Weitere erstaunliche Zahlen aus der Ukraine

23. Januar 2023

Der Krieg in der Ukrai­ne tobt fast ein Jahr. Die Men­schen hier bli­cken den­noch über­ra­schend opti­mis­tisch in die Zukunft.

Quel­le:

Olek­sij Anty­po­wytsch, wenn man ihn fragt, wie sich die ukrai­ni­sche Gesell­schaft knapp ein Jahr nach der rus­si­schen Inva­si­on ver­än­dert hat. Der kräf­ti­ge Mann ist Direk­tor des Sozi­al­for­schungs­in­sti­tuts Rating Group

[Sei­nen Stu­di­en] zufol­ge glau­ben 97 Pro­zent der Ukrai­ner an einen Sieg gegen Russ­land. Mehr als 80 Pro­zent leh­nen kon­ti­nu­ier­lich jeg­li­che ter­ri­to­ria­len Zuge­ständ­nis­se an Mos­kau ab. Der klei­ne Teil der Ukrai­ner, der im ers­ten Kriegs­mo­nat noch kom­pro­miss­be­reit war, hat sei­ne Mei­nung Anty­po­wytsch zufol­ge spä­tes­tens mit den Tra­gö­di­en von Butscha, Irpin und Hos­to­mel geändert.

Bei sol­chen Ergeb­nis­se fragst du dich als gelern­ter Demo­skop, ob da ein Sol­dat dane­ben gestan­den, oder eh bereits die Waf­fe im Anschlag gehabt hat.

Und die Ukrai­ner hät­ten ihre Mei­nung nach Butscha, Irpin und Hos­to­mel geän­dert, weiß der Sozialwissenschaftler.

Ers­tens ein­mal Propagandalüge.

Also der kom­plet­te Aspekt. Die Ukrai­ne hat die schwe­ren Waf­fen für eine Stra­te­gie­än­de­rung vier Tage vor Butscha gefor­dert. Das Atlan­tic Coun­cil hat zwei Tage vor Butscha die Pro­pa­gan­da ver­stärkt (“Jetzt müs­sen schwe­re Waf­fen in die Ukrai­ne gelie­fert wer­den”).

Zwei­tens Hostommel?

Der Flug­ha­fen in der Nähe Kiews? Der in den ers­ten zwei Kriegs­mo­na­ten rele­vant war?

Goo­gelt man nach Hos­tom­mel Ukrai­ne tra­ge­dy - kommt zuerst ein Arti­kel über den “Batt­le of Anto­nov Air­port”, an zwei­ter Stel­le ein Pro­pa­gan­da Arti­kel von ukraine.ua und an fünf­ter Stel­le ein guar­di­an Arti­kel über den Ein­schlag einer fehl­ge­lei­te­ten Cluster-Bombe.

Ehm, ja ehm Hos­tom­mel, die Tra­gä­die der Flug­ha­fen Regi­on hat mehr als das hal­be ukrai­ni­sche Volk laut einem ukrai­ni­schen Sozi­al­wis­sen­schaft­ler davon über­zeugt, dass es gewin­nen muss! Weil es gewin­nen kann!

Was waren denn eigent­lich die Arti­kel die hier das Nar­ra­tiv geprägt haben? Also das Nar­ra­tiv von Hos­tom­mel? Ach­so ja - BBC: Ukrai­ne war: Family’s bid to reach safe­ty ends in tra­ge­dy , hyper per­so­na­li­siert, hyper emotionalisiert.
While Russia’s main focus appeared to be on the east and south of the coun­try, Rus­si­an for­ces also star­ted bom­bing towns and cities to the west of the capi­tal, such as Irpin, Bucha and Hos­to­mel - clo­se to whe­re Mak­sim was staying.

Der arme Maksim!!!!

Ver­öf­fent­li­chungs­zeit­punkt des Arti­kels - 3. April.
Spricht über Ereig­nis­se am 7. März.

Bildschirmfoto 2023 01 23 um 16 47 30

Nein also, als der Rus­se in Woche zwei den Flug­ha­fen ange­grif­fen hat, da wuss­ten wir, den müs­sen wir aus der gesamm­ten Ukrai­ne vertreiben.

Da hat sich die Mei­nung der Ukrai­ner geän­dert. Das weiß der Sozialwissenschaftler.

Was sich am meis­ten ver­än­dert hat, ist die Grund­ein­stel­lung der Ukrai­ner gegen­über ihrem eige­nen Land”, sagt Anty­po­wytsch. Vor dem Krieg sei die Mehr­heit der Men­schen der Ansicht gewe­sen, dass 30 Jah­re Unab­hän­gig­keit mehr Miss­erfol­ge als Erfol­ge brach­ten. “Nun betrach­ten die Men­schen auch die Zeit vor dem 24. Febru­ar ganz anders. Sie sagen, dass wir auch ab 1991 durch­aus erfolg­reich waren.”

Gut dass es den IMF gibt, der sagt immer noch dass die Zeit seit 1991 öko­no­misch schei­ße war, und es die Zukunft nicht min­der sein wird.

Anty­po­wytsch zufol­ge ist dadurch auch das Bekennt­nis zur Ukrai­ne als Staat gestie­gen. “Vor dem gro­ßen Krieg haben sich acht von zehn Ukrai­nern vor allem als Staats­bür­ger der Ukrai­ner iden­ti­fi­ziert. Im Moment sind das zehn von zehn”, sagt der Mei­nungs­for­scher. Und dass 80 Pro­zent heu­te glau­ben, dass sich die Ukrai­ne gene­rell in die rich­ti­ge Rich­tung ent­wi­ckelt, hät­ten Exper­ten wie Anty­po­wytsch frü­her so nicht für mög­lich gehalten.

Erstaun­lich…

Dass Russ­land auf einen rich­tig lan­gen Krieg setzt, ist den Ukrai­nern mitt­ler­wei­le bewusst. Trotz­dem haben im Dezem­ber 89 Pro­zent der im Rah­men einer Stu­die befrag­ten Men­schen ange­ge­ben, dass sie mit Opti­mis­mus ins nächs­te Jahr bli­cken, wäh­rend 65 Pro­zent davon aus­gin­gen, dass 2023 bes­ser als 2022 sein wird.

Ist es nicht erstaun­lich was Pro­pa­gan­da zu leis­ten im Stan­de ist?

