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Kotkin schießt zum zweiten Mal quer

25. Februar 2023

Kot­kin, für die die es nicht wis­sen, ist der der am 04. März 2022 bei der Hoo­ver Insti­tu­ti­on das kom­plet­te Medi­en­nar­ra­tiv des Wes­tens zum Ukrai­ne Krieg erfun­den hat. Und dar­auf­hin in Stan­ford mehr Auf­ga­ben umge­hängt bekam (1|2, zuvor seit Jah­ren per­ma­nent Fel­low bei der Hoo­ver Institution).

Beim ers­ten Mal hat Kot­kin erwähnt, dass beim Angriff in Char­kiew vor allem schlecht aus­ge­bil­de­te rus­si­sche Ein­hei­ten besiegt/vertrieben wur­den, dass russ­lands Angriffs­ar­mee deut­lich zu klein war um die Ukrai­ne voll­stän­dig zu beset­zen (bedeu­tet nicht, dass Kiew nicht über­rannt und die Regie­rung gestürzt wer­den soll­te), und die Ukrai­ne in Punk­to “Infor­ma­ti­on War­fa­re äußerst effek­tiv war”.

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Und heu­te stellt sich Kot­kin, wie bereits Ben­nett zuvor hin­ter ein “israe­li­sches Modell” als Lösung für den Ukrai­ne Konflikt.

Der Stan­dard muss natür­lich sofort ant­ago­ni­sie­ren und dar­auf behar­ren, dass das auch schief gehen kann.

So wie der dama­li­ge US-Präsident Dwight Eisen­ho­wer in den 1950er-Jahren im Korea­krieg nach Süd­ko­rea reis­te, tat es ihm US-Präsident Joe Biden mit sei­nem Besuch in Kiew gleich. Nach Ansicht des His­to­ri­kers müss­te eine Tei­lung des Lan­des nicht der Sta­tus quo sein, und er erin­nert an die Ost-West-Teilung in Deutsch­land. Kei­ner habe damals mit dem Fall der Mau­er gerech­net und noch weni­ger mit der raschen wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung des Ostens. Was Kot­kin jedoch uner­wähnt ließ, ist, dass eine sol­che Staa­ten­auf­tei­lung den­noch miss­lin­gen kann, wie es gegen­wär­tig in Isra­el und Paläs­ti­na der Fall ist.

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Wie stark schiefgehen?

Anzahl der Todes­op­fer durch Ter­ror­an­schlä­ge in Isra­el in den Jah­ren 1948 bis 1999
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Zuge­ge­ben, die sind nach 1999 wie­der stark gestie­gen und das ist nur eine Sei­te der Betrach­tung, die ande­re ist deut­lich opfer­in­ten­si­ver, aber wenn ich das gegen 200.000 wei­te­re Kriegs­op­fer rech­ne, kom­me ich da eini­ge Jahr­hun­der­te hin.

Unglaub­lich, wie das schief­ge­hen kann, Tabea Hahn.

Nach Aus­sa­ge des Stock­holm Inter­na­tio­nal Peace Rese­arch Insti­tu­te, wur­den 13.000 Israe­lis und Paläs­ti­nen­ser als direk­te Fol­ge des Kon­flikts zwi­schen 1948 und 1997 getö­tet.[17] Ande­re Schät­zun­gen gehen von 14.500 Toten zwi­schen 1948 und 2009 aus.[17][18]

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In Pales­ti­na kommt dann noch der Kampf um Was­ser und frucht­ba­ren Boden dazu. (Sie­he Rosa Luxen­burg Stif­tung.)

Habe gerade etwas gemacht was man nicht machen darf

24. Februar 2023

Habe mich an das Zitat Mear­s­hei­mers erin­nert (Debat­te mit Carl Bildt), dass es kei­ne schrift­li­che Quel­len für das neo­im­pe­ria­lis­ti­sche Pla­nungs­kon­zept Putins gibt.

Dass alle Zita­te die dafür her­an­ge­zo­gen wer­den, kei­ne Bestä­ti­gung für neo­im­pe­ria­lis­ti­schen Ambi­tio­nen beinhalten.

Wird län­ger, ich bin sie alle durchgegangen.

Hier die Kriegs­re­de Putins vom 24.02. (Unter­ti­tel aus­zugs­wei­se gegen goog­le auto­trans­la­te aus dem Rus­si­schen geprüft - schei­nen ok, bit­te im Ein­zel­fall expli­zit nach­prü­fen) - von der es heißt der wahn­sin­ni­ge Putin hät­te sie neo­im­pe­ria­lis­tisch begrün­det, und von der Eric Frey weiß -

Und so ver­hasst die Nato-Erweiterung in Mos­kau auch ist, so auf­fal­lend ist, dass sie seit dem 24. Febru­ar 2022 in Putins eige­nen Begrün­dun­gen für den Krieg immer weni­ger vor­kommt und von sei­ner großrussisch-nationalistischen Rhe­to­rik ver­drängt wird.

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Frey irrt.

1. Kriegs­er­klä­rungs­re­de vom 24. 02, die ers­ten 15 Minu­ten sind nur Nato Ost­erwei­te­rung, respek­ti­ve Nato Inter­ven­tio­nen ohne UN Man­dat in der Ver­gan­gen­heit und ihre Fol­gen (laut Putin).

Bei Minu­te 23 wech­selt er dann in eine Rede über eine Hoff­nung der “Zusam­men­ar­beit” mit der Ukrai­ne “to move for­ward tog­e­ther”. Kon­text dafür, die Ukrai­ne hat mitt­ler­wei­le etwa 700 Kol­la­bo­ra­teu­re fest­ge­setzt die für einen Wech­sel im ukrai­ni­schen Staats­ap­pa­rat sor­gen hät­ten sol­len. Er erwähnt die­se inner­halb eines Sprach­bilds von “unse­rer gemein­sa­men Zukunft (Ukrai­ne und Russland)”.

Nazi und Neo-Nazi Anwür­fe sind mehr­fach eingestreut.

Die Rede wirkt zu kei­ner Zeit als sei der Vor­tra­gen­de in irgend­ei­ner Art und Wei­se wahnsinnig.

Als ich das mei­ner ehe­ma­li­gen Psy­cho­the­ra­peu­tin gesagt habe - (“ich habe die Rede drei Mal gese­hen, ich sehe den wahn­sin­ni­gen Putin nicht, ich sehe haupt­säch­lich Pro­pa­gan­da, die an das rus­si­sche Volk gerich­tet ist.”), hat sie abge­wun­ken, und woll­te nichts davon wissen.

Btw. das Kon­zept Novor­os­si­ya wird zu kei­ner Zeit erwähnt, mehr dazu später.

2. Paper von Vla­di­mir Putin ”On the His­to­ri­cal Unity of Rus­si­ans and Ukrai­ni­ans“ (Juli 2021)

Das ist das “wahn­sin­ni­ge geschichts­re­vi­sio­nis­ti­sche Geschreib­sel” von Putin, das in unse­ren Medi­en wie­der­holt refe­ren­ziert wird, und die Kon­zep­te Novor­os­si­ya und RUS beinhal­tet, die zur öffent­li­chen Erklä­rung war­um Putin wahn­sin­nig sei, wie­der­holt her­an­ge­zo­gen wurden.

Etwa ein Monat nach Kriegs­be­ginn, gab es die ers­ten Panels in klei­ne­ren US Uni­ver­si­tä­ten, in denen Fakul­täts­lei­ter bestä­tigt haben, dass Putin bei­de Kon­zep­te bereits seit Jah­ren für die innen­po­li­ti­sche Pro­pa­gan­da ver­wen­det und das Schul­buch Cur­ri­cu­lum dies­be­züg­lich 2014 abge­än­dert hat. (Vgl. click ) Bei­de Begrif­fe waren in der innen­po­li­ti­schen Pro­pa­gan­da seit damals im Einsatz.

Pseudo­his­to­ri­sches Gebrab­bel ja, und zwar in einem Umfang, dass ich begon­nen habe quer­zu­le­sen. Die Stel­len an denen Putin wie­der eine Refe­renz zu aktu­el­le­ren Gege­ben­hei­ten auf­baut, ste­chen aber auch beim Quer­le­sen deut­lich heraus.

Im gesam­ten Arti­kel, kei­ne Erwäh­nung eines “neo­im­pe­ria­lis­ti­schen Ziels” oder Wunschtraums.

An meh­re­ren Stel­len “Dele­gi­ti­ma­ti­on” der ukrai­ni­schen Regie­rung, ihres poli­ti­schen Han­delns, sowie ihrer poli­ti­schen Posi­ti­on nach 1980. Eine kul­tu­rel­le Unab­hän­gig­keit wird als “erfun­den” abge­tan. Aber der Sta­tus der Ukrai­ne als eigen­stän­di­ger Staat nicht poli­tisch rela­ti­viert. His­to­risch ja, kon­stru­ier­tes “Bedau­ern”, dass die Ukrai­ne “von Bol­sche­wi­ken ein­fach ver­schenkt wur­de”, ja. Hin­ter­fra­gen des eigen­stän­di­gen Sta­tus als Staat im Hier und Jetzt: Nein.

Vgl.

Step by step, Ukrai­ne was drag­ged into a dan­ge­rous geo­po­li­ti­cal game aimed at tur­ning Ukrai­ne into a bar­ri­er bet­ween Euro­pe and Rus­sia, a spring­board against Rus­sia. Ine­vi­ta­b­ly, the­re came a time when the con­cept of ”Ukrai­ne is not Rus­sia“ was no lon­ger an opti­on. The­re was a need for the ”anti-Russia“ con­cept which we will never accept.

The owners of this pro­ject took as a basis the old ground­work of the Polish-Austrian ideo­lo­gists to crea­te an ”anti-Moscow Rus­sia“. And the­re is no need to decei­ve anyo­ne that this is being done in the inte­rests of the peop­le of Ukrai­ne. The Polish-Lithuanian Com­mon­wealth never nee­ded Ukrai­ni­an cul­tu­re, much less Cos­s­ack auto­no­my. In Austria-Hungary, his­to­ri­cal Rus­si­an lands were mer­ci­less­ly explo­i­ted and remai­ned the poo­rest. The Nazis, abet­ted by col­la­bo­ra­tors from the OUN-UPA, did not need Ukrai­ne, but a living space and slaves for Aryan overlords. 

But the fact is that the situa­ti­on in Ukrai­ne today is com­ple­te­ly dif­fe­rent becau­se it invol­ves a for­ced chan­ge of iden­ti­ty. And the most des­pi­ca­ble thing is that the Rus­si­ans in Ukrai­ne are being for­ced not only to deny their roots, genera­ti­ons of their ances­tors but also to belie­ve that Rus­sia is their enemy. It would not be an exa­g­ge­ra­ti­on to say that the path of for­ced assi­mi­la­ti­on, the for­ma­ti­on of an eth­ni­cal­ly pure Ukrai­ni­an sta­te, aggres­si­ve towards Rus­sia, is com­pa­ra­ble in its con­se­quen­ces to the use of wea­pons of mass dest­ruc­tion against us. As a result of such a har­sh and arti­fi­cial divi­si­on of Rus­si­ans and Ukrai­ni­ans, the Rus­si­an peop­le in all may decre­a­se by hund­reds of thousands or even millions.

Our spi­ri­tu­al unity has also been atta­cked. As in the days of the Grand Duchy of Lit­hua­nia, a new eccle­si­asti­cal has been initia­ted. The secu­lar aut­ho­ri­ties, making no secret of their poli­ti­cal aims, have bla­tant­ly inter­fe­red in church life and brought things to a split, to the sei­zu­re of church­es, the bea­ting of priests and mon­ks. Even exten­si­ve auto­no­my of the Ukrai­ni­an Ortho­dox Church while main­tai­ning spi­ri­tu­al unity with the Moscow Patri­ar­cha­te stron­gly dis­plea­ses them. They have to des­troy this pro­mi­nent and centuries-old sym­bol of our kin­ship at all costs.

