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The final narrative is crafted - part 2

16. März 2023

Arte - Das Duell: Selen­skyj gegen Putin

NOT UNDER MY WATCH!

Kon­zept der Betrach­tung: Direkt­zi­ta­te und aus­lei­ten­des Sätze -

Set­ting, Nar­ra­ti­ve: Gut gegen Böse, Rei­se des Hel­den (Selen­skyj wird zum Kriegspräsidenten);

Tatia­na Sta­no­va­ya: “In sei­nem Ver­ständ­nis führt Putin nicht Krieg gegen die Ukrai­ne, er führt Krieg gegen ein anti­rus­si­sches Pro­jekt, das der Wes­ten in der Ukrai­ne instal­liert hat.” (Der blu­ti­ge Krieg hält die Welt in Atem, wie haben die bei­den Präsidenten, …)

Fair - ist eine Ablei­tung aus die­ser Anspra­che. Nicht das was er tat­säch­lich gesagt hat, aber eine direk­te Ableitung.

Law­rence Freed­man: “Vor Kriegs­be­ginn ver­han­del­te er mit den Ame­ri­ka­nern, mit der Nato, mit den Fran­zo­sen und Deut­schen, aber nicht mit den Ukrai­nern, denn es ist Teil sei­nes Nar­ra­tivs, dass sie Mario­ne­ten sind die nach der Pfei­fe des Wes­tens tan­zen.” (Trotz aller Gesprä­che beginnt Putin den Krieg den er Spe­zi­al­ope­ra­ti­on nennt.)

Ten­den­zi­ös - Es gab ein Gesprächs­an­sin­nen Selen­sky­js (Nafta­li Ben­nett Inter­view), das Putin im Vor­feld abge­lehnt hat, soweit erst mal kor­rekt. Aber Russ­land befin­det sich zu die­sem Zeit­punkt bereits seit spä­tes­tens 2014 in einem ver­deck­ten Krieg, die Doku­men­ta­ti­on selbst erwähnt zu einem spä­te­ren Zeit­punkt, dass die Ukrai­ne ohne west­li­che Inter­ven­tio­nen inner­halb von Wochen gefal­len wäre, die Gesprä­che auf die es Russ­land ankam waren die mit den USA, als pri­mä­re Schutz­macht Euro­pas - Frank­reich und Deutsch­land kamen spä­ter in einem letz­ten Ver­such zu ver­mit­teln. Putin selbst spricht sich gegen­über John­son aus, dass es ihm um lang­fris­ti­ge Sicher­heits­ga­ran­tien gehe “how long is not any­ti­me soon”, die­se bekommt er nicht von einer Ukrai­ne die sich den Nato Bei­tritt bereits 2019 in die Ver­fas­sung geschrie­ben hat. Und schon brauch ich kei­ne Sus­pen­se­mu­sik und Mario­net­ten im Bei­trag mehr. Kein Tanzen.

[Voice­over] “Trotz aller Gesprä­che beginnt Putin den Krieg den er mili­tä­ri­sche Spe­zi­al­ope­ra­ti­on nennt mit einer Lüge” - “Das Ziel ist es Men­schen zu schüt­zen die durch das Kie­wer Regime Schi­ka­nen und Völ­ker­mord aus­ge­setzt sind, daher wer­den wir uns für die Ent­mi­li­ta­ri­sie­rung und Ent­na­zi­fi­zie­rung der Ukrai­ne einsetzen.”

Größ­ten­teils Fair - Laut Kot­kin war der begon­ne­ne Krieg in der ers­ten Pha­se tat­säch­lich eine Spe­zi­al­ope­ra­ti­on, in sofern dass - kei­ne Vor­be­rei­tun­gen für eine wirt­schaft­li­che oder mili­tä­ri­sche Mobi­li­sie­rung des Lan­des im Vor­feld erfolgt ist, son­dern eine Ope­ra­ti­on die mit dem ste­hen­den Mili­tär Russ­lands durch­ge­führt wer­den konn­te. Dass es sich dabei auch um einen Pro­pa­gan­da­ter­mi­nus han­delt um das Wort Krieg nicht in den Mund neh­men zu müs­sen bleibt eben­falls unbestritten.

Demi­li­ta­ri­sie­rung als for­mu­lier­tes Kriegs­ziel ist kor­rekt, Den­azi­fi­zie­rung wird mitt­ler­wei­le in außen­po­li­ti­schen Dis­kus­sio­nen mit ver­such­tem Regi­me­chan­ge übersetzt.

Bei­des Kriegs­zie­le von denen Putin laut Ver­hand­lungs­be­schrei­bung von Nafta­li Ben­nett mitt­ler­wei­le zurück­ge­tre­ten ist.

Um das nicht debat­tie­ren zu müs­sen wird übli­cher­wei­se das Argu­men “aber Russ­land könn­te spä­ter doch wie­der auf­rüs­ten” ins Tref­fen geführt - das Kot­kin mit “das ist in jedem Fall der Fall” kon­tex­tua­li­siert. Bedeu­tet das wäre der Fall egal ob Russ­land den Krieg gewinnt, oder verliert.

Um das wie­der­um zu negie­ren exis­tiert die öffent­li­che Posi­ti­on der US, Russ­land müs­se der­art stark geschla­gen wer­den, dass es die­se Kapa­zi­tät zur Wie­der­auf­rüs­tung zumin­dest für 30 Jah­re nicht mehr habe. Das bringt uns zum Kriegs­ziel eines lang­an­hal­ten­den Ver­nich­tungs­kriegs (war of attri­ti­on). Sie­he eben­falls - ver­link­tes Kot­kin Interview.

Kon­text dazu: Russ­land stellt aktu­ell bereits auf Bin­nen­wirt­schaft und Kriegs­wirt­schaft um, und die Sank­tio­nen um die Waf­fen­pro­duk­ti­on inner­halb Russ­lands zu dros­seln lau­fen nicht gut. Sel­bes Kot­kin Interview.

Cathe­ri­ne Bel­ton: “Seit sei­nem Macht­an­tritt vor über 20 Jah­ren hat Putin die Kunst der Pro­pa­gan­da per­fek­tio­niert, die Reden über die Befrei­ung vom Kie­wer Nazi Regime sind auf sein hei­mi­sches Publi­kum zugeschnitten”

Fair - aber nicht ganz. Novor­os­si­ya als Pro­pa­gan­da Ele­ment wur­de 2014 nach dem Euro­mai­dan in die Rus­si­sche Geschichts­aus­le­gung ein­ge­führt - der Zeit­punkt ist dann doch nicht unbe­deu­tend. Und schau mal wer da spricht! Es ist Cathe­ri­ne Bel­ton! Gern gese­he­ner Gast der Wie­ner Stadt­re­gie­rung und des IWM­Vi­en­na, die uns noch am 02. Okto­ver 2022 erklärt hat - sie bekom­me seit ihren inves­ti­ga­ti­ven Reche­re­chen in Russ­land regel­mä­ßig emails der rus­si­schen Eli­te, und die sei ja kurz vor einer Revol­te. Kann man ja auch mal dazuschreiben.

Tal­king Circuit!

[Voice­over] “Über Jah­re hat Putin den Wes­ten abhän­gig gemacht, von rus­si­schem Gas und Öl - und mit vie­len Staats und Regie­rungs­chefs Ver­ein­ba­run­gen geschlos­sen, doch aus sei­ner Ableh­nung von west­li­chen Wer­ten und Demo­kra­tie hat Vlai­mir Putin nie ein Geheim­nis gemacht.” “Die USA haben ihre Gren­zen in jeder Hin­sicht über­schrit­ten, und drän­gen sich in allen Berei­chen - wirt­schaft­lich poli­tisch, huma­ni­tär ande­ren Staa­ten auf, wer möch­te das schon?” (Münch­ner Sicher­heits­kon­fe­renz Rede 2007)

Pro­pa­gan­da - da retro­ak­ti­ve Bewer­tungs­ver­schie­bung. Was “für den Wes­ten und freie west­li­che Wer­te (durch Han­dels­em­bar­gos ent­ge­gen WTO Regeln, poli­ti­sche Inter­ven­tio­nen von Senats­mit­glie­dern, Demo­kra­ti­sie­rung durch Krie­ge und huma­ni­tä­re Ein­sät­ze)” bedeu­tet hat sich nach der “Zei­ten­wen­de” in unse­rem angeb­lich so frei wähl­ba­ren Selbst­ver­ständ­nis grund­le­gend geändert.

Zur Erin­ne­rung, Bidens “Sum­mit of the ame­ri­cas” ist aus Res­sen­ti­ments und Beden­ken genau dar­über geschei­tert. Und Putin hat vor 2021 nie­mand öffent­lich der Demo­kra­tie­ver­ach­tung, oder eines Ver­nich­tungs­im­pe­ria­lis­mus bezichtigt.

Nach Tsche­tsche­ni­en nicht, nach Ingu­sche­ti­en nicht, nach Dage­stan nicht, nach Aser­bai­dschan (Berg­ka­ra­bach) nicht, nach Kasach­stan nicht.

Was haben wir damals noch fröh­lich Euro­vi­si­on Song­con­test geschaut und mitgesungen.

Die Geschich­te jetzt nach­träg­lich mit cher­ry­pi­cking von Aus­sa­gens­nip­pets in Gut und Böse und man hät­te es doch damals schon wis­sen müs­sen tren­nen zu wol­len ist pure Pro­pa­gan­da. Geschichtsrevisionismus.

Zur Wahr­heit gehört, das Putin dem Wes­ten mistrau­te, dass man dort nur vor­gab an einer Regel­ba­sier­ten Wer­te­ord­nung inter­es­siert zu sein, aber am Ende die Regeln zum eige­nen Vor­teil änder­te, so wie beim Irakkrieg.”

Fair. Oder wie bei Lie­ferein­schrän­kun­gen im Halb­lei­ter­be­reich gegen­über Chi­na, oder eine War­nung an alle Ame­ri­ka­ner sich bin­nen zwei Wochen aus den Geschäfts­fel­dern zurück­zie­hen zu müs­sen oder ihre Staats­bür­ger­schaft zu ver­lie­ren -- man könn­te es doch durch­aus ein­mal ausschreiben.

[Voice­over] Dar­aus lei­te­te Putin für sich das Recht ab sei­ne Inter­es­sen durch­zu­set­zen, ohne Rück­sicht auf ande­re zu nehmen.”

Pro­pa­gan­da - Dar­aus, oder aus mitt­ler­wei­le berühr­ten Sicher­heits­in­ter­es­sen Russ­lands in sei­ner Regi­on - Zitat “Russ­land brau­che die Bufferstaaten.”

Und - wie lässt sich das begrün­den? Die Regio­nal­macht Russ­land - war und ist eine Regio­nal­macht. Mit Vasal­len­staa­ten. Und über­re­gio­na­lem Ein­fluss durch Mili­tär­ope­ra­tio­nen. Die Bedeu­tung von Sewas­to­pol als rus­si­scher Mari­ne­stütz­punkt ist allen bekannt? Siche­rung rus­si­scher Han­dels­rou­ten? Pro­jek­ti­on Rus­si­scher Mili­tä­ri­scher Macht in sei­ne Sat­teli­ten­staa­ten? Ein­zi­ger ganz­jäh­rig eis­frei­er Hafen der rus­si­schen Flot­te? Sewas­to­pol Teil der Ukraine.

Sewas­to­pol? Teil der Ukrai­ne des­sen Prä­si­dent Selen­skyj am 24. März 2021 das Dekret 117/2021 ver­fasst hat in dem es im Punkt zwei um

2. Geneh­mi­gung der Stra­te­gie zur Räu­mung und Wie­der­ein­glie­de­rung des vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiets der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewastopol.

src: click

Lus­ti­ger Zufall wie­der, Zeit­punkt des ers­ten rie­si­gen Mili­tär­auf­marsch an der russisch/ukrainischen Gren­ze? Ende März 2021 (Bun­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung).

Aber was hat Russ­land Demo­kra­tien auch ver­ach­tet und sich aus den Inter­ven­tio­nen des Wes­tens her­aus­ge­nom­men selbst über­re­gio­nal zu intervenieren!

Das ist die­ser per­sön­lich tief gekränk­te Putin. Wie Hit­ler sag ich immer…

Nächs­ter Satz in der Arte Dokumentation -

Rüdi­ger Fritsch: “Wenn wir auf Vla­di­mir Putin schau­en, so müs­sen wir fest­hal­ten, dass wir es mit einem KGB Offi­zier zu tun haben, der dar­in aus­ge­bil­det und geprägt ist die Welt in bestimm­ten Kate­go­rien, in Ver­schwö­run­gen zu betrach­ten, auf Bedro­hun­gen sei­ner Macht, auf Bedro­hun­gen sei­nes Lan­des und sei­ner Macht - und dass er sich dage­gen weh­ren muss.”

Pro­pa­gan­da.

Hafen in Sewas­to­pol weg - über­re­gio­na­le Pro­jek­ti­on mili­tä­ri­scher Macht weg, Han­dels­be­zie­hun­gen in die Sat­teli­ten­staa­ten vorbei.

Aber was Ost­ber­lin aus die­sem Put­ler gemacht hat - es ist ja enorm! Ver­schwö­rungs­nar­ra­ti­ve! Sewas­to­pol woll­te doch ja bit­te nie­mand mit 300 Ton­nen Waf­fen­lie­fe­run­gen in dem Jahr aus den US zurück! Jemand der im Okto­ber bereits Jave­lins im Don­bas ein­ge­setzt und dort die mili­tä­ri­sche Lage gedreht hat. Jemand wie - die Ukrai­ne… Also, das wäre ja eine klar beleg­ba­re, ehm - nicht Verschwörung.

Voice­over: Es [Nato Ost­erwei­te­rung und die Ukrai­ne zu einem west­li­chen Boll­werk gegen Russ­land auf­ge­rüs­tet zu haben (seit acht Jah­ren, sie­he Boro­schen­ko in der letz­ten Arte Doku­men­ta­ti­on (Teil eins))] ist Putins Recht­fer­ti­gung für den Krieg.

Fair.

Voice­over: “Weni­ge Stun­den vor der rus­si­schen Inva­si­on unter­nimmt Selen­skyj einen letz­ten Ver­such sich gehör zu ver­schaf­fen, über die Sozia­len Medi­en Spricht er direkt zu den Men­schen in Russ­land - auf Rus­sisch. - “Wir wer­den uns ver­tei­di­gen. Nicht angrei­fen, son­dern uns ver­tei­di­gen. Und wenn ihr uns angreift, wer­det ihr nicht unse­re Rücken sehen, son­dern unse­re Gesich­ter.” Von da an tritt der Prä­si­dent nur mehr in sei­nem Armee Out­fit auf, auch vor sei­nen Verbündeten.”

Pro­pa­gan­da - Weg­las­sen von Inhal­ten. Selen­skyj hat sich in besag­ter Anspra­che direkt an Anwäl­te, Ärz­te, Müt­ter, Väter und Tik­to­ker gewen­det - und sie zu einer offe­nen Revol­te gegen Das rus­si­sche Regime moti­viert. Sie sei­en die letz­te Chan­ce “die­sen Krieg jetzt noch zu ver­hin­dern” - was der Stan­dard als “Frie­dens­auf­ruf Selen­sky­js” gewer­tet hat. Oder halt in inter­na­tio­na­ler Par­lan­ce, als Auf­ruf zu einer exter­nen Revol­te auf den Stra­ßen Russ­lands, ich mei­ne wer könn­te da nicht von einem Frie­dens­auf­ruf sprechen?

Drei Stun­den bevor die ers­ten Rake­ten geflo­gen sind.

Voice­over: Die Haupt­the­se dar­in [in dem von Putin 2021 ver­öf­fent­lich­ten Essay] Putin und die Ukrai­ner sei­en ein Volk. “Wenn Putin sagt, dass Ukrai­ner und Rus­sen ein Volk sind, meint er damit dass Rus­sen Ukrai­ner, son­dern dass Ukrai­ner Rus­sen sind. Mit ande­ren Wor­ten, er ver­sucht die­se Iden­ti­tät zu zer­stö­ren, unse­re Iden­ti­tät, die­se Unterschiedlichkeit.”

Her­lei­tung unfair - Aus­las­sun­gen. Geschichts­re­vi­sio­nis­mus. Es bezieht sich auf fol­gen­den Text: click

Die­ser beginnt (3. Paragraph)

The situa­ti­on in Don­bass has reached a cri­ti­cal, acu­te sta­ge. I am spea­king to you direct­ly today not only to exp­lain what is hap­pe­ning but also to inform you of the decisi­ons being made as well as poten­ti­al fur­ther steps. 

und endet wie folgt:

Mean­while, the so-called civi­li­sed world, which our Wes­tern col­leagues pro­c­lai­med them­sel­ves the only repre­sen­ta­ti­ves of, pre­fers not to see this, as if this hor­ror and geno­ci­de, which almost 4 mil­li­on peop­le are facing, do not exist. But they do exist and only becau­se the­se peop­le did not agree with the West-supported coup in Ukrai­ne in 2014 and oppo­sed the tran­si­ti­on towards the Nean­der­thal and aggres­si­ve natio­na­lism and neo-Nazism which have been ele­va­ted in Ukrai­ne to the rank of natio­nal poli­cy. They are figh­t­ing for their ele­men­ta­ry right to live on their own land, to speak their own lan­guage, and to pre­ser­ve their cul­tu­re and traditions.

How long can this tra­ge­dy con­ti­nue? How much lon­ger can one put up with this? Rus­sia has done ever­ything to pre­ser­ve Ukraine’s ter­ri­to­ri­al inte­gri­ty. All the­se years, it has per­sist­ent­ly and pati­ent­ly pushed for the imple­men­ta­ti­on of UN Secu­ri­ty Coun­cil Reso­lu­ti­on 2202 of Febru­a­ry 17, 2015, which con­so­li­da­ted the Minsk Packa­ge of Mea­su­res of Febru­a­ry 12, 2015, to sett­le the situa­ti­on in Donbass.

Ever­ything was in vain. Pre­si­dents and Rada depu­ties come and go, but deep down the aggres­si­ve and natio­na­listic regime that sei­zed power in Kiev remains unch­an­ged. It is ent­i­re­ly a pro­duct of the 2014 coup, and tho­se who then embar­ked on the path of vio­lence, bloo­ds­hed and law­less­ness did not reco­gni­se then and do not reco­gni­se now any solu­ti­on to the Don­bass issue other than a mili­ta­ry one.

In this regard, I con­si­der it necessa­ry to take a long over­due decisi­on and to immedia­te­ly reco­gni­se the inde­pen­dence and sov­er­eig­n­ty of the Donetsk People’s Repu­blic and the Lug­ansk People’s Republic.

I would like to ask the Federal Assem­bly of the Rus­si­an Fede­ra­ti­on to sup­port this decisi­on and then rati­fy the Trea­ty of Friendship and Mutu­al Assi­s­tance with both repu­blics. The­se two docu­ments will be pre­pa­red and signed shortly.

We want tho­se who sei­zed and con­ti­nue to hold power in Kiev to immedia­te­ly stop hos­ti­li­ties. Other­wi­se, the respon­si­bi­li­ty for the pos­si­ble con­ti­nua­tion of the bloo­ds­hed will lie ent­i­re­ly on the con­sci­ence of Ukraine’s ruling regime.

As I announ­ce the decisi­ons taken today, I remain con­fi­dent in the sup­port of Russia’s citi­zens and the country’s patrio­tic forces.

Der Kern des Tex­tes is fol­gen­der Absatz:

In this regard, I con­si­der it necessa­ry to take a long over­due decisi­on and to immedia­te­ly reco­gni­se the inde­pen­dence and sov­er­eig­n­ty of the Donetsk People’s Repu­blic and the Lug­ansk People’s Republic.

Der Geschichts­re­vi­sio­nis­mus und das pseudo­his­to­ri­sche Geplän­kel zur Her­lei­tung sind Pro­pa­gan­da um die­sen Schritt gegen­über dem rusi­schen Volk recht­fer­ti­gen zu kön­nen. (“die Pro­vin­zen kom­men heim”) -

I will exp­lain that Ame­ri­can stra­te­gic plan­ning docu­ments con­firm the pos­si­bi­li­ty of a so-called pre­emp­ti­ve strike at enemy mis­si­le sys­tems. We also know the main advers­a­ry of the United Sta­tes and NATO. It is Rus­sia. NATO docu­ments offi­cial­ly decla­re our coun­try to be the main thre­at to Euro-Atlantic secu­ri­ty. Ukrai­ne will ser­ve as an advan­ced brid­ge­head for such a strike. If our ances­tors heard about this, they would pro­bab­ly sim­ply not belie­ve this. We do not want to belie­ve this today eit­her, but it is what it is. I would like peop­le in Rus­sia and Ukrai­ne to under­stand this.

Jedes Ele­ment die­ses Tex­tes ist dar­auf aus­ge­legt der Ukrai­ne ihre his­to­ri­sche Eigen­stän­dig­keit zu nehmen.

Kein Ele­ment die­ses Tex­tes ist dar­auf aus­ge­legt der Ukrai­ne ihre staat­li­che Eigen­stän­dig­keit zu nehmen.

Auch gut dar­an erkenn­bar, dass die west­li­che Reak­ti­on dar­auf “ab dem Moment wuss­te man es wür­de Krieg geben” war und nicht “ab dem Moment war klar Putin woll­te das Ukrai­ni­sche Volk ausrotten” -

die­se Inter­pre­ta­ti­on kam spä­ter als Pro­pa­gan­da Nar­ra­tiv oben drauf. Es ist leicht den Text in die­ser Form aus­zu­le­gen - da Dele­gi­ti­ma­ti­on der staat­li­chen Eigen­stän­dig­keit, pseudo­his­to­risch gese­hen - defi­ni­tiv das Mit­tel ist auf das der Text zur Über­zeu­gung sei­ner Adres­sa­ten setzt - trotz­dem wir der Ukrai­ne zu kei­ner Zeit ihre Exis­tenz­be­rech­ti­gung als eige­ner Staat abgesprochen.
Es wird der Ukrai­ne auch zu kei­ner Zeit eine eige­ne kul­tu­rel­le Iden­ti­tät abge­spro­chen, Tei­len der Ukrai­ne (dem Don­bas und der Krim) jedoch schon.

Putin hat mit die­sem Text ver­sucht die kul­tu­rel­le Iden­ti­tät einer gemein­sa­men Ukrai­ne zu zer­stö­ren ist ein Ver­kür­zung. Als Ver­kür­zung wei­test­ge­hend rich­tig -- aber die Ablei­tun­gen dar­aus sind problematisch.

Heu­te im Standard:

Außer­dem sagt Klitsch­ko in dem Gespräch: “Wir sind jeder­zeit bereit, uns an einen run­den Tisch zu set­zen, wenn der letz­te rus­si­sche Sol­dat unser Ter­ri­to­ri­um ver­las­sen hat.” Er prä­zi­siert: “Min­des­tens das Ter­ri­to­ri­um von 2014.“ Regio­nen wie Luhansk oder Donezk an Russ­land abzu­ge­ben sei inak­zep­ta­bel. Putin müs­se die Sou­ve­rä­ni­tät garan­tie­ren, so der Kie­wer Bür­ger­meis­ter: “Wenn die Rus­sen abzie­hen, kön­nen wir über mög­li­che Lösun­gen spre­chen. Aber dass Russ­land die Ukrai­ne nicht als unab­hän­gi­ges Land aner­kennt, ist inakzeptabel.”

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In die­ser Form der Ablei­tung ist das Pro­pa­gan­da. Putin hat der Ukrai­ne ihre Staat­lich­keit nicht aberkannt. Er hat sie his­to­risch dele­gi­ti­miert (mit unlau­te­ren Mit­teln), er hat Tei­le von ihr annek­tiert (mit unlau­te­ren Mit­teln), und er hat­te das Ziel die Regie­rung in Kiew zu stür­zen (Angriff auf Kiew und spä­te­re Ver­haf­tung durch meh­re­re hun­dert Umstürz­ler). Er woll­te eine Ukrai­ne als Satel­li­ten­staat. Aber immer noch als eige­ne natio­na­le Enti­tät. Jedoch nicht mehr in den bestehen­den inter­na­tio­na­len Gren­zen (Donetsk, Lug­ansk, Krim).

Ver­kürzt - der Plan war es im Don­bas neue mili­tä­ri­sche Rea­li­tä­ten zu schaf­fen, und in Kiew mit einem Hin­blick auf die neu­en mili­tä­ri­schen Rea­li­tä­ten Cha­os zu ver­ur­sa­chen und durch geziel­te Tötun­gen und Kol­la­bo­ra­teu­re einen Umsturz her­bei­zu­füh­ren.

Das Pri­märz­iel war kein Ver­nich­tungs­krieg in der Ukrai­ne. Das war erst das Ziel in der zwei­ten mili­tä­ri­schen Phase.

Min­des­tens das Ter­ri­to­ri­um von 2014” ist der sprin­gen­de Punkt. Die Ukrai­ne ver­langt aktu­ell die­se Gebie­te und den Abzug aller rus­si­schen Sol­da­ten als Vor­be­din­gung für Frie­dens­ver­hand­lun­gen. Waf­fen­still­stand nach er Rück­erobe­rung der Regio­nen von 2014. Ver­hand­lun­gen erst nach dem voll­stän­di­gen Abzug aller ukrai­ni­scher Trup­pen aus der Ukrai­ne inkl. Krim. Dann Frie­dens­ver­hand­lun­gen über Frie­dens­ver­hand­lun­gen und Repa­ra­ti­ons­zah­lun­gen, bei dem die ter­ri­to­ria­le Inte­gri­tät der Krim gewahrt blei­ben muss -- bedeu­tet, Rück­füh­rung in die poli­ti­sche Ver­wal­tung der Ukrai­ne inner­halb von 30 Jah­ren, bis dahin Eigenverwaltung.”

Bedeu­tet - nach 30 Jah­ren hät­te Russ­land auch den Flot­ten­stütz­punkt in Sewas­to­pol ver­lo­ren - nur um das kon­kret aus­zu­spre­chen. Die­se poli­ti­sche Posi­ti­on besteht mit Unter­bre­chun­gen seit März 2022.

Zwi­schen dem und “die Ukrai­ne hät­te ja sonst kei­ne Exis­tenz­be­rech­ti­gung” liegt - laut ukrai­ni­scher Dar­stel­lung nichts.

Sind die aktu­ell von Russ­land besetz­ten Gebie­te so wesent­lich dass die Ukrai­ne öko­no­misch nicht über­le­ben könn­te? Laut Rand Bericht - nein.