Es liegt auf der Hand, dass 2023 blu­ti­ger und ent­beh­rungs­rei­cher für die Ukrai­ne wer­den wird. Da sie ja jetzt in den Angriff gehen will wäh­rend Russ­land die Ener­gie­ver­sor­gung des Lan­des angreift. Aber wis­sen sie was die­ses sozi­al­wis­sen­schaft­li­che Insti­tut her­aus­ge­fun­den hat?! Also die Ukrai­ner, mit dem neu­en auto­kra­ti­schen Medi­en­ge­setz das kei­ne Euro­päi­schen Stan­dards erfüllt, die glau­ben glatt das Gegenteil.

Ist das nicht herz­er­wär­mend. Wenn ich einen Hund hät­te, hät­te ich glaub ich jetzt das star­ke Bedürf­nis ihn zu füt­tern, damit er mit dem Schwanz wedelt.

Für mich ist das der Aus­druck einer Kriegs­an­pas­sung. Der Befund bedeu­tet nicht, dass es kei­ne men­ta­len Pro­ble­me in der Gesell­schaft gibt. Aber vie­le Men­schen sagen sich offen­bar: Ach, schlim­mer kommt es sowie­so nicht mehr”

Kriegs­an­pas­sung also. So, so. Dazu soll­te man viel­leicht mal ein neu­es sozio­lo­gi­sches Stu­di­en­feld eröff­nen, denn es gibt dies­be­züg­lich noch keines.

Frü­her hieß das im Stu­di­um Propaganda.

85 Pro­zent der Ukrai­ner spre­chen inzwi­schen auch von der fak­ti­schen Wie­der­her­stel­lung der Gren­zen von 1991 als gewünsch­tem Kriegs­er­geb­nis. Nur neun Pro­zent wür­den sich mit der Rück­kehr zum Sta­tus quo vor dem 24. Febru­ar, also mit einer rus­si­schen Kon­trol­le der Krim-Halbinsel und Tei­len der Bezir­ke Donezk und Luhansk, zufriedengeben.

Boah, genau­so wie der Pro­pa­gan­da­stand­punkt Selen­sky­js seit dem zwei­ten Kriegs­mo­nat. Das ist echt ers­tain­lich. Also der Zufall. Unse­re Medi­en hät­ten es auch bereits im Juni Fest­ge­stellt. Also ein­zel­ne Exper­ten in ein­zel­nen Medi­en. Dass das das Ziel der Ukrai­ne ist. Aber jetzt ist es ja auch ukrai­ni­sche Volks­mei­nung, laut einem sozi­al­wis­sen­schaft­li­chen Insti­tut. Das macht den Stand­punkt natür­lich unangreifbar.

Ach nein, Moment - es ist doch nur Pro­pa­gan­da­ge­wich­se. Fürs Volk. Und sei­ne Wirkung.

Unter Exper­ten wird aller­dings oft dis­ku­tiert, ob die Fra­ge eines wohl sehr blu­ti­gen Rück­erobe­rungs­ver­such der besetz­ten Krim wirk­lich so bewer­tet wird, wie die Umfra­ge­er­geb­nis­se nahe­le­gen. Laut dem Poli­to­lo­gen Olescht­schuk hat sich die Bewer­tung der von der Krim aus­ge­hen­den Gefahr aber in jedem Fall radi­kal ver­än­dert. 2014 hat­ten die Ukrai­ner die fak­ti­sche Situa­ti­on akzep­tiert und auch die Regie­rung hat aus­schließ­lich über diplo­ma­ti­sche Wege gespro­chen. “In die­sen acht Jah­ren wur­de die Krim aber stark mili­ta­ri­siert und dient nun als rus­si­sches Auf­marsch­ge­biet für die Ope­ra­tio­nen in der Süd­ukrai­ne”, sagt Olescht­schuk. “Die Ukrai­ner kön­nen auf lan­ge Sicht nicht ruhig schla­fen, wenn die Schwarz­meer­flot­te nicht aus Sewas­to­pol weg ist.”

HAHHAHAHAHAHAHAH! Die Schwar­meer­flot­te die aus rus­si­scher Sicht nicht auf­ge­ge­ben wer­den konn­te (ein­zi­ger über das gesam­te Jahr eis­frei­er Hafen Russ­lands, ohne ihn ver­liert Russ­land den Groß­machts­sta­tus), muss jetzt lei­der weg, damit die Ukrai­ner wie­der ruhig schla­fen können.

Da kennt ein Sozio­lo­ge noch Prioritäten.

Da weiß noch einer wie die Welt funktioniert.

Wir wol­len zur Nato als Mili­tär­bünd­nis, damit wir gut schla­fen kün­nen!” Und dar­auf die Nato, das Mili­tär­bünd­nis “Da wir euer Anlie­gen wie­der gut schla­fen wol­len zu kön­nen aner­ken­nen, neh­men wir euch ger­ne in ein Mili­tär­bün­dis auf, wir sind eh nur ein Ver­tei­di­gungs­bünd­nis, also bis auf Ser­bi­en und Syri­en viel­leicht -- aber da gibts dann Fil­me mit Geor­ge Cloo­ney, und die hel­fen ja auch beim wie­der ruhig schlafen.”

Dass die Ukrai­ner wie­der gut schla­fen wol­len, weiss sein sozi­al­wis­si­schaft­li­ches Insti­tut. Und Jef­frey Sachs weiß bereits, dass Nato aktu­ell Gene­rä­le auf Wirt­schafts­kon­fe­ren­zen schickt, die die “Siche­rung des Schwarz­meer­rau­mes” als Auf­ga­be der Nato her­aus­strei­chen. Also jetzt neu. Weil davor nie der Fall. Aber dank des groß­ar­ti­gen Erfol­ges, hat die Nato ein­fach mal ihren Ein­fluss­be­reich ver­grö­ßert, und schickt dazu jetzt, eben­falls neu, Gene­rä­le auf Wirt­schafts­kon­fe­ren­zen die die Rol­le der Nato in die­sem Zusam­men­hang erst­mals her­aus­strei­chen. Das ist der­ar­tig erstaun­lich. Also schon allein wenn man bedenkt wie weit der Nord­at­lan­tik vom Schwar­zen Meer ent­fernt ist. Aber Gott sei dank ist die Nato ein Mili­tär­bünd­nis der Wil­li­gen, bei dem jeder bei­tre­ten darf den wir mögen, und HUPS hast dus nicht gese­hen, ver­steht sie die Siche­rung des schwar­zen Meers als ihre neue Kern­auf­ga­be. Damit die Ukrai­ner wie­der gut schla­fen können.

