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Wie kann man Bevölkerungen noch verarschen?

12. Oktober 2022

Tages­schau Edition:

Die jüngs­te Angrif­fe Russ­lands auf Städ­te in der Ukrai­ne sol­len nach Auf­fas­sung der Poli­tik­wis­sen­schaft­le­rin Gwen­d­o­lyn Sas­se Stär­ke demons­trie­ren. Sie sei­en eine Ant­wort auf die erfolg­rei­che Gegen­of­fen­si­ve der Ukrai­ne und auf die Explo­si­on auf der Krim-Brücke. Gleich­zei­tig ste­he Prä­si­dent Wla­di­mir Putin zuneh­mend unter Druck, vor allem durch Hard­li­ner in der eige­nen Partei.

Gesprä­che zwi­schen Russ­land und der Ukrai­ne hält Sas­se der­zeit für nicht denk­bar. Die Ukrai­ne müs­se zunächst genug Gelän­de­ge­win­ne ver­zeich­nen, um über­haupt ver­han­deln zu können.

Bestechen­de Logik. Es ist Russ­land das den Krieg ver­län­gern möchte.

Der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Wolo­dym­yr Selen­skyj hat den Wes­ten zu här­te­ren Sank­tio­nen gegen den rus­si­schen Ener­gie­sek­tor auf­ge­ru­fen. Die rus­si­schen Ein­nah­men aus Öl- und Gas­ex­por­ten zu unter­bin­den, stel­le eine sym­me­tri­sche Reak­ti­on auf Russ­lands Atta­cken auf den “Ener­gie­sek­tor und die Ener­gie­sta­bi­li­tät unse­rer Län­der” dar, sag­te er bei einer Video­kon­fe­renz mit Staats- und Regie­rungs­chefs der sie­ben füh­ren­den west­li­chen Indus­trie­staa­ten (G7). Der­ar­ti­ge Schrit­te könn­ten den Frie­den näher brin­gen, sag­te Selen­skyj. “Sie wer­den den Ter­ror­staat dazu anre­gen, über Frie­den nach­zu­den­ken, über die Unren­ta­bi­li­tät des Krieges.”

Selen­skyj: “Putin sei der Ein­zi­ge der sich einen lan­gen Krieg wünsche.”

Die USA tei­len die Auf­fas­sung der Ukrai­ne, dass Russ­land die schwe­ren Luft­an­grif­fe auf ukrai­ni­sche Städ­te bereits vor der Explo­si­on auf der Krim-Brücke geplant hat. Anschlä­ge die­ses Aus­ma­ßes könn­ten nicht inner­halb von ein paar Tagen aus­ge­ar­bei­tet wer­den, sagt der Spre­cher des Natio­na­len Sicher­heits­ra­tes im Wei­ßen Haus, John Kir­by, dem Sen­der CNN. “Es war eher schon seit gerau­mer Zeit geplant.”

Wohl bereits seit die Ukrai­ne über­gro­ße Brief­mar­ken mit Explo­sio­nen auf der Kertsch­brü­cke druckt und in der Öffent­lich­keit ausstellt…

Die NATO-Staaten wol­len wegen des anhal­ten­den Krie­ges in der Ukrai­ne die Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten für Muni­ti­on und Aus­rüs­tung erhö­hen. “Je län­ger sich die­ser Krieg hin­zieht, des­to wich­ti­ger ist es, dass wir dann auch in der Lage sind, Vor­rä­te wie­der auf­zu­fül­len”, sag­te Gene­ral­se­kre­tär Jens Stol­ten­berg in Brüs­sel. Beim Tref­fen der Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter der 30 NATO-Staaten soll­ten im Lau­fe der Woche ent­spre­chen­de Beschlüs­se getrof­fen wer­den. Die­se wür­den lang­fris­ti­ge Nach­fra­ge für die Indus­trie sichern, die wie­der­um in neue Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten inves­tie­ren müs­se. Dadurch sol­le die die Bereit­stel­lung von Mate­ri­al an die Ukrai­ne beschleu­nigt werden.

Russ­land geht die Muni­ton aus.

Russ­land geht nach Ein­schät­zung bri­ti­scher Geheim­diens­te im Ukraine-Krieg zuneh­mend die Muni­ti­on aus. “Wir wis­sen, und das wis­sen auch rus­si­sche Kom­man­deu­re im Krieg, dass ihnen die Aus­rüs­tung und Muni­ti­on aus­geht”, sag­te der Direk­tor des bri­ti­schen Geheim­diens­tes GCHQ, Jere­my Fle­ming, am Diens­tag einem vor­ab ver­öf­fent­lich­ten Rede­ma­nu­skript zufol­ge, aus dem die BBC zitier­te. Das bri­ti­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um ver­öf­fent­licht seit Beginn des Kriegs unter Beru­fung auf Geheim­dienst­in­for­ma­tio­nen täg­lich Infor­ma­tio­nen zum Kriegsverlauf.

Sor­ry, hier - Russ­land geht die Muni­ti­on aus.

Nach Ansicht des CDU-Außenpolitikers Rode­rich Kie­se­wet­ter müs­sen die Men­schen in Deutsch­land dar­über auf­ge­klärt wer­den, dass der rus­si­sche Angriffs­krieg gegen die Ukrai­ne noch län­ge­re Zeit dau­ern könn­te. “Auch unse­re Bevöl­ke­rung muss dar­auf ein­ge­stellt wer­den, dass die­ser Krieg womög­lich noch zwei Jah­re gehen kann und dass er sich aus­wei­tet”, sag­te Kie­se­wet­ter dem Sen­der Welt.

Gut, dass wir mehr schwe­re Waf­fen lie­fern müs­sen, da Putin nicht mehr eska­lie­ren kann!

Und gut dass unse­re Freun­de im ECFR seit März for­dern die Bevöl­ke­run­gen auf einen län­ge­ren Krieg ein­zu­stel­len. Von März bis heu­te gabs ja auch kei­ne wei­te­ren Eska­la­tio­nen mehr, da Russ­land nicht mehr eska­lie­ren konnte.

Die NATO wird in der kom­men­den Woche ihre jähr­li­chen Manö­ver zur Ver­tei­di­gung des Bünd­nis­ge­biets mit Atom­waf­fen begin­nen. Die bereits lan­ge geplan­te Abschre­ckungs­übung “Stead­fast Noon” sei ein Routine-Training, um die Abschre­ckung sicher und wirk­sam zu hal­ten, sag­te NATO-Generalsekretär Jens Stol­ten­berg. Kern der nuklea­ren Fähig­kei­ten der NATO sei es immer, den Frie­den zu bewah­ren und Aggres­sio­nen zu verhindern.

Bei der Übung im ver­gan­ge­nen Jahr waren Sol­da­ten aus 14 NATO-Staaten, dar­un­ter Deutsch­land, betei­ligt. Sie trai­nier­ten unter ande­rem mit Dut­zen­den Flug­zeu­gen - dar­un­ter waren neben atom­waf­fen­fä­hi­gen Kampf­jets auch kon­ven­tio­nel­le Jets sowie Überwachungs- und Tank­flug­zeu­ge. Nach Anga­ben von Mili­tär­ex­per­ten wird bei den regel­mä­ßig im Okto­ber statt­fin­den­den Stead­fast Noon-Manövern unter ande­rem geübt, wie man die US-Atomwaffen sicher aus unter­ir­di­schen Maga­zi­nen zu den Flug­zeu­gen trans­por­tiert und unter die Kampf­jets mon­tiert. Bei den Übungs­flü­gen wird dann aller­dings ohne Bom­ben geflogen.

Russ­land kann auch gar­nicht mehr eskalieren.

NATO-Generalsekretär Jens Stol­ten­berg hat Russ­land für den Fall des Ein­sat­zes von Atom­waf­fen im Ukraine-Krieg erneut mit Kon­se­quen­zen gedroht. “Wenn Russ­land Atom­waf­fen ein­setzt, wird das ver­schie­de­ne Kon­se­quen­zen haben, auch beim Gebrauch klei­ne­rer ato­ma­rer Waf­fen”, sag­te der Nor­we­ger dem Nach­rich­ten­por­tal “ZDFheute.de” vor einem Tref­fen der Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter der 30 NATO-Staaten am Mitt­woch in Brüs­sel. Er wol­le nicht zu sehr ins Detail gehen. “Das Wich­tigs­te ist, zu ver­hin­dern, dass dies geschieht.”

Stol­ten­berg bezeich­ne­te das Risi­ko eines Ein­sat­zes von Atom­waf­fen durch Russ­land als nach wie vor gering. “Aber die Eska­la­ti­on in der Ukrai­ne und die nuklea­re Bedro­hung Russ­lands macht es not­wen­dig, dass wir sie ernst neh­men und vor­be­rei­tet sind.” Putins nuklea­re Rhe­to­rik bezeich­ne­te der NATO-Generalsekretär als gefähr­lich und rück­sichts­los. “Des­halb haben wir Russ­land so deut­lich zu ver­ste­hen gege­ben, dass ein Atom­krieg nicht zu gewin­nen ist und nie­mals geführt wer­den darf.”

