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Wie kann man diese Gesellschaft noch verarschen?

31. Dezember 2022

Fin­nish Insti­tu­te of Inter­na­tio­nal Affairs

First Hel­sin­ki Secu­ri­ty Forum

Of cour­se its all self pro­mo­ti­on and pan­de­ring to the majo­ri­ty view, its the first Hel­sin­ki Secu­ri­ty Forum. You can beco­me the pro­po­nent of the sta­tus quo by sim­ply fol­lowing a com­mon narrative.

Look, its that war expert with the most Twit­ter followers!

Aber die Art und Wei­se, wie jedes Argu­ment in sich ins Gegen­teil ver­kehrt wird - und dar­aus eine gro­tes­ke Zerr­po­si­ti­on gezim­mert wird ist schon bemerkenswert.

ECFR: Wir haben die Euro­pä­er befragt, und es hat sich her­aus­ge­stellt, dass sie die Sank­tio­nen befür­wor­ten aller­dings nicht für mehr sind, jedoch auch nicht für weni­ger, das bedeu­tet - dass sich Russ­lands Hoff­nung auf eine Spal­tung der euro­päi­schen Posi­ti­on erfüllt, ist nahe­zu ausgeschlossen. 

Ist noch ein Argu­ment das mei­ner Denk­wei­se recht nahe kommt, aber das Cher­ry­pi­cking das du betrei­ben musst um das aus­ge­hend von der Fra­ge die du an der Stel­le prä­sen­tierst zu extra­po­lie­ren ist - bemerkenswert.

Es wird von da an nur schlechter.

End­lich ist Euro­pa in der Lage klar zu sehen, dass es nicht auf ein Ein­frie­ren des Kon­flik­tes abzie­len soll­te, oder auf eine Art Dik­tat­frie­den, nein - end­lich ist Euro­pa dazu in der Lage zu erken­nen, dass die Posi­ti­on gegen­über Russ­land Kon­flikt sein wird. Und end­lich arbei­tet alles dar­auf hin, dass es so lan­ge Kon­flikt sein wird, bis der Kon­flikt sich abge­nützt hat, und die unter­le­ge­ne Sei­te ein Ende anstrebt.

End­lich kann das Gute gewin­nen und das Böse in sei­ne Schran­ken gewie­sen wer­den, end­lich wird die Wahr­heit aner­kannt. Das ist die bes­te Aus­gangs­la­ge eine geein­te Euro­pa­po­li­tik zu betrei­ben, die Euro­pa je hat­te! Der Krieg muss bis zum Ende geführt werden.

Kei­ner glaubt noch dar­an dass Russ­land gewin­nen kann.

Mit der Anne­xi­on der vier Pro­vin­zen hat Russ­land einen gro­ßen Feh­ler gemacht, denn jetzt sei die Krim nicht mehr eigen­stän­dig. (Son­der­sta­tus) Daher kann die Ukrai­ne jetzt auch ein­fach die Krim zurück­er­obern - was für ein Feh­ler Russlands.

Mei­ne rus­si­schen Freun­de sind alle Über­set­zer, und auch die sagen mir Dos­to­je­v­ski wird jetzt welt­weit weni­ger gele­sen werden.

Zudem ver­fol­gen wir aber auch eine Per­spek­ti­ve auf einen kür­ze­ren Kriegs­ver­lauf in dem wir uns Gedan­ken dar­über machen müs­sen, wie wir Regi­me­chan­ge in Russ­land ein­lei­ten, zumin­dest glaubt es eine Sicher­heits­ex­per­tin und muss noch kurz nach­fra­gen, dass das das ist was wir machen - wobei ihr ein ande­rer bei­steht und zustimmt, ja das ist jetzt rele­vant, wir müs­sen uns Gedan­ken machen, aber das muss genu­in (!) aus Russ­land selbst her­aus ent­ste­hen. Und es ist schwer sich dar­über über­haupt Gedan­ken zu machen.

Ja aber es ist doch egal wie der Krieg aus­geht, Russ­land hat doch die Ver­bre­chen began­gen die es began­gen hat, das wird Kon­se­quen­zen haben, egal wie der Krieg aus­geht, oder ob es einen Frie­dens­ver­trag gibt. Das lässt sich jetzt nicht mehr zurückdrehen.

ECFR: Es ist sehr schwer sich über­haupt über irgend­et­was Gedan­ken zu machen, denn wir ken­nen den Aus­gang nicht.

Aber ja, mei­ne rus­si­schen Freun­de sagen mir es wird eine Wil­li Brand Figur geben müs­sen, die in der Ukrai­ne nie­der­kniet und sich öffent­lich entschuldigt.

Russ­land wird durch den Krieg ja nicht unab­hän­gi­ger, es wird abhän­gi­ger von Chi­na, es sei denn natür­lich es kommt wie­der zu einer Annä­he­rung mit dem Wes­ten, aber zu der kann es nur nach Regi­me­chan­ge kom­men. (Dann wird Russ­land wie­der unabhängiger…?)

Aber Russ­land wird ver­lie­ren. Zustim­mung von allen Seiten.

Vor allem aber brau­chen wir in Zei­ten wie die­sen Koor­di­na­ti­on, wo es doch so schwer ist sich Gedan­ken über die Zukunft zu machen, und die­se Koor­di­na­ti­on müs­sen die US übernehmen.

Auf­grund des Krie­ges, wer­den die west­li­chen Rechts­kon­struk­tio­nen nicht mehr in der Form erhal­ten blei­ben kön­nen (Wer­te!) in der sie heu­te bestehen, die OSCE wird auch eher kei­ne Rol­le mehr spie­len können.

End­lich ist der Wes­ten davon abge­rückt Putins gro­ße Aus­lands­re­den als innen­po­li­tisch zu begrei­fen, nein, der ist wirk­lich so wahn­sin­nig der glaubt das! Alle Jah­re über hat der Wes­ten rus­si­sche Reden nur als “auf die Innen­po­li­tik abzie­lend” gese­hen dabei hat Putin das Ernst gemeint!

Das Argu­ment ver­hin­dert, dass man die Kriegs­er­klä­rungs­re­de vom 24.02 unter Pro­pa­gan­da­ge­sichts­punk­ten für das rus­si­sche Volk sehen darf - nein, nichts davon war Kriegs­mo­ti­va­ti­on, nein - das hat der ver­rück­te Putin so gemeint -- end­lich (!), nach all den Jah­re sehen alle euro­päi­sche Ana­lys­ten das so wie es ist - in Kriegs­re­den fin­det man kei­ne Pro­pa­gan­da fürs eige­ne Volk!

Denn Putin hat die vor­he­ri­gen Reden Ernst gemeint, wenn er von sicher­heits­po­li­ti­schen Beden­ken Russ­lands gespro­chen hat, Jahr um Jahr, um Jahr. Dann war das ja gar­nicht nur innen­po­li­tisch gemeint! Da haben sich die Ana­lys­ten geirrt!

Nein -- die Posi­ti­on euro­päi­scher Politana­lys­ten wird ins Gro­tes­ke ver­kehrt, wenn es in Reden um sicher­heits­po­li­ti­sche Beden­ken gegan­gen ist, hat nie­mand “Innen­po­li­tik” attes­tiert. Sicher­heits­po­li­tik ist wie Außen­po­li­tik in jedem Staat der Welt von Tages­po­li­tik ent­kop­pelt, das wis­sen gera­de die Analysten.

Aber dass Russ­land sicher­heit­po­li­ti­sche Beden­ken geäu­ßert habe, hät­ten ein­fach alle euro­päi­schen Ana­lys­ten immer als rus­si­sche Innen­po­litk auf­ge­fasst, aber nein, Putin hat das wirk­lich geglaubt, so ver­rückt ist der.

Das Argu­ment ist so kon­stru­iert, da musst du dich hin­ten über bie­gen, damit du unten wie­der zusammenkommst.

Von Biden war es aber natür­lich rich­tig und wich­tig mit Putin im letz­ten Dezem­ber vor dem Krieg ernst­haft über Russ­lands Sicher­heits­in­ter­es­sen und Sicher­heits­stra­te­gie zu spre­chen, denn das war nur rich­tig und wich­tig. Dass die US die Gesprä­che ohne Ein­be­zug der Euro­pä­er uni­la­te­ral abge­bro­chen haben, wird nicht mal mehr erwähnt.

Dass Russ­land zu weni­ge Ein­hei­ten in die Ukrai­ne geschickt hat um sie kom­plett beset­zen zu kön­nen (Mear­s­hei­mer Argu­ment wegen dem er ehe­mals von der Büh­ne geschrien wur­de), ist ein Zei­chen der voll­kom­me­nen Plan­lo­sig­keit und Irra­tio­na­li­tät Russ­lands und eines ver­rück­ten sich selbst über­schät­zen­den Putins, nicht ein Zei­chen dafür dass es nie neo­ko­lo­nia­lis­ti­sche Bestre­bun­gen gehabt hat.

Na wenigs­tens wird das Argu­ment mitt­ler­wei­le anerkannt.

Und so geht das strin­gent durch.

Ich ertra­ge die Ver­lo­gen­heit die­ser ver­fluch­ten Drecks­ge­sell­schaft nicht mehr.

Aktu­ell sei es schwer sich über über­haupt was Gedan­ken zu machen, alles hän­ge vom Aus­gang ab, die US müs­sen füh­ren, end­lich sehen die Ent­schei­dungs­trä­ger die Wahr­heit, dass es sich hier um einen Kon­flikt han­delt der solan­ge Kon­flikt blei­ben wird, bis einer nicht mehr kann.

Not on my watch (mich wäh­len immer noch Mehr­hei­ten an Baby­boo­mern die eh schon mit allem abge­schlos­sen haben), aber was zu spü­ren ist, ist kei­ne Resi­gna­ti­on, son­dern “moti­vier­tes Wei­ter­durch­wursch­teln” (alles noch Zita­te und Moti­ve aus dem Vor­trag, in dem Fall vom ECFR), und Gott sei Dank - Euro­pa des­sen Rol­le von der eige­nen euro­päi­schen Bevöl­ke­rung in den letz­ten Jah­ren in Umfra­gen mehr und mehr hin­ter­fragt wur­de, da die Men­schen es nicht mehr mit Vor­tei­len in ihrem eig­nen Leben ver­bun­den haben, hat end­lich wie­der eine Rol­le - zu einen.

Wir ste­hen das noch min­des­tens so lan­ge durch ohne uns Gedan­ken zu machen, bis die Boo­mer tot sind. Und dann sind wir alle nicht mehr als Exper­te auf der Bühne.

Wir alle haben unse­re Nischen gefun­den und beset­zen die jetzt.

Wir alle haben kei­ne Ahnung was pas­sie­ren wird, pro­ji­zie­ren aber einen lan­gen Krieg weil man als Exper­te immer das Schlimms­te im Blick haben muss. Und weil wir uns län­ger kei­ne neu­en Gedan­ken machen müs­sen. Sind uns noch unklar, ob wir jetzt einen Regime­wech­sel in Russ­land anstre­ben oder nicht - und fin­den des Wursch­teln eigent­lich schon ganz toll, wäh­rend aktu­ell 200.000 Tote plus zivi­le Tote gemel­det werden.

Jetzt kann end­lich wei­ter gestor­ben werden.

Zum Glück gibts Exper­ten. Auf Sicher­heits­kon­fe­ren­zen. Dies bis­her in Finn­land nicht gab.

Gegen­stim­men? Kri­ti­sche Stim­men? Jeman­den der nicht die US Posi­ti­on ver­tritt? Jeman­den der nicht jedes Argu­ment soweit ver­biegt, bis jedes Argu­ment das Gegen­teil bedeu­tet, weil wie­der der Putin so ver­rückt gewor­den ist, dass er außer­halb jeder Ratio­na­li­tät handelt.

Brau­chen wir nicht.

Wir bau­en uns unse­re Mei­nung aus dem gro­tesks­ten Dreck zusam­men, der uns ein­fällt, nur damit wir unse­re bereits davor bestehen­de Mei­nung nicht hin­ter­fra­gen müssen.

Der größ­te Scherz zum Schluss - ers­te Publi­kums­fra­ge: Kon­stan­ze Stel­zen­mül­ler, Broo­kings Insti­tu­ti­on -
“Was sol­len wir tun um in Russ­land indi­ge­nen Regime-Change ein­zu­lei­ten, der uns siche­rer macht, nach Putin?”

