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Niemand würde Russland im Schwarzen Meer einkesseln wollen

25. März 2024

I wo. Wie kann das ein nor­ma­ler Mensch nur glau­ben! Tiefs­te Russenpropaganda!

Das weiß doch jeder --

ich mein das weiß das gesa­me­te Stan­dard­fo­rum - dass Brze­zinski, der das Kon­zept aus­ge­ar­bei­tet hat ein rus­si­scher Pro­pa­gan­da­ist ist!

Why not - Brzezinski…?

Ich mein, das weiß Fass­labend in der diplo­ma­ti­schen Aka­de­mie Wien, dass das nur ein von Russ­land vor­ge­scho­be­ner Grund für den Krieg war, denn Russ­land kön­ne gaaaaaa­anz ein­fach auf Mur­mansk aus­wei­chen, wenn es mal wie­der eine Regie­rung in Afri­ka, oder die in Syri­en stüt­zen möchte -

Auch Reis­ner ver­zapft von Zeit zu Zeit…

Gut der Her­fried Münk­ler der weiß das nicht und behaup­tet das glatt sein ein Kriegs­grund für Russ­land gewe­sen, oder hat­te jeden­falls damit zu tun, dass Russ­land sich für einen Krieg ent­schie­den hat. Aber was weiß der schon. Der Her­fried Münkler.

Spä­te Erkenntnis

Wir wis­sen doch alle GANZ GENAU dass nie­mand Russ­land im schwar­zen Meer ein­kes­seln woll­te (Brze­zinski hat zwar das Gegen­teil als Stra­te­gie ent­wor­fen, aber was weiß der schon), und dass das alle wissen.

*räus­per*

ÜBERRASCHUNG!

Rumä­ni­en über­rascht mit einem rie­si­gen Bau – hier ent­steht der flä­chen­mäs­sig gröss­te Nato-Stützpunkt Europas

Das Mil­li­ar­den­vor­ha­ben unter­streicht die stra­te­gi­sche Bedeu­tung des Schwarz­meer­raums. Mos­kau reagiert mit Dro­hun­gen an die Adres­se Bukarests.

src: click (NZZ)

Nie­mand hat das kom­men sehen kön­nen, nie­mand. Nicht­mal der Her­fried Münkler.

Ach­so­ja, doch - Jef­frey Sachs. 

Seit dem 22. Jän­ner 2023.

Aber der ist eh nicht zitierwürdig.

Hier bei 22 min in:

I was recent­ly at a con­fe­rence in Eas­tern Euro­pe whe­re a NATO spea­ker came. It resem­bled a Star Wars event, he was in full uni­form and the­re was a screen instal­led in the back­ground and he tal­ked about the cru­cial role that NATO plays in the Black Sea regi­on and that it will be cru­cial for Eura­sia [!] or some­thing like that -- I said oh my God what is that, it’s almost like a cari­ca­tu­re, I’m not inte­res­ted, I was on one by the way - Eco­no­mic con­fe­rence I don’t want to see NATO offi­cials at an eco­no­mic con­fe­rence. So this is a real­ly important point - and sin­ce it’s a mili­ta­ry alli­an­ce you can’t just deci­de who you’­re going to enter into a mili­ta­ry alli­an­ce with. There’s a con­cept cal­led exter­na­li­ties, that says that your own decisi­on can have detri­men­tal con­se­quen­ces for the neigh­bo­ring sta­te. Should the USA have a NATO base in the Azov Sea? Rus­sia does­n’t see it that way, by the way, I don’t agree with that eit­her. I think it’s unwi­se and I think it’s unwi­se on the part of Ukrai­ne not to reco­gni­ze that she is in a deli­ca­te balan­cing act and should be pru­dent and care­ful and I live and expe­ri­ence the suc­cess of neu­tra­li­ty in many pla­ces let’s put it that way and in my opi­ni­on in this world one should tread care­ful­ly and reco­gni­ze that mili­ta­ry alli­an­ces are dan­ge­rous, becau­se they often lead to wars. We should­n’t enter into the­se mili­ta­ry alli­an­ces we should­n’t build mili­ta­ry alli­an­ces in Asia to coun­ter Chi­na, the­se are dan­ge­rous pro­vo­ca­ti­ons if you’­re real­ly loo­king for a his­to­ri­cal ana­lo­gy, then may­be it’s 1910 all the­se alli­an­ces were built and then 1914 beca­me a trip­wire cros­sed and the world was never the same again - that’s what we should avoid”

Über­ra­schung! Nie­mand konn­te das kom­men sehen, niemand!

Gut, und dass Fre­de­rick Kem­pe, Pre­si­dent and Chief Exe­cu­ti­ve Offi­cer, Atlan­tic Coun­cil das Three seas house Panel die­ses Jahr in Davos gelei­tet hat? Ein harm­lo­ser Zufall sag ich, es war näm­lich grad kein Euro­pä­er ver­füg­bar, da muss­te sich das Atlan­tic Coun­cil wie­der erbarmen.

Deutsch­land­haus war ges­tern, Three seas house ist heute!

edit: Es gibt aber natür­lich auch wie­der gute Nachrichten:

US-Behörden woll­ten Daten von Youtube-Nutzern, die bestimm­te Vide­os gese­hen haben

src: click

Die Hertie School hat herausgefunden auf wen die Deutschen hören sollten

24. März 2024

Auf Con­stan­ze Stel­zen­mül­ler von der Broo­kings Insti­tu­ti­on näm­lich. (Grü­ße ans IWM­Vi­en­na bitte.)

Und auf das Sophis­ten­arsch­loch von der Munk School of Glo­bal Affairs näm­lich. Siehe:

Timo­thy Gar­ton Ash doing a 360

Wegen die Moral und die nor­ma­ti­ven Kon­gru­enz nämlich.

