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Wie kann man die Bevölkerung noch verarschen?

28. September 2022

Man kann Eska­la­ti­ons­spi­ra­le und Sala­mi­tak­tik als “Lern­kur­ve” umdeu­ten, und dann noch ein “ich aus mei­ner wis­sen­schaft­li­chen For­schung kann es nur emp­feh­len” dranhängen.

Funkt.

Dan­ke Stif­tung Wis­sen­schaft und Politik!

edit: Rest geht in Ord­nung und ist “infor­ma­ti­on den­se”. Sehempfehlung.

Wie kann man eine Bevölkerung noch belügen?

28. September 2022

Mit Vor­trä­gen bei der Lan­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung in Mecklenburg-Vorpommern.

Dr. Mar­kus Kaim von der Stif­tung Wis­sen­schaft und Poli­tik pro­du­ziert aktiv Fake News.

Not one inch to the west” - Gab es da Zusa­gen, gab es da Ver­spre­chun­gen, oder ist das ins Reich des Mythos der Legen­de ein­zu­ord­nen und da wol­len wir jetzt unse­ren zwei­ten Gast, Dr. Kaim mithinzuziehen.

Dr. Mar­kus Kaim: “Ja, ehm, das ist da -- rhm, das geis­tert ja immer in die­sem Kon­text rum. Also für die­je­ni­gen, die das nicht so im Detail ver­fol­gen, Prä­si­dent Putin behaup­tet, nicht er allei­ne, son­dern vie­le Reprä­sen­tan­ten des put­in­schen Sys­tems unter Prä­si­dent Putin behaup­ten, inter­es­san­ter Wei­se, nicht seit sei­nem Amts­an­tritt 2000, son­dern eher erst in den letz­ten - zehn Jah­ren - es hät­te Zusi­che­run­gen - und jetzt wirds schon strit­tig, der Bun­des­re­gie­rung gege­ben, der ame­ri­ka­ni­schen Regie­rung, der Nato gege­ben, sich nicht nach Osten zu erwei­tern. Wobei ich den Aus­druck eigent­lich unglück­lich fin­de, weil das ist kein bewuss­ter Akt der Nato sich zu erwei­tern, son­dern kei­nes der Miglie­der die um Erwei­te­rung Ansu­chen auf­zu­neh­men, also letzt­lich der gan­ze Groß­kom­plex “Prä­senz der Nato in Mittel- Ost­eu­ro­pa bis hin in den post sowje­ti­schen Raum ist damit stri­tig. Und das ist eigent­lich auch die Grund­la­ge für die­se Sät­ze, wie wir sie in den letz­ten Mona­ten immer wie­der in Varia­ti­on hören - “Russ­land sei betro­gen wor­den”, “Russ­land sei belo­gen wor­den”, ich glau­be das spannt das Feld noch viel wei­ter, aber ich glau­be es geht auch um die­se Frage.

Und ich bin immer durch­aus dafür zu haben, dass Deutsch­land und Euro­pa ne kri­ti­sche Selbst­sicht bezieht [sic!], aber da scheint mir wirk­lich wenig dran zu sein um nicht zu sagen nichts dran zu sein.

Ich will ver­su­chen ver­schie­de Argu­men­te ins Feld zu füh­ren, hof­fe, dass sie ein paar davon über­zeu­gen. Das ers­te Argu­ment das immer ins Fel­de geführt wird, es sei ver­spro­chen wor­den im Kon­text des 2 plus 4 Ver­tra­ges, Stich­wort deut­sche Ein­heit 1990. Das ist in soweit etwas Absei­tig, weil die gesam­te Fra­ge der Nato Ost­erwei­te­rung zu die­sem Zeit­punkt noch gar­nicht auf der Tages­ord­nung gestan­den hat. Es gab sozu­sa­gen die Sub­jek­te über die wir jetzt spre­chen, oder spä­ter gespro­chen haben - die bal­ti­schen Staa­ten, die gabs ja noch gar­nicht. Also natür­lich gab es sie, aber nicht als unab­hän­gi­ge Staa­ten. Die ver­lie­ßen erst 1991 [Ein Jahr spä­ter? Dess­halb hat man natür­lich nicht dar­über gespro­chen?!] die Sowjet­uni­on. Also von daher ist auch - wenn man die Zeit­ach­se ent­lang­schrei­tet, ist das schon ins Reich der Fabel zu verweisen.

Das zwei­te Argu­ment das immer gebracht wird - “Ja das sei nicht dchrift­lich fixiert wor­den weil das den Rus­sen immer vor­ge­hal­ten wird, der rus­si­schen Füh­rung es gibt ja kei­ne schrift­li­che Kodi­fi­ka­ti­on die­ses Ver­spre­chens [doch, aber kommt gleich], kein Ver­trag, kein Noten­aus­tausch, … Ja aber das sei ver­spro­chen wor­den! So ein Gen­tle­mens agree­ment. Das ist für mich nicht wirk­lich über­zeu­gend, weil das ist doch eine Fra­ge von - das ist ja kei­ne Lap­pa­lie von der wir hier spre­chen, son­dern eine Fra­ge die die rus­si­sche Füh­rung, wie wir jetzt fest­stel­len die rus­si­sche Füh­rung offen­sicht­lich umtreibt. Umge­trie­ben hat, ihr wich­tig gewe­sen ist. Wie hoch ist die Wahr­schein­lich­keit, dass man eine Fra­ge von sol­chem Gewicht nur mit einer münd­li­chen Zusa­ge ver­han­delt? Son­dern es ist doch viel wahr­schein­li­cher, dass man sagt - das hät­ten wir aber ger­ne doch lie­ber schrift­lich! Also wenn sie sich ein Haus kaufen… […]”

Na gut, dann halt schriftlich.

Natio­nal Secur­tiy Archi­ve, Geor­ge Washing­ton Uni­ver­si­ty, Washing­ton D.C.

German unification talks

Declas­si­fied docu­ments show secu­ri­ty assuran­ces against NATO expan­si­on to Soviet lea­ders from Baker, Bush, Gen­scher, Kohl, Gates, Mit­ter­rand, That­cher, Hurd, Major, and Woerner 

Sla­vic Stu­dies Panel Addres­ses “Who Pro­mi­sed What to Whom on NATO Expansion?”

Washing­ton D.C., Decem­ber 12, 2017 – U.S. Secreta­ry of Sta­te James Baker’s famous “not one inch east­ward” assuran­ce about NATO expan­si­on in his mee­ting with Soviet lea­der Mikhail Gor­ba­chev on Febru­a­ry 9, 1990, was part of a cas­ca­de of assuran­ces about Soviet secu­ri­ty given by Wes­tern lea­ders to Gor­ba­chev and other Soviet offi­cials throughout the pro­cess of Ger­man uni­fi­ca­ti­on in 1990 and on into 1991, accord­ing to declas­si­fied U.S., Soviet, Ger­man, Bri­tish and French docu­ments pos­ted today by the Natio­nal Secu­ri­ty Archi­ve at Geor­ge Washing­ton Uni­ver­si­ty (http://nsarchive.gwu.edu).

The docu­ments show that mul­ti­ple natio­nal lea­ders were con­si­de­ring and rejec­ting Cen­tral and Eas­tern Euro­pean mem­bers­hip in NATO as of ear­ly 1990 and through 1991, that dis­cus­sions of NATO in the con­text of Ger­man uni­fi­ca­ti­on nego­tia­ti­ons in 1990 were not at all nar­row­ly limi­ted to the sta­tus of East Ger­man ter­ri­to­ry, and that sub­se­quent Soviet and Rus­si­an com­p­laints about being mis­led about NATO expan­si­on were foun­ded in writ­ten con­tem­pora­ne­ous mem­cons and tel­cons at the hig­hest levels. 

The docu­ments rein­for­ce for­mer CIA Direc­tor Robert Gates’s cri­ti­cism of “pres­sing ahead with expan­si­on of NATO east­ward [in the 1990s], when Gor­ba­chev and others were led to belie­ve that wouldn’t hap­pen.”[1] The key phra­se, but­tres­sed by the docu­ments, is “led to believe.”

Pre­si­dent Geor­ge H.W. Bush had assu­red Gor­ba­chev during the Mal­ta sum­mit in Decem­ber 1989 that the U.S. would not take advan­ta­ge (“I have not jum­ped up and down on the Ber­lin Wall”) of the revo­lu­ti­ons in Eas­tern Euro­pe to harm Soviet inte­rests; but neit­her Bush nor Gor­ba­chev at that point (or for that mat­ter, West Ger­man Chan­cellor Hel­mut Kohl) expec­ted so soon the col­lap­se of East Ger­ma­ny or the speed of Ger­man uni­fi­ca­ti­on.[2]

The first con­cre­te assuran­ces by Wes­tern lea­ders on NATO began on Janu­a­ry 31, 1990, when West Ger­man For­eign Minis­ter Hans-Dietrich Gen­scher ope­ned the bidding with a major public speech at Tutz­ing, in Bava­ria, on Ger­man uni­fi­ca­ti­on. The U.S. Embas­sy in Bonn (see Docu­ment 1) infor­med Washing­ton that Gen­scher made clear “that the chan­ges in Eas­tern Euro­pe and the Ger­man uni­fi­ca­ti­on pro­cess must not lead to an ‘impairment of Soviet secu­ri­ty inte­rests.’ The­re­fo­re, NATO should rule out an ‘expan­si­on of its ter­ri­to­ry towards the east, i.e. moving it clo­ser to the Soviet bor­ders.’” The Bonn cable also noted Genscher’s pro­po­sal to lea­ve the East Ger­man ter­ri­to­ry out of NATO mili­ta­ry struc­tures even in a uni­fied Ger­ma­ny in NATO.[3]

This lat­ter idea of spe­cial sta­tus for the GDR ter­ri­to­ry was codi­fied in the final Ger­man uni­fi­ca­ti­on trea­ty signed on Sep­tem­ber 12, 1990, by the Two-Plus-Four for­eign minis­ters (see Docu­ment 25). The for­mer idea about “clo­ser to the Soviet bor­ders” is writ­ten down not in trea­ties but in mul­ti­ple memo­ran­da of con­ver­sa­ti­on bet­ween the Soviets and the highest-level Wes­tern inter­lo­cu­tors (Gen­scher, Kohl, Baker, Gates, Bush, Mit­ter­rand, That­cher, Major, Woer­ner, and others) offe­ring assuran­ces throughout 1990 and into 1991 about pro­tec­ting Soviet secu­ri­ty inte­rests and inclu­ding the USSR in new Euro­pean secu­ri­ty struc­tures. The two issu­es were rela­ted but not the same. Sub­se­quent ana­ly­sis some­ti­mes con­fla­ted the two and argued that the dis­cus­sion did not invol­ve all of Euro­pe. The docu­ments publis­hed below show clear­ly that it did.

The “Tutz­ing for­mu­la” immedia­te­ly beca­me the cen­ter of a flur­ry of important diplo­ma­tic dis­cus­sions over the next 10 days in 1990, lea­ding to the cru­cial Febru­a­ry 10, 1990, mee­ting in Moscow bet­ween Kohl and Gor­ba­chev when the West Ger­man lea­der achie­ved Soviet assent in princip­le to Ger­man uni­fi­ca­ti­on in NATO, as long as NATO did not expand to the east. The Soviets would need much more time to work with their domestic opi­ni­on (and finan­cial aid from the West Ger­mans) befo­re for­mal­ly signing the deal in Sep­tem­ber 1990.

The con­ver­sa­ti­ons befo­re Kohl’s assuran­ce invol­ved expli­cit dis­cus­sion of NATO expan­si­on, the Cen­tral and East Euro­pean coun­tries, and how to con­vin­ce the Soviets to accept uni­fi­ca­ti­on. For examp­le, on Febru­a­ry 6, 1990, when Gen­scher met with Bri­tish For­eign Minis­ter Dou­glas Hurd, the Bri­tish record show­ed Gen­scher say­ing, “The Rus­si­ans must have some assuran­ce that if, for examp­le, the Polish Government left the War­saw Pact one day, they would not join NATO the next.” (See Docu­ment 2)

Having met with Gen­scher on his way into dis­cus­sions with the Soviets, Baker repeated exact­ly the Gen­scher for­mu­la­ti­on in his mee­ting with For­eign Minis­ter Edu­ard She­vard­nad­ze on Febru­a­ry 9, 1990, (see Docu­ment 4); and even more import­ant­ly, face to face with Gorbachev.

Not once, but three times, Baker tried out the “not one inch east­ward” for­mu­la with Gor­ba­chev in the Febru­a­ry 9, 1990, mee­ting. He agreed with Gorbachev’s state­ment in respon­se to the assuran­ces that “NATO expan­si­on is unac­cep­ta­ble.” Baker assu­red Gor­ba­chev that “neit­her the Pre­si­dent nor I intend to extract any uni­la­te­ral advan­ta­ges from the pro­ces­ses that are taking place,” and that the Ame­ri­cans unders­tood that “not only for the Soviet Uni­on but for other Euro­pean coun­tries as well it is important to have gua­ran­tees that if the United Sta­tes keeps its pre­sence in Ger­ma­ny wit­hin the frame­work of NATO, not an inch of NATO’s pre­sent mili­ta­ry juris­dic­tion will spread in an eas­tern direc­tion.” (See Docu­ment 6) 

After­wards, Baker wro­te to Hel­mut Kohl who would meet with the Soviet lea­der on the next day, with much of the very same lan­guage. Baker repor­ted: “And then I put the fol­lowing ques­ti­on to him [Gor­ba­chev]. Would you pre­fer to see a united Ger­ma­ny out­side of NATO, inde­pen­dent and with no U.S. for­ces or would you pre­fer a uni­fied Ger­ma­ny to be tied to NATO, with assuran­ces that NATO’s juris­dic­tion would not shift one inch east­ward from its pre­sent posi­ti­on? He ans­we­red that the Soviet lea­ders­hip was giving real thought to all such opti­ons [….] He then added, ‘Cer­tain­ly any exten­si­on of the zone of NATO would be unac­cep­ta­ble.’” Baker added in paren­the­ses, for Kohl’s bene­fit, “By impli­ca­ti­on, NATO in its cur­rent zone might be accep­ta­ble.” (See Docu­ment 8)

Well-briefed by the Ame­ri­can secreta­ry of sta­te, the West Ger­man chan­cellor unders­tood a key Soviet bot­tom line, and assu­red Gor­ba­chev on Febru­a­ry 10, 1990: “We belie­ve that NATO should not expand the sphe­re of its acti­vi­ty.” (See Docu­ment 9) After this mee­ting, Kohl could hard­ly con­tain his exci­te­ment at Gorbachev’s agree­ment in princip­le for Ger­man uni­fi­ca­ti­on and, as part of the Hel­sin­ki for­mu­la that sta­tes choo­se their own alli­an­ces, so Ger­ma­ny could choo­se NATO. Kohl descri­bed in his memoi­rs wal­king all night around Moscow – but still under­stan­ding the­re was a pri­ce still to pay.