Zwei­te Publikunms­fra­ge: *Name nicht hör­bar, da Micro nicht aufgedreht*-mentalis, Ger­man Coun­cil on For­eign Rela­ti­ons - “Brief­ly to push back [on a non exis­ting argu­ment] against Can­try (sic?) I dont think we can let rus­sia be rus­sia, we have lear­ned that les­son. Rus­sia has to chan­ge. We have to con­tain first of all - to pre­vent exact­ly the agres­si­ve inter­ven­ti­ons, like Micha­el has men­tio­ned, but chan­ge in the long term. I think Aka­dis points The five [sic!] should be requi­red rea­ding for all decisi­on makers and experts around euro­pe. And to come into the point of exper­ti­se which is my ques­ti­on. Micha­el you men­tio­ned, that the ana­lysts job is to out­line the worst case sce­n­a­rio. I’m not sug­ges­ting for a second, that we should paint over­ly opti­mistic, or too rosy pic­tures, becau­se thats dan­ge­rous, but so is being too gloo­my. We know that on the morning of the 24th of Febru­a­ry in capi­tals around Euro­pe Ukrai­ni­an ambassa­dors went to their minis­tries of for­eign affairs, asking for help. In Ber­lin as well as other pla­ces, they were told - no, becau­se you are going to col­laps in 48 hours, its over the­re is no point hel­ping you. What is our respon­si­bi­li­ty as ana­lysts to first of all call it like it is, but also - how do we take respon­si­bi­li­ty for get­ting it wrong in that way?”

Ich mein die Gags schrei­ben sich von ganz alleine.

Was für ein Zufall! Die Broo­kings Insti­tu­ti­on und der GCFR! Was für eine enga­gier­te Jugend an future Lea­ders! Gleich nach­dem ich mit dem Kot­zen fer­tig bin, dass die Zukunft der euro­päi­schen (wobei GCFR) Diplo­ma­tie aus Fluf­fern besteht die Fluf­fer fluf­fen, über­leg ich mir eine Ant­wort die wie immer die Stay­back Aktio­nen in Weiß­russ­land gegen das Schie­nen­netz aus­blen­det, genau­so wie die Jave­lin Lie­fe­run­gen seit der spä­ten Trump Admi­nis­tra­ti­on, von den Trai­nings seit acht Jah­ren ganz zu schwei­gen - die in den US bei Sicher­heits­kon­fe­ren­zen seit jüngs­tem hei­te­res Geläch­ter her­vor­ru­fen.

Dar­auf der Mode­ra­tor “I love it, debate!”

Und ich lieg schon wie­der am Boden und kotz revul­siv in Intervallen.

An der Stel­le gibts aber auch wie­der gute Nach­rich­ten - heu­te war der Stich­tag nach dem laut Ben Hod­ges beim Pro­fil und zuvor beim ZDF die Ukrai­ne wie­der die seit dem 24. Febru­ar besetz­ten Gebie­te zurück­er­obert haben wird, und in sechs Mona­ten dann die Krim.

Der stell­ver­tre­ten­de Chef­re­dak­teur des Pro­fils hat sich so gefreut, dass er eh schon immer rich­tig gele­gen hat, Demo­kra­tien kön­nen gegen­über Auto­kra­tien ein­fach nicht ver­lie­ren, dass er dazu gleich einen Leit­ar­ti­kel ver­fasst hat.

Für etwas ande­res wirst du heu­te in die­ser Gesell­schaft nicht mehr gebraucht und von der Büh­ne getreten.

edit: Es gibt aber auch wie­der mehr gute Nach­rich­ten, aktu­el­les Euro-Barometer: 

Accord­ing to the same sur­vey, four in ten citi­zens (40%) belie­ve their home needs an energy-efficient reno­va­ti­on, but the majo­ri­ty sta­tes that making their home more ener­gy effi­ci­ent is too expen­si­ve, and they can­not afford it, accord­ing to the survey

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Hint: Das ist noch die kos­ten­güns­tigs­te Tran­si­ti­ons­maß­nah­me. Low han­ging fruit.

Zuerst die Enkel ver­ar­schen, dass das die Zukunft ist, auf die sie hin­ar­bei­ten sol­len, mit viel Ver­zicht und so, und dann drauf­kom­men dass die sich das lei­der nicht leis­ten kön­nen, aber was solls, solan­ge die Infla­ti­on nur drei Jah­re auf dem Niveau bewegt und der Krieg, respek­ti­ve die Sta­gna­ti­on län­ger anhält, kom­men die Enkerl eh immer noch so häu­fig wie zuvor, weil sie abhän­gig sind. 

Frei­wil­li­ger Ver­zicht, oder Ver­zicht, ghupft wie ghatscht. Green Tran­si­ti­on oder Krieg - eigent­lich kom­plett egal. Haupt­sa­che lang­fris­tig. Nur in den alten Tagen nichts an der Poli­tik ändern. Am Inves­ti­ti­ons­ver­hal­ten hat man vor fünf Jah­ren im Som­mer so und so nichts verändert.

Sind die Grü­nen halt jetzt die Pro-Kriegsparteil Deutsch­lands, was solls.

Wer­te­wes­ten.

Wer­te?

Lügen was das Zeug hält. Alle gegen den Aggres­sor, der ohne Inter­ven­ti­on im Don­bas durch US jave­lins besiegt wor­den wäre und 2024 laut dem Insti­tut für euro­päi­che Sicher­heits­stu­di­en vorraus­sag­bar die Krim ver­lo­ren hät­te, die Dekre­te waren ja bereits unter­zeich­net, sich hin­ter den US ver­krie­chen, die OSCE abschaf­fen. Was sonst.

Viel­leicht noch anste­hen­de Hunger- und Dün­ge­mit­tel­kri­sen igno­rie­ren die Pro­pa­gan­da nach­plap­pern, dass der Ukrai­ne der Getrei­de­an­bau mit 10 Mrd Jah­res­um­satz so viel wert wäre - naja, halt mehr als zwei Mona­te Kriegs­fi­nan­zie­rung, oder so tun als sei der Spot­markt für Gas­prei­se nach einem mil­den Win­ter, bei Flüs­sig­gas­tan­kern in den Häfen die ihre Ladun­gen spe­ku­la­ti­ons­be­dingt nicht abge­setzt haben ein Indi­ka­tor für die lang­fris­ti­ge Preis­ent­wick­lung bei Ener­gie. Dann in jedem zwei­ten Qua­li­täts­me­di­um, und in jedem Bou­le­vard­me­di­um schrei­ben “Prei­se im Jän­ner wie­der so nied­rig wie im Vor­jahr”, aber der Bevöl­ke­rung ein­fach die Zusam­men­hän­ge nicht erklä­ren (sie­ben­fa­cher Preis im Spike wenn die Lager wie­der leer sind). [Einen Tag spä­ter kam die Pres­se auf die Idee, dass man doch auch infor­mie­ren kön­ne.]

Und sich ins­ge­heim in die Tasche freu­en, dass sich die Ukrai­ne ver­heizt um den Rus­sen aufzureiben.

Null Ahnung davon haben was lang­fris­ti­ge Ener­gie­preis­ent­wick­lun­gen in der pro­du­zie­ren­den Indus­trie anstellt oder eine För­der­ver­zö­ge­rung von acht Jah­ren bei Schlüs­sel­mi­ne­ra­li­en für die Per­spek­ti­ven bedeu­ten die ihr euren Kin­dern vor­ge­lo­gen habt.

Nicht wis­sen was Kobalt ist.

So tun als ob der Rest durch eine Ser­vice Gesell­schaft ersetzt wer­den kann, am Bes­ten durch finan­cial ser­vices, um andern­orts Kapi­tal frei­zu­set­zen um dann krea­tiv das Risi­ko weg­zu­rech­nen, oder war­um nicht eine Mar­ke­ting­klit­sche betrei­ben die Mar­ke­ting Sys­te­me für Mar­ke­ting Unter­neh­men baut? Die ihren Kun­den auch ger­ne auto­ma­ti­siert Text­bau­stei­ne gene­riert - Künst­li­che Intel­li­genz ver­spricht und auf Micro­soft Azu­re IFTTT nach­baut, damit Unter­neh­men über API Anbin­dun­gen an Sozi­al­me­dia­platt­for­men, eine Nach­richt mit einem Klick zehn mal publis­hen kön­nen. Dann aber auch eine Stif­tung grün­den, die einen Job am sekun­dä­ren Arbeits­markt finan­ziert, und dem AMS Aus­bil­dungs­stel­len über­mit­teln die Leu­te als Gig­wor­ker anstel­len. Zwei freie “tech­ni­sche Redakteur”-Stellen ohne Anstel­lungs­ver­hält­nis aus­schrei­ben, für die Über­set­zung von Pro­dukt­an­lei­tun­gen von Unter­neh­mens­kun­den. Ins Anfor­de­rungs­pro­fil schrei­ben “müs­sen sich ger­ne an den Kun­den aus­lei­hen las­sen” -- das AMS über­zeu­gen, dass das Redak­teurs­stel­len sind.

Publizistik-Absolventen zwin­gen sich dort zu bewerben.

Ihr wisst schon Wer­te. Das was man ein­fach gepach­tet hat, wenn man Mit­glied der Bes­ten aller denk­ba­ren Gesell­schaf­ten (jetzt neu, mit mehr Krieg) ist, wenn die Unter­neh­men aber auch ein bis­serl so tun als stün­den sie für den sozia­len Zusammenhalt.

A bis­serl ein Pro­mil­le Pro­blem auf Social Media wäl­zen, fürs Unter­neh­mens­stan­ding, McDo­nalds ist ja jetzt bald nach­hal­tig, auch wenn es nicht auf lami­nier­te Becher ver­zich­ten kann, wäh­rend der Wohl­stan­das­ver­lust real und schla­gend wird.

Jour­na­lis­mus durch Akti­vis­mus erset­zen (ger­ne auch schon mal durch Spe­cial Inte­rests finan­ziert), und auf gar kei­nen Fall erwäh­nen was für ein Medi­en­ge­setz gera­de in der Ukrai­ne ver­ab­schie­det wurde.

Wer­te, jeder ver­steht was gemeint ist.

Bei der COP27 den Ablass­han­del wie­der ein­füh­ren, aber dafür auch ein bis­serl Covid tes­ten, am Flug­ha­fen in Ita­li­en, nach­dem Chi­na die Aus­rei­se­be­schrän­kun­gen wie­der gelo­ckert hat. (50% Posi­tiv­ra­te wer­den kolportiert.)

Ein bis­serl kür­zer tre­ten, ein bis­serl alles ver­leug­nen wovor man noch vor einem Jahr Leu­te öffent­lich ver­ab­scheut und ernied­rigt hät­te. Dem Krieg hul­di­gen. Und gegen das Böse het­zen, was eine so wun­der­bar einen­de Wir­kung entfaltet -

gesell­schaft­li­che Wer­te, wie nicht mehr über über­las­te­te Ärz­te oder Tria­ge berich­ten, und die Neu­jahrs­an­spra­che hören.

Sich freu­en, wenn Selen­skyj die Deut­schen auch mal lobt.

Wer­te halt.

Die Rüsungs­pro­duk­ti­on wie­der ankur­beln, und gar­nichts dabei fin­den. Davon spre­chen, dass Deutsch­land sei­ne Russ­land­po­si­ti­on über­den­ken wird müs­sen. Auf­at­men, wenn die Preis­dy­na­mik bei der Infla­ti­on nach­lässt, sich Sor­gen dar­über machen, dass man der Ukrai­ne hof­fent­lich nicht zu poten­te Waf­fen lie­fert. Was? Nein, die US - doch nicht Deutschland.

Die Lang­frist­lie­fer­ver­trä­ge für rus­si­sches Gas kün­di­gen auf denen die rus­si­sche Wirt­schaft beruht. Diver­si­fi­zie­rung als Grund ange­ben, dann am Spot­markt wie­der rus­si­sches Gas ein­kau­fen wol­len, sich unend­lich dar­über auf­re­gen, dass Russ­land nur zu den bestehen­den Ver­trags­be­din­gun­gen lie­fert, auch wenn es kurz­fris­tig um so viel mehr Geld ein­neh­men könn­te -- und es dann nach Kriegs­be­ginn so dre­hen als habe Russ­land da bereits die Grund­ver­sor­gung Deutsch­lands gefähr­den wol­len. Und ande­re Begrün­dun­gen nicht mehr zulassen.

Als dann fest­steht das kei­ne dei­ner Uto­pien mehr erreich­bar ist, ein­fach auf deut­sche Pro Kriegs­par­tei umstel­len -- die Alten scherts eh nicht, Ver­zicht ist Ver­zicht. Die Enkerl sind gebun­den. Batscht.

Ihr ver­steht schon, poli­ti­sche Wer­te in einer Wertegesellschaft.

Viel­leicht noch die Posi­ti­on des Papsts ver­leug­nen, dass es Indi­ka­to­ren gege­ben hat, dass der Krieg pro­vo­ziert war.

Ist eh nur der Papst - in Wer­te­ge­sell­schaf­ten glaubt man doch nicht an reli­giö­se Werte-Ethik.

Wer gewinnt gera­de? Oh, wir sind auch alle für Selen­skyj der stel­len­wei­se schon mal glaubt, sei­ne Frie­dens­for­mel erset­ze die UN Char­ta - was für ein Held!

Hier MSNBC inter­viewt doch mal den neu­es­ten Yale Pro­fes­sor der bei der Vic­tur Pin­chuk Foun­da­ti­on vor­spre­chen war, was für ein Held Selen­skyj ist! Zum US Besuch!

