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Wie kann man die Bevölkerung noch belügen?

15. Oktober 2022

Man kann Schein­zu­sam­men­hän­ge kon­stru­ie­ren um der Gegen­sei­te dann Lügen zu unterstellen.

Die jüngs­ten Angrif­fe legen außer­dem nahe, dass der Krieg einem genau­en rus­si­schen Dreh­buch folgt. Der Außen­mi­nis­ter der Ukrai­ne, Dmy­t­ro Kule­ba, geht eben­so wie inter­na­tio­na­le Exper­ten davon aus, dass die Atta­cken von lan­ger Hand geplant waren. Es han­del­te sich somit kei­nes­wegs, wie von Prä­si­dent Wla­di­mir Putin behaup­tet, um eine Reak­ti­on auf die Explo­sio­nen auf der Krim-Brücke am Wochenende.

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Dies­mal Wie­ner Zei­tung. Aber nicht nur. Das sel­be Nar­ra­tiv läuft durch all deutsch­spra­chi­ge Medien.

Dass auf einen Angriff der Kertsch­brü­cke Ver­gel­tungs­ak­ti­on auf Kiew fol­gen wür­den, wur­de von Russ­land spä­tes­tens sei dem die Dis­kus­si­on um die Lie­fe­rung von HIMARS Sys­te­men durch die Pres­se gin­gen als PR für die Krim Bevöl­ke­rung offi­zi­ell verlautbart.

Der Guar­di­an vor den rus­si­schen Vergeltungsschlägen:

When the Rus­si­an pre­si­dent ope­ned its road span on 15 May 2018, dri­ving an oran­ge Kamaz truck across the bridge, he boas­ted of its significance.

In dif­fe­rent his­to­ri­cal epochs, even under the tsar priests, peop­le drea­med of buil­ding this bridge. Then they retur­ned to this [idea] in the 1930s, the 40s, the 50s. And final­ly, thanks to your work and your talent, the mira­cle has happened.”

Hea­vi­ly defen­ded sin­ce the start of Russia’s full-scale inva­si­on of Ukrai­ne, it was seen as important enough for Moscow to warn of repri­sals if the bridge was targeted.

But on Satur­day morning, in cir­cum­s­tan­ces that are still unclear, a huge explo­si­on rocked the Kerch bridge, col­lap­sing part of the road car­ri­a­ge­way into the Kerch Strait below and set­ting fire to fuel tan­kers on a train cros­sing the second rail­way span of the bridge.

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Man kön­ne also gar­nicht spon­tan so gezielt reagiert haben ist ein Tat­sa­chen­ver­dre­hung wie vom Jour­na­lis­mus der let­zen Mona­te gewohnt.

Die Pla­nung für einen Gegen­schlag muss­te nicht inner­halb weni­ger Tage erfol­gen. Man baut Con­tin­gen­ci­es. Im Krieg. Man reagiert nicht ein­fach “stra­te­gisch spontan”.

Dro­hun­gen sei­tens der Ukrai­ne die Kertsch Brü­cke zu atta­ckie­ren exis­tier­ten seit Anfang Mai.

Unge­ach­tet des­sen war die dar­auf­fol­gen­de Ver­nich­tung von Ener­gie­in­fra­struk­tur in der Ukrai­ne sicher nicht nur Teil einer “ange­kün­dig­ten Vergeltung”.

Wie man eine Gaspipelinesprengung untersucht

15. Oktober 2022

Ich habs noch ein­mal in einen eige­nen Bei­trag aus­ge­la­gert, es ist zu wesent­lich um wei­ter unten zu versanden.

Ein­stieg:

Spie­gel”: Schwe­den blo­ckiert gemein­sa­me Ermitt­lun­gen zu Nord-Stream-Lecks

Schwe­den, Däne­mark und Deutsch­land wer­den anders als geplant kei­ne gemein­sa­me Ermitt­lungs­grup­pe zur Unter­su­chung der Lecks an den Nord-Stream-Pipelines bil­den. Das berich­te­te heu­te “Der Spie­gel”. Dem­nach ver­nein­te Schwe­den die Ein­rich­tung eines inter­na­tio­na­len Ermitt­ler­teams, weil die Sicher­heits­ein­stu­fung der Ermitt­lungs­er­geb­nis­se zu hoch sei, um die­se mit ande­ren Staa­ten zu teilen.

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Der Stan­dard publi­ziert dazu am Abend dar­auf ein non-denial deni­al Schwedens. 

Anders­son demen­tiert Bericht über eige­ne schwe­di­sche Nord-Stream-Untersuchung

Schwe­dens schei­den­de Minis­ter­prä­si­den­tin Mag­da­le­na Anders­son hat den “Spiegel”-Bericht, wonach Schwe­den nicht gemein­sam mit Däne­mark und Deutsch­land das Gas­leck an den beschä­dig­ten Nord-Stream-Pipelines unter­su­chen wol­le, zurück­ge­wie­sen. “Wie ich das ver­stan­den habe, stimmt das nicht. Wir arbei­ten zusam­men mit Däne­mark und Deutsch­land bei die­sem The­ma”, sag­te Anders­son am Frei­tag­abend zu Reu­ters in Ber­lin. “Die schwe­di­sche Unter­su­chung läuft noch. Wir waren schnell im Was­ser für Unter­su­chun­gen und haben Mate­ri­al nach oben gebracht.”

Sogar ein over­spe­ci­fic non-denial denial.

Sie haben *stuff* aus dem Was­ser nach oben gebracht! Soweit das Mag­da­le­na Ander­son ver­stan­den hat.
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Das hat der Spie­gel sicher nicht gewusst…

Schwe­den hat­te den Tat­ort süd­öst­lich der Ost­see­insel schon vor­her inspi­ziert und am Mee­res­grund auch Beweis­ma­te­ri­al sichergestellt.

Oh hat er? Komisch dass das der Stan­dard nicht gese­hen hat…

Hier die Spie­gel Repor­ta­ge zum Vergleich.

Nach SPIEGEL-Informationen lehn­te Schwe­den die Ein­rich­tung eines inter­na­tio­na­len »Joint Inves­ti­ga­ti­on Team« (JIT) ab. Nach Anga­ben aus Sicher­heits­krei­sen soll Schwe­den die Ableh­nung damit begrün­det haben, dass die Sicher­heits­ein­stu­fung sei­ner Ermitt­lungs­er­geb­nis­se zu hoch sei, um die­se mit ande­ren Staa­ten zu teilen.

[…]

Von Schwe­di­scher Sei­te war zunächst kei­ne Stel­lung­nah­me zu erhal­ten. Der Sicher­heits­dienst ver­wies an das Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um. Das Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um ver­wies an den Sicher­heits­dienst. In Ber­lin hieß es zu der schwe­di­schen Ableh­nung, man erhof­fe sich den­noch eine Zusam­men­ar­beit mit dor­ti­gen Behörden.

Na sowas! Die­ser Teil der Spie­gel Repor­ta­ge fin­det sich ja eben­falls eins zu eins im non deni­al deni­al wie­der. Man hat die Ein­rich­tung eines JIT abge­lehnt, hof­fe aber “den­noch auf eine Zusam­men­ar­beit”, die “statt­fin­den soll” “soweit das die schei­den­de Minis­ter­prä­si­den­tin ver­stan­den hat”.

Das wird der Stan­dard Redak­teur nur nicht bemerkt haben. Die stel­len dort ja immer kom­plet­te Voll­trot­tel an, die gegen Bezah­lung die Bevöl­ke­rung ver­ar­schen, muss man wissen…

War­um ist das relevant?

Da die Ein­rich­tung eines inter­na­tio­na­len Joint Inves­ti­ga­ti­on Teams (JIT) und “den­noch soll eine Zusam­men­ar­beit statt­fin­den” nicht das sel­be sind. Bei ers­te­rem geht es um geteil­ten Zugang zu allen Infor­ma­tio­nen, bei zwei­te­rem dar­um, dass man den ande­ren Inter­es­sen­ten “auch mal ein wenig hilft”.

Der Unter­schied sind Wel­ten. Dass Schwe­den den Bericht des Spie­gels demen­tiert hät­te, ist kom­plett erlogen.

Das Wor­d­ing hier ist rele­vant, und der Stan­dard lässt sich hier (schein­bar ger­ne) täuschen.

Das Aus­schla­gen der Bil­dung eines Joint Inves­ti­ga­ti­on Teams (JIT) mit Ver­weis auf die natio­na­le Sicher­heit Schwe­dens wur­de nicht dementiert.

Joint inves­ti­ga­ti­on teams

A joint inves­ti­ga­ti­on team (JIT) is one of the most advan­ced tools used in inter­na­tio­nal coope­ra­ti­on in cri­mi­nal mat­ters, com­pri­sing a legal agree­ment bet­ween com­pe­tent aut­ho­ri­ties of two or more Sta­tes for the pur­po­se of car­ry­ing out cri­mi­nal inves­ti­ga­ti­ons. Made up of pro­se­cu­tors and law enfor­ce­ment aut­ho­ri­ties as well as jud­ges, JITs are estab­lis­hed for a fixed peri­od, typi­cal­ly bet­ween 12 and 24 mon­ths, such as is necessa­ry to reach suc­cess­ful con­clu­si­ons to investigations.

[…]

JITs offer natio­nal aut­ho­ri­ties in dif­fe­rent Sta­tes a fle­xi­ble frame­work that is rela­tively quick and easy to estab­lish and enab­les the respec­ti­ve aut­ho­ri­ties to par­ti­ci­pa­te in the inves­ti­ga­ti­on in a mutual­ly bene­fi­cial way.

Once a JIT has been set up, the part­ners can direct­ly exchan­ge infor­ma­ti­on and evi­dence, coope­ra­te in real time and joint­ly car­ry out ope­ra­ti­ons. Fur­ther, JITs allow for prac­ti­tio­ners to be pre­sent during inves­ti­ga­ti­ve mea­su­res on each other’s ter­ri­to­ries, and to the­re­fo­re share their tech­ni­cal exper­ti­se and human resour­ces more effi­ci­ent­ly. Direct con­ta­cts and com­mu­ni­ca­ti­on enab­le the JIT mem­bers to build per­so­nal rela­ti­ons and trust, lea­ding to fas­ter and more effi­ci­ent cooperation.