All the Wes­tern for­eign minis­ters were on board with Gen­scher, Kohl, and Baker. Next came the Bri­tish for­eign minis­ter, Dou­glas Hurd, on April 11, 1990. At this point, the East Ger­mans had voted over­whel­min­gly for the deutsch­mark and for rapid uni­fi­ca­ti­on, in the March 18 elec­tions in which Kohl had sur­pri­sed almost all obser­vers with a real vic­to­ry. Kohl’s ana­ly­ses (first exp­lai­ned to Bush on Decem­ber 3, 1989) that the GDR’s col­lap­se would open all pos­si­bi­li­ties, that he had to run to get to the head of the train, that he nee­ded U.S. backing, that uni­fi­ca­ti­on could hap­pen fas­ter than anyo­ne thought pos­si­ble – all tur­ned out to be cor­rect. Mone­ta­ry uni­on would pro­ceed as ear­ly as July and the assuran­ces about secu­ri­ty kept com­ing. Hurd rein­for­ced the Baker-Genscher-Kohl mes­sa­ge in his mee­ting with Gor­ba­chev in Moscow, April 11, 1990, say­ing that Bri­tain clear­ly “reco­gni­zed the impor­t­ance of doing not­hing to pre­ju­di­ce Soviet inte­rests and digni­ty.” (See Docu­ment 15)

The Baker con­ver­sa­ti­on with She­vard­nad­ze on May 4, 1990, as Baker descri­bed it in his own report to Pre­si­dent Bush, most elo­quent­ly descri­bed what Wes­tern lea­ders were tel­ling Gor­ba­chev exact­ly at the moment: “I used your speech and our reco­gni­ti­on of the need to adapt NATO, poli­ti­cal­ly and mili­ta­ri­ly, and to deve­lop CSCE to reas­su­re She­vard­nad­ze that the pro­cess would not yield win­ners and losers. Ins­tead, it would pro­du­ce a new legi­ti­ma­te Euro­pean struc­tu­re – one that would be inclu­si­ve, not exclu­si­ve.” (See Docu­ment 17) 

Baker said it again, direct­ly to Gor­ba­chev on May 18, 1990 in Moscow, giving Gor­ba­chev his “nine points,” which inclu­ded the trans­for­ma­ti­on of NATO, streng­t­he­ning Euro­pean struc­tures, kee­ping Ger­ma­ny non-nuclear, and taking Soviet secu­ri­ty inte­rests into account. Baker star­ted off his remarks, “Befo­re say­ing a few words about the Ger­man issue, I wan­ted to empha­si­ze that our poli­ci­es are not aimed at sepa­ra­ting Eas­tern Euro­pe from the Soviet Uni­on. We had that poli­cy befo­re. But today we are inte­res­ted in buil­ding a sta­ble Euro­pe, and doing it tog­e­ther with you.” (See Docu­ment 18)

The French lea­der Fran­cois Mit­ter­rand was not in a mind-meld with the Ame­ri­cans, qui­te the con­tra­ry, as evi­den­ced by his tel­ling Gor­ba­chev in Moscow on May 25, 1990, that he was “per­so­nal­ly in favor of gra­du­al­ly dis­mant­ling the mili­ta­ry blocs”; but Mit­ter­rand con­ti­nued the cas­ca­de of assuran­ces by say­ing the West must “crea­te secu­ri­ty con­di­ti­ons for you, as well as Euro­pean secu­ri­ty as a who­le.” (See Docu­ment 19) Mit­ter­rand immedia­te­ly wro­te Bush in a “cher Geor­ge” let­ter about his con­ver­sa­ti­on with the Soviet lea­der, that “we would cer­tain­ly not refu­se to detail the gua­ran­tees that he would have a right to expect for his country’s secu­ri­ty.” (See Docu­ment 20)

At the Washing­ton sum­mit on May 31, 1990, Bush went out of his way to assu­re Gor­ba­chev that Ger­ma­ny in NATO would never be direc­ted at the USSR: “Belie­ve me, we are not pushing Ger­ma­ny towards uni­fi­ca­ti­on, and it is not us who deter­mi­nes the pace of this pro­cess. And of cour­se, we have no inten­ti­on, even in our thoughts, to harm the Soviet Uni­on in any fashion. That is why we are spea­king in favor of Ger­man uni­fi­ca­ti­on in NATO without igno­ring the wider con­text of the CSCE, taking the tra­di­tio­nal eco­no­mic ties bet­ween the two Ger­man sta­tes into con­si­de­ra­ti­on. Such a model, in our view, cor­re­sponds to the Soviet inte­rests as well.” (See Docu­ment 21)

The “Iron Lady” also pit­ched in, after the Washing­ton sum­mit, in her mee­ting with Gor­ba­chev in Lon­don on June 8, 1990. That­cher anti­ci­pa­ted the moves the Ame­ri­cans (with her sup­port) would take in the ear­ly July NATO con­fe­rence to sup­port Gor­ba­chev with descrip­ti­ons of the trans­for­ma­ti­on of NATO towards a more poli­ti­cal, less mili­ta­ri­ly threa­tening, alli­an­ce. She said to Gor­ba­chev: “We must find ways to give the Soviet Uni­on con­fi­dence that its secu­ri­ty would be assu­red…. CSCE could be an umbrel­la for all this, as well as being the forum which brought the Soviet Uni­on ful­ly into dis­cus­sion about the future of Euro­pe.” (See Docu­ment 22)

The NATO Lon­don Decla­ra­ti­on on July 5, 1990 had qui­te a posi­ti­ve effect on deli­be­ra­ti­ons in Moscow, accord­ing to most accounts, giving Gor­ba­chev signi­fi­cant ammu­ni­ti­on to coun­ter his hard­li­ners at the Par­ty Con­gress which was taking place at that moment. Some ver­si­ons of this histo­ry assert that an advan­ce copy was pro­vi­ded to Shevardnadze’s aides, while others descri­be just an alert that allo­wed tho­se aides to take the wire ser­vice copy and pro­du­ce a Soviet posi­ti­ve assess­ment befo­re the mili­ta­ry or hard­li­ners could call it propaganda.

As Kohl said to Gor­ba­chev in Moscow on July 15, 1990, as they worked out the final deal on Ger­man uni­fi­ca­ti­on: “We know what awaits NATO in the future, and I think you are now in the know as well,” refer­ring to the NATO Lon­don Decla­ra­ti­on. (See Docu­ment 23)

In his pho­ne call to Gor­ba­chev on July 17, Bush meant to rein­for­ce the suc­cess of the Kohl-Gorbachev talks and the mes­sa­ge of the Lon­don Decla­ra­ti­on. Bush exp­lai­ned: “So what we tried to do was to take account of your con­cerns expres­sed to me and others, and we did it in the fol­lowing ways: by our joint decla­ra­ti­on on non-aggression; in our invi­ta­ti­on to you to come to NATO; in our agree­ment to open NATO to regu­lar diplo­ma­tic con­ta­ct with your government and tho­se of the Eas­tern Euro­pean coun­tries; and our offer on assuran­ces on the future size of the armed for­ces of a united Ger­ma­ny – an issue I know you dis­cus­sed with Hel­mut Kohl. We also fun­da­ment­al­ly chan­ged our mili­ta­ry approach on con­ven­tio­nal and nuclear for­ces. We con­vey­ed the idea of an expan­ded, stron­ger CSCE with new insti­tu­ti­ons in which the USSR can share and be part of the new Euro­pe.” (See Docu­ment 24)

The docu­ments show that Gor­ba­chev agreed to Ger­man uni­fi­ca­ti­on in NATO as the result of this cas­ca­de of assuran­ces, and on the basis of his own ana­ly­sis that the future of the Soviet Uni­on depen­ded on its inte­gra­ti­on into Euro­pe, for which Ger­ma­ny would be the decisi­ve actor. He and most of his allies belie­ved that some ver­si­on of the com­mon Euro­pean home was still pos­si­ble and would deve­lop along­side the trans­for­ma­ti­on of NATO to lead to a more inclu­si­ve and inte­gra­ted Euro­pean space, that the post-Cold War sett­le­ment would take account of the Soviet secu­ri­ty inte­rests. The alli­an­ce with Ger­ma­ny would not only over­co­me the Cold War but also turn on its head the lega­cy of the Gre­at Patrio­tic War.

But insi­de the U.S. government, a dif­fe­rent dis­cus­sion con­ti­nued, a deba­te about rela­ti­ons bet­ween NATO and Eas­tern Euro­pe. Opi­ni­ons dif­fe­red, but the sug­ges­ti­on from the Defen­se Depart­ment as of Octo­ber 25, 1990 was to lea­ve “the door ajar” for East Euro­pean mem­bers­hip in NATO. (See Docu­ment 27) The view of the Sta­te Depart­ment was that NATO expan­si­on was not on the agen­da, becau­se it was not in the inte­rest of the U.S. to orga­ni­ze “an anti-Soviet coali­ti­on” that exten­ded to the Soviet bor­ders, not least becau­se it might rever­se the posi­ti­ve trends in the Soviet Uni­on. (See Docu­ment 26) The Bush admi­nis­tra­ti­on took the lat­ter view. And that’s what the Soviets heard.

As late as March 1991, accord­ing to the dia­ry of the Bri­tish ambassa­dor to Moscow, Bri­tish Prime Minis­ter John Major per­so­nal­ly assu­red Gor­ba­chev, “We are not tal­king about the streng­t­he­ning of NATO.” Sub­se­quent­ly, when Soviet defen­se minis­ter Mar­shal Dmi­tri Yazov asked Major about East Euro­pean lea­ders’ inte­rest in NATO mem­bers­hip, the Bri­tish lea­der respon­ded, “Not­hing of the sort will hap­pen.” (See Docu­ment 28)

When Rus­si­an Supre­me Soviet depu­ties came to Brussels to see NATO and meet with NATO secretary-general Man­fred Woer­ner in July 1991, Woer­ner told the Rus­si­ans that “We should not allow […] the iso­la­ti­on of the USSR from the Euro­pean com­mu­ni­ty.” Accord­ing to the Rus­si­an memo­ran­dum of con­ver­sa­ti­on, “Woer­ner stres­sed that the NATO Coun­cil and he are against the expan­si­on of NATO (13 of 16 NATO mem­bers sup­port this point of view).” (See Docu­ment 30)

Thus, Gor­ba­chev went to the end of the Soviet Uni­on assu­red that the West was not threa­tening his secu­ri­ty and was not expan­ding NATO. Ins­tead, the dis­so­lu­ti­on of the USSR was brought about by Rus­si­ans (Boris Yelt­sin and his lea­ding advi­so­ry Gen­na­dy Bur­bu­lis) in con­cert with the for­mer par­ty bos­ses of the Soviet repu­blics, espe­cial­ly Ukrai­ne, in Decem­ber 1991. The Cold War was long over by then. The Ame­ri­cans had tried to keep the Soviet Uni­on tog­e­ther (see the Bush “Chi­cken Kiev” speech on August 1, 1991). NATO’s expan­si­on was years in the future, when the­se dis­pu­tes would erupt again, and more assuran­ces would come to Rus­si­an lea­der Boris Yeltsin.

The Archi­ve com­pi­led the­se declas­si­fied docu­ments for a panel dis­cus­sion on Novem­ber 10, 2017 at the annu­al con­fe­rence of the Asso­cia­ti­on for Sla­vic, East Euro­pean and Eura­si­an Stu­dies (ASEEES) in Chi­ca­go under the tit­le “Who Pro­mi­sed What to Whom on NATO Expan­si­on?” The panel included: 

* Mark Kra­mer from the Davis Cen­ter at Har­vard, edi­tor of the Jour­nal of Cold War Stu­dies, who­se 2009 Washing­ton Quar­ter­ly arti­cle argued that the “no-NATO-enlargement pledge” was a “myth”;[4]

* Joshua R. Itko­witz Shif­rin­son from the Bush School at Texas A&M, who­se 2016 Inter­na­tio­nal Secu­ri­ty arti­cle argued the U.S. was play­ing a dou­ble game in 1990, lea­ding Gor­ba­chev to belie­ve NATO would be sub­su­med in a new Euro­pean secu­ri­ty struc­tu­re, while working to ensu­re hege­mo­ny in Euro­pe and the main­ten­an­ce of NATO;[5]

* James Gold­gei­er from Ame­ri­can Uni­ver­si­ty, who wro­te the aut­ho­ri­ta­ti­ve book on the Clin­ton decisi­on on NATO expan­si­on, Not Whe­ther But When, and descri­bed the mis­lea­ding U.S. assuran­ces to Rus­si­an lea­der Boris Yelt­sin in a 2016 WarOnThe­Rocks arti­cle;[6]

* Svet­la­na Sav­rans­ka­ya and Tom Blan­ton from the Natio­nal Secu­ri­ty Archi­ve, who­se most recent book, The Last Super­power Sum­mits: Gor­ba­chev, Rea­gan, and Bush: Con­ver­sa­ti­ons That Ended the Cold War (CEU Press, 2016) ana­ly­zes and publis­hes the declas­si­fied tran­scripts and rela­ted docu­ments from all of Gorbachev’s sum­mits with U.S. pre­si­dents, inclu­ding dozens of assuran­ces about pro­tec­ting the USSR’s secu­ri­ty inte­rests.[7]

[Today’s pos­ting is the first of two on the sub­ject. The second part will cover the Yelt­sin dis­cus­sions with Wes­tern lea­ders about NATO.]

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Alle refe­ren­zier­ten Doku­men­te sind in einer elek­tro­ni­schen Ver­si­on im Quel­len­link einsehbar.

Der Herr ist Geschichts­wis­sen­schaft­ler bei der Stif­tung Wis­sen­schaft und Poli­tik und berät die deut­sche Bundesregierung!

Der hat wohl noch Karriereambitionen.

Lügen auf allen Ebenen

28. September 2022

Clau­dia Major, Stif­tung Wis­sen­schaft und Poli­tik - Rede an deut­sche Wirtschafts- und Medienvertreter

Kurz­ge­fasst: Wir müs­sen uns den Sicher­heits­in­ter­es­sen und den Wirt­schafts­in­ter­es­sen der US unter­ord­nen um soet­was wie euro­päi­sche Sta­bi­li­tät in einer chao­ti­sche­ren Welt zu errei­chen, nur dann kön­nen wir lang­fris­tig unse­re eige­nen mili­tä­ri­schen Kapa­zi­tä­ten ent­wi­ckeln und damit unse­re eige­nen Inter­es­sen (die ver­stärkt auf geo­po­li­ti­scher Ebe­ne aus­ge­foch­ten wer­den müs­sen) ver­tre­ten. Das gesam­te Kon­zept von Annä­he­rung und Sta­bi­li­sie­rung durch Han­del ist voll­um­fäng­lich geschei­tert - und mit ihm der Mul­ti­la­te­ra­lis­mus, siche­re Lie­fer­ket­ten fin­den wir ver­stärkt nur noch im poli­ti­schen Wes­ten, hier muss ver­stärkt inves­tiert wer­den, über unse­re Posi­ti­on als Han­dels­macht kön­nen wir noch Ein­fluss aus­üben, aber es wird ein gerin­ge­rer sein als bis­her. “Lasst uns auf die­sem Weg in die Unab­hän­gig­keit gehen!” (Moti­va­ti­ons­ge­halt des letz­ten Sat­zes der Rede.)