Alles Wer­te nämlich.

The last time Selenskyy said neutrality is on the table

31. Dezember 2022

was March 27th. Goog­le it.

Quo­te von Micha­el McFaul bei 1:19:00 in in fol­gen­der Munk Debate:

Bedeu­tet jetzt zwangs­läu­fig, dass der chro­no­lo­gi­scher Ablauf der Ereig­nis­se wie folgt aus­ge­se­hen hat:

Zelen­skyy und die Neutralität

Ers­te Erwähnung:

Febru­a­ry 25th - einen Tag nach der rus­si­schen Invasion:

Rea­dy to dis­cuss neu­tra­li­ty, says Volo­dym­yr Zelen­skyy after suf­fe­ring los­ses on Day 1 of Rus­si­an invasion

Das ist inter­es­sant da eine Sei­te in der Munk Deba­te die Auf­fas­sung ver­tre­ten hat, Russ­land habe die Neu­tra­li­tät der Ukrai­ne ja bereits defak­to “gehabt”.
Kann nicht ganz stimmen.

Nächs­te Erwähnung:

March 3rd - unmit­tel­bar nach der zwei­ten Gesprächs­run­de (rus­si­sche Quelle):

Rus­sia and Ukrai­ne held a second round of talks on Thurs­day aimed at stop­ping the esca­la­ting war. Rus­si­an Pre­si­dent Vla­di­mir Putin has war­ned Ukrai­ne that it must quick­ly accept the Kremlin’s demand for its “demi­li­ta­ri­sa­ti­on” and decla­re its­elf neu­tral – but will a neu­tral sta­tus of Ukrai­ne help to stop the war?, asks poli­ti­cal jour­na­list Dmi­try Skorobutov.

src: click
Selen­skyy hat die Neu­tra­li­tät als Bedin­gung noch nicht akzeptiert.

Die Neu­tra­li­tät der Ukrai­ne ist zu dem Zeit­punkt die Haupt­be­din­gung Russlands.

The princi­pal demand of Putin – a total neu­tra­li­ty of Ukrai­ne: no mem­bers­hip in NATO, no wea­pon, for­eign mili­ta­ry bases – not­hing which could threa­ten direct­ly or indi­rect­ly Rus­si­an secu­ri­ty, sta­bi­li­ty, and sovereignty.

Kon­text: March 8th

FP:

Zelen­sky appears to float sug­ges­ti­ons of a com­pro­mi­se, but U.S. offi­cials fear Putin could dou­ble down.

src: click

March 12th

U.S. rus­hing $200 mil­li­on in wea­pons for Ukraine’s defense

March 16th

Selen­skyy Speech in front of the US congress

then

Biden announ­ces $800 mil­li­on in mili­ta­ry aid for Ukraine

March 16th

FT:

Ukrai­ne and Rus­sia explo­re neu­tra­li­ty plan in peace talks

Fifteen-point draft deal would invol­ve Kyiv renoun­cing Nato ambi­ti­ons in return for secu­ri­ty guarantees

src: click

March 20th

US and NATO offi­cials strugg­le to deci­pher the sta­tus of peace nego­tia­ti­ons bet­ween Rus­sia and Ukrai­ne

March 20th

Andriy Zago­rod­nyuk, Mit­glied des Atlan­tic Coun­cils, ehe­ma­li­ger ukrai­ni­scher Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter - und die Per­son die 2019 CBC berich­tet hat man wol­le von den US Jave­lins und Stin­ger für den Don­bas, da sie dort kon­flikt­ent­schei­dend sind (und wo sie seit Okto­ber 2021 zum Ein­satz kamen), stellt bei Times Radio die Posi­ti­on der ukrai­ni­schen Regie­rung klar -

Good morning.

Good morning.

So in terms of of your assess­ment of how this war is pro­gres­sing, it’s clear that rus­si­ans are incre­a­singly taking lives, many civi­li­an lives but not fur­ther ground. How long do you think ukrai­ne can resist, can repel the rus­si­an invasion?

Ukrai­ne depends uh ukrai­ne you know is obvious­ly, you know, has a huge­ly moti­va­ted socie­ty and uh it has a very sub­stan­ti­al for­ce and uh par­ti­cu­lar­ly was with the for­eign you know with allied sup­port like par­ti­cu­lar­ly from the united sta­tes uh who com­mit­ted the sub­stan­ti­al funds, we can stand for long I mean that’s becau­se obvious­ly we don’t have any other choice, uh Putin deci­ded that he wants uh to make sure that the­re is no such coun­try as Ukrai­ne and of cour­se we will dis­agree so that’s why peop­le are deter­mi­ned to stand until we win as simp­le as that so what is Zelenskyy’s stra­te­gy to repel rus­si­an tro­ops, the stra­te­gy is, is qui­te strai­ght­for­ward becau­se we have are­as which rus­sia and rus­si­ans took tem­pora­ri­ly and our stra­te­gy is to not to allow him to take any fur­ther are­as and to coun­ter attack and free our land whe­re were the cur­r­ent­ly occu­p­ied by rus­si­an tro­ops. This isn’t this isn’t the lar­ge ter­ri­to­ries actual­ly uh but still signi­fi­cant and obvious­ly we need to get rid of them.

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March 22th

Selen­skyj spricht vor der deut­schen und fran­zö­si­schen Presse

This is an important point. A com­pro­mi­se can be found in dia­log. For me any com­pro­mi­se is irrele­vant, becau­se, as you know this hat­red will be for every word. For every word. For every demand. For every cour­se. For every gua­ran­tor of secu­ri­ty. For ever­yo­ne. You under­stand, right? Time must pass. The­re­fo­re, if they want to end the war, they must agree one sei­ze fire, with­draw tro­ops, then pre­si­dents meet, agree, that tro­ops are with­drawn, and that the­re are cer­tain secu­ri­ty gua­ran­tors. Here you can find com­pro­mi­se. The­re are cer­tain gua­ran­tors of our secu­ri­ty. They must say tomor­row, that they are accep­t­ing Ukrai­ne into Nato, and not being unclear any­mo­re. Or say, we are not accep­t­ing it now. That is true. And they them­sel­ves under­stand, that they dont want to go with rus­sia. So they do not accept us. The ans­wer is very simp­le. We alrea­dy under­stand ever­ything. “We’re not accep­t­ing it” - becau­se they are afraid of rus­sia, thats all. And we need to calm down and say that. [Reac­tion was cau­sed by the jour­na­list initi­al­ly asking the ques­ti­on nod­ding affir­ma­tively, when Zelen­skyy went into the “So they do not accept us” part.] Say - we need other secu­ri­ty gua­ran­tees. The­re are Nato mem­ber sta­tes that want to be the gua­ran­tors of our secu­ri­ty, which unfor­tu­n­a­te­ly cant pro­vi­de us full mem­bers­hip in the alli­an­ce. But are rea­dy to do ever­ything that the alli­an­ce would have to do, if we were mem­bers of the alli­an­ce. And I think, thats a nor­mal com­pro­mi­se. Its a com­pro­mi­se for ever­yo­ne. For the west which does not know what to do with us in the Nato issue, for Ukrai­ne which wants secu­ri­ty gua­ran­tees, and for rus­sia, which does not want to let nato expand fur­ther, and says it has had such agree­ments with Nato coun­tries, with the west. And so, a com­pro­mi­se must be found in this. Becau­se, this will be the end of the war. For Rus­sia, this is not the end. The­re is this public let­ter. I dont know by whom, I dont remem­ber, by the minis­ter of for­eign affairs, or by the pre­si­dent of rus­sia. Stop tal­king to us with phra­ses like den­azi­fi­ca­ti­on etc. - we immedia­te­ly said, that this sounds like an ulti­ma­tum - and we do not tole­ra­te this. Becau­se as soon as we are accu­sed of nazism, by peop­le, who fol­low in the foots­teps of nazism, then we will not be able to tole­ra­te it. The­re­fo­re public rhe­to­ric can be anything, its the busi­ness of every sta­te in this world - but this will not be bin­ding rhetoric.

src: click.

March 27th

Selen­skyj spricht laut Micha­el McFaul bei den Munk Deba­tes das letz­te Mal von einer mög­li­chen Neu­tra­li­tät der Ukraine

Reu­ters an dem Tag: click

March 29th

Die Ukrai­ne for­dert zum ers­ten Mal schwe­re Waf­fen von den west­li­chen Ver­bün­de­ten “as the Rus­si­an mili­ta­ry [retre­ats from Kiev and] shifts its cam­pai­gn to focus on the east and south of Ukraine”

March 31st

Das Atlan­tic Coun­cil defi­niert erst­mals für die gesam­te west­li­che Öffent­lich­keit war­um der ver­ein­te Wes­ten jetzt schwe­re Waf­fen lie­fern müs­se: Da die Ukrai­ne sich sonst nicht ver­tei­di­gen könne.

April 1st

Ers­te Social Media Postings von But­cha erschei­nen um 8 Uhr abends Orts­zeit auf Telegram

Jetzt ist es aber laut Micha­el McFaul so, dass die Ukrai­ne die Neu­tra­li­tät bis zum 27. März ernst­haft ins Auge gefasst hat, und laut Clau­dia Major den Wil­len das in Ver­hand­lun­gen wei­ter zu ver­fol­gen erst nach Butscha ver­lo­ren hat.

Ich ertra­ge die­se Lügen nicht mehr.

Die­se Gesell­schaft ist das Letzte.

Ich habe das damals gese­hen und nicht ver­kraf­tet, und als ich nicht mehr konn­te hat mich mei­ne Psy­cho­the­ra­peu­tin aus der Betreu­ung getreten.

FICKT EUCH IHR SCHWEINE,

DIESE GESELLSCHAFT IST DAS LETZTE.

Der Voll­stän­dig­keit halber:

What did Zelen­skyy say?
“Yes­ter­day I retur­ned from Bucha,” Zelen­skyy said during his address. “The­re is not a sin­gle crime they would not com­mit there.”

They kil­led ent­i­re fami­lies, adults and child­ren, and they tried to burn the bodies,” Zelen­skyy added.

He said, “The mas­sa­c­re in our city of Bucha is only one, unfor­tu­n­a­te­ly only one examp­le of what the occu­p­iers have been doing on our ter­ri­to­ry for the past 41 days.”

He urged full accoun­ta­bi­li­ty for Rus­si­an actions on Ukraine’s ter­ri­to­ry and said Russia’s goal was to turn Ukrai­ni­ans into “silent slaves.”

Zelen­skyy vor dem UN Sicher­heits­rat - April 5th

Many ask them­sel­ves how many Buchas the­re are yet. Nobo­dy knows it. We don’t have real know­ledge on what is going on in the south of our coun­try now or in other small towns around the coun­try. Or in the east of the coun­try,” Zelen­skyy said on Fri­day during an inter­view with BILD, which is owned by Axel Sprin­ger, Insider’s parent company. 

src: click - April 9th

Und danach gabs kei­ne öffent­li­che Debat­te über die Lie­fe­rung schwe­rer Waf­fen in Deutsch­land mehr.

edit: Komi­scher Zufall wie­der, Micha­el McFaul hat laut sei­nem clo­sing state­ment auf dem Weg zur Munk Deba­te Timo­thy Sny­ders “Bloo­d­lands” gele­sen… - und sich gedacht - wenn die Nato nicht stän­dig erwei­tert hät­te, wo hät­te das noch geendet!

Timo­thy Sny­der ist der Erfin­der des “Putins Grund für die Inva­si­on war Neo­ko­lo­nia­lis­mus” Nar­ra­ti­ves, der in die­sem Jahr eine Yale Pro­fes­sur bekom­men hat, nach­dem er mit die­sem Argu­ment in die Vic­tor Pin­chuk Foun­da­ti­on ein­ge­la­den wur­de. Heu­te fin­det Sny­der (ehe­mals IWM­Vi­en­na) mehr so auf MSNBC statt:

Pro­pa­gan­da hat aber immer noch nie­mand entdeckt.

edit: OT: DW hat vor exakt einer Woche Putin’s Wit­nes­ses (2018) in vol­ler Län­ge auf sei­nem You­tube Kanal wie­der online gestellt.
https://www.youtube.com/watch?v=stTgvqF7zxY

Habs vor Jah­ren bereits ein paar mal erwähnt. Soll­te man mal gese­hen haben.

Wie kann man die Bevölkerung noch verarschen?

30. Dezember 2022

Sowas darf in deutsch­spra­chi­gen Medi­en nicht mehr vorkommen.

Sowas hin­ge­gen täg­lich, und an pro­mi­nen­ter Position:

… and Selenskyys pivot away towards a more confrontational approach

28. Dezember 2022

Minu­te 23:28 - blink ne Sekun­de und du ver­passt es.

Ansons­ten eine schö­ne Prä­sen­ta­ti­on die sehr klar dar­stellt, wel­chen Teil von “Demo­kra­tie” Putin gefürch­tet habe.

