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Mehr Buchungsfehler

21. Juni 2023

Nach den sehr popu­lä­ren accoun­ting errors, bei denen die US Admi­nis­tra­ti­on im Mai 3 Mil­li­ar­den USD in einer Sofa­rit­ze für mehr Waf­fen­lie­fe­run­gen an die Ukrai­ne gefun­den hat -- freut es sie sicher sehr heu­te zu erfah­ren, dass die US Admi­nis­tra­ti­on erneut, auf­grund eines bedau­er­li­chen Buchungs­feh­lers, wei­te­re 3 Mil­li­ar­den für Waf­fen­lie­fe­run­gen in die Ukrai­ne gefun­den hat.

Aktu­ell ste­hen wir bei 6.2 Mil­li­ar­den USD mehr für Waf­fen­lie­fe­run­gen in die Ukrai­ne, durch rei­ne Buchungsfehler.

Ich mein, wer kennt das nicht, eine Mil­li­ar­de hier, eine Mil­li­ar­de da, mit der Zeit kommt da rich­tig was zusammen.

Ich bin mir sicher der US Con­gress wur­de auch in die­sem Fall umge­hend informiert.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk, aba­tigst Allerletzte.

Liebe Freunde und Partner

21. Juni 2023


Denys Schmyhal:

Die Ukrai­ne wan­delt sich, die Ukrai­ne gewinnt, unser Sieg wird den Beginn einer erneu­er­ten, stär­ke­ren Ent­wick­lung in Euro­pa sein, wir wer­den in der Abwehr zusam­men ste­hen, auch im Wie­der­auf­bau - wir sind allen dank­bar die uns dabei hel­fen, die uns dabei hel­fen für unse­re Frei­heit und Unab­hän­gig­keit heu­te zu kämp­fen. Ich möch­te auch mei­nen Dank aus­drü­cken gegen­über der Regie­rung des ver­ein­ten König­rei­ches, ins­be­son­de­re Pre­mier­mi­nis­ter Rishi Sunak und Außen­mi­nis­ter Cle­ver­ly, die die­se Kon­fe­renz gemein­sam aus­ge­rich­tet haben. Die­se per­fek­te Kon­fernz wie ich sagen möch­te. Sol­che Ver­an­stal­tun­gen bie­ten uns die Mög­lich­keit unse­re Bemü­hun­gen zu syn­chro­ni­sie­ren und gemein­sam auf den Sieg und den Wie­der­auf­bau der Ukrai­ne hinzuarbeiten. 

Wer hier ein ratio­na­les Argu­ment fin­det, darf es behalten.

Inhalt?

Die Ukrai­ne muss par­al­lel zu den Kriegs­hand­lun­gen bereits wie­der auf­ge­baut wer­den um wirt­schaft­lich über­le­bens­fä­hig zu bleiben.

Das wird jetzt als “die­se Hil­fe ermög­licht es uns gemein­sam auf einen Sieg der Ukrai­ne hin­zu­ar­bei­ten” gecoined --

da ein lang­an­hal­ten­der Auf­rei­bungs­krieg im Sin­ne aller Teil­neh­mer ist - Ziel ist es immer noch Russ­lands mili­tä­ri­sche Hand­lungs­fä­hig­keit zu ver­rin­gern, und auf Regi­me­chan­ge hinzuarbeiten.

Dazu sto­ßen wir doch ger­ne Inves­to­ren­kon­fe­ren­zen an, in denen die Pri­vat­wirt­schaft mit staat­li­chen Sicher­heits­ga­ran­tien, die Infra­struk­tur wie­der auf­baut, die bereits mor­gen wie­der ange­griff­fen wer­den wird. 

Jetzt noch tap­fer im 20er Ver­bund klat­schen, wäh­rend sich Selen­skyj eine libe­ra­le Visi­on für die Investitions-Neuausrichtung aus­denkt (kein Scherz, inter­view ges­tern), denn sonst kom­men die Inves­to­ren nicht ein­mal mit staat­li­chen Investitionsschutzgarantien.

Dazwi­schen noch das ein oder ande­re Staats­ober­haupt, das genau weiß wer den Nowa Kachow­ka Stau­dam gesprengt hat, und dann die nächs­te Inves­to­ren Kon­fe­renz in Frank­reich oder? Deutsch­land hat­ten wir ja bereits.

Übri­gens Nowa Kachow­ka, ich weiß nicht ob sies wuß­ten, sehr wahr­schein­lich aus dem Maschi­nen­raum her­aus gesprengt in den ja nur die Rus­sen konn­ten, vor allem mit so viel Spreng­stoff (!), sagen Exper­ten - ohne Bele­ge, aber doch sind wir gleich­zei­tig im Bezug auf die Fak­ten­la­ge, gera­de so unsi­cher, dass die Seis­mo­lo­gen nicht aus­rech­nen kön­nen wie­viel Spreng­stoff es für die Explo­si­on benö­tigt hät­te - die, wenn wir mit den Metri­ken rech­nen die bei Nord­stream 2 ange­legt wer­den 10 mal klei­ner war als eine der bei­den Spren­gun­gen bei Nord­stream 2 (Rich­ter Ska­la ist log sca­le), wes­halb wir ja alle wis­sen, dass zwei Tau­cher mit zwei Tauchas­sis­ten­ten, bin­nen eines Tages zwei Spren­gun­gen mit 20-fach höhe­rem Spreng­stof­fe­qui­va­lent leicht schul­tern konn­ten, aber die Spren­gung des Stau­damms von Nowa Kachow­ka, von der Was­ser­sei­te aus unmög­lich war.

Wei­ters wis­sen wir alle, dass der Stau­damm ja ver­mint war - aber nie­mand, dass die Minen die dort lagen nicht ein­mal annä­hernd genü­gend Spreng­wir­kung für die Spren­gung des Stau­dam­mes ent­wi­ckelt hät­ten. Was uns Selen­skyj natür­lich nicht ver­rät, den ers­ten Halb­satz aber schon. In Reden. Wiederholt.

Und jetzt soll Russ­land sogar das das Was­ser­be­cken des Atom­kraft­werks in Sapo­ri­scha ver­mint haben!

Eben­falls mit zu wenig Spreng­stoff um es zu spren­gen? Weil eben nur vermint?

Der Spie­gel fragt sicher­heits­hal­ber kei­nen Seis­mo­lo­gen, oder Sta­ti­ker - sonst könn­te man hier ja Pro­pa­gan­da ein­deu­tig identifizieren.

