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Die aktuelle Aufgabe des amerikanischen Präsidenten

24. Oktober 2023

Bestehe - laut Phoe­nix Exper­ten - dar­in, dafür zu sor­gen, dass es weni­ger Kol­la­te­ral­scha­den in Gaza-Stadt gibt, wäh­rend Isra­el mal eben Gaza Stadt platt macht, um die Tun­nel dar­un­ter zu zer­stö­ren, aber in einer Art und Wei­se “damit weni­ger israe­li­sches Mili­tär dabei zu Scha­den kommt”.

Eine zwei­te Auf­ga­be des ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­den­ten bestehe - laut Phoe­nix Exper­ten - dar­in dafür zu Sor­gen, dass Isra­el das in einer Art und Wei­se macht, dass es im Infor­ma­ti­ons­raum die Ober­hand behal­te, und dass jetzt nicht noch mehr Bil­der von Gräu­el­ta­ten zu sehen sind.

So Pro­fes­sor Jäger, Pro­fes­sor für inter­na­tio­na­le Poli­tik, und die Per­son die dem Zuse­her das gera­de Gese­he­ne erklä­ren darf.

Gut. Also, das ist die Auf­ga­be, wo ste­hen wir jetzt?

3000 tote Paläs­ti­nen­ser (nach dem Paläs­ti­nen­si­schen Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um) vor 7 Tagen.

5800 nach staat­li­chen paläs­ti­nen­si­schen Quel­len heu­te.

Seit dem ver­stärk­te Luft­an­grif­fe.

In zwei Tagen mehr Kin­der getö­tet als Russ­land in zwei Jahren.

Gegen die Gen­fer Kon­ven­ti­on ver­sto­ßen um Mas­sen­ver­trei­bun­gen aus­zu­lö­sen in dem Was­ser und Elek­tri­zi­tät abge­dreht wurden.

Gegen die Gen­fer Kon­ven­ti­on ver­sto­ßen in dem man sich nicht um den Ver­bleib der Men­schen geküm­mert hat, bevor man sie auf­ge­ru­fen hat zu fliehen.

Gegen die Gefer Kon­ven­ti­on ver­sto­ßen in dem man Medi­ka­men­ten­lie­fe­run­gen abge­dreht hat.

Gegen die Gen­fer Kon­ven­ti­on ver­sto­ßen in dem man unrea­lis­ti­sche Zeit­ho­ri­zon­te behaup­tet hat um Mas­sen­pa­nik auszulösen.

Gegen die Gen­fer Kon­ven­ti­on ver­sto­ßen, in dem man zivi­le Opfer von Mili­tär­schlä­gen bewusst und ohne Abwä­gung - ob das Resul­tat auch anders erreich­bar gewe­sen wäre - in Kauf genom­men hat.

Dabei erneut gegen Völ­ker­recht zu ver­sto­ßen, in dem man Paläs­ti­nen­sern das Recht auf eine Zwei Staaten-Lösung abspricht, und bereits “Ver­wal­tung des Gaza Strei­fens durch befreun­de­te Ara­ber” in Aus­sicht gestellt hat. Ach­so, ja - nein, das waren ja die USA

Die Hamas unter den diver­sen Regie­run­gen Netan­ja­hus als Spalt­keil selbst unter­stützt und groß gemacht.

Jetzt behaup­ten die Ver­nich­tung der Hamas sei das ein­zig legi­ti­me und aktu­ell ver­folg­te Ziel.

Ein Nar­ra­tiv bedient, das die Besatzer-Rolle Isra­els bis zu dem Punkt aus­spart, dass Isra­el ver­ges­sen hat, dass Isra­el paläs­ti­nen­si­sche Kin­der in sei­nen Gefäng­nis­sen ein­sperrt, da man ja kein Besat­zer wäre, son­dern mehr so ein Recht­staat, nach dem Vor­bild west­li­cher Demokratien.

Sie wis­sen schon, ein west­li­cher Rechts­staat, mit den fol­gen­den übli­chen Strafen:

Each year appro­xi­mate­ly 500-700 Pales­ti­ni­an child­ren are detai­ned and pro­se­cu­t­ed in the Israe­li mili­ta­ry court sys­tem. The most com­mon char­ge is stone thro­wing, for which the maxi­mum sen­tence is 20 years.

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(Was wur­de eigent­lich aus Josch­ka Fischer?!)

Also wenn man sie nicht ohne Gerichts­ver­hand­lung ein­fach wegsperrt.

Cur­r­ent­ly, more than 190 Pales­ti­ni­an child­ren remain in detenti­on in Israe­li pri­sons, the majo­ri­ty of whom, like Ahmed, are in pre-trial detenti­on and have not been con­vic­ted of any offence.

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Du kannst sie ja nicht ein­fach lau­fen las­sen, im Gaza-Streifen fin­det sie ja der gute israe­li­sche Rechts­staat nicht mehr. Nicht mal nach der tol­len Justizreform.

Kon­text, sie­he Haa­retz, oder Human Rights Watch.

Als der in den letz­ten 30 Jah­ren am meis­ten mit ame­ri­ka­ni­schen Waf­fen ver­sorg­te Staat welt­weit, einen Schul­ter­schluss gegen den Ter­ro­ris­mus ein­ge­for­dert, als es dar­um ging eine Regi­on etwa halb so groß wie Ham­burg zu vernichten.

Das zur glo­ba­len Bedro­hung des Wes­tens durch Ter­ror “wie ISIS” aus­ge­baut, um in Medi­en­kon­su­men­ten bestimm­te Asso­zia­tio­nen auszulösen.

Medi­en dazu ani­miert das von allem poli­ti­schen Han­deln Net­an­ya­hus iso­liert zu betrachten.

Und jetzt - muss der US Prä­si­dent nur noch was leisten?

Dafür zu sor­gen, dass es weni­ger Kol­la­te­ral­scha­den in Gaza-Stadt gibt, wäh­rend Isra­el mal eben Gaza Stadt platt macht, um die Tun­nel dar­un­ter zu zer­stö­ren, aber in einer Art und Wei­se “damit weni­ger israe­li­sches Mili­tär dabei umkommt.”

Und -

Dafür zu Sor­gen, dass Isra­el das in einer Art und Wei­se macht, dass es im Infor­ma­ti­ons­raum die Ober­hand behal­te, und dass jetzt nicht noch mehr Bil­der von Gräu­el­ta­ten zu sehen sind.”

Dan­ke Herr Pro­fes­sor Jäger, ich den­ke wir ken­nen uns aus.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Dazu Pro­fes­sor Jäger im nächs­ten Satz: Da sich Frank­reich ja sicher­heits­po­li­tisch aus den angren­zen­den Regio­nen im Nor­den zurück­ge­zo­gen hat, ist das was Macron hier gesagt hat, völ­lig rich­tig, das ist also eine inter­na­tio­na­le Fra­ge, die hier ansteht, und ich bin ein­mal gespannt, wie die­se inter­na­tio­na­le Koali­ti­on hier aus­se­hen soll, die er hier vorschlägt.

True, true…

24. Oktober 2023

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Sie lesen gefea­tur­te Kom­men­ta­re im DRECKS-Standard.

Wir hal­ten also fest, nach­dem es “vie­le christ­li­che Mit­bür­ger” waren, die Juden jeg­li­che Berufs­aus­übung bis auf “Geld­ver­lei­her und Juwe­lier” ver­bo­ten hat­ten, wur­den stark ortho­do­xe Juden ver­mehrt Geld­ver­lei­er und Juweliere.

Die­ser dümms­ten und ver­lo­gens­ten, aller gro­tes­ken und auch in sons­ti­gen Belan­gen aller­letz­ten aller Gesell­schaf­ten, gefällt das.

Ok…

Ich zwin­ge dich Geld­ver­lei­her und Juwe­lier zu werden!

Wait, what?!

Und die Käuf­häu­ser die die “guten christ­li­chen Bür­ger” (Sar­kas­mus) vor und wäh­rend Pro­gro­men boy­ko­tiert haben? Ähm.. Ja ehm, wir mei­nen ja die Zeit nach 1933…

Und laden die Debat­te mit “wir die Chris­ten sind als Volk schuld!” auf.