Appar­ent­ly, and I am beco­m­ing more and more con­vin­ced of this: Kiev sim­ply does not need Don­bas. Why? Becau­se, first­ly, the inha­bi­tants of the­se regi­ons will never accept the order that they have tried and are try­ing to impo­se by for­ce, blo­cka­de and thre­ats. And second­ly, the out­co­me of both Minsk‑1 and Minsk‑2 which give a real chan­ce to peace­ful­ly res­to­re the ter­ri­to­ri­al inte­gri­ty of Ukrai­ne by com­ing to an agree­ment direct­ly with the DPR and LPR with Rus­sia, Ger­ma­ny and Fran­ce as media­tors, con­tra­dicts the ent­i­re logic of the anti-Russia pro­ject. And it can only be sus­tai­ned by the con­stant cul­ti­va­ti­on of the image of an inter­nal and exter­nal enemy. And I would add – under the pro­tec­tion and con­trol of the Wes­tern powers.

sowie:

Today, the ”right“ patri­ot of Ukrai­ne is only the one who hates Rus­sia. Moreo­ver, the ent­i­re Ukrai­ni­an state­hood, as we under­stand it, is pro­po­sed to be fur­ther built exclu­si­ve­ly on this idea. Hate and anger, as world histo­ry has repeated­ly pro­ved this, are a very shaky foun­da­ti­on for sov­er­eig­n­ty, frau­ght with many serious risks and dire consequences.

All the sub­ter­fu­ges asso­cia­ted with the anti-Russia pro­ject are clear to us. And we will never allow our his­to­ri­cal ter­ri­to­ries and peop­le clo­se to us living the­re to be used against Rus­sia. And to tho­se who will under­ta­ke such an attempt, I would like to say that this way they will des­troy their own country.

The incum­bent aut­ho­ri­ties in Ukrai­ne like to refer to Wes­tern expe­ri­ence, see­ing it as a model to fol­low. Just have a look at how Aus­tria and Ger­ma­ny, the USA and Cana­da live next to each other. Clo­se in eth­nic com­po­si­ti­on, cul­tu­re, in fact sharing one lan­guage, they remain sov­er­eign sta­tes with their own inte­rests, with their own for­eign poli­cy. But this does not pre­vent them from the clo­sest inte­gra­ti­on or allied rela­ti­ons. They have very con­di­tio­nal, trans­pa­rent bor­ders. And when cros­sing them the citi­zens feel at home. They crea­te fami­lies, stu­dy, work, do busi­ness. Inci­dent­al­ly, so do mil­li­ons of tho­se born in Ukrai­ne who now live in Rus­sia. We see them as our own clo­se people.

Rus­sia is open to dia­lo­gue with Ukrai­ne and rea­dy to dis­cuss the most com­plex issu­es. But it is important for us to under­stand that our part­ner is defen­ding its natio­nal inte­rests but not ser­ving someo­ne else’s, and is not a tool in someo­ne else’s hands to fight against us.

We respect the Ukrai­ni­an lan­guage and tra­di­ti­ons. We respect Ukrai­ni­ans’ desi­re to see their coun­try free, safe and prosperous.

I am con­fi­dent that true sov­er­eig­n­ty of Ukrai­ne is pos­si­ble only in part­ners­hip with Rus­sia. Our spi­ri­tu­al, human and civi­liz­a­tio­nal ties for­med for cen­tu­ries and have their ori­gins in the same sources, they have been har­den­ed by com­mon tri­als, achie­ve­ments and victories.

Stark auf Dele­gi­ti­mie­rung hin geschrie­ben, aber kein Neo­im­pe­ria­les Pro­jekt auch nur ange­deu­tet. Mehr “wir wol­len unse­ren Ein­fluss durch Soft­power zurück/festigen”.

3. Anspra­chen 2005 und 2007 (Munich Secu­ri­ty conference)

[A clue to his thin­king [Putin didn’t just tame the olig­archs of the 1990s; he repla­ced them with his own. He was crea­ting some­thing resemb­ling a Soviet sys­tem of Com­mu­nist Par­ty con­trol, just without the Soviet ideo­lo­gy and a per­so­nal struc­tu­re of rule in place of the old Par­ty nomen­kla­tu­ra.] came in 2005 when he descri­bed the col­lap­se of the Soviet Uni­on as the grea­test tra­ge­dy of the 20th cen­tu­ry. Then, in 2007 at Munich, that shift in rhe­to­ric beca­me unmistakable.]
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The break­down of USSR is the grea­test tra­ge­dy of the century.”

Note the two instan­ces of “the”. Neit­her of the­se are actual­ly direct­ly in the Rus­si­an. They have to be inser­ted to make gram­ma­ti­cal­ly cor­rect Eng­lish, and at the same time, kee­ping the ori­gi­nal meaning.

This trans­la­ti­on implies that Putin appar­ent­ly belie­ves that neit­her the Second World War, nor the First, were the grea­test tra­ge­dies of the 20th cen­tu­ry — but the break­down of a par­ti­cu­lar empire.

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Kei­ne Erwäh­nung eines neo­im­pe­ria­len Projekts.

Sachs umschreibt die­se Peri­ode mit “als Russ­land eigen­stän­di­ger wur­de, begann es die Nato Erwei­te­run­gen öffent­lich zu kri­ti­sie­ren”. (Zwei­te Nato Ost­erwei­te­rung, 2004.)

Zum Kon­zept “War die Nato Ost­erwei­te­rung der Haupt­grund für Putins Angriff auf die Ukraine”?

Eric Frey:

Tat­säch­lich wur­de auch in den USA und West­eu­ro­pa die Auf­nah­me der ost­eu­ro­päi­schen Staa­ten, und ganz beson­ders der drei ehe­ma­li­gen Sowjet­re­pu­bli­ken im Bal­ti­kum 2004, von man­chen Fach­leu­ten hef­tig kri­ti­siert. Aller­dings hat sich die Nato in all den Jah­ren auch stets bemüht, Russ­land in die Sicher­heits­ar­chi­tek­tur ein­zu­bin­den und so die Ängs­te zu zer­streu­en, aller­dings mit immer weni­ger Erfolg. Dazu kommt, dass der Bei­tritt zu einem Bünd­nis ein Recht sou­ve­rä­ner Staa­ten dar­stellt, das ihnen ihre noch so mäch­ti­gen Nach­barn nicht ver­weh­ren dürfen.

Der letz­te Satz ist fak­tisch nicht rich­tig. Die Nato open door poli­cy besagt, dass ihnen das Stel­len eines Antra­ges auf Mit­glied­schaft nicht ver­wehrt wer­den kann, und dass die­ser geprüft wer­den muss - stellt jedoch expli­zit klar, dass die Ent­schei­dung dar­über durch die Voll­mit­glie­der fällt.

Die bis­he­ri­ge Nato-Erweiterung mag Putin noch hin­ge­nom­men haben, aber der Bei­tritt der Ukrai­ne und Geor­gi­ens wäre ein Schritt zu viel. Denn das wür­de Russ­lands mili­tä­ri­sche Prä­senz im Schwar­zen Meer bedro­hen und damit sei­nen ein­zi­gen eis­frei­en Zugang zum Meer. Doch genau dies hat die Nato auf ihrem Gip­fel in Buka­rest im Juli 2008 ver­spro­chen [einen NATO Bei­tritt der Ukrai­ne und Geor­gi­en], zwar ohne Zeit­plan, aber in deut­li­cher Spra­che. Dass Russ­land kurz dar­auf die abtrün­ni­ge geor­gi­sche Pro­vinz Süd­os­se­ti­en besetz­te, war ein kla­res Warn­si­gnal. Und als der Sturz des pro­rus­si­schen Prä­si­den­ten Wik­tor Janu­ko­witsch im Febru­ar 2014 die Ukrai­ne auf Nato-Kurs brach­te, war es auch kein Zufall, dass Putin die Krim besetz­te, wo in Sewas­to­pol die Schwarz­meer­flot­te sta­tio­niert ist.

Es gibt gute Grün­de, die Nato-Zusage von 2008 als stra­te­gi­schen Feh­ler zu sehen. Einen Bei­tritt in Aus­sicht zu stel­len, aber ihn nicht durch­zu­füh­ren und in eine fer­ne Zukunft zu ver­schie­ben, hat Geor­gi­en und die Ukrai­ne in eine beson­ders ver­wund­ba­re Lage gebracht. Es war die US-Regierung von Geor­ge W. Bush, die die­se Zusa­ge woll­te, wäh­rend die deut­sche Kanz­le­rin Ange­la Mer­kel auf der Brem­se stand. Her­aus kam ein schlech­ter Kom­pro­miss, der von allen Sei­ten kri­ti­siert wurde.

Aller­dings hät­te es dem Kreml bewusst sein müs­sen, dass die­ser Bei­tritt von der Mehr­heit der Nato-Staaten gar nicht gewollt war – zumin­dest nicht in abseh­ba­rer Zeit.

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Der letz­te Absatz ist auch hier nicht richtig.

Ich darf Micha­el Kim­mage (From 2014 to 2016, Kim­mage ser­ved on the Secretary’s Poli­cy Plan­ning Staff at the U.S. Depart­ment of Sta­te, whe­re he held the Russia/Ukraine port­fo­lio.) vor einer Woche beim CSIS zitieren:

I think that you can put the inva­si­on in one par­ti­cu­lar con­text of a of a Rus­sia that sees the out­side world in impe­ri­al terms and that has a par­ti­cu­lar cul­tu­ral atti­tu­de toward Ukrai­ne that’s on the one hand con­de­scen­ding as if the coun­try or the sta­te does­n’t or should­n’t exist and on the other hand embraces a part of Ukrai­ne. Here the cate­go­ry of Empi­res may­be not the per­fect one but it embraces a part of Ukrai­ne as Rus­sia and you know sort of is not annex­ing ter­ri­to­ry or taking ter­ri­to­ry in the eyes of Putin but “libe­ra­ting” this part of Ukrai­ne from an arti­fi­cial con­struct i.e. the Ukrai­ni­an Sta­te and the radi­ca­lism of this per­spec­ti­ve is some­thing that escaped me befo­re the war.

I knew that Putin had the­se ten­den­ci­es and it was sort of his rhe­to­ric and some of it just see­med like pro­pa­gan­da and ver­bal extre­mism befo­re the 24th of Febru­a­ry 2022 I think I would now ack­now­ledge that this is real­ly a part of Rus­si­an decisi­on making obvious­ly it’s a part of messaging in the way in which Putin has jus­ti­fied the war but this impe­ri­al pur­view is real­ly an aspect of his decisi­on making and the­re­fo­re the radi­ca­lism of Putin is one of the many things that we have to con­t­end with I think you can bump a second moti­va­ti­on of Putin’s down to a some­what more prac­ti­cal level and this is the sen­se that daw­ned on Putin’s part that he was losing Ukrai­ne and you know sort of a poten­ti­al loss of Ukrai­ne in 2013, 2014 and then what was beco­m­ing the actu­al loss of Ukrai­ne that Ukrai­ne was ent­e­ring into Wes­tern poli­ti­cal legal and mili­ta­ry struc­tures and that this in the eyes of Putin was a vehi­cle of Ame­ri­can influ­ence in the regi­on and that if this was a tra­jec­to­ry that would be untouched for five or ten years this is Putin thin­king perhaps in 2020, 2021 - that Ukrai­ne would be defi­ni­tively lost and that Putin would be the one who lost Ukrai­ne, and so the war in this con­text is not a cul­tu­ral pro­ject and not exact­ly an impe­ri­al pro­ject but is an aspect of Rus­si­an stra­te­gy so ins­tead of let­ting Ukrai­ne fall into the hands of Wes­tern Euro­pe and the United Sta­tes, we’ll break it apart, we’ll break it into pie­ces, we’ll con­trol what we can con­trol and we’ll sort of shift the who­le tra­jec­to­ry of Ame­ri­can poli­cy in the regi­on, the tra­jec­to­ry of Euro­pe in a dif­fe­rent direc­tion. I think it’s gone very poor­ly for Putin this aspect of the plan, but I’ll just say by way of con­clu­si­on I don’t think that he’s given up on on this and I don’t think that he’s given up on the first part of what I was try­ing to descri­be of this impe­ri­al pro­ject that he has for for the regi­on at large.

Der ers­te Teil beschreibt dezi­diert das unter 2. ver­link­te Paper “On the His­to­ri­cal Unity of Rus­si­ans and Ukrainians”.

Libe­ra­ting this part of the Ukrai­ne from an arti­fi­cial con­struct.” ist in der Beschrei­bung voll­kom­men in Ord­nung, wobei die “Befrei­ung” eine Über­nah­me der Ukrai­ne durch Kol­la­bo­ra­teu­re vorsah.

Der fett unter­leg­te Teil ist der Teil der bei Eric Frey falsch dar­ge­stellt wird.