Sogar früh­zei­tig.

Das wol­len wird doch alle nicht.

Lie­ber mehr Heu­cheln und Lügen als Gesell­schafts­prin­zip, oder?

Fickt euch. Fickt euch alle.

edit: Die Kon­fe­renz war natür­lich wie­der sehr erfolgreich:

“Wir hat­ten nicht vor­ge­se­hen, dass dies eine Geber­kon­fe­renz sein soll­te”, sag­te der bri­ti­sche Außen­mi­nis­ter James Cle­ver­ly am Don­ners­tag zum Abschluss der Kon­fe­renz. “Den­noch kön­nen wir heu­te ins­ge­samt 60 Mil­li­ar­den Euro an Unter­stüt­zung für die Ukrai­ne verkünden.”

Cle­ver­ly zufol­ge zie­len die Zusa­gen von Regie­run­gen und inter­na­tio­na­len Orga­ni­sa­tio­nen dar­auf ab, die Ukrai­ne kurz- und mit­tel­fris­tig zu unter­stüt­zen. Die Bemü­hun­gen kon­zen­trier­ten sich nun dar­auf, “das enor­me Poten­zi­al des Pri­vat­sek­tors” zu erschließen.

Ein Groß­teil der 60 Mil­li­ar­den Euro kommt aus einem 50 Mil­li­ar­den Euro schwe­ren Hilfs­pa­ket, das die Euro­päi­sche Uni­on bis 2027 bereit­stel­len will. Die USA kün­dig­ten Unter­stüt­zung in Höhe von umge­rech­net rund 1,2 Mil­li­ar­den Euro an, die vor allem für den Ener­gie­sek­tor und die Infra­struk­tur der Ukrai­ne bestimmt sein soll.

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8,8 Mil­li­ar­den von der Privatwirtschaft.

Von knapp 400 die gemein hin für einen voll­stän­di­gen Wie­der­auf­bau ver­an­schlagt werden.

Hey! Wikipedia hat den Stellvertreterkrieg Artikel neu konzipiert!

21. Juni 2023

Also die deutsch­spra­chi­ge Wikipedia:

Im Jän­ner!

20:47, 27. Jan. 2023

Also die all­ge­mei­ne Defi­ni­ti­on raus.

Und die ukrai­ne­krieg­freund­li­che rein.

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Gott sei Dank gibt es eine Dei­tel­hoff, denn wenns die nicht geben wür­de, müss­te man die glatt erfinden.

Dazu die eng­lisch­spra­chi­ge Wikipedia:

A pro­xy war is an armed con­flict bet­ween two sta­tes or non-state actors, one or both of which act at the ins­ti­ga­ti­on or on behalf of other par­ties that are not direct­ly invol­ved in the hostilities.[1] In order for a con­flict to be con­si­de­red a pro­xy war, the­re must be a direct, long-term rela­ti­ons­hip bet­ween exter­nal actors and the bel­li­ger­ents involved.[2] The afo­re­men­tio­ned rela­ti­ons­hip usual­ly takes the form of fun­ding, mili­ta­ry trai­ning, arms, or other forms of mate­ri­al assi­s­tance which assist a bel­li­gerent par­ty in sus­tai­ning its war effort.[2]

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Fuß­no­te 1? OCH, nur so ein Ver­weis auf die Ency­clo­pe­dia of the United Nati­ons and Inter­na­tio­nal Agree­ments. Abing­don: Rout­ledge Books. p. 1869. ISBN 978-0415939201.

Aber das kön­nen die deutsch­spra­chi­gen Wiki­pe­dia­ner doch bes­ser! Duden, und Deitelhoff!

Die ham­ma doch bei der Maisch­ber­ger gese­hen, das ist eine Expertin!

Na wem glau­ben wir denn jetzt?

Ich wür­de sagen der Pro­pa­gan­da Vari­an­te, die den deutsch­spra­chi­gen Wiki­pe­diaar­ti­kel mit Aus­sa­gen über den Ukrai­ne­krieg auf­ge­hübscht hat, oder?

Und der “gemein­gül­ti­gen” Bedeu­tung des Begriffs, die die Dif­fe­ren­zie­rung, ein oder meh­re­re Kriegs­teil­neh­mer nicht kennt, die wir im Duden gefun­den haben.

Weil wenn wir “Stell­ver­tre­ter­krieg” goog­len ja alle die Bau­ern­re­gel dafür was das eigent­lich ist lesen wol­len, nicht? Also das was dir der Duden dar­über erzäh­len würde.

Wir sind ja gelern­te Bür­ger des Wertewestens.

War­um Dei­tel­hoff? Och, das wird wei­ter unten ersichtlich…

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Ach­so­ja - Natür­lich die ist eine von zwei pro­mi­nen­ten Ver­tre­tern für die Neu­aus­le­gung des Begriffs in der Ukrai­ne Fra­ge. Schnell in den ers­ten Absatz mit der Dei­tel­hoff! Nur ohne Kon­tex­tua­lie­rung. Die kommt dann erst später.

Auch extrem lus­tig, der Zusatz “Es ist umstrit­ten, ob der Rus­si­sche Über­fall auf die Ukrai­ne als ein Stell­ver­tre­ter­krieg zwi­schen Russ­land auf der einen Sei­te sowie den USA auf der ande­ren Sei­te bezeich­net wer­den kann.” liest sich so holp­rig wie es das ursprüng­li­che, tat­säch­li­che Argu­ment in die­sem Fall auch tat­säch­lich ist, und wur­de am 20. Sep­tem­ber 2022 erst­ma­lig im Arti­kel ergänzt.

Also im Arti­kel über Stell­ver­tre­ter­krie­ge in dem der Ukrai­ne Krieg davor bereits ein hal­bes Jahr gelis­tet war.

Der Absatz damals war noch fair - inklu­si­ve der fol­gen­den Gewichtung:

Russ­land selbst ver­su­che nun, über das poli­ti­sche Schlag­wort „Stell­ver­tre­ter­krieg“ die Kriegs­schuld von sich zu wei­sen, da in einem klas­si­schen Stell­ver­tre­ter­krieg die Kriegs­schuld bei den Hin­ter­män­nern des Stell­ver­tre­ters zu suchen sei.[6][7][8]

Nur, wann sind wir eigent­lich zu “nein, also es kann ja begriffs­theo­re­tisch kei­ner sein” gewechselt?

