Wir erinnern uns noch alle an Selenskyjs wiederholte Behauptung, dass der russische Angriff auf Bahamut keinen Sinn mache?
Worauf die Ukraine ihn auch zum 20sten Mal dort abgewehrt hat, und Selenskyj anschließend persönlich angereist ist um die Moral der Truppe vor Ort zu stärken?
Nun, stellt sich heraus dass Artillerie-Coverage im Jahr 2022/23 so gut ausgebaut sein könnte, dass man nur noch im Schutz von (edit: Korrektur) Wäldern und (Ende Korrektur) Städten hinter feindliche Linien durchbrechen kann, da man ansonsten das Risiko eingeht auf freiem Feld vom Gegner komplett niedergemäht zu werden.
Wesshalb Russland auch seit Kriegsbeginn keinen “Blitzkrieg” geführt hat, bei dem man normalerweise Städte und Siedlungen weiträumig umgeht um in der Tiefe eines Landes Fuss zu fassen.
Überall Militärexperten aber kein Journalist hat je nachgefragt.
Erstaunlich.
I think you see patterns that are interesting and I think you’re right about comparing the northern part of the country to the southern um sort of too soon to tell - all you really have kind of are anecdotes but you know the the champion weapon of the anti-army weapon of the fighting in the north was probably the British weapon and that weapon is optimized for six or seven hundred meter shot which is probably about as much range as you got in the terrain because it was a mix of urban and Forest and stuff like ex-urban right in the South you just look at Google Earth and you can see it’s - you know this is the miles and miles of wheat joke right this is there’s a lot of long shots that are possible and remember I think the figure is not just the range and the accuracy of the systems but but their density. I think the densities are going up there’s just lots of Shooters out there so I would expect to find if we could see a pattern that there’s something going on that you wouldn’t necessarily expect - which is the attackers have learned that when you might used to informally you might have looked for an open bit of hard ground to be able to amass armor for an assault and then you take your chances with the attrition on the theory that if you lost half you would overwhelm the defender still with what was left because you would concentrate in so much combat power I have a suspicion that they’re not even trying that anymore on either side and I think they’re probably not trying it because the killing zones are just too lethal. So my guess is we’re going to find that attackers are attacking in places we would normally say are advantageous to the defense they’re attacking in ex-orbitant wooded areas because it’s the only place there’s enough cover and then they’re just duking it out with artillery and then small unit engagements until they can bite their way through right so all the fighting I think the fighting is starting to look more like that and I have a suspicion that technology plus reconnaissance right which makes surprise hard. I think it’s I -that’s my hypothesis what’s happening and I think we can you know we can research that hypothesis and I’m guessing you know we will be, as I said it’s a working hypothesis we’re reading the tea leaves here and not drawing you know firm conclusions - I’m sorry it’s a long-winded answer by the way I want to talk about this russian mobilization at some point but I want to give the floor to Maria […]
Zum Glück geht das MIT die möglichen Szenarien von sich aus durch, sodass man auch als jemand der einfach nur mal drüberschaut einen Eindruck bekommt.
Die konventionellen Verlustzahlen nach Territorium betragen laut dem ntv Bericht 4:1 beim Angreifer im freien Feld, und 8:1 in Städten.
Mittlerweile macht es auch laut dem Experten im NTV Bericht Sinn über Bahmut die zweite Verteidigungslinie der Ukraine zu durchbrechen.
Aber eben nicht, wenn man den Propaganda-Angle betrachtet der für die breite Bevölkerung bestimmt ist. Jetzt kommt es ja in allen russisch besetzten und umkämpften Städten zu Massentötungen, bei denen die Ukraine dann erstaunlicherweise immer die Fälle erwähnt die nicht durch Artillerie Beschuss getötet wurden.
Wie das wohl zustande kommt?! Also, dass in den umkämpften Städten so hohe Opferzahlen zu beklagen sind, …
In den ersten Kriegsmonaten (Butscha) wurde ja vor allem von Vergeltungsaktionen gesprochen (Augenzeugenberichte), da die ukrainische Armee mit Javelins und Information von Kollaborateuren aus den Dörfern in kleinen Trupps, hinter den feindlichen Linien, die Panzer und Artillerie weggeschossen hat.
Jetzt gibts aber schon seit Monaten zu wenig Javelin Munition (Lager sind mittlerweile erschöpft, die Produktionskapazitäten in der notwendigen Größenordnung nicht vorhanden), und Artillerie Gefechte stehen im Vordergrund.
Also wie kann es jetzt dazu kommen, dass die ukrainische Propaganda angibt, wir müssen die Städte und Dörfer befreien, da die Russen so grässlich Vergeltung an der Bevölkerung üben und tatsächlich Massensterben in Städten stattfindet?
Man kanns kaum glauben, aber das ist dieser verschlagene Russe schon wieder.
Der durch die Häuser in Städten zieht und an Einwohnern Vergeltungsmaßnahmen gegen Artillerieangriffe aus 80 bis 150km Entfernung durchführt.
Und Bahmut angreift, obwohl es überhaupt keine Sinn macht!
Propaganda hat noch immer niemand entdeckt.
edit: Das weiße Haus hat nur einen Tag später eine andere Erklärung parat - ohne dass ein Journalist nachgefragt hätte. Aber man kann das Narrativ doch nicht so offen halten…
Und man kann es kaum glauben, das Motiv Bahmut zu nehmen ist die verdammte Geldgier des Russen.
Nach Einschätzungen des US-Präsidialamtes ist Jewgeni Prigoschin, Gründer der russischen Söldnergruppe Wagner und Verbündeter des russischen Präsidenten Wladimir Putin, bestrebt, die Kontrolle über die Salz- und Gipsgruben in der Nähe der umkämpften Stadt Bachmut in der Ostukraine zu übernehmen. Dies sagte ein Vertreter des Weißen Hauses. Es gebe Hinweise darauf, dass die “Besessenheit” Russlands, Bachmut einzunehmen, von monetären Motiven angetrieben werde, fügte er hinzu.
Präsident Putin treibt einen “Omnikonflikt” voran, der über das Schlachtfeld hinausgeht. Die EU muss ihre Einheit bewahren und mit der Formulierung einer langfristigen Russland-Politik beginnen
[…]
Derzeit kann eine “stabile europäische Ordnung nur in Opposition zu Putin und nicht in Partnerschaft mit ihm erreicht werden”, sagt Mark Leonard, Direktor des European Council on Foreign Relations, im Gastkommentar.
Siehe letzter Beitrag - Deutschland muss sein Verhältnis zu Russland neu ausrichten ist nicht nur eine Binsenwahrheit, sondern auch eine US Position in Punkto Außen- und Wirtschaftspolitik.
Mark Leonard ist der co-founder und Direktor des ECFR. (Running gag hier im Blog, das E steht für europäisch.)
Meine ehemalige Psychotherapeutin hat versucht es für mich in “der Standard suche dort nur die Expertise die er selbst nicht habe” zu reframen, ich habe das Argument nicht zugelassen, da es hier, damals, wie heute - nicht um eine Expertenmeinung geht die eingeholt wird - sondern einzig und allein um Agenda setting.
Der Standard schreibt nichts am Artikel, nicht ein Wort. Er republiziert nur.
Der Standard macht das ohne selbst etwas in Kontext zu setzen. Und die einzige Quelle bei der der Standard das überhaupt macht (Nachrichtenagenturen ausgenommen) ist und bleibt Project Syndicate.
Laut journalistischen Ethikkriterien darf er das nicht machen. Du darfst nicht einer anderen Organisation, hier einem Thinktank, praktisch einen freien Platz im Blatt anbieten, seine Position deinen Lesern, ungefiltert - in einem Kommentar zu übermitteln. Wiederholt. Produziert von einem anderen Unternehmen. Übersetzt von einem andern Unternehmen. Nicht in irgendeiner Art und Weise von deiner Redaktion kontextualisiert. Es ist eine Red Flag von der Größe des Standardbürogebäudes.
Es geht hier auch nicht darum Expertenmeinung einzuholen, die letzten drei vom Standard publizierten Artikel von Mark Leonard waren Handlungsempfehlungen an die Politik, Agenda setting.