Und haben ja alle in der Schu­le nicht auf­ge­passt, dass dem “guten christ­li­chen Bür­ger” (sie­he: Zins­ver­bot) sämt­li­che Geld­ge­schäf­te unter­sagt wur­den, weil --- ehm, das laut Bibel ja Wucher sei, und viel bes­ser bei Königen/Herrschern (Mint­mo­no­pol), oder spä­ter bei der katho­li­schen Kir­che selbst auf­ge­ho­ben wäre.

Die Ver­stö­ße gegen das kirch­li­che Zins­ver­bot began­nen früh. Bereits im 4. Jahr­hun­dert hat­te die jun­ge christ­li­che Kir­che ihren Kle­ri­kern das Zins­neh­men unter­sagt - und muss­te sie in der Fol­ge immer wie­der an das Ver­bot erinnern.

Durch die zuneh­men­de Mone­ta­ri­sie­rung des Han­dels nach der Jahr­tau­send­wen­de hat­te die kirch­li­che Agi­ta­ti­on gegen Zins­ge­schäf­te noch ein­mal Auf­trieb bekom­men. Der Kir­chen­leh­rer Tho­mas von Aquin sah den Grund der Zins­sün­de dar­in, dass gegen Got­tes Wil­len ohne Arbeit und nur mit der Zeit Geld ver­dient werde.

Doch an Königs­hö­fen, in der Aris­to­kra­tie und im Kle­rus wuchs der Finanz­be­darf. Und statt Sil­ber und Schmuck ein­zu­schmel­zen, lag es näher, sich feh­len­des Geld von Kauf­leu­ten vor­stre­cken zu lassen.

Zwi­schen Rhein und Maas füll­ten die­se Lücke vor allem die soge­nann­ten Lom­bar­den, die aller­dings meist aus dem Pie­mont kamen. Die ita­lie­ni­schen Früh­ka­pi­ta­lis­ten grün­de­ten Hun­der­te von Pfand­leih­ban­ken - und ihr Geschäft hat im Geld­han­del bis heu­te Spu­ren hin­ter­las­sen. So geht bei­spiels­wei­se der »Lom­bard­satz«, zu dem die Zen­tral­ban­ken Geld ver­lei­hen, auf sie zurück.

Zwar waren die Lom­bar­den ähn­lich schlecht ange­se­hen wie die Juden. Ihre Kennt­nis­se im Wechsel- und Kre­dit­ge­schäft waren aber so aus­ge­reift, dass an ihren mäch­ti­gen Gesell­schaf­ten kaum ein Kun­de vorbeikam.

Die Köni­ge von Frank­reich und Eng­land, Fürs­ten, Bischö­fe, Äbte und Päps­te lie­ßen ihr Ver­mö­gen von Lom­bar­den ver­wal­ten. Der damals übli­che Zins­satz schwank­te zwi­schen 10 und 16 Pro­zent - und konn­te bei Ver­zug auf 50 Pro­zent, ja bis über 100 Pro­zent steigen.

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Und die Berufs­ver­bo­te erst! Also - nicht mal Beam­te wer­den durf­ten sie! Nach 1938.

Berufs­ver­bo­te und ras­sis­ti­sche Steu­ern für die jüdi­sche Bevöl­ke­rung - Ver­mö­gens­ent­zug in der NS-Zeit

Berufs­ver­bo­te

Die ers­te von Berufs­ver­bo­ten und Ent­las­sun­gen betrof­fe­ne Berufs­grup­pe waren Beam­tin­nen und Beam­te. Eine Richt­li­nie vom Juni 1938 leg­te den Betrie­ben die Kün­di­gung von Jüdin­nen und Juden, von soge­nann­ten “Misch­lin­gen” und von mit Jüdin­nen oder Juden ver­hei­ra­te­ten Bediens­te­ten nahe.

In ande­ren Berei­chen, vor allem in der Pri­vat­wirt­schaft, fan­den in den ers­ten Wochen nach dem “Anschluss” noch nicht zen­tral gesteu­er­te Kün­di­gun­gen jüdi­scher Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer statt. Es durf­ten jedoch kei­ne gesetz­li­chen Abfer­ti­gun­gen aus­be­zahlt wer­den. Indi­vi­du­ell fest­zu­le­gen­de Abfer­ti­gun­gen durf­ten 10.000 Reichs­mark nicht überschreiten.

Ras­sis­ti­sche Steu­ern und dis­kri­mi­nie­ren­de Abgaben
Eine der wesent­lichs­ten Ent­zugs­ar­ten war die Ein­he­bung von Steu­ern und Son­der­ab­ga­ben nach ras­sis­ti­schen Kri­te­ri­en. Die Juden­ver­mö­gens­ab­ga­be (JUVA) betrug zunächst 20 Pro­zent und ab Okto­ber 1939 25 Pro­zent des ange­mel­de­ten Vermögens.

Und auch Kul­tur­ein­rich­tun­gen durf­ten sie in Nazi Deutsch­land nicht betrei­ben. (sie­he: click)
Ja also, und sonst gabs kei­ne. Also Berufs­ver­bo­te. Nur “eif­ri­ge christ­li­che Mit­bür­ger, die das auch in der Pri­vat­wirt­schaft ange­wen­det haben”.

Also bevor Juden in Mas­sen depor­tiert wurden.

Und davor?

Ein­ge­schränk­te Erwerbsmöglichkeiten
Min­des­tens genau­so ver­häng­nis­voll erweist sich, dass Juden in der seit dem 9. und 10. Jahr­hun­dert ent­ste­hen­den christ­li­chen Stän­de­ge­sell­schaft in eine Außen­sei­ter­rol­le gedrängt wer­den, die ihre sozia­le Inte­gra­ti­on ver­hin­dert. Als Nicht­chris­ten dür­fen sie kein Land erwer­ben, kön­nen sich also nur in Städ­ten nie­der­las­sen. Auch hier sind ihre Erwerbs­mög­lich­kei­ten ein­ge­schränkt. Ein Hand­werk kann nur aus­üben, wer Mit­glied einer Zunft ist. Die­se jedoch sind durch­weg christ­li­che Bru­der­schaf­ten. Juden haben dem­zu­fol­ge kei­nen Zugang. Was ihnen bleibt, sind von Chris­ten geäch­te­te Beru­fe wie Trö­del­han­del, Pfand­lei­he oder Kre­dit­ver­ga­be. Da es Chris­ten bis ins 15. Jahr­hun­dert nach kirch­li­chem Recht ver­bo­ten ist, Geld gegen Zin­sen zu ver­lei­hen, wer­den Juden als Ban­kiers sehr erfolg­reich. Was ihnen aller­dings häu­fig auch die Miss­gunst ihrer christ­li­chen Zeit­ge­nos­sen einbringt.

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Vom 9. bis ins 15. Jahr­hun­dert kein Grund­er­werb (Ver­mö­gens­wei­ter­ga­be an kom­men­de Genera­tio­nen) und kei­ne Teil­ha­be an klas­si­schen Gewerben.

Dar­aus folgt ganz klar, eine Blü­te­zeit im 11. Jahrhundert:

Blü­te­zeit im 11. Jahrhundert

Den­noch erlebt das Juden­tum im 11. Jahr­hun­dert auf dem Gebiet des heu­ti­gen Deutsch­lands eine Blü­te­zeit. Etwa 20.000 Juden leben damals im Hei­li­gen Römi­schen Reich nörd­lich der Alpen. Aus Ita­li­en und Süd­frank­reich wan­dern jüdi­sche Händ­ler in die gro­ßen Städ­te des Rhein­lan­des und Süd­deutsch­lands ein. Auch mit­tel­deut­sche Städ­te wie Mag­de­burg, Erfurt und Mer­se­burg bekom­men gro­ße jüdi­sche Gemein­den. Ein den Juden von Worms aus­ge­stell­tes Pri­vi­leg Kai­ser Hein­richs IV. (1050-1106) aus dem Jahr 1090 beweist, dass Juden damals zu den gesell­schaft­lich geho­be­nen Schich­ten gehö­ren und sogar Waf­fen tra­gen dürfen.

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Don’t you see! Die wur­den ja durch Chris­ten dazu gezwungen!

