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Timothy Garton Ash doing a 360

09. Februar 2024

Baer­bock never stood a chance.. 😉

From Post War Euro­pe to Post Wall Euro­pe and Back:

What I wouldnt dis­count is, that at some point peop­le around him say - Mr Pre­si­dent, its real­ly not working. We are not suc­cee­ding in Ukrai­ne, we are losing out. And we have to have a chan­ge of poli­cy. So I think the­re is a real pos­si­bi­li­ty, that the­re at some point you have a chan­ge of policy.”

Ah, the good old, what I wouldnt dis­count, and the­re­fo­re (I think) the­re is a real possibility.

Let me guess, stu­dents at the Munk school the­se days arent taught rhe­to­rics anymore.. 😉

Here I’ll do one for you.

What I wouldnt dis­count is, that at some point peop­le around him say - Mr Pre­si­dent, its real­ly not working. We are not suc­cee­ding in Ukrai­ne, we are losing out. BANG! So I think the­re is a real pos­si­bi­li­ty, that the­re at some point you have a chan­ge of leadership.”

Its fun to do them, once you know how they work.

I love the for­mat though.

Old fel­low stands in front of audi­ence, and gets read ques­ti­ons by a staf­fer, then makes stuff up on the spot.

I’ve heard the phra­se “the best we can aim for is ano­t­her cold war” twice in the past few days - and this is the exem­pla­ry lec­tu­re for it.

I tal­ked to Con­di and some peop­le and they said in all their mee­tings with Putin about the expan­si­on of NATO he never show­ed inte­rest. But then when it came to EU expan­si­on he did…”

What a beau­ti­ful nar­ra­ti­ve figu­re. Found in this speech.

So hear­say, based on the actu­al oppo­si­ti­on, without any struc­tu­ral, or deduc­ti­ve logic in place.

edit: I said, without any struc­tu­ral or deduc­ti­ve logic behind it:

Wie kann man die Bevöl­ke­rung eigent­lich noch verarschen?

But don’t you worry, its Timo­thy Gar­ton Ash, who tal­ked to them so you know it must be quality.

God I love my mon­th­ly dose of Munk School of Glo­bal Affairs PR

Einige Aspekte des zweistündigen Putin-Interviews

09. Februar 2024

die bis­her von allen Medi­en (NYT, WP, NZZ, Süd­deut­sche, Stan­dard, Pres­se, Exx­press, …) als nicht rele­vant über­se­hen werden.

- Putin hat ver­sucht den “ver­rück­ten His­to­ri­ker” los­zu­wer­den, in dem er in einer inter­nen Logik kon­gru­en­te Anga­ben zu sei­nem Geschichts­bild gemacht hat, und die­se mit einem Fol­der aus dem Geschichts­ar­chiv des Kremls zu bele­gen ver­sucht hat.

Oder in kurz: Die Ver­si­on die er dar­stellt ist die Ver­si­on der offi­zi­el­len Geschichts­schrei­bung Russ­lands, die von putin­na­hen Ideo­lo­gen seit etwa 2014 aus­ge­ar­bei­tet wur­de. Und die seit dem von west­li­chen Ideo­lo­gen immer als “ver­rück­ter Putin” mit “wir und die Ost­ukrai­ner sind ein Volk” Ansprü­chen geframed wird.

Wobei Putin die­ses Framing (“wir und die Ost­ukrai­ner sind ein Volk”) im Inter­view eben­falls aus­gie­big bedient.

Das oder die Brei­ten­me­di­en haben immer noch recht und er ist jetzt immer noch ver­rückt, nie­mand - auch kei­ner sei­ner Bera­ter hat ihm vom Inter­view abge­hal­ten, und in dem Fol­der den er an sei­nen Pro­pa­gan­dis­ten Tucker über­gibt, könn­te ja alles sein. 😉

Zusatz: Putin hat sich kei­nen Gefal­len damit getan das am Anfang des Inter­views 25 Minu­ten lang auszubreiten.

- Putin bezieht sich an einer Stel­le direkt auf die Aus­sa­gen des ukrai­ni­schen Chef­ver­hand­lers in Istan­bul im ukrai­ni­schen Fern­se­hen und dass die­ser zuge­ge­ben hat das rus­si­sche Frie­dens­an­ge­bot aus­ge­schla­gen zu haben. Putin framed Boris John­son als Grund. Der Chef­ver­hand­ler “damals auf Putin nicht ver­traut und die eige­ne Hand gespielt zu haben”.

Alle deutsch­spra­chi­gen Medi­en wis­sen noch immer nicht wovon über­haupt die Rede ist, aber das ist ja normal.

sie­he:

Leis­tung!

- Putin hat mehr­fach wie­der­holt für Frie­dens­ver­hand­lun­gen offen zu sein, die Ukrai­ne müs­se nur das Gesetz das Selen­skyj gegen Ver­hand­lun­gen erlas­sen hat kip­pen, und auf die rus­si­schen Bedin­gun­gen ein­ge­hen. Gesprä­che sei­en jeder­zeit mög­lich. Das sub­text Framing war “unter unse­ren Bedin­gun­gen”. Die meis­ten Medi­en haben das nicht gehört. Das Framing ist nicht neu, und die Medi­en wis­sen auch davon - dh. es ist ein Spiel bezüg­lich wann wer ver­han­deln möch­te - wobei die Brei­ten­me­di­en noch nicht so ganz ver­in­ner­licht haben, dass Selen­skyj erst ver­han­deln möch­te, wenn der letz­te rus­si­sche Sol­dat die Ukrai­ne ver­lässt, und dann nur über eine Ukrai­ne mit intak­ter ter­ri­to­ria­ler Inte­gri­tät. Und dass Selen­skyj ein Gesetz gegen Ver­hand­lun­gen mit Putin erlas­sen hat. Und dass Putin hier erneut bestä­tigt hat jeder­zeit für Ver­hand­lun­gen offen zu sein.

Für die Brei­ten­me­di­en ist Selen­skyj halt ein­fach immer noch der Friedenspräsident.. 😉

- Putin hat jeg­li­che impe­ria­len Ambi­tio­nen dezi­diert zurück­ge­wie­sen - ohne Nen­nung von Geor­gi­en und Mol­da­vi­en, trotz­dem ist das berich­te­te “wür­de Polen und Lett­land nicht angrei­fen” ein over­spe­ci­fic framing. Putin hat die kom­plet­ten impe­ria­len Ambi­tio­nen zurückgewiesen.

- Als Grund für den Angriffs Russ­lands nennt Putin einen angeb­lich bereits 2014 erfolg­ten Angriff der Ukrai­ne auf die Zivil­be­völ­ke­rung im Don­bas. Das ist alt. Hier nichts Neues.

- Gleich­zei­tig spricht Putin auch mehr­fach die Sicher­heits­ord­nung in Euro­pa an, über die er ger­ne mit den USA ver­han­deln wür­de. Das haben die meis­ten Medi­en aber aufgegriffen.

- Putin ver­neint dass er einen nuklea­ren Angriff pla­ne, und schiebt den schwar­zen Peter FUD (fear uncer­tain­ty doubt) den west­li­chen Medi­en zu die damit spie­len wür­den. Gut im rus­si­schen Staats­fern­se­hen wird damit eben­falls gespielt, und Med­we­dew spielt damit auf Twit­ter, und die meis­ten Exper­ten gehen davon aus, dass ein Ein­satz tak­ti­scher Nukle­ar­waf­fen (as in nicht stra­te­gi­scher) im Fal­le eines gra­vie­ren­den ope­ra­ti­ven Ver­lus­tes Russ­land durch­aus eine Eska­la­ti­ons­maß­nah­me sein könnte.

- Über die Schwarz­meer­re­gi­on spricht er nicht, dafür sehr aus­führ­lich über Gesprä­che mit US Ent­schei­dern in der Ver­gan­gen­heit, CIA Coups, und ein zu lan­ge zu pas­siv agie­ren­des Russland.