Das ist etwas diametral anderes als “als Journalist eine Expertenmeinung einzuholen”. Project Syndicate gibt hier vor, wofür sich der Standard zu interessieren hat und bekommt dafür freien Platz im Blatt.
Der Standard hat immer den Gründer und Leiter des Thinktanks publiziert, nie einen Fachexperten, oder Researcher des selbigen.
Damit bekommt das Ganze deduktive Überzeugungskraft und Gravitas in der Rezipientenwahrnehmung.
Was der Standard hier macht, darfst du als Journalismus nicht machen.
Du darfst es nicht tun.
Aber mein Psychotherapeutin hat mich, Gott sei Dank, zuerst versucht mich so casual vom Gegenteil zu überzeugen, und später aus der Betreuung getreten als ich mit den Handlungsmustern des österreichischen Journalismus im aktuellen Ukrainekrieg nicht mehr zurechtgekommen bin.
An dem Tag an dem die letze österreichische Qualitätszeitung auf “die Ukraine muss gewinnen, weil verlieren keine Option ist” eingeschwenkt ist, und bekannt wurde dass östereichische Steuergelder über die europäische Friedensfazilität Waffenkäufe für die Ukraine finanzieren.
Nur damit wir uns verstehen. Laut dem Insistieren meiner ehemaligen Hure von Psychotherapeutin, ist das hier kein Agenda Setting:
Zumindest werden die westeuropäischen Länder den Traum vom Aufbau einer europäischen Sicherheitsarchitektur, die Russland einschließt, aufgeben müssen. Zum jetzigen Zeitpunkt kann eine stabile europäische Ordnung nur in Opposition zu Putin und nicht in Partnerschaft mit ihm erreicht werden. Gleichzeitig werden Frontländer wie Polen akzeptieren müssen, dass auch eine gegen Russland gerichtete europäische Sicherheitsordnung diplomatische Gesprächskanäle zu bestimmten Themen aufrechterhalten muss.
Das muss man schon verstehen, der Standard suche durch die 1:1 inhaltliche Übernehme dieser Artikel von Project Syndicate nur Expertise die er selbst nicht im Blatt habe. Und geht dann zu Joshka Fischer um seinen Lesern aktuelle geopolitische Begebenheiten zu erklären. Aber nur weil Project Syndikate das Interview bereits publiziert und für den Standard übersetzen hat lassen.
Naja - vielleicht ist das was Mark Leonard hier ausspricht einfach unumstritten und so klar, dass niemand in diesem Punkt anderer Meinung ist. Stellt sich raus, nein - zufällig, ganz und gar nicht.
Aber als guter Qualitätssjournalismus veröffentlichst du dreimal in Folge den Gründer des ECFR (Thinktank) und berührst inhaltliche Gegenposition in keinster Art und Weise.
Das ist Agendasetting. Kein Journalismus.
Diese Gesellschaft ist das abgrundtief Allerletzte. Sterbt ihr Schweine.
Of course its all self promotion and pandering to the majority view, its the first Helsinki Security Forum. You can become the proponent of the status quo by simply following a common narrative.
Look, its that war expert with the most Twitter followers!
Aber die Art und Weise, wie jedes Argument in sich ins Gegenteil verkehrt wird - und daraus eine groteske Zerrposition gezimmert wird ist schon bemerkenswert.
ECFR: Wir haben die Europäer befragt, und es hat sich herausgestellt, dass sie die Sanktionen befürworten allerdings nicht für mehr sind, jedoch auch nicht für weniger, das bedeutet - dass sich Russlands Hoffnung auf eine Spaltung der europäischen Position erfüllt, ist nahezu ausgeschlossen.
Ist noch ein Argument das meiner Denkweise recht nahe kommt, aber das Cherrypicking das du betreiben musst um das ausgehend von der Frage die du an der Stelle präsentierst zu extrapolieren ist - bemerkenswert.
Es wird von da an nur schlechter.
Endlich ist Europa in der Lage klar zu sehen, dass es nicht auf ein Einfrieren des Konfliktes abzielen sollte, oder auf eine Art Diktatfrieden, nein - endlich ist Europa dazu in der Lage zu erkennen, dass die Position gegenüber Russland Konflikt sein wird. Und endlich arbeitet alles darauf hin, dass es so lange Konflikt sein wird, bis der Konflikt sich abgenützt hat, und die unterlegene Seite ein Ende anstrebt.
Endlich kann das Gute gewinnen und das Böse in seine Schranken gewiesen werden, endlich wird die Wahrheit anerkannt. Das ist die beste Ausgangslage eine geeinte Europapolitik zu betreiben, die Europa je hatte! Der Krieg muss bis zum Ende geführt werden.
Keiner glaubt noch daran dass Russland gewinnen kann.
Mit der Annexion der vier Provinzen hat Russland einen großen Fehler gemacht, denn jetzt sei die Krim nicht mehr eigenständig. (Sonderstatus) Daher kann die Ukraine jetzt auch einfach die Krim zurückerobern - was für ein Fehler Russlands.
Meine russischen Freunde sind alle Übersetzer, und auch die sagen mir Dostojevski wird jetzt weltweit weniger gelesen werden.
Zudem verfolgen wir aber auch eine Perspektive auf einen kürzeren Kriegsverlauf in dem wir uns Gedanken darüber machen müssen, wie wir Regimechange in Russland einleiten, zumindest glaubt es eine Sicherheitsexpertin und muss noch kurz nachfragen, dass das das ist was wir machen - wobei ihr ein anderer beisteht und zustimmt, ja das ist jetzt relevant, wir müssen uns Gedanken machen, aber das muss genuin (!) aus Russland selbst heraus entstehen. Und es ist schwer sich darüber überhaupt Gedanken zu machen.
Ja aber es ist doch egal wie der Krieg ausgeht, Russland hat doch die Verbrechen begangen die es begangen hat, das wird Konsequenzen haben, egal wie der Krieg ausgeht, oder ob es einen Friedensvertrag gibt. Das lässt sich jetzt nicht mehr zurückdrehen.
ECFR: Es ist sehr schwer sich überhaupt über irgendetwas Gedanken zu machen, denn wir kennen den Ausgang nicht.
Aber ja, meine russischen Freunde sagen mir es wird eine Willi Brand Figur geben müssen, die in der Ukraine niederkniet und sich öffentlich entschuldigt.
Russland wird durch den Krieg ja nicht unabhängiger, es wird abhängiger von China, es sei denn natürlich es kommt wieder zu einer Annäherung mit dem Westen, aber zu der kann es nur nach Regimechange kommen. (Dann wird Russland wieder unabhängiger…?)
Aber Russland wird verlieren. Zustimmung von allen Seiten.
Vor allem aber brauchen wir in Zeiten wie diesen Koordination, wo es doch so schwer ist sich Gedanken über die Zukunft zu machen, und diese Koordination müssen die US übernehmen.
Aufgrund des Krieges, werden die westlichen Rechtskonstruktionen nicht mehr in der Form erhalten bleiben können (Werte!) in der sie heute bestehen, die OSCE wird auch eher keine Rolle mehr spielen können.
Endlich ist der Westen davon abgerückt Putins große Auslandsreden als innenpolitisch zu begreifen, nein, der ist wirklich so wahnsinnig der glaubt das! Alle Jahre über hat der Westen russische Reden nur als “auf die Innenpolitik abzielend” gesehen dabei hat Putin das Ernst gemeint!
Das Argument verhindert, dass man die Kriegserklärungsrede vom 24.02 unter Propagandagesichtspunkten für das russische Volk sehen darf - nein, nichts davon war Kriegsmotivation, nein - das hat der verrückte Putin so gemeint -- endlich (!), nach all den Jahre sehen alle europäische Analysten das so wie es ist - in Kriegsreden findet man keine Propaganda fürs eigene Volk!
Denn Putin hat die vorherigen Reden Ernst gemeint, wenn er von sicherheitspolitischen Bedenken Russlands gesprochen hat, Jahr um Jahr, um Jahr. Dann war das ja garnicht nur innenpolitisch gemeint! Da haben sich die Analysten geirrt!
