gut, dass deutsche Experten wussten, dass durch die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine keine Eskalation mehr möglich war…
Die Krim-Brücke steht in Brand
Auf der strategisch wichtigen Krim-Brücke hat es Medienberichten zufolge einen Zwischenfall gegeben. Ukrainische Medien melden, dass sich am frühen Morgen gegen sechs Uhr eine Explosion ereignet habe. Die staatliche russische Nachrichtenagentur meldet unter Berufung auf einen Vertreter der lokalen Behörden, dass ein Treibstofftank in Brand stehe. Die Brücke führt über die Straße von Kertsch, einer Meerenge. Sie verbindet die Halbinsel Krim mit dem russischen Festland.
Diese Gesellschaft ist das abgrundtief Allerletzte.
Weniger russische Panzer in Cherson. Mehr Versorgunslücken für die Zivilbevölkerung auf der Krim,… Das muss man als deutscher Experte unter einem ganz speziellen Licht sehen.
Und für die, die sich gewundert haben - außerhalb ukrainischer Himars Reichweite, 300km. Angebliches Video: click
Wladimir Putins militärischer Überfall auf die Ukraine ist der Versuch, die Zeit zurückzudrehen, zurück in jene Zeit, als Russland Großmacht war und Osteuropa beherrschte. Letztendlich geht es dem russischen Präsidenten sogar um die Revision des Ausgangs des Kalten Krieges. Damit überschätzt er sich aber völlig. Das eine sind seine wiedererstandenen Zarenträume, das andere hingegen ist die Wirklichkeit, und in dieser scheint sich Putin mit seinem Krieg mächtig verkalkuliert zu haben.
Fischer weiß, es geht um Imperialismus und Zarenträume (Vier Steinstatuen Theorie von Fiona Hill).
Die Ukraine kann gewinnen, weil Russland nicht mehr gewinnen wird. (Ich glaube die Kombination ist neu.)
Wir wissen zwar noch immer nicht, Stand Oktober 2022, wie dieser Krieg enden, wie viele Opfer er auf beiden Seiten noch verlangen wird, aber schon heute kann man feststellen, dass Putin diesen Krieg nicht mehr gewinnen kann, nicht auf dem Schlachtfeld und politisch schon gar nicht.
Der Krieg verlangt mehr Opfer, wenn mann beidseitig keine Verhandlungsbasis aufbaut. Aber leider der Krieg ist hier ein Ereignis das in sich mehr Opfer verlangt. Das sind nicht Politiker, oder Militärexperten die Rückeroberungen (der Angreifer verliert dreimal mehr Soldaten) oder Vergeltungsschläge planen - nein, der Krieg verlangt seine Opfer.
Putins Schwäche
Seine Drohung mit dem Einsatz von Nuklearwaffen und die russische Teilmobilisierung legen ganz im Gegenteil seine Schwäche und seine missliche Lage auf dem ukrainischen Schlachtfeld offen. Die von ihm so genannte “militärische Spezialoperation” ist ganz offensichtlich gescheitert und muss zu einem “Krieg” werden mit dem vollen Rückgriff auf das strategische Potenzial Russlands bis hin zur Drohung mit einem Nuklearkrieg.
Numerische Stärke ist Schwäche, der Krieg musste als solcher deklariert werden, das ist Schwäche (!? - im europäischen Narrativ etwas wirr, aber nicht nur im europäischen Narrativ - denn je mehr die Bevölkerungen in eine Kriegserzählung eingebunden werden, desto höher fällt das Eskalationspotenzial aus), Nukleardrohungen sind ein Zeichen von Schwäche. Der Duktus hier läuft entlang von “nicht ernst nehmen der Gegner ist schwach, wir gewinnen” - das ist - bei unklarem Kriegsverlauf, per Definition Propaganda.
Sollte Putin tatsächlich dieses seit 1945 geltende Tabu der internationalen Großmachtpolitik zerbrechen, so wird er nicht nur Russland definitiv zu einem Paria-Staat machen und international völlig isolieren. Indien und China werden diesen Weg nicht mitgehen, und die USA und die Nato werden nicht im Nichtstun verharren, sondern wohlkalkuliert nichtnuklear militärisch reagieren. Für Putin ist dies kein Schritt Richtung Sieg, sondern eher ein entscheidender in Richtung seiner definitiven Niederlage.
Inhaltlich korrekt.
“Ewige Nachbarn”
Was heißt diese Entwicklung nun für Europa? Russland und Europa sind Nachbarn auf demselben Kontinent, “ewige Nachbarn”, was immer da auch noch kommen mag.
Aus europäischer Sicht wird Russland fortan wieder zur militärischen und das heißt existentiellen Bedrohung für den Kontinent. Die Europäer glaubten diesen Zustand mit dem Ende des Kalten Krieges überwunden zu haben. Diese Hoffnung hat sich in unseren Tagen als großer Irrtum erwiesen. Europa ist in seinem tiefen Osten erneut zweigeteilt, und Russland führt Krieg in der Ukraine, um diesen Staat auszulöschen und sein Territorium und seine Bevölkerung gegen deren freien Willen zu vereinnahmen.
Militärische Bedrohung für den Kontinent, da nicht die EU oder die Nato ins Treffen geführt werden kann. Da militärisch, folgt auch gleich existenziell.
So funktioniert Schemata Logik.
Unsere militärische Aufrüstung die darauf folgt ist dann aber keine existentielle Bedrohung für jemanden, da sich ja jeder unseren Militärbündnissen anschließen können wird - um die Logik an der Stelle schemengerecht noch ein wenig weiter zu führen.
Das ist das Problem einer Eskalationspirale - von mittelmäßiger Rhetorik überdeckt. (Der Folgeschluss von Fischer ist tatsächlich keiner. Da bräuchte es bessere Argumentation, die gibts an der Stelle leider nicht.)
Ich nehme auch an, dass die ganzen von der Nato als “tripwire” designierten Staaten innerhalb Europas sich ebenfalls nie fürchten mussten, da sie ja die freie Entscheidungsfähigkeit hatten sich der Nato anzuschließen. Oh, nicht wirklich - das Narrativ existiert ja erst seit sieben Monaten…
Da gabs bei einer Nato Pressekonferenz unlängst mal einen moldavischen Journalisten der nachgefragt hat ob der Antrag seiner Regierung auf eine schnelle Beitrittsoption… Wie soll ich sagen. Die Antwort fiel nicht konkret aus.
War für die militärisch auch gleich existenziell? Oder nicht existenziell?
“Die USA sind von überragender Bedeutung für die Verteidigungsfähigkeit Europas, wie uns ein weiteres Mal Putins Angriffskrieg in der Ukraine zeigt.”
Der Kalte Krieg, mit der ganz akuten Gefahr, zu einem heißen und sogar nuklearen zu werden, ist angesichts des Überfalls auf die Ukraine und Putins nuklearem Säbelgerassel zurück.
Der Kalte Krieg innerhalb Europas ist bereits ein heißer Krieg, aber nette Möglichkeit noch einmal das nukleare Säbelrasseln unterzubringen. (Wiederholung als rhetorisches Mittel.)
Europa wird sich darauf einzustellen haben, dass es an seiner Ostgrenze von einer nuklearen Großmacht direkt bedroht wird. Diese Tatsache wird die EU dauerhaft verändern.
Nochmal Wiederholung als rhetorisches Mittel. Europa bewusst ungenau verwendet. EU oder Nato Staaten wurden in der letzten Eskalation auch nicht indirekt nuklear bedroht. (Es sei denn natürlich du gehst auf ARTE “Factcheck” Level runter, und berufst dich auf russisches Propaganda Fernsehen - dann schon, zumindest die UK.) Wechseln is Passiv. (“Die EU wird sich dauerhaft verändern”). Glaubensproklamation.
(An den aktuell absehbaren Budgetgrößen ist das noch nicht ablesbar, aber es ist ja auch eine Proklamation.)
Die EU ist alles andere als eine geopolitische Großmacht. Ökonomisch und technologisch ist sie durchaus ernst zu nehmen, aber machtpolitisch bringt sie aufgrund ihrer Gespaltenheit und Zerrissenheit kaum ein Gewicht auf die Waage. Die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs hat zwar für den europäischen Einigungsprozess gereicht, der die EU mit ihrer Reisefreiheit und gemeinsamen Währung und Markt hervorgebracht hat. Aber eine machtpolitische Einigung des Kontinents war niemals möglich.
