Snyder dreht gerade das Narrativ “wovor sich Putin in der Ukraine gefürchtet habe” in eine leicht anders nuancierte Richtung.
Es ist jetzt nicht mehr die wirtschaftlich erfolgreiche Ukraine aufgrund des Anschlusses an die Europäische Union - die Putin Sorgen bereitet habe,
es ist das “Konzept von Freiheit und Demokratie”.
Ich schrei gerade drei Minuten durch und möchte einfach nur noch sterben. Diese Gesellschaft ist das abgrundtief Allerletzte.
Also konkret, laut Snyder: Putin fürchtete eine Ukraine in der die Menschen, freie Wahlen abhalten können, bei denen die Russen sehen konnten, dass auch andere Fraktionen an die Macht kommen können. Putin fürchtete eine Ukraine, in der die Leute auch nach Europa reisen können, wegen der baldingen Reisefreiheit in die EU.
Und es endet nicht an der Ukraine, Putin fürchtete auch die Demokratie in den US, denn er habe seinem Volk immer erzählt, dass die Wahlen in allen Europäischen Ländern und den US auch manipuliert seien, und wenn die Russen erkannt hätten, dass das nicht der Fall ist, dann wäre das eine existentielle Gefahr für Putin, der deshalb auch laufend versucht hat im US Wahlkampf zu intervenieren!
Was Snyder sich da gerade so zusammen gedacht hat ist ein Russland in dem niemand ein Smartphone besitzt, regiert von einer Fraktion die so UNGLAUBLICHIDIOTISCH ist, dass sie sich selbst eine unlösbare Sisyphusaufgabe gestellt hat, nur um als Autokratie zu überleben.
Also von allen Möglichkeiten deine Bevölkerung als Autokratie bei der Stange zu halten, wählst du die auf die du am wenigsten Einfluss hast, die am Schwersten umzusetzen ist, und den höchsten Grad an Unberechenbarkeit aufweist. Und das gleichzeitig nicht nur gegen die Demokratie in der Ukraine, sondern auch gegen alle anderen Demokratien der Welt (unklar) zumindest aber die US (dezidiert).
Russland grenzt an Norwegen, Finnland, Estland, Lettland, aber als die US gerade die größte demokratiepolitische Krise seit 30 Jahren durchleben (primär einem Wahlsystem mit Regionen-Vertretern geschuldet), denkt sich Putin - also nein, jetzt kann ich das Wahlsystem in den US nicht mehr ausreichend manipulieren, und die Ukrainer können bald durch die EU reisen - da greif ich doch besser jetzt die Ukraine an um meine Bevölkerung bei der Stange zu halten!
Also Putin hat noch maximal 10 Jahre im Amt, und denkt sich jetzt - hm, also wenn meine Bevölkerung die Ukrainer Reisen und frei wählen sieht, dann gibts jetzt ein akutes Problem!
Da ist wirklich JEDE, jede andere Begründung glaubhafter. Selbst der komplett durchgeknallte Zar, der glaubt Großrussland wieder herstellen zu müssen.
Selbst Mearsheimers three Prong Strategie, wonach die EU Erweiterung immer auch mit einer nicht mehr abwehrbaren Option einer Nato Erweiterung einhergeht (umfassende militärische Integration bereits als Teil des Assoziierungsvertrages) ist eine bessere Begründung.
Selbst Russland wollte Kaufkraft, Lebensstandard und GDP im Land durch einen Krieg senken, um eine Wachstumsperspektive in der Angliederung an China zu haben ist eine bessere Begründung.
Selbst Krastevs, Russland hat den Krieg begonnen um sich demographisch zu verjüngen ist eine bessere Begründung.
Sorry, nein, ich muss jetzt ja das neue Haupt-Narrativ beherzigen, ab heute ist es die Reisefreiheit, die Freiheit generell und freie Wahlen vor denen sich Putin so sehr gefürchtet hat, dass er einen Krieg beginnen musste!
Weils auch in den US für Russland mit dem Manipulieren der Wahlen nicht mehr so gut lief, und die Bevölkerung in Russland daher langsam dahinterkam, dass die Wahlen in Demokratien ja eigentlich frei sind!
Was war noch mal das Narrativ, das wir als Begründung zu hören bekamen, nachdem Raimund Löw in 30 Punkten falsch gelegen hat, und der Regimechange noch etwas auf sich warten lies? Achja, die Russen seien faktisch garnicht politikinteressiert.
Und was war das Narrativ das wir vor zwei Wochen zu hören bekamen, als Putin plötzlich keine “Exit Ramp” mehr brauchte, weil Kiew ja jetzt auch noch kurz die Krim zurückerobern muss? Achja, dass Putin ja (s)einen gesamten Medienapparat beherrsche und daher jeder Zeit ohne Gesichtsverlust aus dem Krieg aussteigen könne.
Und was war das Narrativ warum laut Snyder Putin die Ukraine angegriffen hat? Weil er sich vor der Reisefreiheit der Ukrainer in die EU und den freien Wahlen in der Ukraine gefürchtet hat. Und vor einer US die wieder zu einer Vorzeigedemokratie wird (Shining City on a Hill), wodurch er sein inszeniertes Feindbild (“auch dort sind die Wahlen geschoben”) innenpolitisch nicht mehr aufrechthalten kann.
Toll eigentlich. Dass die Ukraine gar keinen wirtschaftlichen Aufschwung gebraucht hat, damit sich Putin vor ihr fürchtet…
Aber das mit einem Wegfall der Krim in 30 Jahren Russlands Militärpräsenz und Handelsströme entlang der gesamten Nord Süd Ausdehnung seines Einflussbereichs als Regionalmacht beendet ist, und Putin aktuell noch die Demographie hatte das militärisch drehen zu wollen, nein also… die Nato Ausdehnung, die kanns ja nicht gewesen sein.
