Man kann Scheinzusammenhänge konstruieren um der Gegenseite dann Lügen zu unterstellen.
Die jüngsten Angriffe legen außerdem nahe, dass der Krieg einem genauen russischen Drehbuch folgt. Der Außenminister der Ukraine, Dmytro Kuleba, geht ebenso wie internationale Experten davon aus, dass die Attacken von langer Hand geplant waren. Es handelte sich somit keineswegs, wie von Präsident Wladimir Putin behauptet, um eine Reaktion auf die Explosionen auf der Krim-Brücke am Wochenende.
Diesmal Wiener Zeitung. Aber nicht nur. Das selbe Narrativ läuft durch all deutschsprachige Medien.
Dass auf einen Angriff der Kertschbrücke Vergeltungsaktion auf Kiew folgen würden, wurde von Russland spätestens sei dem die Diskussion um die Lieferung von HIMARS Systemen durch die Presse gingen als PR für die Krim Bevölkerung offiziell verlautbart.
Der Guardian vor den russischen Vergeltungsschlägen:
When the Russian president opened its road span on 15 May 2018, driving an orange Kamaz truck across the bridge, he boasted of its significance.
“In different historical epochs, even under the tsar priests, people dreamed of building this bridge. Then they returned to this [idea] in the 1930s, the 40s, the 50s. And finally, thanks to your work and your talent, the miracle has happened.”
Heavily defended since the start of Russia’s full-scale invasion of Ukraine, it was seen as important enough for Moscow to warn of reprisals if the bridge was targeted.
But on Saturday morning, in circumstances that are still unclear, a huge explosion rocked the Kerch bridge, collapsing part of the road carriageway into the Kerch Strait below and setting fire to fuel tankers on a train crossing the second railway span of the bridge.
Man könne also garnicht spontan so gezielt reagiert haben ist ein Tatsachenverdrehung wie vom Journalismus der letzen Monate gewohnt.
Die Planung für einen Gegenschlag musste nicht innerhalb weniger Tage erfolgen. Man baut Contingencies. Im Krieg. Man reagiert nicht einfach “strategisch spontan”.
Ungeachtet dessen war die darauffolgende Vernichtung von Energieinfrastruktur in der Ukraine sicher nicht nur Teil einer “angekündigten Vergeltung”.
Ich habs noch einmal in einen eigenen Beitrag ausgelagert, es ist zu wesentlich um weiter unten zu versanden.
Einstieg:
“Spiegel”: Schweden blockiert gemeinsame Ermittlungen zu Nord-Stream-Lecks
Schweden, Dänemark und Deutschland werden anders als geplant keine gemeinsame Ermittlungsgruppe zur Untersuchung der Lecks an den Nord-Stream-Pipelines bilden. Das berichtete heute “Der Spiegel”. Demnach verneinte Schweden die Einrichtung eines internationalen Ermittlerteams, weil die Sicherheitseinstufung der Ermittlungsergebnisse zu hoch sei, um diese mit anderen Staaten zu teilen.
Der Standard publiziert dazu am Abend darauf ein non-denial denial Schwedens.
Andersson dementiert Bericht über eigene schwedische Nord-Stream-Untersuchung
Schwedens scheidende Ministerpräsidentin Magdalena Andersson hat den “Spiegel”-Bericht, wonach Schweden nicht gemeinsam mit Dänemark und Deutschland das Gasleck an den beschädigten Nord-Stream-Pipelines untersuchen wolle, zurückgewiesen. “Wie ich das verstanden habe, stimmt das nicht. Wir arbeiten zusammen mit Dänemark und Deutschland bei diesem Thema”, sagte Andersson am Freitagabend zu Reuters in Berlin. “Die schwedische Untersuchung läuft noch. Wir waren schnell im Wasser für Untersuchungen und haben Material nach oben gebracht.”
Sogar ein overspecific non-denial denial.
Sie haben *stuff* aus dem Wasser nach oben gebracht! Soweit das Magdalena Anderson verstanden hat.
src: click
Das hat der Spiegel sicher nicht gewusst…
Schweden hatte den Tatort südöstlich der Ostseeinsel schon vorher inspiziert und am Meeresgrund auch Beweismaterial sichergestellt.
Oh hat er? Komisch dass das der Standard nicht gesehen hat…
Nach SPIEGEL-Informationen lehnte Schweden die Einrichtung eines internationalen »Joint Investigation Team« (JIT) ab. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen soll Schweden die Ablehnung damit begründet haben, dass die Sicherheitseinstufung seiner Ermittlungsergebnisse zu hoch sei, um diese mit anderen Staaten zu teilen.
[…]
Von Schwedischer Seite war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Der Sicherheitsdienst verwies an das Justizministerium. Das Justizministerium verwies an den Sicherheitsdienst. In Berlin hieß es zu der schwedischen Ablehnung, man erhoffe sich dennoch eine Zusammenarbeit mit dortigen Behörden.
Na sowas! Dieser Teil der Spiegel Reportage findet sich ja ebenfalls eins zu eins im non denial denial wieder. Man hat die Einrichtung eines JIT abgelehnt, hoffe aber “dennoch auf eine Zusammenarbeit”, die “stattfinden soll” “soweit das die scheidende Ministerpräsidentin verstanden hat”.
Da die Einrichtung eines internationalen Joint Investigation Teams (JIT) und “dennoch soll eine Zusammenarbeit stattfinden” nicht das selbe sind. Bei ersterem geht es um geteilten Zugang zu allen Informationen, bei zweiterem darum, dass man den anderen Interessenten “auch mal ein wenig hilft”.
Der Unterschied sind Welten. Dass Schweden den Bericht des Spiegels dementiert hätte, ist komplett erlogen.
Das Wording hier ist relevant, und der Standard lässt sich hier (scheinbar gerne) täuschen.
Das Ausschlagen der Bildung eines Joint Investigation Teams (JIT) mit Verweis auf die nationale Sicherheit Schwedens wurde nicht dementiert.
Joint investigation teams
A joint investigation team (JIT) is one of the most advanced tools used in international cooperation in criminal matters, comprising a legal agreement between competent authorities of two or more States for the purpose of carrying out criminal investigations. Made up of prosecutors and law enforcement authorities as well as judges, JITs are established for a fixed period, typically between 12 and 24 months, such as is necessary to reach successful conclusions to investigations.
[…]
JITs offer national authorities in different States a flexible framework that is relatively quick and easy to establish and enables the respective authorities to participate in the investigation in a mutually beneficial way.
Once a JIT has been set up, the partners can directly exchange information and evidence, cooperate in real time and jointly carry out operations. Further, JITs allow for practitioners to be present during investigative measures on each other’s territories, and to therefore share their technical expertise and human resources more efficiently. Direct contacts and communication enable the JIT members to build personal relations and trust, leading to faster and more efficient cooperation.
