, in der Ukraine soll es Korruption gegeben haben. Über die Laptop Affaire in den US würde ich mich nicht äußern, in dem Umfeld ist es vermutlich zu einfach mit platziertem Kompromat die Kandidatur eines US Präsidenten zu gefährden. Wie stark Hunter Biden tatsächlich kompromittiert war, wird in den US ja hoffentlich jemand gegengecheckt haben, bevor Biden in den Wahlkampf gegangen ist.
Ukrainischer Präsident Selenskyj fordert Sondertribunal wegen russischen Angriffs
Ein Sondertribunal gegen Russland will der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenksyj sehen. Zwar arbeite sein Land bereits mit vielen Ländern und Organisationen wie dem Internationalen Strafgerichtshof zusammen, “damit jeder russische Mörder die verdiente Strafe erhält”, sagte er am Dienstagabend in seiner täglichen Videoansprache. “Aber leider reichen die verfügbaren internationalen Rechtsinstrumente für Gerechtigkeit nicht aus.”
“Selbst vor dem Internationalen Strafgerichtshof ist es immer noch unmöglich, die höchste politische und militärische Führung Russlands für das Verbrechen der Aggression gegen unseren Staat - für das Hauptverbrechen - vor Gericht zu stellen”, beklagte Selenskyj. Daher werde neben dem Internationalen Strafgerichtshof ein Sondertribunal benötigt.
Ich darf auf den Artikel vom zweiten Juni hier im Blog verweisen, in dem beschrieben war, warum sich der Westen schwer tut in dem Fall internationale Gerichtsbarkeit zu etablieren.
Die Ukraine fordert jetzt mal ein “Sondertribunal” aber eher nicht mit “vielen Ländern und Organisationen” - aber Hauptsache was Neues, da die bisherigen Rechtsinstrumente nicht ausreichten.
Die Krux dabei sind exakt welche Länder und welche Organisationen. Gut dass Selenskyj hier nicht ins Detail geht.
Aber als der Standard muss das doch den Lesern doch nicht erklären. Das würde sie doch nur viel zu sehr verwirren…
edit: Es gibt aber aktuell auch wieder gute Nachrichten, Die Ex-Siemens Chefin macht sich heute Sorgen über eine Deindustrialisierung Europas. src: click
edit2: Von der Leyen löst auf:
Von der Leyen will Sondergericht für Kriegsverbrechen in Ukraine
Von der Leyen schlug zudem im Namen der EU-Kommission vor, zur Verfolgung von Verbrechen in Zusammenhang mit Russlands Krieg gegen die Ukraine ein spezialisiertes Gericht aufzubauen. “Wir sind bereit, mit der internationalen Gemeinschaft zusammenzuarbeiten, um dieses Fachgericht möglichst umfassend international zu unterstützen”, sagte von der Leyen am Mittwoch in Brüssel. Der russische Einmarsch in die Ukraine habe Tod, Verwüstung und unsägliches Leid gebracht.
Also ein paar Prinzipien. Zuerst verarscht du die Bevölkerung vollkommen, haust sie mit der größte Propagandascheisse zu die ihre Journalisten fressen. Dann beginnst du langsam Contingencies einzupflegen für den Fall dass deine Kritiker öffentlich Traction ziehen und dich dafür was du getan hast in der Luft zerreißen würden. So kannst du immer noch behaupten du hättest doch garnichts verschwiegen.
Mittlerweile ist hier bereits recht viel das dem öffentlichen Narrativ widerspricht integriert.
Also Kotkin war der Typ der das das öffentliche Hauptnarrativ gestaltet und dafür eine Berufung nach Stanford erhalten hat. Kotkin ist jetzt aber auch der Typ der einige der klarsten Propagandalügen der Ukraine offenlegt (was rund um Charkiw passiert ist… - siehe REDS Seminar Video) und erstmals offen darüber spricht, dass die Ukraine “sehr gut im Bereich der “Information Warfare” gearbeitet habe - “quasi eine Fernsehproduktion in Staatsform”. “Schlecht für Friedenszeiten, aber sehr günstig für einen Krieg”. Kein Scherz, seine Worte, er geht sogar ins Detail. Nichts Neues für mich dabei (siehe the Lyman lie 1,2,3), aber es würde wohl die breite Bevölkerung verunsichern, wenn sie es denn hören würde.