Ok - in allen Gesprächen über eine neue sicherheitspolitische Ordnung hat man Russland von US Seite immer gesignalt keine Verträge die über die Zeit nach Putins Tot hinausgehen, aber dass da Russland unprovoziert angreifen würde, …
Eigentlich unglaublich.
Und das Beste? Geschichtsphilosoph! Er muss nichts begründen!
Nächstes Direktzitat? (Bei 18min in:)
“Und was Putins sagen würde? Putin würde an der Stelle sagen, den US ginge es ja garnicht um Demokratie, der gehe es um Geopolitik! Das ist was Putin sagen würde, und das wäre sehr komfortabel für ihn”.
VERFICKTESHURENSCHWEIN.
edit: Mehr Contingency planing diesmal von CSIS.
“The war in this context is not exactly an imperial project.” (Bei 5 min in.)
[l] Wisst ihr, wer sich schon länger nicht mehr so richtig vollständig lächerlich gemacht hat? Der ARD Faktenfinder! Aber keine Sorge, auf die Spezialexperten ist Verlass.
Diesmal geht es um Seymour Hersh und Nord Stream. Sie haben da Experten gefragt, ob Hershs Theorie stimmen könne, dass sie da als Pflanzen getarnten Sprengstoff verwendet haben können.
That would be well within the range of the divers, who, operating from a Norwegian Alta class mine hunter, would dive with a mixture of oxygen, nitrogen and helium streaming from their tanks, and plant shaped C4 charges on the four pipelines with concrete protective covers.
Die Superprofis beim Faktenfinder hatten hier offensichtlich Textverständnisprobleme. shaped charge (auf Deutsch: Hohlladung) ist ein fester Begriff für eine Anordnung von Sprengstoff, damit sich die kinetische Wirkung nicht in alle Richtungen verteilt wie bei einer normalen Bombe, sondern möglichst nur in einen kleinen Kanal geleitet wird, damit man pro Sprengstoffmenge mehr Wirkung erzielen kann. “plant shaped charge” heißt nicht, dass hier jemand einen Sprengstoff in Pflanzenform gegossen hat, sondern dass jemand einen shaped charge gepflanzt, also angebracht hat.
Wer ist eigentlich auf die Idee gekommen, dass sich diese Leute über Themen der Weltpolitik äußern sollten? Haben die das Ansehen der ARD nicht schon genug beschädigt? (Danke, Frank)
was du in dieser Gesellschaft machen kannst. Er baut falsche Dichotomien und läd sie emotional auf.
src: click
Nur wenn die Ukraine weiterkämpft und weiter mit konventionellen Waffen beliefert wird, reduzieren wir die Gefahr eines Atomwaffeneinsatzes!
Snyder hat gerade, dem ersten Jahr seiner Yale Professur folgend, seinen Abschluss in theoretischer Atomwaffen Einsatzdoktrin gemacht wie ich sehe, und keiner darf ihm widersprechen, denn alle dies tun verbreiten nur russische Propaganda.
Laut Standard. Und Snyder.
Ist das nicht schön?
Wahnsinn und Wahnsinn liegt oftmals sehr nahe beieinander.
Das ist ein Grund, warum wir uns für unsere Diskussion über einen möglichen Atomkrieg schämen sollten, aber nicht der Hauptgrund. Unser Nuklear-Gerede ist eine Möglichkeit, die Opferrolle zu beanspruchen und dann den tatsächlichen Opfern die Schuld zu geben. Sobald wir unsere Aufmerksamkeit auf einen hypothetischen Austausch von Raketen lenken, können wir uns einbilden, dass wir die Opfer sind. Plötzlich scheint der tatsächliche Krieg keine Rolle mehr zu spielen, da unsere Leben (in unserer Vorstellung) in Gefahr sind. Und die Ukrainer scheinen daran schuld zu sein. Wenn sie nur aufhören würden zu kämpfen, dann wären wir alle in Sicherheit. Das ist genau das, was uns die russischen Propagandisten weismachen wollen. Und das ist falsch.
Echte Ukrainer kämpfen und sterben in einem Krieg, der unserer Sicherheit in vielerlei Hinsicht dient – einschließlich der Verringerung des Risikos eines Atomkriegs. Und wir verbringen unsere Zeit damit, uns in unsere eigene Opferrolle hineinzudenken?
Ein Einknicken vor dem russischen Atomgerede ist auch aus strategischer Sicht falsch. Es ist ein Beispiel für eine narzisstische Fantasie, die die Diskussionen über die US-amerikanische Außenpolitik beherrscht.
Der Standard kurz vor der Einlieferung durch die Männer in weiß.
Ich möchte dass Waffenstillstandsverhandlungen parallel zum Kriegsgeschehen nicht tabuisiert werden wird mit - du gibst dich einem “falschen Pazifismus hin” beantwortet.
Ich fürchte mich vor dem “wahnsinnigen Putin” den die europäischen Medien in den ersten drei Monaten erfunden und durchs Dorf getrieben haben wird mit “du gibst dich einer Opferrolle hin für die du dich schämen solltest” beantwortet -
denn jeder weiß, nur wenn die Eskalationsspirale von Waffenlieferungen in der Ukraine weiterlaufen darf, reduziert das das Risiko eines Atomwaffeneinsatz, denn Russland würde es so und so nie wagen das zu tun.
