Das gutartige Leck

12. Oktober 2022

Erin­nert man sich eigent­lich noch an die bei­den Nord­stream Pipe­lines, die vier bös­ar­ti­ge Lecks hat­ten? Was die Medi­en erst­mal nicht als Head­line Arti­kel gebracht haben?

Bei denen die Medi­en der deut­schen Regie­rung einen Tag Bedenk­zeit gege­ben haben, damit sich die deut­sche Regie­rung “Wir befin­den uns in einem Ener­gie­krieg” aus­den­ken konnte?

Wäh­rend die direkt von der Ver­tei­di­gungs­in­dus­trie gekauf­ten Pun­dits (Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Wolf­gang Ischin­ger) ver­laut­bart haben, dass sie zwar kei­ne Bewei­se hät­ten aber es Russ­land war?

Wo sich dann Bloom­berg ver­schluckt hat, als Sachs erwähnt hat dass es der direk­ten diplo­ma­ti­schen Reak­ti­on zur Fol­ge eher die US waren (“Na was hast du dir denn erwar­tet, wenn du den ein­lädst” Sager im Live Programm)?


Stellt sich her­aus, es gibt im deut­schen Ener­gie­krieg, eine Woche spä­ter - auch voll­kom­men benig­ne Lecks. Also Lecks bei denen man sich in einem Ener­gie­krieg qua­si kei­ne Sor­gen machen muss.

Zum Bei­spiel Lecks in der Drusch­ba (*freund­schaft*) Pipe­line durch Polen, die rus­si­sches Öl nach Deutsch­land befördert.

Also obwohl die Betrei­ber­ge­sell­schaft noch nicht weiß was pas­siert ist, wäh­rend die Betrei­ber­ge­sell­schaft gleich­zei­tig weiß, dass es sich im eine “unab­sicht­li­che Beschä­di­gung handelt”.

Wäh­rend die Medi­en bereits wie­der beru­higt sind, denn “die zwei­te Pipe­line funk­tio­nie­re nor­mal” und außer­dem folg­ten alle “plan­mä­ßig den dafür vor­ge­se­he­nen Algo­rith­men”, teil­te der Betrei­ber mit.

Die zwei­te Lei­tung der Pipe­line funk­tio­niert den Anga­ben zufol­ge nor­mal. Dies gel­te auch für ande­re Berei­che der PERN-Infrastruktur. “Zum jet­zi­gen Zeit­punkt han­deln alle PERN-Dienste (Tech­nik, Betrieb, Werks­feu­er­wehr und Umwelt­schutz) nach den für die­se Art von Situa­ti­on vor­ge­se­he­nen Algo­rith­men”, teil­te der Betrei­ber mit.

Bis­lang gibt es kei­ne Hin­wei­se auf die Ursa­che des Aus­falls. Alle Hypo­the­sen sind möglich.”

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Mann, das muss ein echt har­ter Ener­gie­krieg, sein - wenn in Polen so ein unplan­mä­ßi­ges, aber voll­kom­men gut­ar­ti­ges Leck weni­ger rus­si­sches Öl nach Deutsch­land kom­men lässt, das ja kein rus­si­sches Öl mehr bezieht, weil man ja bei nicht rus­si­schen Ener­gie­ge­sell­schaf­ten ein­kauft, die Öl am frei­en Markt ein­kau­fen -- und die Medi­en ver­ges­sen dar­über zu berichten.

So ein unplan­mä­ßi­ges, plan­mä­ßi­ges - aber gut­ar­ti­ges Leck in der Drusch­ba Pipe­line, über das öffent­lich in einem Ener­gie­krieg nicht wirk­lich berich­tet wer­den muss, eig­net sich ja auch her­vor­ra­gend um Deutsch­land über den Win­ter zu bringen.

Jetzt wo die bei­den Nord­stream­pipe­lines nicht mehr exis­tie­ren… Die Russ­land zu dem Zweck hoch­ge­jagt hat, dass Polen über die Drusch­ba Pipe­line poli­ti­schen Druck erzeu­gen kann.

Im Ener­gie­krieg.

Gegen… Russ­land -
in dem von den Medi­en ver­ges­sen wird groß­flä­chig über einen Aus­fall einer wei­te­ren Pipe­line zu berichten…

Sla­va Pol­s­ka. Druz­ba! (*freund­schaft*)

Komm, du das packen wir mal in den Lokal­teil, es ist ja nur eine der größ­ten Pipe­lines Mitteleuropas…

Das Leck ist nach pol­ni­schen Anga­ben wohl nicht auf Sabo­ta­ge zurück­zu­füh­ren. Ursa­che sei eher eine unbe­ab­sich­tig­te Beschä­di­gung, sag­te der für die Energie-Infrastruktur zustän­di­ge Ver­tre­ter Mateusz Ber­ger in einem Tele­fo­nat der Nach­rich­ten­agen­tur Reuters.