The finan­cial sup­port pro­vi­ded by Euro­just and/or other EU agen­ci­es to JITs is ano­t­her important bene­fit to natio­nal aut­ho­ri­ties, redu­cing the impact on natio­nal bud­gets of cos­ts incur­red due to the trans­na­tio­nal dimen­si­on of cross-border cooperation.

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Es geht hier um das Tool, und wel­che natio­na­len Insti­tu­tio­nen bei der Frei­ga­be von Infor­ma­ti­on invol­viert wer­den und einem Antrag auf Wei­ter­ga­be von Infor­ma­ti­on zustim­men müssen.

Dass das weg­fällt, ist nicht “egal”.

Dass es anstatt­des­sen “trotz­dem Zusam­men­ar­beit geben soll” ist kein Demen­ti des Spiegelberichts.

Es ist eine Bestä­ti­gung des Spie­gel­be­richts mit einer PR-Floskel “man wer­de sich so und so um Zusam­men­ar­beit bemü­hen” oben drauf.

Beleg dafür?

Der Spie­gel Bericht wur­de weder berich­tigt, noch zurückgezogen.

Wie kann man die Öffentlichkeit noch verarschen

14. Oktober 2022

IQ 80 oder drun­ter Edition:

Leu­te die sich nicht aktiv infor­mie­ren bekom­men hier wie­der “Wahr­heit gelie­fert” und ler­nen neben­bei zum ers­ten Mal, mit Ill­ner gemein­sam - die Ukrai­ne muss ja jetzt auch noch die Krim zurück­ho­len, weil sich ja auch was ver­än­dert hat.

Also gehen wirs durch. Kat­rin Eigen­dorf (eine von Deutsch­lands Top 10 Repor­ta­ge Jour­na­lis­tin­nen) hat sich dadurch aus­ge­zeich­net, dass sie ihr “Bild vom Krieg” kom­plett emo­tio­na­li­siert in Butscha geformt hat.

Sie hat die ers­te Repor­ta­ge produziert:

und dann wie folgt über ihre Erleb­nis­se gesprochen:

In der phoe­nix run­de zum The­ma “Zwi­schen Wahr­heit und Pro­pa­gan­da - der Krieg und die Medi­en”, wur­de die ZDF Kor­re­spon­den­tin die auf der Pres­se­rei­se nach Butscha dabei war (50 Jour­na­lis­ten) und den ers­ten Augen­zeu­gen­be­richt dar­über für die Haupt­abend­nach­rich­ten pro­du­ziert hat - nach ihren Ein­drü­cken gefragt. Das von ihr gezeich­ne­te Sze­na­rio war dann in etwa wie folgt: “Soet­was zu insze­nie­ren sei nicht mög­lich”, “die Jour­na­lis­ten konn­ten sich im Dorf frei bewe­gen und mit Anwoh­nern spre­chen” - aber dann auch sol­che Din­ge wie “es sei in Ord­nung über die Posi­ti­on der ande­ren Sei­te nicht zu berich­ten, denn da müss­te man ja Pro­pa­gan­da wie­der­ge­ben, daher sei ein Aus­spa­ren der Kom­men­ta­re einer Sei­te nicht nur wich­tig, son­dern auch wesent­lich”, mit einer wie­der­keh­ren­den Argu­men­ta­ti­on “wer soet­was anrich­tet, der müs­se von der Bericht­erstat­tung aus­ge­schlos­sen blei­ben” (aus­staf­fiert mit “Wir haben uns in Redak­ti­ons­sit­zun­gen zusam­men­ge­setzt und beschlos­sen uns nicht dem illu­so­ri­schen Ide­al einer aus­ge­wo­ge­nen Bericht­erstat­tung zu unter­wer­fen”, weil Kriegs­gräu­el und rus­si­sche Pro­pa­gan­da, der man nicht glau­ben darf). Illus­triert wur­de das im emo­tio­nals­ten Moment der Debat­te durch die fol­gen­de Aus­sa­ge der ZDF Korrespondentin:

(bei 6:27 in)

Wir als Jour­na­lis­ten sind hier als Augen­zeu­gen vor Ort. Was ich in Butscha gese­hen habe, sind schwe­re Kriegs­ver­bre­chen, ich habe dort mit Men­schen gespro­chen die mir geschil­dert haben, wie rus­si­sche Sol­da­ten Zivi­lis­ten Beschos­sen haben, wie sie Woh­nun­gen und Geschäf­te geplün­dert haben, wie sie Frau­en ent­führt und ver­ge­wal­tigt haben - und die Städ­te die wir hier gese­hen haben [bezieht sich nicht mehr auf Butscha?] bie­ten ein Bild unglaub­li­cher Zer­stö­rung, also ich habe ein sol­ches Aus­maß von Zer­stö­rung sel­ten an einem Ort so kon­zen­triert gese­hen [bezieht sich also doch wie­der auf Butscha?], also auch das ganz klar in Wohn­häu­ser, auf Kin­der­gär­ten, auf Spiel­plät­ze gefeu­ert wur­de, das doku­men­tiert doch, dass das was Russ­land hier sagt eine Lüge ist, also hier von einer Insze­nie­rung zu spre­chen, das emp­fin­den natür­lich die Ukrai­ner, bei all dem Schmerz den sie hier erle­ben als noch ein­mal eine wei­te­re Eska­la­ti­on, das - ist ein Infor­ma­ti­ons­krieg in dem wir Jour­na­lis­ten als Augen­zeu­gen glau­be ich eine unge­mein gro­ße Rol­le spielen.”

Jetzt haben sie selbst gesagt, das sind Din­ge - sie sind eine erfah­re­ne Repor­te­rin - die schlim­mer sind als vie­les was sie bis­her gese­hen haben, wie viel Emo­ti­on ist da erlaubt, wie schafft man es dann trotz­dem ja, sehr sach­lich und nüch­tern letzt­end­lich zu berichten?”

Ich den­ke, es ist wich­tig, dass man Emo­tio­nen zulässt, weil gute Bericht­erstat­tung muss immer eine Mischung aus Ver­stand und Herz sein. Also ohne Empa­thie kommt man den Men­schen ja auch nicht näher. Sie kön­nen ja nicht ein jour­na­lis­ti­scher Robo­ter hier sein, der die Men­schen prak­tisch abfragt nach ihren Erleb­nis­sen, sie müs­sen schon teil­ha­ben an dem, und ich glau­be es ist auch wich­tig Din­ge nach­zu­voll­zie­hen und es ist auch wich­tig als Repor­ter sel­ber den Schmerz zuzu­las­sen der mit dem Gan­zen ein­her­geht, was wir hier erle­ben, ich emp­fin­de das als sehr schmerz­haft, was ich hier erle­be, in den letz­ten Wochen - für den Zuschau­er ist es glau­be ich wich­tig das trans­pa­rent zu machen, das trans­pa­rent zu machen unter wel­chen Bedin­gun­gen wir hier arbei­ten - das ist zum Bei­spiel, das vie­le Tou­ren hier vom Innen­mi­nis­te­ri­um geführt wer­den, dass man uns irgend­wo hin­bringt und uns Gele­gen­heit gibt Men­schen zu spre­chen, trans­pa­rent zu machen in wel­cher Rol­le man hier auch sel­ber als Repor­ter agiert, das ist glaub ich fai­re, ech­te Bericht­erstat­tung - und dann muss die natür­lich immer auf Fak­ten basieren.”

Sehen sie da eine Gefahr, dass sie da irgend­wie auch ver­ein­nahmt wer­den, oder wer­den könn­ten, weil sie natür­lich auch abhän­gig sind davon, dass das Innen­mi­nis­te­ri­um sie da durch führt?”

Nein, die Gefahr sehe ich nicht, also das ist ja ein Kriegs­ge­biet, wo es auch rela­tiv schwie­rig ist an die­se Orte her­an zu kom­men [oh, dann muss die gesam­te For­schung zu embed­ded repor­ting falsch lie­gen], wir haben zum Bei­spiel heu­te eine Fahrt nach Irpin auf eige­ne Faust unter­nom­men und das war wirk­lich sehr schwie­rig, wir haben so lan­ge im Stau fest­ge­steckt, weil hier herrscht ein tota­les Cha­os, dass ich fast hier auch zu spät zu der Sen­dung gekom­men wäre - es ist schon gut in Beglei­tung von Regie­rungs­stel­len vor Ort zu sein, weil es ist ja auch ein gewis­ser Schutz damit ver­bun­den und ich habe jetzt vier Tage hier erlebt, dass wir in Beglei­tung des Innen­mi­nis­te­ri­ums uns Orte angu­cken konn­ten und mit Men­schen spre­chen konn­ten, und man hat uns da kei­ner­lei Restrik­tio­nen auf­er­legt. Es ist ja nicht so gewe­sen, dass man uns gesagt hat, ihr müsst mit denen und den Leu­ten spre­chen, oder das jemand neben uns gestan­den hät­te, ja das wäre kon­trol­lier­te Bericht­erstat­tung - im Rah­men eines Krie­ges und ein Krieg limi­tiert Jour­na­lis­mus immer, allei­ne durch die Gefahr der wir hier aus­ge­setzt sind, aber im Rah­men eines Kriegs­zu­stan­des, den­ke ich, kön­nen wir hier rela­tiv frei berichten.”

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Das, und noch emo­tio­nal auf­ge­la­de­ne­re Auf­trit­te wie die­ser hier:

Haben sie dazu prä­de­sti­niert, nach der Rück­erobe­rung ers­ter Dör­fer in der begin­nen­den Counter-Initiative, vom ukrai­ni­schen Mili­tär dafür aus­ge­wählt wor­den zu sein den Moment des Spar­ten­sti­ches mit­zu­er­le­ben, als in einem Dorf zwei getö­te­te und ver­scharr­te ukrai­ni­sche Zivi­lis­ten vor der Pres­se aus­ge­gra­ben wur­den. Die Hin­ter­grund­ge­schich­te an dem Punkt war, dass Ein­woh­ner dem ukrai­ni­schen Mili­tär erzählt hät­ten, wo in dem Dorf zwei Lei­chen von den Rus­sen ver­gra­ben wor­den waren (Wie­se mit Gras­be­wuchs). Und das ukrai­ni­sche Mili­tär hat dann den Spar­ten­stich des Aus­gra­bens der Lei­chen als Pres­see­vent ver­an­stal­tet hat. Eigen­dorf war in dem Moment mit dabei.