The financial support provided by Eurojust and/or other EU agencies to JITs is another important benefit to national authorities, reducing the impact on national budgets of costs incurred due to the transnational dimension of cross-border cooperation.
Es geht hier um das Tool, und welche nationalen Institutionen bei der Freigabe von Information involviert werden und einem Antrag auf Weitergabe von Information zustimmen müssen.
Dass das wegfällt, ist nicht “egal”.
Dass es anstattdessen “trotzdem Zusammenarbeit geben soll” ist kein Dementi des Spiegelberichts.
Es ist eine Bestätigung des Spiegelberichts mit einer PR-Floskel “man werde sich so und so um Zusammenarbeit bemühen” oben drauf.
Beleg dafür?
Der Spiegel Bericht wurde weder berichtigt, noch zurückgezogen.
Leute die sich nicht aktiv informieren bekommen hier wieder “Wahrheit geliefert” und lernen nebenbei zum ersten Mal, mit Illner gemeinsam - die Ukraine muss ja jetzt auch noch die Krim zurückholen, weil sich ja auch was verändert hat.
Also gehen wirs durch. Katrin Eigendorf (eine von Deutschlands Top 10 Reportage Journalistinnen) hat sich dadurch ausgezeichnet, dass sie ihr “Bild vom Krieg” komplett emotionalisiert in Butscha geformt hat.
Sie hat die erste Reportage produziert:
und dann wie folgt über ihre Erlebnisse gesprochen:
In der phoenix runde zum Thema “Zwischen Wahrheit und Propaganda - der Krieg und die Medien”, wurde die ZDF Korrespondentin die auf der Pressereise nach Butscha dabei war (50 Journalisten) und den ersten Augenzeugenbericht darüber für die Hauptabendnachrichten produziert hat - nach ihren Eindrücken gefragt. Das von ihr gezeichnete Szenario war dann in etwa wie folgt: “Soetwas zu inszenieren sei nicht möglich”, “die Journalisten konnten sich im Dorf frei bewegen und mit Anwohnern sprechen” - aber dann auch solche Dinge wie “es sei in Ordnung über die Position der anderen Seite nicht zu berichten, denn da müsste man ja Propaganda wiedergeben, daher sei ein Aussparen der Kommentare einer Seite nicht nur wichtig, sondern auch wesentlich”, mit einer wiederkehrenden Argumentation “wer soetwas anrichtet, der müsse von der Berichterstattung ausgeschlossen bleiben” (ausstaffiert mit “Wir haben uns in Redaktionssitzungen zusammengesetzt und beschlossen uns nicht dem illusorischen Ideal einer ausgewogenen Berichterstattung zu unterwerfen”, weil Kriegsgräuel und russische Propaganda, der man nicht glauben darf). Illustriert wurde das im emotionalsten Moment der Debatte durch die folgende Aussage der ZDF Korrespondentin:
(bei 6:27 in)
“Wir als Journalisten sind hier als Augenzeugen vor Ort. Was ich in Butscha gesehen habe, sind schwere Kriegsverbrechen, ich habe dort mit Menschen gesprochen die mir geschildert haben, wie russische Soldaten Zivilisten Beschossen haben, wie sie Wohnungen und Geschäfte geplündert haben, wie sie Frauen entführt und vergewaltigt haben - und die Städte die wir hier gesehen haben [bezieht sich nicht mehr auf Butscha?] bieten ein Bild unglaublicher Zerstörung, also ich habe ein solches Ausmaß von Zerstörung selten an einem Ort so konzentriert gesehen [bezieht sich also doch wieder auf Butscha?], also auch das ganz klar in Wohnhäuser, auf Kindergärten, auf Spielplätze gefeuert wurde, das dokumentiert doch, dass das was Russland hier sagt eine Lüge ist, also hier von einer Inszenierung zu sprechen, das empfinden natürlich die Ukrainer, bei all dem Schmerz den sie hier erleben als noch einmal eine weitere Eskalation, das - ist ein Informationskrieg in dem wir Journalisten als Augenzeugen glaube ich eine ungemein große Rolle spielen.”
“Jetzt haben sie selbst gesagt, das sind Dinge - sie sind eine erfahrene Reporterin - die schlimmer sind als vieles was sie bisher gesehen haben, wie viel Emotion ist da erlaubt, wie schafft man es dann trotzdem ja, sehr sachlich und nüchtern letztendlich zu berichten?”
“Ich denke, es ist wichtig, dass man Emotionen zulässt, weil gute Berichterstattung muss immer eine Mischung aus Verstand und Herz sein. Also ohne Empathie kommt man den Menschen ja auch nicht näher. Sie können ja nicht ein journalistischer Roboter hier sein, der die Menschen praktisch abfragt nach ihren Erlebnissen, sie müssen schon teilhaben an dem, und ich glaube es ist auch wichtig Dinge nachzuvollziehen und es ist auch wichtig als Reporter selber den Schmerz zuzulassen der mit dem Ganzen einhergeht, was wir hier erleben, ich empfinde das als sehr schmerzhaft, was ich hier erlebe, in den letzten Wochen - für den Zuschauer ist es glaube ich wichtig das transparent zu machen, das transparent zu machen unter welchen Bedingungen wir hier arbeiten - das ist zum Beispiel, das viele Touren hier vom Innenministerium geführt werden, dass man uns irgendwo hinbringt und uns Gelegenheit gibt Menschen zu sprechen, transparent zu machen in welcher Rolle man hier auch selber als Reporter agiert, das ist glaub ich faire, echte Berichterstattung - und dann muss die natürlich immer auf Fakten basieren.”
“Sehen sie da eine Gefahr, dass sie da irgendwie auch vereinnahmt werden, oder werden könnten, weil sie natürlich auch abhängig sind davon, dass das Innenministerium sie da durch führt?”
“Nein, die Gefahr sehe ich nicht, also das ist ja ein Kriegsgebiet, wo es auch relativ schwierig ist an diese Orte heran zu kommen [oh, dann muss die gesamte Forschung zu embedded reporting falsch liegen], wir haben zum Beispiel heute eine Fahrt nach Irpin auf eigene Faust unternommen und das war wirklich sehr schwierig, wir haben so lange im Stau festgesteckt, weil hier herrscht ein totales Chaos, dass ich fast hier auch zu spät zu der Sendung gekommen wäre - es ist schon gut in Begleitung von Regierungsstellen vor Ort zu sein, weil es ist ja auch ein gewisser Schutz damit verbunden und ich habe jetzt vier Tage hier erlebt, dass wir in Begleitung des Innenministeriums uns Orte angucken konnten und mit Menschen sprechen konnten, und man hat uns da keinerlei Restriktionen auferlegt. Es ist ja nicht so gewesen, dass man uns gesagt hat, ihr müsst mit denen und den Leuten sprechen, oder das jemand neben uns gestanden hätte, ja das wäre kontrollierte Berichterstattung - im Rahmen eines Krieges und ein Krieg limitiert Journalismus immer, alleine durch die Gefahr der wir hier ausgesetzt sind, aber im Rahmen eines Kriegszustandes, denke ich, können wir hier relativ frei berichten.”