US Dele­ga­ti­on vor dem UN Sicher­heits­rat: Das Völ­ker­recht muss erhal­ten blei­ben, inter­na­tio­na­les Recht muss vor dem Recht des Stär­ke­ren zur Gel­tung kom­men, die Schein­re­fe­ren­den sind unrecht­mä­ßig - Russ­land hat die­ses ehren­wer­te Haus, den UN Sicher­heits­rat, belo­gen als es ihm 2014, nach der Anne­xi­on der Krim, ver­si­chert hat nicht an der Ukrai­ne inter­es­siert zu sein.

Also, die Stif­tung Wis­sen­schaft und Poli­tik schwört die deut­sche Wirt­schaft auf eine chao­ti­sche­re Welt ein, in der der Mul­ti­la­te­ra­lis­mus auf Grund einer immer chao­ti­scher wer­den­den Welt­la­ge in den Hin­ter­grund tritt und “ein Teil eines Sicher­heits­bünd­nis­ses zu sein” wie­der die Han­dels­be­zie­hun­gen in soweit prägt, dass wir Inves­ti­tio­nen und Han­del selbst ver­stärkt nur noch in die­sen “poli­ti­schen Ver­bän­den täti­gen soll­ten”. (Weil, ehm Resi­li­enz. Haha, was für ein tol­les Wort!)
Dh. - wir glau­ben schon noch ans Völ­ker­recht, aber mehr als Form von vir­tue signa­ling wäh­rend wir unse­re Wirt­schaft hin­ter einem klei­ne­ren ideo­lo­gi­schen Bünd­nis neu aus­rich­ten, weil wir nicht glau­ben, dass das ohne mili­tä­ri­sche Aus­ein­an­der­set­zun­gen von Stat­ten geht, was uns zwar weni­ger Wachs­tum beschert - aber dafür Sicherheit.

US Dele­ga­ti­on im Nato Sicher­heits­rat: Es braucht nur das Völ­ker­recht und Leu­te die sich dar­an hal­ten. Sta­bi­li­tät durch Soft­power und Han­del funk­tio­niert, wenn sich alle dar­an hal­ten, bit­te lie­be Staa­ten der Welt - unter­stützt unse­re Wer­te (Soft­power) Alli­anz in der Ver­tei­di­gung der Grün­dungs­wer­te der Ver­ein­ten Natio­nen und ver­ur­tei­len wir gemein­sam Russ­lands Angriffskrieg!

(Da zwi­schen 2014 und 2022 nichts in der Ukrai­ne pas­siert ist, was Teil der offi­zi­el­len Geschichts­schrei­bung wer­den müsste.)

Dazu die G20:

Bit­te lasst die G20 die G20 sein, und den Mul­ti­la­te­ra­lis­mus auf­recht erhal­ten, wir brau­chen ihn - genau­so wie finan­zi­el­le Unter­stüt­zung für Infra­struk­tur­ent­wick­lung und Kli­ma­schutz (die par­al­lel lau­fen müs­sen *hust*) um die mul­ti­plen Kri­sen zu bewäl­ti­gen vor denen wir ste­hen. (Ernäh­rungs­kri­se, Dün­ger­mit­tel­kri­se, Covid­kri­se, Kli­ma­wan­del, Schul­den­kri­sen (da die US wie­der einen Paul Volcker Event bei der letz­ten USD Leit­zins Ände­rung indu­ziert­hat haben…).)

Dazu die Deut­sche Stif­tung Wis­sen­schaft und Poli­tik: Wir brau­chen Sta­bi­li­tät und Sicher­heit, die­se fin­den wir nur indem wir dem Mul­ti­la­te­ra­lis­mus und der Glo­ba­li­sie­rung ent­sa­gen und unse­re Wirt­schaft zu schlech­te­ren (als den bis­he­ri­gen) Kon­di­tio­nen mit dem Wer­te­wes­ten ver­knüp­fen, und dadurch so lan­ge mili­tä­risch geschützt wer­den, bis wir unse­re Sicher­heit im Rah­men der Nato selbst garan­tie­ren können.

Dazu die Medi­en: Es ist Demo­kra­tie gegen Auto­kra­tie! Wir müs­sen unse­ren Wer­ten fol­gen! Die im Rah­men von Wirt­schafts­bünd­nis­sen (“Wan­del durch Han­del”) und Soft­power gene­rell, nicht mehr aus­rei­chen um sta­bi­le Bün­dis­se zu garantieren.
Wes­halb wir ja die Sicher­heit eines Mili­tär­bünd­nis­ses brau­chen, das uns Sicher­heit und Sta­bi­li­tät gewähr­leis­ten kann. Aller­dings zu einem hohen Preis -

Wes­halb wir wie­der Koh­lemei­ler (und viel­leicht bald auch wie­der Atom­kraft­wer­ke im grö­ße­rem Rah­men, denn Frank­reich wür­de sich über die Ener­gie­si­cher­heit bei Strom freu­en und könn­te uns über LNG Ter­mi­nals mit Erd­gas belie­fern) ans Netz neh­men müs­sen, und zwar wäh­rend des gesam­ten Über­gangs­sze­na­ri­os in dem der Ener­gie­preis (und Inno­va­ti­ons­kraft) die Geschwin­dig­keit der Ener­gie­wen­de bestim­men, die nicht mehr ein­fach nur aus Gas­kraft­wer­ken und erneu­er­ba­ren bestehen kann, was die Ener­gie­wen­de selbst deut­lich ver­teu­ert, und verlangsamt -

Wess­halb aber die G20 auf Mul­ti­la­te­ra­lis­mus set­zen um die­se Kri­sen über­haupt zu bewältigen.

Aber die deut­sche Stif­tung Wis­sen­schaft und Poli­tik nicht, weil sie ein höhe­res Sicher­heits­be­dürf­nis sieht.

Wäh­rend die US Dele­ga­ti­on im UN Sicher­heits­rat nur auf Ein­hal­tung des Völ­ker­rechts und der Men­schen­rech­te pocht - um mög­lichst vie­le Staa­ten in ein Bünd­nis gegen Russ­land und (da wer­te­ba­siert) Chi­na zu bekom­men, weshalb…

Jetzt bin ich das schon drei­mal hin­ter­ein­an­der durch­ge­gan­gen, und ich kom­me zum ein­fa­chen Schluss - alle Lügen - nur die Bevöl­ke­rung soll an Wer­te glauben.

An die die Bevöl­ke­rung aber laut Allens­bach nicht glaubt.

Ich glaub ich habs jetzt.

edit: Ah, lines beco­me clea­rer. “Rules based order” (of the west) is not a UN rule­set based order.

Which is why the US is pro­mo­ting UN mem­ber­sta­tes to come on its side of “the rules based order”, and about 2/3s of UN mem­ber­sta­tes still refuse.

Accord­ing to Chomsky:

Das bedeu­tet dass die aktu­el­le euro­päi­sche poli­ti­sche Posi­ti­on einer “wer­te­ba­sier­ten Ord­nung des Wes­tens” nicht unmit­tel­bar etwas mit dem huma­ni­tä­ren Völ­ker­recht oder inter­na­tio­na­lem Recht zu tun hat.

Hät­te ich auch frü­her drauf­kom­men können…

Das erklärt einen Wider­spruch oben.

Nach­trag: Die UN Reso­lu­ti­on zur Ver­ur­tei­lung der Anne­xi­on der vier neu­en Teil­ge­bie­te der Ukrai­ne durch Russ­land, die von den “US zusam­men mit Alba­ni­en” ein­ge­bracht wur­de, wur­de von Russ­land geve­to­ed, Chi­na hat sich bei der Abstim­mung enthalten.

Wie kann man die Bevölkerung noch verarschen

28. September 2022

Nun, man macht ein­fach kei­nen Jour­na­lis­mus mehr - 

Es ist am Ein­fachs­ten hier­mit zu star­ten, weil das hier die höchs­te Infor­ma­ti­ons­dich­te hat -

wie schwer kann es sein dazu noch zu erwäh­nen, das drei der vier Strän­gen (einer von Nord­stream 2 nicht) zer­stört wur­den, nicht alle (Feh­ler im Video).

Dazu dann zu erwäh­nen, dass es wahr­schein­lich Explo­sio­nen waren die das Leck her­bei­ge­führt haben.

Dazu dann zu erwäh­nen, dass sich das sehr schlecht auf die Wie­derinb­trieb­nah­me­wahr­schein­lich­keit aus­wirkt - da die Pipe­lines schnell aus dem Was­ser gezo­gen wer­den müs­sen um den Scha­den zu repa­rie­ren - was nach einem Bom­ben­an­schlag deut­lich schwie­ri­ger mög­lich ist, als wenn sie nur auf­ge­schnit­ten wor­den wären - da sie bei die­ser Form des Anschla­ges auf lan­ge Distanz mit Mee­res­was­ser vollau­fen und Kor­ro­si­ons­schä­den entstehen.

Schafft nicht ein Medi­um heu­te. Antatt­des­sen “uh wir wis­sen nicht was - und die Regie­run­gen bestä­ti­gen auch nichts”, “uh die CIA habe ein­mal vor Beginn des Krie­ges vor soet­was gewarnt”, uh - ist es eine rus­si­sche Finte?

Ja genau, die­se ver­damm­ten Rus­sen, bom­ba­die­ren ihre eige­nen Gefäng­nis­se, ihre ein­ge­nom­me­nen Atom­kraft­wer­ke, und zer­stö­ren ihre eige­nen Pipe­lines, aber rich­tig, so dass ihre Repa­ra­tur so rich­tig schön lan­ge dauert…

Weil “die wol­len nur die euro­päi­sche poli­ti­sche Ein­heit ver­nich­ten” in dem sie sicher­stel­len dass die euro­päi­sche Ein­heit jetzt lang­fris­tig in Ener­gie­in­fra­struk­tur inves­tie­ren muss die dann noch übrigbleibt!

Die­se gefin­kel­ten Rus­sen, wie Hit­ler sagen mei­ne Medi­en immer -

also wenn sie nicht sagen, “genau­es kann man noch nicht sagen” - und anstat­des­sen heu­te nach dem Vor­fall wie­der mit

Putins Spiel mit der Atom­bo­be” auf­ma­chen - dass gera­de EU Ver­sor­gungs­in­fra­struk­tur durch einen Bom­ben­an­griff zer­stört wur­de?! Ach komm du, das ist ja nich so wich­tig, wir wis­sen nichts genau­es nicht -- SCHAU ATOMBOMBE! (Ich hab da auf der Uni­ver­si­tät mal sowas gelernt wie eine Nach­rich­ten­wert Theo­rie… Komisch, die kommt heu­te in dem Mas­sen­me­di­en ein­fach nicht mehr zum Einsatz.)

Schau, hin­ter dir, ein drei­köp­fi­ger Affe!

Aber zum Glück hats die Ukrai­ne die­se Win­ter wie­der woh­lig warm, da Russ­land jetzt für die Grund­ver­sor­gung euro­päi­scher Staa­ten ihr Pipe­linenetz nut­zen muss und sie wie­der gra­tis Erd­gas bezie­hen kön­nen! Oder wahl­wei­se auch, dass die Fluss­rich­tun­gen des gesam­ten euro­päi­schen Pipli­nenet­zes jetzt so gedreht wer­den, dass die Inbe­trieb­nah­me von Nord­stream 1 danach wie­der einen Zusatz­auf­wand bedeu­ten würde…

Hört auf mit dem Propagandagewichse

27. September 2022

Bit­te.

Bit­te.

Bit­te.

Bit­te.

Bit­te.

der Glau­be an etwas ist kein ratio­na­les Motiv. Er ist kein Argument.

Glau­ben wir an unser Europa!

Nicht in Angst und Schwä­che, son­dern in Selbst­ver­trau­en und Stär­ke geeint.

Seit Mona­ten trom­meln rech­te Kräf­te in Öster­reich und Euro­pa unauf­hör­lich die­sel­be Lei­er: Schluss mit den Sank­tio­nen gegen Russ­land, Ende der Ein­mi­schung in den Krieg. Das Nar­ra­tiv könn­te gleich­sam lau­ten: “Wir glau­ben nicht an Öster­reich. Wir glau­ben nicht an Euro­pa. Unter­wer­fen wir uns Wla­di­mir Putin!”

Bea­te Meinl-Reisinger ist Klub­ob­frau der Neos.

Die gro­ße poli­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung unse­rer Zeit heißt Libe­ra­lis­mus gegen Auto­ri­ta­ris­mus. Putin will den frei­en Wes­ten schwä­chen, das gemein­sa­me Euro­pa zer­stö­ren. Die will­fäh­ri­gen Pro­pa­gan­da­ge­hil­fen, die ihn dabei unter­stüt­zen tun dies aus tief anti­li­be­ra­len und auch anti­ame­ri­ka­ni­schen Hal­tun­gen her­aus. Weil sie das gesell­schaft­li­che Erfolgs­mo­dell Euro­pas ableh­nen: libe­ra­le Demo­kra­tien, Plu­ra­lis­mus, Markt­wirt­schaft und glo­ba­ler Han­del. Die extre­me Rech­te und die extre­me Lin­ke geben ein­an­der die Hand. KPÖ und FPÖ ver­eint - wann hat man das zuletzt gesehen?

src: click

>Glau­ben wir an unser Europa!
Wir haben nicht den Glau­ben in unser Euro­pa ver­lo­ren, son­dern in ein Euro­pa das bin­nen 50 Tagen von “die Ukrai­ne muss struk­tu­rell wei­ter bestehen kön­nen” auf “die Ukrai­ne muss gewin­nen und alles selbst ent­schei­den, wäh­rend die US ihr die Angriffs­pla­nung machen und sie mit Echt­zeit Gefechts­feld­da­ten ver­sor­gen, gewech­selt ist.

Wir haben den Glau­ben in Euro­pa ver­lo­ren das kei­ne eige­ne Mei­nung mehr ver­tre­ten darf. Weil Hän­de fal­ten Goschen hal­ten, Rezes­si­on schlu­cken, indus­trie­po­li­tisch kei­nen Aus­weg haben, und trotz­dem so tun, als sei alles im nächs­ten Jahr zu Ende zur ein­zi­gen noch ver­blei­ben­den Bür­ger­pflicht gewor­den ist.