Nein -- die Position europäischer Politanalysten wird ins Groteske verkehrt, wenn es in Reden um sicherheitspolitische Bedenken gegangen ist, hat niemand “Innenpolitik” attestiert. Sicherheitspolitik ist wie Außenpolitik in jedem Staat der Welt von Tagespolitik entkoppelt, das wissen gerade die Analysten.
Aber dass Russland sicherheitpolitische Bedenken geäußert habe, hätten einfach alle europäischen Analysten immer als russische Innenpolitk aufgefasst, aber nein, Putin hat das wirklich geglaubt, so verrückt ist der.
Das Argument ist so konstruiert, da musst du dich hinten über biegen, damit du unten wieder zusammenkommst.
Von Biden war es aber natürlich richtig und wichtig mit Putin im letzten Dezember vor dem Krieg ernsthaft über Russlands Sicherheitsinteressen und Sicherheitsstrategie zu sprechen, denn das war nur richtig und wichtig. Dass die US die Gespräche ohne Einbezug der Europäer unilateral abgebrochen haben, wird nicht mal mehr erwähnt.
Dass Russland zu wenige Einheiten in die Ukraine geschickt hat um sie komplett besetzen zu können (Mearsheimer Argument wegen dem er ehemals von der Bühne geschrien wurde), ist ein Zeichen der vollkommenen Planlosigkeit und Irrationalität Russlands und eines verrückten sich selbst überschätzenden Putins, nicht ein Zeichen dafür dass es nie neokolonialistische Bestrebungen gehabt hat.
Na wenigstens wird das Argument mittlerweile anerkannt.
Und so geht das stringent durch.
Ich ertrage die Verlogenheit dieser verfluchten Drecksgesellschaft nicht mehr.
Aktuell sei es schwer sich über überhaupt was Gedanken zu machen, alles hänge vom Ausgang ab, die US müssen führen, endlich sehen die Entscheidungsträger die Wahrheit, dass es sich hier um einen Konflikt handelt der solange Konflikt bleiben wird, bis einer nicht mehr kann.
Not on my watch (mich wählen immer noch Mehrheiten an Babyboomern die eh schon mit allem abgeschlossen haben), aber was zu spüren ist, ist keine Resignation, sondern “motiviertes Weiterdurchwurschteln” (alles noch Zitate und Motive aus dem Vortrag, in dem Fall vom ECFR), und Gott sei Dank - Europa dessen Rolle von der eigenen europäischen Bevölkerung in den letzten Jahren in Umfragen mehr und mehr hinterfragt wurde, da die Menschen es nicht mehr mit Vorteilen in ihrem eignen Leben verbunden haben, hat endlich wieder eine Rolle - zu einen.
Wir stehen das noch mindestens so lange durch ohne uns Gedanken zu machen, bis die Boomer tot sind. Und dann sind wir alle nicht mehr als Experte auf der Bühne.
Wir alle haben unsere Nischen gefunden und besetzen die jetzt.
Wir alle haben keine Ahnung was passieren wird, projizieren aber einen langen Krieg weil man als Experte immer das Schlimmste im Blick haben muss. Und weil wir uns länger keine neuen Gedanken machen müssen. Sind uns noch unklar, ob wir jetzt einen Regimewechsel in Russland anstreben oder nicht - und finden des Wurschteln eigentlich schon ganz toll, während aktuell 200.000 Tote plus zivile Tote gemeldet werden.
Jetzt kann endlich weiter gestorben werden.
Zum Glück gibts Experten. Auf Sicherheitskonferenzen. Dies bisher in Finnland nicht gab.
Gegenstimmen? Kritische Stimmen? Jemanden der nicht die US Position vertritt? Jemanden der nicht jedes Argument soweit verbiegt, bis jedes Argument das Gegenteil bedeutet, weil wieder der Putin so verrückt geworden ist, dass er außerhalb jeder Rationalität handelt.
Brauchen wir nicht.
Wir bauen uns unsere Meinung aus dem grotesksten Dreck zusammen, der uns einfällt, nur damit wir unsere bereits davor bestehende Meinung nicht hinterfragen müssen.
Der größte Scherz zum Schluss - erste Publikumsfrage: Konstanze Stelzenmüller, Brookings Institution -
“Was sollen wir tun um in Russland indigenen Regime-Change einzuleiten, der uns sicherer macht, nach Putin?”
Zweite Publikunmsfrage: *Name nicht hörbar, da Micro nicht aufgedreht*-mentalis, German Council on Foreign Relations - “Briefly to push back [on a non existing argument] against Cantry (sic?) I dont think we can let russia be russia, we have learned that lesson. Russia has to change. We have to contain first of all - to prevent exactly the agressive interventions, like Michael has mentioned, but change in the long term. I think Akadis points The five [sic!] should be required reading for all decision makers and experts around europe. And to come into the point of expertise which is my question. Michael you mentioned, that the analysts job is to outline the worst case scenario. I’m not suggesting for a second, that we should paint overly optimistic, or too rosy pictures, because thats dangerous, but so is being too gloomy. We know that on the morning of the 24th of February in capitals around Europe Ukrainian ambassadors went to their ministries of foreign affairs, asking for help. In Berlin as well as other places, they were told - no, because you are going to collaps in 48 hours, its over there is no point helping you. What is our responsibility as analysts to first of all call it like it is, but also - how do we take responsibility for getting it wrong in that way?”
Ich mein die Gags schreiben sich von ganz alleine.
Was für ein Zufall! Die Brookings Institution und der GCFR! Was für eine engagierte Jugend an future Leaders! Gleich nachdem ich mit dem Kotzen fertig bin, dass die Zukunft der europäischen (wobei GCFR) Diplomatie aus Fluffern besteht die Fluffer fluffen, überleg ich mir eine Antwort die wie immer die Stayback Aktionen in Weißrussland gegen das Schienennetz ausblendet, genauso wie die Javelin Lieferungen seit der späten Trump Administration, von den Trainings seit acht Jahren ganz zu schweigen - die in den US bei Sicherheitskonferenzen seit jüngstem heiteres Gelächter hervorrufen.
Darauf der Moderator “I love it, debate!”
Und ich lieg schon wieder am Boden und kotz revulsiv in Intervallen.
Der stellvertretende Chefredakteur des Profils hat sich so gefreut, dass er eh schon immer richtig gelegen hat, Demokratien können gegenüber Autokratien einfach nicht verlieren, dass er dazu gleich einen Leitartikel verfasst hat.
Für etwas anderes wirst du heute in dieser Gesellschaft nicht mehr gebraucht und von der Bühne getreten.
edit: Es gibt aber auch wieder mehr gute Nachrichten, aktuelles Euro-Barometer:
According to the same survey, four in ten citizens (40%) believe their home needs an energy-efficient renovation, but the majority states that making their home more energy efficient is too expensive, and they cannot afford it, according to the survey
Hint: Das ist noch die kostengünstigste Transitionsmaßnahme. Low hanging fruit.
Zuerst die Enkel verarschen, dass das die Zukunft ist, auf die sie hinarbeiten sollen, mit viel Verzicht und so, und dann draufkommen dass die sich das leider nicht leisten können, aber was solls, solange die Inflation nur drei Jahre auf dem Niveau bewegt und der Krieg, respektive die Stagnation länger anhält, kommen die Enkerl eh immer noch so häufig wie zuvor, weil sie abhängig sind.
Freiwilliger Verzicht, oder Verzicht, ghupft wie ghatscht. Green Transition oder Krieg - eigentlich komplett egal. Hauptsache langfristig. Nur in den alten Tagen nichts an der Politik ändern. Am Investitionsverhalten hat man vor fünf Jahren im Sommer so und so nichts verändert.
Sind die Grünen halt jetzt die Pro-Kriegsparteil Deutschlands, was solls.