Ach­ja, mit Dei­tel­hoff! Die jetzt im erts­ten Absatz zu fin­den ist! Na Gott sei Dank. Wenns die kriegs­het­ze­risch­te Frie­dens­for­sche­rin aller Zei­ten nicht im deutsch­spra­chi­gen Fern­se­hen geben wür­de - hät­ten wir heu­te noch einen wis­sen­schaft­li­chen Arti­kel zu dem Begriff auf Wiki­pe­dia, der - im ers­ten Absatz - nicht extra für den Ukrai­ne­krieg ange­passt wor­den wäre.

Herr­lich oder? Wir im Wertewesten.

Passt

20. Juni 2023

Die Wie­ner Zei­tung ist noch nicht der Standard.

Der Wie­ner Frie­dens­gip­fel am 10./11. Juni hat schon im Vor­feld viel Kri­tik erfah­ren. Es wur­de gearg­wöhnt, dass dies eine Pro­pa­gan­da­ver­an­stal­tung für Wla­di­mir Putin sein wer­de. Haben sich die­se Befürch­tun­gen bewahr­hei­tet? Nein. Die hoch­ran­gi­gen Refe­ren­tin­nen und Refe­ren­ten - ein Kar­di­nal der katho­li­schen Kir­che aus Gua­te­ma­la, der Vize­prä­si­dent von Boli­vi­en, der außen­po­li­ti­sche Bera­ter des mexi­ka­ni­schen Prä­si­den­ten, der ehe­ma­li­ge Prä­si­dent der UNO-Generalversammlung, der Bera­ter der vati­ka­ni­schen Frie­dens­mis­si­on, ehe­ma­li­ge hoch­ran­gi­ge US-Offizierinnen und -Offi­zie­re, inter­na­tio­na­le Diplo­ma­tin­nen und Diplo­ma­ten sowie vie­le ande­re - sorg­ten für ein hoch­wer­ti­ges Diskussionsniveau.

Häme, Hass und Hindernisse

In Öster­reich selbst ist die Frie­dens­ver­samm­lung nur auf Häme, Hass und Hin­der­nis­se gesto­ßen. Man hat sie - ohne den gerings­ten Beweis - schon im Vor­feld als Pro­pa­gan­da für Putin ver­ur­teilt und, teil­wei­se mit Erfolg, auf pro­mi­nen­te Unter­stüt­zer ein­ge­wirkt, ihre Teil­nah­me zurück­zu­zie­hen. Man hat den ÖGB der­art unter Druck gesetzt, dass er die ver­trag­lich zuge­sag­ten Räum­lich­kei­ten zwei Tage vor der Ver­an­stal­tung ver­wei­gert hat. Man hat, ver­geb­lich, alles ver­sucht, um die Tagung zu ver­hin­dern. Und dass seit dem Event die Web­site nicht mehr funk­tio­niert, ist wohl auch kein Zufall.

Das alles ist zwar übel und ange­sichts der hoch­ran­gi­gen inter­na­tio­na­len Refe­ren­tin­nen und Refe­ren­ten zutiefst pro­vin­zi­ell, aber viel­leicht noch ver­ständ­lich, vor allem wenn die­se Aktio­nen von Men­schen aus der um ihre Exis­tenz kämp­fen­den Ukrai­ne aus­ge­hen. Was jedoch in mei­nen Augen voll­kom­men unver­ständ­lich ist, ist die Tat­sa­che, dass sich im neu­tra­len und demo­kra­ti­schen Öster­reich kei­ne ein­zi­ge Stim­me erho­ben hat, die gegen die­se Machen­schaf­ten im Namen der Demo­kra­tie und der Rede­frei­heit pro­tes­tiert hät­te. Nie­mand, tat­säch­lich nie­mand hat - etwa im Sin­ne von Vol­taires berühm­tem Aus­spruch - gesagt: “Ich stim­me mit der Mei­nung die­ser Leu­te nicht über­ein, aber ich wer­de den­noch ihr Recht ver­tei­di­gen, die­se Mei­nung öffent­lich zu äußern.”

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edit: Zu früh gefreut, de Autor ist der hier:

Rat lines for a job well done

20. Juni 2023

Was macht man mit einem guten ehm, Ban­de­ra Fan, der sei­nen Job immer im Sin­ne sei­ner Regie­rung erle­digt hat?

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Was wohl der aktu­el­le Papst dazu sagt.

Viel­leicht die Bot­schaft nach Cru­zei­ro do Sul ver­le­gen? Also, nicht gleich als ers­te Amts­hand­lung, aber dann spä­ter mal…?

Zwecks fai­ling upwards und so. Und bal­di­ger EU Mit­glied­schaft natürlich.

Viel­leicht das hier noch für den Kon­trast - Sny­der ist immer noch ein kom­plet­ter Voll­idi­ot, hier beim ras­sis­tisch argumentieren.


“Its a rus­si­an trick you know! The rus­si­ans inven­ted it! And I inven­ted the term that coins it. So its an important term. And it would be gre­at to have this deba­te in Rus­sia one day. (Why have we rus­si­ans been schizofa­shist, and dindt rea­li­ze?!)” Was für eine Nulpe.

Das Argu­ment natür­lich wie immer so trot­tel­ein­fach, dass du den Selbst­dar­stel­ler als Gesell­schafts­er­klä­rer für die Mas­se ein­set­zen kannst. Als bestehen­de US Admi­nis­tra­ti­on. Oder Vic­tor Pin­chuck Foun­da­ti­on, oder wers auch immer gera­de finanziert.

Was der wohl sagen wür­de, wenn er eines Tages die Posi­ti­on von Usti­nov ver­ste­hen wür­de? Der Zeit sei­nes Lebens in dem Tal­king Cir­cuit in dem er unter­wegs war damit für viel Unmut gesorgt hat?

Ustinov’s world view was vile

Aber was solls, Usti­nov war eben auch ein Faschist.

Sny­der hats doch gera­de belegt.

Eine Gesell­schaft die funk­tio­na­le Voll­idio­ten wie Sny­der zur emo­tio­na­len Popu­la­ri­sie­rung von Krie­gen ein­setzt, und gleich­zei­tig bei Mel­nyk ein Auge zudrückt - denn Isra­el habe es hier ja abge­seg­net - in die­sem ganz spe­zi­el­len Fall, … (also öffent­lich Kri­tik ange­merkt hät­ten sie über einen Bot­schaf­ter schon, aber eben nicht zu laut…)

ver­dient wie immer nichts als abgrund­tie­fe Verachtung.