Und da die US und Euro­pa aktu­ell das Sel­be durch­ma­chen. Die US ver­lie­re gera­de ihre Rol­le als Sou­ve­rän welt­weit, und Euro­pa ver­liert gera­de sei­ne Sou­ve­rä­ni­tät, da es im Ver­tei­di­gungs­fall auf die US ange­wie­sen ist. Wer da jetzt in einem Fall ein Abhän­gig­keits­ver­hält­nis erblickt, schaut sich den Talk bes­ser nicht an. Die Frei­heit des Den­kens war ges­tern. Denn - wir brau­chen einen Shift beim Pri­mat der Wirt­schafts­po­li­tik hin zu einem Pri­mat der Geo­po­li­tik der US und das unter “Am Anfang war Scholz” Bedin­gun­gen, denn der muss sein Han­deln an höhe­ren Wer­ten aus­rich­ten und es danach noch der Bevöl­ke­rung “erklä­ren”.

Gut dass wir das mal geklärt haben.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

It’s worth it to get her out of Washington

24. März 2024

(Quo­te: “We dis­cus­sed it amongst our col­leagues, it was worth it to bring her to Colum­bia”, that is.)

See also:

Nuland, cowrit­ten by Colum­bia SIPA

Hurra! keiner schert sich in der Praxis mehr um non autonomous kill decisions!

21. März 2024

Der Stan­dard ist schon ganz begeistert!

Ukrai­ni­sche Droh­ne kann Pan­zer auto­nom angrei­fen und zerstören

Weil Funk­si­gna­le zu häu­fig gestört wer­den, grei­fen die Kami­ka­ze­waf­fen auf den letz­ten Metern selbst­stän­dig ihre Zie­le an und sind nicht mehr auf Pilo­ten angewiesen

[…]

Kein Pilot mehr nötig

Für genau die­ses Pro­blem wol­len die ukrai­ni­schen Streit­kräf­te nun eine Lösung gefun­den haben und gehen dabei einen unge­wöhn­li­chen Weg. 

src: click

Gehts noch ein wenig mehr home­sto­ry artig?

Ach­so, weil Funk­si­gna­le häu­fig gestört wer­den! Na dann…

Laut dem Insti­tu­te for the Stu­dy of War setzt die rus­si­sche Armee bereits seit Anfang Jän­ner Droh­nen mit auto­no­men Fähig­kei­ten ein.

Ach­so, die andern machens aber auch! Na dann…

Sie­he auch:

Dmy­t­ro Kule­ba: Of cour­se we use AI decisi­on making in this war

Es gibt aber natür­lich auch wie­der gute Nach­rich­ten, die US sind nach fünf Mona­ten end­lich da wo die UN schon vor fünf Mona­ten waren:

Blin­ken: USA leg­ten Uno-Sicherheitsrat Reso­lu­ti­ons­ent­wurf mit For­de­rung nach “sofor­ti­ger Feu­er­pau­se” vor

Gut die Ver­sor­gung von Isra­el mit (in der Aus­wir­kung) Streu­bom­ben hät­ten sie auch aktu­ell nicht ein­ge­stellt, ich mein das gäbe ja einen Ver­trau­ens­ver­lust beim inter­na­tio­na­len Partner.

Die Kleine Zeitung lügt gerade die österreichische Bevölkerung an…

19. März 2024

Was ande­res erwar­tet man sich eh nicht mehr von der deutsch­spra­chi­gen Pres­se. Trotz­dem ungut zu wis­sen, dass den Schrott jetzt auch mei­ne Tan­te glaubt.

Es geht um die Friedens-Gespräche im April 2022.

Fak­ten­check”

Der Wes­ten tor­pe­dier­te Frie­dens­ver­hand­lun­gen, weni­ge Wochen nach Kriegsausbruch.”

[…]

Tat­säch­lich schei­ter­ten die Gesprä­che unter ande­rem dar­an, weil Russ­land kei­ne hoch­ran­gi­gen Ver­tre­ter ent­sand­te, die tat­säch­lich Ein­fluss gehabt hät­ten, und weil Russ­land nicht bereit war, sich aus den besetz­ten Gebie­ten zurück­zu­zie­hen. Hin­zu kommt: Wenig spä­ter ent­deck­ten die Ukrai­ner in Butscha ein von den Rus­sen hin­ter­las­se­nes Mas­sa­ker an der Zivilbevölkerung.

Yeah, fuck this.

Es gibt drei Quel­len im öffent­li­chen Dis­kurs die sich zu den Ver­hand­lun­gen äußern.

Sachs. Ben­nett. Davyd Arak­ha­mi­ia (lea­der of the Ser­vant of the Peop­le fac­tion who led the Ukrai­ni­an dele­ga­ti­on at “peace” talks with the Rus­si­ans in Bela­rus and Tür­ki­ye in 2022).

Sachs hat mit den tür­ki­schen Ver­hand­lungs­füh­rern gespro­chen. Ben­nett hat die vor­be­rei­ten­den Gesprä­che bis zu den Talks in Bela­rus geführt und den Pro­zess auch danach wei­ter ver­folgt. Arak­ha­mi­ia war selbst dabei (sowohl in Bela­rus, als auch in der Türkei).

