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Keep your journalists dumb 5

22. Februar 2023

Rau­scher: “Hat der Wes­ten einen Frie­den zwi­schen Russ­land und der Ukrai­ne verhindert?”
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Ein Beweis für die­se The­se fehlt.”

Hier die Indi­zi­en die dafür sprechen.

Wir haben es aus zwei Quel­len. Wir haben es von Benett (ehe­mea­li­ger israe­li­scher Premierminister)

Und wir haben es von Jef­frey Sachs der mit dem tür­ki­schen Ver­hand­lungs­team gespro­chen hat. Wir wis­sen dass Vor­ver­trä­ge bereits unter­zeich­net waren.

Wir haben es von Chom­sky der die Chro­no­lo­gie beschreibt und es dar­aus fol­gert was beim anschlie­ßen­den US Besuch an Medi­enstate­ments über die Ticker ging. Dass die US und die UK die Ver­hand­lun­gen gestoppt haben. Er selbst hat kei­ne neu­en Quellen.

Was beim US Besuch danach über die Ticker ging war das ERSTMALIGE -

trans­for­med into a grin­ding war of attri­ti­on with no mea­ning­ful peace deal in sight, the US and its allies have begun to con­vey a new, longer-term goal for the war: to defeat Rus­sia so decisi­ve­ly on the battle­field [in Ukrai­ne] that it will be deter­red from laun­ching such an attack ever again.

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Wir haben die Indi­zi­en was pas­siert ist, als die Ukrai­ne im März/April über zwei Wochen mit der Neu­tra­li­tät gelieb­äu­gelt hat. Die Washing­ton Post und CNN (die Washing­ton Post ist für ihre Nähe zum mili­tär­in­dus­tri­el­len Sek­tor bekannt) haben am 20. März Arti­kel ver­öf­fent­licht, in denen sie State­ments von US Mili­tär­krei­sen abge­druckt haben, nach denen die­se nicht mehr wüss­ten was die Posi­ti­on der Ukrai­ne sei.

Unklar­hei­ten der US über die ukrai­ni­sche Posi­ti­on der Ukrai­ne

Am sel­ben Tag, dem 20. März muss­te der ehe­ma­li­ge ukrai­ni­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Zago­rod­nyuk (sie­he auch click), jetzt Atlan­tic Coun­cil Mit­glied, bei Times Radio vor­spre­chen und die ukrai­ni­sche Posi­ti­on erläutern:

Das Inter­view lässt sich mit “cant trust Putin, cant trust Putin” zusam­men­fas­sen. Das war in der Zeit in der die Öffent­lich­keit noch an Frie­dens­ver­hand­lun­gen glau­ben sollte.

Beim ers­ten Inter­view mit Dmy­t­ro Kule­ba zu Butscha auf Times Radio (Thats But­cher, not Buc­ca, or Bucha, hoch­ge­la­den am 03. April), gibt es eine Pas­sa­ge in der er wie­der­holt erwähnt, dass zu dem Teil der Per­so­nen im Füh­rungs­stab gehört hat die “bis zum Ende kämp­fen wol­len”, und dass er das immer schon woll­te “nicht erst seit Butscha”. Was wie eine Posi­tio­nie­rung gegen­über den US gewirkt hat.

Wir wis­sen dass ukrai­ni­sche Regie­rungs­be­ra­ter bei einem Gip­fel in der Tür­kei zwei Tage vor Butscha ers­ma­lig schwe­re Waf­fen gefor­dert haben. Und dass das Atlan­tic Coun­cil die­se For­de­rung vier Tage vor Butscha erst­mals gestellt ampli­fied und direkt an die Wer­te­part­ner gerich­tet hat.

Dann kam Butscha. Das angeb­lich der Aus­lö­ser für den Posi­ti­ons­wech­sel war.

--

Jetzt zu Rau­scher per­sön­lich. Rau­scher wur­de als Kom­men­tar Jour­na­list ohne außen­po­li­ti­schen Back­ground am 06. April zum IWM­Vi­en­na gela­den, dort von der Büh­ne aus gen­a­me­dropt (wer denn nicht alles tol­ler im Publi­kum sitzt) -

und hat dar­auf hin begon­nen drei Wochen am Stück im Stan­dard zu schrei­ben, dass die öster­rei­chi­sche Regie­rung und die öster­rei­chi­sche Oppo­si­ti­on (SPÖ) die fal­schen Ukraine-Berater habe, und sie sich doch an drei Per­so­nen ori­en­tie­ren solle.

Ivan Kras­t­ev (nichts gegen Krastev), 

Timo­thy Sny­der (Erfin­der der “Russ­land füh­re einen kolo­nia­len Ver­nich­tungs­krieg” The­se, und frisch geba­cke­ner Yale Pro­fes­sor, seit dem er nach einem Bewer­bungs­vi­deo, ins Busi­ness­früh­stück der Vic­tor Pin­chuk Foun­da­ti­on gela­den wur­de, wo Freun­de der Ukrai­ne im Vor­jahr in Davos eine direk­te Video­schal­te mit Selen­skyj bekom­men haben, und Klitch­ko in der ers­ten Rei­he zu “pre-rehearsed” State­ments klat­schen sehen durf­ten, wäh­rend CNN Mode­ra­to­ren, young entre­pre­neurs fea­turen, dank denen die Ukrai­ne von Elon Musk “spon­tan” mit Sky­link Ter­mi­nals belie­fert wer­de und das als “posi­ti­ve moti­vie­ren­de Geschich­te” anteasern -- wobei für Sny­der auch ger­ne mal ehe­ma­li­ge US Bot­schaf­ter in Russ­lands bei den Munk Deba­tes Buch­wer­bung machen. Sie­he: “The last time Selen­skyy said neu­tra­li­ty is on the table

sowie

Fio­na Hill, ihrer­seits Erfin­de­rin der “vier Steinstatuen-These” wie Putin wirk­lich denkt - und seit dem eine Hot como­di­ty im US Tal­king Cir­cuit mit über über 50 (!) Ein­la­dun­gen zu Panel­dis­kusio­nen inner­halb der fol­gen­den 6 Monate.

Kras­t­ev und Sny­der waren bei dem IWM­Vi­en­na Event der Rau­scher so sehr beein­druckt hat, dass er für drei Wochen der Poli­tik UND der öster­rei­chi­schen Oppo­si­ti­on (SPÖ) die (im Gegen­satz zu ihren) EINZIG RICHTIGEN Ukrai­ne Exper­ten emp­foh­len hat, per­sön­lich anwesend.

Rau­scher beein­druckt danach wie erwähnt drei Wochen in Fol­ge mit Ver­öf­fent­li­chun­gen: (1|2|3)

Fio­na Hill, Erfin­de­rin der “wie Putin wirk­lich denkt - näm­lich wie ein Zar, denn sie hat vier Stein­sta­tu­en in sei­nem Büro gese­hen” The­se (1|2), war lei­der nicht bei dem Event per­sön­lich vor Ort -- aber das macht ja nichts, eine Ver­tre­te­rin der Broo­kings Insti­tu­ti­on legt man dem Rau­scher JEDEN Tag ein­fach und ger­ne als per­fek­te Exper­tin für die Öster­rei­chi­sche Regie­rung vor.

Hier erklärt Fio­na Hill, dass die Broo­kings Insti­tu­ti­on eine von meh­re­ren Insti­tu­tio­nen ist, die wäh­rend und nach dem ers­ten Welt­krieg von den US zur Wah­rung ihrer außen­po­li­ti­schen Inter­es­sen welt­weit, ein­ge­setzt wor­den sind.

We rea­li­zed then that dest­ruc­tion of war had huge rami­fi­ca­ti­ons for glo­bal poli­tics and our eco­no­mic pro­spe­ri­ty and that we nee­ded to take drastic action to reco­ver from that and of cour­se we embar­ked at that peri­od that 70 odd years ago on a who­le rema­king of glo­bal insti­tu­ti­ons, the crea­ti­on of the United Nati­ons, the World Bank, the IMF so many of the insti­tu­ti­ons we kind of take for gran­ted today came out of that reco­gni­ti­on of a mas­si­ve dest­ruc­tion that we would have to turn around. We also thought about how we were going to rebuild Euro­pe and of cour­se the­re was the uh the Mar­shall Plan which The Broo­kings insti­tu­ti­on took part in back in the day and the­re was a lot of rethin­king about how we nit the Euro­pean con­ti­nent back tog­e­ther again and how we for­ge new trans­at­lan­tic relationships.