Bei Mear­s­hei­mer (sie­he ers­ter Link des Bei­trags), wird das als three prong stra­te­gy umschrieben.

Hier bei 3:30 in:

1. Inte­gra­ting Ukrai­ne into Nato
2. Inte­gra­ting Ukrai­ne into the EU
3. Tur­ning Ukrai­ne into a pro wes­tern democracy.

Kot­kin und Sny­der haben dann sicher­ge­stellt dass im gän­gi­gen Medi­en­nar­ra­tiv immer nur 2 und 3 erwähnt wer­den (“Russ­land habe Angst vor einer demo­kra­ti­schen Ukrai­ne”. “Russ­land habe Angst vor einer Ukrai­ne mit einer Bevöl­ke­rung mit Rei­se­frei­heit in der EU.”) - aber Micha­el Kim­mage stellt im Zitat oben noch ein­mal expli­zit klar -

and this is the sen­se that daw­ned on Putin’s part that he was losing Ukrai­ne and you know sort of a poten­ti­al loss of Ukrai­ne in 2013, 2014 and then what was beco­m­ing the actu­al loss of Ukrai­ne, that Ukrai­ne was ent­e­ring into Wes­tern poli­ti­cal, legal and mili­ta­ry struc­tures and that this in the eyes of Putin was a vehi­cle of Ame­ri­can influ­ence in the regi­on and that if this was a tra­jec­to­ry that would be untouched for five or ten years, this is Putin thin­king perhaps in 2020, 2021 -

and then what was beco­m­ing the actu­al loss of Ukrai­ne that Ukrai­ne was ent­e­ring into Wes­tern poli­ti­cal legal and mili­ta­ry struc­tures” ist eine Fest­stel­lung über das tat­säch­li­che Gesche­hen, sei­tens Kim­mage, nich über Putins Vorstellungen.

Die Inte­gra­ti­on in die poli­ti­schen (EU asso­cia­ti­on agree­ment), recht­li­chen (sie­he click) und die mili­tä­ri­schen Struk­tu­ren (Chom­sky dazu im Detail) fand tat­säch­lich par­al­lel statt. Three prong strategy.

Aller­dings hät­te es dem Kreml bewusst sein müs­sen, dass die­ser Bei­tritt von der Mehr­heit der Nato-Staaten gar nicht gewollt war – zumin­dest nicht in abseh­ba­rer Zeit.

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Von Frey stimmt nicht. Wobei “in abseh­ba­rer Zeit” der sprin­gen­de Punkt ist.

Man hat Russ­land kol­por­tiert die übli­chen Zusa­gen “nicht vor dem Ende sei­ner Amts­zeit” gemacht, aber Russ­land woll­te bei den Ver­hand­lun­gen über eine neue Sicher­heits­ord­nung im Dezem­ber 2021 mehr. Die US haben die Ver­hand­lun­gen dann ihrer­seits abge­bro­chen. (Back­ground)

Kurz­fas­sung:

Schrift­li­che Bele­ge für “die neo­im­pe­ria­lis­ti­schen Plä­ne Putins” (der zB die ehe­ma­li­ge Soviet­uni­on, oder mehr Staa­ten als die Ukrai­ne) zurück­er­obern möch­te, exis­tie­ren tat­säch­lich nicht. Das im öffent­li­chen Nar­ra­tiv zu ver­an­kern war wei­test­ge­hend, die Leis­tung von Fio­na Hill (Broo­kings Insti­tu­ti­on), die den geschichts­ver­ses­se­nen Zaren Putin erfun­den hat, und genau wuss­te was er denkt. (Auf Fra­gen “what does Putin think”, ohne zu zögern geant­wor­tet hat.)

Der Punkt, dass Putin irra­tio­nal geur­teilt habe, als er “aus uner­find­li­chen Grün­den gedacht habe, die Ukrai­ne wer­de mit­tel­bar ein Teil der Nato”, ist eine Erfin­dung west­li­cher Pro­pa­gan­da. Bereits die Anne­xi­on der Krim wur­de von Russ­land in dem Zusam­men­hang gerechtfertigt.

sie­he Frey:

Dass Russ­land kurz dar­auf die abtrün­ni­ge geor­gi­sche Pro­vinz Süd­os­se­ti­en besetz­te, war ein kla­res Warn­si­gnal. Und als der Sturz des pro­rus­si­schen Prä­si­den­ten Wik­tor Janu­ko­witsch im Febru­ar 2014 die Ukrai­ne auf Nato-Kurs brach­te, war es auch kein Zufall, dass Putin die Krim besetz­te, wo in Sewas­to­pol die Schwarz­meer­flot­te sta­tio­niert ist.

Bedeu­tet, jeder wuss­te, dass es Russ­land dar­um geht den Mari­ne­ha­fen in Sevas­to­pol nicht inner­halb eines “feind­li­chen” Mili­tär­bünd­nis­ses zu haben. Das wur­de so kommuniziert.

Den wahn­sin­ni­gen Putin gibt es ten­den­zi­ell also, mehr so - gar nicht.

Und Eric Frey lügt gezielt in essen­ti­el­len Pas­sa­gen - auch wenn er Geschen­ke bringt… 😉

Es sind nicht nur Kreml-Propagandisten, die in der Poli­tik der Nato und der USA die Wur­zeln des rus­si­schen Angriffs sehen. Die­se Les­art ist weit­ver­brei­tet und beruht auf vie­len ein­zel­nen Fak­ten. Aber stimmt das Gesamtbild?

US-Wissenschafter wie John Mear­s­hei­mer und Jef­frey Sachs bis zum deut­schen Frau­en­bünd­nis Ali­ce Schwar­zer und Sah­ra Wagen­knecht sowie euro­päi­schen Rechts­po­pu­lis­ten reicht die Alli­anz derer, die das “Russ­land ist schuld”-Narrativ infra­ge stel­len. Es sei­en viel­mehr die Nato-Erweiterung, das Macht­stre­ben der USA und die Miss­ach­tung der Sicher­heits­in­ter­es­sen Russ­lands, die den Krieg ver­ur­sacht hät­ten, sagen sie. Die­se Argu­men­te spie­geln die rus­si­sche Pro­pa­gan­da wider, aber sie ent­hal­ten einen wah­ren Kern – und ver­die­nen daher eine ernst­haf­te Auseinandersetzung

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Befin­det sich damit aber, als Jour­na­list, kom­plett auf Line west­li­cher Kriegspropaganda.

edit: Der NDR hat mehr Quel­len zusam­men­ge­tra­gen: click

Aus­zü­ge: (1,2)

Warum überhaupt noch Journalismus betreiben?

24. Februar 2023

Die Wie­ner Zei­tung bringt nach meh­re­ren embed­ded Jour­na­lism Arti­keln aus dem Kriegs­ge­biet (“Schie­ßen ist, wie eine SMS zu sen­den”) heu­te ein Inter­view mit einem ehe­ma­li­gen Fel­low des Ger­man Mar­shall Fund of the United States.

Der darf heu­te Agen­da set­ting betrei­ben, zur Fei­er des Jahrestags:

Ja, so ist es. Die west­li­che libe­ra­le Ord­nung ist eine Bedro­hung für alle Des­po­ten. Denn sie basiert auf Men­schen­rech­ten, Demo­kra­tie, Wah­len, Rechts­staat und indi­vi­du­el­len Frei­hei­ten. Nicht umsonst stützt sich Putin bei der Unter­stüt­zung mit Waf­fen und ande­ren Gütern vor allem auf Chi­na, Iran und Nord­ko­rea. Das ist in der Logik die­ser Ach­se der Auto­kra­tien durch­aus nachvollziehbar.

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Chi­na Böse.

Ach­se der Autokraten.

Ach­se des Bösen.

Ste­phan Bier­ling ist Pro­fes­sor für inter­na­tio­na­le Poli­tik und trans­at­lan­ti­sche Bezie­hun­gen an der Uni­ver­si­tät Regens­burg - für die dies genau wis­sen wollen.

Der ver­steht wie die Welt funktioniert,

Ja, so ist es. Die west­li­che libe­ra­le Ord­nung ist eine Bedro­hung für alle Des­po­ten. Denn sie basiert auf Men­schen­rech­ten, Demo­kra­tie, Wah­len, Rechts­staat und indi­vi­du­el­len Freiheiten.

- und bringt es mor­gen ihren Kin­dern bei.

Als Stu­dent und Dok­to­rand war er Sti­pen­di­at der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS).
1996 Ludwig-Erhard-Förderpreis für Wirt­schafts­pu­bli­zis­tik, 2001 Ger­man Mar­shall Fund Fel­low des Paci­fic Coun­cil on Inter­na­tio­nal Poli­cy an der Uni­ver­si­ty of Sou­thern California/Los Ange­les, 2003 Preis für gute Leh­re des Frei­staats Bay­ern. 2008 und 2010 jeweils 2. Platz, 2013 1. Platz bei der deutsch­land­wei­ten Wahl zum “Pro­fes­sor des Jah­res” der Zeit­schrift UNICUM BERUF in der Kate­go­rie Geistes-, Kultur- und Sozi­al­wis­sen­schaf­ten. Seit 2009 ist Bier­ling Ver­trau­ens­do­zent der KAS für Uni und OTH Regens­burg. Gele­gent­lich berät er Poli­ti­ker in außen­po­li­ti­schen Fra­gen, 2015 ver­fass­te er ein Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten für den NSA-Untersuchungsausschuss des Deut­schen Bun­des­tags. Seit 2018 ist er in der Lei­tung des Pro­mo­ti­ons­kol­legs “Sicher­heit und Ent­wick­lung” der KAS. 2007/8 war Bier­ling Dekan der Phi­lo­so­phi­schen Fakul­tät III, von 2008 bis 2010 Vize­prä­si­dent der Uni­ver­si­tät, von 2013 bis 2019 Inter­na­tio­na­li­sie­rungs­be­auf­trag­ter der Fakultät.

Bier­ling ver­öf­fent­lich­te zwölf Mono­gra­phien und mehr als 50 Auf­sät­ze. Zuletzt erschien von ihm der Spiegel-Bestseller “Ame­ri­ca First. Donald Trump im Wei­ßen Haus. Eine Bilanz” (C.H.Beck 2020). Regel­mä­ßig ana­ly­siert er die US-Innen-, Wirtschafts- und Außen­po­li­tik sowie die deut­sche Außen­po­li­tik in deut­schen und inter­na­tio­na­len Zei­tun­gen (u.a. Neue Zür­cher Zei­tung, FAZ, Cice­ro, SZ, Welt, Wirt­schafts­wo­che, Han­dels­blatt) sowie in Radio und Fern­se­hen, u.a. war er Live-Kommentator für die Münch­ner Sicher­heits­kon­fe­renz für Phoe­nix und den BR (2015) und für die US-Präsidentschaftswahl für die zehn­stün­di­ge Son­der­sen­dung der ARD (2020).

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Live Kom­men­ta­tor FÜR die Münch­ner Sicher­heits­kon­fe­renz! Der ist sicher textsicher.

Neues Narrativ

24. Februar 2023

Aktu­ell wer­den “Exper­ten” gera­de gebrieft, dass die Land­brü­cke für die Exis­tenz der Ukrai­ne wesent­lich wäre, da sich in dem Teil ein Groß­teil der Getrei­de­an­bau­flä­che befinde.

Wel­che Land­brü­cke? Kei­ne Ahnung. Nun so vie­le wird es nicht geben. Die zur Krim neh­me ich an.

Ich weiß ja nicht wie viel Good­will ich bei Aus­sa­gen wie die­sen nach einem VERFICKTEN Jahr an Sala­mi Tak­tik, 360 Grad Wen­dun­gen in der ver­meint­li­chen Posi­tio­nie­rung, täg­li­chen Lügen und Hyperemo­tio­na­li­sie­rung zur PROLONGIERUNG eines Auf­rei­bungs­kriegs, den die US durch 25 Mil­li­ar­den erst ermög­licht haben - noch an den Tag legen soll -

aber bei der Vor­ge­schich­te, dass die Ukrai­ne vor dem Krieg ver­sucht hat die Bau­ge­sell­schaft der Kertsch­brü­cke durch inter­na­tio­na­le Abkom­men zu iso­lie­ren, und in den Bank­rott zu schi­cken, damit die War­tung der Infra­struk­tur zum Pro­blem für Russ­land wird -- und in dem Bewusst­sein, dass die gesam­te land­wirt­schaft­li­che Indus­trie in der Ukrai­ne einen Jah­res­um­satz von zehn Mil­li­ar­den erwirt­schaf­tet, darf ich davon aus­ge­hen, dass das die nächs­te Lüge auf einem lang­jäh­ri­gen Weg ist, die Krim wie­der zu befreien?