Ich mein wenns grad so gut läuft, war­um nicht.

Jetzt gibts aber noch eine unglaub­li­che Leis­tung der Wie­ner Zei­tung, und das ist die­sen PROPAGANDASCHROTT, unkon­tex­tua­li­siert für Stun­den heu­te als Head­liner ver­öf­fent­licht zu haben, wäh­rend man sich nicht gefragt hat wie ein ukrai­ni­sches sozi­al­wis­sen­schaft­li­ches Insti­tut zu 97% Zustim­mungs­ra­ten und einer Volks­mei­nung kommt, die EXAKT die ukrai­ni­schen Propaganda-Positionen der letz­ten sechs Mona­te widerspiegelt.

Aber wie wür­de die Ukrai­ne Pro­pa­gan­dis­tin die bei Phoe­nix mitt­ler­wei­le zur Stan­dard­be­set­zung zählt es aus­drü­cken? Das ist wegen Demo­kra­tie, also das was Russ­land nicht hat.

Jetzt fleucht heut aber noch eine zwei­te Zahl rum. Die, falls kor­rekt, ein ziem­li­cher Hor­ror für die Ukrai­ne ist. Wo dann der Stan­dard her­geht, und die Öffent­lich­keit ver­arscht, dass die­se wie ein Fuss­ball­re­sul­tat zu inter­pre­tie­ren sei.

Fol­gen­des:

Nor­we­gen: 180.000 rus­si­sche Sol­da­ten getö­tet oder verletzt

Bei dem rus­si­schen Angriffs­krieg in der Ukrai­ne sind nach nor­we­gi­schen Schät­zun­gen bis­her fast 180.000 rus­si­sche Sol­da­ten getö­tet oder ver­letzt wor­den. Auf ukrai­ni­scher Sei­te sei­en ver­mut­lich mehr als 100.000 Sol­da­ten tot oder ver­wun­det, sag­te Gene­ral­stabs­chef Eirik Kristoff­er­sen am Sonn­tag in einem Inter­view mit dem nor­we­gi­schen Sen­der TV2. Zudem sei­en bis­her 30.000 ukrai­ni­sche Zivi­lis­ten getö­tet wor­den. Wie die Zah­len zustan­de kamen, erläu­ter­te der Gene­ral nicht.

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Ers­tens Nor­we­gen ist seit Tag eins Nato Mus­ter­schü­ler und woll­te als sol­cher bereits in den ers­ten Stun­den von Tag eins dass Deutsch­land end­lich einen Krieg einen Krieg nennt, Money­quo­te nor­we­gi­scher Ver­tei­di­gungs­spre­cher bei der Nato PK am Abend des ers­ten Kriegs­tags: “Wir las­sen uns doch nicht seit 2014 ver­ar­schen, wenn Russ­land neue Fahr­zeu­ge in den Don­bas schickt, dann haben wir jetzt einen Krieg und soll­ten nicht ver­su­chen Gesprä­che anzu­stren­gen”. Dh. der Zeit­punkt an dem ich das ohne Anga­be von Quel­len als kor­rekt anneh­me der - ehm, ist noch nicht gekommen.

Aber selbst wenn es so ist, sind das furcht­ba­re Zah­len für die Ukrai­ne. Der durch­schnitt­li­che “Ver­brauch” an Men­schen­le­ben bei einem Angriff auf frei­em Feld liegt bei 3:1 zu Unguns­ten des Angrei­fers, der gegen Befes­ti­gun­gen im frei­en Feld bei 4:1, der in Städ­ten bei 6:1. (Der der Ame­ri­ka­ner, wenn sie mal irgend­wo Krieg füh­ren im Schnitt bei 1:1000, da über­le­ge­nes Kriegs­ge­rät.) Und Russ­land steigt bis­her bei 1.8:1 aus? In einem Krieg der stra­te­gisch geführt wird wie der ers­te Welt­krieg? Ohne nen­nens­wer­te Gebiets­ver­lus­te abseits der Flan­ken? Wäh­rend es immer noch 20% der Ukrai­ne besetzt hält?

Wenn man bedenkt, wie kata­stro­phal der Angriff auf Kiew ver­lau­fen ist, und dass Russ­land drei­mal so vie­le Ein­woh­ner wie die Ukrai­ne hat - ist das eine sen­sa­tio­nel­le Ratio.

Und das wo der Angriff der Ukrai­ne abseits von geziel­ten Gegen­schlä­gen erst ansteht.

Hol­la die Waldfee.

Da braucht es schon die gesam­te Redak­ti­on des Stan­dard um das ehm “ins Rich­ti­ge Licht zur rücken”:

Trotz schwe­rer Ver­lus­te sei Russ­land in der Lage, die­sen Krieg “ziem­lich lan­ge fort­zu­set­zen”, sag­te Kristoff­er­sen und ver­wies auf Mos­kaus Mobilisierungs- und Waf­fen­pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten. Der nor­we­gi­sche Gene­ral for­der­te auch die rasche Lie­fe­rung von Kampf­pan­zern an die Ukrai­ne, bei der bis­her vor allem Deutsch­land bremst.

No shit Sherlock.

Na da kann ja jetzt end­lich wie­der wei­ter gestor­ben werden.

Gut übri­gens auch dass die Wie­ner Zei­tung einen Demo­sko­pen gefun­den hat, der weiß, dass die Ukrai­ner wis­sen, dass 2023 nur bes­ser wer­den kann…

Es gibt aber auch wie­der eine gute Nach­richt: Die Erd­öl­sank­tio­nen gegen Russ­land grei­fen bes­ser als erwar­tet. Kurz bis mittelfristig.

Nicht lang­fris­tig. Weil Erd­öl fun­gi­ble ist.

Jetzt weiß aber der ukrai­ni­sche Sozi­al­wis­sen­schaft­ler des medi­enös­ter­rei­chi­schen Ver­trau­ens dass 97% der Ukrai­ner glau­ben den Krieg gewin­nen zu kön­nen wobei über 80% die Gren­zen von 1991 als Ziel­vor­stel­lung ange­ben, und zusätz­lich noch wis­sen dass “Russ­land auf eine rich­tig lan­gen Krieg setzt”.