Tat­säch­lich schei­ter­ten die Gesprä­che unter ande­rem dar­an, weil Russ­land kei­ne hoch­ran­gi­gen Ver­tre­ter ent­sand­te, die tat­säch­lich Ein­fluss gehabt hätten

Ist eine abso­lu­te Frech­heit, die sich auf fol­gen­des back­baddling Argu­ment von Arak­ha­mi­ia bezieht:

Davyd Arak­ha­mi­ia: The goal of the Rus­si­an dele­ga­ti­on in my opi­ni­on was to show that they real­ly, real­ly hoped until almost the end that they would pres­su­re us to sign the agree­ment so that we would take neu­tra­li­ty. This was the big­gest thing for them, for them to be rea­dy to end the war. If we, let’s take Fin­land as an examp­le, they once had neu­tra­li­ty and made a com­mit­ment that they will not join NATO. Except for one point, well actual­ly the key point was this -- ever­ything else the­re was cos­me­tic poli­ti­cal sea­so­nings like den­azi­fi­ca­ti­on of the Russian-speaking popu­la­ti­on and blah-blah-blah.

Nata­li­ia Mosei­chuk: Why did Ukrai­ne not agree to this point?

Davyd Arak­ha­mi­ia: Well first of all in order to agree to this point, you need to chan­ge the con­sti­tu­ti­on, our path to NATO is writ­ten in the Con­sti­tu­ti­on. Second­ly the­re is no trust and the­re was no trust that the Rus­si­ans would do it. This could only be done if the­re were secu­ri­ty gua­ran­tees. [Nafta­li Ben­nett saw that dif­fer­ent­ly.] Well, we couldn’t just sign some­thing - and then they would have retrea­ted and ever­yo­ne would have taken a breath and then they would have come back more pre­pa­red - becau­se they actual­ly ent­e­red unpre­pa­red, yes, to such resis­tance. The­re­fo­re this could only work when the­re is a hund­red per­cent cer­tain­ty, that this will not hap­pen again. And the­re is no such cer­tain­ty anymore.

Moreo­ver, when we retur­ned from Istan­bul, Boris John­son came to Kyiv and said that we would not sign anything with them at all and “let’s just fight”.

Nata­li­ia Mosei­chuk: Am I under­stan­ding cor­rect­ly that the arri­val of Boris John­son was like a fire truck that flew in alrea­dy? When I say this - its com­ing not from mys­elf, I say it on behalf of tho­se peop­le who are cur­r­ent­ly oppo­sing the poli­ti­cal power in Ukrai­ne, from inter­nal peop­le who said that you could alrea­dy have signed the­se treache­rous agree­ments on the neu­tral sta­tus of Ukrai­ne, but as soon as John­son arri­ved, he said “no agree­ments at all”?

Davyd Arak­ha­mi­ia: Thats what only peop­le who want to twist any event the­re say in poli­ti­cal [not audi­ble, but only one word] - in order for us to be able to sign, look - no, I couldn’t sign it, nor any mem­ber of the dele­ga­ti­on. We don’t even have the legal right to sign anything, right? So, it would only theo­re­ti­cal­ly be pos­si­ble, if the­re was a mee­ting bet­ween Zelen­sky and Putin, theo­re­ti­cal­ly sign some­thing after­wards. Then it would have to be rati­fied in par­lia­ment. So when peop­le say this, they are only say­ing it to an unpre­pa­red rea­der or view­er or listener.

src: click

Das ist der WIR RUDERN SOWEIT ZURÜCK DAS UNS DIE ARME ABFALLEN approach die Gege­ben­heit wie folgt zu erklä­ren: War­um wir nicht zu dem Zeit­punkt unter­schrie­ben haben? Wir hat­ten ja nie­man­dem im Team der die ukrai­ni­sche Ver­fas­sung ändern konn­te. Wir hat­ten ja nie­man­den im Team der die Exe­ku­tiv­macht des Prä­si­den­ten hat­te - dem­entspre­chend konn­ten wir ja gar­nichts unter­zeich­nen! Dont you see?! (Gut die Vor­ver­trä­ge waren von bei­den Sei­ten para­phiert, aber das weiß die Klei­ne Zei­tung natür­lich auch nicht..)

Dar­aus als die Klei­ne Zei­tung nach einem Fak­ten­check “Putin hat kei­ne Leu­te mit der Berech­ti­gung geschickt zu machen” - ist Lügen, gedruckt in einem Fak­ten­check. Geil. Nur in Österreich.

Die ande­ren bei­den Quel­len äußern sich nie zu den Frei­heits­gra­den und vor­ga­ben die die Ver­hand­ler zum Zeit­punkt der Ver­hand­lun­gen hat­ten, da sie bei­de Diplo­ma­ten sind. Und mor­gen noch in dem Beruf tätig sein wol­len. Es gibt kei­ne Quel­le - nicht eine Ein­zi­ge, die die Aus­sa­ge der Klei­nen Zei­tung belegt. Zum Glück nennt sie in ihrem “Fak­ten­check” auch kei­ne. Ich frag mich wirk­lich wen die Ange­ru­fen haben…

[außer­dem schei­ter­ten die Ver­trä­ge eben­falls] und weil Russ­land nicht bereit war, sich aus den besetz­ten Gebie­ten zurückzuziehen.

Habts es gsof­fen? Die Ukrai­ne hat­te zu die­sem Zeit­punkt nicht genü­gend Angriffs­waf­fen um eine Offen­si­ve zu star­ten. Die Angriffs­waf­fen wur­den erst zwei Tage vor Butscha vom Atlan­tic Coun­cil von den Part­ner­staa­ten ein­ge­for­dert (damit die Ukrai­ne sich “vor­wärts­ver­tei­di­gen könne”).

Die ers­te erfolg­rei­che Überrschungs-Offensive der Ukrai­ne im Don­bas fand im Sep­tem­ber 2022 statt!

