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Arsonists

03. Juni 2014

timgraebr

Drei­und­vier­zig Minu­ten Ste­wart v. Geith­ner die es schwer ist im Netz in vol­ler Län­ge zu fin­den, da cc das Release mehr als üblich in den Sand gesetzt hat und es ne gute Idee fand das Argu­ment in fünf Stü­cke zu hacken - ich schwei­fe ab.

Es ist schwer beim Zuse­hen nicht purer Aggres­si­on ein­heim zu fal­len, nicht weil die Logik nicht ver­mit­tel­bar wäre, son­dern weil die Box so uni­ver­sal und umfas­send jeder­zeit prä­sent ist. Wer geglaubt hat “alter­na­tiv­los” hät­te im deut­schen Duk­tus bereits die Majo­ri­tät in der Aus­prä­gung erhal­ten bekommts hier auf glo­ba­lem Niveau hin­ter die Löffel.

Und nicht ein­mal dann, nicht ein­mal zu Ende - nicht ein­mal als die Arso­nists sich ihr Din­ner gekauft haben nicht ein­mal dann geht etwas über “natio­nal Inte­rest”. Die US mögen stolz sein im Schwei­gen, aber haben jeg­li­chen Blick eines Geschich­ten­er­zäh­lers verloren.

Wenn ich noch ein­mal jeman­den raus­pres­sen höre “das Geld, das haben wir wie­der - sogar mit Zin­sen” garan­tie­re ich nicht mehr für mein Verhalten.

Letzt­klas­si­ge per­for­mance. Gera­de noch akzep­ta­ble Logik auf dem Pro­zess Level.

Hier der Link: http://goo.gl/CBqi0T

(Video ist erst nach der Ein­ga­be eines Pass­worts zu sehen.)

Im Anschluss auch ger­ne hier wei­ter­le­sen: http://goo.gl/MirA5J

Spinelli

24. Mai 2014

Mani­fest hier nach­zu­le­sen: http://www.spinelligroup.eu/sign-manifesto

Es ist immer schön wenn Lini­en - sicht­ba­rer werden.

Repent

21. April 2014

ticktock

I’m not going to turn you off.”

You’­re an idiot!”

Repent, Har­le­quin!” said the Ticktockman.

Get stuf­fed.”

So they sent him to Coven­try. And in Coven­try they worked him over. […] but the tech­ni­ques are real­ly qui­te anci­ent, and so they did it […], and one day qui­te a long time later, the Har­le­quin appeared on the com­mu­ni­ca­ti­ons web, appearing elfi­sh and dim­pled and bright-eyed, and not at all brain­wa­s­hed, and he said he had been wrong, that it was a good, a very good thing inde­ed, to belong, and be right on time hip-ho and away we go, and ever­yo­ne sta­red up at him on the public screens that cove­r­ed an ent­i­re city block, and they said to them­sel­ves, well, you see, he was just a nut after all, and if that’s the way the sys­tem is run, then let’s do it that way, becau­se it does­n’t pay to fight city hall, or in this case, the Ticktockman.

So [he] was des­troy­ed, which was a loss, becau­se of what Tho­reau said ear­lier, but you can’t make an ome­let without brea­king a few eggs, […] and if you make only a litt­le chan­ge, then it seems to be worthwhile.

zitiert aus “ ‘Repent, Har­le­quin!’ Said the Tick­tock­man”, einer Kurz­ge­schich­te von Har­lan Elli­son (laut sei­nem Ver­lag eine der zehn meist wie­der­ver­öf­fent­lich­ten in der Lite­ra­tur­ge­schich­te [‘reprin­ted’]) die die ideo­lo­gi­sche Vor­la­ge für den Film mit Jus­tin Tim­ber­la­ke ist (jedoch nicht im recht­lich rele­van­ten Sin­ne 😉 ), der ges­tern zufäl­li­ger Wei­se im ORF lief.

Says the Joker to the Thief

08. November 2013

https://www.youtube.com/watch?v=mdETMszeO4A

Frei nach Bob Dyl­an. Ok, im rus­si­schen Staats­fern­se­hen, aber kon­zep­tu­ell ein­fach eine wun­der­schö­ne Stilblüte. 🙂

Habermas in Leuven

10. Juni 2013

Über Umwe­ge von einem Freund. Dan­ke dafür. (Tran­script als ePub)

Listen

09. Juni 2013

http://www.guardian.co.uk/world/2013/jun/09/edward-snowden-nsa-whistleblower-surveillance

Nach­trag: Falls jemand wis­sen möch­te was passiert,

https://www.youtube.com/watch?v=fX8CSMPiTs4 sowie https://www.youtube.com/watch?v=665vEIPxGR4#t=1050s

fas­sen es ein­fach ver­ständ­lich zusammen.

edit:  Und noch ein­mal Ars: http://arstechnica.com/tech-policy/2013/06/snowden-in-online-chat-nsa-analysts-can-get-anything-they-want/

memes are for losers; real money is in epistemes

06. April 2013

rlly

http://thebaffler.com/past/the_meme_hustler (archive.org link)

Gele­sen und angedacht.