Ein Ziel dem die US bereits zuge­stimmt haben. Klar, war­um nicht wei­ter die Öffent­lich­keit ver­ar­schen, so dass sie immer nur auf schein­ba­re Teil­zie­le schaut, und nicht auf bei­spiels­wei­se die geo­stra­te­gi­sche Bedeu­tung der Krim für Russland?

Nein, nein die Ukrai­ne braucht die Land­brü­cke unbe­dingt zurück um über­le­bens­fä­hig zu sein…

Quel­len muss ja kei­ner nen­nen. Du ziehst dir ein­fach neue Behaup­tun­gen aus dem ARSCH von denen vor nem Monat noch nie­mand gespro­chen hat, die aber plötz­lich das essen­zi­ells­te short term Ziel über­haupt sind…

Vor drei Mona­ten wars noch Cher­son ohne dass die Ukrai­ne nicht über­le­bens­fä­hig gewe­sen sei - denn das war ja der rus­si­sche Brü­cken­kopf nach Odes­sa ohne das die Ukrai­ne nicht über­le­bens­fä­hig gewe­sen sei. (In dem Fall nicht falsch.)

Heu­te neu, in der maslow­schen Pyra­mi­de der ukrai­ni­schen Über­le­bens­fä­hig­keit? Die Land­brü­cke zur Krim (?) zurück­zu­er­obern. Angeblich.

edit: Nach­trag:
Laut dem Avoiding a Long War - RAND Cor­po­ra­ti­on Bericht der Rand Cor­po­ra­ti­on ist die “beson­de­re öko­no­mi­sche Bedeu­tung der Land­brü­cke” tat­säch­lich erfunden.

Refe­ren­zen:
Table 3
rech­te Seite:

Bene­fits of grea­ter Ukrai­ni­an ter­ri­to­ri­al con­trol are moder­ate­ly or less signi­fi­cant (see Table 1).

Bildschirmfoto 2023 03 09 um 00 51 13
sowie:

Table 1
Rech­te Seite:

Are­as under Rus­si­an con­trol as of Decem­ber 2022 are unli­kely to pro­ve huge­ly eco­no­mi­c­al­ly significant.

Bildschirmfoto 2023 03 09 um 00 51 00

Contingency planning 3

23. Februar 2023

Con­tin­gen­cy plan­ning 1, Con­tin­gen­cy plan­ning 2

Neu­es Narrativ!

Sny­der dreht gera­de das Nar­ra­tiv “wovor sich Putin in der Ukrai­ne gefürch­tet habe” in eine leicht anders nuan­cier­te Richtung.

Es ist jetzt nicht mehr die wirt­schaft­lich erfolg­rei­che Ukrai­ne auf­grund des Anschlus­ses an die Euro­päi­sche Uni­on - die Putin Sor­gen berei­tet habe,

es ist das “Kon­zept von Frei­heit und Demokratie”.

Ich schrei gera­de drei Minu­ten durch und möch­te ein­fach nur noch ster­ben. Die­se Gesell­schaft ist das abgrund­tief Allerletzte.

Also kon­kret, laut Sny­der: Putin fürch­te­te eine Ukrai­ne in der die Men­schen, freie Wah­len abhal­ten kön­nen, bei denen die Rus­sen sehen konn­ten, dass auch ande­re Frak­tio­nen an die Macht kom­men kön­nen. Putin fürch­te­te eine Ukrai­ne, in der die Leu­te auch nach Euro­pa rei­sen kön­nen, wegen der bal­din­gen Rei­se­frei­heit in die EU.

Und es endet nicht an der Ukrai­ne, Putin fürch­te­te auch die Demo­kra­tie in den US, denn er habe sei­nem Volk immer erzählt, dass die Wah­len in allen Euro­päi­schen Län­dern und den US auch mani­pu­liert sei­en, und wenn die Rus­sen erkannt hät­ten, dass das nicht der Fall ist, dann wäre das eine exis­ten­ti­el­le Gefahr für Putin, der des­halb auch lau­fend ver­sucht hat im US Wahl­kampf zu intervenieren!

Die­ser ver­fick­te, ver­hur­te, scheiss FUCKING SOPHIST.

Was Sny­der sich da gera­de so zusam­men gedacht hat ist ein Russ­land in dem nie­mand ein Smart­pho­ne besitzt, regiert von einer Frak­ti­on die so UNGLAUBLICH IDIOTISCH ist, dass sie sich selbst eine unlös­ba­re Sisy­phus­auf­ga­be gestellt hat, nur um als Auto­kra­tie zu überleben.

Also von allen Mög­lich­kei­ten dei­ne Bevöl­ke­rung als Auto­kra­tie bei der Stan­ge zu hal­ten, wählst du die auf die du am wenigs­ten Ein­fluss hast, die am Schwers­ten umzu­set­zen ist, und den höchs­ten Grad an Unbe­re­chen­bar­keit auf­weist. Und das gleich­zei­tig nicht nur gegen die Demo­kra­tie in der Ukrai­ne, son­dern auch gegen alle ande­ren Demo­kra­tien der Welt (unklar) zumin­dest aber die US (dezi­diert).

Russ­land grenzt an Nor­we­gen, Finn­land, Est­land, Lett­land, aber als die US gera­de die größ­te demo­kra­tie­po­li­ti­sche Kri­se seit 30 Jah­ren durch­le­ben (pri­mär einem Wahl­sys­tem mit Regionen-Vertretern geschul­det), denkt sich Putin - also nein, jetzt kann ich das Wahl­sys­tem in den US nicht mehr aus­rei­chend mani­pu­lie­ren, und die Ukrai­ner kön­nen bald durch die EU rei­sen - da greif ich doch bes­ser jetzt die Ukrai­ne an um mei­ne Bevöl­ke­rung bei der Stan­ge zu halten!

Sny­der löst damit das Pro­blem, dass ein wirt­schaft­li­cher Auf­schwung der Ukrai­ne, der eine innen­po­li­ti­sches Pro­blem in Russ­land aus­lö­sen hät­te kön­nen ein­fach nicht pro­gnos­ti­ziert war (sie­he IMF Report zur Wirt­schafts­pro­gno­se in der Ukrai­ne, April 2021)).

Also Putin hat noch maxi­mal 10 Jah­re im Amt, und denkt sich jetzt - hm, also wenn mei­ne Bevöl­ke­rung die Ukrai­ner Rei­sen und frei wäh­len sieht, dann gibts jetzt ein aku­tes Problem!

Da ist wirk­lich JEDE, jede ande­re Begrün­dung glaub­haf­ter. Selbst der kom­plett durch­ge­knall­te Zar, der glaubt Groß­russ­land wie­der her­stel­len zu müssen.

Selbst Mear­s­hei­mers three Prong Stra­te­gie, wonach die EU Erwei­te­rung immer auch mit einer nicht mehr abwehr­ba­ren Opti­on einer Nato Erwei­te­rung ein­her­geht (umfas­sen­de mili­tä­ri­sche Inte­gra­ti­on bereits als Teil des Asso­zi­ie­rungs­ver­tra­ges) ist eine bes­se­re Begründung.

Selbst Russ­land woll­te Kauf­kraft, Lebens­stan­dard und GDP im Land durch einen Krieg sen­ken, um eine Wachs­tums­per­spek­ti­ve in der Anglie­de­rung an Chi­na zu haben ist eine bes­se­re Begründung.

Selbst Kras­t­evs, Russ­land hat den Krieg begon­nen um sich demo­gra­phisch zu ver­jün­gen ist eine bes­se­re Begründung.

Sor­ry, nein, ich muss jetzt ja das neue Haupt-Narrativ beher­zi­gen, ab heu­te ist es die Rei­se­frei­heit, die Frei­heit gene­rell und freie Wah­len vor denen sich Putin so sehr gefürch­tet hat, dass er einen Krieg begin­nen musste!

Weils auch in den US für Russ­land mit dem Mani­pu­lie­ren der Wah­len nicht mehr so gut lief, und die Bevöl­ke­rung in Russ­land daher lang­sam dahin­ter­kam, dass die Wah­len in Demo­kra­tien ja eigent­lich frei sind!

Was war noch mal das Nar­ra­tiv, das wir als Begrün­dung zu hören beka­men, nach­dem Rai­mund Löw in 30 Punk­ten falsch gele­gen hat, und der Regi­me­chan­ge noch etwas auf sich war­ten lies? Ach­ja, die Rus­sen sei­en fak­tisch gar­nicht politikinteressiert.

Und was war das Nar­ra­tiv das wir vor zwei Wochen zu hören beka­men, als Putin plötz­lich kei­ne “Exit Ramp” mehr brauch­te, weil Kiew ja jetzt auch noch kurz die Krim zurück­er­obern muss? Ach­ja, dass Putin ja (s)einen gesam­ten Medi­en­ap­pa­rat beherr­sche und daher jeder Zeit ohne Gesichts­ver­lust aus dem Krieg aus­stei­gen könne.

Und was war das Nar­ra­tiv war­um laut Sny­der Putin die Ukrai­ne ange­grif­fen hat? Weil er sich vor der Rei­se­frei­heit der Ukrai­ner in die EU und den frei­en Wah­len in der Ukrai­ne gefürch­tet hat. Und vor einer US die wie­der zu einer Vor­zei­ge­de­mo­kra­tie wird (Shi­ning City on a Hill), wodurch er sein insze­nier­tes Feind­bild (“auch dort sind die Wah­len gescho­ben”) innen­po­li­tisch nicht mehr auf­recht­hal­ten kann.

Jetzt kommt das aber von Front­li­ne PBS, das sind die die die “20 Days in Mariuo­pol” Doku­men­ta­ti­on finan­ziert und aufs Sundance Fes­ti­val gebracht haben. Also wirds jetzt Teil der kon­ven­tio­nel­len Geschichtsschreibung.

Toll eigent­lich. Dass die Ukrai­ne gar kei­nen wirt­schaft­li­chen Auf­schwung gebraucht hat, damit sich Putin vor ihr fürchtet…

Aber das mit einem Weg­fall der Krim in 30 Jah­ren Russ­lands Mili­tär­prä­senz und Han­dels­strö­me ent­lang der gesam­ten Nord Süd Aus­deh­nung sei­nes Ein­fluss­be­reichs als Regio­nal­macht been­det ist, und Putin aktu­ell noch die Demo­gra­phie hat­te das mili­tä­risch dre­hen zu wol­len, nein also… die Nato Aus­deh­nung, die kanns ja nicht gewe­sen sein.

Ok - in allen Gesprä­chen über eine neue sicher­heits­po­li­ti­sche Ord­nung hat man Russ­land von US Sei­te immer gesi­gnalt kei­ne Ver­trä­ge die über die Zeit nach Putins Tot hin­aus­ge­hen, aber dass da Russ­land unpro­vo­ziert angrei­fen würde, …

Eigent­lich unglaublich.

Und das Bes­te? Geschichts­phi­lo­soph! Er muss nichts begründen!

Nächs­tes Direkt­zi­tat? (Bei 18min in:)

Und was Putins sagen wür­de? Putin wür­de an der Stel­le sagen, den US gin­ge es ja gar­nicht um Demo­kra­tie, der gehe es um Geo­po­li­tik! Das ist was Putin sagen wür­de, und das wäre sehr kom­for­ta­bel für ihn”.

VERFICKTES HURENSCHWEIN.

edit: Mehr Con­tin­gen­cy pla­ning dies­mal von CSIS.

The war in this con­text is not exact­ly an impe­ri­al pro­ject.” (Bei 5 min in.)


(Fal­sches Video, now fixed.)

YOU DONT SAY!

Wich­ser.

Paradejournalismus die Zweite

23. Februar 2023

Frank hat bei fefe durchgeklingelt.

[l] Wisst ihr, wer sich schon län­ger nicht mehr so rich­tig voll­stän­dig lächer­lich gemacht hat? Der ARD Fak­ten­fin­der! Aber kei­ne Sor­ge, auf die Spe­zi­al­ex­per­ten ist Ver­lass.
Dies­mal geht es um Sey­mour Hersh und Nord Stream. Sie haben da Exper­ten gefragt, ob Hershs Theo­rie stim­men kön­ne, dass sie da als Pflan­zen getarn­ten Spreng­stoff ver­wen­det haben können.