Ich kann in mei­nem Leben nie­man­den so ver­ar­schen wie Meindl Rei­sin­ger das öster­rei­chi­sche Volk. Schleich dich zurück nach Alp­bach du Sau und keil ein paar wei­te­re Kan­di­da­ten für ne poli­ti­sche Lauf­bahn, die wegen einer Ideo­lo­gie Exis­ten­zen igno­rie­ren. Fick dich du Schwein, stirb du Wichser.

>Die gro­ße poli­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung unse­rer Zeit heißt Libe­ra­lis­mus gegen Autoritarismus.

Nein - tut sie nicht. Das ist ein PR Slo­gan von Biden. Der damit Süd­ame­ri­ka Gip­fel auf­ge­macht hat und im Zuge des­sen so abge­watscht wur­de, dass nur noch das Nar­ra­tiv für Euro­pa über­lebt hat. Jeder der Augen im Kopf hat, ver­steht das.

https://www.youtube.com/watch?v=BhF8KZxIwu8

Das tat­säch­li­che poli­ti­sche Argu­ment dahin­ter ist- 

Well, Rus­sia and Chi­na are gre­at power com­pe­ti­ti­on, and we are in the age of gre­at power com­pe­ti­ti­on, so - when wri­ting US mili­ta­ry stra­te­gy, we thought, the 50 year old One Chi­na poli­cy, real­ly is out­da­ted, becau­se the Tai­wa­ne­se arent chi­ne­se citi­zens, they real­ly have attai­ned their own natio­nal iden­ti­ty over the past years, and so - yes, I’ve heard that the US mili­ta­ry advi­sed, that it wouldnt be a good moment for Pelo­si to visit, but I dont think, that we should be told anything by Chi­na and…

src: click
For­mer US secreta­ry of sta­te Mark Esper zu Peter Baker, Chief White House Cor­re­spon­dent in Aspen.

Wir haben Augen im Kopf. Wir kön­nen lesen.

Und wenn man Grenz­kon­flik­te schürt um Russ­land zu schwächen -

Ansons­ten leicht ange­teased, dass die Grenz­kon­flik­te wie­der auf­flam­men wer­den, da die Welt ja jetzt gese­hen hat, dass das rus­si­sche Mili­tär nichts drauf hat (mehr Grenz­trup­pen in die Ukrai­ne ver­le­gen muss). Also das womit Geor­gi­en ges­tern begon­nen hat.
Zei­han ver­mit­telt hier die Gewich­tun­gen bes­ser und spricht es auch deut­li­cher aus:

(edit: Pelo­si ist soeben in Arme­ni­en ein­ge­trof­fen. Eine Waf­fen­ru­he wur­de aus­ver­han­delt.

edit2: Eine Woche spä­ter: Wie­der Kämp­fe zwi­schen Arme­ni­en und Aser­bai­dschan. Dau­men hoch für Pelosi.)

Pro­du­ziert man den “beob­ach­te­ten” Kampf von Demo­kra­tien (66 Arme­ni­en 0.639 Defi­zi­tä­re Demo­kra­tie) gegen Auto­kra­tien (157 Aser­bai­dschan 0.136 Har­te Auto­kra­tie) noch selbst. Aser­baischan stellt aktu­ell die Ener­gie­ver­sor­gung Euro­pas sicher. Sie­he auch click und click.

Wir brau­chen kei­ne gekauf­ten intel­lek­tu­el­len Voll­idio­ten, die uns mit Glau­bens­nar­ra­ti­ven voll­stop­fen und Slo­gans die hin­ten und vor­ne nicht stim­men, wir kön­nen selbst Denken.

Aber wir kön­nen nicht mehr stattfinden.

Die extre­me Rech­te und die extre­me Lin­ke geben ein­an­der die Hand. KPÖ und FPÖ ver­eint - wann hat man das zuletzt gesehen?

Kei­ne Ahnung, wann hat­ten wir zuletzt einen Struk­turum­bruch im Land bei dem die öffent­li­che Poli­tik behaup­tet “es geht um die­sen Win­ter”, die weni­ger öffent­li­che Poli­tik “es geht um min­des­tens zwei Win­ter”, und Hans-Werner Sinn “wir rui­nie­ren uns auf­grund von poli­ti­schen Vor­ga­ben die Basis für unse­re Industrie”.

Hän­de Fal­ten Goschen hal­ten fin­det man in der gesell­schaft­li­chen Mit­te oft. Aber bit­te hört mit der scheiß Pro­pa­gan­da auf.

EZB-Chefökonom Lane: “Löh­ne wer­den mit der Infla­ti­on nicht Schritt hal­ten können”

Um die extrem hohe Infla­ti­on bekämp­fen zu kön­nen, wer­den Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer eine Zeit­lang Real­lohn­ver­lus­te akzep­tie­ren müs­sen, sagt der Chef­öko­nom der Euro­päi­schen Zen­tral­bank, Phil­ip Lane

src: click

Aber zum Glück berührt das Meinl-Reisinger nicht, denn sie hat ja Altbau!

Stei­gen­de Ener­gie­prei­se: Wird der Alt­bau jetzt unleistbar?

[…]

Neben der Scheu vor hohen Gas­rech­nun­gen wol­len vie­le der­zeit auch aus Grün­den der Nach­hal­tig­keit, oder um nicht von Russ­land abhän­gig zu sein, nicht mehr mit Gas hei­zen. “Frü­her war das bei Immo­bi­li­en­su­chen­den kein gro­ßes The­ma. Heu­te ist es ein beson­de­res Asset, wenn es Pho­to­vol­ta­ik, Solar­ther­mie oder eine Wär­me­pum­pe gibt, das ist nun beson­ders attrak­tiv”, weiß Buxbaum.

Wo Alter­na­ti­ven zum Gas im Alt­bau nicht mög­lich sind, bleibt noch die Sanie­rung bezie­hungs­wei­se Wär­me­däm­mung, um Heiz­kos­ten zu spa­ren. Hier ist tech­nisch schon viel mög­lich, auch ein Alt­bau kann zum Pas­siv­haus wer­den. Bei der Däm­mung kommt es auf die Beschaf­fen­heit der Fas­sa­de an: “Ist sie glatt, kann der Heiz­wär­me­be­darf um bis zu 90 Pro­zent gesenkt wer­den”, weiß der Bau­phy­si­ker Hel­mut Schöberl.

Und das fällt durch­aus ins Gewicht, wenn man an Ener­gie­nach­zah­lun­gen von 2000 bis 3000 Euro denkt. Und wer weiß, viel­leicht kann der eine Alt­bau­be­woh­ner oder die ande­re Alt­bau­be­woh­ne­rin dann doch auf die zusätz­li­che Decke verzichten.

src: click

War­um die Lin­ke und die Rech­te sich aktu­ell annä­hern? Deshalb.

Bit­te hört mit der Scheiß Pro­pa­gan­da auf.

Bit­te.

>“Wir glau­ben nicht an Öster­reich. Wir glau­ben nicht an Euro­pa. Unter­wer­fen wir uns Wla­di­mir Putin!

Oh ver­dammt. Putin Hit­ler. Jetzt müs­sen wir doch wie­der glau­ben. Es ist Putin Hit­ler. Dem wir uns unter­wer­fen. Wenn wir nicht unse­re Bevöl­ke­run­gen verarschen.

Und dem Ramm­stein For­mat unter­wer­fen wir uns nicht? Gschams­ter Diener.

Wie man Medien strukturell manipuliert

26. September 2022

Die Pro­pa­gan­da der Ukrai­ne ist anders, weil sie auch Sachen zugibt.

Was?

Pro­pa­gan­da­hand­buch white pro­pa­gan­da, was ande­res hat unse­re Exper­tin aus einem UK Think­tank lei­der nicht entdeckt.

Was will man machen, die Ukrai­ne ist so ehr­lich, macht aber auch mal Fehler…

Komisch - wie­so ein Man­gott erst im Juni drauf­kommt, dass die Ukrai­ne ja ihre Kriegs­zie­le immer anders defi­niert und teil­wei­se das Gegen­tei­li­ge behaup­tet

Ach ja - weil er kei­ne Pri­mär­quel­len gele­sen hat und bei der media­len Bericht­erstat­tung nur das rezi­piert hat was die Medi­en trans­por­tiert haben - und das war der ers­te Teil der Aus­sa­ge, die in jedem zwei­ten Selen­skyj Inter­view seit Kriegs­be­ginn inklu­diert war. Die gan­ze war den Medi­en zu kom­plex, daher haben sie nur gebracht, dass Selen­skyj den Frie­den will. “Für Waf­fen­still­stands­ver­hand­lun­gen reicht die Rück­erobe­rung des Gebiets von vor dem 24.Februar”, das wird noch gebracht aber “und bei Frie­dens­ver­hand­lun­gen wol­len wir die Krim zurück, weil wir Russ­land dann der­ar­tig geschla­gen haben wer­den, dass in einem direk­ten Tref­fen Selen­skyj Putin, Putin die­se Kon­zes­sio­nen macht (mit Schein­selbst­stän­dig­keit über 30 Jah­re (Selen­skyj for­mu­liert das rus­ti­kal), dann - aber dies­mal bereits als aner­kann­ter Teil ukrai­ni­schen Staats­ge­biets)” nicht mehr. Die Medi­en ver­öf­fent­li­chen den ers­ten Teil der Reden (eins, zwei, drei (unter drei, sie­he edit 5) unter­schied­li­che Reden) als “die Urkai­ne will Frie­den und ist kom­pro­miss­be­reit” - also über die kom­plet­ten ers­ten drei Mona­te - und brin­gen der Rest der Reden ein­fach nicht.

Die erst­ma­li­ge Nen­nung der voll­stän­di­gen Posi­ti­on der Ukrai­ne zu Frien­dens­ver­hand­lun­gen fin­det sich in den deut­schen Medi­en am 29. Juni, bei Phoe­nix. Sie­he: click

Pro­pa­gan­da ist es sicher auch nicht dass auch noch nach­dem Kule­ba in Davos den west­li­chen Medi­en dage­legt hat, wel­che Frie­dens­ver­hand­lun­gen befreun­de­te Staa­ten noch auf­set­zen dür­fen (voll­stän­di­ge ter­ri­to­ria­le Inte­gri­tät, kei­ne bestehen­den Kon­flikt­li­ni­en auch nur ver­schie­ben) - was die Medi­en auch zwei Mona­te danach noch nicht begrif­fen haben - die danach ein­fach wei­ter die Bevöl­ke­rung ver­arscht haben - gut den Man­gott haben sie eine Woche spä­ter inter­viewt. Wer hat das gesehen?

Die US Pro­pa­gan­da wird kom­plett außen vor gelas­sen, Selen­skyj wird zwar von zwei US PR Agen­ci­es bera­ten, aber die machen sicher kei­ne Pro­pa­gan­da, nur PR

Das “Putin ist ver­rückt” (nicht die US die zuletzt die Ver­hand­lun­gen über die Nato­aus­deh­nung ein­sei­tig abge­bro­chen haben grenz­de­bil…) war ein US Narrativ.

[…]sein Ver­hal­ten dem Chef des Aus­lands­ge­heim­diens­tes gegen­über das für PBS in der sel­ben Woche sowohl Zei­chen des Wahn­sinns, als auch (O-Ton: Julia Jof­fe) der tak­ti­sche Putin ist, der damit den Ver­lust des Ein­flus­ses des Aus­lands­ge­heim­diens­tes signa­li­sie­ren woll­te. Quel­le: click

Dass es Russ­land nie um die Nato-Osterweiterung gegan­gen sei, ent­spricht weder der Rea­li­tät, noch den his­to­ri­schen Fak­ten, noch dem Grund für den größ­ten Trup­pen­auf­marsch aller Zei­ten, noch den Ver­hand­lun­gen im Vor­feld, noch dem was der Fal­ter noch eine Woche vor Kriegs­be­ginn gebracht hat. Noch dem EU Par­lia­ment Brie­fing “EU-Ukraine rela­ti­ons and the secu­ri­ty situa­ti­on in the coun­try” 02.02.2022 des EU Rese­arch service.

Dass es Russ­land nie wirk­lich um die Krim gege­an­gen sei, ist Pro­pa­gan­da die von drei ehe­ma­li­gen US Natio­nal Secu­ri­ty advi­sern aktu­ell aktiv als Ent­schul­di­gung für ihre Ent­schei­dun­gen vor­ge­bracht wird. Ohne Krim, kei­ne Schwarz­meer­flot­te. Ohne Schwarz­meer­flot­te kein ganz­jäh­ri­ger mari­ti­mer Han­dels­ver­kehr. Ich mein - die Krim. Olym­pi­sche Spie­le um Inves­to­ren zu locken. Der Aus­bau zum für rus­si­sche Ver­hält­nis­se “Investor-Freizeitpark”, der nicht so ganz geklappt hat. Dar­um gings Russ­land nie wirk­lich? Wirklich.

Dass Mear­s­hei­mer nicht mehr statt­zu­fin­den hat, ist ein Nar­ra­tiv der Hoo­ver Insti­tu­ti­on fünf Tage nach Kriegs­be­ginn.

Hier ein Vor­trag vor dem Kings Col­le­ge, Cam­bridge, 15.02.2022:

Dass es um den Zusam­men­halt des Wes­tens geht, und dass das das Ein­zi­ge ist, was Putin bre­chen will - liegt zwar auf der Hand - ist aber trotz­dem US Pro­pa­gan­da (Biden in den ers­ten Reden), und wird aktu­ell als Begrün­dung für eh alles (vor allem die Abhän­gig­keit von Flüs­sig­gas Impor­ten) gera­de etwas dünn - wenn der Rest des Argu­ments dann über sie­ben Mona­te “die Ukrai­ne muss das ent­schei­den” bleibt - und die Ukrai­ne mili­tä­risch, und PR tech­nisch das umsetzt was das US Mili­tär, oder US PR Fir­men pla­nen. Aber zum Glück wur­de das ja erst unlängst mit “Demo­kra­tien gegen Auto­kra­tien” auf­ge­hübscht.

Ich geb ja zu, dass man auch weg­se­hen kann, um das nicht zu sehen - aber war­um wird man dann Exper­tin eines UK Think­tanks über Des­in­for­ma­ti­on und Pro­pa­gan­da, die auf Phö­nix sagen darf wie Pro­pa­gan­da funktioniert?