Den ohne wirt­schaft­li­chen Erfolg der Ukrai­ne den das IMF nie und nie pro­gnos­ti­zie­ren woll­te, von dem aber heu­te alle wis­sen, dass er defi­ni­tiv gekom­men wäre…

Gibt auch sonst ein paar klei­ne Schlen­ker in dem Video - wonach die Nato bei­spiels­wei­se seit 2008 nicht mehr gezün­delt hätte… 

Eeehmm, nicht richtig.

Und auch ein paar ande­re net­te Framings wonach die Auf­nah­me Russ­lands in die Nato eigent­lich recht bald kein The­ma mehr war und sich dar­auf­hin Russ­lands Posi­ti­on zumin­dest geän­dert hat, aber das muss natür­lich ein Stand­ford Pro­fes­sor und ehe­ma­li­ger Bot­schaf­ter nicht laut aussprechen.

Bei dem kling­ts ja fast so als obs der Ukrai­ne egal war in die Nato auf­ge­nom­men zu wer­den oder nicht. Dabei hat­ten sies seit 2019 in der Verfassung…

Mich kotzt das so der­art an. Immer plötz­lich im Ton sehr lei­se und schnell, die Erin­ne­run­gen sind wie­der selek­tiv, wenn man gera­de ein wun­der­schö­nes Nar­ra­tiv baut.

Aber komm, das Bra­va­do über­spielts doch.

Die­se Gesell­schaft ist das Letzte.

Diverging reality fields

28. Dezember 2022

Mehr Car­ne­gie Endow­ment for Inter­na­tio­nal Peace.

Als die Bush Admi­nis­tra­ti­on 2008 die Voll­mit­glied­schaft der Ukrai­ne und Geor­gi­en zur Nato per­spek­ti­visch ange­kün­digt hat - war das nur eine “bumb­ling, inco­he­rent Bush Admi­nis­tra­ti­on, die nicht wuss­te was sie tat, die auch bereits auf dem Weg raus aus der Regie­rung war” (ok, ein Jahr spä­ter, aber wenns Car­ne­gie sagt, ..), die Reak­ti­on die sie geern­tet hat ein “nur über unse­re toten Kör­per” von Deutsch­land und Frank­reich (das ist aber doch ein wenig arg stark in der For­mu­lie­rung vom Weiss, oder?) -- aber ihr könnt euch nicht vor­stel­len was die Rus­sen dar­aus gemacht haben!

Nein, also die Rus­sen (laut Weiss nicht nur Putin) die haben das als ter­ri­to­ria­le Bedro­hung auf dem Gebiet zwi­schen Russ­lands und Ber­lin gese­hen. Und die­se Rus­sen - so ver­schla­gen sag ich euch, wisst ihr was die gemacht haben!? Die habens als Begrün­dung genom­men noch mehr Geld in die Auf­rüs­tung zu stecken!

Denn wisst ihr wie vie­le ame­ri­ka­ni­sche Pan­zer seit der Aus­wei­tung der Nato auf Euro­päi­schem Boden waren? Null!

Dess­halb wars auch kei­ne Bedrohung!

Gut, jetzt sagt Mer­kel, die Ukrai­ne hät­te Minsk 2 zum Anlass genom­men ein­fach mehr und bes­ser auf­zu­rüs­ten.

Und Chom­sky der die Jour­nals gescreent hat sagt, dass alle US Jour­nals die Ukrai­ne qua­si als Nato­part­ner betrach­tet und bezeich­net haben, und alle Rah­men­ver­trä­ge für eine wei­te­re, tie­fe­re Ein­bin­dung in die Nato bereits aus­ge­ar­bei­tet und aktiv waren. (Und was die U.S. über die Demo­kra­tie­part­ner­schafts Abkom­men in der Ukrai­ne gemacht haben ist noch mal ein ganz eigens Kapi­tel. (1,2))

Gut, und Flo­rence Gaub vom Insti­tut der Euro­päi­schen Uni­on für Sicher­heits­stu­di­en geht davon aus, dass die Ukrai­ne 2024 genü­gend Waf­fen gehabt hät­te um die Krim zu neh­men. Und das prä­si­den­ti­el­le Dek­tret dafür (117/2021) wur­de bereits im März 2021 von Selen­skyj unter­zeich­net.

Und gut, 2019 “hum­ped the Ukrai­ne the leg of the US to get Jave­lins” (Ben Hod­ges), weil sie wuss­te, dass die im Don­bas kriegs­ent­schei­dend sein wür­den. Und die dann seit Okto­ber 2021 im Don­bas im Ein­satz waren.

Und gut, selbst beim CFR selbst gibt es ernst­haf­tes Bedau­ern, dass die US die Gesprä­che mit Russ­land über eine dau­er­haf­te Frie­dens­ord­nung, ohne Ein­be­zug der Euro­pä­er im Dezem­ber uni­la­te­ral abge­bro­chen haben.

-- aber dass die Nato Ost­erwei­te­rung irgend­ei­ne Rol­le im rus­si­schen Kal­kül gespielt habe!? Also nein! Das ist näm­lich ein Vor­wand und eine arg­lis­ti­ge Täuschung.

Da hat sich ein­fach Bush zum Ende sei­ner Amts­zeit ganz übel ver­stol­pert, weil das encir­cle­ment of the black sea, inner­halb einer Black Sea Secu­ri­ty Stra­te­gy, das war ja nichts (Vor­sicht, lin­kes Drecks­blatt: click) - und dann hast du dich nicht ver­se­hen, plötz­lich bricht der covid­iso­lier­te Zaren Put­ler Rus­se unpro­vo­ziert einen Krieg vom Stapel!

Das Däm­li­che? Der Anfang des Panelin­ter­views ist kom­plett in Ord­nung. Im Mit­tel­teil dann Hyper­per­so­na­li­sie­rung beim Kriegs­grund, und ein Putin der vom Rat­ten­op­fer zur Rat­te wer­den könn­te, und covid­iso­liert fal­sche Geschich­te gele­sen und dann einen rie­si­gen Feh­ler mit Para­de­uni­for­men im Gepäck gemacht hat (weil die bes­ten His­to­ri­ker davon aus­ge­hen, dass es im Krieg kei­ne Moti­va­ti­ons­pro­pa­gan­da gibt, selbst wenn ihnen im Irak die Pri­va­tes ent­ge­gen­ge­schrien haben “war­um wehrt ihr euch, wir wol­len euch doch nur befrei­en!”), für den er natür­lich kei­ne Con­tin­gen­cy­pla­nung hatte!

Also, wenn die­ser Mann nicht gewe­sen wäre, … Man kann sichs gar­nicht ausmalen.

Bele­ge kei­ne, aber man muss es ein­fach nur oft genug wie­der­ho­len. Mit­tel­teil voll­kom­men in Ord­nung -- und gegen Ende dann plötz­lich wie­der wahn­sin­nig auf “Zufäl­le gibts, als Bush die Nato erwei­tern woll­te, woll­te und konn­te er das ja gar­nicht” Linie. So ein Pech und his­to­ri­scher ja also qua­si “Unfall” aber auch. Von der Bush Regie­rung. Unter Che­ney, Wol­fo­witz, Rumsfeld.

Ich freu mich schon auf die mor­gi­gen Geschichtslehrbücher.

Da der Vor­trag nicht kom­plet­te Grüt­ze ist und Andrew Weiss recht lus­tig an der Linie, was sind jetzt pro­vo­zier­te Revo­lu­tio­nen ent­lang­schrammt, Seh­emp­feh­lung - und das hier noch zur wei­te­ren Kontextualisierung -- 

Und weils hier aktu­ell ist und auch dazu passt - der Teil der “Twit­ter Leaks” der tat­säch­lich inter­es­sant ist, und nicht nur mit Bidens Sohn auf­macht. Links zu den Ori­gi­nal­quel­len sind im Wiki Artikel.

Die aktuell notwendigen geistigen Leitplanken

27. Dezember 2022

Mrs. “Putin hat vier Sta­tu­en und eine fünf­te Namens Vla­di­mir direkt vorm Kreml, daher denkt er er ist ein Zar, und sei­ne Posi­ti­on im Krieg kann man sich durch die Geschichts­in­ter­pre­ta­ti­on die­ser fünf Sta­tu­en erar­bei­ten, wobei die fünf­te dop­pel Vla­di­mir ist, und daher beson­ders wich­tig” - Fio­na Hill - hat ein paar neue Gebrauchs­an­wei­sun­gen für den aktu­el­len Krieg auf Lager.

Also - jeder der so ein wenig die rus­si­sche Posi­ti­on ver­steht, wie bei­spiel­se­wei­se Elon Musk (kei­ne Ahnung war­um sie den aus dem Hut zau­bert) - ist ein “Weg­ge­fähr­te” den die rus­si­sche Pro­pa­gan­da aktu­ell sehr aktiv sucht. War­um die nicht mehr als “Fünf­te Kolon­ne” ver­hetzt wer­den? Nun -- wenn man Leu­ten die man offen von der Büh­ne het­zen will, Eigen­nutz unter­stellt, wirkts bes­ser -- also Leu­te deren Mei­nung das bereits ist wer­den jetzt vom rus­si­schen Geheim­dienst aktiv ausgenutzt!

Wäh­rend das aber auch ihre eige­ne Posi­ti­on ist!

Sagt Fio­na.

Gut anders wärs ja auch nicht Meinungsfreiheit…

Aus­ser­dem suche der rus­si­sche Geheim­dienst aktiv Spalt­li­ni­en zwi­schen gesell­schaft­li­chen Schich­ten um sie über Twit­ter aktiv aus­zu­nut­zen! Oder social media gene­rell. Genau weiß das Fio­na nicht, aber es it defi­ni­tiv so. Gut, das ist die sel­be Erkennt­nis wie bei den US Wah­len 2016, wo der direk­te Ein­fluss von Agi­ta­ti­ons­ads bereits von Social­me­dia Platt­for­men aktiv ver­rin­gert wur­de -- und ok, einen Nach­weis über die Reich­wei­te außer­halb von 300.000 Addol­lars gabs auf wis­sen­schaft­li­chem Level nicht.

Und gut, aktu­ell gehen die gesell­schaft­li­chen Bruch­li­ni­en in den US durch The­men wie Kli­ma­schutz und nati­ve amercan rights, wäh­rend Migran­ten­rech­te nicht mehr so ganz im Fokus ste­hen - aber die­ser ver­schla­ge­ne Rus­se schon wieder…

Und ok, jetzt ist es so, dass du der­ar­ti­ge Kam­pa­gnen zur gesell­schaft­li­chen Desta­bi­li­sie­rung auch von US Sei­te aus über gefak­te Twit­ter accounts in ande­ren Län­dern fährst (Musk hat da unlängst was öffent­lich wer­den las­sen) - und der Grund dafür dass du es machst - ist deren hohe poten­ti­el­le Ren­ta­bi­li­tät, nicht dass du Rus­se bist -

da du für der­ar­ti­ge Pro­pa­gan­da -- die übri­gens laut Medi­en­wir­kungs­for­schung vor allem Leu­te dazu bewe­gen zu Hau­se zu blei­ben, also nicht wäh­len zu gehen, da sie sich wegen Unzu­frie­den­heit von Poli­tik abwen­den, aber das muss ja Fio­na nicht wis­sen, ver­gleichs­wei­se wenig Geld aus­ge­ben musst um gene­rell eine mög­li­che Wir­kung zu erzielen.

Aber auch das muss Fio­na nicht wissen.

Es ist die kos­ten­güns­tigs­te Art und Wei­se der poli­ti­schen Ein­fluss­nah­me für Natio­nal­staa­ten. Ob sie im kon­kre­ten Fall funk­tio­niert, kannst du im Vor­feld nicht wis­sen, aber falls sie funk­tio­niert, ren­tiert sie sich ganz gewal­tig, da du mit gerin­gem finan­zi­el­len Auf­wand gesell­schaft­li­che Rich­tungs­ent­schei­de beein­flus­sen kannst.

Des­halb lau­fen die­se Kam­pa­gnen andau­ernd. Fio­na sieht das aber wie­der leicht anders, nein also - die­se Kam­pa­gnen lau­fen jetzt weil Putin so ver­schla­gen ist, und aktu­ell gera­de ver­sucht Mili­tär­un­ter­stüt­zung der Ukrai­ne einzuschränken.

Oh, und da ist noch die­ser Aspekt:

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Die­ser ver­schla­ge­ne Rus­se schon wieder.

Ok und die US haben die auch lau­fen, aber das darf man natür­lich nicht so eng sehen.

Ich würd auch ein­fach sagen Anton Hof­rei­ter mit “Frie­den schaf­fen mit mehr Waf­fen” im deut­schen Haupt­abend­fern­se­hen war gar kei­ne Pro­pa­gan­da, das war ein­fach der Nor­mal­zu­stand nach einer Zei­ten­we­de, nicht? 

Wie kams eigent­lich zur Zei­ten­wen­de? Ach­ja - so.