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Hier Code Pink, das vor der Broo­kings Insti­tu­ti­on gegen den Ukrai­ne Krieg protestiert.

Und noch­mal, ohne Fio­na Hill kei­ne “ver­rück­ter Zar Putin” im öffent­li­chen Nar­ra­tiv (sie war es die die Kriegs­re­de Putin erst­ma­lig in die­ser Rich­tung kon­tex­tua­li­siert hat) und ohne Sny­der kein “neo­im­pe­ria­lis­tisch agie­ren­der Putin der durch den Angriff der Ukrai­ne ein Impe­ri­um bau­en will” (er hat die­ses geschich­tes­theo­re­ti­sche Nar­ra­tiv erfun­den) im öffent­li­chen Nar­ra­tiv. Wer eine Bestä­ti­gung braucht, der bekommt sie ger­ne vom ehe­ma­li­gen Bot­schaf­ter der US in Russ­land, direkt bei den Munk Deba­tes (Micha­el McFaul bei 1:19:00 in) zum Ukrai­ne Konflikt.

Für die die es nicht wis­sen die Posi­ti­on des deut­schen aus­wär­ti­gen Amtes und der deut­schen Ver­tei­di­gungs­aus­schus­ses hat sich über die Mona­te des Kriegs­ver­lau­fes von “Revan­chis­mus” zu “Neo­ko­lo­nia­lis­mus und Revan­chis­mus” zu “Impe­ria­lis­mus” verschoben.

Also der HERR RAUSCHER, der Kom­men­tar­jour­na­list, der wuß­te, dass die Geschichts­phi­lo­so­phen die der Ukrai­ne am Nähes­ten ste­hen (Vic­tor Pin­chuk foun­da­ti­on) oder die, die bereits bei der Broo­kings Insti­tu­ti­on ver­or­tet sind und “wis­sen wie Putin wirk­lich denkt” also, wirk­lich denkt - die EINZIG RICHTIGEN BERATER FÜR UNSERE REGIERUNG und UNSERE OPPOSITION sind.

Der weiß heu­te (edit: gestern):

Die­se Ver­si­on [Waf­fen­still­stands­ge­sprä­che durch eine Inter­ven­ti­on der UK und US been­det] wur­de – unter Beru­fung auf Ben­nett – auch in der ORF-Doku von Chris­ti­an Wehr­schütz und Alfred Schwarz auf­ge­tischt, aller­dings mit der Bemer­kung: Ein “Beweis für die­se The­se fehlt”.

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Wehr­schütz wird genannt, weil man die­se Per­son bereit öffent­lich dis­kre­di­tiert hat. So stark, dass sie sich gegen die Anwür­fe recht­lich weh­ren musste.

Auf­ge­tischt” - bedeu­tet neh­me ich an erwähnt, denn das sind nicht die Quellen.

Die Quel­len sind: Nafta­li Ben­net (Rau­scher: “Hat der viel­leicht sei­ne Rol­le krass über­trie­ben?”). Sowie unab­hän­gig davon Sachs der mit dem ukrai­ni­schen Ver­hand­lungs­team gespro­chen hat.

Der das sei­ner­zeit ver­öf­fent­li­chen woll­te - dann vom Pro­ject Syn­di­ca­te (der Platt­form bei der er zuvor der meist­ver­öf­fent­lich­te Autor war, und die der Stan­dard regel­mä­ßig ohne Kon­tex­tua­li­sie­rung 1:1 abdruckt) raus­ge­tre­ten wurde:

Und seit dem unter ande­rem in Talk For­ma­ten von ehe­mals hero­in­süch­ti­gen Come­di­ans auf­tre­ten darf um sei­ne Sei­te der Geschich­te der Öffent­lich­keit zu vermitteln.

Jetzt kam aber noch Nafta­li Ben­nett dazu, Ver­hand­lungs­lei­ter und Chef­ver­mitt­ler Isra­el, der Sachs in allen Punk­ten ten­den­zi­ell bestä­tigt hat (nicht expli­zit, da frü­he­re Ver­hand­lungs­run­de, Sachs hat das sel­be Sche­ma in einer spä­te­ren beschrie­ben) und ZUSÄTZLICH noch aus­ge­führt hat - er glau­be die Ver­hand­lun­gen sei­en auf­grund von Druck geschei­tert der von Groß­bri­tan­ni­en und den US aus­ge­übt wurde.

UND UPS - Plötz­lich muss Armin Wolf schlu­cken, und sich noch ein­mal durch eine Nach­fra­ge bei Man­gott ver­si­chern, ob er eh der Gute ist - und UPS, Man­gott hält die Aus­sa­gen von Ben­net für glaubhaft.

(Kunst­stück übri­gens, denn die Aus­sa­gen von Ben­nett (den CNN sei­ner­seits übri­gens nie­der­ge­schrie­ben hat) sind in einer Form gefal­len in der es nahe­lie­gend ist, dass sich Isra­el damit, sagen wir mal - mehr aus­sen­po­li­ti­schen Frei­raum ver­schafft hat. 

Noch öfter kann man “ich möch­te hier nicht mehr sagen, als ich sagen darf” in einem Inter­view nicht unterbringen.)

Mehr als ein Schlu­cken wird aber nicht draus.

Und zwei Tage spä­ter kommt bereits wie­der Rau­scher aus sei­nem Loch gekro­chen, und weiß genau, war­um Nafta­li Ben­nett for­mu­liert hat “er möch­te nicht mehr sagen, als es sagen soll” -- denn Nafta­li Ben­nett “Hat der viel­leicht sei­ne Rol­le krass übertrieben?”

Ja Rau­scher, du Kom­men­tar­jour­na­list, du außen­po­li­ti­sches Nacker­patzl - du hasts raus.

Die­se Ver­si­on wur­de – unter Beru­fung auf Ben­nett – auch in der ORF-Doku von Chris­ti­an Wehr­schütz und Alfred Schwarz auf­ge­tischt, aller­dings mit der Bemer­kung: Ein “Beweis für die­se The­se fehlt”

Super recher­chiert du VOLLTROTTEL. Aber toll dass du gleich wie­der mit dem Denun­zie­ren begon­nen hast.

Wir haben eh nur, den direk­ten Ver­hand­lungs­füh­rer, Aus­sa­gen des Ver­hand­lungs­teams der Tür­kei die mit Sachs gespro­chen haben und gleich­lau­tend waren, und ein Pres­se­state­ment von Aus­tin beim ers­ten Besuch der Ukrai­ne danach, in dem der zu Pro­to­koll gibt, jetzt wird aber erst mal ordent­lich auf­ge­rüs­tet, für einen schön lan­gen war of attrition.

Den natür­lich immer “Russ­land der Ukrai­ne auf­ge­drückt hat” -- auch wenn bereits die Alp­bach Exper­tin in spe Veli­na Tscha­ka­ro­va bei The Agen­da am 12 Jän­ner die­sen Jah­res on Record gegan­gen ist, dass aktu­ell die Ukrai­ne mehr von einer Fort­füh­rung des Krie­ges pro­fi­tie­re als Russ­land. Aber das kann man der Bevöl­ke­rung ja verschweigen --

UND DIE HBURE VON PSYCHOTHERAPEUTIN, DIE MICH DAMALS RAUSGETRETEN HAT, als ich ihr das eröff­net habe, bevor Ben­net das State­ment raus­ge­tre­ten hat SOLL ABKRATZEN, das ver­fick­te Schwein.

Und wer wird im Jour­na­lis­mus beför­dert und hofiert, die Leu­te die ande­re ver­het­zen, dis­kre­di­tie­ren, run­ter­schrei­ben, und selbst kei­ne Ahnung haben.

Die­se Gesell­schaft ist und bleibt, das abgrund­tief Allerletzte.

Jetzt wird aber noch erst noch ein­mal ordent­lich wei­ter gestorben.

Meint auch die Huren­wichs­er­sau von DW, die das (Kriegs­to­te) aktu­ell als pri­mä­re Per­spek­ti­ve sieht, wie die­ser Krieg enden könn­te. Denn dann könn­te das Putin Regime ja viel­leicht doch noch stür­zen, also wenns den Rus­sen mit den Toten zu viel wird.