Die­se Gesell­schaft ist das abgrund­tief Allerletzte.

Das Argu­ment ist so sim­pel wie ein­fach. Eine Gesell­schaft die zuerst eine Zuspit­zung des Kon­flikts mit allen Mit­teln pro­vo­ziert, und gegen Ende hin bei “die Ukrai­ner wol­len aber noch ster­ben um eine Chan­ce zu haben als Staat wei­ter zu bestehen” (Demo­gra­phie, Invest­ments) - weil sie sich davor zu wenig Gedan­ken über die län­ger­fris­ti­gen Aus­wir­kun­gen gemacht hat und dann noch Trot­tel wie Sny­der zur Beein­flus­sung der Öffent­lich­keit fea­tured - ist das was sie ist, das abso­lut gro­tesk Allerletzte.

Aber es geht ja um libe­ra­le Frei­heits­prin­zi­pi­en in der Ukrai­ne die im Wer­te­wes­ten in der Ver­gan­gen­heit immer wie­der mal als Recht­fer­ti­gungs­grund­la­ge für Angriffs­krie­ge her­hal­ten muss­ten. Das Werte-Prinzip in wertebasiert.

Aber gleich­zei­tig natür­lich nicht ver­ges­sen bei unse­ren als Part­nern defi­nier­ten Des­po­ten im fer­nen Osten zu heu­cheln, ein paar von den wich­ti­ge­ren sei­en ja auch bereits viel libe­ra­ler gewor­den (Wan­del durch Han­del)… Und es der Gesell­schaft so lan­ge als Krieg der Wer­te zu ver­kau­fen, bis 20% in Umfra­gen tat­säch­lich dar­an glauben.

Weil - wir im Wer­te­wes­ten zu Hau­se sind.

So, jetzt aber erst mal genug gere­det, jetzt wird erst­mal schön wei­ter gestor­ben. Die Ukrai­ner wol­len das noch so, sagen ukrai­ni­sche Umfra­gen. Für die Nati­on. Für die Frei­heit - für die heuch­le­ri­schen Anbie­de­run­gen und Ver­spre­chun­gen an Finanz­in­ves­to­ren und euro­päi­sche Part­ner dass man jetzt, wo es dazu kei­ne Alter­na­ti­ve mehr gibt, sein kom­plet­tes poli­ti­sches Sys­tem umstel­len wer­de, und plötz­lich auch den Drang zur Trans­pa­renz ent­deckt habe. Weil man die west­li­chen Wer­te­prin­zi­pi­en schon immer so moch­te. Vor allem die Jugend… Am Mai­dan. Und bei der Abstim­mung über die neue Ver­fas­sung danach.

Jede Unze Zynis­mus ist dafür noch zu schön.

Nächs­te Fra­ge - was ist eigent­lich ein Pyr­rhus­sieg, und wie viel muss er uns wert sein? Ein­mal alle unse­re Wer­te, oder? Dass eine Gesell­schaft die nicht unse­re ist, an eine Zukunft in einem Wer­te­sys­tem glau­ben kann das in der Form wie es ange­prie­sen wird nie exis­tiert hat.

Für die bes­te aller mög­li­chen Regie­rungs­for­men, in der bes­ten aller mög­li­chen Gesell­schaf­ten. Und Mar­shal Fund Finanz­sprit­zen danach.

Nur einen Trot­tel wie Syn­der müs­sen wir hie und da halt als Intel­lek­tu­el­len hoch­le­ben las­sen, und sei­ne Bücher kau­fen. Das neu­es­te Buch das Sny­der ver­fasst, dreht sich ja um Frei­heit. Davon hat er als Geschichts­phi­lo­soph wie­der so viel Ahnung.

Viel­leicht wid­met er ja auch Mel­nyk in Bra­si­li­en ein Kapitel.

Kurze Durchsage vom Wertewesten

18. Juni 2023

The loss of con­trol by ame­ri­ca, or other gre­at powers over cli­ent sta­tes in which, well - the old phra­se, wag the dog -- is an old and some­what worry­ing pattern.”

Ach und ich dach­te schon.

Ame­ri­cas Backy­ard, ich mei­ne Front­y­ard, ich mei­ne Yard, ich mei­ne Ein­fluss­be­reich über einen nicht Pro­xy War Ver­bün­de­ten (der einen Rake­ten­an­griff auf Polen insze­niert (wird im Video ange­spro­chen), und Mos­kau mit Droh­nen angreift auch wenn es die US angeb­lich nicht gutie­ren, aber eben auch nicht ahn­den, und dann schnell noch mal 3 Mil­li­ar­den zuschie­ßen…), ist doch die­se tol­le Frei­heit von der alle so ger­ne spre­chen, nicht? 

Moment, nicht? Aber, aber - Wertewesten?

Jup, Wer­te­wes­ten. Verpflichtend.

Des braucht doch der Öffent­lich­keit kei­ner zu erklä­ren… Die wird sonst noch moralisch.

Manufacturing Consent & Engineering Consent

18. Juni 2023

A Pri­mer.

Also etwas was mei­ner ehe­ma­li­gen Psy­cho­the­ra­peu­tin deren ein­zi­ges Ziel im Leben es war hun­der­te Prak­ti­kan­ten pro­du­ziert zu haben die und ich zitie­re “JETZT ALLE EINEN JOB GEFUNDEN HABEN!” - aber SOWAS VON AM ARSCH VORBEI GEHEN WÜRDE.

Kon­zep­te von Lipp­mann und Ber­nays wer­den ange­schnit­ten. Bei­de Teil der Creel-Kommission.

Gott, der Zufall heu­te fliegt wie­der tief.

Ich weiß gar­nicht war­um das ARSCHLOCH von mei­ner ehe­ma­li­gen Psy­cho­the­ra­peu­tin sich nicht den­ken konn­te, war­um ich mit der aktu­el­len Situa­ti­on nicht mehr zurecht komme…

Weil ich weiß was Pro­pa­gan­da ist? Wie man sie anwen­det?! Weil ich das im Stu­di­um gelernt habe?

Aber kei­ne Angst, ich kann in die­ser ver­fick­ten Scheiss­ge­sell­schaft immer noch Sekretär*in wer­den! Dann hätt ich doch einen Job gefun­den. SO MUCH WOW!

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk Allerletzte.

edit: More than a primer:

Ist das genial!

18. Juni 2023

DW schafft es einen gesam­ten Bei­trag lang die eigent­li­che Nach­richt wegzukommentieren.