Also im gro­ßen und Gan­zen ist jetzt der kom­plet­te “Putin wür­de die Nato angrei­fen” und der Putin ist ver­rückt und sozi­al iso­liert Erzähl­strang im Eimer - wenn.… Ja wenn da nicht die Deu­tungs­ho­heit der euro­päi­schen Medi­en wäre, denn man kann Putin unge­ach­tet der Gepflo­gen­hei­ten auf dem diplo­ma­ti­schen Par­kett (also war­um man in die Öffent­lich­keit geht, und wie man dort am schlau­es­ten rhe­to­risch framed (Halb­wahr­hei­ten)) immer noch einen Lüg­ner nen­nen, dem man nichts glau­ben darf - und dann muss man als west­li­ches Brei­ten­me­di­um sei­ne Per­for­mance nicht eva­lu­ie­ren, denn…

Der Putin greift ja wie­der an, und dann Nato­staa­ten, wenn wir ihn nur lassen!

Putin begrün­det an der Stel­le auch war­um ers nicht machen wür­de -- aber wenn eben alles was er von sich gibt gelo­gen ist…

Die media­le Per­for­mance der Bericht­erstat­tung über das Inter­view ist erwar­tungs­ge­mäß letztklassig.

Die NYT noch ver­gleichs­wei­se ein Licht­blick. Das WSJ stark unter­grif­fig (was damit zu tun haben dürf­te, dass gegen Ende noch “pro for­ma” über die Frei­las­sung eines ihrer Jour­na­lis­ten “ver­han­delt wur­de” Putin aber nicht den Hauch einer Kon­zes­si­on gemacht hat.

Der Stan­dard hat wie­der mal nichts anbren­nen las­sen und Armin Wolf um eine Ein­schät­zung gebe­ten, der hat dem Stan­dard dann bestä­tigt dass Putin rhe­to­risch sehr fähig ist, und man ihm nichts glau­ben darf.

Und des­halb dür­fen sie alle ja jetzt auch das Video nicht sehen, weil drin gibts eh nichts Neu­es (doch, eini­ges). Und des­halb ver­link ichs auch nicht.

Über das was heu­te in den Kom­men­tar­sek­tio­nen der Zei­tung abgeht muss ich mich glaub ich nicht äußern, das ist Hass gechan­nelt, und wir dür­fen ja, denn es gab ja das Signa­ling eines der pro­mi­nen­tes­ten EU MPs, und vom bes­ten Jour­na­lis­ten des Lan­des, dass alles gelo­gen sein dürf­te, und außer­dem Pro­pa­gan­da, und außer­dem nichts Neu­es, und außer­dem soll­te man sichs nicht anschau­en, weil eh nur alles gezielt manipulativ.

Nicht alles. Aber gut, wenn selbst unse­re Jour­na­lis­ten nicht evau­lie­ren kön­nen, und noch weni­ger wol­len, da das eini­ge der wirk­mäch­tigs­ten Nar­ra­ti­ve des Wer­te­wes­tens auf ein­mal abdreht. Kann mans vom Durch­schnitts­bür­ger gar­nicht erst erwarten.

Ich schä­me mich wie­der mal fürs Medi­en­sys­tem im Wer­te­wes­ten. Und bin trotz­dem dafür das Meis­te nicht für bare Mün­ze zu nehmen.

Ich mei­ne, es waren auch so Schman­kerln drin wie, die Ukrai­ne hat­te doch so und so einen pro­west­li­chen Prä­si­den­ten, nach drei von zwei ver­fas­sungs­ge­mäß zuläs­si­gen Wahl­run­den in 2004, sie hät­ten die Ukrai­ne auch ganz nor­mal unab­hän­gig dekla­rie­ren kön­nen, und Russ­land hät­te nicht ein­ge­grif­fen. Russ­land habe erst dann ein­ge­grif­fen, als Rus­sen im Don­bas von den Ukrai­nern in einer Art Bür­ger­krieg getö­tet wurden.

Das ist dann schon mehr Agi­ta­ti­on als sonst­was. Geschwei­ge denn Wirklichkeit.

(Putin selbst hat in Inter­views zu Pro­to­koll gege­ben, zu bereu­en den Schritt nicht frü­her getä­tigt zu haben, dh - hier gibt es eine inhalt­li­che Inkon­sis­tenz zu frü­he­ren Medien-Auftritten.)

edit: Ah noch ein Punkt. Ent­na­zi­fi­zie­rung sei laut Putin tat­säch­lich nur als “Ent­na­zi­fi­zie­rung” zu ver­ste­hen. Kei­ne pro Nazi, oder pro Ban­de­ra Ver­eh­rung im Don­bas. Dies sei bereits in den istan­bu­ler Vor­ver­trä­gen in Wor­te gefasst gewesen.
Ergo, BS Grund, vor allem fürs Freund/Feind Sche­ma, dh. damit die Rus­sen “den Feind” im Krieg als Unmen­schen sehen.

Das oder, die Brei­ten­me­di­en haben erneut Recht und Putin lügt und will eigent­lich immer noch die gesam­te Füh­rung in Kiew aus­tau­schen, und hat sich mit sei­nem Entnazifizierungs-Ziel selbst ent­tarnt! (OMG!)

edit2: Man­gott heu­te mit fei­ner Klin­ge, einer geziel­ten Aus­las­sung und reframing:

Im Gespräch mit Carl­son denkt Putin wohl, dass ihm ein Trot­tel gegenübersitzt

Putins Behaup­tung, die Nato hät­te 1990 ver­si­chert, sich nicht nach Ost­eu­ro­pa aus­zu­deh­nen. Dabei gab es nie­mals ein sol­ches Ver­spre­chen – weder münd­lich noch schriftlich.

Das “weder münd­lich, noch schrift­lich” ist mei­nem Infor­ma­ti­ons­stand nach falsch, es gab die­se Zusi­che­run­gen münd­lich: click

Schließ­lich ist sich Carl­son nicht zu scha­de, das absur­de Argu­ment in den Ring zu wer­fen, dass die USA Russ­land pro­vo­ziert hät­ten, die Ukrai­ne anzugreifen.

Pro­vo­ziert haben sowohl die USA als auch die Ukrai­ne. (NATO Pres­se­kon­fe­renz Dezem­ber 2021, und Atlan­tic Coun­cil Framing der PK), im Wesent­li­chen: Russ­land ist ein bal­di­ger fai­led Sta­te, den igno­rie­ren wir nicht mal, wenn Russ­land was will soll es erst mal alle Trup­pen aus der Ukrai­ne (inkl. der Krim) abzie­hen, das wäre die bes­te Opti­on für Russ­land, erst danach kön­ne man über­haupt wie­der über eine Nor­ma­li­sie­rung der Bezie­hun­gen nach­den­ken. Das war nach den durch Russ­land gesetz­ten roten Lini­en der Truppenaufmärsche.

Pro­vo­ziert hat aber vor allem die Ukraine:

Wie kann man die­se Gesell­schaft noch verarschen?

Und da waren dann noch die Jave­lins im Don­bas die im Novem­ber 2021 zum Ein­satz gekom­men sind.

Car­son ver­wen­det jedoch kei­nes der Bei­spie­le, son­dern stellt das eher als Gene­ra­lis­mus in den Raum. Das zu kri­ti­sie­ren ist ok.

Oh ja, und der Russ­land­ex­per­te des CFR hat die US die Ver­hand­lun­gen im Jän­ner vor Kriegs­be­ginn “zu schnell” abbre­chen sehen - aber das ist nur sei­ne Mei­nung (Tho­mas Gra­ham hier.)

Also irgend­wie… Auch Man­gott argu­men­tiert nicht sau­ber. Aber es ist die bes­te Ana­ly­se des Inter­views bisher.

Der Rest sei­ner Ana­ly­se geht mei­ner beschei­de­nen Ansicht nach in Ordnung.

Nod

08. Februar 2024

Dan­ke.