Zusatz:

Der kom­plet­te mili­tä­ri­sche Sieg und damit erst der kom­plet­te mili­tä­ri­sche Abzug aller rus­si­schen Kräf­te aus dem gesam­ten ukrai­ni­schen Ter­ri­to­ri­um -- ist für die Ukrai­ne aktu­ell (Stand heu­te) aber nicht aus­rei­chend, da Russ­land ja - geschla­gen oder nicht, zukünf­tig wie­der angrei­fen könn­te. Dh. es braucht zusätz­lich Regime chan­ge in Russ­land, oder eine poli­ti­sche Desta­bi­li­sie­rung Russ­lands - da das aktu­el­le Sank­ti­ons­re­gime das nicht ver­hin­dert. Sie­he Kot­kin.

Dess­halb, und das die US ein Russ­land das dazu auf 30 Jah­re nicht mehr in der Lage ist als Ziel­vor­stel­lung ange­ge­ben haben, gibt es jetzt erst­mal einen lang­an­hal­ten­den Aufreibungskrieg.

Gebt uns nur Waf­fen - wir ster­ben für euch - siehe:
Die Ukrai­ne schickt gera­de Wahn­sin­ni­ge auf Panels

Wei­ter in der Arte Dokumentation:

Cathe­ri­ne Bel­ton: “Putins Auf­fas­sung war sei Jeher, die Ukrai­ne gehört zu Russ­land.” [Bild­ein­blen­dung: Putin vor dem Patria­chen, Jel­zin neben ihm]

Unzu­läs­si­ge Umfor­mung - Putin war “als wahn­sin­ni­ger His­to­ri­ker” der Mei­nung, oder als “Gott­kö­nigs­iko­ne” einer rus­sisch ortho­do­xen Kir­che die das Prin­zip Rus im rus­si­schen Volk ver­brei­tet hat -- aber bei­des waren Pro­pa­gan­da­nar­ra­ti­ve intern für das rus­si­sche Volk.

Die lan­gen Tische auf denen Putin geses­sen hat der sich vor Covid gefürch­tet hat, muss­te ich im Stu­di­um als “Signal­wir­kung von gro­ßer inhalt­li­cher Distanz” ler­nen, das war Prü­fungs­stoff. Der covid­iso­lier­te Putin hat nie exis­tiert (Ben­nett hat ihn zwei Wochen vor Kriegs­be­ginn besucht, Putin hat­te in Sochi sei­ne gesam­te Entou­ra­ge zuge­gen). Dazu gibts spä­ter in der Doku­men­ta­ti­on noch eine Umformung.

Novorus­sia wur­de 2014 in die rus­si­sche Lehr­buch­ge­schichts­schrei­bung über­nom­men und war inter­ne Pro­pa­gan­da. Das rus­sisch ortho­do­xe Kon­zept der Kie­wer RUS, vor Kriegs­be­ginn durch Reli­gi­on im Volk gestreut - ich mein so ein Krieg benö­tigt Soldaten.

Der let­ze Aspekt ist beson­ders kuri­os, da in Russ­land die Tren­nung von Staat und Kir­che nie abschlie­ßend voll­zo­gen wur­de. Dh. Putin erhält dort über Nomen­kla­tur des Patria­chen den Sta­tus eines Gott­kö­nigs -- so wahn­sin­nig das zu glau­ben, war der berech­nen­de, in ande­ren Kate­go­rien den­ken­de ehe­ma­li­ge KGBler wohl doch zu kei­nen Zeitpunkt.

Na zum Glück gibt es noch den wahn­sin­ni­gen Geschichts­phi­lo­so­phen als Mit­tel­ding, dan­ke Fio­na Hill.

Rüdi­ger von Fritsch: “Als die zwei­te Run­de der Nato-Erweiterung abge­schlos­sen ist, steht - das ist glaub ich 2004 in einer Pres­se­kon­fe­renz, Val­d­imir Putin neben dem deut­schen Bun­des­kanz­ler in Mos­kau und sagt aus­drück­lich, die Aus­deh­nung der Nato bedroht nicht die Sicher­heit der rus­si­schen Föde­ra­ti­on. Aber um jetzt ein Argu­ment für die­sen Krieg zu fin­den, wird die­se alte Geschich­te aus­ge­kramt, die Nato - mit ihren paar Sol­da­ten an der Ost­gren­ze, bedro­he die Sicher­heit Russlands.”

Pro­pa­gan­da - Aus­las­sun­gen, Cherrypicking.

FAZ 25.05.2021

Hat der Wes­ten in der Fra­ge der NATO-Ost-Erweiterung Russ­land hin­ters Licht geführt? Und liegt in die­sem „gebro­che­nen Ver­spre­chen“ die Ursa­che der rus­si­schen Mili­tär­ag­gres­sio­nen gegen Geor­gi­en und die Ukrai­ne? Die­se Fra­gen erhit­zen seit gerau­mer Zeit die Gemü­ter. Die Sicher­heits­ex­per­tin Oxa­na Schmies hat einen instruk­ti­ven Sam­mel­band her­aus­ge­ge­ben, in dem sich sowohl Zeit­zeu­gen als auch Ana­ly­ti­ker mit dem Ver­hält­nis des nord­at­lan­ti­schen Ver­tei­di­gungs­bünd­nis­ses zu Russ­land aus­ein­an­der­set­zen. Boris Jel­zin weck­te am 20. Dezem­ber 1991 hohe Erwar­tun­gen, als er einen rus­si­schen NATO-Beitritt zum „lang­fris­ti­gen poli­ti­schen Ziel“ erhob. Noch im Jahr 2000 soll Putin Prä­si­dent Clin­ton gefragt haben, was er von die­sem Plan hal­te. Sol­che Äuße­run­gen wir­ken heu­te wie aus der Zeit gefal­len. Mitt­ler­wei­le erblickt die NATO in Russ­land die „Haupt­be­dro­hung“ für die nächs­ten zehn Jahre.

Die Abnei­gung beruht auf Gegen­sei­tig­keit. Der Kreml hat­te die Ost-Erweiterung schon in der natio­na­len Sicher­heits­stra­te­gie von 2009 als „inak­zep­ta­bel“ bezeich­net und die­se For­mu­lie­rung 2015 noch ein­mal bekräf­tigt. Am Anfang der rus­si­schen Jere­mia­den über die NATO steht James Bakers berühm­te For­mu­lie­rung „Not one inch east­ward“, die am 9. Febru­ar 1990 in einem Tref­fen mit Gor­bat­schow fiel. Damals ver­zich­te­te Gor­bat­schow aller­dings auf eine schrift­li­che Fixie­rung die­ser Aus­sa­ge, die von ame­ri­ka­ni­scher Sei­te als Ver­hand­lungs­po­si­ti­on und von rus­si­scher Sei­te als Zusi­che­rung auf­ge­fasst wurde.

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Das Datum 2004 ist bequem gewählt. Seit­dem sind fast 20 Jah­re vergangen.

Zwei­te Aus­las­sung, die Ukrai­ne hat­te gera­de das Dekret 117/2021 ver­fasst sich die Krim und Sewas­to­pol zurück­zu­ho­len (24. März 2021) und sie­ben Mona­te dar­auf damit begon­nen im Don­bas mit ame­ri­ka­ni­schen Jave­lins die durch Russ­land gestütz­ten Sepa­ra­tis­ten aus dem Don­bas zu schie­ßen (Okto­ber 2021). Eine Ukrai­ne die in 2021 300 Ton­nen an US Gefechts­ma­te­ri­al bekom­men hat.

Russ­land ohne Flot­te in der Schwarz­mee­re­gi­on, kann in sei­nen Satel­li­ten­staat kei­ne mili­tä­ri­sche Macht mehr pro­ji­zie­ren. Dar­auf basie­ren wesent­li­che rus­si­sche Handelsbeziehungen.

Jef­fey Sachs: “Die tür­ki­schen Ver­hand­ler ken­nen die Bedeu­tung der Schwarz­meer­re­gi­on.

SWR Geo­stra­te­gie: War­um ist die Krim für Russ­land so wichtig?

Wei­ter gehts in der Arte Dokumentation -

Voice­over: “Putin ist auch die Macht hin­ter den rus­si­schen Sepa­ra­tis­ten die in Donezk und Luhansk Gebie­te kon­trol­lie­ren. Bei der Inva­si­on im Febru­ar 2022 unter­zeich­net Putin ein Dekret zur Aner­ken­nung der bei­den Volksrepubliken.”

Fair.

Nächs­ter Satz:

Putin war fest davon über­zeugt, dass der Wes­ten alles schlu­cken wür­de, und Putin machen kann was er will.” Putin rech­net mit einem raschen Sieg, glaubt die Ukrai­ner wür­den auf eine Befrei­ung warten.

Fair, aber Zusatz. Der Angriff auf Kiew war als Shock and Awe Ope­ra­ti­on ohne Bela­ge­rungs­ka­pa­zi­tät, auf weni­ger als einer Woche aus­ge­legt (sie­he Reis­ner, sie­he auch die hier behan­del­te Arte Doku­men­ta­ti­on), eine Auf­rüs­tung der rus­si­schen Armee oder ihrer Kapa­zi­tät über die das bestehen­de Maß noch nicht vor­be­rei­tet (sie­he eben­falls Reis­ner), die Gebie­te im Osten der Ukrai­ne soll­ten Den­noch von rus­si­schen Trup­pen ein­ge­nom­men wer­den (Schaf­fen von Rea­li­tä­ten), und falls das beson­ders erfolg­reich gewe­sen wäre, eine Land­brü­cke bis Trans­nis­tri­en etabliert.

In dem Moment als die Ope­ra­ti­on in Kiew fehl­ge­schla­gen ist, wur­de auf Ver­nich­tungs­krieg umge­stellt. Bedeu­tet, seit Mit­te März 2022, sind wir in einem ande­ren Rational.

Das auch eine ande­re Betrach­tung erfor­dert als nur “haha, der Rus­se hat sich so stark verschätzt”.

Ja, hat er - und dann hat Russ­land die Stra­te­gie gewechselt.

Und “Die Ukrai­ne wür­den auf eine Befrei­ung warten.”

Ist auch nicht ganz korrekt.

Erin­nern wir uns an den wahn­sin­ni­gen Put­ler der sei­nen Aus­lands­ge­heim­dienst­chef zusam­men­ge­schrien hat? In der auf­ge­zeich­ne­ten Sit­zung im Kreml? An wie Julia jof­fe das gedeu­tet hat?

Sagen wir mal - fürs Nar­ra­tiv wäre es bes­ser, wenn wir Putin unter­stel­len er habe zu stark an die Effek­ti­vi­tät sei­nes Mili­tärs geglaubt.

Dann wäre der klei­ne Teil­aspekt auch geklärt. Viel­leicht fürs nächs­te öffent­li­che Nar­ra­tiv dann…

Tatia­na Sta­no­va­ya: “Er rech­ne­te damit, dass sobald ein rus­si­scher Sol­dat die Gren­ze über­tre­ten wür­de, Selen­sky­js Regie­rung stür­zen wür­de. Die Ukrai­ner legen ihre Waf­fen nie­der und die Rus­sen wer­den mit Blu­men empfangen.”

Pro­pa­gan­da - Falsch. Eines der Spit­zen­ba­tal­li­ons, das das Hos­to­mel neh­men soll­te, war sehr gut aus­ge­bil­det und bewaff­net. Die Ukrai­ne hat nur ein Gewäs­ser gesprengt und das Batal­li­on mit MLRS aus­ge­schal­tet, sie­he Reis­ner. Die Ukrai­ne hat die rest­li­chen rus­si­schen Sol­da­ten auch erst­mal ins Land gelas­sen und dann ihre Ver­sor­gungs­in­fra­struk­tur ange­grif­fen, spä­ter Säu­be­rungs­trup­pen geschickt. Sie­he eben­falls Reis­ner.

Die Tak­tik war Shock and Awe nicht “Spa­zier­gang”, und am Tag der Inva­si­on waren vier rus­si­sche Exe­ku­ti­ons­kom­man­dos in Kiew unter­wegs, die dank den US Nach­rich­ten­diens­ten von den Ukrai­nern alle­samt aus­ge­schal­tet wer­den konn­ten. (Quel­le hof­fent­lich eben­falls Reis­ner, ansons­ten bin ich mir unsi­cher (mög­li­cher­wei­se Kot­kin, oder CSIS).) 

Im Osten hat­te der Armee­teil bei Odes­sa den Befehl so viel Ter­ri­to­ri­um wie mög­lich zu neh­men für den Fall dass man eine Land­brü­cke nach Trans­nis­tri­en eta­blie­ren kön­ne. Brid­ge­head jen­seits des Dne­prs. Die­se Ope­ra­ti­on war sehr erfolg­reich, da Russ­land Brü­cken nut­zen konn­te die im Inva­si­ons­fall eigent­lich zer­stört wer­den hät­ten sol­len - die Ukrai­ner ver­mu­ten Kollaborateure.

Ich mei­ne, wenn ich mich schon in eine Arte Doku­men­ta­ti­on set­ze, wärs viel­leicht wesent­lich zu wis­sen was ich erzäh­le -- aber ok, nahe dran.

Cathe­ri­ne Bel­ton: “Ich glau­be nicht, dass Putin in den 20 Jah­ren sei­ner Prä­si­dent­schaft jemals den Begriff “Selbst­rei­ni­gung” erwähnt hät­te, sowas kann nur als Unsi­cher­heit gewer­tet werden.”

Pro­pa­gan­da - Fehl­aus­le­gung, das kann und soll­te als Signa­ling an das Rus­si­sche Volk gewer­tet wer­den natio­na­len Zusam­men­halt zu zei­gen. Bedeu­tet Eli­mi­nie­rung von Quer­fron­ten, Crack­down gegen Dis­sens in der eige­nen Bevöl­ke­rung und Selbst­zen­sur. Dar­auf hin zielt die­se Aus­sa­ge ab. Auf Wir­kung. Das ist nicht unbe­dingt eine ver­ängs­tig­te Aussage --

aber der Gag seit Mona­ten ist ja, dass Putin selbst jede Pro­pa­gan­da­aus­sa­ge als unsi­che­re Pri­vat­per­son tref­fe, und dar­über hin­aus, ja auch jeg­li­che Pro­pa­gan­da für das Rus­si­sche Volk selbst glau­be, weil er wahl­wei­se so reli­gi­ös, wahn­sin­nig, oder geschichts­ver­ses­sen ist.

Wir könn­ten davon eigent­lich lang­sam mal weg­kom­men, ich ertra­ge die Nai­vi­tät des “what does Put­ler think” Spiels um die die Öffent­li­che Mei­nung nicht mehr. Schon seit Mona­ten nicht mehr.

Voice­over: Wäh­rend Putin Schwä­che zeigt, nutzt Selen­skyj die inter­na­tio­na­le Büh­ne, um der Welt vor Augen zu füh­ren was sei­nem Land wider­fährt. Sei­ne Reden sind emo­tio­nal und zweck­ge­rich­tet. Selen­skyj beschwört die Fähig­keit der Ukrai­ne zur Selbst­ver­tei­di­gung und for­dert zugleich inter­na­tio­na­le Waffenhilfe.

Wir haben es hier mit der Rea­li­tät zu tun. Mit getö­te­ten Men­schen, mit der Här­te des Lebens. Und wir geben unser Leben dafür so frei und gleich­be­rech­tigt leben zu kön­nen, wie sie.”

Wenn man sei­ne Bot­schaf­ten an die ver­schie­de­nen Par­la­men­te anschaut fällt auf alle sind maß­ge­schnie­dert und sorg­fäl­tig recher­chiert, damit er immer den rich­ti­gen Ton trifft, ab und zu liegt er etwas dane­ben aber ins­ge­samt sind die­se Auf­trit­te hocheffektiv.” 

Pro­pagn­da - auf allen Ebe­nen. “Emo­tio­nal und zweck­ge­rich­tet” und “maß­ge­schnei­dert” - ja Pro­pa­gan­da, wir ver­ste­hen uns.

Manch­mal liegt er etwas dane­ben - ja

er muss sich was wegen der gehirn­ge­wa­sche­nen Leu­te im Don­bas über­le­gen”, in den Staa­ten der Welt sol­len Popu­lä­re Bevöl­ke­rungs­be­we­gun­gen her, die ihre Regie­run­gen stür­zen, wenn die­se kei­ne Waf­fen lie­fert, “Clo­se the sky dont make mama cry”, vor den United Nati­ons als Musik­vi­deo nach Butscha, 

Just like anyo­ne else in the United Sta­tes, I remem­ber your natio­nal memo­ri­al in Rushmo­re, the faces of your pro­mi­nent pre­si­dents, tho­se who laid the foun­da­ti­on of the United Sta­tes of Ame­ri­ca as it is today: demo­cra­cy, inde­pen­dence, free­dom, and care for ever­yo­ne, for every per­son, for ever­yo­ne who works dili­gent­ly, who lives honest­ly, who respects the law. We in Ukrai­ne want the same for our peop­le, all that is nor­mal part of your own life.”

Zelen­sky invo­ked Ame­ri­can trau­mas to bols­ter his case

Ladies and gen­tle­men, friends, Ame­ri­cans, in your gre­at histo­ry, you have pages that would allow you to under­stand Ukrai­ni­ans, under­stand us now when we need you, right now. Remem­ber Pearl Har­bor, ter­ri­ble morning of Dec. 7, 1941, when your sky was black from the pla­nes attacking you. Just remem­ber it. Remem­ber Sep­tem­ber the 11th, a ter­ri­ble day in 2001 when evil tried to turn your cities, inde­pen­dent ter­ri­to­ries, in battle­fiel­ds, when inno­cent peop­le were atta­cked, atta­cked from air, yes. Just like no one else expec­ted it, you could not stop it.
Mr. Zelen­sky sought to place his country’s moment of peril in his­to­ri­cal con­text for mem­bers of Con­gress by recal­ling two events that are sea­red in the Ame­ri­can con­scious­ness, drawing spe­ci­fic par­al­lels to times the United Sta­tes was ass­aul­ted by air, as Ukrai­ne is now. It is a stra­te­gy that he has tur­ned to often in recent weeks as he works to ral­ly sup­port for his cau­se amid the Rus­si­an onslaught.
When Mr. Zelen­sky spo­ke befo­re Britain’s House of Com­mons last week, he invo­ked Win­s­ton Chur­chill, like­n­ing the Rus­si­an attacks on Ukrai­ne to England’s “dar­kest hour” during World War II.
The com­pa­ri­sons are aimed at illus­tra­ting the sta­kes of the con­flict for Ukrai­ne, and to per­sua­de poli­cy­ma­kers around the glo­be that they should regard it as among the gra­vest chal­len­ges that the world has faced.

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Dear heads of sta­tes and governments!

Dear jour­na­lists!

Nati­ons of the world!

Ukrai­ne wants peace. Euro­pe wants peace. The world wants peace. And we have seen who is the only one who wants war. 

The­re is only one Enti­ty among all UN Mem­ber Sta­tes who would say now, if he could inter­rupt my speech, that he is hap­py with this war – with his war. But we will not let this Enti­ty pre­vail over us, even though it is the lar­gest sta­te in the world.

Ukrai­ne show­ed strength on the battle­field, using its right to self-defense in accordance with Arti­cle 51 of the UN Char­ter. And no one will reproach us now or in the future with weak­ness or ina­bi­li­ty to fight for our­sel­ves, for our independence. 

We are achie­ving a result in this fight and we see what the end of this war will be, and what will be the gua­ran­tees of a sta­ble peace.

The UN Char­ter pro­c­laims the equa­li­ty of nati­ons – and we pro­ved that Ukrai­ne is equal among the equals. 

The UN Char­ter pro­tects the invio­la­bi­li­ty of bor­ders – and we con­firm our sta­te bor­der­line by expel­ling the occu­p­iers outside. 

The UN Char­ter sti­pu­la­tes the value of human rights, digni­ty and life, and we also sti­pu­la­te them – with every Ukrai­ni­an city freed from Rus­si­an occupation.

We did not pro­vo­ke this war. We held 88 rounds of talks in various for­mats to pre­vent this war, just from the begin­ning of my pre­si­den­cy until Febru­a­ry 24 this year.

But Rus­sia – ins­tead of stop­ping the crime of aggres­si­on, which it star­ted back in 2014 – tur­ned it into a full-scale inva­si­on. And we have no choice but to defend our­sel­ves. We do it. We push the aggres­sor bey­ond the inter­na­tio­nal­ly reco­gni­zed bor­der of the Ukrai­ni­an state.

And this is the first item of our peace for­mu­la. Com­pre­hen­si­ve item. Punishment. 

Punish­ment for the crime of aggres­si­on. Punish­ment for vio­la­ti­on of bor­ders and ter­ri­to­ri­al inte­gri­ty. Punish­ment that must be in place until the inter­na­tio­nal­ly reco­gni­zed bor­der is res­to­red. Until the aggres­si­on stops. And until the dama­ges and los­ses for the war are ful­ly compensated.

The­re­fo­re, sanc­tions against the aggres­sor are part of the peace for­mu­la. Blo­cking the tra­de and rela­ti­ons with the aggres­sor is part of the peace for­mu­la. All this is a punishment.

So long as the aggres­sor is a par­ty to decision-making in the inter­na­tio­nal orga­niz­a­ti­ons, he must be iso­la­ted from them – at least until aggres­si­on lasts. Reject the right to vote. Depri­ve dele­ga­ti­on rights. Remo­ve the right of veto – if it is a Mem­ber of the UN Secu­ri­ty Coun­cil. In order to punish the aggres­sor wit­hin the institutions.

We should not turn a blind eye to pro­pa­gan­dists who jus­ti­fy aggres­si­on, but app­ly a full packa­ge of per­so­nal restric­tions against them. That is a punish­ment for lying.

Citi­zens of the aggres­sor sta­te should not be allo­wed to enjoy tou­rism or shop­ping in the ter­ri­to­ry of tho­se who value peace, but should be encou­ra­ged through visa restric­tions to fight against the aggres­si­on of their own sta­te. Punish for abet­ting the evil.

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Also nein, bit­te, super - Tona­li­tät per­fekt getrof­fen, super addres­sa­ten­fo­ku­siert und eigent­lich das Bes­te und auch über­haupt kei­ne Pro­pa­gan­da, und überhaupt.

Daher wird Selen­skyj seit dem ja nicht nur von der Fifa, son­dern auch von den Oscars (Aca­de­my of Moti­on Pic­tu­re Arts and Sci­en­ces) ver­setzt, wenn er mal wie­der einen Auf­ruf star­tet eine Rede hal­ten zu wol­len.

Tatia­na Sta­no­va­ya: “Hät­te der Wes­ten nicht begon­nen Waf­fen zu lie­fern und die Ukrai­ne zu unter­stüt­zen, dann hät­te Russ­land den Krieg bin­nen weni­ger Wochen gewonnen.”

Fair. Aber sagen wir doch mal bit­te dazu in wel­chem Kon­text die Ukrai­ne heu­te bes­ser dasteht.

With an infla­ti­on rate of 26 per­cent, inte­rest rates of 25 per­cent and a one-third decli­ne in Gross Domestic Pro­duct (GDP) in 2022, Ukrai­ne is reaching the limits of exis­ting, con­ven­tio­nal eco­no­mic policy.

Soon, Kyiv will have to resort to the prin­ting press to finan­ce dai­ly public ser­vices. And as the Ger­mans, the Dut­ch and others often like to remind Euro­pe, this will lead to eco­no­mic catastrophe.

Ukrai­ne has alrea­dy defer­red pay­ments until 2024 on up to €20 bil­li­on of its debt held by inter­na­tio­nal inves­tors. And while the appro­xi­ma­te €6 bil­li­on that the coun­try has saved through this action is important, it pales in com­pa­ri­son to its expec­ted bud­ge­t­a­ry short­fall of appro­xi­mate­ly €40 bil­li­on in 2023 alone.

Ukrai­ne needs a debt write-off — unfor­tu­n­a­te­ly, the EU just wants it to keep borrowing.

The €18 bil­li­on worth of loans from the EU will even­tual­ly have to be repaid, star­ting in 2033, and loading on more debt — even of the long-term, prac­ti­cal­ly zero inte­rest varie­ty — redu­ces Ukraine’s poten­ti­al for quick reco­very from the war. It’s also a non­sen­si­cal eco­no­mic approach, given that Kyiv has alrea­dy sus­pen­ded pay­ment on some of its exis­ting obligations.

Over­all, the EU’s stra­te­gy is sim­ply a reci­pe for a future Ukrai­ni­an sov­er­eign debt cri­sis. (Poli­ti­co)

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Ukraine’s debts to Wes­tern banks are des­troy­ing its social safe­ty net

OPINION: The recon­struc­tion of Ukrai­ne will be cripp­led by the debts it owes to the IMF and other institutions

[…]

The Ukrai­ni­an army con­ti­nues to make ter­ri­to­ri­al and mili­ta­ry gains against inva­ding Rus­si­an for­ces on the eas­tern front. But how is the coun­try faring on the ‘wes­tern front’?

Some have sug­gested that the dan­gers con­fron­ting the Ukrai­ni­an sta­te come not only from Rus­si­an tanks but also Wes­tern banks and, more spe­ci­fi­cal­ly, from Ukraine’s gro­wing for­eign debt.

This debt could hin­der Ukraine’s spen­ding on the war effort and drasti­cal­ly redu­ce its social spen­ding. It also means that, once the war is over, Ukrai­ne could face con­si­derable pres­su­re from its credi­tors on how the county’s recon­struc­tion should happen.

Accord­ing to Ukraine’s eco­no­my minis­ter Yulia Svy­ry­den­ko, the Rus­si­an inva­si­on has alrea­dy cost Ukrai­ne $564.9bn (£494.5bn) in des­troy­ed infra­st­ruc­tu­re and lost eco­no­mic growth. Post-war recon­struc­tion cos­ts so far are esti­ma­ted at near­ly $750bn (£632bn).

Ukraine’s exports have col­lap­sed by around 35% sin­ce 2021, and GDP is esti­ma­ted to have con­trac­ted at a simi­lar rate.

At the same time, infla­ti­on is soa­ring and the country’s cur­ren­cy, the hryv­nia, is col­lap­sing – part­ly becau­se, due to a lack of inves­tor inte­rest, the country’s cen­tral bank had to buy bonds issued by the government to fund the war effort. Sub­se­quent­ly, the bank more than dou­bled inte­rest rates – to 25%, the hig­hest in Euro­pe – to fight the infla­ti­on it had hel­ped create.

Tem­pora­ry debt freeze…
Ukrai­ni­ans and their glo­bal sup­por­ters have long cam­pai­gned for debt reli­ef. Final­ly, in August, after mon­ths of pres­su­re and with $1bn (£840m) of bond pay­ments due on 1 Sep­tem­ber, Kyiv was gran­ted a tem­pora­ry free­ze on debt pay­ments. This sus­pends Ukraine’s need to ser­vice signi­fi­cant debts until the end of 2023, and poten­ti­al­ly for ano­t­her year.