Wel­che Kam­pa­gnen aktu­ell lau­fen? Kann Fio­na lei­der nicht sagen. Aber es ist “wie 2016”.

Nicht falsch, aber offen­bart auch nicht ansatz­wei­se die Rea­li­tät hin­ter der Metho­de und wie sie tat­säch­lich zum Ein­satz kommt. Komm, die Fio­na muss das doch nicht wis­sen, die sitzt bei der Broo­kings Insti­tu­ti­on, die ist Geschichts­wis­sen­schaft­le­rin - die muss nur hie und da das “Putin denkt er ist ein Zar” Nar­ra­tiv unter die Leu­te brin­gen das sie erfun­den hat - das reicht zur Qua­li­fi­ka­ti­on heu­te bereits aus.

Aber jetzt ist sie doch grad so schön in Fahrt…

Der Krieg in der Ukrai­ne ist kein pro­xy war” - weiß Fio­na, denn -

Putin will näm­lich nur dass die Leu­te so den­ken! Denn das unter­gra­be die eigen­stän­di­ge Chan­ce der Ukrai­ne auf Selbst­ver­tei­di­gung die die Ukrai­ne Tag für Tag aus­übt! Und ihre Chan­ce für Waf­fen­lie­fe­run­gen aus dem Westen!

Gut, sie ist plei­te, ihre Aus­lands­schul­den gestun­det, sie bekommt 2/3 ihres monat­li­chen Finan­zie­rungs­be­darfs für Sol­da­ten­ge­häl­ter und Pen­sio­nen von US Inves­to­ren, ein Drit­tel von Nach­bar­staa­ten - gut - die US und GB machen 4/5 der Waf­fen­lie­fe­run­gen aus (neu­er­dings auch 90 Pan­zer aus Marok­ko, dank einer US “Bit­te” an Marok­ko) -- aber nicht dass hier jemand beginnt den eigen­stän­di­gen Über­le­bens­kampf der Ukrai­ne zu hinterfragen!

Nein - Zitat - “da müs­sen wir mit dem was wir sagen, und wie wir das beschrei­ben sehr vor­sich­tig sein, Putin will ja nur, dass es als Pro­xy war gese­hen wird, das ver­schafft ihm mehr Ver­ständ­nis in Staa­ten der drit­ten Welt”.

DANKE FIONA!

Wer sich an dich hält, kann bald nicht mehr eigen­stän­dig den­ken. Und dan­ke auch, dass du den Rau­scher beim Stan­dard über den IWMF­Vi­en­na dazu gebracht hast über drei Wochen (1,2.3) von der Öster­rei­chi­schen Bun­des­re­gie­rung und der SPÖ einen Exper­ten­wech­sel auf Fio­na Hill, Timo­thy Sny­der und Ivan Kras­t­ev (nichts gegen Kras­t­ev) in sei­ner Kolum­ne anzu­ra­ten nach­dem er beim IWM­Vi­en­na war und dort von der Büh­ne aus gen­a­me­dropt wur­de um ihn will­kom­men zu heißen!

Soweit wärs noch nicht sen­sa­tio­nell, jetzt erklärt uns aber Fio­na Hill in dem Video zum Glück noch wie soft­power in unse­ren Brei­ten so funktioniert -

also auf­ge­passt --

We’­re real­ly see­ing the world chan­ge dra­ma­ti­cal­ly old norms going out the win­dow again - the­se long lin­ge­ring effects of the pan­de­mic -- we’­re still in the midd­le of it - eco­no­mic dis­lo­ca­ti­ons we were about to go through, and we are in the midst of a who­le new eco­no­mic tran­si­ti­on again the same thing that, you know, we saw after World War II as well.

So this is one of tho­se pivots in histo­ry that you know, peop­le at Broo­kings and his­to­ri­ans and others like you wri­te about a lot, and of cour­se - you know - as a his­to­ri­an tal­king about 100 years ago, It was like cat­nip of cour­se so - you know - we can see a lot of the same kind of worry­ing trends, but look - the main point is we’­ve lear­ned a lot in the last hund­red years we know how things tur­ned out after World War one when we star­ted to try to crea­te new insti­tu­tio­nal arrangements.

The League of Nati­ons for examp­le and the United Sta­tes step­ping back from that, we now over­co­me the way that our poli­tics unfold­ed under Woo­d­row Wil­son and some of the uphea­vals that we had again very simi­lar to our own tri­als and tri­bu­la­ti­ons on the domestic fron­tier and of cour­se if we - you know fast for­ward in that time to a peri­od when Bob­by might have had a litt­le bit more memo­ry of, you know the after­math of World War II and perhaps, you know some of the others who were joi­ning us on the uh the zoom today…

We rea­li­zed then that dest­ruc­tion of war had huge rami­fi­ca­ti­ons for glo­bal poli­tics and our eco­no­mic pro­spe­ri­ty and that we nee­ded to take drastic action to reco­ver from that and of cour­se we embar­ked at that peri­od that 70 odd years ago on a who­le rema­king of glo­bal insti­tu­ti­ons, the crea­ti­on of the United Nati­ons, the World Bank, the IMF so many of the insti­tu­ti­ons we kind of take for gran­ted today came out of that reco­gni­ti­on of a mas­si­ve dest­ruc­tion that we would have to turn around. We also thought about how we were going to rebuild Euro­pe and of cour­se the­re was the uh the Mar­shall Plan which The Broo­kings insti­tu­ti­on took part in back in the day and the­re was a lot of rethin­king about how we nit the Euro­pean con­ti­nent back tog­e­ther again and how we for­ge new trans­at­lan­tic rela­ti­ons­hips. And we’­re going to have to do that after this war in Ukrai­ne there’s been so much dis­lo­ca­ti­on and in a way Putin is say­ing that we’­ve been figh­t­ing a hund­red years war. Every time he refers to Ukrai­ne he takes us back in time and almost gives us this sen­se that we’­ve been at a sta­te of war at least in his mind we have been going back to that col­lap­se of the Rus­si­an Empi­re the crea­ti­on of the Soviet Uni­on Ukrai­ne all the way through all of the other con­flicts and he’s try­ing to reor­der Euro­pe in his fashion and we’­re going to have to think about what we can do to coun­ter that.

You tal­ked a litt­le bit about here, actual­ly more than a litt­le bit about, the insti­tu­ti­ons that came out of World War II and came out of tho­se con­ver­sa­ti­ons bet­ween Chur­chill and Roo­se­velt and de Gaul­le and of cour­se the first one I think was the Euro­pean Coal and Steel Com­mu­ni­ty [Mon­tan­uni­on] pact, how has the Ukrai­ne war affec­ted tho­se glo­bal insti­tu­ti­ons today - has it chan­ged them or has it chan­ged what needs to be done in regards to them?

Well I think what it has done is shown up all the ina­de­quaci­es of the cur­rent insti­tu­ti­ons becau­se over time they’­ve dete­rio­ra­ted you know we haven’t given as much thought as we did you know in that initi­al after­math of the war to how we keep them going and we’­ve been cal­ling all the time for reform of the United Nati­ons and not real­ly got any­whe­re and this cur­rent con­flict has shown the ina­de­quaci­es of the United Nati­ons of cour­se with the struc­tu­re of the U.N secu­ri­ty Coun­cil and having Chi­na and Rus­sia on the­re that can veto every reso­lu­ti­on that’s rela­ted to the war in Ukrai­ne but they’­ve also shown the need still for the­se mul­ti­na­tio­nal mul­ti­la­te­ral orga­niz­a­ti­ons and cer­tain­ly then are­as in which you know we could put empha­sis in the future becau­se we’­ve seen uh the office of the Secreta­ry Gene­ral of Gutier­rez play a role in loo­king at war cri­mes in Ukrai­ne see­ing you know what’s been hap­pe­ning on the ground and of cour­se we’­ve seen the UN Secreta­ry Gene­ral along with pre­si­dent Erdo­gan of Tur­key step in to try to crea­te a deal on grain to basi­cal­ly bust through the blo­cka­de in the Black Sea that Vla­di­mir Putin has impo­sed sin­ce the out­break of con­flict on grain exports from Ukrai­ne food secu­ri­ty has real­ly risen to a cri­ti­cal issue now if we look back over you know last several deca­des it was sort of 40 years ago sin­ce the Live Aid con­certs and fami­ne in Soma­lia and Ethio­pian else­whe­re which is Rai­sing its uh ter­ri­ble head again and at that point even then back in the 1980s it would see­med that the United Nati­ons and the World Food Pro­gram and other insti­tu­ti­ons that we’­ve crea­ted uh you know were real­ly kind of ina­de­qua­te to the task and you saw a lot of pri­va­te Endea­vor emer­ging the­re and I think that now you know 40 years on with the war in Ukrai­ne there’s been a reinvi­go­ra­ti­on of the role that United Nati­ons can play again though being trig­ge­red off by fami­ne and uh food secu­ri­ty issu­es but we’­ve beco­me more cognizant of the­se and of cour­se agri­cul­tu­re is Big Busi­ness and you know it’s inte­res­ting to think about the role of Ukrai­ne over the last 30 years Ukrai­ne always had the repu­ta­ti­on going back to the cza­rist era of being the Bread Bas­ket of Euro­pe cer­tain­ly the Bread Bas­ket of the Rus­si­an Empi­re but we now see that Ukrai­ne was the Bread Bas­ket for all kinds of coun­tries in Midd­le East in Afri­ca sub-Saharan Afri­ca and else­whe­re around the glo­be and this war has basi­cal­ly dis­rup­ted a quar­ter of the glo­bal grand tra­de espe­cial­ly for tho­se coun­tries that are the most vul­nerable and fra­gi­le and so we’­ve had to step in to deal with this and I think if we look down the line get­ting back to the point that you were say­ing about Euro­pean coal and Steel Com­mu­ni­ty we may be actual­ly having to think about food secu­ri­ty and grain and agri­busi­ness and fer­ti­li­zer which is ano­t­her big aspect to this becau­se Rus­sia is one of the lar­gest pro­du­cers of fer­ti­li­zer and that’s been you know cut off from many of the mar­kets I think we’ll be see­ing a dri­ving for­ce now the­re par­ti­cu­lar­ly of coun­tries in the so-called Glo­bal South in Afri­ca and else­whe­re real­ly pushing here to have more atten­ti­on pai­red for this down the line so we could see ano­t­her form of Inter­na­tio­nal Com­mu­ni­ty along the lines of Steel and coal emer­ging out of the­re now Steel and coal were obvious­ly uh all direct­ly lin­ked into ener­gy and secu­ri­ty and also the future of indus­try and the­re was that big buil­dup of manu­fac­tu­ring indus­try after World War II and Ger­ma­ny was at the heart of that as you well know and of cour­se now we’­re see­ing major shifts with the war in Ukrai­ne the cut­ting off of ener­gy, the oil cap on sort of ship­ping of Rus­si­an oil, cut­ting off of gas sup­plies and a who­le reo­ri­en­ta­ti­on the­re and of cour­se that’s part­ly to do with sanc­tions by the West the United Sta­tes and Euro­pe but there’s also a gro­wing rea­liz­a­ti­on final­ly about the vul­nera­bi­li­ty of depen­dence on Rus­si­an gas and of cour­se the United Sta­tes has been har­ping on about this for for deca­des sin­ce the first con­tracts long-term con­tracts for gas exports from the Soviet Uni­on to Ger­ma­ny and other Euro­pean Part­ners we’­ve always said this was a mas­si­ve vul­nera­bi­li­ty and now final­ly it’s it’s appa­rent and so we’­re see­ing a huge rush to the doors uh in Euro­pe and a a real empha­sis now on a tran­si­ti­on at a very you know dif­fi­cult time obvious­ly we’­re wan­ting to acce­le­ra­te a tran­si­ti­on in any case becau­se of cli­ma­te chan­ge but now Natio­nal Secu­ri­ty prio­ri­ties have - have been upper­most and Euro­pe is going to have to reo­ri­ent its­elf to a who­le dif­fe­rent ener­gy con­fi­gu­ra­ti­on so you could also see going back to the past a new com­mu­ni­ty on ener­gy and a new way of loo­king at ener­gy secu­ri­ty that brings Euro­pean you know coun­tries more into line with each other and that of cour­se will have its uh knock on effect on other kinds of pro­duc­tion becau­se steel and coal were intrinsi­cal­ly ent­wi­ned and Ger­man manu­fac­tu­ring that hea­vy inten­si­ve manu­fac­tu­ring inclu­ding for steel and spe­cia­li­zed Steels was very much depen­dent on cheap gas from Rus­sia and that’s that that’s at an end now so there’s gon­na have to be a rethin­king of pro­duc­tion insi­de of Euro­pe as well more empha­sis on green tech­no­lo­gies and may­be some you know major shifts in the way that Euro­pe does busi­ness so I mean the bot­tom line of all this you know not to go on too much is that we’­re in you know, what the Ger­mans are cal­ling Zeitenwende.