Haben sie dafür prä­de­sti­niert, dass sie im Presse-Korso in Isjum beim Aus­gra­ben der Lei­chen (“von einem foren­si­schen Team zehn Lei­chen vor der Kame­ra”) mit dabei war.
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(Bild­un­terschchrift, die meis­ten davon (von den zehn?) wur­den “offen­bar erschos­sen”. Wor­auf sich die­se Bewer­tung bezieht, ist aus dem Bei­trag nicht ersichtlich.)

Und haben sie als Repor­ta­ge Jour­na­lis­tin vor zwei Tagen dafür prä­de­sti­niert Selen­skyj für Deutsch­land vor dem Win­ter zu interviewen.

Ich unter­stel­le an der Stel­le, dass kei­ne pro­fes­sio­nel­le kri­ti­sche Distanz mehr mög­lich ist - und tat­säch­lich ist ihr pri­mä­rer Bei­trag bei Ill­ner dafür zu sor­gen, dass wir wis­sen wie ent­schlos­sen, und emo­tio­nal fähig, aber auch besorgt, und zer­rüt­tet, ob der Angrif­fe auf die zivi­le Infra­struk­tur, aber gera­de auf­grund­des­sen nur noch ent­schlos­se­ner die Ukrai­ner sind, mit denen sie gespro­chen hat. Es geht um ihre Gefüh­le. Und ihre Ein­schät­zung wie ande­re fühlen.

Wir bekom­men dann von Hod­ges erklährt, dass die Ukrai­ne wahr­schein­lich noch im nächs­ten Som­mer die seit dem 24. Febru­ar besetz­ten Gebie­te wie­der zurück­er­obert haben wird. Hod­ges hat noch vor zwei Wochen ange­ge­ben, dass das im Dezem­ber die­ses Jah­res erfol­gen wür­de. Aktu­ell ver­schiebt er den Zeit­ho­ri­zont für sei­ne Pro­kla­ma­tio­nen um locke­re acht Monate.

Ill­ner erfährt dann von Mar­ga­re­te Klein (Stif­tung Wis­sen­schaft und Poli­tik), dass die Ukrai­ne jetzt auch die Krim zurück­er­obern müs­se. “Da sich die Situa­ti­on ja immer ände­re.” Am 29.03. hät­te es zwar noch Über­le­gun­gen bezüg­lich einer Diplo­ma­ti­schen Lösung gege­ben, aber die­se Mög­lich­keit hät­te Russ­land mit der Anne­xi­on der Teil­re­pu­bli­ken ein für alle Mal been­det. Jetzt kön­ne man mit Russ­land nicht mehr verhandeln.

Was nicht dazu­ge­sagt wird ist, dass die Anne­xi­on am 30. Sep­tem­ber 2022 statt­ge­fun­den hat, und die Ukrai­ne Ende April die Frie­dens­ver­hand­lun­gen uni­la­te­ral been­det und seit dem alle wei­te­ren Bemü­hun­gen dies­be­züg­lich aus­ge­schla­gen hat. 

sie­he:


und

Die Exper­tin der Stif­tung Wis­sen­schaft und Poli­tik bezieht sich auf das letz­te Ihr geläu­fi­ge Frie­dens­an­ge­bot von Selen­skyj vor SECHS MONATEN. In fünf Mona­ten davon wur­de bereits nicht mehr verhandelt.

Was die Exper­tin der Stif­tung Wis­sen­schaft und Poli­tik auch nicht dazu­sagt ist, dass die Ukrai­ne bereits seit dem zwei­ten Kriegs­mo­nat die sel­be Posi­ti­on ver­tritt. Dass Man­gott Ende Mai fest­hält, dass sich die Posi­ti­on der Ukrai­ne was für einen Sieg not­wen­dig wäre nicht kohä­rent wäre - da er selbst nicht mit­be­kommt dass die Medi­en den zwei­ten Teil - die Rück­ga­be der Krim, seit dem zwei­ten Monat aus ihrer Wie­der­ga­be der Pri­mär­quel­len (Selen­skyj Inter­views oder Anspra­chen) schnei­den, um ver­laut­ba­ren zu kön­nen Selen­sky wol­le Frieden.

Die Medi­en ver­öf­fent­li­chen den ers­ten Teil der Reden (eins, zwei, drei (unter drei, sie­he edit 5) unter­schied­li­che Reden) als “die Urkai­ne will Frie­den und ist kom­pro­miss­be­reit” - also über die kom­plet­ten ers­ten drei Mona­te - und brin­gen der Rest der Reden ein­fach nicht.

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Aber selbst, wenn man das außer Acht lässt, erwähnt die Exper­tin der Stif­tung Wis­sen­schaft und Poli­tik nicht, dass sich die Posi­ti­on der Ukrai­ne nur in einem Punkt geän­dert hat. Dass Selen­skyj per Dekret dekla­riert hat, nicht mehr mit Putin ver­han­deln zu wer­den.

Die Posi­ti­on die Krim zurück­ge­win­nen zu wol­len (Vor­be­din­gung für Frie­dens­ver­hand­lun­gen) besteht seit dem Man­gott inter­view Ende Mai. (Tat­säch­lich bereits seit März - aber da haben die Medi­en noch die Inter­views gekürzt), bei der “media­len Wie­der­ent­de­ckung” der Posi­ti­on Ende August - als Selen­skyj bei einem Vor­trag anläss­lich des Ukrai­ni­schen Unab­hän­gig­keits­ta­ges die Wie­der­erlan­gung der Krim so sehr in den Vor­der­grund rückt, dass es für die Medi­en nicht mehr negier­bar war - 

spricht selbst der Stan­dard von “aber­mals”

Selen­skyj will die Krim zurück­er­obern, mit allen not­wen­di­gen Mit­teln und ohne vor­her ande­re Staa­ten um Erlaub­nis zu bitten

Der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Wolo­dym­yr Selen­skyj hat am Vor­tag des ukrai­ni­schen Unab­hän­gig­keits­ta­ges aber­mals sei­nen Wil­len beteu­ert, die 2014 von Russ­land annek­tier­te Halb­in­sel Krim zurück­er­obern. Man wer­de dafür alle Mit­tel ver­wen­den, die man für nötig hält und man wer­de auch nicht ande­re Staa­ten um Erlaub­nis fra­gen, so Selen­skyj bei einer Pres­se­kon­fe­renz der Krim-Plattform.

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Trotz­dem ist Ill­ner in der Sen­dung von die­ser Woche immer noch sehr über­rascht, als ihr Hod­ges erklärt, dass die Ukrai­ne ja jetzt auch die Krim zurück­er­obern müs­se, weil sie das kann.

Und nickt dann flei­ßig als ihr Mar­ga­re­te Klein (Stif­tung Wis­sen­schaft und Poli­tik) erklärt, die­se Posi­ti­on hät­te sich ja über die Zeit gewan­delt, und seit der rus­si­schen Anne­xi­on der vier Teil­re­pu­bli­ken am 30. Sep­tem­ber 2022 kön­ne die Ukrai­ne ja nicht mehr anders.

Die Posi­ti­on war öffent­lich belegt, seit Ende Mai die Sel­be. Beleg­bar unun­ter­bro­chen seit April, nur ohne media­le Berich­te da die Inter­views in den deut­schen Medi­en gekürzt wurden.

Was sich seit dem ver­än­dert hat ist, dass Selen­skyj es jetzt offen aus­spricht (*Hust* Kule­ba in Davos) und ein Dekret unter­zeich­net das es unter Stra­fe stellt mit Putin zu ver­han­deln.

Kom­men wir zu Peter R. Neu­mann - der Ill­ner erklärt, “er fin­de es wich­tig, dass die Ukrai­ne so viel wie mög­lich von ihrer ter­ri­to­ria­len Inte­gri­tät zurück­er­be­re” (bit­te Leu­te ein­la­den die Deutsch ver­ste­hen und nicht nur so tun als ob, bit­te) und es sei wirk­lich schwer zu defi­nie­ren was “die Ukrai­ne hat gewon­nen” bedeu­tet, denn das zu defi­nie­ren sei gene­rell schwie­rig, außer­dem hät­ten wir die­se öffent­li­che Dis­kus­si­on lei­der noch nicht gehabt. (Sehr lei­der, ja…) 

Wenn ein Stu­dent zu ihm kom­men und ihm sagen wür­de “die Ukrai­ne muss gewin­nen”, wür­de er ihn fra­gen, “ja was bedeu­tet denn gewin­nen”, und das sei sehr schwierig…

Wirk­lich?

EU Posi­ti­on: Das rus­si­sche Mili­tär muss voll­stän­dig aus der gesam­ten Ukrai­ne abziehen.
Ukrai­ni­sche Posi­ti­on: Selen­skyj ver­han­delt per Dekret erst wie­der mit einem rus­si­schen Prä­si­den­ten nach­dem ein Regi­me­chan­ge her­bei­ge­führt wur­de und alle rus­si­schen Trup­pen aus der Ukrai­ne abge­zo­gen sind (SELBES DEKRET!!), und will die Krim zurück.
Deutsch­land: Alle rus­si­schen Trup­pen müs­sen vor Frie­dens­ver­hand­lun­gen aus der kom­plet­ten Ukrai­ne (inkl. der Krim) zurück­ge­zo­gen wer­den, sie­he: Rede von Bun­des­kanz­ler Scholz anläss­lich der 77. Gene­ral­de­bat­te der Gene­ral­ver­samm­lung der Ver­ein­ten Natio­nen - Diens­tag, 20. Sep­tem­ber 2022 in New York

Wenn wir wol­len, dass die­ser Krieg endet, dann kann es uns nicht egal sein, wie er endet. Putin wird sei­nen Krieg und sei­ne impe­ria­len Ambi­tio­nen nur auf­ge­ben, wenn er erkennt: Er kann die­sen Krieg nicht gewin­nen! Er zer­stört dadurch nicht nur die Ukrai­ne, er rui­niert auch sein eige­nes Land. Des­halb wer­den wir kei­nen rus­si­schen Dik­tat­frie­den akzep­tie­ren – und auch kei­ne Schein-Referenden. Des­halb muss die Ukrai­ne Russ­lands Über­fall abweh­ren können.