Cam­pai­g­ners for Ukrai­ni­an debt reli­ef right­ly noted this as a posi­ti­ve deve­lo­p­ment. Howe­ver, the debt can­cel­la­ti­on that some had hoped for now seems unli­kely, and the debt exclu­des major credi­tors such as the Inter­na­tio­nal Mone­ta­ry Fund (IMF) and the World Bank. The Euro­pean Com­mis­si­on, which has loaned Ukrai­ne more than €13bn (£11.4bn), also did not join the deal.

Befo­re the free­ze, Ukrai­ne had alrea­dy spent $2.8bn (£2.4bn) this year just on ser­vicing its debt. To put this in per­spec­ti­ve, it is a third of what the government has spent on social wel­fa­re during the Rus­si­an invasion.

Some major Ukrai­ni­an com­pa­nies are also facing debt pro­blems. In July, Naf­togaz, the part-state-owned ener­gy com­pa­ny, defaul­ted on pay­ments to some bond­hol­ders who had not signed up to defer­ral plans. Ukrai­ni­ans can’t afford to pay their uti­li­ty bills (domestic gas pri­ces have incre­a­sed 650% sin­ce 2014), which con­tri­bu­t­ed to Naftogaz’s default – but it’s vital that the com­pa­ny con­ti­nues to func­tion as the coun­try enters winter.

Roads agen­cy Ukrav­to­dor and electri­ci­ty com­pa­ny Ukrener­go – both state-owned – mana­ged to nego­tia­te a two-year free­ze on $1.5bn’s worth (£1.26bn) of bond pay­ments due at the end of the year. Howe­ver, their debts are state-guaranteed, so the Ukrai­ni­an government will be respon­si­ble if the­re are pro­blems with future payments.

… but not from the IMF and World Bank
Inter­na­tio­nal finan­cial insti­tu­ti­ons that have loaned huge sums to Ukrai­ne sin­ce the start of the war in Don­bas in 2014 are insis­ting that the coun­try con­ti­nues to pay its debts to them – plus the asso­cia­ted inte­rest, char­ges and fees. The annu­al mee­tings of the IMF and World Bank last mon­th didn’t even dis­cuss sus­pen­ding, reli­e­ving or for­gi­ving Ukraine’s debt.

The long list of mone­ta­ry pro­blems that Ukrai­ne is facing means that, once the war is final­ly over, the coun­try will have to dance to the tune of the IMF and World Bank

This year, des­pi­te the war, Ukrai­ne has repaid the World Bank $496m (£417m) plus $58m (£49m) in fees and inte­rest, and the IMF $1.3bn (£1.09bn) plus $150m (£126m) in surch­ar­ges. Over 2022/23, Ukrai­ne is expec­ted to repay the IMF $2.7bn (£2.27bn), plus $486m (£409m) in surcharges.

The­se enor­mous amounts are even more asto­un­ding when com­pa­red to the country’s vital expen­dit­ures. So far in 2022, Ukrai­ne has spent $77m ($65m) on envi­ron­men­tal pro­tec­tion, half the figu­re paid to the IMF in surch­ar­ges, and $1bn (£840m) on edu­ca­ti­on, $300m (£252m) less than its repay­ment to the IMF.

Once the debt free­ze is lifted
Thanks to the­se cripp­ling debt repay­ments, as well as soa­ring mili­ta­ry expen­dit­u­re and incre­a­sed social spen­ding, the Ukrai­ni­an government has a mon­th­ly fis­cal short­fall of $5bn to $6bn (£4.2m to £5m). It reli­es on loans to bridge the gap.

Alt­hough the free­ze appears to give the embatt­led coun­try a ‘pay­ment holi­day’, the­se loans will have to be repaid – along with the inte­rest that is con­ti­nuing to accu­mu­la­te. In other words, this “market-friendly” deal strai­ght­ja­ckets Ukrai­ne into suf­fo­ca­ting and unsus­tainab­le obligations.

This mat­ters becau­se Ukraine’s debt levels will deter­mi­ne the country’s future reconstruction.

This is dan­ge­rous for two rea­sons. First, becau­se most of Ukraine’s debt is deno­mi­na­ted in US dol­lars (60%) or euros (24%), spi­ral­ling Ukrai­ni­an infla­ti­on ensu­res that debts are har­der to repay.

Second, in addi­ti­on to appro­xi­mate­ly $25bn (£21bn) in bond com­mit­ments, Ukrai­ne has out­stan­ding ‘GDP-linked’ obli­ga­ti­ons to credi­tors of $3.2bn (£2.7bn).

The­se instru­ments ensu­re that Ukrai­ne will pay inves­tors an incre­a­sing amount as post-conflict recon­struc­tion incre­a­ses GDP, as repay­ments on the­se obli­ga­ti­ons are tied to GDP growth.

Good­bye labour rights, hel­lo privatisation
The long list of mone­ta­ry pro­blems that Ukrai­ne is facing – crus­hing debt obli­ga­ti­ons, runa­way infla­ti­on, col­lap­sing exports, down­gra­ded credit ratings, deva­lued cur­ren­cy – means that, once the war is final­ly over, the coun­try will have to dance to the tune of the IMF and World Bank.

When it comes to post-conflict recon­struc­tion, the stra­te­gies of the­se finan­cial insti­tu­ti­ons is cent­red on ensu­ring a ‘friend­ly envi­ron­ment’ for pri­va­te capi­tal to gua­ran­tee ‘busi­ness confidence’.

Inter­na­tio­nal credi­tors, finan­cial insti­tu­ti­ons and ‘experts’ of various kinds are alrea­dy cal­ling for fur­ther dere­gu­la­ti­on, labour libe­ra­li­sa­ti­on, pri­va­ti­sa­ti­on and redu­ced social spen­ding in Ukraine.

Experts from London’s Cent­re for Eco­no­mic Poli­cy Rese­arch (CEPR) even sug­gested that Mede­cins Sans Fron­tiè­res and the Red Cross can take over the medi­cal sup­plies and ser­vices in Ukrai­ne. In other words, it envi­sio­ned the coun­try as a hollowed-out sta­te that aban­dons its citi­zens to the rava­ges of local and glo­bal capital.

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*hust*

Voice­over: “Im Som­mer tritt Selen­skyj vir­tu­ell auf den Büh­nen von Film und Musik Fes­ti­vals auf der gan­zen Welt auf. “Lasst den Frie­den gewin­nen. Thank you” 

Ser­hii Ruden­ko: “Ich den­ke dass Selen­skyj auf Unter­stüt­zung aus der gan­zen Welt bau­te, auch aus der Musik un der Film Bran­che. Krea­ti­ve Men­schen haben einen gro­ßen Ein­fluss auf das Publi­kum im Aus­land. und die­ses Publi­kum wählt sei­ne Poli­ti­ker und ent­schei­det folg­lich mit, ob Waf­fen in die Ukrai­ne gelie­fert wer­den oder nicht.”

Denk doch nicht sel­ber du Pro­pa­gan­dist, lass dir das von Selen­skyj im O-Ton erklären!

That is to say, we are all see­ing chan­ges and pro­ces­ses. Chan­ges that not only lead to theo­re­ti­cal, but to popu­lar demo­cra­cy, popu­lar demo­cra­cy is not a revo­lu­ti­on - demo­cra­cy is first and fore­mo­st, power of the peop­le. If you want to be the lea­der of your socie­ty, you have to be the lea­der of socie­ty, not to com­mand, but to be a lea­der and live with them in the same spi­rit. The­re­fo­re [?!] it seems to me, that this popu­lar demo­cra­cy is taking place in the world, and that this will lead to cer­tain secu­ri­ty alli­an­ces [?!], I am con­fi­dent, that the­re will be new secu­ri­ty alli­an­ces in the future. This does not mean, that its necessa­ry to lea­ve any uni­on. It does not mean, that it is necessa­ry to des­troy things that work. No it does not mean that. Peop­le just want peace, tran­qui­li­ty, sta­bi­li­ty and most import­ant­ly - con­fi­dence. Here, in all the­se chal­len­ges, con­fi­dence. Be it the new Covid, or god for­bid, war. A per­son who lives, pays taxes, resi­des here, was born or came here, is a citi­zen of the world for peace. And this per­son must know, that they must be pro­tec­ted in this coun­try. And if this per­son lea­ves for ano­t­her coun­try, this per­son will be pro­tec­ted the­re. The per­son will not suf­fer. The world is just facing such a chal­len­ge. It will eit­her accept this model, and come to such alli­an­ces, or the­re will be a chan­ge of many world lea­ders, and their socie­ties will find pro­per peop­le for themselves.

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Herz­er­wär­mend, was für ein Churchill!

Voice­over: “In der frü­hen Pha­se des Krie­ges muss Selen­skyj erst in sei­ne Rol­le hin­ein­wach­sen. Soll er mit Putin einen Kom­pro­miss aus­han­deln - die Gren­zen sei­nes Lan­des neu ziehen?!”

Ich den­ke Selen­skyj war für Gesprä­che bereit. Zuminmdest vor dem Krieg und auch zu Beginn des Krie­ges. Immer wie­der for­de­te er Putin zu einem Gespräch her­aus, bis glau­be ich der Punkt erreicht war an dem er es für zweck­los hielt, und Putin sei­ner­seits Gesprä­che ablehn­te um Selen­skyj sei­ner­seits nicht aufzuwerten.”

Pro­pa­gan­da - bewuß­te Fehlinterpretation.

Ver­hand­lun­gen in der Türkei:

Pos­si­bi­li­ty of talks bet­ween Zelen­skyy and Putin came to a halt after Johnson’s visit - UP sources

Source: Ukrain­s­ka Prav­da arti­cle “From Zelenskyy’s “Sur­ren­der” to Putin’s Sur­ren­der. How Nego­tia­ti­ons with Rus­sia Are Going”.

Quo­te from the arti­cle: “The Rus­si­an side…was actual­ly rea­dy for the Zelenskyy-Putin meeting.

But two things hap­pen­ed, after which a mem­ber of the Ukrai­ni­an dele­ga­ti­on, Mykhailo Podo­li­ak, had to open­ly admit that it was “not the time” for the mee­ting of the presidents. 

The first thing was the reve­la­ti­on of the atro­ci­ties, rapes, mur­ders, mas­sa­c­res, loo­ting, indiscri­mi­na­te bom­bings and hund­reds and thousands of other war cri­mes com­mit­ted by Rus­si­an tro­ops in the tem­pora­ri­ly occu­p­ied Ukrai­ni­an territories…

The second “obsta­cle” to agree­ments with the Rus­si­ans arri­ved in Kyiv on 9 April.”

Details: Accord­ing Ukrain­s­ka Prav­da sources clo­se to Zelen­skyy, the Prime Minis­ter of the United King­dom Boris John­son, who appeared in the capi­tal almost without warning, brought two simp­le messages.

The first is that Putin is a war cri­mi­nal, he should be pres­su­red, not nego­tia­ted with.

And the second is that even if Ukrai­ne is rea­dy to sign some agree­ments on gua­ran­tees with Putin, they are not.

Johnson’s posi­ti­on was that the collec­ti­ve West, which back in Febru­a­ry had sug­gested Zelen­skyy should sur­ren­der and flee, now felt that Putin was not real­ly as power­ful as they had pre­vious­ly ima­gi­ned, and that here was a chan­ce to “press him.”

Three days after John­son left for Bri­tain, Putin went public and said talks with Ukrai­ne “had tur­ned into a dead end”.

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über Küpers­busch:

Nafta­li Bennett:

Ukrai­ne deman­ded of Rus­sia that it be able to get secu­ri­ty gua­ran­tees from Ame­ri­ca, Fran­ce, all the big ones.

And the­re was an argu­ment, becau­se to Rus­sia a gua­ran­tee is a pact, it’s no dif­fe­rent than NATO.

This is whe­re I brought my expe­ri­ence, I gave it a lot of thought and said, the nego­tia­ti­on is unre­a­son­ab­le becau­se they’­re nego­tia­ting over some­thing they don’t have.

There’s the joke about a guy try­ing to sell the Brook­lyn Bridge to passersby.

This guy did exist.

100 years ago he sold…

-They don’t have the Broo­kyln Bridge.

I said that because… 
Ame­ri­ca will give you guarantees?

It will com­mit that in seven years, if Rus­sia vio­la­tes some­thing, it will send sol­di­ers after lea­ving Afgha­ni­stan and all that?

I said, “Volo­dym­yr, it won’t hap­pen, you won’t get gua­ran­tees, why are you negotiating?”

Then I sug­gested what I cal­led the “Israe­li model.”

We don’t have guarantees.

I said, “I’m the prime minis­ter of Isra­el, “we don’t have gua­ran­tees from anyo­ne, if someo­ne inva­des us tomor­row, nobo­dy has assu­red us and no one will come to save us. What we do have is a strong, inde­pen­dent army that can pro­tect its­elf, so let’s for­get about the­se gua­ran­tee and dis­cuss the para­me­ters for buil­ding mili­ta­ry for­ce, what kind of wea­pons, what pla­nes, how many offi­cers, soldiers…”

Becau­se Rus­sia doesn’t want Ukraine…

So this was a cogni­ti­ve bre­akthrough that they both accepted.

I’ll tell you something.

I can’t say if they were wrong.

-May­be other thugs in the world would see it.

My posi­ti­on at the time… in this regard, it’s not a natio­nal Israe­li interest.

Unli­ke the con­su­la­te or Iran, when I’m con­cer­ned about Isra­el, I stand firm. 

–Yes.

Here, I don’t have a say.

I’m just the media­tor, but I turn to Ame­ri­ca in this regard, I don’t do as I please.

Anything I did was coor­di­na­ted down to the last detail with the US, Ger­ma­ny and France.

-So they blo­cked it? 
Basi­cal­ly, yes.

They blo­cked it and I thought they’­re wrong.

In retro­spect, it’s too soon to know.

The advan­ta­ges and dis­ad­van­ta­ges: The down­si­de of the war going on is the casu­al­ties in Ukrai­ne and Rus­sia, it’s a very har­sh blow to Ukraine[…]

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Voice­over: Im April ent­schei­det Selen­skyj nicht mehr auf Gesprä­che oder Ver­hand­lun­gen zu set­zen. Der Grund, in den Orten die Putins Trup­pen beim Vor­stoß auf Kiew vor­über­ge­hend besetzt hat­ten, gibt es unüber­seh­ba­re Zei­chen von Kriegsverbrechen.”

Pro­pa­gan­da - Mis­re­pre­sen­ta­ti­on, Weg­las­sen von Information

Erneut:

Details: Accord­ing Ukrain­s­ka Prav­da sources clo­se to Zelen­skyy, the Prime Minis­ter of the United King­dom Boris John­son, who appeared in the capi­tal almost without warning, brought two simp­le messages.

The first is that Putin is a war cri­mi­nal, he should be pres­su­red, not nego­tia­ted with.

And the second is that even if Ukrai­ne is rea­dy to sign some agree­ments on gua­ran­tees with Putin, they are not.

Johnson’s posi­ti­on was that the collec­ti­ve West, which back in Febru­a­ry had sug­gested Zelen­skyy should sur­ren­der and flee, now felt that Putin was not real­ly as power­ful as they had pre­vious­ly ima­gi­ned, and that here was a chan­ce to “press him.”

Three days after John­son left for Bri­tain, Putin went public and said talks with Ukrai­ne “had tur­ned into a dead end”.

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John­son Besuch: 10. April

John­son war der ers­te G7 Regie­rungs­chef in Kiew.

Wei­te­re Infor­ma­ti­on die Weg­ge­las­sen wird ist was in den Vor­or­ten von Kiew pas­siert ist.

Also Rus­si­sche Inva­si­ons­ar­mee fährt in die Ukrai­ne ein, wird wei­test­ge­hend durch­ge­las­sen, Spit­zen­ba­tal­li­on wird durch MLRS ver­nich­tet Vor­marsch vor Kiew durch spren­gen eines Was­ser­hin­der­nis­ses ver­lang­samt. Die Ukrai­ne greift dann die Ver­sor­gungs­struk­tur der rus­si­schen Sol­da­ten an, schal­tet die­se aus. Russ­land ver­sucht über die Schie­ne aus Weiß­russ­land wei­ter zu ver­sor­gen, die ukrai­ni­schen Stay­back Ein­hei­ten spren­gen Russ­land stellt den Last­wa­gen­kor­so zusam­men, der von der Ukrai­ni­schen Ver­tei­di­gung auf­ge­rie­ben wird, und so schlecht orga­ni­siert ist, dass die Rus­sen teil­wei­se zu Fuss wie­der nach Weiß­russ­land evakuieren.

Die Ukrai­ne war­tet eine Woche, und schickt dann Säu­be­rungs­ein­hei­ten in die Vor­or­te. Die­se bekom­men Infor­ma­tio­nen von der loka­len Bevöl­ke­rung, und begin­nen in klei­nen Grup­pen, rus­si­schen Gerät vor­nehm­lich mit Jave­lins und Artil­le­rie über den Hau­fen zu schießen.

Die Rus­sen ver­hän­gen Aus­gangs­sper­ren (alle Män­ner auf den Stra­ßen wer­den erschos­sen, ist aus Butscha bekannt) und schi­cken Ein­hei­ten durch Luft­schutz­kel­ler die nach “Leu­ten mit Nazi oder natio­na­lis­ti­schen Tatoos” suchen und sie erschie­ßen. (Aus­gen­zeu­gen­in­ter­views aus Butscha -)

Hin­ter­grund, sie wer­den zusam­men­ge­schos­sen, es kommt kei­ne Ver­pfle­gung, die loka­le Bevöl­ke­rung kol­la­bo­riert aus nahe­lie­gen­den Grün­den mit dem ukrai­ni­schen Mili­tär, ihre Auf­trä­ge sind nicht mehr zu erfül­len, und sie bekom­men von den Leit­stel­len nicht mehr gesagt was sie tun sol­len (Repor­ta­ge von einem Stern Repor­ter in einem Nach­bar­ort von Butscha.).

Dass das als Blau­pau­se her­hal­ten muss, wie sich rus­si­sches Mili­tär in besetz­ten Gebie­ten gene­rell ver­hält - ist mir dann lei­der, was soll ich machen - doch zu rich.

Zumal auch Berich­te über ukrai­ni­sche Bevöl­ke­rung exis­tie­ren, die von rus­si­scher Pro­pa­gan­da nach einer Bela­ge­rung so ein­ge­nom­men sind, dass sie selbst noch nach­wirkt, nach­dem die ent­spre­chen­den Per­so­nen nach Groß­bri­tan­ni­en flie­hen konnten. 

ZDF Repor­ta­ge: Gese­hen - bei 9:10 in

Voice­over: Nach dem Bekannt­wer­den der rus­si­schen Gräul­ta­ten spricht Selen­skyj vor dem Sicher­heits­rat der ver­ein­ten Natio­nen. Das stän­di­ge Mit­glied Russ­land dür­fe nicht unge­straft davon­kom­men, für das was er als “die schreck­lichs­ten Kriegs­ver­bre­chen seit dem 2. Welt­krieg” bezeichnet.”

Fair - Auslassung

Das war am 05.04. der John­son Besuch am 10.04.

An der Stel­le gibt es die Vor­ge­schich­te dass die Ände­rung der Stra­te­gie der Ukrai­ne jetzt offen­si­ve Angriffs­waf­fen zu for­dern von der Ukrai­ne selbst vier Tage vor Butscha fest­ge­setzt wur­de, und zwei Tage vor Butscha vom Atlan­tic Coun­cil in der Ver­brei­tung an die Freun­de der Ukrai­ne über­nom­men wur­de.

Das war am 29.03. der Atlan­tic Coun­cil Arti­kel am 31.03.

Zur Erin­ne­rung - in die­ser Zeit­pe­ri­ode war Selen­skyj noch immer der Frie­dens­prä­si­dent, der sich nichts mehr gewünscht hat als Friedensverhandlungen.

Wäh­rend am 20.03. noch fol­gen­des pas­siert ist:

Die Washing­ton Post und CNN (die Washing­ton Post ist für ihre Nähe zum mili­tär­in­dus­tri­el­len Sek­tor bekannt) haben an dem Tag Arti­kel ver­öf­fent­licht, in denen sie State­ments von US Mili­tär­krei­sen abge­druckt haben, nach denen die­se “nicht mehr wüss­ten was die Posi­ti­on der Ukrai­ne sei”.

Hin­ter­grund: Selen­skyj hat­te sich erdreis­tet das Wort Neu­tra­li­tät in den Mund zu nehmen.

Sie­he auch: The last time Selen­skyy said neu­tra­li­ty is on the table

Unklar­hei­ten der US über die ukrai­ni­sche Posi­ti­on der Ukrai­ne

Am sel­ben Tag, dem 20. März muss­te der ehe­ma­li­ge ukrai­ni­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Zago­rod­nyuk (sie­he auch click), jetzt Atlan­tic Coun­cil Mit­glied, bei Times Radio vor­spre­chen und die ukrai­ni­sche Posi­ti­on erläutern:

Das Inter­view lässt sich mit “cant trust Putin, cant trust Putin” zusammenfassen.

Noch­mal zur Erin­ne­rung, Selen­skyj war zu dem Zeit­punkt immer noch der Frie­dens­prä­si­dent, der sich nichts sehn­li­cher gewünscht hat als Friedensverhandlungen.

Und dann exis­tiert ja noch das ers­te Inter­view von Kule­ba nach Butscha bei Times Radio - in dem der Zu Pro­to­koll gibt, er war ja eigent­lich eh schon immer für die voll­kom­me­ne Ver­nich­tung der Rus­sen, nicht erst seit Butscha - weil er ist ja ein Hawk, auf ihn kann man ja zählen.…

And I was com­mit­ted even befo­re the Bucha mas­sa­c­re, by the way it’s - the right spel­ling is but­cher not buc­ca, I was com­mit­ted to pro­se­cu­ting all rus­si­an atro­ci­ties and war cri­mi­nals, and to doing ever­ything that I could as for­eign minis­ter to bring them to account, but now - uh I will be doing it until my last breath.”

Das war am 03.04. oh and by the way, “the right spel­ling is but­cher not buc­ca”. Ohne dass es davor jemand falsch aus­ge­spro­chen hät­te. Was für ein Ser­vice für die Medienlandschaft!

Und danach brauch­te es es noch zwei FUCKING MONATE, bis Man­gott in der ZIB2 end­lich begrif­fen hat­te dass -

Das Pro­blem ist, dass Selen­skyj selbst sei­ne Kriegs­zie­le immer anders defi­niert. Manch­mal sagt er die Rus­sen müs­sen aus dem gan­zen Land ver­trie­ben wer­den, also auch von der Krim, manch­mal sagt er - eh, ah, es wird schwie­rig wer­den die Rus­sen aus den Gebie­ten zu ver­trei­ben wo sie vor dem Krieg schon waren, aber was wir jeden­falls tun wer­den ist bis zum letz­ten Mann den Don­bas zu verteidigen.”

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Wäh­rend die Medi­en noch geschwind Kule­bas Aus­sa­ge IN EINER PRESSOKONFERENZ am 26.05. lie­ber nicht berich­tet haben.

Kule­ba is now open­ly for other nati­ons enga­ging in hel­pful diplo­ma­tic talks that could bring about the end of the war. It is just that “they cant impo­se “new lines of con­ta­ct””, or “touch the ter­ri­to­ri­al inte­gri­ty of Ukrai­ne, as a who­le - at all”.

Apart from this being a per­fect quag­mi­re on its own, three days ago Poli­ti­co publis­hed the following:

Poland’s pre­si­dent told Ukrai­ni­an law­ma­kers that “only Ukrai­ne has the right to deci­de about its future,” in a speech that was the first in-person address by a for­eign head of sta­te at Ukraine’s par­lia­ment sin­ce the Rus­si­an invasion.

Not­hing about you without you,” Andrzej Duda told the assem­bly in Kyiv on Sunday, while slamming the “worry­ing voices” that have been cal­ling on Ukrai­ne to make con­ces­si­ons to end the war.

Duda recei­ved a stan­ding ova­ti­on and pho­tos pos­ted on Twit­ter show­ed him embra­cing Ukrai­ni­an Pre­si­dent Volo­dym­yr Zelen­skyy. Poland has wel­co­med around 3.5 mil­li­on Ukrai­ni­an refu­gees and sup­ports Ukraine’s bid to join the EU.

Duda’s comments came as Ukrai­ne said it would refu­se a cease-fire and will not give up ter­ri­to­ry to Rus­sia. In an inter­view with Reu­ters, Ukrai­ni­an nego­tia­tor Mykhailo Pod­olyak said con­ces­si­ons would back­fire and only encou­ra­ge Rus­sia to hit harder.

The war will not stop [after any con­ces­si­ons]. It will just be put on pau­se for some time,” said the pre­si­den­ti­al adviser.

After a while, with rene­wed inten­si­ty, the Rus­si­ans will build up their wea­pons, man­power and work on their mista­kes. … And they’ll start a new offen­si­ve, even more bloo­dy and large-scale,” he said.

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With this (pres­su­re to not influ­ence ukrai­ni­an decisi­on making) being the cau­se both for the ger­man governments posi­ti­on of “the Ukrai­ne has to deci­de on its own, when it wants to con­tem­pla­te ending the war”, as well as the same posi­ti­on fea­tured in the UvdL speech in Davos yesterday.

Tho­se are respon­ses to that voi­ced need to not be influ­en­ced by out­side pres­su­res which now doesnt exist any­mo­re accord­ing to Kule­ba, as long as tho­se out­side pres­su­res dont try to nego­tia­te a new con­ta­ct line, or touch the ter­ri­to­ri­al inte­gri­ty of the Ukraine.

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Und damit mache ich für heu­te Schluss, denn es reicht mir. Mor­gen dann der Rest. Time­code zu Ende die­ses Postings: 21min in im 52 Minu­ten Video.

Die­se Gesell­schaft ist das abgrund­tief Letz­te, sterbt ihr Schweine.

Läuft grad super

15. März 2023

- das Sanktionsregime…

Mit­tel­fris­tig.

The final narrative is crafted

14. März 2023

Das west­li­che Nar­ra­tiv ist end­lich fertig.

Putins Angriff in drei Wel­len [War­um drei Wel­len? Die Arte Doku­men­ta­ti­on ist dreiteilig.]

Russ­land log, log und log, der Wes­ten staun­te: Bei Arte zeigt Nor­ma Per­cy, wie es zum Krieg in der Ukrai­ne kam. „Wer ist Wla­di­mir Putin?“ ist eine her­aus­ra­gen­de Geschichts­do­ku­men­ta­ti­on. In der spielt Ange­la Mer­kel eine zwie­späl­ti­ge Rol­le. (FAZ)

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ARTE (1|2|3)

Und es ist wie gewohnt FUCKING gro­tesk. Teil 1 der Arte Dokumentation:

Putin annek­tiert die Krim, west­li­che Sank­tio­nen dage­gen fal­len lau aus. Putin tele­fo­niert mit Oba­ma, Oba­ma ver­si­chert Putin “die US ver­fol­gen kei­ne Sicher­heits­in­ter­es­sen in der Ukrai­ne” - nur demo­kra­tie­po­li­ti­sche. Dar­auf hin spricht Putin im Tele­fo­nat MH17 an.