Das, und noch emotional aufgeladenere Auftritte wie dieser hier:
Haben sie dazu prädestiniert, nach der Rückeroberung erster Dörfer in der beginnenden Counter-Initiative, vom ukrainischen Militär dafür ausgewählt worden zu sein den Moment des Spartenstiches mitzuerleben, als in einem Dorf zwei getötete und verscharrte ukrainische Zivilisten vor der Presse ausgegraben wurden. Die Hintergrundgeschichte an dem Punkt war, dass Einwohner dem ukrainischen Militär erzählt hätten, wo in dem Dorf zwei Leichen von den Russen vergraben worden waren (Wiese mit Grasbewuchs). Und das ukrainische Militär hat dann den Spartenstich des Ausgrabens der Leichen als Presseevent veranstaltet hat. Eigendorf war in dem Moment mit dabei.
Haben sie dafür prädestiniert, dass sie im Presse-Korso in Isjum beim Ausgraben der Leichen (“von einem forensischen Team zehn Leichen vor der Kamera”) mit dabei war.
src: click
(Bildunterschchrift, die meisten davon (von den zehn?) wurden “offenbar erschossen”. Worauf sich diese Bewertung bezieht, ist aus dem Beitrag nicht ersichtlich.)
Und haben sie als Reportage Journalistin vor zwei Tagen dafür prädestiniert Selenskyj für Deutschland vor dem Winter zu interviewen.
Ich unterstelle an der Stelle, dass keine professionelle kritische Distanz mehr möglich ist - und tatsächlich ist ihr primärer Beitrag bei Illner dafür zu sorgen, dass wir wissen wie entschlossen, und emotional fähig, aber auch besorgt, und zerrüttet, ob der Angriffe auf die zivile Infrastruktur, aber gerade aufgrunddessen nur noch entschlossener die Ukrainer sind, mit denen sie gesprochen hat. Es geht um ihre Gefühle. Und ihre Einschätzung wie andere fühlen.
Illner erfährt dann von Margarete Klein (Stiftung Wissenschaft und Politik), dass die Ukraine jetzt auch die Krim zurückerobern müsse. “Da sich die Situation ja immer ändere.” Am 29.03. hätte es zwar noch Überlegungen bezüglich einer Diplomatischen Lösung gegeben, aber diese Möglichkeit hätte Russland mit der Annexion der Teilrepubliken ein für alle Mal beendet. Jetzt könne man mit Russland nicht mehr verhandeln.
Was nicht dazugesagt wird ist, dass die Annexion am 30. September 2022 stattgefunden hat, und die Ukraine Ende April die Friedensverhandlungen unilateral beendet und seit dem alle weiteren Bemühungen diesbezüglich ausgeschlagen hat.
siehe:
und
Die Expertin der Stiftung Wissenschaft und Politik bezieht sich auf das letzte Ihr geläufige Friedensangebot von Selenskyj vor SECHSMONATEN. In fünf Monaten davon wurde bereits nicht mehr verhandelt.
Die Medien veröffentlichen den ersten Teil der Reden (eins, zwei, drei (unter drei, siehe edit 5) unterschiedliche Reden) als “die Urkaine will Frieden und ist kompromissbereit” - also über die kompletten ersten drei Monate - und bringen der Rest der Reden einfach nicht.
Die Position die Krim zurückgewinnen zu wollen (Vorbedingung für Friedensverhandlungen) besteht seit dem Mangott interview Ende Mai. (Tatsächlich bereits seit März - aber da haben die Medien noch die Interviews gekürzt), bei der “medialen Wiederentdeckung” der Position Ende August - als Selenskyj bei einem Vortrag anlässlich des Ukrainischen Unabhängigkeitstages die Wiedererlangung der Krim so sehr in den Vordergrund rückt, dass es für die Medien nicht mehr negierbar war -
spricht selbst der Standard von “abermals”
Selenskyj will die Krim zurückerobern, mit allen notwendigen Mitteln und ohne vorher andere Staaten um Erlaubnis zu bitten
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Vortag des ukrainischen Unabhängigkeitstages abermals seinen Willen beteuert, die 2014 von Russland annektierte Halbinsel Krim zurückerobern. Man werde dafür alle Mittel verwenden, die man für nötig hält und man werde auch nicht andere Staaten um Erlaubnis fragen, so Selenskyj bei einer Pressekonferenz der Krim-Plattform.
Trotzdem ist Illner in der Sendung von dieser Woche immer noch sehr überrascht, als ihr Hodges erklärt, dass die Ukraine ja jetzt auch die Krim zurückerobern müsse, weil sie das kann.
Und nickt dann fleißig als ihr Margarete Klein (Stiftung Wissenschaft und Politik) erklärt, diese Position hätte sich ja über die Zeit gewandelt, und seit der russischen Annexion der vier Teilrepubliken am 30. September 2022 könne die Ukraine ja nicht mehr anders.
Die Position war öffentlich belegt, seit Ende Mai die Selbe. Belegbar ununterbrochen seit April, nur ohne mediale Berichte da die Interviews in den deutschen Medien gekürzt wurden.
Kommen wir zu Peter R. Neumann - der Illner erklärt, “er finde es wichtig, dass die Ukraine so viel wie möglich von ihrer territorialen Integrität zurückerbere” (bitte Leute einladen die Deutsch verstehen und nicht nur so tun als ob, bitte) und es sei wirklich schwer zu definieren was “die Ukraine hat gewonnen” bedeutet, denn das zu definieren sei generell schwierig, außerdem hätten wir diese öffentliche Diskussion leider noch nicht gehabt. (Sehr leider, ja…)
Wenn ein Student zu ihm kommen und ihm sagen würde “die Ukraine muss gewinnen”, würde er ihn fragen, “ja was bedeutet denn gewinnen”, und das sei sehr schwierig…
Wenn wir wollen, dass dieser Krieg endet, dann kann es uns nicht egal sein, wie er endet. Putin wird seinen Krieg und seine imperialen Ambitionen nur aufgeben, wenn er erkennt: Er kann diesen Krieg nicht gewinnen! Er zerstört dadurch nicht nur die Ukraine, er ruiniert auch sein eigenes Land. Deshalb werden wir keinen russischen Diktatfrieden akzeptieren – und auch keine Schein-Referenden. Deshalb muss die Ukraine Russlands Überfall abwehren können.