Dass wir uns schämen sollten, ist ein Grund schneller weitere Waffen zu liefern, russische Propagandisten die das nicht wollen der nächste, dass ECHTE Ukrainer noch kämpfen und sterben um unsere Sicherheit zu garantieren diene uns in vielerlei Hinsicht - und wir sollten uns jetzt nicht in die Opferrolle begeben indem wir uns vorm Atomkrieg (einer Eskalation) fürchten.
Die Standard Kommentar-Meute singt bereits im Delirium, so sehr freut sie sich, dass sie endlich ihren neuen Heiland gefunden hat der ihr sagt was sie denken darf.
PS: Strategische Atomwaffen sind Verteidigungswaffen, keine Angriffswaffen (Mutual ensured destruction), und Russland gehen demographisch immer noch die Soldaten für einen Europafeldzug aus. Das werden in den nächsten 20 Jahren nicht mehr, die sind einfach nicht geboren. Davon dass sie dann noch mal kurz die Nato besiegen müssten ganz zu schweigen.
Wenn wir das Argument von Snyder ernst meinen, dann rüsten wir doch die Ukraine mit Atomwaffen aus, das (Gleichgewicht des Schreckens, nicht unbedingt mit Atomwaffen) war ein Vorschlag von Bennett. The US was not amused. Die gesteht ihren besten Freunden nicht mal Langstreckenwaffen zu.
Warum wohl.
Snyder weiß es, das ist eine narzisstische Fantasie, die die Diskussionen über die US-amerikanische Außenpolitik beherrscht!
Er baut darauf, dass Russland zu sehr um seinen Ruf besorgt ist, also gäbe es keine roten Linien.
Eine Opferrolle btw. liegt auch in der Vorstellung begründet, wir könnten nichts tun außer der Vernichtung von weiteren 200.000 Menschenleben zuzuschauen. So sehr fürchtet sich die Masse, dass wenn die Ukraine es nicht für uns leistet, sich dieser Krieg ausweiteten könnte. Das ist die Grundstimmung auf die Snyder bauen kann und die der Standard Tag für Tag bedient.
edit: Ah, der Standard hat das wahnsinnige Gebrabbel von Synder gerade als “Vorgabe für weitere Pressearbeit” aufgefasst (den Menschen die Angst vor einer Eskalation durch Wettrüsten nehmen) und macht nun folgerichtig Werbung für einen nuklearen Gegenschlag.
Menschen im Westen wissen wenig über mögliche Folgen eines Atomkriegs
Eine Umfrage in den USA und GB zeigte, dass viele Vorstellungen aus der Zeit des Kalten Kriegs stammen. Das Wissen beeinflusst auch die Ablehnung eines nuklearen Gegenschlags
“Der US-Historiker Timothy Snyder argumentiert, warum die nukleare Drohungen Putins als Bluff zu werten sind. Dennoch würde es vermutlich nicht schaden, mehr über die Folgen eines Atomkriegs zu wissen.”
weiß auch nur der Standard. Ist der Snyder schon eingeliefert worden?
Dazu ist doch die Artikelunterübersschrift konträr zum Inhalt des Artikels - in dem “nuklearer Winter” erklärt wird.
Das Standard Fazit “Wissen macht vorsichtiger (nuklearer Winter)” aber “Eine Umfrage in den USA und GB zeigte, dass viele Vorstellungen aus der Zeit des Kalten Kriegs stammen. Das Wissen beeinflusst auch die Ablehnung eines nuklearen Gegenschlags”.
WAS?
Dazu aber bitte noch endlose Eskalation und den Leute die sich fürchten sagen, dass sie es sind die sich einer Opferrolle hingeben, anstatt die ECHTEN Ukrainer mit Waffen zu versorgen?
Sicherheitsexperte Masala: “Die Munitionsproduktion muss extrem hochgefahren werden”
Laut dem Politologen ist die ukrainische Gesellschaft die stärkste Waffe im Abwehrkampf. Sollte die Krim wackeln, könnte auch Putin wackeln, glaubt der Sicherheitsexperte
src: click
Was Unterüberschrift und Überschrift miteinander zu tun haben? Nun, aktuell ists in der Ukraine schlammig - bedeutet die Ukraine kann ihre bevorzugte “hit&run” Strategie mit modernem westlichen Gerät nicht umsetzen, bedeutet viele Verluste bis etwa Mai bis der Schlamm austrocknet, während Russland die Zeit dafür nutzt mehr Soldaten an die Front zu bringen (src: click).
Also ist jetzt plötzlich wieder die ukrainische Gesellschaft die stärkste Waffe im Abwehrkampf.
Propaganda hat noch immer niemand entdeckt.
edit: Eric Frey setzt dem Ganzen heute das Sahnehäubchen auf:
Und so verhasst die Nato-Erweiterung in Moskau auch ist, so auffallend ist, dass sie seit dem 24. Februar 2022 in Putins eigenen Begründungen für den Krieg immer weniger vorkommt und von seiner großrussisch-nationalistischen Rhetorik verdrängt wird.
Kleiner Tipp für Blitzgneiser - “wir sind in der Defensive gegen einen übermächtigen militärischen Kontrahenten, der uns strategisch den Regionalmachtsstatus abklemmen will, der aber nicht mit seiner ganzen Macht in der Ukraine kämpfen kann” -- schlecht für eine Kriegserklärungsrede, die voll mit Propaganda ans eigene Volk ist.
Besser für eine Ansprache ein Jahr später zur Lage der Nation, wie die gestern, die dann voll mit der Art von Rhetorik ist.
Aber was will man machen, der Redakteur heißt Eric Frey - da ist selektive Wahrnehmung (die Rede gestern hat er nicht gesehen?) und “never think outside the box” - Lebensaufgabe.
in direkter Folge, weil sie wieder nur Twitter liest. Keiner in der Redaktion hat es vorher geprüft, Journalismus brauchts ja eh nicht mehr.