Will sagen, als Jour­na­list musst du heu­te die Posi­ti­on die die US jedes mal dezi­diert als “nicht der Fall”, “nicht das was man wol­le”, und “nicht als Ziel­per­spek­ti­ve” ver­laut­bart haben, der Öffent­lich­keit als Ziel­per­spek­ti­ve ver­kau­fen, an die du als Jour­na­list glaubst, und die die Öffent­lich­keit ein­neh­men soll.

Eine Ziel­per­spek­ti­ve, die aus his­to­ri­scher Ver­gleichs­per­spek­ti­ve, noch min­des­tens 600.000 Tote for­dert, bevor du das geschla­ge­ne Russ­land hast, das du eigent­lich möch­test (Zei­han: Russ­s­land hat noch nie einen Krieg an der Gren­ze ihres Ter­ri­to­ri­ums auf­ge­ge­ben, bevor sie nicht min­des­tens 750.000 tote Sol­da­ten zu bekla­gen hatten.) -

Und dann noch Lächeln, Kame­ra­blick und Ende.

Davor aber noch alle ande­re Posi­tio­nen als “ohne Bewei­se” öffent­lich brand­mar­ken, und den Alp­bach Typen mit Mer­ka­tor Jugend im Stan­dard beim Ver­het­zen von Rea­lis­ten (außen­po­li­ti­scher Begriff) und Pazi­fis­ten fea­turen. Denn die könn­ten ja gar­nicht rich­tig den­ken, die wären ja alle naiv.

Jetzt pro­du­zie­ren wir erst noch schön 600.000 wei­te­re Tote im BESTEN per­spek­ti­vi­schen Sze­na­rio für einen bal­di­gen Kriegs­aus­gang -- und kon­su­mie­ren das täg­lich wie Fuss­ball­ergeb­nis­se zu Feierabend.

Und was hat sich der Rau­scher vom Stan­dard auch für die Wahr­heit ein­ge­setzt. Der hat die Rich­ti­gen US nahen Exper­ten ja qua­si “am Gefühl erspürt” nach dem man ihn zu einer Ver­an­stal­tungs­rei­he mit ihnen ein­ge­la­den und von der Büh­ne aus gen­a­me­dropt hat. Und dann war er so enga­giert dabei das der öster­rei­chi­schen Regie­rung UND Oppo­si­ti­on zu ver­mit­teln, was man ihm bei der Ver­an­stal­tung gesagt hat.

Und um all das zu über­spie­len gibt es ein ganz, ganz prak­ti­sches Wort, das das im Allein­gang schafft.

Rus­sen­pro­pa­gan­da. Vom ehe­ma­li­gen israe­li­schen Pre­mier­mi­nis­ter, von UN Son­der­be­auf­trag­ten für die Mil­le­ni­um Goals, der mit der tür­ki­schen Ver­hand­lungs­de­le­ga­ti­on gespro­chen hat. Und vom MIT Pro­fes­sor Chomsky.

Nur lei­der, was wol­len wir machen, den Beweis den wir brau­chen haben wir nicht. Eine Aus­sa­ge von Boris John­son der bestä­tigt, ja - ich habe Selen­skyj gera­ten den Krieg nicht zu früh zu been­den, und damit aktu­ell 100.000 Men­schen das Leben gekos­tet. Das wür­den wir als Rau­scher vom öster­rei­chi­schen Stan­dard als Beweis akzeptieren.

Alles davor lei­der nicht.

Und was wir an der Stel­le auch noch gepflegt über­ge­hen kön­nen ist, dass Ben­nett bestä­tigt hat, das Putin zwei Wochen vor Kriegs­be­ginn nicht iso­liert war, und zwei Wochen vor Kriegs­be­ginn ihm gegen­über die Aus­wei­tung der Nato als poli­ti­sche Sor­ge genannt hat. Stark emo­tio­nal, und bereits leicht ange­trun­ken. Was man auch noch gepflegt über­ge­hen kann ist, dass die Schaf­fung eines Boll­werks gegen die Nato in gele­ak­ten inter­nen rus­si­schen Pla­nungs­pa­pie­ren zu Weiß­russ­land als Ziel ver­zeich­net war, die von einem Recher­che­kol­lek­tiv der Süd­deut­schen, des WDR und des NDR ver­öf­fent­licht wurden.

Wir kön­nen uns anstatt­des­sen, als kom­plet­te Gesell­schaft, wie der Rau­scher, ins IWM­Vi­en­na set­zen und uns anhö­ren, dass der Putin in der Ukrai­ne einen neo­ko­lo­nia­lis­ti­schen Ver­nich­tungs­krieg führt, und von Fio­na, dass er wie vier Stein­sta­tu­en denkt, die sie bei ihm im Büro gese­hen hat. Vor Jah­ren ein­mal. Und eine fünf­te Stein­sta­tue, vorm Kreml. Die von einem Vla­di­mir, denn das ist ja die wich­tigs­te über­haupt.

Sag nicht ich, sagt Fio­na Hill.

Ich hof­fe jetzt haben wir alles verstanden.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk Allerletzte.

Und dabei haben wir noch gar­nicht defi­niert, wie Selen­skyj dar­an zer­bro­chen ist. Hier und hier (Frie­dens­for­mel) - und dass sich Aspek­te die­ser “Frien­des­for­mel” komi­scher­wei­se aktu­ell in Tei­len “selbst erfüllen”.

Also was die pri­mä­re For­de­rung der Frie­dens­for­mel, die unab­ding­ba­re inter­na­tio­na­le Äch­tung von Russ­land BIS ZU EINEM REGIERUNGSWECHSEL anbe­langt, sind wir bereits sehr weit fortgeschritten.

Auf einem sehr spe­zi­el­len Weg mind you, dar­aus wur­de z.B. lei­der nichts, denn man darf ja das hier nicht berüh­ren. Die for­mal­jour­si­ti­schen Ana­ly­sen lau­fen seit Juni letz­ten Jahres.

Den Teil, wo man im Jour­na­lis­mus begon­nen hat Frie­dens­ge­sprächs­an­fra­gen von Russ­land ein­fach nicht mehr zu ver­öf­fent­li­chen, habe ich auch weg­ge­las­sen. Nicht irgend­wel­che, son­dern Putin bit­tet Erdo­gan das bei einem Gip­fel vor­zu­brin­gen, der macht das - die Pres­se igno­rierts. Der Kom­men­ta­tor im Tages Mei­nungs­ra­dio bei Times Radio, ist dann noch nicht auf Linie und erwähnts noch, die Ableh­nung des Ange­bots sei­tens der Ukrai­ne wird in DW noch irgend­wo im Halb­satz eines eines klei­nen Bei­trags spä­ter am Nach­mit­tag ver­wursch­tet (nicht vom Titel beein­flus­sen las­sen, im 15 Minu­ten Bei­trag geht es nicht dar­um, dass Russ­land noch ein­mal eine Ver­hand­lungs­in­itia­ti­ve ansto­ßen woll­te, auch wenns der Titel sug­ge­rie­ren könn­te, die Sto­ry des Tages war der UN Gene­ral­se­kre­tär, der Russ­land auf­ge­for­dert hat sei­ne Trup­pen rund um das Atom­kraft­werk in Sapo­rischsch­ja zurück­zu­zie­hen - den Bei­trag anschauen).

Keep your journalists dumb 4

21. Februar 2023

Nie­mand greift Russ­land an” - US-Regierung weist Putins Vor­wür­fe an den Wes­ten als absurd zurück

gleich­zei­tig:

Rück­erobe­rung der Krim? Ukrai­ne berei­tet Angriffs­bri­ga­den vor: „Haben genug Wut“

gleich­zei­tig:

Shaheen, Durbin announ­ce dele­ga­ti­on visit to Geor­gia & Roma­nia to unders­core impor­t­ance of black sea region

The Black Sea is a pivo­tal geo­po­li­ti­cal regi­on for Euro­pean secu­ri­ty, par­ti­cu­lar­ly amid Russia’s bru­tal war in Ukrai­ne. Vla­di­mir Putin is alrea­dy working to spread his malign influ­ence in the area and we know his hege­mo­nic aspi­ra­ti­ons go bey­ond taking Ukrai­ne. It is cri­ti­cal that the U.S. actively enga­ge with our Black Sea part­ners and estab­lish a more robust poli­cy toward the regi­on. That is pre­cise­ly what I’m loo­king to dis­cuss over the next several days,” said Shaheen.

gleich­zei­tig:

CEPA: It’s Cos­ting Pea­nuts for the US to Defeat Russia
(Gegen­dar­stel­lung, für Leu­te die mal lachen wol­len. (Aber die sozia­len und Reputations-Kosten, die sind ja enorm.))