Das ist doch mal eine schö­ne kla­re Zusammenfassung.

Kam bei mei­ner ehe­ma­li­gen Psy­cho­the­ra­peu­tin auch nicht gut an. STURB DU HURE.

Wobei einen Teil soll­te man viel­leicht auch noch her­vor­he­ben, wer gibt die­ses State­ment denn aktu­ell gera­de ab?

It’s now my gre­at plea­su­re to intro­du­ce today’s pro­gram, a con­ver­sa­ti­on with Fio­na Hill on Rus­sia, Vla­di­mir Putin and Ukrai­ne. Fio­na Hill is seni­or fel­low of for­eign poli­cy at the Broo­kings Insti­tu­ti­on at the cen­ter on the U.S. and Europe.

Robert Aber­nathy, as you all know, is a long time board mem­ber of the Los Ange­les world affairs Coun­cil and Town Hall. He’s also foun­der and pre­si­dent of the tech cen­ter and ser­ves on many boards inclu­ding Broo­kings and the Atlan­tic Coun­cil so with that Bob, I appre­cia­te so much you com­ing on screen and intro­du­cing and dis­cus­sing Fio­na Hills Focus today. Thank you so much.

Thank you very much Kim, I’m deligh­ted to be here with all my fel­low coun­cil mem­bers it’s a plea­su­re being with you this morning […]

Ok - naja, dass ist jetzt ein bis­serl dünn um eine ideo­lo­gi­sche Nähe zum U.S. Sta­te depart­ment zu unter­stel­len. Dann halt wei­ter im Text…

What is Broo­kings and what do you do at Brookings?

Well um just one, uh quick cor­rec­ti­ve - just quick­ly the­re Bob, becau­se you know obvious­ly the­se tit­les some­ti­mes sound the same. I was actual­ly the Natio­nal Intel­li­gence offi­cer under Bush and Oba­ma and then I was on the Natio­nal Secu­ri­ty Coun­cil under Trump and I did­n’t qui­te Escape ent­i­re­ly from uh ever­ything that fol­lo­wed from that pho­ne call as peop­le remem­ber of cour­se [ear­lier on it was men­tio­ned, that Fio­na Hill left the Trump white house “fashion­ab­ly ear­ly (enough)” about 10 days befo­re the infa­mous Trump pho­ne call with Selen­skyy] becau­se I ended up get­ting snar­led up in that first impeach­ment tri­al and you of cour­se are on the um uh the board of Broo­kings insti­tu­ti­ons you clear­ly know what Broo­kings is, but Broo­kings of cour­se was set up more than 100 years ago, at the same sort of time frame as the Coun­cil on For­eign Rela­ti­ons and the Car­ne­gie Endow­ment for Inter­na­tio­nal Peace. 

Out of that um ear­ly 20th cen­tu­ry phil­an­thro­py whe­re many peop­le were step­ping for­ward to try to encou­ra­ge more scho­l­ar­s­hip on issu­es that were rele­vant to United Sta­tes domestic and for­eign poli­cy espe­cial­ly in eco­no­mic stu­dies or in the realm of Natio­nal Secu­ri­ty and and par­ti­cu­lar­ly when this is around the time of World War One and the run-up to World War one whe­re the­re was a lot of con­cern about what was hap­pe­ning in the broa­der world and what kind of impact that might have on the United Sta­tes. Broo­kings actual­ly is an insti­tu­ti­on with a DOT edu at the end of it so very much focu­sed on rese­arch and scho­l­ar­ly pro­duc­tion, but Broo­kings also does loan out peop­le like mys­elf to government at various points. My first appoint­ment at the Natio­nal Intel­li­gence Coun­cil I was lear­ned out on an agree­ment with the United Sta­tes government. The­re have been many others who have done this inclu­ding Mar­tin Indyk who many peop­le here might remem­ber and know from his time at Broo­kings uh now at the Coun­cil of For­eign Rela­ti­ons who was a spe­cial Envoy for peace in the Midd­le East uh with Isra­el and Pales­ti­ne some years ago as well. The most recent stint in government obvious­ly being some­what con­tro­ver­si­al at the time com­ing in the work of the Rus­si­an inter­fe­rence in the U.S elec­tion cam­pai­gn in 2016 I took a lea­ve and then came back to Broo­kings again - we’­re basi­cal­ly an inde­pen­dent insti­tu­ti­on we are non-partisan alt­hough peop­le like to try to push Broo­kings in a cer­tain direc­tion, we have a num­ber of pro­grams loo­king at for­eign poli­cy which also covers Natio­nal Secu­ri­ty and lar­ger stra­te­gic issu­es, eco­no­mic stu­dies which loo­ks at the U.S eco­no­my in par­ti­cu­lar, a num­ber of cen­ters the­re and Bob you’­ve been asso­cia­ted with many of tho­se acti­vi­ties for some time, glo­bal eco­no­mic deve­lo­p­ment Metro­po­li­tan stu­dies which is loo­king at the the who­le future of Urban Deve­lo­p­ment and you know rather lar­ge set of issu­es loo­king at demo­gra­phy and chan­ges in the United Sta­tes pat­terns of Mobi­li­ty, migra­ti­on, etc and we have scho­l­ars from all over the world uh who work at Broo­kings again with the empha­sis on non-partisan poli­cy rela­ted and poli­cy rele­vant scho­l­ar­s­hip that can help the US in par­ti­cu­lar but also other governments and other sta­ke­hol­ders and you know thin­king about some of the cru­cial issu­es - first thing for us today, we’­ve got a lot of work on ener­gy and cli­ma­te chan­ge and other acti­vi­ties as well so that’s Broo­kings perhaps not qui­te in a nuts­hell but - some­thing appro­xi­ma­ting that.

Dan­ke Fiona.

Micha­el Shel­len­ber­ger hat da auch mal eine Ein­schät­zung dazu was Broo­kings ist. Ein­fach eine ganz ent­spann­te wis­sen­schaft­li­che Ver­ei­ni­gung halt.

Jetzt ist es nur komi­scher­wei­se so, dass -

- die Broo­kings Insti­tu­ti­on das “Putin glaubt er sei ein Zar” Nar­ra­tiv erfun­den hat (Trade­mark Fio­na sie­he 1,2)
- das Atlan­tic Coun­cil als ers­tes schwe­re Waf­fen für die Ukrai­ne gefor­dert hat, bevor die Ukrai­ne die­se For­de­rung zwei Tage spä­ter über­nom­men hat, zwei wei­te­re Tage vor Butscha
- das Atlan­tic Coun­cil den ehe­ma­li­gen ukrai­ni­schen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Andriy Zago­rod­nyuk ange­stellt hat, und ihn an dem Tag bei Times Radio die kom­plet­te stra­te­gi­sche Aus­rich­tung der Ukrai­ne run­ter­rat­tern hat las­sen, als die US Mili­tär­füh­rung plötz­lich die Posi­ti­on der Ukrai­ne nicht mehr ver­stan­den hat, da sie das Wort “Neu­tra­li­tät” bei Ver­hand­lun­gen in den Mund genom­men hat­ten -- aber gut, kein hal­bes Monat spä­ter waren dafür die Ver­hand­lun­gen vorbei --
- Zago­rod­nyuk der Poli­ti­ker ist der 2019 in den US Jave­lin­lie­fe­run­gen für den Don­bas ange­strengt und dort CBC zu Pro­to­koll gege­ge­ben hat, dass sie im Don­bas kon­flikt­ent­schei­dend wären - gut aber die kamen dort ja erst im Okto­ber 2021 kurz vor dem gro­ßen rus­si­schen Mili­tär­auf­marsch zum Einsatz…
- der Ger­man Mar­shall Fund of the United Sta­tes die Insti­tu­ti­on ist, die aktu­ell Ver­än­de­run­gen in der deutsch/amerikainschen Ener­gie­part­ner­schaft lob­by­iert (1,2) und zwi­schen­zeit­lich den Stan­dard ver­arscht, oder auch wie­der mal bes­ser infor­miert ist als Habeck
- die Car­ne­gie Endow­ment for Inter­na­tio­nal Peace, sich beim IWM­Vi­en­na in Gesprächs­run­den wie­der­fin­det in denen “wir gemein­sam gegen Russ­land” als neu­es einen­des Euro­pa­mo­tiv für die Bevöl­ke­rung vor­ge­schla­gen wird - in der Ver­gan­gen­heit auch ein­fach mal oppor­tu­nis­tisch die Posi­ti­on wech­selt, oder deren Mit­glie­der auch schon mal voll­kom­men aus der Rol­le fal­len, weil sie den Scheiß nicht mehr ertra­gen (sie­he: Keep Ger­ma­ny down.).
- der IWM­Vi­en­na auch das Insti­tut ist an dem Timo­thy Sny­der sei­nen akti­ven Sitz als per­ma­nent fel­low hat, der dann erst mal kurz das “Russ­land als neo­ko­lo­nia­lis­ti­sche Macht in der Ukra­nie” Nar­ra­tiv erfun­den hat (!), dafür dann zur Vic­tur Pin­chuk Foun­da­ti­on ein­ge­la­den wur­de, und dann ne Yale Pro­fes­sur bekom­men hat.

Jetzt kommts aber, das ist alles Zufall muss man wis­sen und kei­nes­falls US Propaganda.

Genau­so wie es Zufall ist, dass der U.S. Neo­con Think­tank schlecht hin, die Hoo­ver Insti­tu­ti­on, Mear­s­hei­mer am Tag acht des Krie­ges sie­ben zu nie­man­den in einem neu­ge­grün­de­ten Online­for­mat offen kom­plett dis­kre­di­tiert hat (1,2) -- und dann eben­falls eine Woche nach Kriegs­be­ginn Kot­kin DAS Haupt­nar­ra­tiv des Ukrai­ne Krie­ges kre­ieren lässt, das danach unwi­der­spro­chen und une­regänzt, uner­wei­tert - durch ganz Euro­pa geht.

Aber gut, das ist jetzt alles auch Zufall muss man wis­sen, denn Kot­kin hat in die­sem Jahr eine Stand­ford Pro­fes­sur erhal­ten.

Man sieht also - also kom­plett nor­mal, man muss aber auf­pas­sen dass man zum Ukrai­ne Krieg nicht Pro­xy war sagt, obwohl er die wis­sen­schaft­li­che Defi­ni­ti­on dafür erfüllt. Weil das will Putin.

Ich hof­fe damit ist jetzt vie­les klarer.

Die­se Gesell­schaft ist das Letz­te, sterbt ihr Schweine.

Kam bei mei­ner ehe­ma­li­gen Psy­cho­the­ra­peuthin auch nicht gut an. Umsonst hat sie mich ja auch nicht aus der Betreu­ung getre­ten, als ich dar­an ver­zwei­felt bin - dass in Öster­reich die letz­te Qua­li­täts­zei­tung auf “die Ukrai­ne muss gewin­nen, weil ver­lie­ren kei­ne Opti­on ist” umge­schwenkt ist, und bekannt wur­de, dass öster­rei­chi­sche Steur­gel­der über die EU Frie­dens­fa­zi­li­tät Waf­fen­käu­fe in der Ukrai­ne finan­zie­ren. (Das Rechts­mit­tel der “kon­struk­ti­ven Ent­hal­tung” ist eine Selbst­ver­pflich­tung von unter einer A4 Sei­te und ver­hin­dert nichts davon, dass die Allo­ka­ti­on der Funds mitt­ler­wei­le nicht mehr Öffent­lich ein­seh­bar ver­läuft, der Fund over­draf­tet war, und die Ukrai­ne weni­ger Geld für Huma­ni­tä­res aus­ge­ge­ben hat, als zwei­mal Irland Geld in den Fond gesteckt hat. War­um Zwei­mal Irland? Öster­reich ver­öf­fent­licht weder sei­ne Zah­len, noch wofür das Geld gear­markt wur­de, auch nicht auf par­la­men­ta­ri­sche Anfra­ge (der FPÖ), deren Beant­wor­tung einem anrät das doch bei der EU anzu­fra­gen, die sicher­ge­stellt hat, dass die Allo­ka­ti­on des Funds nicht mehr öffent­lich wird. Also auch nicht retro­ak­tiv. Aber ok, wer wür­de hier im Kriegs­fall nicht dar­auf ver­trau­en, dass die pri­va­te Fond­ver­wal­tung, and die die EU die Peace Faci­li­ty aus­ge­la­gert hat, um nicht unter EU Pro­to­ko­lie­rungs­be­stim­mun­gen zu fal­len, ein­fach nichts unethi­sches macht? This coun­tries population!)

Aber gut, der Chef­re­dak­teur der letz­ten öster­rei­chi­schen Qua­li­täts­zei­tung die umge­schwenkt ist, hat sich in der Woche dar­auf eine “Medi­en­part­ner­schaft” mit bei einem Mode­ra­ti­ons­e­vent der Öster­rei­chisch Ame­ri­ka­ni­schen Gesell­schaft abge­holt, bei dem auch der Johan­nes Kopf zuge­gen war, der sich gedacht hat - packt er doch die Gele­gen­heit beim Schopf - und ruft drei Tage spä­ter eine Bür­ger­volks­be­geh­ren “Bünd­nis­frei­es Öster­reich” aus, damit Öster­reich nicht mehr mili­tä­risch neu­tral bleibt (1,2).