Das Ding in Putins Hand?! Ja was ist das denn? Der im April 2022 unter­zeich­ne­te Vor­ver­trag zu Frie­dens­ver­hand­lun­gen (Abkom­men) mit der Ukrai­ne, bereits von der Ukrai­ne unter­zeich­net. Von dem Selen­skyj dann ein­sei­tig zurück­ge­tre­ten ist, angeb­lich wegen Butscha (auch wenn schwe­re Waf­fen­lie­fe­run­gen von ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten­be­ra­tern bereits vier Tage vor Butscha, und vom Atlan­tic Coun­cil erst­ma­lig 2 Tage vor Butscha von den euro­päi­schen Part­nern gefor­dert wur­den). Oder wegen Boris John­son, wenn wir Nafta­li Ben­nett glau­ben kön­nen, der die ers­te Ver­si­on eines Waf­fen­still­stands vor­ver­han­det hat.

Von dem die Huren­wichs­er­schwei­ne im Stan­dard behautp­ten, sie hät­tens doch eh immer schon berich­tet, wenn Jef­frey Sachs das Gegen­teil behaup­te, sei das ein ganz böser Verschwörungstheoretiker!

Nun, was befin­det sich denn da in Putins Hand? Im Arti­kel­thumb­nail. DW ver­gissts lei­der im Bei­trag zu erwäh­nen. Was will man machen…

Pro­mi­nent im Videobei­trag, ein­seh­bar - nur die euro­päi­sche Öffent­lich­keit wird lei­der nicht erfah­ren, was es ist - denn auch wenn Putin damit dezi­diert argu­men­tiert hat, ver­ra­ten wir doch der Öffent­lich­keit nicht, was wir ihr da zeigen!

Die kommt da noch ins Grübeln!

5:52 über einen von der Ukrai­ne unter­zeich­ne­ten Ver­trag, der im Bild ist, aber von DW in keins­ter Art und Wei­se erwähnt wird.

Das musst du als Jour­na­list ein­mal zusammenbringen!

Dann noch kurz für das Outro State­ment in die Ukrai­ne zu Selen­skyj. Und der so “es wird solan­ge kei­ne Frie­dens­ver­hand­lun­gen geben, bis der letz­te rus­si­sche Sol­dat das Staats­ge­biet der Ukrai­ne ver­las­sen hat (- inklu­si­ve Krim)”. Das ist BRÜSK!

Dann schnell Schal­te zu unse­rem Kor­re­spon­den­ten, was bedeu­tet das jetzt alles?!

Es bedeu­tet, dass ihr Arsch­lö­cher die Bevöl­ke­rung über mehr als ein Jahr kom­plett ver­arscht habt. Dass ihr ein­sei­tig berich­tet, dass ihr lügt. Dass ihr mis­re­prä­sen­tiert. Dass ihr REGELMÄSSIG gegen ande­re Mei­nun­gen gehetzt habt. Dass ihr euch als Pro­pa­gan­da Mouth­pie­ces für eine Posi­ti­on ver­ein­nah­men habt las­sen von der ihr jetzt nicht wisst, wie ihr ohne “die Ukrai­ne muss aber jetzt Gebiet gewin­nen” wie­der wegkommt.

Und dass ihr das im Fall der Wie­ner Zei­tung eine Woche nach­dem ihr eine Medi­en­part­ner­schaft mit der Öster­rei­chi­sche Ame­ri­ka­ni­schen Gesell­schaft ein­ge­gan­gen seid, gemacht habt.

Die Ukrai­ne muss gewin­nen, weil ver­lie­ren kei­ne Opti­on ist.”

Und dass ihr es wei­ter macht. Jeden. Ver­fick­ten. Tag.

Ist das nicht schön?

Die­se Gesell­schaft ist und bleibt das abgrund­tief Allerletzte.

Aber kei­ne Angst, die Stif­tung Con­cordia, weiß zwar, dass der Jour­na­lis­mus seit einem Jahr ein­sei­tig berich­tet, aber sie wird die Per­for­mance dann spä­ter eva­lu­ie­ren. Also spä­ter, nach dem Krieg - was schert uns schon der Wis­sens­stand der eige­nen Bevöl­ke­rung bis dahin…

Putin, Putin, Putin. Und die nächs­te ukrai­ni­sche Offen­si­ve im nächs­ten Jahr dann.

Vie­len Dank fürs Zuschau­en. Und über­le­gen sie sich bit­te nicht zu genau, was sie da im Thumb­nail sehen, denn im gesam­ten Bei­trag, berich­ten wir nicht ein­mal, was der Kremlbon­ze da in die Kame­ra hält.

Selen­skyj, das ist der GUTE, das sieht man auch dar­an, dass er vor Jour­na­lis­ten Abhand­lun­gen hält, wie er Bevöl­ke­run­gen durch sei­ne Reden emo­tio­nal beein­flus­sen will ihre Regie­run­gen zu stürzen…

Kann der Jour­na­lis­mus eigent­lich noch wei­ter sin­ken? Nein, eigent­lich nicht mehr. Wir sind schon unter der Ober­flä­che. Aber gut dass es noch nicht bro­delt, weil die Öffent­lich­keit nichts davon mit­be­kom­men wird…

Wie gehts eigent­lich der ver­fick­ten *ich darfs nicht mehr aus­spre­chen* von mei­ner ehe­ma­li­gen Psy­cho­the­ra­peu­tin die mich vor über einem Jahr nur mit lee­rem Aus­druck im Gesicht ANGESTARRT HAT als ich ihr gesagt habe, ich kom­me damit nicht zurecht, dass nie­mand berich­tet, dass sich Selen­sky­js Posi­ti­on seit Butscha nicht geän­dert hat. Frien­dens­ver­hand­lun­gen erst dann, wenn der LETZTE RUSSE DIE UKRAINE VERLASSEN HAT, er danach aber noch für SIEBEN MONATE VON UNSEREN QUALITÄTSMEDIEN ALS FRIEDENSPRÄSIDENT HOCHGEHALTEN WURDE, wäh­rend Man­gott ein Monat nach mir NOCH IMMER NICHT hin­ter die Rhe­to­rik des Argu­men­tes gestie­gen ist. (Frie­dens­ver­hand­lun­gen erst dann) - und in der ZIB 2 Behaup­tet hat Selen­skyj wider­spre­che sich da immer wieder.

EINEN SCHEISSDRECK.