Dass Russ­land auf einen rich­tig lan­gen Krieg setzt, ist den Ukrai­nern mitt­ler­wei­le bewusst. Trotz­dem haben im Dezem­ber 89 Pro­zent der im Rah­men einer Stu­die befrag­ten Men­schen ange­ge­ben, dass sie mit Opti­mis­mus ins nächs­te Jahr bli­cken, wäh­rend 65 Pro­zent davon aus­gin­gen, dass 2023 bes­ser als 2022 sein wird.

Ok, selbst das Alp­bach Huren­wichs­er­schwein von Tscha­ka­rowa (nichts gegen sie per­sön­lich, oder als Frau, das Huren­wichs­er­schwein kommt ein­fach mit dem Job und der “affi­lia­ti­on”) ver­laut­bart bei The Agen­da with Ste­ve Pai­kin vor 11 Tagen dass es aktu­ell die Ukrai­ne sei, die von einem Angriffs­sze­na­rio mehr pro­fi­tie­ren würde --

Aber das muss die Wie­ner Zei­tung doch nicht rich­tig kontextualisieren.

Heu­te war ein­fach ein­mal ein guter Tag für einen Head­line Arti­kel, “97% der Befrag­ten Ukrai­ner glau­ben den Krieg gewin­nen zu kön­nen, wobei gewin­nen als “die Ukrai­ne von 1991 zurück defi­ni­tert wurde””.

Und der kommt das gar­nicht komisch vor der Wie­ner Zeitung.…

Also weder dass sch die Ziel­per­spek­ti­ve ver­än­dert hat, noch dass in einer demo­sko­pi­schen Umfra­ge 97% der sel­ben Mei­nung sind. Ohne Stimm­ent­hal­tun­gen, ohne “ich weiß nicht”.

Wäh­rend sich der gelern­te Demo­skop fragt, ob der Sol­dat bei einer sol­chen Umfra­ge nur dane­ben gestan­den ist, oder bereits die Waf­fe im Anschlag hatte.

Aber das Wich­ti­ge ist ja nur, dass das dem euro­päi­schen Jour­na­lis­ten nicht auffällt.

Und dem Jour­na­lis­ten fällt nichts auf.

Bei mei­ner Ehr.

The Belmarsh Tribunal

20. Januar 2023

Props to the Wau Hol­land Foundation.

Wie kann man die Gesellschaft noch verarschen?

20. Januar 2023

Was will man da machen, da gibt man dem Rus­sen alle Gele­gen­heit immer voll­stän­dig zu kapi­tu­lie­ren, und sich ganz aus der Ukrai­ne zurück­zu­zie­hen, und die Krim bin­nen 30 Jah­ren frei­wil­lig abzu­ge­ben - und dann eska­liert der! Hät­te ja kei­ner ahnen kön­nen, dass Russ­land eine Teil­mo­bil­ma­chung fährt! 

Wir im media­len Wer­te­wes­ten haben ein­fach immer kor­rekt berich­tet dass der Rus­se jetzt nichts mehr tun kann und bald weg vom Fens­ter ist, weil wir die deut­sche Regie­rungs­po­li­tik ver­folgt haben, die dees­ka­lie­rend auf­ge­stellt war - wir erin­nern uns an die dees­ka­lie­ren­den Wor­te der deut­schen Außen­mi­nis­te­rin, oder die dees­ka­lie­ren­den Wor­te von von der Ley­en im Mai die­sen Jah­res als sich die Posi­ti­on der EU bin­nen 50 Tagen ohne Anga­be von Grün­den um 180 Grad gedreht hat.

Und weil der Rus­se so aggres­siv war, und nicht ver­han­deln woll­te - nach­dem Selen­skyj Ver­hand­lun­gen mit Putin unter Stra­fe gestellt und per Präsidential-Dekret ver­bo­ten hat, und die lau­fen­den Frie­dends­ver­hand­lun­gen Anfang Mai sei­ner­seits ein­sei­tig aus­ge­setzt hat - ste­hen wir jetzt vor einem neu­en Dilemma -

wie sichern wir die Ukrai­ne so ab, dass sie vor der rus­si­schen Eska­la­ti­on geschützt ist! Da wird man auch über Fra­gen der Luft­raum­si­che­rung nach­den­ken müs­sen. Viel­leicht Flug­zeu­ge lie­fern und…

So als Argu­ment gese­hen, beim ehe­ma­li­gen Nach­rich­ten Magazin:

Der Mode­ra­tor ist voll­kom­men blank. Die Gäs­te auch. Aber zumin­dest sind die Gäs­te auf Par­tei­li­nie, da kann ja nichts mehr schiefgehen.

Deutsch­land habe sich dees­ka­lie­rend ver­hal­ten. Und gleich mal Nord­stream 2 auf­ge­kün­digt, Pan­zer­hau­bit­ze 2000 gelie­fert, Ring­tausch mit Grie­chen­land und Tsche­chi­en initi­iert. Und das dees­ka­lie­ren­de Außen­mi­nis­te­ri­um, erin­nert sich kei­ner mehr an die die wir müs­sen eine Frie­dens­lö­sung anstren­gen Reden von Baer­bock bei der UN?

Erin­nert sich kei­ner mehr dar­an? Nein? Komisch.

Jetzt ist es aber gut, fin­den die drei zusam­men mit dem Mode­ra­tor in Ein­klang, dass der diplo­ma­ti­sche Back­chan­nel Frank­reich, end­lich auch ein­ge­knickt ist ist “die Ukrai­ne muss gewin­nen” fordert.

Iner­na­tio­nal war man sich ja einig, Frank­reich muss wegen sei­ner extre­men Lin­ken und extre­men Rech­ten einen eigen­stän­di­gen Kurs fah­ren und -- ups, jetzt hat sich das ja Gott­sei­dank geän­dert. War­um? Nun ja, Macron hat nach­ge­dacht, und jetzt ein Gefühl.

El Pais, hat berich­tet.

edit: Es gibt aber auch wie­der eine gute Nach­richt, Die Pres­se hat heu­te ein dra­ma­tur­gisch gut gestal­te­tes Dreh­buch fürs Kas­perl­thea­ter als Leit­ar­ti­kel ver­öf­fent­licht: click

Die neuen Zahlen des ukrainischen Verteidigungsministeriums

20. Januar 2023

Viel­leicht ist die US Regie­rung laut der ver­lo­ge­nen Poli­ti­co Wichs­er­sau ja daher der Über­zeu­gung dass die Ukrai­ne sehr erfolg­reich ist.

