Interview in der US-Botschaft in Wien-Alsergrund: Kennedy (l.), Selmayr (M.) und Skoll (r.).
Selmayr: In jeder Krise steckt auch eine Chance. Und es ist bemerkenswert, wie eng die westlichen Mächte seit dem Beginn des Krieges zusammenarbeiten.
Kennedy: Ich möchte einen wichtigen Punkt, das Problem der russischen Desinformation, ansprechen. Eine der wichtigsten Zeitungen der USA, die “Washington Post”, druckt den Slogan “Democracy Dies in Darkness” gleich neben dem Zeitungstitel ab - und diesen Slogan finden Sie natürlich auch im Internet.
Skoll: Der Krieg in der Ukraine ist eine existenzielle Frage. Und zwar nicht nur für die Ukraine, sondern auch für den Rest der Welt.
Mnja - um den Selmayr Duktus zu bedienen - damit brauchen wir uns jetzt über die Ausgewogenheit der Berichterstattung natürlich keine Sorgen mehr zu machen.
Ich hab den Vertreter der Wiener Zeitung mal im Bild markiert - für die die ihn nicht kennen.
Ich hoffe es hat wenigstens Spass gemacht.
edit: Worum ging es bei dem Gespräch?
Letzter Paragraph:
Skoll: Österreich hat sich jahrzehntelang der Brückenfunktion zwischen Ost und West gerühmt, dafür brauchte man gute Beziehungen zu Moskau. Aber: Wir leben im Jahr 2023. Nun gibt es Krieg in Europa, und wir können nicht mehr zurück zum Status quo ante. Das erfordert ein schmerzhaftes intellektuelles, emotionales und auch ökonomisches Umdenken. Und da erlaube ich mir noch einmal, einen Appell für Qualitätsjournalismus in die Runde zu werfen. Darüber muss debattiert werden. Und dafür müssen die Bürgerinnen und Bürger Zugang zu guten Information haben, was vor sich geht und wie die Welt sich ändert. Ohne erstklassige Informationsquellen, ohne Qualitätsjournalismus ist das nicht möglich.
Großbritanniens Botschafterin in Österreich, Lindsay Skoll muss es entgangen sein, dass in Österreich keine Qualitätszeitung mehr existiert die in ihrer Blattlinie nicht auf “die Ukraine muss gewinnen, da verlieren keine Option ist” eingeschwenkt ist. Die Wiener Zeitung war die letzte.
Hier der damalige Leitartikel in der Wiener Zeitung: click
Er sollte dann aber dazusagen, was das bedeutet. Ein EU-Land, das nicht bereit ist, mit den Partnern für Frieden und Freiheit zu kämpfen, gehört nicht zum inneren Kern einer Gemeinschaft.
Wie kann man die Bevölkerung eigentlich noch verarschen?
Die Ukraine muss weiter kämpfen, weil sie ohne die Gebiete im Osten nicht überlebensfähig wäre? ACH.
Ist ja erstaunlich.
Kennen wir auch von der westlichen Medienberichterstattung. Aber die haben alle auf die ukrainische PR - und lieber nicht auf eine zeitnah erschienene Studie der Rand Cooperation gehört.
Laut dem Avoiding a Long War - RAND Corporation Bericht der Rand Corporation ist die “besondere ökonomische Bedeutung der Landbrücke” tatsächlich erfunden.
Referenzen:
Table 3
linke Seite (Benefit):
Greater ukrainian territorial control is possible
rechte Seite (Explaination):
Benefits of greater Ukrainian territorial control are moderately or less significant (see Table 1).
sowie:
Table 1
linke Seite (Benefit):
Ukraine could become more economically viable, and less dependent on external assistance
rechte Seite (Explaination):
Areas under Russian control as of December 2022 are unlikely to prove hugely economically significant.
Auch der zweite Aspekt, dass man ja Sewastopol erobern müsse, da man ansonsten sein Getreide nicht verschiffen könne - kompletter Bullshit.
Diesmal übrigens nicht von der Ukraine, sondern von den US erfunden, wenn ich nach Chronologie gehe und der ersten Person mehr Glauben schenke die das Thema im Ukraine Diskurs in zeitlicher Abfolge angerissen hat. Überraschung: Jeffrey Sachs.