Für Waf­fen­still­stands­ver­hand­lun­gen min­des­tes Rück­erobe­rung der von Russ­land seit dem 24.02. besetz­ten Gebie­te, für Frie­dens­ver­hand­lun­gen muss zuerst der LETZTE RUSSE aus der Ukrai­ne verschwinden.

Hier. Inter­na­tio­na­le Kon­fe­renz. Vol­ler Wort­laut. Selen­skyj O-Ton. Wann woll­te mans der Öffent­lich­keit sagen? Och nur so zehn Mona­te nach­dem die rhe­to­ri­schen Flos­keln aus­ge­ar­bei­tet wur­den, dach­ten wir, es wäre viel­leicht zukünf­tig oppor­tun, in so einem Video-Segment über afri­ka­ni­sche Staa­ten… Die grad sehr stark leiden…

Who cares.

Wer­te­wes­ten.

Aber kei­ne Angst - letz­te Minu­te des Seg­ments: “Ja herrscht denn unter den afri­ka­ni­schen Staa­ten über­haupt Einig­keit, oder sind die Staa­ten die BESONDERS unter dem Krieg lei­den, nur so gesplit­tert ange­reist?!” FRAGT DIE HURE VON MODERATORIN (Ver­zei­hung), die wis­sen soll­te, dass im Vor­feld auf bila­te­ra­le Inter­ven­ti­on des Wer­te­wes­tens knapp die Hälf­te der afri­ka­ni­sche Staa­ten aus der Initia­ti­ve bereits abge­sprun­gen sind.

Obser­vers are cal­ling “why cant the Afri­can Uni­on come tog­e­ther on this” lässt uns der DW Kor­re­spon­dent wissen.”

Na war­um denn nicht?

Die benann­ten afri­ka­ni­schen Staa­ten waren bereits Teil die­ser Initia­ti­ve, die sind erst auf­grund von Inter­ven­tio­nen wie­der ausgeschieden.

Wer­te­wes­ten.

ICH KOTZ SEIT TAGEN DURCH.

edit: Moment, der Stan­dard setzt dem noch die Kro­ne auf…

Hier wies der Stan­dard berichtet:

KRIEG IN DER UKRAINE

Putin weist afri­ka­ni­sche Ver­mitt­ler brüsk zurück

Das US-Institut für Kriegs­stu­di­en sieht auf Sei­ten Mos­kaus kei­nen ech­ten Frie­dens­wil­len. Im Zuge ihrer Gegen­of­fen­si­ve hat die ukrai­ni­sche Armee ein wei­te­res Dorf befreit

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The what?

Insti­tu­te for the Stu­dy of War (ISW)

Who funds the Insti­tu­te for the Stu­dy of War?

ISW cur­r­ent­ly ope­ra­tes as a non­pro­fit orga­niz­a­ti­on, sup­por­ted in part by con­tri­bu­ti­ons from defen­se contractors. 

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Der Stan­dard sagt der Think Tank der den Ukrai­ne Krieg aus der Sicht der US Waf­fen­lob­by beur­teilt, sieht kei­nen ech­ten Frie­dens­wil­len bei Putin.

DW, been­det den Bericht mit Selen­sky hat Ver­hand­lun­gen zwar kom­plett abge­lehnt, und Putin nicht - aber als gelern­te Stan­dard und Medi­en­re­zi­pi­en­ten wis­sen wir -- das hier ist die ein­zig ech­te jour­na­lis­ti­sche Wahr­heit, und Putin ist wie immer Schuld.

Na gut, dafür wird das ISW aber wenigs­tens alt­ein­ge­ses­sen aner­kannt, und aus der Debat­te nicht weg­zu­den­ken sein, oder?

ISW was foun­ded in respon­se to the sta­gna­ti­on of the Iraq and Afgha­ni­stan wars, with core fun­ding pro­vi­ded by a group of defen­se contractors.[6]

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Ich mein als Gag Schrei­ber kannst hier bereits dei­nen Job auf­ge­ben, oder - ich mein was da noch schreiben?

Ach­so, ja, neben dem hier natürlich:

ISW cri­ti­ci­zed both the Oba­ma and Trump admi­nis­tra­ti­on poli­ci­es on the Syri­an con­flict, advo­ca­ting a more haw­kish approach. In 2013, Kagan cal­led for arms and equip­ment to be sup­plied to “mode­ra­te” rebels, with the hope that a sta­te “friend­ly to the United Sta­tes [would emer­ge] in the wake of Assad.”[9] In 2017, ISW ana­lyst Chris­to­pher Kozak prai­sed pre­si­dent Donald Trump for the Shay­rat mis­si­le strike but advo­ca­ted fur­ther attacks, sta­ting that “deter­rence is a per­sis­tent con­di­ti­on, not a one hour strike package.”[10] In 2018, ISW ana­lyst Jen­ni­fer Cafa­rel­la publis­hed an arti­cle cal­ling for the use of offen­si­ve mili­ta­ry for­ce against the Assad government.[11]

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Ach­so ja Putin ist natür­lich nicht ver­hand­lungs­be­reit sagt das ISW, nur was der Putin da in die Kame­ra hält, das erfah­ren wir in den deutsch­spra­chi­gen Medi­en lei­der nicht…

Was will man machen.

edit: Es geht noch wei­ter, die FAZ berich­tet darüber:

FAZ:

Putin fand freund­li­che Wor­ten für die Gäs­te und hob her­vor, die Ent­wick­lung der Bezie­hun­gen zu afri­ka­ni­schen Län­dern habe für Russ­land Prio­ri­tät. Er wies auf den zwei­ten „Russland-Afrika-Gipfel“ hin, der im kom­men­den Monat eben­falls in Sankt Peters­burg statt­fin­den soll. Auch schimpf­te Putin auf „die neo­ko­lo­nia­len euro­päi­schen, eigent­lich ame­ri­ka­ni­schen Mächtigen“.

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Stan­dard:

Putin weist afri­ka­ni­sche Ver­mitt­ler brüsk zurück
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Da wird doch nicht eine der bei­den Zei­tun­gen ihre Leser belü­gen, oder?

Klei­ne Hil­fe­stel­lung, “wir wer­den ihre Vor­schlä­ge für Frie­dens­ab­kom­men jeder­zeit ger­ne prü­fen, aber im Moment ist es außer­halb unse­rer Mög­lich­kei­ten, da die Ukrai­ner kei­nen Frie­den wol­len”, fiel als Satz.