Stand 14. Okto­ber 2022 - Quel­le ukrai­ni­sches Verteidigungsministerium:

[Russ­land habe] über 1320 Pan­zer ver­lo­ren, von denen über 500 erbeu­tet oder auf­ge­ge­ben wurden

src: click

Dh, das ist bereits nach der Befrei­ung von Char­kiw und den Logis­tik­kno­ten in der Region.

Jetzt wer­den sie aber nicht glau­ben, wie erfolg­reich die ukrai­ni­sche Befrei­ungs­in­itia­ti­ve seit dem, dh. in den ver­gan­ge­nen vier Mona­ten war.

Also seit dem größ­ten mili­tä­ri­schen Erfolg der Ukrai­ne durch das Zurück­schla­gen der rus­si­schen Armee bei Kiew UND Charkiw - 

hat die Ukrai­ne, wäh­rend ihr die Artil­le­rie Muni­ti­on aus­ge­gan­gen ist, sie kei­ne Jave­lins mehr hat­te und sich die rus­si­sche Armee - nicht mal unter hohen Ver­lus­ten aus Cher­son zurück­ge­zo­gen hat (ein Nach­set­zen ist nicht erfolgt (man hat­te “zu viel Respekt vor einer Fal­le” Ergo, die rus­si­sche Armee hat noch mit ordent­li­chen Ein­hei­ten Rück­zugs­ge­fech­te ange­scho­ben), und der Zeit­punkt war für Beob­ach­ter über­ra­schend) - von Mit­te Okto­ber bis Mit­te Jän­ner, in der Peri­ode in der der Krieg wei­test­ge­hend ein­ge­fro­ren war -

vier­mal so vie­le rus­si­sche Pan­zer zer­stört wie in den gesam­ten acht Mona­ten davor (800). Dh. seit Kriegsbeginn.

tanks ‒ 3139 (+3),

und nein, da sind kei­ne APVs und kei­ne UAVs dabei die sind sepa­rat verzeichnet.

APV ‒ 6241 (+6),

[…]

UAV operational-tactical level – 1886 (+4),

src: click

Das ist hoch erstaun­lich! Vor allem wenn man bedenkt, dass die US nur 500 Stück Exca­li­bur an die Ukrai­ne gelie­fert haben.

Dh, die Ukrai­ne hat es in den Win­ter­mo­na­ten geschafft, wäh­rend ihnen die kon­ven­tio­nel­le Gra­na­ten­mu­ni­ti­on aus­ge­gan­gen ist, und die US nur 500 Stück Präzisions-Artilleriemunition in die Ukrai­ne gelie­fert haben, vier mal mehr Pan­zer zu ver­nich­ten als in den acht Kriegs­mo­na­ten davor.

Dh. pro Monat sechs mal so viel wie im Durch­schnitt in jedem der acht vor­her­ge­gan­ge­nen Monate.

Wäh­rend der Gefechts­pau­se zur Rekon­sti­tu­ie­rung bei­der Sei­ten im Winter.

Nach­dem sie 40 Dör­fer für Face­book befreit haben, die aber eigent­lich 1800 waren. Mit min­des­tens zwei Pan­zern pro Dorf.

Dann geht sich das aus.

Viel­leicht haben die Rus­sen aber auch ein­fach ihre Pan­zer über­ein­an­der geparkt, sodass eine Exca­li­bur immer vier auf ein­mal erwischt hat, und die Ukrai­ne hat dabei nie dane­ben geschossen.

Das Pro­blem ist dann nur noch, wie ver­nich­tet die Ukrai­ne noch 10.000 UAVs und APVs die sie ja auch wie immer ehren­haft, und hoch­ef­fi­zi­ent, und jung und mit Elan weg­ge­schos­sen haben.

Das ist aktu­ell nicht unwich­tig, da die Ukrai­ne angeb­lich “in Davos viel Unter­stüt­zung erhält” wie der Stan­dard heu­te eben­falls titelt. (Den PR Fet­zen such ich nicht noch­mal raus, den kann sich jeder im Inhalt ein­fach denken.)

Na ist doch klar, jeder öko­no­mi­sche Akteur möch­te mit dem erfolg­rei­chen, insol­ven­ten, gera­de den Groß­teil sei­ner Boden­schät­ze ver­lo­ren habe­nen Dar­ling des Wes­tens zur zukünf­ti­gen erneu­er­ba­ren Ener­gie­er­zeu­gung (nach den 80% der Invest­ment­sum­me als Initi­al­in­vest­ment, für den Sek­tor, direkt neben Russ­land) pak­tie­ren. Deutsch­land hat sich ja bereits gera­de­zu dar­um geris­sen mit dem Wie­der­auf­bau doch end­lich schon frü­her, dh. noch wäh­rend des Krie­ges begin­nen zu kön­nen.

Wäh­rend Russ­land die ukrai­ni­sche Ener­gie­ver­sor­gungs­in­fra­struk­tur ange­grif­fen hat.

Jetzt aber schnell noch fünf Mil­li­ar­den pro Monat, bei gestun­de­ten Zins­zah­lun­gen, damit die Ukrai­ne das Mili­tär­per­so­nal und die Pen­sio­nen auf­brin­gen kann!

Ganz Davos kann sich bei den Unter­stüt­zungs­be­kun­dun­gen gar nicht mehr halten.

Selen­skyj Mania womöglich.

Gut, auf dem You­tube Kanal des WEF hat die Anspra­che Selen­sky­js aktu­ell weni­ger Views als das Gespräch mit dem grie­chi­schen Pre­mier­mi­nis­ter, und drei­mal weni­ger Abru­fe als das Sat­ya Nadel­la Inter­view, aber die Groß­un­ter­neh­men sind natür­lich wie­der voll der Güte… Die wol­len ein­fach das finan­zie­ren, was die US aktu­ell über infla­tio­nie­ren der Welt­re­ser­ve­wäh­rung finan­zie­ren. Die sind näm­lich ganz gefnkelt sind die.

Der Stan­dard weiß das. Das darf man ihm schon glauben.

edit: Jetzt gibts da aber so einen blö­den Umstand, den die Brei­ten­me­di­en noch nicht aus­rei­chend kon­zep­tua­li­siert haben…

Spie­gel: Deut­scher Geheim­dienst alar­miert über ukrai­ni­sche Ver­lus­te in Bachmut

Der deut­sche Aus­lands­nach­rich­ten­dienst sei alar­miert über die Ver­lus­te der ukrai­ni­schen Armee im Kampf gegen rus­si­sche Trup­pen in der ost­ukrai­ni­schen Stadt Bach­mut, berich­te­te das Nach­rich­ten­ma­ga­zin Der Spie­gel am Freitag.