Das komplette Argument geht übrigens wie folgt:
Freien Warenverkehr kann man im Zuge eines Friedensvertrages aushandeln, und je nachdem wie der gestaltet wird, und wen man als Garanten dafür verpflichten kann (Türkei), kann das durchaus auch länger halten, als bis zur nächsten russischen Aufrüstung.
Und die Hafenstadt (Odessa) hat die Ukraine bereits. Dh. auch dort könnte man eine ukrainische Marine stationieren.
The Kakhovka Hydropower Plant incident will stop water supply to 31 cropland irrigation systems in the Dnepropetrovsk region and Kiev-controlled parts of the Kherson and Zaporozhye regions, which irrigated 584,000 hectares of land and yielded about 4 million tonnes of grains and legumes worth of about $1.5 billion in 2021, the Ukrainian media said with the reference to the Ukrainian Agrarian Policy Ministry.
Dass die aktuell von Russland besetzte Region reich an Rohstoffen und der Industriegürtel der Ukraine waren ist korrekt. Aber reich an Rohstoffen für die Ukraine bedeutet bei mehreren dort förderbaren Rohstoffen - “sie reichen trotzdem keine 30 Jahre für den Eigenverbrauch”. Dh. auch das ist relativ. Was uns wieder zu Rand bringt.
Also was ist hier das out? Glauben wir wieder nicht, dass ein Friedensvertrag halten kann? Na dann müssen wir halt weiterkämpfen, aber dann bitte nicht wegen einem komplett erfundenen “alternativlos” Argument.
Warum nimmt man eigentlich ukrainische Propaganda überhaupt noch als Grundlage für irgendetwas? Ist ja nicht so, dass die ökonomischen Rahmenbedingungen in dem Fall nicht auch andere Institute beurteilen könnten.
- Jetzt wirds mit der Länge des Videos aber auch nicht besser -
denn Werner Fasslabend zeigt noch mal eindrucksvoll, dass man zwar Murmansk in seine Folien nehmen kann -
Im Norden gibt es den Hafen Murmansk. Er liegt im skandinavischen Teil Russlands und ist dank des Golfstroms eisfrei, aber sowohl militärisch als auch handelstechnisch gesehen sehr weit ab vom Schuss.
aber den dann fälschlicher Weise als den wichtigsten eisfreien Hafen Russlands bezeichnen kann, während man den in Sewastopol VOLLKOMMEN ignoriert.
Sewastopol auf der Krim: eisfreier Hafen, strategisch günstig gelegen
Das ist nicht erst seit Wladimir Putin so, sondern im Grunde schon seit dem 18. Jahrhundert, als Russland die Halbinsel im Krieg mit dem Osmanischen Reich unter seine Kontrolle brachte und 200 Jahre lang behielt.
Die Krim ist für Russland deshalb so wichtig, weil der dortige Hafen Sewastopol einer der wenigen eisfreien Häfen Russlands ist – zumindest auf der europäischen Seite.
[…]
Sewastopol: militärisch und wirtschaftlich für Russland von großer Bedeutung
Da ist sie ja wieder, die lustige selektive Selbstzensur, wenn man heute - nach einem öffentlichen Auftritt - noch Teil der Debatte bleiben möchte…
Und welche unmögliche Quelle (neben der US eigenen RAND Corporation) habe ich da schon wieder zitiert? SWR - Wissen, Geostrategie. Unfassbar, wie konnte ich nur.
Naja, als Werner Fasslabend muss man das natürlich nicht wissen, ich mein das ist einfach nicht sein Fachgebiet.
edit: Oh sorry, ich sollte vielleicht auf auf die Reaktion des Publikums kurz eingehen. Also bitte: Klatschklatschklatschklatschklatsch.
Anne Applebaum: “Tim wanted one last word, so I will give it to him.”
Timothy Snyder “I think that was a beautiful summation by Serhii, I just wanted to say what is new is often old, I mean, that the thing that we are seeing in the form of president Selenskyj, but not only, is the unashamed articulation of values - right? The unashamed articulation of values. And that is an ancient tradition. I mean, thats a classical tradition. To speak and to exemplify physical courage, and to associate taking risks with democracy, is a classical tradition. Its very old, but its new in the sense, that we’ve forgotten about it. It’s new in the sense, that the way the russians have treated everything as critique, everything as subject to be undermined, and how we have kind of gone for that too, we’ve come to accept, that maybe nothing is really true, and maybe nothing is worth sacrificing, and maybe ethics dont really matter - and so I think what is one of the things that is new in this war is something that is actually very old. The recognition, that some things are worth fighting for, and that while you are fighting for them its worth trying to say what they are.”