Ja aber also, nie­mand greift Russ­land an! Nur Russ­lands Trup­pen in dem Teil der Ukrai­ne in dem Russ­land seit 250 Jah­ren ihren ein­zig ganz­jäh­rig eis­frei­en Mari­ne­stütz­punkt haben. Durch des­sen Weg­fall sie die Vor­herr­schaft in der Schwarz­meer­re­gi­on und ihren Ein­fluss­be­reich ent­lang der Nord/Süd Ach­se ver­lie­ren, nicht nur mili­tä­risch, auch im Außenhandel.

SWR: War­um ist die Krim für Russ­land so wichtig?

Wor­auf sie auf­hö­ren als Regio­nal­macht zu exis­tie­ren. Wor­auf das rus­si­sche Wirt­schafts­sys­tem zusammenbricht.

Jetzt haben wir aber bereits die Exper­ten die seit Beginn dar­auf hin­ge­wi­sen haben, erfolg­reich aus ihren Publi­ka­tio­nen ver­bannt, bei denen sie zuvor die meist­pu­bli­zier­ten Autoren waren:

Sie durch Pro­pa­gan­da ersetzt, die Ukrai­ne kön­ne erst wie­der ruhig schla­fen, wenn Russ­land aus der Schwarz­meer­re­gi­on ver­trie­ben wur­de -

haben ver­schwie­gen, dass die Ukrai­ne das Dekret die Krim wie­der zurück­zu­er­obern bereits 2021 gezeich­net hat und im Okto­ber des sel­ben Jah­res begon­nen hat erfolg­reich den Kon­flikt im Don­bas zu dre­hen. Was laut einem Ex-Stratfor Ana­lys­ten den größ­ten rus­si­schen Trup­pen­auf­marsch aller Zei­ten als Gegen­re­ak­ti­on zur Fol­ge hatte…

Und jetzt eröff­nen wir Russ­land als Lösungs­per­spek­ti­ve, dass sie sich doch aus der kom­plet­ten Regi­on zurück­zie­hen könn­ten, oder eben einen lan­gen Auf­rei­bungs­krieg mit­ma­chen, der WANN erst­ma­lig als Ziel­per­spek­ti­ve genannt wurde?

Ach­ja von Aus­tin im April 2022:

As Russia’s inva­si­on of Ukrai­ne has trans­for­med into a grin­ding war of attri­ti­on with no mea­ning­ful peace deal in sight, the US and its allies have begun to con­vey a new, longer-term goal for the war: to defeat Rus­sia so decisi­ve­ly on the battle­field [in Ukrai­ne] that it will be deter­red from laun­ching such an attack ever again.

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Chro­no­lo­gisch gleich nach­dem die Frie­dens­ver­hand­lun­gen been­det wur­den. Dan­ke Nafta­li Ben­nett fürs sehr detail­lier­te Play by play (der Waf­fen­still­stands­ver­hand­lun­gen davor).

Nie­mand hat hier vor einen Stell­ver­tre­ter­krieg zu füh­ren, es geht nur um die Befrei­ung der Ukrai­ne in den Gren­zen von 2013, wegen *papier­ra­schel* Frei­heit und Völ­ker­recht. Und Wer­te. An die laut Allens­bach nie­mand glaubt.

Wie bringt man jetzt dem durch­schnitt­li­chen Jour­na­lis­ten, oder der Mehr­heit der Öster­rei­cher die sich für Ver­hand­lun­gen aus­spre­chen, auch wenn die Ukrai­ne die Krim noch nicht zurück­er­obert hat bei, dass “nie­mand greift Russ­land an”, als US Demen­ti so for­mu­liert ist um, … naja um zu infor­mie­ren wohl eher nicht.

Die glaubt ja noch an Angriffs­pan­zer zur ter­ri­to­ria­len Ver­tei­di­gung, weil die Ukrai­ne sie nur für Gegen­an­grif­fe nut­zen wird, in den Zonen in denen Russ­land Durch­brü­che erzielt (das öster­rei­chi­sche Mili­tär hat berich­tet (Nicht Reis­ner, kei­ne Angst)). Die dann in Polen und Tsche­chi­en gewar­tet wer­den sol­len (damit Deutsch­land kein Akti­ver Kriegs­teil­neh­mer wird) nach­dem sie mit Schwer­trans­por­tern und Las­ten­krä­nen, in 5km Nähe zur Front­li­nie abtrans­por­tiert werden.

Weil wir angeb­lich eine öffent­li­che Dis­kus­si­on zum The­ma hat­ten, die ich ver­passt haben muss, die uns das allen ver­deut­licht hat.

Das macht aber wie­der alles nichts, denn wir sind wie­der so stark,

Biden in War­schau: Nato “stär­ker als sie jemals war”
US-Präsident Joe Biden hat bei sei­nem Besuch in Polen die Stär­ke der Nato betont. “Es ist das bedeut­sams­te Bünd­nis, ich wür­de sagen, viel­leicht das bedeut­sams­te Bünd­nis der Geschich­te, und zwar nicht nur der moder­nen Geschich­te, son­dern der gesam­ten Geschich­te”, sag­te Biden bei einem Tref­fen mit Polens Staats­ober­haupt Andrzej Duda am Diens­tag in War­schau. Ein Jahr nach Beginn des rus­si­schen Angriffs­kriegs gegen die Ukrai­ne sei die Nato “stär­ker als je zuvor”. 

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- der Feind ist wie­der so dumm, und schon fast geschla­gen, und macht dau­ernd Feh­ler, und

Die ukrai­ni­sche Armee ist gegen die rus­si­schen Angrei­fer im Don­bass seit Wochen in der Defensive.

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Hat aktu­ell die Eskalationsdominanz.

Lesen sie Medi­en haben sie gesagt, bil­den sie sich wei­ter haben sie gesagt.

Das IWM­Vi­en­na hat lei­der immer noch nicht die Burg­thea­ter­dis­kus­si­on mit Chris­ti­an Kern und Adam Too­ze online, aber dafür ein neu­es Pro­jekt mit Timo­thy Snyder!

Docu­men­ting the Ukrai­ne: How and Why!

Na da weiß ich doch was ich heu­te Abend schau­en werd!

Verdammt, der Standard hats überrissen…

21. Februar 2023

Der hat einen hal­ben Tag mit “Putin behaup­tet der Wes­ten hat ange­grif­fen” auf­ge­macht. Das war ein ver­gif­te­ter Lob, weil damit plötz­lich nie­mand im Wes­ten mehr Put­in­ver­ste­her, sor­ry - nach dem Kon­flikt­for­scher Pel­in­ka natür­lich Hit­ler­ver­ste­her ist…

Mitt­ler­wei­le titelt er “Putin droht den USA”, genau, so geht das in der Qualitätszeitungslandschaft.

Die Wie­ner Zei­tung ist wie­der mal besser:

Putin stellt sich auf lan­gen und erschöp­fen­den Krieg ein

Stimmt, das war die Quint­essenz der Rede. Bes­ter Titel heu­te im Medi­en­spek­trum, nur - soll­ten wir von der Poli­tik und den Medi­en die Bevöl­ke­rung nach Vor­ga­be des ECFR nicht bereits IM MÄRZ letz­ten Jah­res auf einen lang andau­ern­den Auf­rei­bungs­krieg ein­stel­len?

Nun ja, aber heu­te auch Putin! Da kann mei­ne ehe­ma­li­ge Psy­cho­the­ra­peu­tin wie­der jubeln, der Putin wars! Retro­ak­tiv - nur 11 Mona­te später.

Mia worn wida die Erstn!

edit: Man­gott hat aus­ge­hol­fen und sehr ordent­lich zusam­men­ge­fasst.

Propaganda hat noch keiner entdeckt -

21. Februar 2023

Bildschirmfoto 2023 02 21 um 11 48 33
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Bild­quel­le APA/AFP/POOL/EVAN VUCCI

Wenn ich mir heu­te den­ke, dass ich nur dem Vor­schlag der Huren­wichs­er­sau von Psy­cho­the­ra­peu­tin fol­gen hät­te müs­sen und heu­te als Aus­lands­kor­re­spon­dent für eine Media Agen­tur tätig sein könnte -

mir geht das west­lich links libe­ra­le Herz vor lau­ter Bom­ber­ja­cken und Zwie­bel­tür­men auf. Moment, die haben ein Kreuz drauf, also sind die ok.