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Nur ein klei­nes, gut­ar­ti­ges, absicht­lich unab­sicht­li­ches Leck, ohne einen Hin­weis auf die Ursa­che, im Ener­gie­krieg… Bit­te weitergehen, …

Es gibt heu­te aber auch wie­der gute Nach­rich­ten. Dies­mal im Etat, Standard -

Holtzbrinck-Förderpreis für Wis­sen­schafts­jour­na­lis­mus an STANDARD-Redakteurin Vere­na Mischitz

Klu­ge Dra­ma­tur­gie begeis­te­re Zuschaue­rin­nen und Zuschau­er für hoch­kom­ple­xe Sach­ver­hal­te, begrün­det die Jury

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Mischitzstandard

(Hat wohl auch Thea­ter­wis­sen­schaf­ten studiert.)

Ich schau ja mei­nen Wis­sen­schafts­jour­na­lis­mus auch am Liebs­ten im Stan­dard, wegen der guten Dramaturgie.

Wie kann man Bevölkerungen noch verarschen?

12. Oktober 2022

Tages­schau Edition:

Die jüngs­te Angrif­fe Russ­lands auf Städ­te in der Ukrai­ne sol­len nach Auf­fas­sung der Poli­tik­wis­sen­schaft­le­rin Gwen­d­o­lyn Sas­se Stär­ke demons­trie­ren. Sie sei­en eine Ant­wort auf die erfolg­rei­che Gegen­of­fen­si­ve der Ukrai­ne und auf die Explo­si­on auf der Krim-Brücke. Gleich­zei­tig ste­he Prä­si­dent Wla­di­mir Putin zuneh­mend unter Druck, vor allem durch Hard­li­ner in der eige­nen Partei.

Gesprä­che zwi­schen Russ­land und der Ukrai­ne hält Sas­se der­zeit für nicht denk­bar. Die Ukrai­ne müs­se zunächst genug Gelän­de­ge­win­ne ver­zeich­nen, um über­haupt ver­han­deln zu können.

Bestechen­de Logik. Es ist Russ­land das den Krieg ver­län­gern möchte.

Der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Wolo­dym­yr Selen­skyj hat den Wes­ten zu här­te­ren Sank­tio­nen gegen den rus­si­schen Ener­gie­sek­tor auf­ge­ru­fen. Die rus­si­schen Ein­nah­men aus Öl- und Gas­ex­por­ten zu unter­bin­den, stel­le eine sym­me­tri­sche Reak­ti­on auf Russ­lands Atta­cken auf den “Ener­gie­sek­tor und die Ener­gie­sta­bi­li­tät unse­rer Län­der” dar, sag­te er bei einer Video­kon­fe­renz mit Staats- und Regie­rungs­chefs der sie­ben füh­ren­den west­li­chen Indus­trie­staa­ten (G7). Der­ar­ti­ge Schrit­te könn­ten den Frie­den näher brin­gen, sag­te Selen­skyj. “Sie wer­den den Ter­ror­staat dazu anre­gen, über Frie­den nach­zu­den­ken, über die Unren­ta­bi­li­tät des Krieges.”

Selen­skyj: “Putin sei der Ein­zi­ge der sich einen lan­gen Krieg wünsche.”

Die USA tei­len die Auf­fas­sung der Ukrai­ne, dass Russ­land die schwe­ren Luft­an­grif­fe auf ukrai­ni­sche Städ­te bereits vor der Explo­si­on auf der Krim-Brücke geplant hat. Anschlä­ge die­ses Aus­ma­ßes könn­ten nicht inner­halb von ein paar Tagen aus­ge­ar­bei­tet wer­den, sagt der Spre­cher des Natio­na­len Sicher­heits­ra­tes im Wei­ßen Haus, John Kir­by, dem Sen­der CNN. “Es war eher schon seit gerau­mer Zeit geplant.”