Geschichten die das Leben so schreibt

08. Februar 2024

Mir ist die ukrai­ni­sche NGO Narod­nyj Tyl (Народний Тил, etwa Natio­na­le Hei­mat­front) - also die mit der Todes-/Feindesliste der Ukrai­ne auf der 4000 Jour­na­lis­ten ste­hen, bekannt vor­ge­kom­men, bei mir hat da etwas im Zusam­men­hang mit der BBC Doku­men­ta­ti­on über Butscha geklin­gelt (der hier).

Ich woll­te dann in der Doku­men­ta­ti­on nach­se­hen, aber der Account der die BBC Doku­men­ta­ti­on auf you­tube online gestellt hat ist mitt­ler­wei­le von you­tube gebannt.

Ich hab dann nach der NGO und Butscha gegoo­gelt - auf ukrai­nisch, also - Народний Тил Буча.

Das ers­te goog­le Resul­tat auf google.com ist eine Face­book­sei­te mit 14.000 Followern

das zwei­te goog­le Resul­tat eine ukrai­ni­sche Sei­te des deut­schen Goe­the Instituts.

https://www.goethe.de/prj/jad/uk/exil/25136153.html

Ich hab dann nen US VPN ange­wor­fen und mit Chro­me im Inco­gni­to Modus noch­mal gegoo­gelt - ers­tes Ergeb­nis Face­book­sei­te mit 14.000 Fol­lo­wern, zwei­tes Ergeb­nis die goethe.de Seite.

Bildschirmfoto 2024 02 08 um 12 29 53

Ich hab dann an der Stel­le als gelern­ter Öster­rei­cher die Online-Recherche abgebrochen.

edit:

War letzt­lich ein kom­plet­ter, bedau­er­li­cher Zufall.

Natio­na­le Hei­mat­front und Butscha haben dem Arti­kel auf­grund von Тил, dh. ukrai­nisch Hin­ter­land und Butscha die hohe Plat­zie­rung in der Goog­le­su­che ein­ge­bracht. Der Tref­fer auf der Sei­te war спокійний тил, über­setzt soviel wie ruhi­ger Rückzugsort.

Auch wenn im Arti­kel von самооборона місцевих, den Selbst­ver­tei­di­gungs­ein­hei­ten der loka­len Bevöl­ke­rung in Butscha die Rede ist.

Die aber nichts mit Народний Тил, also der NGO natio­na­le Hei­mat­front zu tun hat.

Wobei dann doch wieder:

https://uaheroes.com/story/narodnyy-tyl/

Aber schein­bar nicht in Butscha. Ergo wenig Such­ergeb­nis­se in der Dopp­lung mit Butscha und goog­le hat dann gleich mal nen schö­nen Arti­kel des Goe­the Insti­tuts zweitgereiht.

Ich geh mich jetzt schämen.

Gestern - Heute

08. Februar 2024

Ges­tern:

Heu­te:

Fra­ge: An wen geben die schwe­di­schen Tau­cher denn jetzt die Spreng­stoffrück­stän­de auf Metall­tei­len zurück, die sie als ers­tes aus dem Meer gefischt haben? Also obgleich sie nach lan­ger Prü­fung nun nicht zustän­dig sind.

Naja, ist ja auch ein schö­nes Memento…

Hier, um mit Vik­tor Frankl zu enden:

In der Ver­gan­gen­heit ist nichts unwie­der­bring­lich ver­lo­ren, im Gegen­teil, in ihr ist alles unver­lier­bar geborgen.”

edit: Dazu der öster­rei­chi­sche Qualitätsjournalismus:

Bildschirmfoto 2024 02 08 um 12 17 13

Kei­ne Ergeb­nis­se in den letz­ten 30 Tagen.

Ach deshalb reagiert Guy Verhofstadt!

08. Februar 2024

In der Ukrai­ne macht sich Tucker Carl­son aber kei­ne Freun­de – er wur­de nach Ankün­di­gung des Inter­views auf die gefürch­te­te Todes­lis­te „Frie­dens­stif­ter“ (Myrot­vor­ets) gesetzt.

src: click

Kon­text:

Auf der Inter­net­sei­te wer­den unter einem Rei­ter namens „Tschi­sti­li­sche“ (Чистилище, Fege­feu­er) per­sön­li­che Daten von Per­so­nen ver­öf­fent­licht, die von den Betrei­bern als „Fein­de der Ukrai­ne“ ange­se­hen werden.[3] Inter­na­tio­na­le Bekannt­heit erlang­te sie im Fall der Ermor­dung der Oppo­si­tio­nel­len Oles Busy­na und Oleh Kalasch­ni­kow im Jahr 2015. Bei­de wur­den samt voll­stän­di­ger Adres­sen im „Fege­feu­er“ ein­ge­tra­gen und einen bzw. zwei Tage spä­ter vor ihren jewei­li­gen Wohn­häu­sern niedergeschossen.[4][5]

Im Mai 2016 ver­öf­fent­lich­te Mirot­wo­rez über 4000 Namen, Tele­fon­num­mern und Mail­adres­sen von in- und aus­län­di­schen Jour­na­lis­ten, die aus der Ost­ukrai­ne berich­tet hatten.[6][7] Die OSZE und das Komi­tee zum Schutz von Jour­na­lis­ten (CPJ) zeig­ten sich besorgt.[8] Ins­ge­samt umfass­te die Lis­te im Janu­ar 2022 über 187.000 Namen.[9]

Das Zentr Mirot­wo­rez begann sich im Som­mer 2014 in Fol­ge des lau­fen­den Russisch-Ukrainischen Krie­ges zu ent­wi­ckeln. Es wur­de im Dezem­ber des­sel­ben Jah­res als Pro­jekt der ukrai­ni­schen NGO Narod­nyj Tyl (Народний Тил, etwa Natio­na­le Hei­mat­front) begründet.[10] Dabei han­delt es sich laut Eigen­an­ga­ben um eine Non-Profit-Organisation, die die Ukrai­ni­sche Armee mit Sach­spen­den unter­stützt (z. B. medi­zi­ni­scher Ausrüstung).[11] Mirot­wo­rez soll Ver­bin­dun­gen sowohl zum ukrai­ni­schen Inlands­ge­heim­dienst SBU als auch zum Innen­mi­nis­te­ri­um der Ukrai­ne haben.[12][13][14][15]

src: click

Nein! Die NGO die die ukrai­ni­sche Armee mit Sach­spen­den unter­stützt? Erstaunlich.

Der Exx­press hat dann so einen fumm­li­gen screen­shot von der Web­sei­te im Arti­kel. Auf ukrai­nisch. Ich hab mal maschi­nen­über­set­zen las­sen was da so steht…

Tucker Carl­son

Geburts­da­tum: 16.05.1969

Land: USA

Tele­fon: ???

Pro-russischer Pro­pa­gan­dist. Ein Kom­pli­ze rus­si­scher Kriegs­ver­bre­cher und Beschuldigter.

Angriff auf die Sou­ve­rä­ni­tät und ter­ri­to­ria­le Inte­gri­tät der Ukraine.

Blog­ger. Ame­ri­ka­ni­scher kon­ser­va­ti­ver poli­ti­scher Kommentator.

Gast­ge­ber einer poli­ti­schen Talk­show auf Fox News namens “An Evening with Tucker Carl­son”. In sei­nen Sen­dun­gen hat er Prä­si­dent Wla­di­mir Zelen­ski kritisiert.

Geburts­ort: USA, Kali­for­ni­en, San Fran­cis­co Web­site: tuckercarlson.com

Wir hal­ten also fest, der ehe­ma­li­ge Jour­na­list und jetzt Pro­pa­gan­dist (so weit wür­de ich mich mit mei­nem Wider­spruch eben­falls ein­mal zurück­hal­ten, also bis hier ganz fair) habe die Sou­ve­rä­ni­tät und ter­ri­to­ria­le Inte­gri­tät der Ukrai­ne angegriffen!

In dem er in Mos­kau Putin inter­viewt hat!

Noch bevor das Inter­view ver­öf­fent­licht wurde!