Die Rus­sen aus dem Raum Kiew hat man mit Defen­siv­waf­fen (gut bal­lis­ti­sche Rake­ten sind jetzt bei­des, und vor allem eine Angriffs­waf­fe, aber von denen hat­te man nicht ganz so vie­le) und Angrif­fen gegen die Ver­sor­gungs­li­ni­en aus dem Raum Kiew ver­trie­ben. Däm­me spren­gen, Ver­sor­gung und Kom­mu­ni­ka­ti­on abschnei­den, 4 Tage war­ten - dann mobi­le Säu­be­rungs­trupps schi­cken. Oder mal eben lus­tig Himars aus einem Wald­stück raus feuern.

Die Ver­hand­lun­gen wur­den laut Davyd Arak­ha­mi­ia extra hin­aus­ge­zö­gert, damit die Ukrai­ne wäh­rend des­sen durch Lie­fe­run­gen auf einen Angriff vor­be­rei­tet wer­den konnte.

The goal of the­se nego­tia­ti­ons was to crea­te a sen­se of suc­cess in the initi­al phase.

He said that you need to make them feel that they can talk to us. Becau­se if you remem­ber, in the first few mon­ths, the Rus­si­ans pushed the mes­sa­ge that the Zelen­sky government was ille­gi­ti­ma­te, after the Mai­dan, after the coup, and so on. And after the second Ses­si­on it seems Putin came out on TV and said that we reco­gni­ze Zelen­skys government as legi­ti­ma­te and we will nego­tia­te with it. 

Nata­li­ia Mosei­chuk: So this pha­se was successful. 

Davyd Arak­ha­mi­ia: Yeah, this was the first goal and the second goal was to buy time. So we [the nego­tia­tors] were basi­cal­ly buil­ding a smokescreen.

Was glaubt den der Fak­ten­che­cker der Klei­nen Zei­tung wie da die Ver­hand­lun­gen gelau­fen sind? Wir ver­lan­gen dass sie Russ­land wegen unse­rer guten Luft aus den Beset­zen gebie­ten zurückzieht?

VERDAMMTE SCHEISSE NOCHMAL - die Posi­ti­on der Ukrai­ne, dass sie ver­langt, dass der let­ze rus­si­sche Sol­dat die Ukrai­ne ver­lässt, bevor sie über­haupt an Frie­dens­ver­hand­lun­gen den­ke wur­de Medi­al das ers­te Mal ENDE JUNI berichtet:

Fixing the bro­ken media narrative

Gut Selen­skyj hat das bereits in inter­views zwei Wochen vor­her so defi­niert, aber das War doch den Medi­en scheiss egal, die haben noch in Mas­se bis zum Sep­tem­ber durch­be­rich­tet, dass der Frie­dens­prä­si­dent noch ver­han­deln möchte…

Weder Ben­nett noch Sachs äußern sich dazu auch nur ansatz­wei­se im Sin­ne des Redakteurs.

Hin­zu kommt: Wenig spä­ter ent­deck­ten die Ukrai­ner in Butscha ein von den Rus­sen hin­ter­las­se­nes Mas­sa­ker an der Zivilbevölkerung.

Ja, und wenn man dazu Recher­chie­ren wür­de, wür­de man her­aus­fin­den, dass die Ukrai­ne schwe­re Waf­fen vier Tage vor Butscha von den Ver­bün­de­ten ange­for­dert hat, das Atlan­tic Coun­cil zwei Tage vor Butscha --

Pro­blem: Das Atlan­tic Coun­cil ver­öf­fent­licht zwei Tage vor Butscha einen Arti­kel gerich­tet an die west­li­chen Part­ner, dass jetzt schwe­re Waf­fen zur Ver­tei­di­gung in die Ukrai­ne gelie­fert wer­den müs­sen, Deutsch­land lie­fert zu dem Zeit­punkt nur leich­te. Vier Tage vor Butscha for­dert ein ukrai­ni­scher Prä­si­den­ten­be­ra­ter die sel­ben Lie­fe­run­gen, im Rah­men der beschlos­se­nen Tak­tik “die Rus­sen so weit zurück­zu­drän­gen wie mög­lich” bei einem Gip­fel in der Türkei.

Und dass Kule­ba bei Times Radio zu Pro­to­koll gege­ben hat, dass er immer schon der Frak­ti­on im Ukrai­ni­schen Regie­rungs­stab ange­hört habe, die der Mei­nung war, wir ver­han­deln erst mit dem Rus­sen, wenn wir ihn ver­trie­ben haben - Butscha habe sei­ne Mei­nung nicht geändert.

ABER TOLLER FAKTENCHECK, DER KEINE QUELLENBELEGE UND KEINE FAKTEN BENÖTIGT!

Ach­ja, und Ben­nett und Sachs sind bei der Mei­nung Boris John­son habe bei sei­nem Besuch die Ent­schei­dung des Wer­te­wes­tens an die Ukrai­ne wei­ter­ge­tra­gen und das war aus­schlag­ge­bend, wobei Arak­ha­mi­ia dazu ja fol­gen­des zu Pro­to­koll gibt:

Well, we couldn’t just sign some­thing - and then they would have retrea­ted and ever­yo­ne would have taken a breath and then they would have come back more pre­pa­red - becau­se they actual­ly ent­e­red unpre­pa­red [! ah, unpre­pa­red AND unpro­vo­ked! Gre­at!], yes, to such resis­tance. The­re­fo­re this could only work when the­re is a hund­red per­cent cer­tain­ty, that this will not hap­pen again. And the­re is no such cer­tain­ty anymore.

Moreo­ver, when we retur­ned from Istan­bul, Boris John­son came to Kyiv and said that we would not sign anything with them at all and “let’s just fight

Aber die Klei­ne Zei­tung weiss:

Der Wes­ten tor­pe­dier­te Frie­dens­ver­hand­lun­gen, weni­ge Wochen nach Kriegsausbruch.