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Aber das macht ja nichts, denn Selen­skyj hat schon wie­der auf Twit­ter den Her­zens­bre­cher der Stun­de gecoined.

I can thank you hund­reds of times – but hund­reds of “thank you” are not hund­reds of tanks.

We must speed up! Time must beco­me our com­mon wea­pon, just like air defen­se, artil­le­ry, armo­red vehi­cles & tanks.

The Krem­lin must lose

#Ram­stein
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Krim und Leopard 2

19. Januar 2023

Deutsch­land hat sein Ok gege­ben gegen den Wil­len der deut­schen Bevöl­ke­rung Leo­pard 2 zu lie­fern, wenn die US Regie­rung Abra­hams liefert.

Die Biden Regie­rung hat das Ok gege­ben das Mate­ri­al für eine Rück­erobe­rung der Krim zu liefern.
edit: Die Wie­ner Zei­tung hat eine Kon­tex­tua­li­sie­rung online.

Oh Wun­der.

Die­se Gesell­schaft ist das abgrund­tief Allerletzte.

Kon­text

edit: Ent­schei­dung Frei­tag. Oder auch nicht.

Das Poli­ti­co Arsch­loch lügt, btw.

Para­phra­siert: “Die Ukrai­ner haben sich tap­fer geschla­gen, des­halb gibt es jetzt von den US die Bereit­schaft mehr Mit­tel zur Ver­fü­gung zu stel­len”. Stimmt nicht.

Erzäh­lun­gen bis­her - sel­bi­ges nur mit Wes­ten im Text gabs als Nar­ra­tiv ein­ein­halb Mona­te vor den Angrif­fen in Char­kiw, gestreut von Alp­bach nahen Exper­ten (@WarintheFuture, sie­he click), was damals kei­nen Sinn gemacht hat.

Da das defi­ni­tiv kei­ne euro­päi­sche Posi­ti­on war. (Wenn die Ukrai­ne erfolg­reich ist, bekommt sie mehr Waf­fen um noch erfolg­rei­cher zu sein.)

KEIN EINZIGER JOURNALIST HAT DAMALS NACHGEHAKT.

Als es als Nar­ra­tiv gestreut wurde.

Wir haben der Wie­ner Zei­tung die Fra­gen in den Kom­men­ta­ren vor­ge­schrie­ben. “Es macht kei­nen Sinn, wer (?) ist bereit in Euro­pa sub­stan­ti­ell mehr Waf­fen zu lie­fern, wenn die Ukrai­ner in ihrem Gegen­schlag erfolg­reich sind?”, die Jour­na­lis­ten habens nicht gemacht. Die Aus­sa­ge hat damals nicht zum gän­gi­gen Nar­ra­tiv gepasst, die Ukrai­ne wol­le sich nur verteidigen.

Wer sich über die Dau­er des Kriegs­ver­laufs die US Pro­pa­gan­da bei Hod­ges gege­ben hat wird eine sol­che abwar­ten­de Hal­tung auch bei den US zu kei­nem Zeit­punkt ent­de­cken. Die US habe laut CNN der Ukrai­ne den Angriff auf Char­kiw designt - und sie aktiv über­zeu­gen müs­sen, ihn über­haupt durch­zu­füh­ren.

(Im Gegen­teil - die Aus­le­gung es macht für die US kei­nen Sinn den Krieg nicht zu ver­län­gern, denn es ist für sie so kos­ten­güns­tig wie nie zuvor Russ­land mili­tä­risch zu scha­den hat es bis in die NYT geschafft. Die bis­her inves­tie­ren 25 Mil­li­ar­den (laut Poli­ti­co Jour­na­list im obri­gen Video, der ist wie­der mal TOP infor­miert.. 😉 (es sind bereits über 40 Mil­li­ar­den, aber passt schon)) der US machen kei­ne 2.5% (tat­säch­lich 4%) ihres jähr­li­chen (!) Ver­tei­di­gungs­bud­gets aus. Hier als Ana­ly­se des CSIS.)

Laut Kot­kin, um dort öffent­lich­keits­wirk­sam, schlech­te rus­si­sche Ein­hei­ten wegzuschießen.

Mit Spe­zi­al­erfolg bei Lyman, der ob sei­ner stra­te­gi­schen Bedeu­tung eine ein­zi­ge Lüge war. Aber Mar­sa­la hat noch flei­ßig wei­ter gelo­gen, dass dadurch neue Trans­port­kno­ten­punk­te der Rus­sen in die Reich­wei­te der Ukrai­ne kämen - was nicht gestimmt hat.

Und in Cher­son hat sich Russ­land zurück­ge­zo­gen, wor­auf die Ukrai­ne begon­nen hat in jedem der 20 Dör­fer in denen zuvor Artil­le­rie­ge­fech­te statt­ge­fun­den haben, eine Flag­ge für jeweils nen Social Media Bei­trag zu his­sen. Ein­woh­ner waren in den Bil­dern teil­wei­se gar kei­ne mehr zu sehen, aber Haupt­sa­che ein Sol­dat mit einer Flag­ge auf einem Hausdach.

Um raus­zu­strei­chen wie wesent­lich es war 20 Dör­fer befreit zu haben. Die aber vor allem als Artil­le­rie Stütz­punk­te für den Kampf um Cher­son wesent­lich gewe­sen wären. Also laut Social Media, defi­ni­tiv wegen der Frei­heit der Rest­be­völ­ke­rung die dort noch lebt.

Am 11. Novem­ber waren es dann laut Bild bereits 40 Dör­fer, weil man begon­nen hat die klei­ne­ren Sied­lun­gen mitzuzählen.

Im Okto­ber waren es schon mal “dut­zen­de” (Pres­se­mit­tei­lung zum 224. Kriegstag).