Äh … Pflan­zen? Wat? Hersh schreibt:

That would be well wit­hin the ran­ge of the divers, who, ope­ra­ting from a Nor­we­gi­an Alta class mine hun­ter, would dive with a mix­tu­re of oxy­gen, nitro­gen and heli­um strea­ming from their tanks, and plant shaped C4 char­ges on the four pipe­lines with con­cre­te pro­tec­ti­ve covers.

Die Super­pro­fis beim Fak­ten­fin­der hat­ten hier offen­sicht­lich Text­ver­ständ­nis­pro­ble­me. shaped char­ge (auf Deutsch: Hohl­la­dung) ist ein fes­ter Begriff für eine Anord­nung von Spreng­stoff, damit sich die kine­ti­sche Wir­kung nicht in alle Rich­tun­gen ver­teilt wie bei einer nor­ma­len Bom­be, son­dern mög­lichst nur in einen klei­nen Kanal gelei­tet wird, damit man pro Spreng­stoff­men­ge mehr Wir­kung erzie­len kann. “plant shaped char­ge” heißt nicht, dass hier jemand einen Spreng­stoff in Pflan­zen­form gegos­sen hat, son­dern dass jemand einen shaped char­ge gepflanzt, also ange­bracht hat.
Wer ist eigent­lich auf die Idee gekom­men, dass sich die­se Leu­te über The­men der Welt­po­li­tik äußern soll­ten? Haben die das Anse­hen der ARD nicht schon genug beschä­digt? (Dan­ke, Frank)

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(Para­de­jour­na­lis­mus die Ers­te)

Snyder macht aktuell gerade das Abartigste -

22. Februar 2023

was du in die­ser Gesell­schaft machen kannst. Er baut fal­sche Dicho­to­mien und läd sie emo­tio­nal auf.
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Nur wenn die Ukrai­ne wei­ter­kämpft und wei­ter mit kon­ven­tio­nel­len Waf­fen belie­fert wird, redu­zie­ren wir die Gefahr eines Atomwaffeneinsatzes!

Sny­der hat gera­de, dem ers­ten Jahr sei­ner Yale Pro­fes­sur fol­gend, sei­nen Abschluss in theo­re­ti­scher Atom­waf­fen Ein­satz­dok­trin gemacht wie ich sehe, und kei­ner darf ihm wider­spre­chen, denn alle dies tun ver­brei­ten nur rus­si­sche Propaganda.

Laut Stan­dard. Und Snyder.

Ist das nicht schön?

Wahn­sinn und Wahn­sinn liegt oft­mals sehr nahe beieinander.

Das ist ein Grund, war­um wir uns für unse­re Dis­kus­si­on über einen mög­li­chen Atom­krieg schä­men soll­ten, aber nicht der Haupt­grund. Unser Nuklear-Gerede ist eine Mög­lich­keit, die Opfer­rol­le zu bean­spru­chen und dann den tat­säch­li­chen Opfern die Schuld zu geben. Sobald wir unse­re Auf­merk­sam­keit auf einen hypo­the­ti­schen Aus­tausch von Rake­ten len­ken, kön­nen wir uns ein­bil­den, dass wir die Opfer sind. Plötz­lich scheint der tat­säch­li­che Krieg kei­ne Rol­le mehr zu spie­len, da unse­re Leben (in unse­rer Vor­stel­lung) in Gefahr sind. Und die Ukrai­ner schei­nen dar­an schuld zu sein. Wenn sie nur auf­hö­ren wür­den zu kämp­fen, dann wären wir alle in Sicher­heit. Das ist genau das, was uns die rus­si­schen Pro­pa­gan­dis­ten weis­ma­chen wol­len. Und das ist falsch.

Ech­te Ukrai­ner kämp­fen und ster­ben in einem Krieg, der unse­rer Sicher­heit in vie­ler­lei Hin­sicht dient – ein­schließ­lich der Ver­rin­ge­rung des Risi­kos eines Atom­kriegs. Und wir ver­brin­gen unse­re Zeit damit, uns in unse­re eige­ne Opfer­rol­le hineinzudenken?

Ein Ein­kni­cken vor dem rus­si­schen Atom­ge­re­de ist auch aus stra­te­gi­scher Sicht falsch. Es ist ein Bei­spiel für eine nar­ziss­ti­sche Fan­ta­sie, die die Dis­kus­sio­nen über die US-amerikanische Außen­po­li­tik beherrscht.

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Der Stan­dard kurz vor der Ein­lie­fe­rung durch die Män­ner in weiß.

Ich möch­te dass Waf­fen­still­stands­ver­hand­lun­gen par­al­lel zum Kriegs­ge­sche­hen nicht tabui­siert wer­den wird mit - du gibst dich einem “fal­schen Pazi­fis­mus hin” beantwortet.

Ich fürch­te mich vor dem “wahn­sin­ni­gen Putin” den die euro­päi­schen Medi­en in den ers­ten drei Mona­ten erfun­den und durchs Dorf getrie­ben haben wird mit “du gibst dich einer Opfer­rol­le hin für die du dich schä­men soll­test” beantwortet -

denn jeder weiß, nur wenn die Eska­la­ti­ons­spi­ra­le von Waf­fen­lie­fe­run­gen in der Ukrai­ne wei­ter­lau­fen darf, redu­ziert das das Risi­ko eines Atom­waf­fen­ein­satz, denn Russ­land wür­de es so und so nie wagen das zu tun.

Dass wir uns schä­men soll­ten, ist ein Grund schnel­ler wei­te­re Waf­fen zu lie­fern, rus­si­sche Pro­pa­gan­dis­ten die das nicht wol­len der nächs­te, dass ECHTE Ukrai­ner noch kämp­fen und ster­ben um unse­re Sicher­heit zu garan­tie­ren die­ne uns in vie­ler­lei Hin­sicht - und wir soll­ten uns jetzt nicht in die Opfer­rol­le bege­ben indem wir uns vorm Atom­krieg (einer Eska­la­ti­on) fürchten.

Die Stan­dard Kommentar-Meute singt bereits im Deli­ri­um, so sehr freut sie sich, dass sie end­lich ihren neu­en Hei­land gefun­den hat der ihr sagt was sie den­ken darf.

PS: Stra­te­gi­sche Atom­waf­fen sind Ver­tei­di­gungs­waf­fen, kei­ne Angriffs­waf­fen (Mutu­al ensu­red dest­ruc­tion), und Russ­land gehen demo­gra­phisch immer noch die Sol­da­ten für einen Euro­pa­feld­zug aus. Das wer­den in den nächs­ten 20 Jah­ren nicht mehr, die sind ein­fach nicht gebo­ren. Davon dass sie dann noch mal kurz die Nato besie­gen müss­ten ganz zu schweigen.

Wenn wir das Argu­ment von Sny­der ernst mei­nen, dann rüs­ten wir doch die Ukrai­ne mit Atom­waf­fen aus, das (Gleich­ge­wicht des Schre­ckens, nicht unbe­dingt mit Atom­waf­fen) war ein Vor­schlag von Ben­nett. The US was not amu­sed. Die gesteht ihren bes­ten Freun­den nicht mal Lang­stre­cken­waf­fen zu.

War­um wohl.

Sny­der weiß es, das ist eine nar­ziss­ti­sche Fan­ta­sie, die die Dis­kus­sio­nen über die US-amerikanische Außen­po­li­tik beherrscht!

Er baut dar­auf, dass Russ­land zu sehr um sei­nen Ruf besorgt ist, also gäbe es kei­ne roten Linien.

Eine Opfer­rol­le btw. liegt auch in der Vor­stel­lung begrün­det, wir könn­ten nichts tun außer der Ver­nich­tung von wei­te­ren 200.000 Men­schen­le­ben zuzu­schau­en. So sehr fürch­tet sich die Mas­se, dass wenn die Ukrai­ne es nicht für uns leis­tet, sich die­ser Krieg aus­wei­te­ten könn­te. Das ist die Grund­stim­mung auf die Sny­der bau­en kann und die der Stan­dard Tag für Tag bedient.

edit: Ah, der Stan­dard hat das wahn­sin­ni­ge Gebrab­bel von Syn­der gera­de als “Vor­ga­be für wei­te­re Pres­se­ar­beit” auf­ge­fasst (den Men­schen die Angst vor einer Eska­la­ti­on durch Wett­rüs­ten neh­men) und macht nun fol­ge­rich­tig Wer­bung für einen nuklea­ren Gegenschlag.

Men­schen im Wes­ten wis­sen wenig über mög­li­che Fol­gen eines Atomkriegs

Eine Umfra­ge in den USA und GB zeig­te, dass vie­le Vor­stel­lun­gen aus der Zeit des Kal­ten Kriegs stam­men. Das Wis­sen beein­flusst auch die Ableh­nung eines nuklea­ren Gegenschlags 

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Was das hier als Bild­un­ter­schrift soll 

Der US-Historiker Timo­thy Sny­der argu­men­tiert, war­um die nuklea­re Dro­hun­gen Putins als Bluff zu wer­ten sind. Den­noch wür­de es ver­mut­lich nicht scha­den, mehr über die Fol­gen eines Atom­kriegs zu wissen.”

weiß auch nur der Stan­dard. Ist der Sny­der schon ein­ge­lie­fert worden?

Dazu ist doch die Arti­kel­un­ter­übers­schrift kon­trär zum Inhalt des Arti­kels - in dem “nuklea­rer Win­ter” erklärt wird.

Das Stan­dard Fazit “Wis­sen macht vor­sich­ti­ger (nuklea­rer Win­ter)” aber “Eine Umfra­ge in den USA und GB zeig­te, dass vie­le Vor­stel­lun­gen aus der Zeit des Kal­ten Kriegs stam­men. Das Wis­sen beein­flusst auch die Ableh­nung eines nuklea­ren Gegenschlags”. 

WAS?

Dazu aber bit­te noch end­lo­se Eska­la­ti­on und den Leu­te die sich fürch­ten sagen, dass sie es sind die sich einer Opfer­rol­le hin­ge­ben, anstatt die ECHTEN Ukrai­ner mit Waf­fen zu versorgen?

Sor­ry, Mas­sen­psy­cho­se beim Standard?

edit: Wohl doch nur Pro­pa­gan­da. Der unab­hän­gi­ge Masa­la ist mit nur einem Monat Ver­spä­tung auf der Posi­ti­on des Seni­or Fel­lows der Münch­ner Sicher­heits­kon­fe­renz den sie zu Phoe­nix schi­cken.

Sicher­heits­ex­per­te Masa­la: “Die Muni­ti­ons­pro­duk­ti­on muss extrem hoch­ge­fah­ren werden”

Laut dem Poli­to­lo­gen ist die ukrai­ni­sche Gesell­schaft die stärks­te Waf­fe im Abwehr­kampf. Soll­te die Krim wackeln, könn­te auch Putin wackeln, glaubt der Sicherheitsexperte

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Was Unter­über­schrift und Über­schrift mit­ein­an­der zu tun haben? Nun, aktu­ell ists in der Ukrai­ne schlam­mig - bedeu­tet die Ukrai­ne kann ihre bevor­zug­te “hit&run” Stra­te­gie mit moder­nem west­li­chen Gerät nicht umset­zen, bedeu­tet vie­le Ver­lus­te bis etwa Mai bis der Schlamm aus­trock­net, wäh­rend Russ­land die Zeit dafür nutzt mehr Sol­da­ten an die Front zu brin­gen (src: click).

Also ist jetzt plötz­lich wie­der die ukrai­ni­sche Gesell­schaft die stärks­te Waf­fe im Abwehrkampf.

Pro­pa­gan­da hat noch immer nie­mand entdeckt.

edit: Eric Frey setzt dem Gan­zen heu­te das Sah­ne­häub­chen auf:

Und so ver­hasst die Nato-Erweiterung in Mos­kau auch ist, so auf­fal­lend ist, dass sie seit dem 24. Febru­ar 2022 in Putins eige­nen Begrün­dun­gen für den Krieg immer weni­ger vor­kommt und von sei­ner großrussisch-nationalistischen Rhe­to­rik ver­drängt wird.

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Klei­ner Tipp für Blitz­gnei­ser - “wir sind in der Defen­si­ve gegen einen über­mäch­ti­gen mili­tä­ri­schen Kon­tra­hen­ten, der uns stra­te­gisch den Regio­nal­machts­sta­tus abklem­men will, der aber nicht mit sei­ner gan­zen Macht in der Ukrai­ne kämp­fen kann” -- schlecht für eine Kriegs­er­klä­rungs­re­de, die voll mit Pro­pa­gan­da ans eige­ne Volk ist.