Wohl bereits seit die Ukrai­ne über­gro­ße Brief­mar­ken mit Explo­sio­nen auf der Kertsch­brü­cke druckt und in der Öffent­lich­keit ausstellt…

Die NATO-Staaten wol­len wegen des anhal­ten­den Krie­ges in der Ukrai­ne die Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten für Muni­ti­on und Aus­rüs­tung erhö­hen. “Je län­ger sich die­ser Krieg hin­zieht, des­to wich­ti­ger ist es, dass wir dann auch in der Lage sind, Vor­rä­te wie­der auf­zu­fül­len”, sag­te Gene­ral­se­kre­tär Jens Stol­ten­berg in Brüs­sel. Beim Tref­fen der Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter der 30 NATO-Staaten soll­ten im Lau­fe der Woche ent­spre­chen­de Beschlüs­se getrof­fen wer­den. Die­se wür­den lang­fris­ti­ge Nach­fra­ge für die Indus­trie sichern, die wie­der­um in neue Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten inves­tie­ren müs­se. Dadurch sol­le die die Bereit­stel­lung von Mate­ri­al an die Ukrai­ne beschleu­nigt werden.

Russ­land geht die Muni­ton aus.

Russ­land geht nach Ein­schät­zung bri­ti­scher Geheim­diens­te im Ukraine-Krieg zuneh­mend die Muni­ti­on aus. “Wir wis­sen, und das wis­sen auch rus­si­sche Kom­man­deu­re im Krieg, dass ihnen die Aus­rüs­tung und Muni­ti­on aus­geht”, sag­te der Direk­tor des bri­ti­schen Geheim­diens­tes GCHQ, Jere­my Fle­ming, am Diens­tag einem vor­ab ver­öf­fent­lich­ten Rede­ma­nu­skript zufol­ge, aus dem die BBC zitier­te. Das bri­ti­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um ver­öf­fent­licht seit Beginn des Kriegs unter Beru­fung auf Geheim­dienst­in­for­ma­tio­nen täg­lich Infor­ma­tio­nen zum Kriegsverlauf.

Sor­ry, hier - Russ­land geht die Muni­ti­on aus.

Nach Ansicht des CDU-Außenpolitikers Rode­rich Kie­se­wet­ter müs­sen die Men­schen in Deutsch­land dar­über auf­ge­klärt wer­den, dass der rus­si­sche Angriffs­krieg gegen die Ukrai­ne noch län­ge­re Zeit dau­ern könn­te. “Auch unse­re Bevöl­ke­rung muss dar­auf ein­ge­stellt wer­den, dass die­ser Krieg womög­lich noch zwei Jah­re gehen kann und dass er sich aus­wei­tet”, sag­te Kie­se­wet­ter dem Sen­der Welt.

Gut, dass wir mehr schwe­re Waf­fen lie­fern müs­sen, da Putin nicht mehr eska­lie­ren kann!

Und gut dass unse­re Freun­de im ECFR seit März for­dern die Bevöl­ke­run­gen auf einen län­ge­ren Krieg ein­zu­stel­len. Von März bis heu­te gabs ja auch kei­ne wei­te­ren Eska­la­tio­nen mehr, da Russ­land nicht mehr eska­lie­ren konnte.

Die NATO wird in der kom­men­den Woche ihre jähr­li­chen Manö­ver zur Ver­tei­di­gung des Bünd­nis­ge­biets mit Atom­waf­fen begin­nen. Die bereits lan­ge geplan­te Abschre­ckungs­übung “Stead­fast Noon” sei ein Routine-Training, um die Abschre­ckung sicher und wirk­sam zu hal­ten, sag­te NATO-Generalsekretär Jens Stol­ten­berg. Kern der nuklea­ren Fähig­kei­ten der NATO sei es immer, den Frie­den zu bewah­ren und Aggres­sio­nen zu verhindern.

Bei der Übung im ver­gan­ge­nen Jahr waren Sol­da­ten aus 14 NATO-Staaten, dar­un­ter Deutsch­land, betei­ligt. Sie trai­nier­ten unter ande­rem mit Dut­zen­den Flug­zeu­gen - dar­un­ter waren neben atom­waf­fen­fä­hi­gen Kampf­jets auch kon­ven­tio­nel­le Jets sowie Überwachungs- und Tank­flug­zeu­ge. Nach Anga­ben von Mili­tär­ex­per­ten wird bei den regel­mä­ßig im Okto­ber statt­fin­den­den Stead­fast Noon-Manövern unter ande­rem geübt, wie man die US-Atomwaffen sicher aus unter­ir­di­schen Maga­zi­nen zu den Flug­zeu­gen trans­por­tiert und unter die Kampf­jets mon­tiert. Bei den Übungs­flü­gen wird dann aller­dings ohne Bom­ben geflogen.

Russ­land kann auch gar­nicht mehr eskalieren.