Was war daran schwierig? Was ist daran komplex?
Antwort für den unter 80 IQ Teil der Bevölkerung ist das gerade gut genug. Den verwirrt die Behauptung “das sei komplex” und glaubt, dass zumindest die Illner Bescheid weiß und der gute Professor weiß wovon er redet.
(Wer den Gag noch nicht kennt, in dieser Teillüge geht es nur darum dass Vorbedingungen für ein Waffenstillstandsabkommen und für Friendesverhandlungen von der Ukraine unterschiedlich definiert wurden - um nichts weiter. Auf “was bedeutet die Ukraine hat gesiegt” hat das keinerlei Auswirkungen. Irgendwie logisch “was bedeutet ein Sieg” ist ein öffentliches Proklamat, nahe dran an “liebe Bevölkerung, jetzt haben wir gewonnen” das ist per Definition nicht “strategisch komplex”. “Wir haben gewonnen” orientiert sich auch nicht an der Fähigkeit der Ukraine ökonomisch als Staat weiter bestehen zu können (das kann sie, solange sie über Odessa einen Meerzugang hat), auch wenn das immer wieder behauptet wird. Die Bodenschätze in dem von Russland besetzten Gebiet reichen für die Eigenversorgung der Ukraine 20 Jahre lang - die zurückzugewinnen ist nicht gleichbedeutend mit “weiter bestehen zu können”. Bedeutend dafür die Kriegsschulden zurückzahlen zu können - vielleicht. Vielleicht lässt man ja auch Russland Reparationen leisten.)
- und es ist ja auch so, dass es sich zeitlich ja verändert - es gibt ja noch einen Friedensplan von Selenskyj vom 29.03. in dem er zustimmt, dass über die Krim ja noch 15 Jahre verhandelt werden kann - Putin habe diese Tür mit der Annexion der vier Teilgebiete zugeschlagen.
Nein - falsch. Dieser “Friendensplan von Selenskyj” hier in einer Darstellung von Selenskyj selbst, am 20.03. besagt, dass alle “temporär besetzten Gebiete” dh. inklusive der Krim, sofort wieder dem Staatsgebiet der Ukraine zuzuordnen seien, dann über 15 Jahre unter Selbstverwaltung gestellt werden Selenskyj rustikal “da die ja bereits länger besetzt worden sind, und er - Selenskyj, sich Gedanken über die gehirngewaschenen Bürger, und was man mit denen machen solle, machen müsse” (O-Ton CNN Interview, siehe Link), wonach alle “temporär besetzten Gebiete” (inklusive der Krim) automatisch wieder unter die politische Verwaltung der Ukraine fallen.
Und ja, das waren die “Friedenspläne” die die Medien im März als Friedenspläne präsentiert haben. Die Videos von Selenskyj existieren. Ich kann mir die nicht wegdiskutieren, oder wegdenken.
So verarscht du aktuell den Teil der Bevölkerung der auf diese Art der Informationsvermittlung angewiesen ist.
Du hast Lüge um Lüge, Behauptung um Behauptung, verschieben von proklamierten Zieldaten, Fehldarstellungen, falsche Charakterisierungen, … AMLAUFENDENBAND. Eine nach der anderen.
edit: Der Rest der Sendung ist dann die Frage Gysis sidelinen. Die deutsche Bevölkerung mit “wir werden mehr für die Sicherheit tun” zu verarschen um das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung zu steigern. Mehr Polizistenstellen zur Überwachung von Infrastruktur zu fordern (Grüne) - und lustig, flockig in den Winter zu gehen, wo doch die Sendezeit schon aus ist.
Jetzt hat Erdogan ja doch noch die Chance in die EU aufgenommen zu werden! Jetzt nur die Karten nicht falsch spielen…
edit: Das erklärt auch den PR Auftritt von Orban gestern bei Cicero.
Ob den die GOP noch weiter einlädt?
edit2: Es gibt heute aber natürlich auch wieder gute Nachrichten -
“Spiegel”: Schweden blockiert gemeinsame Ermittlungen zu Nord-Stream-Lecks
Schweden, Dänemark und Deutschland werden anders als geplant keine gemeinsame Ermittlungsgruppe zur Untersuchung der Lecks an den Nord-Stream-Pipelines bilden. Das berichtete heute “Der Spiegel”. Demnach verneinte Schweden die Einrichtung eines internationalen Ermittlerteams, weil die Sicherheitseinstufung der Ermittlungsergebnisse zu hoch sei, um diese mit anderen Staaten zu teilen.
edit3: Hier soetwas wie die offizielle Reaktion Europas auf den Gashub in der Türkei - da Deutschland sich dazu nicht on the record äußern möchte. *HUST*
Frankreich: Gashub in Türkei macht „keinen Sinn“
In der EU trifft das Vorhaben der russischen und türkischen Staatschefs, Wladimir Putin und Tayyip Erdoğan, in der Türkei ein Verteilerzentrum für russisches Gas nach Europa zu errichten, auf Unverständnis. Ein derartiges Projekt ergebe „keinen Sinn“, da Europa ohnehin seine Abhängigkeit von russischem Gas verringern wolle, erklärte etwa das französische Präsidialamt in der Nacht auf Freitag.
Einige Highlights. Die Pipelinesprengungen waren schon die Russen, obwohl wir das nicht belegen können, aber es war ja offensichtlich ein staatlicher Akteur, also warens wohl die Russen.
Für einen Russen ist diese hybride Kriegsführung ganz normal, das macht der Russe immer wieder so.
Um dem vorzubeugen könnte man mehr Resilienz und Redundanz einführen, gebracht am Beispiel des deutschen Pipeline- , und des deutschen Bahnnetzes. (Kein Scherz.) Vor allem aber Resilienz (da blitzte wohl doch noch irgendwo die Erkenntnis durch, dass das andere bei der Bahn unverhältnismäßig teuer werden würde…), sodass man sich beim Sprengen schwer tut. (Immer noch kein Scherz.).
“Denn wenn die Russen das deutsche Bahnnetz angreifen > Moderatorin muss unterbrechen “was wir nicht belegen können” > ja genau, also wenn die Russen das deutsche Bahnnetz angreifen, was wir nicht belegen können…”
“Das zielt ja auf Angst ab - und diese Angst ist jetzt da, da das ja auch greifbare wirtschaftliche Auswirkungen hat.”
Zum Glück zielt das nicht auf greifbare wirtschaftliche Auswirkungen ab, sondern nur auf die Angst… Man stelle sich vor, das würde auf die wirtschaftlichen Auswirkungen abzielen… Was dann mit der Angst passieren würde!