Wir soll­ten Russ­lands Eska­la­ti­ons­po­ten­ti­al ernst neh­men, aber nicht ernst neh­men. Es ist gering.

USA: Kei­ne Hin­wei­se auf Atomwaffen-Einsatz

Den USA lie­gen wei­ter­hin kei­ne Hin­wei­se auf rus­si­sche Vor­be­rei­tun­gen für einen Atomwaffen-Einsatz in der Ukrai­ne vor. “Wir sehen kei­ne Anzei­chen, nichts, was dafür spre­chen wür­de, dass Putin beschlos­sen hät­te, Atom- oder Mas­sen­ver­nich­tungs­waf­fen in der Ukrai­ne ein­zu­set­zen”, sag­te der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­di­rek­tor des Natio­na­len Sicher­heits­ra­tes im Wei­ßen Haus, John Kir­by, in Washing­ton. Man sehe auch kei­ne Anzei­chen dafür, dass die zustän­di­gen Stel­len sich auf eine sol­che Ent­schei­dung vorbereiteten.

Was heißt gering, es gibt nicht mal Anzei­chen dafür.

Kana­da baut Aus­bil­dung ukrai­ni­scher Sol­da­ten aus

Kana­di­sche Exper­ten sol­len in Polen Ukrai­ner in den Berei­chen Minen­räu­mung, Pio­nier­auf­klä­rung und für den Umgang mit Spreng­stoff trai­nie­ren. Wie die kana­di­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Ani­ta Anand bekannt­gab, sol­len dafür etwa 40 Kamp­f­in­ge­nieu­re zu dem NATO-Verbündeten geschickt wer­den. Bei einem Besuch in der pol­ni­schen Haupt­stadt War­schau sag­te sie, die kana­di­schen Exper­ten wür­den in den kom­men­den Wochen damit begin­nen, die pol­ni­schen Streit­kräf­te bei der Aus­bil­dung von ukrai­ni­schen Pio­nier­ein­hei­ten zu unter­stüt­zen. Dies wer­de das Trai­ning ergän­zen, das Ukrai­ner in Groß­bri­tan­ni­en bereits von Kana­da erhiel­ten, sag­te sie bei einem Gespräch mit ihrem pol­ni­schen Kol­le­gen Mari­usz Blaszczak.

Nur Russ­land hat Inter­es­se an einem lang andau­ern­den Krieg.

Pan­zer­wrack darf vor rus­si­scher Bot­schaft aus­ge­stellt werden

Ein zer­schos­se­ner rus­si­scher Pan­zer darf als zeit­wei­li­ges Mahn­mal gegen­über der rus­si­schen Bot­schaft in Ber­lin auf­ge­stellt wer­den. Das ent­schied das Ber­li­ner Ver­wal­tungs­ge­richt und ver­pflich­te­te damit den Bezirk Mit­te zur Geneh­mi­gung der geplan­ten Akti­on eines Ver­eins. Das Pan­zer­wrack kön­ne zwar vor­aus­sicht­lich nicht direkt vor der Bot­schaft auf dem Bou­le­vard Unter den Lin­den auf­ge­stellt wer­den, weil die dor­ti­ge Mit­tel­pro­me­na­de nicht für eine Belas­tung von 40 Ton­nen aus­ge­legt sei. 

Nur Russ­land hat Inter­es­se an einem lang andau­ern­den Krieg.

Selen­skyj: Angrif­fe kön­nen Wie­der­auf­bau nur verzögern

Nach einer zwei­ten Wel­le rus­si­scher Angrif­fe hat der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Wolo­dym­yr Selen­skyj sei­nen Lands­leu­ten einen bal­di­gen Wie­der­auf­bau zer­stör­ter Infra­struk­tur ver­spro­chen. Der Beschuss habe die Repa­ra­tur zuvor beschä­dig­ter Objek­te ledig­lich ver­zö­gert, sag­te Selen­skyj in sei­ner Video­an­spra­che. “Wo es Ver­lus­te gab, gibt es bereits unse­ren Wil­len zum Auf­bau. Wo es irgend­wel­che Hoff­nun­gen des Fein­des gab, wird es nur noch Rui­nen der rus­si­schen Staat­lich­keit geben.”

Nur Russ­land hat Inter­es­se an einem lang andau­ern­den Krieg.

Selen­skyj stellt Antrag für Odes­sa auf Welterbeliste

Der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Wolo­dym­yr Selen­skyj hat die Auf­nah­me der ukrai­ni­schen Hafen­stadt Odes­sa in die Welt­erbe­lis­te der UNESCO bean­tragt. “Wir müs­sen ein kla­res Signal aus­sen­den, sodass die Welt nicht weg­sieht, wenn unse­re gemein­sa­me Geschich­te, unse­re gemein­sa­me Kul­tur, unser gemein­sa­mes Erbe zer­stört wer­den”, sag­te Selen­skyj in einer Video­bot­schaft an den Exe­ku­tiv­rat der UN-Kulturorganisation.

Zur Auf­hei­te­rung.

Biden: Putin hat sich “erheb­lich verkalkuliert”

Russ­lands Prä­si­dent Wla­di­mir Putin hat sich mit sei­nem Angriffs­krieg gegen die Ukrai­ne nach Ansicht von US-Präsident Joe Biden ver­schätzt. “Ich den­ke, er ist ein ratio­na­ler Akteur, der sich erheb­lich ver­kal­ku­liert hat”, sag­te Biden laut TV-Sender CNN in einem Inter­view. Dem­nach sag­te Biden, er glau­be zwar, dass Putin ratio­nal hand­le, sei­ne Zie­le in der Ukrai­ne aber irra­tio­nal sei­en.

Na, schon hei­ter genug?

Was for­dert denn Russ­land aktu­ell denn so? Neu­tra­li­tät der Ukrai­ne und den Besitz der bereits annek­tier­ten Gebie­te. VOLLKOMMEN IRRATIONAL! WIE KANN RUSSLAND DENN FORDERN WAS SIE BEREITS HABEN! (Und die Neu­tra­li­tät der Ukrai­ne.) DIE HABEN SICHER INTERESSE AN EINEM LANG ANDAUERNDEN KRIEG! (Vor allem da sie gemessagt haben, dass sie noch kei­ne genau­en regio­na­len Gren­zen der annek­tier­ten Regio­nen fest­le­gen wol­len. Da sind die Medi­en sofort mit “Ein Zei­chen für Russ­lands Schwä­che” ange­sprun­gen. Die Rus­sen sind da sicher nicht verhandlungsbereit.)

Kreml: Tref­fen zwi­schen Putin und Biden möglich

Die rus­si­sche Füh­rung zeigt sich offen für ein Tref­fen zwi­schen Prä­si­dent Wla­di­mir Putin und US-Präsident Joe Biden. Russ­land wür­de eine sol­che Begeg­nung bei dem bevor­ste­hen­den G20-Gipfel nicht ableh­nen und den Vor­schlag prü­fen, soll­te es einen von den USA erhal­ten, sagt der rus­si­sche Außen­mi­nis­ter Ser­gej Law­row im rus­si­schen Staatsfernsehen.Das Tref­fen der Staats- und Regie­rungs­chefs der 20 wich­tigs­ten Industrie- und Schwel­len­län­der (G20) ist Mit­te Novem­ber auf der indo­ne­si­schen Insel Bali geplant. Russ­land sei auch bereit, sich Vor­schlä­ge zu Frie­dens­ge­sprä­chen anzu­hö­ren, sagt der Außen­mi­nis­ter. Er kön­ne jedoch nicht im Vor­aus sagen, wohin die­ser Pro­zess füh­ren wür­de. Bereits im Juli die­ses Jah­res hat­te es auf Bali ein G20-Treffen der Außen­mi­nis­ter gegeben.

Nur Russ­land hat Inter­es­se an einem lang andau­ern­den Krieg.

G7-Staaten wol­len Putin zur Rechen­schaft ziehen

Die sie­ben füh­ren­den demo­kra­ti­schen Wirt­schafts­mäch­te haben die jüngs­ten rus­si­schen Rake­ten­an­grif­fe auf die Ukrai­ne aufs Schärfs­te ver­ur­teilt und den ukrai­ni­schen Streit­kräf­ten wei­te­re mili­tä­ri­sche Unter­stüt­zung zuge­si­chert. Nach einer Video­kon­fe­renz mit dem ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten Wolo­dym­yr Selen­skyj erin­ner­ten die G7 in einer gemein­sa­men Erklä­rung dar­an, dass “wahl­lo­se Angrif­fe auf unschul­di­ge Zivi­lis­ten ein Kriegs­ver­bre­chen” dar­stell­ten. “Wir wer­den Prä­si­dent Putin und die Ver­ant­wort­li­chen zur Rechen­schaft zie­hen”, heißt es dar­in wei­ter mit Blick auf den Kremlchef.

Nur Russ­land hat Inter­es­se an einem lang andau­ern­den Krieg.

Alle­samt nur Mel­dun­gen vom 11.10.2022

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut Letz­te. Sterbt ihr Schweine.