Sicher­heit­be­ra­ter des US Prä­si­den­ten im Inter­view: “Wir wuss­ten gar­nicht was er meint! Ich rann­te aus der Sit­zung und mir kam ein Aid ent­ge­gen - Sir, Sir, in der Ukrai­ne fal­len Kof­fer und Leich­tei­le aus dem Himmel!”

Die Diens­te in den US geben weni­ge Stun­den spä­ter bekannt, dass die Rake­te aus rus­si­schen Bestän­den stammt (heu­te von der UN bestätigt).

Rus­si­scher Diplo­mat im Inter­view: “Es war offen­sicht­lich ein Ver­se­hen, aber der Wes­ten insze­nier­te dar­aus einen wei­te­ren Keil um ihn zwi­schen Russ­land und west­li­che Staa­ten zu treiben”.

Cut zum Pre­mier von Groß­bri­tan­ni­en (Came­ron) “Ich hab den Rus­sen ange­ru­fen, und der hat nur Lügen erzählt, wir nann­ten das damals “lie and deny” des Russen.”.

Cut zum UN Sicher­heits­rat ver­ab­schie­det gegen die Stim­me Russ­lands eine Reso­lu­ti­on um inter­na­tio­na­len Sani­tä­ter­grup­pen Zugang zu der Absturz­stel­le zu ermög­li­chen damit sie Lei­chen­tei­le ber­gen kön­nen - begrün­det wird mit “stel­len sie sich eine Frau vor die die­se Bil­der sieht, und ihr Mann ist umge­kom­men, und dann sieht sie im Fern­se­hen jeman­den der von einem Lei­chen­teil den Ehe­ring ihres Man­nes abzieht und ein­steckt” -- in guter alter UN Tradition.

Nach die­sem sehr emo­tio­na­len Ereig­nis ist auch der nie­der­län­di­sche Prä­si­dent so unfass­bar emo­tio­nal auf­ge­wühlt (MH17 kam aus Ams­ter­dam), dass er for­dert, dies­mal müs­se man es Putin aber wirk­lich zeigen --

und hast dus nicht gese­hen, auf ein­mal ist ganz Euro­pa für har­te Wirt­schafts­sank­tio­nen die die rus­si­sche Wirt­schaft wirk­lich treffen.

Soweit die Erzähl­wei­se des Arte Vide­os Teil eins - und so weit, so bekannt.

Jetzt kommt das Schmankerl.

Der­weil im Wei­ßen Haus - laut Arte Reportage:

Vor­ge­schich­te: Sicher­heits­be­ra­ter -- wir haben Oba­ma gesagt, er sol­le Wirt­schafts­sank­tio­nen zie­hen, denn mili­tä­risch sei Russ­land in der Regi­on über­le­gen, da kön­ne man nur mit Sank­tio­nen wirken.

IN DIESEM MOMENT (Euro­pa ver­hängt schwe­re Sank­tio­nen nach dem Abschuss von MH17) ändert sich auch die Posi­ti­on der US.

Eve­lyn Far­kas, Sell­ver­tre­ten­de Abtei­lungs­lei­te­rin, US Verteidigungsministerium:

Wir haben über­legt Jave­lins [und Stin­ger übri­gens, wegen dem Ehe­rinng des Ehe­manns in der UN Anspra­che neh­me ich an] zu lie­fern, weil Sank­tio­nen, das haben wir uns über­legt, die wir­ken ja erst so spät - der Rus­se soll­te das wirk­lich SPÜREN (“Man schießt kei­ne Pas­sa­gier­flug­zeu­ge ab, du!”), und da haben wir uns gedacht -- tote Rus­sen, ja das wär doch ein gutes Signal, so komisch das jetzt auch klingt und dar­auf­hin haben wir dann Jave­lins geliefert!”

Jetzt war aber nichts davon im Sicher­heits­in­ter­es­se der US in der Regi­on - des war wegen dem MH17 des Putin im Tele­fo­nat mit Oba­ma als ers­tes ange­spro­chen hat…

Und wegen dem Ehe­ring des Toten in der Ansprach vor der UN.

Wie­viel Jave­lins haben sie denn geliefert?

Jo - ehm, jo also im Jahr vor dem Aus­bruch des Krie­ges - so 300 Ton­nen, das meis­te davon (anteils­mä­ßig, nicht Gewicht) Jave­lins und Stinger:

Im April 2021 begann die Ver­le­gung rus­si­scher Trup­pen an die Gren­ze zur Ukrai­ne. Anlass war das am 24. März 2021 unter­zeich­ne­te ukrai­ni­sche Regie­rungs­de­kret Nr.117/2021 über die De-Okkupation und Rück­erobe­rung der Krim und der Donbas-Region. Gleich­zei­tig waren 300 Ton­nen ame­ri­ka­ni­scher Waf­fen an die Ukrai­ne gelie­fert wor­den. Im Juni 2021 hat­te die US-Administration eine wei­te­re geplan­te Waf­fen­lie­fe­rung im Umfang von 100 Mio. Dol­lar vor­über­ge­hend gestoppt, nach­dem der rus­si­sche Prä­si­dent ankün­dig­te, sei­ne Trup­pen zurück­zu­zie­hen. Die Trup­pen wur­den teil­wei­se abge­zo­gen, die mili­tä­ri­sche Infra­struk­tur blieb jedoch bestehen. Im Okto­ber 2021 begann eine zwei­te Trup­pen­kon­zen­tra­ti­on mit einer grö­ße­ren Zahl von Sol­da­ten. Die Über­ra­schung war den­noch groß, als nach einer Serie von Ver­mitt­lungs­ver­su­chen, unter ande­rem des fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten Macron und von Bun­des­kanz­ler Scholz, die rus­si­schen Trup­pen am 24. Febru­ar 2022 in die Ukrai­ne ein­fie­len.“ (Roland Cza­da, Uni­ver­si­tät Osnabrück)

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Ja gut, aber jetzt sind Jave­lins ja sicher gänz­lich unge­eig­net um Russ­lands Sicher­heits­in­ter­es­sen in der Regi­on zu stören…

24.11.2019

The aid, inclu­ding counter-artillery bat­te­ry radar, night-vision gear and patrol boats, has sin­ce [in the later parts of the Trump admi­nis­tra­ti­on] been unf­ro­zen and is making a real dif­fe­rence to Ukrai­ni­an for­ces figh­t­ing Russian-backed sepa­ra­tists in eas­tern districts.

But it is the Jave­lin which appears to be a game-changer, Ukraine’s defence minis­ter told CBC News.

In cer­tain are­as, they can make a cri­ti­cal dif­fe­rence,” said Andriy Zagorodnyuk.

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Ja gut, aber die haben die doch sicher nicht ein­ge­setzt, schließ­lich haben die US es ihnen per Lie­fer­ver­trag unter­sagt die­se Waf­fen offen­siv im Don­bas einzusetzen!

Poli­ti­co 04.12.2021:

But while Washing­ton urges Kyiv to use the Jave­lins only for defen­si­ve pur­po­ses and requi­res that the wea­pons be stored in a secu­re faci­li­ty away from the con­flict, the­re are no geo­gra­phic restric­tions on the actu­al deploy­ment of the mis­si­les, U.S. offi­cials said, which means that Ukrai­ni­an for­ces can trans­port, dis­tri­bu­te and use them at any time.

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Und dar­an hat sich die Ukrai­ne ja auch pri­ma gehalten:

22. 11. 2021

the-drive.com (some mili­ta­ry news web­site): Ukrai­ni­an Tro­ops Have Been Firing American-Made Jave­lin Mis­si­les At Russian-Backed Forces

Ukrai­ni­an Bri­ga­dier Gene­ral Kyry­lo Buda­nov tal­ked about the ope­ra­tio­nal use of Jave­lins as part of a recent inter­view with Mili­ta­ry Times, which he con­duc­ted through an inter­pre­ter. Buda­nov, who runs the Chief Direc­to­ra­te of Intel­li­gence of the Minis­try of Defence of Ukrai­ne, also known by its Ukrai­ni­an acro­nym GUR MOU, used the oppor­tu­ni­ty to call for more help from the U.S. government as he sound­ed like the alarm about the Kremlin’s unusu­al deploy­ments of lar­ge num­bers of mili­ta­ry units to are­as oppo­si­te Russia’s bor­ders with Ukrai­ne in recent weeks.

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Pri­mär­quel­le: click

Moment wann kam es zum zwei­ten größ­ten Auf­marsch der Rus­si­schen Trup­pen an der Ukrai­ni­schen Grenze?

Oh, Okto­ber bis Mit­te Novem­ber. src: click

Hier die Stif­tung Wis­sen­schaft und Poli­tik dazu (sei­ner­zeit).

Ja des - dass mit den Jave­lins die Rus­sen aus dem Don­bas weg­ge­schos­sen wer­den, ist nicht so gut - des is ja nicht im Sin­ne des Lie­fer­ab­kom­mens mit den US, des ändern wir lie­ber zwei Mona­te dar­auf mit­tels eines Winkelzugs:

Wess Mit­chell, who ser­ved as the Trump administration’s top Sta­te Depart­ment offi­cial over­see­ing Euro­pean and Eura­si­an affairs, noted that the Jave­lins and other let­hal wea­pons are desi­gned not for first use but to deter Moscow from encroa­ching on Ukrai­ni­an territory.

But while Washing­ton urges Kyiv to use the Jave­lins only for defen­si­ve pur­po­ses and requi­res that the wea­pons be stored in a secu­re faci­li­ty away from the con­flict, the­re are no geo­gra­phic restric­tions on the actu­al deploy­ment of the mis­si­les, U.S. offi­cials said, which means that Ukrai­ni­an for­ces can trans­port, dis­tri­bu­te and use them at any time.

Jave­lins are defen­si­ve wea­pons and the United Sta­tes expects Ukrai­ne to deploy them respon­si­b­ly and stra­te­gi­cal­ly when nee­ded for defen­si­ve pur­po­ses,” said Pen­ta­gon spo­kes­per­son Mike Howard.

If the Jave­lins were to be moved, it doesn’t necessa­ri­ly mean they’d be used — in Kyiv’s esti­ma­ti­on, the thres­hold for actual­ly firing the wea­pons has not yet been met, accord­ing to two Ukrai­ni­ans fami­li­ar with the dis­cus­sions. The red line, they said, would be if Rus­si­an tanks cros­sed over into Ukrai­ni­an territory.

The cur­rent Rus­si­an move­ment in Eas­tern Euro­pe is exact­ly the kind of sce­n­a­rio the Jave­lin sale was desi­gned to coun­ter, said two for­mer seni­or U.S. defen­se offi­cials fami­li­ar with the agreement.

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Also nur dass sie in den Don­bas ver­legt wer­den, bedeu­tet ja doch bit­te gar­nicht dass sie dort zwei Mona­te vor dem State­ment bereits ein­ge­setzt wurden!

Wobei Selen­skyj ver­si­chert noch kurz, stimmt ja gar­nicht, nach­dem Inter­views mit Ukrai­ni­schen Koman­dan­ten durch die Fach­pres­se gegan­gen sind, das man sie super erfolg­reich ein­set­ze. Das hat dann Chom­sky nicht so gefal­len: click

Ich habe das Argu­ment (der zwei­te rus­si­sche Trup­pen­auf­marsch fand wegen dem sehr erfolg­rei­chen Ein­satz von Jave­lins im Don­bas statt) hier im Übri­gen nicht erfun­den, son­dern von Peter Zei­han (hier bei 17min in) über­nom­men und dann noch mal sepa­rat nach­ge­goo­gelt. Zei­han ist ehe­ma­li­ger Strat­for Analyst.

Die US hat­ten nach dem ers­ten Auf­marsch im April noch 100 Mil­lio­nen an Waf­fen­lie­fe­run­gen in die Ukrai­ne eingefroren -

Im April 2021 begann die Ver­le­gung rus­si­scher Trup­pen an die Gren­ze zur Ukrai­ne. Anlass war das am 24. März 2021 unter­zeich­ne­te ukrai­ni­sche Regie­rungs­de­kret Nr.117/2021 über die De-Okkupation und Rück­erobe­rung der Krim und der Donbas-Region. Gleich­zei­tig waren 300 Ton­nen ame­ri­ka­ni­scher Waf­fen an die Ukrai­ne gelie­fert wor­den. Im Juni 2021 hat­te die US-Administration eine wei­te­re geplan­te Waf­fen­lie­fe­rung im Umfang von 100 Mio. Dol­lar vor­über­ge­hend gestoppt, nach­dem der rus­si­sche Prä­si­dent ankün­dig­te, sei­ne Trup­pen zurück­zu­zie­hen. Die Trup­pen wur­den teil­wei­se abge­zo­gen, die mili­tä­ri­sche Infra­struk­tur blieb jedoch bestehen. Im Okto­ber 2021 begann eine zwei­te Trup­pen­kon­zen­tra­ti­on mit einer grö­ße­ren Zahl von Sol­da­ten. Die Über­ra­schung war den­noch groß, als nach einer Serie von Ver­mitt­lungs­ver­su­chen, unter ande­rem des fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten Macron und von Bun­des­kanz­ler Scholz, die rus­si­schen Trup­pen am 24. Febru­ar 2022 in die Ukrai­ne ein­fie­len.“ (Roland Cza­da, Uni­ver­si­tät Osnabrück)

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Russ­land hat sich “zurück­ge­zo­gen”, aber die Ver­sor­gungs­sta­tio­nen auf­recht­erhal­ten, und weni­ge Mona­te spä­ter, Mit­te Novem­ber, gab es dann den zwei­ten grö­ße­ren Auf­marsch rus­si­scher Trup­pen an der ukrai­ni­schen Grenze.

Ver­hand­lun­gen mit den US über die Sicher­heits­ord­nung in Euro­pa wur­den von den US im Dezem­ber ein­sei­tig abgebrochen.

Sie­he CFR (US)

oder rus­si­sches Außen­mi­nis­te­ri­um.

JETZT WAR ABER NICHTS DAVON EINE US INTERVENTION IM SICHERHEITSINTERESSE DER US IM VORHOF RUSSLANDS.

Fra­ge: Wie sieht man denn aus, wenn man gera­de in die Kame­ra lügt, dass man der Ukrai­ne Jave­lins gegreen­ligh­tet hat (also noch nicht so 500 und 500 Stin­ger, erst mal nur ein paar, die Mas­se kam dann ja erst spä­ter über acht Jah­re, die Poro­schen­ko in der sel­ben Doku­men­ta­ti­on (Teil 1) als “Minsk hat uns acht Jah­re gege­ben, um auf­zu­rüs­ten, unse­re Wirt­schaft zu stär­ken, und einen west­li­che Anti-Russland Koali­ti­on zu bil­den” cha­rak­te­ri­siert…), die der ehe­ma­li­ge ukrai­ni­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter (heu­te Atlan­tic Coun­cil) 2019 dezi­diert for­dert “um den Kon­flikt im Don­bas zu drehen” -
src: Wie kann man die Bevöl­ke­rung eigent­lich noch ver­ar­schen? -- um “Rus­sen zu töten, um Putin zu ver­deut­li­chen, dass der Abschuss von MH17 zu weit gegan­gen ist”, nach­dem auf­grund­des­sen die Sank­tio­nen in Euro­pa aber erst rich­tig zu wir­ken begon­nen hat­ten -- die ja zu lang­sam gewirkt hät­ten, wes­halb sich die US Regie­rung zu exakt dem Zeit­punkt, das mit den Jave­lins über­legt hat­te, damits “tote Rus­sen” gibt? 

Man aber nichts davon aus Grün­den von US Sicher­heits­in­ter­es­sen in der Ukrai­ne getan hätte?

Arte hat die Antwort -
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NÄCHSTER SATZ in der Arte Dokumentation:

(Ande­re) US Diplo­ma­tin aus der Oba­ma Admi­nis­tra­ti­on (Caro­li­ne Atkin­son): “Die US woll­ten aber kei­nen Krieg mit Russ­land, also beschloss man Russ­land nicht wei­ter zu pro­vo­zie­ren.” […] “Wir wuss­ten dass die Euro­pä­er den Dia­log mit Putin wei­ter­füh­ren woll­ten. Waf­fen­lie­fe­run­gen durch die USA wür­den Fol­gen haben und erschie­nen uns problematisch.”

Jetzt ist es aber unglaub­lich was danach pas­siert ist.

Also nach­dem die Waf­fen­lie­fe­run­gen gegreen­ligh­tet wurden.

NÄCHSTER SATZ in der Arte Dokumentation:
“Die Gewalt in der Ukrai­ne eska­liert. Es gibt berich­te über rus­si­sche Trup­pen die die Gren­ze über­que­ren um an der Sei­te der Sepa­ra­tis­ten zu kämp­fen.” NEIN! Der Rus­se hat eskaliert!

Obwohl man ihn nicht mehr wei­ter pro­vo­zie­ren wollte!
Dafür gibts auch pri­ma Bele­ge: *HUST*
Was war eigent­lich US und Nato Posi­ti­on im Novem­ber 2021

Atlan­tic Coun­cil - 23.11.2021:

The United Sta­tes would agree with Kyiv on red lines befo­re ent­e­ring the talks, such as no imple­men­ta­ti­on of the poli­ti­cal aspects of the Minsk Agree­ments without Rus­si­an com­pli­an­ce with its never-fulfilled mili­ta­ry obli­ga­ti­ons (per­ma­nent cease­fire, with­dra­wal of for­eign for­ces and hea­vy wea­pons, dis­band­ment of ille­gal mili­ti­as); no local elec­tions in the Don­bas with Rus­si­an and pro­xy for­ces still pre­sent; [Das kippt die “Steinmeier-Formel”] and spe­cial sta­tus for the Don­bas after elec­tions to be based on the Ukrai­ni­an law on decen­tra­liz­a­ti­on (sin­ce the Minsk Agree­ment does not sup­port Rus­si­an deman­ds for a Don­bas veto over Ukrai­ni­an for­eign policy).

On the con­ten­tious issue of when to res­to­re Ukrai­ni­an con­trol of the inter­na­tio­nal bor­der, which Rus­sia insists must come at the end of the pro­cess, the United Sta­tes and Ukrai­ne would offer as a com­pro­mi­se the inter­na­tio­na­liz­a­ti­on of the occu­p­ied ter­ri­to­ries as a tran­si­tio­nal mea­su­re. [== total retre­at, then total ter­ri­to­ri­al gain for Ukrai­ne] This would inclu­de a neu­tral peace­kee­ping for­ce to take the place of Russian-led for­ces and mili­ti­as insi­de Don­bas and an inte­rim inter­na­tio­nal civi­li­an admi­nis­tra­ti­on to replace the self-declared people’s repu­blics. The inter­na­tio­nal pre­sence would res­to­re nor­mal gover­nan­ce, estab­lish pro­fes­sio­nal local poli­ce for­ces, over­see the return of refu­gees, and orga­ni­ze local elec­tions in con­di­ti­ons con­sis­tent with OSCE standards.

Alt­hough Rus­sia may be slow to enga­ge on the initia­ti­ve, it would demons­tra­te US and Ukrai­ni­an rea­di­ness for a genui­ne com­pro­mi­se to end the war in eas­tern Ukrai­ne. It would be con­sis­tent with the Minsk frame­work but intro­du­ce imple­men­ta­ti­on mecha­nisms that are absent from the ori­gi­nal Minsk docu­ments. [You mean the frame­work is simi­lar, the imple­men­ta­ti­on is not?]

If Rus­sia agreed to end the Don­bas con­flict on this basis and imple­men­ted its side of the deal in good faith, the United Sta­tes and its allies would be able to sca­le back the pro­vi­si­on of let­hal wea­pons to Kyiv. Such an agree­ment would open the way to the lif­ting of Donbas-related sanc­tions and resump­ti­on of coope­ra­ti­on bet­ween Rus­sia and NATO that could help defu­se Rus­si­an anxie­ties about Ukraine’s rela­ti­ons­hip with NATO over the lon­ger term.

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Oder wie wärs mit Kule­ba als Ehren­gast auf einer Nato Konferenz?

NATO PK vom 01.12.2021:

We will call on the allies to join Ukrai­ne in put­ting tog­e­ther a deter­rence packa­ge,” Kule­ba told repor­ters as he arri­ved for the talks in Riga.

This should inclu­de pre­pa­ring eco­no­mic sanc­tions against Rus­sia, in case it “deci­des to choo­se the worst-case sce­n­a­rio”, Kule­ba said, adding that NATO should also boost mili­ta­ry and defence coope­ra­ti­on with Ukraine.

We are con­fi­dent that if we join efforts if we act in a coor­di­na­ted fashion, we will be able to deter Pre­si­dent Putin and to demo­ti­va­te him from choo­sing the worst-case sce­n­a­rio, which is a mili­ta­ry ope­ra­ti­on,” Kule­ba said.

[…]

Rus­sia has no veto. Rus­sia has no say. And Rus­sia has no right to estab­lish a sphe­re of influ­ence, try­ing to con­trol their neigh­bours,” Stol­ten­berg told repor­ters, poun­ding his podium.

The argu­ments are not new in essence and do not pre­su­me a rea­di­ness for NATO to enlar­ge. Most NATO mem­bers see risks rather than advan­ta­ges in enlar­ging the alli­an­ce in what Moscow sees as its backyard.

Just the ques­ti­on is reflec­ting some­thing, which I think we should be very much awa­re of, that is not accep­ta­ble – and that is that Rus­sia has a sphe­re of influ­ence,” the NATO chief retorted.

They try to re-establish some kind of accep­t­ance that Rus­sia has the right to con­trol what neigh­bours do, or not do,” Stol­ten­berg said.

I think that tells more about Rus­sia than about NATO,” he added.

The argu­ment that Rus­sia has no right to have a sphe­re of influ­ence is likely to infu­ria­te Moscow. Seni­or US pun­dits have argued in the recent past that “Rus­sia needs its buffers”.

This idea that NATO’s sup­port to a sov­er­eign nati­on is the pro­vo­ca­ti­on, is just wrong. It’s to respect the sov­er­eig­n­ty and the will of the Ukrai­ni­an peop­le,” he said, adding that Ukrai­ne is an inde­pen­dent sta­te, its bor­ders must be safe and its neigh­bours must not vio­la­te them.

We do not want to go back to the world in which sta­tes were limi­ted by sphe­res of influ­ence of super­powers”, he empha­sis­ed, ans­we­ring the ques­ti­on about Russia’s reac­tion to the pos­si­ble acces­si­on of Ukraine.

[…]

For his part, Stol­ten­berg repeated his warning on Wed­nes­day that any future Rus­si­an aggres­si­on against Ukrai­ne would come at a ‘high pri­ce’ and have serious poli­ti­cal and eco­no­mic con­se­quen­ces for Moscow.

The 30 NATO allies tog­e­ther repre­sent more than 50% of the glo­bal economy.

We have a wide ran­ge of opti­ons to make sure that Rus­sia will be con­fron­ted with serious con­se­quen­ces if they once again use for­ce against an inde­pen­dent sov­er­eign nati­on, Ukrai­ne,” Stol­ten­berg told repor­ters in Riga.

Ever­ything from eco­no­mic sanc­tions, finan­cial sanc­tions, poli­ti­cal restric­tions, but also, as we saw after 2014 when they ille­gal­ly anne­xed Cri­mea … that actual­ly trig­ge­red the big­gest rein­for­ce­ment of our collec­ti­ve defence sin­ce the end of the Cold War,” Stol­ten­berg said.

We don’t know whe­ther Pre­si­dent Putin has made the decisi­on to inva­de” Ukrai­ne, US Secreta­ry of Sta­te Antho­ny Blin­ken said, but added that “if Rus­sia inva­des Ukrai­ne… we will be pre­pa­red to act” with high-level eco­no­mic sanc­tions and other measures.

It’s important that Rus­sia under­stands this, Blin­ken stres­sed, adding that the US will make sure Ukrai­ne has the means to defend itself.

We’ve seen this play­book befo­re in 2014 when Rus­sia last inva­ded Ukrai­ne, then as now they signi­fi­cant­ly incre­a­sed com­bat for­ces near the bor­der,” Blin­ken said.

Then as now, they inten­si­fied dis­in­for­ma­ti­on that Ukrai­ne is the aggres­sor to jus­ti­fied pre-planned mili­ta­ry action,” he added.

Blin­ken will meet with Rus­si­an For­eign Minis­ter Ser­gey Lav­rov in Stock­holm on Thursday.

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Jetzt ist aber nicht vor­stell­bar wie der Rus­se dar­auf wie­der regiert hat!

Höchst emo­tio­nal!

Moreo­ver, bey­ond Putin’s pur­por­ted secu­ri­ty con­cerns, Ukrai­ne is a high­ly emo­tio­nal issue for him. His state­ments and pseudo-historical wri­tings make clear that he res­ents Ukraine’s inde­pen­dence, ques­ti­ons its legi­ti­ma­cy as a sov­er­eign sta­te, dis­pu­tes Ukrai­ni­ans’ exis­tence as a sepa­ra­te peop­le, and is outra­ged by Kyiv’s refu­sal to accept Rus­si­an hegemony.

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Zusatz: MH17, MH17! (1|2|3)

edit: Teil 3 (bei 4:40 in) greift die Jave­lin Lie­fer­run­gen zu Beginn noch ein­mal auf, ich bin überrascht.

John Kel­ly: Stabs­chef Trump: “Ich mach­te klar, solan­ge es kei­nen rus­si­schen Angriff gegen die Sou­ve­rä­ni­tät der Ukrai­ne gab wer­de kein rus­si­scher Pan­zer von Jave­lin Rake­ten getrof­fen und auch kein rus­si­scher Sol­dat von Muni­ti­on aus den USA.”

edit: Jojo… https://www.twz.com/43239/ukrainian-troops-have-been-firing-american-made-javelins-at-russian-backed-forces

Gra­tu­la­ti­on zu die­se über­zeu­gen­den Dar­stel­lung, hat ja nicht ganz so geklappt.

Hin­ter­grund, es war ein Reiz­the­ma unter der Trump Prä­si­dent­schaft. Trump woll­te gute Bezie­hun­gen zu Russ­land auf­bau­en, sein Stab ver­sucht ihn zu über­zeu­gen, dass er auch die ver­stärk­ten Jave­lin Lie­fe­run­gen an die Ukrai­ne ein­hal­ten muss, die er dem Ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten zuge­sagt hat, als die­ser EXPLIZIT mit dem Ziel Jave­lins zu erhal­ten, da sie für den Kon­flikt im Don­bas wesent­lich sei­en in den US vor­stel­lig wurde.

edit2: Noch­mal Erstau­nen - die fran­zö­si­schen Kol­le­gen (Wunsch­den­ken mei­ner­seits) fol­gen kei­nem der Propagandanarrative.