Das 50:50 Zitat wird sinnentstellt verwendet. Der Interviewer im Original fragt Bennett wie hoch er denn die Chance seiner Initiative eingeschätzt hat - und ist von 50:50 unangenehm berührt, da er das für doch eine sehr signifikante Größe hält. Also nichts was nur so nebenbei lief, sondern echte Chancen gehabt hätte.
Bei Lanz wird das selbe Gesprächssnippet ins Gegenteil verkehrt - es werden “nur 50:50, also eigentlich eh nur wie Zufall” draus. Weil es dem Moderator der das “auf Twitter gesehen hat” (Maximalausschnitt 2 Minuten 20 Sekunden (Maximum video length is 2 minutes and 20 seconds.)), besser in die Ideologie und ins Sendugsschema passt.
Dann kommt Lanz mit einem Zitat an, dass Bennett “gestern gesagt hätte”, dass “er sich heute nicht mehr sicher ist, ob ein Waffenstillstand damals gut gewesen wäre”. Zwei Fehler in der Aussage, der Satz war im Original kontextualisiert mit “für Israel”, und ging weiter mit “das wird der weitere Kriegsverlauf noch zeigen müssen”.
Meint -- vielleicht ist es aus außenpolitischen Betrachtungen doch besser, wenn Russland geschlagen wird.
Er, Bennett, möchte das nicht beurteilen.
Bei Lanz wird aus dem selben Kommentar, ein moralisches Argument, bei dem Bennett am Ende des Gesprächs doch noch einmal Reue (christliche?) gezeigt habe und die Aussage “die UK und die UK haben Waffenstillstandsverhandlungen beendet” - ja gar nicht angriffig gemeint war.
Korrekt, war sie nicht - der Subton an der Stelle war deutlich nuancierter. Es war mit hoher Wahrscheinlichkeit ein außenpolitisches Gambit eines israelischen Politikers, der an der Stelle nicht seine politische Karriere beenden wollte.
Der zweite Fehler der Redaktion besteht darin Lanz gesagt zu haben, dass diese Aussage zur Relativierung “am nächsten Tag gefallen wäre”.
Nein stimmt nicht, die Lanz Redaktion hat nur erst am nächsten Tag Twitter gelesen, die Aussage war Teil des Originalinterviews.
Die gesamte Offenlegung, dass die US und Großbritannien nach Eindruck des damaligen Verhandlungsführers Bennett keinen positiven Ausgang der Verhandlungen wollten, wurde so kontextualisiert. Nicht am nächsten Tag, wie bei einer b’soffenen Gschicht. Als Teil des Originalinterviews.
Von dem Lanz drei Minuten gesehen hat. (Auf Twitter.)
Könnte man als Redaktion des angeblich wichtigsten politischen Sendeformats Deutschlands auch wissen.
Meine Wenigkeit sieht grundsätzlich immer alles von dem was ich als Primärquelle verlinke komplett, den Luxus, einfach auf Twitter zu verweisen, kann ich mir bei kontroversen Themen nicht leisten.
Ich verwende Social Media darüber hinaus grundsätzlich nicht als Primärquelle, es sei denn ich möchte die Socialmedia Nutzung zu einem Thema thematisieren. Die Lanz Redaktion in der Sendungsvorbereitung schon.
Das sind Fehler, die du dir im heutigen Journalismus als ausgebildeter Werbewirt (Lanz), einfach mal leisten kannst.
Prüft eh keiner nach.
Der Öffentlichkeit musst dus ja nicht vermitteln. Ist ja nur Journalismus. Ist ja nicht so als ob dich jemand für deine Minderleistung zur Rechenschaft ziehen würde.
Wie kann man diese Gesellschaft eigentlich noch verarschen?
edit: Immerhin, dass Lanz hier sinnentstellend zitiert, fällt auch einem der bestbewertetsten Youtube Kommentare unter dem Lanz Clip auf. Nicht dass ich viel darauf gebe, aber es ist ein Anfang.
Wir haben es von Chomsky der die Chronologie beschreibt und es daraus folgert was beim anschließenden US Besuch an Medienstatements über die Ticker ging. Dass die US und die UK die Verhandlungen gestoppt haben. Er selbst hat keine neuen Quellen.
Was beim US Besuch danach über die Ticker ging war das ERSTMALIGE -
transformed into a grinding war of attrition with no meaningful peace deal in sight, the US and its allies have begun to convey a new, longer-term goal for the war: to defeat Russia so decisively on the battlefield [in Ukraine] that it will be deterred from launching such an attack ever again.
Wir haben die Indizien was passiert ist, als die Ukraine im März/April über zwei Wochen mit der Neutralität geliebäugelt hat. Die Washington Post und CNN (die Washington Post ist für ihre Nähe zum militärindustriellen Sektor bekannt) haben am 20. März Artikel veröffentlicht, in denen sie Statements von US Militärkreisen abgedruckt haben, nach denen diese nicht mehr wüssten was die Position der Ukraine sei.
Am selben Tag, dem 20. März musste der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Zagorodnyuk (siehe auch click), jetzt Atlantic Council Mitglied, bei Times Radio vorsprechen und die ukrainische Position erläutern:
Das Interview lässt sich mit “cant trust Putin, cant trust Putin” zusammenfassen. Das war in der Zeit in der die Öffentlichkeit noch an Friedensverhandlungen glauben sollte.
Beim ersten Interview mit Dmytro Kuleba zu Butscha auf Times Radio (Thats Butcher, not Bucca, or Bucha, hochgeladen am 03. April), gibt es eine Passage in der er wiederholt erwähnt, dass zu dem Teil der Personen im Führungsstab gehört hat die “bis zum Ende kämpfen wollen”, und dass er das immer schon wollte “nicht erst seit Butscha”. Was wie eine Positionierung gegenüber den US gewirkt hat.