Vielleicht noch anstehende Hunger- und Düngemittelkrisen ignorieren die Propaganda nachplappern, dass der Ukraine der Getreideanbau mit 10 Mrd Jahresumsatz so viel wert wäre - naja, halt mehr als zwei Monate Kriegsfinanzierung, oder so tun als sei der Spotmarkt für Gaspreise nach einem milden Winter, bei Flüssiggastankern in den Häfen die ihre Ladungen spekulationsbedingt nicht abgesetzt haben ein Indikator für die langfristige Preisentwicklung bei Energie. Dann in jedem zweiten Qualitätsmedium, und in jedem Boulevardmedium schreiben “Preise im Jänner wieder so niedrig wie im Vorjahr”, aber der Bevölkerung einfach die Zusammenhänge nicht erklären (siebenfacher Preis im Spike wenn die Lager wieder leer sind). [Einen Tag später kam die Presse auf die Idee, dass man doch auch informieren könne.]
Und sich insgeheim in die Tasche freuen, dass sich die Ukraine verheizt um den Russen aufzureiben.
Null Ahnung davon haben was langfristige Energiepreisentwicklungen in der produzierenden Industrie anstellt oder eine Förderverzögerung von acht Jahren bei Schlüsselmineralien für die Perspektiven bedeuten die ihr euren Kindern vorgelogen habt.
Nicht wissen was Kobalt ist.
So tun als ob der Rest durch eine Service Gesellschaft ersetzt werden kann, am Besten durch financial services, um andernorts Kapital freizusetzen um dann kreativ das Risiko wegzurechnen, oder warum nicht eine Marketingklitsche betreiben die Marketing Systeme für Marketing Unternehmen baut? Die ihren Kunden auch gerne automatisiert Textbausteine generiert - Künstliche Intelligenz verspricht und auf Microsoft Azure IFTTT nachbaut, damit Unternehmen über API Anbindungen an Sozialmediaplattformen, eine Nachricht mit einem Klick zehn mal publishen können. Dann aber auch eine Stiftung gründen, die einen Job am sekundären Arbeitsmarkt finanziert, und dem AMS Ausbildungsstellen übermitteln die Leute als Gigworker anstellen. Zwei freie “technische Redakteur”-Stellen ohne Anstellungsverhältnis ausschreiben, für die Übersetzung von Produktanleitungen von Unternehmenskunden. Ins Anforderungsprofil schreiben “müssen sich gerne an den Kunden ausleihen lassen” -- das AMS überzeugen, dass das Redakteursstellen sind.
Publizistik-Absolventen zwingen sich dort zu bewerben.
Ihr wisst schon Werte. Das was man einfach gepachtet hat, wenn man Mitglied der Besten aller denkbaren Gesellschaften (jetzt neu, mit mehr Krieg) ist, wenn die Unternehmen aber auch ein bisserl so tun als stünden sie für den sozialen Zusammenhalt.
A bisserl ein Promille Problem auf Social Media wälzen, fürs Unternehmensstanding, McDonalds ist ja jetzt bald nachhaltig, auch wenn es nicht auf laminierte Becher verzichten kann, während der Wohlstandasverlust real und schlagend wird.
Journalismus durch Aktivismus ersetzen (gerne auch schon mal durch Special Interests finanziert), und auf gar keinen Fall erwähnen was für ein Mediengesetz gerade in der Ukraine verabschiedet wurde.
Werte, jeder versteht was gemeint ist.
Bei der COP27 den Ablasshandel wieder einführen, aber dafür auch ein bisserl Covid testen, am Flughafen in Italien, nachdem China die Ausreisebeschränkungen wieder gelockert hat. (50% Positivrate werden kolportiert.)
Ein bisserl kürzer treten, ein bisserl alles verleugnen wovor man noch vor einem Jahr Leute öffentlich verabscheut und erniedrigt hätte. Dem Krieg huldigen. Und gegen das Böse hetzen, was eine so wunderbar einende Wirkung entfaltet -
gesellschaftliche Werte, wie nicht mehr über überlastete Ärzte oder Triage berichten, und die Neujahrsansprache hören.
Sich freuen, wenn Selenskyj die Deutschen auch mal lobt.
Werte halt.
Die Rüsungsproduktion wieder ankurbeln, und garnichts dabei finden. Davon sprechen, dass Deutschland seine Russlandposition überdenken wird müssen. Aufatmen, wenn die Preisdynamik bei der Inflation nachlässt, sich Sorgen darüber machen, dass man der Ukraine hoffentlich nicht zu potente Waffen liefert. Was? Nein, die US - doch nicht Deutschland.
Die Langfristlieferverträge für russisches Gas kündigen auf denen die russische Wirtschaft beruht. Diversifizierung als Grund angeben, dann am Spotmarkt wieder russisches Gas einkaufen wollen, sich unendlich darüber aufregen, dass Russland nur zu den bestehenden Vertragsbedingungen liefert, auch wenn es kurzfristig um so viel mehr Geld einnehmen könnte -- und es dann nach Kriegsbeginn so drehen als habe Russland da bereits die Grundversorgung Deutschlands gefährden wollen. Und andere Begründungen nicht mehr zulassen.
Als dann feststeht das keine deiner Utopien mehr erreichbar ist, einfach auf deutsche Pro Kriegspartei umstellen -- die Alten scherts eh nicht, Verzicht ist Verzicht. Die Enkerl sind gebunden. Batscht.
Ihr versteht schon, politische Werte in einer Wertegesellschaft.
Vielleicht noch die Position des Papsts verleugnen, dass es Indikatoren gegeben hat, dass der Krieg provoziert war.
Ist eh nur der Papst - in Wertegesellschaften glaubt man doch nicht an religiöse Werte-Ethik.
Wer gewinnt gerade? Oh, wir sind auch alle für Selenskyj der stellenweise schon mal glaubt, seine Friedensformel ersetze die UN Charta - was für ein Held!
Hier MSNBC interviewt doch mal den neuesten Yale Professor der bei der Victur Pinchuk Foundation vorsprechen war, was für ein Held Selenskyj ist! Zum US Besuch!
Das ist interessant da eine Seite in der Munk Debate die Auffassung vertreten hat, Russland habe die Neutralität der Ukraine ja bereits defakto “gehabt”.
Kann nicht ganz stimmen.
Nächste Erwähnung:
March 3rd - unmittelbar nach der zweiten Gesprächsrunde (russische Quelle):
Russia and Ukraine held a second round of talks on Thursday aimed at stopping the escalating war. Russian President Vladimir Putin has warned Ukraine that it must quickly accept the Kremlin’s demand for its “demilitarisation” and declare itself neutral – but will a neutral status of Ukraine help to stop the war?, asks political journalist Dmitry Skorobutov.
src: click
Selenskyy hat die Neutralität als Bedingung noch nicht akzeptiert.
Die Neutralität der Ukraine ist zu dem Zeitpunkt die Hauptbedingung Russlands.
The principal demand of Putin – a total neutrality of Ukraine: no membership in NATO, no weapon, foreign military bases – nothing which could threaten directly or indirectly Russian security, stability, and sovereignty.
Kontext: March 8th
FP:
Zelensky appears to float suggestions of a compromise, but U.S. officials fear Putin could double down.
So in terms of of your assessment of how this war is progressing, it’s clear that russians are increasingly taking lives, many civilian lives but not further ground. How long do you think ukraine can resist, can repel the russian invasion?
Ukraine depends uh ukraine you know is obviously, you know, has a hugely motivated society and uh it has a very substantial force and uh particularly was with the foreign you know with allied support like particularly from the united states uh who committed the substantial funds, we can stand for long I mean that’s because obviously we don’t have any other choice, uh Putin decided that he wants uh to make sure that there is no such country as Ukraine and of course we will disagree so that’s why people are determined to stand until we win as simple as that so what is Zelenskyy’s strategy to repel russian troops, the strategy is, is quite straightforward because we have areas which russia and russians took temporarily and our strategy is to not to allow him to take any further areas and to counter attack and free our land where were the currently occupied by russian troops. This isn’t this isn’t the large territories actually uh but still significant and obviously we need to get rid of them.