Stimmt. Nur mit offen­bar stark unbe­ab­sich­tig­ten Out­co­mes. Nur nicht in der Zeit nach dem 15. Jahr­hun­dert und vor 1938. Und nur nicht in der Zeit nach 1945.

Und Precht bezieht sich auf die­se klar anti­se­mi­ti­schen, nega­tiv bela­de­nen Vorurteile. 

Wait, und was wenns der Precht posi­tiv kono­tiert gemeint hat? In einer ver­dammt schlech­ten und däm­li­chen For­mu­lie­rung? Auf die Zei­ten bezo­gen in denen Juden arbei­ten durf­ten? In Staa­ten in denen die Juden kei­ne Berufs­ver­bo­te hatten?

Naja, Precht ist halt selbst­re­dend Anti­se­mit, da er an sei­ne Zeit zu Besuch bei ultra­or­tho­do­xen Juden in Süd­afri­ka zurück­ge­dacht hat, als er den Aus­spruch getä­tigt hat - der so unver­zeih­lich ist, dass ihm das Stu­den­ten­par­la­ment selbst­re­dend Druck machen muss­te, ihn aus sei­ner Uni zu werfen.

Im Jahr 1912 wur­de der «South Afri­can Jewish Board of Depu­ties», der Dach­ver­band der süd­afri­ka­ni­schen jüdi­schen Gemein­den, gegründet.[6]

In den 1930er Jah­ren war in Süd­afri­ka ein zuneh­men­der Anti­se­mi­tis­mus fest­stell­bar, als sich der afri­kaa­ni­sche Natio­na­lis­mus ideo­lo­gisch immer deut­li­cher an Nazi­deutsch­land anlehn­te und sich jüdi­sche Ein­wan­de­rer zuneh­mend in der Com­mu­nist Par­ty of South Afri­ca enga­gier­ten. Aller­dings kam es nicht zu einer offen anti­se­mi­ti­schen Poli­tik oder gar anti­se­mi­ti­schen Gesetzen.[7] 1930 wur­de wäh­rend der Amts­zeit des Jus­tiz­mi­nis­ters Oswald Pirow die Ein­wan­de­rung mit dem Immi­gra­ti­on Quo­ta Act (Act No. 8 / 1930) restrik­tiv reguliert[8] und 1937 durch den Ali­ens Act (Act No. 1 / 1937) (deutsch: Fremden-Gesetz) wegen der zu prü­fen­den „Assi­mi­lier­bar­keit“ die Ein­wan­de­rung von Per­so­nen aus bestimm­ten Län­dern, dar­un­ter Juden, stark eingeschränkt.[9][10] Auf der Basis des Ali­en Act prüf­te eine Ein­wan­de­rungs­be­hör­de (Immi­grants Selec­tion Board) die Anträ­ge von Aus­län­dern auf Erlaub­nis für einen dau­er­haf­ten Auf­ent­halt und ent­schied posi­tiv, wenn eine „schnel­le Assi­mi­la­ti­on mit den euro­päi­schen Ein­woh­nern zu erwar­ten war“.[11]

Den­noch gelang in den Jah­ren 1933 bis 1936 noch etwa 3600 deut­schen Juden die Flucht nach Süd­afri­ka. 1936 wur­den mehr als 500 jüdi­sche Flücht­lin­ge an Bord des Über­see­damp­fers «Stutt­gart» beim Ein­lau­fen in den Hafen von Kap­stadt mit einer laut­star­ken anti­se­mi­ti­schen «Pro­test­de­mons­tra­ti­on» empfangen.[6]

Wäh­rend des Zwei­ten Welt­krie­ges war die Gesamt­zahl der Juden in Süd­afri­ka auf knapp 120.000 ange­wach­sen, eine zah­len­mä­ßi­ge Stär­ke, die spä­ter nicht mehr erreicht wurde.[6]

In der Apart­heid (1948–1994)

In der Zeit der Apart­heid in Süd­afri­ka wur­den die jüdi­sche Bevöl­ke­rung als „Wei­ße“ ein­ge­stuft und damit der pri­vi­le­gier­ten „Ras­se“ zuge­ord­net. Den­noch ent­fal­te­te sich in der Natio­nal Par­ty, der Par­tei der Apart­heid, auch ein deut­li­cher Antisemitismus.[12] In der Mehr­heit tra­ten die süd­afri­ka­ni­schen Juden für eine fried­li­che Abschaf­fung des Sys­tems der Ras­sen­dis­kri­mi­nie­rung ein. Etli­che enga­gier­ten sich aktiv im Kampf gegen die Apart­heid, dar­un­ter Nadi­ne Gor­di­mer, Albie Sachs, Har­ry Schwarz, Helen Suz­man und Joe Slo­vo. Im Rivonia-Prozess gegen die dama­li­ge Füh­rung der Wider­stands­be­we­gung waren vier der Ange­klag­ten Juden, wäh­rend der Staats­an­walt, Per­cy Yutar, eben­falls Jude war.

Wegen des Apart­heid­sys­tems und der wach­sen­den wirt­schaft­li­chen Schwie­rig­kei­ten ver­lie­ßen zwi­schen 1970 und 1992 etwa 39.000 Juden das Land, wäh­rend etwa 10.000 Israe­lis in die­ser Zeit nach Süd­afri­ka einwanderten.[13]

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Stimmt, Precht hät­te viel mehr über die Opfer­rol­le der Juden in Süd­afri­ka spre­chen müssen.

In einem Land, wo die Reli­gi­ons­frei­heit kein lee­res Wort ist, konn­ten die zuge­wan­der­ten Juden ihren reli­giö­sen Tra­di­tio­nen ohne Ein­schrän­kung nach­le­ben. Am naht­lo­ses­ten erfolg­te die Inte­gra­ti­on der Juden in Süd­afri­ka wohl im wirt­schaft­li­chen Bereich. Denn zur Zeit der Immi­gra­ti­on war Süd­afri­ka ein wenig ent­wi­ckel­tes Land mit vie­len Ent­fal­tungs­mög­lich­kei­ten. Der fah­ren­de Händ­ler, von den Buren smous genannt, war auf dem Lan­de und auf den abge­le­gens­ten Far­men bald ein all­täg­li­cher Anblick.

Zahl­rei­che Juden lie­ßen sich auch als Kunst­hand­wer­ker, Schnei­der, Schuh­ma­cher und Bau­un­ter­neh­mer nie­der. Eini­ge von ihnen kamen schließ­lich auch in die rei­chen Gold- und Dia­man­ten­fel­der, wo sie es zu gro­ßem Ver­mö­gen brach­ten. Eini­ge wid­me­ten sich sogar der Land­wirt­schaft, dar­un­ter eine Grup­pe, die sich zur Zeit des Strau­ßen­fe­der­booms in der Gegend von Oudtsho­orn nie­der­ließ. Ande­re ver­such­ten es mit Zitrus­früch­te - Pflan­zun­gen. Nur weni­ge Genera­tio­nen nach der Ankunft gehö­ren ihnen bereits gro­ße Textil- und ande­re Fabri­ken. Die Juden spie­len aber auch eine ent­schei­den­de Rol­le in ande­ren Wirt­schafts­zwei­gen. So gehen etwa die Grün­dung gro­ßer Lebensmittel-Handelsketten in allen Tei­len des Lan­des auf jüdi­sche Initia­ti­ve zurück.

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Die wur­den gezwun­gen Juwe­lie­re zu wer­den und Geld­ge­schäf­te zu machen!

War­um reden wir so viel über Juden in Südafrika?