(An der Stelle sollte vielleicht erwähnt werden, dass zumindest NTV es mittlerweile zur Kenntnis genommen haben, dass auf deutschem Boden ukrainische Soldaten von einem US Kommando in Wiesbaden ausgebildet werden -- die Narrative sind noch ein wenig shakey, da kanns schon mal vorkommen, dass eine Moderatorin in ein und dem selben Interview fragt, ob das denn gut sei, wenn man mit den neuen deutschen Waffenlieferungen jetzt auch in Deutschland ausgebildete ukrainische Soldaten mitschicke, und ob es sich in Europa mehr in Waffenstillstandsverhandlungen miteinbringen sollte (wird ein bisschen schwer, als kriegsfördernde Partei…), da zieht sich der Zuseher dann einfach den Teil raus, den er grad hören möchte…)
“Also die Pipelines hatten ja vier Stränge, und einer davon bei Nordstream 2 ist ja noch intakt - und jetzt bietet Putin plötzlich an durch den zu liefern, ich meine…”
Was war die mediale Vorgeschichte?
ALLE Medien haben ÜBERWOCHEN das Narrativ “Wie können sie denn eine Normalisierung der Beziehungen aus ökonomischen Motiven verlangen, sie wissen doch garnicht ob Putin überhaupt liefern würde, schließlich hat er uns gerade das Gas abgedreht!” bedient.
Jetzt äußert sich Putin nach dem Attentat auf die Pipelineinfrastruktur dazu, dass Russland (vermeintlich) weiter nach Deutschland liefern würde - und schon ist es ein Beleg dafür, dass Russland seine beiden Nordstream Pipelines in Schweden und Dänemark so hochjagt, dass sie mittelfristig nicht einfach zu reparieren sein werden.
Lässt aber den Strang offen, der Deutschland unter dem größtmöglichen Gesichtsverlust wieder mehr direkte Importe erlauben würde. Ganz klar, Russland hat es hier auf einen Gesichtsverlust Deutschlands abgesehen!
Was ist Deutschland in dem Konflikt?
Die Logistikplattform (der Logistikpartner) für die US Waffenlieferungen in die Ukraine - ohne Deutschland kommen diese nicht oder nicht sehr zeitnah in der Ukraine an.
Jetzt hat sich Russland einen teuflischen Plan ausgedacht - wenn Deutschland bei Energielieferungen so viel Gesicht verliert wie nur möglich, also dann - ja, ehm… Kompensieren die US mit kalifornischen Beauty-Gesichtstreatments um es weiter als Logistikpartner zu halten.
Dieser gefinkelte Putin, gibt Deutschland absichtlich kein Gas, um es größtmöglich zu beleidigen, nein erniedrigen und gegen sich aufzubringen. In dem er die Idee einer ideologischen Kapitulation noch mal extra betont, um dann seine Pipelines in Schweden und Dänemark besonders schwer reparierbar selbst hochzujagen!
Ich meine, mag ja sein - aber hatte man sich als journalistisches Medium nicht auf “was wir nicht belegen können” geeinigt?
Aber man kann natürlich immer noch vier Pundits mit gleicher Meinung zum wild Spekulieren in ein TV Studio setzen.
Und die komplette Grütze, die die dann verfassen prägt morgen dein Meinungsbild.
Außerhalb der Ukraine soll gezielt Desinformation eingesetzt werden. (Bei six minutes in.) Es werde gezielt polarisiert, es werde gezielt Protest finanziert, also da ist auch außerhalb der Ukraine schon sehr viel los in Europa.
Sagt Prof. Daniela Schwarzer von der Open Society Foundation - und meint damit - Russland. Wen sonst.
Nach dem durchschlagenden Erfolg von “Keep your journalists dumb”, hier der zweite Teil einer nicht enden wollenden Serie.
Schulden, vom Baby bis zur Oma
Tatsächlich sollte uns nur eine Zahl wirklich zu denken geben. Jede Einwohnerin, jeder Einwohner dieses Landes schleppt schon derzeit fast 40.000 Euro Schulden durchs Leben, ohne selbst auch nur einen Cent ausgegeben zu haben – vom neugeborenen Baby bis zur Hundertjährigen. Das kommt nämlich raus, wenn man die Staatsverschuldung auf die Einwohnerzahl aufteilt. Und das ist die Hypothek, die wir allen Kindern und jungen Menschen, auch allen Ungeborenen mitgeben. Wie @krisenfrey richtig schreibt: “Das Problem ist, dass Österreichs Budgetpolitik ein Jahrzehnt niedriger Zinsen zum Durchwursteln genutzt hat.” Die künftigen Generationen müssen die bisherige Verschuldung sowie die Krisenbewältigung nach Pandemie und Ukraine-Krieg zum weitaus größeren Anteil bezahlen als wir, die jetzt Lebenden, Aktiven und Pensionisten.
Petra Stuiber, stellvertretende Chefredakteurin, der Standard.
Wow. Muss toll sein so dumm zu sein trotzdem Karriere gemacht zu haben.
Diese Gesellschaft ist das abgrundtief Letzte. Sterbt.
Aus dem am Mittwoch präsentierten Budgetentwurf von Finanzminister Magnus Brunner geht jedenfalls hervor, dass sich der Zinsaufwand künftig mehr als verdoppelt - von 4,3 Milliarden Euro im heurigen Jahr auf 8,7 Milliarden im kommenden. Für die Folgejahre bis 2026 wird mit jährlichen Zinszahlungen von 8,0 bis 8,5 Milliarden Euro gerechnet.
Die Mehrbelastung für Österreichs Staatshaushalt bis 2026 liegt damit alles in allem um gut 11 Milliarden Euro höher als noch vor einem Jahr erwartet. Im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) sollte die Schuldenquote im selben Zeitraum zwar von zuletzt 78,3 auf 72,5 Prozent sinken, in absoluten Zahlen wird der Schuldenberg aber weiter - auf nahezu 400 Milliarden Euro - anwachsen.
Bei Fitch wackelt das Rating
Erwartet wird, dass die durchschnittliche Verzinsung der Verbindlichkeiten ansteigt - auf 2,5 bis 2,8 Prozent. Was Österreichs Refinanzierung weiter verteuern könnte, ist eine mögliche Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit.
Man kann im öffentlich rechtlichen Fernsehen falsche Dichotomien produzieren und verbreiten.
Der Experte bringt folgendes ein: Die Ukraine könne militärisch nicht verlieren, wenn der Westen sie weiter mit schweren Waffen versorgt
- die Ukraine ist ohne den Osten und den Süden des Landes nicht überlebensfähig - das “wäre das Ende der Ukraine”
- die Ukraine verliert, wenn der Westen sich spalten lässt.
Darauf folgt dann der konstruierte Schluss, dass Russland nur gewinnen könne, wenn der russische Informationskrieg die westlichen Bevölkerungen spalten würde.