The thing that hits you right over the head here as soon as the talk starts is that the composition of the panel is off.
Because you have three historians who all do the same thing, and start layering their “arguments” with almost random emotionally charged phrases - all ending up in different places, giving different emotionally charged, constructed arguments, trying to pick up and establish different buzzwords, and the result is that you can easily clue in on what is happening here.
So if you ever wanted to know how mass propaganda is crafted, this is how. The entire event has the feeling of a sermon, half of the audience is clinked out after the first 20 minutes, but its mostly important that you film Wolfgang Ischinger parttaking in the event.
Just understand that this is prefaced by Applebaum to be a talk of three of the most important historians of our time -- and then try to pick up on what they argued this war is, or was about nine months ago, and how much is actually relevant now that you look at the video nine months later.
It was a sign of Snyder’s standing that the YES conference was only the second-highest-profile stop on his Kyiv itinerary. The main reason for his trip, Snyder told me, during one of three long conversations we had recently, was a private meeting with Ukraine’s president, Volodymyr Zelenskiy.
Just so you see what the prominent historians actual performance is, and how its portraied in the Guardian in this case.
Its… Really quite something.
Victor Pinchuck Foundation.
edit: Now all thats left to do is to hope for a Rauscher at the austrian newspaper Der Standard, to craft opinion pieces for three weeks in a row (1,2,3), that the austrian government, as well the austrian opposition listens to the wrong experts in the Ukraine case, and that they’d need to listen to Snyder, and Fiaona Hill (1,2) and Krastev (nothing against Krastev) instead.
After the opinion journalist has been invited to the IWMVienna, and then namedroped there from the stage.
Sagt der Erste: Ich bin Robert Treichler, Leiter Ressort Außenpolitik, “profil” - ich habe im bisherigen Kriegsverlauf folgende Interviews und Leitartikel produziert:
profil fragt den US-Generalleutnant a. D. Ben Hodges, wie riskant die Lage ist: Steht die Welt vor einem Atomkrieg? Oder blufft Putin?
Treichler: Was erwarten Sie militärisch in den kommenden Monaten? Wird der Vormarsch der Ukraine durch den Winter gestoppt?
Hodges: Das glaube ich nicht. Die Ukrainer sind ja nicht aus Florida, so wie ich. Sie werden versuchen, den Druck auf die russischen Kräfte aufrechtzuerhalten, damit die sich nicht neu aufstellen können. Die Russen sind erschöpft und verwundbar, auch auf der logistischen Ebene. Ich vermute, die Ukraine wird die russischen Streitkräfte bis zum Ende dieses Jahres auf die Linie zurückdrängen, wo diese vor dem 24. Februar waren. Und Mitte des kommenden Jahres werden die ukrainischen Soldaten auf der Krim sein.
Es zeichnet sich ab, dass der Autokrat im Kreml nichts von dem, was er gewaltsam anstrebte, erreichen wird. Die Ukraine wird ein demokratischer, prowestlicher Staat bleiben und irgendwann der EU beitreten. Sie ist zudem drauf und dran, ihr Staatsgebiet zurückzuerobern. Die territorialen Gewinne, die Russland am Ende verzeichnen könnte, werden, wie es aussieht, minimal sein – vielleicht auch inexistent.
Doch etwas sprach immer dagegen, dass jemand wie Wladimir Putin langfristig Erfolg hat. Zwei Tage nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine schrieb ich im profil-Leitartikel: „Glücklicherweise hat die Autokratie einen inhärenten Haken. Autokraten sind, weil sie ohne Opposition, ohne politischen Wechsel und damit ohne Kontrolle und Gegengewicht agieren, fehleranfällig, rücksichtslos und deshalb am Ende verhasst.“
src: click
[In der Tat, was für ein Glück. Desshalb können Autokratien ja auch nicht erfolgreich sein.]
Jetzt geh ich auf nen Dessertwein als Absacker ins Cafe.
Sagt der Zweite: Ich bin Ralph Janik: Völkerrechtler, mit Jugend in Mercatornähe, ich war die erste Person in Österreich die in Kommentaren im Standard, nach einem Statement des ECFR im März 2022 Pazifisten (Franzobel) und außenpolitische Realisten (Precht) öffentlich verhetzt hat.