Jetzt ist das aber alles Zufall muss man wissen.

Die­se Gesell­schaft ist das Letz­te. Sterbt ihr Schweine.

edit: Jetzt gibts aber auch wie­der gute Nachrichten.
“Was für eine Art Held ist Selen­skyj?” vom frisch­ge­ba­cken­den Yale Professor!

edi2: Viel­leicht habe ich den Haupt­aspekt hier noch nicht erwähnt. Das sind alle Insti­tu­tio­nen die aktu­ell das öffent­li­che Mei­nungs­bild zum Krieg prä­gen. Wenn ich noch eine wei­te­re nen­nen müss­te die mir seit Kriegs­be­ginn wie­der­holt unter die Nase gekom­men wäre, dann ist es “die Eska­la­ti­ons­spi­ra­le ist eine Lern­kur­ve, die Zusi­che­run­gen zu Nato Ost­erwei­te­run­gen haben nie exis­tiert, und wir kom­men immer mit den Daten durch­ein­an­der” Stif­tung Wis­sen­schaft und Politik --

(1,2,3,4,Bonus)

aber das sind kei­ne brauch­ba­ren neu­en Narrative.

Alle Nar­ra­ti­ve die aktu­ell als Leit­plan­ken einer Welt nach der Zei­ten­wen­de unter­wegs sind, stam­men von US Insti­tu­tio­nen die ger­ne auch mal alle in einem ein­zi­gen Vor­trag von Fino­na Hill genannt wer­den, wenn die über das insti­tu­tio­na­li­sier­te Sys­tem spricht, das im Aus­land US Inter­es­sen vertritt.

Aber das ist natür­lich alles wie­der Zufall, und wahr­schein­lich selek­ti­ve Schnee­ball Analyse.

Gut, ich gras zwar alles ab, von der Wil­ly Brandt Stif­tung bis zu ehe­ma­li­gen Strat­for Ana­lys­ten - aber komi­scher­wei­se reichts bei kei­nem von denen zu einem voll­wer­ti­gen Nar­ra­tiv das durch die Gesell­schaft geht.

Das ist jetzt aber alles Zufall muss man wissen.

edit: Wen nimmst du eine Woche drauf als die Per­sön­lich­keit die bei einer Munk Debat­te das Haupt­nar­ra­tiv der west­li­chen Brei­ten­me­di­en gegen eine Rea­list School for­eign poli­cy theo­ry Pro­po­nen­tin ver­tre­ten soll? Well look no fur­ther than the Broo­kings Insti­tu­ti­on of cour­se!

Wie kann man die Bevölkerung noch verarschen?

26. Dezember 2022

Der Stan­dard berich­tet nicht was die “Frie­dens­for­mel” ist, berich­tet aber drüber. 🙂

1A lupen­rei­ne Propaganda.

Selen­skyj bit­tet Indi­en um Hil­fe bei “Frie­dens­for­mel”
Der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Wolo­dym­yr Selen­skyj hat am Mon­tag in einem Tele­fo­nat mit dem indi­schen Pre­mier­mi­nis­ter Naren­dra Modi um Indi­ens Hil­fe bei der Umset­zung einer “Frie­dens­for­mel” gebeten.

Ich hat­te ein Tele­fon­ge­spräch mit Pre­mier­mi­nis­ter Naren­dra Modi und wünsch­te ihm eine erfolg­rei­che G20-Präsidentschaft”, schrieb Selen­skyj auf Twit­ter. “Es war auf die­ser Platt­form, dass ich die Frie­dens­for­mel ange­kün­digt habe und nun zäh­le ich auf Indi­ens Betei­li­gung an ihrer Umsetzung.”

Indi­en hat sich bis­lang neu­tral zum Krieg in der Ukrai­ne posi­tio­niert, da das Land enge Bezie­hun­gen zum Wes­ten wie zu Russ­land hat. Indi­en trägt west­li­che Sank­tio­nen nicht mit und wirbt zugleich für eine Kon­flikt­lö­sung durch Dialog.

src: click

Die­se Gesell­schaft ist das Letz­te sterbt ihr Schweine.

Kom­men­ta­re unter dem Artikel:

Wie sieht die­se For­mel aus? Hat bit­te ggf. jemand Infor­ma­ti­on dazu? Danke!

Kei­ne Antwort.

edit: Es wird noch bes­ser, eine Stun­de spä­ter ant­wor­tet jemand, und die Ant­wort linkt auf ein geschön­tes State­ment vom 15. Novem­ber. Kom­plett ande­re Punk­te, kom­plett ande­rer PR Fokus. Das ist nicht das Ori­gi­nal. Das Ori­gi­nal ist vom 22. Sep­tem­ber. (Mir­ror) Nie­mand korrigiert.

Selen­skyj ist ein­fach unübertroffen.
Er ist der rich­ti­ge Mann für das rich­ti­ge Land zur rich­ti­gen Zeit.
Ich wün­sche ihm, dass er nach dem Krieg auch so viel zusam­men bringt. bzw., dass er recht­zei­tig zurück tritt, wenn er den Wie­der­auf­bau nicht mehr beglei­ten will

[…]

Die­se Gesell­schaft ist ein­fach das abso­lut abgrund­tief Letzte.

Wie kann man die­se Gesell­schaft noch verarschen?

edit: Der Stan­dard hat ges­tern am 29. Dezem­ber erst­ma­lig den Inhalt von Selen­sky­js Frie­dens­for­mel näher beleuch­tet. Er kann kei­ne Detail­ana­ly­se brin­gen, da das Ding so gro­tesk ist dass ihm dabei die Leser weg­lau­fen wür­den, also hat er sich auf einen Satz beschränkt. Das liest sich dann so:

Law­row nann­te die Füh­rung in Kiew “ver­hand­lungs­un­fä­hig”. Zuvor hat­te der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Wolo­dym­yr Selen­skyj sei­ne “Frie­dens­for­mel” vor­ge­stellt, die aus zehn Punk­ten besteht. Die wich­tigs­ten dar­un­ter sind der voll­stän­di­ge Abzug der rus­si­schen Trup­pen von ukrai­ni­schem Gebiet und Repa­ra­ti­ons­zah­lun­gen für die vom rus­si­schen Mili­tär ange­rich­te­ten Zer­stö­run­gen in der Ukraine.

src: click

Komisch, der ers­te Punkt der Frie­dens­for­mel ist Bestra­fung. War­um das nicht der Wich­tigs­te ist? Naja, da gibt der Stan­dard dem ver­ant­wort­li­chen Redak­teur ein­fach die Künst­le­ri­sche Lizenz das umzudeuten.

Jetzt dreht sich aber der gesam­te Arti­kel dar­um, dass Mos­kau Kiew unter­stellt hat nicht ver­hand­lungs­fä­hig zu sein und Selen­sky­js “Vor­be­dinun­gen” für Frie­dens­ver­hand­lun­gen (die Frie­dens­for­mel) abge­lehnt hat, also bringt man für sei­ne Leser, als ordent­li­cher Stan­dard Redak­teur zwei der zehn mehr­schich­ti­gen Punk­te in einem Satz und macht dann Feierabend.

Übri­gens, wuss­ten sie schon, dass Selen­sky­js Frie­dens­for­mel bald die UN Char­ta ersetzt? Selen­skyj weiß das.

Medientechnische Aufbereitung

22. Dezember 2022

der Lie­fe­rung einer (in Zah­len 1) Patri­ot Missile-Battery an die Ukraine.

Bildschirmfoto 2022 12 22 um 21 54 38src: click

Die drei­tei­li­ge Illus­tra­ti­ons­se­rie hat mir wirk­lich sehr gut ver­deut­licht, wie viel eins ist. Sie war dafür sehr hilfreich.

Vie­len Dank an die tech­ni­sche Redak­ti­on der APA.

Ich hab die Illus­tra­ti­on mal durch eine rever­se Image Suche gejagt - der Stan­dard hat die bei der APA exklu­siv in Auf­rag gege­ben. Kei­ne ande­re Quel­le hat sie aktu­ell veröffentlicht.

Aber die APA hat die Assets schon mal 2015 der DPA lizen­siert. 😉 Und der Pres­se für einen Syri­en Arti­kel aus 2012.

Syrien nato stationiert patriotraketen

Ich stell mir das unge­fähr so vor: 

Hearst Wil­li, der Stan­dard will wie­der visu­al Can­dy fürs Gschichtl mit der einen Patri­ot Bat­te­rie, crop und desa­tu­ri­er eam mal die Syri­en­gra­phik von 2012 damit sie net so nach Wüstn ausschaut- und ver­rechn eam an hundata!”




Man beach­te auch fol­gen­de Ände­run­gen im Bildtext:

Bei 1 und 4 weni­ger Text, da der Stan­dard ja Qua­li­täts­zei­tung ist. Bei 2 ergän­zen, dass die Patri­ot sehr ein­drucks­voll ist, da sie bis zu 50 (!) Zie­le gleich­zei­tig kon­trol­liert! Bei 3 ergän­zen dass ja eine Patri­ot auch enor­me Reich­wei­te hat und bis zu 5 Zie­le gleich­zei­tig bekämp­fen kann!

Komisch, dass das 2012 in Syri­en noch nicht so rele­vant war.

Das dama­li­ge Arti­kel­bild hat der Stan­dard übri­gens nicht zur Illus­tra­ti­on verwendet -
Patriot
in der Fach­spra­che sagt man bei sowas “zuviel Luft im Bild”.

Pro­pa­gan­da hat aber noch immer nie­mand entdeckt.

Im Bild übri­gens ein Mann, den noch mal 90 zur Bedie­nung eines drei­tei­li­gen Patri­ot Systems, …

Der Standard weiß kaum was, spekuliert aber schlecht

22. Dezember 2022

Angst vor Star­link: Wie Russ­land und Chi­na das Satel­li­ten­in­ter­net aus­schal­ten wollen

[…]

Dass Russ­land über die Mög­lich­kei­ten ver­fügt, hat Putins Reich im Novem­ber des Vor­jah­res bewie­sen. Die rus­si­schen Streit­kräf­te lenk­ten eine Rake­te in einen still­ge­leg­ten rus­si­schen Satel­li­ten – und zer­stör­te damit den künst­li­chen Him­mels­kör­per völ­lig. Die Besat­zung der ISS muss­te auf­grund der umher­flie­gen­den Trüm­mer in ihren Lan­de­kap­seln in Deckung gehen.

Dass Russ­land aber sämt­li­che Starlink-Satelliten mit Rake­ten aus dem Orbit schießt, scheint ein aus­sichts­lo­ses Unter­fan­gen zu sein: Aktu­ell sind 3.275 Satel­li­ten der Mut­ter­fir­ma Space X im Erdor­bit. Laut rus­si­schen Medi­en­be­rich­ten wären min­des­tens 4.000 Rake­ten erfor­der­lich, und selbst die­se Zahl wird in Mili­tär­krei­sen ange­zwei­felt – es gilt als unwahr­schein­lich, das Russ­land tat­säch­lich über der­ar­ti­ge Kapa­zi­tä­ten verfügt.

Auch in Chi­na wächst die Sor­ge, dass Star­link einen erheb­li­chen Vor­teil für west­li­che Streit­kräf­te dar­stel­len könn­te. Tat­säch­lich wird Star­link mitt­ler­wei­le als Gefahr für die natio­na­le Sicher­heit Chi­nas ein­ge­stuft. Des­halb arbei­tet die chi­ne­si­sche Volks­be­frei­ungs­ar­mee eben­falls an Anti­sa­tel­li­ten­waf­fen. Erst Ende Okto­ber simu­lier­te ein For­schungs­in­sti­tut der chi­ne­si­schen Streit­kräf­te einen ato­ma­ren Angriff auf das Satel­li­ten­netz­werk. In der Com­pu­ter­si­mu­la­ti­on wur­de eine Zehn-Megatonnen-Bombe in einer Höhe von 80 Kilo­me­tern gezün­det. Die dadurch ent­ste­hen­de radio­ak­ti­ve Trüm­mer­wol­ke soll sich über eine Flä­che von über 140.000 Qua­drat­ki­lo­me­ter aus­brei­ten und Satel­li­ten und Raum­fahr­zeu­ge lahm­le­gen, wie die “South Chi­na Morning Post” berichtet.

src: click

Was ist ein geo­sta­tio­nä­rer Orbit? Was ist ein Low Earth Orbit? Was ist der Kos­ten­vor­teil von Starlink?