Bes­ser für eine Anspra­che ein Jahr spä­ter zur Lage der Nati­on, wie die ges­tern, die dann voll mit der Art von Rhe­to­rik ist.

Aber was will man machen, der Redak­teur heißt Eric Frey - da ist selek­ti­ve Wahr­neh­mung (die Rede ges­tern hat er nicht gese­hen?) und “never think out­side the box” - Lebensaufgabe.

Lanz Redaktion vertut sich grad zweimal

22. Februar 2023

in direk­ter Fol­ge, weil sie wie­der nur Twit­ter liest. Kei­ner in der Redak­ti­on hat es vor­her geprüft, Jour­na­lis­mus brauchts ja eh nicht mehr.

Das 50:50 Zitat wird sinn­ent­stellt ver­wen­det. Der Inter­view­er im Ori­gi­nal fragt Ben­nett wie hoch er denn die Chan­ce sei­ner Initia­ti­ve ein­ge­schätzt hat - und ist von 50:50 unan­ge­nehm berührt, da er das für doch eine sehr signi­fi­kan­te Grö­ße hält. Also nichts was nur so neben­bei lief, son­dern ech­te Chan­cen gehabt hätte.

Bei Lanz wird das sel­be Gesprächss­nip­pet ins Gegen­teil ver­kehrt - es wer­den “nur 50:50, also eigent­lich eh nur wie Zufall” draus. Weil es dem Mode­ra­tor der das “auf Twit­ter gese­hen hat” (Maxi­mal­aus­schnitt 2 Minu­ten 20 Sekun­den (Maxi­mum video length is 2 minu­tes and 20 seconds.)), bes­ser in die Ideo­lo­gie und ins Sen­d­ugs­sche­ma passt.

Dann kommt Lanz mit einem Zitat an, dass Ben­nett “ges­tern gesagt hät­te”, dass “er sich heu­te nicht mehr sicher ist, ob ein Waf­fen­still­stand damals gut gewe­sen wäre”. Zwei Feh­ler in der Aus­sa­ge, der Satz war im Ori­gi­nal kon­tex­tua­li­siert mit “für Isra­el”, und ging wei­ter mit “das wird der wei­te­re Kriegs­ver­lauf noch zei­gen müssen”.

Meint -- viel­leicht ist es aus außen­po­li­ti­schen Betrach­tun­gen doch bes­ser, wenn Russ­land geschla­gen wird.

Er, Ben­nett, möch­te das nicht beurteilen.

Bei Lanz wird aus dem sel­ben Kom­men­tar, ein mora­li­sches Argu­ment, bei dem Ben­nett am Ende des Gesprächs doch noch ein­mal Reue (christ­li­che?) gezeigt habe und die Aus­sa­ge “die UK und die UK haben Waf­fen­still­stands­ver­hand­lun­gen been­det” - ja gar nicht angrif­fig gemeint war.

Kor­rekt, war sie nicht - der Sub­ton an der Stel­le war deut­lich nuan­cier­ter. Es war mit hoher Wahr­schein­lich­keit ein außen­po­li­ti­sches Gam­bit eines israe­li­schen Poli­ti­kers, der an der Stel­le nicht sei­ne poli­ti­sche Kar­rie­re been­den wollte.

Der zwei­te Feh­ler der Redak­ti­on besteht dar­in Lanz gesagt zu haben, dass die­se Aus­sa­ge zur Rela­ti­vie­rung “am nächs­ten Tag gefal­len wäre”.

Nein stimmt nicht, die Lanz Redak­ti­on hat nur erst am nächs­ten Tag Twit­ter gele­sen, die Aus­sa­ge war Teil des Ori­gi­nal­in­ter­views.

Die gesam­te Offen­le­gung, dass die US und Groß­bri­tan­ni­en nach Ein­druck des dama­li­gen Ver­hand­lungs­füh­rers Ben­nett kei­nen posi­ti­ven Aus­gang der Ver­hand­lun­gen woll­ten, wur­de so kon­tex­tua­li­siert. Nicht am nächs­ten Tag, wie bei einer b’soffenen Gschicht. Als Teil des Originalinterviews.

Von dem Lanz drei Minu­ten gese­hen hat. (Auf Twitter.)

Könn­te man als Redak­ti­on des angeb­lich wich­tigs­ten poli­ti­schen Sen­de­for­mats Deutsch­lands auch wissen.

Mei­ne Wenig­keit sieht grund­sätz­lich immer alles von dem was ich als Pri­mär­quel­le ver­lin­ke kom­plett, den Luxus, ein­fach auf Twit­ter zu ver­wei­sen, kann ich mir bei kon­tro­ver­sen The­men nicht leisten.

Ich ver­wen­de Social Media dar­über hin­aus grund­sätz­lich nicht als Pri­mär­quel­le, es sei denn ich möch­te die Social­me­dia Nut­zung zu einem The­ma the­ma­ti­sie­ren. Die Lanz Redak­ti­on in der Sen­dungs­vor­be­rei­tung schon.

Das sind Feh­ler, die du dir im heu­ti­gen Jour­na­lis­mus als aus­ge­bil­de­ter Wer­be­wirt (Lanz), ein­fach mal leis­ten kannst. 

Prüft eh kei­ner nach.

Der Öffent­lich­keit musst dus ja nicht ver­mit­teln. Ist ja nur Jour­na­lis­mus. Ist ja nicht so als ob dich jemand für dei­ne Min­der­leis­tung zur Rechen­schaft zie­hen würde.

Wie kann man die­se Gesell­schaft eigent­lich noch verarschen?

Seht euch das Ori­gi­nal­in­ter­view an, macht euch selbst ein Bild.

edit: Immer­hin, dass Lanz hier sinn­ent­stel­lend zitiert, fällt auch einem der best­be­wer­tets­ten You­tube Kom­men­ta­re unter dem Lanz Clip auf. Nicht dass ich viel dar­auf gebe, aber es ist ein Anfang.

Keep your journalists dumb 5

22. Februar 2023

Rau­scher: “Hat der Wes­ten einen Frie­den zwi­schen Russ­land und der Ukrai­ne verhindert?”
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Ein Beweis für die­se The­se fehlt.”

Hier die Indi­zi­en die dafür sprechen.

Wir haben es aus zwei Quel­len. Wir haben es von Benett (ehe­mea­li­ger israe­li­scher Premierminister)

Und wir haben es von Jef­frey Sachs der mit dem tür­ki­schen Ver­hand­lungs­team gespro­chen hat. Wir wis­sen dass Vor­ver­trä­ge bereits unter­zeich­net waren.

Wir haben es von Chom­sky der die Chro­no­lo­gie beschreibt und es dar­aus fol­gert was beim anschlie­ßen­den US Besuch an Medi­enstate­ments über die Ticker ging. Dass die US und die UK die Ver­hand­lun­gen gestoppt haben. Er selbst hat kei­ne neu­en Quellen.

Was beim US Besuch danach über die Ticker ging war das ERSTMALIGE -

trans­for­med into a grin­ding war of attri­ti­on with no mea­ning­ful peace deal in sight, the US and its allies have begun to con­vey a new, longer-term goal for the war: to defeat Rus­sia so decisi­ve­ly on the battle­field [in Ukrai­ne] that it will be deter­red from laun­ching such an attack ever again.

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Wir haben die Indi­zi­en was pas­siert ist, als die Ukrai­ne im März/April über zwei Wochen mit der Neu­tra­li­tät gelieb­äu­gelt hat. Die Washing­ton Post und CNN (die Washing­ton Post ist für ihre Nähe zum mili­tär­in­dus­tri­el­len Sek­tor bekannt) haben am 20. März Arti­kel ver­öf­fent­licht, in denen sie State­ments von US Mili­tär­krei­sen abge­druckt haben, nach denen die­se nicht mehr wüss­ten was die Posi­ti­on der Ukrai­ne sei.

Unklar­hei­ten der US über die ukrai­ni­sche Posi­ti­on der Ukrai­ne

Am sel­ben Tag, dem 20. März muss­te der ehe­ma­li­ge ukrai­ni­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Zago­rod­nyuk (sie­he auch click), jetzt Atlan­tic Coun­cil Mit­glied, bei Times Radio vor­spre­chen und die ukrai­ni­sche Posi­ti­on erläutern:

Das Inter­view lässt sich mit “cant trust Putin, cant trust Putin” zusam­men­fas­sen. Das war in der Zeit in der die Öffent­lich­keit noch an Frie­dens­ver­hand­lun­gen glau­ben sollte.

Beim ers­ten Inter­view mit Dmy­t­ro Kule­ba zu Butscha auf Times Radio (Thats But­cher, not Buc­ca, or Bucha, hoch­ge­la­den am 03. April), gibt es eine Pas­sa­ge in der er wie­der­holt erwähnt, dass zu dem Teil der Per­so­nen im Füh­rungs­stab gehört hat die “bis zum Ende kämp­fen wol­len”, und dass er das immer schon woll­te “nicht erst seit Butscha”. Was wie eine Posi­tio­nie­rung gegen­über den US gewirkt hat.

Wir wis­sen dass ukrai­ni­sche Regie­rungs­be­ra­ter bei einem Gip­fel in der Tür­kei zwei Tage vor Butscha ers­ma­lig schwe­re Waf­fen gefor­dert haben. Und dass das Atlan­tic Coun­cil die­se For­de­rung vier Tage vor Butscha erst­mals gestellt ampli­fied und direkt an die Wer­te­part­ner gerich­tet hat.

Dann kam Butscha. Das angeb­lich der Aus­lö­ser für den Posi­ti­ons­wech­sel war.

--

Jetzt zu Rau­scher per­sön­lich. Rau­scher wur­de als Kom­men­tar Jour­na­list ohne außen­po­li­ti­schen Back­ground am 06. April zum IWM­Vi­en­na gela­den, dort von der Büh­ne aus gen­a­me­dropt (wer denn nicht alles tol­ler im Publi­kum sitzt) -

und hat dar­auf hin begon­nen drei Wochen am Stück im Stan­dard zu schrei­ben, dass die öster­rei­chi­sche Regie­rung und die öster­rei­chi­sche Oppo­si­ti­on (SPÖ) die fal­schen Ukraine-Berater habe, und sie sich doch an drei Per­so­nen ori­en­tie­ren solle.

Ivan Kras­t­ev (nichts gegen Krastev), 

Timo­thy Sny­der (Erfin­der der “Russ­land füh­re einen kolo­nia­len Ver­nich­tungs­krieg” The­se, und frisch geba­cke­ner Yale Pro­fes­sor, seit dem er nach einem Bewer­bungs­vi­deo, ins Busi­ness­früh­stück der Vic­tor Pin­chuk Foun­da­ti­on gela­den wur­de, wo Freun­de der Ukrai­ne im Vor­jahr in Davos eine direk­te Video­schal­te mit Selen­skyj bekom­men haben, und Klitch­ko in der ers­ten Rei­he zu “pre-rehearsed” State­ments klat­schen sehen durf­ten, wäh­rend CNN Mode­ra­to­ren, young entre­pre­neurs fea­turen, dank denen die Ukrai­ne von Elon Musk “spon­tan” mit Sky­link Ter­mi­nals belie­fert wer­de und das als “posi­ti­ve moti­vie­ren­de Geschich­te” anteasern -- wobei für Sny­der auch ger­ne mal ehe­ma­li­ge US Bot­schaf­ter in Russ­lands bei den Munk Deba­tes Buch­wer­bung machen. Sie­he: “The last time Selen­skyy said neu­tra­li­ty is on the table

sowie

Fio­na Hill, ihrer­seits Erfin­de­rin der “vier Steinstatuen-These” wie Putin wirk­lich denkt - und seit dem eine Hot como­di­ty im US Tal­king Cir­cuit mit über über 50 (!) Ein­la­dun­gen zu Panel­dis­kusio­nen inner­halb der fol­gen­den 6 Monate.

Kras­t­ev und Sny­der waren bei dem IWM­Vi­en­na Event der Rau­scher so sehr beein­druckt hat, dass er für drei Wochen der Poli­tik UND der öster­rei­chi­schen Oppo­si­ti­on (SPÖ) die (im Gegen­satz zu ihren) EINZIG RICHTIGEN Ukrai­ne Exper­ten emp­foh­len hat, per­sön­lich anwesend.