Selenskyj spricht vor der deutschen und französischen Presse
This is an important point. A compromise can be found in dialog. For me any compromise is irrelevant, because, as you know this hatred will be for every word. For every word. For every demand. For every course. For every guarantor of security. For everyone. You understand, right? Time must pass. Therefore, if they want to end the war, they must agree one seize fire, withdraw troops, then presidents meet, agree, that troops are withdrawn, and that there are certain security guarantors. Here you can find compromise. There are certain guarantors of our security. They must say tomorrow, that they are accepting Ukraine into Nato, and not being unclear anymore. Or say, we are not accepting it now. That is true. And they themselves understand, that they dont want to go with russia. So they do not accept us. The answer is very simple. We already understand everything. “We’re not accepting it” - because they are afraid of russia, thats all. And we need to calm down and say that. [Reaction was caused by the journalist initially asking the question nodding affirmatively, when Zelenskyy went into the “So they do not accept us” part.] Say - we need other security guarantees. There are Nato member states that want to be the guarantors of our security, which unfortunately cant provide us full membership in the alliance. But are ready to do everything that the alliance would have to do, if we were members of the alliance. And I think, thats a normal compromise. Its a compromise for everyone. For the west which does not know what to do with us in the Nato issue, for Ukraine which wants security guarantees, and for russia, which does not want to let nato expand further, and says it has had such agreements with Nato countries, with the west. And so, a compromise must be found in this. Because, this will be the end of the war. For Russia, this is not the end. There is this public letter. I dont know by whom, I dont remember, by the minister of foreign affairs, or by the president of russia. Stop talking to us with phrases like denazification etc. - we immediately said, that this sounds like an ultimatum - and we do not tolerate this. Because as soon as we are accused of nazism, by people, who follow in the footsteps of nazism, then we will not be able to tolerate it. Therefore public rhetoric can be anything, its the business of every state in this world - but this will not be binding rhetoric.
Ich habe das damals gesehen und nicht verkraftet, und als ich nicht mehr konnte hat mich meine Psychotherapeutin aus der Betreuung getreten.
FICKTEUCHIHRSCHWEINE,
DIESEGESELLSCHAFTISTDASLETZTE.
Der Vollständigkeit halber:
What did Zelenskyy say?
“Yesterday I returned from Bucha,” Zelenskyy said during his address. “There is not a single crime they would not commit there.”
“They killed entire families, adults and children, and they tried to burn the bodies,” Zelenskyy added.
He said, “The massacre in our city of Bucha is only one, unfortunately only one example of what the occupiers have been doing on our territory for the past 41 days.”
He urged full accountability for Russian actions on Ukraine’s territory and said Russia’s goal was to turn Ukrainians into “silent slaves.”
“Many ask themselves how many Buchas there are yet. Nobody knows it. We don’t have real knowledge on what is going on in the south of our country now or in other small towns around the country. Or in the east of the country,” Zelenskyy said on Friday during an interview with BILD, which is owned by Axel Springer, Insider’s parent company.
Und danach gabs keine öffentliche Debatte über die Lieferung schwerer Waffen in Deutschland mehr.
edit: Komischer Zufall wieder, Michael McFaul hat laut seinem closing statement auf dem Weg zur Munk Debate Timothy Snyders “Bloodlands” gelesen… - und sich gedacht - wenn die Nato nicht ständig erweitert hätte, wo hätte das noch geendet!
Propaganda hat aber immer noch niemand entdeckt.
edit: OT: DW hat vor exakt einer Woche Putin’s Witnesses (2018) in voller Länge auf seinem Youtube Kanal wieder online gestellt.
https://www.youtube.com/watch?v=stTgvqF7zxY
Habs vor Jahren bereits ein paar mal erwähnt. Sollte man mal gesehen haben.
Und auch ein paar andere nette Framings wonach die Aufnahme Russlands in die Nato eigentlich recht bald kein Thema mehr war und sich daraufhin Russlands Position zumindest geändert hat, aber das muss natürlich ein Standford Professor und ehemaliger Botschafter nicht laut aussprechen.
Bei dem klingts ja fast so als obs der Ukraine egal war in die Nato aufgenommen zu werden oder nicht. Dabei hatten sies seit 2019 in der Verfassung…
Mich kotzt das so derart an. Immer plötzlich im Ton sehr leise und schnell, die Erinnerungen sind wieder selektiv, wenn man gerade ein wunderschönes Narrativ baut.
Mehr Carnegie Endowment for International Peace.
Als die Bush Administration 2008 die Vollmitgliedschaft der Ukraine und Georgien zur Nato perspektivisch angekündigt hat - war das nur eine “bumbling, incoherent Bush Administration, die nicht wusste was sie tat, die auch bereits auf dem Weg raus aus der Regierung war” (ok, ein Jahr später, aber wenns Carnegie sagt, ..), die Reaktion die sie geerntet hat ein “nur über unsere toten Körper” von Deutschland und Frankreich (das ist aber doch ein wenig arg stark in der Formulierung vom Weiss, oder?) -- aber ihr könnt euch nicht vorstellen was die Russen daraus gemacht haben!
Nein, also die Russen (laut Weiss nicht nur Putin) die haben das als territoriale Bedrohung auf dem Gebiet zwischen Russlands und Berlin gesehen. Und diese Russen - so verschlagen sag ich euch, wisst ihr was die gemacht haben!? Die habens als Begründung genommen noch mehr Geld in die Aufrüstung zu stecken!
Denn wisst ihr wie viele amerikanische Panzer seit der Ausweitung der Nato auf Europäischem Boden waren? Null!
-- aber dass die Nato Osterweiterung irgendeine Rolle im russischen Kalkül gespielt habe!? Also nein! Das ist nämlich ein Vorwand und eine arglistige Täuschung.
Da hat sich einfach Bush zum Ende seiner Amtszeit ganz übel verstolpert, weil das encirclement of the black sea, innerhalb einer Black Sea Security Strategy, das war ja nichts (Vorsicht, linkes Drecksblatt: click) - und dann hast du dich nicht versehen, plötzlich bricht der covidisolierte Zaren Putler Russe unprovoziert einen Krieg vom Stapel!
Das Dämliche? Der Anfang des Panelinterviews ist komplett in Ordnung. Im Mittelteil dann Hyperpersonalisierung beim Kriegsgrund, und ein Putin der vom Rattenopfer zur Ratte werden könnte, und covidisoliert falsche Geschichte gelesen und dann einen riesigen Fehler mit Paradeuniformen im Gepäck gemacht hat (weil die besten Historiker davon ausgehen, dass es im Krieg keine Motivationspropaganda gibt, selbst wenn ihnen im Irak die Privates entgegengeschrien haben “warum wehrt ihr euch, wir wollen euch doch nur befreien!”), für den er natürlich keine Contingencyplanung hatte!
Also, wenn dieser Mann nicht gewesen wäre, … Man kann sichs garnicht ausmalen.
Belege keine, aber man muss es einfach nur oft genug wiederholen. Mittelteil vollkommen in Ordnung -- und gegen Ende dann plötzlich wieder wahnsinnig auf “Zufälle gibts, als Bush die Nato erweitern wollte, wollte und konnte er das ja garnicht” Linie. So ein Pech und historischer ja also quasi “Unfall” aber auch. Von der Bush Regierung. Unter Cheney, Wolfowitz, Rumsfeld.
Ich freu mich schon auf die morgigen Geschichtslehrbücher.
Da der Vortrag nicht komplette Grütze ist und Andrew Weiss recht lustig an der Linie, was sind jetzt provozierte Revolutionen entlangschrammt, Sehempfehlung - und das hier noch zur weiteren Kontextualisierung --
Und weils hier aktuell ist und auch dazu passt - der Teil der “Twitter Leaks” der tatsächlich interessant ist, und nicht nur mit Bidens Sohn aufmacht. Links zu den Originalquellen sind im Wiki Artikel.
Also - jeder der so ein wenig die russische Position versteht, wie beispielseweise Elon Musk (keine Ahnung warum sie den aus dem Hut zaubert) - ist ein “Weggefährte” den die russische Propaganda aktuell sehr aktiv sucht. Warum die nicht mehr als “Fünfte Kolonne” verhetzt werden? Nun -- wenn man Leuten die man offen von der Bühne hetzen will, Eigennutz unterstellt, wirkts besser -- also Leute deren Meinung das bereits ist werden jetzt vom russischen Geheimdienst aktiv ausgenutzt!