Und vom 15. Sep­tem­ber (Befrei­ung Char­kiews) bis Anfang Okto­ber war man so beson­ders flei­ßig, dass man in der Gegen­in­itia­ti­ve mit ein wenig krea­ti­vem Rech­nen laut Selen­skyj bereits - räusper

Die Ukrai­ne konn­te bis­her schon mehr als 1800 Städ­te und Dör­fer von rus­si­schen Besat­zer befrei­en. Das erklär­te Prä­si­dent der Ukrai­ne Wolo­dym­yr Selen­skyj in sei­ner Rede zur Lage der Nati­on am Mittwoch.

src: Ukrin­form

1800 Städ­te und Dör­fer von den rus­si­schen Besat­zern befrei­en konnte.

Zeit­punkt der Rede? 28. 12. - das US Bud­get mit den geear­mark­ten 45 Mil­li­ar­den für 2023 wur­de am 24.12. durch­ge­wun­ken. Ach­ja, hei­lig Abend war auch kein Zufall, man woll­te abso­lut kei­ne Debat­te im Senat.

Die US müs­sen von der Selen­skyj Rede vier Tage danach sicher sehr beein­druckt gewe­sen sein.

Hier das gestreu­te Nar­ra­tiv des Alp­bach nahen Exper­ten im Juli (die Ukrai­ne will sich nur ver­tei­di­gen war das Haupt-Narrativ du jour):

Ich den­ke, bei­de Sei­ten wol­len zei­gen, dass sie Fort­schrit­te machen, bevor der Win­ter kommt. Den Ukrai­nern wird es dabei vor allem dar­um gehen, den eige­nen Leu­ten zu demons­trie­ren, dass die Armee die Rus­sen nicht nur auf­hal­ten kann, son­dern auch in der Lage ist, Ter­ri­to­ri­um zurück­zu­er­obern. Damit wür­de man gleich­zei­tig auch ein deut­li­ches Signal an den Wes­ten schi­cken, dass es sich nach wie vor aus­zahlt, die Ukrai­ne zu unterstützen.”

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Jetzt lügt aber das Wichs­er­schwein von Poli­ti­co Arsch­loch, dass es die­se erfolg­rei­chen Aktio­nen gewe­sen wären die die US über­zeugt hät­ten in ihrer Unter­stüt­zung wei­ter zu gehen.

Das ist zwei­fach kuri­os. Zum einen da Selen­skyj beim US Besuch eine wei­te­re Res­ter­am­pe an Waf­fen (Smart Bombs Auf­rüst­kits für S-300 Type Rake­ten) und ein (in Zah­len 1) Patri­ot Rake­ten­sys­tem raus­ge­tra­gen hat, zum Ande­ren weil hier wie­der das Nar­ra­tiv ver­brei­tet wird, bevor die Akti­on bekannt gege­ben wurde.

Wir haben ja am Frei­tag WIEDER ein Ram­stein Kon­takt­grup­pen Mee­ting (wo “die Ukrai­ne natür­lich wie­der voll­kom­men selbst ent­schei­den muss”) und von US Sei­te ist durch­ge­si­ckert, dass die US die Ukrai­ne bei der Befrei­ung der Krim unter­stüt­zen wollen.

Also weiß der Poli­ti­co Redak­teur bereits zwei Tage im Vor­feld, dass die US von den Erfol­gen der Ukrai­ne sehr beein­druckt waren, so beein­druckt, dass man für 2023 wei­te­re 45 Mil­li­ar­den für die Ukrai­ne bud­ge­tiert hat - und um das ohne Dis­kus­si­on durch den Senat zu brin­gen an die spen­ding bill dran­ge­hängt hat, die jähr­lich zum Jah­res­en­de die Liqui­di­tät der US Regie­rung garan­tiert.

Wann jemand beein­druckt war? Wer? Wo? Ist egal.

Quel­le brauchts dafür nicht, das haben dem Poli­ti­co Redak­teur ein­fach wie üblich die Kum­pels aufm Gang im Capi­tol erzählt.

Wann? Viel­leicht im Sep­tem­ber, als die wei­te­ren Pla­nungs­of­fen­si­ven durch­ge­si­ckert sind?

Cher­son wur­de erst im Novem­ber zurückerobert.

Wahr­schein­lich waren die US von den Kilo­me­tern begeis­tert die die Ukrai­ne laut den geschön­ten Kar­ten des Insti­tu­te for the Stu­dy of War erobern konn­te.

Die 1800 Dör­fer kön­nens nicht gewe­sen sein.

Ein State­ment von jeman­dem der begeis­tert war gabs auch nicht, da man die Dis­kus­si­on im US Senat ums Ver­re­cken nicht wollte.

Aber zum Glück lügt ein Poli­ti­co Redak­teur immer noch ohne Kon­se­quen­zen in die offe­ne Kamera.

Smi­le, you’­re being lied to.

Wenigs­tens hat der Jour­na­lis­mus (bei Phoe­nix) dar­auf­hin eine Fra­ge die er für zen­tral hält.

War­um wird die­se Ent­schei­dung über Pan­zer hier so öffent­lich aus­ge­tra­gen?” (Da fal­len uns ja die gan­zen Lügen auf die Füße, wenn wir für den Ein­satz plötz­lich öffent­li­chen Begrün­dun­gen fin­den müs­sen, die erst durch einen öffent­li­chen Pro­zess gegan­gen sind…)

Aber die Ukrai­ne Pro­pa­gan­dis­tin im Panel hat bereits die kor­rek­te Ant­wort parat - wir machen das so öffent­lich, weil das das Wesen von Demo­kra­tien ist, genau das was Russ­land nicht hat.

Dann gibts nen Gegen­shot, und alle Jour­na­lis­ten im Panel schau­en drein, als wür­den sie sich am Liebs­ten die Kugel geben. So geküns­telt. So gelo­gen, dass es ihnen beim Hals raushängt.

Das muss so ein Moment sein, da zieht einem als Jour­na­list die bis­he­ri­ge Kar­rie­re vorm geis­ti­gen Auge vorbei.

Aber komm dafür wird Kar­nit­sch­nig auch nächs­tes Jahr wie­der nach Alp­bach ein­ge­la­den, ist doch auch was. Viel­leicht bekommt er sogar einen Liegestuhl.

edit: Die Washing­ton Post schießt schon wie­der im Bezug aufs Nar­ra­tiv quer.

Wo doch laut dem Poli­ti­co Lüg­ner die US so beein­druckt von dem Erfolg der Ukrai­ne waren, dass sie sie wei­ter unter­stüt­zen wol­len wie wir alle wis­sen, obwohls nie­mand jemals offi­zi­ell ver­laut­bart hat, weils Teil eines vor­ge­scho­be­nen Nar­ra­tivs war -- kams ver­gan­ge­ne Woche zu einem Tref­fen zwi­schen Burns und Selen­skyj, bei dem Selen­skyj vor allem wis­sen woll­te, wie lan­ge die US die Ukrai­ne noch unterstützen.