Der gesam­te Teil 3 dreht sich um Nato Ost­erwei­te­rung, Russ­lands Reak­tio­nen dar­auf - “was bedeu­tet “im Moment kein Nato Bei­tritt””, Ukrai­ne wur­de von befreun­de­ten Nato­staa­ten in den acht Jah­ren vor der Inva­si­on stark auf­ge­rüs­tet, das “jeder kön­ne der Nato bei­tre­ten der wol­le” Nar­ra­tiv wird ent­kräf­tet… In letz­ter Minu­te muss Stol­ten­berg noch vor einer rus­si­schen Dele­ga­ti­on sagen “man kön­ne über alles ver­han­deln, aber nicht über den Stop einer Aus­wei­tung der Nato”.

Ein­zig Russ­lands Posi­ti­on bei ver­such­ten Ver­hand­lun­gen im letz­ten Moment den Krieg noch abzu­wen­den wird als “nicht kon­struk­tiv” ausgewiesen.

Noch viel bes­ser - der Aus­spruch “und da wuss­te ich, es geht Putin nicht um die Nato, es geht ihm dar­um ein Groß­reich Russ­land neu zu grün­den” wird der eng­li­schen Regie­rung und expli­zit Boris John­son in den Mund gelegt.

Her­lei­tung: Und als Putin mich anrief und mir sag­te, ok aktu­ell seid ihr gegen eine Nato Erwei­te­rung, aber für wie vie­le Jah­re gilt “not any­ti­me soon”? (Demo­gra­phie Russ­lands) - und als Putin danach (Wochen vor dem Krieg) reli­giö­se ortho­do­xe Pro­pa­gan­da bedien­te um in Russ­land ein Natio­na­lis­mus Nar­ra­tiv zu streu­en (Besu­che von Mes­sen) - da wuss­ten Boris John­son und sei­ne Bera­ter, es ging Putin gar­nicht um die Nato, es ging ihm dar­um das Reich der Sov­jet­uni­on wiederherzustellen.

[Naja, viel­leicht geht es ihm dar­um mit völ­ki­schem Natio­na­lis­mus das rus­si­sche Volk für einen Krieg zu pri­men? Nein - also, das Nahe­lie­gends­te kanns ja nicht sein. Das - plötz­lich neu erlang­te Reli­gio­si­tät, war sicher sei­ne Pri­mär­mo­ti­va­ti­on - Ock­hams Rasier­mes­ser, ich hör dir trapsen…]

Und weil Boris John­son von die­ser Her­lei­tung so wahn­sin­nig fas­zi­niert ist, gibts dazu auch gleich den pas­sen­den Gesichtsausdruck.

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I call this “very plea­sed I sold you bullshit”.

Nächs­ter Satz:
“Er will das zusam­men­fü­gen was er als “spi­ri­tu­el­les Kern­land” der Rus­sen betrachtet.”

Flan­kiert von fol­gen­dem Gesichtsausdruck:
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Eigent­lich über­aus frech von der Bildregie.

Die­se ver­damm­ten Fran­zo­sen. Fast so schlimm wie die­se ver­schla­ge­nen Russen.

Depressing

07. März 2023

Avoiding a Long War - RAND Corporation

epub | Text to speech audio file (aac)


Infor­ma­ti­ve read, recommended.

The illusive neoimperial conquering of Ukraine

07. März 2023

Mal sehen, wer ist aktu­ell eigent­lich der Mei­nung die Ukrai­ne konn­te, kön­ne oder soll­te von den rus­si­schen Ein­hei­ten voll­stän­dig ein­ge­nom­men werden?

NICHT Petrae­us:

In einem Inter­view mit dem “Atlan­tic” eine Woche vor dem Beginn der rus­si­schen Ukraine-Invasion habe ich vor­aus­ge­sagt, dass die Trup­pen Putins die Haupt­stadt Kiew nie­mals ein­neh­men, geschwei­ge denn kon­trol­lie­ren wür­den. Davon abge­se­hen haben sich die Rus­sen als noch unge­schick­ter erwie­sen als viel­fach erwar­tet, und zwar buch­stäb­lich auf der gan­zen Linie. In stra­te­gi­scher Hin­sicht, bei der Pla­nung ihrer Mili­tär­kam­pa­gne, bei der ope­ra­ti­ven Füh­rung, bei der tat­säch­li­chen Umset­zung ihrer Mili­tär­ak­tio­nen, bei der Logis­tik und bei ihrem scho­ckie­ren­den Man­gel an tak­ti­schem Fach­wis­sen und Trai­ning. Zudem haben die Rus­sen ihre Waf­fen und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­sys­te­me nicht auf einen moder­nen Stand gebracht.

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Besag­tes Originalinterview:

Can Rus­sia Actual­ly Con­trol the Ent­i­re Land­mass of Ukraine?’

A con­ver­sa­ti­on with David Petrae­us on what the Ame­ri­can expe­ri­ence in Iraq means for Russia’s con­flict with Ukraine

[…]

Rao: You’ve stu­di­ed and prac­ti­ced coun­ter­insur­gen­cy for much of your pro­fes­sio­nal life. Would you expect an insur­gen­cy of some kind to emer­ge in respon­se to any major Rus­si­an attempt to con­trol all of Ukraine?

Petrae­us: Yes, I would, though it is hard to deter­mi­ne just how lar­ge and com­mit­ted it would be. The­re are nume­rous fac­tors that will be important in such a case, the most important of which is whe­ther the Ukrai­ni­an government and for­ces can retain a lar­ge part of their coun­try in the event of a lar­ge inva­si­on. The Ukrai­ni­an parliamentary-delegation mem­ber with whom I met on Satur­day at the Munich Secu­ri­ty Con­fe­rence assu­red us that the Ukrai­ni­ans will fight on, even if, as expec­ted, a full-on Rus­si­an inva­si­on might over­whelm the Ukrai­ni­an regu­lar for­ces. The mem­bers of Par­lia­ment remin­ded us that, in addi­ti­on to the several dozen com­bat bri­ga­des, the­re are also special-forces units and several dozen par­ti­san bri­ga­des (made up of civi­li­ans, with modest trai­ning on wee­kends) in Ukrai­ne. And they were cer­tain that tho­se ele­ments, in aggre­ga­te, would make life very dif­fi­cult for Rus­si­an occup­a­ti­on for­ces. In fact, they said that Ukrai­ni­ans would endea­vor to make their coun­try a “por­cu­p­i­ne” that would be extre­me­ly dif­fi­cult for Rus­sia to digest.

Should the Rus­si­an mili­ta­ry fear this? Yes, very much so, espe­cial­ly if, as is likely, the Ukrai­ni­ans do fight on as insur­gents and are pro­vi­ded sup­port from the out­side. Vla­di­mir Putin and his most seni­or lea­ders are old enough to remem­ber how pain­ful the Soviet deca­de in Afgha­ni­stan was, and they have to be worried that Ukrai­ne could be very dif­fi­cult to occu­py as well. One hund­red and nine­ty thousand for­ces sounds like a lot, but coun­ter­insur­gen­cy ope­ra­ti­ons are very soldier-intensive. And when one gets down to the actu­al boots on the ground avail­ab­le for serious coun­ter­insur­gen­cy ope­ra­ti­ons con­duc­ted 24 hours a day and seven days a week, the resul­ting num­ber is much less for­mi­da­ble, and [tro­ops are] ine­vi­ta­b­ly spread very thin. Bey­ond that, can the Rus­si­ans, over time, replace the 190,000 cur­r­ent­ly poi­sed to inva­de and then occu­py Ukrai­ne, after they have been on the ground for a num­ber of mon­ths? Final­ly, assuming the Ukrai­ni­ans do fight hard in signi­fi­cant num­bers, given the usu­al rule-of-thumb rati­os for coun­ter­insur­gen­cy for­ces to local inha­bi­tants, 190,000 is unli­kely to be enough.

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NICHT Mear­s­hei­mer:

I: Is inva­ding it from all cor­ners and hea­ded towards the capi­tal not the signs and pret­ty good real life evi­dence of someo­ne who wants to con­quer a coun­try? Isn’t that how you do it?

M: No, you can’t con­quer a coun­try the size of Ukrai­ne with 190,000 tro­ops. They did­n’t try to con­quer all of Ukrai­ne. They sur­roun­ded Kyiv and they inva­ded in the east and in the south.

I:What do you think they were try­ing to do at that point?

M: I think they were try­ing to get the Ukrai­ni­an government to basi­cal­ly chan­ge its poli­cy vis-a-vis the West. They were try­ing to coer­ce the Ukrai­ni­an government into aban­do­ning its poli­cy of beco­m­ing a Wes­tern Bul­wark on their border.

I: Do you think they were hoping that the government would flee and fall in some way and they could work out some more friend­ly, pup­pet government?

M: I don’t know for sure. I think that there’s evi­dence that they were nego­tia­ting short­ly after the inva­si­on, this is after the inva­si­on. They were nego­tia­ting in Istan­bul with the Ukrainians.
And the issue that was on the table was Ukrai­ni­an neu­tra­li­ty. And it’s qui­te clear that what hap­pen­ed is that the United Sta­tes ope­ra­ting through Boris John­son made it clear to the Ukrai­ni­ans that we did­n’t want them to cut a deal with the Rus­si­ans, becau­se by late March, we were qui­te con­fi­dent that we could beat the Rus­si­ans in Ukrai­ne. And the idea of cut­ting a deal, espe­cial­ly a deal that invol­ved in neu­tral Ukrai­ne, which is anathe­ma to the West, was unac­cep­ta­ble to us.

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NICHT Mar­kus Reisner:

Und dar­um beto­ne ich das so sehr weil der Krieg eigent­lich ers­tens viel län­ger dau­ert - als wir das jetzt immer in der Replik mit die­sem einen Jahr als sol­ches bezeich­nen, bezie­hungs­wei­se und das ist das wich­ti­ge die Ukrai­ne hat aus die­sen Ereig­nis­sen 2014 gelernt. Sie hat also hier ganz wesent­li­che Ablei­tun­gen getrof­fen die dann ent­schei­dend waren, bei der Ver­tei­di­gung ihres Lan­des beim Angriff der Rus­sen im Febru­ar letz­ten Jah­res und damit bin ich jetzt bei Kiew.

Die Idee der Rus­sen war es etwas zu tun was die Ame­ri­ka­ner 2003 ver­sucht haben, auch im Irak, die haben es damals genannt Schock and Awe, das heißt man woll­te qua­si ein einen Effekt erzie­len und basie­rend auf die­sen Effekt qua­si eine Art Domi­no Situa­ti­on dass es also qua­si dann im Prin­zip durch die­se initia­le Luft­lan­dung in die­sem Fall jetzt im Raum Hos­to­mel und durch den Ver­such der Fest­set­zung der ukrai­ni­schen Regie­rung und der ukrai­ni­schen Ent­schei­dungs­trä­ger dann die gan­ze Armee zusam­men­bricht, so wie die Ame­ri­ka­ner 2003 ver­sucht haben beim Ein­marsch im Irak durch ein Bom­ba­de­ment des Regie­rungs­vier­tels damals Sad­dam Hus­sein zu tref­fen und genau das haben die Rus­sen auch ver­sucht - ist aber schief gegan­gen, wir kön­nen im Detail auch ein biss­chen dar­über reden war­um das schief gegan­gen ist, aber damit war im Prin­zip in den ers­ten Tagen der Kon­flikt dahin gehend ent­schie­den dass es eben nicht so schnell geht wie die Rus­sen sich das gedacht haben, son­dern also eine lang­wie­ri­ge Situa­ti­on mit sich bringt und das zwei­te war dass nach den Ereig­nis­sen in Kiew die Tak­tik die die Ukrai­ne ent­wi­ckelt haben auf­grund der Ereig­nis­se 2014 sich sehr gut anwen­den hat las­sen, das heißt man hat sogar die Rus­sen eine Zeit lang in das Land prak­tisch fast her­ein­ge­las­sen - ich gene­ra­li­siert alles ein biss­chen aber hat dann begon­nen vor allem ihre Ver­sor­gungs­li­ni­en anzu­grei­fen und mit den zu weni­gen Trup­pen die die Rus­sen zur Ver­fü­gung hat­ten, ist dann ein Cha­os ent­stan­den dass die Rus­sen dann kaum mehr in den Griff bekom­men haben und sie dann gezwun­gen waren in wei­te­rer Fol­ge am Ende der ers­ten Pha­se, so wie man das bezeich­nen kann, sich Rich­tung Don­bas zu verschieben.

[…]

Am 26. in der Früh hat die Ukrai­ne das drit­te Ele­ment zum Ein­satz gebracht und das ist etwas was lei­der den Krieg bis jetzt bestimmt, auf­grund des Umstan­des dass das ein ver­hee­ren­des Waf­fen­sys­tem ist - sie haben soge­nann­te Mehr­fa­cher Rake­ten­wer­fer ein­ge­setzt das waren BM 27 Ura­gan und die­se mehr­fach Rake­ten­wer­fer, die­se ukrai­ni­schen haben die­ses rus­si­sche Spit­zen­ba­tail­lon im Prin­zip ver­nich­tet, ja - das war ein Schock­mo­ment für die Rus­sen, aber damit war klar sie kön­nen nicht nach Kiew hin­ein­sto­ßen. Es war nicht das Ziel Kiew ein­zu­neh­men, son­dern man hät­te geplant gehabt dass also rus­si­sche Fall­schirm­jä­ger sich am Mai­dan plat­zie­ren, man hät­te Bil­der geschaf­fen, man hät­te den Prä­si­den­ten ver­sucht fest­zu­set­zen und qua­si damit die­sen Domi­no­ef­fekt zu erzie­len. Wir wis­sen das des­we­gen so genau weil wäh­rend sich die­se Ereig­nis über­schla­gen haben - und es ist auch gut doku­men­tiert - kam es dazu dass die Rus­sen durch Droh­nen vor allem im Osten der Ukrai­ne vie­le, vie­le Kurz­nach­rich­ten aus­ge­schickt haben wo drin­nen stand der Prä­si­dent ist fest­ge­nom­men, die Regie­rung ist nicht mehr hand­lungs­fä­hig, legt eure Waf­fen nie­der, der Krieg ist vorbei.

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und NICHT die RAND Corperation:

When the war began, Moscow appeared to be see­king an abso­lu­te vic­to­ry, with plans to install a new regime in Kyiv and “demi­li­ta­ri­ze” the coun­try. Sin­ce aban­do­ning its attempt to take the capi­tal in ear­ly April, Rus­sia appears to have scut­tled the­se plans. Putin’s decla­red aims have varied over time sin­ce then, but at no point in recent mon­ths have he or his minis­ters repeated the direct calls to over­throw the government in Kyiv issued in the ear­ly weeks of the war. Alt­hough some alle­ge that Moscow has not given up on its initi­al ambi­tious goals, even if the Krem­lin still aspi­red to impo­se an abso­lu­te vic­to­ry, facts on the ground indi­ca­te that it would not be able to do so. As of this wri­ting, Moscow’s pri­ma­ry goal seems to be hol­ding onto ter­ri­to­ry in the four Ukrai­ni­an regi­ons that Rus­sia now claims as its own. But even if Rus­sia took and held tho­se regi­ons, that would hard­ly be an abso­lu­te vic­to­ry; it would have to effect a fun­da­men­tal chan­ge in Ukraine’s poli­ti­cal sys­tem, such as ous­ting Pre­si­dent Zelen­skyy, to achie­ve abso­lu­te vic­to­ry. But Ukraine’s sys­tem of government is now more firm­ly ancho­red than it was befo­re the war, Russia’s bru­tal tac­tics have repel­led even tho­se Ukrai­ni­ans who har­bo­red pro-Russian sym­pa­thies, and Zelen­skyy is immen­se­ly popu­lar. Moreo­ver, the Ukrai­ni­an mili­ta­ry, with its cur­rent capa­bi­li­ties, could pose a thre­at to Rus­si­an occu­p­ied are­as or even the bor­de­ring are­as of undis­pu­ted Rus­si­an ter­ri­to­ry indefinitely.

An abso­lu­te Ukrai­ni­an vic­to­ry is also unli­kely. Ukrai­ne has never offi­cial­ly pro­c­lai­med an inten­ti­on to achie­ve an abso­lu­te vic­to­ry as the lite­ra­tu­re defi­nes it. Pre­si­dent Zelenskyy’s decla­red objec­ti­ves have chan­ged over time, but, as of Decem­ber 2022, his sta­ted goal is to reta­ke all of Ukraine’s ter­ri­to­ry, inclu­ding Cri­mea and the are­as of the Don­bas that Rus­sia has occu­p­ied sin­ce 2014. Still, com­ple­te ter­ri­to­ri­al recon­quest would not con­sti­tu­te an abso­lu­te vic­to­ry. If the Ukrai­ni­an mili­ta­ry were to eject Rus­si­an for­ces from Ukrai­ne, they would doubt­less serious­ly degra­de the Rus­si­an army in the pro­cess. None­theless, Rus­sia would have a wide varie­ty of capa­bi­li­ties on its ter­ri­to­ry and beyond—particularly the navy and the aero­space for­ces, which have not taken major los­ses in the war—that could enab­le con­ti­nued strikes on tar­gets deep wit­hin Ukrai­ne. Rus­si­an ground for­ces could rea­di­ly regroup and launch ano­t­her large-scale offen­si­ve. To achie­ve abso­lu­te vic­to­ry, Ukrai­ne would have to deny Rus­sia the abi­li­ty to con­test its ter­ri­to­ri­al con­trol. For­cing the Rus­si­an mili­ta­ry to cross the inter­na­tio­nal bor­der would not pro­du­ce that out­co­me. And alt­hough Ukrai­ne has sur­pri­sed obser­vers with its abi­li­ty to defend its own home­land, it is fan­ci­ful to ima­gi­ne that it could des­troy Russia’s abi­li­ty to wage war.

The­re­fo­re, Kyiv would pro­bab­ly need regime chan­ge in Moscow in addi­ti­on to vic­to­ry on the battle­field to avoid living under the con­stant thre­at of reinvasion.30 Some ana­lysts con­t­end that Russia’s poor per­for­mance in the war, moun­ting casu­al­ties, and mobi­liz­a­ti­on could cau­se poli­ti­cal insta­bi­li­ty and lead to Putin’s over­throw and repla­ce­ment with a new regime that would stop figh­t­ing, come to terms with Ukrai­ne, and pose a dimi­nis­hed thre­at over the long term.31 Howe­ver, the­re is litt­le his­to­ri­cal evi­dence to sug­gest that regime chan­ge in Rus­sia would necessa­ri­ly ensue fol­lowing battle­field fail­u­res. Lea­ders of per­so­na­list regimes like Russia’s have often remai­ned in power after a mili­ta­ry defeat.32 Moreo­ver, the­re is no gua­ran­tee that a new Rus­si­an lea­der would be any more incli­ned to make peace with Ukrai­ne than Putin is. As Shawn Coch­ran wri­tes, “it is dif­fi­cult and pro­bab­ly point­less to pre­dict the out­co­me of any war­ti­me chan­ge of lea­ders­hip in the case of Russia’s war in Ukrai­ne. At a mini­mum, howe­ver, the West should not assu­me a chan­ge of lea­ders­hip would result in an end to the war, at least in the short term, as Putin’s war could very well con­ti­nue without Putin.”33 Moreo­ver, regime chan­ge in Moscow might not redu­ce the inten­si­ty of the com­pe­ti­ti­on bet­ween the United Sta­tes and Rus­sia on other issu­es. Regard­less, Kyiv has not pro­c­lai­med regime chan­ge as its sta­ted objec­ti­ve, alt­hough some Ukrai­ni­ans under­stand­a­b­ly hope for it.

Sin­ce neit­her side appears to have the inten­ti­on or capa­bi­li­ties to achie­ve abso­lu­te vic­to­ry, the war will most likely end with some sort of nego­tia­ted outcome.

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Aber immer noch die gesam­te media­le Öffent­lich­keit. Die vor allem eines weiß, die 190.000 Trup­pen hät­ten danach auch noch die Nato ange­grif­fen - um Nato Staa­ten zu besetzen.

Pro­pa­gan­da hat immer noch nie­mand entdeckt.

Und dabei geht es nicht um einen hypo­the­ti­schen Fall, in dem der Wes­ten aus unver­ständ­li­chen Grün­den Waf­fen­lie­fe­run­gen ein­stel­len wür­de - nein, 190.000 sind zu wenig für ein umfas­sen­des Bela­ge­rungs­sze­na­rio. Laut Mear­s­hei­mer wären selbst 500.000 für eine Bela­ge­rung der gesam­ten Ukrai­ne zu wenig. Und laut Rand, ist die­ses Sze­na­rio mitt­ler­wei­le gene­rell unwahrscheinlich.

Nur, wer erzähl­ts der Öffentlichkeit…

Vor allem da der wahn­sin­ni­ge Rus­se mit den 190.000 anschlie­ßend defi­ni­tiv noch Nato­staa­ten ange­grif­fen hätte.

edit: Und NICHT Kotkin:
https://www.youtube.com/watch?v=kAZBIUhW7_0

edit2: Huch - aber hier - 11 Minu­ten Intro von einer Per­son dies glaubt und daher aktu­ell für eine wei­te­re Aus­wei­tung von Waf­fen­lie­fe­run­gen plä­diert (Olga Toka­ri­uk, Fel­low at the Cent­re for Euro­pean Poli­cy Ana­ly­sis im Inter­view mit Misha Glen­ny, dem Rec­tor des IWM­Vi­en­na)! Da kann man nichts machen, das muss man jetzt schon berichten. 

Moment, Olga Toka­ri­uk? Den Namen hab ich doch schon­mal gelesen…

Klar arbei­tet die jetzt bei CEPA!

The Cen­ter for Euro­pean Poli­cy Ana­ly­sis streng­t­hens the trans­at­lan­tic alli­an­ce through cutting-edge rese­arch, ana­ly­sis, and programs.

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Cut­ting edge!

Wie kann man die Bevölkerung eigentlich noch verarschen?

07. März 2023

src: Video in vol­ler Länge

(You­tube Video ist nur ein klei­ner Ausschnitt.)

Kevin Küh­nert: Was die Bevöl­ke­rung eigent­lich meint, wenn sie mehr­heit­lich Ver­hand­lun­gen par­al­lel zu Waf­fen­lie­fe­run­gen for­dert, sind doch Ver­hand­lun­gen um Putin von Chi­na zu iso­lie­ren! Und auf UN Level um Russ­land zum inter­na­tio­na­len Pariah wer­den zu las­sen - und die prak­ti­ziert Scholz ja!

Der Mode­ra­to­rin fällt nichts auf.

Was denn auch.

Dazu Chris­toph Heus­gen: Mit Ver­hand­lun­gen haben wirs schon so lan­ge ver­sucht, jetzt ver­su­chen wirs eben ein biss­chen mit Ver­nich­tungs­krieg, sie kön­nen da doch nicht Ver­hand­lun­gen fordern!

Jan van Aken (DIE LINKE), Refe­rent für inter­na­tio­na­le Kri­sen und Kon­flik­te, Rosa-Luxemburg-Stiftung ver­sucht der­weil inter­na­tio­na­le Sicher­heits­ga­ran­tien für die Ukrai­ne zu den­ken, no Takers - die Ukrai­ne wür­de ja lang­fris­tig so und so in die Nato auf­ge­nom­men werden.

Was der ver­mut­lich ahnt - die Idee aktu­ell ist, wir machen so lan­ge wei­ter, bis Russ­lands Mili­tär auf­ge­rie­ben ist, die Ukrai­ne als ein­deu­ti­ger Sie­ger aus­steigt, und was immer dann aus Russ­land wird - davor schützt uns die Ukrai­ne als mili­ta­ri­sier­ter Teil der EU, in der Nato. Kei­ne inter­na­tio­na­len Sicher­heits­ga­ran­tien mehr notwendig.

Die NATO-Verbündeten sind sich einig, dass die Ukrai­ne Mit­glied des Bünd­nis­ses wer­den wird”, sag­te Stol­ten­berg am Diens­tag in Hel­sin­ki. Die sei jedoch “eine lang­fris­ti­ge Per­spek­ti­ve”, füg­te er hinzu.

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Wis­sen sie aber, was die­ser gefin­kel­te Rus­se jetzt macht? Der sagt sei­ner Bevöl­ke­rung doch glatt, das sei ein Krieg gegen den Wes­ten und die Nato.

Um die­se Form eines Ver­nich­tungs­kriegs zu errei­chen, bit­te sei­tens des Wes­tens immer nur scheib­chen­wei­se auf­rüs­ten - nicht dass der Krieg zu schnell vor­bei ist, und ein paar hun­dert­tau­sen­de mehr über­le­ben. Wie heißt das laut deut­scher Stif­tung Wis­sen­schaft und Poli­tik noch­mal? Ach­ja, Lern­kur­ve.

Stif­tung Wis­sen­schaft und Politk? Das sind die hier: click

Ich mein, es sei denn natür­lich die Rus­sen machen zuvor Regimechange.

Die­se Gesell­schaft ist und bleibt, das abgrund­tief Allerletzte.

Es gibt aber natür­lich auch wie­der gute Nach­rich­ten, Schal­len­berg erin­nert gera­de die ärms­ten Län­der auf der UNO Ent­wick­lungs­hil­fe Kon­fe­renz, die von Dis­rup­tio­nen bei Waren­flüs­sen, im Energie- und Nah­rungs­mit­tel­sek­tor, sowie bei Dün­ge­mit­teln in den kom­men­den zwei(+) Jah­ren am stärks­ten betrof­fen sein wer­den - dass das Recht des Stär­ke­ren sich nicht durch­set­zen dür­fe, und WER hier ein Zehn­tel des­sen was er für den Krieg auf­ge­wen­det hat in Ent­wick­lungs­hil­fe ste­cke - der Wer­te­wes­ten nämlich!

Nicht dass die das noch vergessen!

Schal­len­berg beton­te, dass der rus­si­sche Aggres­si­ons­krieg in der Ukrai­ne “kein euro­päi­scher Krieg” sei. “Die ver­gan­ge­nen Jah­re haben uns gezeigt, dass sich Ereig­nis­se an einem Ort schnell zu einer glo­ba­len Schock­wel­le ent­wi­ckeln kön­nen”, sag­te er. Vie­len Län­dern des Glo­ba­len Südens wird Pas­si­vi­tät oder gar Ver­ständ­nis für den Aggres­sor Russ­land vor­ge­wor­fen. Die­ses ver­sucht, dem Wes­ten die Schuld am Krieg und den damit ver­bun­de­nen glo­ba­len Aus­wir­kun­gen wie höhe­ren Energie- und Nah­rungs­mit­tel­prei­sen zuzu­schie­ben. Schal­len­berg hat­te im Vor­feld der Kon­fe­renz mit­ge­teilt, gegen das “rus­si­sche Nar­ra­tiv” auf­tre­ten zu wollen.