Aus der Gleichung kann man ein paar Dinge wegkürzen - nämlich tatsächlich alles was operativ oder militärisch im Krieg passiert, denn die Ukraine gewinne ja, wenn sich der Westen nicht spalten ließe. Und die Ukraine dürfe nicht verlieren sonst wäre der Staat tot.
Folgt: Die Spalter und Kriegsgegner in der europäischen Öffentlichkeit entscheiden über das Schicksal der Ukraine!
Wir dürfen nicht auf die hören!
Und wenn wir nicht auf die hören, gewinnen wir!
Dichotomie perfekt.
Nun, damit gibt es ein paar kleinere Probleme…
Zum Beispiel, dass die Ukraine mit einem ukrainischen Hafen Odessa überlebensfähig ist. Und sie Odessa aktuell besitzt. Und damit in Waffenstillstandsverhandlungen gehen könnte.
Oder, dass die noch nicht geförderten Rohstoffe im Osten zur Selbstversorgung der Ukraine 20 Jahre ausreichen (aufs Erdgas und den bisherigen Verbrauch bezogen), ohne auch nur irgendeine Aufbautätigkeit hineinzufaktorn. Wesshalb die Ukraine bei einer Trennung von Russland (wenn sie kein neutraler Staat mehr wird) zum erneuerbaren Energiezentrum Europas werden muss. Da sie zwar viel Platz hat, sonst aber wenige ökonomische Assets. (Selbst die Nahrungsmittelproduktion zählt nicht wirklich, da es sich dabei um eine Branche mit 10 Milliarden Jahresumsatz handelt.)
Oder - dass man mit der Dichotomie ein Totschlagargument hat, bis die Ukrane gewonnen hat - was aktuell laut Selenskyj der Fall ist, wenn in Russland “Regime Change” erreicht wurde (und der neue russische Präsident ihm im Gespräch die Krim übergibt, da er “bereits weiß was Sache ist”), oder laut ORF Europastudio, wenn Russland seine Nuklearwaffen abgeben musste (KOMPLETTPLEMPLEM).
Oder dass die Ukraine nicht verlieren kann.
Oder dass jeder Gegner einer weiteren militärischen Eskalation ein russlandverstehender Spalter ist.
Oder dass Nullsummenspiel Logik hier der einzige Ausweg ist. Oder…
Die Verschuldung des österreichischen Staates steigen auf 367 Milliarden Euro. Was auch auffällt: Die Zinszahlungen der Republik werden sich laut Budgetentwurf auf 8,7 Milliarden Euro verdoppeln.
Österreich soll laut Finanzminister Magnus Brunner gestärkt aus den „schwierigsten Zeiten seit Ende des Zweiten Weltkriegs” hervorgehen. Gelingt das mit diesen Schwerpunkten im Budget? Diskutieren Sie mit!
Die Presse Leser haben auch bereits tolle Tipps parat!
Ich trage gerne persönlich dazu bei, durch meine Bedürfnisse zur Bewältigung der Krise beizutragen. Aber dazu gehört auch von unseren Behörden eine Reduzierung der Ausgaben, vor allem zum Personalaufwand, übermäßiger Sozialleistungen, radikale Reduzierung der Förderungen und besonders Änderung der Flüchtlingspolitik.
Aktuell der höchst bewertete Beitrag unter sechs (gesamt).
Presse Leser wissen mehr.
Als Privatperson kraftvoll in den Aufschwung der Zukunft verzichten, gegen steigende Zinsen für Strukturinvestments, aber nur wenns den Armen schlechter geht als mir!
In einer Stagflation 2023.
Die NGOs haben hierzu aber auch tolle Vorarbeit geleistet. Alleine wäre die Bevölkerung zur Zurschaustellung von so viel ökonomischem Wissen garnicht im Stande.
Diese Gesellschaft ist das absolut abgrundtief Letzte. Sterbt ihr Arschlöcher.
Erinnert man sich eigentlich noch an die beiden Nordstream Pipelines, die vier bösartige Lecks hatten? Was die Medien erstmal nicht als Headline Artikel gebracht haben?
Bei denen die Medien der deutschen Regierung einen Tag Bedenkzeit gegeben haben, damit sich die deutsche Regierung “Wir befinden uns in einem Energiekrieg” ausdenken konnte?
Wo sich dann Bloomberg verschluckt hat, als Sachs erwähnt hat dass es der direkten diplomatischen Reaktion zur Folge eher die US waren (“Na was hast du dir denn erwartet, wenn du den einlädst” Sager im Live Programm)?
Stellt sich heraus, es gibt im deutschen Energiekrieg, eine Woche später - auch vollkommen benigne Lecks. Also Lecks bei denen man sich in einem Energiekrieg quasi keine Sorgen machen muss.
Zum Beispiel Lecks in der Druschba (*freundschaft*) Pipeline durch Polen, die russisches Öl nach Deutschland befördert.
Also obwohl die Betreibergesellschaft noch nicht weiß was passiert ist, während die Betreibergesellschaft gleichzeitig weiß, dass es sich im eine “unabsichtliche Beschädigung handelt”.
Während die Medien bereits wieder beruhigt sind, denn “die zweite Pipeline funktioniere normal” und außerdem folgten alle “planmäßig den dafür vorgesehenen Algorithmen”, teilte der Betreiber mit.
Die zweite Leitung der Pipeline funktioniert den Angaben zufolge normal. Dies gelte auch für andere Bereiche der PERN-Infrastruktur. “Zum jetzigen Zeitpunkt handeln alle PERN-Dienste (Technik, Betrieb, Werksfeuerwehr und Umweltschutz) nach den für diese Art von Situation vorgesehenen Algorithmen”, teilte der Betreiber mit.
“Bislang gibt es keine Hinweise auf die Ursache des Ausfalls. Alle Hypothesen sind möglich.”
Mann, das muss ein echt harter Energiekrieg, sein - wenn in Polen so ein unplanmäßiges, aber vollkommen gutartiges Leck weniger russisches Öl nach Deutschland kommen lässt, das ja kein russisches Öl mehr bezieht, weil man ja bei nicht russischen Energiegesellschaften einkauft, die Öl am freien Markt einkaufen -- und die Medien vergessen darüber zu berichten.
So ein unplanmäßiges, planmäßiges - aber gutartiges Leck in der Druschba Pipeline, über das öffentlich in einem Energiekrieg nicht wirklich berichtet werden muss, eignet sich ja auch hervorragend um Deutschland über den Winter zu bringen.
Jetzt wo die beiden Nordstreampipelines nicht mehr existieren… Die Russland zu dem Zweck hochgejagt hat, dass Polen über die Druschba Pipeline politischen Druck erzeugen kann.