Während das aber auch ihre eigene Position ist!
Sagt Fiona.
Gut anders wärs ja auch nicht Meinungsfreiheit…
Ausserdem suche der russische Geheimdienst aktiv Spaltlinien zwischen gesellschaftlichen Schichten um sie über Twitter aktiv auszunutzen! Oder social media generell. Genau weiß das Fiona nicht, aber es it definitiv so. Gut, das ist die selbe Erkenntnis wie bei den US Wahlen 2016, wo der direkte Einfluss von Agitationsads bereits von Socialmedia Plattformen aktiv verringert wurde -- und ok, einen Nachweis über die Reichweite außerhalb von 300.000 Addollars gabs auf wissenschaftlichem Level nicht.
Und gut, aktuell gehen die gesellschaftlichen Bruchlinien in den US durch Themen wie Klimaschutz und native amercan rights, während Migrantenrechte nicht mehr so ganz im Fokus stehen - aber dieser verschlagene Russe schon wieder…
Und ok, jetzt ist es so, dass du derartige Kampagnen zur gesellschaftlichen Destabilisierung auch von US Seite aus über gefakte Twitter accounts in anderen Ländern fährst (Musk hat da unlängst was öffentlich werden lassen) - und der Grund dafür dass du es machst - ist deren hohe potentielle Rentabilität, nicht dass du Russe bist -
da du für derartige Propaganda -- die übrigens laut Medienwirkungsforschung vor allem Leute dazu bewegen zu Hause zu bleiben, also nicht wählen zu gehen, da sie sich wegen Unzufriedenheit von Politik abwenden, aber das muss ja Fiona nicht wissen, vergleichsweise wenig Geld ausgeben musst um generell eine mögliche Wirkung zu erzielen.
Aber auch das muss Fiona nicht wissen.
Es ist die kostengünstigste Art und Weise der politischen Einflussnahme für Nationalstaaten. Ob sie im konkreten Fall funktioniert, kannst du im Vorfeld nicht wissen, aber falls sie funktioniert, rentiert sie sich ganz gewaltig, da du mit geringem finanziellen Aufwand gesellschaftliche Richtungsentscheide beeinflussen kannst.
Deshalb laufen diese Kampagnen andauernd. Fiona sieht das aber wieder leicht anders, nein also - diese Kampagnen laufen jetzt weil Putin so verschlagen ist, und aktuell gerade versucht Militärunterstützung der Ukraine einzuschränken.
Oh, und da ist noch dieser Aspekt:
src: click
Dieser verschlagene Russe schon wieder.
Ok und die US haben die auch laufen, aber das darf man natürlich nicht so eng sehen.
Ich würd auch einfach sagen Anton Hofreiter mit “Frieden schaffen mit mehr Waffen” im deutschen Hauptabendfernsehen war gar keine Propaganda, das war einfach der Normalzustand nach einer Zeitenwede, nicht?
Wie kams eigentlich zur Zeitenwende? Achja - so.
Welche Kampagnen aktuell laufen? Kann Fiona leider nicht sagen. Aber es ist “wie 2016”.
Nicht falsch, aber offenbart auch nicht ansatzweise die Realität hinter der Methode und wie sie tatsächlich zum Einsatz kommt. Komm, die Fiona muss das doch nicht wissen, die sitzt bei der Brookings Institution, die ist Geschichtswissenschaftlerin - die muss nur hie und da das “Putin denkt er ist ein Zar” Narrativ unter die Leute bringen das sie erfunden hat - das reicht zur Qualifikation heute bereits aus.
Aber jetzt ist sie doch grad so schön in Fahrt…
“Der Krieg in der Ukraine ist kein proxy war” - weiß Fiona, denn -
Putin will nämlich nur dass die Leute so denken! Denn das untergrabe die eigenständige Chance der Ukraine auf Selbstverteidigung die die Ukraine Tag für Tag ausübt! Und ihre Chance für Waffenlieferungen aus dem Westen!
Gut, sie ist pleite, ihre Auslandsschulden gestundet, sie bekommt 2/3 ihres monatlichen Finanzierungsbedarfs für Soldatengehälter und Pensionen von US Investoren, ein Drittel von Nachbarstaaten - gut - die US und GB machen 4/5 der Waffenlieferungen aus (neuerdings auch 90 Panzer aus Marokko, dank einer US “Bitte” an Marokko) -- aber nicht dass hier jemand beginnt den eigenständigen Überlebenskampf der Ukraine zu hinterfragen!
Nein - Zitat - “da müssen wir mit dem was wir sagen, und wie wir das beschreiben sehr vorsichtig sein, Putin will ja nur, dass es als Proxy war gesehen wird, das verschafft ihm mehr Verständnis in Staaten der dritten Welt”.
DANKEFIONA!
Wer sich an dich hält, kann bald nicht mehr eigenständig denken. Und danke auch, dass du den Rauscher beim Standard über den IWMFVienna dazu gebracht hast über drei Wochen (1,2.3) von der Österreichischen Bundesregierung und der SPÖ einen Expertenwechsel auf Fiona Hill, Timothy Snyder und Ivan Krastev (nichts gegen Krastev) in seiner Kolumne anzuraten nachdem er beim IWMVienna war und dort von der Bühne aus genamedropt wurde um ihn willkommen zu heißen!
Soweit wärs noch nicht sensationell, jetzt erklärt uns aber Fiona Hill in dem Video zum Glück noch wie softpower in unseren Breiten so funktioniert -
also aufgepasst --
We’re really seeing the world change dramatically old norms going out the window again - these long lingering effects of the pandemic -- we’re still in the middle of it - economic dislocations we were about to go through, and we are in the midst of a whole new economic transition again the same thing that, you know, we saw after World War II as well.
So this is one of those pivots in history that you know, people at Brookings and historians and others like you write about a lot, and of course - you know - as a historian talking about 100 years ago, It was like catnip of course so - you know - we can see a lot of the same kind of worrying trends, but look - the main point is we’ve learned a lot in the last hundred years we know how things turned out after World War one when we started to try to create new institutional arrangements.
The League of Nations for example and the United States stepping back from that, we now overcome the way that our politics unfolded under Woodrow Wilson and some of the upheavals that we had again very similar to our own trials and tribulations on the domestic frontier and of course if we - you know fast forward in that time to a period when Bobby might have had a little bit more memory of, you know the aftermath of World War II and perhaps, you know some of the others who were joining us on the uh the zoom today…
We realized then that destruction of war had huge ramifications for global politics and our economic prosperity and that we needed to take drastic action to recover from that and of course we embarked at that period that 70 odd years ago on a whole remaking of global institutions, the creation of the United Nations, the World Bank, the IMF so many of the institutions we kind of take for granted today came out of that recognition of a massive destruction that we would have to turn around. We also thought about how we were going to rebuild Europe and of course there was the uh the Marshall Plan which The Brookings institution took part in back in the day and there was a lot of rethinking about how we nit the European continent back together again and how we forge new transatlantic relationships. And we’re going to have to do that after this war in Ukraine there’s been so much dislocation and in a way Putin is saying that we’ve been fighting a hundred years war. Every time he refers to Ukraine he takes us back in time and almost gives us this sense that we’ve been at a state of war at least in his mind we have been going back to that collapse of the Russian Empire the creation of the Soviet Union Ukraine all the way through all of the other conflicts and he’s trying to reorder Europe in his fashion and we’re going to have to think about what we can do to counter that.
You talked a little bit about here, actually more than a little bit about, the institutions that came out of World War II and came out of those conversations between Churchill and Roosevelt and de Gaulle and of course the first one I think was the European Coal and Steel Community [Montanunion] pact, how has the Ukraine war affected those global institutions today - has it changed them or has it changed what needs to be done in regards to them?