Dann kam Butscha. Das angeblich der Auslöser für den Positionswechsel war.
--
Jetzt zu Rauscher persönlich. Rauscher wurde als Kommentar Journalist ohne außenpolitischen Background am 06. April zum IWMVienna geladen, dort von der Bühne aus genamedropt (wer denn nicht alles toller im Publikum sitzt) -
und hat darauf hin begonnen drei Wochen am Stück im Standard zu schreiben, dass die österreichische Regierung und die österreichische Opposition (SPÖ) die falschen Ukraine-Berater habe, und sie sich doch an drei Personen orientieren solle.
Ivan Krastev (nichts gegen Krastev),
Timothy Snyder (Erfinder der “Russland führe einen kolonialen Vernichtungskrieg” These, und frisch gebackener Yale Professor, seit dem er nach einem Bewerbungsvideo, ins Businessfrühstück der Victor Pinchuk Foundation geladen wurde, wo Freunde der Ukraine im Vorjahr in Davos eine direkte Videoschalte mit Selenskyj bekommen haben, und Klitchko in der ersten Reihe zu “pre-rehearsed” Statements klatschen sehen durften, während CNN Moderatoren, young entrepreneurs featuren, dank denen die Ukraine von Elon Musk “spontan” mit Skylink Terminals beliefert werde und das als “positive motivierende Geschichte” anteasern -- wobei für Snyder auch gerne mal ehemalige US Botschafter in Russlands bei den Munk Debates Buchwerbung machen. Siehe: “The last time Selenskyy said neutrality is on the table”
sowie
Fiona Hill, ihrerseits Erfinderin der “vier Steinstatuen-These” wie Putin wirklich denkt - und seit dem eine Hot comodity im US Talking Circuit mit über über 50 (!) Einladungen zu Paneldiskusionen innerhalb der folgenden 6 Monate.
Krastev und Snyder waren bei dem IWMVienna Event der Rauscher so sehr beeindruckt hat, dass er für drei Wochen der Politik UND der österreichischen Opposition (SPÖ) die (im Gegensatz zu ihren) EINZIGRICHTIGEN Ukraine Experten empfohlen hat, persönlich anwesend.
Rauscher beeindruckt danach wie erwähnt drei Wochen in Folge mit Veröffentlichungen: (1|2|3)
Fiona Hill, Erfinderin der “wie Putin wirklich denkt - nämlich wie ein Zar, denn sie hat vier Steinstatuen in seinem Büro gesehen” These (1|2), war leider nicht bei dem Event persönlich vor Ort -- aber das macht ja nichts, eine Vertreterin der Brookings Institution legt man dem Rauscher JEDEN Tag einfach und gerne als perfekte Expertin für die Österreichische Regierung vor.
Hier erklärt Fiona Hill, dass die Brookings Institution eine von mehreren Institutionen ist, die während und nach dem ersten Weltkrieg von den US zur Wahrung ihrer außenpolitischen Interessen weltweit, eingesetzt worden sind.
We realized then that destruction of war had huge ramifications for global politics and our economic prosperity and that we needed to take drastic action to recover from that and of course we embarked at that period that 70 odd years ago on a whole remaking of global institutions, the creation of the United Nations, the World Bank, the IMF so many of the institutions we kind of take for granted today came out of that recognition of a massive destruction that we would have to turn around. We also thought about how we were going to rebuild Europe and of course there was the uh the Marshall Plan which The Brookings institution took part in back in the day and there was a lot of rethinking about how we nit the European continent back together again and how we forge new transatlantic relationships.
Hier Code Pink, das vor der Brookings Institution gegen den Ukraine Krieg protestiert.
Und nochmal, ohne Fiona Hill keine “verrückter Zar Putin” im öffentlichen Narrativ (sie war es die die Kriegsrede Putin erstmalig in dieser Richtung kontextualisiert hat) und ohne Snyder kein “neoimperialistisch agierender Putin der durch den Angriff der Ukraine ein Imperium bauen will” (er hat dieses geschichtestheoretische Narrativ erfunden) im öffentlichen Narrativ. Wer eine Bestätigung braucht, der bekommt sie gerne vom ehemaligen Botschafter der US in Russland, direkt bei den Munk Debates (Michael McFaul bei 1:19:00 in) zum Ukraine Konflikt.
Für die die es nicht wissen die Position des deutschen auswärtigen Amtes und der deutschen Verteidigungsausschusses hat sich über die Monate des Kriegsverlaufes von “Revanchismus” zu “Neokolonialismus und Revanchismus” zu “Imperialismus” verschoben.
Also der HERRRAUSCHER, der Kommentarjournalist, der wußte, dass die Geschichtsphilosophen die der Ukraine am Nähesten stehen (Victor Pinchuk foundation) oder die, die bereits bei der Brookings Institution verortet sind und “wissen wie Putin wirklich denkt” also, wirklich denkt - die EINZIGRICHTIGENBERATERFÜRUNSEREREGIERUNG und UNSEREOPPOSITION sind.
Der weiß heute (edit: gestern):
Diese Version [Waffenstillstandsgespräche durch eine Intervention der UK und US beendet] wurde – unter Berufung auf Bennett – auch in der ORF-Doku von Christian Wehrschütz und Alfred Schwarz aufgetischt, allerdings mit der Bemerkung: Ein “Beweis für diese These fehlt”.
“Aufgetischt” - bedeutet nehme ich an erwähnt, denn das sind nicht die Quellen.