Nur so als klei­ne Hil­fe­stel­lung eben.

Zwei­te Klei­ne Hil­fe­stel­lung gefäl­lig? Selen­skyj hat die Dele­ga­ti­on am Tag davor mit kei­ne Frie­dens­ver­hand­lun­gen, bis der letz­te rus­si­sche Sol­dat die Ukrai­ne (inkl. Krim ver­lässt) aus dem Raum gejagt. Aber das war jetzt doch nicht brüsk! Ich mein Putin war brüsk. Nicht Selen­skyj. Selen­sky war Inte­gri­tät des Jour­na­lis­mus und Wer­te­wes­ten. Wuss­ten sies nicht?

Putin gab Kiew die allei­ni­ge Schuld am Krieg und sag­te, Russ­land habe nie Ver­hand­lun­gen aus­ge­schlos­sen, anders als die Ukrai­ne. Er hob ein Papier empor, nach sei­nen Wor­ten den Ent­wurf eines „Ver­trags über die stän­di­ge Neu­tra­li­tät und Sicher­heits­ga­ran­tien der Ukrai­ne“ aus „18 Arti­keln“ und behaup­te­te, Russ­land habe mit Blick auf die­se angeb­li­che Ver­ein­ba­rung „wie ver­spro­chen“ sei­ne Trup­pen von Kiew zurück­ge­zo­gen. Doch ist auf den Bil­dern aus Peters­burg zu erken­nen, dass das Papier auf den 13. April vori­gen Jah­res datiert ist; der rus­si­sche Rück­zug war rund zwei Wochen zuvor erfolgt. Damals waren die Mas­sen­tö­tun­gen von Zivi­lis­ten von Butscha nahe Kiew unter rus­si­scher Besat­zung schon bekannt gewor­den, die alle Gesprä­che erschwer­ten und schließ­lich zum Abbruch führten.

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Hier lügt dann übri­gens die FAZ, denn der rus­si­sche Haupt­ver­hand­ler zu dem Zeit­punkt hat den Rück­zug der Trup­pen aus Butscha, TATSÄCHLICH als Ver­hand­lungs­mas­se ins Tref­fen geführt, und wur­de für des­sen Aus­füh­rung von rus­si­schen Hard­li­nern hef­tigst kri­ti­siert. Bedeu­tet nicht dass die­ser Rück­zug frei­wil­lig erfolgt sein muss (Russ­land war unter Druck), bedeu­tet aber sehr wohl, dass das bereits vor Butscha Teil der Ver­hand­lungs­mas­se war und sich Russ­land dar­an gehal­ten hat.

Nur die Ukrai­ne woll­te nach dem Boris John­son Besuch - und wenns den Stan­dard freut - und Butscha (obwohl ers­te schwe­re Waf­fen­lie­fe­run­gen bereits 4 Tage vor Butscha gefor­dert wur­den), lei­der nichts mehr von dem Ver­trag wis­sen. Sachen gibts…

Wobei was die Ukrai­ner sei­ner­zeit genau unter­schrie­ben haben ist laut FAZ noch strit­tig, denn -

Putin hielt auch einen „Anhang“ zu dem angeb­li­chen Ver­trags­ent­wurf hoch, der die ukrai­ni­schen Streit­kräf­te betref­fe und von Kiews Ver­tre­tern unter­zeich­net wor­den sei. Doch auf dem Doku­ment steht deut­lich oben geschrie­ben, dass es ledig­lich die unter­schied­li­chen Posi­tio­nen der Ukrai­ne und Russ­lands zur künf­ti­gen Stär­ke der ukrai­ni­schen Armee nach einem mög­li­chen Ver­trag mit Russ­land auflistet.

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WAS DIE HURENWICHSERSÄUE VON DER FAZ NICHT DAZU SAGEN IST, dass exakt das laut Ben­nett der aus­ver­han­del­te Kom­pro­miss war. HAHAA: Sagen wir doch der Bevöl­ke­rung nicht… Komm wir habens unter den gesam­ten Exper­ten in der Redak­ti­ons­kon­fe­renz zu dem wich­ti­gen The­ma ein­fach über­se­hen - ok? Wel­che Bedeu­tung hat­ten schon Ver­trä­ge zur zukünf­ti­gen Stär­ke von Mili­tär­ein­hei­ten auf dem spä­ter neu­tra­len Gebiet.….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….…..

Jour­na­lis­mus?

Aus­ser­dem ist hier ist das wor­d­ing ten­den­zi­ös, denn der Ver­trags­ent­wurf wird wohl nicht “angeb­lich” sein, wenn ihn Putin in die Kame­ras hält, und die Arbeit dar­an sowohl von tür­ki­schen als auch israe­li­schen Ver­mitt­lern bereits bestä­tigt ist. UND EIN ANHANG VON UKRAINISCHEN VERTRETERN UNTERZEICHNET.

Nur was genau die Ukrai­ne bereits unter­schrie­ben hat­te ist hier laut FAZ noch strit­tig. Die tür­ki­schen Ver­hand­lungs­füh­rer sagen zwar schon dazu einen Vor­ver­trag zu Frie­den­ver­hand­lun­gen, bei dem sich bei­des Sei­ten bereits bei­na­he einig waren, und die Ukrai­ne danach abge­sprun­gen ist, aber wer weiß das schon?

Und die Ukrai­ni­sche Prav­da sagt das sel­be, aber wer weiß das schon?

Die FAZ ist sich eben noch nicht so ganz sicher.

Jour­na­lis­mus, mei­ne Damen und Herren.

Wer­te­wes­ten.

Die­se Gesell­schaft ist das abgrund­tief Allerletzte.

edit: Es gibt aber natür­lich auch wie­der gute Nachrichten:

Der Krieg in der Ukrai­ne war eines der zen­tra­len The­men bei der von der Ers­ten Stif­tung und dem Insti­tut für die Wis­sen­schaf­ten vom Men­schen orga­ni­sier­ten Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung “Time to Deci­de”. Der Geschäfts­füh­rer der Deut­schen Gesell­schaft für Aus­wär­ti­ge Poli­tik und Volks­wirt Gun­tram Wolff ist einer der kennt­nis­reichs­ten Exper­ten zum The­ma Russland-Sanktionen. Die “Wie­ner Zei­tung” traf ihn am Cam­pus der Ers­ten Bank zum Interview.