Well I think what it has done is shown up all the inadequacies of the current institutions because over time they’ve deteriorated you know we haven’t given as much thought as we did you know in that initial aftermath of the war to how we keep them going and we’ve been calling all the time for reform of the United Nations and not really got anywhere and this current conflict has shown the inadequacies of the United Nations of course with the structure of the U.N security Council and having China and Russia on there that can veto every resolution that’s related to the war in Ukraine but they’ve also shown the need still for these multinational multilateral organizations and certainly then areas in which you know we could put emphasis in the future because we’ve seen uh the office of the Secretary General of Gutierrez play a role in looking at war crimes in Ukraine seeing you know what’s been happening on the ground and of course we’ve seen the UN Secretary General along with president Erdogan of Turkey step in to try to create a deal on grain to basically bust through the blockade in the Black Sea that Vladimir Putin has imposed since the outbreak of conflict on grain exports from Ukraine food security has really risen to a critical issue now if we look back over you know last several decades it was sort of 40 years ago since the Live Aid concerts and famine in Somalia and Ethiopian elsewhere which is Raising its uh terrible head again and at that point even then back in the 1980s it would seemed that the United Nations and the World Food Program and other institutions that we’ve created uh you know were really kind of inadequate to the task and you saw a lot of private Endeavor emerging there and I think that now you know 40 years on with the war in Ukraine there’s been a reinvigoration of the role that United Nations can play again though being triggered off by famine and uh food security issues but we’ve become more cognizant of these and of course agriculture is Big Business and you know it’s interesting to think about the role of Ukraine over the last 30 years Ukraine always had the reputation going back to the czarist era of being the Bread Basket of Europe certainly the Bread Basket of the Russian Empire but we now see that Ukraine was the Bread Basket for all kinds of countries in Middle East in Africa sub-Saharan Africa and elsewhere around the globe and this war has basically disrupted a quarter of the global grand trade especially for those countries that are the most vulnerable and fragile and so we’ve had to step in to deal with this and I think if we look down the line getting back to the point that you were saying about European coal and Steel Community we may be actually having to think about food security and grain and agribusiness and fertilizer which is another big aspect to this because Russia is one of the largest producers of fertilizer and that’s been you know cut off from many of the markets I think we’ll be seeing a driving force now there particularly of countries in the so-called Global South in Africa and elsewhere really pushing here to have more attention paired for this down the line so we could see another form of International Community along the lines of Steel and coal emerging out of there now Steel and coal were obviously uh all directly linked into energy and security and also the future of industry and there was that big buildup of manufacturing industry after World War II and Germany was at the heart of that as you well know and of course now we’re seeing major shifts with the war in Ukraine the cutting off of energy, the oil cap on sort of shipping of Russian oil, cutting off of gas supplies and a whole reorientation there and of course that’s partly to do with sanctions by the West the United States and Europe but there’s also a growing realization finally about the vulnerability of dependence on Russian gas and of course the United States has been harping on about this for for decades since the first contracts long-term contracts for gas exports from the Soviet Union to Germany and other European Partners we’ve always said this was a massive vulnerability and now finally it’s it’s apparent and so we’re seeing a huge rush to the doors uh in Europe and a a real emphasis now on a transition at a very you know difficult time obviously we’re wanting to accelerate a transition in any case because of climate change but now National Security priorities have - have been uppermost and Europe is going to have to reorient itself to a whole different energy configuration so you could also see going back to the past a new community on energy and a new way of looking at energy security that brings European you know countries more into line with each other and that of course will have its uh knock on effect on other kinds of production because steel and coal were intrinsically entwined and German manufacturing that heavy intensive manufacturing including for steel and specialized Steels was very much dependent on cheap gas from Russia and that’s that that’s at an end now so there’s gonna have to be a rethinking of production inside of Europe as well more emphasis on green technologies and maybe some you know major shifts in the way that Europe does business so I mean the bottom line of all this you know not to go on too much is that we’re in you know, what the Germans are calling Zeitenwende.
Das ist doch mal eine schöne klare Zusammenfassung.
Kam bei meiner ehemaligen Psychotherapeutin auch nicht gut an. STURBDUHURE.
Wobei einen Teil sollte man vielleicht auch noch hervorheben, wer gibt dieses Statement denn aktuell gerade ab?
It’s now my great pleasure to introduce today’s program, a conversation with Fiona Hill on Russia, Vladimir Putin and Ukraine. Fiona Hill is senior fellow of foreign policy at the Brookings Institution at the center on the U.S. and Europe.
Robert Abernathy, as you all know, is a long time board member of the Los Angeles world affairs Council and Town Hall. He’s also founder and president of the tech center and serves on many boards including Brookings and the Atlantic Council so with that Bob, I appreciate so much you coming on screen and introducing and discussing Fiona Hills Focus today. Thank you so much.
Thank you very much Kim, I’m delighted to be here with all my fellow council members it’s a pleasure being with you this morning […]
Ok - naja, dass ist jetzt ein bisserl dünn um eine ideologische Nähe zum U.S. State department zu unterstellen. Dann halt weiter im Text…
What is Brookings and what do you do at Brookings?
Well um just one, uh quick corrective - just quickly there Bob, because you know obviously these titles sometimes sound the same. I was actually the National Intelligence officer under Bush and Obama and then I was on the National Security Council under Trump and I didn’t quite Escape entirely from uh everything that followed from that phone call as people remember of course [earlier on it was mentioned, that Fiona Hill left the Trump white house “fashionably early (enough)” about 10 days before the infamous Trump phone call with Selenskyy] because I ended up getting snarled up in that first impeachment trial and you of course are on the um uh the board of Brookings institutions you clearly know what Brookings is, but Brookings of course was set up more than 100 years ago, at the same sort of time frame as the Council on Foreign Relations and the Carnegie Endowment for International Peace.
Out of that um early 20th century philanthropy where many people were stepping forward to try to encourage more scholarship on issues that were relevant to United States domestic and foreign policy especially in economic studies or in the realm of National Security and and particularly when this is around the time of World War One and the run-up to World War one where there was a lot of concern about what was happening in the broader world and what kind of impact that might have on the United States. Brookings actually is an institution with a DOT edu at the end of it so very much focused on research and scholarly production, but Brookings also does loan out people like myself to government at various points. My first appointment at the National Intelligence Council I was learned out on an agreement with the United States government. There have been many others who have done this including Martin Indyk who many people here might remember and know from his time at Brookings uh now at the Council of Foreign Relations who was a special Envoy for peace in the Middle East uh with Israel and Palestine some years ago as well. The most recent stint in government obviously being somewhat controversial at the time coming in the work of the Russian interference in the U.S election campaign in 2016 I took a leave and then came back to Brookings again - we’re basically an independent institution we are non-partisan although people like to try to push Brookings in a certain direction, we have a number of programs looking at foreign policy which also covers National Security and larger strategic issues, economic studies which looks at the U.S economy in particular, a number of centers there and Bob you’ve been associated with many of those activities for some time, global economic development Metropolitan studies which is looking at the the whole future of Urban Development and you know rather large set of issues looking at demography and changes in the United States patterns of Mobility, migration, etc and we have scholars from all over the world uh who work at Brookings again with the emphasis on non-partisan policy related and policy relevant scholarship that can help the US in particular but also other governments and other stakeholders and you know thinking about some of the crucial issues - first thing for us today, we’ve got a lot of work on energy and climate change and other activities as well so that’s Brookings perhaps not quite in a nutshell but - something approximating that.
Man sieht also - also komplett normal, man muss aber aufpassen dass man zum Ukraine Krieg nicht Proxy war sagt, obwohl er die wissenschaftliche Definition dafür erfüllt. Weil das will Putin.
Ich hoffe damit ist jetzt vieles klarer.
Diese Gesellschaft ist das Letzte, sterbt ihr Schweine.