NATO-Generalsekretär Jens Stol­ten­berg hat Russ­land für den Fall des Ein­sat­zes von Atom­waf­fen im Ukraine-Krieg erneut mit Kon­se­quen­zen gedroht. “Wenn Russ­land Atom­waf­fen ein­setzt, wird das ver­schie­de­ne Kon­se­quen­zen haben, auch beim Gebrauch klei­ne­rer ato­ma­rer Waf­fen”, sag­te der Nor­we­ger dem Nach­rich­ten­por­tal “ZDFheute.de” vor einem Tref­fen der Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter der 30 NATO-Staaten am Mitt­woch in Brüs­sel. Er wol­le nicht zu sehr ins Detail gehen. “Das Wich­tigs­te ist, zu ver­hin­dern, dass dies geschieht.”

Stol­ten­berg bezeich­ne­te das Risi­ko eines Ein­sat­zes von Atom­waf­fen durch Russ­land als nach wie vor gering. “Aber die Eska­la­ti­on in der Ukrai­ne und die nuklea­re Bedro­hung Russ­lands macht es not­wen­dig, dass wir sie ernst neh­men und vor­be­rei­tet sind.” Putins nuklea­re Rhe­to­rik bezeich­ne­te der NATO-Generalsekretär als gefähr­lich und rück­sichts­los. “Des­halb haben wir Russ­land so deut­lich zu ver­ste­hen gege­ben, dass ein Atom­krieg nicht zu gewin­nen ist und nie­mals geführt wer­den darf.”

Wir soll­ten Russ­lands Eska­la­ti­ons­po­ten­ti­al ernst neh­men, aber nicht ernst neh­men. Es ist gering.

USA: Kei­ne Hin­wei­se auf Atomwaffen-Einsatz

Den USA lie­gen wei­ter­hin kei­ne Hin­wei­se auf rus­si­sche Vor­be­rei­tun­gen für einen Atomwaffen-Einsatz in der Ukrai­ne vor. “Wir sehen kei­ne Anzei­chen, nichts, was dafür spre­chen wür­de, dass Putin beschlos­sen hät­te, Atom- oder Mas­sen­ver­nich­tungs­waf­fen in der Ukrai­ne ein­zu­set­zen”, sag­te der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­di­rek­tor des Natio­na­len Sicher­heits­ra­tes im Wei­ßen Haus, John Kir­by, in Washing­ton. Man sehe auch kei­ne Anzei­chen dafür, dass die zustän­di­gen Stel­len sich auf eine sol­che Ent­schei­dung vorbereiteten.

Was heißt gering, es gibt nicht mal Anzei­chen dafür.

Kana­da baut Aus­bil­dung ukrai­ni­scher Sol­da­ten aus

Kana­di­sche Exper­ten sol­len in Polen Ukrai­ner in den Berei­chen Minen­räu­mung, Pio­nier­auf­klä­rung und für den Umgang mit Spreng­stoff trai­nie­ren. Wie die kana­di­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Ani­ta Anand bekannt­gab, sol­len dafür etwa 40 Kamp­f­in­ge­nieu­re zu dem NATO-Verbündeten geschickt wer­den. Bei einem Besuch in der pol­ni­schen Haupt­stadt War­schau sag­te sie, die kana­di­schen Exper­ten wür­den in den kom­men­den Wochen damit begin­nen, die pol­ni­schen Streit­kräf­te bei der Aus­bil­dung von ukrai­ni­schen Pio­nier­ein­hei­ten zu unter­stüt­zen. Dies wer­de das Trai­ning ergän­zen, das Ukrai­ner in Groß­bri­tan­ni­en bereits von Kana­da erhiel­ten, sag­te sie bei einem Gespräch mit ihrem pol­ni­schen Kol­le­gen Mari­usz Blaszczak.

Nur Russ­land hat Inter­es­se an einem lang andau­ern­den Krieg.

Pan­zer­wrack darf vor rus­si­scher Bot­schaft aus­ge­stellt werden

Ein zer­schos­se­ner rus­si­scher Pan­zer darf als zeit­wei­li­ges Mahn­mal gegen­über der rus­si­schen Bot­schaft in Ber­lin auf­ge­stellt wer­den. Das ent­schied das Ber­li­ner Ver­wal­tungs­ge­richt und ver­pflich­te­te damit den Bezirk Mit­te zur Geneh­mi­gung der geplan­ten Akti­on eines Ver­eins. Das Pan­zer­wrack kön­ne zwar vor­aus­sicht­lich nicht direkt vor der Bot­schaft auf dem Bou­le­vard Unter den Lin­den auf­ge­stellt wer­den, weil die dor­ti­ge Mit­tel­pro­me­na­de nicht für eine Belas­tung von 40 Ton­nen aus­ge­legt sei. 