Politisch auch erst seit der letzen Flüchtlingskrise “gewollt”. Erinnert sich noch wer an die Europa darf nicht zur Festung Europa werden Debatten? Nein? Besser so.
Nukleare Erpressung
Genau darum wird es angesichts des zweiten Kalten Krieges in Europa aber fortan gehen müssen. Oder wollen die Europäer dauerhaft unter der militärischen Bedrohung durch Russland bis hin zur nuklearen Erpressung leben? Denn auch die Nato mit ihrer transatlantischen Rückversicherung wird nur stark bleiben, wenn die Europäer bei ihrer machtpolitischen Integration vorankommen, höhere Beiträge zur gemeinsamen Verteidigung und Abschreckungsfähigkeit leisten und insgesamt dadurch den europäischen Pfeiler der Nato als transatlantischer Brücke stärken.
Wollen wir dauerhaft unter einer militärischen Bedrohung leben!? NEIN! Bauen wir unser militärisches Drohpotential aus! Es ist nur folgelogisch.
Dass nur unsere Militarisierung die transatlantische Brücke (Welche Brücke? Das ist ein Bündnis. Die Atlantikbrücke ist eine Vereinigung. Brückenbauen ist das definitiv nicht mehr.) stärken kann ist in der Theorie Schwachsinn. Aber darum geht es hier nicht, es wird nur die US Logik bedient - ja wir zahlen auch gerne langfristig 2% unseres GDPs und schicken unsere Söhne in den Pazifik. Passt schon.
Brücken bauen, muss man ja jetzt militärisch, nicht ökonomisch, nicht diplomatisch, und schon gar nicht humanitär. Nein, die guten Joschka Fischer Brücken stärkt man nur durch eine Stärkung der Nato.
Die USA sind von überragender Bedeutung für die Verteidigungsfähigkeit Europas, wie uns ein weiteres Mal Putins Angriffskrieg in der Ukraine zeigt.
Ja, NATO ohne US wäre im Moment ein wenig schwer. Wir erinnern uns an den Hirntot Sager? Der war eine Situationsbeschreibung.
Es ist aber faszinierend, dass wir uns in “wir sind unwürdig” Darbietungen ergehen zu haben, wenn ausnahmslos jedes Kommentar eines jeden volljährigen Individuums noch zu Kriegsbeginn “also dass es noch einmal Krieg gibt, hätte ich ja nie geglaubt” war. Es ist unglaublich wie schnell das auf “HOCHRÜSTENJETZT - UNDDENUSDANKEN” gewechselt hat, während wird doch die Monate vor der Eskalation zum Krieg nicht betrachten dürfen. Auch wenn wir sie an den Pelosi Reisen nach China und in den offiziellen Äußerungen die dann vom Weißen Haus wieder zurückgenommen werden, noch einmal 1:1 erleben dürfen. Im Zeitalter der “big power competition”.
Moment, ich glaube ich darf an der Stelle noch einmal Europa ist unwürdig und keine echte militärische Großmacht sagen, weil Fischer das jemandem vorwerfen möchte. Ich nehme an der Nachkriegsgeneration vor 1968.
Nach den Erfahrungen mit Donald Trump stellt sich aber die Frage für die Europäer, ob auch der nächste und übernächste Präsident an der transatlantischen Solidarität festhalten wird.
Naja, stimmt auch nicht wirklich. Solange die GOP in ihrer heutigen Ausprägung überlebt ist Außenpolitik immer noch “bipartisan”. Wenn Mitch McConnell abgesägt wird, wirds haarig. Die Simplifizierung, dass sich das mit Trump dreht, stimmt in der Form nicht. Was aber niemanden in Europa daran hindert sie andauernd zu wiederholen.
Wünschenswert wäre es, aber sicher ist das nicht mehr.
Ja - danke, wahrscheinlich ist es aber trotzdem noch.
Fischer will an der Stelle der Öffentlichkeit sicher die Feinheiten politischen Risikomanagements erklären.
Umso wichtiger werden die europäischen Verteidigungsbeiträge und die machtpolitische Integration der EU für die transatlantischen Beziehungen sein.
Anhaltende Bedrohung
Die anhaltende Bedrohung der europäischen Ostgrenze durch Russland wird auch den Schwerpunkt der EU weiter nach Osten verlagern und den östlichen Mitgliedstaaten ein größeres Gewicht im Konzert der Gemeinschaft verleihen. Die EU wird dadurch neben der Rechtsgemeinschaft und dem gemeinsamen Markt zu einer Sicherheitsgemeinschaft werden, eng verzahnt mit der Nato, wie der Beitrittswunsch zur Nato durch die beiden EU-Mitgliedstaaten Finnland und Schweden ganz praktisch zeigt.
Sorry, es liegt vielleicht an mir, aber ich lese da nur US Militärbasen in Ostblockstaaten, Aufgabe des Einstimmigkeitsprinzips und EU Erweiterung in zwei Geschwindigkeiten raus.
Gegenwärtig geht es vor allem darum, die ganz aktuellen Bedrohungen und Gefahren gemeinsam abzuwehren. Welche institutionellen Veränderungen im Gebäude der EU aus der veränderten Sicherheitsarchitektur in Europa notwendig werden, wird uns die Zukunft zeigen.
Ob Putin wohl wusste, was er tat, als er den Befehl zum Angriff auf die Ukraine gab? Man wird dies wohl nie mit Gewissheit erfahren. Die europäische Friedensordnung wurde durch ihn zertrümmert, und die Welt und vor allem die Europäer, die Nachbarn Russlands auf dem Kontinent, werden sich darauf einzustellen haben. Ein weiteres Mal geht es um die Verteidigung von Freiheit, Frieden und Demokratie in Europa. (Joschka Fischer, Copyright: Project Syndicate, 4.10.2022)
Es existiert gerade ein Kampf gut gegen Böse. Der ist das Equivalent zu einem Kampf Demokratien gegen Autokratien. Der allerdings ein Energiekrieg und kein Wirtschaftskrieg ist. Deshalb können wir auch nicht Russland schaden. Deshalb baut die US das Kommando für die langfristige Trainings- und Unterstützungsprogramm für die Ukraine in Deutschland aus. Das deutsche Volk ist aber der Souverän der auf ein Ende des Krieges jederzeit hinwirken könnte.
Im Kampf Gut gegen Böse ist Putin verrückt, aber nicht verrückt genug eine Atombombe zu zünden. Nur Hitler.
Selenskyj ist der Friedenspräsident, auch wenn er nach dem letzten Narrativwechsel nicht mehr mit Putin verhandeln will, sondern nur mit einem neuen Machthaber in Moskau, der bereits weiß was passiert (Originalzitat), und ihm die Krim überreicht.
Der Krieg ist Mitte nächstes Jahr aus, da das der US Propagandist dem stellvertretenden Profil Chefredakteur gesagt hat, der ihn zuerst interviewt hat, und das Interview noch einmal als Leitartikel gebracht hat. Ohne eigene Meinung, nur “was mir der US Propagandist erzählt hat, hab ich eh schon immer gewußt - Demokratien gewinnen gegen Autokratien”!
Im Dezember dieses Jahres erobert die Ukraine die Grenzen des 23. Februar wieder zurück.
Lyman war ein strategisch wichtiger Versorgungshub.
Die US leiden derzeit auch so an einem bis zu achtfach niedrigeren Gaspreis, als Netto Energieexporteure, und Selbstversorger (zusammen mit Kanada).
Snyder erzählt die Wahrheit, auch wenn seine bisherige Arbeiten als emotional erzählt, schlampig gearbeitet und nichts neues im wissenschaftlichen Canon seiner Disziplin anerkannt waren. Aber er vermittelt seinen Zuhörern nichts als die Wahrheit, wenn er ihnen erzählt, der einzige Grund für Putins Angriff war Neokolionalismus. Nachdem er von der Wictor Pinchuk Foundation eingeladen wurde um das nochmal zu sagen. Neben Kuleba, mit live Zuschaltung von Selenskyj und Roberta Metsola im Panel die sich freut ankündigen zu können, dass die Ukraine definitiv alle Eigenschaften als Kandidat für eine EU Mitgliedschaft mitbringt.
Auch wen die Deutsche Bundesregierung (Sprecher des Verteidigungsausschusses) über sieben Monate von “Revanchismus” zu “Neokolonialismus”, zu “Imperialismus” als Kriegsgrund Russlands gewechselt ist.