Näm­lich nicht so, dass man auf dem ukrai­ni­schen Twit­ter­feed auch mal Berich­ti­gun­gen sieht…

Nein - der Groß­teil von Kriegs­pro­pa­gan­da funk­tio­niert nach dem Sche­ma, der Geg­ner ist unfä­hig, das Böse, und schon bei­na­he geschlagen 

- oder so:

- oder so:

Dear Mr, pre­si­dent, the­se are his­to­ri­cal­ly hard times. But the Ukrai­ne also is uni­fied as never befo­re. Do you see this as a chan­ge only in Ukrai­ne, or may­be also in euro­pe. And what is at the cen­ter of this change?
The world will chan­ge, it has alrea­dy chan­ged, poli­ti­ci­ans are alrea­dy afraid of their peop­le, they are afraid of social respon­si­bi­li­ty. They see, that peop­le are reac­ting dif­fer­ent­ly. And in many coun­tries, peop­le sup­port us 100%, but their lea­ders, do not sup­port us 100%, for one rea­son or ano­t­her. I’m not say­ing here who is right [?!?!], but it means, that social and public opi­ni­on will be stron­ger than any lea­der in the world. That is to say, we are all see­ing chan­ges and pro­ces­ses. Chan­ges that not only lead to theo­re­ti­cal, but to popu­lar demo­cra­cy, popu­lar demo­cra­cy is not a revo­lu­ti­on - demo­cra­cy is first and fore­mo­st, power of the peop­le. If you want to be the lea­der of your socie­ty, you have to be the lea­der of socie­ty, not to com­mand, but to be a lea­der and live with them in the same spi­rit. The­re­fo­re [?!] it seems to me, that this popu­lar demo­cra­cy is taking place in the world, and that this will lead to cer­tain secu­ri­ty alli­an­ces [?!], I am con­fi­dent, that the­re will be new secu­ri­ty alli­an­ces in the future. This does not mean, that its necessa­ry to lea­ve any uni­on. It does not mean, that it is necessa­ry to des­troy things that work. No it does not mean that. Peop­le just want peace, tran­qui­li­ty, sta­bi­li­ty and most import­ant­ly - con­fi­dence. Here, in all the­se chal­len­ges, con­fi­dence. Be it the new Covid, or god for­bid, war. A per­son who lives, pays taxes, resi­des here, was born or came here, is a citi­zen of the world for peace. And this per­son must know, that they must be pro­tec­ted in this coun­try. And if this per­son lea­ves for ano­t­her coun­try, this per­son will be pro­tec­ted the­re. The per­son will not suf­fer. The world is just facing such a chal­len­ge. It will eit­her accept this model, and come to such alli­an­ces, or the­re will be a chan­ge of many world lea­ders, and their socie­ties will find pro­per peop­le for themselves.

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Auf social media postings streu­en musst du es nicht anle­gen wenn du das Haupt­nar­ra­tiv und die Deu­tungs­ho­heit bein­flus­sen kannst. Epis­te­me sind bes­ser zur Beein­flus­sung von Bevöl­ke­rung als social media messaging.

Du bestimmst was gesagt wer­den kann, und ab wann Leu­te als “das ist aber nicht die Mehr­heits­mei­nung” von der öffent­li­chen Büh­ne gekickt wer­den, der Rest ist dann nicht mehr schwer.

Viel­leicht hie und da noch einen Rau­scher beein­flus­sen, dass er Sny­der (Neo­ko­lo­nia­lis­mus ist die ein­zi­ge Begrün­dung!) und Fio­na Hill (Vier Stein­sta­tu­en Theo­rie, wie Putin wirk­lich denkt mit Upgrade zwei­mal Vla­di­mir, das ist der dess­halb der Wich­tigs­te!) zitiert, und der Öster­rei­chi­schen Regie­rung als Ukraine­be­ra­ter nahelegt.

Und am Tag fünf ver­hin­dern, dass man aus­spre­chen darf, dass es hier um die Nato Ost­erwei­te­rung gegan­gen ist. Also fak­tisch. Bis der größ­te Kriegs­pro­fi­teur behaup­tet hat, dar­um gings gar­nicht, denn Russ­land woll­te nicht ernst­haft ver­han­deln, und die Ver­hand­lun­gen uni­la­te­ral abge­bro­chen hat. Zwei Mona­te vor Kriegsbeginn.

Bis dann die Ukrai­ne behaup­tet hat, Russ­land ging es gar­nicht um Frie­dens­ver­hand­lun­gen, die woll­ten die ukrai­ni­sche Regie­rung nur erpres­sen, und dann die Ver­hand­lun­gen uni­la­te­ral abge­bro­chen hat. Im März (hof­fe ich habe das zeit­lich rich­tig in Erinnerung).

Und aktu­ell sind die bei­den Par­tei­en in ihren Posi­tio­nen so weit aus­ein­an­der wie nur möglich.

US Pro­pa­gan­dis­ten spre­chen von einem Ende des Kriegs im nächs­ten Jahr (die Ukrai­ne erobe­re dann die Krim) und tat­säch­lich läuft der Krieg wahr­schein­lich noch Jah­re weiter.

Sage nicht ich, sagen US Gene­rä­le vor dem Congress.

Ich mei­ne - selek­ti­ve Bericht­erstat­tung ist Propaganda.

Wenn man die im Fal­le der Ukrai­ne nicht sieht - wird man Think­tank Exper­tin für Des­in­for­ma­ti­on und Pro­pa­gan­da und zieht nach London.

Ok, aber im Twit­ter­feed der Ukrai­ne fin­det sich nur wei­ße Pro­pa­gan­da, und auch die ein oder ande­re Berich­ti­gung, die sind ganz anders als die Russen!

Ja. Trotz­dem nut­zen sie Pro­pa­gan­da um Zie­le oder öffent­li­che Mei­nun­gen zu for­men. Täg­lich.

Woher ich das weiß? Selen­skyj hat es selbst so for­mu­liert (sie­he Dear Mr. Pre­si­dent quo­te oben) - und ich habs stu­diert. Und ich bin kri­tisch. Und ich lese Pri­mär­quel­len. Und ich kann noch klar denken.

Und ich hän­ge kei­nem Dog­ma, oder Guru an - der mir wie dem Pro­fil­re­dak­teur “die Wahr­heit sagt was mor­gen pas­sie­ren wird”. Weil das Schwach­sinn ist.

Genau­so wie eine Des­in­for­ma­ti­ons­ex­per­tin, die nur die Twit­ter­feeds der Ukrai­ne in ihre Betrach­tun­gen mit einbezieht.

Übri­gens, die Exper­tin hat auch eine Lösung gegen Pro­pa­gan­da im Wes­ten. Social media Unter­neh­men müs­sen resi­li­en­ter gegen Falsch­in­for­ma­tio­nen werden.

Hat­ten wir schon mal. Hat nicht funk­tio­niert. Die haben ihre “fact­che­cking teams” wie­der ent­las­sen, und anstatt­des­sen die Algos die 10 popu­lärs­ten Qua­li­täts­me­di­en des Lan­des ver­stär­ken las­sen. Das war der Ver­such das Pro­blem in den Griff zu bekom­men - und auch nur in den US.

Und bis es so weit ist, dass du viral gehen­de Fal­sch­nach­rich­ten aus den Platt­for­men bekommst, sind die schon viral gegangen.

Güte­s­igel haben nicht funk­tio­niert, Rich­tig­stel­lun­gen haben nicht funk­tio­niert, fact­che­cking Platt­for­men haben nur sehr begrenz­te Reich­wei­te, Schlüs­sel­wort Fil­ter brau­chen lan­ge um gesetzt zu wer­den (insti­tu­tio­nel­ler Weg), und sind am nächs­ten Tag bereits wie­der durch krea­ti­ves wor­d­ing und neue Kam­pa­gnen über­gan­gen, seman­ti­sche Fil­ter funk­tio­nie­ren nicht wirk­lich gut, … - könn­te die Exper­tin alles wissen.

Könn­te.

Paradejournalismus

26. September 2022

Treich­ler führt Inter­view mit US Propagandisten.

Hod­ges: Das glau­be ich nicht. Die Ukrai­ner sind ja nicht aus Flo­ri­da, so wie ich. Sie wer­den ver­su­chen, den Druck auf die rus­si­schen Kräf­te auf­recht­zu­er­hal­ten, damit die sich nicht neu auf­stel­len kön­nen. Die Rus­sen sind erschöpft und ver­wund­bar, auch auf der logis­ti­schen Ebe­ne. Ich ver­mu­te, die Ukrai­ne wird die rus­si­schen Streit­kräf­te bis zum Ende die­ses Jah­res auf die Linie zurück­drän­gen, wo die­se vor dem 24. Febru­ar waren. Und Mit­te des kom­men­den Jah­res wer­den die ukrai­ni­schen Sol­da­ten auf der Krim sein.

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Hod­ges macht das was er immer macht, er behaup­tet Daten und Ereig­nis­se. Bis­her, dh. seit dem ich sei­ne Aus­füh­run­gen gele­sen habe (ab etwa einem Monat nach Kriegs­be­ginn), haben sie im Detail nie gestimmt. Tref­fer­quo­te: Recht schlecht.

Treich­ler glaubt Gott habe zu ihm gespro­chen - Leitartikel!

Die Geschich­te beginnt Wla­di­mir Putin zu über­ho­len. Die Rück­schlä­ge auf dem Schlacht­feld in den ver­gan­ge­nen Wochen hat­ten ihm die Dring­lich­keit vor Augen geführt, den Kurs zu ändern und von sei­nem Erobe­rungs­feld­zug abzu­las­sen. Doch er lenk­te nicht ein. Statt­des­sen will er jetzt noch mehr sei­ner Lands­leu­te in einen grau­sa­men, sinn­lo­sen Krieg schi­cken. Und er droht der Welt mit einem Atomschlag.
Es zeich­net sich ab, dass der Auto­krat im Kreml nichts von dem, was er gewalt­sam anstreb­te, errei­chen wird. Die Ukrai­ne wird ein demo­kra­ti­scher, pro­west­li­cher Staat blei­ben und irgend­wann der EU bei­tre­ten. Sie ist zudem drauf und dran, ihr Staats­ge­biet zurück­zu­er­obern. Die ter­ri­to­ria­len Gewin­ne, die Russ­land am Ende ver­zeich­nen könn­te, wer­den, wie es aus­sieht, mini­mal sein – viel­leicht auch inexistent.
Nie­mand konn­te den Kriegs­ver­lauf vor­her­se­hen, als die rus­si­sche Inva­si­on am 24. Febru­ar die­ses Jah­res begann. Kurz schien es so, als kön­ne Russ­land einen schnel­len Sieg erringen.
Doch etwas sprach immer dage­gen, dass jemand wie Wla­di­mir Putin lang­fris­tig Erfolg hat. Zwei Tage nach dem Ein­marsch Russ­lands in die Ukrai­ne schrieb ich im profil-Leitartikel: „Glück­li­cher­wei­se hat die Auto­kra­tie einen inhä­ren­ten Haken. Auto­kra­ten sind, weil sie ohne Oppo­si­ti­on, ohne poli­ti­schen Wech­sel und damit ohne Kon­trol­le und Gegen­ge­wicht agie­ren, feh­ler­an­fäl­lig, rück­sichts­los und des­halb am Ende verhasst.“
Rück­sichts­los war allein schon der als „Spe­zi­al­ope­ra­ti­on“ getarn­te Über­fall auf die Ukrai­ne. Als feh­ler­an­fäl­lig erwies sich die gesam­te Kriegs­stra­te­gie Putins, mili­tä­risch eben­so wie öko­no­misch. Und ver­hasst ist Russ­lands Prä­si­dent spä­tes­tens seit der aus­ge­ru­fe­nen Teil­mo­bi­li­sie­rung, mit der er wei­te­re Hun­dert­tau­sen­de Män­ner in den Krieg schi­cken will.
Wer pro­tes­tiert, wird ver­haf­tet. Eine Anti-Kriegspartei darf es nicht geben. An eine Abwahl Putins ist nicht zu den­ken. Solan­ge ihm nach Krieg ist, solan­ge wird gekämpft und gestor­ben. So funk­tio­niert eine Auto­kra­tie, und so rennt sie unwei­ger­lich in ihr Verderben.

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Behaup­tet noch kurz, er hats ja schon immer kom­men gese­hen, weil zwei­mal Übersprungslogik -

und macht dann Fei­er­abend und geht ins Restaurant.

Was für ein beweg­ter Arbeitstag.

Fak­ten? Recher­che? Wozu. Weni­ger Demons­tran­ten in den gro­ßen rus­si­schen Städ­ten (mehr in den Rand­ge­bie­ten in denen rekru­tiert wird) als zu Beginn des Krie­ges. Die Süd­deut­sche (afair (?) (sie­he hier) sieht weder in den Macht­zir­keln, noch in der Öffent­lich­keit Umsturz­stim­mung. Der Umsturz soll “orga­nisch erfol­gen, kein Regi­me­chan­ge” - ja exakt, des­halb inter­es­sie­ren sich ja die Diens­te so sehr dafür - aber net­te Umschrei­bung dafür kei­nen Völ­ker­rechts­bruch zu pla­nen. Die logis­ti­sche Ebe­ne Russ­lands ist aktu­ell mehr ver­wund­bar, bei erneu­ten Gelän­de­ge­win­nen der Ukrai­ne wür­de sich das Pro­blem ver­schär­fen. Aber die Ukrai­ne hat bis­her vor allem Miliz­ein­hei­ten und Ehren­gar­de weg­ge­schos­sen, die in der zwei­ten Ebe­ne kei­ne Ver­stär­kung hat­ten, da die umgrup­piert war - in den aktu­ell stra­te­gisch wich­ti­gen Regio­nen sieht das anders aus. Die punk­tu­ell acht­fa­che Über­macht der ukrai­ni­schen Ein­hei­ten beim Angriff beruht auf der Mobi­li­tät der Grup­pen im Ver­bund die in den nächs­ten Mona­ten abnimmt. Die stra­te­gisch wich­ti­gen Zie­le blei­ben die Sel­ben und sind Russ­land bekannt. Die Front­li­nie ist kür­zer geworden.

Im Süden darf Kher­son in den nächs­ten fünf Mona­ten nicht befreit wer­den, sonst hat Russ­land ein gro­bes Pro­blem mit sei­nem öffent­li­chen Narrativ.

Und um das zu gewähr­leis­ten, kann es in Odes­sa eska­lie­ren, öffent­li­che Infra­struk­tur angrei­fen, Muni­ti­ons­de­pots vernichten, …

Mal sehen.

Aber nichts davon ist für dich rele­vant, wenn du heu­te beim Pro­fil Leit­ar­ti­kel verfasst.

Demo­kra­tie gegen Auto­kra­tie! Da ist es ja schon klar wer gewinnt!

Die Pro­gno­se der meis­ten Exper­ten ist immer noch ein sehr lan­ger Auf­rei­bungs­krieg, die Ziel­per­spek­ti­ve immer noch der Sturz der rus­si­schen Regierung.

Wer die Eska­la­ti­ons­do­mi­nanz hat, ist aktu­ell eben­falls umstrit­ten. edit: Das ZDF ist da deut­li­cher.

Aber mitt­ler­wei­le ist die Hure Jour­na­lis­mus ja schon beim Dessertwein.