Rau­scher beein­druckt danach wie erwähnt drei Wochen in Fol­ge mit Ver­öf­fent­li­chun­gen: (1|2|3)

Fio­na Hill, Erfin­de­rin der “wie Putin wirk­lich denkt - näm­lich wie ein Zar, denn sie hat vier Stein­sta­tu­en in sei­nem Büro gese­hen” The­se (1|2), war lei­der nicht bei dem Event per­sön­lich vor Ort -- aber das macht ja nichts, eine Ver­tre­te­rin der Broo­kings Insti­tu­ti­on legt man dem Rau­scher JEDEN Tag ein­fach und ger­ne als per­fek­te Exper­tin für die Öster­rei­chi­sche Regie­rung vor.

Hier erklärt Fio­na Hill, dass die Broo­kings Insti­tu­ti­on eine von meh­re­ren Insti­tu­tio­nen ist, die wäh­rend und nach dem ers­ten Welt­krieg von den US zur Wah­rung ihrer außen­po­li­ti­schen Inter­es­sen welt­weit, ein­ge­setzt wor­den sind.

We rea­li­zed then that dest­ruc­tion of war had huge rami­fi­ca­ti­ons for glo­bal poli­tics and our eco­no­mic pro­spe­ri­ty and that we nee­ded to take drastic action to reco­ver from that and of cour­se we embar­ked at that peri­od that 70 odd years ago on a who­le rema­king of glo­bal insti­tu­ti­ons, the crea­ti­on of the United Nati­ons, the World Bank, the IMF so many of the insti­tu­ti­ons we kind of take for gran­ted today came out of that reco­gni­ti­on of a mas­si­ve dest­ruc­tion that we would have to turn around. We also thought about how we were going to rebuild Euro­pe and of cour­se the­re was the uh the Mar­shall Plan which The Broo­kings insti­tu­ti­on took part in back in the day and the­re was a lot of rethin­king about how we nit the Euro­pean con­ti­nent back tog­e­ther again and how we for­ge new trans­at­lan­tic relationships.

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Hier Code Pink, das vor der Broo­kings Insti­tu­ti­on gegen den Ukrai­ne Krieg protestiert.

Und noch­mal, ohne Fio­na Hill kei­ne “ver­rück­ter Zar Putin” im öffent­li­chen Nar­ra­tiv (sie war es die die Kriegs­re­de Putin erst­ma­lig in die­ser Rich­tung kon­tex­tua­li­siert hat) und ohne Sny­der kein “neo­im­pe­ria­lis­tisch agie­ren­der Putin der durch den Angriff der Ukrai­ne ein Impe­ri­um bau­en will” (er hat die­ses geschich­tes­theo­re­ti­sche Nar­ra­tiv erfun­den) im öffent­li­chen Nar­ra­tiv. Wer eine Bestä­ti­gung braucht, der bekommt sie ger­ne vom ehe­ma­li­gen Bot­schaf­ter der US in Russ­land, direkt bei den Munk Deba­tes (Micha­el McFaul bei 1:19:00 in) zum Ukrai­ne Konflikt.

Für die die es nicht wis­sen die Posi­ti­on des deut­schen aus­wär­ti­gen Amtes und der deut­schen Ver­tei­di­gungs­aus­schus­ses hat sich über die Mona­te des Kriegs­ver­lau­fes von “Revan­chis­mus” zu “Neo­ko­lo­nia­lis­mus und Revan­chis­mus” zu “Impe­ria­lis­mus” verschoben.

Also der HERR RAUSCHER, der Kom­men­tar­jour­na­list, der wuß­te, dass die Geschichts­phi­lo­so­phen die der Ukrai­ne am Nähes­ten ste­hen (Vic­tor Pin­chuk foun­da­ti­on) oder die, die bereits bei der Broo­kings Insti­tu­ti­on ver­or­tet sind und “wis­sen wie Putin wirk­lich denkt” also, wirk­lich denkt - die EINZIG RICHTIGEN BERATER FÜR UNSERE REGIERUNG und UNSERE OPPOSITION sind.

Der weiß heu­te (edit: gestern):

Die­se Ver­si­on [Waf­fen­still­stands­ge­sprä­che durch eine Inter­ven­ti­on der UK und US been­det] wur­de – unter Beru­fung auf Ben­nett – auch in der ORF-Doku von Chris­ti­an Wehr­schütz und Alfred Schwarz auf­ge­tischt, aller­dings mit der Bemer­kung: Ein “Beweis für die­se The­se fehlt”.

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Wehr­schütz wird genannt, weil man die­se Per­son bereit öffent­lich dis­kre­di­tiert hat. So stark, dass sie sich gegen die Anwür­fe recht­lich weh­ren musste.

Auf­ge­tischt” - bedeu­tet neh­me ich an erwähnt, denn das sind nicht die Quellen.

Die Quel­len sind: Nafta­li Ben­net (Rau­scher: “Hat der viel­leicht sei­ne Rol­le krass über­trie­ben?”). Sowie unab­hän­gig davon Sachs der mit dem ukrai­ni­schen Ver­hand­lungs­team gespro­chen hat.

Der das sei­ner­zeit ver­öf­fent­li­chen woll­te - dann vom Pro­ject Syn­di­ca­te (der Platt­form bei der er zuvor der meist­ver­öf­fent­lich­te Autor war, und die der Stan­dard regel­mä­ßig ohne Kon­tex­tua­li­sie­rung 1:1 abdruckt) raus­ge­tre­ten wurde:

Und seit dem unter ande­rem in Talk For­ma­ten von ehe­mals hero­in­süch­ti­gen Come­di­ans auf­tre­ten darf um sei­ne Sei­te der Geschich­te der Öffent­lich­keit zu vermitteln.

Jetzt kam aber noch Nafta­li Ben­nett dazu, Ver­hand­lungs­lei­ter und Chef­ver­mitt­ler Isra­el, der Sachs in allen Punk­ten ten­den­zi­ell bestä­tigt hat (nicht expli­zit, da frü­he­re Ver­hand­lungs­run­de, Sachs hat das sel­be Sche­ma in einer spä­te­ren beschrie­ben) und ZUSÄTZLICH noch aus­ge­führt hat - er glau­be die Ver­hand­lun­gen sei­en auf­grund von Druck geschei­tert der von Groß­bri­tan­ni­en und den US aus­ge­übt wurde.

UND UPS - Plötz­lich muss Armin Wolf schlu­cken, und sich noch ein­mal durch eine Nach­fra­ge bei Man­gott ver­si­chern, ob er eh der Gute ist - und UPS, Man­gott hält die Aus­sa­gen von Ben­net für glaubhaft.

(Kunst­stück übri­gens, denn die Aus­sa­gen von Ben­nett (den CNN sei­ner­seits übri­gens nie­der­ge­schrie­ben hat) sind in einer Form gefal­len in der es nahe­lie­gend ist, dass sich Isra­el damit, sagen wir mal - mehr aus­sen­po­li­ti­schen Frei­raum ver­schafft hat. 

Noch öfter kann man “ich möch­te hier nicht mehr sagen, als ich sagen darf” in einem Inter­view nicht unterbringen.)

Mehr als ein Schlu­cken wird aber nicht draus.

Und zwei Tage spä­ter kommt bereits wie­der Rau­scher aus sei­nem Loch gekro­chen, und weiß genau, war­um Nafta­li Ben­nett for­mu­liert hat “er möch­te nicht mehr sagen, als es sagen soll” -- denn Nafta­li Ben­nett “Hat der viel­leicht sei­ne Rol­le krass übertrieben?”

Ja Rau­scher, du Kom­men­tar­jour­na­list, du außen­po­li­ti­sches Nacker­patzl - du hasts raus.

Die­se Ver­si­on wur­de – unter Beru­fung auf Ben­nett – auch in der ORF-Doku von Chris­ti­an Wehr­schütz und Alfred Schwarz auf­ge­tischt, aller­dings mit der Bemer­kung: Ein “Beweis für die­se The­se fehlt”

Super recher­chiert du VOLLTROTTEL. Aber toll dass du gleich wie­der mit dem Denun­zie­ren begon­nen hast.

Wir haben eh nur, den direk­ten Ver­hand­lungs­füh­rer, Aus­sa­gen des Ver­hand­lungs­teams der Tür­kei die mit Sachs gespro­chen haben und gleich­lau­tend waren, und ein Pres­se­state­ment von Aus­tin beim ers­ten Besuch der Ukrai­ne danach, in dem der zu Pro­to­koll gibt, jetzt wird aber erst mal ordent­lich auf­ge­rüs­tet, für einen schön lan­gen war of attrition.

Den natür­lich immer “Russ­land der Ukrai­ne auf­ge­drückt hat” -- auch wenn bereits die Alp­bach Exper­tin in spe Veli­na Tscha­ka­ro­va bei The Agen­da am 12 Jän­ner die­sen Jah­res on Record gegan­gen ist, dass aktu­ell die Ukrai­ne mehr von einer Fort­füh­rung des Krie­ges pro­fi­tie­re als Russ­land. Aber das kann man der Bevöl­ke­rung ja verschweigen --

UND DIE HBURE VON PSYCHOTHERAPEUTIN, DIE MICH DAMALS RAUSGETRETEN HAT, als ich ihr das eröff­net habe, bevor Ben­net das State­ment raus­ge­tre­ten hat SOLL ABKRATZEN, das ver­fick­te Schwein.

Und wer wird im Jour­na­lis­mus beför­dert und hofiert, die Leu­te die ande­re ver­het­zen, dis­kre­di­tie­ren, run­ter­schrei­ben, und selbst kei­ne Ahnung haben.

Die­se Gesell­schaft ist und bleibt, das abgrund­tief Allerletzte.

Jetzt wird aber noch erst noch ein­mal ordent­lich wei­ter gestorben.

Meint auch die Huren­wichs­er­sau von DW, die das (Kriegs­to­te) aktu­ell als pri­mä­re Per­spek­ti­ve sieht, wie die­ser Krieg enden könn­te. Denn dann könn­te das Putin Regime ja viel­leicht doch noch stür­zen, also wenns den Rus­sen mit den Toten zu viel wird.

Will sagen, als Jour­na­list musst du heu­te die Posi­ti­on die die US jedes mal dezi­diert als “nicht der Fall”, “nicht das was man wol­le”, und “nicht als Ziel­per­spek­ti­ve” ver­laut­bart haben, der Öffent­lich­keit als Ziel­per­spek­ti­ve ver­kau­fen, an die du als Jour­na­list glaubst, und die die Öffent­lich­keit ein­neh­men soll.

Eine Ziel­per­spek­ti­ve, die aus his­to­ri­scher Ver­gleichs­per­spek­ti­ve, noch min­des­tens 600.000 Tote for­dert, bevor du das geschla­ge­ne Russ­land hast, das du eigent­lich möch­test (Zei­han: Russ­s­land hat noch nie einen Krieg an der Gren­ze ihres Ter­ri­to­ri­ums auf­ge­ge­ben, bevor sie nicht min­des­tens 750.000 tote Sol­da­ten zu bekla­gen hatten.) -

Und dann noch Lächeln, Kame­ra­blick und Ende.

Davor aber noch alle ande­re Posi­tio­nen als “ohne Bewei­se” öffent­lich brand­mar­ken, und den Alp­bach Typen mit Mer­ka­tor Jugend im Stan­dard beim Ver­het­zen von Rea­lis­ten (außen­po­li­ti­scher Begriff) und Pazi­fis­ten fea­turen. Denn die könn­ten ja gar­nicht rich­tig den­ken, die wären ja alle naiv.

Jetzt pro­du­zie­ren wir erst noch schön 600.000 wei­te­re Tote im BESTEN per­spek­ti­vi­schen Sze­na­rio für einen bal­di­gen Kriegs­aus­gang -- und kon­su­mie­ren das täg­lich wie Fuss­ball­ergeb­nis­se zu Feierabend.

Und was hat sich der Rau­scher vom Stan­dard auch für die Wahr­heit ein­ge­setzt. Der hat die Rich­ti­gen US nahen Exper­ten ja qua­si “am Gefühl erspürt” nach dem man ihn zu einer Ver­an­stal­tungs­rei­he mit ihnen ein­ge­la­den und von der Büh­ne aus gen­a­me­dropt hat. Und dann war er so enga­giert dabei das der öster­rei­chi­schen Regie­rung UND Oppo­si­ti­on zu ver­mit­teln, was man ihm bei der Ver­an­stal­tung gesagt hat.