Sort of neo imperialism

11. Oktober 2022

French “free thin­ker but in an insti­tu­tio­na­li­zed think tank con­text” posi­ti­on on Ukrai­ne, against US deter­mi­nistic one by Fio­na Hill.

Worth the watch.

Short com­ment. If Hill gets her way, mid-/longterm, I’ll for­get myself.

Needs detail­ed ana­ly­sis con­tras­ting the two posi­ti­ons (and mine may­be) - might do that tomorrow.

In short -

French posi­ti­on sees the out at regime chan­ge in Rus­sia, then nor­ma­liz­a­ti­on of relations.

French argu­ment for “neo­co­lo­nia­lism of rus­sia” is a poi­son­ed one - as it, its not very strong to begin with (Only inclu­des Rus­sia, Bela­rus, Ukrai­ne and Kazakh­stan as fur­ther tar­gets (asi­de from the north south cor­ri­dor and inter­ven­ti­ons of rus­si­an for­ces in ‘their peri­phe­ry’ in the years pri­or), if thats “the empi­re”, the west actual­ly real­ly never was that worried… (not just “the lef­tist” posi­ti­on on that)), and moves from “neo­co­lo­nia­lism, defi­ni­te­ly”, to “neo­co­lo­nia­lism is what we have to com­mu­ni­ca­te to our afri­can friends and part­ners, to get them to a prop­per under­stan­ding of the situa­ti­on, to ‘a kind of neo­co­lo­nia­lism’ in the very end. That is very under­han­ded. May­be even random.

The core of the dis­pu­te is, if Euro­pe can find peace in the medi­um term - to which Hills posi­ti­on is the one of a cra­zy MOFO as always

Ever­ything (Poli­ti­cal uni­on, out­re­ach initia­ti­ves, peace buil­ding through tra­de initia­ti­ves, …) fai­led, Putin only tri­es to build empi­re, under a pre­text of nuclear war, which allows him to get away with it, Euro­pe cant exist as a non mili­ta­ris­tic enti­ty, may­be it cant exist at all any­mo­re - in its cur­rent form, also real­ly the only way for­ward from the cur­rent posi­ti­on is Nato, we have to con­vin­ce the 2/3 of the world that dont belie­ve a word of this - the key to this is sole­ly “com­mu­ni­ca­ti­on” *cough*, Putin plan­ned this, Putin is the only deci­ding ele­ment here, he is also cra­zy and irra­tio­nal, I know what Putin thinks, I was cal­led to a pre­cur­sor con­flict when (look that up, was inte­res­ting, for­got the pre­mi­se - didnt seem too sta­ged), … War of attri­ti­on until the end.

To which the french coun­ter­point is, are you cray cray? Peace is pos­si­ble, hope­ful­ly in the near future, Nato is not a given - the rest of the world doesnt belie­ve in our nar­ra­ti­ve posi­ti­on (always seen as a working posi­ti­on to orga­ni­ze lar­ger alli­an­ces), but then the con­ces­si­on - Putin must go, befo­re try­ing to inter­con­nect through tra­de and diplo­ma­cy may beco­me a via­ble posi­ti­on again.

Also the­re is a kill off argu­ment against the glo­bal lef­tist posi­ti­on thrown in the­re some­whe­re, need to find that line again as well…

To which our media sys­tem (ORF Euro­pa­stu­dio) has the fol­lowing nuan­ces to add:

WE MUST TAKE RUSSIAS ATOMIC WEAPONRY AWAY, THEN THE WAR WILL END, AND THEN, …

Die­se Gesell­schaft ist das LETZTE. Sterbt.

Die Presse hat eine neue Rubrik

10. Oktober 2022

Scharf­schüt­ze

Für defi­ni­tiv nicht Kriegs­pro­pa­gan­da.

Die­se Gesell­schaft ist das Aller­letz­te. Sterbt.

Wem das nicht genug ist, der darf die hyper­per­so­na­li­sier­te, emo­tio­nal auf­ge­la­de­ne Geschich­te “End­lich sind die Rus­sen weg”, ein Lokal­au­gen­schein aus Kupia­nsk nachschieben.

Müh­sam setzt Svet­la­na mit ihrem Geh­stock einen Schritt nach dem ande­ren. Eine Hel­fe­rin stützt sie zusätz­lich unter dem Arm. Aber es geht nur sehr lang­sam über den schma­len Steg, der auf der bom­bar­dier­ten Brü­cke über den Oskil-Fluss in Kupia­nsk geblie­ben ist. Als die 80-jährige Frau end­lich den Eva­ku­ie­rungs­bus auf der ande­ren Sei­te erreicht hat, müs­sen gleich vier Hel­fer sie auf einen der letz­ten frei­en Sit­ze hie­ven. „Ich woll­te mein Haus nicht ver­las­sen“, sagt Svet­la­na betrübt. „Nur der Win­ter steht vor der Tür, und es gibt kein Gas, kei­nen Strom und auch kein Telefon“.

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Da ist er noch, die­ser erdi­ge, Magic Rea­lism, der ansons­ten nur noch bei Claas Relo­ti­us zu fin­den war. Hier wer­den noch Schick­sa­le indi­vi­du­ell begreifbar.

Die gute alte Svet­la­na, 80 Jah­re alt, kann nicht mehr gehen, so eine See­le von Mensch, und so patrio­tisch, … Und jetzt, wo end­lich die Rus­sen weg sind, wird sie delo­giert. Svet­la­na kommt jetzt zu ihren Kin­dern in Lwiw, oder wenn es die nicht gibt in ein Alters­heim in Usch­ho­rod. Wo genau sie hin­kommt, hat der Repor­ter vor Ort nicht übers Herz gebracht zu fra­gen. Die gute alte Sve­ta, so eine See­le von Mensch. So erdig, so ein­ge­ses­sen, so patrio­tisch, end­lich sind die Rus­sen weg, mur­mel­te sie lei­se in den Wind der bereits unter­ge­hen­den Abend­son­ne als sie ihr Haus im Rück­spie­gel des Dr. Richard Bus­ses ver­meint­lich zum letz­ten Mal sah…

Kupia­nsk”, sag­te Sve­ta, als sie sich der Stadt­gren­ze näher­ten, “Kupia­nsk, sei jetzt stark Sve­ta”, schien das durch­ge­stri­che­ne Orts­schild Svet­la­na zuzu­ru­fen, nur Mut - Kupia­nsk, das ist ukrai­ni­sche Kul­tur, nie mehr aus­zu­lö­schen­de Geschich­te, Hoch­zeits­fei­ern im Früh­lings­ne­bel unter Apfel­bäu­men, Kupia­nsk, das ist - ja schei­ße, der Wiki­pe­dia Arti­kel gibt nichts mehr her! Den Oskil Fluss hat­ten wir ja schon im ers­ten Absatz.

Kupia­nsk (Ukrai­ni­an: Куп’янськ, pro­noun­ced [ˈkup­jɐnʲsʲk]) is a city in Khar­kiv Oblast, Ukrai­ne. It ser­ves as the admi­nis­tra­ti­ve cen­ter of Kupia­nsk Rai­on. It is also an important rail­road junc­tion for the oblast. Kupia­nsk hosts the admi­nis­tra­ti­ve offices of Kupia­nsk Urban Hroma­da, one of the hroma­das of Ukraine.[1]

Until 18 July 2020, Kupia­nsk was incor­po­ra­ted as a city of oblast signi­fi­can­ce and the cen­ter of Kupia­nsk Muni­ci­pa­li­ty. The muni­ci­pa­li­ty was abolis­hed in July 2020 as part of the admi­nis­tra­ti­ve reform of Ukrai­ne, which redu­ced the num­ber of rai­ons in the Khar­kiv Oblast to seven. The area of Kupia­nsk muni­ci­pa­li­ty was mer­ged into the Kupia­nsk Raion.[2][3]

Kupia­nsk is loca­ted on the bank of the Oskil River. Kupia­nsk is divi­ded into three sub­parts, known as: Kupia­nsk (main part of town), Kupiansk-Vuzlovyi (whe­re the train sta­ti­on is), and Kivsharivka.

Kupia­nsk is about two and-a-half hours from Khar­kiv. The two cities are con­nec­ted by train and bus.

World War II
Kupia­nsk was occu­p­ied during World War II by Nazi Ger­ma­ny from 24 July 1942 to 3 Febru­a­ry 1943.

2022 Rus­si­an inva­si­on of Ukraine
Kupia­nsk was occu­p­ied by Rus­si­an for­ces from 27 Febru­a­ry 2022 to 10 Sep­tem­ber 2022.[4] Alt­hough the Ukrai­ni­an Army had des­troy­ed a rail­way bridge to slow the Rus­si­an advan­ce three days ear­lier, Kupia­nsk Mayor Hen­na­diy Mat­seho­ra, mem­ber of the Oppo­si­ti­on Plat­form — For Life par­ty, sur­ren­de­red the city to the Rus­si­an Army in exchan­ge for a ces­sa­ti­on of hos­ti­li­ties, as the Rus­si­ans threa­tened to take the city by for­ce. As a result, the Ukrai­ni­an government indic­ted Mat­seho­ra for tre­a­son the next day.[5][6] On 28 Febru­a­ry 2022, Mat­seho­ra was arres­ted by Ukrai­ni­an authorities.[7] Later Kupia­nsk beca­me the de fac­to seat of Russian-backed Khar­kiv military-civilian administration.