Fiona Hill ist nicht verrückt, wenn sie erzählt sie weiß wie Putin denkt, den sie habe vier Steinstatuen in seinem Büro gesehen, und vor den Kremel habe sich Putin noch eine fünfte Steinstatue hinbauen lassen, die ist besonders wichtig, weil das eine von Vladimir dem Ersten ist, also bedeutet das, dass Putin folgende politische und kriegstaktische Ziele verfolgt.
Wir verfolgen keine Regimechange-Ausrichtung, wollen aber doch einen Regime Change, aber einen völkerrechtskonformen Regimechange, auch wenn in Russland keine Demokratie herrscht, und das Volk nicht “gewohnt sei” zu protestieren -- das weiß auch Selenskyj, deshalb ist er nicht mehr bereit mit Putin zu verhandeln, sondern nur mit einem Nachfolger Putins, “der bereits weiß was passiert”. Und der der Ukranine die Krim zurückgibt.
Die Person die richtigerweise an die vier Steinstatuen Theorie und Doppel-Wladimir bei der fünften Steinstatue als Indikatoren für wie Putin wirklich denkt glaubt und auch auf Panels mit Geheimdienstvertretern der US und Europa sitzt und dort über von den Diensten erstellte “Gesinnungslisten” in Russland spricht - sollte die österreichische Regierung und die österreichische Opposition beraten. (Rauscher.)
Dass Rauscher nach einer Einladung ins IMWVienna über drei Wochen versucht in seiner Kolumne Regierungshandeln auf das umzustellen was er von den Experten dort gehört hat, weil die wüssten, wie die Ukrainekrise auszulegen sei, ist vollkommen normal. Auch wenn er das in drei Kolumnen hintereinander macht.
(Kein unabhängiger Experte traut sich heute auch nur im Ansatz ein Datum für ein mögliches Kriegsende zu nennen. Das ist unseriös.)
Dass der Falter eine Buchvorlesung einer FT Redakteurin als Volltext im Podcast bringt in der die vorgibt zu wissen wie die russische Elite gedacht hat, bevor sie von Putin überrascht wurde - ist vollkommen normal. Das als Journalismus (keine Überprüfbarkeit) zu bringen sei auch vollkommen normal.
Dass die Operationalisierung dieses Gedankens bedeutet, dass Putin noch einmal eine Aktion wie in der Krim (kein einziger Schuss fällt bei einer Besetzung) abziehen hätte müssen, ist ein vollkommen normaler Gedanke. Während dort bereits ein Bürgerkrieg getobt hat - die US bereits Javelins und Stinger für den Einsatz im Bürgerkrieg ab Dezember freigeben haben, und die US Russland in öffentlichen Kommuniques im Dezember nahegelegt haben, dass der komplette militärische Rückzug aus der Ukraine inkl. aus der Krim die Einzige noch gangbare Lösung für Russland sei.
Aber die russische Elite habe geglaubt dass Putin hier ohne einen Schuss einmarschieren hätte können, weil die international nicht anerkannte Übernahme von Donezk und Luhansk die bessere Lösung gewesen wäre.
Während als Russland die ersten unmarkierten (das Z kam erst danach) Vehikel am Tag des Kriegseintritts in den Donbas überführt hat, die baltischen Staaten UvdL und Stoltenberg vor laufender Kamera angeschrien haben, sie müssen das als Krieg deklarieren, sie ließen sich doch nicht mehr verarschen.
Die russische Elite habe laut der FT Radakteurin deren Buchbesprechung der Falter ohne Kontextualisierung bringt, so fest daran geglaubt, dass es nicht einmal einen contingency plan gegeben hätte - was passiert, wenn du die Verstärkung für die militärischen Einheiten vor Ort in einem Bürgerkrieg hast - und dann Schüsse fallen.
So fest hat die russische Elite daran geglaubt, da sie danach aus den Socken gefallen sei, als Putin tatsächlich einen Krieg in der Ukraine vom Zaun gebrochen hat.
Wir kommen auch gut ohne russisches Gas aus - auch wenn alle Experten in fünf ifo Institut Panels dazu raten das nicht langfristig zu versuchen.
Und jeder der irgendetwas dagegen sagt, während Europa eine dreijährige Rekord-Inflation durchgallopiert, die die EZB nicht zu stark bremsen darf, da sie auch nachfragegetrieben ist, und wir ansonsten direkt in eine Rezession laufen. In die wir aber nicht laufen - auch wenn nach derartigen Inflationsschüben historisch immer Rezessionen gefolgt sind -- ich darf das aber nicht sagen, denn wir müssen vereint gegen die politischen Ränder unserer Gesellschaft stehen. Die Bundesregierung behebt das sicher durch Gelddrucken.
Da Putin unsere Position spalten will.
Die wir aber nicht evaluieren können, da der Umfang russischer Importe aus der EU zwar zurückgeht, aber die Einnahmen (bisher - wenn Russlands Energieexportinfrastruktur nicht mehr läuft nicht mehr) um ein Vielfaches (zum Einbruch im Importvolumen) höher waren. Aber es geht ja darum Russland von Schlüsseltechnologien abzuschneiden - deshalb messen wir ja auch den GDP Rückgang um zu sehen wie weit die russische Bevölkerung noch vor eine Revolte steht.
Die ukrainische Gegenoffensive war außerordentlich erfolgreich und ein Zeichen dafür, dass sie ihre Gebiete wieder zurückerobern kann, deshalb haben sie bisher erst mit US Hilfe Versorgungsinfrastruktur zerstört, dann eine Finte gestartet, und haben dann den Oblast zurückerobert in dem am wenigsten gut ausgebildete russische Einheiten verblieben sind, und wegen dem Russland bisher noch keine formelle Annexion der Gebiete verkünden konnte, was mittlerweile nachgeholt wurde.
Russlands Stärke bezüglich der Anzahl an rekrutierbaren Soldaten (demographisch schlecht, aber immer noch verdammt groß) ist eigentlich seine Schwäche, da das nur Regimechange begünstigt, den wir ja nicht anstreben, auch wenn Selenskyj bereits offiziell verkündet hat, er verhandle nicht mehr mit Putin, sondern nur mit einem Nachfolger Putins.
Selenksyj ist aber der Friendenspräsident, und will einen schnellen Frieden, aber nicht um jeden Preis.
Die US entscheiden über die Ukraine Kontaktgruppe in Ramstein gemeinsam mit 40 weiteren Ländern unsere Militärstrategie - an einer Tafel an deren Kopf vier ukrainische Militärrepresentanten, vier US Militärrepräsentanten und die deutsche Verteidigungsministerin sitzt. Bieten der Ukraine Echtzeit Gefechtsfelddaten, haben für die Ukraine die Rückeroberungsinitiative geplant die Strategie des ukrainischen Militärs (laut CNN Informationen wollte die Ukraine vor allem im Süden geballt vorstoßen) gevetoed, die ukrainischen Spezialeinheiten für den Angriff im Norden seit acht Jahren ausgebildet, das 20ste Hilfspaket seit Kriegsbeginn verabschiedet, das vor allem US Waffenindustrie zu Gute kommt - zusammen mit Großbritannien im April weitere Friedensverhandlungen verhindert “da die Ukraine gewinnen kann” -- da sie europäische Sicherheitsinteressen vertreten.
Deshalb sind wir 40 Staaten auch der Meinung die Ukraine müsse selbst entscheiden.
Während die Ukraine ihre Schuldentilgung stunden musste, von ausländischen Investoren und insbesondere den US abhängig ist (fünf Milliarden USD im Monat, um noch Pensionen und Soldatengehälter zahlen zu können).
Aber bitte jetzt keine Widerworte, das ist ein Krieg Demokratien gegen Autokratien - deshalb wird Europa weiterhin von Azerbaijan mit Erdgas versorgt - und bekommt auch ein wenig LNG von Saudi Arabien, da man Diktaturen in “liberaler und offener und weniger offen” einteilen kann (Azerbaijan ist auf Rang 141 von 167 des The Economist Intelligence Democracy Index für 2021).
Deshalb haben wir Verhandlungen verhindert, und verhandeln jetzt frühestens mit einem Nachfolger Putins, Selenskyj hat sich so entschieden.
Wenn du an etwas davon nicht glaubst - bist du ein Paria und wirst gesellschaftlich ausgegrenzt.
Oder wahlweise von Psychotherapeuten die sich nicht damit auseinandersetzen wollen, dass österreichische Steuergelder (über die european peace facility) Waffenlieferungen in der Ukraine finanzieren, aus der Praxis verwiesen.