Christ­li­che Zwie­bel­tür­me quasi.

Dazu schnell noch eine Vor­le­sung vom frisch­ge­ba­cke­nen Yale­pro­fes­sor Timo­thy Sny­der, der mir erklärt, was für eine kul­tu­rel­le Eigen­leis­tung basie­rend auf Jahr­hun­der­te alter reli­giö­ser Tra­di­ti­on das ist, und dann haben wirs eigent­lich. Kudos an den AFP Pho­to­gra­phen - und den Stan­dard der das so tref­fend untertitelt.

Bil­der sagen mehr als Wor­te”. Wenn man den Stan­dard liest, schon.

edit: Nur zur Klar­stel­lung: Selen­skyj ist kein Faschist. Könn­te man hier ja reinlesen.

Propaganda hat noch immer niemand entdeckt -

21. Februar 2023

Das Mani­fest von Schwar­zer: “Zum Kot­zen” oder eine “wich­ti­ge Sache”?

Kur­ze Durch­sa­ge von der Pres­se. Qua­li­täts­zei­tung, ver­steht sich. Nicht zu Pro­pa­gan­da­zwe­cken emotionalisiert.

Das ist das ana­log zum Frei­brief des Kom­men­tars im Stan­dard bei der ein Alp­bach­alum­nus mit Mer­ka­to­prju­gend dazu her­an­ge­zo­gen wur­de zu signa­li­sie­ren, dass jetzt öffent­lich gegen Rea­lis­ten (außen­po­li­ti­scher Begriff) und Pazi­fis­ten gehetzt wer­den darf.

Die Brei­ten­me­di­en sind heu­te wie­der in Top Form!

Bei­de Mei­nun­gen sind ok! Sagen sie im Gespräch ein­fach zum Kot­zen dazu, und gewin­nen sich danach indem sies abbbrechen!

Das “pseu­do­pa­zi­fis­tisch” dahin­ter ist übri­gens die Pro­pa­gan­da für west­li­che Medi­en aus der Pauls­kir­che im Okto­ber.

Das muss man immer dazu­sa­gen, sonst funk­tio­niert das Deplatt­forming nicht so gut.

Zei­ten­wen­de!

Gut dass Putins Ziel nie ein Bollwerk gegen die Nato war -

21. Februar 2023

denn laut einem Recher­che­kol­lek­tiv der Süd­deut­schen, des WDR und des NDR ist ein 17 sei­ti­ges Stra­te­gie­pa­pier auf­ge­taucht, laut Fach­leu­ten authen­tisch, das fol­gen­des für Bela­rus belegt -

Das stra­te­gi­sche Ziel Mos­kaus ist dem Papier zufol­ge unter ande­rem “die Sicher­stel­lung des vor­herr­schen­den Ein­flus­ses der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on in den Berei­chen Gesell­schafts­po­li­tik, Han­del, Wirt­schaft, Wis­sen­schaft, Bil­dung und Kul­tur”. Die im Febru­ar ver­gan­ge­nen Jah­res in Bela­rus beschlos­se­ne Ver­fas­sungs­re­form sol­le nach rus­si­schen Bedin­gun­gen voll­endet, Geset­ze mit denen der rus­si­schen Föde­ra­ti­on “har­mo­ni­siert” wer­den, heißt es wei­ter, berich­tet die Zei­tung. Gleich­zei­tig wol­le der Kreml den west­li­chen Ein­fluss zurück­drän­gen und ein Boll­werk gegen die NATO schaffen.

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Was, die woll­ten Soft­power in Weiß­russ­land eta­blie­ren? Um den Ein­fluß des Wes­tens zurück­zu­drän­gen? Und ein Boll­werk gegen die Nato schaffen?

Aber gut dass Natoosterwei­te­rung nur der Kriegs­vor­wand von Putin war, und man Mear­s­hei­mer mit sei­ner “three prong stra­te­gy” als Ana­lyst so erfolg­reich deplat­formt hat.

Bonus: Was woll­te noch­mal die Rand Cor­po­ra­ti­on? Also nicht aktu­ell, davor… (1|2) Aber das sind ja nur unab­hän­gi­ge Think­tanks. Also Vor­schlä­ge aus der Pri­vat­wirt­schaft qua­si. PS: Russ­land hat die mal falsch kon­tex­tua­li­siert in sei­ner PR ver­bra­ten, die Links gehen zu den Qriginalquellen.

Was ist das Kreml Doku­ment? Also laut Standard?

Rus­si­sche Plä­ne zur Über­nah­me von Bela­rus bis 2030

Laut Medi­en­be­rich­ten sol­len rus­si­sche Stra­te­gen Bela­rus poli­tisch, wirt­schaft­lich und mili­tä­risch unter­wan­dern. Ziel sei ein Uni­ons­staat unter rus­si­scher Führung

Und wie war das noch­mal mit dem Boll­werk gegen die Nato Teil?

Das ist der ganz gefin­kel­te inter­ne Vor­wand des durch­trie­be­nen Rus­sen in sei­ner inter­nen Pla­nung an den er selbst nicht glaubt…

Die­ser ver­schla­ge­ne Putin schon wie­der, macht uns glau­ben es gin­ge um die Nato, und dann gehts Russ­land laut inter­nen Stra­te­gie­pa­pie­ren um die Nato. Und poli­ti­schen, wirt­schaft­li­chen und mili­tä­ri­sche­nen Ein­fluss im öko­no­misch stark erfolg­rei­chen Rie­sen Weiß­russ­land, mit Haupt­ex­port­gut “Mine­ral­pro­duk­te (kei­ne Anga­ben)” “Milch” und “Vogel­lei­ern”. Das weiß doch jeder, dass Weiß­russ­land eine Ent­wick­lung als blü­hen­de Demo­kra­tie vor sich gehabt hät­te vor der Putin Angst hat­te und …

Und was es so brand­ak­tu­ell macht ist, dass die Bestre­bun­gen seit 1997 öffent­lich waren. Also der öffent­li­che Teil davon. Das aktu­el­le Doku­ment stammt aus 2021.

Ich wür­de ja ger­ne im Ori­gi­nal nach­le­sen, was die neu auf­ge­deck­ten Bestre­bun­gen zur Unter­wan­de­rung von Bela­rus tat­säch­lich aus­ge­macht hat, aber lei­der Pay­wall, und das so effek­tiv, dass sie selbst Archiv­platt­for­men bis­her erfolg­reich aus­ge­sperrt hat.

Da macht sichs aus euro­päi­scher Werte-Perspektive eigent­lich nur noch bes­ser, dass Polen am Tag der Ver­öf­fent­li­chung sei­ne Gren­ze zu Weiß­russ­land schließt. So long Suckers! edit: Teil­ent­war­nung - erst mal nur für den Fracht­ver­kehr. Die Bevöl­ke­rung könn­te noch durch.

Was lässt sich unter einer sol­chen Mel­dung am sel­ben Tag begraben?

Ach­so, ja .…

Selen­skyj spricht mit IWF-Direktorin

Der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Wolo­dym­yr Selen­skyj sprach mit der Direk­to­rin des Inter­na­tio­na­len Wäh­rungs­fonds (IWF), Kris­ta­li­na Geor­gi­e­va, über eine wei­te­re Unter­stüt­zung sei­nes Lan­des. „Die Unter­stüt­zung des IWF ist eine Chan­ce für die Ukrai­ne, stark zu blei­ben“, teil­te Selen­skyj nach dem Tref­fen in Kiew mit. „Sie ist auch eine Waf­fe – eine wirt­schaft­li­che Waf­fe, die es uns, unse­rer Gesell­schaft und unse­ren Unter­neh­men ermög­licht, sich zu ent­wi­ckeln.“ Der IWF gebe durch sei­ne Akti­vi­tä­ten „immer die rich­ti­gen Signale“.

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Ne, also nicht dass das heu­te Haupt­ge­sprächs­the­ma wird. Lie­ber mal so auf Sei­te drei der tages­ak­tu­el­len Mel­dun­gen bei der FAZ depo­nie­ren. Die ange­kün­dig­ten ers­ten Gesprä­che der Ukrai­ne mit dem IWF sind ja auch viel bes­ser dort aufgehoben.

edit: Hey ein Archiv ist online!