Dazu passen auch die unterschiedlichen Aufrufe in Richtung Ukraine, sich doch besser zu ergeben. Frieden schlägt Gerechtigkeit, man müsse der Realität eben ins Auge sehen: Waffenlieferungen an einen unterlegenen Staat ziehen den Krieg und das damit verbundene Leid nur unnötig in die Länge, wie der Philosoph Richard David Precht oder der Schriftsteller Franzobel kritisieren. […]
Viel Anlass zur Skepsis, wenig Hoffnung auf Frieden. Die Forderungen, aufzugeben, sagen wohl mehr über uns als über die tatsächlichen ukrainischen Handlungsoptionen. (Ralph Janík, 3.4.2022)
Ich bin auch der Jurist der der österreichischen Bevölkerung erklären durfte, dass auch wenn die österreichische Regierung keine Zahlen im Bezug auf Beitragszahlungen im Rahmen der europäischen Friedensfazilität veröffentlicht, dank der Vertragskonstruktion der “Konstruktiven Enthaltung” definitiv kein österreichischer Euro in Waffenkäufe für die Ukraine investiert wird:
Sagt der Moderator Walter Feichtinger (Präsident, Center für Strategische Analysen) -
Burschen, so jung kommen wir nicht mehr zusammen, wann schaffen wir die Österreichische Neutralität ab? Ich mein wir sind europaweit eh nur mehr 4%, damit man das mal versteht!
Sagt niemand im Saal: Das hier war der Einsatz der Österreichisch Amerikanischen Gesellschaft in dem Zusammenhang:
Und um eine neue Sicherheitspolitik in Sinne aller Beteiligten zu realisieren, brauchen wir jedoch zuerst eine neue geopolitische Theorie, denn die drei aktuellen Schulen widersprechen uns in dem was wir konzeptuell wollen diametral (Realismus, Liberalismus, Konstruktivimus) - aber dafür haben wir ja extra Ursula Werther-Pietsch verpflichtet, Mitunterzeichnerin der alpbachnahen Initiative “Unsere Sicherheit”. (Die sich gegen die österreichische Neutralität ausspricht, und bisher zwei offene Briefe verfasst hat, die dann später Johannes Kopf (selbst ebenfalls Teil der Initiative) beworben hat, und das bereits eine Woche nachdem er zu einem Panel in der Österreichisch Amerikanischen Gesellschaft geladen wurde (Future of work, you know… - um es im kopfschen Duktus zu sagen). Weil Kopf und Denker, das passt ja gut zusammen. Also in der öffentlichen Betrachtung.
Die Gründung einer neuen Schule des Multilateralismus, die realistische und idealistische Außen- und Sicherheitspolitik vereint, wird zur Diskussion gestellt.
Geopolitik nicht als Leitmotiv sehen
Internationale Beziehungen sollen nichts anderes als den täglichen Bedürfnissen im politischen Leben dienen; ihr innenpolitischer Bezug ist daher evident. Allerdings nicht aus der üblichen Perspektive, nämlich dem “Lippenablesen”, um “politisch zu punkten” unter dem Deckmäntelchen des Bürgers als Souverän. Nein, umgekehrt soll Geopolitik, also das Spiel von Machtinteressen auf globaler Ebene, als integraler Teil von menschlicher Sicherheit gesehen werden, als eine gewichtige Dimension, nicht aber als Leitmotiv oder gar übergeordnetes Axiom.
Nein, Moment - stellt sich keine Frage mehr. Das wars.
Soll ich jetzt den Rechtspopulisten in Österreich viel Glück wünschen, damit das in der medialen Betrachtung nicht einfach nur unter den Tisch gekehrt wird?
Oh ich habs! Ich nehms mit meinen letzten drei Psychologen! Beschäftigen sie sich einfach nicht so sehr mit dem Thema! Dann wird alles besser!
edit: Oh, noch etwas - was sagt eigentlich Precht, den man bei dem Thema aus der öffentlichen Debatte gedrängt hat?
Oh das hier:
bei 1:18:00 in. (Den Rest der Veranstaltung ertrage ich teilweise nicht, aber Precht spricht hier zum Thema.)
- and I wanted to ask if the OSCE could maybe become a non consensus based dispute settlement organization!
Oh, dear Lady with the Fulbright fellowship from the institute across the street -
The Fulbright Program, including the Fulbright–Hays Program, is one of several United States Cultural Exchange Programs with the goal of improving intercultural relations, cultural diplomacy, and intercultural competence between the people of the United States and other countries through the exchange of persons, knowledge, and skills.