Auch die­se Geschich­te, die Putin kürz­lich in einem Inter­view mit Tucker Carl­son ver­brei­te­te, ent­spricht nicht der Wahr­heit. Hin­ter­grund ist eine Äuße­rung des israe­li­schen Ex-Premiers Ben­nett, wonach die USA und Groß­bri­tan­ni­en die Ukrai­ne bei den Frie­dens­ver­hand­lun­gen in Istan­bul zum Wei­ter­kämp­fen über­re­det hät­ten. Die Wahr­heit ist: Ben­nett war nicht vor Ort und die Infor­ma­ti­on ist falsch. 

src: click

Ama­zing.

Die Wahr­heit ist - ALLE drei Quel­len die es zu den Ver­hand­lun­gen gibt - Sachs. Ben­nett. Davyd Arakhamiia.

Sind sich in dem Punkt einig - die USA und Groß­bri­tan­ni­en haben die Ukrai­ne bei den Frie­dens­ver­hand­lun­gen in Istan­bul zum Wei­ter­kämp­fen animiert.

Über­re­det” hat jetzt kei­ner gesagt. Also außer die Klei­ne Zei­tung. Um danach das over­spe­ci­fic non deni­al deni­al “nein also über­re­det hat der nie­man­den” hin­ten dran schrei­ben zu können…

Jaja, so kennt man das.…

Der Chef­ver­han­der der Ukrai­ne ist nicht glaub­wür­dig. Und Ben­nett ist nicht glaub­wür­dig. Und Sachs der mit dem Ver­hand­lungs­team in der Tür­kei gespro­chen hat ist nicht glaubwürdig.

Glaub­wür­dig ist nur die FUCKING Öster­rei­chi­sche Medi­en­land­schaft ohne Quellenbelege.

Ent­spre­chen­de Stel­len bei Ben­nett bit­te selbst her­aus­su­chen, hier das vol­le Interview:

Wie kann man die Öffent­lich­keit noch verarschen?

Ver­fick­te fuck­ing Schwei­ne, Huren, Drecksäue.

Bildschirmfoto 2024 03 19 um 21 12 41

(edit: Letzt­ver­ant­wort­lich ist nicht der Autor, son­dern die Redak­ti­on die hier die End­ab­nah­me gemacht hat. Ist mir doch ein Anlie­gen das noch zu erwähnen.)

edit: Es gibt aber auch wie­der gute Nach­rich­ten Baer­bock bei Miso­ga (bei 37 min in): “Hört auf die Angst der Kriegs­t­rau­ma­ti­sier­ten frü­he­rer Krie­ge in den Nor­di­schen Län­dern!

Aye Che­fin!

Pro­pa­gan­da hat aber wie­der nie­mand entdeckt.

edit: Video­link fixed. Die ver­link­te You­tube ver­si­on war gekürzt.

Munitionsmangel ist nicht Kiews größtes Problem

19. März 2024

Mili­tär­ana­lyst Gady: Muni­ti­ons­man­gel ist nicht Kiews größ­tes Problem

[…]

Grund­sätz­lich ist die Moral in der Trup­pe noch immer sehr gut, auch wenn natür­lich Müdig­keit spür­bar ist, weil vie­le der Sol­da­ten seit Mona­ten kämp­fen”, schil­dert er. Und: “Das Nar­ra­tiv hier im Wes­ten, wonach der Muni­ti­ons­man­gel das größ­te Pro­blem der Ukrai­ne ist, kann ich so nicht bestä­ti­gen.” In einem Tele­fo­nat mit dem STANDARD skiz­ziert Gady, womit die Ukrai­ne aus sei­ner Sicht im Moment tat­säch­lich am meis­ten zu kämp­fen hat: “Ers­tens der zuneh­men­de Per­so­nal­man­gel, zwei­tens die man­geln­den Befestigungsanlagen.”

Kiew gehen die Sol­da­ten aus
So müs­se die Kie­wer Regie­rung bes­ser heu­te als mor­gen poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen tref­fen, die dazu füh­ren, dass mehr Men­schen mobi­li­siert, aus­ge­bil­det und schließ­lich bis Herbst zur Trup­pe geführt wer­den kön­nen, sagt Gady. Pas­siert das nicht, lau­fe die Ukrai­ne Gefahr, ihre Ver­lus­te bald nicht mehr aus­glei­chen zu kön­nen. “Das Gleich­ge­wicht wür­de sich dann immer mehr zuguns­ten Russ­lands ver­schie­ben. Wegen der man­geln­den Per­so­nal­re­ser­ven der Ukrai­ner könn­te es dann zu einem tie­fe­ren Durch­bruch kommen.”

src: click

A Waun­sinn, hat ja nie­mand kom­men gese­hen, nie­mand hat das kom­men sehen, ach­so ja doch, ich - vor 18 Tagen…

Der Ukrai­ne geht schon die Muni­ti­on aus - Update

Der Stan­dard wird sich jetzt sicher hin­set­zen und eva­lu­ie­ren was da bei sei­ner Bericht­erstat­tung falsch gelau­fen ist…

Ha, ja genau.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

edit: Bis zum zdf heu­te hats der Gady die­se­mal lei­der nicht geschafft:

Was küm­mert uns die Bevöl­ke­rung nicht..? Haupt­sa­che unse­re Exper­ten wis­sen es vereinzelt.

Läuft grad gut

19. März 2024

If we want peace, we must pre­pa­re for war

As Euro­pe faces its big­gest secu­ri­ty chal­len­ge sin­ce the Second World War, it must build its defence rea­di­ness, wri­tes Charles Michel.

Charles Michel is the Pre­si­dent of the Euro­pean Council.

src: click

[Then a few para­graphs of bla bla.]