On 8 Sep­tem­ber 2022, a repre­sen­ta­ti­ve of the Gene­ral Staff of the Armed For­ces of Ukrai­ne announ­ced that Ukrai­ni­an for­ces had reta­ken more than 20 sett­le­ments in the Khar­kiv Oblast and “in some are­as pene­tra­ted Rus­si­an defence posi­ti­ons up to 50km”. On the same day, the Rus­si­an occup­a­ti­on aut­ho­ri­ties clai­med that “the Rus­si­an army began to defend the city” and that “addi­tio­nal rein­for­ce­ments ent­e­red the regi­on from Rus­sia”, indi­ca­ting that Ukrai­ni­an for­ces were re-approaching the city from the west, after reta­king the town of Shev­chen­ko­ve ear­lier that day.[8] On 9 Sep­tem­ber 2022, Ukrai­ni­an for­ces re-entered the out­skirts of Kupia­nsk, star­ting the Batt­le of Kupiansk.[9] By the morning of 10 Sep­tem­ber 2022, Ukrai­ni­an for­ces had recap­tu­red the city coun­cil building.[10] Later that day, a Ukrai­ni­an offi­cial con­fir­med that the Ukrai­ni­an Armed For­ces had libe­ra­ted the city.[11]

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Was ist eine Text-Bild-Schere?

10. Oktober 2022

Biddewas
Was ist ein over­spe­ci­fic Non-denial Deni­al?

Was ist der Kon­text?

Was ist Kriegs­pro­pa­gan­da?

Quel­le, öster­rei­chi­scher Qua­li­täts­jour­na­lis­mus - Die Pres­se, 09.10.2022. src: click

Dan­ke an unse­ren Kor­re­spon­den­ten Paul Flückinger.

Flückin­ger du dich auch.

edit: Und fak­tisch kor­rekt ist nicht mal der Teil den man in der Über­schrift trans­por­tie­ren woll­te, denn Mos­kau greift aktu­ell zur Ver­gel­tung, wie ange­kün­digt Kiew an.

Was du als Redak­teur einer Qua­li­täts­zei­tung natür­lich nicht weißt.

Aber wenn dein gesam­ter Job dar­in besteht die Bevöl­ke­rung mit Pro­pa­gan­da zu ver­sor­gen, wäh­rend du als “Aus­lands­kor­re­spon­dent” an ver­damm­ten News­wires hängst - pas­siert sowas halt auch schon mal.

Flückin­ger du mich auch.

Wie kann man die Bevölkerung noch belügen?

09. Oktober 2022

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Die Nato Ost­erwei­te­rungs­ver­spre­chen sind ein Mythos.
Nein, sind sie nicht.

Alle Staa­ten haben das Recht ihre Bünd­nis­part­ner frei zu wäh­len - nein, haben sie nicht. Sie­he Mon­roe Doc­tri­ne - die sich bis heu­te in “Latein­ame­ri­ka ist nicht unser Hin­ter­gar­ten, es ist unser Vor­der­gar­ten!” (Biden) niederschlägt.

Über Mear­s­hei­mer soll man nicht reden.

Pro­fes­sio­nel­le Nick­tan­te die nichts von Rele­vanz ein­bringt, aber jedes mal mit “gutes Hünd­chen” Rhe­to­rik und über­schwäng­li­chem Nicken reagiert, wenn wie­der eine US-freundliche Posi­ti­on ein­ge­nom­men wur­de. Zusatz, und wenns nur das gewe­sen wäre… Sie argu­men­tiert auch gegen die freie Rede­mög­lich­keit von Bun­des­prä­si­dent­schafts­kan­di­da­ten, wenn sie sich gegen Sank­tio­nen aus­spre­chen - “also muss man das wirk­lich tun, und vor allem mit so viel Sendezeit…”:

Kei­ne Ahnung, fra­gen wir doch den Faschis­ten der dich auf­ge­zo­gen hat - aber dem Panel ist das scheiss­egal, Nicken durch die Bank.

Wir haben die rich­ti­gi­ge Ideo­lo­gie mit Schöpf­kel­len gelöffelt.

Russ­land kann sich von der Nato gar­nicht bedroht gefühlt haben, man sehe sich nur die Schwie­rig­kei­ten an die die Nato hat jetzt mehr als 5000 Trup­pen auf­zu­stel­len. (Aus den US kom­men die Rest­li­chen 245.000 per Zusa­ge von Stol­ten­berg vor zwei Mona­ten… aber damit hat das sicher gar­nichts zu tun).

Die Ukrai­ner sind das ein­hel­li­ge Opfer, und hat­ten seit jeher das Gefühl immer aus­ge­lie­fert zu sein. Ist ja inter­es­sant. Bür­ger­krieg seit 2014, Restruk­tu­rie­rung der Waf­fen­in­dus­trie (Libe­ra­li­sie­rung) unter US Betei­li­gung seit zwei Jah­ren abge­schlos­sen, US Demo­kra­tie­part­ner­schaf­ten um weni­ger Gewal­ten­tei­lung bei mili­tä­ri­schen Ent­schei­dun­gen hin­zu­be­kom­men seit 2006, Aus­tausch der Füh­rungs­ka­der mit Gene­rä­len aus den 2014er Kon­flikt seit 2020, Dekret 117/2021 zur Rück­ge­win­nung und Wie­der­ein­glie­de­rung der Krim 2021, US Waf­fen­lie­fe­run­gen durch Trump unter­bro­chen, aber zu Ende sei­ner Amt­zeit wie­der­auf­ge­nom­men, US Stin­ger und Jave­lins im eige­nen Land gegen rus­si­sche Trup­pen im Okto­ber mit gro­ßem Erfolg ein­ge­setzt, US white­wa­shing des Ein­sat­zes mit retrok­ti­ver Geneh­mi­gung die Waf­fen auch im nicht Inva­si­ons­fall ein­set­zen zu dür­fen im Dezem­ber 2021. Gemein­sa­me US und ukrai­ni­sche Erklä­rung, dass die “bes­te Opti­on” für Russ­land es sei sich mili­tä­risch voll­kom­men aus der Ukrai­ne zurück­zu­zie­hen, 30 Jah­re Über­gangs­neu­tra­li­tät von “tem­po­rär besetz­ten Gebie­ten”, dann kom­plet­te ter­ri­to­ria­le und poli­ti­sche Ein­glie­de­rung der Gebie­te in die Ukrai­ne - im Dezem­ber 2021 -- Selen­skyj, der am Tag des Kriegs­be­ginns einen Auf­stand der Dok­to­ren, Anwäl­te Tik­to­ker, Künst­ler, Müt­ter und Väter in Russ­land, auf rus­sisch in den sozia­len Medi­en aus­ruft, sechs Mona­te andau­ern­de Debat­ten mit den US die der Ukrai­ne bereits eine Kriegs­wirt­schaft nahe­le­gen, bevor noch ein ein­zi­ger wei­te­rer Pan­zer über die rus­si­sche Gren­ze gerollt ist, was Kiev mit einem Ver­weis auf die Aus­wir­kun­gen auf das GDP expli­zit ablehnt - es ist WIRKLICH UNGLAUBLICH - wie sehr sich die Ukrai­ne als his­to­ri­sches Opfer Russ­lands gefühlt haben muss…

Pro­pa­gan­da kann hier aber immer noch nie­mand entdecken.

Haupt­sa­che die rich­ti­gen Leu­te *hust* ein­la­den, sag ich immer…

Zum Glück ist es uns im Wes­ten ver­bo­ten auf die direk­ten Ereig­nis­se die zum Auf­marsch der Trup­pen, und zum Beginn des Krie­ges geführt haben zu blicken.

Jeder der mehr dar­über auf­ge­schnappt hat als “Putin woll­te nicht ernst­haft ver­han­deln”, wird heu­te doch in kei­ne Debat­te mehr eingeladen…

Aber nicht dass hier Leu­te Mear­s­hei­mer zuhören, …

Gut dass das ORF Panel ihn noch ein­mal ohne Argu­men­te ins Abseits stellt. Hat ein­fach die fal­sche Mei­nung fürs heu­ti­ge Datum. Was will man machen.

Die­se Gesell­schaft ist das abgrund­tief Aller­letz­te. Sterbt ihr Wichser.

LÜGT EUCH NUR EINE ALTERNATIVE DEUTUNGSHOHEIT ZUSAMMEN. FICKT EUCH IHR VERFICKTEN SCHWEINE.

edit: HEISSA! NEUES MINIMALZIEL LAUT EUROPA STUDIO EXPERTEN! RUSSLAND MUSS ZUMINDEST DIE KONTROLLE ÜBER SEINE ATOMWAFFEN VERLIEREN.

ALLES NICKT IN DER RUNDE.

NETT.