Nur Russ­land hat Inter­es­se an einem lang andau­ern­den Krieg.

Selen­skyj: Angrif­fe kön­nen Wie­der­auf­bau nur verzögern

Nach einer zwei­ten Wel­le rus­si­scher Angrif­fe hat der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Wolo­dym­yr Selen­skyj sei­nen Lands­leu­ten einen bal­di­gen Wie­der­auf­bau zer­stör­ter Infra­struk­tur ver­spro­chen. Der Beschuss habe die Repa­ra­tur zuvor beschä­dig­ter Objek­te ledig­lich ver­zö­gert, sag­te Selen­skyj in sei­ner Video­an­spra­che. “Wo es Ver­lus­te gab, gibt es bereits unse­ren Wil­len zum Auf­bau. Wo es irgend­wel­che Hoff­nun­gen des Fein­des gab, wird es nur noch Rui­nen der rus­si­schen Staat­lich­keit geben.”

Nur Russ­land hat Inter­es­se an einem lang andau­ern­den Krieg.

Selen­skyj stellt Antrag für Odes­sa auf Welterbeliste

Der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Wolo­dym­yr Selen­skyj hat die Auf­nah­me der ukrai­ni­schen Hafen­stadt Odes­sa in die Welt­erbe­lis­te der UNESCO bean­tragt. “Wir müs­sen ein kla­res Signal aus­sen­den, sodass die Welt nicht weg­sieht, wenn unse­re gemein­sa­me Geschich­te, unse­re gemein­sa­me Kul­tur, unser gemein­sa­mes Erbe zer­stört wer­den”, sag­te Selen­skyj in einer Video­bot­schaft an den Exe­ku­tiv­rat der UN-Kulturorganisation.

Zur Auf­hei­te­rung.

Biden: Putin hat sich “erheb­lich verkalkuliert”

Russ­lands Prä­si­dent Wla­di­mir Putin hat sich mit sei­nem Angriffs­krieg gegen die Ukrai­ne nach Ansicht von US-Präsident Joe Biden ver­schätzt. “Ich den­ke, er ist ein ratio­na­ler Akteur, der sich erheb­lich ver­kal­ku­liert hat”, sag­te Biden laut TV-Sender CNN in einem Inter­view. Dem­nach sag­te Biden, er glau­be zwar, dass Putin ratio­nal hand­le, sei­ne Zie­le in der Ukrai­ne aber irra­tio­nal sei­en.

Na, schon hei­ter genug?

Was for­dert denn Russ­land aktu­ell denn so? Neu­tra­li­tät der Ukrai­ne und den Besitz der bereits annek­tier­ten Gebie­te. VOLLKOMMEN IRRATIONAL! WIE KANN RUSSLAND DENN FORDERN WAS SIE BEREITS HABEN! (Und die Neu­tra­li­tät der Ukrai­ne.) DIE HABEN SICHER INTERESSE AN EINEM LANG ANDAUERNDEN KRIEG! (Vor allem da sie gemessagt haben, dass sie noch kei­ne genau­en regio­na­len Gren­zen der annek­tier­ten Regio­nen fest­le­gen wol­len. Da sind die Medi­en sofort mit “Ein Zei­chen für Russ­lands Schwä­che” ange­sprun­gen. Die Rus­sen sind da sicher nicht verhandlungsbereit.)

Kreml: Tref­fen zwi­schen Putin und Biden möglich

Die rus­si­sche Füh­rung zeigt sich offen für ein Tref­fen zwi­schen Prä­si­dent Wla­di­mir Putin und US-Präsident Joe Biden. Russ­land wür­de eine sol­che Begeg­nung bei dem bevor­ste­hen­den G20-Gipfel nicht ableh­nen und den Vor­schlag prü­fen, soll­te es einen von den USA erhal­ten, sagt der rus­si­sche Außen­mi­nis­ter Ser­gej Law­row im rus­si­schen Staatsfernsehen.Das Tref­fen der Staats- und Regie­rungs­chefs der 20 wich­tigs­ten Industrie- und Schwel­len­län­der (G20) ist Mit­te Novem­ber auf der indo­ne­si­schen Insel Bali geplant. Russ­land sei auch bereit, sich Vor­schlä­ge zu Frie­dens­ge­sprä­chen anzu­hö­ren, sagt der Außen­mi­nis­ter. Er kön­ne jedoch nicht im Vor­aus sagen, wohin die­ser Pro­zess füh­ren wür­de. Bereits im Juli die­ses Jah­res hat­te es auf Bali ein G20-Treffen der Außen­mi­nis­ter gegeben.