Two years on from the start of the war, it is now clear that Rus­sia will not stop in Ukrai­ne, just as it did not stop in Cri­mea ten years ago. Rus­sia con­ti­nues its desta­bi­li­sing tac­tics — in Mol­d­o­va, Geor­gia, the South Cau­ca­sus, the Wes­tern Bal­kans and even fur­ther afield on the Afri­can continent.

[…]

Make access to finan­cing easier

Invest­ments in secu­ri­ty are expen­si­ve but without them, we can­not incre­a­se our defence pro­duc­tion. We must faci­li­ta­te ways for indus­try, to access public and pri­va­te finan­cing more easily.

[…]

If we want peace, we must pre­pa­re for war.

[The end.]

src: click

Gut, dass das alle trans­at­lan­ti­chen Think­tanks seit etwa einem Jahr for­dern wird da sicher nicht wesent­lich gewe­sen sein… Wesent­lich ist ja mehr das:

Rus­sia will spend a repor­ted 6% of GDP on defence this year, while the EU still spends on average less than the NATO goal of 2% of GDP.

Wer fin­det den Fehler?

The total value of all goods and ser­vices pro­du­ced (gross domestic pro­duct or GDP) in the EU in 2021 was € 14.5 trillion.

src: click (Thats without Gre­at Bri­tain and without the US.) 

The Gross Domestic Pro­duct (GDP) in Rus­sia was worth 2240.42 bil­li­on (2.2 tril­li­on) US dol­lars in 2022

src: click

In purcha­sing power pari­ty terms:

The offi­cial esti­ma­te for Russia’s GDP was $4.148 tril­li­on at the end of 2023 in pucha­sing power par­ti­ty terms

src: click
Take a note of the “offi­cial” in this statement.

Aber die Bevöl­ke­rung kann eh nicht rechnen…

Die Gefahr ist groß, denn wenn wir falsch lie­gen, wür­de das bedeu­ten, dass wir knapp 4 Jah­re unse­re Bevöl­ke­run­gen ein­fach uni-sono vor allem medi­al mit einer pro­du­zier­ten Ein­heits­mei­nung durch­ver­arscht haben, die wie bereits bei unse­rem letz­ten Moonshot Pro­jekt (und pri­mä­rer Fokus der Admi­nis­tra­ti­on von der Ley­en) sehr aspi­ra­tiv, aber kom­plet­ter Schwach­sinn war. Gut - das hat er jetzt nicht gesagt, viel­mehr liegt dar­in das Problem:

Mean­while, across our con­ti­nent, Krem­lin pro­pa­gan­da in Euro­pe attempts to con­vin­ce our citi­zens that the war in Ukrai­ne does not con­cern us, is drai­ning our bud­gets, and divi­ding us. The­se are bla­tant lies. [We are not divi­ded! Look Macron and Scholz in the same room!

#strong!] We must do more to assist Ukrai­ne and streng­t­hen our defence. We need to speak not only the lan­guage of diplo­ma­cy but also the lan­guage of power.

Des­we­gen müs­sen wir ja ein­fach wei­ter machen, um Russ­land kom­plett zu besie­gen. Dann kann Russ­land das auch nicht mehr sagen, wenns es noch a Geld wol­len logisch.

Das Kill-Kriterium bei Russ­land ist übri­gens 20% vom GDP die in die Rüs­tung flie­ßen “wie damals in der Sov­jet­uni­on”, denn das - und das wis­sen wir his­to­risch gesi­chert, war für Russ­land nicht mehr lang­fris­tig finan­zier­bar (sus­tainab­le). Gut, das hat jetzt aber nichts mit unse­rer Posi­ti­on zu tun wie sehr wir die tap­fe­re Ukrai­ne noch auf­rüs­ten wol­len. Das ist mehr so… Background.

Also ab mor­gen Kriegs­wirt­schaft. Wenns nach Charles Michel geht. (Das hat er aber jetzt nicht selbst geschrie­ben, oder?)

Läuft grad gut.

Zum Ver­gleich: Im ZDF hat Mar­kus Keu­pp noch vor 9 Tagen dem Publi­kum ver­ra­ten, dass sei­ne Pro­jek­ti­on jetzt bald ein­tritt, und den Rus­sen im Ver­lauf der nächs­ten 2 Jah­re sicher das Mili­tär­ge­rät ausgeht:

Am Wich­tigs­ten ist ja inhalt­li­che Kon­sis­tenz, wenn wir die Bevöl­ke­rung über­zeu­gen wollen.

Ah, yes, no - I lied.

Fürch­tet euch, fürch­tet euch alle!

Und schon läufts. Kriegs­wirt­schaft, also.

Läuft grad gut.

Und gut dass es von der Ley­en jetzt noch für ein hal­bes Jahr­zehnt macht. So ganz ohne brauch­ba­ren Gegen­kan­di­da­ten. Das Volk will das so (Ah, yes, no - I lied here also.).

Go, go Char­lie, go.

Gut, dem Stan­dard ist das heu­te kei­nen Arti­kel über dem Falz wert. Trump war nun­mal wichtiger.

Why Thomas Graham is being shunned these days

18. März 2024

Asi­de from being a part of the Rus­si­an, East Euro­pean, and Eura­si­an Stu­dies frac­tion in Yale of course.

Is - that he tal­ked about the ele­phant in the room, which was the 50 years time­frame, that rus­sia sought a solu­ti­on for.

The rea­son was baked into its demo­gra­phics. The youn­ger Eura­si­an stu­dies majors appar­ent­ly need to igno­re that actively, becau­se they still need to get pro­mo­ted of course.