Achja, und bitte sag auch nichts dazu, dass einer der zwei wichtigsten US Thinktanks der Ukraine nahegelegt hat schwere Waffenlieferungen zu fordern um “Gebiete halten zu können”, was die Ukraine zwei Tage später im Wording aufgegriffen hat, beides Tage vor Butscha - was dann von einigen Mediapundits (bei Lanz und so) als Begründung für die Forderungen nach schweren Waffenlieferungen aufgegriffen wurde.
Und eine Diskussion darüber in Deutschland verhindert hat.
Und bitte sag auch nichts dazu, wenn zwei Tage nach der Forderung des ECFR über Project Syndicate die Bevölkerung auf einen lang andauernden Krieg einzustimmen - “Experten” aus dem Mercator Umfeld (deren Jugendorganisationen) im Standard Precht und Franzobel (Pazifist) öffentlich denunziert haben -
und die Medien ihnen dafür die Plattform gegeben haben.
Aber die EU besteht in der öffentlichen Wahrnehmung aus Persönlichkeiten und deren Position kann man binnen 50 Tagen drehen.
Und wenn du das nicht schluckst, dann schleich dich du scheiß Spalter - was wolltest du überhaupt mal Journalist werden du Wahnsinniger.
Hier - meine Psychoterapeutin wollte, dass ich mir jetzt im Krieg wieder Gedanken mache, ob ich nicht beim Profil arbeiten wolle, oder in der Friedensforschung!
Weil die Gesellschaft vollkommen normal ist. Nur du nicht.
Genauso wie nach oben buckeln und nach unten treten vollkommen normal ist, nur du nicht.
Genauso wie mich ein AMS Betreuerin mit “wenn sie so kritisch sind werden sie nie einen Job bekommen” aus der Betreuung getreten hat, weil das vollkommen normal ist, nur du nicht.
Genauso wie ich mich selbst, alle journalistischen Wertekriterien, und jegliche Sorfaltspflicht komplett zu verraten muss um jemals wieder glücklich zu werden.
Diese Gesellschaft ist das absolut ABGRUNDTIEF Letzte.
Sterbt ihr Wichser.
Während ich zusehen muss wie Walter Hämmerle fünf Tage vor dem Volksbegehren zur Abschaffung der Neutralität in Österreich als Moderator in der Österreichisch Amerikanischen Gesellschaft eingekauft wurde, aus der er eine “Medienpartnerschaft” für die WZ rausträgt, während der “Hauptgast” der Veranstaltung für 60 Youtube Viewer Johannes Kopf ist, der fünf Tage später seine Unterschrift und seine Medientestimonials für die Abschaffung der österreichischen Neutralität abgeben wird.
Solche Zufälle solls geben, und wenn du das nicht schnell vergisst bist du nicht normal, du bleibst weiterhin verrückt.
Sterbt ihr Wichser.
Meine Psychotherapeutin hat mir nahe gelegt, mich wieder in diesem Umfeld zu orientieren. Es war mein Wunschumfeld.
Es war ihr scheißegal, was daraufhin in mir passiert ist.
Ich darf in dieser Gesellschaft nicht mehr existieren. Oder Putin gewinnt.
Wenn man den Falter auf Linie bringen, und seine Podcast Redaktion dazu anhalten möchte bestimmte Talkingpoints ungefiltert von einem Vortrag zu übernehmen - lässt man den natürlich ebenfalls im Rahmen einer IWMVienna Veranstaltung stattfinden.
Der geneigte Leser kann jetzt wählen, ob er Falterpodcast, oder den IWMViennea Videomitschnitt konsumieren möchte.
Ende des edits.
edit: Noch ein kurzes Kommentar nach dem Anschauen des Videos. Es ist zum Kotzen. Nicht geprüfte Statements und Meinungen zu aktuellen Ereignissen werden verbunden mit Putin hatte doch Geld, er hätte Brexit finanzieren können, werden verbunden mit das Propaganda Event bei Lukaschenko das an die russische Bevölkerung gerichtet war habe Putin sicher emotional sehr getroffen, da habe er sich sicher sehr erniedrigt gefühlt, einen Rat von Lukaschenko anzunehmen zu müssen -- verknüpft mit einer unendlichen Leidensgeschichte der Autorin und ihres Verlags gegen Einschüchterungsklagen, die sie erfolgreich abgewehrt hat. Und zusammen kommt dann ein Empfinden heraus, ihr solltest du wirklich jede Einschätzung zu aktuellen Problematiken abnehmen, da sie ein siebenjähriges ordeal hinter sich hat. Und so sehr ich das möchte - das ist emotionale Manipulation. Ich hasse es. Ich hasse es off the cuff Proklamationen mit Glaubenssätzen mit jahrelangen Recherchen gemixt zu sehen. Es ist… Sie differenziert nicht. Sie hinterfragt keine der Fragestellungen, sie unterscheidet nicht zwischen Ihrer Arbeit und ihrer Meinung zu Dingen bei denen sie keine Expertise vorweisen kann… es ist… kognitive Dissonanz pur.
Das Publikum darf nur klatschen und nicht nachfragen.
Der Falter bringts im Podcast ungefiltert, und daher wissen wir jetzt alle, die russischen Eliten haben gedacht Putin würde im Donbas noch einmal das selbe veranstalten wie in Kiew, die Teilrepubliken anerkennen, und das wars - und was militärisch dort seit 2021 passiert ist (oder was in Kiev die Vorbedingung dafür 2014 war) haben die Funktionseliten nicht gewusst, oder…? Und dass das in einem Land unter Bürgerkriegs-Konditionen schief gehen kann und dass es dafür Planung (für einen darauffolgenden Krieg) geben muss haben die Eliten nicht gewusst, oder…
Es ist als ob du komplette Naivität mit beinharter jahrelanger investigativer Recherche mixt… Es ist, zum Kotzen. Kognitive Dissonanz auf dem Level hab ich bisher noch nicht erlebt.
--
Diesmal nur ein kleiner Aspekt. Aber so untergriffig, dass mir der eiskalte Schauer über den Rücken rennt.
Also, die Praxis, dass du US “Erklärer” in einem Talking Circuit herumschickst, wo sie zu der konservativen Basis der (hier: österreichischen) Gesellschaft sprechen sollen ist ja bereits alt bekannt.
Snyder spricht vorm IWMVienna, behauptet “Imperialismus Russlands” sei der einzige Kriegsgrund. Präsentiert sich dann als talking piece vor der Victor Pintschuck Foundation:
Und wird dann dafür gebucht seinen elevator pitch eins zu eins nochmal abzuspulen - dann aber bereits in einem Event mit deutlich höherer Reichweite.
Dh. du setzt im wesentlichen eine Persönlichkeit mit einer Psychose auf die Bühne, lädst sie mit “du bist die größte Expertin überhaupt” Attribution auf, und drehst das als “Erklärungsmuster” auf “hohe Verbreitung”.
(Stellen sie sich vor ein Geschichtswissenschaftler kommt zu ihnen in die Praxis und sagt ihnen, er habe vier Steinstatuen in einem Büro gesehen und wisse jetzt wie sein größter Feind denkt. Stellen sie sich vor beim zweiten Termin hat er noch eine fünfte Steinstatue entdeckt, direkt vor dem Kreml, die der Feind in Auftrag gegeben hat, die auch einen Wladimir repräsentiert, und er weiß jetzt das Wladimir der Erste wegen des doppelten Wladimirs eine besondere Bedeutung für Putins Denken hat.)
Dann setzt du die dümmsten Meinungsjournalisten die du in einem Land finden kannst, in Podiumsdiskussionen dieser Vereinigungen - und lässt sie drei Wochen in ihren Meinungskollumnen fordern, dass die Österreichische Bundesregierung exakt diese Experten engagieren solle, denn die wissen wovon sie sprechen.
Du machst das indem du Leute wie den Rauscher von der Bühne aus namedropst (du “freust dich sehr, dass er auch im Saal zugegen ist”), worauf er einen Selbstüberschätzungs push bekommt, und wie der Profil Redakteur, den du ebenfalls einen US Propagandisten abschreiben lässt, glaubt ihm habe die Wahrheit in einer Göttlichen Eingebung persönlich ins Ohr geflüstert, weil er sich soweit außerhalb seiner gesellschaftlichen Stellung wähnt, dass er alles tun würde um diesen Access, und diesen Moment der Hochachtung noch einmal zu erleben.