Klar muss man hier als Guy Ver­hof­stadt, Euro­pa­par­la­men­ta­ri­er per excel­lence ein­grei­fen. Hier muss hart durch­ge­grif­fen werden.

Gut, jetzt ver­steh ichs.

Jetzt wird aber “Angriff auf die Sou­ve­rä­ni­tät und ter­ri­to­ria­le Inte­gri­tät der Ukrai­ne.” kein Sam­mel­be­griff für alles sein was uns nicht passt, oder?

Weil die Carl­son Type ist ja mit dem Schwert nach Polen, war­um René? Und hat dort sei­ne eige­ne Repu­blik aus­ge­ru­fen - also noch bevor das Inter­view ver­öf­fent­licht wurde.

Ich hof­fe ich mach mich hier nicht zum Affen und der hat wirk­lich die rus­si­sche Staats­zu­ge­hö­rig­keit der besetz­ten Oblas­te gefor­dert, oder Ähnliches.

edit: Gut, was public Pro­pa­gan­da ist, das wird der Guy Ver­hof­stadt ja nicht wis­sen. Der wird das sicher mehr so aus einer Emo­ti­on her­aus geäu­ßert haben. Wie das damals…

edit2: Es gibt aber natür­lich auch wie­der gute Nachrichten:

Netan­ja­hu befiehlt Isra­els Armee, einen Ein­satz in Rafah vorzubereiten

src: click

edit3: Sor­ry, ver-copy/pasted, ich mein­te eigent­lich das hier:

EU-Militäroperation im Roten Meer soll in Kür­ze beginnen

Ok, mal sehen…

08. Februar 2024

Unse­re (lie­be Grü­ße an Alp­bach bit­te) Pres­se hat Putin von Tag eins als covid­iso­lier­ten Wahn­sin­ni­gen dar­ge­stellt, der dann lei­der, also nach all­ge­mein übli­cher Bedeu­tung des Begriffs, laut Nafta­li Ben­nett nicht covid­iso­liert war, der ihn noch zwei Wochen vor der Dekla­ra­ti­on des völ­ker­rechts­wid­ri­gen Angriffs­kriegs besucht hat - son­dern mehr so in Beglei­tung sei­ner übli­chen Entourage…

Wobei sich dann her­aus­ge­stellt hat, dass die Per­son die ihn öffent­lich als wahn­sin­nig geframt hat, als Zaren der das Groß­reich der UDSSR wie­der auf­er­ste­hen las­sen wol­le, sie weiß es, denn sie weiß wie Putin denkt, also die Per­son (Fio­na Hill, Geschichts­his­to­ri­ke­rin bei der US regie­rungs­na­hen Broo­kings­in­sti­tu­ti­on) die spä­ter dann auch gewusst hat, dass die Fin­nen wegen der hohen Bedeu­tung von Num­me­ro­lo­gie in der fin­ni­schen Gesell­schaft der Nato bei­getre­ten sind.

Kommt ein Pati­ent in die Sprechstunde

Eigent­lich soll­te ich den Satz oben bes­ser zu Ende brin­gen, aber kommt - warum…

Wäh­rend die Per­son, die die Ukrai­ne zur Neu­schrei­bung ihrer Geschichts­for­schung aus­er­ko­ren hat (sie­he Zitat Nata­li­ya Gume­nyuk vorm IWM­Vi­en­na (Grü­ße bit­te!)), Timo­thy Sny­der, vori­ges Jahr eine Yale Pro­fes­sur bekom­men hat, und mitt­ler­wei­le her­aus­ge­fun­den hat, dass die Ukrai­ner vom hele­ni­schen Mythos der Ama­zo­nen abstam­men, was wir bis­her immer über­se­hen hatten:

This is not a magic trick

(Klei­ner Tipp, in dem Video nach Nata­li­ya Gume­nyuk suchen, huch, die ist ja die Moderatorin!)

Anci­ent Athens, Peri­cles, Aris­tot­le, Pla­to, Socra­tes, the who­le kit and kabood­le were only pos­si­ble becau­se of eco­no­mic rela­ti­ons­hips and cul­tu­re rela­ti­ons­hips with the Black Sea.

Which is reflec­ted in Greek myth, it’s reflec­ted in Greek tra­ge­dy, but we we have cho­sen not to see that, and to take the Greeks away from their own geography.

Wäh­rend unbe­kannt in Öster­reich den ver­fick­ten Rau­scher ins IWM­Vi­en­na gela­den hat und der nach dem Besuch dann der kom­plet­ten öster­rei­chi­schen Regie­rung und der Oppo­si­ti­on in der Form der SPÖ für drei Wochen öffent­lich im Stan­dard gera­ten hat, sie sol­le auf Fio­na Hill und Timo­thy Sny­der hören, das sei­en noch ech­te Exper­ten, und Ivan Kras­t­ev. Aber nichts gegen Krastev. 

Das sei­en die Exper­ten und die auf die die öster­rei­chi­sche Regie­rung höre, und die Oppo­si­ti­on in Form der SPÖ sein die Falschen:

Wie kann man eine Gesell­schaft voll­kom­men verarschen?

Wäh­rend drei Ele­men­te des euro­päi­schen Pro­pa­gan­da­nar­ra­tivs “war­um Putin die­se Ambi­tio­nen hege” bereits bei Bre­zinski zu fin­den sind (click), also zwei Jah­re bevor Putin über­haupt an die Macht kommt…

Some­thing, some­thing about his unplea­sant time in Dres­den, I guess?

Wäh­rend dann Stol­ten­berg spä­ter zwei­mal im Inter­view bestä­tigt, dass Putin ange­grif­fen habe um die Nato-Erweiterung zu ver­hin­dern, er habe da der Nato so ein Schrei­ben vorgelegt…

Stol­ten­berg bestä­tigt erneut den Zweck der rus­si­schen Invasion

Und Stol­ten­berg glau­be auch selbst dar­an, dass das der Kriegs­grund für Putin gewe­sen sei.

Wäh­rend Her­fried Münk­ler, so Mit­te letz­ten Monats im schwei­zer Fern­se­hen drauf­kommt, dass eh, ja also - ehm 

Also der Gaza Krieg, oder Paläs­ti­na­rieg hat sicher­lich damit etwas zu tun, dass paläs­ti­nen­si­sche Grup­pen befürch­tet haben man wer­de sie über­se­hen, man wer­de sie nicht mehr wahr­neh­men. Die Abra­hamab­kom­men Isra­els mit den Golf­mon­ar­chien waren eine Form der Nor­ma­li­sie­rung und wir haben nicht begrif­fen, dass gera­de For­men der Nor­ma­li­sie­rung für bestimm­te Akteu­re For­men bedroh­li­cher Art sind und dass sie also dann zu beson­ders grau­sa­men Mit­teln grei­fen und Bil­der als Waf­fen ein­set­zen. Der Ukrai­ne Krieg hat ande­re Grün­de, da geht es ver­mut­lich um die geo­po­li­ti­sche beherr­schen­de Posi­ti­on Russ­lands im asow­schen und im Schwar­zen Meer als zen­tra­les Motiv, aber man kann sagen in bei­den Fäl­len ist es Stüh­le­rü­cken und ein sich neu posi­tio­nie­ren im Hin­blick auf Ver­än­de­run­gen die sich abspie­len und inso­fern gibt es so etwas in der tie­fen Struk­tur wie Ähn­lich­kei­ten - also zu sagen aller­hand Akteu­re wol­len davon pro­fi­tie­ren dass die USA nicht mehr die Rol­le spie­len die sie eigent­lich nach 89-91 zeit­wei­lig gespielt haben.