But the who­le demo­gra­phic situa­ti­on of rus­sia dic­ta­ted it.

src: click

Its even men­tio­ned in the talk, in terms of the long­stan­ding US posi­ti­on in for­eign poli­cy deba­tes that “rus­sia was over”. Demo­gra­phi­cal­ly - it would stron­gly con­tract in num­bers, no mat­ter what. A dying for­mal­ly (not so gre­at) gre­at power.

So rus­sia was inte­res­ted in nego­tia­ting 50 year or 100 year time­frames (men­tio­ned in the video abo­ve, by Tho­mas Gra­ham). Becau­se if they got “will sur­vi­ve two US admi­nis­tra­ti­ons” time­frames in terms of secu­ri­ty gua­ran­ties, they would have had to ren­ego­tia­te at a time, when they’d not be able to achie­ve anything clo­se to a “buf­fer zone” (Putin just men­tio­ned that term today, and the Ukrai­ne prompt­ly reac­ted publicly, so goog­le it) with “poli­ti­cal influ­ence” in place, using mili­ta­ry power as a means to get the­re. Even in nego­tia­ti­ons. So rus­si­as posi­ti­on would have stron­gly worsened, sim­ply becau­se of demo­gra­phics. So regard­less of what hap­pen­ed, their mili­ta­ry power would have decli­ned (hal­fed!) in the years to come.

So as soon as the US went the “pro­mi­se not­hing” and “we need to dis­cuss this in much lar­ger deba­ting plat­forms” and “here are some con­ces­si­ons on the num­bers of wea­pons we will be sta­tio­ning in NATO-Ukraine” rou­te - the rus­si­an power eli­te, or whats left of it under Putin, knew that the talks had fai­led from their perspective.

(F.e. not being able to keep their mili­ta­ry fleet sta­tio­ned in the black sea (Sewas­to­pol), which is pro­jec­ting rus­si­as mili­ta­ry power into the medi­ter­ra­ne­an, afri­ca and the near east as a result. (see: click))

The other demo­gra­phic ele­phant in the room of cour­se being, that someo­ne mana­ged to pre­sent this

Ukraine 2023 population pyramid svg
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As a coun­try with a gre­at eco­no­mic future, and demo­cra­tic will to beco­me a euro­pean demo­cra­cy, high­ly important to the EU as a growth market.

Bildschirmfoto 2024 03 18 um 20 51 29
src: click (digitallibrary.un.org)

See also:

Heri­ta­ge Foun­da­ti­ons Eco­no­mic Free­dom Index

I mean that the youn­ger popu­la­ti­on in that coun­try would pre­do­mi­nant­ly try to move to more pro­spe­rous regi­ons is a given. And that that wouldnt have been rus­sia by choice also is a given.

But we know that rus­sia would have been fine with EU mem­bers­hip in April of 2022, accord­ing to the draft peace deal that the Wall Street Jour­nal got to see (ori­gi­nal link: click) - as long as Ukrai­ne would beco­me a mili­ta­ri­ly neu­tral country.

Oh, and by shun­ned, I mean this:

Hey, die Presse weiß auf welche Experten Österreich hören sollte!

18. März 2024

Die ers­te betrifft die soge­nann­te „Schat­ten­flot­te“ an Tan­kern, die in Umge­hung der west­li­chen Sank­tio­nen rus­si­sches Öl auf die Welt­märk­te brin­gen. Laut einer Ana­ly­se des Atlan­tic Coun­cil, einer Washing­to­ner Denk­fa­brik, gibt es rund 1400 sol­cher zumeist älte­rer Schif­fe ohne kor­rek­te Ver­si­che­rung, die sich hin­ter undurch­sich­ti­gen, ver­schach­tel­ten Eigen­tü­mer­struk­tu­ren und unter häu­fi­gem Wech­sel der Flag­gen­na­ti­on dem Zugriff der Sank­ti­ons­be­hör­den ent­zie­hen. Laut Ana­ly­se von Robin Brooks von der Broo­kings Insti­tu­ti­on, einem wei­te­ren Washing­to­ner Think­tank, stam­men vie­le die­ser „Schat­ten­tan­ker“ von grie­chi­schen Ree­dern, die sie dis­kret an Russ­land ver­kauft haben, bezie­hungs­wei­se der rus­si­schen Ölin­dus­trie zur Ver­fü­gung stel­len. „Die EU kann die­se Flot­te mit einem Feder­strich been­den, weil die­se Schif­fe durch die däni­schen Meer­engen fah­ren“, schrieb Brooks die­ser Tage auf der Platt­form X. „Den grie­chi­schen Ree­dern zu ver­bie­ten, ihre Schif­fe an Putin zu ver­kau­fen, ist der ers­te Schritt.“ [Das Kon­strukt ist etwas kom­ple­xer, aber das weiß der Pres­se Exper­te halt nicht. Sie­he 1|2|3]

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Auf den Atlan­tic Council

und die Broo­kings Insti­tu­ti­on nämlich!

Und dann hat sie auch so eine tol­le Idee, wie man den Ölex­port aus Russ­land voll­kom­men abdre­hen könnte. 

Schickt eh nur die Welt­wirt­schaft in die Rezes­si­on, und ver­spielt unse­re freund­schaft­li­chen Bezie­hun­gen mit Indi­en und allen ande­ren rele­van­ten zukünf­ti­gen Wachs­tums­märk­ten, indu­ziert Hun­gers­nö­te und Revol­ten - aber abge­se­hen davon, hat die Pres­se end­lich die Stel­len gefun­den von denen der Stan­dard schon seit drei Jah­ren abschreibt.