Bleibt eigentlich nur noch der Falter (die Presse macht seit Jahren keinen Investigativjournalismus mehr) -
*räusper*
Vom Falter lädst du dann die Podcastredaktion zu einer Buchpräsentation einer Financial Times Journalistin in Österreich ein und fragst sie - oder hoffst, dass sie einen Podcast darüber macht.
Denn der hat den Vorteil, dass du spezifische Talkingpoints wieder ungefiltert in die Bevölkerung bekommst. Der Journalist kann nicht mehr kontextualisieren, wenn er deine Buchbesprechungsveranstaltung (re-)live überträgt.
Deine Talkingpoints sind dann wie folgt: Ich - die investigativ arbeitende FT Journalistin, hab den Loaddown über “die geheimen Absprachen der russischen Elite” (*rolleyes* aus irgendeinem Grund ist sowas immer noch wie Katzenminze für Journalisten) - Inhalt, wenig sensationell und relativ trocken, bis halt auf das Meinungsmessaging das du nebenbei unterbringst -
und das lautet wie folgt.
Die Führungselite in Russland war eigentlich der Ansicht dass Putin einfach die Separatistenrepubliken Donezk und Luhansk als unabhängige Staaten anerkennen und dann einfach weiter medialen Einfluss, Softpower und Bestechung fahren würde um politischen Einfluss auszuüben.
Und jetzt seien sie (die Eliten) überrascht und sehr verärgert dass das nicht der Fall war, und der Kreml anstatdessen einen Krieg vom Zaun gebrochen hat.
Dafür spricht, dass Putin in einigen Reden tatsächlich “glaubt ihr denn, dass uns der Westen das machen hätte lassen” Messaging gestreut hat, das in der Tat an Leute die mit - sagen wir mal “The Economist Basiswissen” ausgestattet waren gerichtet war. Dh. Propaganda für diese Sparte der russischen Bevölkerung gab es, und es gab sie zu diesem Zweck (um die Richtungsänderung (völkerrechtswidriger Angriffskrieg) öffentlich zu rechtfertigen).
Was aber nicht korrekt ist, ist, dass Putin das einfach weiterführen hätte können, dass es eine Option gewesen wäre dem Donbas den selben international nicht anerkannten Status zu verpassen, wie der Krim.
Warum nicht?
Da die Ukraine daran gearbeitet hat die Versorgungsinfrastruktur der Krim zusammenbrechen zu lassen.
(Vor dem Krieg)
Die Ukraine nennt die Krim-Brücke illegal. Vor wenigen Monaten belegte sie zwei Dutzend Firmen und einige Einzelpersonen, die sich am Bau beteiligt hatten, mit Sanktionen. Ein ähnliches Wirtschaftsembargo existiert auch von Seiten der Europäischen Union. Erst am vergangenen Donnerstag verlängerte sie die Sanktionen um ein halbes Jahr. Die EU und ihre Verbündeten könnten Russland zudem vom internationalen Abkommen über den Zahlungsverkehr namens Swift ausschließen. Russische Banken wären dann von Geschäften in US-Dollar und Euro abgeschnitten. Das würde den Außenhandel erheblich stören. (Eine ausführliche Analyse dazu lesen Sie hier)
Da Selenskyj die Rückeroberung der Krim bereits rechtlich angeschoben, und als öffentliche politische Forderung codifiziert hatte:
Am 24. März 2021 unterzeichnete Selenskyj das Dekret 117/2021 zur Genehmigung der „Strategie der Entokkupation und Wiedereingliederung des vorübergehend besetzten Territoriums der Autonomen Republik Krim und der Stadt Sewastopol “.
Aufgrund der Stinger und Javelin Lieferungen die unter Biden wieder an die Ukraine getätigt wurden, und dem retroaktiven OK dafür im Dezember, sie auch innerhalb des Donbas gegen russische Milizen einzusetzen, was die Ukraine bereits seit Oktober getan hat.
Und da die US Russland im Dezember darauf - nur noch die Option “kompletter Rückzug” als “beste denkbare Variante für Russland” nahegelegt haben.
On the contentious issue of when to restore Ukrainian control of the international border, which Russia insists must come at the end of the process, the United States and Ukraine would offer as a compromise the internationalization of the occupied territories as a transitional measure. [== total retreat, then total territorial gain for Ukraine] This would include a neutral peacekeeping force to take the place of Russian-led forces and militias inside Donbas and an interim international civilian administration to replace the self-declared people’s republics. The international presence would restore normal governance, establish professional local police forces, oversee the return of refugees, and organize local elections in conditions consistent with OSCE standards.
Although Russia may be slow to engage on the initiative, it would demonstrate US and Ukrainian readiness for a genuine compromise to end the war in eastern Ukraine. It would be consistent with the Minsk framework but introduce implementation mechanisms that are absent from the original Minsk documents. [You mean the framework is similar, the implementation is not?]
If Russia agreed to end the Donbas conflict on this basis and implemented its side of the deal in good faith, the United States and its allies would be able to scale back the provision of lethal weapons to Kyiv. Such an agreement would open the way to the lifting of Donbas-related sanctions and resumption of cooperation between Russia and NATO that could help defuse Russian anxieties about Ukraine’s relationship with NATO over the longer term.
Dh. die von der FT Radakteurin behauptete Möglichkeit, an die die russische Elite gewöhnt war - hatte Russland tatsächlich nicht mehr.
Zusätzlich ist es eine VERDAMMT steile Behauptung, die Russisch Elite hätte gedacht, soetwas wie die Besetzung der Krim, bei der nicht ein einziger Schuss fällt, ziehen wir in einem Bürgerkriegsgebiet noch einmal ab. Während es dort für die russischen Milizen seit Oktober nicht sehr gut gelaufen ist.
Direkt im Anschluss an die militärischen Erfolge der Ukraine im Oktober, begannen die Vorbereitungen für den größten Militäraufmarsch aller Zeiten an der ukrainischen Grenze. Ob an der Stelle eine Folgelogik besteht, keine Ahnung. Aber die Eskalationslogik besteht. Desshalb haben in Europa viele Experten ja auch bis zuletzt nicht an einen Krieg geglaubt. Das Ganze folgte einer Eskalationslogik, und kam nicht aus dem Nichts. Putin ist nach dieser “Machtpräsentation” erneut an die Öffentlichkeit gegangen um “mit den US direkt zu verhandeln”.
Die haben ihm dann “kapituliere komplett”, dann steigst du am Besten aus nahegelegt, und die Verhandlungen unilateral abgebrochen.
Siehe: Thomas Graham (CFR)
Angeblich (laut der US Darstellung) da Russland überbordernde Forderungen bzgl. der NATO Osterweiterung gestellt und Verhandlungspositionen öffentlich gemacht habe. Worauf sich die US beziehen dürften jedoch laut Tomas Grahanm die geleakten Maximalforderungen gewesen sein. Nicht das was Russland in den Verhandlungen letztlich erreichen wollte/akzeptiert hätte.
Europa wurde in die Verhandlungen nicht mit eingebunden.
Erst nachfolgend gab es noch Versuche von Macron, die ebenfalls gescheitert sind. (Siehe: click) (“Putin möchte nur mit den US direkt verhandeln.”)
Dass Putin zu dem Zeitpunkt einen Krieg für die beste Handlungsoption gehalten hat (“er hat sich verkalkuliert”) dürfte relativ unbestritten sein.
Was aber danach passiert ist, war dass man für die Mediendebatte durch “inszenierte Vorverurteilung” und “Publikationsverbote” klargestellt hat, dass Mearsheimer nicht mehr ernstgenommen (1, 2) und Jeffrey Sachs nicht mehr auf Project Syndicate stattfinden darf. Erstes fünf Tage nach Kriegsbeginn - wann sich Sachs erstmals öffentlich beschwert hatte nicht mehr publizieren zu können ist weniger einfach zu eruieren. (Ich habe das Datum nicht.)
Mearsheimer wurde übrigens zur Persona non Grata weil auch er einen “alleinigen Kriegsgrund” vertreten habe. (NATO Osterweiterung. Hat er nicht, aber sicherheitshalber hat man die Diskussion die es behauptet hat bei der Hoover Foundation lieber sieben Experten zu Null (keine Gegenstimme) unter der Abwesenheit Mearsheimers geführt).
Bei Gelegenheit bitte auch einmal in die neuen Yale Kurse von Snyder hineinschauen, auch die vertreten größtenteils die vier Steinstatuen Theorie von Hill, sind aber noch deutlich wirrer, da Snyder versucht sie “second hand” nachzuerzählen.
Und das hab ich gesehen, und dann bin ich ausgezuckt.