Neu: Zie­le 2025: Start der Pro­duk­ti­on von wich­ti­gen Mili­tär­gü­tern in Russ­land, die bis­lang nur in Bela­rus pro­du­ziert wur­den, Inte­gra­ti­on von Energie-, Transport- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­sys­te­men; Zie­le 2030: Schaf­fung eines gemein­sa­men Füh­rungs­sys­tems über die Streit­kräf­te, Kon­trol­le über den Infor­ma­ti­ons­raum von Bela­rus, Gemein­sa­mer Ansatz zur Inter­pre­ta­ti­on der his­to­ri­schen Ver­gan­gen­heit, Domi­nie­ren­de Stel­lung der rus­si­schen Spra­che gegen­über Bela­rus­sisch als Staats­spra­che, Ein­füh­rung eines ein­heit­li­chen Wäh­rungs­sys­tems - und dazwi­schen noch ges­pnsor­te Kul­tur­zen­tren. Ja, Ham­mer du. Gleich bei den Goe­the Zen­tren anru­fen und sagen dass sies nicht zu weit trei­ben sol­len. Wozu man für den 3000 Zei­chen Arti­kel ein Recher­che­kol­lek­tiv braucht? Na um bei den Exper­ten anzu­ru­fen, die einem sagen, sie glau­ben das Papier ist echt.

Propaganda hat immer noch keiner gefunden -

21. Februar 2023

Schie­ßen ist, wie eine SMS zu senden”

Die Wie­ner Zei­tung beim embed­ded Jour­na­lism Augen­schein in Bachmut.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut abgrund­tief, gro­tesk Allerletzte.

Wie kann man die Öffentlichkeit noch verarschen?

21. Februar 2023

Rus­si­sche Fake-Anrufer ver­such­ten Ange­la Mer­kel offen­bar zu pro­vo­kan­ten Aus­sa­gen zu ver­lei­ten. Doch die deut­sche Ex-Kanzlerin blieb souverän.

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Wie sou­ve­rän sagt man dann am Bes­ten nicht mehr dazu. So sou­ve­rän näm­lich, dass sich her­aus­stellt, dass die rus­si­sche Aus­le­gung von Mer­kels Kom­men­ta­ren zu Minsk 2 ten­den­zi­ell eher kor­rekt war als die deutsche.

Hin­ter­grund (sie­he Link): Mer­kel hat­te in einem Zeit Inter­view fol­gen­des angemerkt:

Mer­kel: Das setzt aber vor­aus, auch zu sagen, was genau die Alter­na­ti­ven damals waren. Die 2008 dis­ku­tier­te Ein­lei­tung eines Nato-Beitritts der Ukrai­ne und Geor­gi­ens hielt ich für falsch. Weder brach­ten die Län­der die nöti­gen Vor­aus­set­zun­gen dafür mit, noch war zu Ende gedacht, wel­che Fol­gen ein sol­cher Beschluss gehabt hät­te, sowohl mit Blick auf Russ­lands Han­deln gegen Geor­gi­en und die Ukrai­ne als auch auf die Nato und ihre Bei­stands­re­geln. Und das Mins­ker Abkom­men 2014 war der Ver­such, der Ukrai­ne Zeit zu geben.

Anm. d. Red.: Unter dem Mins­ker Abkom­men ver­steht man eine Rei­he von Ver­ein­ba­run­gen für die selbst ernann­ten Repu­bli­ken Donezk und Luhansk, die sich unter rus­si­schem Ein­fluss von der Ukrai­ne los­ge­sagt hat­ten. Ziel war, über einen Waf­fen­still­stand Zeit zu gewin­nen, um spä­ter zu einem Frie­den zwi­schen Russ­land und der Ukrai­ne zu kommen.

Sie hat die­se Zeit hat auch genutzt, um stär­ker zu wer­den, wie man heu­te sieht. Die Ukrai­ne von 2014/15 ist nicht die Ukrai­ne von heu­te. Wie man am Kampf um Debal­zewe (Eisen­bah­ner­stadt im Don­bass, Oblast Donezk, d. Red.) Anfang 2015 gese­hen hat, hät­te Putin sie damals leicht über­ren­nen kön­nen. Und ich bezweif­le sehr, dass die Nato-Staaten damals so viel hät­ten tun kön­nen wie heu­te, um der Ukrai­ne zu helfen.

Es blieb strit­tig, ob es sich dabei um eine retro­ak­ti­ve Betrach­tung gehan­delt hat, oder ob das “Hin­hal­ten von Russ­land, um die Ukrai­ne durch mili­tä­ri­sche Auf­rüs­tung in einen Sta­tus zu ver­setz­ten in dem die­se anders reagie­ren konn­te”, príma facie das Ziel bei den Ver­hand­lun­gen 2014 war.

Das stellt sich nach der heu­ti­gen Ver­öf­fent­li­chung - leicht anders da. So sou­ve­rän Mer­kel beim Fake Anruf auch war.

Und das war sie. Aber dar­um gehts in der Haupt­sa­che nicht.

Also berich­tet man als Brei­ten­me­di­um natür­lich aus­schließ­lich und allei­nig über die Sou­ve­rä­ni­tät von Ange­la “Tef­lon” Merkel.

Also, wie schon zuvor - hier die via Deepl über­setz­ten Unter­ti­tel des Fakeanruf-Videos des kreml­na­hen Komi­ker­du­os, gegen­ge­le­sen gegen eine deutsch unter­ti­tel­te Ver­si­on des Vide­os auf rutube, und mit den tat­säch­li­chen deut­schen O-Tönen gespliced. 

Was auf­fällt, die Schnit­te sind häu­fig (Über­setz­ter raus­ge­schnit­ten?) und in zwei Fäl­len mög­li­cher­wei­se sinn­ent­stel­lend gesetzt.

Dies­mal auf Deutsch über­setzt da die Hälf­te des Gespräch auf Deutsch geführt wurde.

M: Hal­lo, Hal­lo. Guten Tag. Guten Tag.

C: Guten Tag. Angela?

M: Ist dort Petro Poroschenko? 

C: Ja, das bin ich. Ja.

M: Petro, bist du da? 

C: Ja.

M: Petro, bist du da?

C: Ja. Ja, das bin ich. Ich freue mich von ihnen zu hören, ich bin gera­de bei unse­ren Truppen.

[SCHNITT]

M: Und Petro natür­lich freu ich mich, dass du gesagt hast du möch­test mich ger­ne anrufen.
Ich bin ja natür­lich nicht mehr im akti­ven Dienst, son­dern die frü­he­re Bun­des­kanz­le­rin die natür­lich alles sehr, sehr auf­merk­sam beob­ach­tet und was sind die Bot­schaf­ten die du mir sagen möch­test, oder was erwar­test du, oder möch­test du dass ich etwas tue? 

C: Ers­tens, sind wir natür­lich nicht mehr Staats­män­ner oder die Füh­rer unse­rer Län­der, aber unse­re Her­zen schla­gen für unse­re Hei­mat, also möch­te ich, dass wir auf­rich­tig zuein­an­der sind.
Ich befin­de mich in einer Art Oppo­si­ti­on zu Prä­si­dent Selen­skyj, wie Sie wis­sen betrach­tet er mich als sei­nen Rivalen.

[SCHNITT]

M: Petro, viel­leicht zuerst noch mal zum Cha­rak­ter unse­res Gesprächs. Also mir wäre es Recht, wenn das ein Gespräch zwi­schen uns bei­den bleibt, und wir da kei­ne gro­ße Pres­se­ar­beit machen, denn ich möch­te nicht, dass eine zwei­te öffent­li­che Front auf­ge­baut wird, die offi­zi­el­len Kon­tak­te gehen zwi­schen unse­ren Regierungen.

[SCHNITT]

C: Ich wür­de ger­ne mit Ihnen über die Mög­lich­keit eines Frie­dens­schlus­ses mit Russ­land sprechen.
Es ist bekannt, dass die Ver­ei­nig­ten Staa­ten dage­gen sind. Scholz plä­diert wei­ter­hin dafür, dass es einen Dia­log geben soll­te. Wozu?