Die Quellen sind: Naftali Bennet (Rauscher: “Hat der vielleicht seine Rolle krass übertrieben?”). Sowie unabhängig davon Sachs der mit dem ukrainischen Verhandlungsteam gesprochen hat.
Jetzt kam aber noch Naftali Bennett dazu, Verhandlungsleiter und Chefvermittler Israel, der Sachs in allen Punkten tendenziell bestätigt hat (nicht explizit, da frühere Verhandlungsrunde, Sachs hat das selbe Schema in einer späteren beschrieben) und ZUSÄTZLICH noch ausgeführt hat - er glaube die Verhandlungen seien aufgrund von Druck gescheitert der von Großbritannien und den US ausgeübt wurde.
UNDUPS - Plötzlich muss Armin Wolf schlucken, und sich noch einmal durch eine Nachfrage bei Mangott versichern, ob er eh der Gute ist - und UPS, Mangott hält die Aussagen von Bennet für glaubhaft.
Noch öfter kann man “ich möchte hier nicht mehr sagen, als ich sagen darf” in einem Interview nicht unterbringen.)
Mehr als ein Schlucken wird aber nicht draus.
Und zwei Tage später kommt bereits wieder Rauscher aus seinem Loch gekrochen, und weiß genau, warum Naftali Bennett formuliert hat “er möchte nicht mehr sagen, als es sagen soll” -- denn Naftali Bennett “Hat der vielleicht seine Rolle krass übertrieben?”
Ja Rauscher, du Kommentarjournalist, du außenpolitisches Nackerpatzl - du hasts raus.
Diese Version wurde – unter Berufung auf Bennett – auch in der ORF-Doku von Christian Wehrschütz und Alfred Schwarz aufgetischt, allerdings mit der Bemerkung: Ein “Beweis für diese These fehlt”
Super recherchiert du VOLLTROTTEL. Aber toll dass du gleich wieder mit dem Denunzieren begonnen hast.
Wir haben eh nur, den direkten Verhandlungsführer, Aussagen des Verhandlungsteams der Türkei die mit Sachs gesprochen haben und gleichlautend waren, und ein Pressestatement von Austin beim ersten Besuch der Ukraine danach, in dem der zu Protokoll gibt, jetzt wird aber erst mal ordentlich aufgerüstet, für einen schön langen war of attrition.
UNDDIEHBUREVONPSYCHOTHERAPEUTIN, DIEMICHDAMALSRAUSGETRETENHAT, als ich ihr das eröffnet habe, bevor Bennet das Statement rausgetreten hat SOLLABKRATZEN, das verfickte Schwein.
Und wer wird im Journalismus befördert und hofiert, die Leute die andere verhetzen, diskreditieren, runterschreiben, und selbst keine Ahnung haben.
Diese Gesellschaft ist und bleibt, das abgrundtief Allerletzte.
Jetzt wird aber noch erst noch einmal ordentlich weiter gestorben.
Will sagen, als Journalist musst du heute die Position die die US jedes mal dezidiert als “nicht der Fall”, “nicht das was man wolle”, und “nicht als Zielperspektive” verlautbart haben, der Öffentlichkeit als Zielperspektive verkaufen, an die du als Journalist glaubst, und die die Öffentlichkeit einnehmen soll.
Eine Zielperspektive, die aus historischer Vergleichsperspektive, noch mindestens 600.000 Tote fordert, bevor du das geschlagene Russland hast, das du eigentlich möchtest (Zeihan: Russsland hat noch nie einen Krieg an der Grenze ihres Territoriums aufgegeben, bevor sie nicht mindestens 750.000 tote Soldaten zu beklagen hatten.) -
Jetzt produzieren wir erst noch schön 600.000 weitere Tote im BESTEN perspektivischen Szenario für einen baldigen Kriegsausgang -- und konsumieren das täglich wie Fussballergebnisse zu Feierabend.
Und was hat sich der Rauscher vom Standard auch für die Wahrheit eingesetzt. Der hat die Richtigen US nahen Experten ja quasi “am Gefühl erspürt” nach dem man ihn zu einer Veranstaltungsreihe mit ihnen eingeladen und von der Bühne aus genamedropt hat. Und dann war er so engagiert dabei das der österreichischen Regierung UND Opposition zu vermitteln, was man ihm bei der Veranstaltung gesagt hat.
Und um all das zu überspielen gibt es ein ganz, ganz praktisches Wort, das das im Alleingang schafft.
Russenpropaganda. Vom ehemaligen israelischen Premierminister, von UN Sonderbeauftragten für die Millenium Goals, der mit der türkischen Verhandlungsdelegation gesprochen hat. Und vom MIT Professor Chomsky.
Nur leider, was wollen wir machen, den Beweis den wir brauchen haben wir nicht. Eine Aussage von Boris Johnson der bestätigt, ja - ich habe Selenskyj geraten den Krieg nicht zu früh zu beenden, und damit aktuell 100.000 Menschen das Leben gekostet. Das würden wir als Rauscher vom österreichischen Standard als Beweis akzeptieren.
Diese Gesellschaft ist das absolut grotesk Allerletzte.
Und dabei haben wir noch garnicht definiert, wie Selenskyj daran zerbrochen ist. Hier und hier (Friedensformel) - und dass sich Aspekte dieser “Friendesformel” komischerweise aktuell in Teilen “selbst erfüllen”.
Also was die primäre Forderung der Friedensformel, die unabdingbare internationale Ächtung von Russland BISZUEINEMREGIERUNGSWECHSEL anbelangt, sind wir bereits sehr weit fortgeschritten.