Nur Russ­land hat Inter­es­se an einem lang andau­ern­den Krieg.

G7-Staaten wol­len Putin zur Rechen­schaft ziehen

Die sie­ben füh­ren­den demo­kra­ti­schen Wirt­schafts­mäch­te haben die jüngs­ten rus­si­schen Rake­ten­an­grif­fe auf die Ukrai­ne aufs Schärfs­te ver­ur­teilt und den ukrai­ni­schen Streit­kräf­ten wei­te­re mili­tä­ri­sche Unter­stüt­zung zuge­si­chert. Nach einer Video­kon­fe­renz mit dem ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten Wolo­dym­yr Selen­skyj erin­ner­ten die G7 in einer gemein­sa­men Erklä­rung dar­an, dass “wahl­lo­se Angrif­fe auf unschul­di­ge Zivi­lis­ten ein Kriegs­ver­bre­chen” dar­stell­ten. “Wir wer­den Prä­si­dent Putin und die Ver­ant­wort­li­chen zur Rechen­schaft zie­hen”, heißt es dar­in wei­ter mit Blick auf den Kremlchef.

Nur Russ­land hat Inter­es­se an einem lang andau­ern­den Krieg.

Alle­samt nur Mel­dun­gen vom 11.10.2022

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut Letz­te. Sterbt ihr Schweine.

Sort of neo imperialism

11. Oktober 2022

French “free thin­ker but in an insti­tu­tio­na­li­zed think tank con­text” posi­ti­on on Ukrai­ne, against US deter­mi­nistic one by Fio­na Hill.

Worth the watch.

Short com­ment. If Hill gets her way, mid-/longterm, I’ll for­get myself.

Needs detail­ed ana­ly­sis con­tras­ting the two posi­ti­ons (and mine may­be) - might do that tomorrow.

In short -

French posi­ti­on sees the out at regime chan­ge in Rus­sia, then nor­ma­liz­a­ti­on of relations.

French argu­ment for “neo­co­lo­nia­lism of rus­sia” is a poi­son­ed one - as it, its not very strong to begin with (Only inclu­des Rus­sia, Bela­rus, Ukrai­ne and Kazakh­stan as fur­ther tar­gets (asi­de from the north south cor­ri­dor and inter­ven­ti­ons of rus­si­an for­ces in ‘their peri­phe­ry’ in the years pri­or), if thats “the empi­re”, the west actual­ly real­ly never was that worried… (not just “the lef­tist” posi­ti­on on that)), and moves from “neo­co­lo­nia­lism, defi­ni­te­ly”, to “neo­co­lo­nia­lism is what we have to com­mu­ni­ca­te to our afri­can friends and part­ners, to get them to a prop­per under­stan­ding of the situa­ti­on, to ‘a kind of neo­co­lo­nia­lism’ in the very end. That is very under­han­ded. May­be even random.

The core of the dis­pu­te is, if Euro­pe can find peace in the medi­um term - to which Hills posi­ti­on is the one of a cra­zy MOFO as always

Ever­ything (Poli­ti­cal uni­on, out­re­ach initia­ti­ves, peace buil­ding through tra­de initia­ti­ves, …) fai­led, Putin only tri­es to build empi­re, under a pre­text of nuclear war, which allows him to get away with it, Euro­pe cant exist as a non mili­ta­ris­tic enti­ty, may­be it cant exist at all any­mo­re - in its cur­rent form, also real­ly the only way for­ward from the cur­rent posi­ti­on is Nato, we have to con­vin­ce the 2/3 of the world that dont belie­ve a word of this - the key to this is sole­ly “com­mu­ni­ca­ti­on” *cough*, Putin plan­ned this, Putin is the only deci­ding ele­ment here, he is also cra­zy and irra­tio­nal, I know what Putin thinks, I was cal­led to a pre­cur­sor con­flict when (look that up, was inte­res­ting, for­got the pre­mi­se - didnt seem too sta­ged), … War of attri­ti­on until the end.

To which the french coun­ter­point is, are you cray cray? Peace is pos­si­ble, hope­ful­ly in the near future, Nato is not a given - the rest of the world doesnt belie­ve in our nar­ra­ti­ve posi­ti­on (always seen as a working posi­ti­on to orga­ni­ze lar­ger alli­an­ces), but then the con­ces­si­on - Putin must go, befo­re try­ing to inter­con­nect through tra­de and diplo­ma­cy may beco­me a via­ble posi­ti­on again.

Also the­re is a kill off argu­ment against the glo­bal lef­tist posi­ti­on thrown in the­re some­whe­re, need to find that line again as well…

To which our media sys­tem (ORF Euro­pa­stu­dio) has the fol­lowing nuan­ces to add:

WE MUST TAKE RUSSIAS ATOMIC WEAPONRY AWAY, THEN THE WAR WILL END, AND THEN, …

Die­se Gesell­schaft ist das LETZTE. Sterbt.

Die Presse hat eine neue Rubrik

10. Oktober 2022

Scharf­schüt­ze

Für defi­ni­tiv nicht Kriegs­pro­pa­gan­da.

Die­se Gesell­schaft ist das Aller­letz­te. Sterbt.

Wem das nicht genug ist, der darf die hyper­per­so­na­li­sier­te, emo­tio­nal auf­ge­la­de­ne Geschich­te “End­lich sind die Rus­sen weg”, ein Lokal­au­gen­schein aus Kupia­nsk nachschieben.

Müh­sam setzt Svet­la­na mit ihrem Geh­stock einen Schritt nach dem ande­ren. Eine Hel­fe­rin stützt sie zusätz­lich unter dem Arm. Aber es geht nur sehr lang­sam über den schma­len Steg, der auf der bom­bar­dier­ten Brü­cke über den Oskil-Fluss in Kupia­nsk geblie­ben ist. Als die 80-jährige Frau end­lich den Eva­ku­ie­rungs­bus auf der ande­ren Sei­te erreicht hat, müs­sen gleich vier Hel­fer sie auf einen der letz­ten frei­en Sit­ze hie­ven. „Ich woll­te mein Haus nicht ver­las­sen“, sagt Svet­la­na betrübt. „Nur der Win­ter steht vor der Tür, und es gibt kein Gas, kei­nen Strom und auch kein Telefon“.

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Da ist er noch, die­ser erdi­ge, Magic Rea­lism, der ansons­ten nur noch bei Claas Relo­ti­us zu fin­den war. Hier wer­den noch Schick­sa­le indi­vi­du­ell begreifbar.

Die gute alte Svet­la­na, 80 Jah­re alt, kann nicht mehr gehen, so eine See­le von Mensch, und so patrio­tisch, … Und jetzt, wo end­lich die Rus­sen weg sind, wird sie delo­giert. Svet­la­na kommt jetzt zu ihren Kin­dern in Lwiw, oder wenn es die nicht gibt in ein Alters­heim in Usch­ho­rod. Wo genau sie hin­kommt, hat der Repor­ter vor Ort nicht übers Herz gebracht zu fra­gen. Die gute alte Sve­ta, so eine See­le von Mensch. So erdig, so ein­ge­ses­sen, so patrio­tisch, end­lich sind die Rus­sen weg, mur­mel­te sie lei­se in den Wind der bereits unter­ge­hen­den Abend­son­ne als sie ihr Haus im Rück­spie­gel des Dr. Richard Bus­ses ver­meint­lich zum letz­ten Mal sah…

Kupia­nsk”, sag­te Sve­ta, als sie sich der Stadt­gren­ze näher­ten, “Kupia­nsk, sei jetzt stark Sve­ta”, schien das durch­ge­stri­che­ne Orts­schild Svet­la­na zuzu­ru­fen, nur Mut - Kupia­nsk, das ist ukrai­ni­sche Kul­tur, nie mehr aus­zu­lö­schen­de Geschich­te, Hoch­zeits­fei­ern im Früh­lings­ne­bel unter Apfel­bäu­men, Kupia­nsk, das ist - ja schei­ße, der Wiki­pe­dia Arti­kel gibt nichts mehr her! Den Oskil Fluss hat­ten wir ja schon im ers­ten Absatz.

Kupia­nsk (Ukrai­ni­an: Куп’янськ, pro­noun­ced [ˈkup­jɐnʲsʲk]) is a city in Khar­kiv Oblast, Ukrai­ne. It ser­ves as the admi­nis­tra­ti­ve cen­ter of Kupia­nsk Rai­on. It is also an important rail­road junc­tion for the oblast. Kupia­nsk hosts the admi­nis­tra­ti­ve offices of Kupia­nsk Urban Hroma­da, one of the hroma­das of Ukraine.[1]

Until 18 July 2020, Kupia­nsk was incor­po­ra­ted as a city of oblast signi­fi­can­ce and the cen­ter of Kupia­nsk Muni­ci­pa­li­ty. The muni­ci­pa­li­ty was abolis­hed in July 2020 as part of the admi­nis­tra­ti­ve reform of Ukrai­ne, which redu­ced the num­ber of rai­ons in the Khar­kiv Oblast to seven. The area of Kupia­nsk muni­ci­pa­li­ty was mer­ged into the Kupia­nsk Raion.[2][3]

Kupia­nsk is loca­ted on the bank of the Oskil River. Kupia­nsk is divi­ded into three sub­parts, known as: Kupia­nsk (main part of town), Kupiansk-Vuzlovyi (whe­re the train sta­ti­on is), and Kivsharivka.

Kupia­nsk is about two and-a-half hours from Khar­kiv. The two cities are con­nec­ted by train and bus.

World War II
Kupia­nsk was occu­p­ied during World War II by Nazi Ger­ma­ny from 24 July 1942 to 3 Febru­a­ry 1943.

2022 Rus­si­an inva­si­on of Ukraine
Kupia­nsk was occu­p­ied by Rus­si­an for­ces from 27 Febru­a­ry 2022 to 10 Sep­tem­ber 2022.[4] Alt­hough the Ukrai­ni­an Army had des­troy­ed a rail­way bridge to slow the Rus­si­an advan­ce three days ear­lier, Kupia­nsk Mayor Hen­na­diy Mat­seho­ra, mem­ber of the Oppo­si­ti­on Plat­form — For Life par­ty, sur­ren­de­red the city to the Rus­si­an Army in exchan­ge for a ces­sa­ti­on of hos­ti­li­ties, as the Rus­si­ans threa­tened to take the city by for­ce. As a result, the Ukrai­ni­an government indic­ted Mat­seho­ra for tre­a­son the next day.[5][6] On 28 Febru­a­ry 2022, Mat­seho­ra was arres­ted by Ukrai­ni­an authorities.[7] Later Kupia­nsk beca­me the de fac­to seat of Russian-backed Khar­kiv military-civilian administration.

On 8 Sep­tem­ber 2022, a repre­sen­ta­ti­ve of the Gene­ral Staff of the Armed For­ces of Ukrai­ne announ­ced that Ukrai­ni­an for­ces had reta­ken more than 20 sett­le­ments in the Khar­kiv Oblast and “in some are­as pene­tra­ted Rus­si­an defence posi­ti­ons up to 50km”. On the same day, the Rus­si­an occup­a­ti­on aut­ho­ri­ties clai­med that “the Rus­si­an army began to defend the city” and that “addi­tio­nal rein­for­ce­ments ent­e­red the regi­on from Rus­sia”, indi­ca­ting that Ukrai­ni­an for­ces were re-approaching the city from the west, after reta­king the town of Shev­chen­ko­ve ear­lier that day.[8] On 9 Sep­tem­ber 2022, Ukrai­ni­an for­ces re-entered the out­skirts of Kupia­nsk, star­ting the Batt­le of Kupiansk.[9] By the morning of 10 Sep­tem­ber 2022, Ukrai­ni­an for­ces had recap­tu­red the city coun­cil building.[10] Later that day, a Ukrai­ni­an offi­cial con­fir­med that the Ukrai­ni­an Armed For­ces had libe­ra­ted the city.[11]

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Was ist eine Text-Bild-Schere?

10. Oktober 2022

Biddewas
Was ist ein over­spe­ci­fic Non-denial Deni­al?

Was ist der Kon­text?

Was ist Kriegs­pro­pa­gan­da?

Quel­le, öster­rei­chi­scher Qua­li­täts­jour­na­lis­mus - Die Pres­se, 09.10.2022. src: click

Dan­ke an unse­ren Kor­re­spon­den­ten Paul Flückinger.

Flückin­ger du dich auch.

edit: Und fak­tisch kor­rekt ist nicht mal der Teil den man in der Über­schrift trans­por­tie­ren woll­te, denn Mos­kau greift aktu­ell zur Ver­gel­tung, wie ange­kün­digt Kiew an.

Was du als Redak­teur einer Qua­li­täts­zei­tung natür­lich nicht weißt.

Aber wenn dein gesam­ter Job dar­in besteht die Bevöl­ke­rung mit Pro­pa­gan­da zu ver­sor­gen, wäh­rend du als “Aus­lands­kor­re­spon­dent” an ver­damm­ten News­wires hängst - pas­siert sowas halt auch schon mal.

Flückin­ger du mich auch.