- of course we can think about making what the OSCE does non consensus based, and only based on majority decisions maybe, but we have to leave in a few organisational systems that also induce trust.
Huh, would the US benefit from a mediation organization to work alongside the new “value based trading system”, they want to replace the WTO based system with? A non consensus based OSCE maybe?
Its always wonderful to see, that as soon as a Fulbright fellow makes a suggestion on restructuring your international organization, there suddenly is this constructive “can do” spirit filling the room.
Och nichts Wichtiges, die deutschsprachigen Medien berichten wie üblich nur “Je länger dieser Mensch im Kreml ist, desto größer wird die Katastrophe” - und lassen den Rest der Rede einfach mal unter den Tisch fallen. Die Selenskyj diesmal wieder auf russisch gehalten hat, um die russische Bevölkerung einen Tag nach dem Putsch noch schön mit seinen manigfaltigen Argumenten zu überzeugen zu revoltieren - also hören wir ihm doch einfach mal zu:
Automatisch generierte Untertitel übersetzt mit Deepl.com:
I wish you health, dear Ukrainians I wish health to all the people of the world.
Today is a day where there is definitely no silence and definitely the world needs leadership today. We saw that the masters of Russia do not control anything at all, just complete chaos, complete lack of any predictability and this is on Russian territory which is heavily armed.
We all remember when in the year 21, when the Russian leader threatened the the world with some kind of ultimatums.
He was trying to show some kind of strength.
The year 22 showed that he was confused with the power of his illusion and the lies he was fed by the Kremlin.
The Kremlin is capable of any kind of terror, they are capable of any stupidity, but they can’t provide a fraction of the necessary control and the problem is that in one day they have actually lost a number of their cities and showed all the Russian bandits, mercenaries, oligarchs and anyone else how easy it is to capture Russian cities where there are likely arsenals of weapons.
It is very important now, that no one in the world is silent because they are afraid of this Russian chaos, all the actions of leaders can now be historic, every word of journalists is worth its weight in gold.
We must clearly name the source of the problem If someone in the world is trying to lull the situation: The illusion that the Kremlin is able to restore control, it only postpones the problem until the next breakthrough of chaos is even more dangerous.
We all know the first solution: The world should not be afraid, we know what protects us is protecting us.
Only our unity can protect Ukraine to protect Europe from any Russian forces, no matter who is in charge, commands them, we will protect the security of the eastern flank of Europe, it rests only on our defense and that is why every manifestation of support for our defense is support for your defense in the free world.
Ukrainian soldiers, Ukrainian guns, Ukrainian tanks, Ukrainian missiles - this is all that protects Europe from such marching forces like we see today on Russian territory and when we address the F-16 or the ATACAMS, we develop our common defense.
Implementation is what is needed now to provide all the weapons necessary for defense. [Selenskyj learned a new word - implementation. His language skills are getting better every day…]
Secondly, everything should be a real right.
It should be frankly said to everyone in the world that all Russia’s criminal actions against Ukraine were and are wrong and we all have to be guided by our common security priorities, NATO’s security priorities. NATO’s security priorities are not just a word though or a set of formal promises.
Promises, are a reliable guarantee for all that peace will not be destroyed without Ukraine. Such grandiose statements are worthless.
In July, the Freedom Summit is a historic chance for real decisions without looking back at Russia.
Any nation that borders on Russia really supports this, and I will say the third thing - in Russian:
In the Kremlin obviously the student is afraid and probably hiding somewhere.
He does not show himself, he is not sure that he is not in Moscow, he calls from somewhere to beg for something.
He knows something, he’s afraid because he created this threat, all the evil, all the losses, all the hatred, he’s the one and the longer he can keep running between his bunkers, the more you lose, you all lose.
What are we going to do? We are Ukrainians defending our country. We will defend our freedom. We will not be silent and will not be inactive.
It will be our victory in this war, unequivocally.
And what will you do until that?
The longer your [addressing russians in russian] troops are on ukrainian soil, the more destruction they will bring to Russia, the longer this person is in the Kremlin, the bigger the disaster will be.
Now I’ll switch to my native language. Thank you to our soldiers Thank you to everyone who is now defeating the occupiers. Thank you to the air force for protecting our skies. Glory to Ukraine.