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die geo­po­li­ti­sche beherr­schen­de Posi­ti­on Russ­lands im asow­schen und im Schwar­zen Meer wohl als zen­tra­les Motiv für den Ukrai­ne Krieg zu wer­ten sei…

Spä­te Erkenntnis

Also wäh­rend das alles abläuft, kommt ges­tern grad mal der viel­be­schäf­tig­te EU-Mandatar Guy Ver­hof­stadt drauf, dass ehm…

Ver­hof­stadt for­dert Einreise-Verbot für Tucker Carl­son wegen Putin-Interview

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Tucker Carl­son mit einem Ein­rei­se­ver­bot in die EU zu bele­gen sei, da der Putin inter­viewt - und das just nach­dem Carl­son fol­gen­des geäu­ßert hat:

Die meis­ten Ame­ri­ka­ner haben kei­ne Ahnung, war­um Putin in die Ukrai­ne ein­mar­schiert ist oder wel­che Zie­le er jetzt ver­folgt“, klag­te er. „Wir sind nicht hier, weil wir Wla­di­mir Putin lie­ben“. Und: „Wir ermu­ti­gen Sie nicht, dem zuzu­stim­men, was Putin in die­sem Inter­view sagt, aber wir for­dern Sie auf, es sich anzu­se­hen. Sie soll­ten so viel wie mög­lich wissen.“

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Denn Carl­son sei kein Jour­na­list, er sei ein Pro­pa­gan­dist (- gut, wenig Wider­spruch an der Stel­le - aber wol­len wir mal über Mar­kus Lanz reden? Den Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wir­ten by Ausbildung?)

Wobei das Ein­rei­se­ver­bot von Carl­son in die EU zu prü­fen sei, denn

Der Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te und frü­he­re Außen­mi­nis­ter Est­lands Urmas Paet meint etwa gegen­über News­week: „Carl­son will jeman­dem eine Platt­form geben, der des Völ­ker­mor­des beschul­digt wird – das ist falsch. Wenn Putin etwas zu sagen hat, muss er es vor dem Inter­na­tio­na­len Straf­ge­richts­hof sagen. Gleich­zei­tig ist Carl­son kein ech­ter Jour­na­list, denn er hat sei­ne Sym­pa­thie für das rus­si­sche Regime und Putin deut­lich zum Aus­druck gebracht und die Ukrai­ne, das Opfer der rus­si­schen Aggres­si­on, stän­dig verunglimpft.

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Russ­land habe die Ukrai­ne ver­un­glimpft. Ok und einen Angriffs­krieg mit ihr begon­nen, aber vor allem verunglimpft?

Blö­de kri­ti­sche Fra­ge, aber Netan­ja­hu wei­ter­hin täg­lich eine Platt­form zu geben ist unpro­ble­ma­tisch? Der ver­brei­tet ja kei­ne Propaganda?

Sie­he: https://harlekin.me/allgemein/faktor-12-4/

Was man ja bereits alles weiß, bevor das Carl­son Inter­view über­haupt ver­öf­fent­licht wur­de. Was aber trotz­dem in kei­ner Form als Cha­rac­ter Assas­si­na­ti­on zu wer­ten ist. (Logisch.)

Wobei die Gegen­po­si­ti­on, also - sei­ne Sym­pa­thie für die ukrai­ni­sche Vor­zei­ge­de­mo­kra­tie und Selen­skyj deut­lich zum Aus­druck zu brin­gen und die Ukrai­ne, das Opfer der rus­si­schen Aggres­si­on, stän­dig zu prei­sen, die Stan­dard­po­si­ti­on aller vier unab­hän­gi­ger Qua­li­täts­me­di­en in Öster­reich ist, wir aber nichts dabei fin­den können.

Nicht dass die ame­ri­ka­ni­sche Öffent­lich­keit noch mit­be­kommt, dass Putin gar­nicht nicht glaubt er sei ein Gott­kö­nig, aus­er­ko­ren die Kie­we­rer Rus wie­der zu ver­ei­nen, sie wis­sen schon - der ehe­ma­li­ge graue KGB Mann, der Dresden-Geschädigte, der das auch zwecks inter­ner Rus­si­scher Pro­pa­gan­da vor­ge­spie­gelt haben könn­te, also nach­dem Bush Jr. (“God told me to end the tyran­ny in Iraq”) noch ver­sucht hat einen guten Demo­kra­ten aus ihm zu machen und ihn der Nato bei­tre­ten zu las­sen - was dann lei­der auf­grund von ter­min­li­chen mehr so Hin­der­nis­sen, gut fan­gen wir nicht damit an…

Hm…

Aber gut, dass wir das alles schon wis­sen, bevor wir den Inhalt des Inter­views ken­nen - nicht?

Gibts in Zei­ten wie die­sen denn kei­ne Stim­me der Ver­nunft mehr, die…

Auf der Platt­form X soll das Inter­view frei ver­füg­bar sein – ohne Bezahl­schran­ke. Das hat auch X-Eigentümer Elon Musk (Bild) zugesichert.

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FUCK.

Naja, gehen wir davon aus, dass die euro­päi­sche Geschichts­schrei­bung, und ins­be­son­de­re ein Depart­ment in Yale, über­nächs­te Woche leich­te Pro­ble­me bekom­men könn­te, and lets call it a day?

edit: Es gibt aber natür­lich auch wie­der gute Nach­rich­ten. Der Stan­dard hat gera­de herausgefunden: 

Wie die Ukrai­ne mit umge­bau­ten Jet­skis Jagd auf rus­si­sche Kriegs­schif­fe macht”

, und Stan­dar­du­ser Heisl24 meint “Ich mag gute Nach­rich­ten *smi­ley­face*” und hat dafür schon sie­ben likes bekommen.
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Machen sie mal eine typische Handbewegung

06. Februar 2024

Also, ich arbei­te mich ja gera­de in das Wir­ken der “Three seas initia­ti­ve” ein.

Ich glaub ich hab da so ein Bei­spiels­bild gefun­den, das eigent­lich sehr gut aus­drückt was die da machen. Ich kann mich irren, denn ich arbei­te mich ja noch ein, aber…

Bildschirmfoto 2024 02 06 um 09 23 25
(Mr. Ian Brzezinski)

Vie­len Dank für ihr Kommen.

Die Lage ist ernst.

edit: Ich quäl mich noch immer durch, im Grun­de Kin­der­gar­ten­stun­de für 65er IQ Mili­tärs and their Pals - aber eine Cha­rak­te­ri­sie­rung fand ich doch erwähnenswert:

[…] peop­le often say oh Putin wants to chan­ge the world order, but it’s always inte­res­ting to ask in what way and of cour­se, the way which would be bene­fi­cial to dic­ta­tors all over the world. He has in a way crea­ted a much lar­ger move­ment if you will, and of cour­se uh that’s why Iran, North Korea are with him. The­re are of cour­se tran­sac­tio­n­al inte­rests you know, money, tech­no­lo­gy etc etc but I don’t think that’s the main rea­son. So when one exp­lains this like that, it beco­mes obvious how high the sta­kes are for demo­cra­ci­es, becau­se if we are weak, demo­cra­ci­es can actual­ly lose the who­le game, not lose only par­ti­cu­lar ter­ri­to­ries or or par­ti­cu­lar geo­po­li­ti­cal posi­ti­ons, but the who­le game of how the World Order is orga­ni­zed, the libe­ral World Order will disap­pe­ar and it will be a world order with a face of Putin or with Ajatollahs …

Wo bleibt eigent­lich die Funk­ti­ons­eli­te, wenn man sie braucht?

Gut, Indi­en, und Chi­na unter­stüt­zen die rus­si­sche Wirt­schaft eben­falls und die Zahl der sank­tio­nie­ren­den Län­der ist so gering, dass sich selbst die US trau­en in stil­len Momen­ten rus­si­sches Uran nach­zu­kau­fen, aber aus der Per­spek­ti­ve, dass -

Demo­kra­tien die herr­schen­de Klas­se der Mensch­heit sind und ihr libe­ra­les Pri­vi­leg die Welt­ord­nung gött­lich und gut zu bestim­men, ein ange­bo­re­nes Vor­recht, das uns bei einer Nie­der­la­ge zu ent­glei­ten dro­he, wonach es aus mit uns ist, und mit dem gan­zen Spiel das wir spielen--

also aus der Per­spek­ti­ve hät­te ich das noch gar­nicht gesehen.