An dem Tag an dem die Wiener Zeitung als letztes österreichsiches Medium auf “die Ukraine muss gewinnen, da verlieren keine Option ist” umgeschwenkt ist, und gleichzeitig bekannt wurde dass auch österreichische Steuergelder ab damals über die European Peace Facility (externer Fund, nicht im generellen EU Budget) Waffenkäufe in der Ukraine finanzieren, bin ich derartig aus der Haut gefahren, dass mich meine Psychotherapeutin direkt aus der Betreuung getreten hat.
(Die erstmalige Nennung der vollständigen Position der Ukraine zu Friendensverhandlungen findet sich in den deutschen Medien am 29. Juni, bei Phoenix. Siehe: click)
Nachdem ich ihr gesagt habe, wie das Nato Meeting sieben Stunden davor verlaufen ist, und dass die baltischen Staaten hier versucht haben die EU zu einer öffentlichen Stellungnahme “wir hätten bereits Krieg” zu bewegen (erstes unmarkierte russisches Gerät war in den Donbas überstellt worden), während UvdL und Stoltenberg noch “wir können noch zurück” Messaging verbreitet haben.
Das war vor dem Selenskyj Aufruf zu Revolten in den Straßen Russlands auf russisch in Social Media Kanälen, vor den ersten Raketen, vor dem CNN Interview in dem UvdL das Wort Krieg gegenüber Amanpour nicht in den Mund nehmen wollte und dafür später getadelt wurde, …
FICKTEUCHIHRSCHWEINE.
Diese Gesellschaft ist das ABGRUNDTIEFALLERLETZTE. Sterbt ihr Wichser.
Hier mein “Brief” an die Redaktion des Falter, nur als youtube Kommentar verfasst, aber das geht so und so nicht durch…:
Was die FT Journalistin hier als “Position der russischen Elite” vorbringt kann nicht stimmen. Russland hätte den Donbas nicht “wie die Krim” anerkennen können.
Hintergrund:
Die Baufirmen der Kertsch-Brücke waren bereits unter internationalen Sanktionen, ihre Instandhaltung und die langfristige Versorgung der Krim nicht gewährleistet. (Daher hat mans ja gemacht.) Es gab Gespräche diese Sanktionen noch auszuweiten damit sie besser wirken.
https://www.wiwo.de/technologie/wirtschaft-von-oben/wirtschaft-von-oben-136-krim-hier-sichert-russland-die-infrastruktur-und-versorgung-auf-der-krim/27903592.html
Selenskyj hatte die Rückeroberung der Krim bereits angeschoben und öffentlich wie formaljuristisch codifiziert (Dekret 117/2021 vom 24.03.2021):
https://de.wikibrief.org/wiki/Volodymyr_Zelensky
Die US haben Stinger und Javelins geliefert die im Donbas bereits zum Einsatz kamen (waren dort konfliktentscheidend):
https://www.militarytimes.com/flashpoints/2021/11/20/russia-preparing-to-attack-ukraine-by-late-january-ukraine-defense-intelligence-agency-chief/
Die US haben das OK dazu retroaktiv im Dezember gegeben.
https://www.politico.com/news/2021/04/12/ukraine-us-missile-weapons-russia-480985
Die US haben Russland die “totale militärische Kapitulation” im Dezember als “beste Option” in der Grenzfrage nahegelegt (inkl. kompletter territ. Integrität der Ukraine):
Mal abgesehen davon, dass das die westliche Öffentlichkeit nicht akzeptiert hätte und den pseudo formalistische Status der Krim weiter gefährdet hätte.
Warum erzählt euch also eine FT Journalistin, dass die russische Elite so denkt? (Übrigens ein nicht nachprüfbares (aber falsifizierbares) Statement.)
Mal abgesehen davon, dass Russland damit das Minsk 2 agreement offen gebrochen hätte.
Ebenfalls auf dem youtube Kanal des IWMVienna gepostet, ging auch nicht durch.
Die Wiener Kulturstadträtin hat ein Buch gelesen, … und jetzt wissen wir, dass die Russische Elite geglaubt hat, Russland kennt einfach Donezk und Luhansk als unabhängige Republiken an - während die US Russland klargemacht haben, dass sie ihre Waffenlieferungen die in der Region konfliktentscheidend waren nur einstellen, wenn Russland militärisch vollständig kapituliert.
Alles klar?
Danke IWMVienna, Humanities Festival 2022.
PS: Falls wer Joseph E. Stieglitz vermisst hat, da er es dieses Jahr möglicherweise nicht nach Alpbach geschafft hat. Hier.
Ghost town with railway tracks going through it. Most of the buildings bombed to rubble. Ukrainian troops already left, two days after the propaganda blitz.
Told the reporter they are moving south, to ukrainian held territory. A few of them also moved east.
Russian troops had already mostly left (to Kreminna in the east). No remains of major vehicle battles, no russian supply hub.
So where were you, when Lyman fell?
The single most important ukrainian success story after the Kupjansk and Isjum offensive last month. Only one day after the russian referendum.
(Selenskyj took one day longer to announce, that the city was captured, than even the russian military command. Because of still raging battles with an uncertain outcome! Media was very concerned.
This is one day later.)
Aber gut, dass die Wiener Zeitung die aus der Österreichisch Amerikanischen Gesellschaft eine Medienpartnerschaft rausgetragen hat, jetzt bereits über die weiteren (teilweise bis zu 30km!) Erfolge der Ukraine im Süden berichtet.
Die bei CNN propagierte Lüge, die Einnahme von Lyman bringe russische Einheiten im Süden in Versorgungsnot (nein, aber die Einnahme von Kupjansk und Isjum) hatte als ein Element diesen Colonel, der auf der Magic Wall Bereiche im Süden markiert hat auf die die Eroberung von Lyman direkte Auswirkungen hätte, da dadurch Versorgungslinien in den Süden abgeschnitten worden wären.
In diesem Bereich ist gestern ein Dorf (Zolota Balka) von der Ukraine eingenommen worden.
Die beiden Regionen liegen 500 km und 8 Stunden Fahrtzeit auseinander.
Um rechtzeitig dort zu sein hätte die russische Armee (der strategische Nachschub aus Lyman) in den verbleibenden 7 Stunden nur kurz die ukrainischen Städte Slowjansk und Kramatorsk einnehmen, einmal locker den Dnepr überqueren und auf die Verpflegungspause verzichten müssen. (Und auf die Toilette gehts bitte vor der Abfahrt.)
Seit Wochen wurde um Lyman erbittert gekämpft. Nach der Niederlage im nordukrainischen Gebiet Charkiw und ihrem Rückzug von dort haben die russischen Truppen versucht, eine neue Frontlinie entlang der Flüsse Oskil und Siwerskyj Donez aufzubauen. Lyman als nächste Stadt gegenüber dem von Kiew gehaltenen Ballungsraum Slowjansk - Kramatorsk galt diesbezüglich als wichtig. Einerseits, um selbst Angriffe im Norden des Donbass-Gebiets starten zu können [Anm.: Brückenkopf], andererseits als Barriere gegen eine ukrainische Gegenoffensive.
Achso, die strategische Bedeutung von Lyman gilt der strategischen Absicherung von Slowjansk und Kramatorsk, komisch - das haben wir gestern aber anders gehört… Die Stadt war doch so bedeutend für die russische Versorgungslage und Logistik! Ein schwerer Schlag! Für die Russen IMSÜDEN (nicht für Slowjansk und Kramatorsk), sagten Lloyd Austin und der Colonel bei CNN.
Achja, Russland geht im Süden natürlich auch mächtig die militärische Versorgung aus - so hat sich der Konfliktverlauf beispielsweise gestern dargestellt:
Das Bild rechts zeigt übrigens den Soldaten der die Ehre hatte Zolota Balka als zurückerobert zu deklarieren, die Twittermeldung dazu hat westliche Journalisten zu Glanzleistungen bewogen.
Hier zum Beispiel die Wiener Zeitung für die Walter Hämmerle unlängst eine Medienpartnerschaft der Österreichisch Amerikanischen Gesellschaft rausgetragen hat, nachdem er als Moderator für ein Event zur Zukunft der Arbeit eingekauft wurde, bei dem auch Johannes Kopf zugegen war, der fünf Tage später die innovative Idee hatte eine Bürgerinitiative zur Aufgabe der österreichischen Neutralität zu unterstützen. Mit seiner Unterschrift und Medienstatements.