Der Selbstmordattentäter Feiertag

08. Oktober 2022

Es ist bestä­tigt, dass ein rus­si­scher Tank­trans­port auf Schie­ne von der Explo­si­on auf der Kertsch Brü­cke getrof­fen wurde.

Damit steigt die Chan­ce, dass es sich tat­säch­lich um eine LKW Bom­be gehan­delt hat.

Die ent­we­der ohne das Wis­sen des Fah­rers gezün­det wur­de, oder mit höhe­rer Wahr­schein­lich­keit (Timing immer noch recht schwer) - von einem Selbst­mord­at­ten­tä­ter hoch­ge­jagt wor­den ist.

Was bedeu­tet, dass wir dank der über­ra­gen­den west­li­chen Wer­te den ers­ten offi­zi­el­len ukrai­ni­schen Selbst­mord­at­ten­tä­ter vor einer Kame­ra sehen konnten.

Das soll­te uns einen Fei­er­tag wert sein. Nach wem wol­len wir ihn benen­nen… Ein hoher ukrai­ni­scher Poli­ti­ker schei­det ja schon mal aus, da gibt es PR tech­nisch viel zu vie­le schlech­te Assoziationen.

Viel­leicht nach Mycha­j­lo Podol­jak

Der Podoljak-Selbstmordattentat Gedenktag.

Ja, das hat einen net­ten Klang.

Remem­ber, remem­ber the eight of octo­ber the sui­ci­de bom­bing mis­si­on and plot, I know of no rea­son why the sui­ci­de mis­si­on should ever be forgot.

Die Wen­de im Krieg. Nach den drei Ver­sor­gungs­in­fra­struk­tur Wen­den davor. Dies­mal jedoch kri­tisch. Also, wenn die Brü­cke nicht bin­nen eines Monats repa­riert wird.

Die­se Gesell­schaft ist das Letz­te. Sterbt.

edit: Die Ukrai­ne hat bin­nen 24 Stun­den die PR Impli­ka­tio­nen überrissen.

DAS WAREN DIE RUSSEN!

Gehen wir die aktuellen Medienlügen noch mal durch

08. Oktober 2022

Da die Ukrai­ne bis­her im Nord­os­ten vor allem Miliz­ver­bän­de und die am schlech­tes­ten aus­ge­bil­de­ten rus­si­schen Ein­hei­ten ange­grif­fen hat (im Süden bei 500km² Gebiets­ge­winn in der Regi­on Cher­son nicht) ist die rus­si­sche Kampf­mo­ral noch immer gene­rell sehr schlecht, weils die Medi­en berich­ten und die Hot­lines fürs defac­ting der rus­si­schen Armee nicht mehr erreich­bar sind -

die rus­si­sche Armee im Süden bei Cher­son wür­de eher auf­ge­ben als in den Tot gehen, da sie nun ja kei­ne Rück­zugs­mög­lich­keit mehr hat.

Angrif­fe auf die zivi­le Infra­struk­tur sind ent­we­der Putin-Hitler Qua­li­tät von Teu­fels­werk, oder Mani­pu­la­ti­on - wenn mal wie­der Amnes­ty ent­deckt, wo die Ukrai­ne ihre Waf­fen, und ihre com­mand and con­trol Infra­struk­tur unter­bringt, oder Erpres­sung - wenn mal wie­der ein Oblast für drei Tage von der Stroß­ver­sor­gung abge­schnit­ten ist -

aber nur gut so, das abso­lut Rich­ti­ge und der Anfang der Kriegs­wen­de, wenn die Kertsch Brü­cke weg­ge­bombt wird.

Um zusätz­li­ches schwe­res Mili­tär­ge­rät in die Cher­son Regi­on zu brin­gen hat Russ­land jetzt deut­lich län­ge­re Trans­port­we­ge, und deut­lich weni­ger Optio­nen, was es ent­we­der, vor allem kurz­fris­tig vul­nerabler macht, oder lang­fris­tig angreif­ba­rer für geziel­te Schlä­ge bei US Gefechts­feld­auf­klä­rung, daher hat die Ukrai­ne schon so gut wie gewon­nen, das ver­zö­gert den Krieg ganz bestimmt nicht.

Wenn Zivil­be­völ­ke­rung auf der Krim unter­ver­sorgt wird, ist das nur rich­tig so - denn Kar­ma, auch wenn sie kei­ne Mög­lich­keit hat in gro­ßer Anzahl zu fliehen.

Dass die Gas­pipe­line durch die Ukrai­ne für Euro­pas Basis­en­er­gie­ver­sor­gung an Bedeu­tung gewon­nen hat, und der Ukrai­ne dadurch einen war­men Win­ter garan­tiert, ist laut Ischin­ger ein rus­si­scher Sabotageakt -

dass die Rück­erobe­rung von Cher­son in ers­ter Linie rus­si­sche Ver­sor­gungs­li­ni­en auf die Krim angreif­bar macht - und damit das zivi­le Unru­he­po­ten­ti­al erhöht, ist der schnells­te Weg den Krieg zu been­den, vor allem wenn mehr Leu­te hungern.

Dass die Ukrai­ne aktu­ell nur punk­tu­ell eine 8-fache Über­le­gen­heit für Angrif­fe zusam­men bringt, bei ein­ge­schränk­ter Mobi­li­tät in den Win­ter­mo­na­ten, bedeu­tet, dass sie die von Russ­land erober­ten Gebie­te nach dem 23. Febru­ar bis Ende des Jah­res zurück­er­obern kann.

Dass Russ­land die Krim jetzt nur noch aus der Luft und mit Schif­fen ver­sor­gen kann, bedeu­tet, dass die Ukrai­ne die Krim Mit­te nächs­ten Jah­res von einem Putin Nach­fol­ger geschenkt bekommt, mit dem Selen­skyj wie­der ver­han­deln würde.

Die 300.000 Rekru­ten die Russ­land bis März in die Gefechts­zo­ne bringt, sind alle schlecht aus­ge­rüs­tet, und außer­dem hat die Ukrai­ne viel mehr Ein­hei­ten. Und außer­dem ist das ein Zei­chen von Schwäche.

Wenn die Sol­da­ten­müt­ter in Russ­land pri­vat­wirt­schaft­lich Aus­rüs­tung für die Trup­pen kau­fen, ist das ein Zei­chen des desas­trö­sen Zustands der rus­si­schen Armee - wenn sie das in der Ukrai­ne machen, noch ech­ter Kampfgeist.

Wir wol­len kei­nen Regimechange.

Biden (“… und des­halb sage ich euch, Putin muss ver­schwin­den”) ver­han­delt aktu­ell mit Russ­land um für Putin einen gesichts­wah­ren­den Aus­tritt aus dem Krieg zu ermög­li­chen. (Kein Scherz, Messaging seit drei Tagen.)

Selen­skyj ist ein Frie­dens­prä­si­dent, der nur Frie­den will und seit dem ers­ten Tag woll­te, an dem der Stan­dard einen Revol­ten­auf­ruf von Selen­skyj auf rus­sisch nach Russ­land, als “letz­te Chan­ce für den Frie­den” ver­öf­fent­lich hat, und Putin ist der Ein­zi­ge der über­haupt Inter­es­se hat die­sen Krieg zu verlängern.

Selen­skyj ist, und war immer diskussionsbereit.

Die Rus­sen haben im April die Ver­hand­lun­gen über die Tür­kei abgebrochen.

Russ­land betreibt Genozid.

Russ­land ist so geschwächt, dass es Mit­te nächs­ten Jah­res die von der Ukrai­ne dik­tier­ten Bedin­gun­gen akzep­tie­ren muss, aber wenn EU Staa­ten nicht wei­ter schwe­re Waf­fen lie­fern greift Putin auch Nato Staa­ten an, und nicht “nur” Geor­gi­en und Moldavien.

Auch wenn er für die mili­tä­ri­sche Okku­pa­ti­on der Ukrai­ne selbst bei einer Gene­ral­mo­bil­ma­chung zu wenig Ein­hei­ten hätte.

Auch da unse­re Sank­tio­nen ja vor allem die rus­si­sche Rüs­tungs­in­dus­trie so hart treffen.

Und gar­nicht auf Regime Chan­ge abzielen.

Auch wenn Selen­skyj per Dekret nur noch nach einem Regi­me­chan­ge auf Prä­si­dial­ebe­ne ver­han­deln würde.

Des­halb muss das rus­si­sche Regime gestürzt wer­den, wäh­rend Biden zeit­gleich nach einer gesichts­wah­ren­den Lösung für Putin sucht.

Putins Moti­va­ti­on ist Impe­ria­lis­mus (Hoch­ach­tungs­voll, das Kla­vier im Arsch von Scholz), auch wenn wir kei­ne (!) Reden fin­den die das nahe­le­gen. Aber mas­sig Bele­ge dafür, dass die rus­si­sche Regie­rung und die rus­si­sche Diplo­ma­tie - eine Neu­ord­nung einer Sicher­heits­ord­nung woll­ten, die die Nato bis an ihre Lan­des­gren­ze gebracht hat. Breit­flä­chig, über Tau­sen­de von Kilometern.