Richard David Precht bedau­ert Kri­tik an anti­se­mi­ti­schem Satz

Im Eifer des gegen­sei­ti­gen Ego-Streichelns kann inhalt­lich auch mal was schief­ge­hen, schei­nen sich die Her­ren zu den­ken. Die Pas­sa­ge mit dem anti­se­mi­ti­schen Kli­schee wird folg­lich aus der Auf­zeich­nung des Pod­casts geschnit­ten. Und Precht spricht noch eine nach­träg­lich hin­zu­ge­füg­te Vor­ab­be­mer­kung ein, die eine Ent­schul­di­gung sein soll, aber kei­ne ist. Er beschreibt ledig­lich das Miss­ver­ste­hen Drit­ter, das er bedaue­re: „In die­sem Pod­cast ist eine For­mu­lie­rung gefal­len, die Anstoß erregt hat und zur Kri­tik geführt hat […]”, hebt Precht an. Und zwar, weil „es nicht ansatz­wei­se irgend­wie so gemeint gewe­sen ist, wie es auf­ge­fasst wurde.“

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Da der Satz laut ihm nicht anti­se­mi­tisch gemeint war und er bei dem Aus­spruch an sei­ne Zeit in einer ultra­or­tho­do­xen Dia­spo­ra in Süd­afri­ka gedacht hat. 🙂

Ja aber das geht doch nicht. Wir wol­len min­des­tens einen Knie­fall sehen, sonst glaubt ihm das doch niemand!

Da fühlt sich jemand ent­we­der miss­ver­stan­den. Oder aber dabei ertappt, wie er sich selbst ger­ne beim Reden zuhört und dabei das Nach­den­ken ver­gisst. Eine tat­säch­li­che Ent­schul­di­gung hät­te wie folgt aus­se­hen kön­nen: „Ich habe bei der Auf­nah­me die­ses Pod­casts in einer Pole­mik anti­se­mi­ti­sche Res­sen­ti­ments repro­du­ziert. Dafür möch­te ich um Ent­schul­di­gung bei all jenen bit­ten, die dies als belei­di­gend oder dis­kri­mi­nie­rend erfah­ren haben.”

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Also ohne ein Ein­ge­ständ­nis, dass man anti­se­mi­ti­sche Vor­ur­tei­le ver­brei­tet habe, gehts nicht. 🙂 Nicht im deut­schen Medienspektrum.

Selbst wenn man es anders gemeint hat, und von sei­ner Zeit in Süd­afri­ka in einer ultra­or­tho­do­xen Kom­mu­ne spricht die man sich als Precht ange­se­hen hat, nach­dem er das Buch eine jüdi­schen Autorin dazu gele­sen hat, und sei­ne Frau eben­falls und bei­de beschlos­sen haben, sich die jüdi­sche ultra­or­tho­do­xe Dia­spo­ra in Süd­afri­ka selbst anzu­se­hen. In der Frei­zeit. Im Urlaub.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk, abar­tigst und hin­ter­häl­tigst Allerletzte.

Er hat nicht genug “es tut ihm Leid” gesagt. Wir hät­ten das alle viel mehr “spü­ren wollen”.

Außer­dem hat er die Paläs­ti­nen­ser viel zu sehr unterstützt.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut abgrund­tief, gro­tesk Allerletzte.

Büßer­hem­den, maßgefertigt

Her­mann Lüb­bes Mei­nungs­ri­tua­le / Von Fran­zis­ka Augstein

[…]

Was Hege­lia­nern recht wäre, ist Her­mann Lüb­be nicht bil­lig. Der Grund liegt dar­in, daß Ein­zel­fäl­le ihm einer­lei sind. Ihn beschäf­tigt ledig­lich das Ritu­al der Ent­schul­di­gung, das er aus den jewei­li­gen poli­ti­schen, diplo­ma­ti­schen und his­to­ri­schen Zusam­men­hän­gen iso­liert, um dem der­art ziem­lich äthe­risch gewor­de­nen Phä­no­men eine rituell-religiöse Qua­li­tät anzu­hän­gen. Die­ser Über­bau von der “Zivil­re­li­gi­on” hält zwar nur so lan­ge, wie die nähe­ren Umstän­de außen vor blei­ben und dem Erle­ben der Men­schen samt dem all­fäl­li­gen diplo­ma­ti­schen Gezer­re kei­ner­lei Rele­vanz bei­gemes­sen wird. Die gedank­li­che Kon­struk­ti­on als sol­che ent­spricht indes der ver­brei­te­ten Nei­gung, aller­lei Vor­gän­ge und Umstän­de reli­gi­ös oder quasi-religiös zu nen­nen. Belie­ße man statt des­sen die Din­ge in ihrer welt­li­chen Gestalt, hät­te man nicht soviel Bedeut­sa­mes über sie zu sagen.

src: click (FAZ, 2001)

bezo­gen auf: Her­mann Lüb­be: “,Ich ent­schul­di­ge mich’ ”. Das neue poli­ti­sche Buß­ri­tu­al. Sied­ler Ver­lag, Ber­lin 2001. 144 S.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut abgrund­tief gro­tesk Allerletzte.

Add long, blonde Fabio hair

24. Oktober 2023

Der Stan­dard ist immer bes­ser in Pro­pa­gan­da­netz­wer­ken vernetzt.

Add long blonde Fabio Hair

Zwi­schen den Büschen: Cola­do­sen, lee­re Chip­s­pa­ckun­gen. Alon seufzt. Wenn er den Müll im Wald sieht, dann kehrt das den Deut­schen in ihm her­vor: “Furcht­bar, wie das aus­sieht”, sagt der 36-jährige Frank­fur­ter, der seit 13 Jah­ren in Isra­el lebt. An sei­nem Hosen­bund hängt ein Revol­ver. Alon ist jeder­zeit schussbereit.

Bald könn­te er von sei­nem jah­re­lan­gen Schieß­trai­ning Gebrauch machen müs­sen. Nicht weil es ihm Spaß macht, son­dern weil es sei­ne Pflicht ist: Alon ist als Reser­ve­sol­dat an der Gren­ze zum Liba­non sta­tio­niert. Wenn die Ter­ro­ris­ten hier ein­drin­gen, wird es auch an ihm lie­gen, sie abzu­weh­ren. Es ist das ers­te Mal, dass er in den Krieg zieht.

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Aber woher wis­sen wir, dass der Stan­dard den nicht zufäl­lig gefun­den hat?

Alon wuchs in Frank­furt auf, als Sohn eines deut­schen Juden und einer Israe­lin. Mit 23 beschloss er spon­tan, nach Isra­el zu gehen, um zwei Jah­re Armee­dienst zu machen. Danach blieb er hier, lebt seit­her in einem klei­nen Kib­buz im Nor­den des Lan­des. Ein­mal im Monat fliegt er nach Deutsch­land, besucht sei­ne Fami­lie, macht Erle­di­gun­gen für das Cybertech-Unternehmen in Tel Aviv, das er ver­tritt. Anfang Okto­ber war er zuletzt in Deutsch­land. Kurz nach sei­ner Rück­kehr brach der Krieg aus. Seit­her ist nichts, wie es war.

- Wuchs in Deutsch­land auf (check)
- Mag Ord­nung, kei­nen Müll im Wald und hasst das Wald­ster­ben (check)
- Beschloss sei­ne Wur­zeln zu suchen (check)
- Mel­de­te sich frei­wil­lig für den Armee­dienst (check)
- Lebt in einem Kib­buz, was wenn die Ter­ro­ris­ten noch­mal kom­men? (check)
- Jet­tet ein­mal im Monat nach Deutsch­land um sei­ne Wur­zeln nicht zu ver­ges­sen (check)
- Arbei­tet in einem Cybertech-Unternehmen in Tel Aviv (check)

Also wenn der für die Sto­ry nicht schon exis­tiert hät­te, hät­te ihn Isra­el erfin­den müssen.

Die Lage ist sehr, sehr ange­spannt”, sagt er und nimmt einen Zug von einer Ziga­ret­te. Schla­fen sei kaum mög­lich, nicht nur wegen der Schüs­se. Auch wegen der Ner­vo­si­tät, weil es jeder­zeit los­ge­hen kann.

Es sind die­se lei­sen Momen­te die dem Redak­teur am meis­ten impo­nie­ren - nein inspi­rie­ren, um dar­aus eine Hel­den­ge­schich­te zusammenzuschustern.

Alon ist Teil der loka­len Bat­te­rie der israe­li­schen Streit­kräf­te, deren Auf­ga­be es ist, “die Zäu­ne des Kib­buz zu sichern”, wie er es formuliert.