US Posi­ti­on: Nach einem lan­gen War of attri­ti­on wenn Russ­land nicht mehr fähig ist wei­te­re Angriffs­krie­ge zu füh­ren (die am wei­tes­ten ent­fern­te Sie­ges­per­spek­ti­ve, auch wenn inhalt­lich nicht so anders - also wenn wir ein­mal die Voll­trot­tel im ORF Euro­pa­stu­dio aus­spa­ren die das Ende erst erreicht sehen, wenn Russ­land sei­ne Atom­waf­fen abgibt.).

Was war dar­an schwie­rig? Was ist dar­an komplex?

Ant­wort für den unter 80 IQ Teil der Bevöl­ke­rung ist das gera­de gut genug. Den ver­wirrt die Behaup­tung “das sei kom­plex” und glaubt, dass zumin­dest die Ill­ner Bescheid weiß und der gute Pro­fes­sor weiß wovon er redet.

Dann kommt Mar­ga­re­te Klein (Stif­tung Wis­sen­schaft und Poli­tik) und wirft ein “ich stim­me zu, das ist stra­te­gisch komplex -

(Wer den Gag noch nicht kennt, in die­ser Teil­lü­ge geht es nur dar­um dass Vor­be­din­gun­gen für ein Waf­fen­still­stands­ab­kom­men und für Frien­des­ver­hand­lun­gen von der Ukrai­ne unter­schied­lich defi­niert wur­den - um nichts wei­ter. Auf “was bedeu­tet die Ukrai­ne hat gesiegt” hat das kei­ner­lei Aus­wir­kun­gen. Irgend­wie logisch “was bedeu­tet ein Sieg” ist ein öffent­li­ches Pro­kla­mat, nahe dran an “lie­be Bevöl­ke­rung, jetzt haben wir gewon­nen” das ist per Defi­ni­ti­on nicht “stra­te­gisch kom­plex”. “Wir haben gewon­nen” ori­en­tiert sich auch nicht an der Fähig­keit der Ukrai­ne öko­no­misch als Staat wei­ter bestehen zu kön­nen (das kann sie, solan­ge sie über Odes­sa einen Meer­zu­gang hat), auch wenn das immer wie­der behaup­tet wird. Die Boden­schät­ze in dem von Russ­land besetz­ten Gebiet rei­chen für die Eigen­ver­sor­gung der Ukrai­ne 20 Jah­re lang - die zurück­zu­ge­win­nen ist nicht gleich­be­deu­tend mit “wei­ter bestehen zu kön­nen”. Bedeu­tend dafür die Kriegs­schul­den zurück­zah­len zu kön­nen - viel­leicht. Viel­leicht lässt man ja auch Russ­land Repa­ra­tio­nen leisten.)

- und es ist ja auch so, dass es sich zeit­lich ja ver­än­dert - es gibt ja noch einen Frie­dens­plan von Selen­skyj vom 29.03. in dem er zustimmt, dass über die Krim ja noch 15 Jah­re ver­han­delt wer­den kann - Putin habe die­se Tür mit der Anne­xi­on der vier Teil­ge­bie­te zugeschlagen.

Nein - falsch. Die­ser “Frien­dens­plan von Selen­skyj” hier in einer Dar­stel­lung von Selen­skyj selbst, am 20.03. besagt, dass alle “tem­po­rär besetz­ten Gebie­te” dh. inklu­si­ve der Krim, sofort wie­der dem Staats­ge­biet der Ukrai­ne zuzu­ord­nen sei­en, dann über 15 Jah­re unter Selbst­ver­wal­tung gestellt wer­den Selen­skyj rus­ti­kal “da die ja bereits län­ger besetzt wor­den sind, und er - Selen­skyj, sich Gedan­ken über die gehirn­ge­wa­sche­nen Bür­ger, und was man mit denen machen sol­le, machen müs­se” (O-Ton CNN Inter­view, sie­he Link), wonach alle “tem­po­rär besetz­ten Gebie­te” (inklu­si­ve der Krim) auto­ma­tisch wie­der unter die poli­ti­sche Ver­wal­tung der Ukrai­ne fallen.

Und ja, das waren die “Frie­dens­plä­ne” die die Medi­en im März als Frie­dens­plä­ne prä­sen­tiert haben. Die Vide­os von Selen­skyj exis­tie­ren. Ich kann mir die nicht weg­dis­ku­tie­ren, oder wegdenken.

Und hier sind wir erst bei der Hälf­te der Sen­dung ange­langt -- und der eigent­li­che Skan­dal, als Gre­gor Gysi zwei Fra­gen an Hod­ges stellt, was von Ill­ner unter­bun­den wird, was in der offi­zi­el­len you­tube Ver­si­on aus der Sen­dung geschnit­ten wur­de, habe ich noch nicht ein­mal gesehen…

So ver­arscht du aktu­ell den Teil der Bevöl­ke­rung der auf die­se Art der Infor­ma­ti­ons­ver­mitt­lung ange­wie­sen ist.

Du hast Lüge um Lüge, Behaup­tung um Behaup­tung, ver­schie­ben von pro­kla­mier­ten Ziel­da­ten, Fehl­dar­stel­lun­gen, fal­sche Cha­rak­te­ri­sie­run­gen, … AM LAUFENDEN BAND. Eine nach der anderen.

DIESE GESELLSCHAFT IST DASS ALLERLETZTE, STERBT IHR UNENDLICHEN ARSCHLÖCHER.

edit: Der Rest der Sen­dung ist dann die Fra­ge Gysis side­li­nen. Die deut­sche Bevöl­ke­rung mit “wir wer­den mehr für die Sicher­heit tun” zu ver­ar­schen um das Sicher­heits­emp­fin­den der Bevöl­ke­rung zu stei­gern. Mehr Poli­zis­ten­stel­len zur Über­wa­chung von Infra­struk­tur zu for­dern (Grü­ne) - und lus­tig, flo­ckig in den Win­ter zu gehen, wo doch die Sen­de­zeit schon aus ist.

Ok, ich habe gelacht.

14. Oktober 2022

Sur­kow ist doch zu etwas gut…

Und ja, auch das ist Propaganda.

EU (ein dut­zend Nato Staa­ten) bau­en Rake­ten­schild gegen Putin.
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Putin baut Ver­tei­ler­zen­trum “für leist­ba­re Gas­lie­fe­run­gen zu Prei­sen wie vor dem Krieg für Süd­eu­ro­pa” in die Türkei.
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Die EU han­delt wie das Russ­land Europas.

Russ­land han­delt wie die EU Südeuropas.

Ach­ja, und der ukrai­ni­sche Außen­mi­nis­ter hat den Anschlag auf die Kertsch­brü­cke bestä­tigt. Ver­se­hent­lich. Gegen­über einem vom Kreml finan­zier­ten Komikerduo.

Pas­siert.

Jetzt hat Erdo­gan ja doch noch die Chan­ce in die EU auf­ge­nom­men zu wer­den! Jetzt nur die Kar­ten nicht falsch spielen…

edit: Das erklärt auch den PR Auf­tritt von Orban ges­tern bei Cicero.

Ob den die GOP noch wei­ter einlädt?

edit2: Es gibt heu­te aber natür­lich auch wie­der gute Nachrichten - 

Spie­gel”: Schwe­den blo­ckiert gemein­sa­me Ermitt­lun­gen zu Nord-Stream-Lecks

Schwe­den, Däne­mark und Deutsch­land wer­den anders als geplant kei­ne gemein­sa­me Ermitt­lungs­grup­pe zur Unter­su­chung der Lecks an den Nord-Stream-Pipelines bil­den. Das berich­te­te heu­te “Der Spie­gel”. Dem­nach ver­nein­te Schwe­den die Ein­rich­tung eines inter­na­tio­na­len Ermitt­ler­teams, weil die Sicher­heits­ein­stu­fung der Ermitt­lungs­er­geb­nis­se zu hoch sei, um die­se mit ande­ren Staa­ten zu teilen.

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edit3: Hier soet­was wie die offi­zi­el­le Reak­ti­on Euro­pas auf den Gas­hub in der Tür­kei - da Deutsch­land sich dazu nicht on the record äußern möch­te. *HUST*

Frank­reich: Gas­hub in Tür­kei macht „kei­nen Sinn“

In der EU trifft das Vor­ha­ben der rus­si­schen und tür­ki­schen Staats­chefs, Wla­di­mir Putin und Tayy­ip Erdoğan, in der Tür­kei ein Ver­tei­ler­zen­trum für rus­si­sches Gas nach Euro­pa zu errich­ten, auf Unver­ständ­nis. Ein der­ar­ti­ges Pro­jekt erge­be „kei­nen Sinn“, da Euro­pa ohne­hin sei­ne Abhän­gig­keit von rus­si­schem Gas ver­rin­gern wol­le, erklär­te etwa das fran­zö­si­sche Prä­si­di­al­amt in der Nacht auf Freitag.

Kon­text:
*HUST*

Gaspercentages
Lie­ber mal einen 5% Staat vorschicken…

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Wie kann man die Bevölkerung noch verarschen?

13. Oktober 2022

Ohne Wor­te:

Steht eigent­lich für sich.

Eini­ge High­lights. Die Pipe­line­spren­gun­gen waren schon die Rus­sen, obwohl wir das nicht bele­gen kön­nen, aber es war ja offen­sicht­lich ein staat­li­cher Akteur, also warens wohl die Russen.

Für einen Rus­sen ist die­se hybri­de Kriegs­füh­rung ganz nor­mal, das macht der Rus­se immer wie­der so.