Ist ja egal muss man ja nicht wissen…

Russ­land hat nicht die Tech­no­lo­gie eine Atom­ra­ke­te in den low Earth Orbit zu schie­ßen. Ist ja allerhand…

Radio­ak­ti­ve Trüm­mer­wol­ke zer­stört dann hun­der­te Sat­teli­ten! Nein, aber die Gas­teil­chen in der obe­ren Atmo­sphä­re wer­den durch die Explo­si­on beschleu­nigt - ist ja fast das sel­be wie eine radio­ak­ti­ve Trümmerwolke.

Kei­ne Ahnung davon haben was man schreibt - auf publis­hen cli­cken und dann raus zu den Leuten.

Halt wie immer auch alles nur kei­ne Pri­mär­quel­len lin­ken, damit man spä­ter nicht wie ein Trot­tel dasteht.

War­um zün­det nie­mand eine Atom-Rakete im low Earth Orbit? Weil der Debris der durch defek­te Satel­li­ten ent­steht ein Kess­ler Syn­drom los­tre­ten wür­de und da auch ande­re Staa­ten was dage­gen haben dürften.

Nicht weil Russ­land es nicht - aber Chi­na es schon kann.

Russ­land hat bereits in der Ver­gan­gen­heit “Ver­gel­tung” wegen des Ein­sat­zes von “Welt­raum­tech­no­lo­gien” in der Ukrai­ne ange­kün­digt, gemeint dürf­te Star­link gewe­sen sein.

Wie­so soll­te man als Redak­teur auch wis­sen, dass Russ­land Star­link über eine kür­ze­re Peri­ode bis zu einem Soft­ware Update erfolg­reich gestört haben dürf­te - wie­so soll­te das in einem sol­chen Arti­kel erwähnt wer­den, braucht ja kein Stan­dard Leser zu wissen…

In Bezug auf das Inter­net haben wir vie­le Star­links, aber der ent­schei­den­de Punkt ist, dass wir eine Zusa­ge für eine wei­te­re Sen­dung erhal­ten haben, die zur Sta­bi­li­sie­rung der Ver­bin­dung in kri­ti­schen Situa­tio­nen ver­wen­det wird”, sag­te er. Und: “Musk hat uns ver­si­chert, dass er die Ukrai­ne wei­ter­hin unter­stüt­zen wird.”

Aso - Musk hat das gesagt! Wie­so soll­te man an der Stel­le auch wei­ter recher­chie­ren? Und dann ver­ste­hen dass mit Star­s­hield eine eige­ne Ange­bots­schie­ne von Space X nur für das US Mili­tär besteht, oder dass die US Air For­ce Star­link Test­pro­gram­me bezahlt hat?

Das brauch der Stan­dard­le­ser doch alles nicht zu wissen.

Der Gag dabei ist, dass ich mir nicht mal die Mühe machen muss Quel­len zu ver­lin­ken, weil alles davon in einem ordent­lich recher­chier­ten Arti­kel von Rie­ger, der samt vom Stan­dard aus­ge­las­se­nen Pri­mär­quel­len bereits seit drei Tagen online ist.

Der satel­li­ten­ge­stütz­te Inter­net­zu­gang aus dem Hau­se Space X ist zum wesent­li­chen Fak­tor auf den Schlacht­fel­dern der Ukrai­ne gewor­den. Die Ver­tei­di­ger diri­gie­ren dank des Breit­band­zu­gangs Droh­nen, hal­ten wäh­rend des Gefechts die Kom­mu­ni­ka­ti­on auf­recht und kön­nen selbst rasch und effi­zi­ent Ziel­da­ten etwa für die Artil­le­rie aus­tau­schen. So soll Star­link vie­le Sie­ge der Ukrai­ne über die rus­si­schen Angrei­fer erst mög­lich gemacht haben: Wer den Daten­stream auf sei­ner Sei­te hat, gewinnt Schlachten.

Gut, der Stan­dard Redak­teur muss auch nicht wis­sen, dass es auch zur Luft­ver­tei­di­gung ein­ge­setzt wird (auch beim Zvook Pro­jekt), oder dass es ‚im Okto­ber durch Geo­fen­cing zu einem Aus­fall gekom­men sein dürf­te der bei der Rück­erobe­rung von Gebie­ten Pro­ble­me berei­tet hat…

All das muss der Stan­dard Leser nicht erfah­ren. Star­link mäch­tig, Star­link gut, Rus­se tech­nisch im Hin­ter­tref­fen, Rus­se Angst! Selbst Elon hilft!

Ich fühl mich schon wie­der ein­fach per­fekt informiert.

Beim Leser ent­steht auch sofort der gewünsch­te Ein­druck: (Kom­men­tar:)

Schon unfair
Welt­raum­tech­no­lo­gie gegen Bären­un­kraut und umge­bau­te Kühlschränke.

Wie­so soll­te man den als Redak­teur auch ver­mei­den wollen.

Wer­te­wes­ten. Wir berich­ten in der gesam­ten Qua­li­täts­pres­se nur die Pro­pa­gan­da einer Sei­te. Das dafür aber so gut, …

The future of work

21. Dezember 2022

Die­ses Inter­view ist zuerst im Han­dels­blatt erschienen.

Herr Too­ze, fast nir­gends ist die Indus­trie so wich­tig wie in Deutsch­land. Wird das trotz Energie- und Kli­ma­kri­se so blei­ben können?

Das weiß ich nicht. Ich weiß nur: Deutsch­land hat einen Industrie-Fetisch. Es klam­mert sich an ein Wirt­schafts­mo­dell, des­sen Zukunft infra­ge steht. Natür­lich brau­chen wir für die Ener­gie­wen­de Lösun­gen aus der Indus­trie, aber dar­auf ein gan­zes Gesell­schafts­bild auf­zu­bau­en ist übertrieben.

Die Indus­trie ist Wohl­stands­ga­rant in die­sem Land.

Ja, aber doch nur des­halb, weil vie­le Leu­te dafür sor­gen, dass sich an die­ser Struk­tur nichts ändern kann. In Deutsch­land gibt es eine ideo­lo­gi­sche Über­hö­hung die­ses Sek­tors, die an den Rea­li­tä­ten vor­bei­geht. Es gibt ande­re Sek­to­ren, in denen die deut­sche Wirt­schaft ihre Res­sour­cen bes­ser ver­wen­den könn­te: Dienst­leis­tun­gen, For­schung, die Suche nach neu­en Technologien.

Sie kön­nen mir doch nicht erzäh­len, dass das Zusam­men­schrau­ben von Autos und Kochen von Stahl zum deut­schen Selbst­ver­ständ­nis passt, an der Spit­ze der welt­wirt­schaft­li­chen Errun­gen­schaf­ten zu stehen.

Aber es muss doch bei­des zusam­men­kom­men: Ohne die neu­en Tech­no­lo­gien hat die Indus­trie kei­ne Zukunft; die Wert­schöp­fung in der Indus­trie braucht es aber, um die neu­en Tech­no­lo­gien zu ermöglichen.

Das ist die Geschich­te, die Indus­trie­ver­tre­ter erzäh­len. Und es ist das deut­sche Pro­blem, dass die Bevöl­ke­rung es ihnen seit Jahr­zehn­ten glaubt. Nur die Indus­trie ist rich­ti­ge Wirt­schaft, da kom­men am Ende Pro­duk­te raus, die man sieht, die man anfas­sen kann. Wie soll eine Wirt­schaft funk­tio­nie­ren, in der nichts her­ge­stellt wird, was man sieht?

Eben, gar nicht. Ganz ohne Gewer­be kann kei­ne Wirt­schaft laufen.

Ich will ja auch nicht sagen, dass Deutsch­land gar kei­ne Indus­trie bräuch­te. Aber vie­le ande­re Volks­wirt­schaf­ten in Euro­pa kom­men gut mit deut­lich klei­ne­ren Indus­trie­sek­to­ren aus. Und eine Indus­trie ist doch vor allem dann gut, wenn sie sich durch ihren eige­nen Erfolg verdrängt.

Wie die Landwirtschaft?

Ganz genau. […]

src: click

You’ll own not­hing - and you’ll love it.

Mehr­wert kre­iert durch Servicegesellschaft.

For­schung für die Pro­duk­ti­on in den US.

Kei­ne bil­li­gen Konsumgüter.

Ich sage mir heut­zu­ta­ge ver­mehrt was für ein enor­mer Zufall es doch ist, dass die Alp­bach Laxen­burg Group seit 2013 besteht, die Under2 Coali­ti­on seit 2017, die IIASA seit 2015 begon­nen hat Bevöl­ke­run­gen über Emo­tio­nen für “trans­for­ma­ti­on to sus­taina­bi­li­ty zu inter­es­sie­ren” und das in einem Aus­maß, dass Glo­ria Bene­dikt in Alp­bach in einem Panel von sich gege­ben hat, dass es bei der IIASA zuerst gro­ße Beden­ken gab, da “Über­zeu­gen durch Emo­ti­on” zu sehr an Natio­nal­so­zia­lis­mus erin­ner­te, sich die Vor­be­hal­te aber auf­ge­löst haben, als die Ver­ant­wort­li­chen bei der IIASA gese­hen haben “was damit mög­lich ist”. Dass Fri­days for Future Öster­reich von Johan­nes Stangl, dem ehe­ma­li­gen Lei­ter der Initia­tiv­grup­pe Alp­bach Wien gegrün­det wur­de “weil wir sowas hier auch brau­chen”. (Sie­he auch: click)

Und erin­ne­re mich an Zei­ten zurück in denen ich mich tat­säch­lich gefragt habe, war­um die erwach­se­nen NGO Mit­ar­bei­ter bei den ers­ten Kli­ma­pro­tes­ten in Deutsch­land so gewirkt haben, als wären sie pro­fes­sio­nel­le Jugend­ani­ma­teu­re, als sie von der Büh­ne aus “wer nicht hüpft der ist für Koh­le” ange­stimmt haben. Das Bild ging mir damals nicht aus dem Kopf.

Für eine Bevöl­ke­rung die die Poli­tik emo­tio­nal über­zeu­gen soll­te sich für etwas ein­zu­set­zen was sie selbst zwar ver­steht, aber nicht im Detail. Bei einem The­ma das seit min­des­tens einer Genera­ti­on fest auf dem poli­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Ent­schei­dungs­le­vel sehr weit oben ange­legt ist. Für eine Opti­on auf eine schnel­le­re Reduk­ti­on des CO2 Aus­stos­ses und damit einen nied­ri­ge­ren Anstieg der glo­ba­len Tem­pe­ra­tur. Zum Teil über eine UN Initia­ti­ve die über Akti­vis­mus den Bei­tritt von mehr Län­dern zur Net zero 2050 Coali­ti­on for­cie­ren woll­te. Eine Bewe­gung die in Deutsch­land als neu­es wirt­schaft­li­ches Erfolgs­mo­dell ver­kauft wur­de. Das um erfolg­reich zu sein, welt­weit Leu­te moti­vie­ren muss­te, sich emo­tio­nal für etwas ein­zu­set­zen, was sie zwar ver­ste­hen, aber nicht im Detail. Damit ein IPCC Tar­get Model noch theo­re­tisch erreicht wer­den kann. Wenn die Bewe­gung welt­weit Trak­ti­on zieht.

Und als Resul­tat kommst du dann zu Qua­li­täts­me­di­en, die als die IEA die­ses Jahr erst­ma­lig einen glo­bal emis­si­ons peak in 2025 pro­gnos­ti­zie­ren kann kom­men­tie­ren - aber das ist nicht genug, wir bewe­gen uns immer noch im Bereich des IPCC 3,5 Grad Modells - es ist also kein Grund zu feiern.

Und alles wor­an ich den­ken kann ist, hier geht es mehr um die Sen­si­bi­li­sie­rung der Leu­te als um die Sen­si­bi­li­sie­rung der Politik.

An die ers­ten Mit­ar­bei­ter der Oppen­hei­mer Funds die in Alp­bach 2018 vor Gre­ta “wir haben noch viel Arbeit vor uns, die meis­ten Inves­to­ren glau­ben immer noch sus­tainab­le invest­ments sei­en Phil­an­thro­pie” for­mu­liert haben, wonach der klei­ne Raum des Fire­si­de Talks in tosen­den Applaus aus­ge­bro­chen ist.

An die Ver­tre­ter der DB die im April des Vor­jah­res kei­nen nen­nens­wer­ten Anstieg im Inter­es­se an sus­tainab­le Invest­ments beob­ach­ten konn­ten.

An die Transitions-Szenarien der ING 2018, bei denen “frei­wil­li­ge Reduk­ti­on” men­gen­mä­ßig immer nur ein Puf­fer und nie modell­re­le­vant war.

Kam bei mei­ner Psy­cho­the­ra­peu­tin auch nicht gut an.

Die­se Gesell­schaft ist was sie ist. Demo­gra­phie nehm ich an.

edit: Kon­text:

Hans Wer­ner Sinn hadert mit dem Ver­fas­sungs­ge­richts­ur­teil, und was aus ihm wer­den wird.

Kon­text zu der Infla­ti­on Reduc­tion Act ist nur “Ger­man Angst”: click