Den Teil, wo man im Journalismus begonnen hat Friedensgesprächsanfragen von Russland einfach nicht mehr zu veröffentlichen, habe ich auch weggelassen. Nicht irgendwelche, sondern Putin bittet Erdogan das bei einem Gipfel vorzubringen, der macht das - die Presse ignorierts. Der Kommentator im Tages Meinungsradio bei Times Radio, ist dann noch nicht auf Linie und erwähnts noch, die Ablehnung des Angebots seitens der Ukraine wird in DW noch irgendwo im Halbsatz eines eines kleinen Beitrags später am Nachmittag verwurschtet (nicht vom Titel beeinflussen lassen, im 15 Minuten Beitrag geht es nicht darum, dass Russland noch einmal eine Verhandlungsinitiative anstoßen wollte, auch wenns der Titel suggerieren könnte, die Story des Tages war der UN Generalsekretär, der Russland aufgefordert hat seine Truppen rund um das Atomkraftwerk in Saporischschja zurückzuziehen - den Beitrag anschauen).
“The Black Sea is a pivotal geopolitical region for European security, particularly amid Russia’s brutal war in Ukraine. Vladimir Putin is already working to spread his malign influence in the area and we know his hegemonic aspirations go beyond taking Ukraine. It is critical that the U.S. actively engage with our Black Sea partners and establish a more robust policy toward the region. That is precisely what I’m looking to discuss over the next several days,” said Shaheen.
Ja aber also, niemand greift Russland an! Nur Russlands Truppen in dem Teil der Ukraine in dem Russland seit 250 Jahren ihren einzig ganzjährig eisfreien Marinestützpunkt haben. Durch dessen Wegfall sie die Vorherrschaft in der Schwarzmeerregion und ihren Einflussbereich entlang der Nord/Süd Achse verlieren, nicht nur militärisch, auch im Außenhandel.
Worauf sie aufhören als Regionalmacht zu existieren. Worauf das russische Wirtschaftssystem zusammenbricht.
Jetzt haben wir aber bereits die Experten die seit Beginn darauf hingewisen haben, erfolgreich aus ihren Publikationen verbannt, bei denen sie zuvor die meistpublizierten Autoren waren:
Und jetzt eröffnen wir Russland als Lösungsperspektive, dass sie sich doch aus der kompletten Region zurückziehen könnten, oder eben einen langen Aufreibungskrieg mitmachen, der WANN erstmalig als Zielperspektive genannt wurde?
Achja von Austin im April 2022:
As Russia’s invasion of Ukraine has transformed into a grinding war of attrition with no meaningful peace deal in sight, the US and its allies have begun to convey a new, longer-term goal for the war: to defeat Russia so decisively on the battlefield [in Ukraine] that it will be deterred from launching such an attack ever again.
Niemand hat hier vor einen Stellvertreterkrieg zu führen, es geht nur um die Befreiung der Ukraine in den Grenzen von 2013, wegen *papierraschel* Freiheit und Völkerrecht. Und Werte. An die laut Allensbach niemand glaubt.
Wie bringt man jetzt dem durchschnittlichen Journalisten, oder der Mehrheit der Österreicher die sich für Verhandlungen aussprechen, auch wenn die Ukraine die Krim noch nicht zurückerobert hat bei, dass “niemand greift Russland an”, als US Dementi so formuliert ist um, … naja um zu informieren wohl eher nicht.
Die glaubt ja noch an Angriffspanzer zur territorialen Verteidigung, weil die Ukraine sie nur für Gegenangriffe nutzen wird, in den Zonen in denen Russland Durchbrüche erzielt (das österreichische Militär hat berichtet (Nicht Reisner, keine Angst)). Die dann in Polen und Tschechien gewartet werden sollen (damit Deutschland kein Aktiver Kriegsteilnehmer wird) nachdem sie mit Schwertransportern und Lastenkränen, in 5km Nähe zur Frontlinie abtransportiert werden.
Weil wir angeblich eine öffentliche Diskussion zum Thema hatten, die ich verpasst haben muss, die uns das allen verdeutlicht hat.
Das macht aber wieder alles nichts, denn wir sind wieder so stark,
Biden in Warschau: Nato “stärker als sie jemals war”
US-Präsident Joe Biden hat bei seinem Besuch in Polen die Stärke der Nato betont. “Es ist das bedeutsamste Bündnis, ich würde sagen, vielleicht das bedeutsamste Bündnis der Geschichte, und zwar nicht nur der modernen Geschichte, sondern der gesamten Geschichte”, sagte Biden bei einem Treffen mit Polens Staatsoberhaupt Andrzej Duda am Dienstag in Warschau. Ein Jahr nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sei die Nato “stärker als je zuvor”.
Nun ja, aber heute auch Putin! Da kann meine ehemalige Psychotherapeutin wieder jubeln, der Putin wars! Retroaktiv - nur 11 Monate später.
Wenn ich mir heute denke, dass ich nur dem Vorschlag der Hurenwichsersau von Psychotherapeutin folgen hätte müssen und heute als Auslandskorrespondent für eine Media Agentur tätig sein könnte -
mir geht das westlich links liberale Herz vor lauter Bomberjacken und Zwiebeltürmen auf. Moment, die haben ein Kreuz drauf, also sind die ok.
Christliche Zwiebeltürme quasi.
Dazu schnell noch eine Vorlesung vom frischgebackenen Yaleprofessor Timothy Snyder, der mir erklärt, was für eine kulturelle Eigenleistung basierend auf Jahrhunderte alter religiöser Tradition das ist, und dann haben wirs eigentlich. Kudos an den AFP Photographen - und den Standard der das so treffend untertitelt.
“Bilder sagen mehr als Worte”. Wenn man den Standard liest, schon.
edit: Nur zur Klarstellung: Selenskyj ist kein Faschist. Könnte man hier ja reinlesen.