Und um all das zu über­spie­len gibt es ein ganz, ganz prak­ti­sches Wort, das das im Allein­gang schafft.

Rus­sen­pro­pa­gan­da. Vom ehe­ma­li­gen israe­li­schen Pre­mier­mi­nis­ter, von UN Son­der­be­auf­trag­ten für die Mil­le­ni­um Goals, der mit der tür­ki­schen Ver­hand­lungs­de­le­ga­ti­on gespro­chen hat. Und vom MIT Pro­fes­sor Chomsky.

Nur lei­der, was wol­len wir machen, den Beweis den wir brau­chen haben wir nicht. Eine Aus­sa­ge von Boris John­son der bestä­tigt, ja - ich habe Selen­skyj gera­ten den Krieg nicht zu früh zu been­den, und damit aktu­ell 100.000 Men­schen das Leben gekos­tet. Das wür­den wir als Rau­scher vom öster­rei­chi­schen Stan­dard als Beweis akzeptieren.

Alles davor lei­der nicht.

Und was wir an der Stel­le auch noch gepflegt über­ge­hen kön­nen ist, dass Ben­nett bestä­tigt hat, das Putin zwei Wochen vor Kriegs­be­ginn nicht iso­liert war, und zwei Wochen vor Kriegs­be­ginn ihm gegen­über die Aus­wei­tung der Nato als poli­ti­sche Sor­ge genannt hat. Stark emo­tio­nal, und bereits leicht ange­trun­ken. Was man auch noch gepflegt über­ge­hen kann ist, dass die Schaf­fung eines Boll­werks gegen die Nato in gele­ak­ten inter­nen rus­si­schen Pla­nungs­pa­pie­ren zu Weiß­russ­land als Ziel ver­zeich­net war, die von einem Recher­che­kol­lek­tiv der Süd­deut­schen, des WDR und des NDR ver­öf­fent­licht wurden.

Wir kön­nen uns anstatt­des­sen, als kom­plet­te Gesell­schaft, wie der Rau­scher, ins IWM­Vi­en­na set­zen und uns anhö­ren, dass der Putin in der Ukrai­ne einen neo­ko­lo­nia­lis­ti­schen Ver­nich­tungs­krieg führt, und von Fio­na, dass er wie vier Stein­sta­tu­en denkt, die sie bei ihm im Büro gese­hen hat. Vor Jah­ren ein­mal. Und eine fünf­te Stein­sta­tue, vorm Kreml. Die von einem Vla­di­mir, denn das ist ja die wich­tigs­te über­haupt.

Sag nicht ich, sagt Fio­na Hill.

Ich hof­fe jetzt haben wir alles verstanden.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk Allerletzte.

Und dabei haben wir noch gar­nicht defi­niert, wie Selen­skyj dar­an zer­bro­chen ist. Hier und hier (Frie­dens­for­mel) - und dass sich Aspek­te die­ser “Frien­des­for­mel” komi­scher­wei­se aktu­ell in Tei­len “selbst erfüllen”.

Also was die pri­mä­re For­de­rung der Frie­dens­for­mel, die unab­ding­ba­re inter­na­tio­na­le Äch­tung von Russ­land BIS ZU EINEM REGIERUNGSWECHSEL anbe­langt, sind wir bereits sehr weit fortgeschritten.

Auf einem sehr spe­zi­el­len Weg mind you, dar­aus wur­de z.B. lei­der nichts, denn man darf ja das hier nicht berüh­ren. Die for­mal­jour­si­ti­schen Ana­ly­sen lau­fen seit Juni letz­ten Jahres.

Den Teil, wo man im Jour­na­lis­mus begon­nen hat Frie­dens­ge­sprächs­an­fra­gen von Russ­land ein­fach nicht mehr zu ver­öf­fent­li­chen, habe ich auch weg­ge­las­sen. Nicht irgend­wel­che, son­dern Putin bit­tet Erdo­gan das bei einem Gip­fel vor­zu­brin­gen, der macht das - die Pres­se igno­rierts. Der Kom­men­ta­tor im Tages Mei­nungs­ra­dio bei Times Radio, ist dann noch nicht auf Linie und erwähnts noch, die Ableh­nung des Ange­bots sei­tens der Ukrai­ne wird in DW noch irgend­wo im Halb­satz eines eines klei­nen Bei­trags spä­ter am Nach­mit­tag ver­wursch­tet (nicht vom Titel beein­flus­sen las­sen, im 15 Minu­ten Bei­trag geht es nicht dar­um, dass Russ­land noch ein­mal eine Ver­hand­lungs­in­itia­ti­ve ansto­ßen woll­te, auch wenns der Titel sug­ge­rie­ren könn­te, die Sto­ry des Tages war der UN Gene­ral­se­kre­tär, der Russ­land auf­ge­for­dert hat sei­ne Trup­pen rund um das Atom­kraft­werk in Sapo­rischsch­ja zurück­zu­zie­hen - den Bei­trag anschauen).

Keep your journalists dumb 4

21. Februar 2023

Nie­mand greift Russ­land an” - US-Regierung weist Putins Vor­wür­fe an den Wes­ten als absurd zurück

gleich­zei­tig:

Rück­erobe­rung der Krim? Ukrai­ne berei­tet Angriffs­bri­ga­den vor: „Haben genug Wut“

gleich­zei­tig:

Shaheen, Durbin announ­ce dele­ga­ti­on visit to Geor­gia & Roma­nia to unders­core impor­t­ance of black sea region

The Black Sea is a pivo­tal geo­po­li­ti­cal regi­on for Euro­pean secu­ri­ty, par­ti­cu­lar­ly amid Russia’s bru­tal war in Ukrai­ne. Vla­di­mir Putin is alrea­dy working to spread his malign influ­ence in the area and we know his hege­mo­nic aspi­ra­ti­ons go bey­ond taking Ukrai­ne. It is cri­ti­cal that the U.S. actively enga­ge with our Black Sea part­ners and estab­lish a more robust poli­cy toward the regi­on. That is pre­cise­ly what I’m loo­king to dis­cuss over the next several days,” said Shaheen.

gleich­zei­tig:

CEPA: It’s Cos­ting Pea­nuts for the US to Defeat Russia
(Gegen­dar­stel­lung, für Leu­te die mal lachen wol­len. (Aber die sozia­len und Reputations-Kosten, die sind ja enorm.))

Ja aber also, nie­mand greift Russ­land an! Nur Russ­lands Trup­pen in dem Teil der Ukrai­ne in dem Russ­land seit 250 Jah­ren ihren ein­zig ganz­jäh­rig eis­frei­en Mari­ne­stütz­punkt haben. Durch des­sen Weg­fall sie die Vor­herr­schaft in der Schwarz­meer­re­gi­on und ihren Ein­fluss­be­reich ent­lang der Nord/Süd Ach­se ver­lie­ren, nicht nur mili­tä­risch, auch im Außenhandel.

SWR: War­um ist die Krim für Russ­land so wichtig?

Wor­auf sie auf­hö­ren als Regio­nal­macht zu exis­tie­ren. Wor­auf das rus­si­sche Wirt­schafts­sys­tem zusammenbricht.

Jetzt haben wir aber bereits die Exper­ten die seit Beginn dar­auf hin­ge­wi­sen haben, erfolg­reich aus ihren Publi­ka­tio­nen ver­bannt, bei denen sie zuvor die meist­pu­bli­zier­ten Autoren waren:

Sie durch Pro­pa­gan­da ersetzt, die Ukrai­ne kön­ne erst wie­der ruhig schla­fen, wenn Russ­land aus der Schwarz­meer­re­gi­on ver­trie­ben wur­de -

haben ver­schwie­gen, dass die Ukrai­ne das Dekret die Krim wie­der zurück­zu­er­obern bereits 2021 gezeich­net hat und im Okto­ber des sel­ben Jah­res begon­nen hat erfolg­reich den Kon­flikt im Don­bas zu dre­hen. Was laut einem Ex-Stratfor Ana­lys­ten den größ­ten rus­si­schen Trup­pen­auf­marsch aller Zei­ten als Gegen­re­ak­ti­on zur Fol­ge hatte…

Und jetzt eröff­nen wir Russ­land als Lösungs­per­spek­ti­ve, dass sie sich doch aus der kom­plet­ten Regi­on zurück­zie­hen könn­ten, oder eben einen lan­gen Auf­rei­bungs­krieg mit­ma­chen, der WANN erst­ma­lig als Ziel­per­spek­ti­ve genannt wurde?

Ach­ja von Aus­tin im April 2022:

As Russia’s inva­si­on of Ukrai­ne has trans­for­med into a grin­ding war of attri­ti­on with no mea­ning­ful peace deal in sight, the US and its allies have begun to con­vey a new, longer-term goal for the war: to defeat Rus­sia so decisi­ve­ly on the battle­field [in Ukrai­ne] that it will be deter­red from laun­ching such an attack ever again.

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Chro­no­lo­gisch gleich nach­dem die Frie­dens­ver­hand­lun­gen been­det wur­den. Dan­ke Nafta­li Ben­nett fürs sehr detail­lier­te Play by play (der Waf­fen­still­stands­ver­hand­lun­gen davor).

Nie­mand hat hier vor einen Stell­ver­tre­ter­krieg zu füh­ren, es geht nur um die Befrei­ung der Ukrai­ne in den Gren­zen von 2013, wegen *papier­ra­schel* Frei­heit und Völ­ker­recht. Und Wer­te. An die laut Allens­bach nie­mand glaubt.

Wie bringt man jetzt dem durch­schnitt­li­chen Jour­na­lis­ten, oder der Mehr­heit der Öster­rei­cher die sich für Ver­hand­lun­gen aus­spre­chen, auch wenn die Ukrai­ne die Krim noch nicht zurück­er­obert hat bei, dass “nie­mand greift Russ­land an”, als US Demen­ti so for­mu­liert ist um, … naja um zu infor­mie­ren wohl eher nicht.

Die glaubt ja noch an Angriffs­pan­zer zur ter­ri­to­ria­len Ver­tei­di­gung, weil die Ukrai­ne sie nur für Gegen­an­grif­fe nut­zen wird, in den Zonen in denen Russ­land Durch­brü­che erzielt (das öster­rei­chi­sche Mili­tär hat berich­tet (Nicht Reis­ner, kei­ne Angst)). Die dann in Polen und Tsche­chi­en gewar­tet wer­den sol­len (damit Deutsch­land kein Akti­ver Kriegs­teil­neh­mer wird) nach­dem sie mit Schwer­trans­por­tern und Las­ten­krä­nen, in 5km Nähe zur Front­li­nie abtrans­por­tiert werden.

Weil wir angeb­lich eine öffent­li­che Dis­kus­si­on zum The­ma hat­ten, die ich ver­passt haben muss, die uns das allen ver­deut­licht hat.

Das macht aber wie­der alles nichts, denn wir sind wie­der so stark,

Biden in War­schau: Nato “stär­ker als sie jemals war”
US-Präsident Joe Biden hat bei sei­nem Besuch in Polen die Stär­ke der Nato betont. “Es ist das bedeut­sams­te Bünd­nis, ich wür­de sagen, viel­leicht das bedeut­sams­te Bünd­nis der Geschich­te, und zwar nicht nur der moder­nen Geschich­te, son­dern der gesam­ten Geschich­te”, sag­te Biden bei einem Tref­fen mit Polens Staats­ober­haupt Andrzej Duda am Diens­tag in War­schau. Ein Jahr nach Beginn des rus­si­schen Angriffs­kriegs gegen die Ukrai­ne sei die Nato “stär­ker als je zuvor”. 

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- der Feind ist wie­der so dumm, und schon fast geschla­gen, und macht dau­ernd Feh­ler, und

Die ukrai­ni­sche Armee ist gegen die rus­si­schen Angrei­fer im Don­bass seit Wochen in der Defensive.

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Hat aktu­ell die Eskalationsdominanz.

Lesen sie Medi­en haben sie gesagt, bil­den sie sich wei­ter haben sie gesagt.

Das IWM­Vi­en­na hat lei­der immer noch nicht die Burg­thea­ter­dis­kus­si­on mit Chris­ti­an Kern und Adam Too­ze online, aber dafür ein neu­es Pro­jekt mit Timo­thy Snyder!

Docu­men­ting the Ukrai­ne: How and Why!

Na da weiß ich doch was ich heu­te Abend schau­en werd!