Gehts noch schablonenhaft verlogener?

25. September 2022

Baer­bock hetzt gegen Law­rows Abwe­sen­heit im UN Secu­ri­ty Coun­cil, nach dem Hal­ten sei­ner Rede (in einer von Frank­reich ein­be­ru­fe­nen Sit­zung), nennt sie ein Sym­bol der Unehr­lich­keit und Unin­ter­es­siert­heit und appel­liert an den Zusam­men­halt der Natio­nen wegen der ver­ge­wal­tig­ten Kin­der der Ukrai­ne (ein sehr popu­lä­res Motiv bei den UN aktu­ell) und den Men­schen die in Afri­ka hun­gern, um den Krieg argu­men­ta­tiv wei­ter zu ver­län­gern, also falls Russ­land nicht spon­tan auf­gibt und abzieht - steht dann auf und geht.

(edit: Ah doch nicht schlimm - mein Ver­se­hen, die gesam­te Dele­ga­ti­on steht auf und geht, weil die Plät­ze nach einem Rota­ti­ons­prin­zip getauscht wer­den. Auch irgend­wie geil - Russ­land hat gefäl­ligst dazu­sit­zen und sich die Kin­der­schän­der Vor­wür­fe anzu­hö­ren, und der Wes­ten rou­tiert sei­ne Dele­ga­tio­nen und aus­ge­wähl­te afri­ka­ni­sche Staa­ten durch…)

Law­row appel­liert am Ende sei­ner Rede, Guter­res sol­le die Namen der Opfer auf den Stra­ßen von Butscha öffent­lich wer­den las­sen, das wür­de viel erklären.

Die Ukrai­ne bie­tet ihren fünf Punk­te Frie­dens­plan (inklu­si­ve so tol­ler Punk­te wie “Erhalt der kom­plet­ten Ver­tei­di­gungs­fä­hig­keit, ter­ri­to­ria­len Sou­ve­rä­ni­tät, kom­plet­ter Abzug aller rus­si­schen Kräf­te, Ent­mi­li­ta­ri­sie­rung des Angrei­fers, Sicher­heits­ga­ran­tien von Nato­staa­ten - bis zum eige­nen Nato­bei­tritt, …”) als Blau­pau­se für alle Staa­ten an, denen die US in Zukunft Waf­fen gegen ihre Nach­barn lie­fern wol­len, wäh­rend sie zah­lung­un­fä­hig sind, weil sie ver­spre­chen an Stel­le der US ihre eige­nen Leu­te in den Krieg gegen einen aus­ge­mach­ten Feind zu schi­cken - um auch einen Bei­trag für die inter­na­tio­na­le Diplo­ma­tie zu leis­ten. Funk­tio­niert ver­mut­lich nur gegen Großmächte.

Wer hier rever­se Psy­cho­lo­gy betreibt? Kei­ne Ahnung. Aber zumin­dest herrscht Einig­keit, dass der Krieg gegen die Kin­der­schän­der fort­ge­setzt wer­den muss.

Wir erin­nern uns an Kras­t­ev der nach dem Inter­view mit Precht als Geschichts­wis­sen­schaft­ler von der öffent­li­chen Büh­ne ver­schwun­den ist, weil er behaup­tet hat Russ­land wür­de die Flücht­lin­ge aus dem Ukrai­nie Krieg zur inter­nen Ver­jün­gung sei­ner Demo­gra­phie nut­zen und eigent­lich kurz­fris­tig nur an ihnen inter­es­siert sein - da das nicht mit dem Radio Free Euro­pe Nar­ra­tiv zusam­men­pas­sen wol­le, dass Russ­land in den Sor­tie­rungs­la­gern (schlech­te adhoc Über­set­zung, sor­ry) struk­tu­riert Frau­en vergewaltigt.

Nun mitt­ler­wei­le sind das Kinder.

Der Krieg muss also weitergehen.

edit: Hey Kras­t­ev darf wie­der! Russ­land will die Ukrai­ner für die eige­ne Demo­gra­phie und ver­ge­wal­tigt des­halb sys­te­ma­tisch Kin­der in den Sor­tie­rungs­la­gern! Daher muss der Krieg weitergehen!

Hey scheiß auf die Argu­men­ta­ti­on von Baer­bock vor dem UN Sicher­heits­rat, dar­über berich­ten wir als Medi­en doch eh nicht. Lass mal den Kras­t­ev reha­bi­li­tie­ren! Sonst ists im IWM­Vi­en­na so einsam…

edit: Hey, es geht auch anders!

Öffent­lich über­tra­ge­ner Teil - sehr gut. Wobei das Ele­ment Deutsch­land stellt jetzt gemein­sam mit ande­ren euro­päi­schen Staa­ten Leo­pard 2 Pan­zer in Bri­ga­den­stär­ke und Aus­bil­dung, Ver­sor­gung, Ersatz­teil­in­fra­struk­tu­ren, usw - in der Ukrai­ne zur Ver­fü­gung, samt Logis­tik­ket­te, wäh­rend die US lei­der noch kei­ne Abra­hams lie­fern kön­nen, wird nur ange­deu­tet, kommt hier aber detail­iert zur Sprache:

Die Nato ver­langt es.

Dafür ist die Bür­ger­fra­ge­run­de durch­wach­sen. Ers­te Fra­ge wird aktiv miss­ver­stan­den (man kann argu­men­tie­ren, dass das in der media­len Öffent­lich­keit not­wen­dig war), bei der drit­ten Fra­ge kennt sich kei­ner aus - woher sol­len die Exper­ten in Euro­pa, denn auch wis­sen, dass in Russ­land you­tube noch nicht gesperrt ist, vier­te Fra­ge, den Kon­flikt ein­frie­ren gehe aus mora­li­schen Grün­den nicht, da Russ­land in den erober­ten Teil­re­pu­bli­ken ein Regime des Ter­rors auf­zieht, also ent­we­der Sieg, oder Tot, oder die Ukrai­ne ent­schei­det sich um, und dann reden wir öffent­lich nie mehr dar­über, wie bei US Ein­sät­zen “under a death­ly sky” der Fall, die Fra­ge zu einer par­la­men­ta­ri­schen Oppo­si­ti­on in Russ­land und/oder der Ukrai­ne wird unge­nü­gend beant­wor­tet, die Kriegsrechts-Gesetzgebungen über­gan­gen, die gan­ze Par­tei­en­spek­tren in der Ukrai­ne per Dekret ver­bo­ten haben (um den Ein­fluss Russ­lands aus­zu­sper­ren) nicht erwähnt, dass die rus­si­sche Oppo­si­ti­on meist mit 23 Mit­ar­bei­tern in Isra­el sitzt und auf Influ­en­cer Niveau You­tube Vide­os pro­du­ziert , oder als Popstern­chen mit Gat­ten in Isra­el sitzt und wesent­li­che Sound­bytes pro­du­ziert, die es dann in Begrün­dun­gen von deut­schen Geschichts­pro­fes­so­ren schaf­fen, oder aber im Gefäng­nis sitzt, oder direkt in der euro­päi­schen Kom­mis­si­on - Euro­pean Prav­da lesend, in der Fol­ge­fra­ge ob Deutsch­land vor­pres­sen soll­te, wird nicht kon­kret dar­auf ein­ge­gan­gen, dass die Pan­zer­lie­fe­rungs­fra­ge eine Nato­an­stren­gung ist, oder was sie bedeu­tet, muss die Bevöl­ke­rung ja nicht wis­sen. Nur nicht öffent­lich dar­über dis­ku­tie­ren. Auf die Fra­ge - was macht Deutsch­land in Punk­to Ver­hand­lungs­ver­mitt­lung - wird die kom­plet­te Rea­li­tät aus­ge­spart (Scholz ver­tritt bereits den Punkt, dass es für Frie­dens­ge­sprä­che den Kom­plett­ab­zug aller rus­si­scher Kräf­te aus der Ukrai­ne benö­tigt und zwar seit­dem der Angriff der Ukrai­ne in Isjum erfolg­reich war, Russ­land ver­tritt bereits die Auf­fas­sung, dass Deutsch­land ein Kriegs­geg­ner ist - zumin­dest in einem Wirt­schafts­krieg, und dass es auch bei Waf­fen­lie­fe­run­gen wie­der­holt rote Lini­en über­schrit­ten hat - nach den jetzt fol­gen­den Leo­pard 2 Lie­fe­run­gen (zusam­men mit den Nie­der­lan­den!) ist die­se Debat­te tot.

Mehr kann man die Bevöl­ke­rung nicht mehr Ver­ar­schen. Geht nicht.

edit: Sor­ry, geht noch verlogener.

Ein anvi­sier­tes Tref­fen zwi­schen der deut­schen Außen­mi­nis­te­rin Anna­le­na Baer­bock und dem rus­si­schen Chef­di­plo­ma­ten Ser­gej Law­row in New York ist geplatzt. „Nach­dem sie ihre Anfra­gen zu Ver­hand­lun­gen mit Ser­gej Law­row am Ran­de der UNO-Vollversammlung gestellt und von der rus­si­schen Sei­te einen Ter­min­vor­schlag bekom­men haben, sind die EU-Delegationen vom Radar ver­schwun­den“, kri­ti­sier­te die rus­si­sche Außen­amts­spre­che­rin Maria Sach­a­rowa ges­tern auf ihrem Telegram-Kanal.

Dabei bezog sich die 46-Jährige offen­bar auch auf ein ange­bahn­tes Gespräch zwi­schen Baer­bock und Law­row. Im Vor­feld der Gene­ral­de­bat­te in New York habe es Kon­tak­te zwi­schen den Dele­ga­tio­nen vor Ort gege­ben. Es sei um die Mög­lich­keit eines Gesprä­ches von Baer­bock mit ihrem rus­si­schen Amts­kol­le­gen zur Sicher­heit des Atom­kraft­werks Sapo­rischsch­ja gegan­gen, erfuhr die dpa dazu aus diplo­ma­ti­schen Krei­sen. Das Tref­fen kam nicht zustande.

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Woll­ten sich wohl mit den Kin­der­schän­dern nicht tref­fen, die die ukrai­ni­schen Flücht­lin­ge für ihre Demo­gra­phie brauchen.

FÜR DIE SCHEISSWICHSER DIE NICHT ÜBERZUCKERN WAS DAS BEDEUTET - die UN wur­de ursprüng­lich als Insti­tu­ti­on gegrün­det die Krie­ge ver­hin­dert, da Staa­ten mit­ein­an­der reden. Heu­te ist sie eine Per­ver­si­on des­sen bei der Baer­bock Kin­der­schän­der sagen kann, und dann ver­ein­bar­te Gesprä­che aus vir­tue signa­ling Grün­den nicht wahr­nimmt. So tief musst du als Diplo­ma­ten­de­le­ga­ti­on erst mal sinken.

edit: Ein Licht­blick: Laut Blin­ken im NATO secu­ri­ty coun­cil mee­ting (sie­he Video) hält der Ukrai­ne Krieg die Nato­staa­ten von kon­zer­tier­ten Aktio­nen gegen den Kli­ma­wan­del ab. Das ist neu. Deckt sich mit den Aus­sa­gen Jef­frey Sachs (der ers­te wesent­li­che Exper­te im UN Umfeld der sich gegen das Nar­ra­tiv “dadurch gin­ge es jetzt schnel­ler” gestellt hat). Lang­fris­tig las­sen sich eini­ge Lügen eben nicht mehr auf­recht halten.

Österreich du geile Sau

25. September 2022

- gez. die Nato.

Wäh­rend Selen­skyj sich im Aus­land erneut als Frie­dens­prä­si­dent geriert, der nur die Krim zurück­ha­ben möch­te (sie­he: https://www.youtube.com/watch?v=7deIf0v4dOo ) - wäh­rend alle PR Bil­der in der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit ihn als star­ken mili­tä­ri­schen Füh­rer mit sen­si­bler See­le, der von Mili­tär­tros­sen umge­ben ande­ren Mili­tärs die Hän­de schüt­telt, ger­ne auch in Kran­ken­häu­sern - Sel­fie gefäl­lig? - zei­gen, und der kei­ne Gele­gen­heit aus­lässt den rus­si­schen Feind als völ­ker­mor­den­den, rus­sis­ti­schen (O-Ton) Ork zu sti­li­sie­ren, nur damit der schö­ne Krieg, bei dem man erst mal als Ukrai­ne erst mal die am wenigs­ten aus­ge­bil­de­ten Miliz­ein­hei­ten gemet­zelt hat, auch wenn stra­te­gisch dabei vor­der­grün­dig nicht sehr viel her­aus­ge­schaut hat, nur um im diplo­ma­ti­schen Nach­set­zen, das zu tun, was die US Bera­ter der Ukrai­ne gera­den haben, näm­lich sofort wie­der mehr und schwe­re­re Pan­zer zu for­dern, nach­dem die EU “über­zeugt wer­den konn­te”, dass die Ukrai­ne “auch Gebie­te zurück­er­obern kön­ne”. Weil angeb­lich (laut aus­tra­li­schen Mili­tär­ex­per­ten - die die Wie­ner Zei­tung in Alp­bach ken­nen gelernt hat, - die Wie­ner Zei­tung hat berich­tet), das der Sti­cking­point war, war­um die Ukrai­ne nicht noch mehr Waf­fen bekom­men hat… Also der Frie­dens­prä­si­dent, bei dem alle Medi­en in den ers­ten zwei Mona­ten regel­mä­ßig den Teil der Inter­views weg­ge­schnit­ten haben, in dem Selen­skyj sein Wahl­pro­gramm “wir holen uns alle besetz­ten Gebie­te zurück, nein wir kön­nen jetzt nicht auf­hö­ren, das ukrai­ni­sche Volk wür­de das nicht ver­ste­hen, Orden für die Batal­li­ons­füh­rer, wir wer­den gewin­nen, Frie­dens­ver­hand­lun­gen erst wenn mir Putin gegen­über­sitzt und mir die Krim schenkt, eine Woche lieb­äu­geln damit ob man doch eine Neu­tra­li­tät wol­le, dann Ein­kni­cken vor US Nach­fra­gen über CNN und die WP “dass man (die US) die ukrai­ni­sche Posi­ti­on nicht mehr ver­stün­de” (signa­ling?), dann der uni­li­te­ra­le Abbruch der Frie­dens­ve­er­hand­lun­gen (sie­he auch: click) - wäh­rend das “die US befin­det sich in einem Zeit­al­ter des offe­nen Wett­streits der Groß­mäch­te, dar­um haben wir mit Pelo­si gesi­gnalt” Nar­re­tiv zwar in Aspen offen aus­ge­spro­chen wird, es aber in unse­ren Medi­en nicht vor­kommt, dann die aber­ma­li­ge Zurück­wei­sung eines Ver­hand­lungs­an­ge­bots durch die Tür­kei (von Russ­land vor­ge­schla­gen), wäh­rend die Medi­en gera­de Sapo­rischsch­ja durchs Dorf getrie­ben haben, das die Rus­sen in der sel­ben Woche laut Medi­en­be­rich­ten als “shel­ter” und als “shel­ling” Objekt aus­er­ko­ren haben sol­len (Hedges, ich such das Video mal nicht raus), wäh­rend sie gera­de Trup­pen ver­scho­ben haben um den ukrai­ni­schen Angriff in der Regi­on abzu­weh­ren, (was selbt­ver­ständ­lich nur eine Gefin­kel­te Fin­te der Ukrai­ne war, dess­halb wirbt jetzt auch Anton Hof­rei­ter dafür, dass Gelän­de­ge­win­ne der Ukrai­ne im Süden kurz bevor­stün­den) - nur um dann den west­li­chen Medi­en einen Grund zu geben, die letz­te Ver­hand­lungs­in­itia­ti­ve der Tür­kei KOMPLETT unter den Tisch fal­len zu las­sen. Wäh­rend die Tür­kei nach der erfolg­rei­chen Miliz und Ehren­gar­de Met­zel­ak­ti­on mit Nato Waf­fen und durch seit acht Jah­ren von der Nato aus­ge­bil­de­ten Trup­pen­ein­hei­ten - eine Woche spä­ter - die erfolg­reich 20 Dör­fer befrei­en (und eine Logis­tik Kno­ten­punkt ein­neh­men) konn­te, ana­log zu Deutsch­land zum exakt sel­ben Zeit­punkt auf “Russ­land muss sich aus der Ukrai­ne mili­tä­risch kom­plett zurück­zie­hen” umge­schwenkt ist, um zu signa­li­sie­ren, dass das jetzt die ver­ein­te Posi­ti­on des Wer­te­wes­tens BEI VERHANDLUNGEN (Wir ver­han­deln im Wer­te­wes­ten immer so, das unse­re ein­zi­ge Vor­be­din­gung die kom­plet­te Kapi­tu­la­ti­on ist, was inter­es­sie­ren uns im Wer­te­wes­ten unse­re Scheiss­lü­gen, dass es erst mal nur um die Rück­erobe­rung der besetz­ten Gebie­te seit dem 22. März geht?) ist -- also wäh­rend sich die­ser Frie­dens­prä­si­dent gera­de wie­der sein Wahl­pro­gramm (die Krim zurück und den Don­bas befrei­en, mit US Jave­lins und Stin­gern mit denen die Ukrai­ne im Don­bas erst­ma­lig, noch im Okto­ber, vor Kriegs­be­ginn die rus­si­schen Ein­hei­ten raus­ge­schos­sen hat, was dann in direk­ter zeit­li­cher Fol­ge das größ­te mili­tä­ri­sche Auf­ge­bot an der ukrai­ni­schen Gren­ze seit dem zwei­ten Welt­krieg zur Fol­ge hatte