Zero-sum Demo­kra­tien mit Macht­mit­teln gewalt­sam an der Macht erhal­ten, quasi.

Wegen die Aja­tol­lahs und dem Kim.

Also Demo­kra­tie ist schon das bes­te aller Sys­te­me in einer Zero sum con­fi­gu­ra­ti­on der “wir gegen die ande­ren Sys­te­me” Logik, das wir nur mit mili­tä­ri­scher Gewalt in Posi­ti­on hal­ten kön­nen, was uns Vor­tei­le in dem Spiel schafft das wir spie­len, ansons­ten wür­de eine Welt die vor Demo­kra­tien kei­ne Angst mehr hat (deter­rence) sofort Rich­tung auto­ri­tä­re Regime pivo­ten, wir sehen uns da mehr als letz­te Bas­ti­on die­ser Weltordnung, …

Also so hät­te ich das wirk­lich noch nicht gesehen.

Lasst mich raten, wir machen das für unse­re Kin­der? Damits denen auch mor­gen noch gut geht? Und fürs Welt­kli­ma, oder?

Hm…

Wo blei­ben die Funk­ti­ons­eli­ten wenn man sie mal braucht. Die Nato Ver­an­stal­tung dreht schon wie­der am Rad. Soll­te sich mal wer dar­um küm­mern, glaub ich… Nicht dass das sonst noch wer in den Medi­en sieht…

Sor­ry, klei­ner Scherz zum Ende hin.

Als Auf­lo­cke­rung.

Das ist natür­lich der Teil den wir gemein­hin nicht offen aus­spre­chen soll­ten. Aber bei einer sol­chen Kon­fe­renz unter Freun­den, ich mein was scha­dets da schon wenn das viral gehen würde…

Weil “wer­te­ba­siert” fehlt als Hohl­phra­se hier ja ebenfalls…

Genau­so wie nuclear capa­bi­li­ty. (Das fällt dann auch dem Publi­kum vor Ort auf und es fragt nach.)

Aber kei­ne Angst, nach den nächs­ten 700.000 Toten im Ukrai­ne­krieg eva­lu­ie­ren wir noch mal, nach Gefühl, auf 65er IQ Basis in dem wir Nato Mili­tärs unse­re Wirt­schafts­bünd­nis­se lei­ten las­sen. Und das mit “yes and, ..” Improv Set­up im Panel.

Jetzt aber nicht schnell abwen­den, weil uns die Rea­li­tät nicht gefällt, das wäre zu ein­fach. Wir haben doch eine ent­wi­ckel­te Gesell­schafts­form. Wir geben was auf uns! Wir haben Werte!

36 Likes auf you­tube. Kom­men­ta­re deaktiviert.

Hier­für:

It’s a chal­len­ge becau­se inde­ed it requi­res for instance giving up some of the natio­nal con­trol, so for instance it requi­res that we will assign our for­ces to the con­trol of the Supre­me Allied Com­man­der and and this pro­cess isn’t always going going smoothly.

Mode­ra­tor: But much of that will be kind of hid­den from public view, I mean will we be see­ing lar­ger sca­le exer­ci­ses, will we be see­ing snap exer­ci­ses, will they not be ocur­ring just in Wes­tern Poland but in eas­tern Poland, in in in Esto­nia, in Roma­nia, no noti­ce exer­ci­ses, uh you know more for a - more force­ful pre­sence in the Black Sea, if not in the Arc­tic. We’ll be see­ing that as a con­se­quence of this new strategy?

Stimmt, wäre ja eine Schan­de, wenn die Öffent­lich­keit mit­be­kä­me was hier gera­de läuft.

Wir sind hier doch unter drei, oder?

Drei und 36 You­tube likes.

Nur die Medi­en, die inter­es­sie­ren sich nicht dafür.

edit: Es gibt aber natür­lich auch wie­der gute Nach­rich­ten, Isra­el hat das bel­gi­sche Hilfs­werk in Gaza weg­ge­bombt, nach­dem Bel­gi­en nicht die Zah­lun­gen an UNRWA ein­ge­stellt hat.

Kommt, ich bin heu­te noch gar­nicht Anti­se­mit genannt wor­den. Das soll­ten wir doch schleu­nigst ändern, oder?

Metsola und die Cyberdingens

06. Februar 2024

Die Rus­sen kommen!

Sor­ge vor rus­si­schem Angriff auf Europawahlen

Das Haus ent­hebt sei­nen IT-Sicherheitschef des Amtes. Er habe zu wenig gegen Cyber­an­grif­fe getan. Par­al­lel dazu meh­ren sich nach dem Auf­flie­gen einer let­ti­schen Abge­ord­ne­ten Berich­te über inter­ne rus­si­sche Spitzel.

Brüs­sel. Vier Mona­te vor den Euro­pa­wah­len tauscht das Euro­pa­par­la­ment sei­nen zustän­di­gen Beam­ten für Cyber­si­cher­heit aus. Der Lei­ter der IT-Abteilung des Hau­ses, Pas­cal Pari­dans, wer­de dem­nächst zurück­tre­ten, habe das Prä­si­di­um des Par­la­ments beschlos­sen, berich­tet das Nach­rich­ten­ma­ga­zin „Poli­ti­co“ am Mon­tag. Schon im Dezem­ber hat­te es über einen inter­nen Bericht des Par­la­ments berich­tet, dem­zu­fol­ge die Cyber­si­cher­heit des Hau­ses „noch nicht bran­chen­üb­li­che Stan­dards erfüllt“ und „nicht völ­lig auf der Höhe des Bedro­hungs­ni­veaus“ ist, das von staat­lich unter­stütz­ten Hackern und ande­ren feind­se­lig gesinn­ten Grup­pie­run­gen ausgehe.

src: click (Die Presse)

Was, der hat nur gepatcht und kei­ne neu­en Anti­vi­ren­lö­sun­gen repu­ta­bler US Part­ner ein­ge­kauft? Was nur nen fal­se sen­se of secu­ri­ty vor­gau­kelt, denn bei tar­ge­ted attacks meist nutzlos.

Was, der hat nur gepatcht und kein Echt­zeit­traf­fic­mo­ni­to­ring ein­ge­setzt, das nen fal­se sen­se of secu­ri­ty vor­täuscht - weil mia ham ja eh kei­ne Warn-SMS kriegt?

Was der hat nicht gepatcht?

Was denn jetzt?

Hm… lesen wir mal den Originalartikel…

Also - berich­tet Poli­ti­co am Mon­tag… Hmm, komisch, kein Arti­kel vom Mon­tag in dem Poli­ti­co das berich­tet, aber wir sind hier beim öster­rei­chi­schen Qua­li­täts­jour­na­lis­mus - also wars wohl mehr der Frei­tag vorm Montag…

FEBRUARY 2, 2024 1:00 PM CET
BY ANTOANETA ROUSSI

The Euro­pean Parliament’s chief cyber­se­cu­ri­ty offi­cial will lea­ve his post ear­ly, just mon­ths befo­re the June elec­tions, amid cri­ti­cism that the assem­bly is struggling to cope with incre­a­sing cyberthreats. 

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Grund:

POLITICO repor­ted in Decem­ber that an inter­nal review show­ed that the Euro­pean Parliament’s cyber­se­cu­ri­ty “has not yet met indus­try stan­dards” and is “not ful­ly in-line with the thre­at level” posed by state-sponsored hackers and other thre­at groups.

Ori­gi­nal Report:

The Euro­pean Parliament’s IT depart­ment pre­sen­ted a report to a group of key mem­bers of the Euro­pean Par­lia­ment (MEPs) ear­lier this mon­th, warning that state-sponsored attacks on the Par­lia­ment have beco­me more nume­rous and more sophisti­ca­ted sin­ce its last elec­tion in 2019.