Um dem vor­zu­beu­gen könn­te man mehr Resi­li­enz und Red­un­danz ein­füh­ren, gebracht am Bei­spiel des deut­schen Pipeline- , und des deut­schen Bahn­net­zes. (Kein Scherz.) Vor allem aber Resi­li­enz (da blitz­te wohl doch noch irgend­wo die Erkennt­nis durch, dass das ande­re bei der Bahn unver­hält­nis­mä­ßig teu­er wer­den wür­de…), sodass man sich beim Spren­gen schwer tut. (Immer noch kein Scherz.).

Denn wenn die Rus­sen das deut­sche Bahn­netz angrei­fen > Mode­ra­to­rin muss unter­bre­chen “was wir nicht bele­gen kön­nen” > ja genau, also wenn die Rus­sen das deut­sche Bahn­netz angrei­fen, was wir nicht bele­gen können…”

Das zielt ja auf Angst ab - und die­se Angst ist jetzt da, da das ja auch greif­ba­re wirt­schaft­li­che Aus­wir­kun­gen hat.”

Zum Glück zielt das nicht auf greif­ba­re wirt­schaft­li­che Aus­wir­kun­gen ab, son­dern nur auf die Angst… Man stel­le sich vor, das wür­de auf die wirt­schaft­li­chen Aus­wir­kun­gen abzie­len… Was dann mit der Angst pas­sie­ren würde!

(An der Stel­le soll­te viel­leicht erwähnt wer­den, dass zumin­dest NTV es mitt­ler­wei­le zur Kennt­nis genom­men haben, dass auf deut­schem Boden ukrai­ni­sche Sol­da­ten von einem US Kom­man­do in Wies­ba­den aus­ge­bil­det wer­den -- die Nar­ra­ti­ve sind noch ein wenig shakey, da kanns schon mal vor­kom­men, dass eine Mode­ra­to­rin in ein und dem sel­ben Inter­view fragt, ob das denn gut sei, wenn man mit den neu­en deut­schen Waf­fen­lie­fe­run­gen jetzt auch in Deutsch­land aus­ge­bil­de­te ukrai­ni­sche Sol­da­ten mit­schi­cke, und ob es sich in Euro­pa mehr in Waf­fen­still­stands­ver­hand­lun­gen mit­ein­brin­gen soll­te (wird ein biss­chen schwer, als kriegs­för­dern­de Par­tei…), da zieht sich der Zuse­her dann ein­fach den Teil raus, den er grad hören möchte…)

Also die Pipe­lines hat­ten ja vier Strän­ge, und einer davon bei Nord­stream 2 ist ja noch intakt - und jetzt bie­tet Putin plötz­lich an durch den zu lie­fern, ich meine…”

Was war die media­le Vorgeschichte?

ALLE Medi­en haben ÜBER WOCHEN das Nar­ra­tiv “Wie kön­nen sie denn eine Nor­ma­li­sie­rung der Bezie­hun­gen aus öko­no­mi­schen Moti­ven ver­lan­gen, sie wis­sen doch gar­nicht ob Putin über­haupt lie­fern wür­de, schließ­lich hat er uns gera­de das Gas abge­dreht!” bedient.

Jetzt äußert sich Putin nach dem Atten­tat auf die Pipe­lin­ein­fra­struk­tur dazu, dass Russ­land (ver­meint­lich) wei­ter nach Deutsch­land lie­fern wür­de - und schon ist es ein Beleg dafür, dass Russ­land sei­ne bei­den Nord­stream Pipe­lines in Schwe­den und Däne­mark so hoch­jagt, dass sie mit­tel­fris­tig nicht ein­fach zu repa­rie­ren sein werden.

Lässt aber den Strang offen, der Deutsch­land unter dem größt­mög­li­chen Gesichts­ver­lust wie­der mehr direk­te Impor­te erlau­ben wür­de. Ganz klar, Russ­land hat es hier auf einen Gesichts­ver­lust Deutsch­lands abgesehen!

Was ist Deutsch­land in dem Konflikt? 

Die Logis­tik­platt­form (der Logis­tik­part­ner) für die US Waf­fen­lie­fe­run­gen in die Ukrai­ne - ohne Deutsch­land kom­men die­se nicht oder nicht sehr zeit­nah in der Ukrai­ne an.

Jetzt hat sich Russ­land einen teuf­li­schen Plan aus­ge­dacht - wenn Deutsch­land bei Ener­gie­lie­fe­run­gen so viel Gesicht ver­liert wie nur mög­lich, also dann - ja, ehm… Kom­pen­sie­ren die US mit kali­for­ni­schen Beauty-Gesichtstreatments um es wei­ter als Logis­tik­part­ner zu halten.

Die­ser gefin­kel­te Putin, gibt Deutsch­land absicht­lich kein Gas, um es größt­mög­lich zu belei­di­gen, nein ernied­ri­gen und gegen sich auf­zu­brin­gen. In dem er die Idee einer ideo­lo­gi­schen Kapi­tu­la­ti­on noch mal extra betont, um dann sei­ne Pipe­lines in Schwe­den und Däne­mark beson­ders schwer repa­rier­bar selbst hochzujagen!

Ich mei­ne, mag ja sein - aber hat­te man sich als jour­na­lis­ti­sches Medi­um nicht auf “was wir nicht bele­gen kön­nen” geeinigt?

Aber man kann natür­lich immer noch vier Pun­dits mit glei­cher Mei­nung zum wild Spe­ku­lie­ren in ein TV Stu­dio setzen.

Und die kom­plet­te Grüt­ze, die die dann ver­fas­sen prägt mor­gen dein Meinungsbild.

Außer­halb der Ukrai­ne soll gezielt Des­in­for­ma­ti­on ein­ge­setzt wer­den. (Bei six minu­tes in.) Es wer­de gezielt pola­ri­siert, es wer­de gezielt Pro­test finan­ziert, also da ist auch außer­halb der Ukrai­ne schon sehr viel los in Europa.

Sagt Prof. Danie­la Schwar­zer von der Open Socie­ty Foun­da­ti­on - und meint damit - Russ­land. Wen sonst.

Wir soll­ten lang­sam mal Dop­pel­stan­dards auf die Lis­te der west­li­chen Wer­te set­zen. An die im Wes­ten nie­mand glaubt.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut abgrund­tief Letzte.

Sterbt ihr Schweine.

Keep your journalists dumb 2

13. Oktober 2022

Nach dem durch­schla­gen­den Erfolg von “Keep your jour­na­lists dumb”, hier der zwei­te Teil einer nicht enden wol­len­den Serie.

Schul­den, vom Baby bis zur Oma

Tat­säch­lich soll­te uns nur eine Zahl wirk­lich zu den­ken geben. Jede Ein­woh­ne­rin, jeder Ein­woh­ner die­ses Lan­des schleppt schon der­zeit fast 40.000 Euro Schul­den durchs Leben, ohne selbst auch nur einen Cent aus­ge­ge­ben zu haben – vom neu­ge­bo­re­nen Baby bis zur Hun­dert­jäh­ri­gen. Das kommt näm­lich raus, wenn man die Staats­ver­schul­dung auf die Ein­woh­ner­zahl auf­teilt. Und das ist die Hypo­thek, die wir allen Kin­dern und jun­gen Men­schen, auch allen Unge­bo­re­nen mit­ge­ben. Wie @krisenfrey rich­tig schreibt: “Das Pro­blem ist, dass Öster­reichs Bud­get­po­li­tik ein Jahr­zehnt nied­ri­ger Zin­sen zum Durch­wurs­teln genutzt hat.” Die künf­ti­gen Genera­tio­nen müs­sen die bis­he­ri­ge Ver­schul­dung sowie die Kri­sen­be­wäl­ti­gung nach Pan­de­mie und Ukraine-Krieg zum weit­aus grö­ße­ren Anteil bezah­len als wir, die jetzt Leben­den, Akti­ven und Pensionisten.

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Petra Stui­ber, stell­ver­tre­ten­de Chef­re­dak­teu­rin, der Standard.

Wow. Muss toll sein so dumm zu sein trotz­dem Kar­rie­re gemacht zu haben.

Die­se Gesell­schaft ist das abgrund­tief Letz­te. Sterbt.

Aus dem am Mitt­woch prä­sen­tier­ten Bud­get­ent­wurf von Finanz­mi­nis­ter Magnus Brun­ner geht jeden­falls her­vor, dass sich der Zins­auf­wand künf­tig mehr als ver­dop­pelt - von 4,3 Mil­li­ar­den Euro im heu­ri­gen Jahr auf 8,7 Mil­li­ar­den im kom­men­den. Für die Fol­ge­jah­re bis 2026 wird mit jähr­li­chen Zins­zah­lun­gen von 8,0 bis 8,5 Mil­li­ar­den Euro gerechnet.

Die Mehr­be­las­tung für Öster­reichs Staats­haus­halt bis 2026 liegt damit alles in allem um gut 11 Mil­li­ar­den Euro höher als noch vor einem Jahr erwar­tet. Im Ver­hält­nis zum Brut­to­in­lands­pro­dukt (BIP) soll­te die Schul­den­quo­te im sel­ben Zeit­raum zwar von zuletzt 78,3 auf 72,5 Pro­zent sin­ken, in abso­lu­ten Zah­len wird der Schul­den­berg aber wei­ter - auf nahe­zu 400 Mil­li­ar­den Euro - anwachsen.

Bei Fitch wackelt das Rating

Erwar­tet wird, dass die durch­schnitt­li­che Ver­zin­sung der Ver­bind­lich­kei­ten ansteigt - auf 2,5 bis 2,8 Pro­zent. Was Öster­reichs Refi­nan­zie­rung wei­ter ver­teu­ern könn­te, ist eine mög­li­che Her­ab­stu­fung sei­ner Kreditwürdigkeit.

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Die Wie­ner Zei­tung beschäf­tigt wenigs­tens nicht wan­ken­de Volltrottel…

Wie kann man die Bevölkerung noch verarschen

12. Oktober 2022

Man kann im öffent­lich recht­li­chen Fern­se­hen fal­sche Dicho­to­mien pro­du­zie­ren und verbreiten.