Am 24. März 2021 unter­zeich­ne­te Selen­skyj das Dekret 117/2021 zur Geneh­mi­gung der „Stra­te­gie der Ent­ok­ku­pa­ti­on und Wie­der­ein­glie­de­rung des vor­über­ge­hend besetz­ten Ter­ri­to­ri­ums der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewastopol “.

src: click), der Frie­dens­prä­si­dent, der allen Medi­en zu Fol­ge vor der rus­si­schen Inva­si­on nicht mehr wie­der­ge­wählt wor­den wäre, aber seit dem die Welt in ihm den Chur­chill erkannt hat in der Rol­le auf­geht, also wäh­rend der Frie­dens­prä­si­dent sich vor der UN wie­der als “es gibt nur einen der Krieg will” (also neben der USA die dar­in offi­zi­ell eine Chan­ce sehen Russ­land als geo­stra­te­gi­schen Akteur aus dem Spiel zu neh­men (Russ­land darf nach einem lan­ge dau­ern­den Auf­rei­bungs­krieg nie mehr in der Lage sein den Wes­ten mili­tä­risch anzu­grei­fen, sie­he ua Video hier: click ), und deren Waf­fen­in­dus­trie gera­de das größ­te Sub­ven­ti­ons­pa­ket seit seit Jah­ren bekommt, nach his­to­ri­schen Höchst­aus­ga­ben (antei­lig am US GDP) im Jahr davor, wäh­rend der Krieg von deren innen­po­li­ti­schen “demo­kra­tie­po­li­ti­schen” *hust* Neu­ori­en­tie­rung ablenkt, den Dol­lar gegen­über ande­ren Wäh­run­gen um mehr als 30% auf­wer­tet, die US wie­der zum bes­ten Inves­ti­ti­ons­raum im Wes­ten macht (stra­te­gisch so schön sicher), und es den US erlaubt wie­der eine Zins­er­hö­hung ein­zu­füh­ren (die Inves­ti­tio­nen kom­men jetzt ja trotz­dem), was alle ande­ren Staa­ten Welt­weit der­zeit nicht mit­ge­hen kön­nen, da sie noch nicht aus den vor­he­ri­gen Kri­sen raus sind, und vor allem eine Infla­ti­on haben, die im Gegen­satz zu der in den US mehr nach­fra­ge­ge­trie­ben ist, da eine höhe­re wirt­schaft­li­che Abhän­gig­keit von Chi­na bestehet, die noch in der Covid Kri­se fest­ste­cken und ihre Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tät nicht auf dem bis­he­ri­gen Niveau hal­ten kön­nen --), es gäbe also nur einen der die­sen Krieg will (vor allem lang­fris­tig, so dass ihm das Volk unter der Nase rebel­liert, was aktu­ell das ein­zi­ge rea­lis­ti­sche Aus­stiegs­sze­na­rio des Wer­te­wes­tens dar­stellt) Russ­land näm­lich, wegen Zaren Ambi­tio­nen Putins und so, die Geschichts­pro­fes­so­ren auf Phoe­nix wis­sen das! Also wäh­rend sich der ukrai­ni­sche Frie­dens­prä­si­dent vor der UN als “ich woll­te seit jeher immer nur Frie­den” (sie­he Video oben) (vor allem auch als er am Tag bevor die ers­ten Rake­ten geflo­gen sind zu einem Volks­auf­stand der Anwäl­te, Ärz­te, Tik­to­ker, Müt­ter und Väter in Russ­land auf rus­sisch in Social Media auf­ge­ru­fen hat - was ja die frie­dens­stif­tends­te aller Maß­nah­men war - auf die zwei Stun­den spä­ter die ers­ten Rake­ten geflo­gen sind), also wäh­rend sich der Herr wie­der vor der UN als Frie­dens­stif­ter sti­li­siert - und das der­ma­ßen übel­keits­er­re­gend, dass sich die Times Radio Mode­ra­to­rin in ihrer Mimik von dem Bericht AUSKLINKT, weil sie die Pro­pa­gan­da­schei­ße nicht mehr erträgt (sie­he Video oben) --

reichts der Öster­rei­chisch Ame­ri­ka­ni­schen Gesell­schaft nicht mehr nur die Chef­re­dak­teu­re der Wie­ner Zei­tung als Mode­ra­to­ren für ihre Events zu kau­fen, und der ver­fick­ten Johan­nes Kopf als “Exper­ten für Zukunfts­jobs” zu einer “Dis­kus­si­ons­run­de” in die Öster­rei­chisch Ame­ri­ka­ni­sche Gesell­schaft zu laden, bei der er von einem US Indus­trie­ver­tre­ter via Sky­pe mit “auch wir stöh­nen über hohe Ben­zin­prei­se” ver­arscht wird, wäh­rend dem VERFICKTEN Johan­nes Kopf dabei nichts auf­fällt, dem gekauf­ten Chef­re­dak­teur der Wie­ner Zei­tung in der Mode­ra­to­ren Rol­le vor einem Publi­kum mit unter 100 Zuse­hern auf you­tube, aber *KATSCHING* auch nicht, wäh­rend er aus der Öster­rei­chisch Ame­ri­ka­ni­schen Gesell­schaft noch eine “Medi­en­part­ner­schaft” für sei­ne Zei­tung raus­trägt, wor­auf fünf Tage spä­ter der VERFICKTE Johan­nes Kopf plötz­lich drauf­kommt, ja, also Öster­reich braucht schon ein Volks­be­geh­ren, ob wir über­haupt noch neu­tral sein wol­len - lass mich mal als Socken­pup­pe dafür her­hal­ten, wo muss ich unter­schrei­ben - also nach­dem das, man­gels gesell­schaft­li­chem Erfolg der Öster­rei­chisch Ame­ri­ka­ni­schen Gesell­schaft nicht mehr aus­reicht - wäh­rend aber gleich­zei­tig der mit US Tal­king Points voll­ge­pump­te Hod­ges im ZDF zwei Stun­den gegen die deut­sche Regie­rung het­zen darf, unge­fil­tert, ohne Gegen­stim­me, nicht mal in der Form von Mei­nungs­s­jour­na­lis­mus, son­dern als Pro­pa­gan­da pur, der sel­be Hod­ges dann in der Woche dar­auf den Leit­ar­ti­kel im ehe­ma­li­gen Nach­rich­ten­ma­ga­zin Pro­fil bekommt (sie­he Link oben), weil -- ich mein war­um nicht, er hat bis­her zwar dau­ernd falsch gele­gen (“Putin braucht jetzt einen Erfolg für den Tag des Sie­ges und sei­ne Para­de …” “Euro­pa wird jetzt in Ver­hand­lun­gen Chi­na unter Druck set­zen.” und vie­le ande­re media­le Klas­si­ker, wie “Putins Stär­ke ‘in the num­bers’ ist eigent­lich sei­ne Schwä­che, …”), weil er das Abzieh­bild eines nütz­li­chen Idio­tens ist, das sich mit Tal­king­points voll­stop­fen lässt, die er dann glaubt als “eige­ne Mei­nung” zu ver­tre­ten, nach­dem er immer brüh­warm mit “alten Kon­tak­ten im US Mili­tär” (= der Pro­pa­gan­da­ab­tei­lung die ihm die vor­spricht, er spricht sie danach aber sehr schön nach) gespro­chen hat, also wäh­rend auch die­ser Hof­knicks der akti­vis­ti­schen Medi­en der Öster­rei­chisch Ame­ri­ka­ni­schen Gesell­schaft nicht aus­reicht, die sich ja ger­ne Medi­en­part­ner­schaf­ten kauft - kommt jetzt aber auch wirk­lich der abso­lu­te Ein­satz auf der diplo­ma­ti­schen Ebe­ne Öster­reich end­lich zum Wer­te­wes­ten über­zu­füh­ren (nach dem Jahr des Her­ren Cloo­ney der über Zukunfts­jobs in Wien spricht, mit Nes­pres­so als Haupt­spon­sor - why not) - 

Bai­ba Braže, die Num­mer drei des Ver­tei­di­gungs­bünd­nis­ses Nato, sieht in Putins Krieg eine Zäsur: »Die Insta­bi­li­tät wird blei­ben.« Auf Öster­reich geht sie zu: »Die Nato wäre bereit für eine enge­re Partnerschaft.«

src: click

Da geht doch das Herz jedes kon­ser­va­ti­ven Boo­mer Wichsers auf, jetzt weiß er als die Pres­se Leser end­lich was er den­ken soll! Die Nato hat Inter­es­se an Öster­reich! (Als Trip­wire, oder…?)

Kommt, nur ein­mal noch eure Kin­der ver­ra­ten, ihr Boomer-Wichser seid gedank­lich doch eh schon im Jen­seits, Kli­ma­schutz, oder Flüs­sig­gas­tan­ker - ihr wisst eh nicht mehr was ihr wollt, Haupt­sa­che Ver­zicht bei den Gschrop­pen, damit sie euch um Geld fra­gen kom­men, wäh­rend ihr dahin­siecht. Und eure Enkel ganz nah bei euch habt, wäh­rend ihr abkratzt.

Wäh­rend die Ulri­ke Guer­rot gera­de zusam­men­bricht, weil sie erlebt hat wie “west­li­che Eli­ten mit Geld Nato-freundlich gemacht wurden”.

Hach was solls, das war bestimmt nur ein bedau­er­li­ches Miss­ver­ständ­nis… und die­se Gesell­schaft ist gar­nicht das Allerletzte.

edit: Kon­text:

In der ver­gan­ge­nen Woche trat Ulri­ke Gué­rot am Tag nach der Aus­strah­lung ihres Auf­tritts bei „Mar­kus Lanz“ im Youtube-Kanal Infra­rot auf, um in der Inter­view­sen­dung „Kla­re Sicht“ zu sagen, was sie im ZDF angeb­lich nicht hat­te sagen dür­fen. Der Geschäfts­füh­rer der Betrei­ber­fir­ma von Infra­rot ist ein ehe­ma­li­ger Chef­re­dak­teur des in Deutsch­land ver­bo­te­nen rus­si­schen Sen­ders RT DE. Die Mode­ra­to­rin von „Kla­re Sicht“, eine aus Rumä­ni­en gebür­ti­ge Sän­ge­rin mit dem Künst­ler­na­men Pau­la P’Cay, hat eben­falls für RT DE gear­bei­tet; die Grün­de­rin einer „Huma­nis­ti­schen Frie­dens­par­tei“ ver­brei­tet auf Tele­gram medi­zi­ni­sche Legen­den zur Covid-19-Pandemie. Gué­rot erzähl­te von ihrer Stu­di­en­zeit in den Acht­zi­ger­jah­ren. In Paris habe sie sowje­ti­sche Stu­di­en und Ost­eu­ro­pa­kun­de bei Hélè­ne Car­rè­re d’Encausse stu­diert. Die welt­be­rühm­te His­to­ri­ke­rin mit Ses­sel in der Aca­dé­mie fran­çai­se habe ihren Stu­den­ten bei­gebracht, sie müss­ten ernst neh­men, was die Rus­sen sag­ten. „Es ist wich­tig, ob das Wort in der ers­ten, drit­ten oder fünf­ten Zei­le steht, ob da ein Punkt davor ist oder ein Kom­ma – alles hat eine Bedeutung.“Über die Wich­tig­keit von Wort­wahl, Satz­stel­lung und Zei­chen­set­zung wer­den auch Stu­di­en­an­fän­ger in pro­pä­deu­ti­schen Ver­an­stal­tun­gen zur Pro­phy­la­xe von Pla­gia­ten auf­ge­klärt. In Ulri­ke Gué­rots Best­sel­ler von 2016 fin­den sich Anwen­dungs­bei­spie­le genug.

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Fickt euch ihr Schweine.

edit: Übri­gens, habt ihr alle schon das neue media­le Nar­ra­tiv aus­wen­dig gelernt?