M: Die Din­ge sind schon schwie­rig genug, und es ist jetzt wich­tig, dass wir kei­ne so in der Art Oppo­si­ti­ons­li­nie auf­ma­chen, son­dern dass es ein per­sön­li­ches Gespräch unter uns bei­den ist, ohne Pres­se. -- Ja, also ich sag mal so, ich den­ke dass man das -- im Augen­blick, das aller­wich­tigs­te ist, dass der Wes­ten ein­fach geschlos­sen bleibt, das heißt dass die Euro­pä­er, Frank­reich, Deutsch­land sehr inten­siv mit den Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka spre­chen und dass die­se Front auch ganz einig ist mit der ukrai­ni­schen Front, dass ist das was Russ­land beeindruckt.

Per­sön­li­che Anmer­kung: Da trifft es sich her­vor­ra­gend, dass DW (Deut­sche Wel­le) bis heu­te nur die Posi­ti­on ver­tritt, dass eine Einig­keit gege­ben sei, der Wes­ten so einig ist wie noch nie, und kei­ne Kon­flikt­li­ni­en bestehen und auch nie bestan­den hät­ten. Jetzt muss man aber wis­sen, das ist kei­ne Pro­pa­gan­da, das ist ein­fach Infor­ma­ti­on für die eige­ne Bevölkerung. 

C: Haben wir eine Chan­ce Russ­land mili­tä­risch zu besie­gen, um die Grund­la­ge für Frien­dens­ver­hand­lun­gen zu schaffen?

M: Petro, das kann ich noch schlech­ter sagen als du , ich woll­te von dir ja die Ein­schät­zung haben, wie du -- du bist in der Ukrai­ne, du weißt, du bist bei den Sol­da­ten - wir sind befreun­det, wir wol­len euch helfen.

[SCHNITT]

Was Deutsch­land, so wie ich die Regie­rung ver­ste­he wich­tig ist ist dass es eine abge­stimm­te Poli­tik gibt der - zwi­schen den Ver­bün­de­ten, und so wie ich das ver­ste­he gibt es da ja auch sehr sehr inten­si­ve Gesprä­che, und des­halb glau­be ich ist das jetzt auch in ganz guten Hän­den bei unse­rer Regierung.

C: Ja, aber was hal­ten Sie von der fran­zö­si­schen EU-Politik? Lei­der waren sie nicht so aktiv bei der Ver­tei­di­gung der Ukrai­ne wie Groß­bri­tan­ni­en oder die USA. Stim­men sie zu, dass die bes­te Diplo­ma­tie der Ukrai­ne im Moment ihre bewaff­ne­ten Streit­kräf­te sind? 

M: Ja, also ich habe den Ein­druck, von mei­ner Betrach­tungs­wei­se aus, dass Frank­reich, Deutsch­land, dass die gesam­te Euro­päi­sche Uni­on eigent­lich eine sehr gemein­sa­me Poli­tik fährt. Sicher­lich gibt es bestimm­te Unter­schie­de, gera­de Polen ist sehr aktiv, aber ansons­ten gibt es eine gro­ße Abstim­mung, und Ema­nu­el Macron war ja gera­de in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka zum Staats­be­such, ich hat­te dort den Ein­druck einer gro­ßen Ein­heit zwi­schen Prä­si­dent Biden und Prä­si­dent Macron, genau­so wie ich auch den Ein­druck habe, dass Olaf Scholz, unser Bun­des­kanz­ler sehr gemein­sam auch mit Ema­nu­el Macron vorgeht.

Oder wie unse­re Qua­li­täts­pres­se es for­mu­lie­ren wür­de: Macron hat ein­ge­se­hen, dass man mit Putin nicht ver­han­deln kann! Einseinself.

C: Aber Sie erin­nern sich an 2014. Wir haben damals gemerkt, dass der Krieg unver­meid­lich war -- ich habe es nicht geglaubt.
M: Ja. [Mit einem mini­mal fra­gen­den Ton.]
C: Aber Prä­si­dent Hol­lan­de hat mich überzeugt[/angefleht], die Abkom­men zu unterzeichnen.
M: Naja, es hat jetzt glaub ich kei­nen Sinn im Jah­re 2014 her­um­zu­sto­chern, damals haben alle - um noch Schlim­me­res zu ver­hin­dern, die­ses Abkom­men unterschrieben.
[An der Stel­le ein ver­steck­ter Schnitt, mit einem Fade in danach.]
Ich glau­be ein­fach, dass durch das Mins­ker Abkom­men die Ukrai­ne noch ein­mal Zeit hat­te, zwi­schen 2014 und 2021 sich wei­ter zu ent­wi­ckeln, das war ein Teil dei­ne Prä­si­dent­schaft, das war ein Teil die Prä­si­dent­schaft von Prä­si­dent Selen­skyj, alle haben dar­an einen Anteil, und das hat die Ukrai­ne in die Lage ver­setzt heu­te auch anders auf die­se Agres­si­on Putins reagie­ren zu kön­nen, als das 2014 der Fall war. Wenn man sich mal an die Situa­ti­on in Debal­zewe erin­nert, dann ist ein­fach die­ser Zeit­ge­winn sehr gut gewe­sen für die Ukrai­ne und hat trotz­dem die­sen Krieg jetzt nicht ver­hin­dert. Und jetzt kann die Ukrai­ne dar­auf ant­wor­ten, und bekommt auch die not­wen­di­ge Unterstützung.

Bei­de Qua­li­fi­ka­to­ren in die­ser Aus­sa­ge “damals haben alle - um noch Schlim­me­res zu ver­hin­dern, die­ses Abkom­men unter­schrie­ben” und “Ich glau­be ein­fach, dass durch das Mins­ker Abkom­men die Ukrai­ne noch ein­mal Zeit hat­te, zwi­schen 2014 und 2021 sich wei­ter zu ent­wi­ckeln, das war ein Teil dei­ne Prä­si­dent­schaft, das war ein Teil die Prä­si­dent­schaft von Prä­si­dent Selen­skyj, alle haben dar­an einen Anteil, und das hat die Ukrai­ne in die Lage ver­setzt heu­te auch anders auf die­se Agres­si­on Putins reagie­ren zu kön­nen, als das 2014 der Fall war.” legen stark nahe, dass das kei­ne rei­ne retro­spek­ti­ve Situa­ti­ons­be­trach­tung war, die “die Ukrai­ne auch genutzt” habe um “stär­ker zu wer­den”, son­dern dass das pri­mä­re Motiv des Wes­tens bei der Unter­zeich­nung der Ver­trä­ge es war der Ukrai­ne Zeit zu ver­schaf­fen um sich “wei­ter zu entwickeln”.

Das ist deckungs­gleich mit der Les­art Putins des Zeit Inter­views, und wider­spricht nicht dia­me­tral, aber signi­fi­kant der Aus­le­gung der Zeit:

Anm. d. Red.: Unter dem Mins­ker Abkom­men ver­steht man eine Rei­he von Ver­ein­ba­run­gen für die selbst ernann­ten Repu­bli­ken Donezk und Luhansk, die sich unter rus­si­schem Ein­fluss von der Ukrai­ne los­ge­sagt hat­ten. Ziel war, über einen Waf­fen­still­stand Zeit zu gewin­nen, um spä­ter zu einem Frie­den zwi­schen Russ­land und der Ukrai­ne zu kommen.

Noch­mal stär­ker, da der direk­te Bezug den Mer­kel nach “ent­wi­ckeln” fährt, der Ver­weis auf Debal­zewe ist. Will sagen, im Kon­text des Gesprächs bedeu­tet “ent­wi­ckeln” aufrüsten.

Mer­kel bestä­tigt auch an die­ser Stel­le nicht, ob - oder dass es eine retro­ak­ti­ve Situa­ti­ons­be­trach­tung war, aber die For­mu­lie­run­gen sind so gesetzt, dass es sich dabei nicht um Schwel­gen in Gedan­ken an die Ver­gan­gen­heit han­deln kann.

Zwei­mal exakt in die­ser wenig defi­ni­ti­ven Form bedeu­tet unzwei­fel­haft Regie­rungs­li­nie, für die Geschichts­schrei­bung - und kei­ne zufäl­lig im Zeit Inter­view gefun­de­ne Formulierung.

C: Ja, das ist wahr, wir haben den Beginn des Krie­ges auf­scho­ben und sind stär­ker gewor­den. Richtig?

M: Ja, so zumin­dest das.