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Das muss man beim Hun­gern schon ver­ste­hen, hier gehe es um das Prin­zip! Nicht dass das noch der Stär­ke­re dik­tiert! Rechts­ord­nung muss sein.

Der Außen­mi­nis­ter räum­te in sei­ner Rede ein, dass die am wenigs­ten ent­wi­ckel­ten Län­der beson­ders von der Energie- und Nah­rungs­mit­tel­kri­se mit stei­gen­den Prei­sen und unter­bro­che­nen Lie­fer­ket­ten betrof­fen sei­en. “In die­ser schwie­ri­gen Zeit steht die Euro­päi­sche Uni­on zu ihren Part­nern”, ver­wies Schal­len­berg dar­auf, dass die EU-Kommission und die EU-Staaten wei­ter­hin “mit Abstand” die größ­ten Zah­ler von Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beits­gel­dern welt­weit seien.

Und was die sich alle davon kau­fen kön­nen! Ja also min­des­tens 20% weni­ger Gas als zuvor…!

Paki­stan gas cri­sis to worsen in Febru­a­ry as sup­ply­ing com­pa­ny backs out of cargo

We are losing gas resour­ces by 10 to 20 per cent every year and it has an impact. Wha­te­ver gas we have, we wan­ted to prio­ri­ti­se coo­king food.

Paki­stan will be ‘without natu­ral gas’ by next year

Kara­chi: For­mer federal minis­ter for petro­le­um Dr Asim Hus­s­ain has said that he is 80 per cent cer­tain that natu­ral gas will not be avail­ab­le in Paki­stan by next year.

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Und bald schon halb soviel Dünger!

Aber unse­re Wer­te müs­sen denen das schon wert sein. Sor­ry, unse­re Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beits­gel­der, ich mei­ne Wer­te, Geld, ich mei­ne - Wer­te­ord­nung, ich meine…

Und wie ver­deut­licht man den ärms­ten Län­dern welt­weit glo­ba­le west­li­che Wer­te­ord­nung am Bes­ten? Ganz klar - über bila­te­ra­le Gespräche:

Schal­len­berg woll­te sei­ne Teil­nah­me an der Kon­fe­renz auch für zahl­rei­che bila­te­ra­le Gesprä­che mit afri­ka­ni­schen Außenminister-Kollegen wie unter ande­rem jenen aus Bur­ki­na Faso, Mali und Ugan­da nut­zen. Außer­dem trifft Schal­len­berg den Außen­mi­nis­ter des Jemen und den Pre­mier­mi­nis­ter von Bhu­tan sowie sei­nen kata­ri­schen Amtskollegen.

Monitor steht heute für Hetze und emotionale Verklärung

06. März 2023

Die­se Gesell­schaft ist das abgrund­tief gro­tesk Allerletze.

Hät­te sich die Ukrai­ne über­rol­len las­sen sollen?
Nein.

War der Krieg unprovoziert?
Nein.

Recht­fer­tigt Pro­vo­ka­ti­on einen Angriff?
Nein.

War der Angriff völkerrechtswidrig?
Ja.

Las­sen sich Waf­fen­lie­fe­run­gen mit gebro­che­nen, trau­ma­ti­sier­ten Leu­ten rechtfertigen?
Ich weiß es nicht, mit Ten­denz zu nein.

Jeman­dem ein Erlö­sungs­nar­ra­tiv zur Sei­te stel­len zu wol­len, das all sein Leid retro­spek­tiv - auf­grund einer kol­lek­ti­ven Sinn­be­haup­tung (“Die Fah­ne weht wie­der über der Stadt”, “der Hügel gehört wie­der der Nati­on”, “die Ukrai­ne ist wie­der frei”) mil­dert oder recht­fer­tigt - ist der Job von Pro­pa­gan­dis­ten. Von Reli­gi­on. Nicht von Journalismus.

Eben­falls nein, da das Ratio­nal auf der Hand­lungs­ebe­ne nicht “die Hoff­nung der Men­schen auf einen Sieg ist”. Kein inter­na­tio­na­ler Geld­ge­ber (dh. kei­ne Insti­tu­ti­on) zahlt für ein der­ar­ti­ges Motiv.

Wie emo­tio­nal über­zeugt muss man sein, um das den­noch als Begrün­dung für eine Pro­lon­gie­rung eines Krie­ges - einer gesam­ten Bevöl­ke­rung ver­kau­fen zu wollen?

Und die (inter­na­tio­na­le Insti­tu­tio­nen) hal­ten die Ukrai­ne aktu­ell handlungsfähig.

Sol­len die Ukrai­ner ein­fach den Rus­sen ihre Städ­te überlassen?
Ab einem bestimm­ten Punkt, ja. Hypo­the­tisch. Wenn bestimm­te Sze­na­ri­en eintreten.

Das Ratio­nal den “bes­ten Ver­hand­lungs­punkt zu fin­den” ab dem Russ­land so geschwächt ist, dass es die ter­ri­to­ria­le Inte­gri­tät der Ukrai­ne ach­ten muss - ist hypo­the­tisch (eine Visi­on), in sich risi­ko­be­haf­tet, lang­wie­rig, birgt grö­ße­re Fol­ge­ri­si­ken in sich - nicht aus der Sicht der Ukrai­ne aber für die Ver­lie­rer - und damit die Regi­on. In bestimm­ten Aspek­ten auch überregional.

Jetzt exis­tiert für die­ses Fol­ge­ri­si­ko aber bereits eine vor­ge­bau­te Lösung - eine bewaff­ne­te Ukrai­ne die ganz Euro­pa schützt - was in die­ser Form von der Füh­rung in der Ukrai­ne west­li­chen Ent­schei­dern ver­kauft wird.

Das Leid das das pro­du­ziert - hypo­the­tisch, wird multigenerational.

Las­sen sich mit Butscha Waf­fen­lie­fe­run­gen zur Rück­erobe­rung wei­te­rer Regio­nen rechtfertigen?
Nein. Schlicht weil “wir kämp­fen gegen das pure Böse, das Butscha als Blau­pau­se für Beset­zun­gen nutzt” eine kon­stru­ier­te Recht­fer­ti­gung ist. schlicht­weg, weil ab irgend­ei­nem unde­fi­nier­ba­ren Punkt, der Wunsch mit der Gene­rie­rung von Leid mehr Leid zu ver­hin­dern kein pro­ba­tes Mit­tel zur Kon­flikt­be­wäl­ti­gung ist.

Las­sen sich mit Butscha Waf­fen­lie­fe­run­gen zur Ver­tei­di­gung wei­te­rer Regio­nen rechtfertigen?
Nein. Da die Begrün­dung an der Stel­le immer noch eine Über­sprungs­be­grün­dung ist. Aber Waf­fen­lie­fe­run­gen zur Ver­tei­di­gung von Regio­nen las­sen sich rechtfertigen.

Wenn Ver­tei­di­gung aber in Maxi­mal­for­de­run­gen und bei­na­he aus­schließ­lich in Kon­struk­tio­nen von “Vor­wärts­ver­tei­di­gung” über­geht, dann ist das als Pro­pa­gan­da zu wer­ten. Unab­hän­gig davon, dass die Ukrai­ne jedes Recht hat ihr Ter­ri­to­ri­um zurück­ge­win­nen zu wollen.

Gibt es eine dar­aus ableit­ba­re Begrün­dung die Ukrai­ne so lan­ge wie not­wen­dig mit Waf­fen und Finan­zie­rung zu unterstützen?
Nein. Das wäre bereits ideo­lo­gisch - oder auf der Basis von Grün­den gedacht die wei­te­re Risi­ko­ab­wä­gun­gen von bestimm­ten End­sze­na­ri­en miteinbeziehen.

Gibt es eine mora­li­sche Not­wen­dig­keit, “unter­las­se­ne Hil­fe­leis­tung” gegen das Poten­ti­al einer “Ver­län­ge­rung von Tot und Zer­stö­rung” abzuwegen?
Ja

Tun wir es?
Nein

Dür­fen wir es öffent­lich tun?
Nein

Wäre das Appeasement?
Nein

Wäre das ein “Ein­kni­cken”?
Ja

Wie wirs dre­hen und wen­den, es exis­tiert kei­ne moralisch/ethische Ver­pflich­tung einen Stell­ver­tre­ter­krieg zu prolongieren.

Und wenn selbst bei Moni­tor “Butscha” als Uni­ver­sal­be­grün­dung für mehr Waf­fen­lie­fe­run­gen, und höhe­re Waf­fen­pro­duk­ti­on her­hal­ten muss -
dann wer­den hier immer noch Öffent­lich­kei­ten getäuscht.

Das Leid in Butscha, ist ab einem bestimm­ten Punkt das RETROAKTIV wirk­sa­me Sym­bol, das es Leu­ten in einer Bevöl­ke­rung erlaubt, den Tot ihrer Fami­li­en­mit­glie­der, ihrer Söh­ne und Töch­ter zu rechtfertigen.

Nie mehr wieder” --

als Umfor­mung zur tota­len Ver­nich­tung des Fein­des, durch eige­ne Ver­lus­te - hat nichts Erbau­en­des in sich.

War makes mons­ters out of men.

Wol­len wir das dadurch ver­ur­sach­te Leid als not­wen­dig hin­sti­li­sie­ren, und das gesell­schaft­lich zu einem Wert erhe­ben - klink ich mich aus.
Post­he­ro­isch - weil ein hoch­sti­li­sie­ren von “Selbst­auf­ga­be” - immer Hand in Hand mit Betrach­tun­gen geht, wie unfass­bar ein­fach es ist Leu­te mit Emo­tio­nen - kurz­fris­tig zu Hand­lun­gen zu bewe­gen. In einem Krieg ist das Kon­zept sogar noch selbst ver­stär­kend. Du kämpfst um dem Tod des Freun­des neben dir einen ver­meint­li­chen Sinn zu geben.

Und Butscha macht emo­tio­nal ver­klär­te Kriegs­ei­fe­rer aus ehe­mals ange­se­he­nen Journalisten.

Ein­mal ein­fach nur zu den­ken, dass es das Kon­zept der euro­päi­schen Uni­on war Revan­chis­mus als Kriegs­ur­sa­che ver­hin­dern zu wol­len - wird heut­zu­ta­ge ein­fach nur noch zur Far­ce. Wir sind an dem Punkt ange­langt an dem beim IWM­Vi­en­na über­legt wird die EU als “wir alle gegen Russ­land” neu aus­zu­rich­ten. Wir über­le­gen Euro­pa durch Hass­nar­ra­ti­ve zu einen.

Hass gegen das abso­lut Böse, oder weg­schaun. Was ande­res wird nicht zuge­las­sen. (“Las­sen wirs doch noch ein hal­bes Jahr lau­fen, schaun wir mal wies dann steht…” als Ein­heits­mei­nung einer Bevölkerung.)

Und was wird das toll, wenn end­lich unse­re Fah­ne über der nächs­ten Stadt weht.

Und jetzt sterbt end­lich ihr unend­li­chen Wichserschweine.

Denn die Begrün­dun­gen, war­um “die Land­brü­cke” für das Über­le­ben der Ukrai­ne essen­ti­ell ist, sind mei­nes Erach­tens bereits konstruiert.

Treibt mich Angst als intrinsi­sche Motivation?
Nein.

Treibt die euro­päi­sche Bevöl­ke­rung Angst als Moti­va­ti­on? Aber hal­lo! Die Hälf­te des gän­gi­gen Nar­ra­tivs (“Putin könn­te durch mehr Lei­chen Pro­ble­me bekom­men!”) ist ohne “was wenn Russ­land wei­ter macht” als Per­spek­ti­ve nicht mal argumentierbar.

Wobei die Ukrai­ne muss ent­schei­den. Und die ent­schei­det sich zu 95% für Krieg.

Ich wer­de das von jetzt an auf alle Krie­ge welt­weit anwen­den. Mal sehn wie weit mich die­ser Sager im Ein­zel­fall bringt.

STERBT

06. März 2023

Krei­sky Forum für Inter­na­tio­na­le Dialogvereitelung:

Wie geht mul­ti­la­te­ra­le Ver­hand­lun­gen in Krisen?
“Ich sehe nicht wie das funk­tio­nie­ren sollte.” 

Wann gehen mul­ti­la­te­ra­le Ver­hand­lun­gen in Krisen?
“Ich möch­te mich nicht festlegen.”

Wer soll­te verhandeln?
“Kei­ner.”
“Man kanns von der Ukrai­ne nach 1994 (Atom­bom­ben­ab­ga­be) auch nicht verlangen.”

Wie soll­te ein Waf­fen­still­stand geschützt werden?
“Geht nicht, zu teu­er, Gren­ze zu lang und außer­dem wären das chi­ne­si­sche und indi­sche UN Trup­pen die wol­len wir nicht.”

Wie erkennt man ech­te Bemü­hun­gen um Minsk 2?
“Anhand der Titel der Teilnehmer.”

Wer ist Schuld an der Situation?
“Der Hass der Sepa­ra­tis­ten aus dem Donbas.”

Wor­an haderts?
“Frie­dens­ver­hand­lun­gen sind geschei­tert, da die Ukrai­ne kei­ne Garan­to­ren für Frie­dens­si­che­rung gefun­den hat.”

DAS IST GANZ ERSTAUNLICH IHR UNENDLICHEN VERLOGENEN DRECKSSCHWEINE - denn, laut Nafta­li Ben­nett war man dar­über bereits längst hinaus.

And the second issue was - how will Ukrai­ne pro­tect its­elf and guarantees.

Ukrai­ne deman­ded of Rus­sia that it be able to get secu­ri­ty gua­ran­tees from Ame­ri­ca, Fran­ce, all the big ones.

And the­re was an argu­ment, becau­se to Rus­sia a gua­ran­tee is a pact, it’s no dif­fe­rent than NATO.

This is whe­re I brought my expe­ri­ence, I gave it a lot of thought and said, the nego­tia­ti­on is unre­a­son­ab­le becau­se they’­re nego­tia­ting over some­thing they don’t have.

There’s the joke about a guy try­ing to sell the Brook­lyn Bridge to passersby.

This guy did exist.

100 years ago he sold…

-They don’t have the Broo­kyln Bridge.

I said that because… 
Ame­ri­ca will give you guarantees?

It will com­mit that in seven years, if Rus­sia vio­la­tes some­thing, it will send sol­di­ers after lea­ving Afgha­ni­stan and all that?

I said, “Volo­dym­yr, it won’t hap­pen, you won’t get gua­ran­tees, why are you negotiating?”

Then I sug­gested what I cal­led the “Israe­li model.”

We don’t have guarantees.

I said, “I’m the prime minis­ter of Isra­el, “we don’t have gua­ran­tees from anyo­ne, if someo­ne inva­des us tomor­row, nobo­dy has assu­red us and no one will come to save us. What we do have is a strong, inde­pen­dent army that can pro­tect its­elf, so let’s for­get about the­se gua­ran­tee and dis­cuss the para­me­ters for buil­ding mili­ta­ry for­ce, what kind of wea­pons, what pla­nes, how many offi­cers, soldiers…”

Becau­se Rus­sia doesn’t want Ukraine…

So this was a cogni­ti­ve bre­akthrough that they both accepted.

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Fazit des Panels:

Das wird noch sehr lan­ge gehen, und sehr teu­er wer­den, aber wenigs­tens “not on my watch (Pen­si­on)” - und um euro­päi­sche Wer­te, meint Rechts­nor­men zu erhal­ten, muss uns das schon wert sein.

Mein Fazit:

Solan­ge es noch reicht um die VERFICKTEN eige­nen Kin­der zu ver­ar­schen, weil ein ande­res Ziel als “not under my watch” haben die ver­fick­ten scheiß Pen­sio­nis­ten einer Genera­ti­on die so voll­kom­men ver­lo­gen und STRUNZDUMM ist nicht mehr.

Ich hof­fe ihr könnt mor­gen auch noch KRAFTVOLL euren eige­nen Nach­wuchs belügen.

Ach­ja und tol­le Absatz­märk­te offen hal­ten, für sek­to­ra­le Ent­wick­lung wäh­rend die Regi­on rela­tiv zu ande­ren weni­ger attrak­tiv wird. Und dann noch den ver­fick­ten scheiß ENKALAN vor­lü­gen, die US wür­den jetzt aber auch wahn­sin­nig schnell in erneu­er­ba­re Ener­gien gehen, wes­halb das eine so uner­hört tol­le indus­tri­el­le Ent­wick­lungs­per­spek­ti­ve sei.

(edit: Joe Biden lässt doch in der Ark­tis nach Öl boh­ren - das hat jetzt aber kei­ner kom­men sehen…)

Jetzt gibts heu­te aber natür­lich auch wie­der gute Nach­rich­ten, Masa­la hat end­lich sein Ratio­nal ver­ra­ten, war­um nicht ver­han­delt wer­den darf!

Die meis­ten Krie­ge dau­ern 3 Jah­re und vor dem sta­tis­ti­schen Mit­tel, wann die End­pha­se ein­tritt, kann man ja nicht verhandeln.”

Schlitzt euch selbst den Bauch auf, ihr elen­di­gen Hurenschweine.

Ver­rä­ter, Lüg­ner - Volkstribunen.

Chevron shopping!

05. März 2023

Moment, die Poli­zis­ten die die Jour­na­lis­ten um Mstys­lav Cher­nov in Mariu­pol her­um gefah­ren haben, haben sie auch schon mal ins Poli­zei Haupt­quar­tier gefahren?

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Wobei, also nicht ins Haupt­qua­tier, mehr so zu patrol poli­ce, ja patrol poli­ce Stations…

Ehm - gro­ßer Zufall übri­gens, denn jetzt stellt sich her­aus, dass der Sol­dat, Ver­zei­hung Poli­zist, der mit ande­ren die Kli­nik an der Front­gren­ze bewacht hat - in der die Jour­na­lis­ten sind, um wie­der mit den schwan­ge­ren Müt­tern zu spre­chen, um zu doku­men­tie­ren, dass sie exis­tie­ren - also zu dem sie dann am 11. März in den sie­ben­ten Stock der Kli­nik sind um Inter­net zu haben -- wo dann das Intro für den Trai­ler der Doku­men­ta­ti­on 20 days in Mariu­pol auf­ge­nom­men wur­de -- ja also der, der der “I’m with the jour­na­list, yes - the jour­na­list” ins Funk­ge­rät geschrien hat, was soll ich sagen, hat­te ein Abzei­chen des Poli­zei Haupt­quar­tiers Donetsk Regi­on auf der Jacke.

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Mariupol insignia

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Ja sag ein­mal du - Zufäl­le gibts, die gibts gar­nicht! Schö­ne Kro­ne, übrigens.

Und der - “Film it!” - bewacht auch das Inter­net im sie­ben­ten Stock des Kran­ken­hau­ses an der Front in Mariupol?

Noch mal kurz zu Vla­di­mir dem Hand­ler:

If they catch you, they will get you on came­ra and they will make you say that ever­ything you filmed is a lie,” he said. “All your efforts and ever­ything you have done in Mariu­pol will be in vain.”

The offi­cer, who had once beg­ged us to show the world his dying city, now plea­ded with us to go. He nud­ged us toward the thousands of bat­te­red cars pre­pa­ring to lea­ve Mariupol. 

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Wie sehr hat Vla­di­mir den “gebet­telt”?

Ich frag mal nur so, denn die Sol­da­ten, die die Crew aus dem Kran­ken­haus an der Front geret­tet haben, nach­dem die Poli­zei Haupt­quar­tier Sol­da­ten plötz­lich ver­schwun­den waren

The Ukrai­ni­an sol­di­ers who had been pro­tec­ting the hos­pi­tal had vanished.

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mit dem Befehl sie mitzunehmen

The walls of the sur­ge­ry shook from artil­le­ry and machine-gun fire out­side, and it see­med safer to stay insi­de. But the Ukrai­ni­an sol­di­ers were under orders to take us with them.

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die kamen ja auch mehr so zufäl­lig vorbei:

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Ich glaub jetzt hab ichs aber.

Mstyslav Chernov widerspricht sich erneut

03. März 2023


[Tran­skript des Vide­os, sie­he wei­ter unten.]

Vier inter­views, drei leicht diver­gie­ren­de Erzäh­lun­gen, ist eigent­lich ein guter Schnitt.

Begin­nen wir am Beginn.

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02.04.: Pro­fil ver­öf­fent­licht ein Inter­view mit dem rusi­schen Bot­schaf­ter in Öster­reich, in dem der unter ande­rem fol­gen­des zu Pro­to­koll gibt:

pro­fil: Wer hat denn die Kran­ken­häu­ser bombardiert?

Lju­bins­kij: Es gibt Bele­ge, dass es über­haupt kein Bom­bar­de­ment war, son­dern eine Explo­si­on. Die Ukrai­ner plat­zie­ren Sprengsätze.

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Auf wel­che Kran­ken­häu­ser man sich bezieht wird aus dem inter­view her­aus nicht ein­deu­tig klar.

Dar­auf hin geht eine öffent­lich geführ­te Medi­en­dis­kus­si­on (Twit­ter) los, ob man sol­che Inter­views über­haupt ver­öf­fent­li­chen dür­fe. Höhepunkt -

Armin Wolf schrieb, er sei „wirk­lich unsi­cher“, er habe „sel­ten (nie?) ein so ver­lo­ge­nes Inter­view gele­sen“, und stell­te die Fra­ge: „Soll man ein Inter­view, das nur aus offen­sicht­li­chen Lügen besteht, drucken?“

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Wor­auf das Pro­fil am 04.04. eine Recht­fer­ti­gung veröffentlicht:

In die­sem Gespräch legt Lju­bins­kij die rus­si­sche Posi­ti­on dar, und die besteht zu einem nicht unbe­trächt­li­chen Teil aus wüs­ten Behaup­tun­gen: So sagt er, dass nicht etwa die rus­si­schen Streit­kräf­te für die Zer­stö­rung der ukrai­ni­schen Kran­ken­häu­ser ver­ant­wort­lich sein, son­dern viel­mehr die Ukrai­ner selbst Spreng­sät­ze in ihren eige­nen Kran­ken­häu­sern und Thea­tern plat­ziert hätten.

Das ist ein aben­teu­er­li­cher Vor­wurf. Und es ist nicht die ein­zi­ge dreis­te Ver­dre­hung der Rea­li­tät. Das Inter­view geriet so zu einem hit­zi­gen Streit­ge­spräch, in dem ich ver­sucht habe, mit mei­nen Fra­gen und Gegen­re­den klar­zu­ma­chen, wie unglaub­haft und abstrus der­ar­ti­ge Aus­sa­gen seien.

Trotz der außer­ge­wöhn­li­chen Situa­ti­on haben wir in der Chef­re­dak­ti­on ent­schie­den, das Inter­view zu ver­öf­fent­li­chen. Nicht ohne von Anfang an dar­auf hin­zu­wei­sen, dass wir uns von den Aus­sa­gen des Bot­schaf­ters distan­zie­ren. Es sei sei­ne „abstru­se Sicht des Krie­ges“, heißt es im Vorspann.

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Eine Fal­ter Jour­na­lis­tin kon­den­siert die­se Posi­ti­on besser:

Die „Falter“-Journalistin Bar­ba­ra Tóth hin­ge­gen ver­trat die ent­ge­gen­ge­setz­te Auf­fas­sung. Sie mein­te, die Fra­gen von pro­fil trans­por­tier­ten aus­rei­chend Kon­text und zeig­ten das Maß an Des­in­for­ma­ti­on auf. Das Inter­view sei ein „wich­ti­ges Zeit­do­ku­ment, weil es zeigt, wie rus­si­sche Pro­pa­gan­da funktioniert“.

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Öffent­lich nimmt der Druck jedoch nicht ab, son­dern zu - und so ver­öf­fent­lich das Pro­fil am 08.04. einen Fak­ten­check auf­grund von Bil­dern vom Explo­si­ons­kra­ter vor der Geburts­kli­nik in Mario­pol und drei Expertenmeinungen.
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Die Chro­no­lo­gie lief also wie folgt.

Ver­öf­fent­li­chung > Kri­tik > Recht­fer­ti­gung man woll­te der Öffent­lich­keit zei­gen wie rus­si­sche Pro­pa­gan­da funk­tio­nie­re > eigent­li­cher Fak­ten­check anhand eines Falls (Geburts­kli­nik von Mariu­pol), der im Inter­view nicht dezi­diert genannt wur­de - Fak­ten­check = drei Expertenmeinungen

Mich hat das damals fer­tig gemacht - da nichts davon mit jour­na­lis­ti­schen Arbeits­stan­dards kom­pa­ti­bel ist. Ich habe zwei Tage nach wei­te­rem Mate­ri­al und doku­men­tier­ten Bele­gen gesucht - nichts.

In der Beling­cat Daten­bank zu Angrif­fen auf Spi­tä­ler und zivi­le Ein­rich­tun­gen war der Angriff auf die Geburts­kli­nik nicht ver­zeich­net. UN Kriegs­be­richt­erstat­ter waren nicht vor Ort. (Gut, es war auch Mariu­pol im Krieg, nicht ganz so einfach.)

Zuge­ge­ben, der (von Spi­tä­lern auf die Geburts­kli­nik in Mariu­pol) Logik­sprung ist nicht groß, und dass der rus­si­sche Bot­schaf­ter die­sen Fall refe­ren­ziert hat, ist durch­aus wahr­schein­lich, aber nicht gesichert.

Jetzt geht die Geschich­te aber noch weiter -

Weni­ge Wochen nach dem Vor­fall ist die Beauty-Bloggerin nun in einem Video auf­ge­taucht, in dem sie fal­sche Tat­sa­chen über den Angriff auf die Kli­nik wie­der­gibt. Ein Twitter-Account, der mit der rus­si­schen Regie­rung in Ver­bin­dung steht, teil­te ein Inter­view mit Wische­girs­ka­ja. Mit­te März war sie von Russ­land noch beschul­digt wor­den, eine Kri­sen­dar­stel­le­rin zu sein.

Plötz­lich leug­net Wische­girs­ka­ja die Ereig­nis­se in Mariu­pol - in einem rus­si­schen Video

In dem neu­en Video behaup­tet sie nun plötz­lich, dass es im März gar nicht zu einem Bom­ben­an­griff auf die Kli­nik gekom­men sei. Beob­ach­ter glau­ben des­halb, Wische­girs­ka­ja sei womög­lich gegen ihren Wil­len auf rus­sisch besetz­tes Gebiet nach Donezk gebracht wor­den. Das berich­tet auch die ukrai­ni­sche Zei­tung „Obozr­e­va­tel“. Bestä­tigt wer­den konn­te das aller­dings nicht.