*Autsch*

28. November 2012

Kei­ne Angst, nur Hit­chens. Can’t argue with logic. Can’t argue without it. Und von einem Rhe­to­rik­stand­punkt - es funk­tio­niert dess­halb so gut, weil die meis­ten Asso­zia­tio­nen vom Zuhö­rer nach sozial-gesellschaftlichen Stand­punk­ten selbst gebil­det wer­den, und wir so wenig über den All­tag von Göt­tern wissen.. 😉

Skyfall (2012)

08. November 2012

Sky­fall gese­hen, was für ein Puz­zle­spiel aus unnüt­zen Ver­wen­dun­gen von Arche­ty­pen und alten Refe­ren­zen aus unter­schied­li­chen Gen­res, nem bär­ti­gen cha­rak­ter­schwa­chen, viel zu jun­gen Alten - der mit­ten im Film auf­taucht, einer grau­sam gecas­te­ten Scharf­schüt­zin, nem Mut­ti oh Mut­ti Baitman/Ödipus/Schweigen der Läm­mer /Magneto - omg und schwul ist der auch noch (die Sze­ne im Kino war pass­ge­nau, alle jun­gen Mädels haben geki­chert), sinn­lo­ses­tem Plot aller Zei­ten. Aber Haupt­sa­che es gibt Glastüren.

Ihr müsst das so sehen. Jede die­ser arche­ty­pi­schen Sze­nen hat ihre Bedeu­tung. One does not sleep with Money­pen­ny. Ihren Cha­rak­ter. Der MIB will­kom­men im Haupt­qua­tier Shot, das Hound of the Bas­ker­vil­les Moor und die Kapel­le dane­ben. die Spiel­höl­le in Shang­hai, die Tor­bö­gen der Markt­plät­ze, der Skor­pi­on auf der Hand, das Ligh­t­ing der Lie­bes­sze­ne davor, der Iris Mythos ( http://www.comicvine.com/iris/29-60177/ ), das unter­ir­di­sche Tun­nel­netz, der gefal­le­ne Held, der Blick über die Dächer, die Refle­xio­nen im DB5, der Mann im Staub­man­tel als Jäger, der Dri­ve Shot aus Shi­ning, die Insel des Dr. Mabu­se, die Segel­jacht, die gefal­le­ne Sta­tue, die Duell­pis­to­len, Fire­fox (hieß so der Cold War FIlm in Wien?) …

Nichts davon war echt (genu­in im Film ange­legt) und nichts davon war Bond. Und das um eine der däm­lichs­ten Geschich­ten der Neu­zeit auf Film zu erzäh­len? Um Him­mels wil­len, die armen Mythen.

Q war ok - auch die Redu­zie­rung aufs Wesent­li­che war fast schon nett, wäre da nicht der “brin­gen sies heil zurück” Sager gewe­sen, der hats ein­fach über­spannt. Mein Haupt­pro­blem mit dem FIlm ist, dass er sich mäch­tig an allem bedient was der Arch­ty­pen­fun­dus der Film­spra­che zu bie­ten hat, aber nichts und abso­lut wirk­lich nichts dar­aus macht. Selbst bei den Spie­gelshots im DB5 kam das ein­fach nur gewollt rüber. Cham­pa­gner für die Hun­de. Oder hier die Warane.

Wirk­lich ziem­lich mies. Und das wo ich den Craig eben­falls mag. 

6/10

Ich muss mir mal anschau­en wie das Mar­ke­ting gelau­fen ist…

edit: Hab das viel­leicht per­fek­te Review gefun­den: http://www.imdb.com/user/ur37414642/comments

Bond allein Zuhau­se. nuff said.

Prometheus (2012)

15. August 2012

Ich war über­rascht wie­der ein­mal ein voll­wer­ti­ges High Sci­Fi Kon­zept im Kino zu sehen. An den Rän­dern ein wenig ver­wa­schen, sodass die Moti­va­tio­nen kaum eines Cha­rak­ters so rich­tig klar wer­den (da neh­men wir schon mal nen ver­rück­ten Geo­lo­gen, der aus irgend­ei­nem Grund in einer Sze­ne plötz­lich hyper­ra­tio­nal reagiert um den Plot vor­an­zu­trei­ben), aber manch­mal reicht es ein­fach bereits einen Andro­iden ohne See­le Law­rence of Ara­bia mögen zu las­sen, und alles jel­led wie­der. Und alle Arche­ty­pen sind wie­der da. Der see­len­lo­se Android, der abge­half­ter­te Cap­tain, die Ripley in Sur­vi­val Gear, die ver­rück­ten Merks, der auf sei­ne Art ver­rück­te Wis­sen­schaft­ler (am Ende mit ordent­lich Pathos zum Herz des Films auf­ge­macht), der ster­ben­de Unsterb­lich­keitfa­na­ti­ker, die eis­kal­te kon­ser­va­ti­ve Ratio­na­lis­tin in Siblings-Rivalry die in zwei Sze­nen aus ihrem Rol­len­bild aus­bre­chen darf. Jeder der auch nur ein wenig tie­fe­ren Kon­takt zu Sci­Fi hat­te, kennt die­se Anla­gen. Viel­leicht gera­de des­halb ist es schön sie wie­der ein­mal auf einer Lein­wand zu sehen. Und der Film malt wun­der­bar. Die Gän­ge des Schiffs sind mar­kant, die Tape­ten holo­gra­phisch, die Musik ethe­risch. Jedes Set­pie­ce, vom Basketball-Court über das Med­doc, die Kabi­ne der eis­kal­ten Ratio­na­lis­tin, die Brü­cke, das Lan­dungs­deck, die Wüs­te, der Sturm, das Mau­so­le­um - alles wirkt als müs­se es ein­fach so sein. Mein High­light war der exo­ske­le­ton­ge­stütz­te “Nosferatu-Gang” am Ende. Wun­der­ba­rer Pin­sel­strich. Der Rest der Geschich­te ist viel­fach recy­cled, der Pathos am Ende auf­ge­setzt, aber es rei­chen drei ent­wi­ckel­te Cha­rak­te­re um den Film zu tra­gen. Für mich hat er funk­tio­niert. Fand in gut. Mit Ten­denz zu ziem­lich gut.

7.5/10