Russ­lands Stär­ke “in num­bers” bei rekru­tier­ba­ren Sol­da­ten ist eigent­lich sei­ne Schwä­che. Weil das für Regime Chan­ge genutzt wer­den kann. Den wir natür­lich nicht anstre­ben. Wäh­rend wir bei den Secu­ri­ty Con­fe­ren­ces in Aspen gan­ze Panels dazu abhal­ten dass wir den wol­len, also - fak­tisch, dass das das Kriegs­ziel Num­mer eins ist, das wor­auf alle Sank­tio­nen pri­mär hin­wir­ken sol­len. Natür­lich nur völ­ker­rechts­kon­for­mer indu­zier­ter Regi­me­chan­ge. *hust*

Und das sagt nicht irgend­wer - das sagen die Exper­ten die der Rau­scher der öster­rei­chi­schen Regie­rung und der Oppo­si­ti­on in Form der SPÖ, schrei­end als phi­lo­so­phi­sche Rat­ge­ber ange­tra­gen hat. Über drei Wochen lang. Nach­dem man ihn ins IWM­Vi­en­na gela­den und ihn in der Woche vor sei­nen ers­ten ent­spre­chen­den Kolum­nen von der Büh­ne aus gen­a­me­dropt hat, wäh­rend Sny­der und Kras­t­ev per­sön­lich anwe­send waren, und ihm jemand gesteckt hat, dass er auch Fio­na Hill (Vier Stein­sta­tu­en The­se wie Putin wirk­lich denkt) zu den bei­den dazu­emp­feh­len soll. Der Rau­scher war der­art begeis­tert - jetzt zur intel­lek­tu­el­len Spit­ze zu gehö­ren (das IMW­Vi­en­na ver­öf­fent­lich auf You­tube sonst die Burg­thea­ter­dis­kus­sio­nen mit Stan­dard als Medi­en­part­ner), der hat sofort gemacht und geschrie­ben, was oppor­tun war.

Also noch­mal. Russ­lands gro­ßer Rekru­tie­rungs­pool ist eigent­lich Russ­lands gro­ße Schwä­che, weil Putin mit dem Rücken zur Wand steht und dank der west­li­chen Sank­tio­nen, die auf die rus­si­sche Bevöl­ke­rung zie­len (Effek­ti­vi­tät wird bei uns am GDP Rück­gang Russ­lands “gemes­sen” zumin­dest in der media­len Logik, die zuvor Über­zeugt wer­den konn­te, dass in Euro­pa GDP nicht mehr gemes­sen wer­den soll­te, da sich die Genera­ti­on Ver­zicht viel eher am But­to­glück­lich­keits­pro­dukt Butans ori­en­tie­ren soll­te), bald gestürzt wer­den wird, was west­li­che, inkl. euro­päi­sche Diens­te laut Aspen Secu­ri­ty Forum, bereits sehr detail­liert pla­nen (Lis­ten von pro­mi­nen­ten Wirt­schafts­ver­tre­tern die gegen den Krieg sind, aber sich noch nicht öffent­lich gegen ihn aus­ge­spro­chen haben, Lis­ten von “Kin­dern pro Mut­ter” in den rura­le­ren Regio­nen Russ­land in denen Russ­land pri­mär rekru­tiert, logi­sche Rück­fol­ge­run­gen auf die Sol­da­ten­müt­ter­pro­tes­te zu Beginn der Amts­zeit Putins, wie­der­hol­tes erwäh­nen des sozia­len Unru­he­po­ten­ti­als, dass jetzt noch nicht gesamt­ge­sell­schaft­lich Fuss gefasst hat, aber bei wei­te­ren rus­si­schen Toten immer fass­ba­rer wird, wie­der­hol­tes Erwäh­nen des Ziel­da­tums der rus­si­schen Wah­len in 2024, Kon­tenx­tua­li­sie­ren, dass die Ukrai­ni­schen Wah­len ein Jahr frü­her abge­hal­ten wer­den, und man Selen­skyj zumin­dest so lan­ge eine bank­rot­te Ukrai­ne und mehr Waf­fen­lie­fe­run­gen aus­fi­nan­zie­ren müs­se, …), aber wir ja nicht wol­len, dass sich bei uns jemand für Regi­me­chan­ge ein­setzt (die Ukrai­ne muss das ent­schei­den?) weil das ja völ­ker­rechts­wid­rig wäre, aber nicht so völ­ker­rechts­wid­rig, dass man es als US nicht als “sehr schwie­ri­ges The­ma” - oh, hin­ter dir, ein drei­köp­fi­ger Affe!

Bit­te lernts als gute Kon­su­men­ten von Infor­ma­ti­on doch end­lich auswendig.

Oh neat!

24. September 2022

Die Ener­gie­preis­kri­se (sie­he:
https://www.youtube.com/watch?v=7E1xGQTHTZQ )
for­dert ihr ers­tes (*sar­kas­mus*) Opfer:

Uni­ver­si­tä­ten und Fachhochschulen

Hei­zung run­ter und Licht aus

Eini­ge Uni­ver­si­tä­ten und Fach­hoch­schu­len den­ken wie­der über Distance-Learning nach - wegen zu hoher Energiepreise.

Nach zwei Corona-Wintern freu­en sich Öster­reichs Stu­den­tin­nen und Stu­den­ten wie­der auf woh­lig war­me Hör­sä­le und bun­tes Uni-Leben. Doch dar­aus könn­te auch heu­er nichts wer­den. Schuld dar­an sind die stark gestie­ge­nen Ener­gie­prei­se. Eini­ge Uni­ver­si­tä­ten und Fach­hoch­schu­len pla­nen, die Stu­die­ren­den unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen wie­der ins Distance-Learning zu schicken.

So sind an der Uni­ver­si­tät Inns­bruck bereits Maß­nah­men in meh­re­ren Stu­fen fest­ge­legt wor­den, wie bei einer Ener­gie­ver­knap­pung oder auch anhal­tend hohen Ener­gie­kos­ten vor­ge­gan­gen wer­den soll. Aktu­ell sind die Spar­maß­nah­men - etwa Fens­ter nicht gekippt las­sen oder Raum­tem­pe­ra­tur redu­zie­ren - frei­wil­lig. “Wir hof­fen, dass wir damit 5 bis 10 Pro­zent Ener­gie ein­spa­ren kön­nen”, sagt der Vize­rek­tor für Infra­struk­tur, Wolf­gang Strei­cher zur “Wie­ner Zeitung”.

5 Grad Raum­tem­pe­ra­tur im Worst Case

Wenn sich die Lage aber zuspitzt, wer­den zuerst Maß­nah­men wie Tem­pe­ra­tur­ab­sen­kung auf 19 Grad umge­setzt, in wei­te­rer Fol­ge könn­ten aber auch ein­zel­ne Gebäu­de auf 5 Grad Raum­tem­pe­ra­tur - frost­frei - her­un­ter­ge­re­gelt sowie Mit­ar­bei­ten­de und Stu­die­ren­de ins Home­of­fice geschickt wer­den. “Das wären wirk­lich das Worst-Case-Szenario”, hält Strei­cher fest, “aber wir müs­sen gewapp­net sein.” Die Uni hat­te bis 2021 jähr­li­che Ener­gie­kos­ten von etwa 5 Mil­lio­nen Euro. Heu­er dürf­ten die­se mas­siv anstei­gen. “Ers­te Über­le­gun­gen waren, dass es etwa 15 bis 17 Mil­lio­nen Euro sein wer­den”, so Streicher.

Ein Insi­der der Uni Inns­bruck sieht die geplan­ten Maß­nah­men kri­tisch. Es sei zwar gut, dass sich die Uni Gedan­ken mache, aber “die ein­zel­nen Maß­nah­men sind wenig ziel­füh­rend”, befin­det er. Erst ab Stu­fe zwei sol­len Bewe­gungs­mel­der für die Beleuch­tung im Gebäu­de instal­liert werden.

Die Uni­ver­si­tät Wien schließt sich den Ener­gie­spar­maß­nah­men an: “Wir den­ken auch einen Stu­fen­plan an”, so Cor­ne­lia Blum von der Pres­se­stel­le der Uni­ver­si­tät. Im Okto­ber star­ten die Vor­le­sun­gen ganz nor­mal in Prä­senz, da sol­len auch wei­te­re Infos zum Stu­fen­plan fol­gen, aber das Kon­zept sei ähn­lich wie das der Uni­ver­si­tät Innsbruck.

Öffent­li­che Uni­ver­si­tä­ten wer­den vom Bund, genau­er dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung, Wis­sen­schaft und For­schung (BMBWF), finan­ziert. Das Bud­get für Infra­struk­tur und stra­te­gi­sche Ent­wick­lung, wozu etwa Mie­ten und Strom­zah­lun­gen gehö­ren, wird an die Uni­ver­si­tä­ten nach dem “sach­lich gerecht­fer­tig­ten Bedarf” ver­ge­ben. Ins­ge­samt wur­den für die Peri­ode 2022 bis 2024 12,3 Mil­li­ar­den Euro an die Uni­ver­si­tä­ten ausgezahlt.

Da das Bud­get aber auf drei Jah­re fest­ge­legt ist, sind aktu­ell die Teue­run­gen nicht ein­be­rech­net, und den öffent­li­chen Uni­ver­si­tä­ten feh­len 1,2 Mil­li­ar­den Euro. “Ein enor­mer Betrag, den wir selbst durch die größ­ten Anstren­gun­gen nicht kom­pen­sie­ren kön­nen”, so Sabi­ne Seid­ler, Prä­si­den­tin der Öster­rei­chi­schen Uni­ver­si­tä­ten­kon­fe­renz (uni­ko). Immer­hin müs­sen die Unis von ihrem Gesamt­bud­get im Durch­schnitt rund 25 Pro­zent für Ener­gie­kos­ten und die Hälf­te für Per­so­nal­kos­ten rechnen.

Spa­ren, wo es nur geht an den Universitäten

Des­halb ist es nicht ver­wun­der­lich, dass Uni­ver­si­tä­ten spa­ren, wo es nur geht. Vor­erst trotz­dem nicht von Schlie­ßun­gen reden möch­te die Uni Kla­gen­furt, sie hat aber am Don­ners­tag die ers­te “Wel­le an Ein­spa­rungs­maß­nah­men” umge­setzt, das sei “kurz­fris­tig vor allem ein finan­zi­el­ler Aspekt”, sagt Uni-Sprecherin Anna Mar­ga­re­te Lan­des. Dazu gehö­ren eine Tem­pe­ra­tur­ab­sen­kung auf 19 Grad in allen Räu­men und Check­lis­ten mit Ener­gie­spar­tipps für die Belegschaft.

Am 1. Okto­ber fol­gen die nächs­ten Maß­nah­men, da wer­den die Öff­nungs­zei­ten der 24-Stunden-Bibliothek ein­ge­schränkt, in der Nacht bleibt sie künf­tig geschlos­sen. Damit geht auch die Redu­zie­rung der Beleuch­tung ein­her. “Natür­lich kön­nen wir, soll­te es Ver­schär­fun­gen der Situa­ti­on geben, noch wei­te­re Maß­nah­men set­zen”, so Lan­des. Man habe Plä­ne für den Fall einer aku­ten Ener­gie­kri­se aus­ge­ar­bei­tet, die auch Maß­nah­men wie Online-Unterricht und Home­of­fice beinhalten.

Mit stei­gen­den Kos­ten kämpft auch die Uni­ver­si­tät Salz­burg. Rek­tor Hen­drik Leh­nert lehn­te gegen­über ORF Salz­burg einen Distanz-Unterricht aber ab. An der Uni sei­en eher die Per­so­nal­kos­ten ein Pro­blem, die 80 Pro­zent des Bud­gets aus­ma­chen - jähr­lich sind das 110 Mil­lio­nen Euro. Auch aus dem Büro von uniko-Chefin Seid­ler wird die vor­über­ge­hen­de Schlie­ßung von Uni­ver­si­täts­räum­lich­kei­ten kri­tisch gese­hen: “Nach mehr als zwei Jah­ren Corona-bedingter Ein­schrän­kun­gen und sozia­ler Iso­la­ti­on wäre es unzu­mut­bar, die Last der Heiz­kos­ten auf die Stu­die­ren­den abzuwälzen.”

Die Fach­hoch­schu­len, die anders als öffent­li­che Uni­ver­si­tä­ten pro ver­ge­be­nen Stu­di­en­platz geför­dert wer­den, befin­den sich eben­falls in einer finan­zi­el­len Not­la­ge. Die Öster­rei­chi­sche Fachhochschul-Konferenz (FHK) for­dert daher eine Anhe­bung der För­der­sät­ze pro Stu­di­en­platz um min­des­tens 20 Pro­zent ab Beginn des kom­men­den Jah­res. Ansons­ten sei die hohe Qua­li­tät der Leh­re nicht auf­recht­zu­er­hal­ten, wie es in einer Pres­se­aus­sen­dung heißt.

Noch kei­ne Zusa­gen für Teue­rungs­aus­gleich an FHs

Kurt Kolez­nik, Gene­ral­se­kre­tär der FHK, befürch­tet in Hin­blick auf die aktu­el­len Teue­run­gen, dass die Fach­hoch­schu­len damit rech­nen müs­sen, Gehäl­ter nicht ent­spre­chend anpas­sen zu kön­nen. Und auch vor­über­ge­hen­des Distance-Learning schließt er nicht aus. FH-intern heißt es, es gebe noch kei­ne Zusa­gen für einen Teue­rungs­aus­gleich, es wer­de aber inten­siv ver­han­delt, und in Neben­ge­sprä­chen sei durch­aus von ähn­li­chen Maß­nah­men wie an der Uni­ver­si­tät Inns­bruck die Rede. Die Schrit­te vor Ort dürf­ten unter­schied­lich aus­se­hen, aus der­zei­ti­ger Sicht sei ein “Fle­ckerl­tep­pich” zu erwar­ten, was den Wech­sel der Fach­hoch­schu­len ins Distance-Learning betreffe.

An der FH Joan­ne­um in Graz etwa ist die wei­te­re Vor­ge­hens­wei­se noch offen. “Im Moment gibt es noch kei­nen kon­kre­ten Plan”, sagt Medi­en­ko­or­di­na­to­rin Mari­on Velik. Man sei mit der Stei­ri­schen Hoch­schul­kon­fe­renz, dem BMBWF und den öster­rei­chi­schen Hoch­schu­len in Kon­takt und kön­ne umge­hend und situa­ti­ons­be­dingt ent­spre­chen­de Maß­nah­men set­zen. Die FH Joan­ne­um hat, einem Insi­der zufol­ge, für das Finanz­jahr 2022 bis 2023 Ener­gie­mehr­kos­ten von etwa 1 Mil­li­on Euro, die das Bud­get deut­lich sprengen.

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Der Stan­dard wür­de schrei­ben “Es gibt kei­ne ver­lo­re­ne Genera­ti­on” und ein Zoom Mee­ting mit Schul­spre­chern ver­an­stal­ten. Um den Video Con­tent zu farmen.

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