Kotkin ist auch eine von mehreren Personen im wissenschaftlichen Umfeld die jetzt den Krieg als quasi stalemated skizzieren dürfen (die Aufforderung an die Ukraine sich Verhandlungen nicht zu widersetzen ging ja vom US Militär bereits offiziell raus - ), und “hofft”, dass er sich für den Westen weiterhin gut entwickeln werde. Aber leider, was will man machen - der Krieg dauert wahrscheinlich noch Jahre.
Natürlich ist laut Kotkin alles Gute weiterhin von der Einheit des Westens abhängig und alles Schlechte vom Zerfall dieser Einheit, das geht dann über das Contingency Planning in der Propaganda hinaus das ist ja weiterhin bestehende US Außenpolitik, das zu replizieren musst du as frisch gebackener Stanford Professor schon draufhaben.
Dem entgegen steht seit fünf Tagen eine Aussage eines “hohen Europäischen Beamten” die Politico (deutscher Eigentümer (Springer)) eingefangen hat - die wie folgt lautet:
The fact is, if you look at it soberly, the country that is most profiting from this war is the U.S. because they are selling more gas and at higher prices, and because they are selling more weapons.
Das ECFR hat ja ebenfalls vor kurzem “Peak atlantic unity” diagnostiziert.
Intelligence squared (PR Outlet - nicht Information) darf vor drei Tagen einen Geschichtswissenschaftler mit Spezialgebiet Russland laden, der bei der Oxford Union bisher nur durch einen Vortrag vor sieben Jahren mit dem bezeichnenden Titel “Putin is not building an Empire” aufgefallen ist -- das mal beiseite gelassen - hier das aktuelle Gespräch:
Was hier in meinen Augen wesentlicher ist, ist dass jetzt in Monat neun erstmals jemand in den westlichen Media Circuit geladen wird, der offen aussprechen darf, dass in Putins “geschichtsrevisionistischer Schrift zum erfundenen völkischen Konzept der Rus” (die Schrift wegen der ihn die Medien für wahnsinnig erklärt haben), keine faktischen Fehler enthielt - dafür sehr viele fragwürdige Auslegungen, die analog zum russischen Geschichtslehrplan der vor etwa acht Jahren von regimenahen “Historikern” umgeschrieben wurde um das Konzept Novorussia zu enthalten am öffentlichen Geschichtsverständnis in Russland gedreht haben. Aber darum geht es mir heute nicht -- worum es mir geht ist Folgendes:
Der geladene Geschichtswissenschaftler darf jetzt vor Intelligence squared erstmalig aussprechen, dass die von westlichen Medien als geschichtsrevisionistische Anschauung bezeichnete Interpretation des russischen Geschichtsbilds, die auch vom Führer der russisch orthodoxen Kirche gepredigt wurde, WAHRSCHEINLICHPROPAGANDAWAR (Nein!) und nicht das woran Putin vermeintlich tatsächlich selbst glaube.
Dass es für den Kriegseintritt der russischen Regierungsspitze vermutlich eher relevant war, dass diese sich “vor weiterem Einfluss des Westens gefürchtet hätte” - ein Narrativ das in der russischen Bevölkerung (aufgrund bisheriger Staatspropaganda) ebenfalls gut verfange.
Das ist deshalb so sensationell da ALLE europäischen Experten über neun Monate nichts dergleichen aussprechen konnten und sich anstatt dessen von Putin ist verrückt, über Putin ist covidisolations-verrückt, über Putin glaubt er sei ein Zar, über Putin ist verrückt - weil Dresden, über Putin fürchtet sich vor einer zu erfolgreichen Ukraine (Scherz, … siehe IMF Reports zur Wirtschaftsprognose in der Ukraine) über Putin ist garnicht verrückt, sondern wie der Dienst aus dem er stammt sehr berechnend zu “wir spekulieren nicht über den Geisteszustand Putins, denn das wäre Spekulation” hangeln durften.
Von besonderer Relevanz ist dabei, dass der gesamte verfickte Wertewesten (Kotkin im REDS Seminar erklärt nochmal was genau das ist, für alle die einmal eine offizielle Begriffsdefinition hören wollen) über neun Monate so tun musste, als ob Propaganda in Kriegserklärungsreden mit einem definierten Zielpublikum nicht existieren würde.
Es gab ganze verfickte Gaggles an vornehmlich geschichtswissenschaftlichen Experten die medial versichert haben Putin lebe in seiner eigenen Wahnwelt, komplett isoliert und sei Kyrill dem Ersten verfallen, während Russland Religion und Staatlichkeit nie komplett getrennt hatte. Bedeutet, wenn Putin denkt er sei ein Zar und für eine historische Aufgabe auserwählt, muss er zwangsläufig auch glauben er sei Gott. Denn das prädigt sein Patriarch.
Und ups, nur neun Monate später kommt das Contingency planning für die Propaganda dazu, und - nein, was will man sagen, das stimmt ja vermutlich garnicht -- jetzt haben wir Fiona Hill (1,2) ganz umsonst durch hunderte öffentliche Auftritte gejagt damit sie uns erzählt, sie weiß was Putin denkt, seit sie seine Statuen gesehen hat, dass er ein Zar ist nämlich, und dass er ein neues russisches Imperium schaffen wolle. Und nebenbei noch die Nato angreifen.
Natürlich gibt man der Person die als erstes NACHNEUNMONATEN bei Intelligence squared anmerkt, dass das vermutlich eher nicht der Fall gewesen sein dürfte, sondern sich Putin eher gegen eine (in den Augen der russischen Führungselite) weitere Einflussvergrößerung des Westens gesträubt hätte, vor allem wenn dieser Historiker mehrfach die Gründe erwähnt aus denen die Krim für Russland bis heute eine rote Linie darstellt (siehe Selenskyj, Decree 117/2021) -- MASSIG Seil um sich danach noch selbst zu erhängen (Einfluss der russisch orthodoxen Kirche in Russland wird noch einmal abgefragt, Positionierung in ein dutzend anderen Punkten wird abgeklopft), was noch gut genug funktioniert, dass unser Historiker am Ende des Gesprächs nur als “eine weitere Meinung unter vielen” - bei den meisten Leuten hängen bleiben dürfte.
Aber im Westen sind wir ja so offen, wir laden sogar Experten in PR Formate, die öffentlich verlautbaren dürfen, Putin hatte vermutlich eher Angst vor einem zunehmenden Einfluss des Westens gehabt. In Monat neun nach Kriegsbeginn.
Dass Russland mit viel zu wenigen Soldaten in der Ukraine einmarschiert ist um irgendetwas außer einen Blitzkrieg geplant zu haben (Argument Mearsheimers hier - während man bei dem Auftritt noch versucht hat seine öffentliche Reputation komplett zu zerstören), und dass es übereilt angemutet hat, und vermutlich spontan entschieden wurde (keine größeren strategischen Vorbereitungen (auch nicht unmittelbar vor oder nach dem Aufmarsch)) -- legt man dann, nachdem man dieses Argument seit neun Monaten konsequent ignoriert hat, noch Kotkin selbst in den Mund (REDS Seminar siehe vorhergehender Beitrag) - nicht dass der zu angepasst wirkt, denn sonst hätten wir das ja im westlichen Narrativ nicht drinnen. Falls jemand stutzig wird und fragt. Warum Putin so regiert hat weiß Kotkin das ja leider immer noch nicht -
Die meisten Unsauberkeiten haben wir aber jetzt dank Contingency planning alle im westlichen Narrativ integriert. Nur halt erst im Monat neun, wo die Bevölkerung alles was sie über den Krieg weiß in den ersten zwei bis drei Wochen aufsaugt - also ist das jetzt Expertenwissen. Und die Bevölkerung ist und bleibt komplett verarscht.
So funktioniert Contingency planning in Propaganda.
Du beleuchtest keine Zusammenhänge, du korrigierst dich nie öffentlich und du integrierst Widersprüche zu einem späteren Zeitpunkt in Teilen selbst und deklarierst sie als generell “benign”.
Vielleicht bin ich mit dem Beitrag noch schnell genug, dass eine Ukraine die nach Kotkin in Stanford - in Information Warfare brilliert hat und ein Mediennarrativ eines wahnsinnigen Putins das sich in “faktisch nicht falsch, nur eine sehr gefärbte Auslegung zu Propaganda Zwecken” auflöst noch irgendjemanden schockieren.
Später wird es in der Öffentlichkeit heißen, wir habens doch eh nie verschwiegen - es kam doch öffentlich zur Sprache. Ab Monat neun.