Geführt wur­de das Inter­view von dem rus­si­schen Blog­ger Denis Selez­nev, der das Video auch auf You­Tube ver­öf­fent­lich­te und via Twit­ter und Tele­gram ver­brei­te­te. Rus­si­sche Zei­tun­gen grei­fen es eben­falls auf und nut­zen es zu Pro­pa­gan­da­zwe­cken. Auch auf Wische­girs­ka­jas eige­nem Instagram-Account war es zu sehen.

In dem Inter­view wird sie gebe­ten, die Ereig­nis­se im Kran­ken­haus am 9. März zu beschrei­ben. Dar­auf­hin sagt sie, dass die­je­ni­gen, die nach dem Angriff im Kel­ler des Kran­ken­hau­ses zusam­men­ge­kau­ert waren, geglaubt hät­ten, die Explo­sio­nen sei­en durch Beschuss und nicht durch einen Luft­an­griff ver­ur­sacht wor­den, weil nie­mand Geräu­sche hör­te, die auf einen Bom­ben­ab­wurf hindeuteten.

Zahl­rei­che Hin­wei­se deu­ten auf Luft­an­griff in Mariu­pol hin

Augen­zeu­gen­be­rich­te und Video­auf­nah­men von AP-Journalisten in Mariu­pol deu­ten jedoch auf einen Luft­an­griff hin, dar­un­ter das Geräusch eines Flug­zeugs vor der Explo­si­on, ein min­des­tens zwei Stock­wer­ke tie­fer Kra­ter vor dem Kran­ken­haus und Inter­views mit einem Poli­zis­ten und einem Sol­da­ten am Tat­ort, die bei­de den Angriff als „Luft­an­griff“ bezeichneten.

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Die BBC hat­te etwas spä­ter die Gele­gen­heit die Blog­ge­rin erneut zu interviewen:

On 9 March, she was chat­ting with other women on the ward when an explo­si­on shook the hospital.

She pul­led a blan­ket over her head. Then a second explo­si­on hit.

You could hear ever­ything fly­ing around, shr­apnel and stuff,” she says. “The sound was rin­ging in my ears for a very long time.”

The women shel­te­red in the base­ment with other civi­li­ans. Mari­an­na suf­fe­red a forehead cut and glass frag­ments lod­ged in her skin, but a doc­tor told her she did­n’t need stitches.

[…]

I was offen­ded that the jour­na­lists who had pos­ted my pho­tos on social media had not inter­view­ed other pregnant women who could con­firm that this attack had real­ly happened.”

She sug­gests this may help exp­lain why some peop­le “got the impres­si­on that it was all sta­ged”. But by Marianna’s own account she was one of the last pati­ents to be evacua­ted, and that was when the AP jour­na­lists arri­ved. The jour­na­lists inter­view­ed other peop­le at the sce­ne. And they had not­hing to do with the sub­se­quent fal­se sto­ry spread by Rus­si­an offi­cials. We approa­ched the AP for comment.

[…]

She filmed an inter­view with Denis Selez­nev, a blog­ger who is a vocal sup­por­ter of Russian-backed sepa­ra­tists. The­re was spe­cu­la­ti­on how free she was to say what she wanted.

Mari­an­na says to me: “I had to descri­be the who­le situa­ti­on, as I saw it with my own eyes.”

My con­ver­sa­ti­on with her was also arran­ged via Denis. Mari­an­na speaks to me from his home. He is pre­sent throughout our chat but does­n’t inter­rupt. Marianna’s rela­ti­ves and friends have assu­red me she is now safe.

[…]

Pie­cing tog­e­ther the truth

Much of what she says in her inter­view with me under­mi­nes the Rus­si­an government’s mistruths.

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Halt nur nicht in den Punk­ten “nie­mand hat­te geglaubt, dass die Explo­sio­nen durch einen Luft­an­griff ver­ur­sacht wor­den sind [sub­jek­ti­ve Wahr­neh­mung, zum Zeit­punkt des Gesche­hens, oder erzwun­ge­ne PR]”, nicht in dem Punkt “Beob­ach­ter glau­ben des­halb, Wische­girs­ka­ja sei womög­lich gegen ihren Wil­len auf rus­sisch besetz­tes Gebiet nach Donezk gebracht wor­den” und nicht in dem Punkt “and then a second explo­si­on hit”.

Zum “wur­de sie zu Aus­sa­gen gezwun­gen Aspekt”, sie ist in ihre Hei­mat­stadt im Don­bas zurück­ge­kehrt (click), die­se ist immer noch durch rus­si­sche Sepa­ra­tis­ten besetzt. Ihre Fami­lie sagt der BBC es gehe ihr gut. Aber ein pro-separatist blog­ger sitzt im BBC inter­view immer noch neben ihr, der sel­be der auch das Video auf­ge­nom­men hat in dem sie nicht mehr von einem Bom­ben­an­griff gespro­chen hat.

Und dann gibt es das Video­ma­te­ri­al von den AP-Journalisten.

Gefilmt von Mstys­lav Cher­nov (Pre­si­dent of the Ukrai­ni­an Asso­cia­ti­on of Pro­fes­sio­nal Pho­to­graph­ers (UAPF)) und Crew. (sie­he: click)

Basie­rend auf vier sich selbst wider­spre­chen­den Inter­views von Cher­nov (1,2,3,4) ergibt sich fol­gen­der Ablauf:

Cher­nov trifft eine Stun­de vor Kriegs­be­ginn in Mariu­pol ein. Filmt in den ers­ten Tagen aus uner­find­li­chen Grün­den bereits früh in Kran­ken­häu­sern. (Für einen AP Foto­gra­phen jetzt nicht unbe­dingt das Wunsch­mo­tiv schlecht hin. In spä­te­ren Inter­views wird erwähnt, dass sie nur dort ihr Equip­ment laden konnten.)

The deaths came fast. On Febru­a­ry 27, we wat­ched as a doc­tor tried to save a litt­le girl hit by shr­apnel. She died.

A second child died, then a third. Ambu­lan­ces stop­ped picking up the woun­ded becau­se peop­le couldn’t call them without a signal, and they couldn’t navi­ga­te the bombed-out streets.

The doc­tors plea­ded with us to film fami­lies brin­ging in their own dead and woun­ded, and let us use their dwind­ling gene­ra­tor power for our came­ras. No one knows what’s going on in our city, they said.

Shel­ling hit the hos­pi­tal and the houses around. It shat­te­red the win­dows of our van, blew a hole into its side and punc­tu­red a tyre. Some­ti­mes, we would run out to film a bur­ning house and then run back amid the explosions.

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Fährt am 09. März ein­fach in der Stadt rum, das Auto das sie nut­zen wird immer wie­der getrof­fen, zumin­dest ein Fens­ter zer­stört, danach nut­zen sies wei­ter. Bis es anschlie­ßend kom­plett ver­lo­ren geht - dazu spä­ter mehr.

Sie fah­ren in der Stadt rum, sehen eine gro­ße Explo­si­on und Rauch auf­stei­gen, und beschlie­ßen dort hin­zu­fah­ren. Kom­men bei der Gebur­ten­kli­nik an und fil­men. (sie­he: click) Sie kön­nen nicht viel fil­men, weil sie nur noch wenig Akku haben. Als sie mit dem Fil­men fer­tig sind, sagt ihnen ein Poli­zist (den sie vor Ort tref­fen? (unklar)), der sie reden hört - “die­ses Video-Material wird die Welt ver­än­dern” und hilft ihnen einen Platz zu fin­den von dem aus sie das Video hoch­la­den, in drei Tei­len über drei unter­schied­li­che Smart­pho­nes, und an dem sie ihr Equip­ment wie­der auf­la­den können.

Our bat­te­ries were almost out of juice, and we had no con­nec­tion to send the images. Cur­few was minu­tes away. A poli­ce offi­cer over­he­ard us tal­king about how to get news of the hos­pi­tal bom­bing out.

This will chan­ge the cour­se of the war,” he said. He took us to a power source and an inter­net connection.

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Dann sind sie von dem Ort wie­der weg, und hat­ten kei­ne Inter­net Ver­bin­dung mehr.

In ande­ren Inter­views hat­ten sie dann aber noch ein Sat­teli­ten­te­le­fon und haben wei­te­re Ver­öf­fent­li­chun­gen gepusht. (sie­he: click) Kann Con­jec­tu­re des Inter­view­ers sein, unklar.

In the dark, we sent the images by lining up three mobi­le pho­nes with the video file split into three parts to speed the pro­cess up. It took hours, well bey­ond cur­few. The shel­ling con­ti­nued, but the offi­cers assi­gned to escort us through the city wai­ted patiently.

Then our link to the world out­side Mariu­pol was again severed.

Moment, sie haben das video also in drei Tei­le gesplit­tet über Mobil­te­le­fo­ne hoch­ge­la­den, nach­dem ein Poli­zist, der sie zufäl­lig vor dem Mater­ni­ty ward reden hören hat ihnen gesagt hat “das wird die Welt ver­än­dern” und ihnen den Weg zu einem Ort gezeigt hat, an dems Inter­net gab und Strom um ihr Kame­ra Equip­ment wie­der aufzuladen?

Ehm was für ein Inter­net denn?
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Oh, aha. Moment, wie­so split­test du das Video dann in drei Tei­le und lädst es von drei ver­schie­de­nen Smart­pho­ne hoch. Wer roamt denn da noch so im Sat­teli­ten Inter­net der Patrol Poli­zei, dass es Sinn macht drei Gerä­te gleich­zei­tig ein­zu­log­gen um mehr Prio­ri­tät zu bekom­men? Enorm böse, durch­trie­be­ne rus­si­sche Hacker nehm ich an. Und oh, laut Video habt ihr das mehr als ein­mal benutzt um “Infor­ma­ti­on zu lea­ken?”. Ja Mann du - der Poli­zei läuft man zufäl­lig schon mal wie­der über den Weg, das pas­siert schon mal.

We went back to an empty hotel base­ment with an aqua­ri­um now fil­led with dead gold­fi­sh. In our iso­la­ti­on, we knew not­hing about a gro­wing Rus­si­an dis­in­for­ma­ti­on cam­pai­gn to dis­credit our work.

The Rus­si­an Embas­sy in Lon­don put out two tweets cal­ling the AP pho­tos fake and clai­ming a pregnant woman was an actress. The Rus­si­an ambassa­dor held up copies of the pho­tos at a UN Secu­ri­ty Coun­cil mee­ting and repeated lies about the attack on the mater­ni­ty hospital.

In the mean­ti­me, in Mariu­pol, we were inun­da­ted with peop­le asking us for the latest news from the war.

So many peop­le came to me and said, “Plea­se film me so my fami­ly out­side the city will know I’m alive.”

By this time, no Ukrai­ni­an radio or TV signal was working in Mariu­pol. The only radio you could catch broad­cast twis­ted Rus­si­an lies — that Ukrai­ni­ans were hol­ding Mariu­pol hos­ta­ge, shoo­ting at buil­dings, deve­lo­ping che­mi­cal wea­pons. The pro­pa­gan­da was so strong that some peop­le we tal­ked to belie­ved it des­pi­te the evi­dence of their own eyes.

The mes­sa­ge was con­stant­ly repeated, in Soviet style: Mariu­pol is sur­roun­ded. Sur­ren­der your weapons.

On March 11, in a brief call without details, our edi­tor asked if we could find the women who sur­vi­ved the mater­ni­ty hos­pi­tal [attack] to pro­ve their exis­tence. I rea­li­sed the foo­ta­ge must have been power­ful enough to pro­vo­ke a respon­se from the Rus­si­an government.

We found them at a hos­pi­tal on the front line, some with babies and others in labour. We also lear­ned that one woman had lost her baby and then her own life.

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Am 11. März kon­tak­tiert den Jour­na­lis­ten sein Edi­tor und erklärt ihm, sie müss­ten mit den Frau­en spre­chen die sie auf­ge­nom­men haben [kei­ne Bild­rech­te, nicht doku­men­tiert wer sie waren, …

I was offen­ded that the jour­na­lists who had pos­ted my pho­tos on social media had not inter­view­ed other pregnant women who could con­firm that this attack had real­ly happened.”

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Cher­nov gibt in einem der Inter­views an, als er die­se Rück­mel­dung des Edi­tors gehört hat, war ihm klar, das Mate­ri­al hat ein­ge­schla­gen - das war so emo­tio­nal wirk­sam, dass Russ­land dar­auf reagiert haben muss.

On March 11, in a brief call without details, our edi­tor asked if we could find the women who sur­vi­ved the mater­ni­ty hos­pi­tal [attack] to pro­ve their exis­tence. I rea­li­sed the foo­ta­ge must have been power­ful enough to pro­vo­ke a respon­se from the Rus­si­an government.

src: click

Dann gibt es eine Gedächt­nis­lü­cke (eine in den Inter­views nicht doku­men­tier­te Zeit­pe­ri­ode) wie sie zu dem neu­en Spi­tal gekom­men sind (“I’m loo­king for pregnant women, sure they are in a hos­pi­tal near the front.”).

Sie kom­men also am 11. März im Kran­ken­haus nahe der Front an, in das die schwan­ge­ren Frau­en ver­legt wur­den. Fin­den her­aus, dass eine der pro­mi­nen­tes­ten schwan­ge­ren Frau­en aus dem Video lei­der ver­sto­ben sei, Inter­view­en aber ande­re schwan­ge­re Frauen.

Jedoch auch nicht die Social-Media Influ­en­ce­rin, denn die gibt gibt noch am 17. Mai gegen­über der BBC an, man habe ja nur sie inter­viewt (vor Ort?) und ansons­ten nie­man­den (sie­he: click).

Die­se Inter­views mit ande­ren schwan­ge­ren Frau­en wer­den nicht Teil des öffent­li­chen News­cy­cles, die sieht der Edi­tor der Cher­nov dess­halb anruft - aber nicht die Öffentlichkeit.

Als sie am 11. März in dem Kran­ken­haus ankom­men - und nach­dem sie die Inter­views geführt haben, führt sie ein Mili­tär­an­ge­hö­ri­ger in den den sie­ben­ten Stock des Kran­ken­hau­ses, erneut “da sie da Inter­net Ver­bin­dung hät­ten” (Ehm, kur­zer sani­ty check - “As long as you have a clear line of sight from the satel­li­tes in space, the satel­li­te signal strength being recei­ved will be exact­ly the same at head height that it will be on the top on a sky scra­per. In this respect satel­li­te dis­hes do not work like con­ven­tio­nal TV aeri­als whe­re height is usual­ly very important to get a good signal.”, hur­ra, das Mobil­te­le­fon­in­ter­net hat also wie­der ange­fan­gen zu funk­tio­nie­ren! Im sie­ben­ten Stock! Oder hur­ra, jemand hat Sky­link im sie­ben­ten Stock auf­ge­setzt, und kein Netz­werk Engi­neer war vor­han­den, der das über mehr als ein Stock­werk exten­den hät­te kön­nen. In einem Kran­ken­haus.) und die Jour­na­lis­ten fil­men dort den Haupt­clip für das Pro­mo­ti­on Mate­ri­al der spä­te­ren PBS Doku­men­ta­ti­on 20 Tage in Mariu­pol, die spä­ter auf dem Sundance Film­fes­ti­val prä­mie­ren wird.


bei 2min in

(Yes, I’m with the jour­na­list, yes I’m with the journalist, …)

In dem Video ist zu sehen, wie rus­si­sche Ein­hei­ten auf das Gelän­de des Kran­ken­hau­ses eindringen.

Der ukrai­ni­sche Sol­dat im Video, der spä­ter von Cher­nov als “meh­re­re Sol­da­ten im Kran­ken­haus” beschrie­ben wird, ver­schwin­det direkt im Anschluss an das Video zusam­men mit den ande­ren ukrai­ni­schen Sol­da­ten aus dem Krankenhaus.

The Ukrai­ni­an sol­di­ers who had been pro­tec­ting the hos­pi­tal had vanished.

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Cher­nov und Crew bekom­men eine Ärz­te­kut­te von den Ärz­ten im Kran­ken­haus und wer­den ver­steckt. Sie trau­en sich zu die­sem Zeit­punkt bereits nicht mehr aus dem Kran­ken­haus, da eine Schwes­ter von einem rus­si­schen Scharf­schüt­zen vor dem Kran­ken­haus erschos­sen wurde:

The Ukrai­ni­an sol­di­ers who had been pro­tec­ting the hos­pi­tal had vanis­hed. And the path to our van, with our food, water and equip­ment, was cove­r­ed by a Rus­si­an sni­per who had alrea­dy struck a medic ven­tu­ring outside. 

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In spä­te­ren Inter­views, konn­ten sie dann nicht mehr weg, weil ihr Auto bereits, vor dem Kran­ken­haus, durch “shel­ling” ver­lo­ren war. Naja.

Jetzt stellt sich aber raus - mehr als naja.
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Das ist ja bei­na­he wie ver­lo­ren - da kann man ja schon mal ver­lo­ren dazu sagen…

Hier ja auch: click

Sie ver­brin­gen die Nacht in dem Kran­ken­haus, schla­fen in der Mit­te auf den Gän­gen, damit sie nicht von Schrapnell getrof­fen werden.

Hours pas­sed in darkness, as we lis­tened to the explo­si­ons out­side. That’s when the sol­di­ers came to get us, shou­ting in Ukrainian.

It didn’t feel like a res­cue. It felt like we were just being moved from one dan­ger to ano­t­her. By this time, nowhe­re in Mariu­pol was safe, and the­re was no reli­ef. You could die at any moment.

We were the only inter­na­tio­nal jour­na­lists left in the Ukrai­ni­an city, and we had been docu­men­ting its sie­ge by Rus­si­an tro­ops for more than two weeks. We were repor­ting insi­de the hos­pi­tal when gun­men began stal­king the cor­ri­dors. Sur­ge­ons gave us white scrubs to wear as camouflage.

Sud­den­ly at dawn, a dozen sol­di­ers burst in, “Whe­re are the jour­na­lists, for f***’s sake?”

I loo­ked at their arm­bands, blue for Ukrai­ne, and tried to cal­cu­la­te the odds that they were Rus­si­ans in dis­gui­se. I step­ped for­ward to iden­ti­fy mys­elf. “We’re here to get you out,” they said.

The walls of the sur­ge­ry shook from artil­le­ry and machine-gun fire out­side, and it see­med safer to stay insi­de. But the Ukrai­ni­an sol­di­ers were under orders to take us with them.

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Am Mor­gen keh­ren ein dut­zend Sol­da­ten zum Kran­ken­haus zurück, alle mit dem Befehl sie da rauszuholen.

Moment, sag­te das Al Jaze­e­ra Inter­view noch Sol­da­ten zu ihnen? In dem Inter­view hier wars eine Poli­zei task force:
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Naja, ist ja qua­si das sel­be… Am Anfang des Tages im sie­ben­ten Stock des Kran­ken­hau­ses waren es aber defi­ni­tiv Sol­da­ten, das sehen wir im Video.

Sie fas­sen sich ein Herz, geben sich zu erken­nen und wer­den auf Befehl aus dem Kran­ken­haus evakuiert.

Dann gibt es wie­der eine Gedächt­nis­lü­cke - denn es ist unklar wohin, in jedem Fall in einen dunk­len Keller.

We reached an ent­ry­way, and armou­red cars whis­ked us to a dar­ken­ed basement.

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Oder ins Stadt­zen­trum, ich mein das ist ja auch schwer zu differenzieren:
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Dann ver­schwin­den die 12 Mili­tärs erst mal wie­der aus der Erzäh­lung und im Stadt­zen­trum, Ver­zei­hung, Kel­ler tref­fen sie dann nur einen Polizei-Officer, der ihnen fol­gen­des erzählt:

We reached an ent­ry­way, and armou­red cars whis­ked us to a dar­ken­ed base­ment. Only then did we learn from a poli­ce­man why the Ukrai­ni­ans had ris­ked the lives of sol­di­ers to extract us from the hospital.

If they catch you, they will get you on came­ra and they will make you say that ever­ything you filmed is a lie,” he said. “All your efforts and ever­ything you have done in Mariu­pol will be in vain.”

The offi­cer, who had once beg­ged us to show the world his dying city, now plea­ded with us to go. He nud­ged us toward the thousands of bat­te­red cars pre­pa­ring to lea­ve Mariupol. 

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Das Mili­tär das mitt­ler­wei­le wie­der zu einem Poli­zis­ten gewor­den ist, den sie aber bereits län­ger kannten (?) -

The offi­cer, who had once beg­ged us to show the world his dying city, now plea­ded with us to go. He nud­ged us toward the thousands of bat­te­red cars pre­pa­ring to lea­ve Mariupol.

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- der erkennt wie wich­tig ihr Video­ma­te­ri­al für die Welt ist (drei Tage nach­dem ihr Video­ma­te­ri­al von der rus­si­schen Bot­schaft kom­men­tiert wur­de und für ein Medi­en­spek­ta­kel gesorgt hat - und nach­dem der rus­si­sche Ver­tre­ter es in einem UN secu­ri­ty coun­cil mee­ting dis­kre­di­tiert hat­te), und lässt sie also ein­fach gehen.

Das Video­ma­te­ri­al wird nicht kopiert, wird ihnen nicht abge­nom­men, sie sind ein­fach von 12 Mili­tärs unter Ein­satz ihres Lebens von einem Kran­ken­haus, in einen Kel­ler geret­tet wor­den, wo aus den Mili­tärs wie­der ein Poli­zist wur­de, den sie aber bereits kann­ten (?), der ihnen gesagt hat, wie wich­tig ihr Mate­ri­al ist, und sie dann gehen lässt.

Dann neh­men sie das Mate­ri­al, set­zen sich (drei Tage spä­ter) - mit dem Mate­ri­al in einen Hyun­dai von ner wahl­lo­sen “Fami­lie von drei Leu­ten” - ris­kie­ren mit dem Mate­ri­al und ihrer Prä­senz deren Leben (“We were lucky, that they didnt see our faces.”), fah­ren durch 15 rus­si­sche Check­points und sind dann draußen.

I felt ama­zin­gly gra­te­ful to the sol­di­ers, but also numb. And asha­med that I was leaving.

We cram­med into a Hyun­dai with a fami­ly of three and pul­led into a five-kilometre-long (3.1-mile-long) traf­fic jam out of the city. Appro­xi­mate­ly 30,000 peop­le made it out of Mariu­pol that day — so many that Rus­si­an sol­di­ers had no time to look clo­se­ly into cars with win­dows cove­r­ed with flap­ping bits of plastic.

Peop­le were ner­vous. They were figh­t­ing, screa­ming at each other. Every minu­te the­re was an aero­pla­ne or [air raid]. The ground shook.

We cros­sed 15 Rus­si­an check­points. At each, the mother sit­ting in the front of our car would pray furious­ly, loud enough for us to hear.

As we dro­ve through them — the third, the 10th, the 15th, all man­ned with sol­di­ers with hea­vy wea­pons — my hopes that Mariu­pol was going to sur­vi­ve were fading. I unders­tood that just to reach the city, the Ukrai­ni­an army would have to break through so much ground. And it wasn’t going to happen.

At sun­set, we came to a bridge des­troy­ed by the Ukrai­ni­ans to stop the Rus­si­an advan­ce. A Red Cross con­voy of about 20 cars was stuck the­re alrea­dy. We all tur­ned off the road tog­e­ther into fiel­ds and back lanes.

The guards at check­point 15 spo­ke Rus­si­an in the rough accent of the Cau­ca­sus. They orde­red the who­le con­voy to cut the head­lights to con­ce­al the arms and equip­ment par­ked on the roadsi­de. I could bare­ly make out the white Z pain­ted on the vehicles.

As we pul­led up to the 16th check­point, we heard voices. Ukrai­ni­an voices. I felt an over­whel­ming reli­ef. The mother in the front of the car burst into tears. We were out.

We were the last jour­na­lists in Mariu­pol. Now, the­re are none.

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Und die Erzäh­lung endet mit dem Zitat das ihnen der Poli­zist im dunk­len Kel­ler ver­mit­telt hat “ihr wart die letz­ten Jour­na­lis­ten in Mariupol”.

Mitt­ler­wei­le wis­sen wir dass sie 30 Stun­den Mate­ri­al hat­ten. 30 Stun­den 1080p@60 bei 8Mbps com­pres­sed (You­tube Qua­li­tät) ergibt 200GB. In Blu­ray Qua­li­tät com­pres­sed (40Mbps) 1TB. Und in Apple Pro­res 6TB. Die Hälf­te, wenn sie nicht in 60Hz auf­neh­men. Das sind kei­ne rie­si­gen Daten­men­gen. Gesetz dem Fall der Poli­zist in dem “dunk­len Kel­ler”, den die Jour­na­lis­ten bereits kann­ten (?, unklar) war Mili­tär­po­li­zei - und weiß bereits, dass Cher­nov spä­ter einen PBS Deal für eine Doku­men­ta­ti­on bekommt in dem das Mate­ri­al ver­wer­tet wird, die beim Sundance Film­fes­ti­val prä­miert wer­den wird - mach ich da doch Back­ups. Und schick die unab­hän­gig von den Jour­na­lis­ten aus dem Land.

Ich lass die Jour­na­lis­ten nach einer Ret­tungs­ak­ti­on mit 12 Mann doch nicht ein­fach in nen Kel­ler kom­men und ent­las­se sie dann wie­der, damit sie sich bit­te einen pri­va­ten Flucht­weg suchen, und mit dem Mate­ri­al das sie trans­por­tie­ren (das aber bereits um UN secu­riy coun­cil zum Gegen­stand von State­ments gewor­den ist) eine Fami­lie mit drei Per­so­nen gefähr­den - die tot wäre, wenn die Jour­na­lis­ten in einem von 15 Check­points iden­ti­fi­ziert wer­den. Und all das (bereits im UN secu­ri­ty coun­cil refe­ren­zier­te) Mate­ri­al weg.

Der Upload von 200GB mit­tels Star­link dau­ert bei 40Mbps zwei Tage, sie­ben Stun­den. Von 100GB einen Tag. Und 40Mbps Upload sind kom­mer­zi­ell erwerb­bar, da geht sicher noch mehr.

Gesetz dem Fall der Poli­zist ist nur “ein zufäl­li­ger Poli­zist in einem dunk­len Kel­ler” - war­um hat ein Mili­tär Auf­ge­bot von 12 Mann mit Befehl die Jour­na­lis­ten zu eva­ku­ie­ren, die Jour­na­lis­ten zu dem gebracht?