Was für ein Friedensheld dieser Selenskyj doch ist. Ein Garant des Friedens.
Dann heute lieber doch nur einen Satz aus seiner Rede in den deutschsprachigen Medien drucken. Irgendwas Unverfängliches…
edit: Hey! Der Standard überrascht und bringt diesmal mehr! Wie kommts? Die Ukrainische Regierung hat ausgewählte Teile der Rede auf Englisch auf Twitter veröffentlicht.
und mit einer Söldnerarmee Richtung Moskau zu marschieren.
Gehn wir sie doch der Reihe mal durch.
- Delegitimierung der russischen Führungseliten check
- Eröffnung einer Querfront mitten in einer ukrainischen Gegenoffensive check
- Verunsicherung der russischen Streitkräfte an der Front und über die gesamte Führungsstruktur hinweg check
- Delegitimierung der Strukturen russischer Militärmacht im globalen Süden, durch die meuternde schillernde Persönlichkeit selbst check
- Veröffentlichung der Marschroute auf westlichen Social Media Kanälen check
- Aufsplitterung der Operationsplanung in mitten einer Gegenoffensive check
- Ausdünnung der Verteidigungskraft der Russen im Süden der Ukraine wo demnächst der Übergang über den Dnjpr so sehr trocknet, dass du da mit Sandalen drüberhüpfen kannst. In wenigen Wochen. check
- Russland das jetzt andere Probleme hat als sich um 15km weggeschwemmte Minengürtel und neue Stellungen im Süden zu sorgen. check
- Verunsicherung der Krimbevölkerung bezüglich der Legitimität des russischen Machtanspruchs, während ihr das Wasser ausgeht. check
- Den dümmsten Trottel aller Zeiten für eine Rebellenoperation ausgewählt - wenn er das was er aktuell behauptet tatsächlich ernst meint. check
Prigoschin - paraphrasiert:
“Wir marschieren nur gerade gegen Moskau, weil Schoigu, der geflohen ist wie eine Frau, mich und meine Männer mit Raketen beschossen hat, worauf ich sie dazu gebracht habe zu meutern, nachdem ich 2000 Leichen aufgebart habe um sie zu motivieren, und wir haben eine der 10 größten russischen Städte eingenommen, weil wir ja immer noch auf der Seite von Putin sind, aber gegen Schoigu marschieren, weil ich dann denke - nach dem Powerstruggle von der russischen Führung mit offenen Armen zum obersten Militärführer berufen zu werden, weil ich mich durch meine rationale und strategische Operationsführung auch so sehr dafür empfohlen habe, dass da eigentlich alle der selben Meinung sein werden, während denen gar keine Wahl bleibt. Desshalb bin ich auch auf das Narrativ aufgesprungen, dass Russland massenhaft seine eigenen Soldaten tötet, was ja wirklich eine Schande ist, und was wir bei Wagner niemals selbst machen würden ---”
wobei einen großen Vorteil hat das natürlich. Man bekommt als Prigoschin endlich seine Home Story im Standard! click
- Nach der “vollkommen rationalen” Aktion im Sinne seiner Einheit, noch kurz verlautbaren “Wir werden alles um uns herum zerstören”, weil man ja damit rechnet in Moskau zum nächsten Militärführer ernannt zu werden. check
- Kiews Propaganda zu fördern, dass man in der Ukraine davon ausgehe, dass sich Russland seit heute im Bürgerkrieg befinde. check
Ich würde sagen, noch nie war eine verdeckte Aktion Moskaus so eindeutig als solche zu erkennen, oder?
Also Freunde eines nicht allzulangen Aufreibungskrieges, es geht wohl demnächst auf die Krim, denn das von Wagner eingenommene Rostow am Don ist ein wichtiger Versorgungshub der selbigen.
Schoigu habe angeordnet, die Leichen von 2.000 Wagner-Kämpfern in einer Leichenhalle zu verbergen, sagte Prigoschin weiter. “Wir waren bereit, Zugeständnisse an das Verteidigungsministerium zu machen, unsere Waffen abzugeben”, sagte Prigoschin. Dennoch hätten “sie Raketenangriffe auf unsere hinteren Feldlager ausgeführt”.