Die Armee hat des­halb die Städ­te Kir­yat Shmo­na und Metu­la sowie 14 Dör­fer an der liba­ne­si­schen Gren­ze eva­ku­iert. Die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner wur­den in Hotels im Zen­tral­raum Isra­els unter­ge­bracht. Die Eva­ku­ie­rung ist eine Vor­sichts­maß­nah­me, nie­mand ist ver­pflich­tet zu gehen. Man­che sind geblie­ben, auch im Kib­buz Dan. Nicht zuletzt um ihre Sicher­heit muss sich Alon nun kümmern.

- Ist in der defend the wall im Nor­den Bat­te­rie abge­stellt, der nichts pas­siert (check)

Für sei­ne Fami­lie in Deutsch­land sei es schwer, dass er in Isra­el ist, sagt Alon. Umge­kehrt macht auch er sich Sor­gen um die Eltern. Mit gutem Grund: Vor eini­gen Tagen schleu­der­ten Unbe­kann­te einen gro­ßen Stein in Rich­tung des Eltern­hau­ses in Frankfurt. 

- Liebt sei­ne Fami­lie (check), den ande­ren Teil las­se ich aus.

Bis der Krieg auch in Isra­els Nor­den los­geht, herrscht hier ange­spann­te Stil­le. “Seit 15 Tagen bin ich in einer Art High-Zustand”, sagt Alon. Irgend­wann wird auch die­ser Krieg ein Ende haben. “Ich hof­fe, dass es schnell vor­bei­geht. Und dass wir irgend­wann in einer ruhi­gen Umge­bung leben kön­nen.” (Maria Sterkl, 24.10.2023)

- Ist poli­tisch per­fekt über die Hin­ter­grün­de infor­miert. Not. (check)

Ich wür­de sagen, 90 Pro­zent Wahr­schein­lich­keit, dass das kom­plet­te Pro­pa­gan­da Scheis­se ist.

Haupt­sa­che Revol­ver am Hosen­bund sag ich immer. Ach nein, sagt die Stan­dard Redakteurin.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut abgrund­tief, gro­tesk Allerletzte.

Wört­lich heisst es in der Erklä­rung, die von 842 Per­so­nen unter­zeich­net wur­de, und der NZZ vor­liegt: «Wir erken­nen kaum die Wer­te der EU in der schein­ba­ren Gleich­gül­tig­keit, die unse­re Insti­tu­ti­on in den letz­ten Tagen gegen­über dem anhal­ten­den Mas­sa­ker an Zivi­lis­ten im Gaza­strei­fen an den Tag gelegt hat.»
Der Vor­fall ist abso­lut unge­wöhn­lich. So har­te Kri­tik an der Kom­mis­si­on und ihrer Spit­ze hört man in der Behör­de sel­ten. Dabei beschwe­ren sich in Brüs­sel durch­aus immer wie­der Beam­te hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand über von der Ley­ens Füh­rungs­stil. Die Kom­mis­si­ons­prä­si­den­tin stim­me sich nur im klei­nen Kreis mit ihren engs­ten Bera­tern ab und über­ge­he ande­re Ent­schei­dungs­trä­ger, heisst es. Auch nach Isra­el reis­te von der Ley­en, eine Woche nach den Anschlä­gen der Hamas, ohne Abspra­che mit den Mit­glied­staa­ten oder etwa mit Josep Bor­rell, dem EU-Aussenbeauftragten.

[…]

Aus­ge­löst wur­de der offe­ne Brief der EU-Beamten indes erst durch eine Rede, die von der Ley­en am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag im Hud­son Insti­tu­te, einem kon­ser­va­ti­ven Think-Tank in Washing­ton, hielt. Dar­in hat­te die Kom­mis­si­ons­chefin vor allem vom Selbst­ver­tei­di­gungs­recht Isra­els gespro­chen, die Zwei-Staaten-Lösung aber mit kei­nem Wort erwähnt. Das Kon­zept gilt in Brüs­sel als ein­zi­ge rea­lis­ti­sche Opti­on für einen dau­er­haf­ten Frie­den in Nah­ost. Es ist auch der kleins­te gemein­sa­me Nen­ner, auf den sich die Mit­glied­staa­ten eini­gen kön­nen. Es sei «ver­stö­rend», dass von der Ley­en dar­auf kei­nen Bezug genom­men habe, sagt ein Diplomat.

[…]

Isra­el und Gaza ent­zwei­en die EU. Das wur­de auch bei einem Tref­fen der Aus­sen­mi­nis­ter am Mon­tag in Luxem­burg deut­lich. Hier zeig­te sich, dass Län­der wie Deutsch­land, Öster­reich und Tsche­chi­en noch am ehes­ten von der Ley­ens Posi­ti­on fol­gen. Es wer­de Frie­den und Sicher­heit für die Regi­on nur geben, wenn man den Ter­ro­ris­mus bekämp­fe, erklär­te die deut­sche Aus­sen­mi­nis­te­rin Anna­le­na Baer­bock – und erteil­te damit der For­de­rung des Uno-Generalsekretärs Anto­nio Guter­res nach einem sofor­ti­gen Waf­fen­still­stand einen Dämp­fer. Man sehe ja, so Baer­bock, dass die Hamas Isra­el wei­ter mas­siv mit Rake­ten angreife.
Län­der wie Spa­ni­en, Slo­we­ni­en und Irland hin­ge­gen unter­stütz­ten Guter­res aus­drück­lich. Das Leid unschul­di­ger Zivi­lis­ten in Gaza habe ein Aus­mass erreicht, das eine sofor­ti­ge Ein­stel­lung der Kampf­hand­lun­gen erfor­de­re, sag­te der iri­sche Aus­sen­mi­nis­ter Micha­el Martin.

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Um Verluste gering zu halten…

22. Oktober 2023

… soll der Geg­ner zuerst aus der Luft geschwächt werden.

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Stan­dard.

I’ll take, whats empa­thy with others for 400, Jim!

Der Standard berichtet weiter einseitig -

22. Oktober 2023

und gibt sich dafür her als erwei­ter­ter Propaganda-Arm ver­wen­det zu werden.

Bildschirmfoto 2023 10 22 um 10 05 39
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Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und aba­er­tigst Allerletzte.

Wenn sie noch kurz etwas mehr israelische Propaganda schlucken könnten?

21. Oktober 2023

Kön­nen sie doch! Mund auf und los gehts.

Also. Stand ges­tern - das behaup­te­te Video das den Rake­ten­ab­sturz einer “Fehl­ge­zün­de­ten” Hamas Rake­te zeigt, die dann DEFINITIV das Kran­ken­haus getrof­fen hat - hören sie nur auf israe­li­sche Regierungssprecher!

Was sowohl die NYT und Al Jaze­e­ra mit Time­codes wider­le­gen konn­ten, ja was soll ich sagen --

das war dann zwar nicht die Rake­te, und auch kei­ne fehl­ge­zün­de­te Rake­te, aber defi­ni­tiv wohl -- ohne es defi­ni­tiv zu sagen, eine Hamas Rake­te, da Isra­el ein Fünf­tel aller Hamas Rake­ten bereits über Paläs­ti­na abschießt!

Weiß der Mili­tär­spre­cher Isra­els zu berichten.

Hier bei 8min in:

Hier der Gag.

Isra­el macht ges­tern oder so einen Medi­en­spie­gel. Bekommt mit, dass in Euro­pa sämt­li­che Medi­en ihre Fehl­leis­tung nicht klar berich­tet haben, und es schon gar­nicht woll­ten. Somit noch die Hälf­te der euro­päi­schen Bevöl­ke­run­gen und ein Vier­tel der Jour­na­lis­ten an die Fehl­zün­dungs­sto­ry mit dem Beiweis-Video (EINS! ELF!) glau­ben - und schiebt ein neu­es Nar­ra­tiv nach - bei dems zwar nicht die eine Rake­te gewe­sen sein kann, weil ja wider­legt, aber halt so knapp ein Fünf­tel von denen die Isra­el so und so bereits über Gaza abschießt.

So ver­schla­gen sei sie, die Hamas, sagt der israe­li­sche Mili­tär­spre­cher, dass sie das nicht in ihre Kal­ku­la­ti­on mit ein­be­zieht und somit Men­schen im Gaza­strei­fen durch den Abschuss von Rake­ten durch die Hamas bedroht! Sagt der israe­li­sche Mili­tär­spre­cher! (Flug­bah­nen gehen über Krankenhäuser.)

Bleibt eigent­lich nur noch eine Fra­ge. Moment - Hamas? Ges­tern soll­te die Rake­te ja noch vom paläs­ti­nen­si­schen Jihad abge­feu­ert wor­den sein!

Naja die israe­li­sche Pro­pa­gan­da ist gera­de so sau blöd, dass sie bei deutsch­spra­chi­gen Jour­na­lis­ten auf frucht­ba­ren Boden tref­fen wird, da sie ihr Welt­bild noch­mal bestätigt.

Und nur dar­um geht es den Israe­li­schen Diens­ten beim in die Welt tra­gen die­ser tol­len Geschichte!

ISRAEL WÜRDE NIE KRANKENHÄUSER ANGREIFEN! Gut, 51 wur­den seit Kon­flikt­be­ginn ange­grif­fen sagt die WHO. Aber das waren alles die Paläs­ti­nen­ser selbst. Ver­se­hent­lich! Weil Iron dome so toll funktioniert.

Pro­pa­gan­da hat wie­der nie­mand ent­deckt - was will man machen.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk, abar­tigst Allerletzte.

edit: Es gibt aber natür­lich auch wie­der gute Nachrichten:

Isra­el will nach eige­nen Anga­ben Luft­an­grif­fe auf Gaza­strei­fen verstärken

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Die ägyptische Friedenskonferenz läuft gerade

21. Oktober 2023

Die US hono­rie­ren die Ver­an­stal­tung in dem sie die Bes­ten der Bes­ten schi­cken, die ihr Diplo­ma­ten­corps hergibt.

The US, which has no ambassa­dor cur­r­ent­ly assi­gned to Egypt, is repre­sen­ted by its embas­sy Char­ge d’Affaires.

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A. Eliza­beth Jones, embas­sy Char­ge d’Affaires

A char­gé d’af­fai­res (French pro­nun­cia­ti­on: [ʃaʁʒe dafɛʁ]), plu­ral char­gés d’af­fai­res, often shor­ten­ed to char­gé (French) and some­ti­mes in col­lo­quial Eng­lish to charge-D, is a diplo­mat who ser­ves as an embassy’s chief of mis­si­on in the absence of the ambassador.

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Sie­he auch:
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Abb: US Delegations-Mitglied blickt vom Han­dy hoch.

Spa­ni­en schickt indes­sen den Premierminister…
Ita­li­en ebenfalls.
Deutsch­land schickt die Außenministerin.
Frank­reich schickt sei­ne Außenministerin.
Nor­we­gen schickt sei­nen Außenminister.
Kana­da schickt die Außen­mi­nis­te­rin und sei­nen Entwicklungsminister.
Bra­si­li­en schickt den Außenminister.
Japan sei­ne Außenministerin.
Die UN den Generalsekretär.

Nur damit sie heu­te bereits ver­ste­hen, war­um die deutsch­spra­chi­gen Medi­en mor­gen kaum dar­über berich­ten werden.

Ich muss sagen, es hat mich aber sehr gefreut, BUMBLEFUCK WHATSHERNAME ken­nen­zu­ler­nen, die nur 75 Jah­re jun­ge US Kar­rie­re­di­plo­ma­tin, die auch mor­gen noch kraft­voll eine Waf­fen­ru­he ver­hin­dern wird.

edit: Oh phoe­nix hat gera­de her­aus­ge­fun­den, dass der Gip­fel lei­der nicht erfolg­reich sein konn­te, da der Iran nicht zuge­gen war. Oder Top US Diplo­ma­ten. Oder Isra­el. Es lag aber vor allem am Fern­blei­ben des Iran. Hust.

edit: Drei Tage später:

Laut USA “nicht der rich­ti­ge Zeit­punkt” für eine Waffenruhe

Die USA hal­ten die Zeit für eine Waf­fen­ru­he im Kon­flikt zwi­schen Isra­el und der mili­tan­ten Hamas noch nicht gekom­men. “Wir glau­ben nicht, dass jetzt die Zeit für einen Waf­fen­still­stand ist”, sagt der Natio­na­le Sicher­heits­spre­cher des Wei­ßen Hau­ses, John Kir­by, dem Sen­der CNN. “Isra­el hat das Recht, sich zu ver­tei­di­gen. Sie haben noch viel zu tun, um die Hamas-Führung zu verfolgen.”

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Erstaun­lich. Zu erstaun­lich für Phoenix.

edit: Kon­text: NZZ: Wegen «bedin­gungs­lo­ser» Unter­stüt­zung Isra­els: Hun­der­te EU-Mitarbeiter pro­tes­tie­ren gegen von der Ley­ens Gaza-Politik

Einzelfälle melken

21. Oktober 2023

Dem Stan­dard war wie­der fad, da hat er ver­sucht Hor­ror­mel­dun­gen zu melken.

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Denn wir sehen auch die Kolon­nen der Men­schen in Gaza, die aus dem Nor­den des Ter­ri­to­ri­ums flüch­ten müs­sen. Was wir nicht oder kaum sehen: den Hor­ror und die Sze­nen der Bes­tia­li­tät, die von den Hamas-Terroristen bei ihrem Über­fall auf den Süden Isra­els ver­bro­chen wurden.

Denn das ist über­wie­gend zu ent­setz­lich, um es in den Abend­nach­rich­ten west­li­cher Sen­der zu zei­gen. Zu sehen sind zwar Vide­os von der Flucht von hun­der­ten Men­schen, die in der Wüs­te bei dem Rave-Festival von der Hamas über­rascht wur­den, und die aus­ge­brann­ten Autos danach. Aber es gibt Vide­os von jun­gen Frau­en und weib­li­chen Teen­agern, die mit Blut im Schritt von der Hamas in ihre Autos ver­frach­tet wur­den; eines von der 22-jährigen Shani Louk, die rege­lungs­los und halb­nackt auf einem Pick-up-Truck liegt, wäh­rend rings­um “Alla­hu Akbar” geschrien wird. Das wird (mit begreif­ba­ren Argu­men­ten) der gro­ßen Öffent­lich­keit Euro­pas vorenthalten.

src: click

Der Stan­dard mal wie­der bei sei­ner täg­li­chen Dosis unbe­stä­tig­ten Insta­gramm Hor­ror gesell­schafts­fä­hig zu machen!

Ich wuss­te nicht ob sies wuss­ten, aber behaup­te­te Ver­ge­wal­ti­gun­gen sind schlim­mer als Kin­der als Kol­la­te­ral­schä­den. Hat das wie­der mit Haut­far­be zu tun? Oder mit dem Begriff (Kol­la­te­ral­scha­den vs. Vergewaltigung)?

Und noch­mal - Jour­na­lis­ten haben bei den NGOs die die see­li­sche und huma­ni­tä­re Auf­ar­bei­tung des Hamas Ter­rors in Isra­el betrei­ben ihre Arbeit gemacht, sind her­um­ge­gan­gen und haben kei­ne sys­te­ma­ti­schen Ver­ge­wal­ti­gun­gen doku­men­tie­ren kön­nen. Es gab Berich­te über einen Fall in dem eine vor­ge­bracht wur­de. Der Rest muss nicht Pro­pa­gan­da sein, viel­leicht wur­den die Leu­te auch alle ver­schleppt, oder erschos­sen, - hier ein Indikator:

Around 90% of the mili­ta­ry dead have been iden­ti­fied and teams are half way through iden­ti­fy­ing civi­li­ans, said Rab­bi Isra­el Weiss, for­mer army chief rab­bi, one of the offi­cials over­see­ing the iden­ti­fi­ca­ti­on of the dead. He said many bodies show­ed signs of tor­tu­re as well as rape.

src: click (Reu­ters, refe­ren­cing Rab­bi Isra­el Weiss)

Aber die­ser auf social media her­um­irr­lich­tern­de fast ach­zig­jäh­ri­ge öster­rei­chi­sche Mei­nungs­re­por­ter -- auf der Suche nach Klicks der wie­der den Scoop behaup­tet den nie­mand in der rest­li­chen Welt hat - ist ein­fach nur übelkeitserregend.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk abar­tigst Allerletzte.

Total Hor­ror­show.

Und wenn wir uns schon gesamt­ge­sell­schaft­lich auf die­ses Niveau herunterbegeben:

Haa­retz:

[The­re were] 3 cases of rape. Caught and released. A girl of 14 was raped. Ano­t­her 4 were kil­led. Rings of knives.”.

src: click (Bury­ing the Nak­ba: How Isra­el Sys­te­ma­ti­cal­ly Hides Evi­dence of 1948 Expul­si­on of Arabs)

Ups, das war ja wie­der die ande­re Sei­te… Nein, zu blöd.

Dass es in das Hirn die­ser clicks-geilen Jour­na­lis­ten nicht hin­ein­geht, dass es eine Unter­schied zwi­schen “sys­te­ma­ti­schen Ver­ge­wal­ti­gun­gen” und im Gewalt­ex­zess wer­den von Ein­zel­nen auch abar­tigs­te Sexu­al und Macht­phan­ta­sien rea­li­siert gibt… Der gesam­te deutsch­spra­chi­ge Jour­na­lis­mus ist plötz­lich auf­ge­wacht, und sieht sol­che Gräul­ta­ten auf Insta­gram zum ers­tem Mal in der Menschheitsgeschichte…

Und ver­sucht dann damit clicks zu generieren.

Und wei­ter Hass zu streuen.

edit: Ah, hab die Quel­le vom irr­lich­tern­den 80 jäh­ri­gen Mei­nungs­jour­na­lis­ten gefunden!

Rau­scher geht auf factcheck.org.

Copy pas­ted die­sen Pargraphen:

The video says that alle­ga­ti­ons of rape by Hamas mili­tants are “fal­se,” adding, “The­re is no evi­dence of this whatsoever.”

It’s true that the­re is limi­ted evi­dence of spe­ci­fic cases of rape during the attack by Hamas. The Los Ange­les Times, for examp­le, remo­ved a refe­rence to rape from an Oct. 9 opi­ni­on pie­ce becau­se the reports hadn’t been substantiated.

Howe­ver, some elec­ted offi­cials have refer­red to rape in their remarks about Hamas mili­tants in Isra­el. Biden, for examp­le, lis­ted rape among the war atro­ci­ties suf­fe­red by Israe­lis after he’d been advi­sed about it on a pho­ne call with Netanyahu.

The­re has also been at least one news arti­cle, from the Times of Isra­el, repor­ting that two vide­os “have rai­sed con­cerns of sexu­al ass­ault against women.” One video shows a woman who has blood on her pants being taken out of a vehi­cle in Gaza, accord­ing to the arti­cle, and the other shows a woman in her under­we­ar lying face down in a truck. The arti­cle did not link to the videos.

Rape is often used as a tac­tic of war and has a long histo­ry as such, alt­hough the­re are no publicly con­fir­med examp­les of sexu­al assault.

Update, Oct. 20: A day after we publis­hed our sto­ry, Reu­ters repor­ted that “Rab­bi Isra­el Weiss, for­mer army chief rab­bi, one of the offi­cials over­see­ing the iden­ti­fi­ca­ti­on of the dead … said many bodies show­ed signs of tor­tu­re as well as rape.” The arti­cle also said that “mili­ta­ry per­son­nel over­see­ing the iden­ti­fi­ca­ti­on pro­cess didn’t pre­sent any foren­sic evi­dence in the form of pic­tures or medi­cal records.”

src: click (factcheck.org)

Behaup­tet, der Grund war­um die­se Bil­der nicht rum­ge­zeigt wer­den ist “weil sie zu schreck­lich sind” und baut dar­aus sei­nen Hass gene­rie­ren­den Hetz­ar­ti­kel des Tages!

Super, Haupt­sa­che die Clicks stimmen!

Gut, die Über­schrift des Absat­zes, “Claims of Suspec­ted Rapes” - die kann ein Hans Rau­scher für mehr Clicks schon mal igno­rie­ren. “Claims of Suspec­ted Rapes” - komm das sind ganz ein­deu­tig die schlim­me­ren Kriegs­ver­bre­chen, die der Stan­dard aber nicht zei­gen kann, so wies der Rau­scher will, weil sie zu schlimm sind!

Das hat sicher nichts damit zu tun, dass sie noch nicht bestä­tigt wer­den konnten.

Jour­na­lis­mus, mei­ne Damen und Her­ren. Im Wertewesten!

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Die ersten kaum gelogenen Worte des Tages

19. Oktober 2023

Im deutsch­spra­chi­gen Medi­en­spek­trum - NZZ vor drei Minuten:

Wel­che Dar­stel­lung die rich­ti­ge ist, wie vie­le Tote und Ver­letz­te es gab und ob eine vom IDF ver­öf­fent­lich­te Ton­auf­nah­me der Ter­ro­ris­ten authen­tisch ist: All das ist offen. Abschlies­sen­de Bele­ge lie­gen noch nicht vor.

Gut, das hier ist der Aufmacher…

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Gut, die gegen­tei­li­ge Posi­ti­on, dass näm­lich Isra­el sich zuerst bekannt hat, dann den Bekennt­nist­weet zurück­ge­zo­gen hat, dann auf ein Al Jaze­e­ra Video ver­wie­sen hat, deren Time­code einer Rake­ten­fehl­funk­ti­on nicht mit der Erzäh­lung des Israe­li­schen Mili­tärs zusam­men­passt, alles Neben­sa­che… Muss man ja in den deut­schen Medi­en nicht erwähnen…

Hier noch mal die Chro­no­lo­gie aus der ande­ren Perspektive.

1. Isra­el bekennt sich via Tweet.

Initi­al posts on X sent by Han­anya Nafta­li, a digi­tal aide to Israe­li Prime Minis­ter Ben­ja­min Net­an­ya­hu, arou­sed sus­pi­ci­on. “Israe­li Air For­ce struck a Hamas ter­ro­rist base insi­de a hos­pi­tal in Gaza,” he wro­te, but the post was almost immedia­te­ly deleted.

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2. Isra­el behaup­tet es war nicht die Hamas, es war der paläs­ti­nen­si­sche Jihad

A bit ear­lier, at 9:04pm, the Israe­li army had publis­hed a post bla­ming the strike on a mis­fired mis­si­le laun­ched by PIJ: “From the ana­ly­sis of the ope­ra­tio­nal sys­tems of the [Israe­li army], an enemy rocket bar­ra­ge was car­ri­ed out towards Isra­el, which pas­sed through the vicini­ty of the hos­pi­tal when it was hit,” it said.

src: ebd

3. Isra­el ver­öf­fent­licht ein “Beweis­vi­deo” auf Staats­ka­nä­len auf Twitter.
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4. Isra­el zieht den ers­ten Tweet zurück.

By 10.58pm, Nafta­li apo­lo­gi­sed on X for sharing “a Reu­ters report” that “fal­se­ly sta­ted Isra­el struck the hos­pi­tal”. He said he had sin­ce dele­ted the tweet. “As the [Israe­li army] does not bomb hos­pi­tals, I assu­med Isra­el was tar­ge­ting one of the Hamas bases in Gaza,” he added.

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5. Isra­el behaup­tet die Hamas wars.

Videobe­schrei­bung (aber nicht nur dort, wird nur etwas schwer die ers­te Quel­le dafür zu finden…):

Its claims have not yet been inde­pendent­ly veri­fied, and Israe­li offi­cials say they belie­ve it was a rocket from Hamas or Isla­mic Jihad that fell short and struck the site.

6. Isra­el behaup­tet sie wür­den kei­ne Kran­ken­häu­ser angreifen…
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7. Beweis­vi­deo wird widerlegt.

Sie­he auch:

But Aric Toler, a jour­na­list on the visu­al inves­ti­ga­ti­ons team at The New York Times, dis­pu­ted the accu­ra­cy of the foo­ta­ge, noting that the time stamp indi­ca­ted it had been recor­ded 40 minu­tes after the time of the explosion.