Über­ra­schung - am 26. Jän­ner die­ses Jah­res stellt sich her­aus im ers­ten Inter­view vom 21. März des Vor­jah­res, dem schrift­li­chen, dem das über 20 jour­na­lis­ti­sche Out­lets auf­ge­grif­fen haben - ein wesent­li­ches Detail fehlt:

But yes, the poli­ce­man that was with us, that hel­ped us in the last days [Eva­ku­ie­rung durch das Mili­tär am 12.03., Ver­las­sen von Mariu­pol am 15.03.], he also ris­ked his life and you know, safe­ty for - of his fami­ly, he took us in his car, and as the first huma­ni­ta­ri­an cor­ri­dor was open, they tried to take us out from the city, and that worked, becau­se fist days were very chao­tic, so we’­re going through 15 check­points, you know, came­ras and hard dri­ves hid­den, flak jackets hid­den, we should have them in the city though, but ok I’m glad that we took them any­way and the car is full of bags and rus­si­ans are che­cking our docu­ments and this fami­ly… Every check­point we arri­ve uh, Vladimir’s wife just pray­ing, I can hear her pray­ing. We cros­sed all the­se check­points and at night, we dont see whe­re we are dri­ving, but we arri­ve at the next check­point, and ins­tead of rus­si­an we hear Ukrai­ni­an lan­guage, and she bursts into tears at that moment. Again, I should have filmed it - but yeah…

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Never mind that you should have filmed the per­sons wife who saved you brea­king out into tears, as the flip­ping jour­na­list that you are, only shoo­ting news material --

das ESSENTIELLE DETAIL das in dem schrift­li­chen Inter­view das an 20 Medi­enout­lets ging (Alja­ze­e­ra) gefehlt hat war FUCKING Vla­di­mir, sein Poli­ce hand­ler in den letz­ten Tagen, die Per­son zu der ihn mir hoher Wahr­schein­lich­keit das 12 köp­fi­ge Team an Sol­da­ten gebracht hat, nach­dem sie Cher­nov und sei­ne Crew aus dem Kran­ken­haus an der Front eva­ku­iert haben (mit dem Auf­trag sie zu eva­ku­ie­ren) der sel­be Vla­di­mir - der dem Jour­na­lis­ten laut Alja­ze­e­ra inter­view zuvor bereits ein­mal gesagt hat - “zeigt der Welt mei­ne ster­ben­de Stadt”.

Hat Vla­di­mir die 12 köp­fi­ge Ein­satz­trup­pe in das Spi­tal geschickt?

Naja - wer kann das schon so genau sagen… Cher­nov nicht:
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src: click , well - they alrea­dy were going through the battle­field and took us out. Ist wie die­ser Satz endet. Im Alja­ze­e­ra Inter­view hat­ten sie (die Sol­da­ten übri­gens) dezi­diert den Befehl die Jour­na­lis­ten zu befrei­en. Wir erin­nern uns:

Sud­den­ly at dawn, a dozen sol­di­ers burst in, “Whe­re are the jour­na­lists, for f***’s sake?”

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Naja, so ein klei­nes Detail, wer kann da schon böse werden…

The offi­cer, who had once beg­ged us to show the world his dying city, now plea­ded with us to go. He nud­ged us toward the thousands of bat­te­red cars pre­pa­ring to lea­ve Mariupol.

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Wobei ONCE wohl defi­ni­tiv nicht im Zeit­raum nach der mili­tä­ri­schen res­cue ope­ra­ti­on war, son­dern irgend­wann mal davor.

Und sie bereits am Tag der Bom­ba­die­rung des Mater­ni­ty Wards eine “Poli­zei­es­kor­te” gehabt haben, die ihnen den Weg zu einem Ort gezeigt hat an dem sie ihre Kame­ras laden und das Video sen­den konnten.

Die­se Eskor­te war dann am nächs­ten Tag aber plötz­lich wie­der weg. So ein Pech aber auch.

In the dark, we sent the images by lining up three mobi­le pho­nes with the video file split into three parts to speed the pro­cess up. It took hours, well bey­ond cur­few. The shel­ling con­ti­nued, but the offi­cers assi­gned to escort us through the city wai­ted patiently.

Then our link to the world out­side Mariu­pol was again severed.

We went back to an empty hotel base­ment with an aqua­ri­um now fil­led with dead gold­fi­sh. In our iso­la­ti­on, we knew not­hing about a gro­wing Rus­si­an dis­in­for­ma­ti­on cam­pai­gn to dis­credit our work.

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Naja, gut, dass sie sie in den letz­ten drei Tagen wie­der hat­ten, denn -
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Bildschirmfoto 2023 03 03 um 20 02 47src: click to one of the poli­ce head­qua­ters, für die die sich fra­gen wie der Satz wei­ter geht.

Und zwei Tage spä­ter ste­hen sie im sie­ben­ten Stock des Kran­ken­hau­ses an der Front, fil­men den Mili­tär­schutz dort, wäh­rend der an sei­ne Basis funkt “I’m with the jour­na­list, yes - the journalist”.

Naja - die­ses Detail der Erzäh­lung wur­de im ers­ten Inter­view (dem schrift­li­chen, das über 20 Kanä­le ging), eben zu “wir haben uns dann mit einer Fami­lie in einen Hyun­dai gesetzt um aus der Stadt zu kommen.”

IN EINEN HYUNDAI?! Dan­ke für die­ses wesent­li­che Detail!

Es kommt jetzt aber noch mehr, jetzt exis­tiert auch die­ses vier­te Inter­view -

Tran­skript:

I: Hi the­re. It’s Sharon Wax­man, the edi­tor of the Wrap com­ing to you from the Wraps 2023 stu­dio at the Sundance Film Fes­ti­val with NFP. Thank you so much to the cast, to the peop­le who crea­ted the film, 20 days in Mariu­pol, a very moving and tough docu­men­ta­ry about the war in Ukrai­ne. So I’m let­ting ever­y­bo­dy intro­du­ce them­sel­ves, star­ting with the Direc­tor. Yeah. Becau­se you think I’m gon­na get your name, right? Pro­bab­ly not. 

C: My name is Mstys­lav Cher­nov. I’m direc­tor and came­ra­man for this film.

I: Wel­co­me, wel­co­me. That. No, you get your own [micro­pho­ne].

MM: I’m Michel­le Meis­ner. I’m the pro­du­cer and edi­tor of the film.

EM: Hi, I’m Evge­niy Malo­let­ka. I’m a photographer.

S: And I’m Vasi­li­sa Ste­pa­nen­ko, I’m field producer. 

I: Ok, gre­at. So this is a very dif­fi­cult pic­tu­re of a very dif­fi­cult war that is still going on and in whe­re peop­le are dying every day, tell us why you cho­se to sort of take this sli­ce, this moment in time, which goes back to the begin­ning of the war, and tell the sto­ry - becau­se the story’s not done, it’s still ongoing.

C: I think Mariu­pol is a city as a - one of the events that hap­pen­ed in the begin­ning of the full sca­le Russia’s inva­si­on in Ukrai­ne is extre­me­ly sym­bo­lic for Ukrai­ni­ans, and his­to­ri­cal­ly sym­bo­lic becau­se being being a stra­te­gi­cal­ly important city for Rus­sia to try to take from Ukrai­ne, it’s also had so much tra­ge­dy packed in the­re in this short peri­od of time. Over three mon­ths and being able to show this tra­ge­dy to the world means a lot to us, but also we feel, and we found out only later when we left Mariu­pol. When we bro­ke out of the sie­ge, only then we found out how much what we did the­re and what hap­pen­ed the­re chan­ged the world’s per­spec­ti­ve on the inva­si­on. So it’s also sym­bo­lic from that side. But throughout the coverage, throughout this 20 days of the film is cal­led 20 days in Mariu­pol - throughout that 20 days, we’­ve been sen­ding news dis­patches or qui­te short packa­ges of vide­os, one minu­tes, 2 minutes.

I: Sen­ding them to - put­ting them on You­Tube - whe­re do you see them?

C: So asso­cia­ted - we work for AP.

I: All of you guys work AP? Not pro­du­cer obviously.

C: Yeah, we are, we are AP team and Michel­le is with Front­li­ne - so when we left Mariu­pol we took out safe­ly around 30 hours up to 30 hours of foo­ta­ge and most of it was­n’t publis­hed. And I felt that we need to do more about Mariu­pol. We felt qui­te guil­ty that we left and Mariu­pol was still under the sie­ge. Peop­le were still dying every day. And I felt that we nee­ded to do more. So, col­la­bo­ra­ti­on with Front­li­ne star­ted [pas­si­ve] and we assem­bled the film out of tho­se hours. 

I: So just to be clear, you were actual­ly working jour­na­lists for the Asso­cia­ted Press, yes, but you had all this extra mate­ri­al that you wan­ted, that you felt like you had­n’t total­ly told the sto­ry, even though you’­re sen­ding dis­patches out to the world every day - basically..

C: Right. So in the begin­ning it was­n’t when it was shot, it was­n’t even inten­ded to be a docu­men­ta­ry. This was inten­ded to be a news dis­patch, dai­ly news dis­patches and they were shot this way. So that’s par­ti­al­ly was a chal­len­ge when we left with all this foo­ta­ge was to to con­nect them to - into a nar­ra­ti­ve, which - 

I: So were you all the­re as a team?

MM: Yes

I: The­se three, what was your role? 

MM: Yeah, so the­se jour­na­lists were on the ground in Ukrai­ne, whe­re they are all from to cover the inva­si­on and they had a sen­se that the city of Mariu­pol would be one of the main tar­gets. And so they went the­re, to cover for the AP and the city gives you see in the film, the city is sur­roun­ded and it beco­mes impos­si­ble for anyo­ne to lea­ve, inclu­ding them, and they con­ti­nued filming. Infra­st­ruc­tu­re is atta­cked, civi­li­an infra­st­ruc­tu­re. The things they wit­nessed, you might remem­ber the mater­ni­ty bom­bing, the mater­ni­ty ward, that ward that was bom­bed, they were the­re. They were the ones who were on the ground filming it. So they’­re very hum­ble and well, not like admit that the rea­son why we have docu­men­ted evi­dence of the­se poten­ti­al war cri­mes is becau­se they were on the ground filming it. As he said, the Inter­net beca­me very spo­ra­dic. And so they had to find pla­ces whe­re they could upload the sto­ries and send them out to the world. They were only able to get some out, but real­ly important foo­ta­ge that ever­yo­ne saw. And then when they left, he had 30 hours of foo­ta­ge that told a real sto­ry about the 20 days that they were the­re. So, - 

I: So whe­re did you? 

MM: So I came in as an edi­tor, so I work for Front­li­ne PBS and we star­ted working with Mstys­lav, who actual­ly had a pret­ty clear visi­on for how the sto­ry could come tog­e­ther. And we assem­bled a film and we did­n’t know if it would be a short at first and then we rea­li­zed that it actual­ly did - it could real­ly fill a 90 minu­te fea­ture. And so we put that tog­e­ther and it shows both how it - I think that what was like inte­res­ting about col­la­bo­ra­ting as some­bo­dy who was­n’t on the ground with them and why it’s important some­ti­mes to work in a team whe­re you aren’t - uh, I was loo­king at the foo­ta­ge in a in a way that I could see Mstys­lav - like per­so­na­li­ty shi­ne through in the way that he was filming things. The way that a tra­ge­dy would hap­pen and he would drop the came­ra and it would still be, you could just, like, feel the emo­ti­on com­ing from him and get to know him in that way. So he beca­me sort of like a the the per­spec­ti­ve through which you’­re see­ing this unfold. You see Evge­niy and Vasi­li­sa, you know, working along­side each other, real­ly har­ro­wing events, hard con­di­ti­ons and so we’­re able to show that in the -

I: I wan­ted to ask about this becau­se this is some­thing that we’­ve only just star­ted I think scratching the sur­face about what is the impact due to the bea­ring of wit­ness and your job is to go out and watch peop­le suf­fer. You know, and docu­ment it. And I under­stand that the human impul­se to feel the need to docu­ment it so that - for all sorts of rea­sons, so that the world will see it and they will stop it - which they haven’t, or histo­ry will have that for all time to be able to refer to it, so it’s a respon­si­bi­li­ty, but there’s a there’s clear­ly a very serious toll on the peop­le who put them­sel­ves - and also all the medi­cal workers and all the, you know, all the peop­le, not to men­ti­on the peop­le who are actual­ly going through it, just watching a litt­le girl sta­ring into your came­ra and cry­ing! It’s. Unbe­ara­ble like that. She did­n’t even die! You know, she’s not even woun­ded, she’s just so torn up and she’s she’s 5 - she’s 6 - it’s, it’s almost, you know, it’s hard to watch, so I can only ima­gi­ne what it’s like - I can’t ima­gi­ne what it’s like is what I’m say­ing - to live through. So I wan­ted to ask you, all of you guys who did that, like what, what was the toll, what, what was the impact on each of you to? Let’s start in the back and then, Mstys­lav, you can…

S: It’s hard to ima­gi­ne here that we saw - like I remem­ber my fee­lings that when we were here, and when we watch all the sce­nes, how when we watch how the child­ren died. The only chan­ce that we had is to show the who­le world, to let them under­stand what’s going on, how it can be going on in our time, in 21 cen­tu­ry. So it was only one mon­th old, that’s why. Yes, per­so­nal­ly I felt big pain, like Ukrai­ni­an, like a human, like ever­yo­ne in this world. But I unders­tood that it’s real­ly important that every one of us unders­tood it. So that’s why we did it. And now that this film could watch ever­yo­ne. It’s real­ly, real­ly important. 

EM: They’ll use it. My home­town is - the name of the city is Ber­d­jansk. It’s next on the west from Mariu­pol and actual­ly it’s most­ly you know my home­land whe­re I grew up and the peop­le who filmed, pho­to­gra­phed and in the­se such con­di­ti­ons in this pain not like we just, some actors just you unders­tood on the ground, that this were real souls - who are pas­sed away. You know, and the­se kids who just you know how their par­ents bring them alrea­dy dead to the hos­pi­tal and doc­tors try to resus­ci­ta­te them or do their ani­ma­ti­on pro­ces­ses. You docu­ment this and - with the tears in their eyes. You know, like you con­ti­nue to do this, and the doc­tor is screa­ming “Show this to Putin” - becau­se, becau­se they might get to see this. Are they kil­ling Ukrai­ni­ans? That time, and this is, real­ly hard to under­stand for our­sel­ves as well - that this is. You know. Our rela­ti­ves, our friends, it’s hap­pen­ed with all of us, all around Ukrai­ne, all around the con­ta­ct line and what we wit­nessed it in just one short peri­od of time. Ohh. And that’s it. But it’s hap­pen­ed all around the area or like whe­re Rus­sia invaded.

C: It’s been almost a year and the film is cal­led 20 days. So you look at this 20 days and you know what’s - what hap­pen­ed after every day in Ukrai­ne. That is - not­hing chan­ged. It was hap­pe­ning every day what you see, but also we felt obli­ga­ti­on as jour­na­lists, but as well as Ukrai­ni­ans, this is our com­mu­ni­ty, this is our coun­try, and we do feel an obli­ga­ti­on to keep tel­ling the­se sto­ries to to make sure that, ever­ything that was that pos­si­ble to docu­ment, will stay in histo­ry, so may­be in the 50 years of time or 100 years of time, someo­ne who would ask what hap­pen­ed - so you know how that inva­si­on star­ted, what hap­pen­ed to Mariu­pol? Will go and see this, and will know how ter­ri­ble the war is. How impa­ra­ble human pain is and from this per­spec­ti­ve, alt­hough the film is told from the per­spec­ti­ve of a jour­na­list - it’s still real­ly about peop­le. And about Mariu­pols resi­dents and I think our fee­lings, the­se fee­lings of jour­na­lists or docu­men­ta­ry makers right now is - it’s qui­te secon­da­ry it’s very important here for it not to stand on the way to - for the audi­ence to feel what actual­ly resi­dents of Mariu­pol felt.

I: Thank you. Well, the film is very inten­se and some­ti­mes dif­fi­cult to watch, but it’s important for that rea­son. So thank you for brin­ging your film to Sundance, 20 days in Mariu­pol. It’s going to be out on Front­li­ne and PBS.

MM: Even­tual­ly, yes. Yeah. Well, later this year, I pre­su­me. Yeah, yeah. We’ll see what life it takes over the next few mon­ths, and later this year we’ll be airing on PBS

I: Thank you for the film and thanks for com­ing to our studio. 

und damit kom­men noch zwei wei­te­re Wider­sprüchlick­ei­ten mit dazu - 

Over three mon­ths and being able to show this tra­ge­dy to the world means a lot to us, but also we feel, and we found out only later when we left Mariu­pol, when we bro­ke out of the sie­ge, only then we found out how much what we did the­re and what hap­pen­ed the­re chan­ged the world’s per­spec­ti­ve on the invasion.

- die Jour­na­lis­ten hät­ten erst als sie aus Mariu­pol weg waren erkannt, dass das Mate­ri­al das sie hat­ten wich­tig war, denn sie hat­ten dann erst gese­hen, dass das was in Mariu­pol gesche­hen ist, die Per­spek­ti­ve der Welt ver­än­dert hat.

The Rus­si­an Embas­sy in Lon­don put out two tweets cal­ling the AP pho­tos fake and clai­ming a pregnant woman was an actress. The Rus­si­an ambassa­dor held up copies of the pho­tos at a UN Secu­ri­ty Coun­cil mee­ting and repeated lies about the attack on the mater­ni­ty hospital.

In the mean­ti­me, in Mariu­pol, we were inun­da­ted with peop­le asking us for the latest news from the war.

So many peop­le came to me and said, “Plea­se film me so my fami­ly out­side the city will know I’m alive.”

src: click (Inhalt­li­cher Wider­spruch? Das hier zitier­te “in the mean­ti­me” Bezieht sich auf die Zeit zwi­schen dem 09.03. und dem 11.03.. Hier erklärt Cher­nov, dass er sich über den aktu­el­len Ver­lauf des News­cy­cles von sei­nem Edi­tor auf dem Lau­fen­den hal­ten hat lassen.)

Im Alja­ze­e­ra Inter­view war das [das Mate­ri­al das so wich­tig war] noch der Grund, war­um der Poli­zist Vla­di­mir (*hust*) ein 12 köp­fi­ges Mili­tär­team zu ihrer Ret­tung in ein Spi­tal in der nähe der Front gesen­det hat­te, mit dem Befehl die Jour­na­lis­ten zu eva­ku­ie­ren (unklar ob der von ihm kam):

If they catch you, they will get you on came­ra and they will make you say that ever­ything you filmed is a lie,” he said. “All your efforts and ever­ything you have done in Mariu­pol will be in vain.”

The offi­cer, who had once beg­ged us to show the world his dying city, now plea­ded with us to go. He nud­ged us toward the thousands of bat­te­red cars pre­pa­ring to lea­ve Mariupol. 

src: click

HE NUDGED YOU TOWARDS THE THOUSANDS OF BATTERED CARS PREPARING TO LEAVE MARIUPOL? VLADIMIR DID? THE GUY WHO YOU ACTUALLY DROVE WITH, IN HIS CAR, TO GET OUT OF MARIUPOL?

Ama­zing.

It was a Hyun­dai, right? Bet­ter sta­te that it was a Hyun­dai, in the first inter­view in March of 2022, and lea­ve the litt­le fact, that it was Vla­di­mir, the poli­ce hand­lers Hyud­nai for Janu­a­ry 2023. For an inter­view at the Sundance film fes­ti­val press cir­cuit.

Die Kon­takt­an­bah­nung mit PBS ver­lief dann übri­gens passiv:

C: And I felt that we nee­ded to do more. So, col­la­bo­ra­ti­on with Front­li­ne star­ted and we assem­bled the film out of tho­se hours.

Die PBS Pro­du­cer und Edi­to­rin hat­te sich noch über­legt ob sie aus dem Mate­ri­al eine nar­ra­ti­ve Geschich­te bau­en kann, aber Cher­nov hat­te bereits eine eige­ne Geschich­te die er erzäh­len wollte -

MM: So I came in as an edi­tor, so I work for Front­li­ne PBS and we star­ted working with Mstys­lav, who actual­ly had a pret­ty clear visi­on for how the sto­ry could come together.

Aus den bei­den Poli­zis­ten die dem Team gesagt haben “zeigt das der Welt!” (der eine der sie vor der Geburts­kli­nik hat reden hören, und sie zu einem Ort mit Inter­net und Strom zum Laden ihres Equip­ments gebracht hat, und der ande­re in dem dunk­len Kel­ler) - ist mitt­ler­wei­le ein Arzt geworden:

You know, and the­se kids who just you know how their par­ents bring them alrea­dy dead to the hos­pi­tal and doc­tors try to resus­ci­ta­te them or do their ani­ma­ti­on pro­ces­ses. You docu­ment this and - with the tears in their eyes. You know, like you con­ti­nue to do this, and the doc­tor is screa­ming “Show this to Putin” - becau­se, becau­se they might get to see this.

(Bei einem zwei­ten media appoint­ment eben­falls.)

Und jetzt haben wir end­lich eine Pre­mie­re beim Sundance Filmfestival!

Jetzt gibt es im vier­ten Inter­view aber noch einen Punkt der dezi­diert prüf­bar ist:

C: So in the begin­ning it was­n’t when it was shot, it was­n’t even inten­ded to be a docu­men­ta­ry. This was inten­ded to be a news dis­patch, dai­ly news dis­patches and they were shot this way. So that’s par­ti­al­ly was a chal­len­ge when we left with all this foo­ta­ge was to to con­nect them to - into a nar­ra­ti­ve, which -

Die Videos­nip­pets sein geschos­sen wor­den “wie für einen “news dis­patch” - ohne emo­tio­na­les Nar­ra­tiv, ohne ein Lei­ten des Gedan­ken­gangs des Zuschau­ers durch Kameraschwenks, … 

Eben wie für einen Newscast.

Nun, ehm - nein.

Bild­bei­spie­le:

Es gibt eine Ein­stel­lung in der Kran­ken­haus­mit­ar­bei­ter rau­chen, dann Fokus auf die Gesich­ter, “defi­an­ce” als Emo­ti­on, dann sofort ein Schwenk auf eine ukrai­ni­sche Flag­ge über ihnen.
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Es gibt die Ein­stel­lung im sie­ben­ten Stock des Kran­ken­hau­ses an der Front, in dem die Haupt­ka­me­ra die Reak­ti­on des Sol­da­ten filmt, der Kame­ra­mann dem Sol­da­ten in einen zwei­ten Raum nach­rennt, um sei­ne Reak­ti­on fest­zu­hal­ten, wäh­rend eine simp­le Kame­ra mit Tele­ob­jek­tiv, die pick­upshots der sich drau­ßen zusam­men­zie­hen­den Pan­zer macht. Der Sol­dat for­dert den Jour­na­lis­ten dann auf das zu zei­gen (Film it!), der rennt zurück in den ande­ren Raum beginnt erst­ma­lig durchs Fens­ter die eigent­li­chen Gescheh­nis­se zu fil­men, und in dem Moment schnei­det die Edi­to­rin des Film zu Auf­nah­men aus dem Tele­ob­jek­tiv der ande­ren Kame­ra um - die Pick­up shots macht.
Bildschirmfoto 2023 03 03 um 13 47 15

Es gibt meh­re­re Ein­stel­lun­gen bei denen der Aus­gangs­punkt ein­fach head and shoul­der close-ups sind die dann zum clo­se up reingehen:
Bildschirmfoto 2023 03 03 um 13 33 39

Es gibt mehr­fach Ein­stel­lun­gen aus der Ver­fol­ger­per­spek­ti­ve (Kame­ra­man läuft mit):
Bildschirmfoto 2023 03 03 um 13 35 02

Sel­be Per­spek­ti­ve mit Voice over: “Mass gra­ves whe­re child­ren were buried.”
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Super­clo­sups von zit­tern­den Händen:
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Frosch­per­spek­ti­ve mit Zoom auf Hän­de durch die Erde riselt:
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Nicht EINE die­ser Ein­stel­lun­gen eig­net sich für ein New­s­cast For­mat. JEDE die­ser Ein­stel­lun­gen ver­wen­det “sub­jek­ti­ve Kame­ra” als Erzähltechnik.

Dass das Mate­ri­al sein soll, das eigent­lich für einen New­s­cast gedreht wur­de, aber wel­ches man spä­ter nicht ver­wen­det hat - und bei dem man dann erst nach der Flucht aus Mariu­pol erkannt habe, dass man damit doch eine nar­ra­ti­ve Erzäh­lung schnei­den kann, die einen 90 minü­ti­gen Kino­film trägt, ist eine simp­le Lüge.

Kei­ne ande­re Inter­pre­ta­ti­on möglich.

Auf der ande­ren Sei­te ist das aber auch das bes­te Bei­spiel das sich Pro­fil den­ken konn­te, um der öster­rei­chi­schen Bevöl­ke­rung zu ver­deut­li­chen was rus­si­sche Pro­pa­gan­da ist.

Wor­auf die gesam­te Medi­en­land­schaft Öster­reichs die rus­si­sche Sei­te von der Bericht­erstat­tung aus­ge­schlos­sen hat.

Kauf auch du mor­gen dein Kino Ticket zur Wahrheit.

20 Days in Mariupol
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Zusatz:

Die­ses Video bei 8:30 in ist auch nicht schlecht:

Es spricht Evge­niy Malo­let­ka, Foto­graf der Cher­nov Crew, die­se hör­te Explo­sio­nen in der Nähe der Asow­schen Uni­ver­si­tät und anders­wo - es gab dort eine Rei­he an Explo­sio­nen und eine davon war in einem Kran­ken­haus direkt gegen­über. Also beschlos­sen sie dort hin­zu­fah­ren. (Kei­ne Erwäh­nung des Rauchs mehr, der sie dort hin gelockt hat. Wie im ers­ten schrift­li­chen Inter­view das an 20 News out­lets ging. (Alja­ze­e­ra Inter­view)) Inter­viewe­rin fragt nach - hät­te es sein kön­nen, das das Kran­ken­haus für mili­tä­ri­sche Zwe­cke genutzt wur­de? Ant­wort: Ver­su­chen wirs zu objek­ti­vie­ren, eine Mili­tär­in­stal­la­ti­on hat Schüt­zen­grä­ben, Stel­lun­gen, mili­tä­ri­sche Aus­rüs­tung - in dem Moment in dem wir da waren, haben wir nichts davon gese­hen. Wir wis­sen, dass es dort ein Kran­ken­haus gab in dem ver­wun­de­tes ukrai­ni­sches Mili­tär­per­so­nal behan­delt wur­de, aber es ist nicht direkt im Mater­ni­ty Ward zu dem wir gefah­ren sind, es ist ein ande­res Gebäu­de, und das wur­de am Ende nicht getroffen.

Das ISW hat da prak­ti­scher Wei­se eine Kar­te:
Map
hat aber lei­der, was will man machen, ver­ges­sen Asow­sche Uni­ver­si­tät auszuschreiben.

edit: Wer am Ende noch ein Inter­view sehen möch­te, das das alles ausspart: