Kurze Durchsage von Snyder

16. April 2022

Zelen­skyy made us think about values. If Zelen­skyy wouldnt have cho­sen to resist, we would all have been impo­ve­ris­hed, we would have lost this time, we would have never been given this time, as a gift - to speak about who we are and what kind of future we might have. If Zelen­skyy had fled, if the Ukrai­ni­ans had not fought, we would all be that much more cyni­cal, that much more nar­row, that much less capa­ble, of tal­king about how the world ought to be. So thats what I mean, I mean every second, that they resist is like a day for us and every day that they resist is like a year for us…”

Jebus.

and accord­ing to Zei­han, he has a hard time see­ing Ukrai­ne not being taken over by Rus­sia in the com­ing six months, …

https://www.youtube.com/watch?v=gbr3CiOhTO8

Might be too pes­si­mistic here. (But then it’s hard to find someo­ne wil­ling to make tho­se pre­dic­tions right now.)

Jetzt kur­zer Sprach­wech­sel - der Rau­scher emp­fiehlt Sny­der noch immer als wis­sen­schaft­li­chen Bera­ter für die öster­rei­chi­sche Regie­rung, oder?

Butscha - mehr Details

16. April 2022

Das Writ­e­up in der Wie­ner Zei­tung ist lesenswert.

Fol­gen­des Video ist im Arti­kel ein­ge­bet­tet - der Arti­kel is es aber auch sepa­rat davon wert gele­sen zu werden.

Im Arti­kel gibt es auch die Bestä­ti­gung, dass die Mas­sen­grä­ber (oder zumin­dest eines davon) von den Bewoh­nern ange­legt wor­den sind.

edit: 17.04. Nehammer: 

Putin sei in “bes­ter Ver­fas­sung” gewe­sen – und habe kei­ne Anzei­chen von psy­chi­schen Krank­hei­ten gezeigt, wie es der Bür­ger­meis­ter von Kiew, Vita­li Klitsch­ko, unterstellte.

src: click Der traut sich was…

Oh, ich bin vier Tage zu spät…

16. April 2022

zum ‘public lyn­ching’ des ehe­ma­li­gen mili­tär­po­li­ti­schen Bera­ters von Merkel.

Bri­ga­de­ge­ne­ral a.D. Erich Vad, hat sich gegen die Lie­fe­rung von schwe­ren Waf­fen an die Ukrai­ne aus­ge­spro­chen. Sol­che Lie­fe­run­gen sei­en poten­zi­ell ein „Weg in den Drit­ten Welt­krieg“, sag­te Vad der dpa. Der Mili­tär hält nach eige­nen Anga­ben eine „gesichts­wah­ren­de“ Lösung bei­der Sei­ten im Ukraine-Konflikt* für möglich.

Wir machen im Moment sehr viel Kriegs­rhe­to­rik - aus guter gesin­nungs­ethi­scher Absicht“, sag­te Vad. „Aber der Weg in die Höl­le ist bekannt­lich immer mit guten Vor­sät­zen gepflas­tert. Wir müs­sen den lau­fen­den Krieg zwi­schen Russ­land und der Ukrai­ne vom Ende her den­ken. Wenn wir den Drit­ten Welt­krieg nicht wol­len, müs­sen wir frü­her oder spä­ter aus die­ser mili­tä­ri­schen Eska­la­ti­ons­lo­gik raus und Ver­hand­lun­gen aufnehmen.“

src: click

Wie die öffent­li­chen Reak­tio­nen aus­ge­fal­len sind muss ich ja wohl nicht erwäh­nen. “Sein Nach­na­me sagt schon alles.” - ist noch die harmloseste.

Dar­über hin­aus ist ges­tern auch die Wie­ner Zei­tung im Leit­ar­ti­kel ein­ge­knickt, und pos­tu­liert jetzt - “Gewin­nen müs­sen, weil Ver­lie­ren ver­bo­ten ist”, dh. ausformuliert -

Anders als man ver­mu­ten könn­te, steigt die­ses Mal mit der Dau­er des Kriegs nicht der Pro­test gegen, son­dern die Gewöh­nung an den­sel­ben. Statt Auf­ru­fen zu Friedens- und Oster­mär­schen, wie zu den Hoch­zei­ten des Kal­ten Kriegs, greift jetzt die Über­zeu­gung, dass die­ser Krieg von der und für die Ukrai­ne gewon­nen wer­den muss, Russ­land ihn jeden­falls nicht gewin­nen darf, wenn eine Frie­dens­lö­sung Chan­cen auf Bestand haben soll.

src: click

Damit gibt es jetzt kein öster­rei­chi­sches Medi­um mehr das sich nicht dafür aus­spricht, dass die Ukrai­ne Russ­land zur Gän­ze von sei­nem Staats­ge­biet ver­trei­ben kön­nen muss (/können soll).

Die einen aus mora­li­schen Über­le­gun­gen. Die ande­ren, weil nur so gewähr­leis­tet wäre, dass es in den von Russ­land besetz­ten Gebie­ten nicht zu ideo­lo­gi­schen Säu­be­run­gen komme.

Wie­der mit dem Ver­weis dar­auf, dass damit Frie­dens­ver­hand­lun­gen von Beginn des Krie­ges an aus­ge­schlos­sen waren. Und es, bis zu einer voll­stän­di­gen Kapi­tu­la­ti­on Russ­lands, auch wei­ter­hin sind - falls die­se Posi­ti­on Bestand hat.