Also - wenn man der Historiker ist der Russlands imperialistische Ambitionen - direkt angrenzend an Natostaaten, relativ frei erfunden hat, dann über das IWMVienna den Rauscher (Meinungsjournalist, kein Experte) beeinflusst hat (1,2) von der österreichischen Regierung und der wichtigsten Oppositionspartei über drei Wochen lang öffentlich zu fordern, dass sie auf dich und deine Freundin Fiona Hill (1,2), die mit der Steinstatuentheorie, wie Putin wirklich denkt - und natürlich AUCH Historikerin, hören soll, worauf die Wiener Stadtregierung im Rahmen eines weiteren IWMVienna Events gleich eine britische FT Journalistin lädt die sichtlich Probleme dabei hat recherchierte Realität von ihrer rein persönlichen unqualifizierten Meinung zu anderen Fragen zu trennen, aber dafür weiß wie die russische Elite denkt (!), da die russische Elite ihr das seit ihren Recherchen per Email schreibt (!), also wenn du der Historiker bist - und du dich dann noch von der Victor Pinchuck Foundation casten lässt:
und dann mit dem selben vorbereiteten Casting Gedicht im WEITAUSBREITENWIRKSAMEREN Businessfrühstück der Victor Pinchuk Foundation in Davos auftrittst.
Also wenn du der Historiker bist und das machst -
wirst du von DW eingeladen die Medienkritik über die Ukraineberichterstattung im Westen auf einem eigens ins Leben gerufenen Media Festival zu coinen. Und bekommst eine Berufung nach Yale - wo du HOFFNUNGSLOS als Professor versagst - aber was solls, man will in Yale deinen Namen.
Soweit so old news von gestern. (Siehe auch: click)
THEREISSOMENEWFANGLEDSHITGOINGONINHERE!
Wenn du aber der Historiker bist der am 04. März, eine Woche nach der Ukraine Invasion Russlands, das Hauptnarrativ des Westens live (!) bei der Hoover Institution erfindet -
das seit dem von TAUSENDEN “Experten” europaweit ohne eine Detailänderung verbreitet wird - bekommst du erst mal (wie Fiona) eine Einladung zu Lex Friedman (wo du der Gast bist der am häufigsten überhaupt versucht den Host zu manipulieren “Look, Lex, …”, wurde in den Youtube Kommentaren gezählt und zum running Gag, aber komm - vergessen wirs) wegen Lokalcolorit und der Jugendarbeit, sie verstehen -
wirst du von Standfords The Europe Center als Vortragender zur Seminarreihe
eingeladen. Was sag ich eingeladen. Berufen! Permanent. Nach Standford (siehe Video). Natürlich. Man will seinen Namen.
Ich mein vollkommen klar oder? Experten müssen sich schließlich Gedanken machen, wie es weiter geht. Gell Narval?
Kleines Problem. Tooze sagt jetzt vor drei Monaten, die US hätten wirklich keine Idee wie es strukturell weitergehen solle, die Biden Administration spiele nur “Return of western world leadership”, könne militärisch für Sicherheit sorgen, hätte darüber hinausgehend aber nicht mal eine Ahnung, was es mit einem vereinten Westen wolle -
Gut, jetzt sagt das Kissinger auch, aber der ist ja eine Persona non Grata.
Aus all diesen Gründen müssen die Europäer die nächsten zwei Jahre nutzen, um ihre Abhängigkeit von den USA zu verringern. Wenn Biden erneut kandidiert und gewinnt, kann ein unabhängigeres Europa ein viel besserer Partner für die USA sein.
Aber das hindert uns doch nicht daran in Stanford diesen Historiker zu einer Seminarreihe “Rethinking European Development and Security” zu laden.
Schließlich verlangt Narval gerade
Für intellektuelle Eliten soll das [Unsicherheit] jedoch keine Ausrede dafür sein, die Hände in den Schoß zu legen und zu sagen: Ich weiß auch nicht, wie es weitergeht. Im Gegenteil, erst durch das Formulieren und Stellen guter, neuer Fragen werden Utopien konkret und gestaltbar.
GIVEMEMYUTOPIA - STANFORD! - copyrighted by Stephen Kotkin
But lets not include Precht. That would be so… Deterministic, I mean with him being a german and part of the Alice Schwarzer crowd… Very bad hibbie jibbies.
Schreiben wir neue Episteme. Lasst uns Gegenstimmen weghetzen. Kommt Standardredakteure ohne Redaktionsstatut, auf gehts!
edit: Es gibt aber auch wieder gute Nachrichten -
Doha/Berlin. Der Energieriese Qatar Energy hat laut Katars Energieminister Saad Scharida al-Kaabi Abkommen über Gaslieferungen nach Deutschland geschlossen. Das Flüssiggas werde an das US-Unternehmen Conoco Phillips verkauft, das es weiter nach Brunsbüttel liefere, sagte der Minister am Dienstag bei der Vertragsunterzeichnung in der katarischen Hauptstadt Doha. Die Lieferung soll 2026 beginnen und mindestens 15 Jahre laufen. Jährlich sollen bis zu 2 Millionen Tonnen geliefert werden.
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