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Alp­bach lob­biet wie­der und die Wie­ner Zei­tung freuts. Ja, war­um jetzt eigent­lich nicht Sank­tio­nen ver­schär­fen? Das Insti­tut für die Wis­sen­schaft vom Men­schen setzt sich wie­der für mehr Ein­schnit­te für die Rus­si­sche Bevöl­ke­rung, einen län­ge­ren Krieg und mehr Hun­ger­to­te ein. Also rein fak­tisch. Weil kei­ne mili­tä­ri­sche, oder Ver­hand­lungs­lö­sung in Sicht.

Glau­ben Sie an eine wei­te­re Ver­schär­fung der Sanktionen?

Man könn­te den Preis-Cap noch wei­ter anzie­hen. Der ent­schei­den­de Punkt ist da die Durch­set­zung. Der Hebel: Die Finanz­in­sti­tu­tio­nen müs­sen die Trans­port­un­ter­neh­men für Öl in die Pflicht neh­men und sie zwin­gend auf­for­dern, die Ver­si­che­rungs­ver­trä­ge jeweils zu doku­men­tie­ren, bevor sie Finanz­ge­schäf­te im Ölbe­reich machen.

Gut, war jetzt nicht die Ant­wort auf die Fra­ge, aber abdru­cken tun wirs natür­lich wie immer gerne.

Gut, und das hier schrei­ben wir bei der Wie­ner Zei­tung natür­lich nicht dazu -

India

India has rejec­ted the pri­ce cap, and Rus­sia sup­por­ted India’s tan­ker fleet to enab­le them to ship Rus­si­an oil direct­ly to India, bypas­sing the sanc­tions. In late 2022, India was buy­ing around one ship­load of 1m bpd.[24] During Decem­ber India incre­a­sed Rus­si­an oil imports, recei­ving a dis­count of USD12-15pb which is around USD7pb hig­her dis­count than in Octo­ber, giving a buy pri­ce below the pri­ce cap.[25] Imports from Rus­sia in 2022 total­led 33.4m ton­nes (250m barrels).[26]

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- denn unse­re Leser müs­sens eh nicht wissen.…

Dazu der IWM­Vi­en­na Exper­te der Alp­bach Frak­ti­on in der Wie­ner Zeitung:

Län­der wie Indi­en und Chi­na pro­fi­tie­ren von güns­ti­ge­ren Ölprei­sen und sind somit erst ein­mal gar nicht gegen die­se Maßnahmen.

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Ach­so, ja - Lüge, aber komm - wir dru­ckens ein­fach trotz­dem. Merkt eh keiner.

edit: Hier noch mal Ells­berg mit der Zusammenfassung:

Wie kann man die Öffentlichkeit noch verarschen?

18. Juni 2023

Pres­se­club Mode­ra­tor bedankt sich für “eine gute Ana­ly­se”. Es fällt über 40 Minu­ten kein Argu­ment ohne “Putin wür­de” drin. Bei vier Gästen.

Da haben wir ja wie­der unse­re aus­ge­wo­ge­ne Bericht­erstat­tung der Putin wür­de Gedankenleser.

Das High­light ist dann ein Gast der ein Inter­view mit dem Ukrai­ni­schen Ober­kom­man­dan­ten im Eco­no­mist zitie­ren kann.

Das ist heu­te Journalismus.

Die­se Gesell­schaft ist das abgrund­tief Allerletzte.

Und im Bezug auf das Situa­ti­ons­ver­ständ­nis, wird 30 Minu­ten so getan als ob die Ukrai­ne vor 2021 nicht auf­ge­rüs­tet wor­den wäre, und als ob es bei zukünf­ti­gen Zusa­gen für Waf­fen­lie­fe­rung in Nach­kriegs­zei­ten um 5 Mil­li­ar­den pro Bünd­nis im Jahr gehen wür­de -- also nicht mal Grund­la­gen­wis­sen ist vor­han­den - aber wozu auch, Putin, Putin, Putin - und Putin wür­de und fer­tig ist die “gute Analyse”.

Hetzen und Heucheln als Gesellschaftsprinzip

15. Juni 2023

Die­se Gesell­schaft ist das ABGRUNDTIEF …

UND FRAU KORRESPONDENTIN, HABEN DIE UKRAINER IMMER NOCH DIESEN BERÜHMTEN KAMPFGEIST?

JA FRAU STUDIOMODERATORIN, DEN SIEHT MAN IMMER NOCH UNGEBROCHEN, HIER ZUM BEISPIEL AM BEISPIEL EINES BÜRGERMEISTERS HIER, DER SPRICHT SOGAR SCHON ÜBER DIE ZEIT NACH DEM KRIEG!

SIE WOLLTEN EIN STADION BAUEN, SIE WOLLTEN WAS FÜR KINDER TUN, ABER JETZT KÖNNEN SIE NUR KÄMPFEN UM ZU ÜBERLEBEN.

Was das mit der Aus­gangs­fra­ge zu tun hat? Nichts. Aber küm­mert eh kei­nen. Wir eva­lu­ie­ren dann nach dem Krieg, wie die Per­for­mance des Jour­na­lis­mus war, nicht?

Dazu schnell noch eine User­fra­ge: User Blib Blub sagt, er sei ganz der Mei­nung des Exper­ten (Hawk - aber so sehr Hawk, dass er in der Ver­gan­gen­heit bereits recht oft falsch gele­gen hat).

Nein, wir tap­fer (!) - und gar nicht gestellt, und Pro­pa­gan­da getrie­ben, schnell wei­ter zu einem Interview.

https://www.youtube.com/watch?v=FhLBl1YyC7

Wir kön­nen zwar immer noch nicht sagen, war­um wir Selen­skyj die Abso­lu­ten Maxi­mal­zie­le for­dern las­sen, bei denen Russ­land Voll­um­fäng­lich geschla­gen wird, und dann so geschockt sein wür­de - das es gleich mal Regi­me­chan­ge ein­lei­tet - aber nie­der­klat­schen, nie­der­schrei­en, und so tun als ob der Angriff jedes Mal alle Pro­ble­me löst, das kön­nen wir schon. Sogar auf Insti­tu­tio­nel­lem Niveau. Wozu gibts denn eine Fran­zis Gaub? (Sie ist ehren­amt­li­che Vize­prä­si­den­tin des Euro­päi­schen Forums Alp­bach und ver­ant­wor­te­te 2020–2021 den inhalt­li­chen Track Secu­ring our Future.[10] src: click)

Nein?! Alp­bach schon wie­der!? Na Zufäl­le gibts.