Der Exper­te bringt fol­gen­des ein: Die Ukrai­ne kön­ne mili­tä­risch nicht ver­lie­ren, wenn der Wes­ten sie wei­ter mit schwe­ren Waf­fen versorgt

- die Ukrai­ne ist ohne den Osten und den Süden des Lan­des nicht über­le­bens­fä­hig - das “wäre das Ende der Ukraine”

- die Ukrai­ne ver­liert, wenn der Wes­ten sich spal­ten lässt.

Dar­auf folgt dann der kon­stru­ier­te Schluss, dass Russ­land nur gewin­nen kön­ne, wenn der rus­si­sche Infor­ma­ti­ons­krieg die west­li­chen Bevöl­ke­run­gen spal­ten würde.

Aus der Glei­chung kann man ein paar Din­ge weg­kür­zen - näm­lich tat­säch­lich alles was ope­ra­tiv oder mili­tä­risch im Krieg pas­siert, denn die Ukrai­ne gewin­ne ja, wenn sich der Wes­ten nicht spal­ten lie­ße. Und die Ukrai­ne dür­fe nicht ver­lie­ren sonst wäre der Staat tot.

Folgt: Die Spal­ter und Kriegs­geg­ner in der euro­päi­schen Öffent­lich­keit ent­schei­den über das Schick­sal der Ukraine!

Wir dür­fen nicht auf die hören!

Und wenn wir nicht auf die hören, gewin­nen wir!

Dicho­to­mie perfekt.

Nun, damit gibt es ein paar klei­ne­re Probleme…

Zum Bei­spiel, dass die Ukrai­ne mit einem ukrai­ni­schen Hafen Odes­sa über­le­bens­fä­hig ist. Und sie Odes­sa aktu­ell besitzt. Und damit in Waf­fen­still­stands­ver­hand­lun­gen gehen könnte.

Oder, dass die noch nicht geför­der­ten Roh­stof­fe im Osten zur Selbst­ver­sor­gung der Ukrai­ne 20 Jah­re aus­rei­chen (aufs Erd­gas und den bis­he­ri­gen Ver­brauch bezo­gen), ohne auch nur irgend­ei­ne Auf­bau­tä­tig­keit hin­ein­zu­fak­torn. Wess­halb die Ukrai­ne bei einer Tren­nung von Russ­land (wenn sie kein neu­tra­ler Staat mehr wird) zum erneu­er­ba­ren Ener­gie­zen­trum Euro­pas wer­den muss. Da sie zwar viel Platz hat, sonst aber weni­ge öko­no­mi­sche Assets. (Selbst die Nah­rungs­mit­tel­pro­duk­ti­on zählt nicht wirk­lich, da es sich dabei um eine Bran­che mit 10 Mil­li­ar­den Jah­res­um­satz handelt.)

Oder - dass man mit der Dicho­to­mie ein Tot­schlag­ar­gu­ment hat, bis die Ukra­ne gewon­nen hat - was aktu­ell laut Selen­skyj der Fall ist, wenn in Russ­land “Regime Chan­ge” erreicht wur­de (und der neue rus­si­sche Prä­si­dent ihm im Gespräch die Krim über­gibt, da er “bereits weiß was Sache ist”), oder laut ORF Euro­pa­stu­dio, wenn Russ­land sei­ne Nukle­ar­waf­fen abge­ben muss­te (KOMPLETT PLEMPLEM).

Oder dass die Ukrai­ne nicht ver­lie­ren kann.

Oder dass jeder Geg­ner einer wei­te­ren mili­tä­ri­schen Eska­la­ti­on ein russ­land­ver­ste­hen­der Spal­ter ist.

Oder dass Null­sum­men­spiel Logik hier der ein­zi­ge Aus­weg ist. Oder…

ABER SO EINE FALSCHE DICHOTOMIE, IM ÖFFENTLICH RECHTLICHEN FERNSEHEN, IM HAUPTABEND, KANN BEI DER ÖFFENTLICHEN MEINUNG WUNDER BEWIRKEN!

Fickt euch ihr Schwei­ne, sterbt ihr Wichser.

Die Presse und ihre Leser

12. Oktober 2022

Die Ver­schul­dung des öster­rei­chi­schen Staa­tes stei­gen auf 367 Mil­li­ar­den Euro. Was auch auf­fällt: Die Zins­zah­lun­gen der Repu­blik wer­den sich laut Bud­get­ent­wurf auf 8,7 Mil­li­ar­den Euro verdoppeln.

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Dazu fällt der Pres­se Redak­ti­on eines ein:

Öster­reich soll laut Finanz­mi­nis­ter Magnus Brun­ner gestärkt aus den „schwie­rigs­ten Zei­ten seit Ende des Zwei­ten Welt­kriegs” her­vor­ge­hen. Gelingt das mit die­sen Schwer­punk­ten im Bud­get? Dis­ku­tie­ren Sie mit!

Die Pres­se Leser haben auch bereits tol­le Tipps parat!

Ich tra­ge ger­ne per­sön­lich dazu bei, durch mei­ne Bedürf­nis­se zur Bewäl­ti­gung der Kri­se bei­zu­tra­gen. Aber dazu gehört auch von unse­ren Behör­den eine Redu­zie­rung der Aus­ga­ben, vor allem zum Per­so­nal­auf­wand, über­mä­ßi­ger Sozi­al­leis­tun­gen, radi­ka­le Redu­zie­rung der För­de­run­gen und beson­ders Ände­rung der Flüchtlingspolitik.

Aktu­ell der höchst bewer­te­te Bei­trag unter sechs (gesamt).

Pres­se Leser wis­sen mehr.

Als Pri­vat­per­son kraft­voll in den Auf­schwung der Zukunft ver­zich­ten, gegen stei­gen­de Zin­sen für Struk­tur­in­vest­ments, aber nur wenns den Armen schlech­ter geht als mir!

In einer Stag­fla­ti­on 2023.

Die NGOs haben hier­zu aber auch tol­le Vor­ar­beit geleis­tet. Allei­ne wäre die Bevöl­ke­rung zur Zur­schau­stel­lung von so viel öko­no­mi­schem Wis­sen gar­nicht im Stande.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut abgrund­tief Letz­te. Sterbt ihr Arschlöcher.

edit: Dif­fe­renz zum Zins­s­satz Deutsch­lands steigt um 100%, nicht die Gesamtzinslast.

Das gutartige Leck

12. Oktober 2022

Erin­nert man sich eigent­lich noch an die bei­den Nord­stream Pipe­lines, die vier bös­ar­ti­ge Lecks hat­ten? Was die Medi­en erst­mal nicht als Head­line Arti­kel gebracht haben?

Bei denen die Medi­en der deut­schen Regie­rung einen Tag Bedenk­zeit gege­ben haben, damit sich die deut­sche Regie­rung “Wir befin­den uns in einem Ener­gie­krieg” aus­den­ken konnte?

Wäh­rend die direkt von der Ver­tei­di­gungs­in­dus­trie gekauf­ten Pun­dits (Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Wolf­gang Ischin­ger) ver­laut­bart haben, dass sie zwar kei­ne Bewei­se hät­ten aber es Russ­land war?

Wo sich dann Bloom­berg ver­schluckt hat, als Sachs erwähnt hat dass es der direk­ten diplo­ma­ti­schen Reak­ti­on zur Fol­ge eher die US waren (“Na was hast du dir denn erwar­tet, wenn du den ein­lädst” Sager im Live Programm)?


Stellt sich her­aus, es gibt im deut­schen Ener­gie­krieg, eine Woche spä­ter - auch voll­kom­men benig­ne Lecks. Also Lecks bei denen man sich in einem Ener­gie­krieg qua­si kei­ne Sor­gen machen muss.

Zum Bei­spiel Lecks in der Drusch­ba (*freund­schaft*) Pipe­line durch Polen, die rus­si­sches Öl nach Deutsch­land befördert.

Also obwohl die Betrei­ber­ge­sell­schaft noch nicht weiß was pas­siert ist, wäh­rend die Betrei­ber­ge­sell­schaft gleich­zei­tig weiß, dass es sich im eine “unab­sicht­li­che Beschä­di­gung handelt”.

Wäh­rend die Medi­en bereits wie­der beru­higt sind, denn “die zwei­te Pipe­line funk­tio­nie­re nor­mal” und außer­dem folg­ten alle “plan­mä­ßig den dafür vor­ge­se­he­nen Algo­rith­men”, teil­te der Betrei­ber mit.

Die zwei­te Lei­tung der Pipe­line funk­tio­niert den Anga­ben zufol­ge nor­mal. Dies gel­te auch für ande­re Berei­che der PERN-Infrastruktur. “Zum jet­zi­gen Zeit­punkt han­deln alle PERN-Dienste (Tech­nik, Betrieb, Werks­feu­er­wehr und Umwelt­schutz) nach den für die­se Art von Situa­ti­on vor­ge­se­he­nen Algo­rith­men”, teil­te der Betrei­ber mit.

Bis­lang gibt es kei­ne Hin­wei­se auf die Ursa­che des Aus­falls. Alle Hypo­the­sen sind möglich.”

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Mann, das muss ein echt har­ter Ener­gie­krieg, sein - wenn in Polen so ein unplan­mä­ßi­ges, aber voll­kom­men gut­ar­ti­ges Leck weni­ger rus­si­sches Öl nach Deutsch­land kom­men lässt, das ja kein rus­si­sches Öl mehr bezieht, weil man ja bei nicht rus­si­schen Ener­gie­ge­sell­schaf­ten ein­kauft, die Öl am frei­en Markt ein­kau­fen -- und die Medi­en ver­ges­sen dar­über zu berichten.

So ein unplan­mä­ßi­ges, plan­mä­ßi­ges - aber gut­ar­ti­ges Leck in der Drusch­ba Pipe­line, über das öffent­lich in einem Ener­gie­krieg nicht wirk­lich berich­tet wer­den muss, eig­net sich ja auch her­vor­ra­gend um Deutsch­land über den Win­ter zu bringen.