Kurze Durchsage von der Presse. Qualitätszeitung, versteht sich. Nicht zu Propagandazwecken emotionalisiert.
Das ist das analog zum Freibrief des Kommentars im Standard bei der ein Alpbachalumnus mit Merkatoprjugend dazu herangezogen wurde zu signalisieren, dass jetzt öffentlich gegen Realisten (außenpolitischer Begriff) und Pazifisten gehetzt werden darf.
Die Breitenmedien sind heute wieder in Top Form!
Beide Meinungen sind ok! Sagen sie im Gespräch einfach zum Kotzen dazu, und gewinnen sich danach indem sies abbbrechen!
Das “pseudopazifistisch” dahinter ist übrigens die Propaganda für westliche Medien aus der Paulskirche im Oktober.
Das muss man immer dazusagen, sonst funktioniert das Deplattforming nicht so gut.
denn laut einem Recherchekollektiv der Süddeutschen, des WDR und des NDR ist ein 17 seitiges Strategiepapier aufgetaucht, laut Fachleuten authentisch, das folgendes für Belarus belegt -
Das strategische Ziel Moskaus ist dem Papier zufolge unter anderem “die Sicherstellung des vorherrschenden Einflusses der Russischen Föderation in den Bereichen Gesellschaftspolitik, Handel, Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Kultur”. Die im Februar vergangenen Jahres in Belarus beschlossene Verfassungsreform solle nach russischen Bedingungen vollendet, Gesetze mit denen der russischen Föderation “harmonisiert” werden, heißt es weiter, berichtet die Zeitung. Gleichzeitig wolle der Kreml den westlichen Einfluss zurückdrängen und ein Bollwerk gegen die NATO schaffen.
Was, die wollten Softpower in Weißrussland etablieren? Um den Einfluß des Westens zurückzudrängen? Und ein Bollwerk gegen die Nato schaffen?
Bonus: Was wollte nochmal die Rand Corporation? Also nicht aktuell, davor… (1|2) Aber das sind ja nur unabhängige Thinktanks. Also Vorschläge aus der Privatwirtschaft quasi. PS: Russland hat die mal falsch kontextualisiert in seiner PR verbraten, die Links gehen zu den Qriginalquellen.
Was ist das Kreml Dokument? Also laut Standard?
Russische Pläne zur Übernahme von Belarus bis 2030
Laut Medienberichten sollen russische Strategen Belarus politisch, wirtschaftlich und militärisch unterwandern. Ziel sei ein Unionsstaat unter russischer Führung
Und wie war das nochmal mit dem Bollwerk gegen die Nato Teil?
Das ist der ganz gefinkelte interne Vorwand des durchtriebenen Russen in seiner internen Planung an den er selbst nicht glaubt…
Dieser verschlagene Putin schon wieder, macht uns glauben es ginge um die Nato, und dann gehts Russland laut internen Strategiepapieren um die Nato. Und politischen, wirtschaftlichen und militärischenen Einfluss im ökonomisch stark erfolgreichen Riesen Weißrussland, mit Hauptexportgut “Mineralprodukte (keine Angaben)” “Milch” und “Vogelleiern”. Das weiß doch jeder, dass Weißrussland eine Entwicklung als blühende Demokratie vor sich gehabt hätte vor der Putin Angst hatte und …
Ich würde ja gerne im Original nachlesen, was die neu aufgedeckten Bestrebungen zur Unterwanderung von Belarus tatsächlich ausgemacht hat, aber leider Paywall, und das so effektiv, dass sie selbst Archivplattformen bisher erfolgreich ausgesperrt hat.
Was lässt sich unter einer solchen Meldung am selben Tag begraben?
Achso, ja .…
Selenskyj spricht mit IWF-Direktorin
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach mit der Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, über eine weitere Unterstützung seines Landes. „Die Unterstützung des IWF ist eine Chance für die Ukraine, stark zu bleiben“, teilte Selenskyj nach dem Treffen in Kiew mit. „Sie ist auch eine Waffe – eine wirtschaftliche Waffe, die es uns, unserer Gesellschaft und unseren Unternehmen ermöglicht, sich zu entwickeln.“ Der IWF gebe durch seine Aktivitäten „immer die richtigen Signale“.
Ne, also nicht dass das heute Hauptgesprächsthema wird. Lieber mal so auf Seite drei der tagesaktuellen Meldungen bei der FAZ deponieren. Die angekündigten ersten Gespräche der Ukraine mit dem IWF sind ja auch viel besser dort aufgehoben.
Neu: Ziele 2025: Start der Produktion von wichtigen Militärgütern in Russland, die bislang nur in Belarus produziert wurden, Integration von Energie-, Transport- und Kommunikationssystemen; Ziele 2030: Schaffung eines gemeinsamen Führungssystems über die Streitkräfte, Kontrolle über den Informationsraum von Belarus, Gemeinsamer Ansatz zur Interpretation der historischen Vergangenheit, Dominierende Stellung der russischen Sprache gegenüber Belarussisch als Staatssprache, Einführung eines einheitlichen Währungssystems - und dazwischen noch gespnsorte Kulturzentren. Ja, Hammer du. Gleich bei den Goethe Zentren anrufen und sagen dass sies nicht zu weit treiben sollen. Wozu man für den 3000 Zeichen Artikel ein Recherchekollektiv braucht? Na um bei den Experten anzurufen, die einem sagen, sie glauben das Papier ist echt.
Diese Webseite verwendet Cookies um die Nutzungserfahrung für seine Besucher zu verbessern. Bitte informiere dich bei Gelegenheit darüber wie sich Cookies auf deine Privatsphäre im Web auswirken.