Im Energiekrieg.
Gegen… Russland -
in dem von den Medien vergessen wird großflächig über einen Ausfall einer weiteren Pipeline zu berichten…
Slava Polska. Druzba! (*freundschaft*)
Komm, du das packen wir mal in den Lokalteil, es ist ja nur eine der größten Pipelines Mitteleuropas…
Das Leck ist nach polnischen Angaben wohl nicht auf Sabotage zurückzuführen. Ursache sei eher eine unbeabsichtigte Beschädigung, sagte der für die Energie-Infrastruktur zuständige Vertreter Mateusz Berger in einem Telefonat der Nachrichtenagentur Reuters.
Die jüngste Angriffe Russlands auf Städte in der Ukraine sollen nach Auffassung der Politikwissenschaftlerin Gwendolyn Sasse Stärke demonstrieren. Sie seien eine Antwort auf die erfolgreiche Gegenoffensive der Ukraine und auf die Explosion auf der Krim-Brücke. Gleichzeitig stehe Präsident Wladimir Putin zunehmend unter Druck, vor allem durch Hardliner in der eigenen Partei.
Gespräche zwischen Russland und der Ukraine hält Sasse derzeit für nicht denkbar. Die Ukraine müsse zunächst genug Geländegewinne verzeichnen, um überhaupt verhandeln zu können.
Bestechende Logik. Es ist Russland das den Krieg verlängern möchte.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Westen zu härteren Sanktionen gegen den russischen Energiesektor aufgerufen. Die russischen Einnahmen aus Öl- und Gasexporten zu unterbinden, stelle eine symmetrische Reaktion auf Russlands Attacken auf den “Energiesektor und die Energiestabilität unserer Länder” dar, sagte er bei einer Videokonferenz mit Staats- und Regierungschefs der sieben führenden westlichen Industriestaaten (G7). Derartige Schritte könnten den Frieden näher bringen, sagte Selenskyj. “Sie werden den Terrorstaat dazu anregen, über Frieden nachzudenken, über die Unrentabilität des Krieges.”
Selenskyj: “Putin sei der Einzige der sich einen langen Krieg wünsche.”
Die USA teilen die Auffassung der Ukraine, dass Russland die schweren Luftangriffe auf ukrainische Städte bereits vor der Explosion auf der Krim-Brücke geplant hat. Anschläge dieses Ausmaßes könnten nicht innerhalb von ein paar Tagen ausgearbeitet werden, sagt der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates im Weißen Haus, John Kirby, dem Sender CNN. “Es war eher schon seit geraumer Zeit geplant.”
Wohl bereits seit die Ukraine übergroße Briefmarken mit Explosionen auf der Kertschbrücke druckt und in der Öffentlichkeit ausstellt…
Die NATO-Staaten wollen wegen des anhaltenden Krieges in der Ukraine die Produktionskapazitäten für Munition und Ausrüstung erhöhen. “Je länger sich dieser Krieg hinzieht, desto wichtiger ist es, dass wir dann auch in der Lage sind, Vorräte wieder aufzufüllen”, sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg in Brüssel. Beim Treffen der Verteidigungsminister der 30 NATO-Staaten sollten im Laufe der Woche entsprechende Beschlüsse getroffen werden. Diese würden langfristige Nachfrage für die Industrie sichern, die wiederum in neue Produktionskapazitäten investieren müsse. Dadurch solle die die Bereitstellung von Material an die Ukraine beschleunigt werden.
Russland geht die Muniton aus.
Russland geht nach Einschätzung britischer Geheimdienste im Ukraine-Krieg zunehmend die Munition aus. “Wir wissen, und das wissen auch russische Kommandeure im Krieg, dass ihnen die Ausrüstung und Munition ausgeht”, sagte der Direktor des britischen Geheimdienstes GCHQ, Jeremy Fleming, am Dienstag einem vorab veröffentlichten Redemanuskript zufolge, aus dem die BBC zitierte. Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit Beginn des Kriegs unter Berufung auf Geheimdienstinformationen täglich Informationen zum Kriegsverlauf.
Sorry, hier - Russland geht die Munition aus.
Nach Ansicht des CDU-Außenpolitikers Roderich Kiesewetter müssen die Menschen in Deutschland darüber aufgeklärt werden, dass der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine noch längere Zeit dauern könnte. “Auch unsere Bevölkerung muss darauf eingestellt werden, dass dieser Krieg womöglich noch zwei Jahre gehen kann und dass er sich ausweitet”, sagte Kiesewetter dem Sender Welt.
Gut, dass wir mehr schwere Waffen liefern müssen, da Putin nicht mehr eskalieren kann!
Die NATO wird in der kommenden Woche ihre jährlichen Manöver zur Verteidigung des Bündnisgebiets mit Atomwaffen beginnen. Die bereits lange geplante Abschreckungsübung “Steadfast Noon” sei ein Routine-Training, um die Abschreckung sicher und wirksam zu halten, sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Kern der nuklearen Fähigkeiten der NATO sei es immer, den Frieden zu bewahren und Aggressionen zu verhindern.
Bei der Übung im vergangenen Jahr waren Soldaten aus 14 NATO-Staaten, darunter Deutschland, beteiligt. Sie trainierten unter anderem mit Dutzenden Flugzeugen - darunter waren neben atomwaffenfähigen Kampfjets auch konventionelle Jets sowie Überwachungs- und Tankflugzeuge. Nach Angaben von Militärexperten wird bei den regelmäßig im Oktober stattfindenden Steadfast Noon-Manövern unter anderem geübt, wie man die US-Atomwaffen sicher aus unterirdischen Magazinen zu den Flugzeugen transportiert und unter die Kampfjets montiert. Bei den Übungsflügen wird dann allerdings ohne Bomben geflogen.
Russland kann auch garnicht mehr eskalieren.
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat Russland für den Fall des Einsatzes von Atomwaffen im Ukraine-Krieg erneut mit Konsequenzen gedroht. “Wenn Russland Atomwaffen einsetzt, wird das verschiedene Konsequenzen haben, auch beim Gebrauch kleinerer atomarer Waffen”, sagte der Norweger dem Nachrichtenportal “ZDFheute.de” vor einem Treffen der Verteidigungsminister der 30 NATO-Staaten am Mittwoch in Brüssel. Er wolle nicht zu sehr ins Detail gehen. “Das Wichtigste ist, zu verhindern, dass dies geschieht.”
Stoltenberg bezeichnete das Risiko eines Einsatzes von Atomwaffen durch Russland als nach wie vor gering. “Aber die Eskalation in der Ukraine und die nukleare Bedrohung Russlands macht es notwendig, dass wir sie ernst nehmen und vorbereitet sind.” Putins nukleare Rhetorik bezeichnete der NATO-Generalsekretär als gefährlich und rücksichtslos. “Deshalb haben wir Russland so deutlich zu verstehen gegeben, dass ein Atomkrieg nicht zu gewinnen ist und niemals geführt werden darf.”