Ein Berater des Kiewer Innenministeriums, Anton Geraschtschenko, veröffentlichte ein Video, auf dem ukrainische Soldaten ihre Nationalflagge in der Ortschaft Solota Balka hissten. Das Gebiet liegt zwischen den Städten Cherson und Saporischschja, deren Regionen Russlands Präsident Wladimir Putin am Freitag für annektiert erklärt hat.
“Die Informationslage ist angespannt, sagen wir es mal so, denn es gab in der Tat Durchbrüche”, sagte Wladimir Saldo, der von Russland installierte Statthalter in den besetzten Teilen von Cherson, im russischen Staatsfernsehen. Saldo nannte konkret das Gebiet um die Ortschaft Dutschany am Ufer des Dnipro. “Da gibt es Siedlungen, die von ukrainischen Truppen besetzt sind.” Dutschany liegt etwa 30 Kilometer südlich des bisherigen Frontverlaufs vor dem ukrainischen Durchbruch. Damit war es der stärkste Vormarsch der ukrainischen Truppen im Süden. Nach Beginn des russischen Angriffskriegs war das Gebiet um Cherson lange geprägt von einer starren Frontlinie.
Rob Lee von der US-Denkfabrik Foreign Policy Research Institute zitierte russische Blogger, die berichteten, dass ihre Truppen sich bis nach Dutschany etwa 40 Kilometer weiter südlich am Ufer des Dnipro zurückgezogen hätten. “Wenn so viele russische Kanäle Alarm schlagen, heißt das gewöhnlich, dass sie in Schwierigkeiten sind”, schrieb Lee auf Twitter. Sollten die ukrainischen Streitkräfte weitere Fortschritte am Ufer des Flusses machen, könnten tausende russische Soldaten in der Falle sitzen. Der Dnipro ist stellenweise sehr breit, und die Ukraine hat die meisten Brücken zerstört.
Bis zum Montagnachmittag bestätigte das ukrainische Verteidigungsministerium lediglich die Einnahme einer Ortschaft rund 20 Kilometer von der bisherigen Frontlinie entfernt. Serhij Chlan vom Regionalrat Cherson listete weitere Ortschaften auf, die von ukrainischen Truppen eingenommen worden seien, darunter auch Soloto Balka. “Das bedeutet, dass unsere Streitkräfte mit Stärke am Ufer des Dnipro vorankommen, immer näher an Beryslaw heran”, sagte Anton Geraschtschenko vom Innenministerium in Kiew. “Offiziell gibt es solche Informationen bislang nicht, aber die panisch werdenden (russischen) Seiten in Sozialen Medien (…) bestätigen diese Fotos absolut.”
Das Vorrücken im Süden folgt dem gleichen Muster, das der ukrainische Generalstab schon im Osten verfolgt hat: Ziel waren immer zunächst die russischen Nachschublinien, was die Invasoren daraufhin zwang, Gebiete aufzugeben und den Rückzug anzutreten.
Stellt sich nur die Frage was war zuerst da? Lyman das nicht mehr als Nachschublinie über die ukrainisch gehaltenen Städte Slowjansk und Kramatorsk aktiv sein konnte, oder der Rückzug der russischen Truppen nach Dutschany…
CNN und Loyd Austin hätten da eine Lüge parat, die auch sie lieber schnell übernehmen sollten.
Die strategische Bedeutung von Lyman ist wie Quantenverschränkung. Da ergibt sich der Zustand eines 500km entfernten Dorfs quasi zeitgleich. CNN hat berichtet.
edit: Sorry, muss noch einmal…
Komplett off topic.
Mit Bildern im richtigen Moment lässt sich ja quasi alles stilistisch so hinbiegen, das man damit ausdrücken kann, was der Redakteur im Beitrag zur Geltung kommen lassen möchte, aber das hier ist einfach zu schön.
Läuft grad super.
ASSOZIATIONSRAT
Ende der Funkstille zwischen EU und Israel
Nach zehn Jahren Gesprächspause wollen Israel und die EU ihre Kooperationen nun wieder vertiefen. Aber das Thema Siedlungen bleibt ein Zankapfel
And a DW correspondant in Kiew promotes another Lyman lie.
This new Lyman lie - have you heard? Lyman is strategically important for the Ukraine, because it opens up a new way further into the Luhansk region, with possibly Severodonetsk and Lysychansk being the next targets.
Yeah…
Severodonetsk is just behind Kreminna and Rubischne, which is still an active railway hub russia operates.
Lysychansk as well. (Remember the twin cities on the Donets river? Right.)
So Lyman was so strategically and logistically important, because you got the russians to move back to their fallback position 30km eastwards? To Krimenna?
Welcome to Lyman - the strategically important city for the wider 50km radius.
Such a great achievement, and the first city in the Donezk region! So lets now move to Luhansk, or back to Lysychansk and have a real fight, or get a really important support infrustructure hub.
Remember when the russians captured Lysychansk? By pushing across the river? Remember how important Lyman was for them in that instance? Oh, yeah - not at all, as it was Ukrainian held.
What a strategic city of 20.000! So important.
So by now we’ve gone through the following narratives.
Lyman is so important, because its a transportation hub! - No it isnt, not for nearly a month - see Ukrainians encircled it from three sides, and it was a former bridgehead.
Lyman is so important because capturing it interrupts the russian logistics flow into the south - No it isn’t taking Kupjansk and Isjum was what did that.
Lyman is so important because it is the most northern city in Donezk. True, but that doesnt make it strategically or logistically important, that makes it PR important - see, now lets continue, by moving north into Luhansk? (Away from Donezk?) Or back east to Lysychansk? For a repeat of the months long twin cities fight (at least the population is mostly gone by now…) for a River crossing. 50km east of it?
Lyman is so important, because now more russian support hubs are in HIMARS range - no, not if russian support hubs correspond with railway stations, because all of them already were in HIMARS range if you had positioned them in Isjum. (30km isnt that much, for a HIMARS fired geolocation targeting missile. And there are no new railway stations in the newly gained 30km of HIMARS range.)
Lyman is so important, because now Svatove can be next! - no it isnt, Svatove can be accessed via Kupjansk, not via Lyman.
Lyman is so important, because it offers another way into Sieverodonetsk and Lysychansk. Yeah cool - probably the most true of all stipulations, so now Lyman is a city on the way, with a radius of strategic importance of 50km. 30km to be exact, because russians moved back to Kreminna.
You know that the media has totally figured this out, and reported the factual importance of Lyman, when there are six different narratives (plus a bonus narrative of the DW Kiew correspondent trying to rectify it for himself by suggesting it is so important, because it lies between Donezk and Luhansk - so its so strategically important because its geographically unique!) for why it is important within two days of the media first repeating the Ukrainian Propaganda line, that it was a very important recapture that one - ONEDAYAFTER russias annexation of four ukrainian republics, even!
You know, that its just nothing but Putins weakness, that makes Lloyd Austin state a complete and absolute nonsense statement into camera, that it is important for russians southern supplyroutes, which was also what CNN reported coincidentally. But not the NYT, not the FT, and by now not even DW. The flipping correspondent in Kiew has to correct the US defense minister, and come up with an alternative reasoning that now encompases the strategic importance of “50km eastward” - because nothing that was reported earlier makes any sense.
Wow.
Journalism, right?
Oh yeah, lets put this into context once more.
Here you have all the corresponding cities on one map.
The distance between Kupjansk and Lyman is 50km. North of Kupjansk is the russian border. Isjum is in the shot on the left. The railway line in question goes through Kupsjansk, through Isjum, then into Lyman. And Lyman is the strategic marvel in the Ukraines counteroffensive, the most comprehensive success since the start of the counteroffensive, because russians moved from Lyman 30km to the east and now bunker down in trenches west of Rubischne?
Can I get this in writing please? Can someone sign this off?
of the “strategically very important supply hub” -
- You need: Colonel in front of magic wall.
- Drawing in the strategic importance of the rail supplyline. Directly into never russian held ukrainian territory.
So you are supplying russian troops from firmly held ukrainian territory, thats… ehm THEMAGICWALL! THECOLONELANDTHEMAGICWALL! DONTLOOKBEHINDYOU, ITS A THREEHEADEDMONKEY!
- Then later drawing in the actual advances (the L shape and a circle), that stops at Lyman, going east, not south, with the next russian fallback point being 30km east of that. Still under full russian rail supply. Whose supply route actually extends to the east and south, through russian held territory.
But you dont need to explain that, quick - lets move on - its THEMAGICWALL!
edit: 20 seconds later - next slide:
What could the Ukraine do?