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8. WHO bestä­tigt am sel­ben Abend dass seit dem Aus­bruch des Kon­flikts 51 Gesund­heits­ein­rich­tun­gen in Gaza ange­grif­fen wurden:

But in a state­ment issued on the night of the explo­si­on, the World Health Orga­niz­a­ti­on (WHO) poin­ted out that the­re had actual­ly been over 51 attacks on health­ca­re faci­li­ties in Gaza sin­ce the start of the con­flict on Octo­ber 7. Fif­teen health­ca­re workers had been kil­led and 27 injured.

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9. Isra­el legt ein abge­hör­tes Gespräch nach - von dem nie­mand die Authen­ti­zi­tät prü­fen kann, was auch die NZZ eingesteht.

Was waren jetzt die ver­meint­li­chen Lügen denen die west­li­che Pres­se von sei­ten den Hamas auf­ge­ses­sen ist?

500 Tote berich­tet. In spä­te­ren Berich­ten waren es 200 Tote und 300 Verletzte.

Berich­tet, dass es eine Israe­li­sche Rake­te war. Die die US Diens­te in pril­i­mi­na­ry Reports (noch nicht gesi­chert, sagen die Diens­te) nicht gese­hen hätten.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk, abar­tigst, hin­ter­häl­tigst, ver­lo­genst Allerletzte.

Also das Fazit des Tages, Medi­en soll­ten ein­fach mal lang­sa­mer Mel­dun­gen raus­hau­en - und zur Abwechs­lung mal weni­ger unge­prüf­te Pro­pa­gan­da verbreiten.

Hm… 3800 Tote in Palästina

19. Oktober 2023

Die Hälf­te der Bevöl­ke­rung vertrieben.

Alle 5 Minu­ten stirbt aktu­ell ein Palästinenser.

Alle 15 Minu­ten ein paläs­ti­nen­si­sches Kind.…

Der Nor­den des Gaza-Streifens als Puf­fer­zo­ne auf Dau­er men­schen­leer wird bereits kolportiert.

Biden der “sol­len doch die Ara­ber von den Ara­bern ver­wal­tet wer­den, die wir außen­po­li­tisch kon­trol­lie­ren” als Lösung in den Raum gestellt hat.

Und das Bom­bar­de­ment geht wei­ter, bis Isra­el dekla­riert, dass sie die Hamas zer­schla­gen haben.

Was fehlt da noch,…

Ach­ja! Stan­dard exklu­siv Reportage!

Wir haben unse­re Repor­te­rin in ein lee­res Kran­ken­haus im Süden Isra­els geschickt, und sie Pho­tos von den lee­ren, teil­wei­se zer­stör­ten Gän­gen machen las­sen, mit Exklusiv-Interview mit den lei­ten­den Ärz­ten “wir sind bereit für die israe­li­schen Opfer der israe­li­schen Bodenoffensive!”.

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Wow! Wo die doch erst seit einer Woche ange­kün­digt ist! Erstaun­lich! Was sag ich da seit einer Woche… Seit bei­na­he zwei Wochen! Erstaunlich!

Moment, wor­um gehts hier eigentlich?

Also, die Paläs­ti­nen­ser bean­spru­chen nach Ver­trei­bun­gen, und Flucht Gebiet in Isra­el zurück. Isra­el ver­treibt 1 Mil­li­on Men­schen jetzt noch­mal. “Um die Hamas zu zer­schla­gen.” Ver­klei­nert das Paläs­ti­nen­ser Gebiet im Gaza-Streifen noch mal um die größ­te Stadt, und locker flo­ckig die Hälf­te des Ter­ri­to­ri­ums, und die US Admi­nis­tra­ti­on hat dann die exzel­len­te Idee, dass die so kon­zen­trier­te Bevöl­ke­rung zukünf­tig kei­ne Selbst­ver­wal­tung bekom­men kön­ne, son­dern doch von Ara­bern ver­wal­tet wer­den könnte!

Hey, divi­de et impe­ra funktioniert!

1. Ver­trei­ben.
2. Lebens­stan­dard senken.
3. 19 Jah­re still halten.
4. Ter­ror­at­ta­cke nicht recht­zei­tig erken­nen und ver­spä­tet reagie­ren, weil ja die Sol­da­ten alle die Sied­ler im West­jor­dan­land bewa­chen waren.
5. Die Ver­blei­ben­den zur Hälf­te vom Nor­den noch­mal in den Süden vertreiben.
6. Neu­es Regime instal­lie­ren, dies­mal von Ara­bi­scher Seite.

Fra­ge - wie kommt man jetzt als Paläs­ti­nen­ser zu dem Land in Isra­el zurück von dem man ver­trie­ben wurde?

Das neue freund­li­che ara­bi­sche Ver­wal­tungs­re­gime fragen?

Ach­so ja - die Paläs­ti­nen­ser erken­nen ja Isra­el in den Gren­zen von - ehm ja was, Groß­is­ra­el nach den Erwei­te­run­gen (?), nicht an, DAS ist das Problem! 

Aso - ich verstehe…

Schnell noch den Slo­gan “from the river to the sea” kri­mi­na­li­sie­ren, denn der neue ara­bi­sche Ver­wal­tungs­staat für den nur mehr 50% so gro­ßen Gaza-Streifen ist dann ja auch nicht Palästina.

Klar - ich mein, Wer­te­wes­ten. Sowie­so. Prima.

Haupt­sa­che Biden kann im Wahl­kampf ver­mel­den, “sol­len doch die Ara­ber zu den Ara­bern zurückgehn”!

Und noch­mal, Hin­ter­grund sind - nach inter­na­tio­na­lem Recht berech­tig­te Ansprü­che auf Land und Scha­den­er­satz. Durch kriegs­be­ding­te Enteignungen.

Es geht recht­lich nicht um Ras­sis­mus. Es geht recht­lich nicht um Juden­hass. Es geht recht­lich nicht dar­um “ob denn jetzt ande­re Ara­ber Paläs­ti­na ver­wal­ten, oder die Israe­lis”. Es geht nicht um wie wir her­lei­ten wer nach der Bibel wo gelebt hat. Es geht nicht um gene­ti­sche Mar­ker. Es geht recht­lich immer nur um das was nach 1945 in der Regi­on pas­siert ist.

Und nach Abschluss der tol­len von Biden insze­nier­ten Akti­on “halb Gaza den Ara­bern zur Ver­wal­tung”, und die ande­re Hälf­te Gla­cee (Puf­fer­zo­ne) in dem kei­ner mehr Leben kann - haben wir plötz­lich eine West­bank, die sich jetzt mit Ara­bern unter­hal­ten muss, wenn sie sich mit Paläs­ti­nen­sern im Gaza Strei­fen koor­di­nie­ren will? Mit einer Zwei­staa­ten­lö­sung als Ziel in den Jah­ren davor, die von der Welt­ge­mein­schaft 19 Jah­re ein­ge­fro­ren wur­de - weil man kann die Paläs­ti­nen­ser ja mili­tä­risch so toll kontrollieren?

Sie­he Abra­ham Accords.

Super Idee.

Nächs­ter Schritt Welt­frie­den, glaub ich.

Sor­ry - der Stan­dard muss dar­über natür­lich nicht berich­ten, der zeigt lie­ber Bil­der von lee­ren Kran­ken­häu­sern in Süd­is­ra­el, die bereit für die armen israe­li­schen Sol­da­ten­op­fer sind, die die israe­li­sche Boden­of­fen­si­ve nach sich zie­hen wird.

Hier, es gibt auch bereits das ers­te User-Kommentar!

Alles erdenk­lich Gute für die kom­men­de Zeit, die sicher her­aus­for­dernd wird.

Wer­te­wes­ten, mei­ne Damen und Her­ren. Wertewesten.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

edit: Hey, ich weiß was wir noch machen könn­ten! Kei­nen offe­nen Hilfs­kor­ri­dor für die Paläs­ti­nen­ser im Süden!

Sonst schaf­fen die ja noch Was­ser in den Nor­den, und gehen wie­der in den Nor­den des Gaza Strei­fens um dort die Eta­blie­rung einer Puf­fer­zo­ne zu ver­hin­dern, wo ges­tern noch ihre Häu­ser waren!

Ägyp­ten, Jor­da­ni­en, Liba­non, bit­te über­neh­men sie den Rest!