Wir sollten Russlands Eskalationspotential ernst nehmen, aber nicht ernst nehmen. Es ist gering.
USA: Keine Hinweise auf Atomwaffen-Einsatz
Den USA liegen weiterhin keine Hinweise auf russische Vorbereitungen für einen Atomwaffen-Einsatz in der Ukraine vor. “Wir sehen keine Anzeichen, nichts, was dafür sprechen würde, dass Putin beschlossen hätte, Atom- oder Massenvernichtungswaffen in der Ukraine einzusetzen”, sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates im Weißen Haus, John Kirby, in Washington. Man sehe auch keine Anzeichen dafür, dass die zuständigen Stellen sich auf eine solche Entscheidung vorbereiteten.
Was heißt gering, es gibt nicht mal Anzeichen dafür.
Kanada baut Ausbildung ukrainischer Soldaten aus
Kanadische Experten sollen in Polen Ukrainer in den Bereichen Minenräumung, Pionieraufklärung und für den Umgang mit Sprengstoff trainieren. Wie die kanadische Verteidigungsministerin Anita Anand bekanntgab, sollen dafür etwa 40 Kampfingenieure zu dem NATO-Verbündeten geschickt werden. Bei einem Besuch in der polnischen Hauptstadt Warschau sagte sie, die kanadischen Experten würden in den kommenden Wochen damit beginnen, die polnischen Streitkräfte bei der Ausbildung von ukrainischen Pioniereinheiten zu unterstützen. Dies werde das Training ergänzen, das Ukrainer in Großbritannien bereits von Kanada erhielten, sagte sie bei einem Gespräch mit ihrem polnischen Kollegen Mariusz Blaszczak.
Nur Russland hat Interesse an einem lang andauernden Krieg.
Panzerwrack darf vor russischer Botschaft ausgestellt werden
Ein zerschossener russischer Panzer darf als zeitweiliges Mahnmal gegenüber der russischen Botschaft in Berlin aufgestellt werden. Das entschied das Berliner Verwaltungsgericht und verpflichtete damit den Bezirk Mitte zur Genehmigung der geplanten Aktion eines Vereins. Das Panzerwrack könne zwar voraussichtlich nicht direkt vor der Botschaft auf dem Boulevard Unter den Linden aufgestellt werden, weil die dortige Mittelpromenade nicht für eine Belastung von 40 Tonnen ausgelegt sei.
Nur Russland hat Interesse an einem lang andauernden Krieg.
Selenskyj: Angriffe können Wiederaufbau nur verzögern
Nach einer zweiten Welle russischer Angriffe hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seinen Landsleuten einen baldigen Wiederaufbau zerstörter Infrastruktur versprochen. Der Beschuss habe die Reparatur zuvor beschädigter Objekte lediglich verzögert, sagte Selenskyj in seiner Videoansprache. “Wo es Verluste gab, gibt es bereits unseren Willen zum Aufbau. Wo es irgendwelche Hoffnungen des Feindes gab, wird es nur noch Ruinen der russischen Staatlichkeit geben.”
Nur Russland hat Interesse an einem lang andauernden Krieg.
Selenskyj stellt Antrag für Odessa auf Welterbeliste
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Aufnahme der ukrainischen Hafenstadt Odessa in die Welterbeliste der UNESCO beantragt. “Wir müssen ein klares Signal aussenden, sodass die Welt nicht wegsieht, wenn unsere gemeinsame Geschichte, unsere gemeinsame Kultur, unser gemeinsames Erbe zerstört werden”, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft an den Exekutivrat der UN-Kulturorganisation.
Zur Aufheiterung.
Biden: Putin hat sich “erheblich verkalkuliert”
Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich mit seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine nach Ansicht von US-Präsident Joe Biden verschätzt. “Ich denke, er ist ein rationaler Akteur, der sich erheblich verkalkuliert hat”, sagte Biden laut TV-Sender CNN in einem Interview. Demnach sagte Biden, er glaube zwar, dass Putin rational handle, seine Ziele in der Ukraine aber irrational seien.
Na, schon heiter genug?
Was fordert denn Russland aktuell denn so? Neutralität der Ukraine und den Besitz der bereits annektierten Gebiete.VOLLKOMMENIRRATIONAL! WIEKANNRUSSLANDDENNFORDERNWASSIEBEREITSHABEN! (Und die Neutralität der Ukraine.) DIEHABENSICHERINTERESSEANEINEMLANGANDAUERNDENKRIEG! (Vor allem da sie gemessagt haben, dass sie noch keine genauen regionalen Grenzen der annektierten Regionen festlegen wollen. Da sind die Medien sofort mit “Ein Zeichen für Russlands Schwäche” angesprungen. Die Russen sind da sicher nicht verhandlungsbereit.)
Kreml: Treffen zwischen Putin und Biden möglich
Die russische Führung zeigt sich offen für ein Treffen zwischen Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Joe Biden. Russland würde eine solche Begegnung bei dem bevorstehenden G20-Gipfel nicht ablehnen und den Vorschlag prüfen, sollte es einen von den USA erhalten, sagt der russische Außenminister Sergej Lawrow im russischen Staatsfernsehen.Das Treffen der Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) ist Mitte November auf der indonesischen Insel Bali geplant. Russland sei auch bereit, sich Vorschläge zu Friedensgesprächen anzuhören, sagt der Außenminister. Er könne jedoch nicht im Voraus sagen, wohin dieser Prozess führen würde. Bereits im Juli dieses Jahres hatte es auf Bali ein G20-Treffen der Außenminister gegeben.
Nur Russland hat Interesse an einem lang andauernden Krieg.
G7-Staaten wollen Putin zur Rechenschaft ziehen
Die sieben führenden demokratischen Wirtschaftsmächte haben die jüngsten russischen Raketenangriffe auf die Ukraine aufs Schärfste verurteilt und den ukrainischen Streitkräften weitere militärische Unterstützung zugesichert. Nach einer Videokonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erinnerten die G7 in einer gemeinsamen Erklärung daran, dass “wahllose Angriffe auf unschuldige Zivilisten ein Kriegsverbrechen” darstellten. “Wir werden Präsident Putin und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen”, heißt es darin weiter mit Blick auf den Kremlchef.
Nur Russland hat Interesse an einem lang andauernden Krieg.
Diese Webseite verwendet Cookies um die Nutzungserfahrung für seine Besucher zu verbessern. Bitte informiere dich bei Gelegenheit darüber wie sich Cookies auf deine Privatsphäre im Web auswirken.