Seine 25.000 Männer werden nun aufklären, warum solch eine Willkür im Land herrsche. “Wer versucht, uns Widerstand zu leisten, den werden wir als Bedrohung betrachten und sofort töten”, drohte Prigoschin. Seinen Angaben zufolge ist Schoigu extra an die nahe der ukrainischen Grenze gelegene Millionenstadt Rostow-am-Don gekommen, um die Operation zur Vernichtung Wagners zu leiten. “Um 21.00 Uhr ist er geflohen - feige wie ein Weib - um nicht zu erklären, warum er Hubschrauber hat abheben und Raketenschläge durchführen lassen, um unsere Jungs zu töten. Dieses Biest wird aufgehalten”, so Prigoschin.
edit2: Ende einer fröhlichen Expedition Richtung Moskau?
Prigoschin will offenbar nicht weiter vorrücken
Das wären spektakuläre Nachrichten: Nach Angaben des belarussischen Präsidentenbüros hat Wagner-Chef Prigoschin zugestimmt, die Truppenbewegungen der Wagner-Söldner in Russland einzustellen. Eine Bestätigung von Prigoschin selbst gibt es dazu vorerst nicht.
Dem Medium “Meduza” zufolge bestätigt Prigoschin, nicht mehr weiter vorrücken zu wollen. Die Wagner-Söldner drehen einer Audio-Botschaft von Prigoschin zufolge um.
Der russische Militärunternehmer Jewgeni Prigoschin beordert seine Wagner-Truppen zurück in ihre Stützpunkte. Damit wolle er Blutvergießen vermeiden, heißt in einer Audio-Botschaft von Prigoschin am Samstag. Nach den Angaben des belarussischen Präsidialbüros hatte sich Prigoschin zuvor bereit erklärt, den Vormarsch seiner Kämpfer in Russland zu stoppen. Er sei zu einer Deeskalation der Situation bereit, erklärt das Büro auf seinem offiziellen Kanal beim Kurznachrichtendienst Telegram.
Oder warum es eigentlich supertoll ist, wenn die Person die gesamt Europa die Kriegshintergründe erklärt hat, auch gleich die Propaganda für eine Umstrukturierung Russlands für morgen macht. (Personelle Kohärenz schafft Vertrauen, oder so…)
Hier der Podcast, der auch von Anne Applebaum frequentiert wird, wenn sie zur jüngeren russischen Exilelite sprechen möchte.
Timothy Snyder als Gast.
Was verkauft Snyder?
German guilt, projiziert auf Russland.
Jetzt machts endlich Sinn, dass Putin im öffentlichen Diskurs so häufig mit Hitler verglichen wurde. Denn die neue russische Jugend nach dem Krieg soll sich erst einmal wie Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg fühlen.
Snyder verkauft dabei folgende Konzepte:
Russland benötige eine neue Ausrichtung, eine vor allem antiimperialistische Ausrichtung, bei der sie uns in Afrika nicht mehr in die Quere kommen, das zu “entwerfen” wird die Aufgabe der russischen Exilelite sein, an die wir uns (Applebaum und Snyder) bereits heute wenden.
Snyder ankert vor elf Monaten auch bereits wie dieses neues Russland auszusehen hat -- nämlich sich nicht mehr als geeinte Weltmacht verstehend, sondern mit viel mehr “regionalen Zentren”, die alle eine “regionale Geschichte als die Bevölkerung einendes Konzept benötigen” -- westliche Historiker würden gerade daran arbeiten, das sei gerade ein spannendes und interessantes Feld. [Historischer Revisionismus?]
Der Podcast Hipster ist ganz hin und weg, dass es nur das braucht, um ein liberales, demokratisches Russland der Zukunft zu bauen, in dem endlich die Geschichte Russlands wieder so divers wahrgenommen werden kann, wie dies unter Putin nie der Fall gewesen ist.
Snyder: Putin hat euch das weggenommen.
Aber es sei das Selbe in den nord-europäischen Staaten gewesen, denen es heute so gut gehe, die hatten auch mal Kolonien, aber brauchten danach halt alle ein neues Konzept.
Es ist einfach schön zu sehen, wie du eine Exilelite mit vorgefertigten Konzeptbausteinen, einmal komplett von hinten bis vorne bespielst. Wobei sich der Podcaster schon sehr freut, zur designierten zukünftigen politischen Elite Moskaus zu gehören. Denn er interviewt ja Snyder.
Interessierter kann man sich den Schwachsinn glaub ich nicht mehr anhören.