[Ver­steck­ter Schnitt]

Ich bin - ich hal­te die Einig­keit des Wes­tens für unab­ding­bar, gemein­sam mit der Ukrai­ne und ich glau­be dass Men­schen wie ich die jetzt nicht in der Regie­rung sind, wei­ter auch nichts bei­tra­gen kön­nen, son­dern dass man ein­fach die Arbeit die­ser Regie­rung unter­stützt. Und ob der Krieg hät­te ver­hin­dert wer­den kön­nen oder nicht, das ist jetzt nicht mehr die Frage.

[Har­ter Schnitt]

Also anstatt die Fra­ge aus ihrer Sicht zu beant­wor­ten, stellt sich die­se Fra­ge nicht mehr. Eigent­lich prak­tisch. Die Spra­che ist sehr bewusst gewählt. Es ist kei­ne spon­ta­ne Rück­erin­ne­rung Mer­kels an die ver­gan­ge­nen Tage.

C: Ich wür­de ger­ne wis­sen, wie Sie die Posi­ti­on Luka­schen­kos sehen - ob er Putin tat­säch­lich hel­fen kann die Ukrai­ne von der weiß­rus­si­schen Sei­te aus anzu­grei­fen. Es ist bedau­er­lich, dass es Tika­now­ska­ja nicht gelun­gen ist, in Weiß­russ­land an die Macht zu kommen.

M: Ja, die Situa­ti­on in Weiß­russ­land ist sicher­lich sehr schwie­rig, gera­de für die Oppo­si­ti­on, das ist ein gro­ßes Dra­ma, im Zwei­fels­fal­le ist er, war er bis­her immer auf der Sei­te Putins, und hat sich nicht gescheut sein eige­nes Volk sehr zu unter­drü­cken. Er hat sein Volk unter­drückt, als das Volk demons­triert hat, und das hat sehr viel über ihn ausgesagt.

C: Übri­gens, Polen ver­langt von Deutsch­land ernst­haft Repa­ra­tio­nen für den zwei­ten Welt­krieg. Zuerst dach­te ich, es wäre ein Witz, aber es ist ein Pro­jekt, das Duda und Kac­zyn­ski ernst­haft betrei­ben. War­um soll­ten sie die­sen spe­zi­el­len Punkt anstreben?

M: Ich kann nur sagen, dass wir unter­schied­li­che Auf­fas­sun­gen haben, die deut­sche Regie­rung, das war schon zu mei­ner Zeit der Fall, wir haben das nicht nur mit Polen, wir haben sol­che For­de­run­gen zum Teil auch von Grie­chen­land, wir haben sol­che For­de­run­gen immer wie­der auch aus - in Ita­li­en gibt es soet­was, wir haben eine Rechts­auf­fas­sung dass im Zusam­men­hang mit der deut­schen Ein­heit und dem 2+4 Ver­trag damals die­se Fra­gen abschlie­ßend gere­gelt sind und die­se Din­ge ver­tre­ten wir - und ansons­ten ist es sozu­sa­gen kein Uni­kat von Polen, son­dern das gibt es auch mit ande­ren Ländern.

Aber noch ein­mal zurück Petro du bist bei Kre­ma­tor­sk jetzt - bist du ange­hö­ri­ger der Armee und kämpfst du dort rich­tig mit?

C: Ja, ich unter­stüt­ze mein Battallon.

[SCHNITT]

C: Übri­gens Ange­la, weißt du dass Putin mich beschul­digt hat die rus­si­sche Spra­che in der Ukrai­ne zu verbieten?

[SCHNITT]

Und des­halb wür­de ich vor­schla­gen jetzt auf rus­sisch zu wech­seln um Putin zu ärgern.

A: Ne, das machen wir ganz sicher­lich nicht, mein Rus­sisch ist noch schlech­ter gewor­den als 2014 - ich glau­be Petro, wir soll­ten jetzt das Gespräch bald been­den, ich wün­sche dir von Her­zen wirk­lich alles Gute, auch für eure mili­tä­ri­sche Tätig­keit und ansons­ten ist mein Plä­doy­er wirk­lich, dass wir unse­ren Regie­run­gen ver­trau­en und nur sie machen die Poli­tik, das ist so in der Demo­kra­tie, wenn man gewählt ist, dann hat man Ver­ant­wor­tung. Und wenn man nicht gewählt ist, dann muss man sich in sol­chen schwie­ri­gen Zei­ten mög­lichst zurück halten.

C: Übri­gens, ich habe gehört, dass sie eine Pen­si­on von 15000 Euro erhalten.

M: Ok, alles gut. Ich wün­sche dir alles Gute, ja? 

C: *nicht untertitelt*

M: Bye, Bye. 

Wie kann man die Öffentlichkeit noch verarschen?

20. Februar 2023

Die Initia­ti­ve “Unse­re Sicher­heit” hat sich wie­der zu Wort gemel­det, und for­dert das Sel­be wie beim ers­tem Mal!

Es han­delt sich um den zwei­ten Brief, denn schon im Mai war die Grup­pe mit einem sol­chen an die Öffent­lich­keit getre­ten. Das media­le Echo war groß, jenes aus der Poli­tik hin­ge­gen enden wol­lend. Veit Deng­ler bezeich­net es gegen­über der “Wie­ner Zei­tung” als “erstaun­lich”, dass von den gro­ßen Par­tei­en ÖVP und SPÖ gar kei­ne Reak­ti­on gekom­men sei.

Poli­tisch sehr brei­ter Unterstützerkreis

Man ent­schloss sich daher, einen erneu­ten Brief zu for­mu­lie­ren. Neben Deng­ler wur­de die­ser von der ehe­ma­li­gen Rich­te­rin und Neos-Abgeordneten Irm­gard Griss, dem Bevöl­ke­rungs­wis­sen­schaft­ler Rai­ner Münz sowie Leo­pold Schmert­zing vom Forum Alp­bach ver­fasst. Die Unter­stüt­zer­schaft ist jedoch sehr breit. Sie reicht poli­tisch von (ehe­ma­li­gen) Frei­heit­li­chen wie Her­bert Scheib­ner und Fried­helm Fri­schen­schla­ger über akti­ve ÖVP-Politiker wie Oth­mar Karas bis zu lin­ken Intel­lek­tu­el­len wie den Publi­zis­ten Robert Misik und Robert Men­as­se. Auch eini­ge nam­haf­te Bot­schaf­te­rin­nen und Bot­schaf­ter wie Eva Nowotny, Paul Lei­fer und Emil Brix unter­schrie­ben den Aufruf.

Als Grund für die dras­tisch gewähl­ten Wor­te nennt Veit Deng­ler die ver­al­te­te Sicher­heits­stra­te­gie der Republik.

Die Wie­ner Zei­tung berich­tet.

50th time is the charm!

Vor­bil­der Schwe­den und Irland!

Wenn die Öffent­lich­keit nicht mehr hin­schaut, dann drückt ihrs durch.

Aber zum Glück gabs schon die Tan­ner die unlängst mit dem Vor­schlag vor­ge­presst ist, man kön­ne in Öster­reich doch Lang­stre­cken­ra­ke­ten sta­tio­nie­ren. Dann wäre Öster­reich auch Teil vom Verteidigungsschirm!

Der als Ver­tei­di­gungs­schirm laut Chom­sky Krauss Debat­te nie, also nie, also wirk­lich nie, ich wie­der­ho­le, NIE gegen eine ato­ma­re Bedro­hung, also auch nur kon­zep­tu­ell funk­tio­niert hat. Sagen nicht die bei­den, son­dern das gesam­te Bul­le­tin of the Ato­mic Sci­en­tists von dem bei­de es im Stu­di­um ver­mit­telt bekom­men haben.

Stellt sich nur die Fra­ge wie ernst das die poli­ti­sche Lei­tung die­ses wun­der­bar neu­tra­len Lan­des tat­säch­lich gemeint hat.

edit: Der Stan­dard hat einen Tag spä­ter mit der Denun­zie­rungs­kam­pa­gne begonnen:

Euro­pa­mi­nis­te­rin Karo­li­ne Edt­stad­ler in der “ZiB 2”: Neu­tra­li­tät als hei­li­ge Kuh
Inzwi­schen währt das Blut­bad in der Ukrai­ne schon ein Jahr – doch nach wie vor ver­wei­gert Edt­stad­ler einen offe­nen Diskurs

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Zeihan

19. Februar 2023

https://www.youtube.com/watch?v=n_ICeHT4I6s