Jetzt wo die bei­den Nord­stream­pipe­lines nicht mehr exis­tie­ren… Die Russ­land zu dem Zweck hoch­ge­jagt hat, dass Polen über die Drusch­ba Pipe­line poli­ti­schen Druck erzeu­gen kann.

Im Ener­gie­krieg.

Gegen… Russ­land -
in dem von den Medi­en ver­ges­sen wird groß­flä­chig über einen Aus­fall einer wei­te­ren Pipe­line zu berichten…

Sla­va Pol­s­ka. Druz­ba! (*freund­schaft*)

Komm, du das packen wir mal in den Lokal­teil, es ist ja nur eine der größ­ten Pipe­lines Mitteleuropas…

Das Leck ist nach pol­ni­schen Anga­ben wohl nicht auf Sabo­ta­ge zurück­zu­füh­ren. Ursa­che sei eher eine unbe­ab­sich­tig­te Beschä­di­gung, sag­te der für die Energie-Infrastruktur zustän­di­ge Ver­tre­ter Mateusz Ber­ger in einem Tele­fo­nat der Nach­rich­ten­agen­tur Reuters.

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Nur ein klei­nes, gut­ar­ti­ges, absicht­lich unab­sicht­li­ches Leck, ohne einen Hin­weis auf die Ursa­che, im Ener­gie­krieg… Bit­te weitergehen, …

Es gibt heu­te aber auch wie­der gute Nach­rich­ten. Dies­mal im Etat, Standard -

Holtzbrinck-Förderpreis für Wis­sen­schafts­jour­na­lis­mus an STANDARD-Redakteurin Vere­na Mischitz

Klu­ge Dra­ma­tur­gie begeis­te­re Zuschaue­rin­nen und Zuschau­er für hoch­kom­ple­xe Sach­ver­hal­te, begrün­det die Jury

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Mischitzstandard

(Hat wohl auch Thea­ter­wis­sen­schaf­ten studiert.)

Ich schau ja mei­nen Wis­sen­schafts­jour­na­lis­mus auch am Liebs­ten im Stan­dard, wegen der guten Dramaturgie.

Wie kann man Bevölkerungen noch verarschen?

12. Oktober 2022

Tages­schau Edition:

Die jüngs­te Angrif­fe Russ­lands auf Städ­te in der Ukrai­ne sol­len nach Auf­fas­sung der Poli­tik­wis­sen­schaft­le­rin Gwen­d­o­lyn Sas­se Stär­ke demons­trie­ren. Sie sei­en eine Ant­wort auf die erfolg­rei­che Gegen­of­fen­si­ve der Ukrai­ne und auf die Explo­si­on auf der Krim-Brücke. Gleich­zei­tig ste­he Prä­si­dent Wla­di­mir Putin zuneh­mend unter Druck, vor allem durch Hard­li­ner in der eige­nen Partei.

Gesprä­che zwi­schen Russ­land und der Ukrai­ne hält Sas­se der­zeit für nicht denk­bar. Die Ukrai­ne müs­se zunächst genug Gelän­de­ge­win­ne ver­zeich­nen, um über­haupt ver­han­deln zu können.

Bestechen­de Logik. Es ist Russ­land das den Krieg ver­län­gern möchte.

Der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Wolo­dym­yr Selen­skyj hat den Wes­ten zu här­te­ren Sank­tio­nen gegen den rus­si­schen Ener­gie­sek­tor auf­ge­ru­fen. Die rus­si­schen Ein­nah­men aus Öl- und Gas­ex­por­ten zu unter­bin­den, stel­le eine sym­me­tri­sche Reak­ti­on auf Russ­lands Atta­cken auf den “Ener­gie­sek­tor und die Ener­gie­sta­bi­li­tät unse­rer Län­der” dar, sag­te er bei einer Video­kon­fe­renz mit Staats- und Regie­rungs­chefs der sie­ben füh­ren­den west­li­chen Indus­trie­staa­ten (G7). Der­ar­ti­ge Schrit­te könn­ten den Frie­den näher brin­gen, sag­te Selen­skyj. “Sie wer­den den Ter­ror­staat dazu anre­gen, über Frie­den nach­zu­den­ken, über die Unren­ta­bi­li­tät des Krieges.”

Selen­skyj: “Putin sei der Ein­zi­ge der sich einen lan­gen Krieg wünsche.”

Die USA tei­len die Auf­fas­sung der Ukrai­ne, dass Russ­land die schwe­ren Luft­an­grif­fe auf ukrai­ni­sche Städ­te bereits vor der Explo­si­on auf der Krim-Brücke geplant hat. Anschlä­ge die­ses Aus­ma­ßes könn­ten nicht inner­halb von ein paar Tagen aus­ge­ar­bei­tet wer­den, sagt der Spre­cher des Natio­na­len Sicher­heits­ra­tes im Wei­ßen Haus, John Kir­by, dem Sen­der CNN. “Es war eher schon seit gerau­mer Zeit geplant.”

Wohl bereits seit die Ukrai­ne über­gro­ße Brief­mar­ken mit Explo­sio­nen auf der Kertsch­brü­cke druckt und in der Öffent­lich­keit ausstellt…

Die NATO-Staaten wol­len wegen des anhal­ten­den Krie­ges in der Ukrai­ne die Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten für Muni­ti­on und Aus­rüs­tung erhö­hen. “Je län­ger sich die­ser Krieg hin­zieht, des­to wich­ti­ger ist es, dass wir dann auch in der Lage sind, Vor­rä­te wie­der auf­zu­fül­len”, sag­te Gene­ral­se­kre­tär Jens Stol­ten­berg in Brüs­sel. Beim Tref­fen der Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter der 30 NATO-Staaten soll­ten im Lau­fe der Woche ent­spre­chen­de Beschlüs­se getrof­fen wer­den. Die­se wür­den lang­fris­ti­ge Nach­fra­ge für die Indus­trie sichern, die wie­der­um in neue Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten inves­tie­ren müs­se. Dadurch sol­le die die Bereit­stel­lung von Mate­ri­al an die Ukrai­ne beschleu­nigt werden.

Russ­land geht die Muni­ton aus.

Russ­land geht nach Ein­schät­zung bri­ti­scher Geheim­diens­te im Ukraine-Krieg zuneh­mend die Muni­ti­on aus. “Wir wis­sen, und das wis­sen auch rus­si­sche Kom­man­deu­re im Krieg, dass ihnen die Aus­rüs­tung und Muni­ti­on aus­geht”, sag­te der Direk­tor des bri­ti­schen Geheim­diens­tes GCHQ, Jere­my Fle­ming, am Diens­tag einem vor­ab ver­öf­fent­lich­ten Rede­ma­nu­skript zufol­ge, aus dem die BBC zitier­te. Das bri­ti­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um ver­öf­fent­licht seit Beginn des Kriegs unter Beru­fung auf Geheim­dienst­in­for­ma­tio­nen täg­lich Infor­ma­tio­nen zum Kriegsverlauf.

Sor­ry, hier - Russ­land geht die Muni­ti­on aus.

Nach Ansicht des CDU-Außenpolitikers Rode­rich Kie­se­wet­ter müs­sen die Men­schen in Deutsch­land dar­über auf­ge­klärt wer­den, dass der rus­si­sche Angriffs­krieg gegen die Ukrai­ne noch län­ge­re Zeit dau­ern könn­te. “Auch unse­re Bevöl­ke­rung muss dar­auf ein­ge­stellt wer­den, dass die­ser Krieg womög­lich noch zwei Jah­re gehen kann und dass er sich aus­wei­tet”, sag­te Kie­se­wet­ter dem Sen­der Welt.

Gut, dass wir mehr schwe­re Waf­fen lie­fern müs­sen, da Putin nicht mehr eska­lie­ren kann!

Und gut dass unse­re Freun­de im ECFR seit März for­dern die Bevöl­ke­run­gen auf einen län­ge­ren Krieg ein­zu­stel­len. Von März bis heu­te gabs ja auch kei­ne wei­te­ren Eska­la­tio­nen mehr, da Russ­land nicht mehr eska­lie­ren konnte.

Die NATO wird in der kom­men­den Woche ihre jähr­li­chen Manö­ver zur Ver­tei­di­gung des Bünd­nis­ge­biets mit Atom­waf­fen begin­nen. Die bereits lan­ge geplan­te Abschre­ckungs­übung “Stead­fast Noon” sei ein Routine-Training, um die Abschre­ckung sicher und wirk­sam zu hal­ten, sag­te NATO-Generalsekretär Jens Stol­ten­berg. Kern der nuklea­ren Fähig­kei­ten der NATO sei es immer, den Frie­den zu bewah­ren und Aggres­sio­nen zu verhindern.

Bei der Übung im ver­gan­ge­nen Jahr waren Sol­da­ten aus 14 NATO-Staaten, dar­un­ter Deutsch­land, betei­ligt. Sie trai­nier­ten unter ande­rem mit Dut­zen­den Flug­zeu­gen - dar­un­ter waren neben atom­waf­fen­fä­hi­gen Kampf­jets auch kon­ven­tio­nel­le Jets sowie Überwachungs- und Tank­flug­zeu­ge. Nach Anga­ben von Mili­tär­ex­per­ten wird bei den regel­mä­ßig im Okto­ber statt­fin­den­den Stead­fast Noon-Manövern unter ande­rem geübt, wie man die US-Atomwaffen sicher aus unter­ir­di­schen Maga­zi­nen zu den Flug­zeu­gen trans­por­tiert und unter die Kampf­jets mon­tiert. Bei den Übungs­flü­gen wird dann aller­dings ohne Bom­ben geflogen.

Russ­land kann auch gar­nicht mehr eskalieren.

NATO-Generalsekretär Jens Stol­ten­berg hat Russ­land für den Fall des Ein­sat­zes von Atom­waf­fen im Ukraine-Krieg erneut mit Kon­se­quen­zen gedroht. “Wenn Russ­land Atom­waf­fen ein­setzt, wird das ver­schie­de­ne Kon­se­quen­zen haben, auch beim Gebrauch klei­ne­rer ato­ma­rer Waf­fen”, sag­te der Nor­we­ger dem Nach­rich­ten­por­tal “ZDFheute.de” vor einem Tref­fen der Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter der 30 NATO-Staaten am Mitt­woch in Brüs­sel. Er wol­le nicht zu sehr ins Detail gehen. “Das Wich­tigs­te ist, zu ver­hin­dern, dass dies geschieht.”