Ein zersplittertes Russland, mit der Demographie die es heute aufweist, das seine Nord-Süd Einflussachse verliert, das in Punkto Wirtschaftsleistung immer noch hauptsächlich Energieexporteur bleiben wird, und das für die nächsten 200 Jahre Reparationszahlungen an die Ukraine leistet wird sowohl ökonomisch, als auch finanziell und kulturell filetiert. Schon einfach als primär Energie exportierendes und nunmehr zersplittertes Land.
Da kann sich die russische Expat-Jugend sehr darüber freuen, dass ihr Land endlich demokratisch geworden ist, es wird trotzdem keinen Ausbau eines Straßennetzes geben. Keine neuen Industrien, die aufgrund der Demographie, oder des Bildungsgrades der Bevölkerung nach Russland drängen, die Investitionsbereitschaft transnationaler Investoren abseits der westlichen Regionen (die mit Straßennetz) ist sofort enden wollend, was unter der regionalen Zersplitterung mit den hunderten Atomwaffen passiert wollen wir uns lieber nicht ausmalen, deshalb lassen wirs, wenn wir Snyder sind, auch weg -- und dann haben wir ja noch die Reparationszahlungen, und den Wegfall des Einflusses in den Regionen entlang der Nord Süd Achse. Achja und ein komplett neues politisches und Wirtschaftssystem. Das dann als erstes bei der Weltbank um Überbrückungskredite ansucht?
Ich mein, man kann Jugendlichen immer hübsch den Kopf mit “du bekommst dezentrale regionale Geschichte fürs Volk zurück” und Demokratie oben drauf - unsere westlichen Historiker beginnen gerade umzudenken und die Geschichte anders (ohne Russland als einende politische Macht) zu schreiben waschen (alles O-Töne im Video) -- aber der Verlust des Krieges, bleibt der Verlust des Krieges.
Und eine russische Bevölkerung die erst einmal german guilt lernen muss…
Damit sie später das neue Schweden wird? Solche Geschichten kann nur Snyder erzählen. Und auch nur der russischen Expat Jugend, bei der es sich laut Carnegie Europe besonders lohnen würde sie ideologisch auf die eigene Seite zu ziehen. Für einen zukünftigen Regimechange. Das Argument, und dass das besonders erfolgsversprechend sei, fällt in diesem Video:
Balfur: It’s not in the interest of the EU to have a failed State on its border, um obviously - it’s not in the interest of the EU to have you know regime resilience, so it really needs to think about what the entry points could be. One is engaging with uh the Russian Exiles, but also engaging with with civil society in Russia, insofar as that is possible and I think there are ways to do that. Working with the broader community of the Russian diaspora, some of whom left in the 1990s and are not particularly politicized, or may not be anti-putin but then also those, the middle classes that have been hemorrhaging out of the country apparently according to one estimate 10 percent of the tech Workforce has left Russia that’s huge uh, how can how can European States work with them um focus on youth the younger Generations because that is where the future of Europe is. So there are lots of things that can be done but I think the fact that these conversation are not public yet um and are happening behind closed doors is helpful because at the same time the West needs to Showcase its Unity uh but, it but it’s important that they start talking about what the options are and what the scenarios are and about what the entry points could be.
Komm lachen wir noch ein bisschen, wir und der Podcaster. Der hier gerade als politisches Sprachrohr verwendet wird.
Hier auch noch das Gespräch des selben Podcasters mit Applebaum (Kontext zum Applebaum Interview):
Übrigens, falls sies noch nicht wussten, Deutschland, so Snyder, sah die Ukraine immer noch als Kolonie. Daher auch die langsameren Waffenlieferungen. So Snyder. Im ersten Video.
Und der Wertewesten freut sich über die gute Entwicklung der russischen Expat Jugend und grinst sein bestes Honigkuchenpferdlächeln.
Stellt sich noch die Frage, lassen sich Snyder und Carnegie Europe hier in Verbindung setzen? Ja.
edit2: Was wir an der Stelle jetzt noch brauchen, ist ein kurzes Interview mit Ai Weiwei. Sonst glaubt uns niemand dass wir hier keine PR betreiben:
Propagandanetzwerke hat hier aber immer noch niemand entdeckt.
Am allerwenigsten der deutschsprachige Qualitäts-Journalismus. Youtube komischer Weise auch nicht, aber gut, die taggen nicht so gerne wie Twitter.
Verbuchen wirs mal unter free speech an eine sehr spezielle junge Zielgruppe. Erfolgreiche, junge, russische Expats.
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