Weil wir ja alle - wie der Poli­ti­co Redak­teur - wis­sen, dass die US so beein­druckt von den Erfol­gen der Ukrai­ne waren, dass sie heu­te im Lau­fe des Tages ankün­di­gen wol­len, dass sie die Rück­erobe­rung der Krim unter­stüt­zen wol­len werden.

Geheim­tref­fen zwi­schen CIA-Direktor Burns und Selen­skyj in Kiew

CIA-Direktor Wil­liam Burns ist Ende ver­gan­ge­ner Woche in die Ukrai­ne gereist. Dort soll er Prä­si­dent Wolo­dym­yr Selen­skyj und Mit­glie­der des ukrai­ni­schen Geheim­diens­tes über die aktu­el­len Erkennt­nis­se der US-Behörde auf­ge­klärt haben, dar­un­ter die erwar­te­ten künf­ti­gen Schrit­te Russ­lands auf dem Schlacht­feld. Die Washing­ton Post berich­te­te zuerst über das Geheim­tref­fen und berief sich dabei auf Anga­ben eines US-Regierungsbeamten.

Selen­skyj soll sich beim Tref­fen vor allem dar­über erkun­digt haben, wie lan­ge er sich der Unter­stüt­zung der USA und des Wes­tens sicher sein kann, nach­dem die Repu­bli­ka­ner die Mehr­heit im Reprä­sen­tan­ten­haus über­nom­men hatten.

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Da stellt sich die Fra­ge, was für ein ver­fick­ter Jour­na­lis­mus das is, der ohne die Nen­nung von Quel­len vor­ges­tern mehr weiß, als der ukrai­ni­sche Prä­si­dent vor einer Woche-- aber auch nur weil er fürs Messaging gebrieft ist - das fol­gen­de Ent­schei­dung schon vor­weg nimmt:

Tref­fen der Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter in Ramstein

Prä­si­dent Selen­skyj betont kurz vor dem Tref­fen der Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter aus rund 50 Län­dern auf dem deut­schen Luft­waf­fen­stütz­punkt Ram­stein, dass sei­ne Regie­rung viel erwar­te. “Wir berei­ten uns auf das Tref­fen in Ram­stein vor. Wir erwar­ten star­ke Ent­schei­dun­gen”, sagt er in der Video­an­spra­che von ges­tern Abend.

Bei dem heu­ti­gen Tref­fen sol­len künf­ti­ge Waf­fen­lie­fe­run­gen erör­tert wer­den. Dabei geht es ins­be­son­de­re um deut­sche Leopard-2-Panzer, die von Arme­en in ganz Euro­pa ein­ge­setzt wer­den. Ber­lin hat ein Veto­recht bei jeder Ent­schei­dung über den Export von Pan­zern und die Regie­rung von Bun­des­kanz­ler Olaf Scholz hat sich bis­her gewei­gert, die­se zu genehmigen.

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Ich mein wir kön­nen die Öffent­lich­keit auch ein­fach voll durch­ver­ar­schen war­um nicht.

Medi­en berich­ten ohne Bele­ge Geheim­dienst­proagan­da, für die Ent­schei­dun­gen von heu­te, die bereits letz­te Woche ein­ge­lei­tet wur­den. Und begrün­den tun wir das mit Demokratie.

Sie wis­sen schon, das was Medi­en eben so machen.

Von denen Poli­ti­co bereits vor­ges­tern weiß, dass sie dem unglaub­li­chen Erfol­gen der Ukrai­ne geschul­det sind, was letz­te Woche nicht mal der ukrai­ni­sche Prä­si­dent wuss­te. Weil es nie eine öffent­li­che Aus­sa­ge dazu gab.

Ich glaub jetzt haben wirs aber bald.

Übri­gens Pro­xy­krieg der US ist das natür­lich kei­ner, Selen­skyj erkun­digt sich ein­fach der Freund­schaft hal­ber bei Burns wie langs denn noch wei­ter­geht. Wobei Burns immer­hin noch den Anstand hat­te nach Kiew zu fliegen.

Das offi­zi­el­le US State­ment ist gera­de die­se Minu­te raus:

USA sagen Kiew wei­te­re Milliarden-Militärhilfe zu

Die US-Regierung stellt der Ukrai­ne zur Abwehr des rus­si­schen Angriffs­kriegs wei­te­re mil­li­ar­den­schwe­re Mili­tär­hil­fen zur Ver­fü­gung. Das US-Verteidigungsministerium kün­dig­te noch ges­tern Abend ein Paket im Umfang von etwa 2,5 Mil­li­ar­den US-Dollar (2,3 Mil­li­ar­den Euro) an. Es ent­hält nach Pentagon-Angaben unter ande­rem 59 Schüt­zen­pan­zer vom Typ Brad­ley und erst­mals 90 Rad­schüt­zen­pan­zer des Typs Stry­ker - aber kei­ne Abrams-Kampfpanzer.

Es ist das bis­her zweit­größ­te Ein­zel­pa­ket die­ser Art. Das Minis­te­ri­um hält die Lie­fe­rung ame­ri­ka­ni­scher Abrams-Kampfpanzer nach eige­nen Anga­ben der­zeit für nicht sinn­voll. Der Abrams benö­ti­ge ande­ren Treib­stoff als etwa die Kampf­pan­zer Leo­pard 2 oder der Chal­len­ger 2 und sei auf­wen­dig in der Instand­hal­tung, sag­te Pentagon-Sprecherin Sabri­na Singh.

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Die US waren von den Erfol­gen der Ukrai­ne wie­der so beein­druckt, dass Deutsch­land sei­ne Posi­ti­on auf die der US im Vor­feld abstim­men konnte.

Der Stan­dard wuss­te aber wieder -

Bei dem heu­ti­gen Tref­fen sol­len künf­ti­ge Waf­fen­lie­fe­run­gen erör­tert werden

Und mein­te mit erör­tert, ein Pres­se­state­ment des Pen­ta­gons. Oder das bal­di­ge Ein­kni­cken der deut­schen Posi­ti­on trotz des Pres­se­state­ments des Pentagons.

Jetzt haben wirs dann aber bald.