Kam bei meiner ehemaligen Psychotherapeuthin auch nicht gut an. Umsonst hat sie mich ja auch nicht aus der Betreuung getreten, als ich daran verzweifelt bin - dass in Österreich die letzte Qualitätszeitung auf “die Ukraine muss gewinnen, weil verlieren keine Option ist” umgeschwenkt ist, und bekannt wurde, dass österreichische Steurgelder über die EU Friedensfazilität Waffenkäufe in der Ukraine finanzieren. (Das Rechtsmittel der “konstruktiven Enthaltung” ist eine Selbstverpflichtung von unter einer A4 Seite und verhindert nichts davon, dass die Allokation der Funds mittlerweile nicht mehr Öffentlich einsehbar verläuft, der Fund overdraftet war, und die Ukraine weniger Geld für Humanitäres ausgegeben hat, als zweimal Irland Geld in den Fond gesteckt hat. Warum Zweimal Irland? Österreich veröffentlicht weder seine Zahlen, noch wofür das Geld gearmarkt wurde, auch nicht auf parlamentarische Anfrage (der FPÖ), deren Beantwortung einem anrät das doch bei der EU anzufragen, die sichergestellt hat, dass die Allokation des Funds nicht mehr öffentlich wird. Also auch nicht retroaktiv. Aber ok, wer würde hier im Kriegsfall nicht darauf vertrauen, dass die private Fondverwaltung, and die die EU die Peace Facility ausgelagert hat, um nicht unter EU Protokolierungsbestimmungen zu fallen, einfach nichts unethisches macht? This countries population!)
Aber gut, der Chefredakteur der letzten österreichischen Qualitätszeitung die umgeschwenkt ist, hat sich in der Woche darauf eine “Medienpartnerschaft” mit bei einem Moderationsevent der Österreichisch Amerikanischen Gesellschaft abgeholt, bei dem auch der Johannes Kopf zugegen war, der sich gedacht hat - packt er doch die Gelegenheit beim Schopf - und ruft drei Tage später eine Bürgervolksbegehren “Bündnisfreies Österreich” aus, damit Österreich nicht mehr militärisch neutral bleibt (1,2).
Jetzt ist das aber alles Zufall muss man wissen.
Diese Gesellschaft ist das Letzte. Sterbt ihr Schweine.
edit: Jetzt gibts aber auch wieder gute Nachrichten.
“Was für eine Art Held ist Selenskyj?” vom frischgebackenden Yale Professor!
edi2: Vielleicht habe ich den Hauptaspekt hier noch nicht erwähnt. Das sind alle Institutionen die aktuell das öffentliche Meinungsbild zum Krieg prägen. Wenn ich noch eine weitere nennen müsste die mir seit Kriegsbeginn wiederholt unter die Nase gekommen wäre, dann ist es “die Eskalationsspirale ist eine Lernkurve, die Zusicherungen zu Nato Osterweiterungen haben nie existiert, und wir kommen immer mit den Daten durcheinander” Stiftung Wissenschaft und Politik --
aber das sind keine brauchbaren neuen Narrative.
Alle Narrative die aktuell als Leitplanken einer Welt nach der Zeitenwende unterwegs sind, stammen von US Institutionen die gerne auch mal alle in einem einzigen Vortrag von Finona Hill genannt werden, wenn die über das institutionalisierte System spricht, das im Ausland US Interessen vertritt.
Aber das ist natürlich alles wieder Zufall, und wahrscheinlich selektive Schneeball Analyse.
Gut, ich gras zwar alles ab, von der Willy Brandt Stiftung bis zu ehemaligen Stratfor Analysten - aber komischerweise reichts bei keinem von denen zu einem vollwertigen Narrativ das durch die Gesellschaft geht.
Das ist jetzt aber alles Zufall muss man wissen.
edit: Wen nimmst du eine Woche drauf als die Persönlichkeit die bei einer Munk Debatte das Hauptnarrativ der westlichen Breitenmedien gegen eine Realist School foreign policy theory Proponentin vertreten soll? Well look no further than the Brookings Institution of course!
Der Standard berichtet nicht was die “Friedensformel” ist, berichtet aber drüber. 🙂
1A lupenreine Propaganda.
Selenskyj bittet Indien um Hilfe bei “Friedensformel”
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Montag in einem Telefonat mit dem indischen Premierminister Narendra Modi um Indiens Hilfe bei der Umsetzung einer “Friedensformel” gebeten.
“Ich hatte ein Telefongespräch mit Premierminister Narendra Modi und wünschte ihm eine erfolgreiche G20-Präsidentschaft”, schrieb Selenskyj auf Twitter. “Es war auf dieser Plattform, dass ich die Friedensformel angekündigt habe und nun zähle ich auf Indiens Beteiligung an ihrer Umsetzung.”
Indien hat sich bislang neutral zum Krieg in der Ukraine positioniert, da das Land enge Beziehungen zum Westen wie zu Russland hat. Indien trägt westliche Sanktionen nicht mit und wirbt zugleich für eine Konfliktlösung durch Dialog.
Selenskyj ist einfach unübertroffen.
Er ist der richtige Mann für das richtige Land zur richtigen Zeit.
Ich wünsche ihm, dass er nach dem Krieg auch so viel zusammen bringt. bzw., dass er rechtzeitig zurück tritt, wenn er den Wiederaufbau nicht mehr begleiten will
[…]
Diese Gesellschaft ist einfach das absolut abgrundtief Letzte.
Wie kann man diese Gesellschaft noch verarschen?
edit: Der Standard hat gestern am 29. Dezember erstmalig den Inhalt von Selenskyjs Friedensformel näher beleuchtet. Er kann keine Detailanalyse bringen, da das Ding so grotesk ist dass ihm dabei die Leser weglaufen würden, also hat er sich auf einen Satz beschränkt. Das liest sich dann so:
Lawrow nannte die Führung in Kiew “verhandlungsunfähig”. Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seine “Friedensformel” vorgestellt, die aus zehn Punkten besteht. Die wichtigsten darunter sind der vollständige Abzug der russischen Truppen von ukrainischem Gebiet und Reparationszahlungen für die vom russischen Militär angerichteten Zerstörungen in der Ukraine.
Komisch, der erste Punkt der Friedensformel ist Bestrafung. Warum das nicht der Wichtigste ist? Naja, da gibt der Standard dem verantwortlichen Redakteur einfach die Künstlerische Lizenz das umzudeuten.
Jetzt dreht sich aber der gesamte Artikel darum, dass Moskau Kiew unterstellt hat nicht verhandlungsfähig zu sein und Selenskyjs “Vorbedinungen” für Friedensverhandlungen (die Friedensformel) abgelehnt hat, also bringt man für seine Leser, als ordentlicher Standard Redakteur zwei der zehn mehrschichtigen Punkte in einem Satz und macht dann Feierabend.
Übrigens, wussten sie schon, dass Selenskyjs Friedensformel bald die UN Charta ersetzt? Selenskyj weiß das.
Die dreiteilige Illustrationsserie hat mir wirklich sehr gut verdeutlicht, wie viel eins ist. Sie war dafür sehr hilfreich.
Vielen Dank an die technische Redaktion der APA.
Ich hab die Illustration mal durch eine reverse Image Suche gejagt - der Standard hat die bei der APA exklusiv in Aufrag gegeben. Keine andere Quelle hat sie aktuell veröffentlicht.
“Hearst Willi, der Standard will wieder visual Candy fürs Gschichtl mit der einen Patriot Batterie, crop und desaturier eam mal die Syriengraphik von 2012 damit sie net so nach Wüstn ausschaut- und verrechn eam an hundata!”
Man beachte auch folgende Änderungen im Bildtext:
Bei 1 und 4 weniger Text, da der Standard ja Qualitätszeitung ist. Bei 2 ergänzen, dass die Patriot sehr eindrucksvoll ist, da sie bis zu 50 (!) Ziele gleichzeitig kontrolliert! Bei 3 ergänzen dass ja eine Patriot auch enorme Reichweite hat und bis zu 5 Ziele gleichzeitig bekämpfen kann!
Komisch, dass das 2012 in Syrien noch nicht so relevant war.
Das damalige Artikelbild hat der Standard übrigens nicht zur Illustration verwendet -
in der Fachsprache sagt man bei sowas “zuviel Luft im Bild”.
Propaganda hat aber noch immer niemand entdeckt.
Im Bild übrigens ein Mann, den noch mal 90 zur Bedienung eines dreiteiligen Patriot Systems, …
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