Das Atlan­tic Coun­cil hat uns bis­her fol­gen­de Nar­ra­ti­ve gebracht:

The unhin­ged meeting

Selen­skyj erklärt noch mal was er unter Frie­dens­ver­hand­lun­gen versteht

DW kennt sich grad gar­nicht mehr aus

We need more BANG.

und es agiert natür­lich als neu­er Arbeit­ge­ber von Zago­rod­nyuk, und ich bin erst im April 2022…

Und die Broo­kings Insti­tu­ti­on ken­nen wir seit ihrer Grün­dung als Instru­ment der US Außen­po­li­tik welt­weit ihre Inter­es­sen durch­zu­set­zen - wie uns Fio­na Hill ger­ne selbst erklärt:

Die aktu­ell not­wen­di­gen geis­ti­gen Leitplanken

Und von ihren “die Öffent­lich­keit weiß natür­lich nicht wer gera­de gewinnt oder ver­liert - aber das ist durch­aus von Vor­teil” - Sagern:

Just ano­t­her small Fio­na Hill update

Und natür­lich vom Fio­na Hill High­light “die Fin­nen woll­ten zur Nato, weil sie viel Wert auf Nume­ro­lo­gie und his­to­ri­sche Zah­len mit einem Neu­ner hin­ten dran legen”:

Just a small Fio­na Hill update

Aber gut, dass die Pres­se auch mal dafür wer­ben darf auf die zu hören, und neben­bei die Welt­wirt­schaft zum Abstür­zen zu brin­gen, mit so einer klei­nen Blo­cka­de der däni­schen Meerengen…

Das nennt man übri­gens Sekun­där­sank­tio­nen, und war bis zum Ende 2023 noch ein Tabu. Sie­he: Das nächs­te Tabu fällt (FAZ)

Good luck!

Bei so guten Experten-Freunden der Jour­na­lis­ten unse­rer kon­ser­va­ti­ven Qualitäts-Medien Öster­reichs kann ja nichts mehr schiefgehen. 🙂

Short rundown on european values

18. März 2024

Die mol­daui­sche Regie­rung wehrt sich mit aller Kraft gegen eine wei­te­re Unter­wan­de­rung. Die For­de­run­gen der gag­ausi­schen Gou­ver­neu­rin Gutul könn­ten Mos­kau der­einst als Ein­la­dung die­nen, um mit «Frie­dens­trup­pen» in die Mol­dau ein­zu­rü­cken. Chi­si­nau hät­te einer begrenz­ten Mili­tär­ak­ti­on wenig ent­ge­gen­zu­set­zen – selbst dann nicht, wenn eine bewaff­ne­te Grup­pe ohne Hoheits­zei­chen die Akti­on ausführte.

Die bal­ti­schen Staa­ten stem­men sich mit aller Kraft gegen ein sol­ches Sze­na­rio. Das schwächs­te Glied in der Ket­te ist Lett­land. Das Land ver­fügt über die gröss­te rus­si­sche Min­der­heit. Das Leben kon­zen­triert sich stark in der Haupt­stadt Riga – bis heu­te ein Sehn­suchts­ort der rus­si­schen Eli­te. Die poli­ti­sche Land­schaft ist zer­split­tert. Die let­ti­sche Harmonie-Partei strebt eine zwei­fel­haf­te Har­mo­nie mit Mos­kau an.

Lett­land ver­sucht die Resi­li­enz des Staa­tes zu stär­ken. Unter ande­rem wer­den rus­si­sche Bür­ger, die sich wei­gern, einen Lettisch-Test zu absol­vie­ren, nach Russ­land aus­ge­wie­sen. Der Kreml ver­sucht, über die­sen Vek­tor den Wider­stand gegen die Regie­rung anzu­sta­cheln: «Ich glau­be nicht, dass das Glück in die Häu­ser der­je­ni­gen kommt, die so eine Poli­tik ver­fol­gen», sag­te Putin im Dezem­ber 2023. Das ist eine kla­re Drohung.

Gra­fik: Lett­land und die Mol­dau könn­ten die nächs­ten Zie­le Russ­lands werden

src: click

Auch ander­wei­tig Lese­emp­feh­lung, das ist der gesam­te Rundown der NZZ für das “Was, wenn Russ­land gewinnt?” Szenario.

Kon­text:

Lettisch-Test für Rus­sen verfassungskonform

In Lett­land hat das Ver­fas­sungs­ge­richt die Sprach­tests für rus­si­sche Staats­bür­ger, die sich lang­fris­tig in dem bal­ti­schen EU- und NATO-Land auf­hal­ten wol­len, für ver­fas­sungs­kon­form erklärt. In sei­nem Urteil befand das Gericht, dass die Anfor­de­rung, all­tags­taug­li­che Kennt­nis­se der let­ti­schen Spra­che nach­zu­wei­sen, um eine neue dau­er­haf­te Auf­ent­halts­er­laub­nis zu erhal­ten, ver­hält­nis­mä­ßig sei.

16. Febru­ar 2024, 10.02 Uhr

src: click (orf.at)

Mit aller Kraft.

[Hypo­the­ti­kum:] Die Kri­se ver­schärft sich. Russ­land zieht ent­lang der Gren­ze zu Lett­land meh­re­re Divi­sio­nen zusam­men. Die Span­nun­gen inner­halb der Nato neh­men zu. Wäh­rend sich die Polen, die skan­di­na­vi­schen Staa­ten, das Bal­ti­kum und Gross­bri­tan­ni­en für ein har­tes Vor­ge­hen aus­spre­chen, hal­ten sich Ber­lin und Paris zurück. Ungarn erklärt sich für neu­tral. Washing­ton wür­de, wenn über­haupt, nur logis­ti­sche Unter­stüt­zung zur Ver­fü­gung stel­len, um die eige­ne Schlag­kraft für einen mög­li­chen Kon­flikt mit Chi­na zu schonen.

src: click

(Lett­land ist sowohl EU als auch Natomitglied.)

Will­kom­men im Wertewesten.