- Consolidating gains around Lyman & moving into Luhansk
Wait. You have just proven, that the Donezk region isnt impenetrable, and you’ve stopped all those HUGE russian supply efforts through ukrainian held territory into the south (?), weakening those troops immemensly, as this was a “strategically very important supply hub”, now you are moving to Luhansk region in the north, because the target of strategic importance is Svatove (Luhansk Oblast, directly accessed via Kupjansk, but not via Lyman, …), like the NYT and the FT reported? Because its still an active russian rail support hub for Luhansk.
Keine Ahnung, aber die Channel 4 Moderatorin ist sichtlich genervt, dass sich ihr Interviewgast nicht in die vorbereiteten Antworten legt, sondern sagt, dass Putin in seiner Rede der Nato den Krieg erklärt hat…
Übrigens, Lyman - sehr wichtig. Logistischer Knotenpunkt!
“Verteidigt” zwar nicht von der russischen Armee aber von Freiwilligenverbänden (Milizen).
Die Ukraine massakriert also gerade weiter die schwächsten russischen Einheiten.
edit: Sorry - ich wollte nicht das Garde Schützenregiment der 20. russischen Armee unterschlagen das dort stationiert war.
Die Ukraine metzelt also wieder Milizen und die am wenigsten ausgebildeten russischen Einheiten.
Aber natürlich ein großer, bedeutender Sieg der Ukraine.
edit: Die Zusammenfassung der NYT ist online.
Lyman, which fell to the Russians in May, serves as a rail hub that flows into Donbas, the mineral rich region in the Donetsk and neighboring Luhansk provinces that has long been the focus of Mr. Putin’s war aims.
Ukraine’s ability to recapture Lyman is the most significant proof yet that Russia’s ability to control the Donbas is anything but certain.
With Lyman under Ukrainian control the battle for the Donbas enters a new phase. The city’s recapture means that Ukraine’s troops have gained a new foothold in the region and are positioned to claw back territory before winter sets in.
The next target, if the Ukrainian military continues its advance, would likely be Svatove, a city north east of Lyman where Russians have retrenched following their defeat in the northeast, according to analysts.
[…]
Ukraine’s slow moving offensive in the south toward the port city of Kherson has largely been overshadowed by events in the east. But fighting there remains fierce as better trained Russian forces have put up staunch resistance against advancing Ukrainian troops.
Zusatz: Aus Lyman wurden Truppen zur Verstärkung von Kupjansk abgezogen, das die Ukraine in der ersten Counteroffensive befreit hat, dh - es war bereits destabilisiert, teilweise eingekesselt, und trotzdem noch ein wichtiger Transporthub - einer Bahnstrecke die Russland bereits seit dem 10. September (der Befreiung von Kupjansk) nicht mehr nutzen konnte.
Wow. Was für ein strategischer Sieg. Die Medienmeldungen überschlagen sich!
Lyman (Лиман) ist unter Kupjansk (Куп’янськ) und Isjum (Ізюм) aber über Slowjansk (Слов’янськ), etwas weiter östlich gelegen in der Karte verzeichnet.
Aber es liegt innerhalb der Grenzen der Volksrepublik Donezk - siehe diese Karte der FAZ (ISW what else) -
src: click
und es bringt die Ukraine 35km näher an die nächsten russischen Versorgungshubs!
Wow, Carlo Masala überschlägt sich bei Springer, die nächsten russischen Versorgungshubs kommen somit in die Reichweite der ukrainischen Himars!
Popasna (Попасна) (Russian-held, 55km Luftlinie nach Lyman, 84km nach Isjum)
Lyssytschansk (Лисичанськ) (Russian-held, 45km Luftlinie nach Lyman, 79km nach Isjum)
Rubischne (Рубіжне) (Russian-held, 40km Luftlinie nach Lyman, 72km nach Isjum)
Ein Wendepunkt im Krieg! Ein großer, bedeutender Sieg der Ukraine!
FT zur strategischen Bedeutung:
Lyman is a key staging ground for Russian forces in their campaign to capture the rest of Donetsk province. Ukrainian forces are advancing from three directions on the town — west, north and south — and are looking to trap potentially several thousand Russian troops there.
Ukraine’s main objective could be to attack Svatove, a town to the north of Lyman, that has become an important logistics hub for Russian forces after the Kharkiv counter-offensive, said Mykhailo Samus, director of the New Geopolitics Research Network in Kyiv and a former Ukrainian military officer.
“If the Russians lost Svatove it would be a disaster for them, especially if [the] Ukrainian offensive continues further east to liberate that part of Luhansk Oblast [province],” Samus added.
He said that as many as 5,500 Russian troops could now be surrounded in the Lyman area.
Svatove ist auf der oberen Karte nicht verzeichnet, befindet sich jedoch auf halber Strecke zwischen Kupjansk (Куп’янськ) und Rubischne (Рубіжне).
edit: Lambrecht vor zehn Minuten:
Lambrecht: Luftverteidigung im Vordergrund
Für die deutsche Verteidigungsministerin Lambrecht steht derzeit die Luftverteidigung der Ukraine im Vordergrund. Es seien jetzt Waffen gefragt, die „geeignet sind zur Luftverteidigung“, sagt sie im Interview mit den ARD-„Tagesthemen“. Zu Putins Drohungen mit Atomwaffen sagt die Ministerin, diese müsse man ernst nehmen, „und ich rate jedem, das nicht zu bagatellisieren“. Aber es dürfe auch nicht dazu führen, „dass wir uns lähmen lassen“.
Deutlich wie immer… Die Ukraine hatte von Deutschland explizit mehr Angriffspanzer gefordert, gesendet werden IRIS-T mit 25km Reichweite (HIMARS: 85-150km je nach Munitionsbestückung).
Mal sehen wie lange das bei der bisherigen Salamitaktik zu Waffenlieferungen diesmal hält.
edit2: Die Presse lügt wieder:
Der Fall von Lyman ist einigermaßen verheerend und wird die Versorgung des russischen Heeres in einem weiteren Umkreis beeinträchtigen. In der Kleinstadt waren zuletzt um die 5000 bis 6000 Russen garnisoniert, darunter ein Garde-Schützenregiment der 20. Armee (Hauptquartier Woronesch) und zwei Regimenter der Milizen aus der Region Luhansk.
Der Fall ist PR technisch verheerend, und für die Eroberung des Donezk von russischer Seite ein herber Rückschlag da ein ehemaliger Brückenkopf nicht mehr unter russischer Kontrolle steht.
Als Versorgungsknotenpunkt war er durch die Eroberung von Kupjansk in der ersten ukrainischen Gegenoffensive letztes Monat nicht mehr relevant, siehe “Einkesselung vom Westen, Norden und Süden”.
Der Fallback Punkt der in Lyman stationierten Truppen liegt spätestens bei Kreminna (Кремінна), 30km östlich. 10km weiter östlich liegt Rubischne (Рубіжне), das ist versorgungstechnisch nicht abgeschnitten.
Siehe Karte, und siehe FT Aussage, dass das eigentliche Ziel der Offensive Svatove sein könnte, das zwischen Kupjansk und Rubischne liegt. Das wäre ein größerer Schlag (so FT), da es noch ein aktiver Hub ist.
Lyman hätte noch aus dem Osten versorgt werden können, war aber definitiv kein Versorgungshub mehr. Noch weniger “im Umkreis”, denn es war vorgelagert (Brückenkopf) und daher exponiert (nun von drei Seiten einkreisbar).
Das Erstaunliche ist, weder die NYT noch die FT machen diese Fehler, auch wenn sie mit einer “höheren ehemaligen Bedeutung Lymans” spielen (vor der ukrainischen Gegenoffensive, als es noch ein Brückenkopf war) es ist der Presse Redakteur, der über die Übersetzung stolpert.
Das heute war keine erneute strategische Wende im Krieg, das war das verzögerte (vorläufige) Ende der Kupjansk-Isjum Initiative.
Es sei denn man ist als Redakteur erstaunt, dass Isjum gehalten werden konnte.
Aber das ist es ja nicht. Lyman ist die nördlichste Stadt in Donezk, daher ist der Aufmacher “Russlands Donezk Offensive hat einen schweren Rückschlag erlitten”, das ist das Sensationelle an der Meldung. Dass man das geschafft hat liegt an der Eroberung von Kupjansk und Isjum, nicht an einer taktisch sensationellen Eroberung und Einnahme von Logistik in Lyman.
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