Inkl. Aus­sa­gen von Diplo­ma­ten, dass Russ­land ger­ne eini­ge Vasal­len­staa­ten mehr gehabt hät­te. Was ja nicht mög­lich war, da welt­weit JEDES LAND sei­ne Sicher­heits­bünd­nis­se selbst aus­wäh­len kön­nen soll. Gut, nicht nach der Monroe-Doktrin, aber war­um soll­ten wir die kennen…

Putin ist immer dann ver­rückt, und von Covid Angst zer­fres­sen, wenn er gera­de wie­der eine Pro­pa­gan­da­re­de hällt - oder an einem so alten lan­gen Tisch sitzt, dass selbst ich im Stu­di­um noch gelernt habe, dass die­se Bil­der für ihre Medi­en­wir­kung ein­ge­setzt wer­den -- aber nie dann ver­rückt, wenn es um den Ein­satz tak­ti­scher Nukle­ar­waf­fen geht, da die US dann die kom­plet­te rus­si­sche Armee ver­nich­ten würden.

Wäh­rend alle Geschichts­wis­sen­schaft­ler grund­sätz­lich in kei­ner Rede PR ent­de­cken, aber stän­dig Indi­zi­en für “wie Putin denkt”, oder “wies um sei­ne Geis­tes­ver­fas­sung bestellt ist”.

Nichts davon ist Propaganda -

aber wenn ARTE die Rich­te­rin Bar­ba­ra Salesch TV Pro­duk­tio­nen im rus­si­schen Vor­abend screent, und dort Pro­pa­gan­da fin­det, ist das die per­fi­de rus­si­sche Pro­pa­gan­da fürs Volk. Auch wenn die teil­wei­se so stu­pi­de ist, dass sie eher dar­auf abzielt, dass die Mehr­heit weiß was aktu­ell die “offi­zi­el­le Lüge” (auf rus­sisch gibt es meh­re­re Voka­bel für Wahr­heit) zu sein hat.

Im Wes­ten exis­tiert die­ses Kon­zept aber nicht. Dess­halb sind wir frei und demo­kra­tisch, außer­dem libe­ral. Wes­halb Ber­nays die­se Kon­zep­te expli­zit dazu erfun­den hat freie, demo­kra­ti­sche Bevöl­ke­run­gen zu len­ken. (Sie­he Vor­wort: Pro­pa­gan­da von Edward Bernays)

Das ist alles super toll und der stell­ver­tre­ten­de Pro­fil Chef­re­dak­teur hat schon wie­der vor zwei Wochen gewusst, dass Putin nicht gewin­nen kann, weil er ja einer Auto­kra­tie vor­steht. Und Demo­kra­tien immer gewinnen.

Vor allem in einem Ener­gie­krieg, der aber kein Wirt­schafts­krieg sein darf.

Ins­be­son­de­re, wenn wir uns im Kampf Demo­kra­tien gegen Auto­kra­tien befin­den, auch wenn der ehe­ma­li­ge US Ver­tei­di­gungs­ko­or­di­na­tor in Aspen auf einer Secu­ri­ty Kon­fe­renz davon spricht, dass man sich im Zeit­al­ter der “Big Power Con­flicts” befinde.

Und wenn wir gera­de in Euro­pa von Auto­kra­tien wei­ter struk­tu­rell (gro­ße Men­gen) mit Gas ver­sorgt werden. 

Die EU ist dafür bes­tens auf­ge­stellt, solan­ge sie nur zusam­men­hält, und die Ukrai­ne ihre Ent­schei­dun­gen tref­fen lässt -

denn Stag­fla­ti­on nächs­tes Jahr und ein lang­fris­tig vier­fach höhe­rer Ener­gie­preis und der Weg­fall von Gas als leist­ba­re Brü­cken­tech­no­lo­gie für die Ener­gie­wen­de (Netz­sta­bi­li­tät), trifft uns garnicht.

Und wenn dann Russ­land mehr als uns. Auch wenn wir die Aus­wir­kun­gen nicht eva­lu­ie­ren, und schon gar­nicht rela­tiv (Wett­be­werbs­fä­hig­keit) zu denen in den US.

Die ja unse­re Ver­tei­di­gung sicher­stel­len. Gegen einen Putin der schon fast geschla­gen ist.

Nach der Zer­stö­rung von Ver­sor­gungs­in­fra­struk­tur in rus­si­schem Ter­ri­to­ri­um (war die Stra­ße von Kertsch noch ukrai­nisch?), ist jetzt der nächs­te Schritt den Deutsch­land - neben der Aus­bil­dung der ukrai­ni­schen Sol­da­ten in dem neu­en US Kom­man­do in Wies­ba­den leis­ten muss, der Auf­bau von Repa­ra­tur und Ver­sor­gungs­in­fra­struk­tur von Polen in die Ukrai­ne hin­ein. Für schwe­re­res Gerät, dass wir noch nicht lie­fern, aber bald.

Und Putin kann nicht dar­auf reagie­ren, denn wenn er dar­auf reagiert, zer­stört die US Army sei­ne gesam­te mili­tä­ri­sche Präsenz.

Das ist aber kei­ne Eska­la­ti­ons­spi­ra­le in der wir uns befin­den, nein das ist laut der Stif­tung Wis­sen­schaft und Poli­tik die die deut­sche Regie­rung berät eine “Lern­kur­ve”.

Wir haben eigent­lich schon gewonnen.

Gut, nächs­tes Jahr noch Stag­fla­ti­on - und die Krim­be­völ­ke­rung hun­gert die­sen Win­ter - aber abge­se­hen davon, und von den Rüstungs- und Per­so­nal­pro­ble­men der ukrai­ni­schen Armee (die sie ja nicht hat, da sie so viel rus­si­sches Gerät erobert hat) -

die aktu­ell wei­test­ge­hend von US Finanz­in­ves­to­ren bezahlt wird die die Staats­aus­ga­ben nach dem Staats­bank­rott (Ver­zei­hung, nach der Bit­te um Stun­dung der Aus­lands­schul­den, der von allen Gläu­bi­gern der Ukrai­ne frei­wil­lig Fol­ge geleis­tet wur­de) finanzieren --

aber dann, dann bricht das Regime Putin in sich zusam­men, wäh­rend Biden für Putin eine gesichts­wah­ren­de Exit Opti­on sucht.

Fühlt ihr euch alle auch so gut infor­miert wie ich?

Die­se Gesell­schaft ist das Letz­te. Sterbt. Sterbt.

Und da geht die Versorgung der Krim dahin

08. Oktober 2022

gut, dass deut­sche Exper­ten wuss­ten, dass durch die Lie­fe­rung schwe­rer Waf­fen an die Ukrai­ne kei­ne Eska­la­ti­on mehr mög­lich war…

Die Krim-Brücke steht in Brand
Auf der stra­te­gisch wich­ti­gen Krim-Brücke hat es Medi­en­be­rich­ten zufol­ge einen Zwi­schen­fall gege­ben. Ukrai­ni­sche Medi­en mel­den, dass sich am frü­hen Mor­gen gegen sechs Uhr eine Explo­si­on ereig­net habe. Die staat­li­che rus­si­sche Nach­rich­ten­agen­tur mel­det unter Beru­fung auf einen Ver­tre­ter der loka­len Behör­den, dass ein Treib­stoff­tank in Brand ste­he. Die Brü­cke führt über die Stra­ße von Kertsch, einer Meer­enge. Sie ver­bin­det die Halb­in­sel Krim mit dem rus­si­schen Festland.

src: click

Die­se Gesell­schaft ist das abgrund­tief Allerletzte.

Weni­ger rus­si­sche Pan­zer in Cher­son. Mehr Ver­sor­gunslü­cken für die Zivil­be­völ­ke­rung auf der Krim,… Das muss man als deut­scher Exper­te unter einem ganz spe­zi­el­len Licht sehen.

Und für die, die sich gewun­dert haben - außer­halb ukrai­ni­scher Himars Reich­wei­te, 300km. Angeb­li­ches Video: click

Es gibt aber auch wie­der gute Nach­rich­ten. Fitch senkt Ratings-Ausblick für Öster­reich. Und Stag­fla­ti­on 2023.

edit: Der Stan­dard, inklu­si­ve Com­mu­ni­ty - ist mal wie­der in Fei­er­lau­ne: click

Damit erklärt sich auch war­um Selen­skyj von den US vor zwei Tagen öffent­lich einen Erst­schlag auf Russ­land gefor­dert hat. 

Immer das Dop­pel­te des Mög­li­chen for­dern, und dann das Mög­li­che ausreizen.

Läuft.

Die­se Gesell­schaft ist das Aller­letz­te. Fickt euch ihr Schwei­ne. Sterbt ihr Wichser.

edit: Ein Eisen­bahn­strang ist aktu­ell noch benutzbar.

Endlich normale Leute

06. Oktober 2022

Der Redak­teur der Süd­deut­schen muss noch rech­nen, oder den Stel­len­wert von Gas­kraft­wer­ken für die Netz­sta­bi­li­tät ler­nen, aber sonst…

Seh­emp­feh­lung.

Joschka, bitte sag uns wies weitergeht!

05. Oktober 2022

Der Stan­dard schreibt wie­der Pro­ject Syn­di­ca­te ab.

Wla­di­mir Putins mili­tä­ri­scher Über­fall auf die Ukrai­ne ist der Ver­such, die Zeit zurück­zu­dre­hen, zurück in jene Zeit, als Russ­land Groß­macht war und Ost­eu­ro­pa beherrsch­te. Letzt­end­lich geht es dem rus­si­schen Prä­si­den­ten sogar um die Revi­si­on des Aus­gangs des Kal­ten Krie­ges. Damit über­schätzt er sich aber völ­lig. Das eine sind sei­ne wie­der­erstan­de­nen Zaren­träu­me, das ande­re hin­ge­gen ist die Wirk­lich­keit, und in die­ser scheint sich Putin mit sei­nem Krieg mäch­tig ver­kal­ku­liert zu haben.

Fischer weiß, es geht um Impe­ria­lis­mus und Zaren­träu­me (Vier Stein­sta­tu­en Theo­rie von Fio­na Hill).

Die Ukrai­ne kann gewin­nen, weil Russ­land nicht mehr gewin­nen wird. (Ich glau­be die Kom­bi­na­ti­on ist neu.)

Wir wis­sen zwar noch immer nicht, Stand Okto­ber 2022, wie die­ser Krieg enden, wie vie­le Opfer er auf bei­den Sei­ten noch ver­lan­gen wird, aber schon heu­te kann man fest­stel­len, dass Putin die­sen Krieg nicht mehr gewin­nen kann, nicht auf dem Schlacht­feld und poli­tisch schon gar nicht.

Der Krieg ver­langt mehr Opfer, wenn mann beid­sei­tig kei­ne Ver­hand­lungs­ba­sis auf­baut. Aber lei­der der Krieg ist hier ein Ereig­nis das in sich mehr Opfer ver­langt. Das sind nicht Poli­ti­ker, oder Mili­tär­ex­per­ten die Rück­erobe­run­gen (der Angrei­fer ver­liert drei­mal mehr Sol­da­ten) oder Ver­gel­tungs­schlä­ge pla­nen - nein, der Krieg ver­langt sei­ne Opfer.

Putins Schwä­che

Sei­ne Dro­hung mit dem Ein­satz von Nukle­ar­waf­fen und die rus­si­sche Teil­mo­bi­li­sie­rung legen ganz im Gegen­teil sei­ne Schwä­che und sei­ne miss­li­che Lage auf dem ukrai­ni­schen Schlacht­feld offen. Die von ihm so genann­te “mili­tä­ri­sche Spe­zi­al­ope­ra­ti­on” ist ganz offen­sicht­lich geschei­tert und muss zu einem “Krieg” wer­den mit dem vol­len Rück­griff auf das stra­te­gi­sche Poten­zi­al Russ­lands bis hin zur Dro­hung mit einem Nuklearkrieg.

Nume­ri­sche Stär­ke ist Schwä­che, der Krieg muss­te als sol­cher dekla­riert wer­den, das ist Schwä­che (!? - im euro­päi­schen Nar­ra­tiv etwas wirr, aber nicht nur im euro­päi­schen Nar­ra­tiv - denn je mehr die Bevöl­ke­run­gen in eine Kriegs­er­zäh­lung ein­ge­bun­den wer­den, des­to höher fällt das Eska­la­ti­ons­po­ten­zi­al aus), Nukle­ar­dro­hun­gen sind ein Zei­chen von Schwä­che. Der Duk­tus hier läuft ent­lang von “nicht ernst neh­men der Geg­ner ist schwach, wir gewin­nen” - das ist - bei unkla­rem Kriegs­ver­lauf, per Defi­ni­ti­on Propaganda.

Soll­te Putin tat­säch­lich die­ses seit 1945 gel­ten­de Tabu der inter­na­tio­na­len Groß­macht­po­li­tik zer­bre­chen, so wird er nicht nur Russ­land defi­ni­tiv zu einem Paria-Staat machen und inter­na­tio­nal völ­lig iso­lie­ren. Indi­en und Chi­na wer­den die­sen Weg nicht mit­ge­hen, und die USA und die Nato wer­den nicht im Nichts­tun ver­har­ren, son­dern wohl­kal­ku­liert nicht­nu­kle­ar mili­tä­risch reagie­ren. Für Putin ist dies kein Schritt Rich­tung Sieg, son­dern eher ein ent­schei­den­der in Rich­tung sei­ner defi­ni­ti­ven Niederlage.

Inhalt­lich korrekt.

Ewi­ge Nachbarn”
Was heißt die­se Ent­wick­lung nun für Euro­pa? Russ­land und Euro­pa sind Nach­barn auf dem­sel­ben Kon­ti­nent, “ewi­ge Nach­barn”, was immer da auch noch kom­men mag.

Aus euro­päi­scher Sicht wird Russ­land fort­an wie­der zur mili­tä­ri­schen und das heißt exis­ten­ti­el­len Bedro­hung für den Kon­ti­nent. Die Euro­pä­er glaub­ten die­sen Zustand mit dem Ende des Kal­ten Krie­ges über­wun­den zu haben. Die­se Hoff­nung hat sich in unse­ren Tagen als gro­ßer Irr­tum erwie­sen. Euro­pa ist in sei­nem tie­fen Osten erneut zwei­ge­teilt, und Russ­land führt Krieg in der Ukrai­ne, um die­sen Staat aus­zu­lö­schen und sein Ter­ri­to­ri­um und sei­ne Bevöl­ke­rung gegen deren frei­en Wil­len zu vereinnahmen.

Mili­tä­ri­sche Bedro­hung für den Kon­ti­nent, da nicht die EU oder die Nato ins Tref­fen geführt wer­den kann. Da mili­tä­risch, folgt auch gleich existenziell.

So funk­tio­niert Sche­ma­ta Logik.

Unse­re mili­tä­ri­sche Auf­rüs­tung die dar­auf folgt ist dann aber kei­ne exis­ten­ti­el­le Bedro­hung für jeman­den, da sich ja jeder unse­ren Mili­tär­bünd­nis­sen anschlie­ßen kön­nen wird - um die Logik an der Stel­le sche­men­ge­recht noch ein wenig wei­ter zu führen.

Das ist das Pro­blem einer Eska­la­ti­on­spi­ra­le - von mit­tel­mä­ßi­ger Rhe­to­rik über­deckt. (Der Fol­ge­schluss von Fischer ist tat­säch­lich kei­ner. Da bräuch­te es bes­se­re Argu­men­ta­ti­on, die gibts an der Stel­le lei­der nicht.)

Ich neh­me auch an, dass die gan­zen von der Nato als “trip­wire” desi­gnier­ten Staa­ten inner­halb Euro­pas sich eben­falls nie fürch­ten muss­ten, da sie ja die freie Ent­schei­dungs­fä­hig­keit hat­ten sich der Nato anzu­schlie­ßen. Oh, nicht wirk­lich - das Nar­ra­tiv exis­tiert ja erst seit sie­ben Monaten…

Da gabs bei einer Nato Pres­se­kon­fe­renz unlängst mal einen mol­da­vi­schen Jour­na­lis­ten der nach­ge­fragt hat ob der Antrag sei­ner Regie­rung auf eine schnel­le Bei­tritts­op­ti­on… Wie soll ich sagen. Die Ant­wort fiel nicht kon­kret aus.

War für die mili­tä­risch auch gleich exis­ten­zi­ell? Oder nicht existenziell?

Die USA sind von über­ra­gen­der Bedeu­tung für die Ver­tei­di­gungs­fä­hig­keit Euro­pas, wie uns ein wei­te­res Mal Putins Angriffs­krieg in der Ukrai­ne zeigt.”
Der Kal­te Krieg, mit der ganz aku­ten Gefahr, zu einem hei­ßen und sogar nuklea­ren zu wer­den, ist ange­sichts des Über­falls auf die Ukrai­ne und Putins nuklea­rem Säbel­ge­ras­sel zurück.

Der Kal­te Krieg inner­halb Euro­pas ist bereits ein hei­ßer Krieg, aber net­te Mög­lich­keit noch ein­mal das nuklea­re Säbel­ras­seln unter­zu­brin­gen. (Wie­der­ho­lung als rhe­to­ri­sches Mittel.)

Euro­pa wird sich dar­auf ein­zu­stel­len haben, dass es an sei­ner Ost­gren­ze von einer nuklea­ren Groß­macht direkt bedroht wird. Die­se Tat­sa­che wird die EU dau­er­haft verändern.

Noch­mal Wie­der­ho­lung als rhe­to­ri­sches Mit­tel. Euro­pa bewusst unge­nau ver­wen­det. EU oder Nato Staa­ten wur­den in der letz­ten Eska­la­ti­on auch nicht indi­rekt nukle­ar bedroht. (Es sei denn natür­lich du gehst auf ARTE “Fact­check” Level run­ter, und berufst dich auf rus­si­sches Pro­pa­gan­da Fern­se­hen - dann schon, zumin­dest die UK.) Wech­seln is Pas­siv. (“Die EU wird sich dau­er­haft ver­än­dern”). Glaubensproklamation.
(An den aktu­ell abseh­ba­ren Bud­get­grö­ßen ist das noch nicht ables­bar, aber es ist ja auch eine Proklamation.)

Die EU ist alles ande­re als eine geo­po­li­ti­sche Groß­macht. Öko­no­misch und tech­no­lo­gisch ist sie durch­aus ernst zu neh­men, aber macht­po­li­tisch bringt sie auf­grund ihrer Gespal­ten­heit und Zer­ris­sen­heit kaum ein Gewicht auf die Waa­ge. Die Kata­stro­phe des Zwei­ten Welt­kriegs hat zwar für den euro­päi­schen Eini­gungs­pro­zess gereicht, der die EU mit ihrer Rei­se­frei­heit und gemein­sa­men Wäh­rung und Markt her­vor­ge­bracht hat. Aber eine macht­po­li­ti­sche Eini­gung des Kon­ti­nents war nie­mals möglich.

Poli­tisch auch erst seit der let­zen Flücht­lings­kri­se “gewollt”. Erin­nert sich noch wer an die Euro­pa darf nicht zur Fes­tung Euro­pa wer­den Debat­ten? Nein? Bes­ser so.

Nuklea­re Erpressung

Genau dar­um wird es ange­sichts des zwei­ten Kal­ten Krie­ges in Euro­pa aber fort­an gehen müs­sen. Oder wol­len die Euro­pä­er dau­er­haft unter der mili­tä­ri­schen Bedro­hung durch Russ­land bis hin zur nuklea­ren Erpres­sung leben? Denn auch die Nato mit ihrer trans­at­lan­ti­schen Rück­ver­si­che­rung wird nur stark blei­ben, wenn die Euro­pä­er bei ihrer macht­po­li­ti­schen Inte­gra­ti­on vor­an­kom­men, höhe­re Bei­trä­ge zur gemein­sa­men Ver­tei­di­gung und Abschre­ckungs­fä­hig­keit leis­ten und ins­ge­samt dadurch den euro­päi­schen Pfei­ler der Nato als trans­at­lan­ti­scher Brü­cke stärken.

Wol­len wir dau­er­haft unter einer mili­tä­ri­schen Bedro­hung leben!? NEIN! Bau­en wir unser mili­tä­ri­sches Droh­po­ten­ti­al aus! Es ist nur folgelogisch.

Dass nur unse­re Mili­ta­ri­sie­rung die trans­at­lan­ti­sche Brü­cke (Wel­che Brü­cke? Das ist ein Bünd­nis. Die Atlan­tik­brü­cke ist eine Ver­ei­ni­gung. Brü­cken­bau­en ist das defi­ni­tiv nicht mehr.) stär­ken kann ist in der Theo­rie Schwach­sinn. Aber dar­um geht es hier nicht, es wird nur die US Logik bedient - ja wir zah­len auch ger­ne lang­fris­tig 2% unse­res GDPs und schi­cken unse­re Söh­ne in den Pazi­fik. Passt schon.

Brü­cken bau­en, muss man ja jetzt mili­tä­risch, nicht öko­no­misch, nicht diplo­ma­tisch, und schon gar nicht huma­ni­tär. Nein, die guten Josch­ka Fischer Brü­cken stärkt man nur durch eine Stär­kung der Nato.

Die USA sind von über­ra­gen­der Bedeu­tung für die Ver­tei­di­gungs­fä­hig­keit Euro­pas, wie uns ein wei­te­res Mal Putins Angriffs­krieg in der Ukrai­ne zeigt.

Ja, NATO ohne US wäre im Moment ein wenig schwer. Wir erin­nern uns an den Hirn­tot Sager? Der war eine Situationsbeschreibung.

Es ist aber fas­zi­nie­rend, dass wir uns in “wir sind unwür­dig” Dar­bie­tun­gen erge­hen zu haben, wenn aus­nahms­los jedes Kom­men­tar eines jeden voll­jäh­ri­gen Indi­vi­du­ums noch zu Kriegs­be­ginn “also dass es noch ein­mal Krieg gibt, hät­te ich ja nie geglaubt” war. Es ist unglaub­lich wie schnell das auf “HOCHRÜSTEN JETZT - UND DEN US DANKEN” gewech­selt hat, wäh­rend wird doch die Mona­te vor der Eska­la­ti­on zum Krieg nicht betrach­ten dür­fen. Auch wenn wir sie an den Pelo­si Rei­sen nach Chi­na und in den offi­zi­el­len Äuße­run­gen die dann vom Wei­ßen Haus wie­der zurück­ge­nom­men wer­den, noch ein­mal 1:1 erle­ben dür­fen. Im Zeit­al­ter der “big power competition”.

Moment, ich glau­be ich darf an der Stel­le noch ein­mal Euro­pa ist unwür­dig und kei­ne ech­te mili­tä­ri­sche Groß­macht sagen, weil Fischer das jeman­dem vor­wer­fen möch­te. Ich neh­me an der Nach­kriegs­ge­nera­ti­on vor 1968.

Nach den Erfah­run­gen mit Donald Trump stellt sich aber die Fra­ge für die Euro­pä­er, ob auch der nächs­te und über­nächs­te Prä­si­dent an der trans­at­lan­ti­schen Soli­da­ri­tät fest­hal­ten wird.

Naja, stimmt auch nicht wirk­lich. Solan­ge die GOP in ihrer heu­ti­gen Aus­prä­gung über­lebt ist Außen­po­li­tik immer noch “bipar­ti­san”. Wenn Mitch McCon­nell abge­sägt wird, wirds haa­rig. Die Sim­pli­fi­zie­rung, dass sich das mit Trump dreht, stimmt in der Form nicht. Was aber nie­man­den in Euro­pa dar­an hin­dert sie andau­ernd zu wiederholen.

Wün­schens­wert wäre es, aber sicher ist das nicht mehr.

Ja - dan­ke, wahr­schein­lich ist es aber trotz­dem noch. 

Fischer will an der Stel­le der Öffent­lich­keit sicher die Fein­hei­ten poli­ti­schen Risi­ko­ma­nage­ments erklären.

Umso wich­ti­ger wer­den die euro­päi­schen Ver­tei­di­gungs­bei­trä­ge und die macht­po­li­ti­sche Inte­gra­ti­on der EU für die trans­at­lan­ti­schen Bezie­hun­gen sein.

Anhal­ten­de Bedrohung

Die anhal­ten­de Bedro­hung der euro­päi­schen Ost­gren­ze durch Russ­land wird auch den Schwer­punkt der EU wei­ter nach Osten ver­la­gern und den öst­li­chen Mit­glied­staa­ten ein grö­ße­res Gewicht im Kon­zert der Gemein­schaft ver­lei­hen. Die EU wird dadurch neben der Rechts­ge­mein­schaft und dem gemein­sa­men Markt zu einer Sicher­heits­ge­mein­schaft wer­den, eng ver­zahnt mit der Nato, wie der Bei­tritts­wunsch zur Nato durch die bei­den EU-Mitgliedstaaten Finn­land und Schwe­den ganz prak­tisch zeigt.

Sor­ry, es liegt viel­leicht an mir, aber ich lese da nur US Mili­tär­ba­sen in Ost­block­staa­ten, Auf­ga­be des Ein­stim­mig­keits­prin­zips und EU Erwei­te­rung in zwei Geschwin­dig­kei­ten raus.

Das der Bevöl­ke­rung als “Sicher­heit, die sie sich immer gewünscht hat” zu ver­kau­fen, geht tat­säch­lich nur, wenn du wie Ste­fan Leh­ne dar­in das “Zukunfts­nar­ra­tiv EU für die Bevöl­ke­rung” siehst.

Gegen­wär­tig geht es vor allem dar­um, die ganz aktu­el­len Bedro­hun­gen und Gefah­ren gemein­sam abzu­weh­ren. Wel­che insti­tu­tio­nel­len Ver­än­de­run­gen im Gebäu­de der EU aus der ver­än­der­ten Sicher­heits­ar­chi­tek­tur in Euro­pa not­wen­dig wer­den, wird uns die Zukunft zeigen.

Wie lan­ge kann sich Öster­reich noch gegen “die Nato ist sehr an Gesprä­chen inter­es­siert” stellen?

Ob Putin wohl wuss­te, was er tat, als er den Befehl zum Angriff auf die Ukrai­ne gab? Man wird dies wohl nie mit Gewiss­heit erfah­ren. Die euro­päi­sche Frie­dens­ord­nung wur­de durch ihn zer­trüm­mert, und die Welt und vor allem die Euro­pä­er, die Nach­barn Russ­lands auf dem Kon­ti­nent, wer­den sich dar­auf ein­zu­stel­len haben. Ein wei­te­res Mal geht es um die Ver­tei­di­gung von Frei­heit, Frie­den und Demo­kra­tie in Euro­pa. (Josch­ka Fischer, Copy­right: Pro­ject Syn­di­ca­te, 4.10.2022)

Muss ich dazu noch etwas sagen? Das ist ein Ber­nays State­ment.