Stol­ten­berg bezeich­ne­te das Risi­ko eines Ein­sat­zes von Atom­waf­fen durch Russ­land als nach wie vor gering. “Aber die Eska­la­ti­on in der Ukrai­ne und die nuklea­re Bedro­hung Russ­lands macht es not­wen­dig, dass wir sie ernst neh­men und vor­be­rei­tet sind.” Putins nuklea­re Rhe­to­rik bezeich­ne­te der NATO-Generalsekretär als gefähr­lich und rück­sichts­los. “Des­halb haben wir Russ­land so deut­lich zu ver­ste­hen gege­ben, dass ein Atom­krieg nicht zu gewin­nen ist und nie­mals geführt wer­den darf.”

Wir soll­ten Russ­lands Eska­la­ti­ons­po­ten­ti­al ernst neh­men, aber nicht ernst neh­men. Es ist gering.

USA: Kei­ne Hin­wei­se auf Atomwaffen-Einsatz

Den USA lie­gen wei­ter­hin kei­ne Hin­wei­se auf rus­si­sche Vor­be­rei­tun­gen für einen Atomwaffen-Einsatz in der Ukrai­ne vor. “Wir sehen kei­ne Anzei­chen, nichts, was dafür spre­chen wür­de, dass Putin beschlos­sen hät­te, Atom- oder Mas­sen­ver­nich­tungs­waf­fen in der Ukrai­ne ein­zu­set­zen”, sag­te der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­di­rek­tor des Natio­na­len Sicher­heits­ra­tes im Wei­ßen Haus, John Kir­by, in Washing­ton. Man sehe auch kei­ne Anzei­chen dafür, dass die zustän­di­gen Stel­len sich auf eine sol­che Ent­schei­dung vorbereiteten.

Was heißt gering, es gibt nicht mal Anzei­chen dafür.

Kana­da baut Aus­bil­dung ukrai­ni­scher Sol­da­ten aus

Kana­di­sche Exper­ten sol­len in Polen Ukrai­ner in den Berei­chen Minen­räu­mung, Pio­nier­auf­klä­rung und für den Umgang mit Spreng­stoff trai­nie­ren. Wie die kana­di­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Ani­ta Anand bekannt­gab, sol­len dafür etwa 40 Kamp­f­in­ge­nieu­re zu dem NATO-Verbündeten geschickt wer­den. Bei einem Besuch in der pol­ni­schen Haupt­stadt War­schau sag­te sie, die kana­di­schen Exper­ten wür­den in den kom­men­den Wochen damit begin­nen, die pol­ni­schen Streit­kräf­te bei der Aus­bil­dung von ukrai­ni­schen Pio­nier­ein­hei­ten zu unter­stüt­zen. Dies wer­de das Trai­ning ergän­zen, das Ukrai­ner in Groß­bri­tan­ni­en bereits von Kana­da erhiel­ten, sag­te sie bei einem Gespräch mit ihrem pol­ni­schen Kol­le­gen Mari­usz Blaszczak.

Nur Russ­land hat Inter­es­se an einem lang andau­ern­den Krieg.

Pan­zer­wrack darf vor rus­si­scher Bot­schaft aus­ge­stellt werden

Ein zer­schos­se­ner rus­si­scher Pan­zer darf als zeit­wei­li­ges Mahn­mal gegen­über der rus­si­schen Bot­schaft in Ber­lin auf­ge­stellt wer­den. Das ent­schied das Ber­li­ner Ver­wal­tungs­ge­richt und ver­pflich­te­te damit den Bezirk Mit­te zur Geneh­mi­gung der geplan­ten Akti­on eines Ver­eins. Das Pan­zer­wrack kön­ne zwar vor­aus­sicht­lich nicht direkt vor der Bot­schaft auf dem Bou­le­vard Unter den Lin­den auf­ge­stellt wer­den, weil die dor­ti­ge Mit­tel­pro­me­na­de nicht für eine Belas­tung von 40 Ton­nen aus­ge­legt sei. 

Nur Russ­land hat Inter­es­se an einem lang andau­ern­den Krieg.

Selen­skyj: Angrif­fe kön­nen Wie­der­auf­bau nur verzögern

Nach einer zwei­ten Wel­le rus­si­scher Angrif­fe hat der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Wolo­dym­yr Selen­skyj sei­nen Lands­leu­ten einen bal­di­gen Wie­der­auf­bau zer­stör­ter Infra­struk­tur ver­spro­chen. Der Beschuss habe die Repa­ra­tur zuvor beschä­dig­ter Objek­te ledig­lich ver­zö­gert, sag­te Selen­skyj in sei­ner Video­an­spra­che. “Wo es Ver­lus­te gab, gibt es bereits unse­ren Wil­len zum Auf­bau. Wo es irgend­wel­che Hoff­nun­gen des Fein­des gab, wird es nur noch Rui­nen der rus­si­schen Staat­lich­keit geben.”

Nur Russ­land hat Inter­es­se an einem lang andau­ern­den Krieg.

Selen­skyj stellt Antrag für Odes­sa auf Welterbeliste

Der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Wolo­dym­yr Selen­skyj hat die Auf­nah­me der ukrai­ni­schen Hafen­stadt Odes­sa in die Welt­erbe­lis­te der UNESCO bean­tragt. “Wir müs­sen ein kla­res Signal aus­sen­den, sodass die Welt nicht weg­sieht, wenn unse­re gemein­sa­me Geschich­te, unse­re gemein­sa­me Kul­tur, unser gemein­sa­mes Erbe zer­stört wer­den”, sag­te Selen­skyj in einer Video­bot­schaft an den Exe­ku­tiv­rat der UN-Kulturorganisation.

Zur Auf­hei­te­rung.

Biden: Putin hat sich “erheb­lich verkalkuliert”

Russ­lands Prä­si­dent Wla­di­mir Putin hat sich mit sei­nem Angriffs­krieg gegen die Ukrai­ne nach Ansicht von US-Präsident Joe Biden ver­schätzt. “Ich den­ke, er ist ein ratio­na­ler Akteur, der sich erheb­lich ver­kal­ku­liert hat”, sag­te Biden laut TV-Sender CNN in einem Inter­view. Dem­nach sag­te Biden, er glau­be zwar, dass Putin ratio­nal hand­le, sei­ne Zie­le in der Ukrai­ne aber irra­tio­nal sei­en.

Na, schon hei­ter genug?

Was for­dert denn Russ­land aktu­ell denn so? Neu­tra­li­tät der Ukrai­ne und den Besitz der bereits annek­tier­ten Gebie­te. VOLLKOMMEN IRRATIONAL! WIE KANN RUSSLAND DENN FORDERN WAS SIE BEREITS HABEN! (Und die Neu­tra­li­tät der Ukrai­ne.) DIE HABEN SICHER INTERESSE AN EINEM LANG ANDAUERNDEN KRIEG! (Vor allem da sie gemessagt haben, dass sie noch kei­ne genau­en regio­na­len Gren­zen der annek­tier­ten Regio­nen fest­le­gen wol­len. Da sind die Medi­en sofort mit “Ein Zei­chen für Russ­lands Schwä­che” ange­sprun­gen. Die Rus­sen sind da sicher nicht verhandlungsbereit.)

Kreml: Tref­fen zwi­schen Putin und Biden möglich

Die rus­si­sche Füh­rung zeigt sich offen für ein Tref­fen zwi­schen Prä­si­dent Wla­di­mir Putin und US-Präsident Joe Biden. Russ­land wür­de eine sol­che Begeg­nung bei dem bevor­ste­hen­den G20-Gipfel nicht ableh­nen und den Vor­schlag prü­fen, soll­te es einen von den USA erhal­ten, sagt der rus­si­sche Außen­mi­nis­ter Ser­gej Law­row im rus­si­schen Staatsfernsehen.Das Tref­fen der Staats- und Regie­rungs­chefs der 20 wich­tigs­ten Industrie- und Schwel­len­län­der (G20) ist Mit­te Novem­ber auf der indo­ne­si­schen Insel Bali geplant. Russ­land sei auch bereit, sich Vor­schlä­ge zu Frie­dens­ge­sprä­chen anzu­hö­ren, sagt der Außen­mi­nis­ter. Er kön­ne jedoch nicht im Vor­aus sagen, wohin die­ser Pro­zess füh­ren wür­de. Bereits im Juli die­ses Jah­res hat­te es auf Bali ein G20-Treffen der Außen­mi­nis­ter gegeben.

Nur Russ­land hat Inter­es­se an einem lang andau­ern­den Krieg.

G7-Staaten wol­len Putin zur Rechen­schaft ziehen

Die sie­ben füh­ren­den demo­kra­ti­schen Wirt­schafts­mäch­te haben die jüngs­ten rus­si­schen Rake­ten­an­grif­fe auf die Ukrai­ne aufs Schärfs­te ver­ur­teilt und den ukrai­ni­schen Streit­kräf­ten wei­te­re mili­tä­ri­sche Unter­stüt­zung zuge­si­chert. Nach einer Video­kon­fe­renz mit dem ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten Wolo­dym­yr Selen­skyj erin­ner­ten die G7 in einer gemein­sa­men Erklä­rung dar­an, dass “wahl­lo­se Angrif­fe auf unschul­di­ge Zivi­lis­ten ein Kriegs­ver­bre­chen” dar­stell­ten. “Wir wer­den Prä­si­dent Putin und die Ver­ant­wort­li­chen zur Rechen­schaft zie­hen”, heißt es dar­in wei­ter mit Blick auf den Kremlchef.

Nur Russ­land hat Inter­es­se an einem lang andau­ern­den Krieg.

Alle­samt nur Mel­dun­gen vom 11.10.2022

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut Letz­te. Sterbt ihr Schweine.