Die Drit­ten, da nur ein geschwäch­tes Russ­land (ohne Ein­ord­nung was das bedeu­tet) ein Garant dafür wäre, dass Putin nicht auch Nato­staa­ten über­fällt. Bele­ge dafür braucht es nicht, weil fak­tisch unmög­lich, der Glau­be muss reichen.

Wie­der mit dem Ver­weis dar­auf, dass das Atlan­tic Coun­cil die­se Posi­ti­on als ers­tes als unab­ding­bar pos­tu­liert hat.

Und wie­der mit dem Ver­weis dar­auf, wie man einen Mode­ra­tor on air davon über­zeugt, dass er sei­ne Mei­nung ändern soll­te.

Der Zer­mür­bungs­krieg bleibt ent­we­der hoch mora­lisch, oder alter­na­tiv­los, du kannst wählen.

edit: Leit­ar­ti­kel in der Pres­se: “Es gibt schlim­me­res als Krieg

Primer on sanctions

15. April 2022

Very use­ful.

edit: Also inte­res­ting (but unrelated).

Der Standard versteht gerade die Welt nicht mehr

15. April 2022

Ukrai­ne kri­ti­siert Papst für Plä­ne zur Kreuzweg-Prozession

Am Kar­frei­tag sol­len in Rom eine ukrai­ni­sche und eine rus­si­sche Fami­lie gemein­sam das Kreuz tra­gen. Für die ukrai­ni­sche Kir­che und den Bot­schaf­ter stellt das eine Pro­vo­ka­ti­on dar

Wir brin­gen dem Hei­li­gen Stuhl die gro­ße Ent­rüs­tung aller Ukrai­ne­rin­nen und Ukrai­ner in der gan­zen Welt zur Kennt­nis”, heißt es in einem unge­wöhn­lich direk­ten Schrei­ben, die der Kie­wer Erz­bi­schof Swja­to­slaw Schewt­schuk am Diens­tag an den Vati­kan geschickt hat. Anlass für den Pro­test ist das Pro­gramm der Kar­frei­tags­pro­zes­si­on im römi­schen Kolos­se­um. Auf einem Teil der Weg­stre­cke soll heu­er das schwe­re Holz­kreuz gemein­sam von einer ukrai­ni­schen und einer rus­si­schen Fami­lie getra­gen wer­den. Kri­ti­siert wird der Auf­tritt der bei­den Fami­li­en auch vom ukrai­ni­schen Bot­schaf­ter, Andrej Jurasch.

Der Vati­kan äußer­te sich vor­erst nicht dazu; dem Ver­neh­men nach will Papst Fran­zis­kus aber an sei­ner Idee fest­hal­ten. Es ist offen­sicht­lich, dass die Ges­te des Pon­ti­fex von der ukrai­ni­schen Sei­te falsch ver­stan­den wur­de: Es han­delt sich natür­lich nicht um eine Pro­vo­ka­ti­on, son­dern um den Ver­such, einen Bei­trag zu Dia­log und Ver­söh­nung zu leisten.

src: click

Ja, schon blöd. Wenn man 50 Tage lang ver­schweigt, wer hier eine lang­jäh­ri­ge Eska­la­ti­on des Krie­ges möch­te, und einem dann die Reak­ti­on der ukrai­ni­schen Regie­rung gegen­über der katho­li­schen Kir­che auf die Füs­se fällt.

Da kann man sich dann nur mit “wird ein Míssverständnis gewe­sen sein” aus der Affai­re ziehen.

Aber kei­ne Angst, zum Aus­gleich schreibt er dann gleich noch die Ent­schei­dun­gen der ukrai­ni­schen Diplo­ma­tie schön. sie­he: click Stein­mei­er steht ja für Minsk 2 und damit für den Pro­zess bei dem sich die Ukrai­ne mit US Unter­stüt­zung zum ers­ten Mal gegen die Diplo­ma­tie Euro­pas gestellt hat (Kurz­fas­sung: click, und weil DW hier ver­klau­su­liert, es ging dabei dar­um wer zum Zeit­punkt der Abstim­mung die Regio­nen sichert. Die Beden­ken der Ukrai­ne waren, dass auf­grund rus­si­scher Trup­pen vor Ort freie Wah­len nicht gewähr­leis­tet sei­en. Über­spitzt, dass die da Bus­se mit “Wäh­lern” über die Gren­ze kar­ren, und Urnen ver­schwin­den las­sen. Der Zusatz “Eine dau­er­haf­te Rege­lung für die Sepa­ra­tis­ten­ge­bie­te soll die ukrai­ni­sche Regie­rung aber erst gewäh­ren, wenn die inter­na­tio­na­le Wahl­be­ob­ach­tungs­mis­si­on ODIHR bekannt­gibt, ob die Abstim­mung frei und fair ver­lau­fen ist.” war aber drin­nen. Dann halt lie­ber Krieg. (Argu­men­ta­ti­on Russ­lands (Wir sind “Opfer” Rhe­to­rik.))), soje­man­den kann man im Land ja nicht gebrau­chen. Der erin­nert die Leu­te ja noch an etwas das Russ­land als Begrün­dung für den Krieg heranzieht.