The num­ber of cyber­at­tacks on EU insti­tu­ti­ons “is incre­a­sing shar­ply,” said the report, dated Novem­ber 29, and the EU should pre­pa­re “to face simi­lar thre­ats” as poli­ti­ci­ans, par­lia­ments and governments across Euro­pe have faced in recent years.

The insti­tu­ti­on is also more vul­nerable due to its shift to more remo­te work during the pan­de­mic, it added.

Several offi­cials and elec­ted mem­bers invol­ved in Parliament’s pre­pa­ra­ti­ons against cyber­at­tacks tar­ge­ting next year’s elec­tion war­ned in sepa­ra­te con­ver­sa­ti­ons that the institution’s defen­ses were weak and could break.

We’­re stan­ding with our bare bot­toms out and if anyo­ne wants to hack us, like any Chi­ne­se thre­at actor or any sta­te actor, they can,” said a staff mem­ber at the Euro­pean Par­lia­ment admi­nis­tra­ti­on, gran­ted anony­mi­ty due to the sen­si­ti­vi­ty of the topic.

Pro-Russian hack­ti­vist groups like Kill­net have also plagued Euro­pean governments with con­stant annoyan­ces, most­ly through dis­tri­bu­t­ed denial-of-service attacks (DDoS) brin­ging down online ser­vices. Last year, the Euro­pean Par­lia­ment web­site faced a “sophisti­ca­ted” attack dis­rup­t­ing its ser­vices moments after mem­bers voted to decla­re Rus­sia a sta­te spon­sor of ter­ro­rism. Simi­lar inci­dents have hit natio­nal insti­tu­ti­ons too.

With six mon­ths to go befo­re the Euro­pean Par­lia­ment elec­tion, the fear is a repeat of ear­lier elec­tion hacks.

Uni­que­ly vulnerable

The EU elec­tion — in which voters across 27 coun­tries elect new Euro­pean Par­lia­ment mem­bers — are uni­que­ly vul­nerable to attacks. In effect, the elec­tion is 27 par­al­lel voting pro­ces­ses taking place at once, all with dif­fe­rent infra­st­ruc­tu­re and pro­tec­tions. It could take just one suc­cess­ful dis­rup­ti­on of a natio­nal elec­to­ral sys­tem to cast doubt on the ent­i­re new parliament.

Parliament’s report high­ligh­ted a ran­ge of risks: influ­en­cing public opi­ni­on on spe­ci­fic can­di­da­tes through dis­in­for­ma­ti­on; cyber­at­tacks on natio­nal voting sys­tems; cyber­at­tacks tar­ge­ting the major poli­ti­cal deba­tes at EU and natio­nal level; and attacks tar­ge­ting the EU Parliament’s own elec­tion night pro­cess itself.

At risk are inter­nal accounts, data and cor­re­spon­dence of mem­bers of par­lia­ment, which can be used to pres­su­re poli­ti­ci­ans or dis­rupt elec­tion cam­pai­gns. Hackers could also seek to com­pro­mi­se the voting, coun­ting and infor­ma­ti­on sys­tems used in the elec­tions to dis­credit or dupe results.

Com­pro­mi­sing accounts could also help gain access to natio­nal poli­ti­cal sys­tems or to data on other EU insti­tu­ti­ons. “In the last two years we’ve intro­du­ced two-factor authen­ti­ca­ti­on bet­ween insti­tu­ti­ons,” a par­lia­men­ta­ry assi­stant said. “Befo­re you were just able to log into one insti­tu­ti­on and you could enter all others.”

One issue Par­lia­ment is grap­p­ling with is the institution’s scat­te­red cyber­se­cu­ri­ty struc­tures. Each poli­ti­cal group is a litt­le island that hand­les its own IT infra­st­ruc­tu­re and sup­port. During elec­tion cam­pai­gns, natio­nal and pan-European poli­ti­cal par­ties also take a more cen­tral role in coor­di­na­ting the pro­cess, fur­ther com­pli­ca­ting con­trol and administration.

Ano­t­her stumb­ling block is hiring cyber­se­cu­ri­ty staff. “You get rough­ly one staff [IT] mem­ber for every three mem­bers of the Euro­pean Par­lia­ment, so smal­ler groups are less pro­tec­ted,” one Par­lia­ment offi­cial said.

Ram­ping up to stop the hacks
Insi­de Par­lia­ment, offi­cials are in a race against time to shore up cyber defen­ses quickly. 

The Euro­pean Par­lia­ment in its report said it will hire 40 new cyber­se­cu­ri­ty experts and incre­a­se the bud­get of the cyber­se­cu­ri­ty direc­to­ra­te to €7 mil­li­on in 2024 from €5 mil­li­on this year, and up to €8.5 mil­li­on in 2025. So far, 20 have been eit­her recrui­ted or offe­red the job.

Ehmm..

Ehm uni­que risk profile!

- DDOS!

- Hacking remo­te access VPNs! (working from home incre­a­sed the attack vector)

- Hacking the Vote Coun­ting Mechanism!

- Two fac­tor sol­ved the insti­tu­ti­ons account sepa­ra­ti­on issue!

It did what?!

- Hacking sen­si­ti­ve data!

- Gai­ning data­ba­se access!

- Mani­pu­la­ting elections!

- Under­mi­ning voter trust!

- Voter manipulation!

- Account hacking!

- Defa­cing EU Par­lia­ment websites!

Ok, I’m sor­ry I asked - aber gehts ein wenig genau­er als “ALL THE THREATS!?”

This year, the con­sul­tant firm Pri­ce­Wa­ter­house­Coo­pers (PWC) per­for­med at least one exter­nal tech­ni­cal pene­tra­ti­on test on the Par­lia­ment: i.e. a secu­ri­ty assess­ment of the organization’s digi­tal peri­me­ter. The results are strict­ly pro­tec­ted even to DG ITEC staff, with only few offi­cials having access to them.

Ah, nein, gehts nicht - weil der report ist ja confidential.

Bart Groot­huis, a Dut­ch Libe­ral law­ma­ker and cyber­se­cu­ri­ty expert, said he’d asked for a “ful­ly fled­ged third par­ty assess­ment” inclu­ding inci­dent respon­se and inci­dent hand­ling. “Third par­ties make sure that you do the right things becau­se if you do it yourself, then poli­tics come into play,” said Groot­huis. “A third par­ty which has no inte­rest whatsoever has the abi­li­ty to look real­ly free­ly and assess what is real­ly necessary.”

Mean­while, the EU’s Agen­cy for Cyber­se­cu­ri­ty (ENISA) and the Com­mis­si­on held an elec­to­ral trai­ning exer­cise in Parliament’s pre­mi­ses in Novem­ber. That exer­cise gathe­red more than 100 par­ti­ci­pants lar­ge­ly from natio­nal cyber and elec­to­ral aut­ho­ri­ties, with the idea to impro­ve coun­tries’ respon­ses to cyber attacks.

Parliament’s cyber­se­cu­ri­ty ser­vices plan to exer­cise “their hig­hest vigi­lan­ce” during the week of the Euro­pean elec­tion, which will run from June 6-9 next year, the report said, and ser­vices will remain on high alert until a new EU Com­mis­si­on is instal­led, it said.

The insti­tu­ti­on alrea­dy rol­led out a spy­wa­re detec­tion tool that allows mem­bers to scan their pho­nes for known traces of intru­si­ve soft­ware. It made the ser­vice avail­ab­le to all MEPs and staff, the report said.

Aber fürch­tet euch nicht, sie haben Viren­scan­ner für die Han­dies ein­ge­kauft! Die die MEPs selbst bedie­nen dürfen!

Und sie haben geplant ein Trend moni­to­ring einzuführen!

The insti­tu­ti­on also plans to cir­cu­la­te “elec­tion hacking memos,” which will warn about new methods and trends which could threa­ten elec­tion secu­ri­ty, and EU poli­ti­ci­ans can also rely on the CERT-EU unit for a tool that spots and flags dis­in­for­ma­ti­on attempts like fake social media accounts and mali­cious social media acti­vi­ty, the report added.

Hey du, mei­ne Wahl wur­de gera­de gehackt, sei vor­sich­tig, da geht die­ser Trend um!

Gut, also Pro­blem iden­ti­fi­ziert - wie lösen wirs?

Ano­t­her stumb­ling block is hiring cyber­se­cu­ri­ty staff. “You get rough­ly one staff [IT] mem­ber for every three mem­bers of the Euro­pean Par­lia­ment, so smal­ler groups are less pro­tec­ted,” one Par­lia­ment offi­cial said.

Ah, zu wenig Geld allo­ziert (8000 staff, 200 IT staff, also one per 40, while - the average ratio across all sec­tors and com­pa­ny sizes is one IT worker for every 27 employees), wie kön­nen wir denn da - ah ich weiß was!

Das Haus ent­hebt sei­nen IT-Sicherheitschef des Amtes. Er habe zu wenig gegen Cyber­an­grif­fe getan.

Gut, gehen wir mal davon aus dass das alle EU Insti­tu­tio­nen kom­plett kom­pro­mit­tiert sind, aber kei­ne staat­li­che Hacker­bu­de Inter­es­se dar­an hat die EU Wah­len über einen direk­ten Hack zu mani­pu­lie­ren und dabei erwischt zu wer­den - wie sieht denn das risk pro­fi­le abge­se­hen von den EU Wah­len so aus?

EU capi­tals fear Rus­si­an reta­lia­ti­on and cyber­at­tacks after asset freezes

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I’m sor­ry I asked.

Deutschlandhaus war gestern, Three seas house ist heute!

05. Februar 2024

Die US, also wie­der mal der Atlan­tic Coun­cil haben end­lich das Pro­blem besei­tigt, dass die ange­streb­te Ent­wick­lung der Schwarz­meer Regi­on immer so sehr ins Auge ste­chen lässt, dass der Ukrai­ne Krieg auf­grund der Schwarz­meer Regi­on initi­iert wur­de -- ver­trau­en sie nicht mir, ver­trau­en sie Her­fried Münkler:

Spä­te Erkenntnis

und gleich­zei­tig dafür eine Sprach­form gefun­den die für sich genom­men ein­zig­ar­tig ist.

Andrzej Duda spricht in der Ein­lei­tung des Vide­os näm­lich, sicher­lich nicht unter der Zuhil­fe­nah­me einer Eigen­wort­schöp­fung vom “Three Seas House” das bei ver­link­tem Mee­ting in Davos zusammenkommt.

Qua­si das Haus in dem jetzt drei Mee­re (Bal­tic Sea, Adria­tic Sea, Black Sea) wohnen.

Oh, und Öster­reich. Als Gründungsmitglied.

Die Ukrai­ne stieß dann prak­ti­scher­wei­se gleich 2022 dazu, wäh­rend des Krie­ges, als Part­ner Par­ti­ci­pant, zusam­men mit Moldawien.

At the seventh sum­mit in Riga on June 20, 2022, Ukrai­ne recei­ved the sta­tus of a partner-participant of the TSI, de fac­to beco­m­ing a par­ti­ci­pant in this initiative.[4]

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Auf einer Kar­te sieht das dann so aus:

Bildschirmfoto 2024 02 05 um 20 09 46

Was mich wider­um zur Fra­ge bringt, war­um die ehe­ma­li­ge Nord/Süd Ach­sen­in­itia­ti­ve (jetzt neu, mit Ukrai­ne und Mol­da­vi­en) sich “Drei Mee­res­in­itia­ti­ve” nennt, Öster­reich ein Part­ner ist, aber Spa­ni­en mit der Stra­ße von Gibral­tar als wich­tigs­tem ver­bin­den­den Ele­ment der “drei Mee­re” nicht. 

Eben­so­we­nig wie die die Tür­kei mit den Dar­da­nel­len, dem zweit­wich­tigs­ten ver­bin­den­den Ele­ment der “drei Meere”.

Eben­so­we­nig wie Däne­mark mit dem Stor­strøm­men, dem dritt­wich­tigs­ten ver­bin­den­den Ele­ment der “drei Meere”.

Dafür aber wie­der Ungarn, ohne eige­nen Mee­res­zu­gang, eben­falls als Gründungsmittglied.

Wis­sen soll­te das Daszyńska-Muzyczka, die die Idee mit dem “drei Meere-Haus” in Davos hat­te - siehe:

Daszyńska-Muzyczka: The Three Seas regi­on is one of the fas­test gro­wing in the world

Wobei man sie auch nach “fas­tet gro­wing” fra­gen könn­te, was auch der ein­zi­ge Grund für die Initia­ti­ve zu sein scheint, den Duda in Davos kennt, zumin­dest fällt das im Video als Scherz.

Ich hab mir dann mal den Spass erlaubt beim IMF den real GDP growth indi­ca­tor für 2024 (annu­al %) für die­se Län­der nach­zu­schla­gen, stellt sich heraus:

Aus­tria 0.8
Bul­ga­ria 3.2
Croa­tia 2.6
Czech Repu­blic 2.3
Esto­nia 2.4
Greece 2
Hun­ga­ry 3.1
Lat­via 2.6
Lit­hua­nia 2.7
Poland 2.3
Roma­nia 3.8
Slo­va­kia 2.5
Slo­ve­nia 2.2

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Also wir hal­ten fest. Die Three Seas Initia­ti­ve, die mehr so eine Nord/Süd Ach­se ist, und die kei­ne Län­der mir Mee­resen­gen beinhal­tet und die das öko­no­mi­sche Power­house Euro­pas ist (one of the fas­test gro­wing regi­ons in the world!) hat eine durch­schnitt­li­che pro­ji­zier­te rea­le Wachs­tums­ra­te von 2.5 Pro­zent und Rumä­ni­en ist dabei das am schnells­ten wach­sen­den Land (grenzt ans Schwar­ze Meer)). Vor Bul­ga­ri­en (grenzt ans Schwar­ze Meer) und Ungarn.

Ehm… Was sind denn da so die Wachs­tums­per­spek­ti­ven? Oh, Moment mal, sehr span­nend! Neue Bei­tritts­kan­di­da­ten Ukrai­ne (grenzt ans Schwar­ze Meer) und Mol­da­vi­en (grenzt bei­na­he ans schwar­ze Meer)…

Gehts hier viel­leicht um Geschäfts­be­zie­hun­gen in den Schwarzmeer-Raum hinein?

Moment, und wer lei­tet das dies­jäh­ri­ge Panel in Davos nochmal?

Mr. Fre­de­rick Kem­pe, Pre­si­dent and Chief Exe­cu­ti­ve Offi­cer, Atlan­tic Council

Ach, ja - ehm, nun - ehm, also für den Atlan­tik hat­ten wir im drei Mee­re Haus jetzt kei­nen Platz mehr, da haben wir ein­fach den Ver­tre­ter des Atlan­tic Coun­cil die Mode­ra­ti­on unse­res Tref­fens in Davos machen lassen.

Ich glaub fast es könn­te sich aus­zah­len deren Mee­tings etwas genau­er zu scree­nen. Mach ich dann ab morgen.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

edit: Money­quo­te, Gita­nas Nausė­da, Pre­si­dent of the Repu­blic of Lit­hua­nia: “Tra­de with rus­sia is negli­gi­ble, abso­lute­ly dimi­nis­hing.” “I think its very important to replace this west/east axis with a north/south axis!”

edit2: Das kann man natür­lich auch schön schreiben: 

At the World Eco­no­mic Forum in Davos, Pre­si­dent Gita­nas Nausė­da stres­sed the impor­t­ance of the Three Seas Initia­ti­ve not only in streng­t­he­ning trans­at­lan­tic ties, but also in chan­ging the direc­tion in which Euro­pe moves. The Lit­hua­ni­an Pre­si­dent invi­ted the world’s busi­ness lea­ders to actively par­ti­ci­pa­te in the Busi­ness Forum at the Three Seas Initia­ti­ve Sum­mit to be held in Vil­ni­us in April.

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